Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#1

Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 21.12.2013 23:15
von Aquila • 5.589 Beiträge

Liebe Mitglieder, liebe Leser/innen

Wir stehen vor dem
HOCHFEST der Geburt unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS....
Weihnachten.


Der innergöttliche Ewige Ratschluss der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTTES,
beschliesst die durch den Sündenfall dem ewigen Tod entgegensehenden Menschen durch die SELBSTAUFOPFERUNG des eingeborenen SOHNES JESUS CHRISTUS zu erlösen und zu retten.

Mit der Menschwerdung des eingeborenen SOHNES GOTTES JESUS CHRISTUS
- empfangen vom HEILIGEN GEISTE, geboren aus der Makellosen, der Vor-Erlösten, der unbefleckt empfangenen, ohne Erbsünde empfangenen, allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria -
ist die Fülle der Zeit angebrochen.....


Es wird vielfach vergessen, dass die
Erlösungs-Tat Gottes bereits in der Krippe zu Bethlehem ihren Anfang nimmt....

Krippe und Kreuz sind eine unzertrennliche Einheit.

Folgende schöne Worte aus eine adventlichen Kreuzwegbetrachtung künden davon:

-

"Da liegt das neugeborene Kindlein, allen Gesetzen der Natur unterworfen:
Kälte, Hunger, Blösse, Armut warten Seiner.
Schon die erste Stunde Jesu im Stall von Bethlehem ist Erlösungstat-
Sühne, Rettung, Genugtuung
."



-
Alleine durch die Selbstaufopfernde Verdemütigung Gottes konnten die Sünden der Welt gesühnt werden und so die Menschen vor dem ewigen Tod bewahrt werden,
aufdass sie
- kraft ihres geschenkten freien Willens -
ihrer Berufung der Anteilhabe am Göttlichen Dreifaltigen Leben gerecht werden vermögen....
der hl. Paulus über das Kommen des Lammes Gottes als dem Ewigen Ratschluss der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes:

-

Hebr 10,5
Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt:
Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert,
doch einen Leib hast du mir geschaffen;
Hebr 10,6
an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.
Hebr 10,7
Da sagte ich:
Ja, ich komme -
so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun.

-

Der hl. Papst Gregor der Grosse über das Glaubens-Geheimnis
der Menschwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes JESUS CHRISTUS:

-

"Die Geburt unseres Herrn Jesu Christi übersteigt die Fassungskraft.
Derselbe ist Er ind Wesenheit Gottes und in der von ihm gewählten Gestalt des Knechtes.
Derselbe ist Er in Seiner ewigen Körperlosigkeit und in Seinem angenommenen menschlichen Leibe.
Derselbe ist Er in Seiner unverletzbaren Macht und in unserer leidensfähigen Schwachheit.
Derselbe ist Es, Der den Thron des Vaters teilt und von den Gottlossen ans Kreuzesholz geschlagen wurde.
Derselbe ist Es, Der als Bezwinger des Todes über alle Himmelshöhen emporstieg und bis ans Ende der Welt bei der ganzen Kirche bleibt.
Derselbe ist endlich ist Es, Der in dem Fleisch, in welchem Er zum Himmel auffuhr, kommen und über die Taten aller Sterblichen richten wird, wir Er Sich auch von den Gottlosen richten liess.

Obwohl Er nämlich der Sohn Gottes ist,
durch den wir erschaffen sind,
wurde Er doch auch durch die Annahme des Fleisches zum Sohne des Menschen,
damit Er unserer Sünden wegen sterben und um unserer Rechtfertigung willen auferstehen könnte."


-

Die Menschwerdung Gottes


In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine innig besinnliche restliche Adventszeit
und ein frohes und segensreiches Hochfest der Geburt
unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS....
unseres ERLÖSERS und HEILANDES.

Siehe bitte auch:

Papst Benedikt XVI.: Die Heilige Nacht




Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 24.12.2013 11:41 | nach oben springen

#2

RE: Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 24.12.2014 12:22
von Aquila • 5.589 Beiträge

Zum bevorstehenden Hochfest Weihnachten

der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort
hat den Ewigen Ratschluss der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes
- die zur Sühne der Sünden der Welt
Menschwerdung des einzig in Ewigkeit geborenen Sohnes -
in tiefsinnige Worte gefasst:
-

Und die Ewige Weisheit sieht,
dass nichts auf Erden die Sünde des Menschen sühnen kann,
dass nichts die Gerechtigkeit Gottes genugzutun
und seinen Zorn besänftigen vermag;
und doch will sie den armen Menschen retten, den sie innig liebt.
So findet sie einen wunderbaren Weg.

Staunend stehen wir vor dieser unbegreiflichen Liebe,
die vor nichts halt macht !
Die Ewige Weisheit bietet sich selbst ihrem Vater als Opfer dar,
um seiner Gerechtigkeit genugzutun,
um uns der Sklaverei Satans zu entreissen
und uns die ewige Seligkeit zu erwerben.

Das Opfer wird angenommen;
der Beschluss ist gefasst.
Die Ewige Weisheit
- der Sohn Gottes -
wird Mensch werden,
wenn die Zeit dafür gekommen ist.


-

Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
-

Weihnachten heisst,
dass GOTT
in einer KONKRETEN PERSON,
an einem BESTIMMTEN ORT,
zu einer BESTIMMTEN ZEIT
in unsere Welt gekommen ist.
Sichtbar, hörbar, fassbar, in menschlischer Gestalt:
In Gestalt eines Kindes.

"Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
er hat Kunde gebracht"

( Joh 1,7)

Dabei wohnt Gott nicht nur in Bethlehem.
Sondern
dieses Kind IST GOTT.

Kein Gleichnis,
kein Bild,
kein Symbol,

sondern WIRKLICHKEIT.

Gleichnisse Bilder und Symbole können uns
nicht
erlösen.
All das hatten die Menschen auch schon vor Christus.

ERLÖSEN KANN UNS NUR
DER WIRKLICH UND WAHRHAFT IM FLEISCH ERSCHIENENE GOTT.

Das Gebet des Herrn
erinnert uns nicht nur täglich an dieses Geheimnis,
sondern es vermehrt in uns zugleich den Glauben."

-


Der Engel des Herrn sprach:
-
Lk 2,11
Heute ist euch in der Stadt Davids der
Retter (Heiland)
geboren;
er ist
(Christus) der Messias,
der
Herr.
-

Unser Herr und Gott Jesus Christus


Retter / Heiland

Messias / Gesalbter / Christus

Herr



Retter / Heiland
bezeichnet
Sein Tun,

Der zweite Name
Christus der Messias ( Gesalbter )
bezeichnet
das Sein als Gott-Mensch.

Der dritte Name schliesslich
Herr
weist auf
Seine Majestät hin.


Die Menschwerdung Gottes

-


Ich wünsche allen Mitgliedern und Leser/innen ein
frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.





Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 24.12.2014 12:24 | nach oben springen

#3

RE: Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 24.12.2015 18:08
von Aquila • 5.589 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Zum
Hochfest der Geburt Jesu Christi - Weihnachten -
ein Auszug aus der sechsten Weihnachtspredigt
des hl. Leo des Großen:
-

"Das heutige Fest erneuert in uns den Beginn der Geburt Jesu aus der Jungfrau, und während wir die Geburt unseres Heilandes anbeten, finden wir,
dass wir damit unseren Ursprung feiern.
Denn die Geburt Christi ist der Ursprung des christlichen Volkes;
der Geburtstag
des Hauptes ist auch der Geburtstag des Leibes.

Mögen auch die einzelnen Berufungen ihre Ordnung haben, mögen die Söhne der Ekklesia ihrer zeitlichen Folge nach unterschieden sein
- diese ganze Summe der Gläubigen, geboren im Taufquell:
wie sie mit Christus in der Passion gekreuzigt, in der Auferstehung wiedererweckt, in der Himmelfahrt zur Rechten des Vaters niedergesetzt wurden,
so sind sie mit ihm in dieser Geburt mitgezeugt.
Wer immer unter den Menschen irgendwo in der Welt als Gläubiger in Christus wiedergeboren wird,
bei dem wird die Verbindung zu dem ererbten Moder durchschnitten,
und durch die Wiedergeburt geht er hinüber in den neuen Menschen.
Er gehört nicht mehr zu dem Geschlecht des fleischlichen Vaters,
sondern zu dem Geschlecht des Heilandes,
der deshalb Sohn des Menschen geworden ist,
damit wir Söhne Gottes
sein könnten."


-

nach oben springen

#4

RE: Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 25.12.2016 10:31
von Aquila • 5.589 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Zum Hochfest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus
Pater Franz Karl Banauch von der Petrus-Bruderschaft:
-

Das Wunder der Menschwerdung Gottes ist das zentrale Wunder des Christentums schlechthin, von dem alle übrigen abhängen.
Deshalb befassten sich die ersten christlichen Konzilien besonders intensiv mit dieser Frage. Schließlich definierte das Konzil von Chalzedon vom Jahr 451 in Bezug auf Christus:

„Derselbe ist wirklich Gott und wirklich Mensch aus einer vernünftigen Seele und einem Leib.
Er ist dem Vater wesensgleich gemäß der Gottheit und uns wesensgleich gemäß der Menschheit, in jeder Hinsicht uns ähnlich, ausgenommen die Sünde.“

Dabei waren die Hauptakteure der frühen Konzilien wohl noch mehr als der moderne Durchschnitts-Christ von der prinzipiell unendlichen Kluft zwischen Gott und Geschöpf überzeugt.
Das unterstreicht jedoch nur die innere Spannung, welche diese Einigung der göttlichen und der menschlichen Natur in Christus bedeutet.
Bei aller Betonung von beidem, dem Göttlichen und dem Menschlichen,
besteht dennoch keine vollständige Parallele:
Christus hat sowohl die göttliche Natur als auch die menschliche,
aber Er ist eine der drei göttlichen Personen und insofern ganz und gar mit der Gottheit identisch.

Er hat und ist die Gottheit ewiglich.
Die Menschen-Natur hingegen empfing Er zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt innerhalb der Geschichte, an einem ganz bestimmten Ort auf unserer Erdkugel"

-
(aus dem Mitteilungsblatt der Petrus-Bruderschaft Dezember 2016)


Dazu auch aus einer Predigt von
Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
-

Weihnachten heisst,
dass GOTT
in einer KONKRETEN PERSON,
an einem BESTIMMTEN ORT,
zu einer BESTIMMTEN ZEIT
in unsere Welt gekommen ist.
Sichtbar, hörbar, fassbar, in menschlischer Gestalt:
In Gestalt eines Kindes.

"Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
er hat Kunde gebracht"

( Joh 1,7)

Dabei wohnt Gott nicht nur in Bethlehem.
Sondern
dieses Kind IST GOTT.

Kein Gleichnis,
kein Bild,
kein Symbol,

sondern WIRKLICHKEIT.

Gleichnisse Bilder und Symbole können uns
nicht
erlösen.
All das hatten die Menschen auch schon vor Christus.

ERLÖSEN KANN UNS NUR
DER WIRKLICH UND WAHRHAFT IM FLEISCH ERSCHIENENE GOTT.

Das Gebet des Herrn
erinnert uns nicht nur täglich an dieses Geheimnis,
sondern es vermehrt in uns zugleich den Glauben."


-

Siehe bitte auch:
Die Menschwerdung Gottes

-

Die drei hl. Messen im Alten Ritus:

Missa in nocte
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c251/index.html
Missa in aurora
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c252/index.html
Missa in die
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c253/index.html
-


zuletzt bearbeitet 25.12.2016 20:42 | nach oben springen

#5

RE: Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 24.12.2017 21:06
von Aquila • 5.589 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Zum
Hochfest der Geburt unseres Herrn und Gottes Jesus Christus - Weihnachten -


der hl. Papst Gregor der Grosse über das Glaubens-Geheimnis
der Menschwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes JESUS CHRISTUS:

-

"Die Geburt unseres Herrn Jesu Christi übersteigt die Fassungskraft.
Derselbe ist Er ind Wesenheit Gottes und in der von ihm gewählten Gestalt des Knechtes.
Derselbe ist Er in Seiner ewigen Körperlosigkeit und in Seinem angenommenen menschlichen Leibe.
Derselbe ist Er in Seiner unverletzbaren Macht und in unserer leidensfähigen Schwachheit.
Derselbe ist Es, Der den Thron des Vaters teilt und von den Gottlossen ans Kreuzesholz geschlagen wurde.
Derselbe ist Es, Der als Bezwinger des Todes über alle Himmelshöhen emporstieg und bis ans Ende der Welt bei der ganzen Kirche bleibt.
Derselbe ist endlich ist Es, Der in dem Fleisch, in welchem Er zum Himmel auffuhr, kommen und über die Taten aller Sterblichen richten wird, wir Er Sich auch von den Gottlosen richten liess.

Obwohl Er nämlich der Sohn Gottes ist,
durch den wir erschaffen sind, wurde Er doch auch durch die Annahme des Fleisches zum Sohne des Menschen,
damit Er unserer Sünden wegen sterben und um unserer Rechtfertigung willen auferstehen könnte."


-


Ein Auszug aus dem Römischen Katechismus
- "dem Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trientfür die Pfarrer auf Befehl der Päpste Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben". -
über die Geburt unseres Herrn und Gottes Jesus Christus.

-

Erster Teil, Viertes Hauptstück:
Vom dritten Artikel:
Der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren aus Maria, der Jungfrau.

8. Christus wurde nicht nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur geboren

Aber wie die Empfängnis selbst die Ordnung der Natur durchaus übersteigt:
so lässt sich auch in der Geburt nichts als Göttliches wahrnehmen.

Überdies
- und Wunderbareres kann durchaus nicht ausgesprochen noch gedacht werden -
wird er geboren aus der Mutter ohne jede Verletzung der mütterlichen Jungfräulichkeit,
und wie er später aus dem verschlossenen und versiegelten Grab hervorging und "zu seinen Jüngern durch verschlossene Türen eintrat" (Joh 20,19);
oder, um auch von den Dingen, welche wir täglich in der Natur vor sich gehen sehen, nicht abzugehen:
wie die Strahlen der Sonne die feste Masse des Glases durchdringen, ohne sie zu brechen oder irgendwie zu verletzen:
auf ähnliche und noch erhabenere Weise ging Jesus Christus aus dem mütterlichen Schoß ohne den geringsten Nachteil der Jungfräulichkeit seiner Mutter hervor;
+
denn wir feiern ihre unverletzte und beständige Jungfrauschaft mit zweifellos wahren Lobsprüchen.
Und zwar wurde dies durch die Kraft des Heiligen Geistes bewirkt, welcher bei der Empfängnis und Geburt des Sohnes der Mutter so beistand, daß er ihr einerseits Fruchtbarkeit verlieht, andererseits die beständige Jungfrauschaft bewahrte.
+



9. Christus wird mit Recht der zweite Adam und Maria die andere Eva genannt.

Bisweilen pflegt der Apostel Christus Jesus "den neuen Adam"
(1 Cor 15, 21. Rom 5,12-14) zu nennen und ihn mit dem ersten Adam zusammenzubringen;
denn wie im ersten alle Menschen sterben,
so werden im zweiten alle ins Leben zurückgerufen,
und wie Adam für das menschliche Geschlecht, so weit es den natürlichen Stand betrifft, der Vater war, so ist Christus Urheber der Gnade und Herrlichkeit.
In dieser Weise können wir auch die jungfräuliche Mutter mit Eva so zusammenbringen daß der ersten Eva die zweite, welche Maria ist, entspricht;
gleichwie wir vom zweiten Adam, das ist Christus, gezeigt haben, daß er dem ersten Adam entspricht.
Eva nämlich hat, weil sie der Schlange Glauben schenkte,
Fluch und Tod über das Menschengeschlecht gebracht,
und nachdem Maria dem Engel geglaubt hatte, geschah es durch Gottes Güte, daß Segen und Leben den Menschen zuteil wurde.
Um Evas willen werden wir als Söhne des Zornes (Eph 3,2) geboren:
von Maria aber haben wir Jesus Christus empfangen, durch den wir zu Söhnen der Gnade wiedergeboren werden.
Zu Eva wurde gesagt:
"In Schmerzen wirst du Kinder gebären" (Gen 3, 16);
+
Maria ist von diesem Gesetz befreit, indem sie, unbeschadet der Unversehrtheit ihrer jungfräulichen Scham, ohne jedes Gefühl eines Schmerzes, wie oben gesagt worden, Jesus, den Sohn Gottes, gebar.
+


-
Siehe dazu bitte auch :
Die neue Eva
und:
Die Marianischen Dogmen


Der hl Hilarius von Poitiers ( gest. 367)
in seinem Werk "Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)"
über den Gott-Menschen Jesus Christus:

-

Von der Gottheit unseres Herrn Jesu Christi haben wir also folgendermaßen erfahren:
durch seinen Namen, durch seine Geburt, durch sein Wesen,
durch seine Macht, durch sein Bekenntnis.


Ich glaube aber, daß der Name in keiner Weise einen Zweifel läßt.
Lesen wir doch:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Was überhaupt ist da an Schmähung möglich, warum er nicht sein solle, als was ihn sein Name nennt?
Oder ist nicht etwa der Name Bezeichnung für das Wesen?
Alles Widersprechen muß begründet sein, darum frage ich hier nach dem Grund zur Leugnung der Göttlichkeit.
Denn die Bezeichnung ist ganz schlicht und ist frei von einer fremdartigen Zubenennung,
die zu Bedenken Anlaß geben könnte.
Das fleischgewordene Wort ist nämlich nichts anderes als Gott.
Hier ist kein Grund, eine abgeleitete oder angenommene Benennung zu argwöhnen, so daß ihm der Name Gott nicht auf Grund des Wesens zukäme.


Christus stammt aus dem Himmel, ist Menschensohn und ist im Himmel.

Gerade daraufhin hat der Herr selbst jenes übergroße und ungemein
schöne Geheimnis der Menschannahme aufgewiesen, mit seinem Wort:
Niemand ist zum Himmel emporgestiegen, wer nicht vom Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn, der im Himmel ist.” (Joh.3,13 )
Daß er vom Himmel herabstieg, ist die Ursache des vom Heiligen Geist empfangenen Ursprungs.
Nicht hat nämlich Maria dem Leibe den Ursprung gegeben, wenn sie auch zum Wachstum und zur Geburt des Leibes alles das beigetragen hat, was ihrem Geschlecht wesensgemäß zukommt.

Sofern er aber Menschensohn ist, ist er der
Sproß des in der Jungfrau empfangenen Leibes.

Sofern er endlich im Himmel ist,
macht das die Macht des immerdauernden Wesens aus.
Denn trotz des von sich aus ins Dasein gerufenen und erschaffenen Leibes hat er sich nicht aus der Kraft seiner Unendlichkeit heraus in den Bereich seines umgrenzten Körpers eingeengt.
Wenn er auch vermöge der Kraft des Geistes und der Macht des Wortes Gottes
in der Gestalt eines Knechtes (Phil 2,7) Dasein hatte,
so ist dennoch der Herr des Himmels und der Welt
von keinem Kreise innerhalb und außerhalb des Umkreises von Himmel und Erde je fern gewesen.


Deswegen also ist er sowohl vom Himmel herabgestiegen
und auch Menschensohn und endlich im Himmel gegenwärtig,
weil das fleischgewordene Wort sein Fortdauern als Wort nicht verloren hatte.

Denn sofern es Wort ist, bleibt es im Himmel;
sofern es Fleisch ist, besteht es als Menschensohn;
sofern das Wort Fleisch wurde, stammt es vom Himmel
und ist es Menschensohn und ist es im Himmel
.
Denn die Kraft des Wortes besteht nicht in körperlicher Art, und auch war es da nicht fern, von wo es herabgestiegen war.
Und das Fleisch hatte nicht anderswoher seinen Ursprung genommen als aus dem Wort,
Und das fleischgewordene Wort
war trotz seines Fleisch-seins dennoch sehr wohl das Wort.



-

Schliesslich aus einer Predigt von
Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
-

Weihnachten heisst,
dass GOTT
in einer KONKRETEN PERSON,
an einem BESTIMMTEN ORT,
zu einer BESTIMMTEN ZEIT
in unsere Welt gekommen ist.
Sichtbar, hörbar, fassbar, in menschlischer Gestalt:
In Gestalt eines Kindes.

"Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
er hat Kunde gebracht"

( Joh 1,7)

Dabei wohnt Gott nicht nur in Bethlehem.
Sondern
dieses Kind IST GOTT.

Kein Gleichnis,
kein Bild,
kein Symbol,

sondern WIRKLICHKEIT.

Gleichnisse Bilder und Symbole können uns
nicht
erlösen.
All das hatten die Menschen auch schon vor Christus.

ERLÖSEN KANN UNS NUR
DER WIRKLICH UND WAHRHAFT IM FLEISCH ERSCHIENENE GOTT.

Das Gebet des Herrn
erinnert uns nicht nur täglich an dieses Geheimnis,
sondern es vermehrt in uns zugleich den Glauben."


-
Siehe bitte auch:
Das Wort ist Fleisch geworden; die Menschwerdung Gottes


Die drei hl. Messen im Alten Ritus:

Missa in nocte
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c251/index.html
Missa in aurora
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c252/index.html
Missa in die
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c253/index.html
-


zuletzt bearbeitet 24.12.2017 22:17 | nach oben springen


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