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  • Vom Reich GottesDatum12.02.2026 07:28
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Trübsale einer Feuerprobe der wahren Liebe



    Die Trübsal ist ein Prüfungsfeuer,

    Wo falscher Tugend Schein vergeht,

    Doch echte Liebe weit getreuer

    Als in des Friedens Lust besteht.



    1. Nichts ist leichter, als Gott zur Zeit der Wohlfahrt und des Friedens zu lieben und zu loben. Aber wie mancher liebt zu solcher Zeit, gleich weltlichen Freunden, den Wohltäter nur seiner Wohltaten wegen. Wie oft auch versichertest du selbst, keine Trübsal, kein Leiden werde deine Liebe erschüttern. Kaum aber führt Jesus dich in den Garten seiner Todesangst, so schläfst du vor Überdruss ein. Abraham bewies Gott seine Treue am deutlichsten, als er ihm das Opfer brachte, das einem liebenden Vaterherzen am schmerzlichsten fällt. Also gab auch Jesus seinem himmlischen Vater den höchsten Beweis seiner Liebe, als er, zu dem schmerzlichsten Tod gehend, sprach: "Aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier." (Johannes 14,31)



    2. Oft sucht die Eigenliebe sogar in Werken der Abtötung und der Buße sich selbst. Es sind also auch diese Übungen kein unfehlbares Zeichen einer wahren Gottesliebe. Aber wer in Krankheiten, Schmerzen und bitteren Drangsalen den Willen Gottes anbetet, und bereit ist, solche, solange er es will, ja auch das ganze Leben hindurch zu ertragen, der gibt Gott einen vollkommenen Beweis seiner Liebe, da das Geschöpf nichts Größeres tun kann, als sich selbst für die Ehre seines Schöpfers zu opfern. Mehr Verdienste erwirbt oft in diesem Stand der Aufopferung eine Seele in einer Stunde, als bei Ruhe und Frieden in vielen Jahren.



    3. Unser Gott hat keine Freude an den Leiden seiner Geschöpfe, wohl aber an der Ergebung, an der Treue, an der Liebe, die sie in ihren Leiden üben. Und weil diese Tugenden am reinsten in der Trübsal geübt werden, darum sucht er auch seine geliebtesten Freunde mit den schwersten Trübsalen heim. Dies sehen wir im Leben der größten Heiligen, ganz besonders aber an Jesus, dem König aller Heiligen, der allein mehr gelitten hat, als sie alle zusammengenommen. Nach dem Maß aber, als wir hier an seiner Schmach und an seinem Kreuz Anteil nehmen, werden wir auch Anteil an seiner Glorie erhalten. "Schaut doch und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz." (Klagelieder 1,12)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum12.02.2026 07:13
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 12. Februar



    Jungfrau, der Jungfrauen Krone,

    Auserwählt am Gottes Throne,

    Herrscherin im Himmelreich:

    Lass von uns dein Lob erklingen,

    Dich mit Herz und Mund besingen,

    Unserm Flehn dein Antlitz neig!



    Zum heiligen Patriarchen Antonius



    Heiliger Antonius, bitte deinen göttlichen Lehrer für mich, dass er mich lehre, was ich noch nicht weiß, und das, was ich weiß, so anzuwenden und danach zu leben und zu sterben, wie es einem echten Jünger des Heiligen Geistes geziemt. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Erste Gutheißung der Regel der geistlichen Jungfrauen, Annonciaden genannt, die der Andacht zur seligsten Jungfrau ganz ergeben sind. Ihre Regel ist aus den vier Evangelien zusammengetragen, und zuerst vom Papst Alexander VI. im Jahr 1501 gutgeheißen worden


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Dieser Heilige wurde in Russland von katholischen Eltern geboren, zu Anfang des vierzehnten oder am Ende des dreizehnten Jahrhunderts. In der heiligen Taufe erhielt er den Namen Eleutherius, den er später mit dem Namen Alexius vertauschte, als er in seinem sechzehnten Lebensjahr ins Kloster eintrat. Von dieser Zeit an waren Fasten, Wachen und Beten seine liebsten Beschäftigungen. Dadurch erwarb er sich allgemeine Hochachtung und sein hoher Tugendruf gelangte sogar bis zum Tron des russischen Fürsten Johannes, der ihm ausgezeichnete Verehrung bewies. In der Folge wurde er Metropolit von Kiew und der ganzen russisch-katholischen Kirche (Es ist bekannt, dass die Metropoliten der älteren Zeit rechtgläubig gewesen sind und mit dem apostolischen Stuhl in Verbindung gestanden sind.), in der Eigenschaft er den Glanz seiner Tugenden weit umher verbreitete.



    Um jene Zeit herrschte in Scyten ein treuloser König mit Namen Berdeber, der seine eigenen Brüder ermordet hatte und die Christen mit unbändiger Wut verfolgte. Johannes schickte unseren Heiligen zu diesem Wüterich, um ihn zu milderen Gesinnungen zu bringen. Nach seiner Rückkehr in sein Bistum erbaute er viele Kirchen, die er mit großer Pracht ausstattete.



    Der Ruf des Heiligen wurde allezeit größer und höher und verbreitete sich bis unter die Heiden. Sogar erscholl sein Ruf bis zu den Ohren des Türkenkaisers Amurathes, der diesen Bischof bei sich haben wollte. Er bedrohte darum bei Nichterfüllung seines Wunsches den Sohn des Johannes und damit seinen Nachfolger Demetrius mit der Verheerung seines Landes. So machte sich der heilige Bischof mit einigen Geistlichen auf den Weg und heilte am Ziel angekommen die Tochter des Kaisers von einer Blindheit.



    Alexius bereitete mit eigenen Händen sein Grabmal in der Michaelskirche zu Kiew und starb nach der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts. Er wird zu den Kirchenpatronen von Litauen gezählt.



    https://www.heiligen-legende.de/alexius-von-kiew/

  • Vom Reich GottesDatum11.02.2026 08:02
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes






    Von der reinen Absicht



    Jeder Pulsschlag meines Herzens

    Sei, mein Gott, nur dir geweiht.

    Von dir bin ich ausgegangen;

    Du auch nur bist mein Verlangen,

    Hier und in der Ewigkeit.



    1. Vergiss niemals, dass wir alle Gaben des Leibes, alle Fähigkeiten und Kräfte unseres Geistes von der unendlichen Majestät unseres Gottes empfingen, und dass Gott, der alles um seiner Ehre willen schuf, notwendig fordern muss, dass wir mit allen diesen Kräften und Fähigkeiten zu seiner Ehre wirken. Dies ist das Recht seiner Schöpfung und seiner allerhöchsten Oberherrschaft, die er niemals vergeben kann. Alle unsere Arbeiten, ja sogar alle unsere Gedanken müssen ihm geweiht sein, und nach seiner Ehre zielen, sonst können sie ihm nimmermehr wohlgefällig sein, und sind nicht nur ohne Wert für die Ewigkeit, sondern auch Spreu für das Reinigungsfeuer nach dem Leben.



    2. Diese reine und heilige Absicht hingegen gibt allen, selbst unseren geringsten Werken, einen unendlichen Wert, und erwirbt uns eine höhere Stufe in der Glorie. Ja es ist dies auch der einzige Weg, uns zu heiligen. Denn heilig ist Gott, weil er als die allerhöchste Vollkommenheit sich selbst unendlich liebt und alles auf sich selbst bezieht. Gäbe es ein noch vollkommeneres Wesen als er selbst ist, so würde er seine unendliche Liebe auf dieses Wesen anwenden. Heilig sind auch die glückseligen Bürger des himmlischen Jerusalems nur dadurch, dass sie mit allen ihren glorreichen Werken nur nach dieser unendlichen Liebe zielen.



    3. Dies ist das hohe Ziel, nach dem wir aus ganzem Verlangen unseres Herzens streben müssen. Oft müssen wir, jeden Tag, unser Herz zu Gott erheben, und ihm uns selbst und unsere Werke aufopfern. Dies sind jene blühenden und vollen Tage, von denen der Psalm spricht (Psalm 72,7). Denn jede Sekunde darin ist voll, weil alle für Gottes Ehre verlebt wurden. Unser Gott sieht nicht darauf, ob unsere Werke groß oder klein sind, wohl aber, in welcher Absicht wir sie tun. Suchen wir Gott rein um seiner selbst willen, ohne der künftigen Belohnungen zu gedenken, dann ist unsere Absicht vollkommen, und unsere Belohnungen im Himmel werden, ohne dass wir es beabsichtigen, unendlich vergrößert. 1. Korinther 2,9: "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott jenen bereitet hat, die ihn lieben."



    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum11.02.2026 07:52
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 11. Februar



    Unbefleckte heilige Jungfrau, demütigste unter allen Geschöpfen, du warst in deinen Augen so gering, aber so groß vor Gott, dass er dich zur hohen Würde seiner Mutter erhob, und deshalb zur Königin des Himmels und der Erde dich setzte. Ich armseliger Mensch schäme mich vor dir zu erscheinen, die du ungeachtet deiner Vorzüge so demütig bist. Gleichwohl wage ich es dich mit den Worten des Engels zu grüßen: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade. Amen.



    Zu Gott



    Erneuere, o Herr, in allen Kindern Deiner Kirche die glühende Andacht, die uns in Deiner Kirche vereint, um gläubig Dein heiliges Wort anzuhören, freudig Dein Lob zu singen, und durch unsere vereinigten Gebete von Dir alle Gnaden zu erlangen, wodurch wir immer, besonders aber an den Dir geheiligten Tagen, uns als Deine Kinder erweisen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Am heutigen Tag hat Papst Paul V. im Jahr 1613 den Samstagsablass dem Orden der Karmeliter bestätigt.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der Kaiser Diokletian hatte allen Gläubigen unter Todesstrafe befohlen, die heiligen Schriften zum Verbrennen herauszugeben. Und da die Christen diesem Befehl nicht gehorchten, begann eine grausame Verfolgung, wodurch ein ganzes Jahr hindurch Afrika mit dem Blut der Bekenner Jesu gefärbt wurde. Es gab zwar auch ängstliche Leute, die, um ihr Leben zu retten, der ungerechten Forderung gehorchten. Die große Mehrzahl der Christen wollte aber lieber sterben, als bei der Vernichtung der heiligen Bücher mitzuwirken. Abitine, eine Stadt der proconsularischen Provinz Afrika, war einer der Hauptschauplätze im Krieg gegen die Christen.



    Als Saturnin, Priester dieser Stadt, an einem Sonntag die göttlichen Geheimnisse im Haus des Octavius Felix feierte, eilte die Stadtobrigkeit mit einem Haufen Soldaten herbei und nahm neunundvierzig Christen beiderlei Geschlechts gefangen. Die Vornehmsten dieser Versammlung waren Saturnin mit seinen vier Kindern, der jüngere Saturnin und Felix, beide Vorleser, Maria, eine gottgeweihte Jungfrau, und Hilarion, der noch ein Kind war. Dann der Senator Dativ, Ampelius, Rogatian und Victoria. Dativ, die Zierde des Rates von Abitine, ging an der Spitze dieser geheiligten Schar. Saturnin, von einer gottgeweihten Familie umgeben, ging an dessen Seite. Alle übrigen folgten stillschweigend nach.



    Vor den Richter bekannten sie Jesus mit einer solchen edlen Unerschrockenheit, dass selbst diese ihren Mut bewunderten. Auf solche Weise machten sie einigermaßen das Verbrechen ihres Bischofs Fundan wieder gut, der an demselben Ort feige die heiligen Bücher auslieferte. Doch da schon hatte der Himmel augenscheinlich unsere heiligen Urkunden verherrlicht, denn als Fundan sie ins Feuer warf, fiel aus heiterer Luft ein so starker Regen, dass er das Feuer auslöschte, worauf ein Hagel folgte, der alle Felder der Umgegend zerstörte.



    Die Bekenner wurden nun gefesselt nach Carthago abgeführt, zum Sitz des Proconsuls. Unterwegs sangen sie voller Freude Loblieder dem Herrn und dankten ihm, dass er sie gewürdigt habe, für den Namen Jesu gefangen zu sein. Der Proconsul begann das Verhör mit Dativ, indem er ihn fragte, wessen Standes er sei, und ob er der Christenversammlung beigewohnt habe. „Ich bin ein Christ“, antwortete Dativ, „und habe den Versammlungen beigewohnt.“ Nach mehreren anderen Fragen, deren Beantwortung der Proconsul jedoch nicht abwartete, ließ er ihn auf die Folter spannen und mit eisernen Krallen zerfleischen. Zu dieser schmerzvollen Marter verurteilte er auch die meisten der übrigen Bekenner. Alle erduldeten aber auch diese Peinigung mit unüberwindlicher Geduld. Selbst die Verschiedenheit des Geschlechts ließ keinen Unterschied des Mutes wahrnehmen. Vor allen glänzte Victoria. Sie hatte das Glück, von Jugend auf die Wahrheit zu kennen, und aus Liebe zu ihrem jungfräulichen Stand hatte sie einer sehr vorteilhaften Verbindung entsagt. Ihre ganze Begierde ging dahin, die Märtyrerkrone mit der jungfräulichen Reinigkeit zu vereinen. Da sie von edler Geburt war und die Schwester Fortunatians, eines eifrigen Verteidigers des Heidentums, bot der Proconsul alles auf, sie vom Christentum abwendig zu machen. Er fragte sie zuerst um ihre Religion, worauf sie ihm mutig antwortete: „Ich bin eine Christin.“ Fortunatian wollte sie durch vorgebliche Verrücktheit entschuldigen. Allein Victoria, die nichts mehr fürchtete, als die Gelegenheit zu verlieren, ihr Blut für Jesus Christus zu vergießen, zeigte durch die Weisheit ihrer Reden, dass sie vollkommen bei Verstand sei, und frei und aus erkannter Ursache das Christentum angenommen habe. Der Proconsul fragte sie dann, ob sie mit ihrem Bruder zurückkehren wolle, worauf sie erwiderte: „Ich kann dies nicht, weil ich eine Christin bin und keine anderen Brüder anerkenne, als die Gottes Gesetz halten.“ Der Richter bat sie nun mit den schmeichelhaftesten Worten, doch Mitleid mit sich selbst zu haben und ihr Leben zu erhalten, erhielt aber nichts anderes zur Antwort als: „Ich habe dir es ja schon gesagt, dass ich eine Christin bin und der Versammlung beigewohnt habe.“ Der Proconsul aufgebracht, dass er sich überwunden sehen musste, ließ sie mit den anderen in das Gefängnis führen, bis er gegen alle kurze Zeit nachher das Todesurteil fällte.



    An Hilarion, dem jüngsten Kind Saturnins machte der Proconsul den letzten Versuch, in der Hoffnung, die Schwäche des kindlichen Alters werde da den gewünschten Sieg erleichtern. Bald aber sah er seinen Irrtum ein. Das heilige Kind, erhaben über alle Furcht, antwortete ihm: „Ich bin ein Christ, ich habe der Versammlung beigewohnt, und dieses aus freiem Willen und ohne Zwang.“ Der Proconsul, der nicht wusste, dass Gott selbst in seinen Märtyrern jene Heldentaten wirkt, drohte ihm mit kleinen Kinderstrafen. Allein der Kleine lachte darüber. Und da er ihn mit den Worten schrecken wollte: „Ich werde dir die Nase und Ohren abschneiden lassen,“ entgegnete Hilarion: „Das kannst du, ich bin aber ein Christ.“ Der Proconsul verbiss seinen Ärger und seine Beschämung und ließ das Kind in das Gefängnis zurückführen. Und dieses Kind sagte beim Weggehen: „Herr! Ich danke dir.“



    Alle diese edelmütigen Kämpfer Jesu Christi starben in dem Gefängnis an den erlittenen Martern. Ihre Namen stehen an diesem Tag in den alten Martyrologien.



    Wie groß war doch der Eifer der ersten Christen, den Tag des Herrn würdig zu begehen. Auf die Frage des Richters, warum sie trotz des kaiserlichen Verbotes sich versammeln, sagten sie sogar auf der Folter: „Dies geschieht, weil die Feier des Sonntags bei uns eine unerlässliche Pflicht ist.“ Wir erfüllen diese Pflicht, so oft es uns immer möglich ist. „Niemals fehlen wir in der Versammlung. Wir halten Gottes Gebote, sollte uns unsere Treue auch das Leben kosten.“ Dem heiligen Opfer, dem Religionsunterricht und den gemeinschaftlichen Andachtsübungen beiwohnen, hielten die wahren Christen zu allen Zeiten für eine ihrer heiligsten Pflichten. Es ist immer ein Beweis von tief gesunkener Religiosität, wenn die dem Herrn geheiligten Tage durch leichtfertiges Arbeiten, trägen Müßiggang oder Belustigungen entweiht werden. Der Mensch verwildert, wenn er Gott aus den Augen verliert.



    Wie tief werden viele der heutigen Christen von ihren ersten Glaubensgeschwistern beschämt! Diesen war die Feier des hl. Opfers und der hl. Kommunion so wichtig, dass sie diese Feier, wenigstens am Sonntag, nicht unterließen, wenn dabei auch ihr Leben in Gefahr kam. Heute aber versäumen viele Menschen wegen geringster Hindernisse den sonntäglichen Gottesdienst. Die ersten Christen durften mit Zuversicht sagen: „Wir haben die heiligen Bücher in unseren Herzen.“ Aber wie vielen der heutigen Christen ist der christliche Glauben eine so gleichgültige Sache, dass sie sich um alles eher als um ihn kümmern? Mit welcher Scham werden sie neben jenen vor dem Gericht Gottes stehen!

    https://www.heiligen-legende.de/saturnius-und-dativus/

  • Vom Reich GottesDatum10.02.2026 03:55
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Ratschlüsse der göttlichen Gerechtigkeit

    über die Begierden der Sünder



    Wer ohne dich, Herr, sammelt, der zerstreut;

    Denn ohne deinen Willen ist kein Segen;

    Die Schuld hat niemals lange sich erfreut;

    Denn immer trittst du rächend ihr entgegen.



    1. Hüte dich, je etwas mit Ungestüm und gegen den Willen deines Schöpfers zu verlangen, sondern sprich: Wenn es dir so wohlgefällt, mein Gott, und es gut für mein Heil ist, so verleihe es mir in deiner Barmherzigkeit. Denn wunderbar ist Gottes Vorsehung. Zu ihrer Strafe lässt sie es zu, dass die Gottlosen zuweilen erlangen, wonach die Gier ihres Herzens zielt. Meinst du aber, sie sind deshalb glücklich? Vielmehr finden sie, statt Gewinn, Schaden; statt Ruhe, Sorgen und Plagen; statt Freuden, bitteren Kummer. So mancher verfluchte die Ehrenstelle, zu der er durch Ungerechtigkeit gelangte, so mancher und so manche das sogenannte Glück der Liebe, das sie in grenzenloses Elend und Verzweiflung stürzt.



    2. Gewöhnlich auch geschieht es aus Gottes gerechtem Ratschluss, dass gerade das Gegenteil dessen erfolgt, was der Mensch durch das Böse beabsichtigt. Josephs Brüder verkauften den unschuldigen Jungen, damit sein Traum nicht in Erfüllung ginge, und eben dadurch ging er in Erfüllung. Pharao befahl, alle neugeborenen Knäblein der Hebräer zu ertränken, um dadurch dieses Volk zu vertilgen, dadurch aber gab er Anlass zur Rettung des Mose, auf dessen Strafbefehl im Namen des Herrn alle Erstgeburt der Ägypter getötet wurde, und ihr ganzes Heer samt dem Pharao im Wasser umkam. Auch die Juden töteten den Herrn unter dem Vorwand, dass nicht die Römer kämen und ihr Volk und ihre Stadt zerstörten; und gerade dieses gottlosen Mordes wegen wurde ihr Volk und ihre Stadt durch die Römer zerstört.



    3. Dies ist es, was der Herr durch den Propheten von den Gottlosen spricht: "Darum zeigt mein Auge kein Mitleid, und ich übe keine Schonung. Ihr Verhalten lasse ich auf sie selbst zurückfallen." (Ezechiel 9,10) Denn also geziemt es der allerhöchsten Majestät, die Beleidigungen schnöder Geschöpfe zu rächen, und ihre unendliche Weisheit zu rechtfertigen, damit niemand meine, seine Sicherheit sei in seinen Lastern aufgestellt. Dies bedenke und hüte dich auf alle Weise, gegen den Willen des Allerhöchsten etwas nachzustreben, damit er nicht in seinem gerechten Zorn es dir gewähre; und was du für ein Glück hältst, dir zum Untergang gereiche. Psalm Davids: "Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/
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  • Tages-Gebete Datum10.02.2026 03:50
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet des heiligen Thomas von Aquin am 10. Februar

    Glückseligste und süßeste Jungfrau Maria, die du voll von Barmherzigkeit bist, ich empfehle dir meine Seele und meinen Leib, meine Gedanken, meine Werke, mein Leben und meinen Tod. O meine Gebieterin, hilf mir und stärke mich gegen die Angriffe des Teufels. Erlange mir wahre und vollkommene Liebe, damit ich deinen geliebten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus aus ganzem Herzen und nach ihm dich über alle Dinge liebe. O meine Königin und Mutter, mache durch deine mächtige Vermittlung, dass ich diese Liebe bis zu meinem Tod bewahre, worauf du mich alsdann ins Vaterland der Seligen führen wollest. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Scholastika



    O Gott, verleihe uns auf die Fürbitte Deiner heiligen Scholastika die Gnade, rein zu leben, damit wir in unseren Anliegen von Dir erhört werden, und Dich einst im Himmel sehen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Im Leben des heiligen Guilielmus oder Wilhelm, den der heilige Bernard zur Buße bekehrt hat, und dessen Fest man heute begeht, wird gelesen, dass er in den schweren Anfällen der Teufel, die ihn von seinem Bußleben abbringen wollten, und darum öfters sehr misshandelten, seine Zuflucht zur seligsten Jungfrau allezeit vertraulich genommen, und auch von ihr durch Erscheinung, Tröstung und Heilung seiner Wunden mehrmals erquickt worden ist.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Die heilige Scholastika ist die Zwillingsschwester des heiligen Ordensgründers Benedikt. Zusammen mit ihm erblickte sie im Jahr 380 in dem Städtchen Nursia, halbwegs zwischen Rom und Neapel, das Licht der Welt. Scholastika war ein fröhliches Kind, von Natur aus heiter veranlagt und immer lustig. Deswegen war sie auch bei den Leuten beliebt. Wenn man sie schnellen Schrittes dahineilen sah, freute man sich, wie man sich eben freut, wenn man zufällig eine schöne weiße Taube erblickt. Schon lange galt die weiße Taube als Sinnbild der Unschuld, und von Unschuld strahlte auch das Mädchen Scholastika.



    Schon früh half Scholastika hilfsbedürftigen Menschen und war Fürsorgerin den Armen und Kranken in ihrem Heimatstädtchen Nursia. Da war sie auch am richtigen Platz, denn durch ihre Munterkeit machte sie alle Leute froh, und Freude ist bekanntlich die beste Medizin. Da war beispielsweise ein griesgrämiger alter Mann, der jeden Tag vierundzwanzig Stunden lang stöhnte. Oft besuchte Scholastika den Stöhnerich und erzählte ihm ein paar drollige Geschichten. Erst wollte der Alte überhaupt nicht lachen, dann musste er lachen, und schließlich lachte er sich gesund. Auf diese und ähnliche Weise tat Scholastika viel Gutes, und die Leute waren froh mit ihr.



    Als später Sankt Benedikt das große Kloster auf dem Cassinoberg gründete, verließ Scholastika zum Leidwesen aller die Heimat, bezog am Fuß des Berges eine Wohnung und nahm sich der Arbeiter an, die das Kloster errichteten, kochte, wusch und flickte für sie und war wie eine Mutter gut zu allen. Und während der ernste Bruder in seiner Zelle betete und sich selten sehen ließ, flog Scholastika wie eine Taube auf der Baustelle umher und rief den Arbeitern manch lustigen Scherz zu, dass sie lachen mussten und dadurch leichter über die Mühen hinwegkamen, die mit der Arbeit unter der heißen südländischen Sonne verknüpft waren.



    Ein einziges Mal nur im Jahr erlaubte der strenge Sankt Benedikt der Schwester, dass sie zu ihm kam und sich mit ihm unterhielt. Die beiden trafen sich auf einem Pachthof außerhalb des Klosters und redeten von diesem und jenem einen ganzen Tag lang. Scholastika kam es vor allem darauf an, von dem gelehrten Bruder zu erfahren, wie es im Himmel aussehe, denn dahin sehnte sie sich mit ganzer Seele. Und wenn dann der gelehrte Bruder von den Schönheiten des Himmels erzählt hatte, so war die Schwester wieder getröstet und gestärkt, um für das nächste Jahr das Leben in Freude auszuhalten und alle mit Freude anzustecken.



    Jahr für Jahr geschah es so, und als sich die Geschwister wieder einmal trafen, fühlte Scholastika, die ziemlich krank und schwach geworden war, dass sie bei dieser Gelegenheit zum letzten Mal den Bruder auf der Erde sah. Deshalb bat sie ihn gegen Abend, als er sich erhob, um ins Kloster zurückzukehren, er möge doch bei ihr bleiben und ihr noch mehr vom Himmel erzählen. Der ernste Benedikt wollte ihr diese Bitte aber nicht erfüllen und verwies auf die strenge Ordensregel, die es nicht gestatte, dass ein Mönch auch nur eine einzige Nacht außerhalb der Zelle verbringe.



    Scholastika war enttäuscht, aber nicht entmutigt und sagte still zu sich selbst: „Warte nur, Bruder, wenn du nicht willst, so wird Gott mir helfen.“ Schalkhaft beugte sie dann den Kopf in die Hände und tat so, als schäme sie sich, eine unpassende Bitte ausgesprochen zu haben. In Wirklichkeit betete sie jedoch herzinnig, Gott solle irgendetwas unternehmen, um den strengen Bruder zum Bleiben zu zwingen. Gott half auch sofort, denn mit Minutenschnelle ging ein Platzregen nieder, der die ganze Nacht anhielt, so dass Benedikt notgedrungen bis zum Morgen bleiben musste und Scholastika mit ihm reden konnte.



    Drei Tage später starb sie, und Sankt Benedikt sah von seiner Zelle aus, wie ihre Seele in Gestalt einer weißen Taube zum Himmel emporstieg.



    Sehr merkwürdig ist die letzte Zusammenkunft zwischen dem heiligen Benedikt und seiner Schwester Scholastika, die der heilige Papst Gregorius selbst beschrieben hat. Diese Zusammenkunft wird von einem freundlichen Sänger schön auf folgende Weise erzählt:



    Scholastika, die gottergebene Nonne,

    Des heil`gen Benediktus Schwester, pflegte

    Einmal des Jahrs den Bruder zu besuchen.

    Einst auch erschien sie zur gewohnten Zeit,

    Und nach Gewohnheit stieg der Abt sofort

    Von seinem Berg herab, um mit der Schwester

    Im nächsten Dörfchen des Gesprächs zu pflegen.



    Der Tag verging, die Sonne stand schon tief;

    Noch immer wechselten Scholastika

    Und Benediktus inhaltreiche Reden.

    Die Sonne sank, die Abendröte glänzte;

    Das fromme Paar, zum trauten Mahl sich setzend

    Fuhr fort des heiligen Gesprächs zu pflegen.

    Das Abendrot verblich, der Mond ging auf,

    Vom heitern Himmel blitzten hell die Sterne;

    Da sprach der fromme Abt: Spät ist die Stunde;

    Der Herr sei mit dir, Schwester! fahre wohl!



    Doch ahnend sprach Scholastika zu ihm:

    Bleib bei mir, Bruder, diese einz`ge Nacht!

    Wer weiß, wann wir uns wiedersehn? Wie bald

    Ist eine Nacht dahin! Lass bis zum Morgen

    Uns reden von des ew`gen Lebens Freuden.



    Doch Benediktus sprach: Wie magst du solches

    Begehren, Schwester! nicht geziemt dem Mönch,

    Zu bleiben außer seines Klosters Ring

    Die Nacht hindurch. Ich scheide. Fahre wohl!



    Allein Scholastika, die Fromme, lehnte

    Gefaltet auf den Tisch die Hände, barg

    Ihr Antlitz in die Hände, und betete

    Mit solcher Inbrunst, dass die Tränen reichlich

    Durch die gekreuzten Finger niedertrofen.



    Und ehe sie das Antlitz noch vom Tisch

    Erhoben, trübte sich der heitre Himmel.

    Der Donner krachte. Blitze flammten rings

    Ein schwerer Sturm kam auf. Ein Wolkenbruch

    Ersäufte nah und fern das bange Land.

    Unmöglich war dem Abt und seinen Freunden

    (Steil der Berg, der nasse Fußpfad schlüpfrig)

    Für diese Nacht zum Kloster heimzukehren.



    Unmutig sprach der Abt: Warum, Schwester,

    Hast du mir das getan? wie wird der Mönch

    Die Regel ehren, die der Abt nicht hält?



    Scholastika sprach kosend: Trauter Bruder,

    Dich bat ich, und blieb unerhört. Ich bat

    Den Herrn, und er erhörte mich. Er weiß

    Um meine Liebe. Lass uns fröhlich sein!



    Und fröhlich war der Abt den Rest der Nacht

    Mit der geliebten Schwester. Während draußen

    Die Stürme brausten, und der Regen klatschte,

    Ergötzte sich das gottergebne Paar

    In himmlischen Gesprächen. Vieles sprachen

    Sie von der Ewigkeit und ihren Freuden,

    Und von der süßen Hoffnung, dermaleinst

    Den Herrn von Angesicht zu seh`n, und ewig

    Bei ihm zu bleiben samt den teuren Freunden.



    Zu schnell entfloh die ganze Sommernacht.

    Vorüber war der Sturm, die Sonne ging

    Erquickend auf, und Benediktus schied

    In Frieden jetzt von der geliebten Schwester.



    Nach dreien Tagen starb Scholastika;

    Und in dem Augenblick, worin sie starb,

    Sah Benediktus, einer Taube gleich,

    Zum Himmel ihre reine Seele schweben.

    Da schlug das Herz ihm. Eine Stimme sprach:

    Die Regel, Abt, ist aller Ehre wert,

    Doch größrer Ehre würdig ist die Liebe.


    https://www.heiligen-legende.de/scholastika-von-nursia/

  • Vom Reich GottesDatum08.02.2026 21:32
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Von den Ärgernissen



    Sieh, schwarzen Samen streut in Gottes Reich

    Mit seinen Knechten Satan aus,

    Der furchtbar wuchert, bösem Unkraut gleich,

    Zu Brennstoff für sein Feuerhaus.



    1. "Wehe der Welt mit ihrer Verführung! Es muss zwar Verführung und Ärgernisse geben; doch wehe dem Menschen, der sie verschuldet." (Matthäus 18, 7) Führe diesen Ausspruch des Erlösers tief zu Gemüte, und betrachte die Größe dieses Übels. Denn sehr schwer muss allerdings die Sünde des Ärgernisses, schrecklich müssen seine Folgen sein, zumal da der Herr beifügt, es wäre einem solchen Menschen besser, er würde, mit einem Mühlstein um den Hals, in die Tiefe des Meeres geworfen. Worin aber liegt die Schwere dieses Lasters? Darin, dass das Ärgernis das Werk Jesu Christi, das Reich Gottes zerstört, das er durch sein Blut begründete, und die Frucht seiner Erlösung vernichtet, da es die schwache Tugend verführt, das Laster ermutigt, und das Sittenverderbnis in der ganzen Kirche verbreitet.



    2. Das Ärgernis ist ein geistiges Schwert, das die Seelen tötet. Zahllose Seelen auch sind in der ewigen Verdammnis, die nur das Ärgernis dahin brachte, und die nun ihre Verführer ewig vermaledeien. Der Mensch, der Ärgernis gibt, verrichtet Satans Amt. Er ist ein wahres Werkzeug der Hölle. Er bringt Seelen um Unschuld, Religion, um Gottes Gnade, um den Himmel. Kann er je einen so unendlichen Schaden ersetzen? Was wird er antworten, wenn der ewige Richter zu ihm spricht: Gib Rechenschaft von dem Blut des Unschuldigen, den du ermordet hast, oder vielmehr gib Rechenschaft von meinem Blut, das du entheiligst, und dessen Kraft du vernichtest hast.



    3. "Wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis, durch den die Verführung kommt!" Ein unzüchtiges, ein irreligiöses Wort fällt oft wie ein Feuerfunke in ein unbefangenes Herz, und wächst zu einer Flamme, die oft nicht mehr zu löschen ist. Das Ärgernis ist ein Same alles Bösen. Es greift schnell um sich und wuchert mit schrecklicher Gewalt. Die Schuld aller dieser Übel aber trägt der Mensch, der das Ärgernis gibt. Und bereut er sogar seine Schuld, so besteht das Übel dennoch, und andere sündigen auf seine Rechnung fort und verbreiten das Böse weiter, das sie von ihm erlernten. So schrecklich als wahr ist dies. Und wer muss nicht darüber zittern? Wehe dir, "der du deine Bosheit und deine Wege auch anderen gelehrt hast." (Jeremia 2,29-37)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum08.02.2026 21:25
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 9. Februar




    Ich grüße dich, o Maria, du bist die Hoffnung der Christen, der Schirm der Bedrängten, die Hilfe der Schwergeprüften. Vertreibe die Finsternis, die meinen Geist umgibt, und reinige mein Herz von allen irdischen Begierden. Hilf mir in allen Versuchungen und verteidige mich gegen alle Feinde meiner Seele, damit ich ungefährdet zur ewigen Glückseligkeit gelangen möge. Amen.



    Zu Gott



    Dir haben wir, o Herr, unser Leben zu verdanken. Dir soll es auch ganz geheiligt sein, damit wir seine flüchtigen Augenblicke zu unserer Vervollkommnung in allem Guten gebrauchend, unsere irdische Bahn als wahre Jünger Jesu beendigen, und des uns versprochenen himmlischen Erbteils würdig werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Um diese Zeit hat sich die Buße und Versöhnung des Theophilus durch die Fürbitte der seligsten Jungfrau ereignet. Er führte ein so vorbildhaftes Leben, dass ihn das Volk zu Adana nach dem Tod ihres Bischofs, der ihn zum Hausmeister bestellt hatte, zum Nachfolger gewählt, das er aber von sich abgelehnt hat. Bei dem neuen Bischof wurde er verleumdet, und ein anderer an seine Stelle gesetzt, was den Theophilus so traurig machte, dass er durch Vermittlung eines jüdischen Zauberers beim Teufel Hilfe suchte, und sich ihm schriftlich, mit Verleugnung von Jesus und Maria, zu dienen versprach. Des anderen Tags änderte der Bischof seinen Sinn, und berief den Theophilus zu dem vorigen Amt. Da er es nun erlangt hatte, überdachte er seinen Fall, ging in eine Mutter-Gottes-Kirche, rief sie vierzig Tage lang mit Beten, Fasten und Weinen an, um Verzeihung von Gott zu erhalten. Diese hat er schließlich durch ihre Fürbitte erlangt, da sie ihm mehrmals erschienen ist, und zuletzt seine dem Teufel gegebene Handschrift wieder zustellte. Des anderen Tages erzählte Theophilus in der Kirche vor dem Bischof und Volk seinen Abfall und die erlangte Versöhnung. Der Schrecken überfiel die Zuhörer, und erweckte sie, Gott und die heilige Jungfrau zu preisen. Drei Tage danach verstarb Theophilus im Herrn, und wurde an dem Ort, wo ihm seine Handschrift übergeben worden war, begraben. Dieses geschah um das Jahr 537 unter Papst Vigilius und der Regierung des Kaisers Justinus II.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Noch im Jahr vorher, als die Verfolgung unter Kaiser Dezius über die Christen hereinbrach, am Anfang des Jahres 249, erregten die Heiden in der Stadt Alexandria einen plötzlichen Aufstand, in dem sie gegen die Christen so unmenschlich wüteten, dass mehrere von ihnen, und unter ihnen auch die heilige Apollonia, im grausamen Martertod vollendet wurden. Der Urheber des Aufstandes war ein Wahrsager, der in seinem Hass gegen das Christentum das heidnische Volk aufwiegelte und in solche Wut versetzte, dass es sich ein desto größeres Verdienst zurechnete, je unmenschlicher es gegen das Leben der Christen raste. Der Bischof der Stadt, der heilige Dionysius war Augenzeuge dieser blutigen Auftritte, die er in einem Brief an Fabius, den Bischof von Antiochien, beschreibt. Den beträchtlichsten Teil dieses Briefes hat uns der Geschichtsschreiber Eusebius im sechsten Buch seiner Kirchengeschichte aufbewahrt. In diesem Brief beschreibt der heilige Bischof auch die Grausamkeiten, die während der Verfolgung des Dezius an den Christen in Alexandrien verübt worden sind. Auch in dieser Zeit der harten Prüfung haben viele ihr Bekenntnis zu Jesus Christus durch ihr Blut bekräftigt. Wir lesen hier wörtlich, was Dionysius sowohl von dem Volksaufstand, als auch von der Verfolgung schreibt:



    „Das von dem Wahrsager in Wut versetzte Volk ergriff zuerst einen christlichen Greis, Metras, und wollte ihn zwingen, Lästerungen auszusprechen. Als er sich weigerte dies zu tun, schlug es ihn mit Knitteln, stach ihn mit spitzen Stäben ins Gesicht und in die Augen, schleppte ihn endlich vor die Stadt hinaus und warf ihn mit Steinen tot. Darauf führten die Rasenden eine Frau, Quinta mit Namen, in einen Götzentempel; und als sie sich dem Antrag, die Götzen anzubeten, mit Abscheu widersetzte, banden sie ihr die Füße zusammen, schleiften sie durch die Straßen der Stadt auf dem Steinpflaster, schleuderten sie an große Steine hin, schlugen sie mit Geißeln und steinigten sie endlich außerhalb der Stadt auf dem Platz, auf dem sie den Metras gesteinigt hatten.“



    „Jetzt stürmten sie gewaltsam in die Häuser der Christen ein, ein jeder in das nächst beste, von dem er wusste, dass Gläubige darin wohnen. Diese Quälten sie, raubten was kostbar war, und warfen weg und verbrannten öffentlich auf der Straße die hölzernen Geräte und die Habseligkeiten von geringerem Wert. Alexandrien bot den Anblick einer von wilden Feinden eroberten Stadt.“



    Die Gläubigen zogen sich zurück und flohen, so gut sie konnten, vor der Wut des aufgebrachten Pöbels. Freudig ertrugen sie den Verlust ihrer Habseligkeiten. Obwohl doch mehrere in die Hände der rasenden Verfolger gerieten, so war fast keiner darunter, der den Glauben verleugnete.



    Die Heiden ergriffen auch eine betagte Jungfrau, Apollonia, gaben ihr solche Backenstreiche, dass sie ihr alle Zähne ausschlugen, schleppten sie dann zur Stadt hinaus, machten einen Scheiterhaufen, zündeten ihn an, und drohten, sie lebendig zu verbrennen, wenn sie nicht mit ihnen Lästerworte gegen Christus und den heiligen Glauben aussprechen würde. Die heilige Jungfrau blieb noch nachdenklich stehen. Die Henker meinten, sie wolle nachgeben und ließen sie los. Alsbald stürzte sie sich selbst in die Flammen und verbrannte. Sie, welche vom Feuer des Heiligen Geistes entzündet war, verachtete die Qualen des irdischen Feuers. Die Heiden selbst entsetzten sich, eine Frau zu erblicken, die bereitwilliger war zu sterben, als ihre grausamen Verfolger sie zu peinigen. Einen gewissen Serapion ergriffen sie in seinem Haus, marterten ihn auf die schrecklichste Weise, zerbrachen ihm alle Knochen, und stürzten ihn von dem obersten Stockwerk auf die Straße hinunter. Auf keiner Straße waren Christen sicher, in keinem Gässchen, weder bei Tag noch bei Nacht. Überall hörte man das wilde Geschrei, man müsse jeden, der nicht lästern wolle, herbeischleppen und verbrennen. Diese harten Drangsale dauerten noch längere Zeit, bis endlich die Heiden in Alexandrien unter sich selbst in Uneinigkeit gerieten, ihre Wut gegeneinander ausließen, und dadurch für die Christen Ruhe eintrat. Diese Ruhe aber dauerte nicht lange; denn kaum hatte Dezius den kaiserlichen Thron bestiegen, auf den er sich den Weg durch die Ermordung des Kaisers Philippus, dessen Herrschaft den Gläubigen sehr günstig war, gebahnt hatte, als sich das jammervolle Schauspiel grausamer Verfolgung der Christen in Alexandrien schon wieder erneuerte.



    Das Verfolgungsedikt des Dezius, versetzte die Gläubigen in dieser Stadt in großen Schrecken, denn es war, wie Dionysius sagt, so grausam, dass selbst die Auserwählten, wenn es möglich wäre, hätten zaghaft werden können. Viele der Vornehmsten wurden auch wirklich zaghaft, so wie auch viele von denen, die öffentliche Ämter verwalteten. Einige wurden selbst von ihren Verwandten vor die Richtstühle geschleppt. Andere wurden namentlich aufgerufen und nahmen Teil an den Gräueln des Götzendienstes. Einige erblassten dabei und zitterten, als sollten sie selbst geopfert werden, und wurden daher, wenn sie opferten, vom heidnischen Volk verspottet. Andere traten frech hinzu und bezeugten, dass sie nie Christen gewesen seien. Diese waren größtenteils solche, die zu sehr an den Reichtümern des Lebens hingen, von denen der Herr vorhergesagt hat, dass es ihnen schwer sein werde, ins Himmelreich einzugehen. Die anderen folgten entweder denen nach, die den Götzen schon geopfert hatten, oder entzogen sich durch die Flucht, oder wurden ergriffen. Unter diesen erlagen manche schon im Kampf, sobald sie in Fesseln gelegt wurden. Manche beharrten längere Zeit im Kerker, verleugneten aber dennoch, bevor sie vor das Gericht geführt wurden. Einige erduldeten die ersten Martern, schwuren aber dennoch dem Glauben ab, aus Furcht vor härterer Peinigung.



    Es fehlte indessen auch nicht an solchen, die durch Gottes Kraft gestärkt, als unerschütterliche Pfeiler der Kirche Gottes da standen und im heiligen Bekenntnis standhaft verharrten.



    Julian, der von Gliederschmerzen so heftig gequält wurde, dass er weder stehen noch gehen konnte, musste von zwei Christen zum Richterstuhl getragen werden.



    Einer von diesen beiden verleugnete sogleich Jesus Christus, der andere aber, der Chronion Eunus hieß, bekannte mit Julian den Sohn Gottes. Sie wurden deswegen auf Kamele gesetzt, durch die ganze große Stadt geführt, auf den Kamelen gegeißelt und zuletzt im Angesicht einer zahllosen Menge Volk in ungelöschtem Kalk verbrannt. Gegen Besas, einen Soldaten, der dabei stand, als sie zum Tod geführt wurden, und denen, welche jetzt noch die Bekenner misshandeln wollten, Einhalt tat, erhob sich das Geschrei des Volkes. Er wurde vor den Richterstuhl geführt und nachdem er Jesus Christus unerschrocken und standhaft bekannt hatte, enthauptet. Ein anderer mit Namen Maker, gebürtig aus Lybien, wurde von dem Richter auf alle mögliche Weise zum Abfall gereizt. Allein er blieb standhaft, und wurde lebendig verbrannt. Epimachus und Alexander waren lange Zeit in Fesseln gelegen, hatten vielerlei Peinen ausgestanden, waren mit schneidenden Werkzeugen und mit Geißeln zerfleischt worden und wurden jetzt in ungelöschtem Kalk verbrannt.



    Auch Frauen bekräftigten ihren Glauben an Jesus Christus durch den Martertod. Ammonarium, eine sehr gottselige Jungfrau, wurde lange und sehr grausam gefoltert, weil sie erklärt hatte, dass sie nichts von dem sagen werde, was der Richter von ihr erzwingen wolle. Sie bestand in der Prüfung und wurde zum Tode abgeführt. Drei andere, nämlich Merkuria, eine ehrwürdige alte Frau, Dionisia, die Mutter mehrerer Kinder, die sie zwar zärtlich, aber doch nicht mehr als den Herrn liebte, und eine zweite Ammoniarium wurden enthauptet, ohne dass sie vorher andere Peinigung erdulden mussten, weil der Statthalter nicht noch einmal durch die Standhaftigkeit schwacher Frauen überwunden und beschämt werden wollte.



    Jetzt wurden Heron, Ater und Isidorus, alle drei Ägypter, und mit ihnen Diskorus, ein Junge von fünfzehn Jahren, vor den Statthalter gebracht. Dieser versuchte den Jungen zuerst durch schmeichelndes Zureden zu gewinnen, dann durch Drohungen zu schrecken. Aber alles blieb fruchtlos. Die anderen wurden mit Schlägen grausam zerfleischt, und da sie standhaft verharrten, dem Feuer übergeben. Der Junge Dioskorus, welcher großen Mutes vor allen dastand und die ihm vorgelegten Fragen mit bewunderungswürdiger Geschicklichkeit beantwortete, wurde von dem Richter selbst bewundert, und mit dem Bescheid entlassen, dass er ihm seiner Jugend wegen Zeit zur Besinnung lassen wolle. Der heldenmütige junge Mann gesellte sich den übrigen standhaften Gläubigen bei, einen schwereren und länger dauernden Kampf erwartend.



    Nemesius, ebenfalls ein Ägypter, wurde zuerst fälschlich beschuldigt, dass er ein Mitglied einer Räuberbande sei. Dann aber, als er diese arge Verleumdung widerlegt hatte, angeklagt, dass er ein Christ wäre. Gebunden wurde er dem Statthalter vorgestellt, der ihn doppelt so stark, als die Räuber, geißeln und peinigen, und dann mit diesen verbrennen ließ. Der heilige Kämpfer rechnete es sich zur besonderen Gnade, nach dem Beispiel seines göttlichen Meisters, unter Räubern sterben zu können.



    Vier Soldaten, Ammon, Zeno, Ptolomäus und Ingenus, nebst Theophilus einem Greis, standen nicht fern vom Richterstuhl. Und als ein Christ vor dem Gericht bereit schien, den Namen Jesu zu verleugnen, winkten sie ihm, streckten die Hände nach ihm aus, und versuchten durch alle möglichen Bewegungen und Gebärden des Körpers den gefährdeten Bruder im Bekenntnis zu stärken. Aller Augen wurden auf sie gerichtet. Aber noch bevor sie ergriffen wurden, liefen sie selbst zum Richterstuhl und erklärten, dass sie Christen seien. Der Statthalter und die Beisitzer erschraken. Jene aber standen da mit freudiger Bereitwilligkeit, alles zu erdulden. Die Richter verloren darüber alle Fassung und die Soldaten gingen hinweg, froh über ihr Zeugnis und Gott preisend, dass er ihnen diesen herrlichen Triumph verliehen hatte.



    Nicht nur in Alexandrien, sondern auch in anderen Städten und Flecken Ägyptens wurden viele Christen von den Heiden gewaltsam getötet, wie Dionysius in dem oben angeführten Brief noch weiter berichtet und davon Beispiele anführt. Ischrion stand als Verwalter im Dienst eines öffentlichen Beamten, der durch Befehle, durch Schmähungen und durch Misshandlungen ihn zwingen wollte, den Götzen zu opfern, und ihn, da er alles standhaft ertrug, tötete, indem er ihm einen Pfahl durch den Leib rammte.



    Eine große Zahl von Gläubigen, die geflohen waren, irrten in den Gebirgen und Wüsten herum. Viele verhungerten, verdursteten oder erfroren oder starben hilflos an Krankheiten. Andere wurden von Räubern ermordet oder von wilden Tieren zerrissen. Die, welche unverletzt zurückkamen, zeugten von der ausharrenden Geduld und dem freudigen Tod der Mitchristen. Chäremon, ein hochbetagter Greis, Bischof von Nikopolis, floh auf das arabische Gebirge und kam von da nicht wieder zurück. Nach der Verfolgung suchten die Gläubigen nach ihm, fanden ihn aber nicht, auch nicht seine Leiche. Viele andere Christen wurden von den Sarazenen ergriffen und in die Sklaverei geschleppt, mehrere von ihnen aber um einen sehr hohen Preis wieder eingelöst.



    Nachdem der heilige Dionysius in seinem Brief den Kampf der Martyrer erzählt hat, führt er in ihm noch an, dass mehrere von den gefallenen Christen, die ihren Abfall bereuten, auf die Fürsprache der heiligen Martyrer in die Kirchengemeinschaft wieder aufgenommen worden sein. Er sagt: „Die gottseligen Martyrer, welche nun Beisitzer Christi, die Mitgenossen seines Reiches und Richter mit ihm sind, haben (als sie noch lebten) einige der gefallenen Brüder, die den heidnischen Göttern geopfert hatten, mit Güte wieder aufgenommen, weil sie ihre Bekehrung und Buße sahen, und deswegen meinten, dass diese Buße demjenigen angenehm sein werde, der nicht den Tod des Sünders will, sondern, dass er sich bekehre. Sie haben daher solche aufgenommen, sie gesammelt, sie empfohlen (dem Bischof und dem Volk), sie teilnehmen lassen am Gebet und an den Liebesmahlen.“



    Die Sünde ist ein Zustand des Todes und die Buße ist eine wirkliche Auferstehung von den Toten. Der ganze Himmel feiert, wie uns das Evangelium versichert, ein Auferstehungsfest, so oft ein Sünder Buße tut. Würde doch jeder Sünder aufwachen aus seinem Todesschlaf, erkennen den bejammernswürdigen Zustand seiner Seele und sich mit Reuesinn und Zuversicht Jesus Christus nahen, durch den allein kommt Erbarmen, Gnade, Vergebung der Sünden und ewiges Leben! Wie ermunternd schreibt der Apostel Johannes durch Eingebung des Heiligen Geistes im zweiten Kapitel seines ersten Briefes: „Meine Kinder! Solches schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten, der selbst die Versöhnung für unsere Sünden ist, nicht allein aber für unsere Sünden, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt.



    Die katholische Kirche feiert das Gedächtnis des heiligen Metras am 30. Januar, der heiligen Quinata am 3. Februar, des heiligen Julian und Chronion am 19. Februar, des heiligen Makarius 8. Christmonat, des heiligen Epimachus, Alexander, der Ammonarium, Merkuria und Dionisia am 12. Christmonat, des heiligen Heron, Ater, Isidorius und Dioskorus am 14. Christmonat.


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  • Vom Reich GottesDatum07.02.2026 20:02
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Guter Same und Unkraut



    Du richtest, Herr, die Erde wunderbar.

    Du liebest gute Gaben auszuspenden;

    Und duldest, dass die Bösen undankbar

    Zu schaurigem Verderben sie verwenden.

    Doch deine Langmut lässt den Sündern Zeit:

    Denn, - kommt der Tag, - übst du Gerechtigkeit.



    1. Der Sohn Gottes besäte den Acker seiner Kirche mit dem Samen des himmlischen Evangeliums. Der Feind alles Heils aber übersäte ihn mit Samen bösen Unkrautes. Die Wahrheit ist früher denn die Lüge, das Gute früher denn das Böse. Die Wahrheit und das Gute kommen von Gott. Die Lüge und das Böse vom Feind Gottes, dem bösen Geist und von seinen Knechten und Mägden, die, von ihm verführt, mit teuflischer Gier auch andere zu verführen suchen. Wann aber greift diese Verführung am meisten um sich? Wenn die Menschen den Todesschlaf der Sünde schlafen, ihren blinden Leidenschaften sich überlassen, und des göttlichen Gesetzes vergessen. Seien wir wachsam, dass nicht die arglistige Schlange auch uns verführt.



    2. Fromme Menschen sind auf dem Acker der Kirche die gute Frucht, die Bösen dagegen das Unkraut; beide bestehen untereinander. Gottes Weisheit aber lässt die Bösen bestehen, damit durch sie die Guten in der Geduld geübt werden, und Gelegenheit erhalten, großmütige Tugenden zu üben und ihre Verdienste zu vermehren. Wären keine Tyrannen gewesen, so zählte die Kirche nicht so viele glorreiche Märtyrer. Auch lässt sie die Bösen bestehen, damit das Beispiel der Guten ihnen leuchte und auf ihre Herzen einwirke. Denn wandelt auch das Unkraut sich nie in Frucht, so wird doch mancher Böse in einen Gerechten umgewandelt. Ist dein eigenes Beispiel ein solches Licht?



    3. Auch dein Herz ist ein Acker, worauf Gott den guten Samen vieler Gnaden und himmlischer Einflößungen ausgesät hat. Wie viele gute Belehrungen auch hast du gehört und gelesen, wie viele gute Beispiele gesehen? Wo sind die Früchte dieses guten Samens? Woher das Unkraut so vieler sündhafter Gedanken und Begierden? Säte nicht der Feind sie aus, als du geschlafen hast, als du nicht über dich selbst wachtest, als du deine Sinne umherschweifen ließest, und auf geringe Sünden nicht geachtet hast? So erwache denn, und tue Buße, damit du nicht am Ende mit den Bösen gesammelt und ins Feuer geworfen wirst. Epheser 5,14b: "Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein."

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  • Tages-Gebete Datum07.02.2026 19:54
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 8. Februar



    Barmherziger Gott, Du hast den guten Pater Philipp Jeningen zum Glaubensboten in unserer Kirche und Heimat berufen. In schwerer Zeit verkündete er mit aller Kraft und Hingabe die Frohe Botschaft Christi. Steh uns Tag für Tag mit den Gaben Deines Geistes bei. Lass uns im Glauben wachsen und aus dem Wort des Evangeliums leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott



    Gott, Du widerstehst den Stolzen und gewährst den Demütigen Deine Gnade. Verleihe uns die Tugend wahrer Demut, als deren Vorbild Dein eingeborener Sohn sich selbst den Gläubigen vor Augen gestellt hat, und lass uns niemals durch Hochmut Deinen Unwillen herausfordern, vielmehr durch Unterwürfigkeit Geschenke Deiner Gnade erlangen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Am heutigen Tag war die feierliche Übertragung eines Bildnisses der seligsten Mutter Gottes in die neue Kirche der Karmeliten zu Rom im Jahr 1587 unter Papst Sixtus V.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Stephan war der Sohn einer ansehnlichen und wohlhabenden Familie zu Thiers bei Clermont und seine frommen Eltern, Stephan und Candida, erzogen ihn durch Lehren und Beispiel in der Furcht Gottes und übergaben ihn als einen talentvollen und heilsbegierigen Jüngling der Leitung des heiligen Milo, Erzbischof in Benevent, der bei ihm den Grund zu seiner künftigen Heiligkeit legte. Zwölf Jahre lang genoss Stephan den Unterricht dieses gottbegeisterten Oberhirten und erwarb sich einen solchen Schatz von Kenntnissen in den Heilswissenschaften und eine solche Frömmigkeit, dass ihn der heilige Milo zu seinem Diakon weihte und zum Mitarbeiter im heiligen Amt erwählte. Nach dem Tod seines Lehrers begab er sich nach Rom und arbeitete vier Jahre lang unter ununterbrochenem Fasten und Gebet an dem Plan zur Errichtung eines neuen, strengen Ordens und nachdem er die Bestätigung vom Papst erhalten hatte, baute er auf dem Berg Murel, der in der Nähe von Limoges liegt, ein Kloster und nahm Jünger an, die er zur strengen Abtötung und Armut anhielt. Fünfzig Jahre lang lebte der Heilige mit seinen Ordensmännern in der größten Abgeschiedenheit von der Welt auf diesem Berg und nur erst dann verließ er das Kloster, als der Ruf seines heiligen Lebens eine Menge Menschen herbei zog, die bei ihm Rat und Hilfe in ihren Angelegenheiten und Bedrängnissen suchten. Er begab sich daher mit den Seinigen in die einsame Gegend von Grammont, und da er aus Demut seinem Orden keinen Namen gab, erhielt er die Benennung des Ordens von Grammont; denn er selbst pflegte zu sagen, er sei kein Mönch und kein Einsiedler, sondern ein unwürdiger Diener Gottes. Die Regel seines Ordens war einfach und forderte eine gänzliche Lostrennung von allem Irdischen. Seine Jünger lebten nur vom Almosen, das die Gläubigen freiwillig in das Kloster brachten, wo es nur die Laienbrüder in Verwahrung nehmen durften.



    Der heilige Abt Stephan führte seine Schüler mehr durch sein Beispiel, als durch Befehle und Ermahnungen zu einem gottseligen Leben; denn er beobachtete stets das strengste Stillschweigen, war der Demütigste unter allen und diente den Niedrigsten wie seinen Herrn. Er trug zu jeder Jahreszeit ein altes, abgetragenes Kleid, hatte auf dem bloßen Leib einen eisernen Panzer und schlief auf der Erde. Seine Nahrung bestand nur in Brot und Wasser und von allen übrigen Speisen enthielt er sich sorgfältig und gab seinen Anteil den Armen und Kranken, die er seine Kinder nannte. Während des Gebetes warf er sich oft auf das Angesicht, dass die Haut seiner Knie und Hände so rau wurde, wie die der Kamele. Gott verherrlichte ihn schon während seiner Lebenszeit durch die Gabe der Wunder, die er aber äußerst selten und nur dann wirkte, wenn Armen und Unglücklichen durch Menschen nicht mehr geholfen werden konnte. Er starb im Jahr 1124 und wurde von Papst Clemens III. am 30. August des Jahres 1189 unter die Zahl der Heiligen gesetzt.



    * * *



    Der heilige Stefan von Thiers (von Muret; von Grandmont – französischer Name: Étienne) * 1050 in Thires im Départemt Puy-de-Dôme in Frankreich - † 8. Februar 1124 in Muret in Frankreich - Fest: 8. Februar - Stefan wurde am 21. März 1189 durch Papst Clemens III. heiliggesprochen.



    Lebensbeschreibung des heiligen Stefan von:

    Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöflichen Seminar in Mainz,

    und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier,

    Mainz 1823, Band 2, S. 499 (aus dem Französischen)



    Der heilige Stefan

    Stifter des Ordens von Grandmont



    (Stefan von Liciac, vierter Prior von Grandmont, schrieb die Lebensgeschichte dieses Heiligen im Jahr 1141; allein dieses Werk scheint verloren gegangen zu sein. Gerhard Ithier, siebenter Prior desselben Klosters, hat einen Auszug davon geliefert, den wir noch haben, und wovon Dom Martene eine gute Ausgabe veranstaltet hat, Vet. Script. Ampliss. Collect., tom. VI, p. 1043. Die Anmerkungen des gelehrten Benediktiners verbessern die Verstöße gegen die Zeitrechnung, und andere Fehler, in welche der Abkürzer gefallen ist. Martene hat auch, ibid., mehrere andre Aktenstücke in Betreff der Lebensgeschichte des heiligen Stefan von Grandmont bekannt gemacht. Sieh auch Rivet, Hist. littèr. De la France, tom. X, p.410, und die Gallia Christ. nova, tom. II, p. 646)



    Jahr 1124



    Der heilige Stefan war ein Sohn des frommen Grafen von Thiers, des ersten Edelmannes von Auvergne. Von seiner Kindheit an zeigte er schon viel Neigung zur Tugend, und ließ den Keim diese hohen Heiligkeit schon blicken, zu der er in der Folge heranreifte. Einem tugendhaften Priester, Milo genannt, der damals Dechant der Kirche von Paris war, übertrugen die Eltern die Sorge seiner Erziehung. Nachdem dieser zum Bischof von Benevent im Jahr 1074 erwählt worden, behielt er den jungen Stefan bei sich, und fuhr fort, ihn in der Kenntnis der heiligen Schrift und in den Wegen der Vollkommenheit zu unterrichten. Gerührt von dem seltenen Verdienst seines Schülers, entschloss er sich, ihn dem Altar zu weihen, und erteilte ihm das Diakonat. Nach Milos Tod 1076, ging der Heilige nach Rom, um da seine Studien zu beenden, wo er vier Jahre verweilte. Während dieser ganzen Zeit schien es ihm, als höre er eine innere Stimme, die ihm sagte, er solle die Welt verlassen. Die Betrachtungen, die er über die Gefahren, die die Seele umgeben, über die Notwendigkeit, ein bußfertiges Leben zu führen, und über die Vorteile der Einsamkeit anstellte, bestimmten ihn vollends, diesem innern Ruf zu folgen. Er wandte sich daher an den Papst Gregor VII. und begehrte von ihm die Erlaubnis, Einsiedler zu werden, und die Regel einer sehr strengen Genossenschaft, die er in Kalabrien kennen gelernt hatte, zu befolgen.



    Als ihm der Papst sein Verlangen bewilligt hatte, kehrte er in das Schloss von Thiers zurück, um seine häuslichen Angelegenheiten zuerst zu ordnen. Er hatte von Seiten seiner Freunde, die sich mit aller Kraft seinen Absichten entgegensetzten, harte Kämpfe zu bestehen. Seine Eltern, die ihn allzeit als ein Kind des Segens angesehen hatten, das Gott ihrem Gebet gegeben hat, und die, weit entfernt seinen Wünschen Hindernisse zu legen, viel mehr zu ihrer Ausführung mitgeholfen hätten, lebten nicht mehr. Alles Widerstreiten war aber vergeblich. Er entfloh heimlich, und nachdem er in verschiedenen Wüsteneien umhergeirrt war, zog er sich an den Berg Muret zurück, in der Nähe von Limoges. Es herrschte da eine überaus große Kälte, und nur wilde Tiere hatten da ihre Wohnung. An diesem Ort entschloss sich der Heilige zu verbleiben, und sich dem Dienst des Herrn durch ein besonderes Gelübde zu widmen. Er drückte sich bei seiner Weihe also aus: „Ich Stefan entsage dem Teufel, und seiner Pracht; ich opfere und weihe mich unbedingt dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, dem einzigen Gott in drei Personen.“ Er schrieb mit eigener Hand diese seine Verpflichtung, und bewahrte sie stets samt dem Ring, dessen er sich zur Versiegelung seiner Weihe bedient hatte. Er erbaute sich eine Art Hütte von geflochtenen Baumzweigen, um sich vor dem Ungemach der Witterung zu schützen, und brachte da sechsundvierzig Jahre zu in der Übung des Gebetes und der Buße. Die Abtötungen, die er ausübte, waren ganz außerordentlich, und meistens überstiegen sie die sich selbst überlassene menschliche Schwachheit. Anfangs nährte er sich von nichts als Kräutern; allein, da ihn Schäfer im zweiten Jahr seiner Zurückgezogenheit entdeckt hatten, brachten sie ihm aus Nächstenliebe von Zeit zu Zeit Brot. Nachher übernahmen Landleute der Nachbarschaft dieses Werk, und fuhren fort, dem Heiligen, so lange er lebte, diesen Dienst zu erweisen. Nicht zufrieden, seinen Leib durch eine sehr strenge Buße zu züchtigen, trug er auf bloßem Leib ein härenes Kleid mit kleinen eisernen Ringen, über welches ein sehr schlechtes Obergewand hing, das er weder im Sommer noch Winter änderte. Wenn er sich einige Ruhe gestatten musste, schlief er auf Brettern, die er in Gestalt eines Sarges gelegt hatte. Die Zeit, welche er nicht mit Handarbeit zubrachte, widmete er auf der Erde liegend der Anbetung der göttlichen Majestät. Die Wonneempfindungen, die ihm in der Beschauung zu Teil wurden, bemächtigten sich so aller seiner Seelenkräfte, dass er öfters zwei bis drei Tage zubrachte, ohne nur an das Essen zu denken. Erst im Alter von sechzig Jahren ließ er sich bewegen, einige Tropfen Weines unter sein Trinkwasser, wegen der Schwäche seines Magens, zu nehmen.



    Da der Ruf seiner Heiligkeit mehrere Personen in die Wüste gezogen hatte, war er bald genötigt, Schüler anzunehmen. Er liebte sie, wie seine Kinder; leitete sie mit bewunderungswürdiger Weisheit, die stets die Abtötungen nach den Kräften des Leibes und der Seele abmaß. So streng er gegen sich selbst war, so liebevoll und sanft behandelte er andere. Dessen ungeachtet bestand er immerhin fest auf der Erfüllung der wesentlichen Pflichten des Einsiedlerlebens, als da sind: das Stillschweigen, die Armut, und die Selbstverleugnung. Die Ermahnungen, die er an seine Schüler hielt, behandelten hauptsächlich die Notwendigkeit, sein Herz von allen Neigungen zu den Geschöpfen loszureißen. Jenen, die zu ihm kamen, um unter seiner Leitung zu leben, pflegte er zu sagen: „Hier ist ein Gefängnis, das weder Tür noch Öffnung hat; und aus demselben könnt ihr nicht anders kommen, wenn ihr in die Welt zurückkehren wollt, als dass ihr die Mauer durchbrecht. Wenn euch dieses Unheil widerführe, wäre ich nicht im Stande, jemanden euch nachzuschicken, da alle hier Wohnenden in der Welt eben so fremd sind, wie ich.“ Stefan sah sich als den Geringsten seiner Genossenschaft an, und nahm allzeit den letzten Platz ein. Er war ein Feind von allen Ehrenbezeigungen, die mit dem Amt eines Obern verbunden sind. Während seine Mitbrüder am Tisch aßen, saß er mitten unter ihnen auf der Erde, und las ihnen die Leben der Heiligen vor. Gott belohnte diese Demut mit der Gabe der Wunder und Weissagungen. Unter allen Wundern aber, die er wirkte, ist keines so staunenswürdig, als die Bekehrung so vieler verstockter Sünder. Man hätte beinahe sagen mögen, es sei unmöglich, dass jemand der Gnade, die alle seine Worte begleitete, widerstehe.



    Unterdessen wurde durch den öffentlichen Ruf immer mehr und mehr die erhabene Heiligkeit des Dieners Gottes bekannt. Zwei Kardinäle, (einer dieser Kardinäle wurde in der Folge Papst unter dem Namen Innocenz II.) die als Legaten nach Frankreich geschickt wurden, begaben sich in seine Einöde, um ihn zu besuchen. In der Unterredung, die sie mit ihm hielten, fragten sie ihn nach seiner Lebensweise. Bist du Chorherr, fragten sie ihn, Mönch, oder Einsiedler? Ich bin nichts von allem diesen, entgegnete der Heilige; und da man in ihn drang, sich deutlich zu erklären, sprach er sich folgendermaßen aus: „Wir sind arme Sünder, die die Barmherzigkeit Gottes in diese Wüste geführt hat, um da Buße zu tun. Der Statthalter Christi selbst hat uns nach unsrer Bitte, zur Sühnung unsrer Sünden, die verschiedenen Übungen auferlegt, denen wir uns unterziehen. Wir sind zu unvollkommen und zu gebrechlich, als dass wir den Mut hätten, die glühende Inbrunst jener heiligen Einsiedler nachzuahmen, die durch die Beschauung so innig und unaufhörlich mit Gott vereinigt wurden, dass sie selbst ihrer leiblichen Bedürfnisse vergaßen. Ihr seht auch, dass wir weder das Kleid der Mönche, noch jenes der Chorherren tragen. Noch weiter sind wir davon entfernt, ihre Namen anzunehmen, weil wir weder den Charakter der einen, noch die Heiligkeit der anderen haben. Noch einmal, wir sind nur arme Sünder, die, durch die Strenge der göttlichen Gerechtigkeit geschreckt, mit Furcht und Zittern dahin arbeiten, dass uns Jesus Christus am großen Tag seiner Vergeltung gnädig sein möge.“ Die Legaten verließen den Heiligen, von tiefer Ehrfurcht ihm gegenüber durchdrungen, und durch alles, was sie gesehen und gehört hatten, sehr erbaut.



    Acht Tage nach ihrer Abreise gab der Himmel dem Heiligen zu erkennen, dass sein Lebensende herannahe. Dies war für ihn ein neuer Beweggrund, seinen Eifer bei allen seinen Übungen zu verdoppeln. Als er einige Zeit nachher in eine Krankheit verfiel, der er erliegen musste, wandte er die wenigen ihm noch übrigen Augenblicke dazu an, seine Schüler in ihrem Beruf zu bestärken, und ihnen ein zärtliches Vertrauen auf Gott einzuflößen. Er redete mit ihnen in so lebhaften und rührenden Worten, dass er sie von der Unruhe befreite, in die sie bei dem Gedanken, was nach ihres Führers Tod aus ihnen werden sollte, verfielen. Hierauf ließ er sich in die Kirche tragen, wo er die heilige Messe hörte, und das Sakrament der letzten Ölung und des Altars empfing. Er starb den 8. Februar 1124, indem er die Worte aussprach: „Herr in deine Hände gebe ich meine Seele zurück.“ Er war beinahe achtzig Jahre alt (Er starb im sechsundvierzigsten Jahr seines einsamen Lebens nach der Erzählung Wilhelms Dandina, eines zuverlässigen Schriftstellers, welcher eine Lebensbeschreibung Hugo`s von Lacerta, der unter den ersten Schülern des Heiligen sehr berühmt war.); seine Schüler begruben ihn in der Stille, um dem zu großen Zusammenlauf des Volkes vorzubeugen; allein die Nachricht von seinem Tod hatte sich nicht sobald verbreitet, als man scharenweise zu seinem Grab herbeiströmte, wo Gott auch viele Wunder wirkte. Vier Monate nach seinem Tod, machten die Mönche von Ambazac, einer Priorei, die von der Abtei St. Augustin von Limoges, des Benediktinerordens abhing, auf Muret Anspruch, und forderten es zurück. Die Schüler des heiligen Stefan, welche den Geist und die Grundsätze ihres gottseligen Meisters ererbt hatten, wollten lieber ihren Wohnort abtreten, als sich dessen Besitz auf dem Wege des Rechts zu versichern. Sie zogen sich daher in die Wüste von Grandmont zurück, die eine Stunde von Muret entfernt liegt, und nahmen die kostbaren Überbleibsel (Reliquien) ihres heiligen Stifters mit sich. Von da haben sie den Namen Grandmontiner erhalten. Der heilige Stefan wurde von Clemens III. 1198, auf Begehren Heinrichs II., Königs von England, unter die Zahl der Heiligen gesetzt.



    Der glühende Eifer der ersten Schüler des heiligen Stefan von Grandmont erwarb ihnen die Bewunderung aller, die sie kannten. Petrus von Celles nannte sie Engel, und sagte, dass er ein vollkommenes Vertrauen auf ihre Gebete setzte. Johann von Salisbury, ein gleichzeitiger Schriftsteller, stellt sie als außerordentliche Menschen vor, die, da sie sich über alles Sinnliche erhoben, ihre Leidenschaften und die Natur selbst bezähmt hätten. Stefan, Bischof von Tournay, erteilt ihnen auch das glänzendste Lob. Diesen Zeugnissen könnten wir leicht, wenn es notwendig wäre, noch mehrere andere beisetzen, die man ihrer Tugend erteilte.


    https://www.heiligen-legende.de/stephan-von-thiers/

  • Vom Reich GottesDatum06.02.2026 21:35
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von den bösen Wirkungen der Ungeduld



    Wie schön, o Palme der Geduld,

    Sind deine Früchte, die dich schmücken.

    Auch winkt mir freundlich deine Huld,

    Emporzusteigen, sie zu pflücken;

    Denn diese Heilesfrucht erfreut

    Nur den, der nicht die Arbeit scheut.



    1. Halte für gewiss, dass du im Leben des Geistes noch nicht zugenommen hast, wenn du deine Ungeduld noch nicht besiegen gelernt hast. Denn woher kommt deine Ungeduld, außer von deiner ungeregelten Eigenliebe, die noch immer lebendig in dir herrscht, und keinen Zügel dulden will? "Der Ungeduldige", spricht die Schrift, "wirkt Narrheit; und er wird Schaden leiden!" Woher auch so viele voreiligen Schritte, so viele unbesonnene Reden, so viele blinde Urteile, so viele ungerechte Beleidigungen und wunderliche Entscheidungen? Daher, weil deine Ungeduld das Licht und den Frieden aus deinem Herzen vertrieb, und dich in Finsternis und Erbitterung zurückließ.



    2. Kein Fehler ist, - nicht nur der Frömmigkeit, - sondern auch der Vernunft so sehr entgegen als die Ungeduld, weil der Ungeduldige über zahllose Dinge erbittert wird, die sich weder vorhersehen, noch verhindern lassen, und die aus der Bedrängnis der Zeiten, aus Todesfällen geliebter Personen, aus feindlicher Bosheit und aus verborgenen Ursachen kommen, die die Weltkinder Zufall nennen. Wann aber wirst du ein Übel durch Erbitterung heilen? Murren, Klagen, Lärm, Schimpfworte sind nicht nur ohnmächtige Waffen gegen den Feind, sondern sie bringen auch uns selbst Unheil, weil sie sich gegen uns zurückwenden. "Der Herr hat`s gegeben, der Herr hat`s genommen!" So spricht wer weise ist, wer Gott sich ergeben hat. Von diesem Schild prallen alle Pfeile der Widerwärtigkeiten zurück.



    3. Niemals wirst du zu wahren Tugenden gelangen, wenn du dir nicht Gewalt antust, und mit großer Geduld dich bewaffnest. Fasse also jeden Tag ernsthafte Vorsätze hierüber, und lerne im Buch des Kreuzes Jesu Christi Geduld in Liebe üben. Dringend ermahnt hierzu der große, von Gott erleuchtete Apostel, der die Ungeduld "eine Wurzel der Bitterkeit" nennt; weil aus ihr Eigensinn und Launen hervorgehen, die einer christlichen Seele unwürdig sind, und das Leben wahrhaft verbittern. Auch gibt er uns zu Führern die Liebe Gottes und die Geduld Jesu Christi (2. Thessalonicher 3,5). An einer anderen Stelle aber spricht er: "Er gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt." (Kolosser 1,11) Denn nur die Geduld erringt die himmlische Krone. Lukas 21,19: "Wenn ihr geduldig bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum06.02.2026 21:32
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 7. Februar



    Allerheiligste Jungfrau, holdseligste Mutter und Fürsprecherin, die du alle Geschöpfe an Reinheit übertroffen hast, wunderbare Mutter ohne Sünde und ohne Makel, bitte für mich schwachen, zu allem Bösen geneigten Sünder, damit ich meinen Entschluss, deinen göttlichen Sohn durch keine lässliche Sünde freiwillig zu beleidigen, getreulich ausführe. Amen.



    Kirchengebet am 7. Februar



    O Gott, der Du Deine seligen Diener Jakob und Wilhelm zu unbesiegten Märtyrern der Eucharistie gemacht hast, gewähre durch ihre Fürsprache, dass wir würdig werden, Dir mit festem Glauben und heiligen Sitten zu dienen, indem wir die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes häufig empfangen; der Du lebst und regierst mit Gott dem Vater und dem Heiligen Geist in Ewigkeit. Amen.



    Zu Gott für den Heiligen Vater



    Gott, Du Hirt und Lenker aller Gläubigen, schaue gnädig herab auf Deinen Diener, unseren Papst, den Du zum Hirten Deiner Kirche bestellt hast: lass ihn, wir bitten Dich, durch Wort und Beispiel alle Glieder der Kirche fördern, dass er mit der ihm anvertrauten Herde zum ewigen Leben gelange, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag wurde im Jahr 1098 durch Beistand der seligsten Jungfrau das Heer der Sarazenen von den Christen bei Antiochien in Syrien geschlagen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der Heilige Vater Papst Pius IX. hat auf eine gar innige Weise die heilige Jungfrau Maria verehrt und ist von ihr dafür mehrfach beschützt worden. Der heilige Papst Johannes Paul II. hat ihn, diesen hervorragenden Nachfolger des heiligen Apostels Petrus, im Jahr 2000 seliggesprochen. Dieser Heilige Vater Pius IX., der so ruhmvoll auf dem Stuhl Petri saß, war also einer der ergebensten Diener der Mutter Gottes, und erhielt sehr früh schon von der heiligen Jungfrau die hervorragendsten Gnadenbezeigungen. Er fühlte sich zum geistlichen Stand berufen, und er hatte selbst das Gelübde vor einer Madonna abgelegt, sich diesem Stand zum Ruhm und zur Ehre Gottes widmen zu wollen. Er hatte in Rom seine geistlichen Studien begonnen. Aber der bejammernswerte Zustand seiner Gesundheit ließ ihn befürchten, nicht mehr geziemend die Funktionen des heiligen Amtes verrichten zu können. Bevor er das Subdiakonat erhielt und eine unwiderrufliche Stelle annahm, besuchte er Papst Pius VII., seinen Verwandten, dem er besonders empfohlen war. Er setzte ihm schmerzlich bewegt seine Besorgnisse auseinander. Der Heilige Vater antwortete ihm: „Mein Sohn, habe Vertrauen; bete zur heiligen Jungfrau und du wirst immer vorwärts kommen.“



    Auf die Worte des Papstes hin empfing er also das Subdiakonat und das Diakonat und doch war seine Gesundheit immer dieselbe. Acht Tage bevor er zum Priester geweiht wurde, und im Begriff sich zurückziehen zu wollen, besuchte er den Papst und teilte ihm seine Befürchtungen mit. Pius VII. antwortete ihm zum zweiten Mal: „Mein Sohn, habe noch Vertrauen, empfehle dich täglich der heiligen Jungfrau. Beginne heute ein neuntägiges Gebet zu ihrer Ehre, wir werden es auch tun. In dieser Zeit verbleibe in ruhiger Zurückgezogenheit, empfange in Ruhe und Vertrauen die Ordination, lies deine erste Messe mit Freude und zu wirst sehen, dass alles gut gehen wird.“



    Der junge Mann zog sich ganz getröstet zurück. Er trat einen Augenblick in die Peterskirche, und betete am Grabmal des Fürsten der Apostel. Dann verrichtete er in seiner Zurückgezogenheit das neuntägige Gebet zur heiligen Jungfrau, empfing die Priesterweihe, hielt seine erste Messe unter Tränen der Frömmigkeit und Dankbarkeit, und seine Gesundheit war seitdem gut und günstig. Dies bewog einen seiner Lebensbeschreiber zu sagen, dass die heilige Jungfrau ihn zum Priester und Papst gemacht habe. Seine Liebe und sein Eifer zeigten sich glanzvoll, als er Bischof geworden war. Da war es seine Glückseligkeit, seine Herde mit der Milch der Frömmigkeit zu Maria zu nähren. Er ehrte und liebte alle Vorrechte seiner teuren Mutter, aber besonders entflammte sein Eifer, wenn es sich um die Unbefleckte Empfängnis handelte. Dieses allen christlichen Herzen so teure Vorrecht war für ihn der Gegenstand besonderer und ganz herzlicher Liebe, und er predigte ihn unablässig und empfahl ihn der Verehrung aller Gläubigen.



    Als er Papst geworden war, erhielt sein Eifer für den Ruhm Mariens neuen Zuwachs. Die so sehnlichst gewünschte Erklärung von der Unbefleckten Empfängnis wurde seine wichtigste Angelegenheit. Er wendete nach dieser Richtung alle seine Sorgen und die ernstesten Gedanken. Er hatte lange mit Demut und Andachtsglut um Erleuchtung über die Bestimmung, die er treffen sollte, gebetet. Ein unnennbarer Trost kam in seine Seele, als er sah, wie wunderbar in der ganzen katholischen Welt der Wunsch erwachte, diese fromme Meinung zum Glaubenssatz erhoben zu sehen.



    Während dieser Taten vertrieb ihn die Revolution von Rom aus seinen Staaten und veranlasste ihn, einen Zufluchtsort im Königreich Neapel zu suchen. Er vernachlässigte deswegen nicht seine große Angelegenheit, er dachte im Gegenteil, dass er sie lebhafter betreiben müsse. „Denn“, sagt er, „die heilige Jungfrau hat den Kopf der Schlange unter ihren Füßen zertreten. Erhaben über alle Chöre der Engel, ihren Platz einnehmend zwischen Jesus Christus und der Kirche, voll Gnade und Anmut, hat sie immer die Christen vor feindlichen Angriffen gerettet. Wir haben die süße Zuversicht, dass sie mit uns Mitleid haben wird gemäß jener unveränderlichen Zärtlichkeit, die ihr mütterliches Herz erfüllt, und dass sie von uns abwenden wird die grausame Not, die Plagen des göttlichen Zornes und den schrecklichen Sturm, der über die Kirche hereinbricht, und dass sie unsere Trauer in Freude verwandeln wird.“



    Und er wiederholte die Worte des heiligen Bernhard: „Unser Vertrauen ist ganz auf die heilige Jungfrau gegründet, denn in ihr hat Gott die Fülle alles Guten niedergelegt.“ Er ermunterte zugleich alle Bischöfe, feierliche Gebete zu veranstalten, und er bat sie dringend, ihm zu schreiben oder vielmehr ihm zu sagen, wie beschaffen die Verehrung für die Unbefleckte Empfängnis in ihren Diözesen sei, welcher ihr Wille und Wunsch sei in Betreff dieser Erklärung.



    Die Hoffnung, die der Heilige Vater auf Maria gebaut hatte, wurde nicht enttäuscht. Sie zerstreute den Sturm, der ihn von seinen Staaten fernhielt. Der Aufstand wurde durch die französischen Truppen unterdrückt, und um zu zeigen, dass dies das Wort Mariens war, ereignete sich dies am Tag der Heimsuchung Mariens, am 2. Juli. Zum Gedächtnis dieses Ereignisses erhob Pius IX. die Feierlichkeit dieses Festes zu einem Festtag zweiter Reihe nach dem Kirchengebrauch.



    Endlich hat unser geliebter Papst beschlossen, dem sehnlichen Wunsch seines Herzens nachzukommen und so vielen frommen Aufforderungen Genüge zu leisten. 1854 wurden die Bischöfe der katholischen Welt eingeladen, sich nach Rom zu begeben zur Zeit des jährlichen Festes der Empfängnis Mariens, um die Huldigung, die er Maria darbringen wollte, feierlicher zu machen und die Bischöfe dem Triumph Mariens beiwohnen zu lassen. Und, um in reichlicherem Maße Erleuchtung und Beistand von Oben zu erhalten, ordnete er neue Gebete an, und gab einen Ablass ganz in Form eines Jubiläums. Es gab außerdem in diesem Jahr eine Menge Unglück. Hunger, Pest und Krieg verheerten die christliche Welt. Er hielt es für das größte Heilmittel dieser Übel, wenn er den Kult und den Ruhm der heiligsten und unbefleckten Jungfrau Maria vermehre.



    Der schönste Tag seines Lebens war der 8. Dezember 1854. Jeder Teil der katholischen Welt hatte ihm einen seiner Bischöfe gesendet. Pius IX. brachte mitten unter ihnen das heilige Messopfer dar in der ungeheuren Peterskirche. Nach dem Evangelium bestieg der Papst seinen päpstlichen Thron. Die vierhundert Bischöfe und niederen Prälaten richteten ihre Augen auf ihn. Achtzigtausend Gläubige lauschten seinen Worten. Aber seine Stimme versagte ihm, Tränen benetzten sein Antlitz, seine Rührung hat den höchsten Grad erreicht. Er musste das Lesen einige Minuten aussetzen. Aber dann ist er überglücklich, endlich auf unwiderrufliche Weise das schönste Vorrecht Mariens verkünden zu können.



    https://www.heiligen-legende.de/pius-ix-papst/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Petrus Damianus, ebenfalls ein Heiliger, hat uns das Leben des heiligen Romuald fünfzehn Jahre nach dessen Tod beschrieben.



    Sergius, aus herzoglichem Geblüt, ein ehrgeiziger und rachgieriger Mann, der in Ravenna lebte, forderte einen nahen Verwandten, von dem er sich beleidigt hielt, zum Zweikampf heraus. Die Herausforderung wurde angenommen. Und der junge Romuald, der als Sekundant seines Vaters Sergius bei dem Zweikampf dabei war, sah es, wie sein Vater den Vetter ums Leben brachte. Angst und Entsetzen überfielen ihn, und nur der Entschluss, für den Vater zu büßen, linderte in ihm die Gewissensqual. Da machte er es mit sich selbst aus, dass er für den Vater vierzig Tage in irgendeinem Kloster Bußübungen verrichten wollte, um des Vaters Blutschuld zu sühnen. So begab er sich unmittelbar nach dem Ende des Kampfes in das etwa eine Stunde von Ravenna entfernte Benediktinerkloster des heiligen Apollinars.



    Romuald wurde geboren im Jahr 956. Außer dass er in allen ritterlichen Übungen bestens unterrichtet worden ist, sorgte man wenig für seine Erziehung. Im Gegenteil, er wurde durch Beispiel und Umgebung zu allem möglichen Müßiggang und zum sorglosen Genuss aller Freuden der Welt verleitet. Er wusste nichts davon, was es heißt, Verzicht und Bescheidenheit zu üben. Als er im Kloster des heiligen Apollinars dem Ende der vierzigtägigen Bußzeit mit großer Sehnsucht entgegensah, lachte er über die Idee eines Laienbruders, der ihn dazu bewegen wollte, im Kloster zu bleiben, und ihm die Gefahr für seine Seligkeit vor Augen führte, wenn er wieder in die Welt zurückkehren würde. Der Laienbruder sagte dann weiter in seiner frommen Einfalt zu Romuald: „Was würdest du mir geben, wenn ich dir unseren heiligen Apollinaris leibhaftig und lebendig zeigen würde?“ – „Wenn du mir den Heiligen so zu zeigen vermagst“, entgegnete Romuald, „so verspreche ich dir, im Kloster zu bleiben.“ Die darauf folgende Nacht bringen beide nach Verabredung in der Kirche zu. Als die Mitternachtsstunde schlägt, erhellt ein außerordentlicher Glanz die Kirche, und der heilige Bischof Apollinaris erscheint in seinem bischöflichen Ornat von himmlischem Schimmer umgeben, ein Rauchfass in den Händen, womit er alle Altäre beräuchert und danach wieder verschwindet. Romualdus, von diesem Gesicht ganz durchdrungen und erschüttert, wirft sich vor dem Altar der Mutter Gottes auf die Knie und gelobt da, von Stunde an im Kloster zu bleiben und ein Benediktiner zu werden.



    Romuald war zwanzig Jahre alt, als er den Ordenshabit annahm. Lange weigerte sich der Abt und das Convent ihn aufzunehmen, aus Furcht vor dem Zorn seines mächtigen und grausamen Vaters. Endlich aber gaben sie seinem standhaften Verlangen nach. Aber nicht lange, so ärgerten sich seine Mitbrüder über seine große Zurückgezogenheit und Strenge. Man hatte von diesem vornehmen, ganz weltlich erzogenen und verweichlichten Jüngling einen so großen Bußeifer, so ungemeine Härte gegen sich selber und eine so besondere Abtötung nicht erwartet. Da Romuald merkte, dass seinetwegen Überdruss und Uneinigkeit in das Kloster kam, verließ er dasselbe und begab sich mit Erlaubnis seiner Oberen in eine Wildnis im venezianischen Gebiet, wo er den heiligen Einsiedler Marius, einen gutmütigen, aber rohen Mann, als seinen geistlichen Vorgesetzten anerkannte. Dieser trug ihm die schwersten und widersinnigsten Arbeiten auf. Täglich musste Romuald mit Marius den ganzen Psalter beten; und wenn er sich dabei im Geringsten etwas vertat, gab Marius seinem Schüler eine derbe Ohrfeige. Dieser hielt es willig aus und ohne die geringste Äußerung von Empfindlichkeit. Nur bat er endlich seinen Meister, er möchte ihm in Zukunft auf das rechte Ohr schlagen, damit er an dem linken das Gehör nicht gänzlich verliere. Jetzt erkannte Marius seine unnötige Strenge und behandelte von nun an seinen Schüler viel nachsichtiger. Zu dieser Zeit kam Urseolus, das Haupt der venezianischen Republik, zu Romuald in die Einöde. Diesen bewegte Romuald, weil er zum Tod seines Vorgängers Candianus viel beigetragen hatte, dass er die Stelle eines Oberhauptes der Republik aus freien Stücken niederlegte. Urseolus verließ mit Gradanus, seinem vertrauten Freund, Venedig. Beide schifften sich mit Romuald und Marius ein und begaben sich nach Katalonien. Im Kloster St. Michael zu Cason angekommen, blieb Urselous mit seinem Gefährten im Kloster unter der Leitung des Abts Quärinus. Romuald und Marius begaben sich in eine nahe Einöde, wohin ihnen viele andere nachfolgten, um dort mit ihnen gemeinschaftlich Gott zu dienen. Romuald gewann den Abt Junianus ebenfalls für seinen Oberen, und wurde von ihm angehalten, die Unterweisung seiner Gefährten auf sich zu nehmen. Er nahm sich vor, nach der Weise und Strenge der alten Einsiedler, deren Leben er fleißig las, in aller Einfalt zu leben. Er fastete immer fort, wachte fast die ganze Nacht hindurch, brachte seine Zeit mit Ermahnen, Unterweisen, mit Handarbeit, Lesen und dem Gebet zu, und hatte sehr viel von den Anfechtungen der höllischen Geister zu leiden.



    Als Romuald gehört hatte, dass sein Vater aus Antrieb der göttlichen Gnade sich in ein Kloster begeben hatte, um dort für sein vorheriges Sündenleben zu büßen, wie ihm aber dieses Klosterleben verleidet sei, und er im Sinn habe, in die Welt zurückzukehren, da begibt er sich eilig zurück nach Italien, besucht seinen Vater in dem Kloster, und redete ihm so dringlich ans Herz, dass er doch in seinem Entschluss, Gott im Kloster sein noch übriges Leben zu dienen, weiter bleiben möchte, so dass der Vater einwilligte und auch bald darauf in Gegenwart des Sohnes bußfertig starb.



    Sobald nun bekannt war, Romuald sei wieder in sein Vaterland zurückgekehrt, da strömten von allen Seiten Leute hinzu, die verlangten, unter seiner geistlichen Leitung zu stehen, so dass man wegen der großen Anzahl der Novizen einige andere Klöster errichten musste. Romuald stand dem Kloster Bagni vor, nicht weit von Sassia, aber nicht lange. Seine strenge und ernste Aufsicht erbitterte die Mönche so sehr, dass sie ihn sogar aus dem Kloster verstießen. Durchdrungen vom bitteren Schmerz, glaubte sich der Heilige für die geistliche Leitung anderer ganz untauglich, und nahm sich vor, von nun an sich nur seinem eigenen Seelenheil zu widmen. Er begab sich deshalb ganz allein nach Commaglio, von da in die Appeninen und endlich auf die kleine Insel Verra. Kaiser Otto der Dritte und der Erzbischof von Ravenna ließen ihn aufsuchen, und nachdem man ihn endlich gefunden hatte, musste er auf Verlangen der Religiosen neuerdings als Abt das Kloster zu Klassis regieren. Aber auch diesen war seine Regierung zu streng, und sie zwangen den Heiligen, sein Amt wieder niederzulegen. Indessen bekehrten sich auf sein Zureden viele vornehme Herren. Unter diesen der Graf von Alibam, der sich in das Kloster auf dem Berg Cassino begab. Mehrere Adlige folgten seinem Beispiel.



    Der Fürsprache des heiligen Romuald hatte Tivoli es zu verdanken, dass diese Stadt der zürnende Kaiser nicht zerstörte. Denn in solchem Ansehen stand der Heilige bei dem Kaiser, dass dieser auf das Geheiß des heiligen Romuald von Rom aus barfuß auf den Berg Gangeno zu St. Michael wallfahrtete, um dadurch öffentlich kund zu tun, wie sehr er bereue, dass er den Senator Creszentius wider das gegebene Versprechen habe hinrichten lassen.



    Romuald begab sich nach Pavenzo in Istrien in ein von ihm gestifteten Kloster, und blieb da drei ganze Jahre von allem Umgang mit der Welt entfernt; er hatte sich selber eingesperrt.



    Hier nahm er durch Gebet und Betrachtung göttlicher Dinge in der Vollkommenheit des innerlichen geistlichen Lebens zu. Gott schloss ihm den Verstand der heiligen Schrift in schwierigen Stellen auf, und erteilte ihm die Gabe der Weissagung, so wie auch die Gabe einer so reumütigen Zerknirschung bei dem Andenken an die Sünden seiner Jugendjahre, dass er sich nicht mehr traute, öffentlich Messe zu lesen, weil ihm so leicht dabei ein lautes Schluchzen und Weinen ankam. Man hörte ihn wohl hundertmal den Tag hindurch laut seufzen und aufschreien im Übermaß der göttlichen Liebe, von der er durchdrungen war: „O mein süßer Jesus! O Gott meines Herzens! O mein liebster Heiland! Freund der Auserwählten! Du Trost der reinen Seelen! Süßester Jesus! Du einziges Ziel all meines Wünschens und Verlangens!“ – Nach den drei Jahren wurde er neuerdings genötigt, zu Arvinto ein Kloster zu stiften. Dort hörte er von dem Martertod seines Jüngers, des Heidenapostels Bonifatius; und nun machte er sich, versehen mit päpstlicher Vollmacht, voll hitzigen Verlangens sogleich auf nach dem Ungerland, um dort ebenso wie Bonifatius für seinen lieben Gott und Heiland sein Blut zu vergießen. Auf dem Weg wurde Romuald so sehr krank, dass er seine Reise beenden musste. Er musste zurückkehren, gedrängt von dem überall herbeiströmenden Volk, das ihn sehen und Gottes Wort von ihm hören wollte. Von allerhand Leiden gedrängt begab er sich in ein Kloster auf dem Berg Sykia, lebte da vier Monate in strenger Buße und schrieb eine Auslegung über die Psalmen. Die Handschrift des Heiligen wird jetzt noch in Kamaldoli aufbewahrt.



    Damals geschah ihm Folgendes: In einem wilden unbesuchten Bergtal in den Appeninen im Florentinischen Gebiet schläft der heilige Romuald, als er den Berg Sykia verlassen, ermüdet von der beschwerlichen Reise. Außer dem Rauschen eines Waldbaches, an dessen Saum er eingeschlafen war, schweigt alles weit in der großen Wildnis um ihn her. Da werden dem Schwerbekümmerten die Augen des Geistes aufgetan, und er sieht, wie einst der Patriarch Jakob, der mit schwerem Herzen das Haus seiner Eltern verlassen hatte, eine Leiter, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Die Leiter hinauf stiegen seine Jünger in weißen Kleidern. Romuald erwacht, eröffnet seinen Jüngern das Gesicht, gibt ihnen eine weiße Kleidung und stiftet nach dem Namen des Ortes Kamaldoli, wo er die Erscheinung hatte, den Kamalduenser-Orden.



    Von Arbeiten und hohem Alter gebeugt begab sich Romuald in das Kloster zu Val de Castro. Da baute er sich eine eigene Zelle samt einer Kapelle, und bereitete sich auf seinen Tod vor, dessen Stunde er, von Gott erleuchtet, voraus sah. Obschon seine Schwäche zunahm, ließ er doch von seinen bisherigen strengen Bußübungen nicht ab, schlief auf bloßer Erde, und schickte, so viel er konnte, die Krankenwärter und alle, die ihm Erleichterung verschaffen wollten, von sich weg. Da dachte er bisweilen an sein voriges Leben zurück und wie wunderbar ihn der barmherzige Gott zu sich gezogen und geleitet habe; und wie er zur Zeit, da er noch ganz der Begierde dieser Welt diente und von Christentum und Religion wenig oder nichts kannte, wenn er während der Jagd sich in großen Wüsten und Wäldern verlor, eine unbeschreibliche, unerklärbare Sehnsucht in sich verspürte, in diesen wüsten Wäldern, entfernt von allen Menschen, sein Leben zuzubringen.



    Am letzten Tag seines Lebens schickte Romuald die zwei Ordensbrüder, die gerade für ihn sorgten, von sich, und verlangte von ihnen, dass sie am morgigen Tag zurückkehren sollten. Diese aber wollten den heiligen Vater nicht beleidigen und doch den Kranken nicht in seiner Not verlassen. Sie blieben darum außerhalb der Zelle lauschend stehen und hörten, wie er durch Gebet und Liebesseufzer sich mit Gott eifrig unterhielt. Auf einmal wurde alles still, die Mönche eilten hinein und fanden den Heiligen soeben verschieden.



    Der heilige Petrus Damian, der wie Romualdus aus Ravenna gebürtig war und ihn kannte und fünfzehn Jahre nach dessen Tod sein Leben beschrieb, sagt, dass der heilige Romuald hundertundzwanzig Jahre alt geworden sei. Er verschied am neunzehnten Heumonat 1032. Da aber auf den Tag das Fest der heiligen Martyrer Gervasius und Protasius trifft, wurde das festliche Andenken des heiligen Romuald vom Papst Clemens VIII. auf den siebten Februar versetzt, an dem Tag sein heiliger Leichnam im Jahr 1466 noch ganz unversehrt gefunden und zur Verehrung auf den Altar erhoben wurde.



    https://www.heiligen-legende.de/romuald-honesti/

  • Vom Reich GottesDatum06.02.2026 08:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom geduldigen Tragen des Kreuzes



    Herr, deine strenge Prüfung ist gerecht,

    Du schlägst mich, dass du meine Wunden heilest.

    Treu küsset deine Vaterhand dein Knecht,

    Weil, nach der Strafe, Gnade du erteilest.



    1. Warum brichst du in bitteren Unmut aus, wenn nicht alles nach deinem Wunsch ergeht? Weißt du etwa nicht, dass du hier im Land der Prüfungen bist, und dass ohne Kreuz keine Tugend, ohne Geduld kein Verdienst möglich ist? So trage denn das Kreuz, das Gott dir auferlegte, mit Geduld, denn keins ist dir heilsamer, keins deinen Kräften so angemessen. Nichts auch gewinnst du, wenn du es abwirfst, denn unfehlbar würdest du ein noch lästigeres finden. Wer ist je in dieser Welt ohne Kreuz? Du findest es in den Burgen der Könige, wie in den Hütten der Armen, denn da alle nur durch das Kreuz selig werden, stellte die göttliche Vorsehung es überall auf.



    2. Gott züchtigt diejenigen, die er liebt. Liebte er dich nicht, so züchtigte er dich nicht, und nicht mehr gehörst du zur Anzahl seiner Kinder. Nie zürnt Gott einen Sünder schwerer, als wenn er ihn nicht mehr straft, denn er bestraft nur darum in der Zeit, damit er in der Ewigkeit schone. Immer auch sucht er mit seiner Gnade diejenigen heim, die er durch Strafen heimsucht, darum küsst eine geduldige Seele immer dankbar seine Vaterhand. Erschauderst du vor dem Kreuz, so entsagst du der Religion, deren Siegel das Kreuz ist, und entsagst dem Himmel, wohin nur die Fahne des Kreuzes führt.



    3. Was also klagst du? Was verlangst du? Willst du auf einem anderen Weg in den Himmel eingehen, als auf dem, worauf Jesus mit seinen Heiligen eingingen? So ergib dich denn den Händen Gottes mit Vertrauen. Niemand meint es besser mit dir. Er sieht dein Leiden in seinem ganzen Umfang. Aber er sieht auch die Liebe oder den Unmut mit dem du es erträgst. Er ist mächtig und weise, er kann und wird dich auch befreien, wenn seine Weisheit es dir als heilsam erkennt. Erkennt sie aber das Gegenteil: wer bist du denn, ihm zu widerstehen? Ist er nicht dein allerhöchster Herr, dein Vater, dein Richter? Apostelgeschichte 14,22b: "Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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