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#11

RE: Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 27.12.2018 23:17
von Aquila • 5.738 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


So wie die allerseligste Jungfrau Maria ihren göttlichen Sohn gebar und Er in ihren Geist und ihr Herz in die Offenheit der Anschauung und Liebe tritt,
so erfährt es auch ein jeder Mensch, in dem Christus "geboren wird" und zur beherrschenden Wirklichkeit des inneren Lebens wird.

Hw Romano Guardini legt dies bezugnehmend auf das dritte Geheimnis des freudenreichen Rosnkranzes "den Du, o Jungfrau, geboren hast" in seiner Abhandlung:
"Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau" aus dem Jahre 1940 näher dar:

-

"Die Stunde der heiligen Nacht, da das göttliche Kind ins Offene der Welt tritt, unser Bruder wird und das Schicksal des Erlösers auf sich nimmt:
'Es geschah aber ...dass die Tage sich für sie erfüllten, und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn'(Lk 2, 6-7).
Das ist für uns alle, und der Lobpreis des seligen Ereignisses wird auf Erden nicht mehr verstummen.
In der gleichen Stunde geschieht aber auch etwas, das nur Maria angeht: in ihrem persönlichsten Dasein, in ihrem Geiste und Herzen, tritt Christus in die Offenheit der Anschauung und Liebe.
Der Umgang der Erwartung wird zur Gemeinschaft von Angesicht zu Angesicht.
Unsägliche Wahrheit: der ihr Kind ist, ist ihr Heiland!
Wenn sie ihm ins Antlitz schaut, erblickt sie den, der die „Erscheinung des lebendigen Gottes“ ist.
Wenn ihr Herz überströmt, geht die innige Flut zu ihm, der in der Liebe des Erlösers gekommen ist.
Wenn sie dem zarten Leben da dient, dient sie dem in Menschenschwäche erschienenen Herrn.

Das vollzieht sich geistlich in jedem christlichen Menschen, so oft das gläubig geahnte innere Leben in die Klarheit des Erkennens, in die Deutlichkeit der Tat, in die Entschiedenheit des Zeugnisses tritt.
In jedem von uns wird Christus geboren, so oft Er in irgendeinem Tun oder Erfahren als der Eigentliche und Maßgebende durchdringt.
Einmal aber geschieht es mit besonderer Bedeutung:
wenn uns ganz hell und stark aufgeht, wer Christus ist, so dass Er zur beherrschenden Wirklichkeit unseres inneren Lebens"wird.


-

Noch eine Anmerkung zur Bezeichnung "ihren erstgeborenen Sohn":
Diese Stelle wird gerne dazu missbraucht,
um das Dogma der Ewigen Jungfräulichkeit Mariens
- Jungfrau vor, in und nach der Geburt -

in Abrede zu stellen.

Die Bezeichnung "erstgeborener" sollte zur damaligen Zeit hervorheben,
dass auf den Erstgeborenen alle Rechte übertragen wurden.
Niemals war sie gleichzusetzen mit noch weiteren Nachkommen.

Die allerseligste Jungfrau empfing jungfräulich durch die Kraft des Heiligen Geistes....
sie gebar ihren göttlichen Sohn jungfräulich ohne Schmerzen.....
sie blieb Jungfrau auch nach der Geburt.

+
Dogma:
MARIA - EWIGE JUNGRFRAU
Verkündet an der
Lateransynode 649:

Maria ist heilig, immer jungfräulichen und makellos.
"Maria war Jungfrau vor, in und nach der Geburt"

+

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#12

RE: Hochfest Geburt Christi / Weihnachten

in Hochfeste Christi 29.12.2018 22:15
von Aquila • 5.738 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Zum Sonntag in der Oktav von Weihnachten aus dem Schott-Messbuch 1962:

-

Sonntag in der Oktav von Weihnachten
2. Kl. – Farbe weiß


Christus ist König und Herr (Intr.).
Wir flehen, daß er seine Herrschaft über uns geltend mache und wir sie in guten Werken betätigen (Oratio).
Er hat uns ja machtvoll aus dem Stande der Knechtschaft zur Würde der Kindschaft Gottes erhoben (Epistel).
Dankbar für diese «Erlösung» und Erhebung, sprechen wir: «Mein Werk dem König» (Grad.) und: «Herrsche du ganz über mich» (Allel.).
Wehe dem, der sich Christi Herrschaft nicht unterwerfen will: ihm wird Christus zum Falle (Evang.).
Opfernd huldigen wir dem Christ-König und legen unsre Gaben zu den Füßen seines Thrones, des Altares nieder (Offert.).
In der heiligen Kommunion empfangen auch wir das göttliche Kind und ziehen, gestärkt durch dessen Gnadenkraft, in das gelobte Land der ewigen Heimat (Comm.).

-

Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...twhn/index.html

Über den Weihnachtsfestkreis:
Wie lange dauert Weihnachten ?



Der hl. Zeno von Verona ( gest. um 370) hat im Traktat IX. seines zweiten Buches eine wunderschöne Abhandlung
Von der Geburt und Majestät des Herrn geschrieben.
Es ist auch gleichzeitig ein Lobgesang auf die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria:
-

[....]
1. Nach der Verheißung, die Gott und seine Propheten gegeben,
daß er zur rechten Zeit dem Menschengeschlecht seinen Sohn als Erlöser senden werde,
legte derselbe, als die Zeit erfüllt war, auf eine Weile seine Herrlichkeit,
doch nicht seine Macht ab, verließ den Himmel und trat unbemerkt als keuscher Gast
in das Heiligtum des jungfräulichen Tempels (Schoßes),
das als seine Wohnstätte schon vorausgesagt war;
dort gestaltete er sich so, wie er sein wollte
.
Ja, in der Verborgenheit schreitet er zur Ausführung des Werkes, über das er schon lange seine Bestimmungen getroffen.
Freiwillig ruht er in dem gesegneten Heim der Keuschheit;
und im Schoß der heiligen Jungfrau bereitet er sich einen Leib,
um nach seinem Ratschluß geboren zu werden
.
Dem Menschen völlig angeglichen, birgt sich Gott in der Hülle des Fleisches;
er, der die Zeiten in Ewigkeit wandelt, entleiht sein menschliches Leben von der Zeit,
Was für ein Wunder!
Maria empfängt von dem, den sie gebiert.
Ihr Mutterschoß füllt sich durch die (göttliche) Majestät,
nicht
durch (menschlichen) Samen;
eine Jungfrau umschließt ihn, den die Welt und ihre Fülle nicht faßt.

Während dieser Zeit bringen ihre (menschlichen) Organe ihren eigenen Schöpfer zur Entwicklung und das geschaffene Werk (Maria) bekleidet seinen eigenen Bildner
mit menschlicher Gestalt.
Maria gebiert nicht in Schmerz, sondern in Freude.
Es wird ein Sohn geboren ohne Vater und doch auch nicht ganz Sohn der Mutter;
denn er verdankt es sich selbst, daß er empfangen ward;
und es ist sein Geschenk
an
die Mutter, daß er geboren ward
.
Sie selbst staunt am meisten, daß aus ihr ein solcher Sohn hervorgegangen;
man würde nicht glauben,
daß er von ihr geboren wäre, wenn sie nicht ebenso,
wie sie Jungfrau war nach der Empfängnis, es ebenso geblieben wäre nach der Geburt
.

-

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