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#451

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 11.09.2015 20:45
von Blasius • 1.473 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,


Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

24. Predigt über das Hohelied


„Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten“

Wenn ihr an Christus glaubt, so tut die Werke Christi, damit euer Glaube lebe; Liebe wird diesen Glauben beleben und Taten ihn beweisen. Wenn ihr in Christus bleiben wollt, müsst ihr euch verhalten wie er. Wenn ihr Ehre sucht, die Glücklichen dieser Welt beneidet, über Abwesende schlecht sprecht, Böses mit Bösem vergeltet – Christus hat das nicht getan. Ihr sagt, ihr kennt Gott, eure Taten aber verleugnen ihn…: „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen“, sagt die Schrift, „sein Herz aber ist weit weg von mir“ (Jes 29,13; Mt 15,8) […]

Nun aber reicht der Glaube, selbst der rechte, nicht aus, um einen echten Heiligen hervorzubringen, wenn er nicht in der Liebe wirkt. Wer keine Liebe hat, ist nicht in der Lage, die Braut, die Kirche Christi zu lieben. Und selbst in Gerechtigkeit vollbrachte Werke reichen ohne Glauben nicht aus, um die Herzen gerechter zu machen: „es ist also ohne Glauben unmöglich, Gott zu gefallen“ (Hebr 11,6). Wer Gott nicht gefällt, dem könnte auch Gott nicht gefallen. Wem aber Gott gefällt, der könnte Gott nicht missfallen. Und wem Gott nicht gefällt, dem gefällt auch die Kirche, seine Braut, nicht. Wie könnte einer gerecht sein, wenn er weder Gott noch seine Kirche liebt, der zugesagt ist: „Die Gerechten werden dich lieben“ (Hld 1,3 Vg).

Dem Heiligen reicht, um die Seele gerecht zu machen, weder ein Glaube ohne Werke, noch Werke ohne Glaube. Wir, Brüder, die an Christus glauben, müssen versuchen, einen geraden Weg einzuschlagen. Erheben wir Herz und Hände zu Gott, um vollkommen gerecht befunden zu werden; bestätigen wir die Richtigkeit unsers Glaubens durch gerechte Taten, lieben wir unsere Braut, die Kirche, und vom Bräutigam, dem Herrn Jesus Christus, seien wir geliebt, dem von Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit Gesegneten.


©Evangelizo.org 2001-2015


Mit Fruendlichem Gruß, Blasius

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#452

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 11.09.2015 20:48
von Blasius • 1.473 Beiträge

Ergänzung:


Jes 29,13;

Drohungen gegen die Verblendeten

9 Starrt einander an und erstarrt, seid verblendet und blind!

Seid berauscht, doch nicht vom Wein, taumelt, doch nicht vom Bier!2 10 Denn der Herr hat über euch einen Geist der Ohnmacht gebracht; er hat eure Augen [die Propheten] verschlossen und euren Kopf [die Seher] verhüllt. 11 So wurde für euch jede Offenbarung wie die Worte in einem versiegelten Buch: Wenn man es einem Menschen gibt, der lesen kann, und zu ihm sagt: Lies es mir vor!, dann antwortet er: Ich kann es nicht lesen, denn es ist versiegelt. 12 Und wenn man das Buch einem Mann gibt, der nicht lesen kann, und zu ihm sagt: Lies es mir vor!, dann antwortet er: Ich kann nicht lesen.

13 Der Herr sagte: Weil dieses Volk sich mir nur mit Worten nähert und mich bloß mit den Lippen ehrt, sein Herz aber fern hält von mir, weil seine Furcht vor mir nur auf einem angelernten menschlichen Gebot beruht,3


Mt 15,8

Von Reinheit und Unreinheit

1 Da kamen von Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus und sagten:1 2 Warum missachten deine Jünger die Überlieferung der Alten? Denn sie waschen sich nicht die Hände vor dem Essen. 3 Er entgegnete ihnen: Warum missachtet denn ihr Gottes Gebot um eurer Überlieferung willen? 4 Gott hat gesagt: Ehre Vater und Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. 5 Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: Was ich dir schulde, erkläre ich zur Opfergabe!,2 6 der braucht seinen Vater oder seine Mutter nicht mehr zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort um eurer Überlieferung willen außer Kraft gesetzt.3 7 Ihr Heuchler! Der Prophet Jesaja hatte Recht, als er über euch sagte:

8 Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.

9 Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. 10 Und er rief die Leute zu sich und sagte: Hört und begreift: 11 Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.4 12 Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Weißt du, dass die Pharisäer über deine Worte empört sind? 13 Er antwortete ihnen: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden. 14 Lasst sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen. 15 Da sagte Petrus zu ihm: Erkläre uns jenes rätselhafte Wort! 16 Er antwortete: Seid auch ihr noch immer ohne Einsicht? 17 Begreift ihr nicht, dass alles, was durch den Mund (in den Menschen) hineinkommt, in den Magen gelangt und dann wieder ausgeschieden wird? 18 Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. 19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen.5


Hebr 11,6

Die Urväter

1 Glaube aber ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.1 2 Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten.

3 Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen worden und dass so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist.2

4 Aufgrund des Glaubens brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain; durch diesen Glauben erhielt er das Zeugnis, dass er gerecht war, da Gott es bei seinen Opfergaben bezeugte, und durch den Glauben redet Abel noch, obwohl er tot ist. 5 Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel.

6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, (Gott) zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn geben wird.

7 Aufgrund des Glaubens wurde Noach das offenbart, was noch nicht sichtbar war, und er baute in frommem Gehorsam eine Arche zur Rettung seiner Familie; durch seinen Glauben sprach er der Welt das Urteil und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.




Hld 1,3 Vg


1 Das Hohelied Salomos.

2 Mit Küssen seines Mundes bedecke er mich. Süßer als Wein ist deine Liebe.

3 Köstlich ist der Duft deiner Salben, dein Name hingegossenes Salböl; darum lieben dich die Mädchen.

4 Zieh mich her hinter dir! Lass uns eilen! Der König führt mich in seine Gemächer. Jauchzen lasst uns, deiner uns freuen, deine Liebe höher rühmen als Wein. Dich liebt man zu Recht. 5 Braun bin ich, doch schön, ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, wie Salomos Decken.1 6 Schaut mich nicht so an, weil ich gebräunt bin. Die Sonne hat mich verbrannt. Meiner Mutter Söhne waren mir böse, ließen mich Weinberge hüten; den eigenen Weinberg konnte ich nicht hüten. 7 Du, den meine Seele liebt, sag mir: Wo weidest du die Herde? Wo lagerst du am Mittag? Wozu soll ich erst umherirren bei den Herden deiner Gefährten?2 8 Wenn du das nicht weißt, du schönste der Frauen, dann folge den Spuren der Schafe, dann weide deine Zicklein dort, wo die Hirten lagern. 9 Mit der Stute an Pharaos Wagen vergleiche ich dich, meine Freundin. 10 Schön sind deine Wangen zwischen den Kettchen, dein Hals in der Perlenschnur. 11 Machen wir dir noch goldene Kettchen, kleine Silberkugeln daran. 12 Solange der König an der Tafel liegt, gibt meine Narde ihren Duft. 13 Mein Geliebter ruht wie ein Beutel mit Myrrhe an meiner Brust. 14 Eine Hennablüte ist mein Geliebter mir aus den Weinbergen von En-Gedi. 15 Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön. Zwei Tauben sind deine Augen. 16 Schön bist du, mein Geliebter, verlockend. Frisches Grün ist unser Lager, 17 Zedern sind die Balken unseres Hauses, Zypressen die Wände.


Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift


zuletzt bearbeitet 11.09.2015 21:07 | nach oben springen

#453

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 15.09.2015 22:12
von Blasius • 1.473 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,



Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes, Vortrag VI, 15-21

„Siehe, deine Mutter“


Die glorreiche Jungfrau zahlte unser Lösegeld als eine mutige Frau, die Christus mitfühlend liebte. Im Evangelium des hl. Johannes steht: „Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist“ (16,21). Die selige Jungfrau hat die Geburtsschmerzen nicht erfahren, weil sie nicht nach dem Sündenfall empfing wie Eva, der der Fluch galt. Sie bekam ihre Schmerzen später: sie hat am Kreuz geboren. Die anderen Frauen kannten den körperlichen Schmerz, sie aber erfuhr den Schmerz des Herzens. Die Anderen leiden an einer physischen Veränderung; sie leidet an Mitleid und Liebe.

Als Frau mit Mut und barmherziger Liebe für die Welt, vor allem für das christliche Volk, hat die selige Jungfrau unser Lösegeld bezahlt. „Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn?“ (Jes 49,15) Das kann uns zu der Einsicht führen, dass das ganze Volk der Christen dem Innersten der glorreichen Jungfrau entsprungen ist. Was haben wir doch für eine liebreiche Mutter! Ahmen wir doch unsere Mutter nach und lieben wir wie sie. Sie hatte so sehr Mitleid mit den Menschen, dass sie jeden materiellen Verlust und jeden Körperlichen Schmerz für nichts erachtete. „Um einen teuren Preis sind wir erkauft worden!“ (1 Kor 6,20)

Liebe Grüße, Blasius

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#454

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 18.09.2015 21:44
von Blasius • 1.473 Beiträge

Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,



Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer

Homilien zum Evangelium, 1,15

Fruchtbar sein durch Ausdauer

Wacht darüber, dass das Wort, das ihr empfangen habt, auf dem Grund eures Herzen widerhallt und dort auch bleibt. Achtet darauf, dass der Samen nicht auf den Weg fällt, aus Angst davor, dass der böse Geist nicht kommt und euch das Wort aus dem Gedächtnis tilgt. Achtet darauf, dass der steinige Boden den Samen nicht aufnimmt und eine gute Tat hervorbringt, die keine Wurzeln der Ausdauer hat. Viele nämlich freuen sich darüber, das Wort zu hören, und sind bereit, gute Werke zu tun. Doch die Prüfungen brauchen nur zu beginnen und sie bedrängen, da geben sie auf, was sie angefangen hatten. So also fehlte dem steinigen Boden das Wasser, und zwar dergestalt, dass der Keim keine Früchte der Ausdauer bringen konnte.

Die gute Erde jedoch trägt Frucht durch die Geduld: darunter sollen wir verstehen, dass unsere guten Taten wertvoll sein können, wenn wir geduldig die Unannehmlichkeiten ertragen, die unser Nächster uns zufügt. Und außerdem ist es so, dass, je mehr wir in der Vollkommenheit voranschreiten, wir auch mehr Prüfungen durchstehen müssen. Sobald unsere Seele die Liebe zur gegenwärtigen Welt zurückgelassen hat, wächst die Feindschaft eben dieser Welt. Deshalb sehen wir auch viele, die unter einem schweren Joch zu leiden haben (vgl. Mt 11,28), obwohl sie gute Werke tun [...] Doch, nach dem Wort des Herrn: „durch ihre Standhaftigkeit bringen sie Frucht“, nämlich indem sie demütig diese Prüfungen ertragen, werden sie, nachdem sie gelitten haben, eingeladen, in den Frieden des Himmels einzugehen.

LIebe Grüße, Blasius

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#455

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.09.2015 22:48
von Blasius • 1.473 Beiträge

Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Über die heilige Jungfräulichkeit, 5

Maria, Mutter Christi, Mutter der Kirche


Er, die Frucht einer einzigen, heiligen Jungfrau, ist der Ruhm und die Ehre aller anderen heiligen Jungfrauen; denn sie selbst sind, wie Maria, Mütter Christi, wenn sie den Willen seines Vaters tun. Die Ehre und das Glück Mariens, die Mutter Jesu Christi zu sein, scheinen vor allem in den Worten des Herrn auf, wenn er sagt: „Wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter“ (Mt 12,50).

So weist er auf die geistige Verwandtschaft hin, die ihn mit dem Volk verbindet, das er freigekauft hat. Seine Brüder und Schwestern sind die heiligen Männer und Frauen, die mit ihm am himmlischen Erbe teilhaben. Seine Mutter ist die ganze Kirche, weil sie es ist, die durch die Gnade Gottes die Glieder Christi hervorbringt, also die, die ihm treu ergeben sind. Seine Mutter sind auch noch alle Heiligen, die den Willen seines Vaters tun. Die fruchtbare Liebe dieser Mutter tritt in denen zu Tage, die sie ihm gebiert, bis Christus in ihnen Gestalt annimmt (Gal 4,19)…

Maria ist mit Gewissheit die Mutter der Glieder des Leibes Christi, also von uns selbst, weil sie durch ihre Liebe mitgewirkt hat, in der Kirche treue Seelen hervorzubringen, die Glieder des göttlichen Hauptes sind, dessen Mutter im Fleisch sie tatsächlich ist.

©Evangelizo.org 2001-2015


Anhang:

Evangelium nach Lukas 8,19-21.

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.

Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen.

Er : Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.


Anhang:

Die Jungfrau Maria, die Mutter des Barmherzigen Jesus,

ist selber barmherzig über alle Maßen, da sie allezeit für uns Sünder bei Gott eintritt.


Maria, Immaculata, war und ist die allzeit jungfräuliche Gottesmutter und wir glauben, dass sie nach ihrem Tode mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde.
In der Offenbarung des hl. Johannes ist über die Stellung Mariens (die Frau, die der Schlange den Kopf zertritt) einiges angedeutet. In dem Gruß des hl. Erzengels Gabriel (Sei gegrüßt du Gnaden- volle) zeigt sich auf biblischer Grundlage, dass Maria "voll der Gnade" ist, d.h., dass die Sünde keinen Platz in ihr hat.

Wenn man den Offenbarungen an Heilige und Begnadete traut, dann hat Maria mit der Prüfung der Engel schon sehr früh zu tun:

Danach soll Gott den Engeln gezeigt haben, dass Gott Menschennatur annimmt - und dass die Mutter des göttlichen Erlösers einst zur Köngin der Engel erhoben wird. Luzifer und die mit ihm gefallenen Engel wollten Gott in Menschennatur nicht anerkennen - und noch weniger wollten sie Maria (die menschlicher Natur ist) über sich als Königin anerkennen. Dass Maria der Schlange den Kopf zertritt - und Siegerin über den Stolz Satans ist (besonders durch ihre demütige Ganzhingabe an Gott), bedeutet für die Hölle eine besondere Demütigung. Die Heiligen als große Marienverehrer haben es daher so verstanden, dass Maria den Menschen in besonderer Weise hilft, über den Widersacher zu siegen.



1. Maria ist Mutter Gottes
Jesus Christus ist wahrer Gott, der Mensch geworden ist durch Maria. Daher ist Maria die Gottesgebärerin oder Gottesmutter.
Das Konzil von Ephesus im Jahre 431 hat diesen Glaubenssatz verkündet.

2. Maria ist allzeit Jungfrau
In den Glaubensbekenntnissen der Konzile von Nicäa 325 und Konstantinopel 381 war Maria bereits als Jungfrau und Mutter aufgenommen worden.
Seit dem 4. Jahrhundert nahm die Überzeugung im gläubigen Volk zu, dass Maria zeitlebens jungfräulich blieb. Auf dem 4. ökumen. Konzil von Chalkedon im Jahre 451 erhielt Maria den offiziellen Titel "allzeit Jungfrau", der allerdings erst ca. 200 Jahre danach lehramtlich von Papst Martin I. bestätigt wurde.

3. Maria wurde ohne Makel der Ebsünde empfangen
Maria ist im Hinblick auf die Erlösung durch Christus vor der Erbsünde bewahrt.
Dieses Dogma wurde am 8. Dezember 1854 durch Papst Pius IX. verkündet.

4. Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen
Maria wurde als Mensch ganz und gar von Gott aufgenommen und vollendet. Schon seit dem 6. Jahrhundert findet man in der theologischen Überlieferung den Glauben daran. Das Dogma wurde am Allerheiligentag des Jahres 1950 von Papst Pius XII. feierlich verkündet.

Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe.



Diese bekannte Ikone gehört zu den meistverehrten Bildern der Muttergottes.

Es soll etwa im 15. Jahrhundert auf der Insel Kreta entstanden sein und wurde

später vor den Türken in Sicherheit und nach Rom gebracht. Das Original,

welches von Papst Pius IX. feierlich gekrönt wurde, befindet sich jetzt in der

Kirche Sant’ Alfonso. Es wird über viele Wunder berichtet, die durch dieses

Gnadenbild geschehen sind. Kopien befinden sich in vielen Kirchen und

Privathäusern. Überall auf der Welt kommen die Menschen in den Prüfungen

ihres Lebens mit ihren Sorgen und Nöten zur Mutter von der Immerwährenden

Hilfe und finden bei ihr Trost und Hilfe.





Wenn man das Bild genau betrachtet, sieht man, dass die Engel schon die

Marterwerkzeuge Christi bringen. Dadurch wird ausgesagt, dass Gott seinen

Sohn in die Welt gesandt hat zur Erlösung durch den Opfertod am Kreuz.

Das Jesuskind fasst ängstlich nach der Hand der Mutter und verliert dabei sogar

ein Schühchen. Wahrscheinlich ahnte Jesus schon als Baby etwas von seinem

späteren Leiden und erschauderte.





Die Mutter Maria schaut nicht auf das Kind, sondern direkt auf uns, die wir das

Bild betrachten. Ihr Blick ist zwar ernst, aber sie drückt damit auch

ihre Bereitschaft aus, den Menschen Mutter und Helferin sein zu wollen. Sie

scheint uns zu sagen: „Ich schaue auf Dich, weil mein Sohn möchte, dass ich

die Mutter der Glieder seines mystischen Leibes werde. Somit trage ich dieselbe

Sorge, die ich um Jesus trage, auch um Dich.“





Maria, die voll Mitleid ist und unser Elend kennt, bevor wir es ihr gesagt haben,

wird immer unsere Mutter von der Immerwährenden Hilfe bleiben. Sie wird ihre

Kinder, die auf sie vertrauen, niemals im Stich lassen, sondern sie in der Todesstunde

abholen und Jesus vorstellen und einmal auch in die ewige Herrlichkeit geleiten.





Das berühmte Gnadenbild drückt in besonderer Weise die Empfindungen des

„Salve Regina“ aus, dessen deutscher Text wir im folgenden Gebet finden:





Sei gegrüsst, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit,

unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung,

sei gegrüsst! Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas,

zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem

Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin,

wende deine barmherzigen Augen zu uns, und nach

diesem Elende zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht

deines Leibes. O gütige, o milde, o süsse Jungfrau Maria!



Unter deinen Schutz und Schirm

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,



o heilige Gottesgebärerin; verschmähe nicht



unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse



uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorwürdige



und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin,



unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne,



empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.



Amen.


http://www.barmherzigkeit.info/barmherzi...ia-die-jungfrau


Mit freundlichem Gruß, Blasius


zuletzt bearbeitet 21.09.2015 23:02 | nach oben springen



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