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  • Tages-Gebete Datum01.01.2026 23:35
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Die heilige Angela von Foligni,


    Gebet am 2. Januar




    Gütigste und mildeste Mutter, ich bitte dich nicht um Reichtümer, um Ehren und andere Güter dieser Welt. Ich bitte dich nur um die Gnade Gottes, um die Liebe zu deinem Sohn, um die Erfüllung seines Willens, um den Himmel, damit ich Gott die ganze Ewigkeit hindurch lieben kann. Wäre es möglich, dass du mich nicht erhörst? Nein, nein, ich hoffe, dass du mich schon erhört hast, dass du schon für mich betest, dass du mir schon die Gnade, um die ich dich bitte, verschafft hast, dass du mich schon in deinen Schutz genommen hast. O meine Mutter, verlasse mich nicht, fahre fort, so lange für mich zu beten, bis du mich selig zu deinen Füßen im Himmel siehst, wo ich dich preisen, wo ich dir danken werde die ganze Ewigkeit hindurch. Amen.



    Zu Gott




    Wir bitten Dich, o Gott, lass uns aus den Versuchungen Vorteil ziehen, und bei den Schwierigkeiten dieses Lebens an die ewige Herrlichkeit denken, die du Deinen Dienern im Himmel bereitet hast, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    2. Januar - Der heilige Makarius,



    Einsiedler, sprach zu einem Schüler, der wegen vieler Zerstreuungen das Gebet ganz aufgeben wollte: "Nein, verlängere es vielmehr, und sprich zum Herrn: Wenn ich schon keine Ruhe und keinen Trost dabei habe, so will ich es doch aus Liebe und Gehorsam nicht unterlassen, aber tun, was ich kann."

    Lass auch du nicht ab von Gebet und Betrachtung, wenn du keine Andacht fühlst, ja gleichsam nur aus Zwang dabei aushältst. Erst wenn das glühende Metall erkaltet ist, kennt man genau, ob es Gold oder Eisen ist: So zeigt die Seele im Gebet, wenn sie kalt und trocken ist, und dennoch aushält, ob sie es aus reiner Liebe Gottes verrichtet.

    Prüfe dich, ob du das Gebet unterlässt, abkürzt, oder traurig und mutlos wirst, wenn dir dabei nichts zusammengeht, wenn du recht zerstreut bist, also mehr eigene Befriedigung und Trost, als nur allein Gott suchst?

    Bete um Aushalten und Bleiben im Gebet.



    Bist du trocken im Gebet,

    Halte aus, unterlass es nicht,

    Wenn die Prüfungs-Stund vergeht,

    Kommt Licht, Trost und Zuversicht.




    Die heilige Angela von Foligni,



    eine Jungfrau, hatte schwere, innere Versuchungen von Zorn, Trockenheit und Unlauterkeit zu bestehen, die sie so sehr bedrängten, dass sie oft weder Glaube, noch Liebe, noch Zuversicht zu Gott mehr zu haben wähnte, und mit einer Menge von Sünden sich hoffnungslos bedeckt sah; - aber sie vertraute fest, demütigte sich unter der Hand des Herrn, und der böse Feind wich.

    Sei nicht traurig und zaghaft in Versuchung, greife mutig zur Arbeit, bete innig zu Gott, und laufe nicht hin und her um menschlichen Trost und Hilfe! - Vögel, die sich zum Himmel erheben, können nicht im Netz gefangen werden; so der Mensch in der Versuchung, wenn er sein Herz innig zu Gott erhebt.

    Prüfe dich, ob du bei Versuchungen, wie Jesus in der Wüste, am Ölberg, dich gleich recht sammelst zum Gebet, fest entschlossen, nicht einzuwilligen? - Gott sprach zu Paulus: "Meine Gnade genügt dir." - Hebe dein Herz, deine Hände, deine Tränen zum Himmel, sie zu erbitten.

    Bete in Versuchungen bei Gott ernsthaft Hilfe zu suchen und zu finden.



    In Versuchung treu,

    Vom Verzagtsein frei,

    Von den Sünden fern,

    Standhaft bleib beim Herrn!



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Die Kirche wollte zu dieser Zeit bis auf Mariä Lichtmess das Andenken der wundervollen Niederkunft der jungfräulichen Mutter erhalten, wie dies aus der für diese Zeit bestimmten Präfation in der Heiligen Messe und aus den in den priesterlichen Tagzeiten so oft vorkommenden Lobsprüchen hervorgeht: Dir, o Jesus, der du von einer Jungfrau geboren bist, wie auch dem Vater und Heiligen Geist sei Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Im alten Schott fand man heute den Schluss der Achttagefeier des heiligen Erzmartyrers Stephanus. Nebenher begeht die Kirche das Gedächtnis des heiligen Makarius. Fremd klingt der Name im Ohr. Nur in Griechenland und in den angrenzenden Gegenden gibt es noch manche, die den Namen Makarius tragen, der übrigens ein sehr schöner Name ist, denn Makarius bedeutet auf Deutsch „Hans im Glück“.



    Der heilige Makarius war wirklich ein rechter Hans im Glück, ähnlich und doch ganz verschieden von jenem Hans im Glück, der im Märchen vorkommt. Dieser vertauschte bekanntlich den Goldklumpen mit einem Pferd und das Pferd mit einem Schwein und das Schwein mit einer Gans, und schließlich hatte er nichts mehr. Das war nicht gerade klug, viel klüger war dagegen der heilige Makarius, der lebenslang auch tauschte, aber stets das Geringere gegen Besseres eintauschte.



    Makarius, der ungefähr vor sechzehnhundertfünfzig Jahren in der Weltstadt Alexandrien am Mittelmeer geboren wurde, begann frühzeitig mit dem Tauschen. Als Zehnjähriger erhielt er einmal eine Schachtel voll süßer Feigen zum Geschenk. Was mag er mit den Feigen gemacht haben? Er aß sie nicht, sondern verkaufte sie, und für das Geld, das er dafür erhielt, kaufte er sich zwei andere Schachteln Feigen, die er wieder verkaufte, und für den neuen Erlös bekam er schon vier Schachteln Feigen, und so weiter im ständigen Einkauf und Verkauf. Das war der bescheidene Anfang des späteren großen und stadtberühmten Obst- und Feinkostgeschäftes Makarius & Co. zu Alexandrien.



    Makarius war also ein Hans im Glück, der durch den Ein- und Umtausch von Waren mit der Zeit ein schwerreicher Mann wurde. Während er als Junge bettelarm war, besaß er mit dreißig Jahren bereits eine großmächtige Villa am Meer und nannte Kisten und Kästen voll Gold und Silber sein Eigen.



    Makarius war wirklich ein Hans im Glück, glücklich war er aber trotzdem nicht. Wenn der Großkaufmann Makarius tagsüber mit den Händlern um den Wareneinkauf verhandelte oder die Bediensteten im Laden beaufsichtigte oder den Kunden den Hof machte, so fühlte er sich ganz in seinem Element. Anders aber erging es ihm an den betriebslosen, stillen, langen Abenden. Da saß der reiche Mann Stunde um Stunde trübselig neben dem trübseligen Öllämpchen, wie man sie damals hatte, und langweilte sich, und alles ekelte ihn an, das Geschäft, das Geld und überhaupt das ganze Leben. Wozu alle Unruhe und Unrast Tag um Tag, wenn zum Schluss nichts weiter übrigblieb als der öde Geldplunder?



    Von dieser Art waren die Gedanken, die sich der Kaufmann Makarius mit jeder Woche mehr machte, und eines Tages war er es satt, er verschenkte alles, was er besaß, alles aus der Villa und alles aus dem Laden. Solch einen Ausverkauf hatte die Weltstadt Alexandrien noch nicht erlebt, und weil die Waren nichts kosteten, strömten die Kunden in Menge herbei. Hinter dem Rücken des Kaufmanns Makarius tippten sich die Leute auf die Stirn, aber um so lieber bedienten sie sich selbst kostenfrei in den reichen Auslagen des Großgeschäftes. Auf diese Weise wurde der reiche Kaufmann an einem einzigen Tag arm.



    Gleich darauf verschwand Makarius aus der Stadt, und niemand wusste, wohin er gegangen war. Immer weniger redete man mit der Zeit von ihm, und schließlich war er vollständig vergessen. Erst dreißig oder vierzig Jahre später war sein Name plötzlich wieder in aller Mund, und man erzählte sich Wunderdinge von dem heiligen Einsiedler Makarius, der fern in der Wüste hauste, nur von Brot und Bohnen lebe, armselig in einer kleinen Höhle wohne, faste, bete, und büße, und wer den Wunsch hege, einmal im Leben einen wirklich glücklichen Menschen zu sehen, der solle zu Makarius gehen.



    Auf dieses Gerücht hin gingen auch manche Leute in die Wüste und suchten den Einsiedler auf, und was sie da sahen und erlebten, war eine Bestätigung des Geredes, denn sie fanden einen rechten Hans im Glück, der ihnen in Wort und Beispiel die beseligende Wahrheit verkündete, dass das Glück nicht im Besitz der irdischen Dinge besteht, sondern im freiwilligen Verzicht auf sie um des himmlischen Lohnes willen.



    Makarius ist ungefähr hundert Jahre alt geworden und als er starb, hatte er als kluger Lebenskaufmann so viele Verdienste erworben, dass ihm der liebe Gott dafür den Himmel eintauschte. Da war aus Makarius der ewige Hans im Glück geworden.




    Tierärzte im Nebenberuf

    (Aus: Tiere unterm Regenbogen, Aloysius Roche, 1954)




    Viele hundert Jahre lang war der heilige Blasius eigentlich „jedermanns Heiliger“, so wie der heilige Antonius oder der heilige Franziskus es in unserer Zeit sind. Besonderes Interesse an ihm hatten alle, die es mit der Medizin zu tun hatten, sicherlich, weil er auch Arzt war. Menschen, die eine Krankheit im Hals haben, wenden sich besonders an St. Blasius, und bis zum heutigen Tag wird an seinem Festtag ein besonderer Segen gegeben, als Schutz gegen solche Krankheiten.



    Sein Ruf war so groß, dass die Einwohner der Stadt in Armenien, in deren Nähe er lebte, ihn zum Bischof haben wollten. Zunächst mussten sie ihn erst einmal finden, denn er hatte so eine Art, sich an den unmöglichsten Orten zu verstecken; eine Höhle in den Bergen oder eine hohle Eiche im Wald waren ihm gerade recht. Jedenfalls ging mit Hast und Eile das Suchen los, eine ganze Menge Volk zog aus, den Einsiedler zu finden. Schließlich kamen sie zu einem hohen Hügel, an dessen Seite eine tiefe Höhle war. Hier fanden sie Blasius, umgeben von den wildesten Tieren, die ihnen bekannt waren, er aber bewegte sich frei und sicher zwischen ihnen, legte ihnen die Hand auf den Kopf und war ganz vertraut mit ihnen.



    Es kam dann heraus, dass er dort oben eine richtige Tierklinik gehabt hatte. Die Tiere hatten herausbekommen, dass Blasius ein Arzt war, und dass er auch Operationen machen konnte. Wenn also ein Löwe oder Leopard, Wolf oder Bär sich schlecht fühlte oder sich verletzt hatte, dann ging er zu Dr. Blasius am Hügel. War er am Beten, wenn die Patienten kamen, dann warteten sie geduldig, bis er geendet hatte. Er brauchte keine Medizin und keine Heilsäfte, er berührte sie einfach mit der Hand und rief den Namen dessen an, der ein jedes Tier nach seiner Art erschuf.



    Man kann ganz traurig bei dem Gedanken werden, wie es den Tieren wohl erging, als Blasius nicht mehr zu ihrer Hilfe da war. Er wurde Bischof in Armenien, ein Land, das ja für sich in Anspruch nimmt, eins der ersten gewesen zu sein, dass sich zum Christentum bekehrt habe. Leider hat dieser freundliche Mann einen grausamen Tod gehabt. Er wurde wegen seines Glaubens zu Anfang des sechsten Jahrhunderts getötet. Während er im Gefängnis auf sein Ende wartete, machte er die Operation, durch die er so berühmt wurde. Die Legende berichtet, dass er dem Sohn des Gouverneurs eine Fischgräte aus dem Hals zog. Aber ihn selbst rettete das nicht.



    Ein anderer, ihm ähnlicher Mann, der auch heilen konnte, war Makarius von Alexandrien, der fast hundert Jahre nach St. Blasius starb. Er lebte in der ägyptischen Wüste und verbrachte eigentlich all seine Zeit im Gebet. Aber er war voll praktischer Liebe und hatte ein mitleidiges Herz für alle Leidenden und Traurigen.



    Eines Abends – er betete auf seinen Knien – hörte er jemand anklopfen oder eigentlich kratzen, und das an seiner Zellentür! Ehe er noch öffnen konnte, erschien eine riesige Hyäne, die etwas im Maul trug. Sie kam direkt auf Makarius zu und legte das Paket zu seinen Füßen nieder. Es war ein sehr lebendiges Paket, das sie da hatte, und es enthielt nichts anderes als ihren eigenen Welpen. Der Mönch hob das Kleine vom Boden auf, nahm es auf den Schoß und untersuchte es sorgsam, um zu finden, was ihm fehlte. Er brauchte nicht lange dazu: das hilflose Geschöpf war blind.



    Nun kann ganz gewiss kein wildes Tier unter den andern leben, wenn es blind ist. Die meisten Tiere kommen in Höhlen oder im Bau zur Welt und öffnen die Augen erst einige Zeit nach dem Wurf, zum Beispiel das Kaninchen. Sie brauchen ja auch in dem Alter die Augen noch nicht, denn sie leben an einem dunklen, sicheren Ort. Merkwürdigerweise kann der Hase, der dem Kaninchen sonst so ähnlich ist, vom ersten Moment an sehen. Aber Hasen werden ja auch über und nicht unter der Erde geboren und müssen also gleich wissen, wenn Gefahr droht.



    Wieso die Hyänenmutter wissen konnte, was mit ihrem Welpen los war, das lässt sich wohl nur durch das Wort „Instinkt“ ausdrücken, der ja in allen Tieren sehr stark ist. Jedenfalls wusste sie es, und ihr fiel sofort Makarius ein. Sie erwischte ihr Junges am Nackenfell und trabte aus ihrem Bau über den Sand, bis sie die Zelle des Mönches erreichte. Das erste, was er tat, war, dem Kleinen die Augen zu salben. Dann betete er laut, und sogleich konnte das kleine Geschöpf seine Mutter zum ersten Mal sehen. Dann wanderten die beiden in ihren Bau zurück, aber die Mutter vergaß den Wohltäter nicht. Am nächsten Tag schon war sie wieder an seiner Tür und brachte ihm ein Schaffell, von dem sie meinte, es könne Makarius nützlich sein. Der alte Mann schüttelte den Kopf, - er war der Ansicht, dass es nicht auf rechtmäßige Art erworben war. Er hielt der Hyäne eine kleine Predigt und legte ihr das Versprechen nahe, in Zukunft Schafe in Frieden zu lassen, dann aber nahm er die Gabe an.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum01.01.2026 19:36
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der Beschneidung des Herrn



    Dein Name, Herr, glänzt an des Jahres Spitze.

    Dein Erstlingsblut gabst heut du für uns dar.

    O lehre unsre Herzen uns beschneiden,

    Und gib uns, dass durch Freuden und durch Leiden

    Wir unbefleckt durchwallen dieses Jahr.



    1. Preis und Anbetung dir, o Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, der du, die unendliche Schuld der menschlichen Natur zu tilgen, bereit warst, das Gewand der Sünder anzuziehen, und dem schmerzlichen Gesetz der Beschneidung dich zu unterwerfen. Kaum ist dein heiligstes Blut in deinen zarten Adern gebildet, so hast du bereits unter Schmerzen seine Erstlinge als ein Unterpfand vergossen, dass du es einst bis auf den letzten Tropfen für unsere Erlösung vergießen wirst. Darum empfängst du auch bei dieser heiligen Beschneidung den Namen Jesus, den Namen eines Heilandes, eines Erlösers, den sich nicht Menschen erdachten, sondern den Gottes Engel aus den himmlischen Höhen gebracht hatten, noch bevor du in der menschlichen Natur empfangen warst.



    2. Dies ist das große Geheimnis der göttlichen Milde, das von Anbeginn der Welt verborgen war, nun aber den Heiligen geoffenbart wurde (Epheser 1): dass der Allerhöchste sich selbst erniedrigte, unser Bruder im Fleisch zu werden, um in seiner, mit der göttlichen Natur persönlich vereinten Menschheit unendliche Verdienste zu erwerben, die unendliche Schuld der Menschheit zu tilgen. Darum, o Jesus, beten wir dich an und preisen deinen glorwürdigen Namen, vor dem die bösen Geister zittern, die Himmel jubeln, durch den die Erde neues Leben empfängt und vor dem alle Knie sich beugen, weil dies der einzige Name ist, durch den wir das ewige Heil erlangen können.



    3. Nur Vorbilder der Erlösung waren alle Zeremonien des alten Bundes, die der Gottmensch Jesus durch die Wahrheit erfüllte. Auch die Beschneidung im Fleisch war ein Vorbild der geistigen Beschneidung. Jesus, unser Erlöser und allerhöchster Gesetzgeber, wandelte zwar die erste, die die Vergebung der Sünde vorbedeutete, in die Taufe um, in der die Sünde erlassen wird; verpflichtete uns aber dafür zur zweiten, nämlich zur christlichen Selbstverleugnung. Beschneiden wir also alle sündhaften Gedanken, Begierden und Werke ernsthaft in unserem Herzen, denn nirgends sonst werden wir zur Anzahl seiner Auserwählten gehören. Römer 2,29: "Dies ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist, nicht im Buchstaben geschieht, und deren Lob nicht von den Menschen, sondern von Gott ist."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum01.01.2026 19:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 1. Januar



    Lehre mich, o Herr, die schmerzhafte Beschneidung Deines eingeborenen Sohnes nützlich betrachten, der auch diese Demütigung für mich erlitt. Verleihe mir seiner großen Demut wegen, dass ich von nun an Dir allein lebe und jeden noch übrigen Augenblick meines Lebens zu Deinem Dienst anwende. Amen.



    Zu Jesus Christus am Beginn des neuen Jahres



    O Jesus, Du Sohn der heiligsten Jungfrau Maria. Du heiligstes Ziel und Ende aller meiner Lebensjahre und der ganzen Ewigkeit: gib Dich mir zum neuen Jahres-Geschenk und mich Dir, auf dass nicht nur dieses Jahr, sondern alle Jahre, Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten und Augenblicke meines Lebens und meines Todes zum Dienst Deines heiligsten Namens gewidmet seien. Dein sollen sie alle sein, und alle, vereinigt mit Deinen unendlichen Verdiensten, in das unendliche Meer der heiligen Ewigkeit hinfließen, damit ich die Jahre meiner Lebenszeit mit einem glückseligen Tod beschließe, und hierauf die niemals endenden, ewigen Jahre dieser Herrlichkeit beginnen möge, zu der Du mich erschaffen hast, und um deren willen, dass ich sie erlange, Du - mein Jesus - mein Heiland geworden bist.

    Ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich über alles, und bete Dich an, mein bester und liebenswürdigster Gott. Und darum bereue ich, und wünsche, es noch mehr und über alles zu bereuen, dass ich Dich so undankbar beleidigt habe. Mein Gott und mein Alles, zur Danksagung und Genugtuung opfere ich Dir auf alle Handlungen und alle Augenblicke dieses Tages und meines ganzen Lebens. "O Jesus, sei mein Jesus, und rette mich!" (hl. Augustin)



    1. Januar - Fest der Beschneidung




    Acht Tage nach der Geburt des göttlichen Kindes wurde Ihm der Name Jesus gegeben., wie es schon vor Seiner Empfängnis der Engel angegeben hatte.

    Warum haben wir oft so wenig Segen bei der Arbeit, Erhörung im Gebet, Gelingen bei Unternehmungen? - Weil wir nicht alles, was wir tun, in Wort oder Werk, im Namen Jesu beginnen!

    Prüfe dich, ob du oft bei passender Gelegenheit sagst oder denkst: "Dir zu Liebe, mein Jesus, stehe ich auf, lege ich mich nieder, wache, bete, arbeite, esse, trinke, rede, schweige ich. Dir zu Liebe will ich dies oder das ertragen, aushalten!" - So wird alles gelingen, oder wenigstens verdienstlich sein.

    Bete täglich 1 Ave Maria zur schmerzhaften Mutter, alles im Namen Jesu anzufangen.

    Gelobt sei Jesus und Maria!



    In Jesu Namen

    Streu aus den Samen,

    In dieser Zeit

    Für die Ewigkeit!





    Die heilige Euphrosina,



    eine Jungfrau, beherzigte die Worte Jesu: "Wer Vater, Mutter oder was immer mehr liebt als Mich, ist Meiner nicht wert", - und der inneren Eingebung dabei folgend, verließ sie Haus und Hof, und lebte 38 Jahre verborgen und unbekannt in einer Zelle, worauf sie selig entschlief.

    Woher noch immer so viele Zerstreuungen im Gebet, so viele innere Unruhe und Zweifel, so wenig Erleuchtung und Antrieb, so viel Ekel und Unlust zum Guten, so wenig Mut und Ernst in Versuchung? - Das Holz gibt so lange Qualm und Rauch, bis alle innere Feuchtigkeit verzehrt ist, dann erst brennt es hell auf!

    Prüfe dich, ob du keine unordentliche Neigung oder Anhänglichkeit in deinem Herzen findest, die das Feuer der göttlichen Liebe nicht hell aufbrennen lässt? - Was dir am meisten Unruhe macht, welche Gedanken dich am häufigsten im Gebet stören? - Sage es einmal deinem Beichtvater, bitte um Rat!

    Bete um Befolgung der göttlichen Einsprechungen.



    Schließe dich ganz Christus an,

    Dann ist das Schwerste schon getan!



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Im Jahr 1492 eroberte an diesem Tag Ferdinand, König in Spanien, die für unüberwindlich gehaltene Stadt Granada auf ein Gelübde, die erste Kirche allda zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis zu erbauen, und erhielt durch die Fürbitte der seligsten Jungfrau einen vollkommenen Sieg über die Mauren.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Odo, Abt des Benediktinerordens zu Cluny in Frankreich, wurde 879 aus adeligem Geschlecht geboren und empfing im Alter von neunzehn Jahren die Tonsur nebst einem Kanonikat an der Kirche von Tours. Sodann begab er sich nach Paris und vollendete dort innerhalb von vier Jahren seine theologischen Studien. Nach Tours zurückgekommen verschloss er sich in eine Zelle, um einzig sich der Betrachtung zu widmen. Zu dieser Zeit las er die Regel des heiligen Benedikt, und alsbald war sein Entschluss gefasst, sich ebenfalls unter das süße Joch derselben zu begeben. Nach drei Jahren harter Prüfung entsagte er seinem Kanonikat und nahm im Kloster Beaume das Ordenskleid. Was er mit sich brachte, war eine Bibliothek von hundert Bänden, damals ein großer Schatz. Als der Abt Berno von Cluny starb, nötigten ihn die Bischöfe des Landes, die Leitung dieses Klosters nebst der von Massay und Deols zu übernehmen. Odo führte in den genannten Genossenschaften die Regel des heiligen Benedikt in ihrer ganzen Reinheit ein, und auch mehrere andere Klöster nahmen seine Verbesserungen an und unterwarfen sich seiner Führung, wodurch die Kongregation von Cluny, eine der blühendsten und zahlreichsten, entstand. Der Heilige war ein Mann der Liebe und behandelte, obwohl gegen sich selbst hart, seine Untergebenen nur mit Liebe. Öfters pflegte er zu sagen, wenn er sollte verdammt werden, so möchte er es lieber wegen gütiger Nachsicht, als wegen unbescheidener Strenge sein. Bei allen, die ihn kannten, in hoher Achtung stehend wurde er selbst von Päpsten und Fürsten geschätzt und in mancherlei Anliegen zu Rate gezogen. Er verehrte mit besonderer Andacht den heiligen Martin von Tours. Daher ließ er sich, als er seine Todesstunde nahe fühlte, in diese Stadt bringen, wo er am 18. November 942 starb und in der Kirche des heiligen Julian begraben wurde.

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  • Thema von Blasius im Forum Vorträge



    Am letzten Tag des Kalenderjahres und kurz vor dem Ende des Heiligen Jahres 2025 hat Papst Leo XIV. bei der Generalaudienz Bilanz gezogen. Zwischen dem Gedenken an Papst Franziskus und dem Gebet für die Krisenherde der Welt rief er dazu auf, das „Ja“ zu Gott in tätige Nächstenliebe zu verwandeln.
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    Wortlaut: Die letzte Generalaudienz des Papstes im Jahr 2025
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    Mario Galgano - Vatikanstadt

    Es war eine besondere Generalaudienz: An diesem Mittwochmorgen versammelten sich Tausende Gläubige zum letzten Mittwochs-Rendezvous des Heiligen Jahres 2025. Papst Leo XIV. nutzte diesen Moment am Silvestertag, um auf ein Jahr zurückzublicken, das die Kirche geprägt hat. Er erinnerte an die freudigen Pilgerströme des Jubiläums ebenso wie an die schmerzlichen Zäsuren – allen voran den Tod seines Vorgängers Papst Franziskus im April sowie die anhaltenden Kriege auf dem Planeten.

    In seiner Katechese betonte das katholische Kirchenoberhaupt, dass das Ende eines Jahres mehr als ein Kalender-Wechsel sei; es sei eine Einladung zur „einfachen und ehrlichen Gewissensprüfung“. Vor dem traditionellen Gesang des Te Deum am Silvesterabend mahnte der Papst, weltliche Dankbarkeit nicht mit christlichem Lobpreis zu verwechseln. Während weltliche Hoffnung oft nur das eigene Interesse im Blick habe, öffne die Liturgie den Raum für „Lob, Staunen und echte Dankbarkeit“.


    (@Vatican Media)
    Das Erbe des Weges
    Papst Leo reflektierte über das zentrale Symbol des vergangenen Jahres: den „Weg“. Die Millionen Pilger, die an das Grab des Apostelfürsten Petrus gekommen seien, erinnerten daran, dass das ganze menschliche Leben eine Reise sei, deren Ziel „Raum und Zeit übersteigt“.

    Ein weiteres starkes Zeichen sei das Durchschreiten der Heiligen Pforte gewesen. Für den Papst ist dies nicht nur ein ritueller Akt, sondern ein persönliches „Ja“ zu einem neuen Leben aus der Gnade. Dieses „Ja“ müsse sich in der Liebe zum Nächsten beweisen. Er zitierte hierbei den heiligen Paul VI.: „In diese Definition ist jeder Mensch eingeschlossen, der Hilfe braucht – auch wenn er uns lästig oder feindlich gesinnt ist.“


    (@Vatican Media)
    Ein Aufruf zur Freude
    Trotz der „Kriegsszenarien“, die das Jahr erschüttert haben, schloss der Papst mit einer Botschaft der Freude und des Trostes. Er griff die Worte des heiligen Leo des Großen auf, wonach sich an Weihnachten der Heilige über seinen Lohn freuen dürfe, der Sünder über die angebotene Vergebung und der Schwache über die Kraft, die Gott ihm schenke.

    Zum Abschluss des Heiligen Jahres, das Papst Franziskus unter das Motto der Hoffnung gestellt hatte, fasste sein Nachfolger die Kernbotschaft in einem einzigen Wort zusammen: Liebe. „Gott hat auf mich gewartet, und ich habe ihn wiedergefunden! Gott ist Barmherzigkeit, Gott ist Vergebung“, rief er den Gläubigen zu. Diese Gewissheit solle die Menschen nicht nur über die Schwelle zum Jahr 2026, sondern durch ihr ganzes Leben begleiten.

    (vatican news)


    https://www.vaticannews.va/de/papst/news...laeum-jahr.html

    Alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen im Neuen Jahr
    Dir Aquila, allen Mitgliedern, Leserinnen und Leser,
    wünscht- Blasius

  • Vom Reich GottesDatum31.12.2025 08:32
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Am letzten Tag des Jahres



    Wie schwand das Jahr dahin in Blitzeseile.

    Wo ist die Frucht, die du gesammelt hast?

    Vermehrtest du nicht deiner Schulden Last?

    Kein Jahr vielleicht kommt mehr zu deinem Heil.



    1. Durch deine Barmherzigkeit, o Gott, mein gütiger Schöpfer, gelangte ich bis zu diesem letzten Tag des scheidenden Jahres. Preis sei deiner unendlichen Güte, die das Leben bis auf diese Stunde mir geschenkt, und jeden Tag dieses Jahres durch neue Wohltaten gesegnet hat. Wie, o lieber himmlischer Vater, soll ich alle diese Gnaden dir vergelten. Wie viele Gefahren hast du gnädig von mir abgewendet. Wie oft bist du in meinen Nöten mir zu Hilfe gekommen. Wie väterlich hast du für mich gesorgt. Wie oft meine Sünden und Fehler mir liebevoll verziehen. Wie oft mein Herz durch deine heiligen Einsprechungen erleuchtet und zum Guten angezogen. O sei gepriesen, ewige Barmherzigkeit. Es danke dir an meiner Stelle dein eingeborener Sohn und der ganze himmlische Hof, da ich nicht vermag, auch nur für eine Wohltat dir würdig zu danken.



    2. Verzeihe mir auch, o ewige Güte, allen Undank, alle Sünden, wodurch ich im Verlauf dieses Jahres deine göttliche Majestät beleidigte, und meine große Lauigkeit in deinem heiligen Dienst. Denn in Zerknirschung meines Herzens bekenne und bereue ich in deiner göttlichen Gegenwart, dass ich deiner selten gedachte, dass ich deine heiligen Gebote öfters übertrat, von meinen ungeordneten Begierden mich hinreißen ließ, hart und lieblos gegen meinen Nächsten war, und durch viele Gedanken, Worte und Werke mich versündigte. Geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht, sondern erbarme dich meiner nach der Fülle deiner ewigen Erbarmungen.



    3. Wie schnell, Herr, ging auch dieses Jahr vorüber. Ach, schon naht der Tod. Nicht mehr lange, und ich werde vor deinem heiligen Richterstuhl erscheinen. Vielleicht erlebe ich das Ende des beginnenden Jahres nicht. Denn wie viele, die das Ende des gegenwärtigen zu erleben hofften, sahen es nicht mehr. Darum, mein Gott, will ich das kommende Jahr als das letzte meines Lebens betrachten, und mit deiner Gnade mich jeden Tag bereit halten, auf deinen Ruf zu erscheinen. Segne, Herr, meine Vorsätze, dass ich sie zu deiner Ehre und zu meinem Heil vollbringe. Ijob 16,22: "Denn nur noch wenige Jahre werden kommen, dann muss ich den Pfad beschreiten, auf dem man nicht wiederkehrt."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum31.12.2025 08:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 31. Dezember



    Allerseligste Jungfrau Maria, wir erfreuen uns im Herzen, dass du die Lilie Nazareths zur Freude Gottes geworden bist. Denn gelang es der Esther im Alten Bund schon, durch ihre Fürbitte bei Assuer zu bewirken, dass das Volk der Juden von diesem Fürsten mit vielen Erweisungen seiner Gunst beschützt wurde: wie vieles wirst du uns erst, die wir uns im Neuen Bund befinden, von der Allmacht des allerhöchsten Herrschers, des himmlischen Vaters, zu unserem Heil erwirken können - durch deine liebevollste Fürbitte, damit wir vor seinem Angesicht Gnade um Gnade finden und durch sie dereinst das ewige Leben. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Franz Regis




    O Gott, der Du Deinem heiligen Bekenner Franziskus eine bewunderungswürdige Liebe und eine unbesiegbare Geduld gegeben hast, unzählige Beschwerden für fremdes Seelenheil zu ertragen. Verleihe uns, dass wir durch sein Beispiel aufgemuntert und durch seine Fürbitte unterstützt, endlich die Belohnungen des ewigen Lebens erlangen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Melania




    Verleihe uns, o Gott, auf die Fürbitte der heiligen Melania, dass wir alles Irdische gering achten, und nur nach dem Himmlischen streben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Silvester




    Wir bitten Dich, allmächtiger Gott, vermehre auf die Fürbitte des heiligen Silvester unsere Andacht, und führe uns zur Heiligkeit, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott am Ende des Jahres



    Gütiger Gott und Vater aller Erschaffenen, voll Demut unterwerfe ich mich Deiner allweisen Führung, und danke Dir für alle mir und allen Menschen in diesem Jahr erwiesenen Wohltaten. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Du ordnest alles zum Besten Deiner Kinder. Trübsale und Leiden sind in Deiner Hand und die gerechten Züchtigungen der Ungehorsamen, unter die auch ich gehöre. Verzeihe mir Reumütigen alle Übertretungen Deiner heiligen Gebote. Von nun an will ich mich Dir mit ganzer Seele weihen, ich will ernster streben, rein vor Deinen Augen zu leben, Dich und alle Menschen nach Deinem heiligen Willen zu lieben, um mich Deiner Liebe für die Zeit und Ewigkeit würdig zu machen. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag hat Jacobus, König von Aragonien, im Jahr 1230 durch den Schutz der seligsten Jungfrau einen herrlichen Sieg über die Sarazenen erhalten, und die balearischen Inseln ihnen abgenommen. Er hat deswegen den Orden Unserer Lieben Frau von der Erlösung der Gefangenen gestiftet, und viele Kirchen unter Anrufung der seligsten Jungfrau erbaut.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Recht sinngemäß wird das Fest des heiligen Silvester am Ende der weihnachtlichen Achttagefeier begangen, denn wie der heilige Ambrosius und der heilige Eusebius, so war auch Silvester ein machtvoller Verteidiger der Gottheit Christi gegen die falsche Lehre der Arianer, die dem Kind in der Krippe die göttliche Krone rauben wollten. Unter Papst Silvester fand im Jahr 325 zu Nicäa in Kleinasien die erste Allgemeine Kirchenversammlung statt, die zur endgültigen Verurteilung der arianischen Lehre führte. Damals wurde ganz klar die echte Lehre von der Gottheit Christi herausgestellt und als katholischer Glaube für ewige Zeiten festgelegt, dass Jesus Christus Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott und eines Wesens mit dem Vater ist. Wenn wir demnach in diesen Tagen vor der Krippe knien, so sind wir im innersten Herzen davon überzeugt und glauben und bekennen feierlich, dass Mariens Kind Gott gleich und Gott selbst ist. So hat auch der heilige Silvester als Schützer der Gottheit Christi einen passenden Platz an der Krippe zu Betlehem.



    Der Umstand, dass das Fest des heiligen Silvester auf den letzten Tag des Jahres fällt, ist ferner deswegen nicht ohne Bedeutung, weil der Heilige der Jahreswende in seinem Leben an einer Zeitenwende stand. In der Jugend hat Silvester noch die neunte und im Mannesalter die letzte und blutigste römische Christenverfolgung erlebt. Als er Papst wurde, war der Sieg des Christentums über das Heidentum entschieden. Christus war in dem dreihundertjährigen Streit unbestrittener Sieger geblieben, wie er überhaupt bis zum Ende der Welt in allen Kämpfen Sieger sein wird, denn er ist unüberwindlich stark und überdauert alle Gegner bis in Ewigkeit. Diese Tatsache muss uns am Ende des Jahres den katholischen Rücken straffen, und wenn selbst die ganze Welt in Trümmer gehen sollte, auf den Trümmern erstände verjüngt und neu gekräftigt die katholische Kirche, die auch von den Pforten der Hölle nicht überwältigt wird.



    Der Silvestertag bildet ferner den Jahresschluss. Wieder ist heute ein Jahr vorüber. Zwölf Monate, zweiundfünfzig Wochen, dreihundertfünfundsechzig Tage sind an uns vorbeigerast wie ein Wolkenschatten auf der Heide, wie ein Schiff, das im Wasser keine Wegspur zurücklässt. Geradeso wird es im neuen Jahr weitergehen, denn die Zeit steht niemals still, und einmal wird auch in unserem Leben der letzte Tag anbrechen. Täglich sterben hunderttausende Menschen. Damit man sich ein Bild von der Zahl machen kann, stelle man sich vor, alle fünf Minuten führe ein langer, vollbesetzter Zug in die Ewigkeit ab. An unserem Sterbetag müssen auch wir in einen der Ewigkeitszüge einsteigen. Himmel, Fegfeuer und Hölle sind die Stationen, an denen der Zug hält. Die Fahrkarte schreiben wir uns selbst durch die guten und durch die bösen Werke, die wir tun. Man schaue also einmal nach, welche Station in diesem Augenblick auf der Fahrkarte steht. Sollte etwa Station Hölle darauf stehen, so lässt man am besten die Karte tunlichst bald im Beichtstuhl umschreiben. Es könnte nämlich sein, dass wir bereits in den nächsten Tagen abreisen müssen. So ernst sind die Gedanken, die sich am Jahresende dem besinnlichen Menschen aufdrängen.



    Der heilige Silvester schließt das Jahr ab. Es ist das allerdings nur scheinbar der Fall, denn eine Legende ist wie ein Ring, der keinen Anfang und kein Ende besitzt. Da löst ein Tag den anderen ab, und ein Jahr reicht dem nächsten die Hand. So werden wir morgen also von vorn beginnen, und wieder werden uns die Heiligen das neue Jahr entlang begleiten, schützend und führend, aufmunternd und helfend, leicht und sicher, treu und tapfer.

    https://www.heiligen-legende.de/melania-von-afrika/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Die Legende von der heiligen Melania, die am 31. Dezember 439 starb, passt sehr gut in die Weihnachtszeit hinein, denn die Heilige hat die letzten zwanzig Jahre ihres Lebens in Jerusalem und Bethlehem zugebracht. Sie hat aus Verehrung zum göttlichen Kind von Bethlehem in der Nähe der Stelle, wo die Krippe stand, ein Kloster gegründet und hat sich vor allem dadurch bewährt, dass sie wie unser Herr Jesus Christus arm wurde aus Liebe zu den Menschen. Die heilige Melania ist eine richtige Krippenheilige.



    Melania wurde in Rom geboren im herrlichsten Palast, den es neben dem Kaiserschloss gab, und Roms reichster Mann war Melanias Vater. So reich war die Familie, dass bereits die jährlichen Einnahmen aus dem großen Grundbesitz in Italien, Spanien und Nordafrika in die Millionen gingen. Und Melania, das Milliardärstöchterchen, war als einziges Kind die Alleinerbin des Riesenvermögens. In Marmor, Gold und Silber, in Samt und Seide, bei Musik und Festen, im Schimmer ungezählter Kerzen, die sich in den Spiegelwänden der Säle verzehnfachten, wuchs das Mädchen auf, dem tausend Diener und Dienerinnen zur Verfügung standen.



    Melania interessierte sich jedoch nicht für das schöne Leben, so als wenn sie damit nichts zu tun hätte. Nur ihre Haut berührte den Reichtum, nicht ihr Herz, das sich schon ganz früh von den irdischen Dingen loslöste, um Gott allein anzugehören. Gern wäre Melania ins Kloster gegangen, aber der Vater erfüllte ihr diesen Herzenswunsch nicht und verheiratete sie in jungen Jahren nach damaligen Brauch, ohne sie zu fragen, mit dem vornehmen Römer Pinian, damit durch die Tochter das Geschlecht weiterblühe. Zu Anfang schien es auch, als ob die Wünsche des alten Mannes in Erfüllung gingen, denn Melania schenkte erst einer Tochter und im folgenden Jahr einem Sohn das Leben. Da war die Freude groß, aber dann starb die Tochter, und gleich darauf starb auch der Sohn. Die junge Mutter wollte vor Traurigkeit gar nicht mehr Leben und wurde schließlich todkrank. Als sie aber nach vielen Monaten langsam wieder gesund wurde, legte sich der Vater alt und schwach nieder und starb schließlich. In dem Augenblick, als das geschah, war Melania die reichste Frau der ganzen Welt.



    Die reichste Frau der Welt war inzwischen auch eine ganze Christin geworden. Mit der Zustimmung ihres Mannes, der von gleich guter und edler Art war, begann Melania, das ererbte Riesenvermögen auf christliche Weise zu verwenden, indem sie die Armen versorgte. In kurzer Zeit verkaufte die Milliardärin den gesamten Besitz, und der Erlös floss reichlich den Notleidenden zu. Allen Sklaven, achttausend an der Zahl, schenkte die hochherzige Frau die Freiheit. Sie aß auch mit den Sklaven am gleichen Tisch und bediente sie, wie eine Magd die Herrschaft bedient. Melania machte Ernst mit dem Christentum, und wenn sie dabei schnell verarmte, so wurde sie umso reicher in Christus, nach dessen Beispiel sie sich richtete, der, obwohl er der Herr des Himmels und der Erde ist, um der Menschen willen Knechtsgestalt annahm, der reich war und aus Liebe zum Nächsten arm wurde.



    Was in der Krippe geschehen war, wiederholte sich im Leben der treuen Christusjüngerin Melania. Die heilige Melania ist die erste in der Geschichte des Christentums, die in solch hochherziger Weise die christliche Nächstenliebe ausgeübt hat, heute noch allen Christen zum Beispiel und Vorbild.



    Wie bereits erwähnt, verlebte Melania betend und glaubend die letzten zwanzig Jahre des Lebens in Jerusalem und Bethlehem unter armseligen Verhältnissen. In einer Bretterbude wohnte sie. Mit dem Geld, das reiche Freunde ihr schenkten, unterstützte sie weiterhin die Armen und baute ein Kloster, in das sie selbst eintrat, nicht um die Vorsteherin, sondern um die Dienstmagd der anderen zu sein.



    So hat die heilige Melania in ihrem ganzen Leben das Wort des Herrn zur Wahrheit gemacht. Von ihr kann man sagen, dass sie das gleiche Denken gehabt hat, wie es Jesus Christus hatte. Darin besteht ja letzten Endes das Christentum.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    „Maria, nimm mein Kind doch lieber zu dir, als dass es schlecht wird.“ Ein hochedler Gebetswunsch einer glaubensstarken Mutter, Beltramis Mutter! Und Maria, die himmlische Schutzfrau, nahm den ihr Empfohlenen früh zu sich, jedoch nicht eher, als bis er seine Lebensaufgabe, sich und andere durch Gebet, Arbeit und Leiden zu heiligen, erfüllt hatte.



    Des ehrwürdigen Andreas Beltrami Heimat ist Omegna in der Provinz Novara in Norditalien, reizvoll am See von Orta gelegen und umsäumt von einer Krone in erhabener Schönheit ruhender Berge. Zum ersten Mal schauten sie in seinen ahnungslosen Kinderschlummer am 24. Juni 1870. Von den malerischen Reizen seiner Heimat schöpfte Andreas wohl jene Liebenswürdigkeit und jene Begeisterung für das Schöne, das ihn so sehr erfüllte und sich auch in seinen Schriften offenbarte. Während der Knabe die Realschule zu Omegna besuchte, war die Furcht nicht ganz zu bannen, sein lebhaftes Naturell werde in Leichtsinn verflattern. Als aber der gutbeanlagte Schüler der von Don Bosco gegründeten Anstalt zu Lanza bei Turin anvertraut wurde, da brachten die übernatürlichen Grundsätze und geschickten Methoden der salesianischen Erziehung alle jene Eigenschaften seines empfänglichen Gemütes und ehrlichen Charakters zur Entwicklung, die einen glänzenden Erfolg erwarten ließen. Alle Triebe der Selbstbetätigung in Ausübung des Guten wurden geweckt und sicher geleitet. Die Liebe und Verehrung zur seligsten Jungfrau, die Andreas am Wort und Beispiel seiner Mutter erlernt hatte, vertiefte sich jetzt. Seine Vorliebe für das Studium, die er allzeit an den Tag legte und die ihm Auszeichnungen einbrachte, war belebt und geadelt von dem Gedanken der gottschuldigen Pflicht. Niemand war so wie er gesammelt im Gebet, so pünktlich in der Beobachtung der Hausregel, so gelehrig gegen die Oberen, begierig ihre Ratschläge zu hören und auszuführen, so fleißig und arbeitsam. Die charakteristische Tugend aller großen Seelen, die Liebe zum Apostolat, trat unbewusst in Erscheinung. Andreas übte unter seinen Mitschülern ein Ansehen aus, das, von allen freudig anerkannt, auch die unzufriedenen und unguten Zöglinge gewann und mit ihrem Beruf versöhnte. In den Ferien brachte sein Bemühen eine katholische Volksbibliothek für seine Heimat zustande.



    Die erste Begegnung Beltramis mit Don Bosco war von tiefgehender Wirkung. Andreas war schon im ersten Jahr auserwählt, die Anstalt von Lanza beim Namensfest des ehrwürdigen Vaters in Turin zu vertreten und in einem Vortrag die Wünsche aller niederzulegen. Bosco, dessen forschendes Auge in die Tiefen der Seele zu dringen gewohnt war, ließ sich den Vortrag wiederholen und flüsterte dann dem glücklichen Zögling einige vertrauliche Worte ins Ohr, die sein Antlitz mit Röte übergossen und seine Augen vor Freude erstrahlen ließen.



    Am 2. Oktober 1887 durfte Beltrami, obwohl noch jung, aber reif an Geist und Tugend, im kleinen Kirchlein von Valsalice die Ordensgelübde in die Hände Don Boscos ablegen. Während des Noviziates zu Foglizzo setzte er durch seine musterhafte Führung und sein sichtliches Voranschreiten in der Übung aller Ordenstugenden, in der Vereinigung mit Gott, in strengster Abtötung und einer tiefen Demut seine Mitbrüder in Erstaunen. Jeden Tag kam er mit glühendem Angesicht aus der Betrachtung und vom Tisch des Herrn. Wie geistesabwesend wandelte er durch das Haus, von Sehnsucht erfüllt, bald wieder zum Heiland im Sakrament zurückkehren zu dürfen. Um dem Drang der Liebe zum göttlichen Herzen Jesu genügen zu können, erbat sich Beltrami vom Direktor des Hauses die Erlaubnis, zu jeder Stunde der Nacht aufwachen zu dürfen, um einige Stoßgebetchen emporzusenden. Und tatsächlich hatte er die Gnade, jede Stunde zu erwachen und so in innigstem Verkehr mit Gott zuzubringen. Noch war der treue Jünger des Herrn mit seinen Studien nicht zu Ende, als sich bei ihm jenes unheilvolle Lungenleiden einstellte, das so viele junge Menschenleben unabwendbar unter den Rasen bringt. Beltrami, der bereits die Beweise seltener Lehrbefähigung und eines glühenden Seelenapostolates geliefert hatte, schien von der Vorsehung die Aufgabe zugeteilt erhalten zu haben, den so schwer heimgesuchten Kranken ein leuchtendes Vorbild stillgeduldigen Leidens zu werden. Beinahe sieben Jahre musste er dahinsiechen. Die liebevollste Pflege seiner Oberen vermochte das Endgeschick nicht zu bannen. Kein anderer Gedanke gewann mehr die Herrschaft in seinem Geist, als sich in heiliger, fröhlicher Leidensliebe dem Herrn zum Opfer zu bringen. Vom Wunsch beseelt, „weder gesund zu werden, noch zu sterben, um zu leiden“, unterschrieb der edle Kranke einen förmlichen Weiheakt ans göttliche Herz Jesu mit seinem Blut und trug ihn an seiner Brust, um gleichsam bei jedem Atemzug zu wiederholen, dass er ein Opfer der Sühne sein will: für den Papst, für die Kardinäle und Bischöfe, für die Kirche im allgemeinen, für die Oberen der salesianischen Gesellschaft und in besonderer Weise für alle Sterbenden auf der ganzen Welt und für die armen Seelen im Fegfeuer.



    In den langen Jahren des Leidens sah niemand einen Schatten über das Antlitz des Dulders schweben. Ein Strahl inneren Friedens und freudiger Bereitwilligkeit zum Leiden prägte sich darin aus. Jeder neue Hustenanfall entlockte ihm nur ein Deo gratias („Gott sei Dank!“). Auf dem fruchtbaren Boden des Leidens wuchs die Liebe zu Gott immer stärker und wurde bis zur geheimnisvollen Süßigkeit der Ekstase erhoben. Von einem Fensterchen des Krankenzimmers konnte Beltrami auf den Tabernakel sehen: da zog er seine innigen Unterredungen mit dem Gefangenen der Liebe in die Länge, da wurde er nicht müde, seine beständige Hinopferung zu erneuern. „Die Flammen der Liebe,“ so schrieb er selbst aus Gehorsam an seinen Oberen, „verbrennen mir Leib und Seele. Vor meiner Krankheit waren sie schon heftig und tief. Und es ist wahrscheinlich, dass die Ursache der Krankheit diese Heftigkeit in der Liebe und Vereinigung mit Gott gewesen ist, die in den letzten Monaten vor meiner Erkrankung einen solchen Grad erreicht hatte, dass ich meinte, sterben zu müssen. Ich ging aus der Betrachtung ganz erschöpft, dann kam die heilige Kommunion, die mich vor Sehnsucht ermüdete. Der Genuss von Eis und Schnee, eine Kälte von zwanzig Grad unter Null – in jenem Jahr war der Winter überaus kalt – genügten nicht, um die inneren Gluten zu kühlen.“



    Der selige Leidensgenosse des Herrn hatte noch die Kraft und Gnade, die Priesterweihe zu empfangen und täglich bis zum Vorabend seines Todes die heilige Messe zu lesen. Und da war es, wo er nicht nur seelisch in einer anderen Welt zu weilen schien, wo er auch körperlich für einige Zeit dem Erdenleid entrückt wurde. Die Mitbrüder, die dem kranken Priester im Privatoratorium zur Messe dienten, haben unter Eid bezeugt, dass er, während er sonst alle fünf Minuten heftig hustete und keine fünf Minuten auf den Füßen stehen konnte ohne sich zu stützen, bei Darbringung des heiligen Messopfers von der Wandlung bis zur Kommunion ungefähr eine Stunde verweilte, ohne sich irgendwie am Altar anzulehnen und ohne einen Hustenanfall zu bekommen, das Antlitz glühend wie feurige Kohlen, während er tagsüber immer ganz bleich war.



    Andreas Beltrami hatte den Geist Christi so sehr verstanden, dass er das Leiden als große Huld und Auszeichnung von Gott ansah. In seinen Aufzeichnungen schreibt er: „Die Ketten, mit denen ich ans Zimmer gefesselt bin, sind mir teurer als die Halsketten der Fürsten, und ich küsse sie wie die wertvollsten Kleinodien. Verflossenen Februar feierte ich den fünften Jahrestag meiner Krankheit drei Tage lang. Ich betete das Te Deum, Benedictus, Laudate Dominum, um Gott zu danken, dass er sich gewürdigt hat, mich den Leiden seines Sohnes ähnlich zu machen.“ „Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt in meinem Kämmerlein, wo man von der Welt nichts hat, wohl aber von den ersten Freuden des Himmels.“



    Nicht bloß durch rechtes Erfassen der Krankheit, durch Leiden und Gebet, hat der Selige für die Mitwelt sich verdient gemacht, er hat noch, zum Reden unfähig, das Apostolat des geschriebenen Wortes eifrigst geübt. Obwohl sein Leiden derart war, dass es ihm niemals Ruhe gönnte und die Todesgefahr gar oft in drohende Nähe gerückt schien, hat Don Beltrami nicht weniger als zwölf populäre religiöse Schriften erscheinen lassen; mehrere andere waren bei seinem Tod fast bis zur Vollendung gereift. Die Schrift über die lässliche Sünde wurde auch in deutscher Sprache herausgegeben.



    Der Tod des frommen Priesters, am 30. Dezember 1897, war wie das Verglühen eines sonnigen Tages. „Das Osterlamm wird bald geschlachtet werden; ich muss es immer reiner machen, damit es seiner göttlichen Majestät würdiger werde.“ So sprach der Schwerleidende in seiner letzten Nacht.



    Was kann doch der Glaube aus den ärmsten Menschen, auch aus den einem unheilbaren Siechtum Verfallenen für starke und glückliche Seelen machen! Leiden ist Gnade. Leiden kann Lebensaufgabe, kann zum Apostolat werden. Vom kleinen Krankenzimmer aus kann ein gottergebener Christ, sich selbst heiligend, die Anliegen der ganzen Welt umfassen und zu den seinigen machen.



    1920 eröffnete Papst Benedikt XV. den Seligsprechungsprozess, nachdem der zuständige Diözesanbischof den Gerichtshof dafür errichtet hatte. Am 5. Dezember 1966 wurde er als verehrungswürdig erklärt.


    https://www.heiligen-legende.de/andreas-beltrami/

  • Thema von Blasius im Forum Ausdauer im Gebet



    Von der Gleichförmigkeit unseres Willens mit dem Willen Gottes

    "Nicht wie ich will, sondern wie du willst!" (Matthäus 26,39)



    "Notwendig ist es, dass wir immer in der Stimmung sind, zu sterben in der Zeit und auf die Weise, und durch die Todesart, die der Herr will." (Der heilige Alphons von Liguori)

    Der große Diener Gottes Johannes von Avila schrieb einst an einen kranken Priester: "Erwägen Sie nicht, was Sie tun würden, wenn Sie gesund wären, sondern bedenken Sie vielmehr, wie sehr Sie Gott gefallen werden, wenn Sie Ihre Krankheit bereitwillig annehmen. Wenn Sie, wie ich glaube, rein und einzig den Willen Gottes suchen, was kann Ihnen je daran liegen, ob Sie krank oder gesund sind, da dieser göttliche Wille, worin all unser Gut besteht, in beiden Fällen auf gleiche Weise in Erfüllung geht?"

    Einst als die heilige Gertrud einen Hügel erstieg, fiel sie, und da sie sich nirgends anhalten konnte, rollte sie bald bis ins Tal hinab, und nur durch ein Wunder der Vorsehung geschah es, dass sie mit dem Leben und sogar ohne gefährliche Verwundung davon kam. Da fragten ihre Gefährtinnen, ob sie sich nicht sehr gefürchtet hat, zu sterben, ohne die letzten Sakramente zu empfangen; die Heilige aber antwortete ihnen: "Nein, denn wiewohl ich mich herzlich sehne, bei meinem Tod mit den heiligen Sakramenten versehen zu werden, so sehne ich mich doch noch mehr, dass der Wille Gottes in Erfüllung geht. Ich bin überzeugt, dass dies die beste Stimmung ist, heilig zu sterben!"



    Mein Gott, willig nehme ich den Tod an, weil Du willst, dass ich sterbe. Ich verlange, auf die Weise zu sterben und die Todesart zu erleiden, die Dir wohlgefällig ist, und danke Dir, dass Du es so willst. Verleihe mir nur, in Deiner Gnade und Liebe zu sterben, und ich will Dich ewig preisen! Amen.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum29.12.2025 19:33
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Die Anbetung der Hirten



    Wo geht ihr, fromme Hirten, hin

    Mit eilig schnellem Schritt?

    - Nach Bethlehem zielt unser Sinn. -

    O nehmet mich doch mit.

    Anbeten will mit euch ich dort

    Des Vaters eingebornes Wort.



    1. Machen wir uns auf und gehen wir mit den frommen Hirten zur Krippe unseres Herrn. Sieh, der Engel schildert ihn genau: Armut, Demut, Sanftmut und Geduld sind die Merkmale, woran wir ihn erkennen werden, der da kam, diese himmlischen Tugenden uns üben zu lehren. Erlöser meiner Seele, mit den hochbegnadeten Hirten sinke ich zu deinen Füßen, und bete dich als meinen Gott und Heiland an. Nicht vor Angst erbebend, sondern mit großem Vertrauen komme ich zu dir, denn was kann ich von einem liebreichen Kindlein fürchten, das über mein Elend gerührt ist, Tränen darüber vergießt, und kommt, mich davon zu erlösen.



    2. Von seliger Freude, Liebe und Hoffnung ist mein Herz bei deinem Anblick durchdrungen. Denn nun verzweifle ich nicht mehr wegen meiner zahllosen Sünden. Ich hörte die Stimme des heiligen Engels, dass ein Erlöser mir geboren wurde. O Emmanuel, Weisheit Gottes, Heiland und Gesetzgeber der Welt, nach dir sehnten sich die verflossenen Jahrhunderte, zu dir blickt im Geist die fernste Zukunft, dich lieben alle heiligen Seelen. Deine Tränen sind Tränen der Barmherzigkeit, deine Krippe ist die Lehrkanzel der Weisheit, durch deine Armut wird die Welt bereichert, und dein göttliches Herz ist der Wohnsitz ewiger Liebe und wird einst als der Quell ewiger Erlösung für mich geöffnet werden.



    3. Gebenedeit sei der keuscheste Leib, der dich getragen hat. O glorreiche und allerseligste Jungfrau, wahre Mutter Gottes, gepriesen seist du von allen Geschlechtern, die du uns allen den Erlöser geboren hast. In Andacht verehren wir dich als unsere wahre Mutter, da du Jesus in unserer Natur als unseren erstgeborenen Bruder uns geboren hast, und dadurch uns alle vom Tod zum Leben erweckt hast. Gestatte nicht, dass ich ewig verloren gehe, für den dein göttlicher Sohn geboren wurde, sondern erbitte mir seine wirksame Gnade, damit ich durch ihn zum ewigen Leben gelange. "Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes." (Lukas 1,42)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum29.12.2025 19:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 30. Dezember



    O Maria, unsere Mutter, sei unsere gütige Beschützerin in allen Gefahren dieses Lebens, unsere Hilfe in allen Anfechtungen, unser Trost und unsere Erquickung in allen Nöten und Schwierigkeiten. Bitte für uns, dass Jesus seine Liebe uns schenke, dass sein Geist nie von uns weiche, dass wir rein von aller Befleckung der Sünde, nach deinem heiligen Beispiel, im Herzen gläubig, im Geist demütig, im Leiden ergeben und geduldig, dem Willen unseres Gottes mit frommen Gehorsam stets unterworfen leben. Besonders aber in der Stunde unseres Todes bitte für uns. Empfehle unsere scheidende Seele deinem göttlichen Sohn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Um diese Zeit, wie Saussay in seinem Marterbuch meldet, ist der vom heiligen Petrus abgeschickte Bischof Pontentianus aus höherem Antrieb nach Chartres in Frankreich gekommen, und hat den Einwohnern, die von den alten Druiden eine künftige jungfräuliche Geburt vernommen hatten, die wirklich geschehene Geburt Jesu Christi aus Maria der Jungfrau verkündigt.


    https://www.heiligen-legende.de/thomas-becket/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Anysius wurde nach dem Tod des heiligen Ascholus auf den dortigen Stuhl erhoben. Der heilige Ambrosius von Mailand wünschte der Geistlichkeit, die ihm diese Wahl mitgeteilt hatte, Glück und erteilte in seinem Antwortschreiben dem neuen Oberhirten glänzende Lobsprüche. Auch richtete der große Kirchenvater an Anysius selber einen Brief und ermahnte ihn väterlich, in die Fußtapfen seines berühmten Vorgängers zu treten. Desgleichen gab Papst Damasus seine Hochschätzung ihm gegenüber zu erkennen, indem er ihm dieselben Vorrechte gab, wie dem heiligen Ascholus, nämlich die geistliche Gerichtsbarkeit in Ostillyrien. Anysius stand der Kirche von Thessalonich sehr lange vor und entfaltete in seiner Amtsführung einen Eifer und eine Wachsamkeit, ganz würdig eines Nachfolgers der Apostel. Er blieb in der damaligen Verwirrung stets unerschütterlich fest in seinem Glauben und dem heiligen Chrysostomus treu zugetan. Mit vierzig anderen Bischöfen war er zu Konstantinopel und half die Sache des verfolgten Patriarchen verteidigen. In derselben Angelegenheit schickte er 404 den Bischof Elysius von Apamea mit Briefen an den Papst Innocenz I. und berief sich auf den Ausspruch des römischen Stuhls, dessen Ansehen allein dem Unwesen Einhalt tun könne. Er war damals schon hoch bejahrt, man weiß aber nicht, wie lange er hierauf noch gelebt hat.

  • Vom Reich GottesDatum28.12.2025 19:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Bild: https://www.gloria-patri.de/Gruess-GOTT/mobile/

    Der Lobgesang der Engel



    Ihr Engel, welche Gott so hoch erhoben,

    O lehret uns, mit euch ihn würdig loben.

    Durch euer Flehen werde uns der Frieden

    Huldreich beschieden.



    1. Betrachte die Menge der himmlischen Heerscharen, die mit dem ersten Engel sich vereinigen und den Lobgesang des Allerhöchsten mit den Worten anstimmen: "Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade." (Lukas 2,14) Dies fürwahr sind die Früchte dieses gnadenreichen Festes: Gottes Ehre zu fördern, und Frieden den Menschen zu geben. Nicht allen jedoch, sondern nur jenen, die guten Willens sind, deren Wille nämlich mit dem Willen Gottes übereinstimmt. Stören wir die Ordnung dieses himmlischen Gesetzes nicht. Gott behält sich die Ehre vor, und gibt dir den Frieden. Entziehst du ihm aber die Ehre, dann nimmt er den Frieden dir hinweg.



    2. Wohnt der Friede Gottes in deinem Herzen? Woher aber dein Unfriede, deine Angst? Gewiss daher, weil du Gott die Ehre entzogen, seine Gebote übertreten und die Hand nach der verbotenen Frucht ausgestreckt hast. Denn dies ist der Quell alles Unfriedens. Niemand, der Gott die Ehre raubt, wird seinen Frieden genießen. Frieden wirst du nur in dem Maße haben, als du seine Ehre suchst. Suchst du deine eigene Ehre, dann wirst du weder Ehre noch Frieden finden. Stimme in den Lobgesang der heiligen Engel ein, und lobe und verherrliche Gott mit ihnen bis an den letzten Hauch deines Lebens, damit du würdig wirst, ihn ewig zu loben.



    3. Heilig ist die Beschäftigung, unseren Gott zu loben und zu verherrlichen. Dies auch ist das Ziel unseres Daseins. Und wie mächtig auch fordern seine unendliche Güte, seine unendliche Liebe und Barmherzigkeit, seine zahllosen Wohltaten uns dazu auf. Er kam vom Himmel und nahm das Gewand unserer Sterblichkeit, nicht furchtbar, sondern liebevoll uns zu erscheinen. "Er liebte uns zuerst, die wir noch Feinde waren", und er, der uns vernichten konnte, bietet uns seinen Frieden an. So lieben wir denn eine so unermessliche Liebe, preisen wir eine so unendliche Güte, und danken wir einer Barmherzigkeit, die alles Maß übersteigt. Psalm 34,2: "Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund."

    https://www.heiligen-legende.de/thomas-becket/

  • Tages-Gebete Datum28.12.2025 19:22
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 29. Dezember



    O Maria, wie wird mein Tod beschaffen sein? Angst und Furcht befällt mich, wenn ich an die letzte Stunde meines Lebens denke, auf die das Gericht folgt. O meine liebste Mutter Maria, ich setze alle meine Hoffnung auf das Blut Jesu Christi und auf deine Vermittlung. Trösterin der Betrübten, verlasse mich nicht, tröste du mich in der großen Not, in der ich mich dann befinden werde. Ohne dich würde ich verzweifeln. Erbitte mir also, geliebte Königin, noch ehe meine Todesstunde eintrifft, einen großen Schmerz über meine Sünden, aufrichtige Besserung und Beharrlichkeit im Dienst Gottes. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Thomas Becket



    O Gott, für Deine Kirche hat der heilige Thomas sein Leben hingegeben. Gib, dass alle, die sich um seine Fürsprache an ihn wenden, sich der Erhörung ihrer Bitte erfreuen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Die Andacht, die der heilige Thomas von Canterbury von Kindheit an zur seligsten Mutter Gottes hatte, war ihm Zeit seines Lebens bei den vielen Verfolgungen zum Trost, und beim Tod zum Vertrauen. Daher hat er in Gegenwart der Meuchelmörder, vor dem Altar kniend, seine Seele und die Gerechten der Kirche dem Herrn, der seligsten Jungfrau, den heiligen Patronen dieses Ortes und dem heiligen Martyrer Dionysius anbefohlen. Es meldet auch seine Lebensbeschreibung, ihm sei von der seligsten Mutter aufgetragen worden, ihre himmlischen Freuden zu preisen.

    https://www.heiligen-legende.de/thomas-becket/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    In dem Heiligen des heutigen Tages tritt vertretungsweise noch einmal eine ganze Gruppe von Heiligen huldigend an die Krippe heran. Es ist die Gruppe der heiligen Priester und Bischöfe, zu denen der heilige Thomas Becket nicht als erster der Zeit nach, wohl aber als einer der ersten dem Rang und dem Ruhm nach gehört.



    Als Kaufmannssohn wurde Thomas Becket kurz nach dem Jahr 1100 zu London geboren. In der Jugend war er von Leichtsinn nicht frei. Dass aber ein gesunder Kern in ihm steckte, beweist die Tatsache, dass sich dieser Mann aus dem schlichten Volk Stufe um Stufe zum Kanzler von England emporarbeitete, mit dem der König nicht wie mit einem Beamten, sondern wie mit einem Freund verkehrte. Unter Beckets sachkundiger Leitung blühten in England Handel und Gewerbe mächtig auf, Reichtum und Wohlstand mehrten sich, Kunst und Wissenschaft hatten gute Zeiten, kurzum, der englische Reichskanzler Thomas Becket war der rechte Mann am rechten Platz, und eines Tages machte ihn der König obendrein auch noch zum ersten Bischof im Land, damit er alle weltliche und alle geistliche Gewalt in seiner Hand vereinigte und rücksichtslos zum Nutzen des Königs gebrauche.



    Thomas Becket sträubte sich anfangs, die Würde anzunehmen, dann aber fügte er sich, wurde zum Priester und am Tag darauf zum Bischof geweiht und war von der gleichen Stunde an ein anderer geworden, nicht mehr ein willfähriger Höfling, sondern der mutige Verteidiger der kirchlichen Rechte gegen die Übergriffe der königlichen Gewalt.



    Bald brach der Kampf aus zwischen Krone und Kirche, zwischen König und Bischof, jahrelang zog er sich hin, und stets war Thomas der scheinbar Unterlegene, der vor Gericht gestellt und verurteilt wurde und außer Landes nach Frankreich flüchten musste, arm und verfemt wie ein Bettler und Verbrecher, aber unbeugsam in der Wahrung der kirchlichen Rechte, ein wirklicher Gottesstreiter.



    Nur zwei Jahre hat Thomas Becket als Bischof geamtet, sechs Jahre lebte er, von dem ehemaligen Freund, dem König, überall belästigt und bedroht, als Flüchtling im Ausland, und als er schließlich den scheinheiligen Versprechungen des Fürsten erlag und nach England heimkehrte, erfüllte sich schnell sein Geschick.



    Zu verschiedenen Malen hatte sich der König seiner Umgebung gegenüber im verärgerten Ton geäußert, dass es in seinem Reich einen Priester gäbe, mit dem er nicht zurechtkomme. Alle wussten, auf wen die Worte zielten, und vier von den Hofleuten taten in der Meinung, , dem König einen Dienst zu erweisen, den entsetzlichen Schwur, nicht zu ruhen, bis sie den Königsfeind, wie sie den Bischof nannten, umgebracht hätten. Gleich machten sie sich auf den Weg, das blutige Vorhaben auszuführen.



    Der bedrohte Bischof befand sich gerade beim Abendgebet in der Kirche, als die Mörder, die Heiligkeit des Gotteshauses nicht achtend, auf ihn eindrangen und ihn töteten. Der letzte Schwertstreich, den man gegen den Heiligen führte, durchbohrte auf grausame Weise das Haupt des Blutzeugen, und damit war Thomas Becket im Kampf gegen den König um der kirchlichen Rechte willen restlos unterlegen.



    Scheinbar war er unterlegen, denn letzten Endes siegte er über den König, der, über die Freveltat, die er nicht gewollt hatte, entsetzt und den Bann fürchtend, der Kirche alle angetasteten Rechte und Freiheiten zurückgab. Auch kündeten Wunder, die sich am Grab des Heldenbischofs ereigneten, dass er der eigentliche Sieger war, nicht der König, der sich eines Tages als Pilger im härenen Büßergewand und mit bloßen, blutenden Füßen an der Grabstätte des Martyrers einstellte, um den Schutz des Heiligen gegen den eigenen aufrührerischen Sohn zu erbitten. Selbstredend fand sein Gebet Erhörung, denn die Heiligen tragen nicht nach und vergelten gern Böses mit Gutem.



    Dass aber jener König, der sich gegen die Kirche und gegen seinen Bischof auflehnte, von dem eigenen Sohn bedrängt wurde, ist wieder einmal ein Beweis mehr für die Tatsache, dass die Sünden, die man durch Auflehnung gegen Priester und Bischöfe begeht, gewöhnlich sehr genau und sehr pünktlich bestraft werden. Im Volksmund heißt es sogar, solche Sünden würden sich bis ins vierte Glied hinein rächen.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Fest der Heiligen FamilieDatum28.12.2025 12:16
    Thema von Blasius im Forum Die allerseligste J...



    Heute: Sonntag nach dem Weihnachtsfest

    Früher: Sonntag nach dem Dreikönigstag (12. Januar)




    Die Feier am Fest der Heiligen Familie bewegt sich hauptsächlich um eine kleine Bemerkung am Schluss des Evangeliums vom Festtag, wo es heißt: "Dann kehrte er mit ihnen nach Nazareth zurück und war ihnen gehorsam."



    Die Stadt Nazareth, wo die Heilige Familie zu Hause war, lag gut fünfhundert Meter hoch in einer Talwiege, rundum von mäßigen Höhen umhütet. Kornfelder gab es dort und Weingärten und Obstwiesen mit Feigen-, Dattel- und Apfelbäumen. Im Ort selbst erhob sich die Synagoge und rundherum lagerten sich wie Kücklein unter den schützenden Flügeln der Henne die einzelnen Häuser, die mit ihrem weißen Kalkanstrich dem Städtchen ein sauberes Aussehen gaben.



    Dort lebte der göttliche Heiland mit Maria und Josef nahezu dreißig Jahre lang. Das Haus, in dem die drei heiligen Personen wohnten, unterschied sich in keiner Weise von den Gebräuchlichkeiten der Nachbarn. Es war ein Viereck, gleich lang wie hoch, mit flachem Dach und enthielt nur ein Erdgeschoss mit zwei Zimmern, dem Wohnraum und dem Schlafraum. Reben rankten an den Hauswänden empor. Zur linken Hand draußen im Freien befand sich der Ofen, in dem das Brot gebacken wurde, und auf der rechten Seite lag der Hühnerhof. Noch weiter rechts sah man die bescheidene Schreinerwerkstatt des heiligen Josef. Einige Apfelbäume überschatteten das gesamte Anwesen. Ein schönes Fleckchen Erde war die Heimat Jesu auf jeden Fall.



    Den Heiland selbst, von dem es in der Heiligen Schrift heißt, dass er der Schönste unter den Menschenkindern war, muss man sich vorstellen als kräftige schlanken jungen Mann in langem, ortsüblichem Gewand mit ausgeweiteten Ärmeln. Hüftlings wurde das Kleid mit einem Gürtel gehalten. Langes Haar umrahmte das edelgeformte Antlitz, aus dem zwei seelenvolle Augen Liebe und Güte auf alle ausstrahlten, die des göttlichen jungen Mannes Wege kreuzten, und wenn er, der von hohem, geradem Wuchs war, federnden Ganges daherschritt, konnte man meinen, er sei ein König. Tatsächlich war er auch ein König, der König aller Könige, Gottes Sohn und Gott selbst.



    Der Sohn Gottes aber war als Mariens Sohn und als des Zimmermanns Lehrling und Geselle seiner Mutter und dem Pflegevater untertan. Wer gehorcht, bekennt damit, dass er unter demjenigen steht, dem er gehorcht. Wer gehorchte denn in Nazareth? In Nazareth gehorchte derjenige, der die Weisheit selbst ist, der Herr aller Dinge, dem alle Menschen Gehorsam schulden. Der gehorchte wem? Der gehorchte zwei Menschen, die ohne Zweifel große Vorzüge besaßen, deren Verstand aber mit dem seinen weniger verglichen werden kann als ein Funke mit der Sonne, Wie gehorchte er? Voll Freude, überall und stets, Diener war derjenige, durch den die Könige herrschen. Wie hehr und herrlich ist doch der Gehorsam der Kinder gegen die Eltern, weil sich der König der Könige nicht scheute, seiner Mutter und dem Pflegevater untertan zu sein! Mit heiligem Neid haben damals die anderen Mütter in Nazareth auf Maria und Josef geblickt, deren Sohn, obwohl er als Gott weit über ihnen stand, ehedem und heute noch allen Kindern das Beispiel gab, wie ein gutes Kind den Eltern folgsam sein soll.



    Doch noch eine zweite Lehre gibt der junge Mann Jesus aus Nazareth. Bis zum dreißigsten Lebensjahr arbeitete er nämlich, er, der Sohn Gottes und der Erlöser der Welt, an der Hobelbank. Nicht spielend arbeitete er nach Laune und Lust, sondern ernst und beharrlich, auf Bestellung hin, im Dienst der Auftraggeber. Wie schwer mag ihm oft die Arbeit gefallen sein! Wie mögen seine Hände ausgesehen haben, diese harten, schwieligen Schreinerhände! Wieviel Schweiß wird er in der Hitze des Südens vergossen haben! So adelte der Heiland die körperliche Arbeit, und seitdem der Gottessohn schreinerte, ist Arbeit keine Schande mehr, und alle, die körperliche Arbeit verrichten, sind vom hohen Adel des Zimmermannssohns zu Nazareth.



    Von der Heiligen Familie



    In der Heiligen Familie haben wir ein einzigartiges Vorbild für alle Familien. Wir hören von der Hingabe des Vaters. Er ist für seine Familie zu allem bereit. Er folgt der Weisung des Engels, die allein auf das Wohl des Kindes hinzielt. Wie schwer mag Josef der Gehorsam gefallen sein! Nach Ägypten fliehen zu müssen bedeutet: du musst dein Haus verlassen und deine Arbeit beenden, du musst in die Fremde ziehen und Gefahren und Ungewissheiten aushalten. Dann der Befehl für die Heimreise. Josef tut wieder alles für das Kind. Maria und Jesus sind in seiner Sorge geborgen. Wie viele nützliche Lehren können wir aus den wenigen Handlungen ziehen, die wir vom heiligen Josef wissen. Wie fest muss sein Glaube gewesen sein, mit welchem er die Menschwerdung des göttlichen Wortes, dieses wunderbarste aller Geheimnisse, glaubte, ungeachtet dessen, was die Sinne dagegen sagen mochten! Wie arm und zufrieden lebte er als Handwerker von der Arbeit seiner Hände, obwohl er doch den König der Herrlichkeit in seinem Haus und die Mutter Gottes, die Königin der Engel, zur Gemahlin hatte. Mit einem Wort: Alles war groß an dem heiligen Josef!



    Seit Jahrhunderten bitten die Menschen den heiligen Josef um eine gute Sterbestunde. Wir haben keinen Zweifel, dass er selbst in den Armen von Jesus und Maria seinen Geist aufgab. Gibt es einen schöneren Tod? Daher ruft man auch den heiligen Josef an um die Gnade eines guten Todes.



    Die heilige Theresia wählte den Heiligen zum Hauptpatron ihres Ordens. Sie drückt sich folgendermaßen aus: "Ich wähle den glorwürdigen heiligen Josef zu meinem Vater, und empfehle mich ihm in allen Dingen. Ich erinnere mich nicht, je etwas durch seine Fürbitte von Gott begehrt zu haben, das ich nicht auch erhalten hätte. Ich habe noch keinen Verehrer des heiligen Josef gekannt, der nicht merkliche Fortschritte in der Tugend gemacht hätte. Seine Fürsprache bei Gott ist von wundertätiger Kraft für alle jene, die ihn mit Vertrauen anrufen."



    Ein altes Gebet sollte auch das unsere werden: "Heiliger Vater Josef! ich bitte dich, stehe mir bei, wenn ich sterbe, und erlange mir die Gnade, dass Jesus und Maria mir in meinem letzten Hinscheiden zu Hilfe eilen, und meine Seele zu Sich in die ewige Wohnung aufnehmen wollen!"



    Matthias Hergert



    Wenn der heilige Glaube uns lehrt, dass die Sünde der Stammeltern die menschliche Natur mehr oder weniger beschädigt hat, kann es nicht wundernehmen, dass sich dies in der Urzelle des menschlichen Lebens, in der Familie, besonders stark ausgewirkt hat. Wer es unternähme, die Geschichte der Familie in den Jahrzehntausenden menschlichen Daseins zu schreiben, müsste eine recht traurige Geschichte schreiben. Traurig vor allem für die Frauen und die Kinder, weil beide oft in voller Willkür den Launen und Gelüsten des Mannes und Vaters preisgegeben waren. Erinnert sei nur an die schmachvolle Vielweiberei und die grausame Kindestötung.



    Darum hat die Familie in besonderer Weise die Wiederherstellung einer gottgewollten und beglückenden Ordnung notwendig. Gottes Segen musste in reichster Fülle gerade ihr zuteilwerden. Nur wenn die Familie gesund ist, kann ein Volk gesund sein. Nur ein geheiligtes Familienleben garantiert das Blühen des Gottesreiches auf dieser Erde.

    Darum dünkt es uns nicht abwegig, dass Gottes Sohn als Glied einer Familie diese Erde betreten wollte, ja die meiste Zeit seines irdischen Lebenswandels in ihrem Schoß verbracht hat. Was bedeutet die kurze Zeit seines öffentlichen Auftretens gegenüber den drei Jahrzehnten zu Nazareth! Ausdrücklich macht sogar die Heilige Schrift darauf aufmerksam, dass der zwölfjährige Jesus, als ihm nach jüdischer Auffassung Selbstständigkeit zustand und er dies durch sein eigenwilliges Verbleiben im Tempel bekundete, freiwillig wieder nach Nazareth in den Schoß der Familie zurückkehrte. Der Heiland der Welt muss also dort unendlich Wichtiges zu tun gehabt haben. So ist es. Betend, opfernd, arbeitend wollte er in der Heiligen Familie zu Nazareth die Urzelle des Menschengeschlechtes, die Familie, reinigen, entsühnen, heiligen, segnend.



    Wenn es wahr ist, dass die Mutter das Herz der Familie ist, dann muss ein bedeutsamer Anteil des Opferns und Segnens des Familienkindes Jesus der Mutter zugeflossen sein, der Mutter Maria. Es lag dem Erlöser daran, sie zu einer unerreichbar feinen und unübertroffen guten Familienmutter zu gestalten. Dann konnte von der großen Fülle dieses ganz reinen und gnadenvollen Herzens einer heiligen Familie Gnade um Gnade überströmen in die Herzen christlicher Mütter, auf dass sie das rechte Herz einer gottwohlgefälligen Familie würden. So konnte Maria heranwachsen zum hellleuchtenden Vorbild aller Familienmütter. Die christliche Geschichte ist voll der Zeugnisse, wie segensreich in dieser Hinsicht das Vorbild Mariens gewirkt hat.



    Sind die Herzen unserer christlichen Familien, die Mütter, durch ihren marianischen Eifer heilig und gesund, dann wird sich dies – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch auf den Mann und die Kinder heilsam auswirken.



    Kirchengebet



    Herr Jesus Christus, Du warst Maria und Josef untertan und hast das häusliche Leben durch unaussprechliche Tugenden geheiligt; lass uns unter dem Beistand der beiden durch das Vorbild Deiner Heiligen Familie unterwiesen werden und die ewige Gemeinschaft mit ihr erlangen. Amen.



    Zur Geschichte des Festes: Es lässt sich nicht genau feststellen, wie weit die Verehrung der Heiligen Familie zurückreicht. Im 17. Jahrhundert ist sie bereits weit verbreitet, vor allem in Italien, in Frankreich und Belgien. Der Jesuitenmissionar P. Chaumonet gründete in Kanada in damaliger Zeit sogar Vereinigungen zu Ehren der Heiligen Familie. Papst Leo XIII. erkannte in der Verehrung der Heiligen Familie ein vorzügliches Mittel für die notwendige soziale Erneuerung, für die Rettung der christlichen Familie vor den modernen Gefahren. Die erhabene Lebensgemeinschaft dieser drei heiligsten Personen sollte allen Familien als Vorbild dienen und alle zur Nachahmung aneifern. Die im Jahr 1861 in Frankreich gegründete Vereinigung christlicher Familien erhielt die päpstliche Approbation. Als Festtag wurde der 12. Januar festgesetzt. Heute wird das Fest fast allgemein am Sonntag innerhalb der Epiphanie-Oktav gefeiert. Benedikt XV. schrieb 1921 das Fest für die ganze Kirche vor.



    („So feiert dich die Kirche“, Prof. Dr. Carl Feckes, Maria im Kranz ihrer Feste, Steyler Verlagsbuchhandlung, 1957)





    https://www.marianisches.de/marienfeste/...iligen-familie/

  • Vom Reich GottesDatum28.12.2025 12:08
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Die Armut Jesu unser Reichtum



    Arm sind wir, Herr, ein Hauch ist unser Leben,

    Von wahren Gütern sind wir ewig weit.

    Da wirst du arm, Herr, alles uns zu geben:

    Dein Reich, dich selbst und deine Herrlichkeit.



    1. "Christus", spricht der Apostel, ist arm geworden, damit wir reich würden." Unendlich reich war er im Schoß seines ewigen Vaters, aber seine unbeschreibliche Liebe zu uns bewog ihn, arm zu werden, uns zu bereichern. Nur er konnte durch seine Armut uns bereichern, so wie auch nur er durch seinen Tod uns beleben und durch seine Erniedrigungen erheben konnte. Durch seine Armut entriss er unserem Herzen die Liebe zu vergänglichen Dingen dieser Erde, befreite uns von der Unruhe, die diese Liebe nach sich zieht, heilte uns von der Hoffart, die von dieser Liebe unzertrennlich ist, und wandelte sie in eine Liebe der unsterblichen, unwandelbaren Güter der Ewigkeit um.



    2. Wäre Jesus im Glanz irdischen Reichtums zur Welt gekommen, er hätte dieses Wunder nimmermehr bewirkt. Wir wären, gleich den Heiden, Sklaven unserer Gier geblieben, Irdisches zu suchen und zu sammeln, bei unserem Tod aber, nach dem Ausdruck der Schrift, trotz unserer Schätze, mit leeren Händen fortgewandert. Sein Beispiel aber zeigte uns, dass diese Gier die Seele erniedrigt und in Güter einengt, die ihrer unwürdig sind. Und Jesus lehrte uns, dass Reichtümer Dornen sind, die durch ihre Sorgen das Herz zerreißen. Er verdrängte den Stolz, wodurch der Reiche den Armen verachtet, und erhob unsere Seelen zum himmlischen Vaterland, wo unser wahrhafter Schatz besteht.



    3. Wie fruchtbar, Herr, wie glorreich ist deine Armut. Der selige Frieden, den sie verleiht, ist jener hundertfältige Ersatz, den du denjenigen verheißt, die um deinetwillen alles verlassen. Denn der himmlische Trost, den du in ein Herz ergießt, das leer an allen Begierden nach vergänglichem Reichtum ist, wiegt alles Gold und alle Schätze dieser Welt hundertmal auf. Fern von aller Angst und Unruhe ist bei seinem Ende das Herz desjenigen, der um deinetwillen arm wurde. Indes oft der Reiche, der im Palast und auf dem Purpur stirbt, wahrhaft arm und elend ist, da er alles in der Zeit verliert, und nichts in die Ewigkeit mitbringt. Also geht der Ausspruch deiner heiligsten Mutter in Erfüllung: "Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen." (Lukas 1,53)


    https://www.heiligen-legende.de/unschuldige-kinder/

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