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  • Thema von Blasius im Forum Kirchlich NICHT anerka...



    Auszug aus der neunten Rosenkranzpredigt von A. Vieira SJ (*)


    Die Veranlassung, warum dieser Tag der Rosenkranzfeier geweiht worden, – sie war, wie Alle wissen, der Sieg, den der Rosenkranz über die ganze ottomanische Macht in der gefeierten Seeschlacht bei Lepanto erlangte. – Da war Don Juan de Austria ein Josue, der kämpfte mit dem Schwert; – Papst Pius V. ein Moses, der siegte durch Gebete, und Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz der blühende Stab Aaron`s, der gerade zur Zeit des Treffens in allen Städten der Christenheit in feierlicher Prozession umher getragen wurde, und – nach Maßgabe, wie sie den Sieg verlieh, – den Triumph zeigte. Doch wie David, so oft siegreich bei Blutstürmen, – sich noch mehr fürchtete vor Stürmen auf der See: Nicht versenke mich das Ungestüm des Wassers (Ps. 68, 16) ebenso erging es Juan de Austria – nicht weit von demselben Ort und gleichfalls – auf dem mittelländischen Meer.

    Als Juan de Austria von Neapel mit einer großen Kriegsflotte nach Tunis segelte – da wütete bei dieser Fahrt ein solcher Sturm, daß die Lotsen an jedem Rettungsmittel und aller menschlichen Hilfe verzweifelten und sich für verloren gaben. Doch Alle nahmen ihre Zuflucht zum Beistand des Himmels, und der fromme Fürst rief seine besondere Beschützerin an, und bat sie, sie möchte, gleichwie sie ihm den Sieg über – die Feinde verschafft, so denselben ihm auch erflehen – über die Elemente. – Doch, was erfolgte? Ein wahrhaft seltsamer Vorfall, – ein Vorfall, der doppelt gefahrvoll und doppelt wundervoll gewesen.

    In eben diesem Augenblick hörte der Sturm auf, – aber es hörte nicht auf – die Gefahr. Es hörte der Sturm auf; denn plötzlich legte sich der Wind und das Meer wurde spiegelglatt; allein die Gefahr hörte nicht auf; denn die Galione, worauf sich Juan de Austria befand, – obwohl – sie das stärkste und fest gebauteste von allen Schiffen der Kriegsflotte gewesen – war augenscheinlich nahe daran zu sinken. So groß war die Gewalt des Wassers, das hinein gedrungen war, und nach und nach wuchs und schon das erste Deck beherrschte. Die Pumpen, die Eimer, die Kellen und sogar die Helme der Soldaten, – womit sich alle abmühten, – nichts war hinreichend, den gewaltigen Andrang des Wassers zu bewältigen, das, ohne daß man wußte, wo? Auf sie herein strömte. Wir sehen schon, welch ein Geschrei und welch ein Heulen die Lotsen und die Kriegsmannschaft erheben mochten, indem sich wohl Niemand gefunden, der nicht den Verlust eines so teuren Lebens mehr als sein eigenes Unglück, seinen eigenen Untergang beweint hätte.

    Doch die hohe Gebieterin des Meeres vermag keine unvollkommenen Gnaden zu erweisen. Gleichwie sich der Sturmwind legte, so hörte auch der Sturmandrang der Fluten auf, die schon durch die Luken des Verdecks gewaltig herein drangen. Man schöpfte das Wasser mit den Pumpen aus; die Galione – war in diesem Augenblick dicht und hecht ( = kein Wasser einlassen), und erhob sich, nachdem sie beinahe untergesunken und begraben war, – und wurde flott.

    Aber auf welche Weise? Hier fand sich das zweite und noch größere Wunder. Jetzt erkannte man die Ursache nicht, noch dachte man daran; nachdem – man aber in den Hafen eingelaufen, da sahen sie Alle mit Verwunderung und Staunen. Durch den gewaltigen Sturm hatte das Schiff nah am Kiel ein Loch bekommen, wodurch das Meer herein sprudelte; als ein Fisch von der nämlichen Größe durch die allmächtige Hand, die ihn leitete, in diese Öffnung hatte, daß er sich weder rück- noch vorwärts bewegen konnte: so schloß er gänzlich dieses Tor, (welches mit Recht das Tor des Todes genannt werden konnte,) und sobald kein Wasser mehr herein kam, – war es leicht, das Wasser, das bereits drinnen war, hinaus zu bringen.

    Man sieht dieses auf einem Gemälde, welches in Neapel vor den Muttergottes-Altären hängt, und worauf der ganze Vorfall dargestellt ist: der Sturm; die sinkende Galione; und der Fisch, welcher in die Öffnung des Schiffes gekommen: – Alles – als ein stetes Siegeszeichen und Denkmal der hohen Macht und des Namens Mariä, als einer Gebieterin – nicht bloß über das Meer, sondern über Alle, die dasselbe durchschiffen, oder über Alles, was in demselben lebt.-
    aus: Antonio Vieira SJ, Sämmtliche Marienpredigten, Dritter Teil, 1863, S. 16 – S. 18

    (*) Vieira hielt diese Predigt auf der See am achtzehnten Sonntag nach Pfingsten, auf welchen das Rosenkranzfest fiel

    https://katholischglauben.info/ein-wunde...ht-von-lepanto/


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Nachrichten



    DETAILS UND BILDER IN:

    https://katholischglauben.info/katholische-nachrichtenseite/

    Da die Flut an Nachrichten, die uns tagtäglich überschwemmen, die Sicht für die für uns Katholiken wirklich wichtigen Nachrichten versperren wie auch diese Nachrichten – vor allem im deutschsprachigen Raum – auch nicht bekannt gemacht werden, so soll mit dieser Nachrichtenseite hiermit eine Lücke geschlossen werden. Schnallen Sie sich fest an, bewahren Sie den wahren katholischen Glauben, den wir mit unserer Webseite dokumentieren, und werden Sie nicht irre an dem, was an Betrug, Fälschungen, Lügen und anderen Gemeinheiten, die das Seelenheil betreffen, seit 1958 geschehen sind.

    Wie schrecklich zu wohnen mitten im Feuer

    Auch davor hüte dich, mein Christ, bei deinem Mitmenschen Satans Stelle zu vertreten, durch Ärgernis und besonders durch Verführung der Unschuld sein Gehilfe zu werden. „Sehet zu“, spricht Christus, „daß ihr keines aus diesen Kleinen gering schätzt; denn ich sage euch, ihre Engel im Himmel schauen immerfort das Angesicht meines Vaters, der im Himmel ist.“ (Matth. 18,10) „Wer eines aus diesen Kleinen ärgert, dem wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“

    Ein Betrug wird offensichtlich
    Fatima – Die echte und die falsche Luzia


    Nachricht vom 1. September 2019

    CIA-Dokument zeigt Pläne von Papst Pius XII. - Teil 2

    Vatileaks: Die streitende Kirche: Die aggressive Politik des Vatikans vor Johannes XXIII. war gerichtet auf.......Trommelwirbel...., jeden in der Welt katholisch zu machen! Und gegen die Feinde der katholischen Kirche zu kämpfen!
    Beachte, daß Hartl darauf hinweist, dass das, was ihn in der katholischen Lehre und im Priestertum beschäftigte, das strenge Leben war, das vom katholischen Priester verlangt wurde, besonders im Bereich des priesterlichen Zölibats.
    zum gesamten Beitrag auf deutsch
    Nachricht vom 12. August 2019

    CIA-Dokument zeigt Pläne von Papst Pius XII. - Teil 1

    Vatileaks: Das von RadTrad Thomist erhaltene freigegebene CIA-Dokument zeigt die Pläne von Papst Pius XII. für einen katholischen Nachkriegsblock europäischer Nationen zwischen der US-Liberalen Allianz und der Sowjetischen Kommunistischen Allianz. Außerdem wird die Arbeit des Papstes offenbart, Russland zum großen katholischen Missionsfeld des 20. Jahrhunderts zu machen.
    Dr. Chojnowski: RadTrad Thomist hat gerade ein freigegebenes CIA-Dokument erhalten, in dem die Vernehmung eines ehemaligen katholischen Priesters, der während des Zweiten Weltkriegs nationalsozialistischer und deutscher Einsatzleiter wurde, beschrieben ist.

    Weitere Kommentare folgen in späteren Beiträgen. Um unseren Lesern jedoch rechtzeitig diese Informationen zur Verfügung zu stellen, empfehle ich ihnen, nach mehreren Punkten Ausschau zu halten, wenn sie die ausführliche Darstellung der Vernehmung des Albert Hartl lesen, einem Bayern, der die katholische Kirche und das Priestertum verließ, um ein viel genutztes Gut für die deutsche nationalsozialistische in den Jahren 1933 bis 1945 zu werden. Seine Arbeit im Zusammenhang mit der katholischen Kirche und dem Vatikan ist ein besonderer Schwerpunkt der Fragen, die Hartl während seiner Befragung durch den amerikanischen Geheimdienst im Jahr 1946 gestellt wurden.

    zum gesamten Beitrag auf deutsch
    Nachricht vom 26. Juli 2019

    Der neueste Bericht von Australia's #1 Super Facial Recognizer beweist: die rechts abgebildete Frau ist definitiv NICHT Schwester Lucy dos Santos aus Fatima.
    Alle bisher gesammelten Berichte von Handschriften-Analysten, Gesichtserkennungs-Programmen, plastischen Chirurgen, einem Forensiker von Weltklasse, Kieferorthopäden und jetzt von einem Super Recognizer, finden Sie auf der Sister Lucy Truth - Website mit allen Informationen.

    Weitere Informationen bei Sister Lucy Truth
    Nachricht vom 16. Mai 2019

    Gruselige Hand Paul`s VI.

    Haben die freimaurerischen Brüder von Paul VI. seine Fingerspitzen abgeschnitten oder ist dies nur ein weiterer Beweis für ``Cut and Pasting``, Ihren Weg zum Betrug? Frage. Was hast du mit Schwester Lucy dos Santos gemacht?
    Freunde, schaut euch die linke Hand von Paul VI. an und sagt mir, dass sie nicht gruselig ist.
    Weitere Informationen bei RadTrad Thomist
    Nachricht vom 25. März 2019 – Fest Mariä Verkündigung

    Neue Website ``Sister Lucy Truth``

    Am Fest Mariä Verkündigung ging die Website ans Netz:
    Sister Lucy Dossier Website
    Schwester Lucia dos Santos und die Frau, die sie ersetzte:

    Der Betrug wurde identifiziert und benannt. Wir beschuldigen die höchsten Funktionäre im Vatikan, mit Verschwörung die Ersetzung von Schwester Lucia dos Santos von Fatima durch eine bis jetzt unbekannte Betrügerin zu verewigen und zu verheimlichen.

    Sister Lucy Truth-Website mit allen wissenschaftlichen Informationen und Berichten, die in diesem Moment verfügbar sind, für die Öffentlichkeit zugänglich. Lesen Sie die Anklageschrift und das Web-Dossier.

    Sister Lucy Truth
    Nachricht vom 18. Januar 2019

    Handschriften-Analyse zeigt den Beweis

    Vereidigte Erklärung des professionellen Handschriften-Analytikers, dass der Brief von Schwester Lucy II im Jahr 1969 nicht von Schwester Lucy I geschrieben wurde. Hier ist der wissenschaftliche Beweis, dass die Schwester Lucy II nach 1958 eine Betrügerin sein muss. Lesen Sie hier die 125-seitige Deklaration.
    Weitere Information bei RadTrad Thomist
    Nachricht vom 2. Januar 2019

    Ankündigung 2019

    Vereidigte Erklärung des Handschriftenanalytikers zeigt, dass Schwester Lucy II eine Betrügerin war. Der Text des vom Vatikan veröffentlichten dritten Geheimnisses ist bewiesen als authentisch und übereinstimmend mit den Memoiren von Schwester Lucy I.
    Gibt es ein ``viertes Geheimnis``?

    Dr. Chojnowski: Während wir versuchen herauszufinden, wie man die vereidigte Erklärung der Handschriftenexperten am besten postet, die darauf hinweist, dass die Handschrift von Schwester Lucy nach 1958 NICHT mit der Handschrift von Schwester Lucy vor 1958 übereinstimmt, was auf Fälschung hinweist und viel zu tun ist, um das Urteil zu bestätigen, dass die Schwester Lucy nach 1958 eine Betrügerin war - möchte ich meinen Lesern mitteilen, was in einer sehr kurzen Form gefunden wurde. Die gesamte Erklärung mit 114 Seiten wird verfügbar sein, sobald wir können. In dem Bericht heißt es:

    1) Das Schreiben von ``Schwester Lucy`` im Jahr 1969 stimmte NICHT mit den Schriften von Schwester Lucy in ihren Memoiren der 20er, 30er und 40er Jahre überein, was auf Fälschung hinweist und auf eine Betrügerin, die zu dieser Zeit agierte .

    2) Der Text des dritten Geheimnisse aus dem Jahr 1944, der vom Vatikan im Jahr 2000 veröffentlicht wurde, war AUTHENTISCH UND ÜBEREINSTIMMEND mit den 20er, 30er und 40er Jahren der Schriften von Schwester Lucy I. Obwohl dies in der Erklärung nicht angegeben ist, scheint es die Möglichkeit oder sogar Wahrscheinlichkeit zu eröffnen, dass es ein ``Viertes Geheimnis`` gibt, das vom Vatikan noch nicht veröffentlicht wurde. Dies wären die Worte Unserer Lieben Frau, welche die Botschaft erklärt und daß die gegebene Vision begleiten sollte, die offensichtlich den Kindern von Fatima am 13. Juli 1917 gegeben wurde. Die ersten beiden Geheimnisse enthalten begleitende Botschaften, in denen die Visionen erläutert werden, warum nicht das dritte?

    Der Ermittler hat angedeutet, dass diese Erklärung die Untersuchung der Sister Lucy Truth erheblich vorangetrieben hat. Schauen Sie sich die handschriftliche Erklärung, den Link zur neuen Website für Beweismittel und die weiteren wissenschaftlichen Berichte an, die sich mit der Frage von Schwester Lucy I und II aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven befassen.

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    Nachricht vom 11. November 2018

    Erste forensische Darstellung

    Wie Schwester Lucy im Alter von 60 Jahren ausgesehen haben sollte und wie sie ``aussah``. Einer der besten forensischen Künstler der Welt präsentiert seine Darbietung.
    Wir haben um die Hilfe eines forensischen Künstlers von Weltklasse gebeten, der uns eine Altersanalyse des Gesichts von Schwester Lucy I auf der Grundlage der Dutzenden von Bildern, die wir von ihr vor 1950 haben, bietet. Die erste Skizze oben zeigt, wie Schwester Lucy, die auf allen Bildern aus der Zeit vor 1950 basiert, 1967 aussehen würde, als sie 60 Jahre alt gewesen wäre. Das ist das erste Bild.
    Das zweite Bild ist das Bild der Frau, nennen wir sie Schwester Lucy II, wie sie 1967 aussah, als sie Paul VI am 13. Mai 1967 in Fatima traf.
    Die Bilder sind bei RadTrad Thomist zu sehen.
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    Nachricht vom 9. Oktober 2018

    60 Jahre Todestag des großen Papstes Pius XII.

    Genau 60 Jahre seit dem Tod von Papst Pius XII. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr scheint es, als ob ALLES im Oktober 1958 geschehen wäre. Der Tod von Papst Pius XII., Furcht eines Teils der US-Regierung über die Wahl eines traditionellen Papstes, die ZWEI Gelegenheiten des weißen Rauches ---- 26. und 28. Oktober und das Verschwinden von Schwester Lucy.
    Damit wir nicht vergessen den Monat, als die Übernahme stattfand und die Kirche in die Zwielichtzone eintrat.

    Gerade vorbei, vor 20 Minuten, war der 60. Jahrestag des Übergangs in die Ewigkeit von Papst Pius XII. Seitdem ist die Welt zu der Überzeugung gelangt, dass sich die katholische Lehre verändert hat, die katholische Messe sich verändert hat, die katholischen Sakramente sich verändert haben, das katholische Priestertum von Sodomiten und Gewalttätern der Unschuld der Jugend heimgesucht wurde, die Soziallehre der Kirche sich verwandelte in Marxismus Lite oder Not So Lite. Katholische Universitäten sind dort, wo du deinen Glauben zerstört, nicht gestärkt hast. Katholische Schulen lehren die niederträchtigste Unmoral, erlauben unnatürliche Situationen, haben eine Messe in Apostasie und Säkularismus verfallen lassen. Katholische Politiker versuchen sich selbst zu bekämpfen, um Gesetze zu implementieren, die direkt gegen die natürlichen und göttlichen Gesetze verstoßen. Katholische Sitten sind weg, Katholische Ergebenheit ist weg, Katholische Bescheidenheit ist weg, und die Große Seherin von Fatima, Schwester Lucy, unterstützt öffentlich diejenigen, die all diese Zerstörung bewirkt haben und die damit einher geht, soweit sie diese Dinge in ihrem eigenen Leben umgesetzt hat.

    Was ist im Oktober 1958 passiert? Warum wurde 1960 der Welt NICHTS erzählt? Warum kümmern sich so wenige darum? Um ein Beispiel aus St. Thomas von Aquin zu leihen, wenn wir in unser Haus gehen und feststellen, dass Dünger überall hingeworfen wurde, sagen wir nicht ---- wie der ``Remnant`` – ``Dünger!`` Nein, wir schreien ---- IM ZORN --- ``WER TAT ES!`` Wir wollen wissen, was passiert ist.

    In kurzer Zeit werde ich einen Bericht schreiben - verifiziert durch zwei unabhängige Quellen aus erster Hand -, der zeigen wird, dass Papst Pius XII 1957 das Dritte Geheimnis gelesen hat und die Ergebnisse Ende 1958 veröffentlichen wollte. Er hat es nie getan, und Johannes XXIII. BEGRUB IN EINEM DUNKLEN TRESORRAUM IM VATIKAN das Geheimnis, das Schwester Lucy sagte, dass Unsere Liebe Frau es wünschte, dass es 1960 enthüllt werden sollte ---- warum? Weil seine Bedeutung DANN KLARER wäre. Nachdem ich die letzten vier Monate damit verbracht habe, Informationen von Experten und Analysten durchzusehen, kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, dass Schwester Lucy NACH OKTOBER 1958 NIE IN DER ÖFFENTLICHKEIT GESEHEN WURDE. Die Person, die an ihrer Stelle erschien, war eine SCHWINDLERIN und BETRÜGERIN. Obwohl ich nicht herausfinden kann, was GENAU vor 60 Jahren mit der Institutionellen Organisation der Katholischen Kirche geschah, kann ich den professionellen Beweis vorlegen, der algebraisch und medizinisch zeigt, dass mit Schwester Lucy von Fatima in der Zeit nach dem schicksalhaften Tag des 9. Oktober 1958 etwas sehr Finsteres passiert ist. Es hilft, dass ALLE Experten, die wir konsultieren, nichts zu tun haben mit der katholischen Kirche. Nachdem die WAHRHEIT vollständig dargestellt ist, werden wir uns um GERECHTIGKEIT für Schwester Lucy bemühen. Wir sind ermutigt, dass der Hauptprüfer es jetzt als ``kriminellen Fall`` behandelt. Die Daten sind in den gesamten Vereinigten Staaten verteilt, jetzt mit vielen verschiedenen Individuen. Eine Website wird produziert, die ALLE BEWEISE enthalten wird. Aber die Beweise dürfen nicht auf einmal veröffentlicht werden. Tropfen für Tropfen werden wir die Wand der GROSSEN LÜGE abtragen. Die Website wird so entwickelt, wie ich schreibe. Die Beweise sind zusammengetragen worden, werden zur Ansicht gestellt, und sehr viel wird weiterhin gesammelt. Neue Informationen kommen buchstäblich jeden Tag.

    Ich sollte meinen Mund halten über das Ganze. ICH HALTE MEINEN MUND ÜBER DAS MEISTE DAVON. Aber es ist da, bereit herauszukommen. Sei vorbereitet.

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    Nachricht vom 3. Oktober 2018

    Fatima - Die echte und die falsche Luzia

    Krimineller Fall: Die Wahrheit über Schwester Lucy Gesichtserkennungsbericht wird bald veröffentlicht, Dossier von medizinischen Experten, Handschriftenanalyse geplant, neue Website geplant, um Ergebnisse anzuzeigen, und Cyber-Sicherheitsexperten für den Informations-Schutz
    Ich würde gerne ein Update von dem, wo wir in der Wahrheit über Schwester Lucy Untersuchung sind, veröffentlichen. Hier ist, was wir jetzt tun:
    1) Der Ermittler - dessen Name ich verraten werde, wenn er seinen Bericht fertiggestellt hat - schreibt seinen Bericht über die Runs der Gesichtserkennungstechnologie, die sich mit den Bildern von ``Schwester Lucy`` durch ihr Leben beschäftigt. Dies sollte in Kürze geschehen und für die Öffentlichkeit verfügbar sein. 2 Gesichterkennungs-Läufe wurden durchgeführt, und ein weiteres, von einem dritten oder sogar vierten Unternehmen ist in Planung.

    2) Der Ermittler möchte auch die besten Handschrift-Analysten aus der ganzen Welt beschäftigen, um mit diesem Fall Schwester Lucy umzugehen, welche der Ermittler jetzt als KRIMINELLER FALL behandelt. Das bedeutet, dass die Beweise umfassend und endgültig sein müssen. Es gibt auch eine weitere Gesichtserkennungsanalyse der ``Sister Lucy`` -Frage, diese wird in den Bericht aufgenommen. Der Ermittler pflegt auch die andere Untersuchung mit. Beide Berichte, einschließlich der Ermittler, werden der Öffentlichkeit angeboten, sobald sie angekommen sind.

    Wir bringen auch professionelle Experten zusammen, um die Fotos zu untersuchen. Dies bedeutet, dass Folgendes stattfindet:

    Wir warten auf Berichte:

    3) Ein Bericht von einem plastischen Chirurgen.

    4) Ein Bericht eines Augenarztes und einer Konferenz internationaler Augenärzte, die den Fall bereits untersucht haben.

    5) Ein Bericht von einem zahnärztlichen Prothetiker.

    Wir befragen und hoffen auf einen Bericht von:

    6) Einem Mund- und Kiefernchirurg.

    7) Einem Okuloplastischen Chirurg.

    8) Einem Parodontologe, einem Endodontist und einem Kieferorthopäden.

    Wir erweitern jetzt auch die Handschriftenanalyse. Wir werden für diesen Job die besten Handschriftenanalysten der Welt gewinnen.

    9) Wir entwickeln auch eine separate Website, die mit spezieller Cyber-Sicherheit ausgestattet ist, um die Informationen und Berichte, die wir über das Geheimnis von Schwester Lucy haben, zu bewahren und vollständig darzustellen.

    10) DER UNTERSUCHER SAGTE MIR GESTERN, DASS ER JETZT DIESEN FALL ALS EIN ERMITTLUNGSVERFAHREN BEHANDELT.

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    Nachricht vom 1. August 2018

    Fatima - Die echte und die falsche Luzia

    Betrug: Gesichtserkennung Technologie mit 2.400 Bildvergleichen zeigen: Schwester Lucy I (vor 1958) und Schwester Lucy II (nach 1958) sind definitiv nicht die gleiche Person.
    Ich kann jetzt die Gesamtergebnisse der Gesichtserkennungstests veröffentlichen, die mit der aktuellsten Technologie durchgeführt wurden, die von den erfahrensten Softwaretechnikern analysiert und von einem Experten untersucht und analysiert wurde.
    ``Das einzige, was ähnlich war, war die Gewohnheit``, waren die Worte, die ich gerade von dem Ermittler in unserem Telefongespräch über das Ergebnis gehört hatte. Weitere Einzelheiten zu den Formsachen des Ergebnisses folgen dieser ersten Ankündigung.
    Ich werde auf Empfehlung die Namen der Ermittler, die Namen der beteiligten Firmen oder die Namen der verwendeten Programme noch nicht bekannt geben. Sie sind die besten. Sie arbeiten alle an einem umfassenden und definitiven Bericht über die Ergebnisse, der in den kommenden Wochen veröffentlicht wird. Ich möchte jede Einmischung in die Untersuchung vermeiden. Nachdem der endgültige Gesichtserkennungsbericht abgeschlossen ist, wird die zweite Phase der Untersuchung eingeleitet, bei der die Identität der Betrügerin ermittelt und herausgefunden wird, was mit unserer lieben Schwester Lucy dos Santos geschehen ist.
    Mehr in Kürze.

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    Nachricht vom 4. September 2018

    Fatima - Ein Betrug wird offensichtlich

    Während Welt-Experten den Fall der Schwester Lucy diskutieren, ist hier ein Beweis mehr dafür, dass das Fatima-Establishment verarbeitete Fotos verwendet hat, um einen Betrug vorzubringen.
    Beachten Sie auf dem gefälschten Foto, wie der rechte Ärmel von Paul VI. verlängert wurde, um den Eindruck zu erwecken, dass er Schwester Lucy II sehr nahe stand. Anstatt also auf die warnenden Worte von ``Schwester Lucy`` zu hören - und es sieht für eine Sekunde aus, als würde sie (1967) warnende Worte geben - hört Paul VI. tatsächlich den schmeichelnden Massen zu, die diese Begeisterung in die neue modernistische Revolution, die er plante, bringen wird. Mit diesem Foto ist Schwester Lucy plötzlich kein ``Unheilsprophet`` mehr, sondern ein enthusiastischer Teilnehmer an Montinis Revolution. Ohne Photoshop !!!! Nur ein bisschen Ausschneiden und Einfügen.

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    Nachricht vom 8. September 2018

    Fatima - Gefälschte Photos der falschen Luzia

    Wieder muss Schwester Lucy II während ihres Besuches in Fatima 1967 zweifach verortet (Bi-Locate) sein, um in die Nähe von Paul VI. zu kommen. Wie Top-Ärzte, plastische Chirurgen, Dental-Spezialisten, private Ermittler über die Fotos von ``Schwester Lucy`` analysieren und berichten, kommen immer mehr gefälschte Fotos an den Tag. Wie die fallenden Blumen, als Konfetti benutzt, an identischen Orten sind, so erscheint und verschwindet ``Schwester Lucy`` auf den 1967 Fotos.

    Dr. Chojnowski: Während ich schreibe, wird der Fall Schwester Lucy von Experten der internationalen Gemeinschaft in Betracht gezogen. Da wir von der Sister Lucy Truth daran arbeiten, all ihre Ergebnisse in einem einzigen Dossier zusammenzustellen, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren, stoßen wir immer wieder auf diese gefälschten Fotos aus dem Jahr 1967, als Schwester Lucy II zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Offensichtlich war die ``Schwester Lucy`` Betrügerin anwesend, aber sehr wenige, wenn überhaupt, Nahaufnahmen ihres Gesichtes - in dem es nicht halb verschleiert ist - wurden genommen. Offensichtlich gab es eine Reihe von Fachleuten, die sich an dem bizarren Austausch beteiligten, und sie versuchten, Ereignisse und Momente zu schaffen, in denen ``Schwester Lucy`` nur der lächelnde Akolyt von Paul VI. war, dann beteiligt, eine neue Messe, neue Sakramente, neue religiöse Bewegungen und eine neue Lehre zu erstellen. Hier ist „Schwester Lucy“, die dafür sorgt, daß die Botschaft von Fatima in keiner Weise mit dieser neuen Montinischen Kirche in Konflikt gerät.
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    AUS:

    https://katholischglauben.info/katholische-nachrichtenseite/


    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Nur der Gottmensch Jesus konnte Erlösung bewirken

    Nun aber belehrt uns der Glaube, daß Gott dem Menschen ursprünglich eine übernatürliche Bestimmung in der Anschauung, im Besitz und Genuss Gottes gegeben, wie dies aus der Glaubenslehre über die Wiederherstellung jenes Zustandes erhellt (1.Joh. 3,2), und daß Gott ihm zur Erreichung dieser Bestimmung das Leben übernatürlicher Gerechtigkeit und Heiligkeit mit den erforderlichen übernatürlichen Gnaden zur Betätigung dieses Lebens verliehen (Eph. 4,24); daß der erste Mensch gesündigt (Gen. 3); daß dieser erste Mensch als Prinzip und Stammvater des menschlichen Geschlechts seine Sünde auf seine ganze Nachkommenschaft vererbt (Röm. 5,12), und mit sich das ganze Geschlecht von Gott losgerissen; daß er mit demselben alle Güter der Glorie und der Gnade verloren habe (Eph. 2,3), und zur gerechten Strafe der vielseitigen Knechtschaft der Sünde (Röm. 6,20), des Todes (ebd. 5,12) und des Teufels (Hebr. 2,14 u.15; Joh. 12,31; 8,44; 1. Joh. 3,8; 2. Tim. 2,26; Conc. Trid. Sess. V. Decret. De peccat. orig), auf dessen Anstiften er gesündigt hat, übergeben worden, und der ewigen Verdammnis verfallen sei (Röm. 5,16 u. 18).

    Sollte also der Mensch mit Gott wieder versöhnt werden, so musste, vorausgesetzt, daß die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes volle Genugtuung forderte, für das Unrecht und für die Unbild diese Genugtuung forderte, für das Unrecht und für die Unbild diese Genugtuung geleistet, die Gnade und Glorie verdient, und die Erlösung aus der Knechtschaft und Verdammnis bewerkstelligt werden. Das Alles aber war der gefallenen Menschheit und allen möglichen bloßen Geschöpfen durchaus unerschwinglich. Denn der beleidigten göttlichen Majestät konnte nur eine gleiche Majestät für die zugefügte Unbild genugtun; die übernatürlichen Schätze der Gnade und der Glorie konnte nur derjenige verdienen, dessen Werk und dem Wert derselben gleich kamen, oder ihn überstiegen; und aus dieser Knechtschaft und Verdammnis konnte nur der befreien, welcher stärker als diese feindlichen Gewalten, und auch im Stande war, die Ursachen dieser Knechtschaft und Verdammnis zu entfernen und aufzuheben.

    Wie nun dieses Alles der Gottmensch Jesus Christus durch sein Leiden und Sterben geleistet hat, erörtert der heilige Thomas, auf die Wahrheiten des Glaubens gestützt, nach den Prinzipien und Folgerungen der Vernunft, nicht um diese großen Geheimnisse und das, was an denselben unerforschlich und unbegreiflich ist, zu erforschen und begreiflich zu machen, sondern um dieselben auch nach dieser Seite hin zu beleuchten, und von denselben unserem Verständnis dasjenige näher zu bringen, was auch der natürlichen Fassungskraft des menschlichen Geistes zugänglich ist, wie auch der heilige Apostel Paulus spricht: „Wir lehren Gottes Weisheit, die geheimnisvolle, die verborgene, welche Gott vom Anbeginn der Welt zu unserer Herrlichkeit bestimmt hat.“ (1. Kor. 2,7) Wie viel man auch darüber lehrt und davon versteht; so bleibt doch unendlich mehr verborgen und geheimnisvoll, was man nicht lehren, nicht verstehen kann. Denn der ganze Christus, nicht bloß an sich, sondern auch in Allem, was von ihm ist, bleibt, wenn auch geoffenbart, gepredigt, geglaubt und geschaut, doch immer das größte, ein unendliches Geheimnis, wie derselbe heilige Apostel sagt: „Offenbar groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit, welches geoffenbart ward im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, geschaut von den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.“ (1. Tim. 3,16) –

    aus: Georg Patiss SJ, Das Leiden unsers Herrn Jesu Christi nach der Lehre des heiligen Thomas von Aquin, 1883, S. 9 – S. 11

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher

    ]

    Alljährlich wird in der ganzen katholischen Christenheit am 7. Oktober
    (früher am ersten Sonntag im Oktober) das Rosenkranzfest gefeiert.

    Welche Begebenheit zur Einsetzung dieses Marienfestes die nächste Veranlassung bot,
    soll immer wieder erzählt werden.



    Hart bedrängt war die ganze Christenheit, als die Türken im Jahr 1566 die Insel Chio erobert hatten und ihr Sultan Soliman 1570 seinen grausamen Feldherrn Mustapha absendete, um sich der Insel Zypern zu bemächtigen. Papst Pius V. wendete alle Kräfte an, die christlichen Fürsten zum gemeinschaftlichen Widerstand gegen den Erbfeind des Christentums zu bringen. Allein nur Spanien und die Republik Venedig, die dem Andrang der wilden Horden zunächst ausgesetzt waren, rüsteten sich. In Deutschland loderte die die Flamme des Reformationskrieges, und der Kaiser wurde dadurch gehindert, seine Macht zu teilen. Langsam ging die Mobilmachung der Spanier vor sich. Unterdessen bemächtigte sich Mustapha der Insel Zypern, brach treulos die gemachten Friedensbedingungen und ließ die Einwohner grausam behandeln, größtenteils ermorden oder an die Galeeren schmieden. Besonders unmenschlich verfuhr er gegen den Statthalter Bragadin, indem er ihm Nase und Ohren abschneiden, ihn auf dem Platz öffentlich schinden und danach seine mit Stroh ausgefüllte Haut samt den Köpfen der vornehmsten Einwohner nach Konstantinopel bringen ließ. Außerdem wurde der Sohn des lebendigen Gottes öffentlich verhöhnt und gelästert, und, wo es nur möglich war, die Kirchen geschleift oder in Moscheen verwandelt. Was hatte das christliche Europa zu erwarten, als Soliman im Jahr 1571 mit einem gewaltigen Kriegsheer über die Venetier herfallen und über die anderen christlichen Länder sich ausbreiten wollte? Furcht und Schrecken bemächtigten sich aller Gemüter. Ganz Europa wandte sich zu Gott, und die Gläubigen zur heiligen Jungfrau, als der Fürsprecherin, als der Mutter aller Christen und der Schützerin der heiligen Kirche. Zahlreich strömten sie zu ihrem Gnadenort, nach Maria-Loretto. Johann von Österreich, der Anführer der christlichen Armee, gelobte, wenn es ihm gelingen sollte, mit seiner geringen Macht das feindliche Heer zu schlagen, persönlich Loretto zu besuchen und der Mutter des Herrn als Siegerin öffentlich zu huldigen. Beide Mächte waren sehr ungleich. Die türkische bestand aus mehr als zweihundert Galeeren und beiläufig fünfzig kleinen Schiffen, die mit siebzigtausend streitbaren Männern besetzt waren, die christliche hingegen, zählte nur einhundertdreißig Galeeren, beiläufig dreißig andere Schiffe und zwanzigtausend Soldaten. Doch Gott ließ das Vertrauen des christlichen Volkes nicht zu Schanden werden. Am 7. Oktober kam es zur Schlacht. Sie dauerte von sechs Uhr morgens bis zum Abend. Der Sieg war auf der Seite der Christen, denn Maria kämpfte für die Christenheit. Ungefähr dreißigtausend Türken liegen erschlagen, hundertsiebzehn Schiffe sind erobert, siebzig in den Grund gebohrt, hundertsechzehn Kanonen und hundertfünfzig Feldschlangen erbeutet, fünfzehntausend gefangene Christen in Freiheit gesetzt.



    Allgemein wurde dieser so wichtige und vollkommene Sieg der Christen Mariens Fürsprache zugeschrieben. Papst Pius V., der Heilige, hatte am Tag der Schlacht ein Gesicht vom Sieg der Christen. Er war eben in Arbeiten mit den Kardinälen begriffen. Plötzlich verließ er sie, schaute einige Augenblicke gen Himmel, schloss das Fenster, das er geöffnet hatte, und sprach: "Nun sei nicht mehr die Rede von Geschäften. Nur Dankgebete sollen zum Himmel geschickt werden für den Sieg, den Gott soeben der christlichen Armee verliehen hat." Er setzte zur Erinnerung dieses großen Ereignisses das Fest "Maria vom Sieg" ein, das später von Papst Gregor XIII. auf den ersten Sonntag im Oktober übertragen wurde und nun jährlich am 7. Oktober unter dem Namen "Rosenkranzfest" gefeiert wird. Papst Gregor XIII. erklärte, erwähnter Sieg der Christen sei als eine Wirkung der Fürbitte Mariens anzusehen, da er an demselben Tag erfochten wurde, an dem die Mitglieder der Rosenkranzbruderschaft, die zur Ehre der allerseligsten Jungfrau errichtet worden war, ihre feierlichen Prozessionen in allen Provinzen hielten und Gott durch die Fürbitte seiner gebenedeiten Mutter um einen glücklichen Ausgang des Krieges anriefen. Von der Zeit an wurden auch nach Anordnung Pius V. der Lauretanischen Litanei die Worte beigesetzt: "Helferin der Christen!"

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Das Fest des heiligen Rosenkranzes

    Das Fest des heiligen Rosenkranzes, (…), ist dem katholischen Volke auf dem ganzen Erdkreise ein gar liebes und freudenreiches. Denn es stellt ihm die wunderbare Macht und Güte seiner teuren Mutter Maria in großartigen, geschichtlichen Denkmälern vor Augen und erneuert sein Vertrauen auf ihre Milde und Freigebigkeit.

    Das erste Denkmal: Der Sieg über die Albigenser

    Das erste Denkmal, welches den Rosenkranz-Sonntag uns so teuer macht, ist der wunderbare Sieg, den Maria den Katholiken am 3. September 1213 auf der Ebene bei Meret, einer kleinen Stadt im südlichen Frankreich, über die Albigenser verliehen hat. Unmenschlich war der Übermut dieser Ketzer und die Grausamkeit, mit welcher sie die Katholiken zum Abfall zu zwingen suchten oder töteten. Sie sammelten unter dem Beistand und der Anführung des Königs Peter von Aragonien ein Heer von 100000 Mann, um den „Rosenkränzlern“ – wie sie die Katholiken schimpften – ihr Beten für immer zu verleiden. Die Katholiken, welche nur 1800 Mann zur Gegenwehr zusammen bringen konnten, wurden in Meret belagert. Der hl. Dominikus, welcher sich gerade in dieser Stadt befand, begeisterte die Katholiken zum festen Vertrauen auf die Allmacht Gottes und die mächtige Fürbitte der gnadenvollen Mutter Maria, und schloß seine Rede mit der Aufforderung: „Beten wir andächtig den heiligen Rosenkranz und – der Sieg ist uns gewiß.“
    Der ausgezeichnete, tapfere Anführer der Katholiken, der glaubensstarke Graf Simon von Montfort, sank in die Knie und betete laut mit seiner Mannschaft den heiligen Rosenkranz. Nach dem letzten: „Heilige Maria – bitt` für uns arme Sünder -“ zog er das Schwert aus der Scheide und machte mit seiner Schar einen Ausfall auf die Feinde. Er stürzte mit Sturmeseile geradewegs auf das Königszelt zu, tötete mit eigener Hand den König und brachte durch diesen kühnen Streich die Feinde in solche Ratlosigkeit und Verwirrung, daß kein Offizier auch nur fünfzig Mann zusammen halten konnte, um widerstand zu leisten; jeder Soldat dachte nur an die Flucht. Unterdessen arbeitete das Schwert der „Rosenkränzler“ mit furchtbarer Wucht, in großen Haufen bedeckten die feindlichen Leichen das Schlachtfeld, und in wenigen Stunden war einer der merkwürdigsten Siege errungen, welche die Weltgeschichte kennt. Von Seiten der Katholiken, sagt ein alter Bericht, seien nur ein einziger Ritter und etliche Lanzknechte umgekommen. Der Jubel und die Freude über diese wunderbare Hilfe Mariä war allgemein und machte auf die Albigenser einen so überwältigenden Eindruck, daß sie zu Tausenden zur wahren Kirche zurück kehrten und den Rosenkranz mitbeteten.

    Das zweite Denkmal: Der kostbare Sieg bei Lepanto


    Das zweite Denkmal, dem die Feier des Rosenkranzfestes gilt, ist der ebenso außerordentliche, kostbare Sieg, den Maria den Katholiken am 7. Oktober 1571 bei Lepanto über die Türken verliehen hat. Es ist eine schmerzliche Tatsache, daß damals die getauften Feinde der katholischen Kirche vor dem schlechtesten Mittel nicht mehr zurück schreckten, um das Papsttum von der Erde zu vertilgen, daß sie sogar die barbarischen Türken, diese Todfeinde des christlichen Namens, zu Hilfe riefen, um ihr Werk sicher vollführen zu können. Der Sultan Selim II. war gerne bereit, dieser erwünschten Einladung zu folgen. Er rüstete eine ungeheure Kriegsflotte aus, um geradewegs nach Italien zu segeln und den Papst in Rom selbst zu vernichten.

    Allein der damalige Papst Pius V. (siehe 5. Mai) ein kindlicher Verehrer der Königin des heiligen Rosenkranzes, zitterte nicht vor dieser drohenden Gefahr. Zwar konnte er nur eine sehr geringe Macht, welche Italien und Spanien ihm zuführten, dem weit überlegenen Feinde entgegen stellen; aber er hatte ein sehr großes Vertrauen auf die Macht und Güte Mariä. Durch Hirtenschreiben ermahnte und ermunterte er die Gläubigen zum Gebet, zu Bittprozessionen und vorzüglich zur Anrufung der „Helferin der Christen“. Die Überlieferung meldet, daß sich ganz vorzüglich die Mitglieder der Rosenkranz-Bruderschaft durch den Eifer und die Glut ihrer Andacht ausgezeichnet und mit Tränen der Inbrunst ihrer heiligsten Königin die Gefahr der Christenheit und die Not des heiligen Vaters geklagt haben. Die Angst vor den Türken war eine nur zu begründete. Denn in den östlichen Ländern bis gegen Wien herauf hausten sie schrecklich: Soldaten und Männer, die ihr Schwert verschonte, Frauen und Kinder, deren sie habhaft wurden, schleppten sie heim, spannten sie statt der Zugtiere an Pflüge und Wagen, peitschten sie mit erbarmungslosen Schlägen zu den schwersten Arbeiten und marterten die Abgematteten mit den grausamsten Peinen, um sie zur Verleugnung Christi zu zwingen.

    Am 7. Oktober – es war ein Sonntag – begegneten sich die türkische und die christliche Flotte bei Lepanto. Die Schlacht begann sogleich und verlief anfangs für die Christen sehr ungünstig, weil ihnen die Sonnenstrahlen ins Gesicht fielen und der Wind den Pulverdampf in die Augen trieb. In dieser äußersten Not ergriff ihr Feldherr, Johann von Österreich, die päpstliche Fahne mit dem Bild der seligsten Jungfrau, schwang sie hoch in den Lüften und rief mit mächtiger Stimme: „Vorwärts, Kinder, Maria hilft!“ Im gleichen Augenblick änderte sich die Lage vollständig: die Sonne warf ihre glühenden Strahlen und der Sturmwind den Pulverdampf den Türken gerade ins Gesicht. Dieses Wunder jagte ihnen Furcht und Schrecken ein. Die Christen, zu neuem Sturm ermutigt, stürzten mit dem Donnerruf: „Hurrah, Maria hilft!“ auf den Feind. Noch bevor die Sonne im Westen unterging, war der denkwürdige Sieg vollendet: 30000 Türken waren tot, zweihundert Schiffe mit reicher Beute ihnen abgenommen, 20000 Christensklaven befreit, und die ganze Welt um einen großartigen Beweis reicher, wie gütig und mächtig Maria ihre Kinder schützt.

    Pius V., welcher am Schlachttag selbst durch übernatürliche Erleuchtung den glücklichen Ausgang erkannte, befahl, daß am 7. Oktober das Fest “Maria vom Sieg” begangen und in die Lauretanische Litanei eingefügt werde: “Du Helferin der Christen, bitt` für uns!“ Mit diesem Fest hat dann Gregor XIII. das des heiligen Rosenkranzes verbunden und für die Feier den ersten Sonntag im Oktober bestimmt.

    Das dritte Denkmal: Der wunderbare Sieg vor Wien

    Das dritte Denkmal, welches die alljährliche Feier des Rosenkranzfestes uns vor die Seele führt, ist der wunderbare Sieg vor den Mauern Wiens 1683, welchen Maria den Katholiken wieder über die Türken verliehen hat. Zweck und Ziel dieses Krieges war wieder die möglichste Schwächung desKatholizismus dadurch, daß man seine Hauptstütze, das heilige römische Reich, vernichten und dem katholischen deutschen Kaiser die Krone vom Haupte reißen wollte. Diesmal vereinigte sich mit dem protestantischen Hasse auch noch die französische Eifersucht, um die Türken, welche sich von der Niederlage bei Lepanto erholt hatten, zur Mithilfe bei der Ausführung dieses Planes einzuladen. Die Versuchung, die bei Lepanto erhaltenen Schläge bei Wien doppelt zurück geben zu können, war für die Türken zu reizend, als daß sie einen nochmaligen Waffentanz mit den Katholiken ausgeschlagen hätten.

    Im Sommer 1683 führte der berühmte, türkische Feldherr Kara-Mustapha eine gewaltige Armee vor die Mauern der Kaiserstadt Wien: 200000 Soldaten mit dreihundert Kanonen und zehntausend Wagen. „Dieses Mal“, so prahlte der Anführer, „geht meine Reise über Wien nach Rom, und dort in der Peterskirche werden meine Rosse ausruhen.“ Die Katholiken verteidigten die Stadt mit Heldenmut, waren aber dem Feinde in keiner Weise gewachsen. Ihre Not verdoppelte sich, als auch noch eine heftige Seuche ihre Reihen lichtete; aber ihr Vertrauen auf Gott und Maria wankte nicht, alle Kirchen waren mit Betenden angefüllt. Auf einmal hörte man vom nahen Kahlenberg her Kriegstrompeten und Kanonendonner: Sobieski, der Polenkönig, war mit Hilfstruppen da. Am 12. September kam es zur Schlacht. Am Morgen empfingen die Anführer und Offiziere die heilige Kommunion, der als Wundertäter verehrte Kapuziner Markus Avianus erteilte dem Heer den Segen und begeisterte Alle zum Vertrauen auf Maria, „die Siegerin über die alte Schlange“. Die Schlacht entwickelte sich für die wohl viermal schwächeren Katholiken sehr glücklich, ihre Schwerter mähten die Türken wie Taugras, am gleichen Abend noch konnte man die traurigen Überreste der so stolzen Türkenarmee, welche mit klingendemSpiel nach Rom ziehen wollte, atemlos fliehen sehen gegen Preßburg hinab.

    Die ganze Christenheit freute sich, voll des Dankes gegen Maria, und Kaiser Leopold I. erbat von Papst Innozenz XI. die Gnade, daß er für die ganze Kirche das Namensfest Mariä, während der Oktav von Mariä Geburt, einsetzte, die Feier des Rosenkranz-Sonntags erhöhte und für Wien noch spezielle Prozessionen und Andachten bewilligte.

    Das vierte Denkmal: Der Eifer der Päpste für die Rosenkranz-Andacht

    Das vierte Denkmal, welches den Rosenkranz-Sonntag so hoch erhebt, ist der Eifer der Päpste, mit welchem sie vorzüglich seit Innozenz III. (gestorben 1216) für die Rosenkranz-Andacht und dadurch für die Verehrung der unergründlichen Mutterliebe Mariä sich interessiert haben, vor allem aber das Privilegium, daß jeder Katholik – ob Mitglied der Rosenkranz-Bruderschaft oder nicht – einen vollkommenen Ablaß gewinnt, wenn er am Rosenkranz-Sonntag beichtet, kommuniziert und zum Andenken an den großen Sieg, der durch die Fürbitte der Königin des heiligen Rosenkranzes über die Türken erfochten wurde, eine dieser Königin geweihte Kirche oder Kapelle besucht. Dieser Ablaß ist den Seelen im Fegefeuer zuwendbar, und kann von der Vesper am Samstag bis zum Sonnenuntergang am Rosenkranzfeste selbst, so oft gewonnen werden, als man während dieser Zeit eine der Mutter Gottes geweihte Kirche oder Kapelle besucht und in obiger Absicht betet. (Papst Pius V., 5. März 1672 und zuletzt bestätigt von Pius IX. 18. Sept. 1862) Es verhält sich mit dem vollkommenen Ablass am Rosenkranz-Sonntag ganz gleich wie mit dem berühmten Portiuncula-Ablass am 2. August.

    So steht der Rosenkranz-Sonntag im marianischen Festkreis da als herrliches Denkmal, welches in beredter Sprache dem katholischen Volke zuruft: „Siehe, so groß, mächtig und gütig ist die Mutterliebe der Königin des heiligen Rosenkranzes gegen dich, daß du unter ihrem Schutz sicher bist gegen deine offenen Feinde und falschen Brüder, sicher gegen die Macht des Satans, sicher auch gegen die den letzten Heller verlangende Gerechtigkeit Gottes!“ –

    aus: Otto Bitschnau OSB, Das Leben der Heiligen Gottes, 1881, S. 729 – S. 732
    https://katholischglauben.info/das-fest-...n-rosenkranzes/


    Aus der

    Heiligen Schrift am: 7. Oktober



    Jeremia 6,16-19:

    "So spricht der Herr: Stellt euch an die Wege, und haltet Ausschau, fragt nach den Pfaden der Vorzeit, fragt, wo der Weg zum Guten liegt; geht auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Sie aber sagten: Wir gehen nicht. Auch habe ich Wächter für euch aufgestellt: Achtet auf den Schall der Trompete! Sie aber sagten: Wir achten nicht darauf. Darum hört, ihr Völker, und erkennt, was ich ihnen antun will. Höre es, Erde! Schon bringe ich Unheil über dieses Volk als die Frucht seiner bösen Gesinnung. Denn auf meine Worte haben sie nicht geachtet, und meine Weisung haben sie verschmäht."

    1. Korinther 13,13:

    "Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;doch am größten unter Ihnen ist die Liebe."


    Liebe Grüße und DANKE FÜR JEDE ANTWORT Blasius.

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Lieber Aquila vielen Dank für die Ergänzung welche mich
    dazu führte:


    Die Kartause Buxheim: barocke Kostbarkeiten



    Das Kartäuserkloster in Buxheim blickt auf 600 Jahre Geschichte zurück. Berühmt ist es wegen seines barocken Chorgestühls, und das zu recht. Aber es gibt noch mehr Sehenswertes dort.

    Ein Rundgang durch die Kartause Buxheim
    Von außen wirkt die Anlage unscheinbar, aber das täuscht
    .

    Zu sehen in:
    https://www.tief-im-allgaeu.de/kartause-...-kostbarkeiten/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete



    Dein Morgengebet weihe den Tag ein; dein Abendgebet bilde den Schlußsegen.
    So wird dein Tagwerk zu einem würdigen Gottesdienst. Magst du auch noch so müde sein, unterlaß nie, vor dem Schafengehen Gott zu danken für deine Güte und um Schutz und Segen zu bitten. Das täglich verrichtete gute Abendgebet wird dir großen Trost gewähren an deinem Lebensabend. Denkst du an jedem Tagesende an Gott, so wird er an deinem Lebensende an dich denken. Bete kniend, wenn es möglich ist.

    Gebete.

    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. – Siehe, ich komme, o Herr, Deinen Willen zu erfüllen!

    Dank.
    Ich danke Dir, Gott himmlischer Vater, für alle Gnaden und Wohltaten, die Du mir heute an Leib und Seele erwiesen hast.

    Vater unser. Gegrüsset seist du, Maria.

    Gewissenserforschung.


    Komm, Heiliger Geist, und erleuchte meinen Verstand, damit ich meine Sünden gut erkenne und herzlich bereue, die ich heute begangen habe.

    Das Geschäft deiner Seelenrettung ist das wichtigste. Prüfe wie ein tüchtiger Geschäftsmann jeden Tag, wie es damit steht. Erwäge, was du gewonnen, was du verloren hast, und frage dich ernst und ehrlich, ob du für die große Schlussprüfung gesichert bist. Die tägliche Gewissenserforschung und die gute Reue sind unentbehrlich, um Ordnung im Seelenleben zu halten, um das Gewissen wachsam und den Willen treu und stark zu machen. Verbinde mit der Gewissenserforschung stets eine vollkommene Reue, auf daß du im Stande der Gnade und mit Gott versöhnt zur Ruhe gehen kannst.

    Denke nach: Wie habe ich mich verhalten beim Ausstehen – beim Morgengebet – in der heiligen Messe – bei der heiligen Kommunion – bei Erfüllung meiner Standespflichten – im Umgang mit andern Menschen – in Versuchungen? Habe ich gesündigt in Gedanken – Worten – Werken Unterlassungen? Wie war es heute mit meinem Hauptfehler? – Was muss ich tun, um es morgen besser zu machen?

    Reue.

    Dich liebt, o Gott, mein ganzes Herz,
    Und das ist mir der größte Schmerz,
    Daß ich erzürnt Dich, höchstes Gut,
    Ach, wasch mich rein in Deinem Blut!

    Im Geiste knie ich nieder, o Jesus, an Deinem heiligen Kreuz und blicke hinauf in Dein blutiges, brechendes Auge. Deine Wunden, Deine Schmerzen, Dein Tod erzählen mir, wie schrecklich die Sünde ist. Und obwohl ich dies wußte, habe ich dennoch gesündigt, habe Dein kostbares Blut und Deine göttliche Liebe geringer geschätzt als die sündhafte Lust der Erde. Dies schmerzt mich tief, und ich bereue es aufrichtig aus ganzer Seele, weil ich Deine Strafe verdient und gegen Dich so undankbar gewesen bin. Vor allem aber bereue ich meine Sünden aus Liebe zu Dir, o höchstes, schönstes Gut, das ich so sehr beleidigt habe, dem ich aber von jetzt an treu dienen will. Jesus, sei mir gnädig, Jesus, sei mir barmherzig, Jesus, verzeihe mir alle meine Sünden! Vermehre Deine heilige Liebe in mir, damit ich treuer in meinen Vorsätzen werde.

    Tugendübung.

    O mein Gott, ich glaube an Dich, weil Du die ewige Wahrheit bist!
    O mein Gott, ich hoffe auch Dich, weil Du unermeßlich gütig, getreu und allmächtig bist!
    O mein Gott, ich liebe Dich aus ganzem Herzen und bereue es, Dich beleidigt zu haben, weil Du so unendlich gut und liebenswürdig bist!
    O mein Gott, ich vertraue auf Dich, weil Du mit allmächtiger Vorsehung alles zu unserm Besten lenkst und ordnest!

    Bittgebet für uns selbst.

    Wie Deinen Augapfel, o Herr, behüte uns!
    Und beschirme uns unter dem Schatten Deiner Flügel!
    Erhalte uns, o Herr, wenn wir wachen, und beschütze uns, wenn wir schlafen, damit wir mit Christus wachen und im Frieden schlafen!
    Würdige Dich, o Herr, uns in dieser Nacht ohne Sünde zu bewahren!
    Erbarme Dich unser, o Herr, und laß Deine Erbarmung über uns sein, wie wir auf Dich gehofft haben!
    Herr, erhöre mein Gebet!
    Und laß mein Rufen zu Dir kommen!

    Lasset uns beten!
    Suche heim, o Herr, diese Wohnung und halte von ihr fern alle Nachstellungen des Feindes. Deine heiligen Engel aber laß hier weilen, damit diese uns in Frieden bewahren, und Dein Segen sei allezeit über uns! Durch Christus, unsern Herrn. Amen.

    (300 Tage einmal täglich. Pius X., 16. Juni 1906)

    Bittgebet für andere.
    O heiligstes Herz Jesu, gieße doch Deine Segnungen über die Kirche, den Heiligen Vater und die ganze Geistlichkeit in reicher Fülle aus: verleihe den Gerechten die Beharrlichkeit; bekehre die Sünder; erleuchte die Ungläubigen. Segne unsere Angehörigen, Freunde und Wohltäter; stehe den Sterbenden bei; befreie die Seelen des Fegefeuers und breite über alle Herzen die süße Herrschaft Deiner Liebe aus. Amen.

    (300 Tage einmal täglich. Pius X., 16. Juni 1906)

    Bittgebet für die Sterbenden.
    O gütigster Jesus, Du Liebhaber der Seelen, ich beschwöre Dich durch den Todeskampf Deines heiligsten Herzens und durch die Schmerzen Deiner unbefleckten Mutter, reinige in Deinem Blute alle Sünder der ganzen Welt, die jetzt im Todeskampf liegen und heute noch sterben werden.
    Herz Jesu, das Du die Todesnot erlitten, erbarme Dich der Sterbenden!

    (100 Tage jedesmal. Pius IX., 2. Februar 1850)

    Abendgruß zum Herzen Jesu.

    Den letzten Gruß der Abendstunde
    Send’ ich zu Dir, o göttlich Herz!
    In Deine heil’ge Liebeswunde,
    Senk’ ich des Tages Freud’ und Schmerz.

    O Herz der Liebe, Dir vertraute
    Am Morgen ich des Tages Last,
    Und nicht umsonst ich auf Dich baute,
    Voll Huld Du mich gesegnet hast.

    O habe Dank für Deine Güte,
    Die schützend mir zur Seite stand,
    Auch diese Nacht mich treu behüte
    Durch Deines heil’gen Engels Hand.

    O göttlich Herz, all meine Sünden
    Bereue ich aus Lieb’ zu Dir;
    O lasse mich Verzeihung finden,
    Schenk’ Deine Lieb’ aufs neue mir!

    Herz Jesu, innig ich empfehle
    Auch alle meine Lieben Dir;
    Beschütze sie an Leib und Seele,
    Die Gutes je erwiesen mir.

    In Deiner heil’gen Herzenswunde
    Schlaf’ ich nun sanft und ruhig ein;
    O laß sie in der letzten Stunde
    Mir eine Himmelspforte sein. Amen.

    Gebete zu Maria und zum heiligen Joseph.

    Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit aus allen Gefahren. O du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau! Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin! Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns deinem Sohne vor.

    O meine Herrin, o meine Mutter, gedenke, daß ich dein bin. Bewahre mich, beschütze mich als dein gut und Eigentum. Amen.

    O heiliger Joseph, Vorbild und Patron der Verehrer des heiligsten Herzens Jesu, bitte für uns!

    Zum heiligen Namenspatron.
    O himmlischer Patron, dessen Namen ich trage, bitte immerdar für mich bei Gott, befestige mich im Glauben, stärke mich in der Tugend, schütze mich im Kampfe, damit ich als Sieger über den bösen Feind die ewige Herrlichkeit zu erlangen verdiene. Amen.

    (100 Tage Ablaß jedesmal. Pius X., 2. Mai 1912)

    Zum heiligen Schutzengel.
    Heiliger Schutzengel mein, laß mich dir befohlen sein; in allen Nöten steh mir bei und halte mich von Sünden frei. In dieser Nacht, ich bitte dich, beschütze und bewahre mich. Amen!

    Schlußgebet.
    Jesus, Maria und Joseph, euch schenke ich mein Herz und meine Seele!
    Jesus, Maria und Joseph, steht mir bei im letzten Todeskampfe!
    Jesus, Maria und Joseph, laßt meine Seele mit euch im Frieden scheiden! Amen.

    Im Namen meines gekreuzigten Herrn Jesus Christus lege ich mich schlafen. Er wolle mich segnen, beschützen und zum ewigen Leben führen. Amen.

    Nimm Weihwasser!

    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. –


    aus: Hermann Fischer SVD, Herz-Jesu-Segen, Gebet- und Kommunionbuch, 1920, S. 31-38

    Liebe Grüße und gut Nacht- Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema




    Die eigentlichen Aufgaben der Vernunft


    Die erste und eigentliche Aufgabe der Vernunft ist, wie bereits gesagt, die, daß sie im Gefühle ihrer Kraft mit Ernst und im Bewusstsein ihrer Schwäche mit Bescheidenheit nach der Wahrheit strebe, soweit ihr diese erreichbar ist.

    Die zweite, dringlichere Aufgabe ist die Beherrschung des größten, des einzigen Feindes, den die Vernunft hat. Wenn dieser nicht gebändigt und zu Frieden gebracht ist. Steht die Wahrheit immer in scheinbar unerreichbarer Ferne. Solange er die Herrschaft hat, erkennt die Seele nicht einmal, was sie selber und was in ihr, geschweige denn, was über ihr ist. Und welches ist dieser ihr Feind? Unsere arme verblendete Zeit hat immer nur die eine Sorge, es möchte die Offenbarung dem Verstand zu Schaden werden. Mit ebenso viel Recht kann einer fürchten, es dürfte das Licht dem Auge Schaden bringen. Nicht das Licht ist der Feind des Auges, wohl aber die Finsternis, der Staub, der Nebel, der Rauch. Die Finsternis des Herzens, der Rauch der Begierden, der Nebel und Staub der Leidenschaften, das sind die großen Hindernisse für die Vernunft. Das verdorbene, ungeordnete Herz, das ist der Feind des Verstandes, der Einsicht, der Wahrheit… Es ist also Aufgabe der Vernunft, sich um die Herrschaft über die Leidenschaften zu bewerben und nicht eher zu ruhen, bis es ihr gelungen ist, sich diese zu unterwerfen. Darum hat sie Gott in die erhabenste Burg der Seele gesetzt, damit sie von hier aus die unedlen Triebe zur Botmäßigkeit bringe. (Augustin., Civ. Dei 14, 19) Dann erst kann sie mit Ruhe und Aussicht auf Erfolg an ihre eigentliche Pflicht, die Erforschung der Wahrheit, gehen. Insofern muss man also, obwohl die Vernunft zur Erkenntnis der Wahrheit bestimmt ist, dennoch sagen, daß sie dem Menschen vor allererst dazu gegeben ist, damit er seine niederen Regungen beherrsche. (August., Sermo 8, 6) Denn erst die Selbstbeherrschung und Anstrengung, die sie in Erfüllung dieser Aufgabe übt, macht sie gesund, gerade und fest.

    So tauschen sich die Rollen merkwürdig aus. Statt des Forschens nach Wahrheit obliegt der Vernunft zumeist die Läuterung des Herzens. Umgekehrt ist es oft weniger die Mühe des Denkens als die Reinheit und Aufrichtigkeit des Herzens, die zur Erkenntnis der Wahrheit führt. (Augustin., In Ioan. Tract. 18, 7) In eine böswillige Seele kehrt die Weisheit nicht ein und wohnt nicht in einem Leib, der den Lüsten untertänig ist. (Weish. 1, 4) Aber ein reines Herz ist der Wahrheit verwandt. Sind nur erst die Leidenschaften zum Schweigen gebracht, ist der Stolz besiegt und die Seele im Frieden, dann denkt der Mensch gerade und findet den Weg zur Wahrheit ohne Schwierigkeit. Denn sie läßt sich leicht finden von denen, die sie lieben, und kommt denen zuvor, die nach ihr aufrichtiges Verlangen tragen, um sich ihnen zuerst zu zeigen. (ebd. 6, 13 14)

    Die Vernunft muss also dem Glauben den Weg bereiten, das Herz aber der Vernunft und dem Glauben zugleich. Vom Herzen geht alle Krankheit des Geistes aus, vom Herzen auch seine Heilung. Ein reines Herz, ein heller Geist, ein fester Glaube. Auf diesem ebenen Wege sind alle Rätsel rasch gelöst. –

    aus: Albert M. Weiß, Apologetik, Bd. 1, 1905, S. 91 -93

    https://katholischglauben.info/eigentlic...e-der-vernunft/

    Liebe Grüße Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Heute verehren wir mit freudiger Bewunderung einen großen Mann dessen Leben von dem unsrigen sehr verschieden war. Wir lieben die Welt: ihre Reize und ihre Lügen; wir denken selten an Gott, und noch seltener ist dieser Gedanke die wirkliche Triebfeder unseres Tun und Lassens: während dieser Heilige nur Einen Gedanken, nur Ein Interesse kannte – Gott allein zu lieben und Ihm allein zu dienen – und deshalb eine abgelegene Wüste aufsuchte, den ritterlichen Kampf wider den Satan und das Fleisch auskämpfte und sich von allen irdischen Banden frei machte.

    Bruno, um 1032 aus einem adeligen Geschlecht zu Köln am Rhein geboren, zeigte schon als zarter Knabe einen männlichen Ernst. Unter dem schützenden Auge gottliebender Eltern entfaltete sich seine großartig angelegte Natur zur schönsten Blüte, so daß ihm die Zeitgenossen die Ehrennamen: „Dichter, Philosoph, Theologe“ beilegten, und der Ruhm seines Wissens und seiner Klugheit in allen Ländern Europa`s widerhallte. Seine höheren Studien vollendete er zu Tours, Paris und Reims mit Auszeichnung und wurde schon als junger Priester zum Domherrn von Reims ernannt, wo er als Lehrer und als oberster Leiter sämtlicher Bildungs-Anstalten ausgezeichnet wirkte. Sein gottinniger Lebenswandel, seine klare und salbungsvolle Lehrweise, seine mächtige Begeisterung für die geoffenbarte Wahrheit belebte wie warme Frühlingsluft die jugendlichen Herzen der Studierenden, so daß sehr Viele derselben durch ihre Wissenschaft und Frömmigkeit Zierden der katholischen Kirche wurden.

    Im Jahre 1069 erschlich sich ein gewisser Manasses durch Ränke und Bestechungen die Würde des Erzbischofs von Reims, verwaltete anfänglich sein Amt mit klugem Eifer, ernannte den hoch verdienten Bruno zu seinem Kanzler und verstand es, die tüchtigsten Männer zu gewinnen. Als er aber sein Ansehen fest gegründet glaubte, legte er die Larve ab, sättigte seine Habsucht mit Gütern der Kirchen und Klöster, umgab sich mit Soldaten und weltlichen Schmeichlern, verachtete und tyrannisierte die Geistlichen. Bruno bot seine Liebe, seine Klugheit, seinen Mut auf, um solche Gräuel vom Heiligtum und solche Ärgernisse vom Volke abzuwehren; aber seine Anstrengungen mußten der Bosheit unterliegen, und der Haß desjenigen, den er durch seine treueste Liebe retten wollte, vertrieb ihn aus Reims. In dieser Verstoßung von der Welt erkannte er einen Wink der göttlichen Vorsehung, den schon lang gehegten Plan auszuführen, sich in einen verborgenen Winkel der Erde zurück zu ziehen und dort in Buße, Gebet und Betrachtung zu leben.

    Gerade um diese Zeit – 1082 – soll Bruno Augenzeuge eines schauerlichen Ereignisses in Paris gewesen sein. Dort starb plötzlich ein berühmter, wegen seines tadellosen Wandels geschätzter Professor. Als vor der Beerdigung die Geistlichen und Schüler am offenen Sarg die kirchlichen Tagzeiten sangen, und der Lektor jene Worte aus Job (13,23) las: „Antworte mir: wie große Missetaten hab` ich denn?“ richtete der Tote sich auf, rief mit lauter Stimme: „Ich bin angeklagt“, und sank wieder leblos zurück. Entsetzt ließ man die Leiche stehen bis zum andern Tage. Wieder wurden vor zahlreichem Volk die Tagzeiten gesungen, und bei der gleichen Stelle richtete sich der Tote abermals auf, indem er jammervoll ausrief: „Ich bin gerichtet.“ Die anwesenden flohen, zitternd vor Schrecken, aus der Kirche. Am dritten Morgen strömte die ganze Stadt zusammen. Während der Kirchengebete erhob sich der Tote wieder, schrie im Tone der Verzweiflung: „Durch das gerechte Urteil Gottes bin ich verdammt“, und sank leblos zurück. Nun begrub man ihn. Unbeschreiblich war der Eindruck dieses Ereignisses.

    Bruno, von sechs gleich gesinnten Freunden begleitet, suchte den wegen seiner Heiligkeit berühmten Abt Robert von Molesmes auf und begab sich auf dessen Rat zum Bischof Hugo von Grenoble, welcher ihm zur Ausführung seines heroischen Vorhabens das abgelegene Bergtal Chartreuse (Karthause) schenkte, und dort ein Kirchlein errichtete. Hier bauten sie kleine Hütten, in denen je zwei und zwei, nach Art der alten Einsiedler wohnten, unter beständigem Stillschweigen durch Gebet und Handarbeit – besonders durch Bücher-Abschreiben – Gott dienten; nur zum Chorgebet um Mitternacht und zur Vesper am nachmittag kamen sie in der Kirche und am Sonntage zum Mittagessen in einem Speisesaal zusammen. Ihre Lebensweise war voll Entbehrungen und auf das durchaus Notwendige beschränkt. Schnell vermehrte sich trotz der außerordentlichen Strenge die Zahl dieser Einsiedler, die notwendigen Bauten wurden erstellt und so die festen Fundamente des Kartäuserordens gelegt. Eine geschriebene Regel wurde erst später nach den ursprünglichen Übungen verfaßt und von Papst Innozenz XI. Im Jahre 1688 kirchlich gut geheißen.

    Kaum war diese Stiftung eingerichtet, da erhielt Bruno von Papst Urban II., der in Reims sein Schüler gewesen war, die dringende Aufforderung, nach Rom zu kommen und in seiner Nähe der heiligen Kirche seine Kräfte zu widmen. Schmerzlich war für ihn und die Brüder sein Abschied von der geliebten Karthause; doch er brachte das Opfer mit den schönen Worten: „Ich muß gehen. Was würden die äußeren Werke der Abtötung und aller Schein der Demut frommen, wenn ich eigensinnig dem Statthalter Jesu Christi den Gehorsam verweigerte.“ Der Papst nahm ihn freundlich in seinen Palast auf und beehrte ihn mit dem vollsten Zutrauen in den wichtigsten Angelegenheiten. Allein mit dem geräuschvollen Hofleben konnte sich sein stiller Sinn unmöglich befreunden: auch die Brüder, welche ihm gefolgt waren, klagten ihm, daß sie in dieser Stadt die gottgeheiligte Lebensweise nicht wie in der Einöde beobachten können. Der Papst, welche ihre Rückkehr nach der Karthause nicht gestattete, schlug einen Mittelweg ein und wählte Bruno zum Erzbischof von Reggio; aber der Heilige war zur Annahme dieser Würde nicht zu bewegen. Endlich erhielt er die Erlaubnis, sich in eine Einöde des waldreichen Kalabriens zurück zu ziehen. Der Graf Roger von Sizilien schenkte ihm die schwer zugängliche Wildnis la Torre, baute ihnen eine Kirche und Zellen und sorgte für ihre geringen Bedürfnisse. Bruno erwies sich dankbar für diese Wohltat durch ein Wunder.

    Als nämlich die Lombarden den Fürsten Richard von Aversa, einen nahen verwandten des Roger, ungerechter Weise in Capua gefangen hielten, sammelte dieser ein Heer und zog vor die Stadt, um den Gefangenen zu befreien. Sein Hauptmann Sergius, welcher zweihundert Griechen kommandierte, hatte sich von den Lombarden bestechen lassen, im Getümmel der Schlacht zu ihnen überzugehen. In der Nacht vor dem Entscheidungskampf erschien Bruno dem Roger und sprach: „Steh auf, ergreife die Waffen und rette dein und deiner Soldaten Leben!“ Der Graf gehorchte, rief seine Kriegsobersten und befahl unter die Waffen zutreten, um zu sehen, ob das Gesicht nur eine Täuschung gewesen sei. Voll Schrecken ergriff Sergius die Flucht, und Roger entdeckte zu seinem Erstaunen die geplante Verräterei.

    Das Kloster la Torre entwickelte sich mächtig unter Bruno`s weiser Leitung, der stets der Erste und der Letzte, der Vater und der Diener war und auch in Sizilien noch die Seele der großen Karthause blieb. Er stand mit den bedeutendsten Männern seiner Zeit in schriftlichem Verkehr und förderte wirksam die Interessen der heiligen Kirche durch die Macht seines Geistes und seines Ansehens. Der Herr nahm ihm die Last seiner Arbeiten und Opfer von den Schultern und rief ihn zum himmlischen Feierabend am heutigen Tage 1101. Seine Verehrung wurde erst durch Papst Leo X. 1514 kirchlich gut geheißen und sein Leichnam 1515 in la Torre ganz unversehrt aufgefunden.

    aus: Otto Bitschnau OSB, Das Leben der Heiligen Gottes, 1881, S. 741-743

    https://katholischglauben.info/der-heili...-ordensstifter/

    Liebe Grüße Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Ausdauer im Gebet



    Der geistliche und der lebendige Rosenkranz
    Die reichen Griechen und Römer des Altertums verordneten in ihren Testamenten häufig die Anlage von Gärten, worin nur Rosen gepflanzt werden durften, um alljährlich an ihrem Sterbetage die sogenannten Rosenfeste, rosalia, zu feiern. An solchem Tage, dies rosationis, Tag der Rosenbekränzung genannt, kamen die Freunde und Erben des Verstorbenen zusammen, um sich und das Grab mit Rosen aus dem Rosengarten zu bekränzen und dann, mitten unter Rosen, zu Ehren des teuren Toten an seinem Grabe ein Gastmahl zu feiern, wobei jedesmal seines Lebens, seiner Taten und Tugenden liebend gedacht wurde. Manchmal war es nicht bloß der Todestag, sondern auch ein anderes Ereignis im Leben, zu dessen Erinnerung alljährlich ein Rosenfest gefeiert wurde. So warf ein hochgestellter Soldat in seinem Testament eine große Summe Geldes aus, mit der Verfügung, daß alljährlich zur Feier seiner glücklichen Rückkehr aus einem Feldzug eine gewisse Anzahl Rosenstöcke gepflanzt wurde. –

    Außer Jesus, unserm lieben Heiland, aber ist uns niemand so teuer als Maria, seine jungfräuliche Mutter. Wenn also die alten Heiden die Gedächtnistage ihrer teuren Toten mit Rosen und Rosenkränzen feierten, da haben wir Christen gewiß noch besseren Grund, die Feste der Gottesmutter mit Rosenkränzen zu feiern. Wirkliche Rosenkränze aber, von Rosenstöcken gepflanzt und gewunden, mögen ihre Altäre und Bildnisse zieren, ihr selbst jedoch sind Rosenkränze aus geistlichen Rosen aus Tugenden und Verdiensten, vorab aus Erinnerungen aus dem Leben, Leiden und Sterben ihres göttlichen Sohnes gewunden, die liebsten Kränze. Wenn wir also an den Festtagen zusammen kommen und der Gottesmutter zu Ehren, uns aber zum Trost, alle großen, heiligen Erinnerungen aus dem Leben, Leiden und Sterben Jesu, aus der Zeit seiner Erniedrigung und seiner Erhöhung, in schöne Ordnung zusammen stellen und daraus geistliche Rosenkränze bilden, so verwandeln wir dadurch jedes Fest in ein Rosenfest, in einen Tag der Rosenbekränzung – der lieben Mutter Gottes zur Ehre, ihrem göttlichen Sohn zur Freude, uns aber zum Heil.

    Außer dem geistlichen Rosenkranz aber, den wir aus den Geheimnissen der Erlösung und den bekannten Gebeten bilden, gibt es noch einen andern Rosenkranz, der der lieben Gottesmutter ebenfalls große Freude macht, es ist so recht eigentlich der lebendige Rosenkranz, bestehend aus den Betern selbst. Auf einer Reise durch ihr Land wurde der heiligen Königin Elisabeth von Portugal in einer Stadt einmal ein glänzender Empfang bereitet. Auch ein Trüpplein armer Waisenkinder fand sich ein, um der Königin Blumensträuße zu überreichen und Sprüchlein aufzusagen. Aber gerade zu diesen verlassenen Kleinen in ihrer Unschuld und ihrem Wetteifer, ihr Freude zu machen, fühlte sich die heilige Königin am meisten hingezogen. Darum sagte sie, auf die Kinder deutend: „Sie selbst sind mir die liebsten Blumen!“ An königlicher Großmut und Herablassung, an mütterlicher Liebe ist aber die Königin des Himmels der Königin von Portugal weit voraus, so groß und heilig diese königliche Friedensstifterin auch ist. Wenn sie also ein Trüpplein frommer Kinder oder eine Schar armer Sünder den Rosenkranz beten und ihr wie einen Blumenstrauß darbringen sieht, so mag es wohl geschehen, daß die Gottesmutter, auf die Beter deutend, ausruft: „Das ist mir der liebste Rosenkranz!“ –

    aus: Philipp Hammer, Der Rosenkranz, eine Fundgrube für Prediger und Katecheten, ein Erbauungsbuch für katholische Christen, I. Band, 1896, S. 7-9

    https://katholischglauben.info/das-ist-m...ste-rosenkranz/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Lehre von der TraditionDatum05.10.2019 17:54
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Herz Mariä Sühnesamstag

    Erfahren Sie, wie die Herz Mariä Sühnesamstage zu halten sind.

    Das unbefleckte Herz Mariens ist das letzte Heilmittel unserer Zeit. Unsere liebe Frau von Fatima lehrte Schwester Lucia wie die Herz Mariä Sühnesamstage zu halten sind.

    Im Geiste der Sühne für die Sünden gegen das unbefleckte Herz soll man am 1. Samstag des Monats (mindestens fünf Mal infolge):

    1. Beichten (8 Tage vor oder nachher, oder regelmäßig einmal im Monat).
    2. Die Sühnekommunion empfangen.
    3. Den Rosenkranz beten.
    4. Eine Viertelstunde über die Geheimnisse des Rosenkranzes betrachten, wobei man der Immaculata Gesellschaft leistet.

    Dadurch sollen fünf Arten von Beleidigungen und Lästerungen gesühnt werden, die gegen das unbefleckte Herz Mariens begangen werden:

    1) Die Lästerungen gegen die Unbefleckte Empfängnis.
    2) Gegen Ihre Jungfräulichkeit.
    3) Gegen ihre Gottesmutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, sie als Mutter der Menschen anzuerkennen.
    4) Die Beleidigungen jener, die öffentlich versuchen, den Kinderherzen die Gleichgültigkeit, die Verachtung und sogar den Hass gegen diese unbefleckte Mutter einzuflößen.
    5) Die Beleidigungen jener, die sie direkt in ihren heiligen Bildern verunehren.

    new.php?thread=60&forum=36&reply=1&replyid=22063

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Kaum hatte der hl. Benedikt, der von Gott mit seltenen natürlichen Gaben und mit einem Vollmaß höherer Gnadenkräfte ausgerüstet und zu einem außerordentlichen Eingreifen in die Geschicke der Völker bestimmt war, seine eigenen Lehrjahre in und bei der Felsenhöhle von Subiaco vollendet; kaum hatte der Glanz seiner Tugenden und Wunderwerke hinaus geleuchtet in die weite Umgegend: so erwachte in einer großen Anzahl von Jünglingen und Männern das opferwillige Verlangen, sich ganz der Leitung dieses Geistesmannes anzuvertrauen und so die Heiligung ihrer Seelen anzustreben. Auch die vornehmsten, adeligen Familien von Rom und andern Städten brachten ihre Söhne zu Benedikt, damit er sie zu einem Leben in Gott und für Gott erziehe.

    Unter den Ersten, die dem Heiligen solches Vertrauen schenkten, war der Grundbesitzer dieser Talgegend, der Patrizier Anicius Tertullus, auf dessen Eigentum die klösterliche Ansiedlung befand. Dieser war ein naher Verwandter Benedikt`s, vielleicht sein Oheim väterlicherseits und brachte ihm (522) seinen – erst sieben Jahre alten Sohn Placidus, damit er ihn für das religiöse Leben heranbilde; zugleich schenkte er ihm einen großen Teil dieser Gegend zu eigen. Um dieselbe Zeit brachte der edle Römer Equitius seinen zwölfjährigen Sohn Maurus als Zögling da hin (siehe 15. Januar).

    In dem lieblichen Knaben Placidus entwickelte sich sein reines kindliches Gemüt unter der weisen Sorge und Pflege des großen Meisters zu freudiger Gottesliebe; der milde Ernst der Einsamkeit, die treue Übung des Stillschweigens und des Gebetes, die würdevolle Feier des Gottesdienstes wirkten mächtig auf seinen reichen Geist und erschlossen ihm eine innere Welt himmlischer Ahnungen und Freuden. Mit erbaulicher Munterkeit tat er alle Dienste und Verrichtungen, welche der Gehorsam ihm vorschrieb; mit herzlichem Wohlwollen erwies er Allen Gefälligkeiten, wo immer seine Liebe Gelegenheit dazu fand.

    Eines Tages ging Placidus, wie ihm befohlen war, zum nahen See hinaus, um Wasser zu holen. Beim Schöpfen entglitt seiner Hand der Krug. Hastig beugte er sich, um denselben wieder zu fassen; verlor aber den Halt und stürzte ins Wasser. Benedikt bemerkte von seiner Zelle aus den Unfall und schickte schnell den Maurus zu Hilfe. Dieser eilte im Eifer des Gehorsams über die Wellen des See`s, als hätte er festes Land unter den Füßen und zog den Knaben an`s Ufer. Der Gerettete beteuerte, er habe, als Maurus ihn der Flut entriß, das Chorgewand des heiligen Abtes über sich gesehen.

    Placidus, fortschreitend an Jahren, nahm mehr und mehr den Geist seines Lehrers in sich auf;M er übertraf alle an Sanftmut und Demut, an Mäßigung und Ernst, durchwachte einen großen Teil der Nacht in Betrachtung der göttlichen Geheimnisse, fastete sehr strenge und aß während der 40tägigen Fasten nur am Sonntag, Dienstag und Donnerstag ein Stücklein Brot mit einigen Kräutern. Benedikt schätzte ihn sehr hoch und nahm ihn nebst einigen erprobten Schülern mit sich nach Monte Cassino, als er, um den Feindseligkeiten des unwürdigenPriesters Florentius auszuweichen, Subiaco verließ. In kurzen Jahren schufen ihre fleißigen Hände den dicht bewaldeten Cassino um in einen Berg des Segens für die weite Umgegend.

    Tertullus, des Placidus Vater, welcher das aufblühende Kloster Cassino als eine Wohnung der Seligen verehrte und gerne in demselben verweilte, auch daselbst i. J. 536 die Tage seines Erdenlebens beschloß, hatte durch eine gerichtliche Schenkungs-Urkunde vom Jahre 532 dem Kloster vierzehn große Gehöfte in Sizilien vergabt. Dies war die Veranlassung, den Orden auch dorthin zu verpflanzen.

    Benedikt schickte den hoffnungsvollen, fünfundzwanzig Jahre alten Placidus mit einigen Gefährten – genannt werden Donatus, Gordianus und Victorinus – nach Sizilien, um diese Güter zu bewirtschaften und den Orden in jener Gegend auszubreiten. In Messina, wo ein bequemer Landungsplatz zu den Besitzungen gehörte, erbaute Placidus mit den Seinen das hl. Johannes dem Täufer geweihte Kloster. Im Jahre 534 wurde der Grundstein gelegt, in vier Jahren der Bau vollendet und zugleich die Stiftung mehrerer Klöster auf dieser Insel begonnen. Zu dieser zeit standen schon dreißig Brüder unter der Leitung des noch jugendlichen Abtes, der mit Milde und Ernst den Krummstab führte. Hier war es, wo der Benediktinerorden zuerst die Bluttaufe erhalten hat.

    Herrlich blühte die junge Pflanzung in voller Frische und in ihr der Geist des heiligen Vaters, der Geist des Gebetes, der Selbstentsagung und der Liebe. Da würdigte sich Gott, diese Erstlinge als wohlgefälliges Opfer anzunehmen. Einst um Mitternacht, als die Ordensbrüder im Chore der Kirche Psalmen sangen und des Placidus Geschwister Eutychius und Flavia eben auf Besuch in Messina waren, überfielen afrikanische Seeräuber das Kloster, legten den Abt, seine Geschwister und sämtliche Mönche in Ketten und verlangten mit Gewalt, daß sie ihren Glauben verleugnen oder sterben sollten. Einstimmig wählten Alle das Letztere – den Tod. Sogleich wurde Donatus mit dem Schwerte getötet, die Übrigen aber wurden mit Geißeln zerfleischt, mit Prügeln geschlagen, an den Füßen aufgehängt über qualmendem Rauch und zuletzt nach langen furchtbaren Martern enthauptet. Einer der Mönche – Gordianus – hatte sich durch die Flucht gerettet und begrub nach dem Abzug der Feinde die Leichen der heiligen Märtyrer. Während der Herrschaft der Araber geriet die die ehrwürdige Grabstätte in Vergessenheit und wurde erst 1588 wieder aufgefunden. Papst Sixtus V. genehmigte dann die Feier eines Festes und die öffentliche Verehrung des hl. Placidus und seiner Gefährten. Die sizilianischen Schiffer verehren ihn als ihren Patron.

    aus: Otto Bitschnau OSB, Das Leben der Heiligen Gottes, 1881, S. 739-740

    https://katholischglauben.info/der-heili...rten-maertyrer/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema





    Maria ist das Friedenszeichen des Neuen Bundes


    Als die Sündflut sich verlaufen und Noah für seine Rettung Gott ein Dankopfer dargebracht, da sprach Gott zu diesem Träger und Stammhalter des Menschengeschlechtes: Siehe, ich will einen Bund mit euch Menschen schließen. Und meinen Regenbogen will ich in die Wolken setzen, und er soll das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein. Und wenn ich den Himmel mit Wolken umziehen werde, soll mein Bogen in den Wolken erscheinen, und ich werde ihn sehen und gedenken des ewigen Bundes, der geschlossen ist zwischen mir und den Menschen.

    Der Bund aber, den Gott in Noah mit den Menschen geschlossen, war ein Bund des Friedens und der Versöhnung, worin Gott versprach, der Sünde wegen nicht mehr alle Menschen auf einmal zu vertilgen, sondern Barmherzigkeit zu üben und zu verzeihen und zu verschonen. Welch einen Trost also gewährte der Regenbogen im Alten Bund als Friedenszeichen allen jenen, die gesündigt und den Zorn Gottes zu fürchten hatten: er erinnerte sie an den Bund des Friedens und ermunterte sie, von Gottes Gerechtigkeit an Gottes Barmherzigkeit zu appellieren.

    Was nun aber im Alten Bund der Regenbogen, das und noch mehr ist im Neuen Bunde – Maria: ein Zeichen des Friedensbundes, den Gottes Barmherzigkeit mit der Erde und den Menschen geschlossen, ein Zeichen der Versöhnung, von Gott an den Himmel gesetzt, damit alle, die es sehen, trotz ihrer Schuld und Sünde Mut fassen und nicht verzagen. Ja, von Maria gilt: Ich will sie wie den Regenbogen in die Wolken setzen, sie soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde. Und wenn ich den Himmel mit Wolken umziehen werde, soll sie als Zeichen des Friedens in den Wolken erscheinen, und ich werde sie sehen und gedenken des Bundes, der geschlossen ist zwischen mir und den Menschen.

    Das Licht schließt in sich sieben Farben. Werden die Strahlen des Lichtes gebrochen, wie in einem Kristall geschieht, so erscheint es in sieben prächtigen Farben: Wo aber die Strahlen der Sonne in die Regenwolken und die Regentropfen fallen, da brechen sie sich; es entsteht also da der Regenbogen mit seinen herrlichen Farben.

    Was nun die Farbe am Regenbogen, am Friedenszeichen des Alten Bundes, das sind am Friedenszeichen des Neuen Bundes jene Gnaden und Tugenden, die uns entzücken und erquicken und mit Hoffnung erfüllen, wenn selbst ein Gewitter unser Leben in Trümmer geschlagen; was am Regenbogen das Blau, das ist an Maria die Demut, was am Regenbogen das Rot, ist an Maria die Geduld, was am Regenbogen das Gold, ist an Maria die Herzensgüte, was am Regenbogen silberhell, ist an Maria die Reinheit, was am Regenbogen das Grün, ist die Hoffnung, die Maria uns gewährt. –

    aus: Philipp Hammer, Marien-Predigten, 1909, S. 41 – S. 42

    https://katholischglauben.info/maria-ein...friedensbundes/


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Nachrichten



    Traditionell veranstalten die muslimischen Gemeinschaften in Deutschland am 3. Oktober den "Tag der offenen Moschee". Auch in Bayern laden Muslime ihre Mitbürger ein, sich Gebetsräume anzuschauen und sich mit den Gemeindemitgliedern auszutauschen.

    Rund 1.000 muslimische Gotteshäuser deutschlandweit laden am "Tag der offenen Moschee" zu sich ein, darunter Dutzende in Bayern. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Menschen machen Heimat/en".

    Muslime wollen über Begriff "Heimat" diskutieren
    In Moscheen in Regensburg, Nürnberg, München, Rosenheim und anderen bayerischen Städten soll am Tag der Deutschen Einheit über den Begriff "Heimat" diskutiert werden. Dieser werde immer wieder zur Abgrenzung von religiösen und ethnischen Minderheiten benutzt, heißt es von den Veranstaltern. Daneben bieten viele Moscheegemeinden Führungen durch ihre Gotteshäuser an, halten Vorträge zum Thema Islam und laden zum gemeinsamen Kaffee und Kuchen ein.

    Veranstalter des "Tags der offenen Moschee" ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM), in dem sich sechs Islamverbände zusammengeschlossen haben, darunter die Türkisch-Islamische Union DITIB und der Zentralrat der Muslime. Aber auch kleine unabhängige Moscheegemeinden wie die Islamische Gemeinde Penzberg nehmen teil.

    100.000 Besucher zum "Tag der offenen Moschee" erwartet
    Die Organisatoren erwarten mehr als 100.000 Besucher. Der neue Sprecher des KRM, Zekeriya Altug vom türkisch-islamischen Verband DITIB, erklärte, Heimat sei dort, wo er sich emotional heimisch fühle.

    "Deutschland ist Mittelpunkt unseres Lebens und somit auch unsere Heimat." Zekeriya Altug, Sprecher des Koordinationsrats der Muslime
    Liste der teilnehmenden Moscheen online abrufbar
    Eine Liste mit allen teilnehmenden Moscheen ist auf der Internetseite zum Tag der offenen Moschee abrufbar. Die Veranstalter empfehlen Interessierten dort auch, sich vor einem Moscheebesuch in der Gemeinde über das Programm zu informieren.

    Der Tag der offenen Moschee geht auf eine Initiative des Zentralrats der Muslime in Deutschland aus dem Jahr 1997 zurück. Seitdem laden muslimische Gemeinden immer am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober dazu ein, sich in den Moscheen über den Islam und das Leben der Muslime zu informieren.

    Frauenrechtlerin kritisiert "Tag der offenen Moschee"
    Vergangene Woche hatte die Frauenrechtlerin und Rechtsanwältin Seyran Ates den islamischen Verbänden eine "verlogene Kampagne" vorgeworfen. "Wenn es um Wertschätzung für das Land ginge, könnten die Moscheegemeinden am Tag der Deutschen Einheit ja zu Gottesdiensten einladen und für das Wohl dieser Gesellschaft beten", sagte Ates in einem Interview. "Stattdessen instrumentalisieren sie ihn und legen den Fokus auf sich selbst und betreiben Identitätspolitik."



    Die Hicret-Moschee in der Stadt Lauingen.
    © BR
    Rund 500.000 Muslime leben in Bayern. Aber ihre Geschichte beginnt viel früher als mit der Flüchtlingsbewegung 2015 oder mit den sogenannten Gastarbeitern in den 1960er-Jahren.



    Blick in die Moschee in Augsburg
    © Nabila Abdel Aziz/BR
    Traditionell veranstalten die muslimischen Gemeinschaften in Deutschland am 3. Oktober den Tag der offenen Moschee. Auch in Bayern laden Muslime ihre Mitbürger dazu ein, Gebetsräume anzuschauen und miteinander zu diskutieren.

    AUS:

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/mus...ern-ein,RdkBCKm

    https://www.br.de/nachrichten/deutschlan...abbauen,QX0IsjA


    UND DER VATIKAN SCHAUT ZU.... hat zu.

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Heute bringen wir unsere innigste Dankbarkeit und Bewunderung dem außerordentlichen Heiligen dar, welcher im Anfang des dreizehnten Jahrhunderts das Trostwort Jesu: „Mich erbarmt das Volk; denn die Leute haben nichts zu essen, und wenn Ich sie ungespeist entlasse, so werden sie auf dem Wege verschmachten“ (Mark. 8), in großartigster Weise zur Ausführung gebracht hat. Während damals die höheren Stände in Glanz und Pracht schwelgten, in Genusssucht und Sinnlichkeit sich entnervten, die Bischöfe vielfach mehr die Rolle weltlicher Fürsten spielten, als das Amt eifriger Seelenhirten ausübten, und viele von den untergeordneten Geistlichen dem sittlichen Verderben zueilten: sank das Volk tiefer und tiefer in religiöse Unwissenheit und Rauigkeit; der Teufel säte fleißig das Unkraut des Irr- und Aberglaubens, der Parteiung und Zwietracht aus.

    Das war die Zeitlage vorzüglich in Italien, als 1182 zu Assisi dem Kaufmann Bernarden ein Söhnlein – Johannes – getauft wurde, dem er später aus unbekannten Gründen den Namen Franz gab. Dieses Knäblein sollte das Werkzeug der göttlichen Erbarmung werden. Franz, ein Knabe voll Geist und Phantasie, erhielt eine kaufmännische Erziehung und führte ein fröhliches Jugendleben bei Spiel und Scherz, bei Wein und Sang, ohne jedoch Anstand und Züchtigkeit zu verletzen: er war stets freundlich und höflich, gütig und freigebig bis zur Verschwendung. Eine tödliche Krankheit überzeugte ihn – dreiundzwanzig Jahre alt – von der törichten Eitelkeit seines Lebens und hauchte seinem tiefen Gemüt einen bleibenden Ernst ein.

    Wieder genesen wählte Franz den Soldatenstand, um in der Armee des Papstes sich Ruhm und Auszeichnung zu erkämpfen. Dazu begeisterte ihn ein Traumgesicht, in welchem er einen prächtigen Palast voll Waffen sah und eine Stimme hörte, welche sie ihm und seinen Mitkämpfern anwies. Er gefiel sich wohl im blanken Waffenschmuck, kam aber nur bis Spoleto, wo er durch eine Vision belehrt wurde, daß er vorerst gegen sich selbst Krieg führen solle, und kehrte wieder heim. Seine Kameraden feierten diese Rückkehr durch ein Festmahl, dessen König er war; aber aller Wozu und Scherz vermochte nicht den Ernst und die Wehmut, die über sein Antlitz ausgegossen war, zu beschwören. Sie ermunterten ihn: „Laß fahren deine finstern Grillen und schmücke dein Haupt mit Rosen: sind einmal die Blumen der Jugend verblüht und die Freuden des Lebens verglüht, dann magst du um ein seliges Ende dich bemühen“; sie neckten ihn: „Hat etwa eine Geliebte dich so bezaubert?“ Franz rief lebhaft aus. „Ja, ich habe eine Braut, adeliger und schöner, als ihr je eine gesehen“; er meinte die „Armut Jesu“, zu welcher ein noch dunkles Sehnen ihn mächtig hinzog.

    Franz brach mit der Welt, spendete reichlichere Almosen, verpflegte eigenhändig Kranke und betete viel in Zurückgezogenheit. Er pilgerte nach Rom, verschenkte sein Reisegeld, gab seinen kostbaren Anzug einem Armen gegen dessen Lumpen und bettelte vor einer Kirche und zwar, um als Fremdling zu erscheinen, in französischer Sprache; es war sein erster Versuch in der so schweren Kunst der Selbsterniedrigung. In Assisi hatte er schwere Kämpfe zu bestehen: der Vater war unzufrieden mit seinem Beten und Sinnen, die Weltfreuden zerrten an ihm, der Kleinmut füllte seine äugen mit Tränen. Als er einmal in der sehr baufälligen Kirche St. Damian inbrünstig betete, hörte er dreimal vom Kruzifix herab die Stimme. „Franziskus, mache dich auf und stelle mein Haus wieder her!“ Er nahm diese Worte buchstäblich, verkaufte dem Vater einige Ballen Tuch und brachte den Erlös dem Pfarrer zu St. Damian zur Wiederherstellung der Kirche der jedoch das Geld nicht annahm.

    Der Vater hierüber ergrimmt, mißhandelte ihn und verklagte ihn als Dieb bei dem Bischof. Franz gab das Geld, seine Kleider und Alles dem Vater zurück, verzichtete auf jegliche Erbschaft und wanderte, Gott dankend für diese Armut, in die Fremde. Zuerst diente er einige Zeit in einem Kloster als Küchenjunge; aber die zu dürftige Nahrung und schlechte Kleidung nötigten ihn, weiter zu wandern nach Gubbio, wo man ihm einen alten Einsiedler-Habit schenkte. Nun widmete er sich dem Gebet, der Krankenpflege, predigte Buße und sammelte Almosen, um die St. Damians- und St. Peters-Kirche zu restaurieren. Die Benediktiner bei Assisi überließen ihm das Portiunkula-Kirchlein „Maria von den Engeln“, welches er renovierte, wegen der einsamen Lage und wegen seiner Liebe zu Maria vorzüglich liebte und zu seiner Wohnung erwählte, 1208. Hier unter dem Schutze Mariä erhielt er den apostolischen Beruf, „die Welt durch Demut und Liebe dem Herrn zu erobern“.

    Es war am 24. Februar 1209, als Franz in der heiligen Messe die Worte des Evangeliums hörte: „Ihr sollt nicht Gold, noch Silber, noch Erz in euern Gürteln haben, weder Reisetasche noch zwei Röcke, weder Schuhe noch Stab.“ (Matth. 10,9) Voll heiliger Freude rief er: „Das ist’s ja, wonach ich mich sehne, was ich aus ganzem Herzen verlange!“ Sogleich warf er Schuhe, Stab und Tasche weg, zog einen groben, aschgrauen Leibrock an und gürtete sich mit einem Strick – später fügte er noch ein Mäntelchen und eine Kapuze hinzu, wie sie die armen Hirten jener Gegend trugen.

    So begann er seine Bußpredigten. Sein Erscheinen, sein Gruß „Gott gebe euch den Frieden“, seine Rede voll Weisheit und Begeisterung rührte Alle zu Tränen. Den Predigtstoff entnahm er meist dem Leiden Jesu, das er mit besonderer Andacht verehrte; auch besaß er schon die Gabe der Wunder, der Weissagung und Wissenschaft. Bald stieg die Zahl seiner Schüler, welche aus reiner Liebe zu Gott die gänzliche Armut mit ihm teilen wollten, auf elf. Er verfaßte eine gemeinsame Regel und legte sie dem Papst Innozenz III. 1209 zur Gutheißung vor. Dieser genehmigte dieselbe ungern und nur mündlich, weil sie ihm zu streng schien; gab ihnen aber die Vollmacht, überall zu predigen.

    Nach kurzem Aufenthalte in Rivotorto kehrte Franz mit den Seinigen nach Portiunkula zurück, wo sie in rührender Armut lebten und zu zweien nach verschiedenen Gegenden hingingen, um Buße zu predigen, mehr durch ihr Beispiel als durch ihr Wort. Franz durchwanderte das Sabinerland – er hat sich nur um Diakon, nie zum Priester weihen lassen – und erzielte wunderbare Bekehrungen durch die Glut seiner Liebe. Denn die Liebe zu allen Menschen, Liebe zu allen Geschöpfen war sein Wesen, er predigte den Tieren, den Vögeln, den Pflanzen und Blumen, Gottes Güte dankbar zu preisen, und sie ehrten ihn wieder mit herzlicher Zutraulichkeit: Schafe blökten ihm nach, junge Hasen und Kaninchen suchten bei ihm Schutz, Vögel sangen auf seinem Haupt und seinen Schultern, Schwalben schwiegen auf sein Geheiß. Diese Liebe, die nur Ein Gut – Gott – liebt, nur Eines wünscht, Ihn allein zu besitzen, pflegte er mit aller Sorgfalt in seinen Brüdern, die sich 1212 schon auf hundert vermehrt hatten. Er verlangte gänzliche Selbstentäußerung durch Gehorsam und Armut; denn der Gehorsame ist reich an Siegen und der Arme an Schätzen des Himmels.

    In diesem Jahre (1212) stiftete er den zweiten Orden, indem er der hl. Klara eine Regel gab für ihre Klöster „der armen Frauen“, und schiffte sich nach Syrien ein, um Seelen für Christus zu gewinnen und den Martertod zu finden; aber ein Seesturm warf ihn nach Italien zurück, wo er in vielen Städten Klöster errichtete. Im Jahre 1214 wollte er in gleicher Absicht nach Afrika gehen, erkrankte jedoch in Spanien und musste, nachdem er dort einige Klöster gestiftet, nach Portiunkula eilen zur Generalversammlung 1219 (1223?), auf welcher schon fünftausend Brüder erschienen und fünfhundert Novizen eintraten.

    Um dem Zudrang genügen zu können, stiftete Franz den dritten Orden, durch welchen auch Weltleute des Segens der klösterlichen Vereinigung teilhaftig werden können, ohne in einem Kloster zu leben. Wieder schiffte er sich ein nach Syrien und landete in Ägypten, gerade als die Kreuzfahrer Damiette belagerten. Mit Macht predigte er wider die Uneinigkeit im Lager der Christen, jedoch ohne Erfolg; furchtlos ging er zu den Feinden, kam bis zum Sultan, wurde freundlich aufgenommen und mit Geschenken entlassen. Er durchzog ganz Palästina, gewann festen Fuß für den Orden und eine solche Achtung, daß demselben die „Wacht des heiligen Grabes“ anvertraut ist bis auf den heutigen Tag. Nach Italien zurück gekehrt, wo sein Stellvertreter – P. Elias – böse Unordnung angerichtet hatte, verbesserte er die Missstände, entflammte die Herzender Gläubigen für die Andacht an der Weihnachtskrippe und zur Verehrung des Kreuzweges Jesu Christi, erhielt von Gott die Gnade des Portiunkula-Ablasses und von Papst Honorius III. durch Bulle vom 29. November 1223 die kirchliche Beglaubigung desselben, so wie seiner Ordensregel.

    Als Franz seiner Gewohnheit gemäß sich zur geistigen Erfrischung im Herbst 1224 auf den Berg Alverno zurück zog, nahte ihm am 14. September während des Gebetes vom Himmel herab ein Seraph mit sechs Flügeln, zwischen welchen das Bild des Gekreuzigten erschien, und drückte ihm die Wundmale Christi an den Händen, an den Füßen und an der Seite ein. Dieses Wunder der Stigmatisierung ist über allen Zweifel gewiß und wird im Orden seit Benedikt XII. 1334, in der ganzen Kirche seit Paul V. 1605 festlich gefeiert. Von diesem Ereignis wird der hl. Franz und sein Orden der „seraphische“ genannt.Er lebte noch zwei Jahre, furchtbar leidend an allen Gliedern des zum Skelett abgemagerten Leibes, verlor das Augenlicht und ließ sich, weil er seiner Fußwunden wegen nicht gehen konnte, auf einem Esel von Ort zu Ort führen, um seine überall sehr geschätzten Predigten zu halten. Auf dem bloßen Boden liegend, mit Asche bestreut und Psalmen singend starb er in der Nacht des 3. Oktober 1226 im 45. Lebensjahr.

    Schon am 16. Juli 1228 vollzog Papst Gregor IX. die feierliche Heiligsprechung. Die Bürger von Assisi bauten ihm eine prachtvolle Kirche. Als 1230 die heiligen Reliquien in dieselbe übertragen wurden, warfen sich bestellte Männer auf den Wagen, trugen den heiligen Leib in die Kirche und begruben ihn bei verschlossenen Türen, damit ja Niemand diesen köstlichen Schatz ihnen entreiße. So blieb es sechshundert Jahre ein Geheimnis, wo der heilige Leib liege. Erst Papst Pius VII., welcher sehr sorgfältig nachgraben ließ, fand ihn am 12. Dezember 1818 unter dem Hochaltar. Eine genaue Untersuchung und mehrere Wunder bezeugten die Echtheit desselben. Seine hinterlassenen Reden und Briefe zeugen von evangelischer Einfalt des Gemütes und von tiefer Kenntnis des menschlichen Lebens, seine Gesänge, voll wunderbarer Kraft und Innigkeit, atmen feurige Gottesliebe. –

    aus: Otto Bitschnau OSB, Das Leben der Heiligen Gottes, 1881, S. 735-738

    WEITERES:




    Stigmatisation des hl. Franziskus



    Vom Himmel hoch ein neuer Stern

    Strahlt auf Franziskus aus der Fern,

    Ein Seraph kommt und prägt ihn ein

    Der Wunden fünf mit großer Pein



    In Seite, Händen, Füßen,

    Weil auch mit Jesus büßen,

    Mit Herz und Wort und Werke,

    Er will in Christi Stärke.



    https://www.heiligen-legende.de/fj-fr/franziskus-von-assisi/


    und:




    4. Oktober

    HL. FRANZ VON ASSISI

    Ordensgründer

    Gedenktag




    In Franz von Assisi ist, wie der hl. Bonaventura schreibt, die Güte Gottes, unseres Erlösers, auf Erden sichtbar geworden. Freilich, ein sanfter Heiliger war Franz nicht. Nachdem er, der in Wohlstand aufgewachsen war, mit fünfundzwanzig Jahren den Ruf gehört hatte, Jesus in Armut nachzufolgen, gab es für ihn nur den Weg einer radikalen Armut. Halbe Lösungen waren ihm verhasst. Den Brüdern, die sich ihm seit 1209 anschlossen, wollte er keine andere Regel geben als das Evangelium mit seiner Aufforderung zur Armut und Kreuzesnachfolge (Mt 19,21; Lk 9,1-6; Mt 16,24). Mit der Liebe zur Armut verband sich bei ihm die Liebe zu den Armen und Kranken, in denen er Christus sah. Er selbst wollte ganz Christus ähnlich werden in der Armut, in der Liebe, in der Predigttätigkeit, im Leiden. Gegen Ende seines Lebens empfing er in der Einsamkeit der Berge von La Verna die Wundmale Jesu und wurde so dem Gekreuzigten noch ähnlicher. In den Schmerzen seiner letzten Krankheit wollte er nur den Willen Gottes erfüllen, bis sein „Bruder, der Tod“, dem Leiden ein Ende machte am 3. Oktober 1226.



    „Gelobt seist du, o Herr, mein Gott, um unserer Schwester willen,

    der mütterlichen Erde.

    Welche uns hält und nährt,

    und sie gebiert viel Früchte und bunte Blumen und Kräuter.

    Lobt und preist den Herrn und sagt ihm Dank

    Und dient ihm in großer Demut.

    Gelobt seist du, o Herr, mein Gott, um jener willen,

    die Verzeihen lieben aus Liebe zu dir,

    und die Schwäche und Trübsal erdulden.

    Selig, die ausharren bis ans Ende in Frieden,

    Denn von dir, o Höchster, werden sie die Krone empfangen.

    Gelobt seist du, o Herr, mein Gott, um unseres Bruders willen,

    des leiblichen Todes,

    dem kein Mensch, der da lebt, entrinnen kann.

    Wehe denjenigen, die in tödlicher Sünde sterben.

    Selig, die deinen allerheiligsten Willen erfüllen,

    denn der andere Tod wird nicht über sie kommen.“

    (Franz von Assisi)

    https://www.erzabtei-beuron.de/schott/sc...2FOktober04.htm

    -

    SO EBEN GEFUNDEN-

    Samstag, 04 Oktober 2014 Hl. Franz von Assisi- Ordensgründer

    Christus den Menschen nahe bringen Heiliger Franz von Assisi

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema




    Die Arche war ein Vorbild der Kirche Christi

    Die Unterscheidung von reinen und unreinen Tieren erscheint hier als bekannt voraus gesetzt, jedoch nicht so, daß die späteren levitischen Bestimmungen darüber in die Urzeit zurück datiert wären. Sie findet sich bei allen Völkern und reicht vielleicht bis zum Sündenfall hinauf. Die Gesetzgebung hat sie auch in Israel vorgefunden, im einzelnen näher bestimmt und durch religiöse Motive geheiligt. Unter den reinen Tieren sind die von Pflanzen sich nährenden und eine reinere Lebensweise führenden Tiere zu verstehen, insbesondere die gewöhnlichen Haustiere. (1) Gerade aus ihnen, deren Hingabe und Verlust dem Menschen am schwersten fiel, mussten die Opfer genommen werden. Unter den unreinen Tieren sind die verstanden, welche mit Tod und Verwesung in besonders naher Beziehung stehen, daher alle Raubtiere, Raubvögel, auch Würmer und alles Ungeziefer; sodann alle, die in besonderer Weise unreinlich sind, wie das Schwein u. dgl., und hierdurch wie durch ihre Lebensweise, den Menschen an den Tod und dessen Ursache, die Sünde, erinnern.

    Durch diese Unterscheidung sollte den Menschen hauptsächlich die Ehrfurcht vor dem unendlich reinen, heiligen Gott und die Sorge für die eigene Heiligung nahe gelegt werden. So spricht es Gott selbst aus: „Verunreinigt eure Seelen nicht mit irgend einem kriechenden Gewürm… Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.“ (2) Es sollte ihnen dadurch ferner eine Erinnerung ihrer Auserwählung und Bevorzugung vor allen heidnischen Völkern gegeben werden, sofern sie als „Volk Gottes“ nur vom Besten, „von dem Mark der Erde“ (3), sich nähren durften; auch sollten sie vor dem heidnischen Aberglauben bewahrt werden, der sich an das Opfern und Essen mancher Tiergattungen knüpfte. Man hat behauptet, es sei dabei auch auf das heiße Klima des Morgenlandes und die hierdurch bedingten Gesundheits-Verhältnisse Rücksicht genommen worden. Das war aber sicher gar nicht oder nur ganz nebensächlich der Fall; denn die heidnischen Nachbarvölker, welche diese Unterscheidung nicht kannten, die Philister, Syrer usw., waren ebenso gesund wie die Israeliten.

    An Zeit zum Bau der Arche fehlte es nicht, da von der ersten Ankündigung des Strafgerichtes (4) bis zum Einbrechen der Flut 120 Jahre verflossen, und über die Dauer des Baues nichts gesagt ist. (5) Daß Noe sie nicht allein mit seinen drei Söhnen baute, versteht sich von selbst; an Arbeitern brauchte es ihm nicht zu mangeln, mochte er sie nun aus der eigenen Familie nehmen oder um Lohn dingen. Es liegt ein hoher Ernst darin, daß schließlich nicht einmal die Werkleute gerettet wurden.

    Die Sündflut war ein furchtbares Strafgericht Gottes, das Christus der Herr selbst mit dem allgemeinen Weltgericht am Ende der Tage in Vergleichung bringt: „“Gleichwie es in jenen Tagen des Noe war, so wird es auch bei der Ankunft des Menschen Sohnes sein usw.“ (6) In ähnlicher Weise sagt der hl. Petrus: „Die damalige Welt ging, durch Wasser überschwemmt, zu Grunde. Der Himmel aber und die Erde, die jetzt sind, werden aufbewahrt für das Feuer am Tage des Gerichtes und der Verdammung der gottlosen Menschen. Nachher aber erwarten wir einen neuen Himmel und eine neue Erde, in welcher Gerechtigkeit wohnt.“ (7) – Sündigen wir daher nicht in vermessenem Vertrauen auf Gottes Langmut, sondern hören wir getreu auf die inneren und äußeren Mahnungen zur Buße, und seien wir nach der ernsten und liebreichen Mahnung des Herrn und seiner Apostel allzeit bereit, da wir nicht den Tag und die Stunde wissen. (8)

    Die Sündflut war nach den heiligen Vätern und der Liturgie der Kirche ein Vorbild der heiligen Taufe, insofern durch sie die Sünden der Welt gleichsam hinweg gespült wurden und ein neues Geschlecht entstand: „ein und dasselbe Element (Wasser) machte der Sünde ein Ende und ward Anfang neuer Tugenden.“ Auch fanden in dem Wasser der Sündflut ohne Zweifel viele Zeitgenossen Noes Rettung für ihre Seelen; während nämlich ihre Leiber elend umkamen, taten sie noch im letzten Augenblick, inmitten der sie umdrängenden Wogen, Buße. „Christus kam dem Geist nach auch zu den Geistern, die im Gefängnis waren, und predigte denen, welche einst ungläubig waren und die Langmut Gottes missbrauchten, da die Arche gebaut ward“ (9), d. i. die aber nachher, als die Sündflut wirklich plötzlich herein brach, sich noch bekehrten. (10) Die Taube, die zur Arche zurück kehrte, wird als ein Bild des Heiligen Geistes betrachtet, der dem Wasser die Kraft der Heiligung verleiht. (11) Die Sündflut war ferner für Noe und die Seinigen der Übergang zu einem neuen Leben. „In ähnlicher Weise macht die Taufe selig“ (12), indem sie den Menschen zu einem neuen Geschöpf in Christus, reich an Gnaden, und zu einem Kind Gottes und Erben des ewigen Lebens macht.

    Vorbildlichkeit der Arche

    Die Arche war „ein Vorbild der Kirche Christi, die selig wird durch das Holz (des Kreuzes), an welchem der Mittler zwischen Gott und den Menschen, Christus Jesus, gehangen.“ (13) „Die Öffnung an der Seite bedeutet jene Wunde, durch welche die Seite des gekreuzigten eröffnet wurde; hier treten wir ein, wenn wir zu ihm kommen, weil aus ihr die Sakramente flossen, durch welche die Gläubigen Gott geweiht werden. Dort müssen alle eintreten, die nicht in der Sündflut umkommen wollen.“ Außerhalb der Arche gab es keine Rettung gegen den Untergang in der Sündflut. Außerhalb der Arche gibt es kein Heil gegen den ewigen Untergang, wie auch der hl. Cyprian (14) bemerkt: „Der kann Gott nicht zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat. So wenig einer, der außerhalb Noes Arche war, dem Untergang entrinnen konnte, so wenig wird auch der, welcher außerhalb der Kirche sich befindet, entrinnen können.“ –

    Die Arche umschloss Geschöpfe aller Art; die Kirche umschließt in ihrem Schoß alle Völker, „jegliche Kreatur“. (15) Nur eine Türe führte in die Arche; nur die Taufe öffnet den Eingang in die Kirche. Die Arche zählte in ihrer großen Ausdehnung viele Bewohner, die nur Noe und den Seinigen bekannt waren. Das ungeheure Haus der Kirche zählt viele nur Gott und den Engeln bekannte Mitglieder, d. i. alle diejenigen, welche ohne ihre Schuld einer Sekte angehören, dabei aufrichtig den wahren Glauben suchen und nach bestem Wissen die Gebote Gottes halten. – Die Arche erschien gegenüber den die Erde überflutenden, furchtbar sich auftürmenden Wogen nur als ein schwaches, schwankendes Fahrzeug, „ein verächtliches Holz“ (16); allein der allmächtige und allweise Gott selbst lenkte sie und machte sie zu einem segensreichen Holz. Auch die Kirche stellte sich angesichts der ungeheuren Verfolgungen, die gleich anfangs über sie herein brachen, als ein sehr gebrechliches Schiff dar, da sie aller irdischen Macht entbehrte und sich nur auf das Kreuzesholz, diesen Gegenstand der allgemeinen Verachtung, stützte; allein der eingeborene Sohn Gottes selbst, der nach seiner Verheißung (17) für alle Zeiten ihr Steuermann ist, machte dadurch, daß er am Kreuzesholz für unsere Sünden litt und starb, dieses und die Kirche selbst zu einer unversiegbaren Quelle des Segens. – Die Wogen hoben die Arche in die Höhe, und sie glitt dahin über die Gewässer, und je höher die Wasser stiegen, desto höher und herrlicher erhob sie sich gen Himmel. So heben die irdischen Drangsale die Kirche von der Erde, d. i. von irdischem Streben empor, und je mehr Trübsale und Stürme sie erfährt, desto mehr erhebt sie sich zu Gott und desto herrlicher schreitet sie über dem niedern Treiben der Welt einher.

    Wird die Sündflut als ein von Gott gesandtes Strafgericht und als das Werk eines außerordentlichen Eingreifens seiner Allmacht geschildert, so schließt das die Mitwirkung natürlicher Ursachen nicht aus. Gott, der mit seiner Allmacht die ganze Natur und ihre Kräfte geschaffen hat, lenkt und regiert dieselbe nach den Absichten seiner Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit. Er ist es, der die Geschöpfe bewaffnet gegen die Sünder“ (18). So schon gleich nach der Sünde Adams und gegen Kain die Natur des Erdbodens, so hier die Wasserfluten, so später das Feuer gegen Sodoma usw. Er bestimmt die Geschöpfe, die sein Strafgericht vollziehen; er bestimmt die zeit und das Maß der Strafe; er kann ohne alle natürlichen Zwischenursachen eingreifen; er kann aber auch über all die zahllosen Kräfte in der Natur gebieten, die sich unserer Berechnung und selbst unserer Kenntnis gänzlich entziehen. Wenn jedoch die göttlichen Wunder sich an natürliche Verhältnisse anschließen, so tritt gerade das Übernatürliche an ihnen, das unmittelbare Eingreifen des Herrn der Natur nur um so schärfer hervor, wie an den ägyptischen Strafwundern, dem Manna usw.; anderseits liegen solche Wunder gewissermaßen unserm Verständnis näher und lassen der Verstockung des Unglaubens eine, wenn auch schwache und unvernünftige Ausflucht natürlicher Erklärungs-Versuche. Der Glaube hindert uns nicht, solchen natürlichen Ursachen, den Werkzeugen in der Hand des Allmächtigen, nachzuforschen, namentlich wo die Heilige Schrift selbst sie andeutet, wie hier bei der Sündflut und später bei dem Untergang von Sodoma; im Gegenteil ist dies zur Beschämung der Einwände der Ungläubigen sehr nützlich, und der hl. Augustin tadelt diejenigen, die gleich zu Wundern und zur absoluten Allmacht Gottes ihre Zuflucht nehmen, wo sie eine der Natur der Sache entsprechende Erklärung aufsuchen sollten. (19)

    Anmerkungen:

    (1) Dies ergibt sich besonders aus Lv. 11, 1-30 und Dt. 4, 3-20.
    (2) Lv. 11, 44.
    (3) Gn. 45, 18; vgl. Nm. 18, 12.
    (4) Vgl. 6, 3.
    (5) Wegen 5, 31 (vgl. 6, 9 12; 7, 6 11) wird vielfach angenommen, der Bau habe 100 Jahre gedauert; allein da bei dem Befehl, die Arche zu bauen, bereits der Weiber der Söhne Noes gedacht wird (6, 14 18), diese Söhne aber ihm am Anfang dieser 100 Jahre von seinem 500. Jahre an, geboren wurden (5, 31; 6, 10; 7, 11), so sind jedenfalls noch wenigstens einige Jahrzehnte von diesen 100 Jahren in Abzug zu bringen. So könnte immerhin noch ein Zeitraum von 50 bis 70 Jahren für den Bau der Arche angenommen werden.
    (6) Mt. 24, 37ff.
    (7) 2. Petr. 3, 6 7 13.
    (8) Mt. 24, 43f; 1. Thess. 5, 2ff; 2. Petr. 2, 3 10; Offb. 3, 3; 16, 15.
    (9) 1. Petr. 3, 19f.
    (10) So haben die Stelle schon der hl. Hieronymus und andere heilige Väter und nach ihnen fast alle bedeutenden katholischen Schriftsteller, z. B. Kornelius a Lapide (Comm. Ad Gen. 6, 5 et 1. Petr. 3, 20), Estius (Comm. Ad 1. Petr. 3, 20), Allioli, erklärt. Vgl. Hundhausen, Das erste Pontifikalschreiben des Apostelfürsten Petrus, Mainz 1873, 348f.; Weiß, Messianische Vorbilder, 10 f.
    (11) Vgl. die Weihe des Taufwassers am Karsamstag.
    (12) 1. Petr. 3, 21.
    (13) S. Aug., De civ. Dei 1. 15, c. 26; C. Faust. 1. 12, c. 14; Tract. 120 in Ioann.; ähnlich die anderen Väter. Der hl. Augustin hebt an erster Stelle noch insbesondere hervor, daß auch die Maße der Länge, Höhe und Breite den menschlichen Körper bedeuten, den Christus nach der Verheißung wahrhaft annehmen sollte und annahm; denn der menschliche Körper ist sechsmal so lang als breit und zehnmal so lang als hoch, wenn er der Länge nach ausgestreckt ist. S. Aug., De civ. Dei 1. 15, c. 26, 1.
    (14) De unit. Eccl. c. 6 (ed Hurter, Oeniponte 1868).
    (15) Mk. 16, 15.
    (16) Weish. 10, 4.
    (17) Mt. 28, 20.
    (18) Weish. 5, 18; vgl. 11, 18; 16, 1ff 24.
    (19) S. Aug., De Gen. Ad lit. 1, 19, n. 39; 2, 1, v. 2. –


    aus: Schuster/Holzammer, Handbuch der Biblischen Geschichte, Bd. I, Altes Testament, 1910, S. 212 – S. 218


    https://katholischglauben.info/vorbildli...-der-suendflut/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Liebe Kristina,

    im Text wird zu erst die evang. L.B. erwähnt, ich bin der Meinung dass

    solche sogenannten öku.. Gottesdienste vom Vatikan untersagt- verboten sein sollten.

    Dazu gibt es bestimmt noch andere Kommentare, liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Nachrichten



    Am Tag der Deutschen Einheit haben Vertreter der christlichen Kirchen an die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 und die vorausgehende friedliche Revolution erinnert.

    „Ich bin allen von Herzen dankbar, die sich nicht schrecken ließen von Staatsmacht und Willkür“, sagte die evangelische Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt bei einem ökumenischen Gottesdienst am Donnerstag in Kiel. Auch der katholische Erzbischof Stefan Heße zeigte sich dankbar für die Wiedervereinigung. Die freie Fahrt zwischen alten und neuen Bundesländern sei heute erfreulicherweise selbstverständlich, sagte der Hamburger Erzbischof.

    „Heute blicken wir zurück auf das, was wir in den letzten 30 Jahren erreicht haben“, so Heße vor Spitzenvertretern aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Die Wiedervereinigung ist nach seinen Worten längst nicht vollendet. „Wir müssen uns weiter darum bemühen und daran bauen“, mahnte der Erzbischof.

    Kühnbaum-Schmidt erinnerte daran, dass vor der Wende auch Kirchengemeinden ihre Türen geöffnet hätten und so „Erprobungsräume für Freiheit inmitten von Unfreiheit“ geworden seien. Auch heute brauche es solche Räume, in denen die Freiheit für ein nachhaltiges Leben in der Bewahrung von Gottes Schöpfung gelebt werde, so die evangelische Bischöfin.

    An dem Gottesdienst in der Kirche Sankt Nikolai nahmen unter anderen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Die Feier stand unter dem Motto „Gottes Kraft erneuert“. Kiel ist in diesem Jahr Ausrichter der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit.

    (kna – tg
    https://www.vaticannews.va/de/kirche/new...sch-merkel.html

    GEHT ES NUR NOCH GEMEINSAM?

    Gottesdienst
    Was hat die Wende bewirkt, was haben wir in den letzten 30 Jahren erreicht? Beim Festgottesdienst in der St. Nikolai-Kirche in Kiel blickten die evangelische Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und der katholische Erzbischof Stefan Heße zurück auf die Zeit seit der Wiedervereinigung. Beide zeigten sich dankbar für das, was 1989 passiert ist.



    https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig...t,blog1344.html

  • Gebete am 3. OktoberDatum02.10.2019 22:00
    Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete



    Demütigste Jungfrau, die du ungeachtet deiner vollkommensten Heiligkeit und göttlichen Mutterschaft dich immer gering und klein vor den Augen Gottes und der Menschen gesehen hast, erwirke mir von deinem geliebten Sohn, dass ich dir in der Demut nachfolge und meinem Gott gefalle, der an demütigen Seelen ein besonderes Wohlgefallen hat. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau


    Am heutigen Tag im Jahr 1569 wurden die Kalvinisten in Frankreich mit den Hilfstruppen des heiligen Papstes Pius V. bei Jarnac von den Katholiken, gegen die sie die Waffen ergriffen hatten, siegreich geschlagen. Man schrieb diesen Schutz der seligsten Jungfrau zu, die man durch den Rosenkranz um Hilfe eifrig angerufen hatte


    Aus der

    Heiligen Schrift am:




    3. Oktober



    Jesaja 61,1:

    "Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung."



    1. Korinther 13,1:

    "Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke."

    BILD:
    https://opusdei.org/de-de/article/demut-...d-ungeschminkt/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Von glühendem Eifer beseelt, ihr Leben der Verkündigung des Christentums im Land der Altsachsen, dem ihre Vorfahren entstammten, zu weihen, kamen aus England nach dem Vorangehen Willibrords, zwei Brüder, namens Heuwald oder Ewald, um im Land der Sachsen Christus zu verkündigen. Ihre Schicksale hat uns ihr Landsmann und Zeitgenosse, der ehrwürdige und wahrheitsliebende Beda, in kurzen Zügen gezeichnet.



    Als der Mann Gottes, Eckbert, gesehen hatte, dass es ihm selbst nicht gestattet sei, hinzugehen und den Heiden zu predigen, weil er wegen eines anderen Nutzens der Kirche, worüber er durch eine Offenbarung belehrt worden war, sich gebunden fühlte, und dass auch Wictbert, der in jene Gegenden gezogen war, nichts ausrichtete, so versuchte er es noch, zum Bekehrungswerk heilige und tatkräftige Männer auszusenden, unter denen besonders Willibrord durch Priestertum und Verdienst hervorleuchtete. Als diese, zwölf an der Zahl, dorthin gelangt waren, wurden sie vom Frankenkönig Pipin freundlich aufgenommen und da er unlängst Friesland erobert und den König Radbot dort vertrieben hatte, so sandte er sie zur Verkündigung des Evangeliums dorthin und förderte sie durch einen königlichen Befehl mit dem Inhalt, dass keiner es wagen solle, der Predigt Hindernisse in den Weg zu legen, und sicherte zugleich denen, die sich zum Glauben bekehren würden, vielerlei Begünstigungen zu. Daher kam es, dass sich unter dem Beistand der göttlichen Gnade in kurzer Zeit viele vom Götzendienst zum christlichen Glauben bekehrten.



    Ihrem Beispiel folgend, kamen zwei Priester vom Volk der Angeln, die, um das ewige Vaterland zu gewinnen, fern von ihrem Heimatland lange in Irland gelebt hatten, in die Provinz Altsachsen, ob sie vielleicht durch ihre Predigt einige für Christus gewinnen könnten. Beide besaßen aber, wie dieselbe Frömmigkeit, so auch denselben Namen, denn beide hießen Heuwald oder Ewald, mit dem Unterschied jedoch, dass nach der Farbe des Haupthaars der eine der schwarze, der andere der weiße Ewald genannt wurde. Beide besaßen eine gleiche Begeisterung für die Religion, dem schwarzen Ewald aber war eine größere Bekanntschaft mit den hl. Schriften eigen.



    Als sie in die Provinz kamen, traten sie als Gäste bei einem gewissen Hofbesitzer ein und baten ihn, er möchte sie zu dem Häuptling, unter dem er stehe, bringen lassen, weil sie ihm etwas Wichtiges zu berichten hätten. Die Altsachsen haben nämlich keinen König, sondern eine Menge über das Volk gesetzter Häuptlinge, die, im Falle ein Krieg auszubrechen droht, gleichmäßig das Los darum werfen, und welchen von ihnen das Los trifft, dem folgen sie, so lange der Krieg dauert, als ihrem Feldherrn und sind ihm untertan. Ist der Krieg aber zu Ende, dann haben wieder alle Häuptlinge eine gleiche Gewalt. Der Hofbesitzer nahm sie also auf, und mit dem Versprechen, sie ihrem Wunsch gemäß zu dem Häuptling entsenden zu wollen, unter dem er stand, behielt er sie mehrere Tage bei sich.



    Als nun die rohen Leute wahrnahmen, dass die Fremdlinge einer anderen Religion zugetan waren, da sie stets dem Psalmengesang und Gebeten oblagen und Gott dem Herrn täglich das heilige Messopfer darbrachten, zu dem Zweck sie die heiligen Gefäße und eine zum Altar geweihte Platte mit sich führten, wurden sie für verdächtig gehalten, und man befürchtete, wenn sie zu dem Häuptling kämen und mit ihm redeten, möchten sie ihn von seinen Göttern abwendig machen und zur Annahme der neuen Religion des christlichen Glaubens bewegen, und so allmählich ihre ganze Provinz genötigt sein, ihre alte Religion gegen eine neue zu vertauschen. Darum fielen sie plötzlich über sie her und erschlugen sie, den weißen Ewald rasch mit dem Schwert, den schwarzen aber unter langen Marterqualen und mit grausiger Verstümmelung aller seiner Gliedmaßen und warfen die Erschlagenen in den Rhein.



    Als aber der Häuptling, den sie hatten aufsuchen wollen, dies erfahren hatte, geriet er in Zorn, dass man Fremde, die ihn aufsuchen wollten, daran hinderte, und schickte hin und ließ alle jene Dorfbewohner töten und das Dorf niederbrennen. Die beiden Priester und Diener Christi erlitten den Martertod am 3. Oktober 690.



    Ihr Martertod blieb nicht ohne himmlische Wunderzeichen. Als nämlich die Leiber der Erschlagenen von den Heiden in den Fluss geworfen waren, trug es sich zu, dass sie gegen die starke Strömung des Flusses beinahe viertausend Schritte weit bis in die Gegend, wo ihre Gefährten sich befanden, hinaufgelangten. Ferner leuchtete ein übergroßer, zum Himmel hinaufreichender Lichtstrahl die ganze Nacht hindurch über dem Ort, wohin sie gerade gelangt waren, was sogar von den Heiden, die sie erschlagen hatten, gesehen wurde. Ja einer von ihnen erschien im nächtlichen Gesicht einem ihrer Gefährten, namens Tilmon, einem seinem früheren weltlichen Stand nach angesehenen Mann von Adel, der aber aus einem Krieger ein Mönch geworden war, ihm anzeigend, dass er an jener Stelle ihre Leichname finden könne. Dieses Traumgesicht ging wirklich in Erfüllung. Die aufgefundenen Leichname wurden mit der den Märtyrern gebührenden Ehre beigesetzt. Der Tag ihres Martyriums wird in jener Gegend mit schuldiger Verehrung gefeiert. Als endlich der ruhmreiche Frankenherzog Pipin Kunde davon erhalten hatte, ließ er die Leichname holen und mit großem Gepränge in der St. Kunibertskirche zu Köln am Rhein beisetzen. An der Stelle, wo sie erschlagen worden waren, sprudelte ein Quell hervor, der dort noch bis auf den heutigen Tag eine reiche Wasserfülle spendet.



    Im Jahr 1074 erhob der Erzbischof Anno II. die Gebeine der heiligen Ewalde und überließ ihre beiden Häupter Münster in Westfalen, wo ihr Andenken noch heute gefeiert wird. Westfalen verehrt sie als Landespatrone.


    BILD:
    https://www.heiligenlexikon.de/BiographienE/Ewald.html
    Gemälde auf dem alten Ewaldi-Reliquienschrein in der Kirche St. Kunibert in Köln: der Kölner Bischof Kunibert und die beiden Ewalde, um 1400, seit 1945 verschollen

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