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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Lucius wurde am Ende des zweiten Jahrhunderts geboren und war ein Sohn des Porphyrius Lucinus. In Hinsicht seines Geburtsortes sind die Kirchengeschichtsschreiber nicht einig. Nach einigen und selbst nach dem römischen Martyrologium, soll er in Rom an der appischen Landstraße, nach anderen aber zu Lucca geboren sein und deswegen ein Römer genannt werden, weil er von Jugend an sich in Rom aufgehalten habe. Mit unermüdlichem Eifer und ausgezeichnetem Erfolg bildete er sich in den Heilswissenschaften und wurde schließlich zum Priester geweiht. Seine Tätigkeit für die Verherrlichung Gottes und für die Wohlfahrt der Kirche Jesu beweist die große Ehrfurcht und das allgemeine Zutrauen, das er sich bei den Gläubigen und besonders bei der Geistlichkeit in Rom erworben hatte, denn einstimmig wählten sie ihn nach dem Tod des heiligen Papstes Cornelius zu dessen Nachfolger am 19. Oktober im Jahr 253. Lucius verwaltete sein Amt mit apostolischer Wachsamkeit und Treue und war wegen seiner Frömmigkeit und gründlichen Gelehrsamkeit allgemein beliebt. Er verfolgte mit Strenge das Laster der Unmäßigkeit und führte selbst ein armes, abgetötetes Leben. Alle seine Einkünfte wies er zur Linderung des Elends der Notleidenden an und jeder Betrübte fand bei ihm Trost, jeder Verlassene Hilfe. Zur Beförderung des Seelenheils und damit den Gläubigen zu jeder Zeit das Wort Gottes gepredigt werden könnte, weihte er für die Kirche in Rom sieben Bischöfe, die zugleich die Obliegenheit auf sich hatten, den jeweiligen Oberhirten der Kirche mit Rat und Tat in der heiligen Amtsführung zu unterstützen. In Hinsicht der Ordnung und Feierlichkeit beim Gottesdienst machte er die trefflichsten Verordnungen, und er war der erste, der den Diakonen die noch jetzt übliche Levitenkleidung – Dalmatik – zu tragen erlaubte. Der tätige Eifer des heiligen Papstes zur Verbreitung und Erhaltung der Kirche Christi blieb den Feinden des Lichtes und der Wahrheit nicht lange verborgen und sie bewirkten während der Verfolgung des Kaisers Valerian, dass er in das Elend verwiesen wurde. Weil er aber von der heiligen Vorsehung dazu auserwählt war, mit seinem Blut für die Wahrheit Zeugnis zu geben, kam er aus der Verbannung wieder zurück, ermunterte noch einige Zeit die Gläubigen zur Standhaftigkeit im Glauben, bekämpfte unerschrocken die Irrlehre der Novatianer und wurde dann erneut gefangen gesetzt und, da er durch keine Marter zum Abfall gebracht werden konnte, enthauptet am 4. März 255. Er regierte die Kirche Gottes nur ein Jahr, vier Monate und sechzehn Tage. Aber auch in dieser kurzen Zeit hatte er sich nach dem Zeugnis des heiligen Cyprian unsterbliche Verdienste erworben.


    .https://www.heiligen-legende.de/lucius-papst/

  • Vom Reich GottesDatum03.03.2026 07:51
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Notwendigkeit der täglichen Betrachtung



    Herr, erleuchte meine Seele

    Durch das Heimatlicht.

    Dass den Weg ich nicht,

    Der dahin mich führt, verfehle.



    1. Gleichwie die Erde aus sich selbst nur Dornen und Disteln trägt, also bringt leider auch unsere Seele aus sich selbst nur Dornen der Sünde und Disteln böser Begierlichkeit hervor. Selten lassen das Gewirr der Welt und die Verhältnisse des Lebens gute Gedanken in unserem Herzen aufkommen. Daher auch sind die meisten Menschen zur Erde gebeugt, und wühlen nur in der Erde. Indessen sind wir hier nur im Vorübergehen, und werden in sehr kurzer Zeit in unsere ewige Heimat eingehen. Ist es daher nicht die größte aller Torheiten, wenn wir unser Herz an diese Erde heften, nur Vergängliches suchen und lieben, und niemals über unsere erhabene Bestimmung nachdenken, noch unserer ewigen Zukunft uns versehen?



    2. Willst du dein glorreiches Ziel nicht verfehlen, so musst du notwendig der Betrachtung der Dinge dich hingeben, die allein dich dahin führen. Diese Betrachtung war die tägliche Nahrung aller auserwählten Seelen, und zwar sogar schon im Alten Bund. Der Patriarch Isaak hielt seine Betrachtung im freien Feld (Genesis 24). Oftmals spricht David von seinen Betrachtungen. Ein anderer König aber spricht: "Betrachten werde ich gleich der Taube. Meine Augen wurden durch oftmaligen Aufblick zum Himmel geschwächt." (Jesaja 38,14) Dies taten Könige, die mit der Regierung eines großen Reiches beschäftigt waren. Und du findest keine Zeit, über das einzig Notwendige, über das Leben deines Herrn, über ewige Wahrheiten nachzudenken?



    3. Unterlass daher an keinem Tag, wenigstens eine Viertelstunde frommer Betrachtung zu weihen. Ganz wunderbar sind die Früchte dieser Betrachtung. Sie führen zur Erkenntnis Gottes und deiner selbst, entfesseln das Herz allmählich von der Erde, zeigen die Torheiten und die Vergänglichkeit der Welt, erwecken Verlangen nach Tugenden, machen mit den heiligen Geheimnissen unseres Heils uns vertraut, und entzünden eine lebendige Sehnsucht nach dem himmlischen Vaterland. Woher so vieles Elend auf dieser Welt? Höre den Propheten: "Das ganze Land ist verödet, doch keiner nimmt sich das zu Herzen." (Jeremia 12,11) "Herr, ich denke an dich auf nächtlichem Lager und sinne über dich nach, wenn ich wache." (Psalm 63,7) "Wäre nicht dein Gesetz meine Freude, ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend. Nie will ich deine Befehle vergessen; denn durch sie schenkst du mir Leben." (Psalm 119,92-93)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum03.03.2026 07:46
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 3. März



    O liebreiche Mutter, habe Erbarmen mit mir und lass nicht zu, dass mich dein Sohn wegen meiner Undankbarkeit und wegen des Missbrauchs seiner Güte verwirft. Erlange mir die Gnade, dass ich von heute an mein Herz los mache von den Eitelkeiten der Welt, jede Sünde sorgfältig meide, das Geschäft meines Heils in Ordnung bringe und im Dienst Gottes bis zum Ende verharre. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Kunigunde



    O Gott, der Du der heiligen Kunigunde die Eitelkeit alles Irdischen zu erkennen gegeben hast, gib uns auf ihre Fürbitte, dass auch wir das Leere aller Dinge in der Welt recht erkennen, und nur nach dem Himmlischen streben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zum Heiligen Geist



    Göttlicher Geist der Liebe, entzünde in uns ein heiliges Feuer, das unsere Herzen von aller Selbstsucht reinigt, und für die wahre Gottes- und Menschenliebe empfänglich macht, die Jesus durch sein Wort und sein Leben uns lehrte, damit wir ihn hier vollkommen nachahmen, und jenseits auch ewig mit ihm vereinigt werden mögen. Amen.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Luxemburg, früher Lützelburg genannt, ist nicht nur eine sehr schöne, sondern auch eine sehr alte Stadt. Mitten darin findet man, an einem Abhang gelegen, die letzten Überreste eines Turmes aus grauer Zeit. Weil die Ruine in ungeheurer Vergrößerung ziemlich Ähnlichkeit mit einem eingestürzten Zahn aufweist, heißt sie im Volksmund „der hohle Zahn“. Dort stand vor über tausend Jahren das Stammschloss der mächtigen Grafen von Luxemburg. Dort wurde Kunigunde als die Tochter des Grafen Siegfried geboren, wurde fein und vornehm erzogen, und als sie mit der Zeit zu wunderbarer Schönheit erblühte und ins heiratsfähige Alter kam, stellten sich bei ihr mehr Freier ein, als sie Finger an beiden Händen hatte.



    Die schöne luxemburgische Grafentochter brauchte also nur zu wählen, und man kann nicht sagen, dass ihr die Wahl eine Qual bereitete. Mit sicherem Griff zog sie aus der Menge der Bewerber sofort den besten heraus, den Bayernherzog Heinrich, der nach außen hin zwar etwas rau tat, inwendig aber wie reines Gold war. Der heilige Erzbischof Willigis traute das fürstliche Paar, und kurze Zeit später krönte der gleiche Willigis in Paderborn Heinrich zum deutschen König und Kunigunde zur Königin. Das geschah im Jahr 1002, und zwölf Jahre später empfingen beide in Rom aus der Hand des Papstes die Kaiserkrone. Damit war die Grafentochter aus dem Felsenhorst in Luxemburg zur höchsten Frau in Deutschland emporgestiegen. Zwanzig Jahre lang zierte eine Heilige den deutschen Kaiserthron. Wo aber Heilige leben und wirken, da gedeiht das Gute zu hundertfältiger Frucht.



    Es ist das unbestrittene Verdienst der heiligen Kaiserin Kunigunde, dass sich an ihrer Seite auch der Gemahl zum Heiligen entwickelte; denn Heinrich wurde später als einziger aus allen deutschen Kaisern von der Kirche heiliggesprochen.



    Kunigundes und Heinrichs Heiligkeit zeigte sich aber weniger in dicken Gebetbüchern mit großen Kreuzzeichen als vielmehr in christlichen Werken. Landauf und landab wanderte das heilige Kaiserpaar pflichtgemäß von Stadt zu Stadt durch ganz Deutschland. Während Heinrich als Herrscher und oberster Richter überall nach dem Rechten sah und für Frieden und Eintracht unter dem Volk sorgte, ging Kunigunde in die Spitäler und Schulen und übte mit königlicher Freigebigkeit die Nächstenliebe. Von dem hohen Sinn der Kaiserin legt auch die Tatsache ein glänzendes Zeugnis ab, dass sie im deutschen Land an die tausend Kirchen entweder neu errichtete oder wiederherstellte. Kunigunde war nicht nur von Herzen gläubig, sondern auch durch die Tat.



    Da es aber manche Menschen lieben, das Strahlende schwarz zu machen und das Große in den Staub zu ziehen, wagten sich auch an die hohe, heilige Kaiserin Verleumder heran und bezichtigten sie in hinterhältiger Weise der Treulosigkeit gegen den Gemahl. Und der glaubte sogar eine Zeitlang dem gemeinen Geschwätz. Das waren bittere Tage und Wochen für die beiden heiligen Ehegatten. Kunigunde betete viel und forderte schließlich von sich aus zum Beweis ihrer Unschuld ein Gottesurteil, wie es damals Sitte war. Man legte zehn glühende Pflugscharen nebeneinander, und die Kaiserin schritt mit bloßen Füßen darüber hinweg, ohne sich auch nur im Geringsten zu verbrennen. Da galt ihre Unschuld als erwiesen. Als aber der Kaiser daraufhin die Verleumder zum Tod verurteilte, setzte sich Kunigunde so lange für sie ein, bis ihnen Heinrich Leben und Freiheit zurückschenkte. Auf diese Weise übte die heilige Kaiserin christliche Rache, die nach dem Vorbild des gekreuzigten Heilandes darin besteht, dass man allen Feinden von Herzen verzeiht.



    Die heilige Kunigunde überlebte den heiligen Gemahl noch um viele Jahre, die sie in christlicher Trauer um ihn und in Werken der Nächstenliebe verbrachte, bis auch sie die irdische Krone mit der weit kostbareren Himmelskrone vertauschen durfte. Nach dem Tod des Kaisers im Jahre 1024 legte sie im Kloster zu Kauffungen, nicht weit von Kassel in Hessen, das sie einige Jahre zuvor zum Dank für die Genesung in einer schweren Krankheit erbaut hatte, ihre Krone zu den Füßen Jesu nieder und verschenkte ihre reichlichen Güter zum Trost der Armen, zur Stiftung der Bistümer und zur Zierde der Kirchen. Fünfzehn Jahre brachte sie in diesem Kloster noch zu, ohne jemals eine leitende Stelle anzunehmen. Sie lebte allein für ihre gekreuzigte Liebe unter Beten, Betrachten und Handarbeiten. Sie verrichtete die geringsten Dienste und besuchte und pflegte sorgfältig die Kranken. Wer nicht arbeitet, so pflegte sie mit dem Apostel zu sagen, der soll auch nicht essen. Schließlich fiel sie in eine schwere Krankheit und verlangte sogleich die heiligen Sakramente. Als sie kurz vor ihrem Tod ein kostbares, von Gold schimmerndes Tuch zur Bedeckung ihres Leichnams bemerkte, sprach sie noch mit halb gebrochener Stimme: „Hinweg mit diesem Tuch, es ist ein fremder Schmuck! Durch kostbare Kleider bin ich mit einem irdischen Bräutigam, durch geringe Gewänder aber mit dem himmlischen vermählt worden. Nackt und bloß kam ich aus dem Leib meiner Mutter und ebenso arm will ich wieder zu Staub werden.“ Sie starb am 3. März 1040.



    Auf ihr Verlangen wurde sie ohne allen Prunk in ihrem armen Ordenskleid zu Bamberg neben ihrem Gemahl begraben. Papst Innocenz III. nahm sie im Jahr 1200 in die Zahl der Heiligen auf.


    https://www.heiligen-legende.de/kunigund...ützelburg/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der St.-Kunigunden-Tag ist für Bamberg hoher Festtag. An eben diesem Tag hat auch ein anderes reichbegnadetes Kind des Frankenlandes seinen Geburtstag für das himmlische Vaterland, die Dominikanerin Maria Columba Schonath. Mit Katharina Emmerich, der gnaden- und leidensreichen Augustinernonne von Dülmen, teilt diese nicht weniger merkwürdige Dominikanernonne vom Heilig-Grab-Kloster in Bamberg ganz wesentliche Einzelzüge und Lebensumstände. Beide haben ein Leben des Kreuzes, der Erniedrigung und der Sühne geführt und die schwersten Leiden und Bußwerke für die Mitwelt, für die Sünder, die Sterbenden, die armen Seelen auf sich genommen. Beide haben darum auch als vorläufige Belohnung ihrer Treue besondere Gnadengaben erhalten, durften in geheimnisvoller Weise mit den Himmlischen in Verkehr treten und in gleich mystischer Art mit an dem Leiden und Sterben Christi teilnehmen. Katharina Emmerich, die bekanntlich die Gabe hatte, ihr sonst ganz unbekannte Personen zu schauen, hatte in ihren Gesichten tatsächlich auch Kenntnis von ihrer fränkischen Leidensgefährtin. Sie sagt von ihr: „Ich sah die Dominikanerin Columba Schonath von Bamberg unbeschreiblich demütig, schlicht und einfältig. Ich sah sie mit ihren Zeichen, d.i. den Wundmalen, alles arbeiten und tun. Ich sah sie in ihrer Zelle betend auf dem Gesicht liegen wie tot. Ich sah sie auch in dem Bett und dass ihre Hände bluteten und Blut auch von der Stirn unter dem Schleier hervorlief. Ich habe sie das Abendmahl nehmen sehen, und wie die Gestalt eines kleinen leuchtenden Kindes auf der Hand des Priesters zu ihr ging. Ich habe auch Gesichte gesehen, die sie gehabt hatte. Dieses sehe ich vor oder neben ihr in einem Bild vorgehen, während ich sie liegend oder betend sehe. Ich sah sie ein Cilicium (Bußhemd) und auch eine Kette um den Leib tragen, bis es ihr verboten wurde . . .“ So spricht die eine gottgeliebte Seherin über ihre gleichgeartete Mitschwester. Da ist es erklärlich, wenn jetzt, da die Dülmer Stigmatisierte durch den bevorstehenden Abschluss des kirchlichen Prozesses mit der Ehrenkrone der Seligen geschmückt werden soll, auch die Erinnerung an die Bamberger durch Erforschung und Aufsuchen geschichtlicher Akten und Herausgabe einer neuen zuverlässigen Lebensbeschreibung geweckt wird. Im Scheßlitzer Juraland hat man schon immer das Andenken der heiligmäßigen Dominikanerin geehrt, während an der Stätte ihrer Ruhe in Bamberg manch fromme Verehrer Hilfe und Trost suchen und gefunden haben.



    Das am 11. Dezember 1730 im Dorf Burgellern geborene Müllerskind Maria Anna Schonath nahm in der Einsamkeit der unverfälschten Natur jene Gefühlstiefe in sich auf, die zur Erfassung des Übernatürlichen geeignet macht. Schon in der Schulzeit erschien ihm das Jesuskindlein im Schlaf und tröstete die Kleine in ihren kindlichen Kümmernissen. Eine kernig-fromme Mutter behütete Mariannens Jugend. Am Vorabend der ersten heiligen Kommunion des Kindes stand die Mutter bis in die Nacht hinein am Bett der Glücklichen, sie auf die hohe Gnade vorbereitend. Von dem inneren Glück dieses Tages gestand Marianne später selbst: „Mein Herz wurde mir wie von einem Feuer entzündet; vor Freude konnte ich mich den ganzen Tag nicht fassen.“ Gehorsam, Kindesliebe, Ehrfurcht vor den Vorgesetzten und inniger Gebetsverkehr mit Gott ließen in dem Kind eine echte Frömmigkeit erblühen. Prüfung im Leid sollte es schon frühzeitig läutern und vorbehaltlos in die Hände des göttlichen Hirten führen. Mariannens teuerstes Vorbild unter den Irdischen, die geliebte Mutter, starb mit dem mütterlichen Segen und der sorglichen Mahnung an ihre Kinder auf den Lippen: „Habt nur Gott vor Augen, so wird euch nichts fehlen! Er wird keinen verlassen, der ihm zu gefallen sucht.“ Und Marianne erkannte dies alsobald in herrlichster Weise. Als sie, die Schafe auf einsamen Wiesengrund hütend, unter Tränen dem heißen Wunsch nachhing, bald mit dem geschiedenen Mütterlein in der Ewigkeit wieder vereint zu werden, gewahrte sie im Gesicht eine lichte Wolke, die, sich öffnend, ihre lichten Strahlen auf das Feld ergoss. Ein Kindlein mit einem Schäferstab erschien ihr und redete sie an: „Willst du mich lieben und mir treu bleiben bis an das Ende deines Lebens, so will ich dich führen zu meinen Schäflein, zu denen, die mir nachfolgen und weiden auf dem Weg des Kreuzes und Leidens.“ Das sollte der mystisch begnadeten Jungfrau wunderbarer Lebensberuf sein: als Opferlamm dem himmlischen Lamm schon auf Erden zu folgen auf den verborgenen, vom Himmelstau befruchteten Auen des Sühneleidens. Nach einigen Jahren machte sie an den Stufen des Altares dem Heiland das Versprechen, keinem anderen Bräutigam auf der Welt gehören zu wollen als ihm. Und die starkmütige Jungfrau hielt treu, was sie gelobt, gegen alle Anfechtungen. Ebenso treu blieb ihr der ewige Bräutigam mit zahlreichen, außerordentlichen Gunstbezeigungen. Endlich, nachdem sie Jahre hindurch an verschiedenen Klosterpforten vergeblich angeklopft hatte, fand sie im Heilig-Grab-Kloster zu Bamberg Aufnahme, wie ihr das der heilige Ordensstifter Dominikus selber in einem Gesicht gezeigt hatte. Während des Probejahres legte sie überraschende „Beweise der Frömmigkeit, Gottergebenheit und Unschuld an den Tag und machte immerwährende Fortschritte auf dem Weg der religiösen Vervollkommnung“. Am 24. September 1754 legte die gottselige Jungfrau als Laienschwester Maria Columba die heiligen Gelübde ab. Ein langersehntes Ziel war erreicht. Ein neues eröffnete sich ihr, die Gottesschule körperlichen und seelischen Leidens, gleich wunderbar ob der himmlischen Geduld der mystischen Kreuzträgerin wie der herrlichen, übernatürlichen Belohnungen des grundgütigen Kreuzesbräutigams.



    Anfänglich befiel Schwester Columba eine große körperliche Schwäche in allen Gliedern, wobei sie oft bewusstlos wurde. Als sie einmal in solchem Zustand die Treppe hinabfiel, erlitt sie eine Verschlimmerung der ganzen gesundheitlichen Verhältnisse. Monatelang lag sie darnieder. Frostanfälle schüttelten sie stundenlang, Fieberhitze hinwiederum peinigte den Körper wie mit Feuerqualen. An einem Karfreitag, wo sie zwei solcher Fieberstürme auszuhalten hatte und geduldig dem Gottessohn sich aufopferte, sah sie, im Geist entrückt, den heiligen Dominikus, der ihr das Kreuz entgegenhielt mit den Worten: „Küsse die Wunden des Herrn; das soll dein Trost sein!“ Sie tat es. Da hörte sie weiter die Stimme des Heiligen: „Öffne deinen Mund; hier kannst du deinen Durst löschen!“ Aus des Heilandes Seitenwunde fiel ein Blutstropfen auf ihre Zunge. Den ganzen Tag fühlte sie weder Durst noch Schmerz. Doch das Leiden mehrte sich wieder. Blutbrechen und Erstickungsgefahr setzten ein, die schmerzende linke Seite brach auf und verursachte eine handgroße Wunde, die Columba verheimlichte. Zahlreiche Geschwüre zeigten sich am Arm. Trotzdem versuchte die Leidensträgerin immer wieder zu arbeiten. Der Arzt war machtlos gegen die Übel und erklärte, die Kranke würde eines schmerzlichen Todes sterben müssen. Doch nachdem der treue Beschützer, der Heilige „mit dem Stern auf der Stirn“, ihr wiederum erschienen und sie gesegnet hatte, wurde sie von diesem Leiden gänzlich befreit.



    Nach einiger Zeit vollster Gesundheit traten andere Leiden ganz mystischer Art auf. Am Freitag, den 30. September 1763, erschien der begnadeten Seherin der göttliche Heiland als Schmerzensmann. Columba, tief erschüttert über den sich ihr bietenden Anblick, bemitleidete zu innerst den armen Herrn. Plötzlich verspürte sie an ihrem Haupt die heftigsten Schmerzen. Eine unsichtbare Dornenkrone wurde um es gewunden, so dass eine starke Geschwulst ihr Stirn und Schläfen zermarterte. Nach zwei Wochen, wieder an einem Freitag, sah sie in der Vision den blutschwitzenden Heiland am Ölberg. In der Besorgnis, es möchten wiederum an ihrem Körper äußerlich sichtbare Leidensspuren auftreten und ihr Verlegenheit vor den Mitschwestern bereiten, bat sie dringend den Herrn, ihr keine auffallenden Leiden zu geben. Da erhielt sie die Antwort: „Ich habe nicht meinen, sondern den Willen meines Vaters erfüllt. So sollst auch du gehorsam sein und dich ganz meiner Führung überlassen.“ Wie unbegreiflich, o Herr, ist dein Erbarmen mit den armen Menschenkindern! Wie gar schwer aber erscheint gerade inmitten der wunderbarsten Gnadenflut der Gehorsam, wenn er der Demut und Verborgenheit zu widerstreiten scheint. Schier regelmäßig, meist an Freitagen, litt nun die Hochbegnadete die einzelnen Begebenheiten der heiligen Passion des Herrn mit durch. Einmal kam es ihr vor, als würde ihr Herz von Lanze und Schwert durchstochen und endlich aus dem Leib gerissen. Sie sah den Heiland vor sich, der zwei Herzen in den Händen hielt und sprach: „Mein Herz ist verwundet mit Liebe und Schmerzen. Willst du mir gleichförmig werden, so musst du auch hierin mir folgen.“ Von einem feurigen Strahl aus Jesu Herzen wurde das ihrige getroffen, worauf es der Herr wieder in ihre Seite setzte. Nach dieser Vision fühlte sie in ihrem Innern eine so übermäßige Hitze, als ob ihr Leib in Flammen läge.



    Der 9. Dezember 1763, wieder ein Freitag, brachte der duldenden Leidensbraut das „Glanzgeschmeide“ des himmlischen Bräutigams. In der Vision durfte sie den furchtbaren Vorgang der Kreuzigung Christi schauen. Jeder Hammerschlag ging ihr durch Mark und Bein. In stummem Entsetzen lag sie da – ein Bild des Leidens, ein Abbild des Gekreuzigten selbst. Seufzend krümmte sie den Leib und die Arme; von ihrem Mund rangen sich laute Wehrufe. Als Columba nach dreistündigem Leidenskampf die Arme seitwärts ausstreckte, sah sie aus den Händen des Erlösers je einen blutigen Strahl ihr blitzartig in die Hände schießen, die sie im gleichen Augenblick durchbohrt fühlte. Mit krampfhaft zusammengezogenen Fingern wand sie sich zuckend vor den anwesenden Augenzeugen, die an Händen und Füßen der Ekstatischen die blutigen Malzeichen erblickten. Gegen Nachmittag 1 Uhr drang ihr ein blitzender Speer in die Seite, so dass sie laut rief: „O dieser Stich, er hat mein Herz durchdrungen!“ Als Columba um 3 Uhr zu sich kam und die Male an ihren Händen wahrnahm, versteckte sie diese in Beschämung unter der Bettdecke. Doch war die Stigmatisation zu gut von vielen Zeugen gesehen worden und wurde auch nachher an verschiedenen Tagen unzweifelhaft gesehen, worüber genaue Aufzeichnungen gemacht wurden. Zudem ergoss sich aus den Wundmalen regelmäßig an Freitagen reichlich Blut, wovon gar oft der Boden gerötet wurde. Gewöhnlich konnte Columba an solchen Tagen nicht die geringste Nahrung zu sich nehmen. Die Lebensmöglichkeit der Dulderin bei solchen Blutverlusten schien ans Wunderbare zu grenzen. Gar oft auch verbreiteten die Wundmale einen süßen Duft, was sie in peinlichste Verlegenheit versetzte. Da ihr überdies die Neugierde und Beurteilung der Mitwelt sehr lästig und ihrer Seelenruhe und Demut gefährlich zu sein schien, bat sie oftmals Gott, er möchte ihr die Wundmale nehmen, wobei sie gerne die Schmerzen als Geschenk seiner göttlichen Liebe behalten wollte. Wegen dieser Bitte empfing sie in einer Vision vom 2. Mai 1766 vom lieben Heiland Vorwürfe: „Du willst dich schämen, meine Zeichen zu tragen? Nicht deinetwegen, sondern der Welt wegen sollen sie offenbar werden, wann und wie ich will. Deine Bitte wird dir gewährt werden, noch nicht in diesen Jahren. Vieles wirst du noch zu leiden haben; doch sieh mich an, der unschuldig alle Schmach, Pein und Schmerzen getragen hat, und lass nicht ab, für das Heil der Seelen zu wirken.“



    Damit hat der gütige Heiland selber den Beruf und die ganze Bedeutung der stigmatisierten Jungfrau von Bamberg ausgesprochen. In die Schar der gezeichneten Brautseelen Christi berufen, sollte sie eine Brücke schlagen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, den Sündern hier den glücklichen Übergang, den armen Seelen dort den Ausgang aus den Peinen der Läuterung schaffen, durch eigene Sühneleiden, in engster Verbindung mit Christi Leiden. Qualvoll waren die Peinen, ganz unbegreiflich qualvoll, die Columba litt. Sie wurde von den armen Seelen geradezu umdrängt; alle wollten ihre Hilfe und drückten in allerlei Gestalten, Erscheinungen und Lichtern ihr heißes Begehren aus. Sie sah den fürchterlichen Ort des Reinigungsfeuers, aber auch die durch ihre Hilfe befreiten Seelen, wie sie von den Engeln in die Höhen des Himmels erhoben wurden.



    Für dieses selbstlose, liebreiche Eingehen auf Christi Sühneleiden empfing die gottselige Kreuzesbraut vom Herrn die wunderbarsten Gnadengaben. Als sie einmal den Tod des Herrn im Geist schaute und miterlebte, erging von den schmerzverzerrten Lippen des Herrn die eindringliche Frage an Sie: „Suchst du wirklich in diesem Leben keinen anderen Trost als den meinigen?“ Die hochherzige Seele antwortete voll Demut: „Mit deiner Gnade begehre ich nichts, als mit dir zu leiden.“ Für dieses Gelöbnis wurde ihr herrlicher Lohn zuteil. Der Gekreuzigte löste seine Durchbohrte Hand vom Kreuzesbalken, segnete seine auserwählte Jüngerin und sprach auf ein Kruzifix deutend: „Dies soll dein Trost sein, wenn du von allen verlassen sein wirst. Ich will es dir mit einem Zeichen hinterlassen, dass du in allen Schmerzen des Leibes und der Seele dich dessen erinnern kannst. Behalte es, solange du lebst!“ Als nachher eine anwesende Schwester das Kreuz von seinem Standort herabnahm, da Columba im ekstatischen Zustand meinte, das Kruzifix habe Blut geweint, musste die Schwester wahrheitsgetreu feststellen, dass aus den Augen und der Seite des Bildes Blut geflossen war. An dem Tuch, mit dem die Seherin es abwischte, fand sich frisches Blut. Diese merkwürdigen Blutungen stellten sich noch öfter ein und sind vielfach bezeugt. Am 11. Oktober 1764 blutete der Bildkörper an der ganzen Oberfläche so stark, als würde ein lebendiger Leib gegeißelt. Später geschah es einmal, dass sich das Kreuz, obwohl es in einem großen Postament feststeckte, der innig betenden zuneigte. Erschrocken fing sie es auf und drückte lange das kostbare Kleinod an ihr brennendes Herz. Der Herr aber gab ihr die Verheißung: „Wenn du treu bleibst, so will ich die zur Martyrin meiner Liebe machen.“ Das wunderbare Kreuz ist noch heute die herrlichste Zier des Chores der Englischen Fräulein in Bamberg.



    Was würden der gottseligen Ordensfrau diese und noch viele andere auffallende Gnadenerweise Gottes, die zum Heil der Mitwelt, für sie mehr zur Prüfung gegeben waren, ihr genützt haben, wenn sie nicht in ihrem Tugendleben sich in vorzüglicher Weise bewährt hätte? Heroisch war ihre Geduld im Leiden. Demut und Gehorsam, diese unerlässlichen Erfordernisse der Heiligkeit, besaß sie in hohem Grad. Was kostete es der Dienerin Gottes, die nichts sehnlicher wünschte, als „verborgen zu sein vor der ganzen Welt“, für große Überwindung, ihre außerordentlichen Zustände im Auftrag der Oberen zu offenbaren und aufzuschreiben! In all die peinlichen Untersuchungen und harten Prüfungen der geistlichen Behörden, in die Missachtung und Verkennung übelwollender Mitmenschen „schickte sie sich in strenger Unterwürfigkeit, Demut und Glaubensstärke, und kein Mangel war an ihrem Verhalten zu finden“. So sagt ein amtliches Urteil. Als ihr auf höhere Weisung auch das blutende Kruzifix genommen werden sollte, sprach sie das schöne Wort: „Dieses Kreuz kann man von mir trennen, nicht aber ihn, den ich im Herzen trage und den ich im allerheiligsten Altarsakrament anbete.“ Ja, ihr einziger Lebensunterhalt war ein wahrhaftes, stetiges Wandeln in Gottes Gegenwart, ein ständiges Vereinigtsein mit dem unbegreiflichen Schöpfer der Welt. Columbas Sinnen und Trachten war wie gefesselt von ihm mit unsichtbaren Ketten. Das Jesuskindlein, das die Beglückte einmal in ihrem Herzkämmerlein schaute, als sie ans Krankenbett gebunden war, sagte ihr: „Im Garten deines Herzens, wo du mich eingeschlossen siehst, da sollst du dich aufhalten und dahin sollst du gehen! Da sollst du durch deine Leiden und deine Schmerzen die Dornen dieses Zaunes herausreißen und durch das Verdienst deines Leidens den Garten mit Rosen bepflanzen, bis du damit fertig, im himmlischen Rosengarten mit mir völlig vereint wirst.“



    Am 3. März 1787 rüstete sich die engelreine Taube (lateinisch Columba) zum Flug in die ewige Heimat. Nachdem sie den Herrn nochmals unter Brotsgestalt empfangen hatte, erlitt sie unter bitteren Schmerzen, ihrem gekreuzigten Meister ähnlich, einen dreistündigen Todeskampf. Auf ihren Wunsch betete man die Gebete zu Ehren der heiligen fünf Wunden. Während der Worte: „ . . . durch die heilige Wunde deiner rechten Hand, erbarme dich unser, o Jesus,“ streckte die Sterbende den rechten Arm aus, und es floss Blut aus der rechten Handwunde. Desgleichen ergoss sich jeweils Blut aus den übrigen Wundmalen. Beim Gedächtnis der Seitenwunde Jesu krachte ihre Seite unter weithin hörbarem Geräusch. Es war, als ob wirklich eine Lanze zwischen die Rippen in ihren Leib eindringen würde. Im gleichen Augenblick, früh 4 Uhr, ging ihre opfergeschmückte, hochgemute Seele ihrem vielgeliebten himmlischen Bräutigam entgegen, der sie eingereiht haben wird in die Jungfrauenschar, die ihm folgend das ewig neue Lied singt, das nur die zu singen vermögen, die ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen haben.



    Möge es unserer Zeit, einer Zeit der schweren Prüfung unseres Volkes, beschieden sein, zu erreichen, was jene frühere mit ihrer Scheu vor dem Übernatürlichen versäumte, den Seligsprechungsprozess dieses leidensstarken Kindes unseres Volkes zum Erfolg zu führen. Das Seligsprechungsverfahren wurde am 15. Mai 1999 vom Bamberger Erzbischof Dr. Karl Braun eröffnet.

    Jesus, der Jungfrauen Krone du,

    Ein Bräutigam voll Herrlichkeit,

    Gibst deinen Bräuten Glanzgeschmeid´.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum02.03.2026 06:31
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Die lässliche Sünde



    Tief, Herr, mein Gott, ist meine Seele wund.

    O gib den Balsam mir der Gnade,

    Denn unheilbar wird sonst mein Schade.

    Erbarme dich und mache mich gesund.



    1. "Es gibt eine Sünde, die zum Tode führt," spricht der Jünger der Liebe, "und es gibt eine Sünde, die nicht zum Tode führt". (1. Johannes 6,16) Die erste stürzt, wenn sie nicht durch Buße getilgt wird, die Seele unfehlbar in den ewigen Tod. Die zweite aber stürzt sie in schwere Krankheiten. Liebst du also das Leben, so flüchte nicht nur vor dem Tod, sondern auch vor den Krankheiten, die zum Tode führen. Sage nicht, eine kleine Lüge, eine Überschreitung der Mäßigkeit, eine Spottrede und Ähnliches seien eben keine Todsünden. Eine Seele, die Gott liebt, fasst nicht sowohl den Umfang des Verbotes, als den ins Auge, der da verbietet.



    2. Ein sehr schweres Übel ist diese Sünde. Bringt sie auch die Seele nicht um Gottes Gnade, so betrübt sie doch den Heiligen Geist. Sie tilgt zwar die Liebe nicht, wohl aber die Kraft und den Eifer der Liebe, wodurch dann das Gemüt träge, weniger fröhlich und eifrig zu guten Werken, und schwächer wird, geistige Kämpfe zu bestehen. Daher auch sagen die Gottesgelehrten einstimmig, die lässliche Sünde bahne der Todsünde den Weg. Denn drängt in diesen Stunden eine lockende Gelegenheit, oder erhebt sich der Sturm einer heftigen Versuchung, dann entsteht die Gefahr, dass ein also geschwächter Mensch in die Todsünde fällt, und nicht wenige Menschen verloren auch bei solchen Gelegenheiten das Leben der Gnade.



    3. Unser Herz ist ein Spiegel Gottes. Je reiner es ist, um so mehr nimmt es die Strahlen der göttlichen Klarheit in sich auf. Die Todsünde ist gleich dem Unflat, der diesen Spiegel so gänzlich überzieht, dass er durchaus unfähig wird, diesen himmlischen Glanz aufzunehmen. Die lässliche Sünde aber bedeckt gleich dem Staub das glänzende Angesicht dieses Spiegels, so dass er die Strahlen der göttlichen Sonne nur matt in sich aufnimmt. Je weniger aber die Seele Gott in sich schaut, um so weniger auch liebt sie ihn, und um so weniger scheut sie sich, ihn zu beleidigen. Wer also kann noch gering ein Feuer nennen, das so tiefe Wunden brennt! Psalm 139: "Herr, richte meine Schritte nach deinem Wort aus, und lass keine Ungerechtigkeit über mich herrschen."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum02.03.2026 06:24
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 2. März



    Heiligste aller Heiligen, o Maria, du Abgrund der Gnade, die du voll von Gnade bist, stehe einem Elenden bei, der durch seine eigene Schuld die Gnade Gottes verloren hat. Ich weiß es, dass du Gott so lieb bist, dass er dir nichts abschlagen kann. Ich weiß, dass es dir lieb ist, wenn du deine große Macht zur Hilfe der elenden Sünder verwenden kannst. Zeige also, wie du bei Gott in Gnaden stehst, und erlange mir so große Erkenntnis und so brennende Liebe Gottes, dass ich aus einem Sünder in einen Heiligen verwandelt und von allen irdischen Neigungen losgeschält ganz und gar von der Liebe Gottes entzündet werde. Bewirke dies, meine Königin, denn du kannst es bewirken. Tue es aus Liebe zu Gott, der dich so mächtig, so erhaben und so barmherzig gemacht hat. Amen.



    Zu Gott



    Entflamme, o Herr, unsere Herzen mit dem Feuer deines Heiligen Geistes, damit wir Dir unseres reinen Herzens wegen gefallen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Zum Gedächtnis der von den Christen im Jahr 1310 an Mariä Himmelfahrt unter Anführung des ersten Herzogs von Savoyen eroberten Insel Rhodus wurde im Jahr 1420 vom Herzog in Savoyen Amadäus VI. ein Ritterorden errichtet, der das Bildnis der Mutter Gottes am Halsband trägt, und jährlich an Mariä Himmelfahrt in der dazu erbauten Kirche sich versammelt.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Im 44. Psalm spricht der Herr, der göttliche König und Bräutigam, zur Menschenseele: „Vernimm es, Tochter, und sieh und neige dein Ohr und vergiss dein Volk und deines Vaters Haus! Und sehnen wird der König sich nach deiner Schönheit!“ Zu jenen heiligen Seelen, an denen diese Worte der Schrift in besonders deutlicher und erbaulicher Weise zur Wahrheit wurden, gehört auch die heilige Agnes von Prag. Sie erblickte das Licht der Welt im Jahr 1205 und war von Geburt an eine Königstochter. Der Böhmenkönig Primislaus Ottokar I. war ihr Vater, ihre fromme Mutter überdies eine Tante der heiligen Elisabeth von Ungar. Schon als kleines Kind zeigte Agnes einen auffallenden Hang zur Frömmigkeit und zum Verkehr mit Gott. Aber zufolge ihrer hohen Abkunft schien sie zu nichts weniger berufen als zu einem stillen, frommen Leben. Vor allem war damit zu rechnen, dass die Großen der Erde seiner Zeit sich um die Hand der Königstochter bewerben würden. Und in der Tat war sie nacheinander für nicht weniger als vier dieser Großen als Ehegattin in Aussicht genommen, zuletzt sogar vom deutschen Kaiser Friedrich II., als dessen Gemahlin gestorben war. Aber Agnes war inzwischen auch in der Schule einer Heiligen gewesen, nämlich der heiligen Hedwig, verwitweten Herzogin von Polen, die in das Zisterzienserinnenkloster zu Trebnitz eingetreten und dessen Vorsteherin war. Diesem Kloster wurde die böhmische Prinzessin in ihrem dritten Lebensjahr zur Erziehung übergeben mit dem Erfolg, dass sie ihrer heiligen Lehrmeisterin in allem getreulich nachzufolgen sich entschloss. Später kam dann Agnes in das Kloster Doxan in Böhmen, woselbst sich ihre Tugend und Heiligkeit vollends aufs herrlichste entfaltete. Als sie nun die Jahre erreicht hatte, da sie zu den mit ihr geplanten fürstlichen Ehebündnissen Stellung nehmen konnte und musste, lautete ihre Entscheidung unbedingt ablehnend. Sie wollte einzig und allein Jesus Christus als Braut angehören. Da sich aber der Ausführung dieses heiligen Entschlusses immer wieder neue Schwierigkeiten entgegenstellten, so wandte sich Agnes zuletzt an Papst Gregor IX. um Hilfe, der dann auch für die freie Standeswahl der Prinzessin eintrat, derzufolge sie nach ihrem Herzenswunsch auf jedes irdische Eheband verzichten durfte. Auch der Kaiser war dessen zufrieden, „weil sie, wie er sagte, keinen Menschen ihm vorgezogen habe sondern den König des Himmels.“ Nunmehr von allen irdischen Befürchtungen und Rücksichten frei tat Agnes auch noch den letzten Schritt zur vollkommenen Verwirklichung ihres Ideals: Sie verließ die Welt überhaupt und trat in den Ordensstand ein und zwar wurde sie eine Jüngerin der heiligen Klara von Assisi, also ein Mitglied des zweiten Ordens des heiligen Franziskus. Es war nämlich um diese Zeit die Kunde von demselben auch nach Böhmen gedrungen und Agnes sowie ihr Bruder, der König, erbauten deshalb zu Prag ein Klarissenkloster, wohin dann auf Anordnung des Papstes die heilige Klara selbst aus ihrem Kloster Sankt Damian bei Assisi fünf Schwestern sandte. Zu diesen gesellte sich nun auch Prinzessin Agnes mit sieben anderen vornehmen Jungfrauen, die gleich ihr auf die Regel der heiligen Klara Profess machten. In dem armen rauen Ordenskleid fühlte sich Agnes jetzt hundertmal glücklicher als ehedem in ihren kostbaren Fürstengewändern. Sie leuchtete aber auch allen ihren Mitschwestern als Muster jeglicher Tugend voran. Darum widerstrebte es ihrer Demut sehr, als ihr vom Papst selbst das Amt der Äbtissin übertragen wurde. Sie ließ sich daher nie mit diesem Titel, sondern nur mit „älteste Schwester“ anreden. Ganz im Geist der heiligen Ordensstifterin wachte Agnes besonders über die reine und strenge Beobachtung der seraphischen Armut. Zur Anerkennung ihrer Heiligkeit verherrlichte sie Gott schon bei Lebzeiten durch die Wundergabe, so dass sie z.B. sogar eine verstorbene Nichte wieder ins Leben zurückrief. Am 6. März des Jahres 1282 gelangte sie endlich zur ewigen Vereinigung mit ihrem göttlichen Bräutigam und wurde vom Volk sofort als Selige des Himmels verehrt. Und diese Verehrung wurde von Papst Pius IX. feierlich bestätigt. Die Heiligsprechung erfolgte am 12. November 1989 durch Papst Johannes Paul II.



    Die heilige Agnes zog die himmlische Brautschaft jeder irdischen vor und sie wurde durch den Eintritt in den Ordensstand eine geistliche Braut des Herrn im eigentlichen Sinn. Im weiteren Verstehen ist aber auch jede christliche Seele eine solche Braut und zwar durch die heiligmachende Gnade. Solange die Seele in ihr sich befindet, besteht auch das glückselige geistige Brautverhältnis zwischen ihr und dem Heiland, das wie in Psalm 44 so auch schon beim Propheten Hosea angedeutet ist mit den Worten: „Ich verlobe mich mit dir in Gerechtigkeit und Recht und in Erbarmung und Gnade und ich verlobe mich dir in Treue, damit du erkennst, dass ich der Herr bin.“ (2,19-20) Darum, christliche Seele, hüte dich vor der schweren Sünde, damit du immer eine glückliche Braut deines Erlösers sein kannst!


    https://www.heiligen-legende.de/agnes-von-prag/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Ceadda, ein Bruder des heiligen Ceddus, Bischof der Angelsachsen in London, war aus Northumberland gebürtig und widmete sich schon in seinen Jugendjahren unter der Leitung des heiligen Aidanus dem klösterlichen Leben. Wegen seiner hohen Kenntnisse und vortrefflichen Tugenden wurde er zum Abt des Klosters Lestingaheu erwählt und bald darauf vom König Alschfried zum Erzbischof von York ernannt. Winus, der einzige Bischof in England, der damals nach den Kirchengesetzen gültig geweiht war, erteilte ihm die bischöfliche Weihe und Ceadda verwaltete das heilige Amt mit einem solchen Eifer, dass er nicht nur in seinem Bistum unzählige Seelen für die Lehre Jesu gewann, sondern auch, wie einst die Apostel, in größter Armut und zu Fuß mehrere Provinzen durchzog und das Evangelium predigte zur Bekehrung der Sünder und zur Bekräftigung der Frommen.



    Um diese Zeit war es, in der sich die englische Kirche wegen des Tages der Osterfeier von der römischen getrennt hatte und außer dem Bischof Winus, wie eben erwähnt, keiner der englischen Bischöfe nach den kanonischen Satzungen geweiht war. Deswegen sandte der Papst Vitalianus den Theodorus, dem er selbst die bischöfliche Weihe erteilt hatte, als seinen Gesandten nach England, um die dort herrschenden Irrtümer, besonders wegen der Osterfeier, zu berichtigen und die Bischöfe, die sich durch ein heiliges Leben und durch Wachsamkeit über ihre Herden ausgezeichnet hatten, durch die Macht des obersten Hirten der Kirche Gottes gültig zu weihen und im Besitz ihrer Bistümer zu bestätigen. Zuerst berief er den Erzbischof Ceadda zu sich und gab ihm einen Verweis, dass er gegen die apostolischen Satzungen ein Bistum verwalte. Der demütige Heilige antwortete ihm: „Immer habe ich mich des heiligen Amtes unwürdig gehalten und wenn ich nicht durch den Gehorsam wäre dazu gezwungen worden, würde ich es nie angenommen haben. Bereitwillig und mit dem tiefsten Gehorsam unterwerfe ich mich dem Urteil der heiligen Kirche und des Statthalters Jesu und trete als der Mindeste der Brüder in mein Kloster zurück.“ Theodorus erkannte aus dieser Rede die Demut und Heiligkeit des Dieners Gottes und weil unterdessen der Papst auf den erzbischöflichen Stuhl von York schon einen anderen bestimmt hatte und Bulfhere, der König der Mercier, einen frommen und eifrigen Mann zum Nachfolger des gestorbenen Bischofs Jaruman verlangte, bestätigte er den heiligen Ceadda als Bischof von Mercien und Lindisfarn.



    Der neue Oberhirt hatte in kurzer Zeit durch seine Predigten und noch mehr durch sein anziehendes Beispiel eine solche Änderung der Sitten und Ordnung des Gottesdienstes zustande gebracht, dass ihm der König aus Dankbarkeit ein Landgut mit fünfzig Familien schenkte, wo der Heilige ein Kloster erbaute und viele Jünger in der Gottseligkeit unterrichtete. Sein bischöflicher Sitz war zwar in Lichfield, aber gewöhnlich wohnte er im Kloster, wenn es seine Geschäfte zuließen. Zweieinhalb Jahre hatte er mit dem segensreichsten Erfolg sein Amt verwaltet, als ihm sein naher Tod geoffenbart wurde. Er betete eben in seiner Zelle, als sein Jünger Owin himmlische Stimmen darinnen hörte und sie von einem überirdischen Glanz umgeben sah. Nach einer halben Stunde verschwand diese Erscheinung und der heilige Bischof kam aus seiner Zelle und befahl dem Owin, alle Mönche und Brüder aus der Kirche zu ihm zu berufen. Als sie um ihn versammelt waren, betete er mit ihnen und ermahnte sie dann zur Einigkeit und gegenseitigen Liebe, zur strengen Beobachtung der Ordensregel und verkündigte ihnen sein nahes Ende. Der Jünger fragte den Heiligen, was der Gesang und der helle Glanz bedeutet hätten, und Ceadda belehrte ihn, dass ihm Engel erschienen seien, die ihm seinen Tod nach sieben Tagen eröffnet hätten und dass er unter ihnen seinen längst verstorbenen Bruder gesehen habe. Wirklich verschied er am Ende des siebenten Tages unter dem Gebet voll Sehnsucht nach dem Himmel am 2. März des Jahres 673. Bei seinem Grab geschahen viele und große Wunder.




    Ruinen von Lindisfarne


    https://www.heiligen-legende.de/ceadda-von-lindisfarne/

  • Vom Reich GottesDatum28.02.2026 21:45
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Die Menschenfurcht



    Wer Menschen fürchtet, ist der Menschen Spott,

    Sie führen ihn wie Samson in die Mühle;

    Doch ihrer spottet, selbst im Weltgewühle,

    Wer einen nur in Liebe fürchtet: Gott.



    1. Selig, wer fern vom Getriebe der Welt Gott im Stillen dienen kann. Denn wenige sind, die lange unter den Kindern dieser Welt leben, ohne Vernunft und Religion aus Furcht vor ihrem Spott zu verleugnen. Was aber gibt es je Erniedrigenderes als diese Furcht, diese Sklaverei, die den Menschen so tief herabwürdigt, dass er gegen sein eigenes Bewusstsein spricht, nach allen Launen der Welt sich richtet, es nicht wagt, das erkannte Gute zu tun, noch seine heiligsten Pflichten zu erfüllen, sondern vielmehr allerlei Böses tut, und Grundsätzen folgt, die er als gottlos erkennt, um dadurch die Achtung der Menschen zu erlangen, oder ihrem Tadel auszuweichen.



    2. Sei also auf der Hut, und musst du unter Weltkindern leben, dann bewaffne dich mit dem festen Schild des Glaubens, und rufe beständig die göttliche Hilfe an. Denn viele, die der giftigen Weltluft unbesonnen sich aussetzten, gingen darin zu Grunde. Liebte Petrus nicht seinen Herrn und hing ihm aus ganzem Herzen an? Was brachte ihn denn zu Fall? Menschenfurcht! Und zwar fiel er so tief, dass er von der Lüge bis zu einem falschen Eid überging. Ja auch der Gottmensch selbst wurde ein Opfer der Menschenfurcht. Pilatus kannte seine Unschuld, aber die Furcht, dem Kaiser zu missfallen, machte ihn zum Gottesmörder.



    3. O Menschenfurcht, wie viele Bekehrungen hast du verhindert, wie viele Seelen in den ewigen Untergang fortgerissen. Eine wahre Verfolgung der Kirche ist diese blinde Furcht, die überaus wirksam ist, alle Religion zu zerstören. Bedenke, dass die Welt nicht an unserer Stelle vor dem ewigen Richterstuhl erscheinen wird, und antworte auf den Spott der Welt großmütig mit dem Apostel: 1 Korinther 4,3: "Mir macht es allerdings nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht mich zur Verantwortung zieht; ich urteile auch nicht über mich selbst.", denn euer Urteil ist Vorurteil, ist Täuschung, ist Irrtum, und wird niemals die Richtschnur meines Lebens sein. Sind wir fest, dann wird selbst die Welt uns achten, die, so verkehrt sie auch ist, dennoch nur die Furchtsamen und Unentschlossenen verlacht. Der Apostel schreibt an die Galater 1,10: "Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum28.02.2026 21:35
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 1. März



    O meine Königin und meine Fürsprecherin Maria, in deinen Händen liegt mein Heil. Wenn du für mich bittest, dann werde ich selig werden. Sage deinem Sohn, es sei dein Wille, dass ich zu dir in den Himmel komme. Alles, um was du ihn bittest, gibt er dir. Unser Leben, unsere Freude, unsere Hoffnung, Maria, bitte Jesus für uns. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Papst Urban II. hat am heutigen Tag im Jahr 1095 die sogenannte Präfation von der seligsten Jungfrau, die in der Heiligen Messe an den Festtagen der Mutter Gottes nun gelesen wird, gut geheißen und den neun anderen beigesetzt.

    In Spanien wurde heute sehr feierlich das Fest der Erscheinung der Mutter Gottes im Jahr 1449 gehalten; es geschehen dabei öfters viele Wunder.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Papst Felix III. war aus einer der ältesten römischen Familien entsprossen und der Urgroßvater des heiligen Gregor des Großen. Er widmete sich von Jugend an der Frömmigkeit und den geistlichen Wissenschaften und als er das gehörige Alter hatte, wurde er zum Priester geweiht und zum Kardinal der römischen Kirche erhoben. In dieser Würde zeichnete er sich durch einen solchen heiligen Eifer aus, den Frieden der christlichen Kirche und die Reinheit ihrer Lehre zu erhalten, dass er mit Übereinstimmung aller Bischöfe zum obersten Kirchenhirten erwählt wurde. Während seiner Regierung herrschten in der Kirche Jesu große Unruhen und heftig und ungestüm waren die Angriffe, die sie zu erschüttern drohten. Nicht nur allein König Odoacer versuchte die Freiheit der Kirche dadurch zu beschränken, dass er die freie Wahl der römischen Päpste bestritt und diese wichtige Stelle mit seinen Favoriten besetzen wollte, sondern auch die Bischöfe Acacius in Konstantinopel, Petrus Mongus in Alexandria und Petrus Fullo in Antiochia verweigerten dem Papst Felix den Gehorsam und beredeten sogar den Kaiser Zeno, sich ganz von der abendländischen Kirche zu trennen. Der heilige Felix, der es mit Ermahnungen und Bitten versuchte, diese verderbliche Trennung zu verhindern, hielt schließlich im Jahr 484 eine Synode in Rom und entsetzte den Mongus, Bischof von Alexandria, seiner Würde und belegte ihn als einen Anhänger der Irrlehrer mit dem größeren Kirchenbann. Diesem Urteil der Kirche widersetzten sich hartnäckig die Bischöfe von Konstantinopel und Antiochia. Sie verteidigten und schützten gegen alle kirchlichen Rechte den Mongus und hielten mit ihm Kirchengemeinschaft. Papst Felix sah sich genötigt, um die Einheit und den Frieden wieder herzustellen, im Jahr 486 Gesandte nach Konstantinopel zu schicken, die aber auf den Befehl des Kaisers während ihrer Reise gefangen genommen und durch Misshandlungen so weit gebracht wurden, dass sie sich selbst mit der Gegenpartei des Papstes vereinigten. Der heilige Felix ließ die Sache neuerdings durch eine Versammlung von 77 Bischöfen genau untersuchen, die nicht nur den Acacius nebst seinen Anhängern, sondern auch die treulosen römischen Gesandten und den Kaiser als Ungehorsame und Ruhestörer von der Gemeinschaft der Kirche ausschlossen. Der Beschluss dieser Synode wurde den Mönchen in Konstantinopel zugeschickt, die es noch mit der römischen Kirche hielten, und als sie ihn dem Acacius bekannt machten, ließ er alle Ordensmänner dieses Klosters ermorden.



    Der heilige Papst Felix regierte als ein wachsamer Hirt der Kirche Gottes neun Jahre, weihte 31 Bischöfe, 28 Priester und 5 Diakone und verwendete große Summen auf die Verschönerung der Gotteshäuser. Die Kirche des heiligen Agapetus erbaute er ganz neu, bekehrte viele Arianer zum katholischen Glauben und starb im Ruf der Heiligkeit am 1. März im Jahr 492. Sein Leichnam wurde in der Kirche des heiligen Paulus beerdigt.


    https://www.heiligen-legende.de/felix-iii-papst/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige David war ein Sohn Xantus, des Fürsten von Ceretica, jetzt Cardiganshire. Er erhielt eine sehr gute und besonders christliche Erziehung, die auf sein ganzes künftiges Leben Einfluss hatte. Nachdem er zum Priester geweiht worden war, zog er sich auf die Insel Wigth zurück, wo er unter der Leitung des frommen und gelehrten Paulin lebte, der ein Schüler des heiligen German von Auxerre war. – Man sagt, Gott habe die ausgezeichneten Tugenden Davids durch die Wundergabe verherrlicht, und dieser habe durch das heilige Kreuzzeichen seinem Lehrer, das, sei es durch sein hohes Alter, oder durch die häufigen beim Gebet vergossenen Tränen, verlorene Augenlicht wiedergegeben. Als er sich vollkommen zum Dienst des Herrn vorbereitet hatte, verließ er die Einsamkeit, und trat, wie ein anderer Johannes, hervor, um den Briten das Wort des ewigen Lebens zu predigen. Zu Glastenbury, einem Ort, den die ersten Apostel Großbritanniens der Verehrung des wahren Gottes geweiht hatten, erbaute er eine Kapelle. Er stiftete auch zwölf Klöster, von denen das bedeutendste im Tal Roß, bei Menew, lag. Aus diesem Kloster gingen viele Heilige hervor, von denen mehrere in der Kirche als erste Hirten glänzten. Es wird oft vom Kloster Roß gesprochen in den Akten mehrerer inländischer Heiligen, unter dem Namen Rosnat oder Rosnan.



    Die Regel, die David seinen Mönchen gab, war sehr streng. Sie verrichteten beständige Handarbeit im Geist der Buße, ohne jemals die zur Arbeit bestimmten Tiere zu gebrauchen, und dies zwar, damit ihre Arbeit desto mühsamer wäre. Nur die Notwendigkeit konnte sie bewegen, das Stillschweigen zu brechen. Ein ununterbrochenes, wenigstens inneres Gebet, heiligte alle ihre äußerlichen Handlungen. Gegen Ende des Tages kehrten sie in das Kloster zurück, um dem Lesen und mündlichen Gebet sich zu widmen. Brot und Wurzeln, die bloß mit Salz zubereitet waren, machte ihre ganze Nahrung auf. Und sie hatten keinen anderen Trank, als Wasser mit etwas Milch vermischt. Nach ihrem Mahl brachten sie drei Stunden im Gebet zu. Dann erholten sie sich durch einen kurzen Schlaf. Mit dem ersten Hahnenschrei erhoben sie sich aber wieder von ihrer Lagerstätte, und beteten bis zur Arbeit. Sie trugen eine grobe aus Tierhäuten gefertigte Kleidung. Wenn einer um Aufnahme in das Kloster ansuchte, musste er zehn Tage an der Pforte bleiben, und während dieser Zeit prüfte man ihn durch raue Worte, wiederholte Weigerungen, mühsame Arbeiten, ob er sich daran gewöhnen könne, sich selbst abzusterben. Wenn er nun diese Prüfung mit Standhaftigkeit und Demut bestand, wurde er in das Haus aufgenommen. Seine Güter musste er in der Welt zurücklassen, weil die Ordensregel verbot, etwas für die Aufnahme irgendeines Gliedes anzunehmen. Alle Brüder waren verpflichtet, ihr Inneres dem Abt zu offenbaren, und ihm sogar ihre Gedanken und geheimsten Versuchungen zu berichten.



    Da sich die pelagianische Irrlehre zum zweiten Mal wieder in England gezeigt hatte, versammelten sich die 519 Bischöfe zu Brevy in Cardiganshire. Der heilige David wurde auch eingeladen, der Synode beizuwohnen. Er erschien dabei mit Glanz, und beschämte die Ketzer durch die mächtige Kraft seines Wissens, seiner Beredsamkeit und seiner Wunder. (In der Folge erbaute man eine Kirche an der Stelle, wo das Konzil gehalten worden ist, und nannte sie Llan-Devi-Brevy, d.h. Davids-Kirche bei dem Fluss Brevy.) Der heilige Dubricius, der Erzbischof von Caerleon, benützte diese Gelegenheit, um ihm die Leitung seiner Kirche abzutreten. David, bestürzt über den ihm gemachten Antrag, zerfloss in Tränen, und beteuerte, dass er nie eine solche Bürde, die seine Kräfte so weit übersteige, auf sich nehmen werde. Umsonst brachte man die dringendsten Gründe vor, um ihn zu bewegen. Aber nie hätte er sich dazu bereiterklärt, wenn die Väter der Versammlung ihm nicht ausdrücklich befohlen hätten, sich der Wahl des heiligen Dubricius zu fügen. Man bewilligte ihm jedoch die Verlegung des Sitzes aus Caerleon, einer damals wenig bevölkerten Stadt, nach Menew, jetzt St. David genannt, einem stillen und einsamen Ort. Kurze Zeit darauf versammelte er eine Synode zu Victoria, wo die Akten der vorigen Synode bestätigt wurden.



    Man verfasste da auch mehrere Kanonen in Betreff der Kirchenzucht, denen Rom in der Folge das Siegel der Genehmigung aufdrückte. Diesen zwei Synoden hatten die Kirchen von Großbritannien ihre Vorschriften und ihre Verwaltungsform zu verdanken. Unterdessen wuchs mit jedem Tag der Ruf unseres Heiligen. Er war die Zierde und das Muster der Hirten seiner Kirche. Die Gabe des Wortes besaß er in einem vorzüglichen Grad. Allein seine Beredsamkeit konnte bei weitem nicht die Wirkungen hervorbringen, die auf sein Beispiel von selbst folgten. Zu jeder Zeit wurde er als eines der glänzendsten Lichter der englischen Kirche angesehen. Durch die Stiftung seiner verschiedenen Klöster wurde er der geistliche Vater vieler Heiligen, die ihr Vaterland erleuchteten. Endlich starb er nach einem langen und tätigen Wirken in dem heiligen Hirtenamt um das Jahr 544 oder später in einem sehr hohen Alter. Der heilige Kentigern sah von Engeln seine Seele in den Himmel tragen. Sein Leib wurde in der Kirche zum heiligen Andreas beigesetzt, die später mit der Stadt und Diözese Menew (Menevia) den Namen des heiligen David angenommen hat. Neben dieser Kirche stehen mehrere Kapellen, wo ehehin das andächtige Volk zahlreich hinströmte. Die prachtvollste ist die der heiligen Nun, der Mutter unseres Heiligen. Eine andere führt den Namen zum heiligen Lily, Gwas-Dewy genannt, d.h. Mann des heiligen Davids, weil er einer seiner liebsten Schüler war. Er wird daselbst am dritten und die heilige Nun am zehnten März verehrt. Sie hatte mehrere Frauen, die ein zurückgezogenes Leben führten, zur Vollkommenheit gebildet. Vor langer Zeit feierten die Südwalliser die drei ersten Tage des Monats März zur Ehre des heiligen David, der heiligen Nun und des heiligen Lily. Heutzutage feiert man nur noch den ersten im ganzen Fürstentum Wallis. Im Jahr 962 brachte man die Überreste unseres Heiligen mit einem Teil der des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers, nach Glastenbury.



    Ohne das lebhafte Verlangen, für Gott zu leben, und seine unendlichen Vollkommenheiten zu preisen, kann man ihn nicht wahrhaft lieben. Die Seele findet in diesen Übungen eine unaussprechliche Wonne. Sie kostet da, wie wunderbar der Herr für die ist, die ihm mit Treue dienen. Sie seufzt nach dem glücklichen Augenblick, wo nichts mehr imstande sein wird, die Glut ihrer heiligen Entzückungen zu hindern. Dadurch nährt und stärkt sie ihre guten Regungen, und zieht die Fülle der Gnaden über sich herab. Der heilige David hatte dies sowohl in der Einsamkeit, als in Mitte seiner bischöflichen Amtsverrichtungen erfahren. Wir lesen in den Lehren des heiligen Stephanus von Grandmont, dass, da einer seiner Schüler ihn gefragt hatte, warum die Lehrer der Gottseligkeit so oft ermahnen, Gott zu loben und zu preisen, da doch bei seiner Unendlichkeit die Huldigungen seiner Geschöpfe ihm keinen Zuwachs der Ehre und Herrlichkeit geben können, ihm dieser Heilige die Antwort gegeben habe: „Die Schrift befiehlt uns nichts, als was auf unser Heil Bezug hat. Wenn sie daher sagt: Lobet Gott, preiset den Herrn, so ist dies nur zum Vorteil und Besten des Menschen, weil er allein allen Nutzen daraus ziehen soll, den diese Pflichten hervorbringen können, die er gegenüber Gott zu erfüllen schuldig ist. Denn so oft ein Mensch mit reinem Herzen, und durchdrungen von den Gefühlen einer wahren Andacht, spricht: gesegnet sei der Herr, gepriesen sei Gott, antwortet ihm der Herr sogleich: Sie sind für dich, die Segnungen und Lobpreisungen, die du mir spendest. Diese Wahrheit wird man leicht erfassen, wenn man bedenkt, dass der Mensch Gott nicht segnen könnte, wofern ihn nicht Gott zuerst segnete, und ihm mit seiner Gnade zuvorkäme. Hieraus folgt nun, dass, da jede Segnung von Gott, als der einzigen Quelle des Segens, komme, der Mensch sie nur nach Empfang wieder zurückgibt, so zwar, dass, wenn er beständig Gott lobpreist und segnet, er die göttlichen Segnungen in reichlicherer Fülle auf sich herabzieht, die eben so viele neue Zuwächse der Liebe in seiner Seele sind.“



    Aus „Tiere unterm Regenbogen“, von Aloysius Roche, Berlin 1954:



    Wie die Bienen nach Irland kamen



    Von Zeit zu Zeit berichten die Zeitungen erstaunliche Leistungen von Katzen und Hunden, die weite Strecken zurückgelegt haben, um wieder in ihre Heimat zurückzugelangen. Von den Katzen meint man gewöhnlich, sie seien besonders anhänglich an den Ort, von den Hunden aber, sie seien dem Menschen verbunden. In beiden Fällen ist das Ergebnis das gleiche.



    Von einer Katze heißt es, sie habe Hunderte von Kilometern hinter sich gebracht. Und erst die Tauben! Bisher hat noch niemand den unglaublichen Instinkt ganz erforscht, der sie befähigt, über Land und See zu fliegen, bis sie endlich ihr Zuhause erreicht haben. Und all die anderen Zugvögel, die mit so unbeirrbarer Regelmäßigkeit kommen und gehen und oft sogar zum gleichen Garten zurückkehren, wo sie im Jahr zuvor genistet haben! Und wie es wohl der Schmetterling macht, das möchte man auch wissen!



    Im Fall der Bienen nun, die nach Irland auswanderten, war dieser merkwürdige Instinkt von Anfang bis zu Ende einzig und allein auf einen Mann gerichtet. Wir können ihn ruhig Dominikus nennen und es dabei lassen, wenn auch das alte Buch verschiedene Varianten des Namens angibt. Die Geschichte wird im „Leben des heiligen David von Wales“ erzählt, dessen Schüler dieser Dominikus war. Er war aus Irland herübergekommen, um in St. Davids Kloster von Minevia zu arbeiten.



    Zuerst wurde er beim Wegebau und Ausbesserungsarbeiten rings um den Ort beschäftigt, aber schließlich gab man ihm die Bienen zu versorgen, die ein wichtiger Bestandteil des klösterlichen Besitzes waren. Er machte das so gut, dass die Bienen sich in den Kopf setzten, ohne ihn gar nicht leben zu können!



    Als er an das Ende seines Lebens kam, ergriff ihn ein sehnliches Verlangen, in seinem Heimatland zu sterben -, und wenn sich bei Iren einmal eine solche Vorstellung festgesetzt hat, gibt es nichts, was sie zurückhalten könnte. So wurden denn die Vorbereitungen getroffen; das kleine Boot, der sogenannte „Corragh“ (sprich „Korrach“) wurde zum Seestrand hinuntergebracht und seetüchtig gemacht, bereit zur Fahrt.



    „Corragh“ hießen die handlichen kleinen Boote, die von den Seeleuten jener Tage so besonders gern benutzt wurden. Sie waren von einfachster Bauart, gewöhnliches Rahmenwerk aus Weidengeflecht, mit einem Überzug aus Tierhaut. Diese kleinen Boote nannte man „Ein-Fell-Corragh“, und sie konnten an Land befördert werden, indem an jeder Seite ein Gurt befestigt wurde, den man sich um die Schulter hing. Der Abt von der Insel Jona, Kolumban, besaß ein solches Boot und befuhr darin die gefährlichen Gewässer zwischen den Hebriden.



    Dominikus erschien also mit seinem Gepäck und dem Ruder. Er winkte seinen Gefährten einen letzten Abschiedsgruß, stieß den Corragh ein oder zwei Meter vor sich her und sprang hinein, sobald er tieferes Wasser erreicht hatte. Das Ruderblatt tauchte rasch ein und aus, und sehr bald erreichte er die hohe See.



    Inzwischen begaben sich hinten im Klostergarten sehr merkwürdige Dinge. Die eine oder andere verflogene Biene musste gesehen haben, was da am Strand vor sich ging und berichtete das im Hauptquartier. Es gab eine Konferenz am „runden Tisch“, und ein wichtiger Beschluss wurde einträchtig ausgeführt. In einem Augenblick begannen die Bewohner der Bienenstöcke hintereinander herzumarschieren. Es sah aus, als ob sie durch die kleine Öffnung gequetscht würden, so wie der Dampf durch die Schnauze eines kochenden Wasserkessels kommt. Sie warteten in der Luft, bis alle versammelt waren, und dann brausten sie davon, ein einziger, dicker Schwarm – auf Dominikus und seinen Corragh zu.



    Dreimal brachte er sie zurück an die Küste, in der Hoffnung, er könne sie überreden, zu Hause zu bleiben. Freilich folgten sie ihm jedes Mal an Land; aber sobald er versuchte, ihnen zu entkommen, waren sie sogleich wieder hinter ihm her.



    Da hatte Dominikus eine Eingebung. Er wusste ja, dass in den Klöstern der Gehorsam eine Hauptsache ist, mächtig genug, manchmal sogar Wunder zu wirken. Und so wandte er sich, als ihm die Bienen zum dritten Mal folgten, an St. David und beschwor ihn, sie in ihre Stöcke zurückzubeordern.

    Es war vergebens. Man konnte nur gute Miene zum bösen Spiel machen: Dominikus ruderte davon, eine schwarze Wolke über sich, wie einen großen Regenschirm! Und so, sagt der Chronist, kam Irland zu Honigwaben und Wachskerzen.



    Der Schreiber dieser Geschichte nahm die kleinen Bienen ernst. Aber Bienen sind überhaupt von jeher ernster genommen worden, als andere Vertreter des Tierreichs. Als die Menschen anfingen, die Natur zu studieren, gerieten sie auch an den Bienenstock, und als die ersten naturgeschichtlichen Bücher geschrieben wurden, da schrieb man über die Bienen! In langvergangenen Tagen wurden sie „die geflügelten Begleiter der Musen“ genannt, und der lateinische Dichter Virgil erinnert daran, dass ernste Männer die Meinung vertraten, den Bienen sei ein gewisser Anteil am göttlichen Verstand mitgegeben worden.


    https://www.heiligen-legende.de/david-von-wales/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Viele junge Leute, besonders Mädchen, aber mittlerweile auch Jungen, bilden sich so viel ein auf ihr schönes Gesicht und ihre schöne Gestalt, bedenken aber nicht, dass alle jugendliche Schönheit nicht lange dauert, und dass gerade die Schönheit ohne Zurückgezogenheit, Keuschheit und Gottesfurcht ein Fallstrick zum Verderben wird. Mit Recht heißt es daher im Buch der Sprichwörter 11, Vers 22: „Ein goldener Ring im Rüssel eines Schweins ist eine Frau, schön, aber sittenlos.“ Eine solche Frau, aber auch ein solcher Mann, verliert nach und nach alle Schamhaftigkeit und wälzt sich wie ein Schwein im Kot abscheulicher Laster und Sünden. Dies kannst du deutlich sehen an der schönen Eudokia.



    Eudokia wurde zu Samaria unter der Regierung des Kaisers Trajan geboren. In ihrer Kindheit hatte sie keine gute Erziehung genossen, aber dafür besaß sie einen hellen Verstand, ein heiteres Gemüt und eine seltene Schönheit. Auf diese Schönheit war sie stolz, sie begann damit zu prahlen, und bald sammelten sich um sie leichtfertige junge Leute, die ihr schmeichelten und durch schlüpfrige Reden ihr Herz vergifteten. Die natürliche Schamhaftigkeit verließ sie und der erste Schritt zum Fall war getan. Sie fand Gefallen an sündhaften Bekanntschaften und nicht lange, so verlor sie ihre Unschuld, sie wurde verführt und versank nun immer tiefer in den Schlamm der Unreinheit. Noch hatte sie eine Scheu vor ihren Eltern und Verwandten, aber zuletzt vergaß sie auch diese, und um ungehindert und nach ihrem Gefallen der bösen Lust sich hingeben zu können, ging sie nach Heliopolis, heute Kairo, einer großen Stadt, die damals zu Sizilien gehörte. Dort überließ sie sich schamlos ihren Begierden, lockte eine Menge unbesonnener junger Männer in ihr Netz und wurde bald zum allgemeinen Ärgernis der ganzen Stadt. Aber nun geschah an dieser armen Sünderin, was der Apostel im Römerbrief Kapitel 5, Vers 20 sagt: „Wo jedoch die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden.“ Der liebe Gott öffnete der leichtfertigen Frau die Augen und zog die Unglückliche aus der Tiefe ihres Elends.“



    Auf einer Reise kehrte ein frommer Mönch, Germanus mit Namen, zu Heliopolis bei einem seiner Verwandten ein, dessen Haus mit dem der Eudokia zusammenstieß. Um Mitternacht stand Germanus auf, um nach dem Gebrauch der Mönche zu beten. Nach dem Gebet hielt er laut eine geistliche Lesung von den Strafen der Hölle und den unaussprechlichen Freuden des Himmels.



    Die Kammer des Mönches war nur durch eine dünne Scheidewand von dem Schlafzimmer der Eudokia getrennt. Das laute Beten und Lesen weckte sie aus dem Schlaf, sie horchte und hörte da von Dingen lesen, die sie noch nicht gehört hatte. Aus Neugierde ließ sie am Morgen den Mönch zu sich bitten, um von ihm zu erfahren, was sein Beten und Lesen für eine Bedeutung hätte. Der gutmütige Mann, der sie noch nicht kannte, ging zu ihr. Eudokia befragte ihn über seine Lebensweise, über sein lautes Beten und bat ihn um Erklärung dessen, was er von der Hölle und dem Himmel gelesen hatte. Der fromme Mann durchschaute die Sünderin und noch voll der Rührung von der nächtlichen Lesung, machte er ihr eine eindringliche Schilderung von den Qualen der Hölle, in der die verstockten Sünder leiden müssen und von den Freuden des Himmels, die die frommen und bußfertigen Diener Gottes genießen.



    Wie ein Schwert drangen die Worte des Mönchs durch das Herz der Sünderin; sie seufzte laut auf und rief jammernd: „Wenn es so ist, dann bin ich auf ewig verloren; auf ewig von den Freuden des Himmels ausgeschlossen, dann bin ich verdammt!“ „Welchen Glaubens bist du?“ fragte sie Germanus. „Ich bin“, erwiderte sie, „eine Samaritanerin, habe aber gar keine Religion; ich habe bisher geglaubt, was ich wollte, und nur nach den abscheulichen Trieben meines bösen Herzens gelebt. Sage mir, kann ich der Hölle noch entkommen?“ Voll Mitleid sagte der Mönch: „Wenn du dich von Herzen bekehrst, so ist Gott gnädig und vergibt dir um Jesus, seines Sohnes willen, der für alle Sünder am Kreuz gestorben, deine Sünden.“ „Was muss ich denn tun?“ fragte die Sünderin. „Du musst glauben,“ entgegnete der Mönch, „dich taufen lassen und Buße tun. Höre also auf zu sündigen, lass einen Priester kommen, der dich unterrichtet, und wenn du fest entschlossen bist, nicht mehr zu sündigen, so wird er dich taufen und dich von all deinen Sünden reinigen.“ Mit Dank gegenüber Gott und dem Mönch ließ Eudokia sogleich einen katholischen Priester rufen. Der Priester kommt, aber wie erschrickt er, als er die stadtbekannte Sünderin vor sich sieht, die sich ihm mit heißen Tränen, wie einst Magdalena, zu Füßen wirft und flehentlich bittet, sich ihrer zu erbarmen und sie mit dem Gott der Christen bekannt zu machen, der den reumütigen Sündern so gerne verzeiht. Der Priester, voll Verwunderung über die unendliche Barmherzigkeit Gottes gegenüber den Sündern, hörte sie voll Mitleid an und gebot ihr die eitlen Kleider abzulegen, die bisherigen Gesellschaften zu verlassen, acht Tage zu fasten und ihr Sündenleben in der Einsamkeit zu beweinen, auch begann er sogleich, sie im heiligen Glauben zu unterrichten.



    Als nach acht Tagen der fromme Germanus sie besuchte, fand er sie ganz umgewandelt; ihr Leib war ganz abgezehrt und in züchtige Kleidung gehüllt; ihre frechen Augen niedergeschlagen, ihr Antlitz von Tränen der Reue befeuchtet und mit sanfter Stimme erzählte sie ihm, dass sie sechs Tage hindurch über ihre Sünden die bittersten Tränen vergoss, am siebenten Tag, fuhr sie fort, „lag ich voll Reue auf der Erde und betete, da sah ich plötzlich einen glänzenden Jüngling neben mir, der hob mich auf und führte mich zum Himmel empor. Dort zeigte er mir eine Menge himmlischer Geister, die sich meiner freuten und mir Glück wünschten, dass ich nun in ihre Gesellschaft gehöre. Während ich dieses Gesicht betrachtete, hörte ich an meiner Seite das Geheul eines Ungeheuers, das sich über meinen Verlust beklagte, denn ich war ihm entkommen: Aber eine himmlische Stimme vertrieb das Untier mit den Worten: „Gott gibt nach seinem Wohlgefallen Gnade dem reuigen Sünder!“ Getröstet von dieser Stimme, kam ich wieder zu mir und nun bitte ich euch, frommer Mann, zeigt mir den Weg, den ich von nun an gehen soll, um Gott zu dienen.“ Germanus hielt sie für würdig der Taufe und führte sie zum Bischof Theodoret. Nachdem er sie geprüft hatte, erteilte er ihr die Taufe und nahm sie in die Kirche auf.



    Als nun Eudokia durch die Taufe ein Kind Gottes geworden war, fasste sie einen großmütigen Entschluss. Nach Hause gekommen, rief sie ihre Diener und Mägde zu sich, gab ihnen reichliche Geschenke und entließ sie mit den Worten: „Ich habe euch leider ein Beispiel der Sünde gegeben; ich will euch nun ein Beispiel der Buße geben; folgt mir jetzt nach.“ Sie verteilte nun all ihr Vermögen unter die Armen und verschenkte die Kostbarkeiten, die sie auf sündhafte Weise erworben hatte; ihre Tage brachte sie in Armut und Buße zu. Nach einiger Zeit kam Germanus wieder zu ihr; und da er mit Freude ihren großen Bußeifer wahrnahm, zugleich aber fürchtete, sie möchte in der Stadt, wo sie so viel Gelegenheit zur Sünde gefunden hat, wieder in die alten Sünden zurückfallen, gab er ihr den Rat, sich in eine Einöde zurückzuziehen, wo sie ungestört ihrem Seelenheil abwarten könnte. Willig befolgte sie den Rat, aber nun kam auch eine schwere Prüfung über sie. Ein junger Mensch, der früher mit ihr Umgang gehabt hatte, verkleidete sich als Einsiedler, suchte sie auf und bat sie um die Erlaubnis, in ihrer Nähe bleiben zu dürfen. Aber Eudokia erkannte ihn und verwies ihm streng seine böse Absicht, worauf er tot zu Boden stürzte, getroffen von der strafenden Hand Gottes. Tief ergriffen wirft sie sich auf die Knie und fleht inbrünstig zu Gott, er möge dem armen Sünder, wie ihr, die Gnade der Buße verleihen. Und siehe da, ihr Gebet wird erhört, der Tote erwacht und verlässt, von ihr zur Buße ermahnt, reuevoll die heilige Büßerin. Sie aber setzte beharrlich ihr frommes Leben fort und hatte sonst kein anderes Verlangen mehr, als ihren sündhaften Leib für Jesus der Marter zu weihen. Ihr Verlangen wurde gestillt. Kaiser Trajan ließ die Christen verfolgen; auch Eudokia wurde angezeigt und auf Befehl des Statthalters Vinzentius am 1. März 114 enthauptet.



    Eudokia wird abgebildet als Matrone mit dem Schwert in der Hand.



    Den bösen Gelegenheiten entfliehen



    Der fromme Germanus kannte gar gut die Schwachheit und Unbeständigkeit des menschlichen Herzens und die Gefahren, die es umgeben, darum gab er auch der Büßerin Eudokia den heilsamen Rat, die Stadt zu verlassen, wo sie früher so viel gesündigt hatte, damit sie nicht durch den Anblick der Personen, mit denen sie Umgang, und der Orte, wo sie sich den eitlen Vergnügungen hingegeben hatte, aufs Neue angereizt und zum alten sündhaften Leben verleitet würde. Hätte Eudokia den Rat nicht befolgt, allem Anschein nach wäre sie wieder gefallen.



    Hast du also gesündigt und willst du dich wahrhaft bessern, so ist es durchaus notwendig, dass du dir selbst nicht mehr traust und den bösen Gelegenheiten fliehst. Eine böse Gelegenheit nennt man den Ort, die Person, die Gesellschaft, das Geschäft usw., wodurch man leicht und gewöhnlich in eine Sünde fällt. So lange du also eine solche böse Gelegenheit nicht meidest, da du sie doch meiden könntest, so lange wirst du immer in die alten Sünden fallen. Damit du aber diese Wahrheit besser einsiehst und dir zu Herzen nimmst, so will ich die Worte eines großen Heiligen hersetzen, der sich besonders um die armen Sünder angenommen, und viele Hunderte zu einem wahrhaft frommen, gottseligen Leben angeleitet hat; es ist dies der heilige Alphons Liguori, der so spricht: „Wer selig werden will, muss nicht nur die Sünde verlassen, sondern auch den Gelegenheiten zur Sünde entfliehen. Der böse Feind schleicht stets um eine Seele herum, damit er in sie eindringen und von ihr Besitz nehmen könne. Deshalb sucht er ihr Gelegenheit zur Sünde darzubieten, wonach er schon tiefer in das Herz eindringen wird. Lässt die Seele sich bewegen, sich der Gelegenheit auszusetzen, so findet der Teufel leicht einen Eingang, worauf er die Seele verschlingt. Darum geschah es denn auch, dass, als der Teufel eines Tages gezwungen wurde, zu bekennen, welche Predigt ihm am meisten missfällt, er aussagt, dies sei die Predigt über die Flucht der Gelegenheit und das mit Recht, denn der böse Feind lacht und spottet über all unsere guten Vorsätze, über alle Gott gemachten Versprechungen und ist einstweilen nur darauf bedacht, uns dahinzubringen, dass wir aus der Gelegenheit nicht fliehen, denn die Gelegenheit ist wie eine Binde, die uns die Augen verdeckt und bewirkt, dass wir die empfangenen Erleuchtungen, dass wir die ewigen Wahrheiten und all unsere gemachten Vorsätze nicht mehr sehen, kurz, dass wir alles verachten, und auf diese Weise beinahe gezwungen sind, zu sündigen.“



    Was insbesondere die betrifft, die dem Laster der Unreinheit ergeben gewesen sind, so müssen sie jede Gelegenheit meiden. Denn in Bezug auf dieses Laster bedürfen wir eines ganz besonderen Beistandes Gottes, damit wir nicht unterliegen, weshalb wir denn auch, um diesen göttlichen Beistand zu verdienen, notwendigerweise die Gelegenheiten meiden und uns Gott stets anempfehlen müssen, damit wir die heilige Keuschheit bewahren. „Im Kampf mit der Unlauterkeit“, sagt der heilige Philipp Neri, „bleiben nur die Feigen Sieger, das heißt jene, die vor der Gelegenheit fliehen.“ Es ist unmöglich, sich in Flammen zu befinden und dennoch nicht zu brennen. Ähnliches hat der Heilige Geist selbst gesagt mit den Worten der Sprichwörter 6, Vers 28: „Kann man über glühende Kohlen schreiten, ohne sich die Füße zu verbrennen?“ Dies wäre gewiss ein Wunder. „Aber“, sagt der heilige Bernhard, „es ist ein noch größeres Wunder keusch zu bleiben, da man sich doch der nächsten Gelegenheit aussetzt, als wenn man einen Toten zum Leben erwecke. Wer es dennoch wagt, sich freiwillig in die Gelegenheit zur Sünde zu begeben, der wird schwerlich selig werden. Deshalb müssen wir täglich bei unserem Gebet mehrmals die Bitte des Vaterunsers wiederholen: Und führe uns nicht in Versuchung, d.h. lass nicht zu, o Herr, dass ich mich zu einer Gefahr zur Sünde aussetze, böse Gelegenheiten selbst aufsuche oder sie nicht meide.“



    Schau also, christliche Seele, so spricht ein Heiliger, und du willst seinen Worten kein Gehör geben? Überdenke die Worte noch einmal: „Schwerlich wird selig werden, wer sich freiwillig in eine Gelegenheit zur Sünde begibt“, und meide, fliehe wie eine Schlange von heute an alle die Personen, Häuser, Gesellschaften, kurz alles, was dich zu einer Sünde verleiten könnte!



    O göttlicher Heiliger Geist, lass mich es doch recht klar erkennen, welch große Gefahren von der Seite meines Fleisches, der Welt und des Satans meiner armen Seele drohen. Ich will diese Gefahren meiden, ich will besonders vor jener Gelegenheit fliehen, die mich schon so oft zu Fall gebracht hat. Hilf mir, mein Herr, dass ich meinen Vorsatz halte und nicht mehr sündige. Amen.



    2 Aussprüche der heiligen Eudokia



    Ich will an jedem Tag meines Lebens Gott dienen und wie ich sehr vielen Menschen durch meine Sünden ein böses Beispiel gegeben habe, so will ich ihnen durch meine Buße ein gutes Beispiel geben.



    Durch den Glauben an Jesus bin ich dem ewigen Tod entgangen; ich kann das durch ihn erhaltene Leben nicht mehr verlassen, und mich wieder in den ewigen Tod stürzen.



    Heilige Eudokia, bitte für uns!


    https://www.heiligen-legende.de/eudokia-von-heliopolis/

  • Vom Reich GottesDatum27.02.2026 19:19
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Nachfolge Jesu



    Seht, Jesus geht mit seinem Kreuz voran.

    O folgen wir ihm nach mit treuem Herzen.

    Geht über manchen Dorn auch unsre Bahn:

    Sein Reich vergilt unendlich unsern Schmerzen.




    1. Beherzige den Ausruf Jesu zu seinem himmlischen Vater, als er im Begriff war, diese Welt zu verlassen: "Ich habe das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast." (Johannes 17,4) Dieses große Werk war unsere Erlösung, die Jesus am Kreuz vollendete, wo er durch seinen zeitlichen Tod vom ewigen Tod uns errettete, und durch sein Blut die ewige Gerechtigkeit versöhnte. Aber noch genügte dies nicht, wir bedurften auch eines sicheren Weges, dieses große Heil zu erlangen, und eines vollkommenen Vorbilds zur Nachbildung, Gott wohlgefällig zu werden. Und diesen Teil seiner Sendung hatte Jesus während seines Lebens vollbracht. "Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt." (1. Petrus 2,21)



    2. Die Beispiele unseres Herrn sind die Richtschnur unseres Lebens, und das Maß unserer künftigen Seligkeit. Alle Heiligen bildeten sich nach diesem göttlichen Vorbild, und auch nur darum waren sie heilig. Einige zwar ahmten diese, andere jene seiner anzubetenden Tugenden insbesondere nach. Es gab Heilige, in denen vorzüglich die Demut, andere, in denen die Sanftmut, andere, in denen die Geduld, andere, in denen die Liebe Jesu ganz besonders hervorleuchtete. Einige folgten ihm in seinem verborgenen Leben, andere in seinen Arbeiten am Heil der Seelen nach. Alle jedoch trafen darin zusammen, dass sie seinem göttlichen Ausspruch folgten: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." (Matthäus 16,24) Denn Kreuz und Selbstverleugnung sind die Grundfesten der Nachfolge Jesu für alle.



    3. Diese Ähnlichkeit ist das Gepräge aller Auserwählten. Römer 8,29: "Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben." Ohne Selbstverleugnung also, das heißt ohne Überwindung unserer ungeordneten Triebe, ohne Hingabe unseres Willens an Gottes Vorsehung, ohne geduldiges Tragen des täglichen Kreuzes, das diese Vorsehung uns auferlegt, und ohne Nachbildung der Sanftmut, Demut, Abtötung und Liebe unseres göttlichen Vorbilds, nennen wir uns vergeblich seine Jünger. Matthäus 17,5b: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum27.02.2026 19:11
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 28. Februar



    Von nun an sollst du, o liebenswürdigstes Herz Mariä, neben dem göttlichen Herzen deines geliebten Sohnes der Gegenstand meiner innigsten Verehrung, meiner Liebe und zärtlichsten Andacht sein. Du sollst der Weg sein, der mich zu meinem Heiland führt, durch dich auch werde ich seiner Gnade und Barmherzigkeit teilhaftig werden. Du sollst meine Zuflucht in Gefahren, mein Trost in Leiden, und meine Hilfe in allen Nöten sein. Von dir will ich erlernen die Reinheit, Demut und Sanftmut: du endlich sollst meinem kalten Herzen stets eine Quelle sein, aus der es eine feurige Liebe zum heiligen Herzen Jesu, deines Sohnes schöpfen wird. Amen.



    Zu den Heiligen Lupizinus und Romanus




    Heiliger Lupizinus und heiliger Romanus, bittet für mich, dass ich mich jetzt so daran gewöhne, nur für Gott zu leben, damit ich dann auch in meinem Tod, wenn der Satan mich anfechten will, ihn ritterlich besiegen und in die himmlischen Wohnungen eingehen möge. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    An diesem Tag hat Papst Pius IV. im Jahr 1562 die Bruderschaft des Rosenkranzes bestätigt, und ihnen viele Ablässe erteilte.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Der heilige Roman ist um das Jahr 390 in der alten Grafschaft Burgund auf die Welt gekommen. Man weiß von ihm, dass früh in ihm der ernsthafte Gedanken entstanden ist, in der Einöde Gott zu dienen und so ein Heiliger zu werden. Weil man nun in seinem Land von der Weise eines einsiedlerischen Lebens nichts wusste, begab sich Roman nach Lyon zum heiligen Abt Sabinus um sich in dessen Kloster in der Regel eines einsamen geistlichen Lebens unterrichten zu lassen.



    Von da zurückgekehrt, suchte er sich einen einsamen Ort aus, wo er Gott die ganze Zeit seines Lebens nach dem empfangenen Unterricht getreu zu dienen vorhatte. Roman hatte dazu auch zwei Bücher aus Lyon mit sich gebracht: „Das Leben der Altväter in der Einöde und die Unterweisung der Einsiedler von Abt Cassianus.“



    In einer der Bergschluchten des Jura, gerade da wo die Grafschaft Burgund an die Schweiz angrenzt, befindet sich, von hohen Felsen eingeengt und von finsterer Waldung bewachsen, ein tiefes Bergtal, Condat genannt. In der Mitte des Tales ist eine freie sonnige Ebene, deren Mittelpunkt ein ungewöhnlich großer Feigenbaum zierte, dessen fleischige Äste rund herum von den süßen Früchten beschwert auf den Boden herabhingen und so eine natürliche Laube bildeten. Neben der Wurzel des Baumes öffnet sich die Erde und aus der Spalte strömt reichliches reines Quellwasser. Diese Stelle wählte sich Roman zum Aufenthalt, da sie ihm für seine Bedürfnisse Obdach, Speise und Trank darbietet. Einige Jahre hielt er sich da auf, las in dem Leben der Altväter, betrachtete, betete, las oder sang die Psalmen und baute täglich einige Stunden die um den Feigenbaum umgrenzende Erde an. Das Lesen diente ihm zur Erholung, denn er schlief wenig, fastete streng und erlaubte sich fast keine Erquickung. Nach viel verflossener Zeit erschien Roman einmal in der Nacht seinem Bruder Lupizinus und lud ihn ein, mit ihm die Süßigkeiten des einsamen Lebens zu kosten. Lupizinus verlässt seine Mutter und Schwester, bei denen er bisher wohnte, und begibt sich zu seinem Bruder in die Einöde. Der heilige Gregor, Bischof von Tours, der das Leben des heiligen Romanus und Lupizinus beschrieben hat, erzählt, wie die beiden Brüder so von ganz verschiedener Gemütsbeschaffenheit und doch dabei so nahe Geistesverwandte und einander mit unverbrüchlicher Liebe zugetan gewesen. Lupizinus war von Natur rau und streng gegen sich selber, so wie gegen andere, der heilige Romanus aber war von stiller, sanfter Gemütsart, wenn auch mit sich selber strenger, gegen andere sehr nachsichtig und liebevoll und ängstlich bekümmert um all ihre Bedürfnisse.



    Die geistlichen Übungen und das heilige Leben der frommen Brüder wollte dem höllischen Feind keineswegs behagen. Darum ängstigte er die beiden, wie er nur konnte, und tat ihnen alles nur erdenkliche Herzensleid an. Sie waren in einem solchen Streit noch wenig erfahren. Und als einmal während sie beteten, der Teufel einen Hagel von Kieselsteinen über sie ausschüttete, verließen sie den Ort, um anderwärts bessere Ruhe zu finden. Auf dem Weg kehrten die Brüder bei einer armen Frau ein. Als diese ihre Not und ihr Vorhaben vernommen hatte, entsetzte sie sich darüber, dass so fromme geistliche Leute die Nachstellungen des Teufels fürchteten. Die Brüder wurden dadurch beschämt und kehrten noch in derselben Stunde wieder in ihre Einsamkeit zurück und dankten Gott nun umso eifriger, so dass das Gerücht ihrer Heiligkeit weit im Land umher erscholl und eine große Anzahl Nachfolger und Jünger der heiligen Eremiten sich auf dem Juragebirge ansiedelte. Die ersten Jünger waren zwei junge Chorherren aus dem Stift Nyon.



    Es kam dahin, dass man ein Kloster erbaute, aus dem nachher die berühmte Abtei zu Kondat entstand, die nachher von dem heiligen Augendus, einem Jünger der heiligen Brüder, später aber von dem heiligen Klaudius den Namen erhielt. Der heilige Klaudius war Bischof von Besancon, verließ sein Bistum und begab sich in das Kloster von Kondat, wo sein unversehrter heiliger Leib aufbewahrt wird. Ein zweites Kloster in der Nähe des ersten wurde in Leukonne errichtet. Diesem stand Lupizinus, dem Kloster von Kondat Romanus vor. Dieselbe Klosterregel und der gleiche Eifer in treuer Befolgung derselben herrschte in beiden Klöstern.



    Ein ungemein fruchtbares Jahr ergab, dass man auch einen reichlicheren Vorrat in den beiden Klöstern sammelte. Da murrten einige Mönche des Klosters in Kondat, die noch nicht genug abgetötet waren, dass nicht auch die Tafel reichlicher mit Speisen besetzt werde. Der heilige Lupizin vermutete, die Milde des Bruders gebe dem Mangel an klösterlicher Zucht Vorschub. Auf Antrag des Lupizinus wechselten beide Brüder auf einige Zeit miteinander ihre Aufseherstellen. Aber nach harter Bestrafung fliehen die für schuldig erkannten Brüder nachts aus dem Kloster Kondat, worauf Ruhe und Einigkeit wieder im Kloster einkehrte. Der heilige Roman war damit keineswegs zufrieden und war traurig über den Verlust seiner geistlichen Brüder, und dass vielleicht weniger Strenge und mehr Liebe ihre Seelen gerettet haben würde. Er ließ auch nicht nach mit Weinen und Beten, bis Gott ihn erhörte, so dass durch Gottes Gnade gerührt, die geflohenen Mönche in das verlassene Kloster reumütig wieder zurückkehrten und durch strenge Buße das gegebene Ärgernis wieder gut machten.



    Der heilige Hilarius, Erzbischof von Arles, bereiste als Primas von Frankreich das Bistum Besancon. Er ließ den heiligen Romanus zu sich nach Besancon einladen und nachdem er sich in vertraulichem Gespräch lange mit ihm unterhalten hatte, erkannte er dessen große Heiligkeit und nötigte den demütig Widerstrebenden, dass er von ihm die heilige Priesterweihe empfangen musste. Die wachsende Anzahl der Jünger machte die Errichtung mehrerer Klöster notwendig. Auch ein Nonnenkloster wurde erbaut und stand unter Aufsicht des heiligen Romanus. Die Schwester des heiligen Roman war die erste Äbtissin des Nonnenklosters zu Beaume und man zählte nach dem Tod des heiligen Romanus 105 Klosterfrauen.



    Als der heilige Romanus mit seinem Jünger Palladius nach Agaunum wallfahrtete, um das Grab des heiligen Martyrers Mauritius zu verehren, begaben sich beide, von der Nacht überrascht, in eine einsame Berghöhle. Zwei Aussätzige, Vater und Sohn, bewohnten diese Höhle. Sie waren gerade ausgegangen, um Holz zu sammeln. Bei ihrer Rückkehr verwunderten sie sich sehr, zwei fremde Männer in ihrer Wohnung anzutreffen. Noch mehr aber erstaunten sie, als die beiden Fremden die grüßend freundlich umarmten und küssten, obwohl sie ihnen ihre Krankheit mitteilten. Die zwei Mönche durchwachten die Nacht im gemeinschaftlichen Gebet und verließen die Höhle vor Tagesanbruch. Als bei anbrechendem Tag die zwei Aussätzigen sich völlig von ihrem Siechtum befreit sahen, ergriff sie ein freudiger Schrecken. Sie machten sich beide sogleich auf, eilten dem heiligen Roman nach und trafen ihn endlich in Genf an, wo sie das Wunder ihrer Heilung den Leuten überall erzählten. Der Bischof, die Geistlichkeit und das Volk machten sich auf und gingen in Prozession, wie im Triumph, dem heiligen Roman entgegen. Diese Auszeichnung war dem heiligen Abt in der Seele zuwider. Er entwich, sobald er konnte, kehrte in sein Kloster zurück und sperrte sich allda ein, um von niemanden gesehen zu werden. Nach wenigen Monaten hatte er das Ziel seines zeitlichen Lebens erreicht. Er starb 60jährig am 28. Februar 460. Dreißig Jahre hatte er in der Einöde zugebracht. Sein Leichnam wurde in dem Kloster zu Beaume begraben.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum27.02.2026 08:04
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der Hoffnung



    Dich, liebliche Hoffnung, hat Gott uns gegeben,

    In Angst und Gefahr uns mit Trost zu erheben.

    Du linderst mit Balsam die bitterste Not;

    Dein Zuruf verscheuchet den ewigen Tod.




    1. In allen deinen Bedrängnissen hoffe fest auf den Herrn, denn in seiner Hand allein liegen alle Güter der Natur, der Gnade und der Glorie. Und er auch ist die allerhöchste Güte, und immer bereit, dir zu helfen. Dazu auch haben wir die Verheißung seines Eingeborenen, alles vom Vater zu erbitten, um was wir in seinem Namen ihn bitten werden. Höre den Ausruf des Heiligen Geistes: "Wer hat auf den Herrn vertraut und ist dabei zuschanden geworden? Wer hoffte auf ihn und wurde verlassen? Wer rief ihn an, und er erhörte ihn nicht?" (Jesus Sirach 2,10) Strafreden sind dies an die "Ungehorsamen", die auch der Apostel mit Gottes Zorn bedroht. (Epheser 5,6)



    2. Gott führt zwar seine Getreuen oft durch bittere Trübsale, weil er durch ihre Geduld verherrlicht und ihre Glorie vermehrt wird. Aber nimmermehr lässt er ihre Hoffnung zu Schanden werden. Mitten unter seinen schrecklichsten Leiden rief Ijob mit unerschütterlicher Hoffnung aus: "Er mag mich töten, ich hoffe dennoch auf ihn." (Ijob 13,15) Und wurde etwa seine Hoffnung getäuscht? "Der Herr mehrte den Besitz Ijobs" spricht die Schrift, "auf das Doppelte. Der Herr aber segnete die spätere Lebenszeit Ijobs mehr als seine frühere." (Ijob 42,10 + 12) Wie viele solcher Beispiele zeigt uns die Heilige Schrift und die Kirchengeschichte. Sind wir demnach verlassen und trostlos: wer trägt dann die Schuld, wenn nicht unser Unglaube und unser Misstrauen?



    3. Befiehlst aber du, unser Gott, bei deinem Fluch, sogar alle zeitlichen Güter von dir zu hoffen, und rufst aus deinen Schriften: "Verflucht sei der Mensch, der sein Vertrauen auf Menschen setzt." (Jeremia 17,5): wie weit mehr müssen wir die Gnaden des ewigen Heils von dir hoffen, und wie zahllos sind hierüber deine Aussprüche. Nun spricht aber deine Schrift: "Gott ist wahrhaft, und nicht möglich ist es, dass er lügt." (Römer 3,4 und Hebräer 6,16-17) So ist denn niemand, selbst der größte Sünder nicht, von dieser Hoffnung ausgeschlossen, wofern anders er entschlossen ist, von seiner Sünde abzulassen, "denn niemand hat auf dich gehofft und ist zu Schanden geworden." "Auf dich, Herr, habe ich gehofft, lass mich ewig nicht zu Schanden werden." (Psalm 71,1)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum27.02.2026 08:00
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 27. Februar



    Wunderbare Königin und Mutter, du hast schon diese Erde verlassen, du bist schon in deinem Reich angelangt, wo du als Königin über alle Chöre der Engel erhoben bist, wie die heilige Kirche singt. Wir armen Sünder, wir wissen es allzuwohl, dass wir es nicht verdienen, dich bei uns in dieser finsteren und traurigen Welt zu haben. Aber wir wissen auch zu gleicher Zeit, dass du ungeachtet deiner Herrlichkeit, zu der du erhoben bist, dennoch uns Elende nicht vergessen und das Mitleid mit uns armen Kindern Adams nicht verloren hast, sondern das es vielmehr in dir gewachsen ist. O heiligste Jungfrau Maria, wende von dem erhabenen Thron, auf dem du jetzt herrschst, deine barmherzigen Augen auf uns herab und habe Mitleid mit uns. Bedenke, dass, als du diese Erde verlassen, du uns versprochen hast, uns nie vergessen zu wollen. Blicke also gnädig auf uns herab und stehe uns bei. Amen.



    Zu Gott



    Verleihe uns, o Herr, dass wir uns stets zu einem lebhaften Glauben und einem Dir wohlgefälligen Leben durch das Andenken an den Glauben und die Tugendbeispiele Deiner heiligen Martyrer ermuntern, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Leander



    Nur Du, o Herr, kannst uns durch die Befreiung von den Fesseln der vergänglichen Erdengüter zu Dir ziehen, und uns zu würdigen Begründern Deines Reiches in unseren Mitmenschen umgestalten. Verleihe uns die Gnade, dass wir nach dem Beispiel und auf die Fürbitte des heiligen Leander Deinem himmlischen Ruf zu unserem und dem Heil anderer folgen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Am heutigen Tag wurde vom Papst Sixtus IV. im Jahr 1476 das Fest der Unbefleckten Empfängnis bestätigt.




    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher





    Ein Edelstein in der Krone Mariens




    Am 31. Mai 1908 hat der Heilige Vater Papst Pius X. einen jungen Kleriker aus dem Passionistenorden feierlich die Ehre der Altäre erwiesen, und das Fest des Seligen auf denselben Tag festgelegt , als wollte er am Ende des Marienmonats allen Gläubigen in dem Seligen die Macht der hehren Maienkönigin zeigen und uns in ihm zugleich ein vollkommenes Muster der Verehrung der allerseligsten Jungfrau vor Augen stellen. Der selige Gabriel von der schmerzhaften Mutter wurde dann am 13. Mai 1920 vom Heiligen Vater Papst Benedikt XV. heiliggesprochen. Am 27. Februar wird das Fest des Heiligen begangen.



    Er wurde am 1. März 1838 zu Assisi geboren und Franziskus genannt.



    Sein Vater bekleidete angesehene Ämter, und ihm selbst waren die herrlichsten Herzens- und Geistesgaben vom Himmel verliehen. Somit war es ihm ein leichtes, die Gunst der Welt zu gewinnen, und er unterlag dieser Versuchung. Zwar bewahrte er seine Seele vor groben Fehlern, aber in leichtsinnigem Jagen haschte er nach den gefährlichen Lustbarkeiten der höheren Stände. Er wandelte am Rand des Abgrundes. Doch die Mutter Gottes wachte über ihn und ließ es nicht zu, dass er seine Unschuld befleckte. Als er eines Tages vor einer Muttergottesstatue betete, vernahm er eine innere Stimme: „Mein Kind, dein Platz ist nicht in dieser Welt, das Kloster erwartet dich.“



    Franziskus hörte die Mahnung; aber lauter sprachen zu dem munteren, nur zu leichtsinnigen Jungen die Vergnügungen, die ihm in der Welt geboten wurden. Später werden wir hören, wie er in den beredtesten Worten seiner himmlischen Mutter für ihre treue Liebe dankt; für den Augenblick jedoch, konnte er sich nur schwer von der Notwendigkeit einer Trennung von der Welt überzeugen; viermal machte er in verschiedenen ernsten Mahnungen des Himmels das Gelübde, ins Kloster zu gehen, doch ohne es auszuführen. Bei einem feierlichen Umzug mit dem Gnadenbild der lieben Mutter Gottes von Spoleto wurde Franziskus aber so getroffen, dass er unverweilt und im stillen alles für die Ausführung seines Entschlusses vorbereitete und in den Passionistenorden eintrat im Jahr 1856.



    Maria hatte gesiegt. Aber noch herrlicher sollte ihre Liebe und ihre Macht sich offenbaren. Sechs Jahre lebte der heilige Gabriel von der schmerzhaften Mutter im Kloster in treuer Übung der schönsten Tugenden; von seinem Eintritt ins Noviziat an betete er um die Gnade, in der Jugend sterben zu dürfen, und seinem Wunsch gemäß starb er am 27. Februar 1862 in dem einsamen Kloster seines Ordens zu Isola in den Abruzzen. Infolge der großen Wunder wurde der Ruf der Heiligkeit so allgemein, dass Papst Leo XIII. von der vorgeschriebenen Untersuchung dispensierte und Papst Pius X. den sehnsüchtigen Wunsch aussprach, ihm möglichst bald der Jugend als neuen Patron hinstellen zu können. Dies geschah am 31. Mai 1908, also sechsundvierzig Jahre nach dem Tod des nunmehr Heiligen. Einer seiner Brüder wohnte der Feier der Seligsprechung bei.



    Woher kommt nun diese außerordentliche Verherrlichung? Wie viele hervorragende Frauen und Männer, die Großes taten, sind in Vergessenheit geraten! Und ein Junge, dessen Leben in stiller Einsamkeit dahinfloss und nichts Außergewöhnliches bietet, wird plötzlich ans helle Tageslicht gezogen.



    Wir finden die Erklärung einer solchen Tatsache zum Teil in der schlichten Einfachheit dieses Lebens und in der ganz besonderen Andacht des Heiligen zu Maria.



    In dieser Andacht liegt das unterscheidende Merkmal seines Lebens, das die Kirche in ihrem Offizium vor allem hervorhebt. Und diese außerordentliche Verehrung Mariens hat ihn zu einer so staunenswerten Vollkommenheit geführt. Stets betrachtete er in Maria das lieblichste Muster aller Tugenden, das ihn erleuchtete und zu jedem Opfer freudig begeisterte. Hatte er sie vor allem als die schmerzhafte Mutter betrachtet, wie groß war dann seine Freude, wenn er Gelegenheit fand, aus Liebe zu seiner Mutter auch ein Opfer bringen zu können! Stand er vor einer Schwierigkeit, vor der seine Eigenliebe zurückschauderte, so ermutigte er sich mit dem Gedanken: „Wie, du solltest dich nicht aus Liebe zu Maria überwinden können?“ Zu Maria betete er ohne Unterlass, da sie die Ausspenderin aller Gnaden ist. „Maria!“ das war sein Wahlspruch in dem Kampf, den er fortwährend mit sich selber führte, und Maria half ihm zu jeder Zeit.



    So war der heilige Gabriel in der Tat ein besonderer Liebling Mariens und ein treuer Diener seiner himmlischen Mutter. Über dem Altar, der sich an seinem Grab erhebt, hat man in sinniger Weise die Worte unseres Heilandes am Kreuz angebracht: „“Frau, siehe, dein Sohn!“ Der liebe Heiland vertraute uns alle seiner Mutter an; mögen wir nach dem Beispiel des heiligen Gabriel ihrer Mutterliebe stets als treue Kinder durch Gebet und gute Werke Freude bereiten.





    https://www.heiligen-legende.de/gabriel-...zhaften-mutter/

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