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#36

RE: Die eine heilige katholische und apostolische Kirche

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 04.04.2025 19:43
von Aquila • 7.569 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Wir bekennen im "Credo" den Glauben an die eine heilige katholische und apostolische Kirche, immer eingedenk der Wahrheit, dass sie als der mystische Leib Christi auch Braut Christi und somit unsere Mutter ist.
Wie anders als ein sie innig liebender kann ein treugläubiger Katholik sein !?

Wer diese Liebe zur Kirche nicht (mehr) wird früher oder später in apostatischer Lauheit versinken und so gar zu ihrem - äusseren oder inneren (!) - Feinde mutieren, oft noch dem Anschein nach "katholisch", in Wirklichkeit aber bereits Renegate - Abgefallener vom Glauben.


Hw Kurt Palm in "Dienst am Glauben:"

-

"Das Gotteshaus soll uns an die erste Katechismusfrage erinnern:
„Wozu sind wir auf Erden?
Wir sind au Erden, um Gott zu erkennen, IHM in Liebe und Treue zu dienen und so zum ewigen Leben zu gelangen.“ (Katholischer Katechismus, 1982, Königstein/Taunus).
Die Kirche lehrt uns: Gott ist das A und O unseres Lebens!

Freilich, wer an keinen Gott glaubt und an keine ewige Vergeltung, dem bedeutet auch die Kirche nichts. Im Gegenteil.
Er flieht sie und ihre Verehrer.


Aber auch für den gläubigen Christen weckt das Gotteshaus längst nicht mehr jene lebendige, überschäumende Freude, die in unseren schönen barocken Kirchen zu spüren war.
Wenn der Glaube verkümmert, da muss jede Freude, auch die religiöse, erkranken und schwinden.
Wie soll der Mensch noch Freude am Leben haben, wenn er die Mitte seines Lebens, Gott, verloren hat?

Für viele Christen ist das Gotteshaus nur mehr ein Kunstwerk, das man mit Hunderten und Tausenden Kunstbeflissenen anschaut, in dem man schwätzend und ohne Kniebeuge umhergeht – die Kirche ein Museum, mehr nicht.
Als ob der Mensch nur ein brotverzehrendes Wesen wäre und nicht berufen für ein anderes, jenseitiges Leben!
Für bessere Katholiken ist die Kirche nur ein Festraum, als würdiger Rahmen für Taufe, Hochzeit und Sterbefälle.
Höchstens dann und wann an Ostern und Pfingsten für eine gehobene Stimmung der Familie.

Allen solchen Halbgläubigen ist die Kirche ein Albdruck.
Sie fühlen sich hier beengt.
Wenn sie beten, gehen sie lieber hinaus in die freie Natur, auf Bergeshöhen.
Ja, wenn sie hier nur beten würden! Und wenn man schon in der Natur betet, warum sollte man die Kirche meiden und nicht dort beten?
Denn in der Kirche ist etwas,
was in der Natur nicht zu finden ist und auch nichts ersetzt werden kann:
Die Kirche ist der Audienzsaal Gottes !


Hier spricht Gott zu uns! Hier ist der Sinai des neuen Bundes!
Hier ist der Brennende Dornbusch, wo Gott zu uns redet wie einst zu Moses.
Die Kirche, die Kanzel, ist die Lehrstätte der Wahrheit.
Der vollen Wahrheit, der ewigen Wahrheit.
Nicht Menschliche Weisheit hören wir da, sondern Gottes Wort.

Predigen können auch solche, die außerhalb der katholischen Kirche sind, vielleicht manchmal besser als wir.
Aber die Wahrheit muss unfehlbar sein.
Über 600 Sekten verfälschen und verbiegen das Testament Christi.
Wir Katholiken haben die Wahrheit, nicht weil wir klüger oder besser sind als die Angehörigen anderer Religionen, sondern weil unser „Wissen“ nicht von uns stammt, sondern von Gott, von Christus, der die Wahrheit ist.

Aber es geht um mehr als nur um das Wort Gottes!
Wir sind sündige Menschen.
In der Kirche wir uns nicht nur der Weg gezeigt, der zum Himmel führt.
Hier werden uns auch die Gnadenmittel gespendet, die uns den Himmel öffnen:

Die Kirche ist auch der Abendmahlsaal Christi !

Gewiss: Gott ist überall gegenwärtig, aber sakramental, verhüllt unter Brotgestalt hat der Sohn Gottes hier seinen Wohnsitz aufgeschlagen!
Das rote Licht vor dem Tabernakel kündet uns Christi Gegenwart mit Fleisch und Blut, mit Gottheit und Menschheit.


Hier wird durch den geweihten Priester täglich in der hl. Messe Golgotha gegenwärtig!
„Der ganze Mensch erschauere, die ganze Erde erbebe und Himmel juble laut, wenn auf dem Altar Christus, der Sohn des lebendigen Gottes in der Hand des Priesters ist.
Wunderbare Größe uns staunenswerte Herablassung!
Erhaben Demut! Demütige Erhabenheit, dass der Herr der Alls, Gott und Gottes Sohn, sich so erniedrigt, um sich zu unserm Heil unter der bescheidenen Gestalt des Brotes zu bergen!“ (Hl. Franziskus, Schreiben an das Kapitel, Kap. 2.)

Die Kirche Audienzsaal Gottes, Abendmahlssaal Christi und drittens:
Kursaal des Heiligen Geistes !

Die Kirche ist keine GmbH für Umweltverbesserung oder eine Unterhaltungsbar, nein, sie ist ein Sanatorium der Seele.
Hier setzt Jesus fort, was er während seines Lebens hienieden so oft getan hat: Er ruft die Sünder zu sich.
Der Gesang der Vögel ist lieblich und stimmungsvoll;
aber er reinigt nicht von Sünden, gibt keine Gnaden.
In der Kirche aber wirkt der Internist der Seele, der Heilige Geist.
Hier werden wir rein; hier werden wir angetan mit dem hochzeitlichen Gewand der heiligmachenden Gnade in der Taufe und in der heiligen Beichte.
Hier ist das Brot des Himmels für unsere unsterbliche Seele.
[....]
Denn ich wiederhole es nochmals:
in unseren Kirchen finden wir etwas, was wir nicht in der Natur finden, und was wir auch bei anderen Religionen nicht finden:
Die Wahrheit Christi, seine Gegenwart, seine Gnadenmittel.
Hier findet die sündige Seele Heilung, hier ist der Kursaal des Hl. Geistes, hier ist die Pforte des Himmels
.


So wir jede Kirche eine Lehrstätte göttlicher Wahrheit, durch die Ausspendung der heiligen Sakramente eine Heilstätte der sündigen Seele, eine Erziehungsstätte zu richtigem liturgischem Beten, eine Mahnstätte zu gottgefälligem Leben, durch das unbegreifliche Wunder der heiligen Messe zur Opferstätte gläubiger Menschen zur Troststätte leidgeprüften Seelen, zur Wohnstätte Christi im Tabernakel und damit zur Thronstätte des Allmächtigen mitten unter uns Menschen.
Als Gnadenstätte des ewigen Lebens schon auf Erden und für die „im Herrn“ Entschlafenen am Ende der Tage eine Auferstehungsstätte zu ewiger Glorie.
So wird die Kirche auch zur Heimstätte der Gemeinde,
zur Feststätte der hohen Tage des Lebens und des Jahres.
Freilich wer verstockt „nicht in der Kirche gehen will“, dem wird diese Bundesstätte des Herrn des Himmels und der Erde einst zur Gerichtsstätte!

„Kirchen stehe allerorten, aufgetan mit hohen Pforten! Kommst du?
Dankst du? Hältst du Rast? Bleibst du ferne, fremder Gast?
Gottes Haus, du lieber Christ, Pfand der ewigen Heimat ist!“ (Wilhelm Hörkel)

-


zuletzt bearbeitet 04.04.2025 19:45 | nach oben springen

#37

RE: Die eine heilige katholische und apostolische Kirche

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 11.09.2025 23:06
von Aquila • 7.569 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Die eine heilige katholische und apostolische Kirche - die römisch katholische - alleine lehrt unverfälscht fort und fort die Wahrheit...alle Wahrheit!

Aus:
Der Pilger: ein Sonntagsblatt zur Belehrung religiösen Sinnes, 1843:


-

[....]"In der von Gott gestifteten Kirche finden wir jene göttliche Lehre niedergelegt, die Jesus Christus bei Seinem ewigen Vater gehört hat; die er der Kirche übertrug, daß sie selbe heilig und unverfälscht bis an’s Ende der Zeiten bewahre und jeder Kreatur verkünde.
Damit sie aber dies ihr anvertrautes Gut göttlicher Lehre stets heilig erhalten und verkünden könne, verheißt ihr der göttliche Lehrer seinen ewigen Beistand; sendet ihr den Heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, daß er ewig bei ihr bleibe, sie fort und fort Wahrheit – alle Wahrheit lehre.

Somit ist die Lehre der Kirche nichts anders, als das Wort des ewigen Vaters, das Evangelium Jesu Christi, die Wahrheit des heiligen Geistes.
Noch immer lehrt sie, was Jesus Christus, was die Apostel, was die ersten Päpste, Bischöfe und Lehrer gelehrt haben.
Auch sie würde mit dem hl. Paulus selbst einen Engel verfluchen, wenn er was anders lehren sollte.
Die Kirche mildert nichts, sie verschärfet nichts, sie läßt die Lehre so, wie sie selbe empfangen hat.
Heilig ist die Lehre der Kirche in ihrem Inhalte und Zwecke
.
Stets weiset sie den Menschen zu Gott hin, welcher der Ursprung und das Ziel aller Dinge ist, von dem alles Gute herkömmt, vor dem wir Tag und Nacht heilig wandeln sollen.
Die Lehre der Kirche weiset uns hin auf den Urheber unsers Glaubens, Jesus Christus, der uns von Sünde und Tod befreite, uns durch sein Leiden und Sterben eine überreiche Erlösung erwarb:
Die Kirche weiset uns hin auf den Heiligen Geist, den Heilig- und Lebendigmacher, der durch die Mitteilung seiner heiligmachenden Gnade unsere Sündhaftigkeit nicht bloss zudeckt
, sondern völlig austilgt, so zwar, daß wir selbst vor den Alles durchschauenden Augen Gottes schuldlos und heilig dasstehen, daß an uns nichts mehr Sündhaftes ist.
Die Lehre unserer heiligen Kirche will eine völlige Bekehrung, Erneuerung und Umbildung des Menschen, eine Vervollkommnung des innern und äußern Lebens."
[....]

-


zuletzt bearbeitet 11.09.2025 23:08 | nach oben springen

#38

RE: Die eine heilige katholische und apostolische Kirche

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 09.01.2026 22:22
von Aquila • 7.569 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Bereits im Jahre 1978 hat der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975)
in einer Predigt zur Festigkeit im Glauben an die Übernatürlichkeit der Kirche gemahnt:

-
[....]
"Die Kirche, ausgerichtet auf die Dreifaltigkeit:
so haben die Kirchenväter sie immer gesehen, Wie deutlich sind die Worte des heiligen Augustinus: Gott also wohnt in seinem Tempel, das heißt nicht bloß der Heilige Geist, sondern auch der Vater und der Sohn.
Die heilige Kirche ist daher Tempel Gottes und somit der ganzen Dreifaltigkeit(Augustinus, Enchiridion, 56 [PL 40, 258]).
[....]
Alle, die die Kirche wirklich geliebt haben, haben es auch verstanden, diese vier Merkmale mit dem tiefsten, unaussprechlichen Geheimnis unseres Glaubens zu verbinden, mit der Allerheiligsten Dreifaltigkeit:
Wir glauben an die Kirche Gottes, die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische, in der wir die Lehre empfangen; wir kennen den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist und werden getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

(Johannes Damaszenus, Adversum Iconoclastas, 12).

Um es niemals zu vergessen, müssen wir das große und tiefe Geheimnis der Kirche, das wir auf Erden nie ergründen werden, oft betrachten.
Der Verstand, auf sich allein gestellt, sähe in ihr lediglich eine Anzahl von Menschen, die bestimmte Vorschriften erfüllen und eine gewisse Ähnlichkeit im Denken zeigen. Aber das wäre nicht die heilige Kirche.

In der Kirche finden wir Katholiken unseren Glauben und unsere sittlichen Normen, unser Gebet und das Bewußtsein der Brüderlichkeit, die Gemeinschaft mit allen verstorbenen Brüdern der leidenden Kirche in der Läuterung des Fegefeuers und mit jenen der triumphierenden Kirche, die den dreimal heiligen Gott schon schauen und auf ewig lieben. Es ist die Kirche, die auf der Erde lebt und zugleich ]über der Geschichte steht, die Kirche,die unter dem Schutz Unserer Lieben Frau geboren wurde und die sie immerfort - auf Erden wie im Himmel - als Mutter preist.

Stärken wir in uns die Überzeugung, daß die Kirche übernatürlich ist;
bekennen wir es laut, sehr laut, wenn nötig;
denn heute haben viele, nach außen hin in der Kirche und sogar weit oben, solche Grundwahrheiten vergessen:
sie führen uns das Bild einer Kirche vor Augen, die weder die Heilige noch die Eine ist, die weder Apostolisch noch Katholisch sein kann, denn sie ruht nicht auf dem Felsen Petri, sondern ist durchsetzt von unrechtmäßigem Eigensinn und menschlicher Eigenwilligkeit.


Das alles ist keineswegs neu.
Seitdem unser Herr Jesus Christus die Kirche gegründet hat, ist diese unsere Mutter ständig der Verfolgung ausgesetzt gewesen: früher vielleicht in aller Offenheit, heute oft heimlich und versteckt.
Heute wie gestern fährt man fort, die Kirche zu bekämpfen.

Ich möchte betonen, daß ich weder meinem Temperament noch meinem Charakter nach ein Pessimist bin.
Wie könnte man auch ein Pessimist sein, wenn der Herr versprochen hat, bei uns zu bleiben bis ans Ende der Zeiten? (Vgl. Mt 28,20)

Das öffentliche Wirken der Kirche begann ja mit der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jünger im Abendmahlssaal (Ecclesia, quae iam concepta, ex latere ipso secundi Adami velut in cruce dormientis orta erat, sese in lucem hominum insigni modo primitus dedit die celeberrima Pentecostes. Ipsaque die beneficia sua Spiritus Sanctus in mystico Christi Corpore prodere coepit [Leo XIll., Enzyklika Divinum illud munus, AAS, 29, S. 648]).

Gott, unser Vater - ein liebender Vater, der uns wie seinen Augapfel hütet (Dt 32,10), wie es in der Heiligen Schrift zu unserem besseren Verständnis so einprägsam heißt -, Gott hört nicht auf, die von seinem Sohn gestiftete Kirche durch den Heiligen Geist zu heiligen.
Doch gegenwärtig durchlebt die Kirche eine schwere Zeit, in der viele Menschen ratlos geworden sind.
Die Verwirrung feiert wahre Triumphe und aufs neue werden die Irrtümer aller vergangenen Jahrhunderte marktschreierisch feilgeboten.

[....]
Wenn wir häretische Stimmen hören - ich muß sie so nennen, denn Schönfärberei widerstrebt mir -, wenn wir feststellen, daß man ungestraft die Heiligkeit der Ehe und des Priestertums angreift, daß man die unbefleckte Empfängnis und die immerwährende Jungfräulichkeit unserer Mutter Maria und alle ihre Vorzüge, mit denen Gott sie ausgestattet hat, bestreitet, das fortwährende Wunder der realen Gegenwart Christi in der heiligen Eucharistie, den Primat des Papstes und selbst die Auferstehung Christi in Frage stellt, - wie soll uns da nicht Traurigkeit erfüllen?
Doch habt Vertrauen, denn die heilige Kirche ist unzerstörbar.

Die Kirche wird wanken, wenn ihr Fundament wankt.

Aber kann Christus wanken?
Da Christus nicht wankt, wird auch die Kirche nicht wanken bis ans Ende der Zeiten

(Augustinus, Enarrationes in Psalmos, 103,2,5 [PL 37, 1353])."

-

Siehe bitte auch:
Zitate des hl. Josefmaria Escriva ( Begründer des Opus Dei)
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