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  • Tages-Gebete Datum22.01.2026 08:27
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Ich komme zu dir, Mutter meines Gottes, und bitte dich, du wollest mir die Verzeihung meiner Sünden erlangen und machen, dass ich von aller meiner Schuld befreit werde. Ich bitte dich, du wollest mir die Gnade gewähren, dass ich mich durch die Neigungen meines Herzens mit deinem Sohn und mit dir aufs Innigste vereinige. Mit deinem Sohn, weil er mein Gott ist, und mit dir, weil du die Mutter meines Gottes bist. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Du hast es gesagt, göttlicher Erlöser, dass wir unser Kreuz auf uns nehmen und Dir nachfolgen müssen, wenn wir Deine Jünger sein wollen. Unterstütze unsere Schwachheit, damit Deine Gaben in uns gekrönt werden, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Der heilige Vinzentius,



    Martyrer. Man ließ ihn, da er die heiligen Bücher nicht ausliefern wollte, auf einen glühenden Rost legen, mit feurigen Blechen brennen, und Salz in die Wunden reiben. - Der heilige Martyrer hatte während der Qual seine Augen unverrückt zum Himmel gekehrt, und beharrte im Bekenntnis seines Glaubens und inbrünstigem Gebet.

    Wenn ein schweres Leiden kommt, sollen wir nur um so dringender beten, um so eifriger uns überwinden, um so fester Glaube, Hoffnung und Liebe erwecken, beten wie Jesus am Ölberg, am Vorabend seines Sterbetages; und wenn wir auch nicht gleich beten können, genügt oft ein Blick zum Himmel, wie dem heiligen Vinzentius, um uns zu stärken.

    Prüfe dich, ob du nichts von deinen gewohnten Übungen, Gebet, häuslichen Pflichten unterlässt, oder diese nur halb, missmutig verrichtest? - Stelle dir doch Jesus, sein Kreuz tragend vor, und dass er mit den Worten dich anredet: "Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

    Bete darum, die Leiden christlich zu ertragen.



    Im Leiden blick zum Himmel auf,

    Dann schließt mit Gott dein Lebenslauf.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Auf den heutigen Tag wird die Vermählung des heiligen Joachim mit der heiligen Anna, der Eltern der seligsten Jungfrau, gesetzt, denn den wahren Zeitpunkt dieser Vermählung wissen wir nicht, obschon von ihr die heiligen Epiphanius, Germanus von Konstantinopel Damaszenus und der Geschichtsschreiber Nicephorus Vieles melden.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Vinzenz Pallotti wurde am 22. Januar 1950 von Papst Pius XII. seliggesprochen und von Papst Johannes XXIII. am 20. Januar 1963 heiliggesprochen.



    Dieser heilige Diener Gottes verdient schon wegen seiner ausgezeichneten Tugenden und seines feurigen Tatendranges für Christi heilige Sache allen Katholiken bekannt zu sein. Besonders uns Deutschen darf er nicht gleichgültig sein, weil zahlreiche Landsleute, besonders Süddeutsche, auch Österreicher und Deutschschweizer der von ihm gegründeten Missionsgesellschaft beitraten und in unserer ehemaligen Kolonie Kamerun der Glaubensverbreitung sich widmeten.



    Vinzenz Pallotti, der Sohn eines reichen Kaufherrn in Rom, hatte das nie genug zu schätzende Glück, seine Jugendzeit von Braven, christlichen Eltern behütet zu sehen. Der Vater pflegte täglich zwei heilige Messen zu hören und alle acht Tage zu den Sakramenten zu gehen. Noch tiefer und inniger war die Religiosität der Mutter. Die äußerst sorgfältige Erziehung, die sie ihren zehn Kindern angedeihen ließen, belohnte Gott bei Vinzenz mit ganz besonderen Gnadenerweisen. Oder kann es etwas anderes sein, als der klare Gnadeneinfluss des Heiligen Geistes, wenn man von dem Kind, in dem erst die Vernunft zu reifen begonnen hatte, Dinge hört, und zwar aufs sicherste beglaubigt, über die man bei Erwachsenen billig staunen müsste? Die Frömmigkeit von Vinzenz war eine ganz außergewöhnliche, die Scheu vor der geringsten Sünde, besonders vor allem, was die Lilienreinheit der Schamhaftigkeit trüben könnte, war äußerst zart. Um die bösen Neigungen zu überwinden, übte er schon in früher Jugend große Strenge gegen seinen Körper, indem er auf dem Boden schlief und sich bis aufs Blut zu geißeln pflegte, was selbst die guten, opferfähigen Eltern erschrecken ließ. Die Nächstenliebe kannte keine Grenzen. Er verteilte nicht nur die Speisen, die er bei der Mahlzeit sparte, unter die Armen, er gab öfters seine Schuhe und Kleider, ja selbst sein Bett an die Bedürftigen hin. Wollte man dem reichen Kaufmannssohn eine so rühmenswerte Freigebigkeit und Nächstenliebe vielleicht nicht so hoch anrechnen, wer darf aber noch an der vollendeten Heiligkeit und seltensten Selbstverleugnung den geringsten Zweifel hegen, wenn er hört, dass ein Knabe, ein Student, das zu verheimlichen über sich bringt, was sonst den Altersgenossen die Brust mit Hochgefühl und stolzer Befriedigung schwellen lässt? Vinzenz schwieg nämlich über seine Anerkennung, die er im römischen Kolleg erhielt, selbst vor seinen Eltern und verkaufte die Preismedaillen, um den Erlös den Armen geben zu können.



    Dass ein junger Mann, der so ernst nach der höchsten Vollkommenheit strebte, seine Blicke auf das Priestertum richtete, ist nicht zu verwundern. Lange trug er sich mit dem Gedanken, Kapuziner zu werden, wie er denn nachher als Weltpriester das strenge Leben eines armen Sohnes des heiligen Vaters Franziskus führte, die Regeln und Fasten beobachtete und im Kleid dieses Ordens die wenigen Stunden schlief, die er sich nachts auf hartem Boden gönnte. Die himmlische Seligkeit, die ihn durchströmte, als er am 16. Mai 1818 die Priesterweihe empfing, und das immer neue Glück, das er bei Darbringung des täglichen heiligen Messopfers empfand, kann mit menschlichen Worten nicht geschildert werden. Aus Ehrfurcht vor dem Heiligsten glaubte er jeden Morgen seine ohnehin reine Seele durch reumütige Beicht noch lauterer und fleckenloser schmücken zu müssen, die innere Glut der Andacht glänzte im Rot des Antlitzes wieder, oft rannen ihm die Tränen über die Wangen, nicht wenige Personen sahen ihn während der heiligen Messe vom Boden erhoben schweben. Kein Geringerer kann als Zeuge hierfür aufgeführt werden als der spätere hochselige Bischof von Regensburg, Ignatius von Senestry, der als Student des römischen Kollegs dem ehrwürdigen Pallotti bei der Messe diente.



    Als Privatgeistlicher zunächst noch weiter seinen Studien lebend, promovierte Pallotti zum Doktor der Philosophie und Theologie und ließ sich dann als Professor der Dogmatik (Glaubenslehre) an der Gregorianischen Universität nieder. Hohe, ihm angebotene Würden schlug er bescheiden aus. Wo immer aber sich Gelegenheit für apostolische Arbeit bot, stellte er sich zur Verfügung. Ja um dem Drang des Seeleneifers zu genügen, gab er nach zehn Jahren das Lehramt ganz auf. Der Ruf eines gottbegnadeten Beichtvaters und Seelenführers hielt ihn nun Tage lang im Beichtstuhl fest, und kam er endlich nach Hause, so fand er wieder sein Zimmer umstellt von Personen aller Stände, die seinen Rat in Seelenangelegenheiten begehrten. Als Exerzitienmeister, Volksmissionar und eindrucksvoller Prediger an allen öffentlichen Plätzen der Stadt entfaltete er eine so emsige und ersprießliche Tätigkeit, dass kein Name in ganz Rom so populär war als der des Padre Pallotti. Hervorragende Männer wie Kardinal Karl Fürst von Odescalchi, der später alle Würden ablegte und als Jesuit heiligmäßig starb, Staatssekretär Kardinal Lambruschini, der selige Kaspar des Bufalo und vor allem der ehrwürdige Bernhard Maria Clausi aus dem Orden des heiligen Franz von Paula (+ 20. Dezember 1849, durch Wunder verherrlicht) waren seine vertrautesten Freunde.



    Lange schon fühlte sich der ehrwürdige Diener Gottes lebhaft von Schmerz bewegt bei dem Gedanken, dass noch so viele Völker in Irrtum und Unglauben schmachteten. Oft bat er inständig den Herrn der Ernte, dass er neue Arbeiter in seinen Weinberg sende. Da ließ ihn Gott erkennen, dass er selber berufen sei, ein beständiges Apostolat zu errichten. Am 9. Januar 1835 wurde der Diener Gottes nach der heiligen Messe durch ein Gesicht erleuchtet, eine Genossenschaft zu gründen. Zufällig hatte er eine Vereinigung zur Verbreitung guter Schriften gebildet. Immer neue Mitglieder hatten sich gemeldet. Diese stellte er nun durch eine strammere Organisation in den Dienst des guten Werkes. Noch im selben Jahr erhielt er durch Vermittlung des Kardinalvikars Odescalchi für seine „Gesellschaft des katholischen Apostolates“, die er unter den besonderen Schutz Mariens, der unbefleckt Empfangenen und Königin der Apostel stellte, die kirchliche Approbation durch Gregor XVI. Die ihr erteilten Privilegien wurden durch Pius IX. 1847 bestätigt und vermehrt, wobei die Kongregation den Namen „Fromme Missionsgesellschaft“ annahm, die Statuten aber erst 1904 durch Pius X. approbiert. Ihr Zweck sollte sein, den Glauben und die Liebe unter den Katholiken zu wecken und unter Irr- und Ungläubigen zu verbreiten. Die Mitglieder legen nicht die Gelübde ab, sondern nur bestimmte Versprechen, vor allem das des Beharrens in der Kongregation. Die erste, die eigentlichen Pallottiner, besteht aus Priestern, die in Gemeinschaft leben und von Laienbrüdern unterstützt werden, die zweite, die Pallottiner-Schwestern, die nach der gleichen Regel leben, und dem Dritten Orden des heiligen Franziskus angehören, die dritte Klasse, die sogenannten Aggregierten (Angegliederten), bildet eine Bruderschaft, der jedermann beitreten kann, der durch Gebet und Almosen das Werk des katholischen Apostolates unterstützen will. Im Jahr 1892 wurden die Pallottiner durch Pater Max Kugelmann aus Bobingen bei Augsburg in Deutschland eingeführt, wo sie nun in Limburg a.L., in Ehrenbreitstein und Vallendar a.R. Missionshäuser besitzen.



    Immer größer wurde der Einfluss des Dieners Gottes. In allen Anliegen ging man zu ihm. Von Mitleid für die materielle Not der ärmeren Bevölkerung bewogen, gründete er Innungen für die verschiedenen Berufsstände, Landwirtschaftsschulen und ländliche Sparkassen. Diesem eifrigen, für das Wohl des Volkes besorgten, uneigennützigen Priester trachteten die freimaurerischen Revolutionäre des Jahres 1848 nach dem Leben. Doch konnte er sich durch Verbergen retten. Alle Guten aber betrauerten ihn bei seinem Tod am 22. Januar 1850 als den größten Wohltäter der Stadt. Der Leib des Heimgegangenen hauchte einen entzückenden Wohlgeruch aus, der während eines ganzen Monats das Zimmer erfüllte. Den Wundern im Leben folgten noch mehr nach dem Tod.



    Der Seelenführer soll das Beispiel Jakobs nachahmen, der seine Reise nach dem Schritt seiner kleinen Kinder, ja nach dem Schritt seiner Lämmer einrichtete (Franz von Sales).


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Nachdem Chosroes, der König der Perser, im Jahr 614 Jerusalem erobert hatte, führte er das Kreuz, an dem Jesus Christus sein Leben für das Heil der Welt dahingegeben hat, mit sich fort in sein Reich. Dieses geheiligte Kreuz wurde nun das Werkzeug, dessen sich Gott bediente, um die Bekehrung mehrerer Perser zu bewirken, unter denen auch Anastasius war. Als der Sohn eines Magiers, war er in allen Kenntnissen seiner Sekte unterrichtet. Früh widmete er sich dem Kriegsdienst. Das Aufsehen, das durch die Wegnahme des wahren Kreuzes veranlasst wurde, erregte in ihm die Begierde, zu untersuchen, woher wohl die Verehrung der Christen für das Werkzeug einer für Ehrlos gehaltenen Todesart kommen möge. Allmählich kam er dazu, ihre Religion zu prüfen, und fühlte sich, nach genauem Forschen, vor Verwunderung über ihre reine Sittenlehre und erhabenen Dogmen innig ergriffen.



    Als er nach dem Feldzug gegen die Römer, den er mitgemacht hatte, nach Persien zurückkam, entsagte er mit seinem Bruder dem Waffendienst, zog sich in die Stadt Hierapolis zurück, und wohnte bei einem persischen Münzer, der ein Christ war. Dieser nahm ihn öfters, um seine guten Entschlüsse zu bestärken, mit sich zu den Gebeten der Gläubigen. Die Gemälde, mit denen die Kirchen geschmückt waren, machten auf Anastasius den lebhaftesten Eindruck. Vor allem verweilte er gerne bei denen, die die Kämpfe der Martyrer darstellten, und deren Geschichte man ihm erklärte. Er konnte nicht müde werden, den hohen Mut dieser treuen Verehrer Jesu, die sogar ihr Leben für ihn hingaben, zu bewundern. Ihr Los schien ihm höchst wünschenswert und dadurch wurde seine Begierde, das christliche Gesetz vollkommen zu kennen, immer mehr angefacht. Einige Zeit später verließ er Hierapolis – die Stadt stand unter persischer Herrschaft – und begab sich nach Jerusalem, um da die heilige Taufe zu empfangen. Dieses Sakrament wurde ihm von Modestus erteilt, der als Stellvertreter des Patriarchen Zacharias, der damals in der Gefangenschaft war, das heilige Amt verwaltete. Seinen persischen Namen Magundat vertauschte er mit dem griechischen Anastasius, der seiner Bedeutung nach anzeigen sollte, dass er vom Tod zum Leben erstanden sei. Mit besonderem Eifer hatte er sich zur Gnade der Wiedergeburt vorbereitet. Die Tage, während der die Neugetauften das weiße Kleid zu tragen pflegten, brachte er in Übungen der Frömmigkeit zu, und wohnte unermüdlich den Unterweisungen bei, wodurch er immer mehr und mehr im Glauben gestärkt wurde. Nach Verlauf dieser Zeit zog er sich in ein, zwei Stunden von Jerusalem gelegenes, Kloster zurück, um da desto ungehinderter und vollkommener die Taufgelübde halten zu können. Der Abt Justin ließ ihn in der griechischen Sprache unterrichten und den Psalter auswendig lernen, dann wurde ihm das Haupt geschoren und das Ordenskleid im Jahr 621 angelegt.



    Anastasius wurde bald das Vorbild der Brüder durch gewissenhafte Beobachtung der gemeinschaftlichen Übungen, allzeit erschien er dabei als erster. Dieser Eifer fiel besonders auf, wenn sich die Genossenschaft in die Kirche begeben musste, um der Feier der heiligen Geheimnisse beizuwohnen. Sein glühender Durst nach dem göttlichen Wort offenbarte sich jedes Mal durch die gespannteste Aufmerksamkeit, mit der er die Reden der Gottseligkeit anhörte. Mit dieser Begierde zu hören, war aber auch stets der feurigste Eifer verbunden, das Gehörte auszuüben. Nach der heiligen Schrift las er kein Buch lieber, als die Geschichte der Märtyrer. Bei ihren Kämpfen und Siegen konnte er sich der Tränen nicht erwehren. Und die heilige Begierde, auch für Jesus sein Blut vergießen zu können, wurde in ihm zur verzehrenden Flamme. Beunruhigende Gedanken über den verabscheuungswürdigen Aberglauben, in dem ihn sein Vater erzogen hatte, störten zwar einige Zeit die Heiterkeit seiner Seele, aber bald wurde er von diesen harten Leiden durch die Lehren und Gebete seines Gewissensrates, dem er sie aufdeckte, befreit.



    Anastasius, der sich immer mehr von dem Verlangen nach dem Märtyrertod beseelt fühlte, und sogar durch göttliche Offenbarung belehrt worden war, dass er für seinen Glauben sterben würde, verließ schließlich das Kloster, in dem er sieben Jahre lang zur allgemeinen Erbauung gelebt hatte, und machte eine Wallfahrt nach Diospolis, Garizim, und zu Unserer Lieben Frau zu Cäsarea, in Palästina. Zwei Tage lang verweilte er in letzterer Stadt, die damals mit dem größten Teil Syriens den Persern unterworfen war. Sein Eifer entbrannte da beim Anblick der Zaubereien, die einige Soldaten der Besatzung in den Straßen anstellten, und er sprach mit Kraft gegen diese Gottlosigkeit. Die persische Obrigkeit, die von dem Vorfall erfuhr, und fürchtete, er möchte ein Späher sein, ließ ihn verhaften. Als er vor die Richter gebracht wurde, sagte er, dass auch er ehemals ein Magier gewesen war, diesem nichtigen Dienst aber entsagt hat, um ein Schüler Jesu Christi zu werden. Kaum hatte er aber dieses offene Bekenntnis seines Glaubens abgelegt, so warf man ihn ins Gefängnis. Drei Tage brachte er da zu ohne Speise und Trank, worauf man ihn vor Marzabanes, den Befehlshaber der Stadt, führte. Im Verhör, das er bestehen musste, bekannte er, dass er Christ sei. Umsonst machte man ihm die herrlichsten Versprechungen, um ihn zu gewinnen. Aber gegen diese sowohl, als gegen den ihm angedrohten Kreuzestod war er unempfindlich. Der Befehlshaber, über diese Standhaftigkeit erbittert, befahl, man soll ihm eine schwere Kette an einen Fuß und den Hals binden, und ihn an einen anderen Gefangenen anschließen. In diesem Zustand wurde er zum Steintragen verurteilt. Die Perser, und vor allem die der Provinz Rasech, wo er geboren war, fügten ihm tausend Unbilden zu, misshandelten ihn mit Stockschlägen, wie einen nichtswürdigen Menschen, und nannten ihn die Schande seines Landes, rissen ihm den Bart aus und bürdeten ihm die schwersten Lasten auf.



    Einige Zeit danach ließ ihn Marzabanes vor sich führen und wollte ihn zwingen, die bei den abergläubischen Übungen der Magier gebräuchlichen Worte auszusprechen. „Wie,“ sagte der Heilige, „dürfte ich wohl Gottlosigkeiten aussprechen, an die es nicht einmal erlaubt ist zu denken?“ – „Weißt du,“ erwiderte der Richter, „dass ich hierüber an den König schreiben werde?“ – „Schreibe ihm, was dir beliebt,“ antwortete Anastasius, „ich bin ein Christ; ja ich wiederhole es, ich bin ein Christ.“ – „Man schlage ihn mit Knotenstöcken,“ sagte der Befehlshaber. Da die Henker Anstalten machten, ihn zu binden, redete sie der Heilige mit den Worten an: „Diese Vorkehrung ist unnötig; ich fühle Mut genug in mir, mich in der Stellung zu halten, die ihr verlangt: ich schätze mich glücklich, für Jesus Christus zu leiden. Nur mein Kleid will ich ablegen, damit es nicht entweiht wird.“ Nach diesen Worten zog er sein Kleid bescheiden aus, legte sich auf die Erde, und empfing, ohne sich zu bewegen oder die gebotene Haltung zu verlieren, die Schläge, womit er sollte gezüchtigt werden. Da der Befehlshaber ihm seine Drohung, an den König zu schreiben, wiederholte, sagte ihm der Heilige: „Wen sollen wir mehr fürchten, einen sterblichen Menschen oder Gott, der alles aus nichts gemacht hat?“ Als man in ihn drang, der Sonne und dem Mond zu opfern, antwortete er: „Nie werde ich Geschöpfe, die von Gott zu unserem Dienst erschaffen worden sind, als Gottheiten ansehen.“ Nachdem er dieses herrliche Bekenntnis seines Glaubens mit so unerschütterlicher Standhaftigkeit abgelegt hatte, wurde er wieder in das Gefängnis zurückgeführt.



    Unterdessen erfuhr der Abt Justin alles, was sein Schüler für Jesus Christus litt. Er verrichtete mit der Genossenschaft gemeinschaftliche Gebete und schickte zwei der Brüder, ihn zu trösten und ihm beizustehen. Der heilige Bekenner musste hierauf wieder alle Tage Steine tragen. Nur während der Nacht wurde ihm Ruhe gegönnt und auch von dieser widmete er einen großen Teil dem Gebet. Diese heilige Lebensweise machte tiefen Eindruck auf seine Mitgefangenen. Einer aus ihnen sah ihn einst in der Nacht ganz von Licht umstrahlt und mitten unter einem Chor der Engel, die mit ihm beteten. Er zeigte ihn auch den anderen. Der Heilige pflegte mit gebeugtem Haupt zu beten und ohne nur im Geringsten den Fuß zu bewegen, aus Furcht, die Ruhe desjenigen zu stören, der an derselben Kette angeschlossen war.



    Sobald Marzabanes von Chosroes, an den er wegen des Anastasius geschrieben hat, eine Antwort empfangen hatte, ließ er dem Heiligen sagen, der König will ihm Nachsicht angedeihen lassen, und es soll ihm freistehen, wenn er auch nur mit dem Mund dem Christentum abschwört, einen Stand nach Belieben zu wählen. „Du wirst auch,“ fügte der Abgeordnete noch im Namen des Befehlshabers bei, „eine Stelle unter den ersten Kriegsobersten haben können. Wenn du aber für diese Würde keine Neigung hast und du lieber als Christ leben willst oder als Mönch, so wird man dich in diesem Stück gar nicht beunruhigen; zudem verleugnest du deinen Christus ja nur in Gegenwart eines einzigen Menschen. Welche Bosheit wirst du ihm daher zufügen, wenn du ihm doch im Grund des Herzens stets anhängst?“ Der heilige Anastasius antwortete mit edler Freimütigkeit, dass ihn schon der Schein einer Verstellung in Schrecken setzt und dass er nie so feige sein wird, seinen Gott zu verleugnen. Da Marzabanes ihn fest und unerschütterlich auf seinem Entschluss beharren sah, erklärte er ihm, dass er Befehl hat, ihn mit Ketten beladen zum König zu schicken. „Es ist unnötig, mich mit Ketten zu binden,“ sagte der Heilige, „weil es sich darum handelt, für Jesus Christus zu leiden, werde ich freudig an den Ort meiner Bestimmung gehen.“ Da während der Vorbereitungen auf die Reise das Fest der Erhöhung des heiligen Kreuzes fiel, das man am 14. September feierte, erwirkte der Verwalter der königlichen Gefälle, der ein eifriger Christ war, für Anastasius die Erlaubnis, die Kirche zu besuchen und dem Gottesdienst beizuwohnen. (Die Perser verwehrten die Ausübung der christlichen Religion an den Orten nicht, wo sie bei der Eroberung schon eingeführt war. Nur ihre Landsleute verfolgten sie auf das Grausamste, wenn sie Christen wurden, weil sie ihre Bekehrung als einen ihren Göttern zugefügten Schimpf, als eine Schande ansahen, die auf die ganze Nation zurückfällt.) Seine Gegenwart und die kraftvollen Ermahnungen bestärkten die Christen in ihren guten Entschlüssen, belebten die lauen Seelen wieder mit heiliger Inbrunst und erregten in allen Gemütern eine solche Rührung, dass aller Augen viele Tränen entflossen. Nach beendetem Gottesdienst speiste der Heilige bei dem frommen Verwalter und kehrte dann freudig in sein Gefängnis zurück.



    Sobald die fünf Tage der Zurüstung verflossen waren, reiste Anastasius unter starker Bewachung von Cäsarea in Palästina ab, mit zwei anderen christlichen Gefangenen. Einer der Ordensmänner, die der Abt Justin zu seiner Pflege geschickt hatte, begleitete den heiligen Bekenner. (Die Akten des Märtyrertodes des heiligen Anastasius wurden von diesem Ordensmann abgefasst.) An allen Orten, durch die er ging, beeiferten sich die Christen, ihm entgegen zu gehen, und ihn mit den feierlichsten Ehrfurchtsbezeigungen zu empfangen. Durch so viele Ehren wurde die Demut des Dieners eines gekreuzigten Gottmenschen tief geängstigt. Er fürchtete, das Gift des Stolzes möchte in sein Herz einschleichen und ihn der ersehnten Krone himmlischer Herrlichkeit verlustig machen. Überzeugt, dass der Beistand göttlicher Gnaden ihm jetzt mehr als jemals notwendig sei, schrieb er aus der Stadt Hierapolis und von den Ufern des Tigris an seinen Abt, und flehte ihn um den Beistand seiner und der ganzen Genossenschaft Gebete an.



    Bei seiner Ankunft in Barsaloe, einer kleinen Stadt in Syrien, zwei und eine halbe Stunde von Discarthes oder Dastagerd, am Euphrat, wo sich damals der König von Persien befand, warf man ihn in ein Gefängnis, bis besondere Verhaltensbefehle ergehen würden. Chosroes schickte einen Hauptmann zu ihm, der ihn verhören sollte. Der bot alles auf, um ihn durch die verlockendsten Versprechen zu blenden. „Das ärmliche Kleid, das ich trage,“ sagte der Heilige auf die ihm gemachten Verheißungen, „beweist hinreichend die Verachtung, die ich gegen die Eitelkeit weltlicher Pracht hege. Die Ehrenstellen und Reichtümer eines Königs, der selbst bald sterben muss, sind nicht imstande, mich zu reizen.“



    Des folgenden Tages kam der Hauptmann wieder in das Gefängnis, mit der Hoffnung Drohungen würden wirksamer sein als Versprechen. Allein auch hierin irrte er. „Alle diese Bemühungen, mein Herr,“ sagte ihm der Heilige mit unwandelbarer Ruhe, „sind vergeblich. Ich werde kraft der Gnade Jesu Christi nicht besiegt werden. Du magst nun vollziehen, was du über mich beschlossen hast.“ Aufgebracht durch diese fehlgeschlagenen Versuche, verdammte ihn der Hauptmann, drei Tage nacheinander ausgepeitscht zu werden, was auch vollzogen wurde. Dann befahl er, ihn auf den Rücken zu legen und ihm die Beine mit einem großen Stück Holz zu beschweren, auf dessen beiden Enden noch zwei Männer standen. Man kann sich leicht die schrecklichen Schmerzen eines so heftigen Drucks vorstellen. Die Geduld und heitere Ruhe des Anastasius setzten den Richter in Staunen, und nachdem er dem König hierüber Nachricht erteilt hatte, begehrte er von ihm neue Verfahrensbefehle.



    Während seiner Abwesenheit gestattete der Kerkermeister, der ein Christ, aber zu schwach war, ein Amt, das sich damals mit der liebevollen Lehre Jesu keineswegs in Einklang bringen ließ, abzulegen, den Christen, ihren leidenden Mitbruder zu besuchen. Scharenweise liefen sie zum Gefängnis. Jeder bemühte sich, die Hände und Füße des Märtyrers zu küssen. Man nahm alles, was seinen Leib berührt hatte, selbst die Werkzeuge seiner Marter, als geheiligte und kostbare Dinge mit sich weg. Der Heilige, der nur geringe Gedanken von sich selbst hatte, war über ein solches Betragen sehr unzufrieden, und sprach sich sogar in starken Worten darüber aus, konnte es aber dadurch nicht verhindern.



    Als der Hauptmann zurückgekommen war, ließ er Anastasius von neuem mit Schlägen züchtigen, aber stets vergebens. Wenn man die Standhaftigkeit des frommen Dulders sah, hätte man denken sollen, sein Körper sei ganz gefühllos. Danach hängte man ihn an einer Hand auf und band eine schwere Last an seine Füße. In diesem Zustand blieb er zwei Stunden lang, ohne sich durch die Versprechen oder Drohungen, die man immerhin noch anwandte, erschüttern zu lassen.



    Der Richter, der schließlich verzweifelte, weil er durch Anastasius besiegt wurde, ging nun zum König, um seine letzte Willenserklärung einzuholen. Der erhaltene Befehl ging dahin, den Heiligen mit den gefangenen Christen zu töten. Bei seiner Rückkehr wurden die zwei Gefährten des unüberwindlichen Anastasius, mit 66 anderen Christen, am Ufer des Flusses erdrosselt. Man ließ Anastasius Zeuge dieser Hinrichtung sein, indem man sich immer noch mit der Hoffnung schmeichelte, der Anblick dieser schaudervollen Hinrichtung werde ihn erschüttern. Man wandte sogar noch andere Mittel an, um ihn zum persischen Aberglauben zurückzuführen. Alles aber blieb ohne Erfolg. „Ich erwartete,“ sagte er dann zu den Henkern, „dass eine grausamere Todesart über mich verhängt würde. Ich dachte, man würde meinen Leib in Stücke zerreißen lassen. Aber da Gott mich zu sich ruft durch einen leichteren Weg, so kostet mich das Opfer nichts, das ich ihm mit meinem Leben darbringe. Ich bitte ihn nur, es annehmen zu wollen.“ Kaum hatte er ausgeredet, so erdrosselte man ihn, wie die anderen, und schnitt ihm dann den Kopf ab. Sein Märtyrertod fällt auf den 22. Januar, im Jahr nach Christi Geburt 628, und im siebzehnten der Regierung des Kaisers Heraklius, an dem Tag auch sein Fest von den Griechen und Lateinern begangen wird. Der heilige Atanasius hatte den nahen Fall des Tyrannen Chosroes vorhergesagt, der auch wirklich zehn Tage nach seinem Märtyrertod erfolgte, als Heraklius in Persien einfiel.



    Die Leiche des Heiligen, die man mit denen der anderen Christen den Hunden vorgeworfen hatte, wurde aber von diesen gefräßigen Tieren unangetastet gelassen. (Die Hunde waren und sind im Morgenland nicht die geselligen Freunde des Menschen. Sie sind grausam, blutdürstig, stets hungrig, nie gesättigt. Es wird ihnen nie etwas zu fressen zugeworfen. Sie suchen sich Nahrung, wo sie können. Kehricht, Aas, Unreinigkeiten, alles ist ihnen gut, wenn sie nur ihren Hunger stillen können. Vor allem gieren sie nach Menschenfleisch.) Die Gläubigen kauften und beerdigten sie dann in dem Kloster zum heiligen Sergius, das nicht weit entfernt war, und von dem die Stadt Barsaloe den Namen Sergiopolis erhalten hat. Der Ordensgenosse, der ihm gefolgt war, brachte seine Kleider nach Palästina zurück. In der Folge wurde auch sein Leib dahin gebracht. Einige Jahre später versetzte man ihn nach Konstantinopel und dann nach Rom.



    Das 7. Allgemeine Konzil billigte den Gebrauch, das Haupt des heiligen Märtyrers Anastasius zu malen, wie auch das alte Bild desselben Hauptes, das durch mehrere Wunder berühmt ist, und zu Rom mit besonderer Verehrung aufbewahrt wird. Man sieht es jetzt noch in dem Kloster Unserer Lieben Frau ad aquas salvias, das den Namen von den heiligen Vincentius und Anastasius trägt. Die anderen Reliquien von diesem Heiligen sind in der Kapelle ad Scalas Sanctas, neben St. Johann im Lateran. Bei Bollandus findet man die Geschichte der Wunder, die bei den Reliquien geschahen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum21.01.2026 08:55
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Gott ist die Liebe



    Entzünde, Herr, mein Herz mit jenem Feuer,

    Das immerdar von deiner Liebe brennt;

    Denn lieben wird es dich um so getreuer,

    Wenn es durch diese Liebe dich erkennt.




    1. Herr, mein Gott, du bist die Liebe. Also spricht der vielgeliebte Jünger, und der Funke der Liebe, den du in mein Herz legtest, macht diese Wahrheit mir fühlbar. Denn unauslöschlich ist mein Verlangen nach Liebe. Sie ist die Freude meines Daseins, sie ist ein Aufschwung nach dem Schönen und Lieblichen und wird durch nichts Erschaffenes gesättigt. Hieraus, unendliche Majestät, wird es mir klar, dass unendliche Liebe der Jubel deines glorreichen Daseins ist, dass sie nur durch unendlich Schönes, nur durch unendlich Großes und Gutes gesättigt wird, dass du, Ursprung aller Wesen, in dir allein, dem unermesslichen Ozean unendlicher Vollkommenheiten, findest.



    2. Auch schließe ich, mein Gott, aus dem Gefühl meiner geringen Liebe, die, je inniger und lebendiger, auch um so tätiger und wirksamer ist, dass deine Liebe, die keinen Anfang kennt, in unendlicher Wirksamkeit besteht, da ihr Gegenstand die unendliche Schönheit, die unendliche Herrlichkeit und Vollkommenheit ist. Unermesslich ist das Feuer dieser glorreichen Liebe, unermesslich die Glorie, die dieses lebendige Feuer nährt. Denn alles, was dieser unendlichen Liebe genügt, besitzt du selbst, ja bist du selbst, unendliche Majestät. Daher, o ewig anzubetende Dreieinigkeit, deine unbegrenzte, ewig neue, ewig lebendige Glückseligkeit und Glorie in dem Genuss dieser unermesslichen Liebe.



    3. Das Übermaß dieses göttlichen Feuers ergießt sich über alle Chöre deiner Engel, über alle Scharen deiner Heiligen. Von diesem Feuer durchströmt, jubeln sie in ewiger Glückseligkeit, und singen den Lobgesang deiner Liebe. Trunken sind sie von dem Strom dieser Wonne ihres Gottes, und versunken in ewige Entzückungen über deine unendliche Urschönheit. Ja selbst in diesem Tal der Tränen erhebt ein Funke dieses göttlichen Feuers, der in eine auserwählte Seele fällt, sie über sich selbst, und entflammt ihr Herz mit einer Sehnsucht, die ohne Unterlass seufzt, aufgelöst zu werden, um ewig bei dir zu sein. O mein Schöpfer, entflamme auch mein Herz mit diesem heiligen Feuer. Psalm 42,2-3: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?"

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum21.01.2026 08:51
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 21. Januar




    Unbefleckte Jungfrau Maria, siehe, du musst machen, dass ich selig werde. Hilf, dass ich immer an dich denke und vergiss mich nicht. Die Zeit scheint mir so lang, als wären es noch tausend Jahre, bis ich deine Schönheit im Himmel erblicken werde, wo ich dich noch weit mehr loben und lieben werde, meine Mutter, meine Königin, meine geliebte, meine schönste, meine süßeste, meine reinste und unbefleckte Jungfrau Maria. Amen.



    Zu Gott



    Allmächtiger, heiliger Gott, gib allen Kindern Deiner Kirche die Gnade, treu ihre Reinheit zu bewahren, jene ebenso zarte als notwendige Tugend, damit sie die eheliche Verbindung heilige, und stets ungetrübt an den dir geweihten Jungfrauen zur Verherrlichung deiner heiligen Kirche und zum Lob deines heiligen Namens glänze, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Die heilige Agnes,




    Jungfrau und Martyrin. Eine eiserne Wiege wurde glühend gemacht, um diese zum Martertod bestimmte Jungfrau hineinzulegen. Frohen Mutes stieg sie in diese Wiege und sprach lächelnd: "Nun werde ich wieder, was ich gewesen bin, ein Kind. Wie gut geht es mir, denn den Kindern gehört der Himmel!"

    Siehe hier die Kraft des Glaubens, die in einem Kind Gottes wohnt, es ist ruhig und zufrieden wie ein Kind in Vaters Schoß, wenn es außen noch so stürmt, und genießt schon den Frieden und die Ruhe des Himmels auf Erden.

    Prüfe dich, ob du auch innerlich so ruhig und heiter bleibst, wie die heilige Agnes, wenn du von der Welt falsch beurteilt, unschuldig angeklagt, deines Glaubens und Festhaltens an Jesus durch äußere Religionsübungen wegen verspottet, verachtet, etwa für einen Frömmelnden angesehen wirst?

    Bete um freudiges Bekenntnis des Glaubens.



    Bekenn den Glauben ohne Furcht und Scheu.

    Im Leiden fürchte nichts, Gott steht dir bei!



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Zu Maria Einsiedeln in der Schweiz war heute die berühmte Gedächtnisfeier des heiligen Einsiedlers Meinrad, der mit Beten, Betrachten und Fasten sein Leben zubrachte, die Andacht zur seligsten Jungfrau durch ein in die ihm angewiesene Kapelle übersetztes und nachher unter dem Namen Maria Einsiedeln so berühmt gewordenes Mutter Gottes-Bild weit ausgebreitet, viele zur Tugend und Gottseligkeit unterrichtet, und schließlich von 2 Mördern nach gelesener Heiliger Messe am 21. Januar 861 umgebracht worden ist.

    Papst Paul II. hat im Jahr 1464 an diesem Tag allen denen, die das Fest der Aufopferung Mariä, das nun auf den 21. November fällt, mit Andacht begehen würden, Ablass erteilt.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Seit sechzehnhundertfünfzig Jahren verkündet die Kirche das Lob der heiligen Agnes. Die größten Kirchenlehrer feiern ihren Ruhm. Berühmte Päpste haben ihr Leben und Sterben begeistert geschildert. Ihr zu Ehren haben Dichter ohne Zahl ihre Lieder gesungen. Zahllos sind auch die Kirchen, die ihr geweiht sind, und Millionen Frauen und Mädchen trugen zu allen Zeiten und tragen heute noch ihren Namen. Die heilige Agnes gehört zu den ganz Großen im Himmel und auf Erden.



    Was hat sie denn so groß gemacht?



    Agnes wurde als Tochter eines vornehmen römischen Hauses im Jahre 291 geboren. Schon als Kind war sie schön wie eine Rosenknospe. Später staunten alle Menschen, die sie sahen, denn so viel Liebenswürdigkeit und Schönheit und Freundlichkeit wie bei ihr findet man selten bei einem einzelnen Menschen.



    Schön war Agnes von Gestalt, und noch weit herrlicher entfaltete sich die Schönheit ihrer Seele. Rein wie die weiße Wolle eines Lammes war ihr Herz, wie Schnee, über den noch kein Fuß gegangen ist. Und bald auch blühte in ihrem Herzen die Liebe zum schönsten und herrlichsten Bräutigam, den es gibt, zu Christus, dem König der reinen Seelen. Mit diesem unvergleichlichen Bräutigam verband sich Agnes für immer und ewig durch ein Gelübde.



    Angelockt durch die Art und die Erscheinung des Mädchens, bat eines Tages ein vornehmer heidnischer junger Mann um die Hand der Heiligen. Sie aber, die an irdische Liebe nie gedacht hatte, gab zur Antwort:



    „Du kommst zu spät. Ein anderer ist dir zuvorgekommen. Ich bin bereits verlobt. Mein Bräutigam ist der, dessen Schönheit Sonne, Mond und Sterne bewundern und dessen Mutter eine Jungfrau ist. Mit einem Ring hat mich Jesus Christus, der Herr, sich verbunden, und wie eine Braut hat er mich mit einem Kranz geschmückt.“



    So sprach Agnes. Hohe, heilige Worte waren es, mit denen sie sich offen als Christin bekannte.



    Es war damals die Zeit der Christenverfolgung, und so ging der enttäuschte Bewerber hin und klagte die Christusbraut, die ihn abgewiesen hatte, bei dem heidnischen Richter an.



    Der Richter ließ die Bekennerin aus dem Elternhaus holen und sich vorführen. Mit freundlichen Worten forderte er sie auf, zum Zeichen des Abfalls vom wahren Glauben vor einem Götzenbild Weihrauch zu verbrennen. Schmeichelnd versprach er ihr dafür alles Glück der Welt. Doch Agnes schüttelte ernst, aber bestimmt den Kopf. Irdisches Glück ließ sie kalt, und deshalb weigerte sie sich, Weihrauch zu streuen, um dem himmlischen Bräutigam nicht untreu zu werden.



    Da stieß der Richter schreckliche Drohungen aus und zeigte ihr die grauenhaften Marterwerkzeuge, wie sie damals gegen die Christen angewandt wurden: klirrende Ketten, eiserne Krallen, blutbespritzte Foltern, die wilden Tiere und die lodernden Flammen des Scheiterhaufens. Doch auch dadurch ließ sich Agnes nicht einschüchtern. Sie stand in Treue fest zu Christus. An dieser Treue änderte sich auch dann nichts, als sie zum Tod durch Enthauptung verurteilt wurde.



    Wie sie den Martertod erlitt, beschreibt der heilige Bischof Ambrosius von Mailand, der die Geschichte noch von Augenzeugen erfahren hat, so schön, dass es ihm schöner keiner nacherzählen kann.



    „So schreitet keine Braut dem Bräutigam entgegen“, erzählt der heilige Ambrosius, „wie diese Jungfrau fröhlichen Schrittes zur Marterstätte eilt. Alle Leute weinen, einzig ihre Augen bleiben tränenleer. Ringsum staunt man, dass sie ihr Leben so leichten Herzens hingibt ... Ruhig steht sie da, betet und neigt den Nacken. Da konntest du den Henker zittern sehen ..., seine Hand bebt, bleich sind seine Lippen ..., bis Agnes ihm zuruft: Warum zögerst du, Henker?“



    So berichtet der heilige Ambrosius von dem glorreichen Tod der Christusbraut Agnes, und voll Bewunderung fährt er fort:



    „Mädchen ihres Alters weinen über einen Nadelstich, als hätten sie sich schwer verletzt, sie aber stand unerschrocken vor dem Henker. Sie hatte kaum eine Ahnung, was Sterben heißt, und schon ist sie bereit, ihr junges Leben unter dem Schwert auszuhauchen. So viele Menschen nun ihren Namen aussprechen, so viele Herolde verkünden den Ruhm dieser jungfräulichen Martyrin.“



    - - -



    Es war am 21. Januar des Jahres 304 nach Christi Geburt, als die heilige Agnes den Märtyrertod erlitt. Noch so jung, erst im 13. Lebensjahr stehend, war sie schon im Guten vollendet. Ihr heiliger Engel, der im Leben ihr so treu zur Seite gestanden hatte, führte die reine, unschuldige Seele zum Himmel empor. Allem Erdenleid für immer entrückt, wird sie von den Engeln und Heiligen als Teilnehmerin an ihrer Seligkeit begrüßt. Sie schaut – o welche Freude! – nun zum ersten Mal ihren göttlichen Bräutigam, den sie so treu geliebt, nach dem sie so glühend verlangt hat. Nun besitzt sie Ihn und nichts mehr vermag sie von Ihm zu trennen. Liebend schließt Er sie in Seine Arme, krönt sie mit der Doppelkrone der Jungfräulichkeit und des Martyriums und lässt sie für alle Ewigkeit teilnehmen an seiner himmlischen Herrlichkeit.



    Die Glorie und Freuden, in der sie nun lebt und ewig leben wird, beschreiben zu wollen, wäre eitles Beginnen. Kein Menschenauge ist fähig, den Glanz zu ertragen, keine Menschenbrust kann die Wonne verkosten, keine Engelszunge kann die Herrlichkeit verkünden, die Gott im himmlischen Paradies jenen bereitet hat, die Ihn lieben (1 Kor 2). Und Agnes gehört zu Seinen auserwählten Bräuten, zu jenen bevorzugten Heiligen, die das Kleid der Jungfräulichkeit unbefleckt vor den Thron des Lammes gebracht haben. Strahlend in leuchtendem Gewand, die Siegespalme in der Rechten, ihr Herz erfüllt von unbeschreiblicher Seligkeit, folgt sie, eine der ersten in der Schar der Jungfrauen, dem Lamm, wohin es immer geht, und singt mit ihnen ein Lied, das nur sie zu singen vermögen (Offb 14). Ewig prangt sie mit der Siegeskrone, die der besondere Lohn der Jungfrauen ist für die Siegreichen Kämpfe zur unbefleckten Bewahrung ihrer Keuschheit (Sir 4).



    Aber auch auf Erden hat der Herr Seine Braut verherrlicht und durch alle christlichen Jahrhunderte ist ihr Andenken glorreich geblieben.



    Kaum hatte das unschuldige Mädchen sein Leben ausgehaucht, da drängten die Christen sich hinzu, um in den Tüchern das Blut der jugendlichen Märtyrerin aufzufangen, das sie als teures Andenken und wertvolle Reliquie mit sich nach Hause nahmen. Den heiligen Leib ließen ihre Eltern auf einer ihrer Besitzungen in der Nähe der Stadt Rom ehrfurchtsvoll bestatten. Die Christen kamen in großer Zahl zum Grab der Heiligen, um dort zu beten, durch ihr Beispiel sich zu ermutigen und durch ihre Fürbitte Kraft zu erflehen für ihren Glauben. Manche erlitten dort, von den Heiden überfallen, den Märtyrertod. Unter diesen war auch Emerentiana, ein Mädchen, das mit Agnes vom gleichen Alter, jedoch noch nicht getauft war. Als Emerentiana den Heiden mutig entgegentrat und ihnen unerschrocken ihre Ruchlosigkeit vorhielt, wurde sie von der wütenden Menge zu Tode gesteinigt. So empfing sie die Bluttaufe. Im selben Augenblick erfolgte jedoch ein furchtbares Erdbeben, begleitet von Donner und Blitz, wodurch viele getötet wurden, so dass man es fortan nicht mehr wagte, hier die Christen zu belästigen.



    Am teuersten war die Grabstätte der heiligen Agnes ihren Eltern. Täglich besuchten sie das Grab, um dort zu beten. Sie freuten sich wohl innig über das Glück ihres Kindes, aber es tat ihnen doch weh, es nicht mehr bei sich zu haben. Da erschien ihnen eines Abends, als sie zusammen mit vielen anderen an dem Grab ihrer Tochter beteten, Agnes, von blendendem Licht umstrahlt und begleitet von vielen Jungfrauen, ein glänzend weißes Lämmlein auf ihren Armen tragend. „Seid nicht traurig“, so tröstete sie freundlich ihre Eltern, „dass ihr mich verloren habt, sondern freut euch wegen meines Glücks. Denn seht, ich schaue nun, wonach ich verlangte und besitze, was ich gehofft habe. Ich bin nun vereint im Himmel mit Ihm, den ich auf Erden mit ganzer Inbrunst geliebt habe.“ Hierauf verschwand die Erscheinung; die Eltern aber waren durch diese Worte sehr erfreut.



    Das Grab der heiligen Agnes blieb in großen Ehren und ihre Verehrung breitete sich immer weiter aus. In allen Kirchen und Sprachen des Erdkreises wurde ihr Andenken geehrt, ihr Lob verkündet und ihr Fest gefeiert. Christliche Jungfrauen wählten sich die jungfräuliche Märtyrerin als Patronin und ehrten sie als Vorbild und Schützerin ihrer Unschuld. Konstantia, die Tochter des Kaisers Konstantin, erbaute über ihrem Grab eine Kirche und daneben ein Haus für fromme Jungfrauen, die dort unter dem Schutz der heiligen Agnes ein gottgeweihtes Leben führten. Diese Kirche zählt jetzt zu den schönsten Kirchen Roms. Sie birgt als kostbaren Schatz unter dem Hochaltar den größten Teil der Reliquien der heiligen Agnes. Die große Anzahl Weihegeschenke, die man in diesem Gotteshaus erblickt, geben Kunde von der Liebe und Verehrung, die der jugendlichen Heiligen gezollt wird und von den vielen Gebetserhörungen, die auf ihre Anrufung stattfanden.



    Der Tag, an dem die heilige Agnes durch ihren blutigen Tod das ewige Leben fand, in der Sprache der Kirche „Geburtstag“ genannt, wird am 21. Januar gefeiert und sieben Tage darauf das Gedächtnis ihrer Erscheinung. Die priesterlichen Tagzeiten ihres Festes gehören zu den schönsten des Breviers. Ihr Name ist in den Kanon der heiligen Messe aufgenommen und Tag für Tag steigt unzählige Male von den Altären das Gebet um ihre Fürbitte zum Himmel empor. In Rom werden alljährlich an ihrem Grab zwei weiße Lämmlein gesegnet; aus deren Wolle werden die Pallien bereitet, die der Papst den Erzbischöfen verleiht und womit er ihnen Vollmacht gibt zur Ausübung ihrer Rechte.



    Von vielen Heiligen ist es bekannt, dass sie eifrige Verehrer der heiligen Agnes waren. Dazu zählen unter andern der heilige Martin, dem sie wiederholt erschien, der heilige Thomas von Aquin, die heilige Brigitta, der selige Thomas von Kempen. Christliche Dichter besangen ihr Leben und berühmte Kirchenväter verkündeten ihr Lob. Insbesondere der heilige Ambrosius hat sie mit beredten Worten gefeiert.



    So ist die heilige Agnes geehrt im Himmel und auf Erden. Sie hat, was der heilige Hieronymus von ihr preist, durch ihre Festigkeit und Ausdauer die Schwäche ihres Alters und die Wut des Tyrannen überwunden: das ist und bleibt ewig ihr Ruhm.



    Die heilige Agnes war, was der heilige Augustinus an ihr rühmt, wirklich, was ihr Name andeutet, die Keusche und Reine, ein Lamm an Einfalt und Unschuld und treuer Anhänglichkeit an Jesus, den guten Hirten, von dem sie durch nichts sich trennen ließ: das verdiente ihr die Kronen der Jungfräulichkeit und des Martyriums.



    Heilige Agnes, lass nicht ab, für uns zu bitten, damit wir in den Gefahren nicht erliegen und den Versuchungen standhaft widerstehen und so vom ewigen Verderben bewahrt, einst mit dir ewig uns in der Glorie des Himmels erfreuen mögen!

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  • Vom Reich GottesDatum20.01.2026 08:33
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Freude im Heiligen Geist



    Wenn Gottes Geist das Herz durchweht,

    Dann tönt sein Saitenspiel

    In süßer Liebe früh und spät

    Von seinem hohen Ziel;

    Und löst sich oft in seinem Lauf

    Vor Wonne liebetrunken auf.



    1. Gott, der unendlich glückselig ist, erschuf auch unser Herz zur Freude. Und gar sehr irren diejenigen, die von seinem Dienst durch den falschen Wahn sich abhalten lassen, die Diener Gottes schmachteten in beständiger Traurigkeit. Freude ist die natürliche Speise unseres Herzens. Zwar verbietet Gottes heilige Gerechtigkeit denjenigen, die nach dem himmlischen Reich pilgern, unreine und sündhafte Lüste, aber seine liebevolle Güte entschädigt sie, selbst in diesem Leben, reichlich durch den Trost und die Freude des Heiligen Geistes. Und so liebevoll werden sie dadurch erquickt, dass sie ihrem gekreuzigten Herrn mit großer Liebe folgen.



    2. Dieser Trost und diese heilige Freude sind die Erstlingsgaben der himmlischen Erbschaft, und ihre Lieblichkeit steht hoch über allen sterblichen Worten. Dieses Wort fassen die Kinder dieser Welt nicht, und es ist ihnen Torheit. Es zeigt sich aber die allmächtige Kraft dieses göttlichen Trostes darin, dass sie Seelen, die damit begnadet werden, also über sich selbst erhebt, erleuchtet und von himmlischer Liebe durchglüht, dass sie alle Lüste der Welt und des Fleisches gleich dem Gassenkot verabscheuen, weil alles, was in dieser Welt süß und lieblich genannt wird, gegen den Adel, die Reinheit und göttliche Lieblichkeit dieser heiligen Wonne wahre Bitterkeit ist.



    3. Diese Gnade widerfährt ihnen besonders, wenn das Licht des Heiligen Geistes sie im innerlichen Gebet erleuchtet, dass die Geheimnisse des heiligen Glaubens ihnen gleichsam anschaulich werden, und sie die wunderbare Weisheit und Liebe Gottes klar erkennen, wodurch ihre Liebe oft so sehr entflammt wird, dass sie mit dem Apostel ausrufen: "Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein - um wieviel besser wäre das." (Philipper 1,23) So lieblich und so stark ist dieser Trost, dass zuweilen große Sünder sich dadurch angeeifert fühlten, die Welt zu verlassen, und dass bekehrte Seelen die größten Aufopferungen, sogar ihres Lebens, mit Jubel vollbrachten. Gott aber erquickt alle, die mit aufrichtigem Herzen ihm dienen, je nach ihrem Bedürfnis und den Anordnungen seiner göttlichen Weisheit, mehr oder minder, mit dieser himmlischen Speise. Psalm 9,3: "Ich will jauchzen und an dir mich freuen, für dich, du Höchster, will ich singen und spielen."


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  • Tages-Gebete Datum20.01.2026 08:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 20. Januar



    Du barmherzigste Mutter. Sei meine Fürbitterin bei Gott und erwirb mir seine göttliche Gnade und Barmherzigkeit. Du bist ihm wegen deiner Heiligkeit ganz lieb und angenehm. Ich aber bin ihm wegen meiner Sünden ganz zuwider und verhasst. O dass mir recht bald die Verzeihung meiner Sünden verkündigt würde. Dass ich durch die Gegenwart meines Heilandes in meinem Herzen von himmlischem Trost erquickt würde. Erflehe mir diese große Gnade bei Jesus deinem göttlichen Sohn. Amen.



    Zu Gott



    Wir hoffen, gütiger Gott, von Deiner unendlichen Barmherzigkeit den Beistand zu erlangen, den wir brauchen, um in den Gefahren, denen wir so oft ausgesetzt sind, nicht zugrunde zu gehen. Erhöre auch unser Gebet für diejenigen, denen der Schutz unserer irdischen Güter und unseres zeitlichen Lebens anvertraut ist, damit sie in allem Deinen Willen vor Augen haben, und gegen alle Feinde des zeitlichen und ewigen Heils gesichert stehen mögen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Der heilige Sebastian,



    Soldat und Martyrer, zog sich durch seinen Eifer blutige Verfolgung zu. Seine Mitchristen baten ihn dringend zu fliehen, er aber sprach: "Ich will tun, was Gott will." - darauf betete er inständig und kurze Zeit später wurde ihm der Marterkrone zuteil.

    Nichts geschieht ohne Anordnung Gottes, kein Vögelein verliert ein Federlein, kein Fisch kommt ins Netz, keinem Menschen wird ein Härlein gekrümmt, ohne den Willen Gottes, deshalb sprach auch Jesus zum Petrus: "Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater bereitet hat?"

    Prüfe dich, ob du auch alles, Freude und Schmerz, was dir den Tag über jeden Augenblick so zukommt, nach dem Beispiel Jesu, nicht den Menschen, nicht Judas und seinem Anhang zuschreibst, sondern wie von der Hand Gottes kommend annimmst mit Demut, in Hinblick auf deine Fehler mit Geduld, aus Liebe zu Jesus, mit Lob und Dank, weil es dir nützen kann, überträgst?

    Bete um kindliche Ergebung in den Willen Gottes.



    Tu immer, was und wie es Gott will,

    Das führet sicher dich zum schönsten Ziel.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag wurde im Jahr 1582 vom Papst Gregor XIII. die Rosenkranz-Bruderschaft zur Ehre der heiligsten Mutter Gottes aufs neue bestätigt.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Sebastian wurde im dritten Jahrhundert als Sohn römischer Eltern, die Christen waren, in Südfrankreich geboren. Bald nach seiner Geburt verzog die Familie und siedelte nach der großen Stadt Mailand in Oberitalien. Dort ist Sebastian groß geworden.



    Von der frühesten Kindheit an schwärmte der Junge für das Militär. Wo sich Soldaten zeigten, da war auch Sebastian zur Stelle. Soweit es seine kurzen Beine zuließen, marschierte er neben den Kolonnen her. Die Soldatenlieder kannte er schon alle, bevor er lesen und schreiben lernte. So wurde Sebastian ein wenig später selbst Soldat. Fähnrich zuerst, dann Leutnant und mit zweiundzwanzig Jahren bereits Hauptmann, der jüngste Hauptmann im Regiment.



    Drei Jahre später wurde Hauptmann Sebastian zur kaiserlichen Garde nach Rom versetzt. Damit erfüllte sich für ihn der schönste Traum, den die Soldaten in der damaligen Zeit träumten, denn bei der Garde zu dienen galt als ehrenvolle Auszeichnung. Die Garde erhielt höheren Sold und trug eine prunkvolle goldene Rüstung. Auf dem Helm schwankte ein herrlicher Federbusch. Ein einziges Leuchten und Funkeln war es jedes Mal, wenn die Garde aufzog, ein Schauspiel, das regelmäßig bei den Zivilisten laute Bewunderung hervorrief.



    Den glänzendsten Eindruck machte der Hauptmann Sebastian. Einen prachtvolleren Soldaten, als er war, konnte man sich kaum vorstellen. Sebastian war zwei Meter groß, hatte edle Gesichtszüge und besaß einen geschmeidigen und muskulösen Körperbau. Sebastian war, mit einem Wort gesagt, ein schöner Mann. Als Soldat tat er seine Pflicht, und als Offizier war er bei seinen Untergebenen beliebt. Sein Mut und seine Tapferkeit waren sprichwörtlich, und an seiner Treue gegen den Kaiser konnte keiner zweifeln.



    Sebastian war aber nicht nur Soldat, sondern auch Christ, und zwar ein Christ von der Art, wie Christen sein sollen, ehrlich und treu.



    Damals, zu Sebastians Zeit, genoss die junge christliche Kirche nach langen schweren Verfolgungen eine vierzigjährige Friedenszeit. Die Zahl der Gläubigen vermehrte sich ständig, nicht nur unter den armen Volksschichten, sondern auch unter den Gebildeten und bis in die höchsten Kreise. Doch da kam über Nacht eine neue Verfolgung über die Christen. Es war die zehnte und schrecklichste seit der ersten zweihundert Jahre vorher. Tausende haben auch in dieser Verfolgung mutig den Glauben an Christus mit dem eigenen Blut besiegelt.



    Gerade zu der Zeit, als diese Verfolgung ausbrach, erhielt Sebastian die Beförderung zur Garde. Lange überlegte er, ob er sich in Rom gleich von Anfang an öffentlich als Christ bekennen solle. Am Ende hielt er es aber für besser, seinen Glauben wenigstens vorläufig geheim zu halten. Das tat er nicht aus Feigheit, weil er den Martertod fürchtete, denn Feigheit und Furcht kannte Sebastian nicht. Nein, als echter Christusjünger brannte er vielmehr darauf, das Leben für Christus möglich zu machen. Er sagte sich, wenn er schon sterben müsse, so sei es doch gut, dass er möglichst spät den Martertod erleide. Denn in der Zwischenzeit könne er in seiner hohen Stellung noch vielen verfolgten Christen eine Stütze sein.



    So geschah es auch. Wo er nur konnte, nahm sich Sebastian der Mitchristen an. Ihm, dem hohen Offizier der kaiserlichen Garde, öffneten sich ohne Schwierigkeiten die Kerkertüren. Den todgeweihten Christen brachte Sebastian den letzten Trost und letzte Aufmunterung. Besonders wichtig war ihm, diejenigen, die im Angesicht des Todes schwankend wurden, im Glauben zu stärken. Er brachte es sogar fertig, mitten im Sturm der Verfolgung Menschen für Christus und den Glauben zu gewinnen.



    So kam es, wie es kommen musste. Eines Tages wurde Sebastian verraten, und der Kaiser, äußerst wütend, ließ ihn am gleichen Abend noch mit Pfeilen erschießen. Wie ein tapferer Soldat hielt Sebastian, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, am Marterpfahl aus. Schließlich brach er sterbend zusammen, und die Pfeilschützen entfernten sich in der Meinung, dass der Hingerichtete tot sei. Als jedoch bei Einbruch der Nacht eine christliche Witwe, Irene mit Namen, kam, um den Leichnam ehrenvoll zu bestatten, traf sie den Blutzeugen noch lebend an. Eiligst schaffte die Frau den Schwerverletzten von der Hinrichtungsstätte fort, versteckte ihn und pflegte ihn so gut, dass er wieder gesund wurde.



    Wer aber meint, Sebastian sei nun geflohen, um sich in Sicherheit zu bringen, der irrt. Nein, denn als er kaum wieder stehen und gehen konnte, trat er erneut vor den Kaiser hin und hielt ihm mutig das Unrecht vor, das er den Christen antue. Da kannte des Kaisers Wut keine Grenzen mehr. Mit Keulen und Knütteln ließ er den Mann erschlagen.



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    Das einzige, historisch nachweisbare Datum, das als Zeugnis für den heiligen Sebastian herangezogen werden kann, ist sein Gedenktag im römischen Heiligenkalender. Seit 354 feiert die Kirche das Fest dieses Märtyrers.



    Der Legende nach soll er in Narbonne geboren, aber in Mailand aufgewachsen sein. Seine Stellung als kaiserlicher Offizier erlaubte es ihm, seine christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen zu besuchen, zu trösten und zu ermutigen. Bei diesem Tun wurde er jedoch schließlich verhaftet und nun selbst zum Tod verurteilt. Wahrscheinlich starb er während der diokletianischen Verfolgung um 300.



    „Die Absicht des heiligen Sebastian war aber nicht, Ruhm oder Reichtum zu sammeln, sondern bei Gelegenheit den Bekennern und Blutzeugen in ihren Drangsalen beizustehen. Bald auch bot sich seinem Eifer die erwünschte Gelegenheit dar. Marcus und Marcellianus, die beide des Glaubens wegen zum Tod verdammt worden waren, ließen sich durch die Tränen ihrer Verwandten und Freunde erweichen und schienen wankend in ihrem Entschluss. Sebastian, bestürzt über die drohende Gefahr, eilte ihnen zu Hilfe und belebte durch seinen feurigen Zuspruch, wodurch sogar alle Umstehenden lebhaft gerührt wurden, ihren schon halb gesunkenen Mut. Kaum hatte er abgelassen zu reden, als Zoe, Nikostrats Frau, die seit sechs Jahren den Sprachgebrauch verloren hatte, sich zu seinen Füßen niederwarf und durch Zeichen ihr Verlangen zu erkennen geben suchte. Der Diener Gottes machte das heilige Kreuzzeichen über ihren Mund, und sogleich fing sie an ganz verständlich zu sprechen. Zoe, voll des Dankes für diese große Wohltat, bekehrte sich mit ihrem Mann. Dieser war der erste Schreiber der Präfektur. Auf ihre Bekehrung folgte auch jene der Verwandten das Marcus und Marcellianus, des Kerkermeisters, namens Claudius, und sechzehn anderer Personen. Nikostrat, mit dessen Amt die Bewachung der Gefangenen verbunden war, führte sie in sein Haus, wo sie vom heiligen Priester Polykarp unterrichtet und getauft wurden.



    Als der Kaiser während der großen Christenverfolgung im Jahr 286 erfuhr, dass Sebastian ebenfalls Christ sei, ließ er ihn vor sich kommen, und hielt ihm den vermeintlichen Undank vor, womit er alle seine Wohltaten vergolten habe. Dann übergab er ihn den Händen einiger mauretanischer Bogenschützen, die ihn, mit Pfeilen durchschossen, als tot auf dem Platz liegen ließen. Irene, die zurückgelassene Witwe des Märtyrers Castulus, kam ihn zu begraben, fand ihn aber noch am Leben. Sie ließ ihn daher heimlich in ihr Haus tragen, wo er nach kurzer Zeit wieder vollkommen gesund war. Sebastian war weit entfernt, sich jetzt, wie ihm die Christen rieten, zu verbergen. Vielmehr stellte er sich eines Tages auf die Treppe, welche der Kaiser, wenn er in den Tempel ging, besteigen musste. Als dieser ihm nahe kam, redete er ihn an, und hielt ihm mit Kraft das Unrecht seiner feindseligen Gesinnung gegen die Christen vor, welche sich doch eine Pflicht daraus machten, für die Wohlfahrt seiner Regierung zu beten, und eine unverbrüchliche Treue gegen ihn zu bewahren. Diese freie Sprache überraschte den Kaiser Diokletian; aber wie groß war sein Befremden, als er den Sebastian, den er schon längst tot geglaubt hatte, erkannte! Er ließ ihn von neuem greifen und in den Zirkus, oder die Rennbahn, die an seinen Palast stieß, führen, um ihn da durch Stockschläge töten, und dann in die große Kloake werfen zu lassen, die am Ende der Rennbahn war.



    Eine christliche Matrone, Lucina genannt, ließ den Leib des heiligen Sebastian heimlich aus der Kloake, in die ihn die Götzendiener geworfen hatten, herausziehen und beerdigten ihn an dem Eingang einer unterirdischen Begräbnisstätte, zu Füßen von Petrus und Paulus.“



    Die für den Heiligen typische Darstellung zeigt einen unbekleideten jungen Mann, von Pfeilen durchbohrt und an einen Baumstamm gebunden. Andere Bildwerke stellen ihn als Ritter, die Pfeile in der Hand, dar.



    Folgende Länder und Städte verehren ihn als ihren Patron: Deutschland, die Gegend um den Chiemsee, Gent, Soissons, Oppenheim, Rom. Ebenso wird er von den Schützenbruderschaften, Soldaten, Büchsenmachern, Eisenhändlern, Gärtnern, Gerbern, Leichenträgern, Steinmetzen, Töpfern, Tuchmachern, Zinngießern und den Sterbenden als Schutzheiliger verehrt.



    Vor allem in Pestzeiten wurde er als Nothelfer angerufen. Pfeile galten als Symbol plötzlicher Krankheit, und die Pest wurde, nach den damaligen Vorstellungen, von den Pfeilen der Pestengel hervorgerufen.


    https://www.heiligen-legende.de/sebastian-von-rom/

  • Vom Reich GottesDatum19.01.2026 08:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Über die Liebe



    Entzünde, Herr, mein Herz

    Mit einem Liebesfunken.

    Von heil`gen Wonnen trunken

    Dann schwebt es himmelwärts

    Und liebt nur dich, Quell des Lichts.

    Denn die Geschöpfe sind ihm nichts.




    1. Die Liebe ist das Leben, der Trost, die Freudigkeit der Seele. Und je lebendiger diese Liebe ist, um so größer ist ihre Glückseligkeit. Daher auch wird die Verdammnis der ewige Tod genannt, weil die Verworfenen nicht lieben können, und daher ohne Trost und Freude sind. Denn sie hassen und verfluchen sich selbst, ihren Aufenthalt und ihre Gefährten, deren Abscheulichkeit sie in ihrer ganzen Größe schauen. Ebenso hassen sie auch die entsetzlichen Larven der bösen Geister, ja sie hassen Gott selbst als den Rächer ihrer Laster. Sieh also zu, wen und wie du liebst. Denn so wie der Gegenstand deiner Liebe wirst du selbst edel oder unedel, schön oder hässlich sein, dem Ausspruch des Propheten zufolge, der von den Götzendienern spricht: "Sie sind abscheulich geworden gleich den Dingen, die sie liebten." (Hosea 9,10)



    2. Gedenke deines unsterblichen Adels, und liebe nichts, das du nicht ewig lieben kannst. Der fleischliche Mensch liebt nur was des Fleisches ist. Diese Liebe ist sein Ziel. Sie verschlingt alle seine Gedanken und Regungen. Dennoch wird sein Liebeshunger so wenig gestillt, als der des Ehrsüchtigen und Geizigen, weil alle irdischen Dinge beschränkt sind, unsere Seele aber ein unermessliches Begehrungsvermögen hat, das durch nichts Erschaffenes sich sättigen lässt. Hieraus wird auch verständlich, dass diese Liebe eine sündhafte Abirrung von Gott, dem unermesslichen Gut, ist. Gott aber verknüpfte mit dieser verkehrten Liebe einen unersättlichen Hunger, damit der Mensch ihn suchen lerne, der allein sein Verlangen sättigen kann.



    3. Erhebe deine Liebe zu deinem Schöpfer durch die Betrachtung seiner wunderbaren Werke, seiner liebevollen Vorsehung und der zahllosen Wohltaten, mit denen er dein Leben begnadet. Gott, der die Schwäche des Menschen kennt, Unsichtbares zu lieben, ließ sich herab, sichtbar zu werden, damit unser Herz durch ihn zur Liebe unsichtbarer Dinge entzückt würde. Die heilige Menschheit Jesu Christi ist ein Spiegel, worin wir die unendliche Güte, Liebe und Barmherzigkeit des himmlischen Vaters gleichsam anschaulich sehen, und keine Seele kann sie innig betrachten, ohne zu seiner Liebe entzündet zu werden. "Gott ist der Fels meines Herzens und mein Anteil auf ewig." (Psalm 73,26b)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum19.01.2026 08:22
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 19. Januar



    Gütige Jungfrau Maria, erlange mir die Gnade, dass ich mich doch nicht mehr undankbar dir und Gott gegenüber beweise, der mir aus Liebe zu dir schon so viele Gnaden erteilt hat. Was sagst du hierauf, meine liebe Mutter Maria? Werde ich ewig verloren gehen? Ach, gewiss werde ich verloren gehen, wenn ich dich verlasse. Aber dürfte ich es wohl wagen, dich je zu verlassen, könnte ich mich je wieder von dir trennen, nachdem du mir so viele Beweise deiner Liebe gegeben hast? Du bist nach Gott der einzige Grund meiner Liebe. Ich will es nicht wagen, fernerhin zu leben, ohne dich zu lieben. Siehe, ich wünsche dein Wohlergehen, ich liebe dich, ich hoffe, dass ich dich immer lieben werde, hier auf Erden und die ganze Ewigkeit hindurch im Himmel, dich, o Maria, die du das heiligste, das mildeste, das liebenswürdigste Geschöpf bist. Amen.



    Zu Gott




    Gott, unser höchster Herr und König, gib Deinem Volk allezeit würdige, mit Deinem Geist erfüllte Regierungen, damit sie in allem Deine Ehre und das Heil der Menschen befördern. Erwecke aber auch bei uns jenen konstruktiven Geist der Bereitwilligkeit, den guten Absichten ihrer Regierenden in allem treu zu entsprechen, damit Herrscher und Beherrschte Deiner Obhut würdig und glücklich werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Der heilige Felix von Nola,



    Priester, war seiner elterlichen Güter beraubt worden; später hätte er sie wieder zurückfordern können, allein er zog es vor, sich von der Ernte eines kleinen gemieteten Ackers und Gärtchens, die er mit eigener Hand mühsam bearbeitete, zu ernähren.

    Die Heiligen zogen die Zufriedenheit mit Wenigem, dem Reichtum und der Bequemlichkeit vor, und wirklich, wenn wir bedenken, dass Jesus 30 Jahre lang für den Sohn eines Zimmermanns gelten wollte, und seine jungfräuliche Mutter die häuslichen Arbeiten selbst besorgte, wie können wir unzufrieden sein, wenn auch wir durch mühsame, harte Arbeit unser Brot verdienen müssen!

    Prüfe dich, ob du in deinem Stand zufrieden bist, auch dann, wenn du arm, verlassen, verachtet, durch schwere Arbeit ermüdet bist, dabei manches entbehren musst?

    Bete um Zufriedenheit und Arbeitsamkeit in deinem Stand.



    Verschmäh der Erde Güter,

    Sie sind vergänglich und sind bitter.



    Die heilige Abundantia,



    Jungfrau. Bei ihrer Geburt und bei ihrem Tod fingen die Glocken zu läuten an, und verkündeten gleichsam ihr Lob und ihre Auserwählung von Gott; und da man sie in die Kirche zur Taufe trug, brannten die Lichter auf dem Altar von selbst an.

    Wenn Gott seine Heiligen auf solch ausgezeichnete Weise ehrt, und wenn wir selber noch lebende fromme Seelen um ihr Gebet ansprechen, können und müssen wir nicht auch die Heiligen im Himmel verehren und sie um ihre Fürbitte anrufen?

    Prüfe dich über deine Verehrung der Heiligen, ob du zu einigen besonderes Zutrauen hast, z.B. zu jenen, deren Namen du bei der heiligen Taufe und Firmung erhalten hast, oder den du jeden Monat besonders verehrst? - Ob du neben der Nachahmung ihrer Tugenden, z.B. an ihren Festen eine heilige Messe, Kommunion, Litanei oder täglich ein kurzes Gebet zu ihrer Ehre Gott aufopferst?

    Bete um Vertrauen auf die Fürbitte der Heiligen.



    Schau auf die Heiligen, verehre sie,

    Es nützt dir viel, und reut dich nie.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Auf den heutigen Tag fällt das Andenken jenes Versprechens und Gelübdes ein, womit die seligste Mutter Gottes nach der Meinung der heiligen Väter vor der Vermählung mit dem heiligen Joseph die ewige Jungfräulichkeit gelobt hat.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Dieser Heilige, der in Oberägypten um das Jahr 300 geboren wurde, hütete in seiner Jugend die Herden. Als Kind stahl er einmal mit seinen Freunden Feigen und aß eine davon. An diese Begebenheit konnte er in der Folge nie denken, ohne die bittersten Tränen zu vergießen, als wäre diese unbesonnene Handlung ein großes Verbrechen gewesen. Er war noch jung, als ihm die Gnade den Entschluss, die Welt zu verlassen, eingab. Gelehrig ihren Einsprechungen gegenüber, zog er sich in eine kleine Zelle zurück, die nicht weit von einem ägyptischen Dorf lag. Mit den Handarbeiten, die in Körbeflechten bestand, vereinigte er ununterbrochenes Gebet und die strengsten Abtötungen. Sein Friede, den er im Dienst Gottes kostete, wurde bald durch eine der empfindlichsten Prüfungen gestört. Ein aus der Nachbarschaft schwanger gewordenes Mädchen klagte ihn als ihren Entehrer an. Mehr brauchte es nicht, um ihn den unwürdigsten Misshandlungen auszusetzen. Man schleifte ihn schmachvoll über die Straßen. Man schlug ihn und schimpfte ihn einen Heuchler, der das verdorbenste Herz unter der Kutte eines Einsiedlers verberge.



    Makarius, obgleich sich seiner Unschuld bewusst, wollte sich doch nicht rechtfertigen, sondern erduldete die Schläge und Beschimpfungen mit bewunderungswürdiger Ergebung. Ja er tat noch mehr, er nahm es noch auf sich, für den Lebensunterhalt seiner Anklägerin zu sorgen, indem er ihr den Erlös von seinen Körben zuschickte. „Wohlan Makarius,“ sagte er zu sich selbst, „du hast eine Frau gefunden, du musst also deine Arbeit verdoppeln, um es auch ernähren zu können.“ Allein Gott machte bald die Unschuld seines Dieners kund. Da die Zeit der Niederkunft dieser Unseligen herangekommen war, fühlte sie die schrecklichsten Schmerzen, und konnte ihr Kind nicht eher zur Welt bringen, als bis sie den wahren Vater angegeben hatte. Das Volk erkannte nun die Wahrheit und seine Wut wandelte sich nun in Bewunderung, da es über die Geduld und Demut des Heiligen nachzudenken anfing. Es hätte ihm sogar öffentliche Beweise seiner Verehrung und der Reue gegeben, von denen es durchdrungen war, wenn sich Makarius, der das Gift der Lobeserhebungen fürchtete, nicht in die Wüste von Scete, wo er die sechzig letzten Jahre seines Lebens zubrachte, geflüchtet hätte. (Der Berg Nitria lag ungefähr sechzehn Stunden von Alexandrien zwischen Abend und Mittag. Die Wüste Scete lag noch weiter weg, mehr in Lybien als in Ägypten. Da sie sehr ausgedehnt war und man keinen markierten Weg hatte, konnte man nur nach dem Lauf der Gestirne seine Reise dahin richten, und man hatte jeden Grund, seinen Untergang bei der geringsten Verirrung zu befürchten. Die Zellenwüste war ungefähr fünf Stunden vom Berg Nitria entfernt und bildete mit der oben genannten ein und dieselbe Wüste. Die Kirche von Nitria war sehr groß und wurde durch acht Priester versehen. In der Wüste von Scete waren vier Kirchen für die Einsiedler. Ein Decurio – oder Dekan – hatte die Aufsicht über neun Mönche, und ein Centurio über zehn Decurien. Jede Wüste hatte oft einen allgemeinen Vorsteher.) Der Sorgfalt ungeachtet mit der er seine Tugenden zu verbergen versuchte, verbreiteten sie doch bald einen leuchtenden Glanz in die Ferne. Auch kamen mehrere Männer zu ihm, um unter seiner Leitung von ihm zu lernen, wie man zur Vollkommenheit gelangen kann. Von allen seinen Schülern behielt er jedoch nur einen einzigen bei sich, der die Fremden verpflegen musste, die anderen wohnten in einzelnen Zellen, die voneinander abgesondert waren.



    Ein Bischof aus Ägypten, der die große Heiligkeit des Einsiedlers Makarius kannte, hielt es für angemessen, ihn zur Priesterwürde zu erheben. Er erteilte ihm daher die heiligen Weihen, damit er nach Bequemlichkeit die heiligen Geheimnisse für diese Gemeinde, die sich von Tag zu Tag erweiterte, feiern konnte. Als sie sich nach Verlauf einiger Zeit noch beträchtlicher vermehrt hatte, baute man vier Kirchen in der Wüste, und jede von ihnen erhielt ihren eigenen Priester.



    Die Abtötungen des heiligen Makarius waren außerordentlich. Er aß nur einmal in der Woche. Auch war sein Angesicht sehr blass und sein Körper äußerst schwach. Als Evagrius, einer seiner Schüler, ihn eines Tages in glühendem Durst um Erlaubnis bat, ein Glas Wasser zu trinken, erhielt er zur Antwort: „Sei froh, dass du im Schatten bist. Viele sind wirklich sogar dieses Labsals beraubt. Seit zwanzig Jahren habe ich nicht mehr gegessen, noch getrunken, oder länger geschlafen, als zur Erhaltung des Lebens notwendig war.“ Seinem eigenen Willen hatte er gänzlich entsagt, um nur den der anderen zu tun, und deswegen auch weigerte er sich nicht, den Wein zu trinken, den man ihm hinstellte. Allein in der Folge versagte er sich zwei bis drei Tage lang jeden Trank, um sich einigermaßen für seine Gefälligkeit zu züchtigen. Evagrius, der dies wahrnahm, bat die Fremden, ihm keinen Wein mehr anzubieten.



    Die Unterweisungen, die er den anderen erteilte, waren in wenigen Worten begriffen und hatten zum Hauptzweck, das Stillschweigen, das Gebet, die Geistessammlung, die Demut und Abtötung anzuempfehlen – lauter Tugenden, die er selbst im höchsten Grad besaß: „Wenn ihr betet,“ sagte er, „braucht ihr nicht viele Worte zu sprechen. Es ist genug, wenn ihr oft mit aufrichtigem Herzen wiederholt: Herr sei mir barmherzig, so wie du es für mich nützlich findest. Mein Gott stehe mir bei.“ Er kannte aus Erfahrung die Wirksamkeit dieser kleinen Gebete; und er hatte keins lieber als dieses, das zugleich das tiefste Gefühl der Ergebung und innigsten Liebe atmet: „Herr erbarme dich meiner, so wie du willst, und weißt, dass es deiner Güte am besten entspricht. Domine, sicut scis et vis, miserere mei.“



    Man konnte nicht müde werden, die Sanftmut und Geduld des heiligen Makarius zu bewundern. Nichts war imstande, diese zwei Tugenden in ihm zu trüben. Ein Götzenpriester und mehrere Ungläubige wurden dadurch so betroffen, dass sie sich zur christlichen Religion bekehrten. Nicht weniger groß war auch seine Demut, sie zwang eines Tages dem Teufel selbst dieses Geständnis ab: „Makarius,“ so sagte er zum Diener Gottes, „ich kann wohl in Nachtwachen, im Fasten und mehreren anderen Dingen dich übertreffen, allein deine Demut beschämt und entwaffnet mich.“



    Viele Menschen strömten von allen Seiten her, um sich beim heiligen Abt Rat zu holen. Unter diesen war auch ein junger Mann, der sich dem Einsiedlerleben widmen wollte. Makarius befahl ihm, auf einen Gottesacker zu gehen, und die Toten zu schelten. Ein anderes Mal schickte er ihn wieder dahin, sie zu loben. Bei seiner Rückkehr fragte er ihn, welche Antwort ihm die Toten gegeben hätten. „Sie haben,“ sagte der junge Mann, „weder auf die Schimpfworte, noch Lobeserhebungen geantwortet.“ – „Geh also hin,“ erwiderte der Heilige, „und ahme ihre Unempfindlichkeit nach. Wenn du der Welt und dir selbst abstirbst, wirst du anfangen für Jesus Christus zu leben.“ Da wir nicht alle bemerkenswerte Reden des heiligen Makarius anführen können, so beschränken wir uns bloß auf einige Beispiele. Aus diesen wird man seine großen Fortschritte im geistlichen Leben ohne Mühe erkennen.



    Eines Tages sagte er zu jemanden: „Wenn du von der Hand Gottes Armut, wie Reichtum, Hunger und Dürftigkeit, wie Überfluss und Belustigungen, annimmst, wirst du unfehlbar den Feind deines Heils zu Boden werfen, und alle deine Leidenschaften bezwingen.“ Ein Einsiedler beklagte sich einst bei ihm, dass ein Heißhunger ihn immer reize, das Fasten in der Einsamkeit zu brechen, wo er in dem Kloster leicht eine Woche zubringe, ohne zu essen. Diesem antwortete er ganz unverhohlen: „Dies kommt daher, mein Sohn, weil du in der Wüste niemanden hast, der Zeuge deines Fastens ist, der dich aufrechterhält, und mit seinen Lobsprüchen nährt. Im Kloster war der eitle Ruhm deine Nahrung, indem dort das Vergnügen, dich vor den andern durch deine Enthaltsamkeit auszuzeichnen, eine gute Mahlzeit ersetzte.“ Da ihn ein anderer Einsiedler fragte, wie er den Anfechtungen des unreinen Geistes, der ihn heftig versuchte, Widerstand tun soll, riet ihm der Heilige, der sah, dass diese Versuchungen von der Trägheit herkamen, sich mit seiner Arbeit unablässig während des ganzen Tages zu beschäftigen, und erst nach Sonnenuntergang zu essen. Der Einsiedler befolgte diese Vorschrift genau, und wurde von seinen Anfechtungen befreit.



    Makarius wurde eines Tages durch göttliche Offenbarung belehrt, dass er noch nicht so vollkommen sei, als zwei verheiratete Frauen, die in einer nahen Stadt wohnten. Sogleich reiste er ab, sie zu besuchen, und fand wirklich, dass sie das heiligste Leben führten. Aufmerksam auf ihre Zungen sprachen sie nie ein unnützes Wort aus. Demütig, geduldig, sanft und gefällig gegenüber ihren Ehemännern, richteten sie sich in allem nach ihrem Willen, wenn sie dem Gesetz Gottes nicht entgegen waren. Sie lebten in beständiger Geistessammlung und wandten sich oft in kleinen Gebeten an Gott, um ihm unablässig alle Kräfte ihrer Seele und ihres Leibes zu heiligen.



    Neben der Gabe der Weissagung hatte unser Heiliger auch noch die der Wunder. Er gab hiervon einen auffallenden Beweis bei einer Gelegenheit, in der es darum ging, den Irrtum zu beschämen. Ein Ketzer, von der Sekte der Hierakiten (So genannt von Hierax, ihrem Oberhaupt, der seine gottlose Lehre in Ägypten verbreitete, zur Zeit des Kaisers Diokletian. Unter anderen Irrtümern leugnete er auch die Auferstehung der Toten.), hatte sich in die Wüste eingeschlichen, wo er seine gottlosen Lehrsätze verbreitete. Einige Einsiedler, durch seine verfänglichen Reden getäuscht, waren in Gefahr, ihren Glauben zu verlieren. Makarius erschrak darüber, und setzte die Lehre der Kirche den eitlen Trugschlüssen des Irrlehrers entgegen. Allein da er es mit einem rüstigen und verschlagenen Feind zu tun hatte, der immer darauf bestand, seine Hirngespinste auszukramen, schlug er vor, den Glauben, die seine Brüder und er bis dahin hatten, durch ein Wunder zu bestätigen, und erweckte einen Toten, wodurch der Irrlehrer beschämt und die Einsiedler im wahren Glauben bestärkt wurden.



    Infolge dieser unwandelbaren Anhänglichkeit an den katholischen Glauben, verabscheuten auch der heilige Makarius und seine Schüler immer die gottesräuberische Lehre des Arius. Lucius, ein arianischer Patriarch von Alexandrien (Die Arianer haben, nachdem sie Petrus, den Nachfolger des heiligen Athanasius, vertrieben hatten, Lucius auf den Stuhl des heiligen Markus erhoben. Es war im Jahr 376, dass dieser Eingedrungene die Mönche verfolgte.), der aus Erfahrung überzeugt war, dass die Einsiedler bei der Lehre der Väter des Konzils von Nizäa unerschütterlich beharrten, schickte Soldaten in die Wüste, sie zu zerstreuen. Mehrere von ihnen trugen die Krone des Märtyrertodes davon. Allein die Hauptstützen von ihnen, die beiden Makarius, Isidor, Pambon uam., wurden auf Befehl des Kaisers Valens auf eine kleine Insel in Ägypten, die rings mit Sümpfen umgeben war, verbannt. Bald sah man aber in diesem Ort eine wunderbare Umwandlung. Die Heiden, die da wohnten, unterrichtet in der Lehre dieser heiligen Bekenner, entsagten ihrem Götzendienst, und nahmen die heilige Taufe an. Sobald das Volk von Alexandrien diese freudige Nachricht erhielt, verwünschte es den Lucius, dass er Heilige verbannt hatte, die sich einzig damit beschäftigten, Gott zu gefallen, und das Reich Jesu Christi zu erweitern. Man schrie von allen Seiten so laut über Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit, dass der Patriarch, der einen Aufruhr befürchtete, den verbannten Einsiedlern erlaubte, wieder in ihre Zellen zurückzukehren.



    Der Heilige Makarius gab sich, da er in seine geliebte Einsamkeit wieder zurückgekommen war, den gewöhnlichen Übungen hin. Als er darauf bald erkannte, dass er seinem Ende nahe ist, besuchte er noch die Einsiedler von Nitria. Ihnen gab er so rührende Lehren über die Zerknirschung des Herzens, dass sie alle mit Tränen in den Augen zu seinen Füßen niederwarfen. „Lasst uns weinen, meine Brüder,“ sagte er dann, „vergießen wir unaufhörlich Ströme der Tränen in diesem Leben, damit wir nicht in jenen Abgrund gestürzt werden, wo sie nur dazu dienen könnten, das Feuer, das unsere Leiber brennen würde, noch mehr anzufachen.“ Der Heilige überlebte diesen Besuch nicht lange, sondern verließ diese Welt im Jahr 390, um hinzugehen und die Belohnung seiner Arbeiten zu empfangen. Er war neunzig Jahre alt und hatte sechzig davon in der Wüste von Scete zugebracht.



    Dieser Heilige scheint der erste Einsiedler gewesen zu sein, der diese ungeheure Wüste bewohnte. Man findet den Namen des heiligen Makarius aus Ägypten im römischen Martyrologium am 15. und in den Menäen der Griechen am 19. Januar angegeben.


    https://www.heiligen-legende.de/makarius-aus-ägypten/

  • Vom Reich GottesDatum18.01.2026 08:15
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von erlaubten Unterhaltungen



    Herr, in Freuden wie in Leiden

    Ziele unser Herz nach dir.

    O lass nichts uns von dir scheiden;

    Denn für dich ja leben wir.



    1. Unser Gott, der uns zu einer ewigen Glückseligkeit in seinem Schoß erschaffen hat, gestattet uns auch gern Erholungen von den Arbeiten und Mühsalen dieses Lebens, da solche Vergnügungen Mittel sind, den Überdruss zu heben, Leib und Seele zu erquicken, und aufs neue zu arbeiten und uns in seinem Dienst zu kräftigen. Indessen verbietet sein heiliges Gesetz uns nicht nur Missbrauch und Sünde, sondern heiligen auch sollen wir nach seiner Absicht sogar das unschuldige und erlaubte Vergnügen. Darum spricht die Schrift: "Es sollen die Gerechten sich freuen", fügt aber alsbald bei: "Vor dem Anblick Gottes." (Psalm 68,4-5) Denn dieser heilige Anblick kann allein uns vor den Fehlern bewahren, die bei Unterhaltungen so leicht unterlaufen.



    2. So wie wir jeden Augenblick Atem holen müssen, die natürliche Hitze zu dämpfen, also ist auch die beständige Erinnerung an Gottes heilige Gegenwart uns notwendig, die Glut unserer ungeordneten Neigungen zu dämpfen, die selbst bei dem unschuldigsten Vergnügen uns unaufhörlich zur Sünde reizen. Fordert der Wohlstand von dir, dass du einem Gastmahl, einer häuslichen Unterhaltung oder einem Freudenfest beiwohnst, so stelle dir die Sittsamkeit vor Augen, mit der Maria und Jesus selbst der Hochzeit zu Kana beiwohnten. Ebenso erwäge die Weisheit seiner Worte, wenn er sich herabließ, bei einem Pharisäer zu speisen, und betrachte seinen liebevollen Ernst. Denn Jesus, sprechen die Väter, begab sich dahin nur, uns zu lehren, wie wir sogar unsere Unterhaltungen heiligen sollen.



    3. Bedenke, dass die Augen des Herrn immer auf dir ruhen. Er liebt dich, und er hört es mit Wohlgefallen, wenn du ihm oft und wiederholt beteuerst, wie innig du ihn liebst. Sage ihm also mitten unter dem Gewirr, dass du ihn als den Urquell aller Freuden liebst. Gedenke seiner Güte, die das Elend der Menschen durch so freundliche Arzneien mildert. Und der Anblick dieser irdischen Freuden erinnere dich an die Freuden des himmlischen Jerusalems. Also pflegten die Heiligen den Unterhaltungen beizuwohnen, dass sie beim Weggehen von ihnen getrost hätten vor Gottes Richterstuhl erscheinen dürfen. Habakuk 3,18: "Dennoch will ich jubeln über den Herrn, und mich freuen über Gott, meinen Retter."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum18.01.2026 08:06
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 18. Januar



    Maria, stehe mir bei, Maria, hilf mir. Besonders wenn der Tag kommen wird, da ich den letzten Kampf mit der Hölle zu bestehen haben werde. Wenn die Stunde meines Todes schlägt, dann, meine Königin, dann stehe mir besonders bei, dann erinnere du mich selbst daran, dass ich dich oft mit Herz und Mund anrufe, damit ich, wenn ich den Geist aufgebe, deines heiligsten Sohnes Jesus Namen im Mund habe, und dich die ganze Ewigkeit hindurch im Himmel preisen und loben und nie von dir getrennt werden möge. Amen.



    Zu Gott




    O Gott, schenke Deiner Kirche Hirten nach Deinem Herzen, die ganz für ihr erhabenes Amt leben, seine Beschwerden mutig ertragen, und in allem nur auf Dich sehen. Uns aber gib die Gnade, dass wir durch unser Leben ihre Krone und Freude werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Die heilige Priska,



    Jungfrau und Martyrin, war erst 13 Jahre alt, als sie grausam gemartert wurde, wobei sie aber ganz unverletzt blieb. Schließlich wurde sie enthauptet. Nach ihrem Tod sah man 2 Adler, die ihren heiligen Leib wunderbar beschützten, dass er nicht entehrt werden konnte.

    Welch großen Wert muss eine keusche, unbefleckte Seele in den Augen Gottes haben, da Er ihren Leib selbst nach dem Tod noch so ehrenvoll zu beschützen weiß! Ja, es erwartet sie im Himmel ein Ehrenkränzlein, das selbst unter den Heiligen nur jene tragen werden, die Jungfrauen geblieben sind.

    Prüfe dich, ob du bisher diese kostbare Tugend recht zu schätzen wusstest? - Lies doch etwas darüber. Einen Edelstein, dessen Wert man recht kennt, sucht man auch auf's Sorgfältigste zu bewahren.

    Bete den hohen Wert der jungfräulichen Keuschheit zu erkennen.



    Von Jugend auf bleib Gott geweiht,

    Das bringt die ewige Seligkeit.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    In Sizilien wurde heute die seligste Jungfrau sowohl wegen ihrer ausnehmenden Gnadenwahl, als wegen ihrer besonderen Fürbitte und Leistung wundertätigen Beistands hoch verehrt.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Im Diadem einer Königin glänzen neben den Edelsteinen kostbare Perlen, deren Wert manchmal Millionen aufwiegt. In dem Schmuck der Königin aller Heiligen bemerken wir einen strahlenden Kranz echter Perlen, die jungfräulichen Seelen darstellend, die ihrem erhabenen Vorbild treu nachgefolgt sind. War Maria die erste, die erhabenste und vollkommenste Jungfrau, die sich durch das Gelübde der steten Jungfräulichkeit und Keuschheit Gott verband, so haben ihr im Lauf der christlichen Jahrhunderte tausende und tausende edler Jungfrauen und Jünglinge nachgeeifert, um gleich ihr am Thron des makellosen Gotteslammes in weißen Kleidern stehen zu dürfen. Eine dieser edlen, reinen Jungfrauen war Margarita, die Tochter des Königs Bela IV. von Ungarn.



    Als die Mongolen, wie einst bei der Völkerwanderung, das asiatische Steppenland verließen und Ungarn mit Feuer und Schwert verwüsteten, floh der bedrängte König mit den Seinigen nach Dalmatien. In seiner äußersten Bedrängnis gelobte er, das Kind, das seine Gattin bekommen würde, dem Dienst der Kirche zu weihen. Die Königin gebar eine Tochter, die in der heiligen Taufe den Namen Margarita (d.h. Perle) empfing. Der Name des Kindes entsprach ihrem späteren Leben, denn sie wurde eine Perle unter den Jungfrauen. Die Königstochter hatte noch nicht ihr viertes Lebensjahr vollendet, als ihre Eltern sie den Dominikanerinnen zu Vesprin übergaben. Nicht lange danach erbaute der König ein Kloster desselben Ordens auf einer Donauinsel zwischen Ofen und Pesth und ließ seine Tochter dorthin bringen. Hier legte Margarita in einem Alter von zwölf Jahren die Ordensgelübde ab.



    Die junge Nonne bildete sich mit außerordentlichem Fleiß in den Wissenschaften und weiblichen Handarbeiten aus, besonders drang sie tief in die Kenntnis der Religion ein und übertraf darin viele Erwachsene. Ihre Andachtsglut und ihre Liebe zu göttlichen Dingen würdigte sie besonderer Erleuchtungen. In ihrer Demut und Selbstverleugnung wollte sie als niedrigste Magd angesehen werden und wurde immer betrübt, wenn man sie an ihre vornehme Geburt erinnerte. Mehrere Fürsten bewarben sich um die Hand der schönen Prinzessin und ihre Eltern wollten Dispens für sie erwirken, sie aber erklärte voll Entrüstung, sie wolle lieber ihr Leben verlieren, als ihr Ordenskleid.



    Margarita war das Muster einer vollkommenen Ordensfrau. Obgleich sie ihre Seele von jedem Schatten der Sünde rein bewahrte, so betrachtete und behandelte sie sich als die größte Sünderin. Sie schlief auf dem Boden ihrer Zelle, nur mit einem rauen Fell bedeckt, einen Stein als Kopfkissen unter ihrem Haupt. Suchte sie Gott mit einer Krankheit heim, so verbarg sie sorgfältig ihre Schmerzen, damit man sie nicht nötige, die den Kranken gestatteten Erholungsmittel zu gebrauchen.



    Behandelte Margarita sich selbst mit aller Strenge, so zeigte sie gegen andere eine außerordentlich zarte und wohlwollende Liebe. Erhielt eine ihrer Mitschwestern einen Verweis oder eine Strafe, so wünschte sie sehnlichst, anstatt ihrer diese Verdemütigung zu leiden. Schien eine Mitschwester auch nur die geringste Abneigung gegen sie zu hegen, so warf sie sich ihr zu Füßen und bat um Verzeihung. Erhielt sie von ihren königlichen Eltern Geschenke, so wandte sie diese den Armen zu. Den Kranken erwies sie die niedrigsten Dienste ohne Abscheu und Ekel. So wurde sie allen alles.



    Eine besondere Verehrung hegte Margarita zum heiligen Kreuz. Von dem Kreuz, an dem unser Erlöser für die Sünden der Menschheit gestorben war, trug sie stets eine Partikel bei sich und küsste sie oft mit tiefster Verehrung. Vor dem Kreuzaltar der Klosterkirche kniete sie oft in tiefster Andacht nieder und rief voll Inbrunst den heiligen Namen Jesus an. Während der Anhörung der heiligen Messe und beim Empfang der heiligen Kommunion rannen gewöhnlich Tränen der Rührung von ihren Wangen. Am Vorabend des Tages, wo sie die heilige Kommunion empfing, nahm sie keine andere Nahrung zu sich, als Wasser und Brot, und brachte die Nacht im Gebet zu. Am Tag, wo sie sich mit ihrem göttlichen Heiland im Mahl der Liebe vereinigt hatte, genoss sie erst am Abend ein wenig Speise. Aus ihrer Liebe zu Jesus entquoll auch die innige Verehrung zu seiner heiligen Mutter. An den Festtagen der allerseligsten Jungfrau strahlte das Angesicht ihrer warmen Verehrerin von heiliger Freude und Inbrunst und in ihrem Herzen sprossen neue Entschlüsse auf, der Königin der Jungfrauen möglichst ähnlich zu werden.



    Wegen ihrer vorzüglichen Tugenden wurde Margarita zur Äbtissin des Klosters erwählt. In ihrem Amt verdoppelte sie ihren Bußeifer, las eifrig in den heiligen Schriften, betrachtete andächtig die ewigen Wahrheiten und vervollkommnete ihre eigene Seele, wie die Seelen ihrer Mitschwestern. In der Blüte ihrer Jahre, in einem Alter von 28 Jahren, rief sie Gott im Jahr 1270 zu den ewigen Freuden des Himmels, um dort als auserwählte Perle zu glänzen im Ehrenkranz der Königin aller Jungfrauen. Das Kloster, das Margarita mit dem Glanz ihrer Tugenden erfüllte, wurde später von den Türken zerstört, aber heute noch wird die Insel nach ihrem Namen Margareteninsel genannt. Die Stadt Pressburg bewahrt voll Ehrfurcht ihre Reliquien.

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  • Vom Reich GottesDatum17.01.2026 07:36
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Vom Eifer für die Religion



    Steh mir, Herr, mit Kraft zur Rechten,

    Deine Wahrheit zu verfechten

    Wider jene blinden Rotten,

    Die dein heil`ges Licht verspotten.



    1. Wir alle, die wir unter die Fahne Jesu Christi uns gereiht haben, und mit dem heiligen Chrisam zu Streitern seiner Kirche gesalbt wurden, sind verpflichtet, jeder nach seiner Weise, Eifer für unseren Glauben zu bezeigen, und fest im Kampf wider seine Feinde zu stehen. Nicht mehr blutig zwar, wie in den ersten Jahrhunderten, sind nun diese Kämpfe. Aber eine andere, weit gefährlichere Verfolgung erhob sich mitten im Schoß der Kirche, da viele ihrer undankbaren Kinder ihre Gesetze verachten, und auch andere zu ihrer Verachtung verleiten. Dies Ärgernis aber wird immer allgemeiner, weil niemand sich widersetzt. Und selbst die aufrichtigsten Gegner verkennen diese Kirche, weil ihre Bekenner durch ihre Sitten sie entstellen und entehren.



    2. Nicht jeder zwar hat Kenntnisse und Einsicht genug, das Irrgerede der Gottlosen zu widerlegen. Alle aber können wir durch ein frommes und aufrichtiges Leben die Feinde der Religion beschämen, und unser Missfallen an ihren gottlosen Behauptungen aussprechen, oder, gestatten Rücksichten auf Rang, Würde oder höheres Alter auch dies nicht, wenigstens durch ernstes Stillschweigen unsere inneren Gesinnungen kund geben. Schwer versündigen sich, die aus sogenannter Klugheit und Nachgiebigkeit mit den Feinden der Religion gleichsam übereinstimmen, obwohl sie auch im Herzen anders denken. Schlechte Kinder sind dies, die, um den Feinden ihrer Mutter nicht zu missfallen, selbst sie schmähen und beschimpfen.



    3. Viele verloren zur Strafe für diese Feigherzigkeit den Glauben, die beleidigte Gnade entzog ihnen ihr Licht und ihre Salbung, sie versanken in Gleichgültigkeit, und zuletzt in gänzlichen Unglauben. Wer vor einem Ungläubigen zittert, der wird vor einem Tyrannen den Glauben verleugnen. Tausende und abermals Tausende heiliger Märtyrer verteidigten den Glauben mit ihrem Blut und Leben: was aber hast du bei der Verteidigung des Glaubens zu fürchten? Den Spott und die Verachtung der Welt. Großer Ruhm vor Gott ist das, ein Ruhm, den du mit den Aposteln, den Propheten und den Märtyrern teilst. Lukas 9,26: "Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engel."

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  • Tages-Gebete Datum17.01.2026 07:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 17. Januar



    O Mutter der Barmherzigkeit, ich weiß, dass du deine Freude daran findest, dass du deine Ehre darein setzt, wenn du dem Elendsten helfen kannst. Und dem kannst du immer helfen, wenn er nur nicht hartnäckig sich dir widersetzt. Siehe, ich bin ein Sünder, aber ich will mich bekehren, ich will mein Leben ändern. Du kannst mir helfen, Maria. Nun so hilf mir und mache, dass ich selig werde. Heute noch übergebe ich mich dir ganz. Sage mir nur, was ich zu tun habe, um meinem Gott zu gefallen, und ich will es tun. Ja, ich hoffe, dass ich es mit deiner Hilfe tun werde, o Maria, die du meine Mutter, mein Licht, mein Trost, meine Zuflucht, meine Hoffnung bist. Amen.



    Zum heiligen Antonius




    Bitte für mich, heiliger Antonius, dass ich immer wachsam und demütig bin, und dadurch die Nachstellungen des Teufels überwinde, und den Fallstricken der Welt entgehe, damit ich dann, wenn die Bande dieses Lebens zerreißen, auf immer von allen Gefahren befreit, und in die Freiheit der Kinder Gottes aufgenommen werde, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Der heilige Antonius,



    Abt und Einsiedler, hörte die Worte: "Willst du vollkommen werden, so gehe hin, verkaufe was du hast, gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach." Diese göttliche Einsprechung drang so tief in sein Herz, dass er sogleich alles verließ und in der Einsamkeit blieb bis in sein 105tes Lebensjahr.

    Sage doch nie, wenn du in einer Sache den Willen oder das Wohlgefallen Gottes erkennst: "Morgen, morgen will ich es tun", - weißt du denn ob dir Gott morgen noch Zeit und Gnade dazu verleihen wird?

    Prüfe dich hierüber, - und lass dir doch keine innere Mahnung zu gering erscheinen. - Was ist kleiner als ein Senfkörnlein? - In guter Erde wächst es aber zu einem hohen Baum; so legt oft die augenblickliche Befolgung einer göttlichen Einsprechung den Grund zu großer Heiligkeit.

    Bete um schnelle Befolgung der göttlichen Einsprechungen.



    Morgen, morgen, nur nicht heute,

    Sprechen immer träge Leute.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Am heutigen Tag im Jahr 1235 wurde der Orden Unserer Lieben Frau von der Erlösung der Gefangenen vom Papst Gregor IX. gutgeheißen. Die seligste Jungfrau, die dem heiligen Raimund von Pennafort und Petrus Nolaskus, wie auch dem König in Aragonien Jacob I. erschienen ist, hat diesen Orden veranlasst.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    In Ägypten, und zwar im Dorf Keman bei Heraclea, wurde Antonius um 251 geboren. Dem Wort Gottes folgend, verschenkte der Sohn wohlhabender Eltern sein Erbe und zog sich in ein Felsengrab zurück.



    Seine Standhaftigkeit wurde durch Versuchungen verschiedenster Art immer wieder auf die Probe gestellt. Vor der großen Verehrung, die man ihm entgegenbrachte, floh er über den Nil und erst viele Jahre später, auf Drängen seiner ständig wachsenden Jüngerzahl, gründete er eine „Einsiedlergemeinde“. Er setzte an Stelle des asketischen Einsiedlerlebens das Leben in der Gemeinschaft. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus diesem Modell die Mönchsgemeinde.



    Antonius starb 356. Ursprünglich wurde er vor allem von Kopten, Syrern und Byzantinern verehrt, seit dem 12. Jahrhundert dann auch in Rom.




    „Antonius hatte neben seiner Zelle einen kleinen Garten, den er mit eigenen Händen anbaute, und dessen Früchte ließ er für jene bereiten, welche, um zu ihm zu gelangen, eine ungeheure Wüste mit tausend Beschwerden durchwandern mussten. Der Anbau des Gärtchens war aber nicht die einzige Arbeit, , womit er sich beschäftigte; er verfertigte auch noch Matten aus Binsen. Eines Tages, da er sich nicht anhaltend der heiligen Beschauung hingeben konnte, hatte er folgendes Gesicht. Er sah einen Engel, der eine Matte aus Palmblättern machte und von Zeit zu Zeit seine Arbeit verließ, um sich mit Gott im Gebet zu unterhalten. Nachdem er so öfters zwischen Arbeit und Gebet abgewechselt hatte, sagte er zu dem Heiligen: „Tu dasselbe, und du wirst selig werden.“ Antonius unterließ hinfort nie diese Übung; während seine Hände arbeiteten, blieb sein Herz mit Gott vereint.



    Aus folgenden Zügen mag man von der Glut seiner Gebete und der Erhabenheit seiner Beschauung urteilen. Er stand um Mitternacht auf und betete auf den Knien mit gegen Himmel gehobenen Händen bis Sonnenaufgang, und oft bis um drei Uhr nachmittags. Zuweilen beklagte er sich, dass ihn die Rückkehr der Sonne zu seinen täglichen Beschäftigungen rief. „Was soll ich mit deinem Licht machen“, sagte er zur Sonne, wenn sie zu scheinen anfing. „warum kommst du, mich zu zerstreuen? Warum gehst du nur auf, um mir die Helle des wahren Lichtes zu nehmen?“



    Die Verehrung, welche man gegen unseren Heiligen hatte, war so allgemein, dass Konstantin der Große und seine zwei Söhne, Konstantius und Konstans, ihm gegen das Jahr 337 schrieben, ihn um seine Fürsprache bei Gott baten, und das lebhafteste Verlangen äußerten, von ihm eine Antwort zu erhalten. Da die Jünger des heiligen Antonius über die Ehre staunten, die ihm der Beherrscher der Welt zeigte, sagte er ihnen: „Ihr dürft nicht staunen, dass ich einen Brief von dem Kaiser empfange. Es ist ein Mensch, der an einen anderen Menschen schreibt. Allein staunet, dass uns Gott seinen Willen durch die Schrift zu erkennen gab, und dass er durch seinen eigenen Sohn zu uns geredet hat.“ Anfangs wollte er keine Antwort geben, indem er als Grund anführte, er wisse nicht, wie man sich dabei benehmen müsse. Endlich aber gab er den wiederholten Vorstellungen seiner Schüler nach und schrieb an den Kaiser und seinen Söhnen einen Brief, in dem er sie ermahnte, die Welt zu verachten, und niemals den Gedanken an das letzte Gericht aus ihrem Auge zu verlieren.“



    Seit dem 14. Jahrhundert trägt Antonius in den zahlreichen Darstellungen ein gegürtetes grobes Gewand und einen Mantel mit „T-Zeichen“ (Antoniuskreuz). Vor allem manche „Versuchungen des heiligen Antonius“ zählen zu den eindrucksvollsten Werken der europäischen Malerei. Oft sitzt auch der Teufel zu seinen Füßen oder er wird mit Feuerflammen neben sich, mit einem geöffneten Buch, in einer Höhle und mit Kreuzstab, an dem Glöckchen hängen, dargestellt. Das bekannteste Attribut des Heiligen ist das Schwein. Es weist offensichtlich auf seine helfende Macht bei ansteckenden Tier- besonders Schweinekrankheiten hin.



    Äthiopien, die französische Landschaft Dauphiné, Hildesheim und andere Städte verehren den heiligen Antonius als ihren Patron.



    Er beschützt auch das Vieh, insbesondere die Schweine, die Haustiere, die Schweinehändler und Hirten, die Metzger, Bürstenbinder, Glöckner, Handschuhmacher, Korbmacher und die Totengräber. Angerufen wird er in Feuersnot, gegen Hautkrankheiten, besonders die Gürtelrose, den Rotlauf und Seuchen.



    Antonius verlässt seine Höhle



    Eine Episode aus der Zeit der Christenverfolgung von Henri Queffélec, aus „St. Anthony oft the Desert“, Verlag Dutton und Co., New York 1954



    Kaiser Diokletian, bestrebt, den römischen Staat in seiner alten Ordnung wiederherzustellen, konnte nicht begreifen, warum sein Programm auf Widerstand stieß, und ließ nach den dafür Verantwortlichen fahnden. Früher oder später musste man dabei auch auf die Christen stoßen, die sich weigerten, ihm göttliche Verehrung zu erweisen.



    Diokletian war kein blutrünstiger Tyrann, sondern wog die verschiedenen Seiten des Problems klug gegeneinander ab. Er wusste, dass in manchen Teilen Ägyptens ein Viertel der Einwohner bereits Christen waren, dass die neue Religion einen starken Auftrieb erlebte und die Bekehrungen ständig zunahmen. Eines Tages trafen Berichte ein, dass sich in der Umgebung von Memphis ein merkwürdiger Mann namens Antonius aufhalte, der in der Wüste lebe und einen ungeheuren Einfluss auf die Bevölkerung ausübe.



    Diokletian selbst hatte eine große Zahl neuer Götter geschaffen, und die Christen machten sich mit ihrer Weigerung, diese anzuerkennen und zu verehren, des Hochverrats schuldig. Das reizte ihn, sie zu verfolgen. Schon so viele Kaiser vor ihm hatten das getan, dass es beinahe etwas Selbstverständliches war. Aber er wusste auch, dass man eine einmal begonnene Verfolgung bis zum endgültigen Erfolg durchführen musste.



    Die Verfolgung begann keineswegs mit einem Massenmorden. Im März des Jahres 303 wurden zwei kaiserliche Gesetze erlassen. Das erste befahl die Schließung aller christlichen Kirchen und Gebetshäuser und verlangte, dass alle religiösen Gegenstände den Behörden abzuliefern seien. Das zweite ordnete die sofortige Verhaftung der Vorstände dieser Kirchen an. Aber wenn auch eine große Zahl von Kirchen samt ihren heiligen Büchern verbrannt wurde, gelang es doch vielen Priestern zu entkommen. Sie fürchteten sich nicht vor dem Tod, der sie zu Märtyrern gemacht hätte, sondern wollten nur ihre Herde nicht im Stich lassen.



    Die Verfolgung nahm zu. Nun waren die einfachen Anhänger des neuen Glaubens die Opfer. Nach dem üblichen Vorgehen forderte man sie auf, den heidnischen Gottheiten zu opfern. Viele gaben dem Druck nach. Ein Teil derer, die Widerstand leisteten, wurden hingerichtet, doch die meisten wurden wieder freigelassen. Nur keine Märtyrer machen! war Diokletians Bestreben.



    Auch viele Soldaten Diokletians bekehrten sich zum Christentum und desertierten aus Gewissensgründen. Diokletian wurde wütend und griff zum Terror. In Phrygien, Kappadozien, Arabien, Phönizien und vor allem in Ägypten floss das Blut in Strömen. Die Henker lösten einander ab; ihre Äxte wurden stumpf vom vielen Gebrauch. Menschlicher Erfindungsgeist und Grausamkeit verbanden sich in dem Streben, die Martern zu verlängern und sie immer schrecklicher zu machen. Frauen hing man an einem Fuß mit dem Kopf nach unten auf. Den Männern brach man Arme und Beine und vierteilte sie.



    Dann kam der Tag, an dem Antonius beschloss, seinen Brüdern und Schwestern zu Hilfe zu eilen, nachdem er 20 Jahre lang einsam in der Wüste gelebt hatte. Es hatte ihn nie zum Martyrium gedrängt. Nun aber wünschte er, das Schicksal seiner Brüder und Schwestern zu teilen. So machte sich dieser Gandhi des 4. Jahrhunderts auf die Reise. Sein Entschluss stand fest, nachdem er jahrelang gezögert hatte. „Kommt, lasst uns ebenfalls kämpfen, wenn wir gerufen werden, oder wenigstens die beobachten, die kämpfen!“ Zusammen mit anderen Mönchen erreichte er in der Nähe von Aphroditopolis den Nil, und die kleine Gruppe bestieg in Boot, das sie mit zum Meer nahm. Das damalige Alexandria musste dem Neuankommenden vorkommen wie uns heute eine Stadt von Wolkenkratzern. Unter der Menge, die die Ankommenden erwartete, waren Christen, die von der bevorstehenden Ankunft der Mönche wussten. Sie empfingen Antonius mit dem Friedenskuss. Sein Name ging von Mund zu Mund und erweckte die Neugierde der Müßiggänger. Ein Mann, der 20 Jahre in der Wüste gelebt und die bösen Geister besiegt hatte und dem 40.000 Menschen gehorchten!? Alles drängte sich, um diesen Aszeten und Wundertäter zu sehen.



    Antonius und seine Gefährten wurden von der großen Mehrheit der Bevölkerung dieser Großstadt gleichsam wie Ehrenbürger aufgenommen. Es machte Eindruck auf Griechen, Juden, Syrier und Afrikaner, dass diese Männer aus der Wüste herbeigeeilt waren, um denen, die sie ihre Brüder und Schwestern nannten, zu helfen, aufrecht zu sterben.



    In Sporthallen, Schenken und Theatern begann eine heftige Diskussion. Würde die Polizei ihre merkwürdige Nachsicht aufgeben und die Mönche in das Gefängnis werfen? Oder würden diese Sieger bleiben? Welches Ende würde der merkwürdige Kampf nehmen, bei dem Todesurteile als Auszeichnung galten und nicht Niederlage, sondern Triumph bedeuteten?



    Der Kampf war in der Tat seltsam und drückte in beredter Sprache die Verwirrung der Machthaber aus. Man erkannte, dass das Blut der Märtyrer zum Samen des Christentums wurde! So sah man sich der gewohnten Überlegenheit des Mächtigen beraubt. Es galt zu zeigen, dass man rücksichtslos bleiben und die Kandidaten des Märtyrertums ihre Hartnäckigkeit noch bereuen würden.



    Eine solche Haltung aber war gegenüber Antonius und seinen Gefährten völlig nutzlos. Gleich Streikenden, die sich einfach hinlegen und von den Pferden der Polizei niedertreten oder von Lokomotiven überfahren lassen, stellten sich die Mönche freiwillig und brachten Richter und Polizei in Verwirrung.



    Zur gleichen Zeit, da das Christentum seine dunkelsten Stunden zu durchleben schien, stellten Antonius und seine Gruppe sich die Aufgabe, das Heidentum zu erschüttern. Sie gingen überallhin, in die Friseurläden, die Schulen der Philosophen, die Sporthallen und selbst in die öffentlichen Häuser. Sie besuchten berühmte Kurtisanen, von denen manche so beeindruckt waren, dass sie sich der Leere der weltlichen Lust bewusstwurden. An Entbehrungen gewöhnt, schliefen diese Männer irgendwo: auf öffentlichen Plätzen, auf Treppen, in überfüllten Karawansereien, in leeren Wagen usw.



    Die Verhaftungen und Verurteilungen gingen weiter, aber die Behörden wagten es nicht, Hand an die Neuankömmlinge zu legen. Sie taten, als ob sie diese Wüstenmänner, die nicht einmal Griechisch sprachen, verachteten. Die Mönche aber stellten die Verbindungen zwischen den Gefangenen und ihren Familien, den Gläubigen und den Priestern, die in der Stadt oder ihren Vorstädten verborgen waren, sowie den Bischöfen, deren Prozess vorbereitet wurde, her.



    Wenn sie auch keinen direkten Zugang zu den Gefängnissen hatten, so wurden ihre Botschaften doch irgendwie weitergegeben. Überall fanden sich sympathisierende Wärter. Dazu kam, dass nicht alle Gefangenen eingesperrt waren. Die Mehrzahl musste in Kupferbergwerken und Steinbrüchen arbeiten, und die Wächter taten, als ob sie es nicht bemerkten, wenn ein Mönch einen der Arbeitenden anredete.



    Die Mönche versäumten auch nicht, bei den öffentlichen Verhören dabei zu sein. Sie bildeten eine Art christlicher Zuhörer, die entweder Beifall riefen oder ihr Missfallen kundtaten. Andere, die sich weder um den Richter noch um die Soldaten kümmerten, lenkten die Aufmerksamkeit der Christen beim Verhör auf sich und ermutigten sie in ihrem Widerstand.



    Auch den Hinrichtungen wohnten sie bei, da sie sehen wollten, wie ihre Brüder und Schwestern das Martyrium ertrügen. Dabei hüteten sie sich, in den Verlauf der Dinge einzugreifen, die den Eintritt einer christlichen Seele in das Paradies begleiteten. Der Anblick der Leiden bewegte sie tief, aber sie bemühten sich, ihren Schmerz in Freude zu verwandeln. Nach der Hinrichtung sammelten sie die sterblichen Überreste und sorgten für ein ehrenvolles Begräbnis.



    Dies ging so weiter, bis die Behörden die Geduld verloren. Man sollte ihre Nachsicht nicht als Schwäche auslegen. Daher erließ der Präfekt eine eigene Anordnung, die es den Mönchen verbot, den Gerichtsverhandlungen beizuwohnen. Schließlich befahl er ihnen, die Stadt zu verlassen. Wenn auch das Martyrium jetzt Antonius` Lieblingstraum war, so hatte er doch bisher noch keine ernstlichen Versuche gemacht, dieses Ziel zu erreichen. Nun konnte er seine vorsichtige Haltung aufgeben. Also stellte er sich am nächsten Tag dort auf, wo der Präfekt und seine Wache auf dem Weg zum Gericht vorbeikommen mussten. In seinem festen Blick lag nichts von Unverschämtheit, aber aufrecht und mit blendend weißer Tunika angetan, stand er da, etwas entfernt von der Menge, die ihn bewunderte.



    Bald erschien der Präfekt in seiner offenen Sänfte. Die ihn begleitenden Soldaten schrien die Leute an, die nicht schnell genug zur Seite traten. Die weiße Tunika des Antonius erregte die Aufmerksamkeit des Präfekten. Beider Blicke trafen sich. Entsetzt hielt die Menge den Atem an. Aber es geschah – nichts!



    In dieser Szene zeigte sich die wirkliche Macht des Christentums zu jener Zeit.



    Wenn man vielfach auch nachsichtig war, wurden nun doch die angesehensten Gefangenen hingerichtet. Es schien, als ob der Präfekt sich selbst beweisen wollte, dass er noch ein Mann sei.



    Die Christen aber sahen der Entwicklung mit Zuversicht entgegen. Ende des Jahres 311 flaute die Verfolgung ab. Die Strenge der Behörden ließ – teils aus Ermüdung, teils aus Angst, diese Politik könnte sich rächen – nach. Man verstümmelte zwar nach wie vor die Opfer, blendete sie und lähmte sie durch Zerschneiden der Sehnen, aber man zögerte, sie zu töten. Eine Anzahl Priester kehrte in die Stadt zurück und feierte heimlich die hl. Messe.



    Schließlich wurde ein Edikt der Duldung erlassen. Antonius aber hatte Alexandria bereits verlassen. Er fühlte sich nicht wohl in dieser riesigen Stadt, nachdem der Friede wieder eingekehrt war. Erneut hatte er den Ruf der Wüste vernommen. Wenn ihm schon das Martyrium nicht vergönnt war, wollte er sich wenigstens der Aszese weihen, und er kehrte zurück in die Einsamkeit.


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  • Vom Reich GottesDatum15.01.2026 19:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Das menschliche Herz ein Tempel Gottes



    Sieh, einen Tempel baut sich Gottes Geist,

    Und schmückt ihn mit den reichsten Gaben aus;

    Denn göttlich glänzen soll dies heil`ge Haus.

    Er will, o Seele, dass sein Haus du seist.

    Ergibst du dich an ihn, in dir zu wohnen:

    Wird mit der Himmelsburg er dich belohnen.



    1. Wie hoch, o Herr, erhebst du den Menschen, dass du ihn würdigst, zu deinem lebendigen Tempel ihn zu erwählen. Was fandest du in diesem Herzen vor, als ein Chaos von Sünden, öde Trümmer, eine finstere Höhle, wo die alte Schlange ihren Sitz genommen hatte. Dennoch ruft dein Apostel uns zu: "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?" (1. Korinther 3,16) Geheiligt und geweiht wurde dieser Tempel durch das Licht und die Gnade des Heiligen Geistes. Und ohne Vergleich herrlicher glänzt dieser geistige Tempel, dem Gott innewohnt, als der materielle Tempel Salomos in seiner ganzen Pracht.



    2. Erwäge diesen wunderhohen Vorzug, und bedenke, dass in deinem Herzen wie auf einem Altar beständiger Weihrauch des Gebetes zum Thron Gottes emporsteigen muss. Denn darum nennt der Fürst der Apostel die Gläubigen "ein königliches Priestertum", weil sie bestimmt sind, Gott ohne Unterlass Opfer der Liebe, heiliger Werke und inbrünstigen Gebetes zu opfern. Und Gottes würdig ist dies Gebet, da in einer Seele, die mit Gott vereint ist, "der Geist Gottes selbst mit unaussprechlichen Seufzern bittet, und begehrt, was Gott wohlgefällig ist". (Römer 8,26) Ja dieser göttliche Geist belehrt sie auch über viele Dinge des Heils, zeigt ihr das Geheimnis des Kreuzes und die unaussprechliche Liebe Gottes, und bekräftigt diesen Tempel, dessen Grundfeste Christus ist, so sehr, dass er unerschütterlich in allen Stürmen besteht.



    3. Unfasslich in diesem Leben ist diese Würde, zu der Gott die Seele, die er zu ewiger Vereinigung mit sich erschuf, schon in ihrer Pilgerschaft erhöht. Aber zu welcher heiligen Treue wird sie auch dadurch verpflichtet. Wehe der Seele, die durch den Geist der Unzucht und der Hoffart den Heiligen Geist aus diesem geheiligten Tempel vertreibt, den Altar des lebendigen Gottes umstürzt, dem Teufel des Geizes opfert, und das Gefäß der Auserwählung in ein Gefäß der Schmach umwandelt. Unendlich kläglicher ist ihr Sturz, als der Ruin des Tempels zu Jerusalem. 1. Korinther 3,17: "Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum15.01.2026 19:16
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 16. Januar



    Hilf, o Mutter der Barmherzigkeit, durch deine mächtige Fürbitte meiner Schwachheit ab, und erlange mir von deinem Jesus die Beharrlichkeit und die Kraft, dir bis an meinen Tod treu zu bleiben, damit ich dir hier auf Erden immer diene, und dich dann im Himmel die ganze Ewigkeit hindurch loben kann! Amen.



    Zu Gott



    Herr, Du weißt es am besten, was dem Menschen gut und heilsam ist. Lass es uns nie an frommen und seeleneifrigen Männern fehlen, die das Herz und den Eifer haben, dem Verderben der Welt entgegen zu arbeiten, nie an Einrichtungen fehlen, solche Männer zu bilden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Die Rückkehr Jesu Christi, Mariä und Josephs aus Ägypten wurde an diesem Tag begangen, weil während der Oktav der heiligen Drei Könige kein Fest gehalten wird.


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