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#76

RE: Die biblischen Frauen Junia und Phoebe; "Frauendiakonat" ausgeschlossen !

in Diskussionsplattform 31.05.2016 23:15
von Aquila • 5.664 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Aktuell versuchen wieder die immer selben "zeitgemässen" Kreise
das "Frauendiakonat" durch Lust und Tücke via Hintertüre zu erschleichen.
Dies obschon dieses weder biblisch noch von der hl. Tradition gestützt wird.

Zu dieser Thematik zwei unmissverständliche Stellungnahmen von der
Petrus-Bruderschaft:
-

Frauendiakonat und Wunschdenken

Kardinal Karl Lehmann hat sich im Februar 2013 im SWR für das sakramentale Frauendiakonat ausgesprochen und sich auf ein einschlägiges Votum der Würzburger Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland (1971-1975) berufen.
Als die Rottenburger Diözesansynode 1985/86 dieses Votum mit der Empfehlung,
“die in Teilen der alten Kirche geübte Praxis der Weihe von Diakoninnen womöglich wieder einzuführen”, aufgriff, intervenierte in der Tübinger Theologischen Quartalschrift (2/1988, S. 161 f) der Tübinger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Rudolf Reinhardt mit scharfen Worten und warf der Synode im Hinblick auf ihre Berufung auf die Praxis der alten Kirche ein Überschreiten ihrer Kompetenz vor:
Diese Praxis hatte es nämlich nie gegeben.
Zwar war in den alten Kirchen (teilweise bis ins Mittelalter hinein) die Weihe von Frauen zu Diakonissen üblich gewesen.
Doch hatten Rechte, Pflichten und Weihe der Diakonissen sich immer und überall in wesentlichen Stücken vom Diakonat des Mannes unterschieden.
Dabei hätte man es so leicht gehabt.
In den Artikeln ‘Diakon’ von Adolf Kalsbach im ‘Reallexikon für Antike und Christentum’ war seit geraumer Zeit die altkirchliche Überlieferung in ihrer ganzen Fülle und Breite von anerkannten Fachleuten ausgebreitet gewesen (RAC 3, 888-909. 917-928).
Auch hätte es der Synode gut angestanden, in einer so wichtigen Frage die einschlägige Literatur, nämlich die Untersuchung von Aimé Georges Martimort (Les diaconesses. Essai historique [Bibliotheca Ephemerides Liturgicae. Subsidia 24]. Rom 1982) zu konsultieren. Das Werk lag 1985 schon drei Jahre vor.
Die Rottenburger Synodalen (oder wenigstens einige von ihnen) hätten dann erkennen müssen, dass die historische Begründung ihres Antrags in der Luft hängt und reine Konstruktion ist.”

Dann fährt Reinhardt bissig fort:
“Geschichtliche Tatbestände lassen sich nicht durch Abstimmungen, Mehrheiten, Postulate und Voten, sondern allein mit der Methode der Geschichtswissenschaft eruieren.”

Normalerweise führen moderne Theologen die Wissenschaft gerne gegen den Spruch des Lehramts ins Feld, wenn sie zwischen beiden einen Widerspruch zu erkennen glauben.
Jetzt, wo die Wissenschaft den eigenen Standpunkt im Stich lässt, erwartet man einen Machtspruch aus Rom,
wenn Kardinal Lehmann an die Adresse des Heiligen Stuhles die Worte richtet:
“Es wird jetzt Zeit, dass mal eine verbindliche gute Entscheidung fällt.”
Wie soll das Lehramt eine Entscheidung zugunsten des sakramentalen Frauendiakonats fällen, wenn jegliche geschichtliche Grundlage dafür fehlt?

Mit anderen Worten:
Widerspricht das Lehramt den eigenen Vorstellungen, soll es dem Spruch der Wissenschaft weichen.
Braucht man es dagegen als Erfüllungsgehilfen der eigenen Wünsche, ist es willkommen und soll sogar die fehlende wissenschaftliche Grundlage kompensieren.

+


Beweislast

Schon öfters ist mir von Seiten der Befürworter des Frauendiakonats das Argument begegnet, dass die Gegner desselben keine überzeugenden Gründe gegen seine Einführung vorbrächten.

Mit diesem Argument wird die Beweislast zuungunsten der Verteidiger des Status quo verschoben. In Wirklichkeit dagegen sind die Befürworter zwingende Argumente schuldig, dass die Einführung des Frauendiakonats dem Willen Jesu entspricht.
Denn nur wenn die Sicherheit besteht, dass dem so ist, kann die Einführung gerechtfertigt werden.
Da in der Kirche der Stifterwille entscheidend und die Diakonatsweihe darüberhinaus ein Sakrament ist, ein Sakrament seine Wirkkraft aber nur von Gott her empfangen kann, würde eine ungerechtfertigte, nur auf menschlichen Willen oder rein kirchliche Satzung zurückgehende Einführung des Frauendiakonats zu einem ungültigen Sakrament führen.

Da Jesus nur Männer geweiht hat, können wir nur in Bezug auf das Männerdiakonat diese Gewissheit haben.
Ein seit Jahrzehnten wiederholtes Standardargument dagegen lautet,
Jesus habe auch nur Juden geweiht, und trotzdem blieb das Weihesakrament nicht auf Juden beschränkt.
Tatsächlich waren die Apostel und die erste Generation der Christen ausschließlich Judenchristen, denen der Gedanke, dass Gott zwischen Juden und Heiden keinen Unterschied mehr macht, so fremd war, dass es, wie die Apostelgeschichte (Kapitel 10) berichtet, einer eigenen Offenbarung bedurfte, um Petrus und “die Gläubigen aus der Beschneidung” (Apg 10, 45) davon zu überzeugen. Aber in diesem Fall haben wir eben die biblisch bezeugte Offenbarung und die seitdem
ununterbrochen existierende Tradition.
Genau dies
fehlt aber beim Frauendiakonat.


Dass entgegen einer zweitausendjährigen Tradition nun vorgeblich entdeckt wird, dass es Jesus eigentlich ganz anders wollte, bedarf doch einer überzeugenden Begründung.
Davon ist weit und breit nichts zu sehen.
Man fordert einfach, und Rom soll bitte seine Ablehnung begründen.
Damit vertauscht man die klassische Beweislast.
Weil durch die Tradition die Kontinuität zum Stifterwillen sichergestellt ist, bedarf nicht die Tradition, sondern die Neuerung der Begründung.

Wenn man freilich den Glauben aufgegeben hat,
dass Jesus die Kirche gründete, wird das Vorgehen der Befürworter plausibel.
Dann kommt es in der Kirche nicht auf den Willen Jesu an, sondern wie in der staatlichen Demokratie auf die Mehrheits- und Machtverhältnisse.
Wenn man nur hartnäckig genug für die eigenen Wünsche Werbung macht, wird man über kurz oder lang schon ans Ziel kommen. Wer so denkt, sollte offen zugeben, dass er den Glauben an die Kirche aufgegeben hat. Und wer von den Befürwortern diesen Glauben nicht aufgegeben hat, sollte sich von jenen deutlich und öffentlich distanzieren, statt mit ihnen gemeinsame Sache zu machen.

-

Das "Frauendiakonat" ist im Lichte der hl. Tradition ausgeschlossen !

-


zuletzt bearbeitet 31.05.2016 23:17 | nach oben springen

#77

RE: Die biblischen Frauen Junia und Phoebe; "Frauendiakonat" ausgeschlossen !

in Diskussionsplattform 01.06.2016 01:44
von Stephanus (gelöscht)
avatar

Also, beim besten Willen kann ich in der Bibel kein geweihtes Frauendiakonat und- Apostelamt finden. Im Internet habe ich nun etliches dafür gelesen, doch ist dies alles absolut unbiblisch! Wenn sich auf pro geweihtes Frauendiakonat bezogen wird, dann nur biblisch völlig verdreht, was zum Rest des NT's nicht passt!

Bei Gelegenheit werd ich mal einen biblisch fundierten Artikel dazu verfassen!

Nur noch eins vorweg: Es wird immer wieder lügnerisch behauptet, es habe in der frühen Kirche geweihte Diakoninnen gegeben. Solche aber hat es noch nie gegeben! Es gab nur Diakonissinnen! Weshalb diese Geschichtsfälschungen, mit denen obendrauf noch die eigenen Leser/innen belogen und betrogen werden? Sind diese Leser/innen einem so wenig wert, dass man sie belügen muss, nur um sie durch diese Lügen auf ihre Seite zu bekommen, umso mehr Macht und Einfluss zu erhalten?

Ich verweise da zunächst auf Apg. 1,2, wonach Christus seinen Aposteln den Auftrag gab. Diesem Auftrag nach hat dann Petrus, als Oberhaupt der Kirche, nur Männer zum Apostelamt als Erwählte vorgetragen, aus denen Judas ersetzt werden sollte. Petrus sagte, gemäß dem Auftrag Christi sogar: "So muss denn aus den Männern" einer anstelle des Judas gewählt werden. Keine einzige Frau hat sich dagegen erhoben!

Dann nochmals Apg 6: Hier sollten - gemäß dem Auftrag Christi - Männer zum geweihten Diakonenamt gewählt werden, und keine einzige Frau!

Das reicht schon aus, um diesen heutigen geforderten geweihten Frauendiakonat-Wahn zu widerlegen.


"Dies schrieb ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen. Sollte ich aber säumen, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, das die Kirche des lebendigen Gottes ist, Pfeiler und Fundament der Wahrheit." (1 Tim. 3,14-15)

"Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt. Jeder, der davon abgeht und nicht in der Lehre Christi bleibt, hat Gott nicht. Wer in der Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. Wenn einer kommt und diese Lehre nicht bringt, den nehmt nicht auf ins Haus und sagt ihm auch nicht den Gruß. Wer ihm den Gruß entbietet, macht sich teilhaft seiner bösen Werke." (2 Joh. 8-11)

"Geliebte! In der Absicht, euch aus ganzer Besorgtheit über unser gemeinsames Heil zu schreiben, hielt ich es für nötig, euch schriftlich zu ermahnen, dass ihr euch einsetzt für den ein für allemal den Heiligen überlieferten Glauben, denn es haben sich gewisse Leute eingeschlichen, die schon längst vorgemerkt sind für dieses Gericht, Gottlose, die die Gnade unseres Gottes zur Ausschweifung missbrauchen und unsern einzigen Gebiter und Herrn, Jesus Christus, verleugnen." (Jud. 3-4)

"Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach eigenen Gelüsten sich Lehrer aufhäufen, weil sie nach Ohrenkitzel verlangen. Von der Wahrheit werden sie das Ohr abwenden und den Fabeleien sich zuwenden." (2 Tim. 4,3-4)

"Was ruft ihr mich: Herr, Herr! und tut nicht, was ich sage?" (Lk. 6,46)
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#78

RE: Die biblischen Frauen Junia und Phoebe; "Frauendiakonat" ausgeschlossen !

in Diskussionsplattform 01.06.2016 16:46
von Blasius • 2.487 Beiträge


Also, beim besten Willen kann ich in der Bibel kein geweihtes Frauendiakonat und- Apostelamt finden.


Lieber Stephanuns,

das kann schon sein, eventuell im Philippusevangelium, einer apokryphen Schrift,
welche kirchlich nicht anerkannt ist, ist mehr über "Frauenapostel",
Frauen und Jesus zu lesen.

Sicher ist dass sich zum Entsetzen seiner Jünger, Jesus
sich sogar um "Prostituierte"kümmerte.

Vor seinem Tod wurde er von einer Frau gesalbt.
Es waren auch Frauen, die das leere Grab entdeckten.

Frauen hatten wichtig aufgaben und viel Bedeutung bei Jesus
und der Zeit danach bei den Aposteln.

Durch wen, von wem wurde Jesus Christus, der Sohn Gottes geboren?

Durch eine Frau, oder sollte es ein Mann gewesen sein?


Liebe Grüße, Blasius

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#79

RE: Die biblischen Frauen Junia und Phoebe; "Frauendiakonat" ausgeschlossen !

in Diskussionsplattform 01.06.2016 18:17
von Kristina (gelöscht)
avatar

"Sicher ist dass sich zum Entsetzen seiner Jünger, Jesus
sich sogar um "Prostituierte"kümmerte.

Vor seinem Tod wurde er von einer Frau gesalbt.
Es waren auch Frauen, die das leere Grab entdeckten.
"

Das muss nichts mit einem geweihten Frauendiakonat und/oder Apostelamt zu tun haben.


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!
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#80

RE: Die biblischen Frauen Junia und Phoebe; "Frauendiakonat" ausgeschlossen !

in Diskussionsplattform 01.06.2016 18:41
von Aquila • 5.664 Beiträge

Lieber Blasius


Die jetzt wieder völlig unnötigerweise wieder angefachte "Frage nach dem Diakonat der Frau" ist längst hinlänglich und ausführlichen wissenschaftlichen Untersuchungen unterzogen worden.
(Siehe meinen vorigen Beitrag)

Klipp und klar und ohne Wenn und Aber hat denn der Kirchenhistoriker
Prof. Dr. Rudolf Reinhardt
den entweder von Unwissenheit oder aber von bewusster Verwässerung von Tatsachen kündenden Rufen nach dem "Weihe-Diakonat der Frau" eine Absage erteilt:

“Diese Praxis hatte es nämlich nie gegeben"



Und diese Praxis wird es auch niemals geben......
zumindest
nicht in der treu traditionsverbundenen eine heiligen katholischen und apostolischen Kirche !

Sollte diese - weder biblisch noch von der Tradition gedeckte - Praxis dennoch durch List und Tücke erzwungen werden.....
so freilich innerhalb einer "neuen Kirche"..... Im Schisma !



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 01.06.2016 18:42 | nach oben springen


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