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#1006

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 13.04.2019 20:08
von Blasius • 2.493 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Prosper von Aquitanien (?-460)
Laientheologe

Die Berufung aller Völker, 9

„Jesus sollte nicht nur für das Volk sterben, sondern auch,
um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln“


Der hl. Paulus bekräftigt: „In dieser Endzeit hat Gott zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt hat“ (vgl. Hebr 1,2). Bedeutet diese Aussage nicht, dass der Vater alle Menschen als Teil des Erbes Christi betrachtet? Dies entspricht der Prophezeiung Davids: „Fordere von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum“ (Ps 2,8).

Der Herr selbst erklärt: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen“ (vgl. Joh 12,32). Scheint damit nicht die Umkehr aller verheißen zu sein? An anderer Stelle steht eine Prophezeiung, die die Kirche betrifft: „Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben“ (Jes 40,4): Ist hier vielleicht jemand vergessen worden, jemand, der nicht als zu Christus gehörig bezeichnet ist? Und was sollen wir denken, wenn wir lesen: „Alles Fleisch wird kommen, um mich in Jerusalem anzubeten, spricht der Herr“ (vgl. Jes 66,23 Vulg.) [...]

Der Begriff „Volk Gottes“ ist daher in seiner ganzen Fülle zu verstehen. Und obwohl die meisten Menschen die Gnade des Erlösers ablehnen oder vernachlässigen, ist doch mit dem Ausdruck „erwählt“ und „vorherbestimmt“ die Gesamtheit gemeint [...] Der Apostel Paulus sagt auch: „Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, [...] aber [...] Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ (vgl. 1 Kor 1,23–24). Sollte Christus also für die gleichen Menschen, in deren Augen er „Ärgernis“ und „Torheit“ ist, „Gottes Kraft“ und „Gottes Weisheit“ sein? Da einige aufgrund ihres Glaubens gerettet werden, während andere in ihrer Gottlosigkeit verhärtet sind, fasste der Apostel im Grunde genommen Gläubige und Ungläubige mit dem Überbegriff „Berufene“ zusammen. So zeigte er, dass diejenigen, die er als Heiden bezeichnet, sich selber dem Ruf Gottes entzogen haben, obwohl sie das Evangelium gehört hatten.

(trad. © Evangelizo)
https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

Liebe Grüße, Blasius

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#1007

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 14.04.2019 11:56
von Blasius • 2.493 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,


Hl. Romanos Melodos (?-um 560)
Hymnendichter - 32. Hymnus

„Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn“ (Lk 19,38)

Im Himmel sitzt du auf deinem Thron, hier unten auf dem Eselsfohlen,
Christus, der du Gott bist, du nahmst das Lob der Engel an und das Lied der Kinder, die Dir zuriefen:
„Hochgelobt seist du, der du kommst, um Adam zurückzurufen“ […]

Seht, unser König, sanft und friedvoll, auf dem Jungen einer Eselin sitzend,
der eilends kommt, um sein Leiden auf sich und die Sünden hinweg zu nehmen.
Das Wort, die Weisheit Gottes, auf einem unvernünftigen Tier sitzend, will alle vernünftigen Wesen retten.
Und man konnte jenen auf dem Rücken eines Esels betrachten,
den die Cherubim tragen und der einst Elias im feurigen Wagen hinwegnahm,
jenen, der „reich wie er war, arm wurde“ aus freiem Willen (vgl. 2 Kor 8,9),
jenen, der, indem er die Schwachheit wählte, allen die Kraft gibt, die ihm zurufen:
„Hochgelobt seist du, der du kommst, um Adam zurückzurufen“ […]

Du offenbarst deine Kraft, indem du die Bedürftigkeit wählst […]
Die Kleider der Jünger waren ein Zeichen der Bedürftigkeit,
doch deine Macht war zu messen an dem Loblied der Kinder
und der Volksmenge, die rief:

„Hosanna – das heißt: Rette doch! – in der Höhe. Errette, Höchster, die Gedemütigten. Erbarme Dich unser wegen unserer Palmen; die Zweige, die sich bewegen, werden Dein Herz rühren, o du, der du kommst, um Adam zurückzurufen“ […]

– O Geschöpf aus meiner Hand, antwortet der Schöpfer […], ich selber bin gekommen.
Nicht das Gesetz konnte dich retten, da es dich nicht erschaffen hat,
und auch die Propheten nicht, die wie du meine Geschöpfe waren.
Es liegt allein an mir, dich von deiner Schuld zu befreien.
Ich bin für dich verkauft – und ich setze dich frei;
Ich bin deinetwegen gekreuzigt – und du entgehst dem Tod.
Ich sterbe – und lehre dich rufen:
„Hochgelobt seist du, der du kommst, um Adam zurückzurufen“.

Habe ich etwa so die Engel geliebt?
Nein, dich, den Elenden, habe ich an mein Herz gedrückt.
Ich habe meine Herrlichkeit verborgen, und ich, der Reiche,
wurde arm aus freien Stücken,
weil ich dich so sehr liebe.

Für dich habe ich Hunger gelitten, Durst, Müdigkeit.
Ich habe Gebirge durchquert, Schluchten und Täler,
auf der Suche nach dir, verlorenes Schaf.
Ich habe den Namen des Lammes angenommen, um dich zurückzuholen,
indem ich dich locke durch meine Hirtenstimme,
und ich will mein Leben für dich geben, um dich den Klauen des Wolfs zu entreißen.
Ich ertrage alles, damit du rufst:
„Hochgelobt seist du, der du kommst, um Adam zurückzurufen“.

(trad. © Evangelizo)
https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 14.04.2019 11:56 | nach oben springen

#1008

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 15.04.2019 09:10
von Blasius • 2.493 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Bernhard (1091-1153)
Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
12. Predigt über das Hohelied

Das Duftöl des Mitleids über Christi Füße ausgießen


Von zwei geistlichen Duftölen habe ich bereits zu euch gesprochen: von dem der Zerknirschung, das sich über alle Sünden ergießt – versinnbildlicht durch das Duftöl, das die Sünderin über die Füße des Herrn ausgoss: „Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt“ – und vom Duftöl der Hingabe, das alle Wohltaten Gottes enthält […] Aber da gibt es noch ein Duftöl, das die beiden genannten bei weitem übertrifft – ich würde es Duftöl des Mitleidens nennen.

Denn es setzt sich zusammen aus den Kümmernissen der Armut, den Ängsten, in denen die Unterdrückten leben, den Befürchtungen der Schwermütigen, den Fehlern der Sünder – kurz gesagt, aus allem Leid der Menschen, sogar unserer Feinde. Diese Zutaten scheinen unwürdig zu sein, und doch ist das Duftöl, dem sie beigemischt sind, vortrefflicher als alle anderen. Das ist ein Balsam, der heilt: „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7).

Eine große Anzahl von Leiden, vereint unter einem mitleidenden Blick, sind die kostbaren Essenzen […] Selig die Seele, die sich darum gekümmert hat, diese Aromen zu beschaffen, das Öl des Mitleids auszugießen und im Feuer der Liebe zu erwärmen. Wer ist eurer Meinung nach „der Mann, der barmherzig und zum Helfen bereit ist“ (vgl. Ps 112(111),5), der zum Mitfühlen geneigt ist, der nicht zögert, seinem Nächsten zu Hilfe zu eilen, eher bereit zu geben als zu empfangen?

Der Mann, der gerne verzeiht, der dem Zorn widersteht, nicht auf Rache sinnt und in allem die Nöte der anderen als seine eigenen ansieht? – Welche Seele auch immer vom Tau des Mitleidens erfüllt ist, mit einem von Erbarmen überquellenden Herzen, das allen gilt, die für sich selbst nichts als ein rissiges Gefäß ist, in dem nichts eifersüchtig zurückbehalten wird; diese Seele, die sich selber so abgestorben ist, dass sie nur für andere lebt – eine solche Seele hat das Glück, dieses dritte, das beste Duftöl zu besitzen. Von ihren Händen tropft unendlich kostbarer Balsam (vgl. Hld 5,5), der im Unglück nicht austrocknet und im Feuer der Verfolgung nicht verdirbt. Denn Gott wird immer ihrer Opfer gedenken.

(trad. © Evangelizo)
https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

Liebe Grüße, Blasius

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#1009

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 16.04.2019 09:32
von Blasius • 2.493 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Segen der Herz-Jesu-Verehrung (II)

So hat es Jesus ausdrücklich versprochen.

Nachdem er der heiligen Margareta seinen Wunsch betreffs der Feier des Freitags nach der Fronleichnamsoktav geoffenbart hatte, fuhr er fort: „ Ich verspreche Dir, dass mein Herz sich erweitern wird, um in Fülle die Wirkungen seiner göttlichen Liebe über diejenigen auszugießen, die ihm diese Ehre erweisen und sich bemühen, dass sie auch von anderen ihm erweisen wird.“

Mit ähnlichen Worten erklärte er der Heiligen wiederholt, dass er den Verehrern seines Herzens ihre Liebe gegen ihn freigiebigst lohnen werde. Deshalb schreibt die Schwester Margareta in einem ihrer Briefe:

„ Oh, dass ich doch im Stande wäre, alles zu erzählen, was ich von dieser Andacht weiß, und dass ich doch der ganzen Welt die Gnadenschätze aufdecken könnte, die Jesus Christus in diesem anbetungswürdigen Herzen aufbewahrt, um sie in reichster Fülle über diejenigen auszugießen, die diese Andacht üben wollen.“

Durch Erfahrung bezeugt

Ist nicht auch die Erfahrung ein beredter Zeuge für den reichen Segen? Was ist denn zum Beispiel die glänzende, heldenmütige Tugend der heiligen Margareta Maria Alacoque anderes als eine Frucht dieser Andacht? Und wodurch hat Pater Claudius de la Colombière, der mit ihr eifrigst diese Andacht zu verbreiten sich bemühte, jene großen Gnaden gewonnen, die ihn zu einem solchen Grade der Tugend emporführten, dass man auch an seine Seligsprechung denkt (er wurde im Jahre 1929 selig- und 1992 heiliggesprochen!)

Wo hat er geschöpft den so reichen Segen für seine Wirksamkeit? Etwa nicht aus der selben Quelle? Gewiß! Überall, wo das Herz Jesu wahrhaft verehrt wurde, zeigten sich auch die herrlichsten Früchte dieser Verehrung.

aus: Segen der Herz-Jesu-Verehrung, Ein Vortrag von P. Wilhelm Eberschweiler SJ und Novene

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 16.04.2019 09:33 | nach oben springen

#1010

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 17.04.2019 10:26
von Blasius • 2.493 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Sel. John Henry Newman (1801-1890)
Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England

Betrachtungen und Gebete, Teil III, 2, 2 „Our Lord refuses sympathy“, § 15

„Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten“

Als Jesus von seiner Mutter wegging, wählte er sich andere menschliche Freunde – die zwölf Apostel –, so als verlangte ihn danach, jemandem seine Zuneigung schenken zu können. Er wählte sie dazu aus, wie er sagt, „nicht Knechte, sondern Freunde zu sein“ (vgl. Joh 15,15). Er machte sie zu seinen Vertrauten. Er sagte ihnen Dinge, die er anderen nicht sagte. Es war sein Wille, sie zu bevorzugen, nein, sie zu verwöhnen, so wie ein Vater sich seinen Lieblingskindern gegenüber verhält. Er machte sie durch die Dinge, die er ihnen sagte, gesegneter als Könige und Propheten und weise Männer. Er nannte sie „seine Kinder“ (vgl. Joh 13,33) und zog sie für den Empfang seiner Geschenke „den Weisen und Klugen“ (vgl. Mt 11,25) vor. Er jubelte, als er sie seligpries, dass sie in all seinen Prüfungen bei ihm ausgeharrt hätten (vgl. Lk 22,28). Und wie in Dankbarkeit kündete er an, dass sie auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten würden (vgl. Lk 22,30). Er fand Trost in ihrer Zuneigung, als seine große Prüfung sich näherte.

Er versammelte sie beim Letzten Abendmahl um sich, als wenn sie ihm Halt geben könnten. „Mit Sehnsucht“, sagt er, „habe ich danach verlangt, dieses Paschamahl mit euch zu essen, bevor ich leide“ (vgl. Lk 22,15). Es bestand also ein gegenseitiger Austausch der Güter und eine innige Zuneigung zwischen ihnen. Es war jedoch sein anbetungswürdiger Wille, dass auch sie ihn verlassen und er sich selbst überlassen bliebe. Einer verriet ihn, ein anderer verleugnete ihn, die übrigen liefen von ihm weg und ließen ihn in den Händen seiner Feinde zurück […] Er trat also die Kelter allein. Er, der allmächtig war und selig und der seine eigene Seele mit der vollen Herrlichkeit der Schau seiner göttlichen Natur erfüllte, wollte dennoch diese Seele allen Schwächen unterwerfen, die von [der menschlichen] Natur aus zu ihr gehören. Und wie er sowohl die Freude über die Zuneigung als auch die Trostlosigkeit unter der Abwesenheit menschlicher Freunde ertrug, so konnte er – und tat es, da es ihm gefiel – dem Licht der Gegenwart Gottes entsagen.

(trad. © Evangelizo)
https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel


Liebe Grüße, Blasius

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