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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 04.03.2026 17:47von Blasius • 4.521 Beiträge

Über den Missbrauch der Gnade
Mein Gott, in bittrer Reue
Erscheint vor dir mein Herz,
Gelobt dir feste Treue,
Und fleht zu dir in Schmerz:
Vergib mir, Herr, die schwere Schuld,
Und zeige deine Vaterhuld.
1. Betrachte mit frommer Aufmerksamkeit den hohen Wert der göttlichen Gnade, denn nichts ist uns notwendiger, die ewige Seligkeit zu erlangen. Gibt es aber je etwas, das wir so sehr vernachlässigten, als dies himmlische Licht? Höheren Wert hat die Gnade, als alle Schätze der Welt, ja als die ganze Schöpfung des Himmels und der Erde. Denn nur ein Wort kostete es den Allmächtigen, und die Schöpfung stand im Dasein. Die Gnade aber, die uns zur Seligkeit führt, ist die Frucht des Todes seines Eingeborenen. Und diese göttliche Frucht wird nicht nur oft unnütz für uns, sondern wir wandeln diese so höchst wirksame Arznei unseres Heils durch unsere Verachtung in die Ursache unserer Verdammnis um.
2. Wir verachten aber diese himmlische Gabe, wenn wir taub und fühllos zu den geheimen Strafreden unseres Gewissens sind, wenn wir diese heilsamen Vorwürfe ersticken, wenn wir Gottes drängenden Mahnungen das Ohr unseres Herzens, dem lebendigen Licht, wodurch er seinen Willen uns kund gibt, das Auge unseres Geistes verschließen, und seine heiligen Einflößungen in den Wind schlagen. Hüten wir uns vor diesem Frevel, vor dieser Verachtung und Beleidigung der Gnade, denn oft folgt dieser Empörung die Strafe Gottes auf dem Fuß nach. Er entfernt sich von der ungelehrigen Seele, und lässt sie in gänzlicher Blindheit und Taubheit versinken.
3. Willst du den unendlichen Wert dieser göttlichen Gnade erkennen, so blicke im Geist hinab in die Kerker der ewigen Gerechtigkeit. Dort heulen nun ewig die Verworfenen, dass sie diese Gnade verachteten, die Gott in der Zeit ihnen angeboten hatte, dass sie ihr Herz ihr starrsinnig verschlossen, und diese vergebliche Reue ist ihre Verzweiflung, sie ist jener entsetzliche Wurm, der ewig an ihnen nagt. Wenn du ernsthaft darüber nachdenkst: würdest du je den drängenden Ermahnungen deines Gottes widerstehen? Und wie lange schon drängt dich seine Gnade, zu tun, was du bis zur Stunde noch nicht ausgeführt hast? Zittere vor diesem schrecklichen Kaltsinn, und eile noch heute seiner Stimme zu folgen. "Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht!" (Psalm 95,7+8)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 06.03.2026 06:27von Blasius • 4.521 Beiträge
Über das Laster der Unmäßigkeit
Herr, mein Licht sei dein Gebot
In dem Land der Sünde hier,
Zu beschränken alle Gier
Auf die Forderung der Not;
Um als Pilger leicht zu wallen,
Und, mein Gott, dir zu gefallen.
1. Wenn wir das glorreiche Ziel unserer Pilgerschaft glückselig erreichen wollen, so hüten wir uns sorgfältig vor dem Laster der Unmäßigkeit, die das Gemüt verfinstert und der Unzucht alle Pforten öffnet. Dazu ermahnt unser göttlicher Führer uns mit den sehr ernsten Worten: "Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht." (Lukas 21,34) Die Lust beim Essen ist ein Mittel, machen wir also das Mittel nicht zum Zweck. Sie ist eine Arznei gegen unsere Schwäche, sehr oft aber wird sie ein Reiz zur Sünde. Schämen fürwahr sollte sich der Mensch, dass sogar viele vernunftlose Tiere hier mit einem Beispiel ihm vorangehen.
2. Notwendigkeit und Vernunft müssen bei Speise und Trank unsere Richtschnur sein. Sehen wir also zu, dass wir nicht vom Notwendigen zum Überflüssigen und Übermäßigen übergehen. Was viele tun, die die Grenzen der Vernunft überschreiten, und sie sogar durch Übermaß schwächen, so dass sie durch die Speisen, die Gottes Güte uns gegeben hat, den Leib zu nähren, ihre Seele töten. So schwer ist dieses Laster, dass der Apostel von solchen Menschen spricht, ihr Bauch sei ihr Gott. Ja diesem Götzen opfern Christen täglich Vermögen, Gesundheit, Vernunft, Gewissen und Seligkeit.
3. So sehr verabscheut Gott dieses Laster, dass er es oft furchtbar bestraft. Aus Unmäßigkeit wurden die Kinder Israels des Manna überdrüssig und verlangten nach Fleisch, und "noch hatten sie ihre Gier nicht gestillt," spricht der Prophet, "noch war die Speise in ihrem Mund, da erhob sich gegen sie Gottes Zorn; er erschlug ihre Führer und streckte die jungen Männer Israels nieder." (Psalm 78,30+31) Und wie viele Schwelger essen und trinken sich noch täglich den plötzlichen Tod. Aber noch schrecklicher sind die Strafen, die Gott diesem Laster in der künftigen Welt bestimmte. Dort leidet nun jener reiche Prasser ewigen Hunger, und nicht ein Tropfen Wassers wird ihm gereicht, seinen brennenden Durst zu mildern. Möchten wir je um solchen Preis eine so niedrige Lust erkaufen. "Seid nüchtern und wachsam!" ruft der Apostel, "Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann." (1. Petrus 5,8)
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 06.03.2026 20:12von Blasius • 4.521 Beiträge

Vom Andenken an das Leiden Jesu
Dein Leben, Jesus, ist ein Feuer,
Die Herzen zu entzünden.
Denn deines Blutes Purpurflut
Erfüllt das Herz mit Liebesglut,
Und nimm hinweg die Sünden.
1. Unterlassen wir keinen Tag, das bitterste Leiden unseres Herrn in Andacht zu verehren. Keines unter den göttlichen Werken zeigt die unendliche Liebe unseres Gottes in so deutlichem Licht. Keines auch ist geeigneter, uns zu einer feurigen Liebe Gottes zu erwecken, als die Anschauung einer so unermesslichen Barmherzigkeit. Denn, wie der heilige Bernhard spricht: "Anschaulich wird das Herz unseres göttlichen Heilandes durch seine Wunder!" Welches Herz könnte auch je so eisern sein, nicht vor innigstem Dankgefühl zu zerfließen, wenn es die namenlosen Schmerzen betrachtet, durch die unser Jesus vom ewigen Tod uns erlöst hat. Und wer könnte sich verwehren, ihn zu lieben, der sein blühendes Leben für uns Sünder opfert.
2. Es wirkt aber auch die Betrachtung dieses heiligsten Geheimnisses mächtig, von Sünden uns abzuschrecken. Denn am Kreuz sehen wir die unendliche Gerechtigkeit Gottes anschaulich, die ein solches Opfer für die Sünde forderte. Darum auch sprach unser Erlöser selbst: "Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?" (Lukas 23,31) Ebenso spricht auch der heilige Apostel Petrus: "Da Christus im Fleisch gelitten hat, bewaffnet auch ihr euch mit diesem Gedanken: Wer im Fleisch gelitten hat, für den hat die Sünde ein Ende." (1. Petrus 4,1) nämlich die Waffen der Buße zur Tilgung der Sünde ergreifen; nicht aber die Ursache dieses bittersten Leidens durch abermalige Sünden erneuern.
3. Eine wunderbare Kraft auch wohnt dieser heiligen Betrachtung inne, unsere Schwäche zu stärken und in allen Trübsalen uns zu trösten. Denn was ist je wirksamer, den Druck so mannigfaltiger Drangsale und Bitterkeiten dieses Lebens zu lindern, und mit Kraft uns aufzurichten, wenn irgend Schweres oder Schmerzliches sich ergibt, als die andächtige Betrachtung der bittersten Leiden, die unser gebenedeiter Heiland mit so namenloser Liebe für uns erduldet hat? Wie, mein göttlicher Heiland, könnte ich je bei dem Anblick deines Kreuzes zagen oder mich weigern, dir Liebe für Liebe zu erwidern? 2. Korinther 5,15: "Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde."
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 07.03.2026 22:02von Blasius • 4.521 Beiträge

Das Geheimnis des Kreuzes
O Lebensbaum, wie strahlst du wunderbar.
Bei deinem Anblick muss die Hölle weichen.
Schutz bist, o Gottes Kraft, du in Gefahr.
Und glänzest als der höchsten Liebe Zeichen.
1. Betrachte das abgrundtiefe Geheimnis des heiligen Kreuzes, der glorreichen Siegesfahne unseres himmlischen Feldherrn, und erwäge die Worte des Apostels: "Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft." (1. Korinther 1,18) Als Torheit betrachteten es die Heiden, dass Menschen als ihren Gott einen Menschen anbeteten, den sein Volk gekreuzigt hatte, und wie viele Gottlose selbst unter den getauften Heiden schütteln noch jetzt gleich jenen hohen Priestern und Pharisäern den Kopf über den Gekreuzigten, rufen Pfui! über ihn, und spotten über dieses ewig anzubetende Geheimnis, das den Himmel erschloss, die Hölle überwand, die Abgötterei stürzte und die Menschheit vom Fluch der ewigen Verdammnis erlöste.
2. Unendlich war die Beleidigung, die das freche Geschöpf im schnödesten Undank der unendlichen Majestät Gottes, seines Schöpfers angetan hatte. Dies ist das Geheimnis unseres Glaubens. Aber auch die Vernunft zeigt uns durch den Widerspruch in unserem eigenen Herzen, durch alle Hospitäler, Tollhäuser und Grabstätten, die schwere Strafe, unter der das sündige Geschlecht seufzt: dass es in die Schuld des ersten Übertreters verflochten war; da Gott, die ewige Liebe, nimmermehr Strafen verhängt, wo keine Schuld vorangeht. Volle Genugtuung aber musste der ewigen Gerechtigkeit werden, oder das sündige Geschöpf fiel rettungslos einer unendlichen Strafe anheim.
3. Kein sterblicher Sünder, ja kein Geschöpf überhaupt konnte diese unendliche Schuld bezahlen, weil die Verdienste aller Geschöpfe begrenzt sind, eine Schuld aber gegen die unendliche Majestät unendlich ist. Überdies musste ein Mensch sie bezahlen, weil der Mensch Gott beleidigt hatte, und zwar ein Mensch, der unendliche Verdienste hatte. Wo aber war er zu finden? Sieh, da ließ die unendliche Majestät in unbegreiflicher Liebe sich herab, selbst Mensch zu werden, und wog als Gottmensch durch unendliche Verdienste die Schuld seiner Brüder und Schwestern auf. O Kraft Gottes, o Geheimnis, in dem die unendliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit wunderbar sich vereinigen, wodurch die Schuldner des ewigen Todes befreit, und Gott auf unendliche Weise verherrlicht wird. Die Kirche betet: "Wir beten dich an, o Jesus, und lobpreisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst."
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RE: Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 09.03.2026 05:44von Blasius • 4.521 Beiträge

Die Notwendigkeit der Buße
Aus der Tiefe rufe ich zu dir.
Neige gnädig, Herr, dein Ohr zu mir.
Eile, aus der Sünde schweren Ketten
Meine Seele, die dich sucht, zu retten.
1. Galater 6,7a: "Täuscht euch nicht: Gott lässt keinen Spott mit sich treiben." Unnachsichtig bestraft er die Missetat. Viele sprechen: Wenn Gott alle verwerfen wollte, die keine Buße tun, wer würde dann selig werden? Schonte Gott etwa der sündigenden Engel, deren Menge beinahe zahllos war? Vertilgte er, wegen ihrer abscheulichen Laster, nicht das ganze menschliche Geschlecht bis auf eine einzige gerechte Familie durch eine allgemeine Sündflut? Ja er bestrafte sogar in seinem eingeborenen und unendlich geliebten Sohn auf wunderschreckliche Weise die Sünden der Menschen, die er auf sich genommen hatte.
2. Kein Sterblicher kann auf seine Gesundheit, auf seine Stärke pochen. Wie viele, die allem Anschein nach auf ein langes Leben hoffen durften, wurden durch eine schnelle Krankheit, durch einen jähen Tod hinweggerafft? Ja wie viele, selbst deiner Bekannten, wurden auf diese Weise aus dem Leben abgerufen? Wer aber versicherte dich, dass nicht auch dir dies widerfahren wird? Wie also kannst du je deine glückselige Ewigkeit wegen eines Vielleicht aufs Spiel setzen? Ach, wie viele, die nun in der Hölle sind, rechneten einst wie du auf ein langes Leben; und wüten nun ewig gegen sich selbst, dass sie, wie du, ihre Bekehrung von einem Tag zum andern verschoben haben, bis sie zuletzt unbußfertig starben?
3. Wüsstest du aber auch gewiss, du würdest an einer Krankheit sterben: würde es dir dann leichter sein, Buße zu tun? Wie viele wurden durch diese Hoffnung getäuscht, und gingen ewig zu Grunde. Je länger du säumst, um so unzerbrechlicher wird die Kette deiner Laster, und einer um so größeren Gnade Gottes bedarfst du zu deiner Bekehrung. Meinst du aber, Gott, dem du fortwährend trotzt, werde dir dann die starken Gnaden geben, die er seinen getreuen Dienern nur nach täglichem und inbrünstigem Gebet verleiht? Römer 2,5: "Weil du aber starrsinnig bist und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den "Tag des Zornes", den Tag der Offenbarung von Gottes gerechtem Gericht." 1. Petrus 4,18: "Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird man dann die Frevler und Sünder finden?"
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