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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 01.02.2026 19:59von Blasius • 4.489 Beiträge

Das Fest Mariä Lichtmess
O Licht der Welt, du scheuchest fern die Nacht.
Du hast, die Licht im Herrn sind, angefacht.
Verschmähe, Jesu, meine Seele nicht,
Und sprich ein Wort, dann wird auch sie zum Licht.
1. Betrachte in Andacht die Heiligen und Gerechten, die heute im Tempel zu Jerusalem sich versammeln. Dort ist die durch langjährige Abtötung und Gebet leuchtende Prophetin Anna, dort der heilige, von Gottes Geist erfüllte Greis Simeon, dort der heilige Patriarch Joseph, dem der ewige Vater die Pflege der Kindheit seines Eingeborenen übergeben hat, dort Maria, die jungfräuliche Gottesgebärerin, dort endlich Jesus, der Sohn Gottes, der hier seinem ewigen Vater zu einem Morgenopfer sich darbringt, und zwar nun sich loskaufen lässt, doch nur um später durch sein Abendopfer uns selbst loszukaufen.
2. Wie wunderbar ist diese heiligste Versammlung. Wie leuchtend sind die Beispiele der Heiligkeit aller. Ganz besonders aber glänzt bei dieser heiligen Feier die Demut der hochgebenedeiten Jungfrau, die, ob auch reiner denn die Sterne des Himmels, dennoch unter den Sünderinnen zur gesetzlichen Reinigung erscheint, zu der sie nicht verpflichtet ist, da sie vom Heiligen Geist selbst empfangen, und als Jungfrau geboren hat. Sie, die Heiligste der Heiligen, spricht zu dem Priester: "Nimm hin dies Opfer für meine Reinigung, bringe dem Herrn es dar, und bitte für mich!" O Abgrund der Demut! Ach, hätten wir doch bei unseren Sünden die Demut, die die Heiligen bei ihren Tugenden hatten.
3. Diese heiligsten Personen kamen im Tempel zusammen. Der Tempel war ihr Lieblingsaufenthalt. Hier schütteten sie ihr Herz vor Gott aus. Hier empfingen sie Erleuchtungen und Gnaden zu einem so heiligen Lebenswandel. Hier offenbarte Gott ihnen die verborgensten Geheimnisse. Sie alle vereinigten sich mit heiliger Freude um Jesus, den sie als das Licht der Welt mit ehrfürchtigster Liebe umfingen. Thront aber nicht der gleiche Gott und Erlöser in unseren Tempeln? So versammeln wir uns denn mit so vielen frommen und heiligen Seelen, die daselbst mit inbrünstiger Andacht ihn anbeten. Flehen wir ihn um seine Gnade an, und wirken wir getreu damit, dann werden wir dem Tod getrost entgegen sehen, und mit jenem heiligen Greis ausrufen: "Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen." (Lukas 2,29-30)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 03.02.2026 08:59von Blasius • 4.489 Beiträge

Über die Welt
Sieh, die Welt ist voll Gefahren.
Wie auf sturmbewegtem Meer
Wankt mein Schifflein hin und her.
Gib mir, Herr, hindurch zu fahren
Ohne Schiffbruch fort und fort
Bis zu dir, dem sichern Port.
1. Niemals wirst du zu dem wahren Frieden der Kinder Gottes gelangen, so lange du dein Herz nicht von dieser Welt entfesselst, weil du niemals zur Freiheit gelangen kannst, sondern, je nach ihrem beständigen Wechsel, bald fröhlich, bald betrübt und verwirrt sein wirst. Nicht umsonst verglichen alle heiligen Lehrer die Welt dem Meer, wo beständige Stürme herrschen, wo alle Fluten bitter sind, wo die kleineren Fische beständig von den größeren verschlungen werden, und wo die Schiffer in fortwährender Gefahr schweben, durch Schiffbruch umzukommen. Denn also verhält es sich genau mit der Welt. Wie aber kann je eine christliche Seele diese Welt lieben, und ihr Herz an sie setzen.
2. Indessen können wir dennoch manches von den Schiffern lernen, um unsere eigene Schifffahrt auf diesem sturmbewegten Meer zu ordnen. Fahren nämlich auch die Schiffer auf dem Meer, so trinken sie doch niemals von seinen salzigen Gewässern. Auch halten sie sich nicht auf, ob sie auch an noch so schönen Städten oder Inseln vorüber segeln, sondern sie benützen den günstigen Wind, um in ihrer Fahrt weiter zu kommen, und ihr Ziel zu erreichen, denn nicht das Meer ist ihr ständiger Aufenthalt. Sie segeln nur hindurch und blicken oft zum Himmel und zu den Sternen, den Lauf ihres Schiffes recht zu richten, damit sie den ersehnten Hafen nicht verfehlen.
3. Schließlich sind auch alle Schiffer unablässig beschäftigt. Einige sind bestimmt, das Schiff zu leiten, andere, die Segel aufzuspannen oder einzuziehen. Andere stehen am Ruder, und jeder hat daselbst seine eigene, vom obersten Befehlshaber ihm angewiesene Arbeit, die so lange dauert, als die Schifffahrt selbst, damit sie die Schätze, die sie mit sich führen, glücklich in die Heimat bringen. Also sollen auch wir während unserer Schifffahrt getreu in dem Beruf arbeiten, den Gottes Vorsehung uns angewiesen hat, und diese Welt nur im Vorübergehen gebrauchen. "Denn wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern wir suchen die künftige", spricht der Apostel. Psalm 39,13: "Höre mein Gebet, Herr, vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen. Denn ich bin nur ein Gast bei dir, ein Fremdling wie all meine Väter."
https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/
RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 04.02.2026 04:47von Blasius • 4.489 Beiträge

Meide den Umgang mit Bösen
O lass mich, Jesus, von dir lernen
Mich unbefleckt erhalten in der Welt;
Und wachsam von dem Netze mich entfernen,
Das überall die Feinde aufgestellt.
1. Wenn dein ewiges Heil dir am Herzen liegt, so sei wachsam, allen näheren Umgang mit verkehrten und lasterhaften Menschen zu meiden. Denn nicht nur schadest du dadurch deinem guten Ruf bei allen Guten, sondern du selbst auch wirst bald werden wie diejenigen, mit denen du umgehst. Das Böse ist seiner Natur nach ansteckend, und wird leichter als das Gute angenommen. Denn unser eigenes Herz ist heimlich dazu geneigt, und es gelüstet ihm gern nach Verbotenem. Kein Kranker wird gesund, weil er mit Gesunden umgeht, aber gar leicht wird krank, wer viel mit Kranken umgeht.
2. Kein Verworfener ist in der ewigen Verdammnis, der nicht klagte, das böse Beispiel habe ihn dahin gebracht. Wer auch kann je lange unter unkeuschen Menschen sich rein erhalten? Wer lange mit Aussätzigen zusammen leben, ohne selbst aussätzig zu werden? Gern ahmt man solchen nach, die man achtet, und verlernt unter ihnen allmählich den Abscheu vor den Bösen, bis man zuletzt schlimmer wird als sie. Wie viele, die nichts weniger dachten, haben auf diese Weise Glauben und Sitten verloren. Wären also solche Menschen dir auch lieb wie deine Augen, notwendig wie deine Hände, nützlich wie deine Füße, so ermahnt dich dennoch der Herr, sie abzusondern und zu entfernen, wenn du nicht willst in das ewige Feuer geworfen werden.
3. Fürchte dich nicht, solchen zu missfallen, die Gott missfallen. Meide diejenigen, die von Gott sich entfernen, und von denen Gott sich entfernt. Beleidige die Gnade Gottes nicht dadurch, dass du in die Gefahr dich begibst, sie zu verlieren, denn die Gelegenheit ist eine mächtige Feindin, und viele fanden darin den Tod ihrer Seele. Wir selbst geben dem Feind Waffen gegen uns in die Hände, denn er ist nur stark durch unsere Schwäche, oder vielmehr durch unsere Vermessenheit. Wenig vermag er über uns, wenn wir nicht selbst in die Schlinge gingen, die er durch die Gelegenheit uns gibt. Jesus Sirach 13,1+13: "Wer Pech anrührt, dem klebt es an der Hand; wer mit einem Zuchtlosen umgeht, nimmt seine Art an. Gib acht, und sei vorsichtig, geh nicht mit gewalttätigen Menschen!"
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 05.02.2026 12:07von Blasius • 4.489 Beiträge

Von der innerlichen Trockenheit
und der Untröstlichkeit
Zage nicht in Angst und Grauen;
Denn es glänzt das Kreuz des Herrn
In der Nacht als heller Stern.
Dorthin richte dein Vertrauen,
Und bald wirst du Hilfe schauen;
Denn dein Heiland ist nicht fern.
1. Verwundere dich nicht, wenn du im Dienst Gottes zuweilen Trockenheit erfährst, und lass darum deinen Mut nicht sinken, denn wie im Äußerlichen, also gibt es auch im Innern eine Zeit des Sommers und eine Zeit des Winters, eine Zeit des Friedens und eine Zeit des Krieges, eine Zeit des Lichtes und eine Zeit der Finsternis, und notwendig ist die Abwechslung dieser Zeiten. Gerne wärst du immer im Trost, aber wenig Verdienste erwirbt eine Seele, die nicht durch Versuchungen geprüft wird. Leuchten muss in der innerlichen Nacht ihr Glaube, zeigen muss sich in der Verlassenheit ihr Vertrauen, und in der größten Trostlosigkeit ihre Liebe.
2. Eine Seele, die im Licht des Trostes lebt, irrt nicht selten. Sie glaubt, sie liebt den Gott des Trostes, und liebt doch nur den Trost Gottes. Aber wenn alles anfängt ihr zu verleiden, wenn sie fühllos für menschlichen Trost, und der Himmel ihr verschlossen ist, wenn sie den Wermutkelch trinken muss, der zur Prüfung ihr vorgesetzt wird, wenn sie das Kreuz umfangen soll, bei dessen Anblick Schauder sie durchrieselt, wenn innerliche Angst und schwere dämonische Versuchungen sie bedrängen, wenn die Natur zu murren, und der Glaube zu wanken beginnt, dann zeigt sich die uneigennützige Liebe in ihrem reinsten Licht.
3. Ein überaus strenges Fegefeuer ist dies für heilige Seelen, aber ein Feuer, worin ihre Liebe wie das Gold geläutert wird. Alle ihre Tugenden, ja auch sich selbst hält eine solche Seele für verloren. Doch niemals ist ihr Glaube fester als in diesem Streit gegen die Anfechtungen, nie ihre Geduld standhafter als im Erdulden dieser innerlichen Pein. Sie hält sich für verlassen, aber nie ist Gott ihr näher. Er zählt alle ihre Seufzer, segnet alle ihre Kämpfe. Er hält die Kraftlose in seinen Armen, und bereitet ihrer Treue eine Krone himmlischer Vergeltung. Gleichwie der Falter aus seinem Gefängnis, also tritt auch sie neu umgewandelt ins Leben und ruft dann freudig mit dem Propheten: "Herr, nach der Fülle meiner Angst, die ich in meinem Herzen empfand, haben deine Tröstungen meine Seele erfreut." (Psalm 94)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 06.02.2026 08:26von Blasius • 4.489 Beiträge

Vom geduldigen Tragen des Kreuzes
Herr, deine strenge Prüfung ist gerecht,
Du schlägst mich, dass du meine Wunden heilest.
Treu küsset deine Vaterhand dein Knecht,
Weil, nach der Strafe, Gnade du erteilest.
1. Warum brichst du in bitteren Unmut aus, wenn nicht alles nach deinem Wunsch ergeht? Weißt du etwa nicht, dass du hier im Land der Prüfungen bist, und dass ohne Kreuz keine Tugend, ohne Geduld kein Verdienst möglich ist? So trage denn das Kreuz, das Gott dir auferlegte, mit Geduld, denn keins ist dir heilsamer, keins deinen Kräften so angemessen. Nichts auch gewinnst du, wenn du es abwirfst, denn unfehlbar würdest du ein noch lästigeres finden. Wer ist je in dieser Welt ohne Kreuz? Du findest es in den Burgen der Könige, wie in den Hütten der Armen, denn da alle nur durch das Kreuz selig werden, stellte die göttliche Vorsehung es überall auf.
2. Gott züchtigt diejenigen, die er liebt. Liebte er dich nicht, so züchtigte er dich nicht, und nicht mehr gehörst du zur Anzahl seiner Kinder. Nie zürnt Gott einen Sünder schwerer, als wenn er ihn nicht mehr straft, denn er bestraft nur darum in der Zeit, damit er in der Ewigkeit schone. Immer auch sucht er mit seiner Gnade diejenigen heim, die er durch Strafen heimsucht, darum küsst eine geduldige Seele immer dankbar seine Vaterhand. Erschauderst du vor dem Kreuz, so entsagst du der Religion, deren Siegel das Kreuz ist, und entsagst dem Himmel, wohin nur die Fahne des Kreuzes führt.
3. Was also klagst du? Was verlangst du? Willst du auf einem anderen Weg in den Himmel eingehen, als auf dem, worauf Jesus mit seinen Heiligen eingingen? So ergib dich denn den Händen Gottes mit Vertrauen. Niemand meint es besser mit dir. Er sieht dein Leiden in seinem ganzen Umfang. Aber er sieht auch die Liebe oder den Unmut mit dem du es erträgst. Er ist mächtig und weise, er kann und wird dich auch befreien, wenn seine Weisheit es dir als heilsam erkennt. Erkennt sie aber das Gegenteil: wer bist du denn, ihm zu widerstehen? Ist er nicht dein allerhöchster Herr, dein Vater, dein Richter? Apostelgeschichte 14,22b: "Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen."
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