Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#31

RE: Hymnus

in Weitere Gebete 04.02.2018 07:58
von benedikt • 3.195 Beiträge

Hymnus

Voll Güte bist du, Herr,
für die Seele die dich sucht.
Doch was bist du erst für die,
welche dich finden?
Doch darin besteht das Wunderbare,
dass niemand dich suchen kann,
der dich nicht schon gefunden hat.

Du willst also gefunden werden,
damit man dich sucht,
und gesucht werden,
damit man dich findet.
Du kannst also gesucht
und gefunden werden,
aber niemand kann dir zuvorkommen.
Wenn wir auch sagen, "früh am Morgen
tritt mein Gebet vor dich hin",
so gibt es trotzdem keinen Zweifel,
dass jedes Gebet lau ist,
dem nicht dein göttlicher Antrieb
zuvorkam.

Bernhard von Clairvau


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#32

RE: Hymnus

in Weitere Gebete 07.02.2018 10:50
von benedikt • 3.195 Beiträge

Hymnus

Wort Gottes, dessen Macht und Ruf
im Urbeginn die Welt erschuf.
Du bist der Anfang und das Ende.

Der Himmel und die ganze Welt
sind deiner Hoheit unterstellt.
Du bist der Zeiten Lot und Wende.

Die Weisheit baute sich ein Haus,
darin spricht Gott sich selber aus,
und dieses Wort hat uns getroffen,

Nun ist die Welt nicht mehr so leer,
nicht mehr die Last so drückend schwer:
Der Weg zum Vater steht uns offen.

Zeitgenössisch


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#33

RE: Hymnus

in Weitere Gebete 07.02.2018 16:50
von benedikt • 3.195 Beiträge

Hymnus

Was für ein fremdartiges Wunder,
der Weisheit Gottes
überaus schönes Kunstwerk,
die sichtbare Schöpfung,
die mitteilt
die Herrlichkeit des
allmächtigen Schöpfers
des Himmels und der Erde,
der alles Sichtbare
und Unsichtbare
durch das Wort
zusammenstellte.

Herr,
wie groß sind deine Werke,
rufen wir Gläubigen
und verherrlichen dich,
Anfangloser!

Metropolit Nikodemos von Patras
1990


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 07.02.2018 16:51 | nach oben springen

#34

RE: Hymnus

in Weitere Gebete 08.02.2018 10:34
von benedikt • 3.195 Beiträge

Hymnus

So jemand spricht: "Ich liebe Gott",
und hasst doch seine Brüder,
der treibt mit Gottes Wahrheit Spott
und reißt sie ganz darnieder.
Gott ist die Liebe und will, dass ich
den Nächsten liebe gleich als mich.

Wir haben einen Gott und Herrn,
sind eines Leibes Glieder;
drum diene deinem Nächsten gern;
denn wir sind alle Brüder.
Gott schuf die Welt nicht bloß für mich,
mein Nächster ist sein Kind wie ich.

Ein Heil ist unser aller Gut.
Ich sollte Brüder hassen,
die Gott durch seines Sohnes Blut
so hoch erkaufen lassen?
Dass Gott mich schuf und mich versühnt,
hab ich dies mehr als sie verdient?

Was ich den Armen hier getan,
dem Kleinsten auch von diesen,
das sieht er, mein Erlöser, an,
als hätt ich's ihm erwiesen.
Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein
und Gott in Brüdern nicht erfreun?

Christion Fürchtegott Gellert 1757


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#35

RE: Hymnus

in Weitere Gebete 08.02.2018 16:38
von Aquila • 6.046 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber benedikt

Du weisst mittlerweile, dass ich es sehr genau nehme....
So muss ich mich auch bezüglich der von Dir geposteten "Hymne" von Christian Fürchtegott Gellert kurz einklinken und auf notwendige Differenzierungen hinweisen.

Christian Fürchtegott Gellert war ein Vertreter der protestantischen "Aufklärungstheologie", einer Strömung innerhalb des Protestantismus, die sich der Aufklärung angleichen wollte.
Zu den nachfolgend rot untermalten Zeilen abschliessend einige Anmerkungen:

So jemand spricht: "Ich liebe Gott",
und hasst doch seine Brüder,
der treibt mit Gottes Wahrheit Spott
und reißt sie ganz darnieder.
Gott ist die Liebe und will, dass ich
den Nächsten liebe gleich als mich.

Wir haben einen Gott und Herrn,
sind eines Leibes Glieder;

drum diene deinem Nächsten gern;
denn wir sind alle Brüder.
Gott schuf die Welt nicht bloß für mich,
mein Nächster ist sein Kind wie ich.

Ein Heil ist unser aller Gut.
Ich sollte Brüder hassen,
die Gott durch seines Sohnes Blut
so hoch erkaufen lassen?
Dass Gott mich schuf und mich versühnt,
hab ich dies mehr als sie verdient?

Was ich den Armen hier getan,
dem Kleinsten auch von diesen,
das sieht er, mein Erlöser, an,
als hätt ich's ihm erwiesen.
Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein
und Gott in Brüdern nicht erfreun?


Zu
"Wir haben einen Gott und Herrn,
sind eines Leibes Glieder;"
:

Diese Aussage aus protestantischer Feder ist unhaltbar.
Die protestantischen Gemeinschaften sind vom mystischen Leib Christi , der Heiligen Mutter Kirche, abgefallen.
Sie können denn für sich auch nicht mehr in Anspruch nehmen, "eines Leibes Glieder" zu sein.
Luther handelte gegen den Heiligen Geist !
Er trennte denn auch unzählige Seelen vom mystischen Leib Christi !

Weshalb ?

Die Glieder des mystischen Leibes Christi, der Heiligen Mutter Kirche, sind als Gemeinschaft der Heiligen eng miteinander verflochten.
Dazu ein Auszug aus
"Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens"
von Hw Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft.

-

89.Wer gehört zur Gemeinschaft der Heiligen?

Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören

1) die Gläubigen auf Erden die streitende Kirche
2) die Seelen im Fegefeuer die leidende Kirche
3) und die Heiligen im Himmel die triumphierende Kirche
In der Gemeinschaft der Heiligen sind
alle durch das geheimnisvolle Band der heiligmachenden Gnade miteinander verbunden.


90.Worin zeigt sich unsere Gemeinschaft mit den Heiligen im Himmel?

Wir verehren die Heiligen und rufen sie an.
Sie aber helfen uns durch ihre Fürbitte bei Gott.


91.Worin zeigt sich unsere Gemeinschaft mit den Armen Seelen im Fegfeuer?

Sie zeigt sich darin,
dass wir den Armen Seelen durch unser Gebet und andere gute Werke,
durch Ablässe und besonders durch das heilige Messopfer helfen.



-
Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens




Zu
"denn wir sind alle Brüder." sind folgende Differenzierungen unerlässlich, um irrigen Vermengungen mit der "Kindschaft Gottes" vorzubeugen.

Unser Nächster ist ein jeder Mensch, der seiner erschaffenen Seele nach ein natürliches Ebenbild Gottes ist.

Ein übernatürliches Ebenbild Gottes
- ein Kind Gottes und somit Bruder in Christo -
wird der Mensch alleine wieder durch die hl. Taufe:
Die Taufe schenkt wieder die Kindschaft Gottes
Unsere wahren Geschwister freilich sind denn alleine
unsere Brüder und Schwestern in Christo.


Der hl. Augustinus erklärt in "De disciplina christiana"
die Notwendigkeit der Unterscheidung der Definition von Brüderlichkeit
und erteilt auch eine Absage an die heute fast inflationär verbreitete "alle sind Kinder Gottes" These:
-

"Und freilich sind wir Brüder, weil wir Menschen sind;
wieviel mehr erst, da wir Christen sind!
Für dich als Mensch war der gemeinsame Vater Adam, die gemeinsame Mutter Eva;
für dich als Christ ist der gemeinsame Vater Gott, die gemeinsame Mutter die Ekklesia"!

-

Als Nachkommen der ersten erschaffenen Menschen Adam und Eva
- durch deren Sündenfall die heiligmachende Gnade verloren gegangen ist und somit auch die Gottes-Kindschaft ....die Erbsünde ,
Von Letzterer ausgenommen ist alleine die unbefleckt empfangene
allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria
-

bildet die Menschheit dem Fleische nach eine ( brüderliche) Gemeinschaft;
die Menschen-Kinder!

Das Gebot der Nächstenliebe ist gleichsam nun die Symbiose des Dargelegten....

Gottes-Kindschaft aber
und somit die Geschwisterlichkeit
in Christo
wird wie gesagt dem Menschen alleine durch die hl. Taufe wieder geschenkt !

Aus Obigen ist nun auch ersichtlich, dass eine heute inflationär vorgetragene Vermengung der Begriffe Menschen-Kinder und Gottes-Kinder zu einer "unverbindlichen Brüderlichkeit" / "allgemeinen Kindschaft Gottes" nicht haltbar ist.

Dazu einige vertiefende Erklärungen hier:
Die Ursünde / Erbsünde

und hier:
Die Gnaden (2)



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 08.02.2018 16:46 | nach oben springen



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