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#11

RE: Wesen und Eigenschaften der hl. Engel

in Die heiligen Engel 03.09.2022 18:09
von Aquila • 6.689 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Zum Engelmonat September:

Ein Auszug aus einer sehr hilfreichen Abhandlung über das Wesen der hl. Engel von
Pater Eichhorn von der Petrus-Bruderschaft (entnommen aus dem Informationsblatt der Petrus-Bruderschaft Oktober 2018):

-

Engel sind reine Geistwesen – unser menschlicher Geist jedoch ist aufgrund seiner Beschaffenheit nicht wirklich fähig, sich körperlose Wesen vorzustellen.
Deshalb verwendet die Heilige Schrift anschauliche Bildworte:
Laut der Bibel knien die Engel vor Gottes Thron, sie haben „Harfen und goldene Schalen voll Räucherwerk“ (Offb 5,8) sowie „sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes“ (Offb 15,7).
Solche Bildsprache („Metaphorik“) ist ein legitimes Hilfsmittel, auch wenn es im wortwörtlichen Sinn nicht der Realität entspricht.
Diese biblischen Aussagen kommen der auf vorstellbare Bilder angewiesenen Natur unseres menschlichen Verstandes zu Hilfe.
Selbstverständlich „knien“ die Engel vor Gott, d.h. ihre geistige Natur ist ganz auf die Verherrlichung des dreimalheiligen Gottes ausgerichtet – auch ohne körperliche Knie.
Die Anbetung Gottes seitens der Engel dabei um intensiver und glühender als unsere Anbetung auf menschlichen Knien.
Fast könnte man sagen:
Wir Menschen halten Anbetung – die Engel aber sind Anbetung, so sehr erkennen sie Gottes Majestät und ist ihre ganze geistige Wesensnatur auf seine Verherrlichung ausgerichtet.
Ihr ganzes Sein ist Liebe und Hingabe an den Dreieinen.
Doch auch ohne einen Körper zu besitzen, sind Engel in der Lage, uns sichtbar in körperhafter Gestalt zu erscheinen und im Bereich der sichtbaren Schöpfung zu wirken.
Gott wirkt direkt und unmittelbar auf seine Schöpfung ein oder bedient sich dafür wahlweise auch seiner Engel als Mittler.
Dafür können sie, mit Gottes Zulassung, problemlos in leibhafter Gestalt erscheinen
und wirksam werden.
Bereits der Alte Bund ist vom Eingreifen der Engel geprägt, wie eine kleine Auswahl zeigt:
Seit der Vertreibung aus dem Garten Eden bewacht ein Cherub jenes verlorene irdische Paradies. Zur Strafe tötete der Würgeengel die erstgeborenen Söhne Ägyptens und verschonte die Häuser des Volkes Israel, deren Türpfosten mit dem Blut der Paschalämmer bezeichnet waren.
Über der Bundeslade im Tempel zu Jerusalem errichtete Israel gemäß göttlichem Auftrag die Abbilder zweier großer Cherubim.
In sichtbarer Gestalt erscheint der Engel Raphael dem Tobias.
Ein Engel trägt den Propheten Habakuk samt seiner Speise aus Judäa in Israel zur Löwengrube im babylonischen Exil und rettet so den Daniel vor dem Hungertod (vgl. Dan 14,33-39).
Engel bereiten die Ankunft des Messias vor und begleiten sie, wie das Neue Testament berichtet:
Als Zacharias im Tempel das Räucheropfer darbrachte, „erschien ihm ein Engel des Herrn an der rechten Seite des Räucheraltars“ (Lk 1,11), verhieß ihm und seiner Frau Elisabeth die Geburt eines Sohnes und verlangte, daß jener den Namen Johannes erhalte (Lk 1,13).
Der Engel kündigte dessen heilsgeschichtliche Bedeutung als Vorläufer und Wegbereiter des verheißenen Gesalbten an:
„Denn er wird groß sein vor dem Herrn … Und er wird viele der Israeliten zum Herrn, ihrem Gott, bekehren.
Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, die Herzen der Väter zu den Kindern zu bekehren und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.“ (Lk 1,15-17)

Der wohl größte und ehrenvollste Auftrag Gottes, der je einem Engel zuteil wurde, erging schließlich an Gabriel:
Von Gott wurde er berufen, in Nazareth der Jungfrau Maria den göttlichen Ratschluß mitzuteilen und die Zustimmung der „neuen Eva“ einzuholen
.
Sie sollte die leibliche Mutter des „Sohnes des Höchsten“ werden, dem „Gott der Herr den Thron seines Vaters David geben“ (Lk 1,32) und zum ewigen „König über das Haus Jakob“ einsetzen werde.
Welch eine Auszeichnung für Gabriel, in die Stiftung des neuen und ewigen Bundes in solcher Weise einbezogen zu sein!
Deshalb sollten wir täglich, vor allem beim 12-Uhr-Läuten, die alte Tradition des „Angelus“ pflegen.
Damit gedenken wir dankbar jener Schicksalsstunde der Menschheit:
Der Begegnung zwischen dem Engel und Maria – der Stunde, mit der die Erlösung der
Schöpfung endgültig ihren Anfang nahm.
Im Gebet des „Engel des Herrn“ bleibt dieses Zwiegespräch bis zum Ende der Zeit lebendig und wirksam. Zudem ist Sankt Gabriel als Gottes besonderer Bote jedem Prediger Vorbild und Beistand.
Jesu Leben selbst ist vom Wirken der himmlischen Geistwesen durchzogen. Sie begleiten es von der Krippe bis Getsemani und vom Grab bis zu seiner Himmelfahrt.

Wie die Engel den Herrn in seiner Passion am Ölberg stärkten, so standen sie ihm zweifellos auch auf seinem Kreuzweg und am Kreuz bei.
Deshalb sind nach dem Glauben der Kirche unübersehbare Scharen von Engeln auch bei der Feier des Meßopfers anwesend.
Zudem ist es somit höchst angemessen, daß die liturgischen Texte aller östlichen und westlichen Riten auf die Anwesenheit der Engel hinweisen und den Beistand der Engel erbitten.
Nicht umsonst gehören die Engelsgesänge des „Gloria in excelsis Deo“ und des „Dreimalheilig“ (Sanctus) zu den feierlichsten Augenblicken der Meßfeier.
Nach dem hl. Papst Pius X. soll der zelebrierende Priester selber einem Engel gleichen.
Mit den Worten der Heiligen Schrift ermahnt der hl. Benedikt die Mönche, ihr liturgisches Gotteslob zu verrichten:
„Im Angesicht der Engel will ich dir Psalmen singen.“
In neun Chöre geordnet, stellen die Engel einen vorzüglichen Teil des himmlischen Hofstaats dar, geschaffen zur Verherrlichung Gottes und als seine Boten sowie zum Schutz der gesamten Schöpfung.
Sie sind durchdrungen vom Guten und von der Sehnsucht, daß die gesamte irdische Schöpfung Gott anbete und ihn verherrliche.
Bei weitem überstrahlt ihre Herrlichkeit jede irdische Glorie."
[....]

-


zuletzt bearbeitet 03.09.2022 18:46 | nach oben springen

#12

RE: Wesen und Eigenschaften der hl. Engel

in Die heiligen Engel 10.09.2022 17:23
von Aquila • 6.689 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!


Der Monat September ist den hll. Engeln gewidmet.

Über die reinen Geistwesen....die heiligen Engel
der Jesuitenpater Adolf Rodewyk in "Sie stehen ganz im Licht – von den hll. Engeln"

-
[....]"Die Engel sind Personen.
Sie denken und fühlen wie wir Menschen.
Wir Menschen sind nur ein wenig unterhalb der Engel, weil wir eine geistbegabte Seele haben.
Die Engel haben Verstand und gebrauchen ihn auch.
Trotzdem denken sie anders als wir.
Unser Denken ist gekennzeichnet durch das Wort der alten Philosophen: „Es ist nichts im Verstande, was nicht vorher in den Sinnen war“,
d.h. unser ganzes Denken ist abhängig von unserer Sinneserfahrung.
Wir sehen körperliche Dinge. Von ihnen ausgehend tasten wir uns dann langsam durch Abstraktion und Überlegen zum Geistigen vor. Wenn wir etwas ganz erfassen wollen, müssen wir es erst von allen Seiten betrachten, um dann von vielen Einzeleindrücken zu einem Gesamteindruck oder zu einer Gesamtschau zu kommen.
Die Engel dagegen überschauen die Dinge mit einem Blick. Sie erfassen sie nicht von außen, sondern von innen, von ihrem Wesen her, und haben darum eine durchdringende und richtige Erkenntnis der Dinge. Schon rein natürlich sind sie uns deshalb an Erkenntnis und Wissen gewaltig überlegen.
Außerdem haben sie noch eine weitgehende übernatürliche Erkenntnis, wenigstens die guten Engel.
„Sie schauen immerfort das Angesicht Meines Vaters, der im Himmel ist“ (Mt 18,10),
d.h. sie schauen alle Dinge in Gott.
Er teilt ihnen Vieles mit, was sie rein natürlich nicht wissen können, und gewährt ihnen einen tiefen Einblick in Seine Gedanken und Pläne.
Darum haben sie ein abgrundtiefes, grandioses Wissen, für das man eigentlich nur den einen Ausdruck finden kann:

Sie stehen im Licht.

[....]
Wenn der eine Engel dem anderen etwas mitteilen will, strahlt er ihn mit seinem Licht an und ruft ihn so gewissermaßen an.
Dann schließt er sich dem anderen auf und gewährt ihm unmittelbaren Einblick in seine Gedanken, so daß der andere in ihm all das lesen kann, was an Mitteilung für ihn bestimmt ist.
Auf diese Weise besteht unter ihnen ein ununterbrochener reger und ungemein schneller Gedankenaustausch.
Menschlicher Gedankenaustausch ist im Vergleich dazu matt und schwach,
wogegen sich in der jenseitigen Welt gleichsam Riesensonnen ihre Strahlen zusenden, die sich jubelnd miteinander vereinigen und das Licht noch heller erstrahlen lassen."
[....]

-


-
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#13

RE: Wesen und Eigenschaften der hl. Engel

in Die heiligen Engel 17.09.2022 20:40
von Aquila • 6.689 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Der Monat September ist den hll. Engeln gewidmet.

Der Jesuitenpater Adolf Rodewyk in "Sie stehen ganz im Licht – von den hll. Engeln" über den Willen und die Kraft der hll. Engel:
-

"Wille und Kraft der Engel

Wie wir, so haben auch die Engel einen freien Willen. Für sie gibt es keinen Zwang, weder von außen noch von innen.
Sie können wählen, ob sie etwas tun oder unterlasssen wollen, und ob es dieses oder jenes sein soll.

Ihr Wollen ist von einer gewaltigen Kraft, denn sie entscheiden sich nicht nur halb, sondern mit dem ganzen Wesen, so daß ihre Entscheidungen unwiderruflich sind.
Wieviel sie vermögen,
läßt sich aus einigen Beispielen entnehmen, die uns die Heilige Schrift überliefert hat.
Ein einziger Engel hatte die Macht, die ganze Stadt Jerusalem zu verheeren, und ein ganzes Heer zu vernichten, denn in 1 Chr. 19,35 heißt es:
„In jener Nacht zog der Engel des Herrn aus. Er erschlug im assyrischen Lager 185.000 Mann.“
Als König Nabuchodonosor die drei Freunde Daniels in den Feuerofen werfen ließ, weil sie die große Götterstatue nicht anbeten wollten, „stieg der Engel des Herrn
zugleich mit ihnen in den Ofen hinab und trieb die Feuerflammen aus dem Ofen hinaus. Das Innere des Ofens machte er kühl, wie wenn der Tauwind hindurchgeht.
Das Feuer erfaßte sie überhaupt nicht, fügte ih￾nen keinerlei Leid zu und belästigte sie nicht“ (Dan 3,49f).
Als einige Zeit später Daniel in die Löwengrube geworfen wurde und unversehrt wieder herauskam, berichtete er dem erstaunten König: „Mein Gott sandte Seinen Engel und verschloß den Rachen der Löwen.
Sie haben mich nicht verletzt, weil ich vor ihm als schuldlos erfunden ward. (Dan 6,23)“.
Apg 5,19:
Ein Engel des Herrn aber öffnete den Aposteln in der Nacht die Türen des Gefängnisses und führte sie hinaus.
Ähnliches wiederholte sich als Petrus von Herodes schwer bewacht im Gefängnis gehalten wurde: Apg 12,7-10.
Petrus selbst hätte sich nicht mehr retten können,

dem Engel dagegen gelingt seine Befreiung wie spielend.

Der hl. Petrus erinnert sich daran in 2 Petr 2,11.

Die Engel haben nicht nur Verstand und Willen, sondern sie haben auch ein sehr reiches und tiefes Gemütsleben.
Bei den Seraphim sagt schon ihr Name, daß sie große Liebe haben, daß sie glühend, brennend von Liebe sind.
Das läßt sich von jedem anderen Engel auch sagen, wenn auch seine Liebesglut die der höchsten Engel nicht erreicht.
Wir können uns die Engel nicht traurig vorstellen.
Wenn bisweilen auf Grabmälern ein trauernder Engel dargestellt ist, so werden ihm dort zu menschliche Empfindungen zugeschrieben.
Wir stellen uns die Engel vielmehr in jener jubelnden Freude vor, die ihnen aus der Anschauung Gottes kommt.
Darum werden sie auch die seligen Geister genannt.

Ganz besonders tritt bei ihnen die Anbetung Gottes hervor.
Die Heilige Schrift fordert sie in verschiedenen Psalmstellen dazu auf.
So sagt Ps 103,20: „Preiset den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr sein Wort vollstreckt, da ihr auf die Stimme seines Wortes hört!“ Ps 148,2: „Lobt ihn, all seine Engel, lobt ihn, all seine Heerscharen!“
Ursprünglich gab es bei den Engeln auch Glaube und Hoffnung, nachdem sie aber zur letzten Vollendung aufgestiegen sind, ist der Glaube in Schauen übergegangen und die Hoffnung in die Freude am Besitz Gottes für immer.
Wenn sich bei den Engeln neben der Freude keine Trauer findet, so läßt sich doch mit der Liebe auch ihre Kehrseite, der Haß vereinen.
Wenn es von Gott heißt, daß Er nur das Gute will, das Böse dagegen haßt oder verabscheut, so läßt sich von den Engeln dasselbe sagen. Damit soll aber nicht behauptet werden, daß die Engel, solange sie noch im Zustand der Prüfung und Bewährung waren, nicht auch das Böse wählen konnten.


Die gefallenen Engel; Dämonen


[....]

-


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#14

RE: Wesen und Eigenschaften der hl. Engel

in Die heiligen Engel 21.09.2022 20:48
von Aquila • 6.689 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!


Wir befinden uns im Engelmonat September:

Der Jesuitenpater Adolf Rodewyk in "Sie stehen ganz im Licht – von den hll. Engeln" über die Ordnungen und Chöre der Engel und über die Notwendigkeit des Hörens auf die Lehre der Heiligen Mutter Kirche, die alleine drei Engel-Namen zur Verehrung gestattet.
-
"Ordnungen und Chöre der Engel

Ein so großes Heer stellen wir uns nicht als einen wirren Haufen oder als eine ungeordnete Masse vor,
sondern aufs Schönste gegliedert.
Nur denken wir bei den Engeln nicht an Kompanien und Regimenter, sondern bezeichnen ihre Gruppen als „Ordnungen“ (ordines) oder „Chöre“.
Im Allgemeinen unterscheidet man neun Chöre der seligen Geister, von denen jeder wieder einen besonderen Namen trägt.
Die Liturgie des Allerheiligenfestes nennt sie in folgender Reihenfolge:
Engel,
Erzengel,
Throne,
Herrschaften,
Fürstentümer und Gewalten,
Mächte des Himmels,
Cherubim und Seraphim.


Diese Namen kehren auch in den verschiedenen Präfationen des Röm. Meßbuches wieder.
Engel und Erzengel gelten als die untersten,
Cherubim und Seraphim als die höchsten Stufen
.
Die vier anderen Namen werden in verschiedener Reihenfolge genannt (Kol 1,16).

Es gibt eine Stufenordnung in der Engelwelt, die einen stehen Gott näher als die anderen, und die niederen werden von den höheren geleitet.
Es ist wie in einem Heer, in dem die Generale um den obersten Heerführer geschart sind, der ihnen seine
Gedanken mitteilt, die sie dann an die unter ihnen stehenden Offiziere weiterleiten.
So denken wir uns den obersten Engelchor, oder auch die beiden höchsten, als den Kronrat Gottes.
Ihnen teilt er Seine Gedanken mit, sie weiht Er am tiefsten in Seine Pläne ein und gibt ihnen an, was geschehen soll.
Sie leiten dann alles in richtiger Stufenfolge an
die übrigen Engel weiter und teilen jedem mit, was für ihn von Bedeutung ist.
Die niederen Engel nehmen diese Mitteilungen mit großer Freude auf, machen sie sich ganz zu eigen und führen die ihnen erteilten Aufträge mit größter Bereitwilligkeit durch.


[....]

Bei der Aufzählung der Engelchöre könnte es so scheinen, als ob die uns bekannten
höchsten Engel Gabriel, Michael und Raphael
recht tief ständen
, denn sie werden `Erzengel´ genannt, wie der vorletzte Chor der Engel.
Das wäre jedoch ein Irrtum.
Der Name Engel bezeichnet ein Amt und bedeutet Bote. Engel sind Gesandte Gottes an die Menschen.
Einigen hat er eine ganz besondere Botschaft übertragen, so daß sie im Heilsgeschehen besonders hervortreten.


In der apokryphen Literatur werden noch manch andere Namen der Engel genannt.
Aber die katholische Kirche hat sich auf die drei großen, soeben erklärten Namen beschränkt und wünscht nicht, daß andere Engelnamen gebraucht und verehrt werden. (röm. Synode 745 unter Papst Zacharias).
Sie hat aus langer Erfahrung heraus gute Gründe dafür."
"

-

Noch einige Anmerkungen:
Es sei denn dringlich angemahnt, keine anderen Engel-Namen / -Wesen anzurufen, zumal sich die gefallenen Engel - die ihre dem Menschen weit überlegenen geistigen Fähigkeiten beibehalten haben - aus allen Chören rekrutieren und so auch weiterhin z.B. unter der Bezeichnung "Mächte" / "Kräfte" ihr Unwesen treiben.
Verführungen der Welt / Versuchungen (10)

Welch seelenverderbende Folgen ihr Handeln nach sich zieht nicht, zeigt uns das Gift der esoterisch-okkulten Praktiken.
Detailliertes dazu siehe bitte hier:
Esoterik: Einfallstor der Dämonen


Der hl. Paulus mahnt in Eph 6,12:
-
"Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen."
-


Dazu auch Pater Eugen Mark von der Petrus-Bruderschaft:

-

"Ich möchte sie eindringlich warnen, vor der esoterischen Welle und Sie sensibilisieren, wenn es um Engel, -namen, Engelwesen und v.a. wenn von Kräften gesprochen werden.
Ein Engelchor heißt Mächte oder Kräfte.
Die Esoteriker sind sich nicht bewußt, wenn sie sich dieser Kräfte bedienen, daß sie Dämonen anrufen.
Auch in der Literatur oder Broschüren werden Sie immer wieder auf Stellen stoßen, die
von Kräften
sprechen,
die es gilt zu Nutzen oder anzuzapfen.
Wenn Sie sich darauf einlassen,
verschaffen sich die Dämonen Anrechte in ihrem Leben.
Wenden wir uns an unseren Schutzengel, damit er uns vor diesen Gefahren warnen kann."


-


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#15

RE: Wesen und Eigenschaften der hl. Engel

in Die heiligen Engel 27.09.2022 18:26
von Aquila • 6.689 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!


Wir befinden uns im Engelmonat September:
Immer wenn die hl. Engel als reine Geistwesen den Menschen erscheinen, werden diese von Furcht ergriffen, denn ein in der steten Anschauung Gottes und somit in glühender Liebe lebender hl. Engel gleicht einer "brennenden Feuerflamme":


Pater Titus Kieninger im "St. Josephsblatt"
über die durch und in Gottes Liebe "brennenden" hl. Engel:
-

[....]Die Engel sind personale Wesen mit Verstand und freiem Willen. (Katechismus 330), sie sind viel geistiger als wir Menschen.
Sie kennen auch eine viel grössere Sehnsucht als wir sie haben.
Ihr geistlicher Hunger ist in ihrer Anschauung Gottes gesättigt.
Gott ist ihre ganze Freude.
Gott bringt ihr "Herz" durch seine Liebe zum Brennen.

Darum jubeln die einen ohne Ende. Andere verstummen gleichsam vor seiner Größer und Macht und "verlieren" sich gleichsam im Schauen seiner Schönheit.
Aber keiner von ihnen....kann sich von Gott lösen.
Gott ist ihr Ein und Alles, der Enzige, der sie interessiert, der Anfang und das Ende, die Ursache und das Ziel.

[....]
Die ganze Seligkeit der Engel besteht darin, bei Gott zu sein, ihm anhangen zu können und sich ihm ganz anbieten zu dürfen.
So herrscht im Himmel die größere Freude und der vollkommenste Friede durch die überglücklich machende Geborgenheit in Gott.

Die Engel werden gewissemassen gleichförmig in der Nähe Gottes, wie ein Eisen im Feuer zu glühen beginnt.
Das ist der Grund, warum der hl. Apostel Johannes vor dem Engel anbetend Niederfallen wollte (siehe Offenbarung 19,10):
Die Engel sind schon von Natur aus geschaffenes Licht vom unerschaffenen Licht.
Durch ihr liebendes Leben in Gott sind sie brennende "Feuerflammen"
(Hebr 1,7).



[....]
Durch unseren Glauben nehmen wir schon jetzt teil " an der glückseligen Gemeinschaft der in Gott vereinten Engel" (KKK 336).
So dürfen auch wir mit ihnen Gott anbeten, ihm danken und unser kleines Lob singen.
Jedes Mal, wenn wir das "Heilig, Heilig, Heilig....", das Gebet der Serafim sprechen, nehmen sie uns mit in ihre Anbetung.
Da werden unsere Herzen von Gottes Liebe tiefer erfüllt, freier von den irdischen Ängsten, friedvoller und froher im Umgang mit unseren Mitmenschen.
Es wächst in uns das gläubige Vertrauen:
"Gott, Dein Weg ist Heilig. Wo ist ein Gott, so gross wie unser Gott?"
(PS 77,14).
Und wir folgen der Aufforderung des hl. Petrus:
"Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht....
Werft all eure Sorge auf ihn, damit er kümmert sich um euch" (1Petrs 5,6-7).

-


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