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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Dieser mit himmlischer Weisheit und dem Geist Gottes erfüllte Mann war der Nachfolger des heiligen Flavius auf dem bischöflichen Stuhl zu Rouen und zeichnete sich durch seinen apostolischen Eifer für die Verherrlichung der Kirche Jesu auf der 3. Kirchenversammlung zu Paris und auf der zu Tours im Jahr 566 rühmlich aus. Es war im unerforschlichen Ratschluss der heiligen Vorsehung beschlossen, dass seine Sanftmut und Geduld den schwersten Prüfungen ausgesetzt sein sollte, denn der friedliebende und gerechte Heilige wurde bei König Chilperich von Frankreich verleumderisch angeklagt, als versuche er das Volk gegen ihn aufzuwiegeln. Diese schändliche und von seinen Feinden erdichtete Anklage war die Quelle aller seiner schweren und langwierigen Verfolgungen, wurde schließlich sogar die Ursache seines Martertodes. Der heilige Oberhirt verwendete den größten Teil seiner Einkünfte zur Unterstützung der Armen und Unglücklichen, und diesen Hang zum Wohltun missbrauchten böse, lasterhafte Menschen, denen der Diener Gottes wegen seiner Frömmigkeit verhasst war, und zeigten ihn bei dem verblendeten König an, dass er das Volk gegen die Regierung aufwiegle. Chilperich geriet in eine rasende Wut und befahl sogleich, den Majestätsverbrecher von seinem bischöflichen Stuhl zu reißen, ihn zu fesseln und gefangen zu nehmen und versammelte dann die Bischöfe des fränkischen Reiches, über ihn das Verdammungsurteil zu sprechen. Umsonst widerlegte der schuldlose Heilige gründlich alle ihm zur Last gelegten Verbrechen und besonders den angeschuldigten Kirchenraub. Umsonst verteidigten Aetius, der Erzdiakon von Paris, und der ehrwürdige Gregor, Bischof von Tours, die Unschuld ihres Mitbruders. Die Rache des Königs wurde zwar für dieses Mal durch unwiderlegbare gestillt, aber alle List wurde angewendet, um den Verhafteten in Fallstricke zu verwickeln, dass es wenigstens doch einen Schein von Gerechtigkeit hatte, ihn gewalttätig zu unterdrücken. In einem Gespräch mit einem Höfling sagte der heilige Oberhirt, dass Meroveus, wenn er auf dem Thron säße, durch sein liebevolles Benehmen sich die Achtung aller seiner Untertanen erwerben würde. Dies wurde dem König mit dem Zusatz hinterbracht, dass er es selbst eingestanden habe, Chilperich verdiene nicht, König zu sein, und aller Verteidigung ungeachtet, Prätextatus aus seinem Bistum vertrieben und in das Elend verwiesen. Mit unerschütterlicher Geduld ertrug er Verbannung und Armut und erst nach dem Tod des Königs wurde er von dessen Nachfolger Gunthram, der die Sache auf der Synode zu Mascon genau untersuchen ließ, für unschuldig erklärt und in sein Bistum zurückberufen. Als bei seiner Ankunft in Rouen alle Bischöfe über den endlichen Sieg seiner Unschuld frohlockten und das Volk bei dem Anblick ihres heiligen, misshandelten Bischofs in leuten Freudenjubel ausbrach, soll die rachgierige Fredegundis, die verwitwete Königin, mit Hohn gesagt haben: Auf diese allgemeine Freude folgt gewiss bald wieder eine Verbannung.



    Mit rastlosem Eifer verwaltete nun der Heilige sein bischöfliches Amt, bis ihn am heiligen Osterfest im Jahr 588 Mörder am Altar überfielen, wo er gerade das allerheiligste Opfer verrichtete, und ihn so gefährlich verwundeten, dass er bald darauf seinen Geist aufgab. Jedermann hielt die schändliche Fredegundis für die Urheberin dieser gräulichen Mordtat.




    Kathedrale von Rouen


    https://www.heiligen-legende.de/prätextatus-von-rouen/

  • Vom Reich GottesDatum23.02.2026 05:17
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom Dienst Gottes



    Dir, Herr, dient aller Wesen Heer;

    Dir dient der Tag, dir dient die Nacht,

    Denn du, o Gott, hast sie gemacht.

    Doch ehrt der freie Geist dich mehr,

    Den du zu deinem Dienste schufest,

    Und lohnend dann zu dir berufest.




    1. Wie lange ist es, dass wir im Dasein sind? Haben wir uns selbst erschaffen, als wir noch nicht waren? So gehören wir also auch uns selbst nicht an, sondern demjenigen, der uns Leben, Vernunft und Freiheit verliehen hat, so wie das Bild von Rechtswegen dem Bildner angehört, weil er es hervorgebracht hat. Erfüllen also müssen wir die Absichten unseres Schöpfers, da wir seine Geschöpfe sind, und die Bestimmung erreichen, zu der er uns erschaffen hat, nämlich ihm dienen, zumal da wir ihm nicht umsonst dienen, sondern von seiner Freigebigkeit unsterbliche Belohnungen dafür empfangen.



    2. Wie aber haben wir diese heilige Pflicht bisher erfüllt? War sein heiliger Dienst das Ziel unserer Arbeiten, unserer Bestrebungen? Beschämen uns nicht alle vernunftlosen Geschöpfe, die den Willen ihres Schöpfers unwandelbar erfüllen, und sogar, nach seiner Anordnung, uns selbst dienen? Die Sonne leuchtet uns, Pflanzen und Tiere nähren uns, ja die ganze Natur dient uns. Alle Wesen fordern auf ihre Weise uns zu seinem Dienst auf, und sagen uns, dass wir des Lebens nicht wert sind, wenn wir nicht für Gott leben. Wir aber? Können wir wohl mit Wahrheit sagen, dass wir unser Leben, ja dass wir nur acht Tage seinem heiligen Dienst ausschließlich geweiht haben? Wohin zielen auch jetzt unsere Gedanken und Begierden? Ach, meist nur nach der Erde, nach der Verwesung.



    3. Bedenken wir wohl, dass wir, wenn wir Gott nicht frei und mit Liebe angehören wollen, ihm gegen unseren Willen angehören werden. Notwendig müssen wir unter der Herrschaft entweder seiner Güte, oder seiner Gerechtigkeit stehen. Unser Gott jedoch ist die Liebe. Er will unsere Seligkeit. Er tut zwar unserer Freiheit keine Gewalt an, aber die Stimme seiner Gnade drängt uns ohne Unterlass, sie drängt uns in jedem Lebensalter, bald liebevoll, bald drohend. Wollen wir noch länger warten? Siehe, schon neigt sich der Tag. Eilen wir wenigstens mit den letzten Arbeitern in seinen Weinberg, und verdoppeln wir unseren Eifer, damit wir nicht uns selbst um den Taglohn des ewigen Lebens bringen. "Ich will deiner Weisung beständig folgen, auf immer und ewig." (Psalm 119,44)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum23.02.2026 05:12
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 23. Februar (Memorare)



    Gedenke, gütigste Jungfrau Maria, von Ewigkeit ist es unerhört, dass einer, der zu dir seine Zuflucht nahm, der zu dir um Hilfe rief, der um deine Fürsprache bat, von dir verlassen wurde. Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen. Mutter, zu dir komme ich, vor dir stehe ich seufzend als Sünder. Verschmähe nicht meine Worte, du Mutter des Wortes, sondern höre sie gnädig an und erhöre mich. Amen.

    Maria, Mutter der Gnade, Mutter der Barmherzigkeit, schütze uns vor dem Feind und nimm uns auf in der Stunde unseres Todes.



    Zu Gott



    Verleihe uns, o Herr, den lebendigen Glauben, der in allem Dich und Deinen heiligen Willen erkennend, das uns vorgestreckte hohe Ziel der Gottähnlichkeit nie aus den Augen verliert, und durch Deine Gnade gestärkt endlich glücklich erreicht, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    In England wurde an diesem Tag im Jahr 1374 die Einsetzung und das Alter des Karmeliter-Ordens, der sich von der seligsten Jungfrau benennt, von der Universität zu Cantelberg bestätigt.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Einer der hervorragendsten, entschiedensten und einflussreichsten Männer seiner Zeit war Willigis, der sich für Kirche und Staat unsterbliche Verdienste erworben hat. Willigis war der Sohn eines Wagners in Sachsen. Seine hohe Stellung und Wirksamkeit deutete Gott seiner Mutter schon vor seiner Geburt an, denn sie sah, wie aus ihrem Schoß ein Sonnenstrahl hervorging, der die ganze Erde erleuchtete. Mit außerordentlichen Geistesgaben verband der heranwachsende Junge einen unermüdlichen Fleiß, um in allen Wissenschaften fortzuschreiten. Dabei vergaß er nicht, durch Gebet, Betrachtungen, Nachtwachen und strenge Abtötung das religiöse Leben seiner Seele zu nähren. Wegen seiner seltenen Gelehrsamkeit und Tugend berief ihn Kaiser Otto II. an seinen Hof zu Goslar und betraute ihn mit der Reichskanzlerwürde. Wie groß sein Einfluss am kaiserlichen Hof gewesen sein muss, geht daraus hervor, dass es in mehreren von Otto II. ausgestellten Urkunden hieß: „er habe die betreffenden Anordnungen auf Antrieb und Bitte des Willigis getroffen“.



    Wegen seiner besonderen Geistesfähigkeiten wurde Willigis nach dem Tod des Erzbischofs Ruotberg von Mainz 975 unter stürmischem Jubel des Volkes zum Metropoliten auf dem Stuhl des heiligen Bonifatius erwählt. Der Adel ärgerte sich, dass ein Bürgerlicher zu einer der ersten Würden des Reiches erhoben war und spottete oft über seine niedrige Herkunft. Der demütige Willigis erwählte aber, um vor jeder Selbstüberhebung bewahrt zu werden, seiner Herkunft eingedenk ein Wagenrad zu seinem Wappen und sprach oft zu sich selber:



    „Willigis,

    Nie vergiss,

    Dass dein Vater Wagner ist!“



    Als Kanzler des Deutschen Reiches wandte Willigis alle Sorge und Mühe auf, den inneren Frieden zu erhalten und das Reich gegen äußere Feinde zu schützen. So brachte er zwischen Otto II. und dem bayerischen Herzog Heinrich II., dem „Zänker“, eine Aussöhnung zustande. Seine ganze Größe und seinen mächtigen Einfluss zeigte Willigis aber erst nach dem Tod des Kaisers Otto II., indem er den kaum dreijährigen Otto III. zum König krönen ließ, tatsächlich aber selbst das große Deutsche Reich mit Umsicht, Weisheit und Festigkeit regierte und vor den zahlreichen Feinden schützte, auch die Heranbildung Ottos zum deutschen Kaiser übernahm. Die Minderjährigkeit des kaiserlichen Kindes benutzten die Dänen und Slaven, um das wiederzugewinnen, was Heinrich I. und Otto I. ihnen in einem sechsjährigen Kampf abgerungen hatten. Der bayerische Herzog Heinrich II. beanspruchte als nächster Verwandter die Vormundschaft über Otto und ließ die Absicht durchblicken, die deutsche Krone auf sein eigenes Haupt zu setzen. Willigis verfocht aber die Rechte des Ottonischen Hauses, zwang Heinrich zum Verzicht auf die Krone Deutschlands, übergab Otto seiner Mutter Theophano und seiner Großmutter Adelheid zurück, unterstützte die vormundschaftliche Regierung dieser Frauen mit Würde, Klugheit und Kraft, so dass auch die slavischen Völker wieder dem jungen Herrscher huldigten.



    Die Erziehung des jungen Otto übertrug Willigis seinem Jugendfreund Bernward. Dieser höchst gebildete und entschiedene kaiserliche Hofkaplan löste seine schwierige Aufgabe derart, dass, während Höflinge den jungen König durch schlüpfrige Zugeständnisse verdarben und selbst die für seine Liebe eifersüchtig besorgte Mutter Theophano gegen seine bösen Neigungen oft allzu nachsichtig war, er allein den verwöhnten königlichen Knaben mit Strenge in seinen Launen und Neigungen beschränkte.



    Auf dem Zug Ottos III. nach Rom stand an der Spitze der ihn begleitenden Würdenträger Willigis. Durch seinen Einfluss gelangte der kaiserliche Hofkaplan Bruno, Sohn des Herzogs von Kärnten, als Gregor V. auf den erledigten päpstlichen Stuhl. Dieser setzte Otto III. die Kaiserkrone auf am 21. Mai 996.



    Nach dem frühen Tod des Kaisers Otto III. (23. Januar 1002), erprobte Willigis von neuem seine Umsicht und Kraft, indem er, um Bürgerkriege zu vermeiden, schleunigst den edlen Heinrich, Sohn Heinrichs des Zänkers, von den deutschen Reichsfürsten zum König wählen ließ am 6. Juni 1002. Er selbst krönte ihn am folgenden Tag zu Mainz und am 15. August die kaiserliche Gemahlin Kunigunde zu Paderborn. In diesem Heinrich II. (1002-1024) wie in seiner Gemahlin Kunigunde, die beide die Kirche als Heilige verehrt, erhielt Deutschland einer seiner besten Könige und frömmsten Kaiser und zwar durch das Verdienst des Erzbischofs und Erzkanzlers Willigis.



    Hatte die Staatsklugheit und Gewandtheit des Mainzer Metropoliten dem Deutschen Reich einen so würdigen und hochherzigen Herrscher verschafft, so sorgte er mit gleichem Eifer für würdige und tüchtige Kirchenfürsten. Worms gab er den verehrungswürdigen Bischof Burchard, den er von frühester Jugend an geleitet, unterrichtet, zur Weisheit, zum Lebensernst, zum religiösen Eifer und Reinheit des Lebens geführt hatte, wie er sie später in seinem Amt so herrlich an den Tag legte. Dem Hildesheimer Bistum gab er den heiligen und verdienstvollen Godehard, Prag den heiligen Adalbert, den die Marterkrone schmückt; auch andere Kirchen Deutschlands versorgte er mit Oberhirten, die sich durch Gelehrsamkeit und Heiligkeit auszeichneten.



    Den Zwiespalt mit dem Bischof Bernward von Hildesheim um die Oberhoheitsrechte im Kloster Gandersheim legte er gütlich bei, indem er zu ihm sagte: „Mein Bruder und Mitbischof, ich verzichte auf alle Ansprüche an dieser Kirche und übergebe dir diesen Bischofsstab zum Zeugnis, dass weder ich noch meine Nachfolger je die Ansprüche erneuern werden.“



    Willigis war ebenso, wie sein Jugendfreund Bernward, ein großer Freund und Kenner kirchlicher Kunst. In Mainz baute er eine prachtvolle Basilika von Grund auf, aber schon am Tag der Einweihung ging sie in Flammen auf. Sogleich begann er den Neubau, indes wurde der erst unter seinem Nachfolger Bardo vollendet. Dort errichtete er auch eine Kirche zu Ehren des Erzmärtyrers Stephanus. Das St.-Viktors-Kloster erweiterte er und stattete es mit seinem Vermögen aus. Gegenüber den Armen zeigte er sich überaus freigebig und speiste täglich dreißig an seiner Tafel, wie wir es im Leben vieler Heiligen finden. Reich an Verdiensten wie an Jahren ging er in die Wohnungen des Herrn am 23. Februar 1011, im 36. Jahr seines Oberhirtenamtes und wurde in der St. Stephanskirche beigesetzt. Sein Messgewand, das er mit ins Grab genommen hatte, blieb nach Jahrhunderten unversehrt.



    Vom Erzbischof Willigis sagt ein hervorragender Geschichtsforscher: „Der mit Auszeichnung groß zu nennende, nicht bloß um sein Stift, sondern um das ganze Reich, um die ganze Christenheit hochverdiente Erzbischof Willigis verließ die Welt, an dem am meisten zu bewundern, dass er ungeachtet seiner niederen Geburt durch 25 Jahre an der Spitze aller Reichsfürsten stand, und nie von Missgunst oder Eifersucht, ja nicht einmal von der Verleumdung angefeindet war. Wer malt uns die in ruhiger Würde alle Leidenschaften bewältigende Gestalt dieses Prälaten?“


    https://www.heiligen-legende.de/willigis-von-mainz/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Lazarus wurde von sarazenischen Eltern geboren und in der mohammedanischen Religion erzogen. Aber als junger Mann schon überzeugte er sich von der Falschheit dieser Lehre, verließ das väterliche Haus und ging in ein Kloster, wo er im christlichen Glauben unterrichtet und zur Gottseligkeit des Lebens geführt wurde. Aus Liebe zur Armut und Einsamkeit legte er die feierlichen Ordensgelübde ab und zeichnete sich sowohl durch Gelehrsamkeit, als durch Frömmigkeit so sehr aus, dass er die priesterliche Weihe erhielt. Unaufhörlich widmete er sich der Betrachtung und Lesung der heiligen Schriften und seine Erholungsstunden verwendete er auf die Malerei. In dieser Kunst brachte er es so weit, dass er Meisterstücke verfertigte, die allgemeines Aufsehen erregte. Damals regierte das morgenländische Kaisertum der Bilderstürmer Theophilus, der in seinem Reich und besonders in der kaiserlichen Hauptstadt Konstantinopel alle Bilder und Gemälde, die Altäre und heiligen Gefäße in seiner Ketzerwut zerstören ließ. Lazarus erhielt vom Patriarchen den Auftrag, die Bilder der Heiligen wieder auszubessern und zur Zierde der Gotteshäuser neue zu verfertigen, wodurch er sich den Hass des Kaisers zuzog, der ihn auch gefangen nehmen ließ. Anfangs suchte ihn Theophilus durch Schmeicheleien und Versprechungen auf seine Seite zu bringen. Da das aber an dem Diener Gottes fruchtlos war, ging er in seiner blinden Wut so weit, dass er ihn grausam peinigen und seine rechte Hand im Feuer verbrennen ließ, worauf er ihn wieder in die Freiheit entließ.



    Durch die Gnade Gottes wurde der heilige Lazarus bald geheilt und er verfertigte nun ein wunderschönes Bild des heiligen Johannes des Täufers und arbeitete eben an dem Bildnis des guten Hirten, als Kaiser Theophilus starb und Michael III. auf den Thron kam, der ein Kenner und Beschützer der Künste und Wissenschaften war und besonders den heiligen Lazarus schätzte. Das schöne Bild des guten Hirten wurde feierlich und zur Bewunderung aller Künstler im kaiserlichen Saal Chalce aufgestellt und zur Belohnung schickte der Kaiser den Lazarus als seinen Gesandten in kirchlichen Aufträgen und mit kostbaren Geschenken an den Papst. Nach seiner Rückkehr von Rom bekämpfte er unter dem Schutz des Kaisers mutig die Irrlehre der Eutychianer und Nestorianer und bewirkte viel Gutes in der Verbreitung der reinen Lehre des Christentums. Nochmal machte er in kirchlichen Angelegenheiten eine Reise nach Rom, wo er aber auf dem Weg erkrankte und am 23. Februar des Jahres 870 im Ruf der Heiligkeit verschied.


    https://www.heiligen-legende.de/lazarus-von-konstantinopel/

  • Vom Reich GottesDatum22.02.2026 09:04
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Petri Stuhlfeier



    Seht das Haus ihr auf dem Felsen stehen?

    Unbeweglich, kann es nie vergehen;

    Denn der Eck- und Grundstein, der es trägt,

    Hat es mit Unsterblichkeit geprägt.



    1. "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen; und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen." Hätten wir diesen Ausspruch Jesu vor 20 Jahrhunderten in einem Winkel von Galiläa gehört: hätten wir wohl an die wunderbare Erfüllung dieses Wortes geglaubt? Und siehe, durch alle Jahrhunderte schritt diese Kirche hindurch, ohne Unterlass kämpfend und siegend, sah Königreiche und Völker vorübergehen, verbreitete sich in allen Weltteilen, drang zu allen, sogar zu den entferntesten Völkern, umfängt alle Klassen der Gesellschaft, die gebildetsten wie die unwissendsten, und besteht nach 20 Jahrhunderten noch unerschüttert in einem Glauben und in einer Lehre. Psalm 118,23: "Das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder."



    2. Woher diese unwandelbare Einheit durch alle Zeiten, indes alle Gegner, die von dieser einen Kirche sich trennten, immer sich auflösten und verschwanden? Daher allerdings, weil der Stifter seiner Kirche sie auf Petrus, den Felsen, baute, dem er die Schlüssel des Himmelreiches übergab, und befahl, seine Herde zu weiden. Nicht der Gewalt menschlicher Herrscher, nicht dem Eigendünkel der stolzen, dem Irrtum unterworfenen Wissenschaft übergab er die Regierung seiner Kirche, er setzte dem menschlichen Stolz Grenzen, und brechen müssen sich seine Wogen an diesem Felsen. Wer der Kirche nicht gehorcht, ist dadurch selbst von ihr ausgeschlossen gleich einem Heiden.



    3. Hätte Gottes Vorsehung den Stuhl Petri gleich weltlichen Thronen dem Wechsel menschlicher Dinge preisgegeben, längst hätten die Fluten der Zeit, die Bosheit der Hölle, die Ströme der Verfolgungen, der Neid weltlicher Herrscher ihn von der Erde vertilgt. Aber alle ihre Versuche scheiterten. Dynastien verschwanden, Throne stürzten ein, ganze Völker vergingen bis auf ihren Namen, Petrus überlebte sie alle. Wer hält ihn aufrecht? Die allmächtige Versicherung: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Zeiten." Dieser Mittelpunkt der Kirche bindet und löst, erklärt und entscheidet, und erhält die Einheit des Glaubens unter allen Völkern und Zonen. Und mit seligem Trost folgen diesem einen Hirten alle Schafe der Herde Christi, denn er führt sie mit Sicherheit bis in die ewige Hürde. Johannes 21,15-17: "Weide meine Lämmer. Weide meine Schafe."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum22.02.2026 09:01
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 22. Februar



    Du, unsere höchste Gebieterin und meine liebste Mutter, schenke mir großes Vertrauen zu dir, und lass mich in allen Anliegen meine Zuflucht zu dir nehmen, damit ich jederzeit die Hilfe und Gnade finde, die mir nötig ist im Leben und im Sterben. Amen.



    Kirchengebet am 22. Februar



    Erhöre gnädig, wir bitten Dich, o Herr, die Gebete Deines Volkes, damit wir durch die Verdienste Deines Märtyrers, des seligen Didakus, an dessen Triumph wir uns erfreuen, Deine Hilfe erfahren, durch Christus, unsern Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Isabella



    Wir bitten Dich, o Herr, verleihe uns auf die Fürbitte der heiligen Jungfrau Isabella die Gnade, Dir stets mit reinem Herzen zu dienen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Göttlicher Heiland, der Du der Kirche unsichtbares Oberhaupt bist, sieh von der Rechten Deines Vaters voll Gnade herab auf Deinen Stellvertreter auf Erden, schütze ihn und Deine auf dem Felsen erbaute Kirche gegen alle feindlichen Überfälle. Sei ihm, wie allen anderen Vorstehern Deiner Kinder, das Vorbild treuer Nachahmung, damit alle Christengemeinden sich nach ihrem Glauben, ihrem Eifer, ihrem heiligen Leben bilden, und so wir alle nach Deinem heiligen Willen leben, und dereinst ewig mit Dir, unserem Heiland und Erlöser, vereinigt werden, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Wir bitten Dich, o Herr, dass wir, die wir uns Deine Jünger nennen, auch in Deine Fußstapfen treten, der Du lebst und regierst mit Gott dem Vater, in Einigkeit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Im Jahr 1164 wurde der Ritter-Orden der Deutschherren unter dem Namen der heiligen Maria eingesetzt, die die Pilger, die nach Jerusalem gehen, empfangen, und zu ihrem Schutz die Waffen allezeit führen sollten. Sie wurden deutsche Spitalherren genannt, weil sie im Marianischen Spital oder Gasthaus der Deutschen zu Jerusalem wohnten. Papst Cölestin III. hat diesen Orden unter der Regel des heiligen Augustin im Jahr 1198 den 22. Februar bestätigt.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Bevor der heilige Apostelfürst Petrus Bischof von Rom und somit zum ersten Papst wurde, war er sieben Jahre lang Bischof von Antiochien, und weil alle Umstände im Leben des ersten Papstes von Wichtigkeit sind, deshalb erinnert die Kirche heute durch ein eigenes Fest an jenen Tag, an dem der heilige Petrus den bischöflichen Stuhl zu Antiochien bestieg. Es war sicher sehr richtig, dass die Hauptstadt des Orients, wo die Gläubigen zuerst den Namen Christen angenommen haben, den Fürsten der Apostel zum ersten Bischof hatte.

    Die Stuhlfeier des heiligen Petrus ist sehr alt. Das Fest kommt schon in einem Kalender vor, den man um das Jahr 354 unter dem Papst Liberius verwendete. „In der ersten Kirche nämlich feierten die Christen, besonders aber jene im Orient, den Jahrestag ihrer Taufe. Sie erneuerten an diesem Tag auch die Gelübde, welche sie Gott gemacht haben, und dankten ihm, dass er sie aus Barmherzigkeit in die Zahl seiner Kirche aufgenommen hat. Auch die Bischöfe hatten den frommen Gebrauch, den Jahrestag ihrer Weihe zu feiern. So haben wir noch drei Reden, welche der hl. Leo am Jahrestag seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl gehalten hat. Das Volk fuhr oft fort, selbst nach dem Tod der Bischöfe den Tag zu feiern, an dem sie geweiht worden sind. Dies ist der Ursprung der Stuhlfeier des hl. Petrus. Wir müssen“, sagt der hl. Leo, „dieses Fest mit ebenso großer Freude feiern, als wir den Martertod des Fürsten der Apostel feiern. Wir erinnern uns an demselben sowohl an seinen herrlichen Eintritt in den Himmel, als auch an seine Erhöhung zur Würde des ersten Hirten der streitenden Kirche.“



    Danken wir Gott für die Gründung seiner Kirche und bitten wir ihn gleichzeitig um ihre Verbreitung. Sie ist jenes geistliche Reich, welches zu stiften Jesus Christus auf die Erde gekommen ist, und das er noch immer durch die sichtbaren Häupter der Kirche regiert. Wenn wir Jesus Christus wahrhaft lieben, wenn wir wünschen, dass er stets mehr verherrlicht wird, wenn uns das Heil unserer Schwestern und Brüder am Herzen liegt, so beten wir um die Bekehrung derer, die nicht glauben, so viel wir können. Gehen wir aber in unserer Liebe noch weiter. Wie viele Glieder der Kirche gibt es, die es mit dem Glauben und der Nachfolge Christi nicht ernst nehmen! Bitten wir Jesus, dass er sie durch seine Gnade belebe und das Reich seiner heiligen Liebe in allen Herzen fest begründe. Bitten wir auch darum, dass wir nie durch die Sünde von ihm getrennt werden, sondern in Gottes Liebe immer mehr befestigt werden.



    Aus einem alten Kalender von 1823:



    Nachdem der heilige Petrus den Geist der Finsternis im Morgenland besiegt hatte, eilte er auch nach Rom, ihn in der Person des Zauberers Simon zu bekämpfen. Gewiss ein großer Mut wurde zu einem solchen Unternehmen erfordert, weil es darum ging, die Abgötterei sogar auf ihrem Thron anzugreifen. Diesen Mut flößte der Heilige Geist dem Jünger ein, der einst vor der Stimme einer Magd gezittert hat. Dem Fürsten der Apostel war es vorbehalten, den Glauben in einer Stadt auszusäen und zu pflanzen, deren Macht durch Fügung des Allerhöchsten zur leichteren Verbreitung des Christentums sich beinahe über die ganze Welt erstreckte, und die, nachdem sie lange Zeit der Mittelpunkt alles heidnischen Aberglaubens gewesen war, in den Ratschlüssen des Ewigen zum Mittelpunkt der katholischen Einheit bestimmt wurde. Kaum war der heilige Petrus in dieser ewigen Stadt angekommen, als er anfing Jesus Christus zu predigen und seinen bischöflichen Sitz aufschlug.



    Es unterliegt keinem Zweifel, dass der Apostelfürst das Evangelium zu Rom gepredigt und die römische Kirche gestiftet hat. Alle Schriftsteller, die dieser Zeit am nächsten gelebt haben, stimmen in Bezeugung dieser Tatsache miteinander überein. Und sollte man wohl ihr Zeugnis über Tatsachen, die ihnen nicht unbekannt sein konnten, weil sie zu wichtig für sie waren, und die sie nicht entstellen konnten, weil sie zu offenkundig waren, verwerfen? Hierauf gründen sich die Vorzüge und Rechte, deren die römische Kirche, seit den ersten Jahrhunderten des Christentums, sich erfreut. Nein, nie wären ihr diese Auszeichnungen zugestanden worden, ohne die feste Überzeugung, dass der heilige Petrus zu Rom seinen Stuhl errichtet hat. Das Andenken an dieses wichtige Ereignis wird heute gefeiert. Dies ist auch ein Überbleibsel der alten Sitte, jedes Jahr den Gedächtnistag der Weihe eines jeglichen Bischofs zu begehen. Dieses Fest findet man auch in den ältesten Martyrologien aufgezeichnet.



    Es war nicht mehr als billig, dass die Christen alle Jahre das Andenken der Gründung dieser Kirche, welche die allgemeine Mutter aller Gläubigen ist, feierten. Um aber dem Geist dieses Festes zu entsprechen, müssen wir Gott danken für die besonderen Erbarmungen und Gnaden, die er dieser Kirche erwiesen hat, und ihn bitten, er möge ihr stets diesen seinen Schutz angedeihen lassen. Vergessen wir dann aber auch nicht, ihm unsere Dankbarkeit zu bezeigen für die unschätzbare Gnade, die er uns zuteil werden lässt, dass wir in der Gemeinschaft dieser Kirche, die der Mittelpunkt der katholischen Einheit ist, leben. Beschwören wir ihn, dass die Anzahl der Kinder dieser heiligen Mutter durch Ausrottung der Spaltungen, Vernichtung der Irrlehren, und Bekehrung der Ungläubigen sich vermehrt. Flehen wir zu ihm, dass er Hirten nach seinem Herzen, das heißt, apostolische Männer erweckt, die in unseren Tagen mehr als je Not tun, um den Glauben anzufachen, der allenthalben erlischt, und das Antlitz der Erde, die von einer Sündflut der Laster überschwemmt ist, zu erneuern. Vor allem aber denken wir in unseren Gebeten unseres Heiligen Vaters, des Papstes, der so viele Kämpfe für die Sache Gottes und der Menschen, für die auf den Felsen gegründete Religion Jesu, bestehen muss, und gegen den, als den Statthalter Gottes, der verderbliche Geist des Stolzes und der Sinnlichkeit, der unsere Zeit mehr, als irgendeine der verflossenen beherrscht, sich wutvoll empört. Flehen wir für ihn diesen Geist des Eifers, der Stärke und Weisheit herab, der das unterscheidende Merkmal jedes Nachfolgers des Apostelfürsten sein soll.



    Petri Stuhlfeier



    Gen Antiochia aber kehrte

    Petrus zuerst und lehrte.

    Jedoch der Vogt in diesem Land,

    Theophilus, zornentbrannt,

    Mit seiner Lehre unzufrieden,

    Ließ in den Kerker schmieden

    Den guten Mann, und er verbot,

    Dass weder Wasser noch Brot

    Man ihm sollte Tragen.

    Petrus wollte schon verzagen,

    Da rief ihm eine Engelstimme zu:

    "O Petrus, Petrus, wähnest du,

    Dass dein vergesse Gottes Gemüte?

    Verzweifle nicht an seiner Güte;

    Er hilft dir noch zu rechter Zeit,

    Er ist in höchster Not bereit!"



    Die Hilfe kam denn auch zur Stund`.

    Es wurde Sankt Paulo kund,

    Dass Petrus gefangen lag;

    Darob er sehr erschrak,

    Denn er war zu dieser Frist

    Kein Christenfeind mehr, nein, ein Christ.

    Er fuhr nach Antiochien geschwind

    Und ward Theophilus` Ingesind.

    Er fand Petrus beinahe tot.

    Da hub sich Jammer und Not

    In seinem getreuen Herzen

    Um seines Freundes Schmerzen,

    Der nah` schon war dem Lebensziel.

    Um seinen Hals er ihm fiel:

    "O Petrus, lieber Bruder mein,

    Du der Welt wonniglicher Schein,

    Du Wahrer reiner Lehre,

    Du meine Freude, meine Ehre,

    Mein Vater du zu aller Frist,

    Meine halbe Seele du bist;

    O sprich zu mir ein einzig Wort!"



    Als Petrus dies vernahm, sofort

    Schlug er die Augen auf zum Munde,

    Der ihm brachte so freundliche Kunde.

    Er erkannte, dass es Paulus wär`;

    Doch war sein Herz zu schwer;

    Er konnte nicht sprechen, konnte nur weinen;

    Daran ließ er wohl erscheinen

    Seinen freundlichen Sinn.



    Da Paulus dies sah, ging er hin

    Und holte Wasser zur Stund`,

    Goss es in seinen heiligen Mund,

    Davon er wieder Stärke nahm.

    Kaum dass Petrus zu sich kam,

    Da drückte er Paulum an sich.

    Sie halsten sich gar minniglich

    Und weinten noch sehr.



    Doch Paulus dachte nunmehr,

    Wie er ihn lösete gar Klug.

    Er suchte rechten Fug,

    Zum Fürsten hinzukommen,

    Und sprach so, ihm zum Frommen:

    "O Theophilus, Herre gut,

    Verdenke es nicht meinem Mut,

    Dass ich mit dir will reden,

    Nicht um dich zu befehden!

    Warum willst du deine Ehre schwächen

    Und dich an Unschuldigen rächen,

    Wie Petrus ist, der gute Mann,

    Der schon so vielen wohlgetan?"

    Da sprach Theophilus: "Wohlan,

    Hat er so vielen Hilfe getan,

    So schenke er mir auch meinen Sohn,

    Der gestern starb; im Grabe schon

    Liegt er. Gibt er ihm das Leben,

    Will ich ihm auch die Freiheit geben."



    Was dieser wünschte, das geschah.

    So ward Theophilus allda

    Mit Antiochien dem Land

    Dem Christenglauben zugewandt.

    Ein Münster bauete man Gott

    Und sprach den alten Göttern Spott.

    Man stellte einen Stuhl hinein,

    Drin Petrus sitzend klar und rein

    Die Lehre lehrte sieben Jahr.

    Darum beging man auch fürwahr

    Das Fest in Antiochia,

    Das heißet "Petri Kathedra".

    Es ist in jedem Christenland

    Als "Petri Stuhlfeier" bekannt.

    Ein Heidenfest war es vorher,

    Nun dient der Tag zu Petrus` Ehr`.



    (Aus: "Goldene Legende der Heiligen"

    von Richard von Kralik

    München 1902)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    „Freude wird sein im Himmel über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“ (Lk 15,7) Dieses so tröstliche Wort des Herrn hat sich in besonders rührender und glänzender Weise auch an einer Heiligen des seraphischen Ordens bewahrheitet, nämlich an Margareta von Cortona. Diese Stadt – Cortona, in der italienischen Provinz Toskana – war aber nicht ihr Geburts- sondern ihr Sterbeort. Sie wird jedoch nach diesem genannt, weil sie daselbst die Laufbahn der Heiligkeit betreten und in ihrem seligen Tod die Krone der Heiligen empfangen hat. Geboren war Margareta vielmehr in dem vier Stunden von Cortona entfernten Städtchen Laviano im Jahr 1247. Ihre Eltern waren einfache Leute, dem Kind aber war von der Natur der Reichtum einer ungewöhnlichen Körperschönheit und eines bezaubernd liebenswürdigen Wesens in die Wiege gelegt worden. Und diese natürlichen Vorzüge sollten dem Mädchen, seiner Seele nach, zum Verderben gereichen. Mit acht Jahren verlor Margareta ihre Mutter durch den Tod, und da der Vater wieder heiratete, die Stiefmutter ihr aber nicht gewogen schien, verließ sie das Elternhaus und trat bei einem reichen unverheirateten Edelmann in dem benachbarten Städtchen Montepulciano in Dienst. Bei ihrer Jugend, Schönheit und Eitelkeit einerseits und dieses Mannes Gewissenlosigkeit und Leidenschaft andererseits wurde indes aus dem Dienst- bald ein Liebesverhältnis, das, ohne in eine Ehe überzugehen, zum Ärgernis des Volkes neun Jahre währte und dem auch ein Kind entspross. Wohl war sich Margareta immer ihrer Sündhaftigkeit bewusst und die Gnade Gottes pochte öfters an ihr Herz, jedoch vergebens, bis endlich der liebe Gott in schrecklicher Weise gleichsam mit Donner und Blitz darein fuhr und der Sache ein Ende machte. Einmal war nämlich Margaretas Buhle wieder verreist und sie erwartete seine Rückkehr. Statt seiner aber kam sein Hund allein zurück und zerrte sie unter kläglichem Winseln an den Kleidern, als wollte er sagen: „Komm mit!“ Margareta tat es und der Hund führte sie in einen Wald und zu einem Haufen Reisig, in dem er unter noch kläglicherem Gewinsel zu schnüffeln und zu scharren begann. Von einer schrecklichen Ahnung erfüllt warf Margareta das Reisig auseinander und fuhr mit einem Schrei des Entsetzens zurück. Vor ihr lag tot und blutüberströmt der Genosse ihrer Sünde. Räuber hatten ihn offenbar erschlagen und ausgeplündert. Als nun Margareta so auf die Leiche niederstarrte, stieg in ihr der furchtbare Gedanke auf: „Wo wird jetzt seine Seele sein? Die Seele dessen, der mit mir Jahre lang in der Sünde lebte und wahrscheinlich unvorbereitet in die Ewigkeit hinüberging? Und wenn er verdammt ist, bin dann ich nicht mit daran schuld? Wehe, wehe mir!“ So sprach sie schmerzzerrissen und angsterfüllt zu sich selbst. Aber zugleich stieg in ihr unter der Einwirkung der göttlichen Gnade mit siegender Kraft der Entschluss auf, von nun an ein anderes, ein heiliges Büßerleben zu führen. Und gesagt getan. Zunächst aber kehrte sie in ihre Heimat und in ihr Vaterhaus zurück, wurde aber von der hartherzigen Stiefmutter, ohne dass der Vater es wehrte, hinausgewiesen. Nun trat schon wieder der Versucher an sie heran und flüsterte ihr zu: „Siehe, man verstößt dich! Aber bei deiner Jugend und Schönheit findest du überall offene Türen und Herzen! Also erkaufe und sichere dir damit wieder Geld und Gut, Glück und Freude!“ Allein Margareta blieb fest bei ihrem guten Vorsatz stehen. Sie begab sich nach Cortona, legte hier bei einem Priester des Franziskanerordens eine Lebensbeicht ab und führte dann ein immer erbaulicheres Leben des Gebetes, der Arbeit und der gewissenhaften Sorge für ihr Kind. Nach dreijähriger Probezeit erhielt sie das Kleid des dritten Ordens des heiligen Franziskus und wurde nun vollends ein Muster wahrer und strengster Buße. Ihre Schönheit, die einstige Ursache ihres Unglücks, war ihr jetzt so verhasst, dass sie sie, soweit es nur immer erlaubt war, geflissentlich untergrub. Durch Fasten, Geißeln und andere körperliche Bußübungen bändigte sie die widerspenstige Natur und in unaufhörlichem Gebet flehte sie Gott um Barmherzigkeit und Gnade an. Und der Herr begnadete Margareta auch so freigebig, wie er manche unschuldig gebliebene Heilige nicht begnadet hatte. Sie erhielt die Gabe der innigsten Vereinigung mit Gott und des wunderbarsten Verkehrs mit ihm, die Gabe der Weissagung und der Erkenntnis der Herzen, der Bekehrung der Sünder, der Heilung der Kranken und Befreiung der Besessenen. Sie wurde durch Erscheinungen der Mutter Gottes und des heiligen Schutzengels beglückt und ausgezeichnet. Gegen Ende ihres Lebens musste sie noch viele und große körperliche Schmerzen erdulden, die sie aber standhaft ertrug, gleichwie sie auch die schrecklichen Versuchungen überwand, womit sie der Satan noch quälte. So starb sie vollkommen geläutert als ein herrliches Gefäß der Gnade, am 22. Februar 1297, nachdem sie 23 Jahre lang die Verirrung ihrer Jugend gesühnt hatte. Auch die Frucht dieser Verirrung, ihr Sohn, folgte ihr in der Tugend nach und wurde Mitglied des Dritten Ordens. Papst Benedikt XIII. versetzte sie im Jahr 1728 in die Zahl der Heiligen. Man nennt Margareta von Cortona die „Magdalena des seraphischen Ordens“ und in den kirchlichen Tagzeiten heißt es unter anderen mit Recht von ihr:



    „Den Groschen, der verloren war,

    Man fand ihn endlich wieder

    Und legt, dass man ihn treu bewahr`,

    Im Königschatz ihn nieder.

    Nun glänzt von allem Schmutze rein

    So hell jetzt dieser Edelstein,

    Dass neben ihm schier dunkel

    Erscheint das Sterngefunkel.“



    Uns aber verkündet das Leben der heiligen Margareta von Cortona in überwältigenden Tönen die Größe und Fülle der göttlichen Barmherzigkeit, die die Sünden vieler Jahre langmütig erträgt, den verlorenen Sohn immer wieder ruft und, wenn er endlich ins Vaterhaus zurückkehrt, in die Arme schließt und noch mit Gnaden überhäuft. Darum braucht kein Sünder, keine Sünderin zu verzweifeln, aber sie müssen gleich der heiligen Margareta wahrhaft bereuen und büßen. Für die weibliche Jugend insbesondere aber enthält diese Lebensgeschichte die ernste Lehre, welch ein gefährliches Gut die Schönheit und wie notwendig es daher für sie ist, wachsam, demütig und fromm zu sein, damit sie durch sie nicht in Sünde, Schande und vielleicht ins ewige Verderben gestürzt wird.


    https://www.heiligen-legende.de/margareta-von-cortona/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Maximian wurde im Anfang des sechsten Jahrhunderts zu Pola einer Stadt in Istrien geboren und zeigte schon in früher Jugend seine künftige Heiligkeit. Er vermied alle kindlichen Spiele und hatte sein größtes Vergnügen in einem einsamen Zimmer, in dem ein Altar errichtet war, vor dem er oft mehrere Stunden im Gebet verharrte. Als er ein junger Mann wurde und sich täglich mehr von den Freuden der Welt zurückzog, überzeugten sich seine Eltern von seinem Beruf und widmeten ihn dem geistlichen Stand. Maximian vereinigte das Studium der Gottesgelehrtheit mit ununterbrochenen Betrachtungen und Gebeten und zeichnete sich durch einen so keuschen und heiligen Lebenswandel aus, dass ihn der Kaiser Justinian zum Bischof von Ravenna ernannte und ihm Papst Vigilius im Jahr 546, wo er gerade in Konstantinopel war, die bischöfliche Weihe erteilte. Weil ihn der Kaiser und der Papst besonders in den wichtigsten Angelegenheiten ihres Vertrauens würdigten, wurde seine Abreise in sein Bistum verzögert und die Geistlichkeit in Ravenna wählte unterdessen einen anderen Oberhirten und verschloss dem Maximian bei seiner Ankunft die Tore der Stadt. Der Heilige ertrug diese Kränkung mit Sanftmut und Geduld und damit er in der Nähe seiner ihm anvertrauten Herde lebte, bewohnte er in der Vorstadt ein Haus, wo er in größter Armut lebte und Tag und Nacht in der Kirche des heiligen Eusebius für seine christliche Gemeinde zu Gott flehte. Mehrere angesehene Bürger, die seine stille Geduld und sein heiliges Leben in Verwunderung versetzte, trugen ihm ihre Verwendung für ihn beim Kaiser an. Aber er schlug jedes Anerbieten ernstlich aus, bis ihm auf Befehl des Papstes sein Bistum eingeräumt und er unter einem allgemeinen Frohlocken in Ravenna eingeführt wurde.



    Die Geistlichen der bischöflichen Kirche erschienen mit Schrecken und Angst vor dem neuen Oberhirten, indem sie eine schwere Ahndung wegen des ihm zugefügten Schimpfes befürchteten. Aber der Heilige empfing sie mit unverstellter, väterlicher Liebe und tröstete sie in seiner Demut damit, dass es der Wille Gottes war, ihn einige Zeit in der christlichen Geduld zu prüfen. Unter Tränen und mit aufgehobenen Händen bat er rührend seine Geistlichkeit, für ihn Unwürdigen zu beten, dass er die wichtigen Pflichten eines Seelenhirten getreu erfüllen möge. Mit Furcht und Zittern trat er sein heiliges Amt an und erbaute durch Wort und Tat seine Gemeinde, denn unermüdlich predigte er selbst das Wort Gottes und seine Beredsamkeit drang in die verborgensten Winkel des Herzens. Vor seinem Anblick verbarg sich das Laster, oder es kam ihm mit Reue entgegen. Er war ein liebreicher Vater der Armen und Unglücklichen und jeder Bedrängte fand bei ihm Trost und Hilfe. Eine besondere Sorgfalt verwendete er auf die Zierde der Gotteshäuser, die er mit den kostbarsten Reliquien schmückte. Unter mehreren Kirchen erbaute er auch jene des heiligen Vitalis in Ravenna von buntem Marmor, in der er auch der gebenedeiten Gottesmutter einen Altar errichtete, der aus den seltensten Marmorsteinen bestand. Der feierlichen Einweihung dieses Gotteshauses wohnte selbst der Kaiser Justinian nebst seiner Gemahlin bei, das ein Gemälde aus uralten Zeiten beweist. Der heilige Maximian starb im Jahr 556 am 22. Februar als einer der eifrigsten und wohltätigsten Bischöfe von Ravenna.



    https://www.heiligen-legende.de/maximian-von-ravenna/

  • Vom Reich GottesDatum21.02.2026 07:28
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von täglichen Opfern



    Kreuze, Plagen, Schmach und Mühen

    Sind die Saat der Pilgerzeit;

    Denn nur solcher Saat entblühen

    Früchte für die Ewigkeit.



    1. Willst du Gott wahrhaft lieben, und seine Liebe verdienen, so suche nicht in der Ferne, was er selbst in deine Nähe legte, denn seine Vorsehung, die unsere Heiligung will, vermittelt dir jeden Tag vielfältige Gelegenheiten, deine Liebe ihm zu bezeigen, deine Sünden abzubüßen und reiche Schätze für die Ewigkeit zu gewinnen. Jeden Tag sendet sie mit dem täglichen Brot uns zugleich unser tägliches Kreuz, jeden Tag ergibt sich entweder einen bitteren Verdruss zu ertragen, eine lästige Pflicht zu erfüllen, harte Worte, Abweisungen oder Demütigungen zu erdulden, und vieles zu tun, wobei wir uns überwinden, unseren Willen brechen, und manches leiden müssen, das wir nicht abwenden können.



    2. Gottes Vorsehung ordnete das Leben so, dass wir aneinander üben, dass wir einander ein gegenseitiges Kreuz sind, dass wir einander oft wider Willen betrüben, damit wir dadurch zur Geduld, zur Sanftmut, zur Nächstenliebe, zur Selbstüberwindung, zur Abtötung unseres Willens, unserer Eigenliebe, unserer Eitelkeit, zum Tragen unseres Kreuzes und zur Nachahmung unseres göttlichen Vorbilds belehrt werden. Ja oft auch, ohne aus uns selbst herauszutreten, haben wir manches von uns selbst zu dulden. Bald peinigt uns ein körperliches Leiden, bald nagt ein geheimer Kummer an unserem Herzen, bald müssen wir unserem Geschmack entsagen, unser Urteil unterwerfen, kurz uns selbst Gewalt antun.



    3. Was sind aber alle diese Dinge, wenn nicht Quellen großer Verdienste, Gelegenheiten zu großmütigen Opfern, wirksame Mittel, uns zu heiligen, ja zu einer großen Heiligkeit zu gelangen? Opfer eines lieblichen Wohlgeruchs sind sie, wenn wir sie mit geduldigem Herzen, und aus wahrer Gottesliebe ertragen. Es sind Talente, die uns hundertfältigen Gewinn bringen, wenn wir sie nach Gottes gütiger Absicht verwenden, der uns dadurch eben so viele kostbare Edelgesteine vermitteln will, unsere himmlische Krone zu schmücken. So nehmen wir sie denn mit großer Liebe und Danksagung aus seiner Vaterhand an, opfern wir sie ihm täglich auf, und wir werden mit unermesslichem Reichtum in das Haus unserer Ewigkeit eingehen. 2. Korinther 4,17: "Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns in maßlosem Übermaß ein ewiges Gewicht an Herrlichkeit."


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  • Tages-Gebete Datum21.02.2026 07:18
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 21. Februar



    O Mutter der heiligen Liebe, unser Leben, unsere Zuflucht, unsere Hoffnung, du weißt es wohl, dass dein Sohn Jesus nicht zufrieden war, selbst unser Fürsprecher beim ewigen Vater zu werden, sondern dass er auch wollte, dass du dich bei ihm verwendest, um für uns die göttliche Barmherzigkeit zu erlangen. Mögen alle mich vergessen, wenn nur du, o Mutter Gottes, mich nicht vergisst. Sage Gott, dass ich dein Diener bin, sage ihm, dass du mich verteidigst, alsdann werde ich gewiss selig. O Maria, auf dich setze ich mein Vertrauen. In dieser Hoffnung lebe ich, in dieser Hoffnung will ich sterben. Ich will nicht müde werden, auszurufen: Jesus ist meine einzige Hoffnung, und nach Jesus setze ich all mein Vertrauen auf die allerseligste Jungfrau Maria. Amen.



    Gebet des heiligen Petrus Damianus



    O Maria, geliebte Fürsprecherin, weil du ein so liebevolles Herz hast, so kannst du unser Elend nicht ansehen, ohne von Mitleid bewegt zu werden. Weil du aber auch zu gleicher Zeit so mächtig bist bei Gott, um alle, die du verteidigst vom Untergang zu retten, so bitte ich dich, da ich alle Hoffnung auf dich setze, du wollest dich meiner annehmen. Sollte dich meine Bitte nicht zum Mitleid bewegen, so möge doch wenigstens deine große Macht dich bestimmen, mir beizustehen, da Gott dich deshalb so mächtig gemacht hat, damit, je mächtiger du bist, uns zu helfen, du auch um so barmherziger sein mögest, uns deine Hilfe zukommen zu lassen. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Herr, wenn wir nicht fähig sind, solche heldenmütigen Opfer darzubringen, die wir an Deinen Heiligen bewundern, so wollen wir wenigstens mit Deinem Beistand treu die Pflichten unseres Standes erfüllen, damit wir der Krone würdig werden, die Du Deinen standhaften und treuen Dienern versprochen hast, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Petrus Damiani



    Wir bitten Dich, o Herr, lass uns auf die Fürbitte des heiligen Petrus die guten Beispiele, die wir selbst in bösen Zeiten sehen, nachahmen, und stets nach Deinem heiligen Gesetz, nach dem wir einst werden gerichtet werden, leben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    An diesem Tag hat Godefridus, Herzog von Lothringen, im Jahr 1092 beim ersten Kreuzzug am Fluss Pharpfar durch den Beistand der seligsten Jungfrau einen herrlichen Sieg über die Türken erhalten, denen im zweiten Kreuzzug die Städte Nicäen und Laodicäen abgenommen wurden. Zu verwundern war, dass bei dem großen Kriegsheer der Christen, das über dreihunderttausend Mann zählte, die Lebensmittel im Überfluss und nicht teuer waren.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Abt Euthymius, so wie der größte Teil der Mönche Palästinas, hatten unter der Regierung Marcians und der heiligen Pulcheria die Beschlüsse des Konzils von Chalcedon angenommen, das die eutychianische Ketzerei verdammte. Allein die Anhänglichkeit an den Irrtum dauerte in mehreren Klöstern, die durch den gottlosen Theodosius verdorben worden waren, noch immer fort. Dieser elende Mönch, so herrschsüchtig, als unwissend, trotzte auf den Schutz der Kaiserin Eudoxia, der Witwe von Theodosius des Jüngeren, die damals in Palästina lebte. Er ging so weit, dass er sich sogar auf den bischöflichen Sitz von Jerusalem schwang, nachdem er den Patriarchen Juvenal von ihm verdrängt hatte. Er verfolgte die Katholiken auf das grausamste und färbte Jerusalem mit ihrem Blut. Von einer wütenden Rotte Soldaten begleitet, brachte er die Verwüstung über das ganze Land. Indes fanden sich doch viele Katholiken, die starkmütig genug waren, sich dem reißenden Strom zu widersetzen, unter anderen auch Severian, der Bischof von Scythopolis. Allein sein Eifer hatte keine andere Wirkung, als dass er sich dadurch die Märtyrerkrone verdiente. Die Soldaten bemächtigten sich seiner Person, schleppten ihn aus der Stadt und töteten ihn auf eine unmenschliche Weise im Jahr 452. Der heilige Severian wird am 21. Februar im römischen Martyrologium genannt.



    Palästina, das vor allen anderen Ländern vorzugsweise, das Licht der wahren Religion zu empfangen auserwählt, durch die Geburt, die Arbeiten, die Erniedrigungen und die Leiden des Gottmenschen geheiligt, und besonders als die Wiege der christlichen Kirche und als das Vaterland einer zahllosen Menge Heiliger geehrt wurde; Palästina, sage ich, wurde in der Folge der Schauplatz der schrecklichsten Ärgernisse und kam schließlich unter das tyrannische Joch eines Volkes, das sich zu den gottlosesten und ungereimtesten Lehren bekennt. Das übrige Morgenland geriet in dasselbe Verderben. Nun sieht man da nicht mehr jene berühmten Kirchen, die von den Aposteln gegründet, mit dem Blut so vieler tausend Märtyrer begossen, einst von einem Ignatius, Polykarp, Basilius, Chrysostomus und dergleichen großen und heiligen Männern geleitet worden sind. Der Unglaube, mit allen ihn begleitenden Lastern, herrscht heutzutage in diesen Ländern, die einst dem Himmel so zahlreiche Bürger gaben. Eine so beweinenswerte Umwandlung sollte uns wohl Stoff zu den heilsamsten Betrachtungen geben und uns zum Mitleid bewegen gegen so viele Unglückliche, die in den Finsternissen des Todes versunken dahinleben. Erzittern wir bei dem Anblick der unergründlichen Urteile Gottes. Wer da glaubt festzustehen, der sehe zu, dass er nicht falle. Bewahre, was du hast, sagt der Heilige Geist zu jedem von uns, damit nicht ein anderer dir die Krone entreißt.

    https://www.heiligen-legende.de/severian-von-scythopolis/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der spätere Kardinal, Kirchenlehrer und Heilige Petrus Damiani war als Kind ein unglaublich armer Junge. Seine Jugend war so bitter, hart und schwer, wie sie zum Glück und dank guter Eltern nur ganz wenige Menschen durchmachen müssen. Diese Tatsache allein schon sichert dem Heiligen einen warmen Platz in allen mitfühlenden Herzen.



    Als Jüngster kam Petrus im Jahr 1006 in einer kinderreichen Familie zur Welt. Als er nach der Geburt zu schreien begann, sprang der älteste Bruder, der anstatt des Herzens einen Stein in der Brust hatte, böse auf und schrie in rauer und ungehöriger Weise die arme Mutter an. Er schimpfte, was ihr denn einfalle, es wären doch schon genug Kinder im Haus und die armselige Erbschaft werde kleiner und kleiner, so dass er und seine Geschwister schließlich leer ausgingen, weil alles aufgeteilt werden müsse.



    Das waren harte Worte, und so sehr schnitten sie der Mutter ins Herz, dass sie für eine Weile einfach den Verstand verlor. Sie nahm Peter aus der Wiege, trug ihn aus dem Haus, legte ihn draußen auf eine Holzbank und sagte, sie wolle sich um den Jungen überhaupt nicht mehr kümmern.



    Zum Glück handelte es sich damals bei Peters Mutter nur um eine vorübergehende Verwirrung. Bald kam sie wieder zu sich, holte den Jungen von draußen in die Wiege zurück und zog ihn als ihren Jüngsten mit Liebe groß. Leider starb die Frau allzu früh, und der Vater starb auch, und Peter war schon als kleines Kind Vollwaise.



    Was geschah dann? Die Familie löste sich auf, die Geschwister zogen in die Welt, und nur der Älteste, der sich inzwischen verheiratet hatte, blieb im Haus und erhielt als lästige Erbschaft auch den jüngsten Bruder. Da hatte Peter nichts zu lachen, nie hörte er ein gutes Wort. Vorwürfe und Beschimpfungen gab es jeden Tag von früh bis spät und Schläge obendrein. Die Brotschnitten, die der Hungrige bekam, waren fast so dünn wie Papier. Nie bekam er ein neues Kleid, nie trug er Schuhe an den Füßen, und arbeiten musste er wie ein erwachsener Knecht.



    In diese Zeit fällt ein Ereignis, das unbedingt erwähnt werden muss. Eines Tages nämlich fand Peter auf der Straße zufällig ein Goldstück. Peter freute sich königlich und überlegte hin und her, was er sich für das Geld kaufen sollte. Zunächst wollte er sich Brot kaufen, Brot und nochmals Brot, um sich wenigstens einmal satt zu essen. Schon hatte er die Türklinke zum Bäckerladen in der Hand, als ihm einfiel, dass man Gefundenes dem Verlierer zurückgeben müsse. Wie ein Schlag traf den Jungen diese Erkenntnis, aber gleich entschloss er sich, auf das heißbegehrte Brot zu verzichten und den Eigentümer des Geldes zu suchen. Zwei Tage lang fragte der ehrliche Junge überall die Leute, aber der Verlierer war nicht aufzutreiben. Nun durfte Peter das Geld behalten, aber Brot hat er sich dafür trotzdem nicht gekauft. Was hat er denn mit dem Geld gemacht? Das gute Kind hat damit für die verstorbenen Eltern einige heilige Messen bestellt. So ehrlich und so edel war der junge Peter Damiani.



    Mittlerweile war einer von Peters übrigen Brüdern Priester geworden. Dieser nahm sich seines kleinen Bruders liebend an, sorgte gut für ihn und schickte ihn auf die höhere Schule. Und weil Peter sehr klug und wissbegierig war, lernte er leicht und schnell und ist später ins Kloster gegangen und Priester und Bischof und Kardinal geworden und ein gefeierter Kirchenlehrer und ein Heiliger, der im Kirchengebet als Salz der Erde und als Licht der Welt bezeichnet wird.



    Wie das Beispiel des heiligen Petrus Damiani zeigt, kann auch aus dem ärmsten Kind etwas Gutes und Erfolgreiches werden, wenn sie sich durch ihr hartes Geschick nicht verbittern lassen und wenn sie trotz größter Armut ehrlich bleiben. Alle anderen Kinder aber, die ihre Eltern haben und denen es gut geht, sollten zu den Kindern, die das alles nicht haben, stets besonders liebevoll sein.

    https://www.heiligen-legende.de/petrus-damiani-von-ostia/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    In stiller Waldeinsamkeit erblüht manche schöne Blume, die dem Auge der Menschen verborgen bleibt, aber der Tau des Himmels begießt sie und die goldenen Strahlen des Tagesgestirns begrüßen sie und ruhen darauf mit innigem Wohlgefallen. Eine solche stille Waldblume war der heilige Germanus, ein Sohn des adligen und hochangesehenen Bürgermeisters Othmar von Trier. Von den vier talentvollen Söhnen Othmars bekleidete sein gleichnamiger Sohn eine hohe Stelle am Hof des Königs Dagobert, Sigebert widmete sich mit Auszeichnung dem Kriegsdienst, Numerian trat in den Orden des heiligen Benedikt, wurde später Bischof von Trier und ein großer Heiliger, der jüngste Sohn, German, zeichnete sich schon als Junge durch Demut, Gehorsam und Frömmigkeit aus.



    Seiner frommen Eltern durch den Tod beraubt, verteilte der siebzehnjährige German sein reiches Erbe unter die Armen und suchte unweit Remiremont den heiligen Eremiten Arnold auf, der zuvor Bischof von Metz und Minister des Königs Dagobert I. gewesen war. Dieser Einsiedler prüfte den jungen Mann, der sein Schüler zu werden begehrte, mit strengen Bußübungen und riet ihm, das Ordenskleid des heiligen Benedikt im Kloster Remiremont zu nehmen. German fügte sich bereitwillig dem Rat des heiligen Einsiedlers und nahm so sehr an allen Tugenden zu, dass er seinen Ordensbrüdern zum Muster diente.



    Einst besuchte ihn sein Bruder Numerian, der die Freuden des Lebens noch in vollem Maße verkostete. German redete ihm so liebevoll und eindringlich zu, dass er sich sofort entschloss, die Welt und ihre Freuden zu verlassen, um mit seinem Bruder innerhalb der Klostermauern nach Vollkommenheit zu ringen.



    Um der Ehre zu entgehen, die ihm wegen seiner Anspruchslosigkeit und Demut zuteilwurde, verließ German Remiremont und bat um Aufnahme im Kloster Luxeul, dessen frommer und gelehrter Abt Walbert die seltenen Tugenden Germans bald entdeckte und ihn nötigte, sich zum Priester weihen zu lassen.



    Als das Kloster Granfel am Fuß des Juragebirges von dem elsässischen Herzogs Gondon neu hergestellt wurde, schickte Walbert aus seinem Kloster mehrere Mönche dorthin und stellte ihnen den geliebten German als Abt vor. Zugleich übertrug er seiner Leitung noch die beiden Klöster St. Ursitz im Kanton Bern und St. Paul zu Schönenwerth im Kanton Solothurn. Durch seine kluge Umsicht und liebevolle Fürsorge brachte German die ihm anvertrauten Klöster zu hoher Blüte. Die Klosterbrüder und das benachbarte Volk ehrten ihn wie einen Vater.



    Wie allen treuen Dienern Gottes, sollten auch dem hochverdienten Abt German schwere Prüfungen nicht erspart werden. Der Nachfolger des frommen Herzogs Gondon, der rohe und schwelgerische Herzog Bonifatius, beraubte die Kirchen und Klöster, die Städte und das Land. Unter erlogenen und nichtigen Vorwänden ließ er durch sein Raubgesindel das Münstertal verwüsten und ausplündern. Um der drohenden Gefahr zu entgehen, eilte German mit seinem Prior, dem heiligen Randoald, zum Herzog, um ihn durch Bitten, Vorstellungen und Geschenke zu bewegen, von seinen Ungerechtigkeiten abzustehen. Schon unterwegs wurden er und sein Begleiter von den Soldaten schwer misshandelt. Kaum gelang es ihm, zum Herzog zu kommen. Diesem klagte er freimütig die unerschwinglichen Brandschatzungen und Rohheiten seiner Söldlinge und beschwor ihn, Kloster und Volk zu schonen.



    Der hinterlistige Herzog heuchelte Reue über das Geschehene, versprach Schadenersatz und entließ die Mönche mit scheinbarem Wohlwollen, aber auf der Rückkehr fielen die Soldaten über die beiden her, misshandelten sie mit teuflischem Mutwillen und durchbohrten sie mit ihren Lanzen am 21. Februar 666. Ihre Leichname wurden in der Klosterkirche beigesetzt und durch viele Wunder verherrlicht. Als in der Reformation 1531 das Kloster verwüstet wurde, flüchteten die Mönche und brachten die Reliquien des heiligen Germanus nach Delsberg im Berner Jura, wo sie in der Pfarrkirche noch heute verehrt werden.

    https://www.heiligen-legende.de/germanus-von-grandval/

  • Vom Reich GottesDatum19.02.2026 18:24
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der wahren Weisheit



    Mein Gott, vor dessen Thron die Weisheit steht,

    O sende einen Strahl aus ihrem Lichte:

    Auf dass mein Geist nach ihrem Wink sich richte,

    Da ohne sie er ewig irre geht.



    1. Wunderbar ist der menschliche Scharfsinn. Er unterwirft sich die ganze Natur, durchschifft auf geradem Weg das Meer, misst den Himmelsraum aus und wägt die Planeten ab. Und dennoch ist dieser große Scharfsinn - sich selbst überlassen, - ohne wahre Weisheit. - Denn worin besteht dies himmlische Licht? Allerdings darin, dass der Mensch die Dinge nach ihrem wahren Wert schätze, das Ewige höher denn das Vorübergehende, das Himmlische höher denn das Irdische achte, und diesem richtigen Urteil gemäß lebe. Wer dagegen nur für die Sinne lebt, und nur Vergängliches sucht: dem fehlt, besäße er auch alle Wissenschaften, das Licht der Weisheit. Und darum auch nennt die Schrift die Sünder: Blinde und Toren.



    2. "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit" (Psalm 111,10), ihre Vollendung aber ist die Liebe Gottes. Wer immer Gott fürchtet, ist weise, weil er sich fürchtet, etwas zu tun, das seinen Augen missfällt. Und diese heilige Furcht führt ihn zur Liebe. Darum ist, trotz aller natürlichen Wissenschaft, der Sünder unweise, denn er fürchtet Gott nicht, sondern er fürchtet sich vor Gott, gleichwie der böse Geist, der, ungeachtet er durch seine geistige Natur an Kenntnissen und Wissenschaften alle Sterblichen ohne Vergleich übertrifft, dennoch ohne einen Funken wahrer Weisheit ist, weil er in unendlicher Ferne von der wesentlichen Weisheit irrt, die Gott selbst ist.



    3. Die wahre Weisheit hat nur ein Ziel, und dahin richtet sie alle Dinge als Mittel: nämlich, zu Gott, ihrem Urquell zu gelangen. Wir lächeln über Kinder, die Häuser bauen, die der leichteste Wind umwirft, oder in ihren Spielen über den Vorzug ringen, und streiten, wer von ihnen König sein soll. Sind aber die Spiele der Erwachsenen, die festere Häuser bauen, und um Ehre und Reichtum streiten, um vieles vernünftiger, weil sie den Spielplatz etwas später verlassen? Wahrlich, ein altes, verachtetes Mütterchen, das Gott liebt, seine Gebote hält, und die Ewigkeit im Auge hat, ist unendlich weiser, als die gelehrtesten Männer der Welt, die alles, außer das einzig Notwendige, wissen. Kohelet 13,13: "Fürchte Gott, und achte auf seine Gebote!"

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  • Tages-Gebete Datum19.02.2026 18:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 20. Februar



    Gebenedeite und unbefleckte Jungfrau und Königin, unsere Mutter Maria, Zuflucht und Trost aller Elenden, sieh mich mit meiner ganzen Familie hier vor deinem erhabenen Thron auf den Knien, siehe, ich erwähle dich heute zu meiner Gebieterin, zu meiner Mutter und Fürsprecherin bei Gott. Mit all den Meinen weihe ich mich immer deinem Dienst, und bitte dich, o Mutter meines Gottes, mich unter die Zahl deiner Diener aufzunehmen, uns allen deinen mächtigen Schutz angedeihen zu lassen, und uns im Leben und hauptsächlich in der Stunde unseres Todes beizustehen. Amen.



    Zu Jesus Christus auf die Fürbitte des heiligen Eucherius




    Herr Jesus Christus, der Du den heiligen Eucherius erweckt hast, Deine und Deiner Kirche Sachen und Anliegen mit unüberwindlicher Geduld zu verteidigen, verleihe uns durch seine Fürbitte, dass uns nichts von der Treue, die wir Dir schuldig sind, abhalten möge, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Man kann sich heute an die Vorzüge und Auszeichnungen der seligsten Jungfrau vor allen Geschöpfen erinnern. Der heilige Bonaventura führt in einem Büchlein, das er das Lob Mariä betitelt, alle Bilder an, unter denen die Vorzüge Mariä enthalten sind. Viele von ihnen kommen in der Lauretanischen Litanei vor.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Eleutherius wurde im Jahr 456 zu Tournai in den Niederlanden von christlichen Eltern geboren, die der heilige Piatus vom Götzendienst zur Erkenntnis des wahren Gottes geführt hatte. Sein Vater hieß Serenus und Blanda seine Mutter. Als König Clodoväus die Römer bekriegte, mussten sie ihre Güter in Tournai verlassen und sich nach Blandine flüchten, wo sie zu Ehren des heiligen Apostels Petrus eine Kirche erbauten. Mit größter Sorgfalt erzogen sie ihren einzigen Sohn in allen Tugenden und ließen ihn, weil er seltene Geistesgaben zeigte, in allen Wissenschaften bilden, in denen er mit dem heiligen Medardus, der sein Jugendfreund war, unterrichtet wurde. Beide machten sowohl in den Heilswissenschaften und in der Frömmigkeit so glänzende Fortschritte, dass sie zu Priestern geweiht wurden und Eleutherius während der Regierung des Theodoricus, Bischof zu Tournai, mit größtem Segen das Predigtamt versah. Im Jahr 487 starb Theodoricus und die Geistlichkeit und das Volk wählten den frommen Eleutherius zu ihrem Oberhirten. Diese Würde begleitete er 44 Jahre lang mit unermüdlichem Eifer und apostolischer Treue. Rastlos kämpfte er wider die feindlichen Angriffe der Heiden und besonders der Arianer und wurde von denen nicht nur zum Gefängnis verurteilt und heftig verfolgt, sondern auch dreimal gegeißelt und wie ein Verbrecher aus Tournai verwiesen, wo er dann neun Jahre lang zu Blandine in der Verbannung lebte. Einer seiner heftigsten Verfolger war der heidnische Statthalter von Tournai, dessen Tochter zu dem Heiligen von unkeuscher Liebe entbrannt war und als sie ihn eines Tages zur Sünde anreizte, von einer schrecklichen Krankheit befallen wurde. Der heilige Oberhirt flehte in seiner Verbannung unter Gebet und vielen Tränen um die Bekehrung der Bürger von Tournai und besonders des Statthalters und seiner unglücklichen Tochter stets zu Gott und sein Flehen wurde endlich erhört. Die Verfolgung nahm ein Ende und Eleutherius kehrte auf seinen bischöflichen Stuhl zurück und brachte es in kurzer Zeit durch seine Predigten und Wundertaten dahin, dass er im Jahr 497 in einer Woche elftausend Menschen taufte, unter denen sich auch der Statthalter mit seiner Tochter befand, die durch die Händeauflegung des heiligen Oberhirten sogleich von ihrer Krankheit geheilt wurde.



    Zweimal reiste Eleutherius nach Rom in Geschäften der Kirche und besonders wegen der Unterdrückung der Irrlehre des Arius und nach seiner zweiten Rückkehr hielt er im Jahr 527 zu Tournai eine Versammlung seiner Bischöfe, auf der das von ihm verfasste Glaubensbekenntnis als allgemein gültig angenommen und die Verdammung der arianischen Ketzerei neuerdings ausgesprochen wurde. Darüber gerieten die Arianer in eine solche Wut, dass sie den heiligen Bischof auf dem Weg zur Kirche überfielen und ihn so sehr misshandelten, dass er ganz verwundet und halbtot nach Hause getragen wurde. Fünf Wochen lang litt er mit christlicher Geduld die fürchterlichsten Schmerzen an seinem zerschlagenen Körper, betete stets um Verzeihung und die Bekehrung seiner Feinde und starb am 20. Februar 531 im 75. Jahr seines Alters und im 44. Seines bischöflichen Amtes.

    https://www.heiligen-legende.de/eleutherius-vo

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    Wir wollen hier Eusebius selbst hören, was er als Augenzeuge von diesen heiligen Martyrern erzählt:



    „Eine große Anzahl Christen aus Ägypten, die in Palästina und in Tyrus wohnten, gaben den glänzendsten Beweis ihrer unerschütterlichen Anhänglichkeit an den Glauben. Man warf dieselben, nachdem sie grausam mit Ruten geschlagen wurden, grimmigen Leoparden, Bären, Ebern und Stieren vor. Ich selbst sah wie gegen sie diese Tiere losgelassen wurden, die es gewöhnt waren, sich von Menschenblut zu ernähren. Doch weit entfernt sie anzufallen, wie man von ihrer Natur erwartet hatte, blieben sie ganz ruhig. Sie schienen die heiligen Martyrer zu verehren. Was zugleich aber ganz offenbar die Kraft Jesu Christi beweist, ist, dass sie auf die Heiden losstürzten, die sich auf dem Platz befanden. Umsonst wurden sie von den Martyrern gereizt, schüchtern zogen sie sich zurück, ohne ihre Beute zu berühren. Manchmal jedoch stürzten sie wirklich mit Ungestüm auf sie los, aber eine geheime und göttliche Kraft hielt sie plötzlich zurück. Dieses geschah immer wieder, wodurch die Zuschauer ganz in Staunen versetzt wurden. Da die ersten Tiere nicht angriffen, ließ man zwei bis drei Mal andere los. Aber auch diese wollten nicht über die Christen herfallen. Indessen blieben die Martyrer stets unerschütterlich, obgleich nur wenige Greise unter ihnen waren. Besonders aber zeichnete sich bei ihnen ein junger Mann aus, der noch nicht sein zwanzigstes Jahr erreicht hatte. Mitten auf dem Kampfplatz sah man ihn die Augen zum Himmel richten mit kreuzweise erhobenen Armen. Er blieb unbeweglich, obwohl ein Bär und ein Leopard wutschnaubend ihn zu zerreißen herbeistürmten. Aber auch diese Tiere zogen sich, ohne ihn zu verletzen, wieder zurück. Auf andere ließ man einen wütenden Stier los, der plötzlich einige Heiden mit seinen Hörnern ergriff, in die Luft empor hob, und sie dann halbtot auf dem Kampfplatz niederwarf. Nur die Martyrer verschonte er. Vergebens stieß man ihn mit einem glühenden Eisen in die Seite. Er aber scharrte wütend den Boden, dass rechts und links der Sand aufstäubte, und weigerte sich vorwärts zu gehen, so als hielte ihn eine unsichtbare Kraft zurück. Man ließ noch andere Tiere los, aber auch ohne jeden Erfolg. Schließlich tötete man die Martyrer mit dem Schwert und warf ihre Leiber in das Meer. Mehrere andere wurden zum Feuertod, andere noch zu anderen Todesstrafen verurteilt. Alle diese heldenmütigen Kämpfer Jesu Christi erlitten unter Diokletian im Jahre 304 den Martertod.“



    Die Kirche verehrt an eben diesem Tag auch andere Heilige, welche die Martyrerkrone im gleichen Jahr empfingen. Der ausgezeichnetste unter ihnen war Tyrannion, Bischof von Tyrus. Er war Zeuge des Kampfes der Heiligen, von denen eben die Rede war, und hatte sie selbst dazu gestärkt, standhaft für den Glauben zu streiten. Man brachte ihn von Tyrus nach Antiochien mit dem Priester Zenobius, wo er verschiedene Qualen erdulden musste und warf ihn zuletzt in das Meer. Was Zenobius betrifft, so starb dieser auf der Folter unter den Händen der Schergen, die ihm mit eisernen Hacken die Seiten aufrissen. Silvan, Bischof von Emesa in Phönizien, wurde in seiner bischöflichen Residenzstadt mit zwei anderen Glaubensbekennern von den wilden Tieren, denen man sie vorwarf, zerrissen. Peleus und Nilus, Priester aus Ägypten, wie auch einige andere Christen, starben durchs Feuer zu Cäsarea in Palästina. Silvian, Bischof von Gaza, wurde Anfangs zu den Bergwerken verurteilt, in der Folge aber mit 39 anderen Gläubigen enthauptet.



    Das römische Martyrologium nennt an diesem Tag den heiligen Tyrannion mit jenen, welche zu Tyrus im Jahre 304 gemartert wurden. Die anderen Martyrer haben besondere Tage, nämlich der heilige Zenobius, Priester und Arzt aus Sidon, am 29. Januar, der heilige Silvan von Emesa, dem das griechische Menologium mehrere Gefährten beigesellt, am 6. Februar, und der heilige Silvian von Gaza am 4. Mai.



    In allen Jahrhunderten hat man Menschen gesehen, die der Welt entsagten, um allein für Jesus Christus zu leben. Solche Beispiele zeigt Gott der Welt, um die Macht seiner Gnade zu erweisen und den Glauben an eine so hohe Vollkommenheit bei den schwachen Menschen zu erhalten. Am Ende der Zeiten wird die Kirche stets solche Muster der Gottseligkeit aus allen Bereichen und Altersstufen aufzuweisen haben. Diese werden die Lauheit so mancher, die sich Christen nennen, aber ihren Sitten nach Heiden sind, beschämen. Die Standhaftigkeit der Heiligen und Martyrer auf der Folter und angesichts der wilden Tiere und mitten in den Flammen war begründet in der Liebe zu ihrem göttlichen Heiland und seiner lieben Mutter Maria, die in ihren Herzen so siegreich triumphierte. Diese Liebe bewog manche von ihnen, Ehren, Reichtümer, Vergnügungen und alle, was ihnen teuer war, zu entsagen, um den mühevollen Weg der Buße zu gehen. Jeder von uns rühmt sich zwar, Jesus Christus zu lieben, aber wie sehr täuschen wir uns! Die Liebe offenbart sich durch Werke. Was tun wir aber für unseren Heiland? Gern gehen wir allem aus dem Weg, was unserem Geist und unserem weichen Herzen als Einschränkung und Zwang erscheint. Sobald die Religion Opfer verlangt, werfen wir feige die Waffen weg. Erkennen wir lieber die Gefahr unserer Haltung und erbitten wir die Hilfe der Gnade durch die Verdienste unseres Erlösers. Bitten wir den Herrn, dass er uns eine göttliche Liebe schenken und sein Reich in unseren Herzen begründen möge, damit wir nur ihm allein leben.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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    Einen ergreifenden Einblick in die Leidensgeschichte der persischen Christen gewährt der alte Marterbericht vom heiligen Sadoth und seinen 128 Gefährten. König Sapor II., der von 310 bis 380 regierte, wollte das Perserreich in seiner alten Größe wiederherstellen. Kein Mittel erschien ihm geeigneter als die Anhebung des Sonnendienstes und der Krieg gegen die Grenznachbarn die Römer. Eine blutige Christenverfolgung war die unmittelbare Folge davon. Sie richtete sich besonders gegen Geistliche, Mönche und Nonnen. Am 13. April 344 wurde der greise Bischof von Seleucia und Ktesiphon, Simon Bar Sabbae, mit mehr als 100 Gefährten glorreich vollendet. Schon ein Jahr darauf kam die Reihe an seinen Nachfolger. Der alte Marterbericht erzählt hierüber folgendes:



    Sadoth, der an Stelle Simons in den Städten Seleucia und Ktesiphon Bischof geworden war, sah eines Tages ein wunderbares Gesicht. Voll Staunen berief er seine Priester und Diakone, die sich verborgen hielten, und sprach: „Ich sah heute in nächtlichem Gesicht eine prächtige Leiter, die von der Erde bis zum Himmel aufgerichtet war. An ihrer Spitze stand der selige Simon in großer Herrlichkeit. Ich aber stand unten auf der Erde. Er rief mir in großer Freude zu: `Steige herauf, Sadoth, steige herauf zu mir und fürchte dich nicht! Ich stieg gestern herauf, du steigst heute herauf.´ Das bedeutet, dass er im vergangenen Jahr getötet wurde und ich in diesem getötet werde.“ Sadoth ermutigte sie mit den Worten des Apostels und sprach: „Seid stark im Herrn und in der Festigkeit seiner Kraft. Ziehet an die Rüstung Gottes. Denn durch diese Dinge erscheint ihr den Menschen als Leuchtende und durch das Wort des Lebens seid ihr behütet. Lasst uns also nicht fürchten und zittern vor dem uns bevorstehenden Tode. Wer stirbt, kämpft als Held, und wer lebt, erscheine tapfer. Denn für Christus und unsere Wahrheit werden wir getötet. Solange das Schwert gezückt ist, kommt, lasst uns eifrig sein. Solange das Schwert glänzt, kommt, lasst uns Geschäfte machen. Bis die Sonne aufgeht in der Nacht, lasst uns wandern zu den Wohnungen des Reiches. Namen und Ruhm in Ewigkeit gewinnen wir, und den kommenden Geschlechtern lassen wir große Ruhmestaten zurück.“ Außerdem sprach er: „Betet, dass die Bedeutung des Gesichtes sich rasch erfülle. Wie ersehnt ist die Ankunft des Todes für den, der geistig lebt; wie furchtbar aber und schrecklich ist seine Kunde für den, der fleischlich wandelt. Die Eifrigen folgen ihm, um das Leben zu erlangen, die Lässigen sehen ihn und verbergen sich. Die Gottliebenden gehen zu Gott; die die Welt lieben, bleiben in der Welt. Der eine geht in die Freuden, der andere in die Peinen.“



    Im zweiten Jahr unserer Verfolgung war der König in Seleucia. Da wurde der herrliche Sadoth ergriffen, dessen Name „Freund des Königs“ bedeutet. Er liebte nämlich den himmlischen König wahrhaft aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft. Er war lauter und rein, wahrhaftig und heilig, und seinem Vorgänger, dem heldenmütigen seligen Simon gleich.



    Mit ihm wurden aus den Städten, wie aus den Dörfern und Ortschaften der Umgebung 128 Priester, Diakone, Mönche und Nonnen ergriffen. Alle wurden in Ketten geworfen und in einem harten, bitteren Gefängnis fünf Monate lang eingeschlossen. Man befragte sie drei Mal und brachte sie in böse Folter und harte Schrauben, damit sie die Sonne anbeteten, indem man ihnen im Auftrag des Königs sagte: „Wenn ihr meine Befehle tut, sollt ihr nicht sterben.“ Der selige Sadoth antwortete aus dem Munde aller: „So antwortet dem, der euch gesendet: Wir stehen in einer Kraft, einer Wahrheit, einem Willen, und in einem Glauben verkünden wir einen Gott, und ihm dienen wir mit ganzer Seele. Aber die Sonne, die er geschaffen und gemacht hat, beten wir nicht an. Das Feuer, das er uns zum Dienst gab, verehren wir nicht. Deinem bösen Befehl gehorchen wir nicht mit Übertretung unseres guten Befehls, und wegen deiner Drohungen werden wir unserem Gesetz nicht untreu. Du hast das Schwert, wir den Nacken. Du hast den Tod, wir das Leben. Verzögere unsere Hinrichtung nicht einen Tag. Warte nicht eine Stunde, unser Blut zu vergießen. Denn deine Langmut verdirbt, die sich ihr fügen.“ Als das alles dem König gemeldet wurde, sandte er ihnen folgende harte Antwort: „Wenn ihr meinen Befehlen nicht gehorcht, so kommt sofort die böse Stunde eures Verderbens über euch!“



    Die Heiligen antworten einstimmig: „Wir gehen unserem Gott nicht zugrunde, noch sterben wir seinem Christus. Er wird uns zu neuem Leben erwecken und im Himmelreich erneuern. Bringt nunmehr euren Tod, wie er auch immer sei. Denn wir sind bereit, tapfer für unseren Gott zu sterben. Wir beten nicht die Sonne an, noch gehorchen wir eurem Befehl, der die Seelen der Kinder Gottes tötet!“



    Danach wurden sie zur Hinrichtung hergerichtet und zum Tod bereitet, weil das Urteil des Schwertes über alle gleichmäßig ergangen war. Die Henker mit den Beamten des Königs führten sie in Ketten aus der Stadt zum Tode. Die Seligen aber psallierten mit einmütiger und froher Stimme: „Richte, o Gott, unser Gericht und fordere unsere Rache von dem erbarmungslosen Volk und erlöse uns von den Blutvergießern und Betrügern“ und so fort (Psalm 42).



    Und als sie an den Richtplatz kamen, sprachen sie: „Gepriesen sei Gott, der uns diese Krone gab, auf die wir schauten, und der uns dieses Erbe, das wir begehrten, nicht vorenthielt! Gepriesen sei sein Christus, der uns nicht in dieser Welt ließ, sondern uns rief und vor sich stellte in der Versöhnung unseres Blutes!“ Und das Lob erstarb nicht in ihrem Mund, bis der letzte von allen getötet war.



    Die Herrlichen wurden am 20. Februar getötet. Den seligen Sadoth brachte man in seinen Ketten nach Bet Lapat in Bet Huzaje. Dort wurde er enthauptet und in Christus, seinem Vertrauten, gekrönt.

    https://www.heiligen-legende.de/sadoth-von-seleucia/

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