Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#6

RE: WIE opfern wir unsere Leiden auf?

in Wenn etwas der Klärung bedarf 28.03.2015 21:04
von Missionar (gelöscht)
avatar

Liebes Fragezeichen,

schön, dass ich Dir ein "wenig" weiterhelfen konnte!

Bei uns Unvollkommen, kann es schon mal vorkommen, mit Gott zu hadern, ist ja bei mir auch schon oftmals vorgekommen. Auch bei mir es ja so, dass ich mich oft von Gott nicht angenommen und geliebt fühle. Das Problem haben nicht wenige.

Das hatte ich ja vor zwei Jahren ganz stark. Da war ich total deprimiert deswegen. Doch gerade in dieser Zeit hat mir Gott dann gezeigt, dass das nicht so ist. Denn da kam mir ein Mann entgegen, der mir sagte, ich hätte ihm vor einem Jahr (2012) das Leben gerettet. Ich war verblüfft und verwundert. Dann erzählte er mir, wie wir uns ein Jahr zuvor im Krankenhaus getroffen und ich ihm zum Schluss "Gott segne Dich" gesagt hatte. Dieses hätte ihn davon abgehalten, sich umzubringen. er war ja gerade auf dem Weg, um das zu tun, wollte sich aber nur noch eine Zigarette rauchen. Das hat mir gezeigt, wie Gott mich gebraucht hat, und das hat mir wieder Mut gemacht. Oder ein Erlebnis vor einigen Wochen:

Da hatte ich wieder das Gefühl, Gott würde mich nicht lieben, und dieses Gefühl war wieder ganz stark, so dass ich deprimiert war. Ich war dann gerade unterwegs zur Kirche zur Eucharistisachen Gebetswache, als ich einen Bekannten traf, der mich aufhielt. Wäre das nicht geschehen, hätte ich dann weiter auf dem Weg eine Glaubensschwester nicht getroffen, die mir erzählte, sie habe Krebs. So konnte ich sie dann trösten und stärken. Und so kam ich dann auch zu spät zur Gebetswache und dadurch auch später in die Krankenhauskapelle, wo ich auch gerne hingehe. Und so konnte mich dann ein Mann antreffen, der dringend einen Priester für seine sterbende Mutter zwecks Krankensalbung und Heilige Kommunion suchte, aber keinen fand. Diesen konnte ich ihm dann vermitteln. Er kam nach etwa 10 Minuten und ich durfte ihm beim Spenden des Sakraments assistieren. Damit hat mir dann Gott wieder gezeigt, dass er mich liebt; denn es war eine Ehre, die Er mir erwiesen hat, dass ich einem seiner Priester assistieren durfte.

Diese Beispiele sollen Dich stärken! Höre nicht auf Deine Gefühle, sondern auf Gott selbst, der Dir seine Liebe versprochen hat in Christus. Denn so, wie mich meine Gefühle getäuscht haben, so täuschen Dich auch Deine.


Liebe Grüße
Stefan

nach oben springen

#7

RE: WIE opfern wir unsere Leiden auf?

in Wenn etwas der Klärung bedarf 28.03.2015 21:46
von Das Fragezeichen (gelöscht)
avatar

Liebe Kristina,

vergelte es der Herr, was du schreibst.

Ich werde es tun: "Schau Jesus am Kreuz an" usw. Deine Frage kann ich völlig mit JA beantworten, so ist es. Ich bin sehr erleichtert, dass Du mich offenbar verstehst mit dem Alleine - gelassen - sich fühlen."

Hab wirklich vielen Dank für deine, ja ich darf schon sagen, Seelsorge.

Lieber Andi,

O, ich meine es mit dem Leiden, dass ich nicht ändern kann, ganz total simpel.

Beispiel: Meine Füße tun weh und ich kann JETZT nichts dagegen tun. Dann ist es so ein Fall von Leid, das ich derzeit nicht ändern kann.

Wir sind gemäß des Gebotes "Du sollst nciht töten" auch zum Erhalt des Leibes verpflichtet. Wir gehören nicht uns selbst. Das heißt ich versuche eine Krankheit mit Medizin und sonstwas (Sport, Ernährung, Physiotherapie) zurückzudrängen.

Leid, das man ändern kann und man trotzdem annimmt, käme einem Sühneleiden gleich. Dies soll hier nicht in diesem Threat thematisiert werden.

Ich kann nur kleine "Leiden" aufopfern, wenn sie da sind: Ich komme morgens nicht aus dem Bett (das hat aber pahtologische Ursachen, nicht Faulheit (=Totsünde)) Natürlich stehe ich trotzdem auf und bete aber sofort: "Herr ich opfer diese kleine Schwierigkeit auf für...."

Nun zu deiner anderen Frage: Wenn ich eh weiß, dass ich an dem Leiden nichts machen kann, ist es keine Kunst es aufzuopfern. Nein, man kann so und so leiden. Also ich kann leiden so nur für mich oder ich kann mein Leiden mit Jesu Leiden verbinden. Das erklärt die Kirche an verschiedenen Stellen. hihi - dafür ist Aquila zuständig.

Also, diejenigen, die ihr Leiden aufopfern leiden anders. Es bleibt in ihnen innen drin ein Friede mitten in dieser Situation des Leidens.
Ich selber hatte einen solchen nicht, als ich mal länger krank war. Wäre ich im Stande gewesen, dieses aufzuopfern, dann sähe wenigstens mein Innenleben anders aus, als es ohne Aufopferung der Fall ist.

Wenn ich Leiden aufopfern kann, dann ist der Geist des Haderns mit Gott ausgetrieben.

Deshalb spreche ich hier so offen, weil wir uns untereinander helfen können durch den Austausch.

Dass Du auch offen hier sagst, dass auch du haderst, hilft mir sehr. Wir können füreinander im Gebete einstehen.

Hoffentlichlich konnte ich mich verständlicher machen, danke für die Nachfrage, Andi

Lieber Missionar,

ich habe nur meine Gefühle euch mal mitgeteilt. Ich habe schon erkannt, wenn diese nicht im Willen des Herrn sind, denn ich folge ihnen NICHT.
Gefühle kommen aus falschen Gedanken, entstehen aus falschen Gedanken, Gedanken rufen diese Gefühle hervor.

Falls Du nun denkst, dass ich dumm meinen Gefühlen hinterher renne, so kann ich sagen, dass ich das nicht tue. Wenn das so erscheint, ist es natürlich schade. Aber das ist immer das Risiko, wenn man von sich was schreibt. Es ist wichtig auf Gott zu schauen, statt auf meine Gefühle, ist immer ein guter Tipp.

Das Fragezeichen in tiefer Dankbarkeit für euch.


Man kann nicht um des Friedens willen die Wahrheit aufgeben, denn dann wird der Unfriede zum Dauerzustand, weil alles in Unordnung gerät.

zuletzt bearbeitet 28.03.2015 22:09 | nach oben springen

#8

RE: WIE opfern wir unsere Leiden auf?

in Wenn etwas der Klärung bedarf 28.03.2015 22:01
von Kristina (gelöscht)
avatar

"Nämlich die Annahme des Leidens", das man nicht ändern kann verstehe ich nicht ganz.
Woher will man wissen welche Leiden man nicht ändern kann ?"


Man muss nicht wissen, ob sich Leiden ändern können oder nicht.
Der immer wieder kehrende oder permanente Schmerz an Leib und/oder Seele kann man aufopfern.
Ob er irgendwann vergehen sollte oder nicht.
So kann man z.B. übrigens auch eine Demütigung die man erfährt aufopfern,
für eine Arme Seele oder zur Sühne für einen anderen Menschen, für begangenen Stolz und Hochmut.

"Der andere Fall wäre, Jemand will sein Leiden nicht loswerden um es aufopfern zu können.
Aber wer, außer manchen Heiligen gehört schon zu dieser besonderen Sorte Mensch?"

Ich glaube, dass sind schon ganz außerwählte Seelen, die es mit Sicherheit auch irgendwo noch gibt.

"Also ich persönlich hätte lieber das eine oder andere Leid weniger und denke nicht an aufopfern momentan und mit Gott gehadert habe ich schon oft. Also da bist nicht alleine."
Nein, aber ich habe ja im letzten Beitrag geschrieben, was man tun kann.
Aber auch die/einen bestimmten Heiligen, den Schutzengel kann man zwischendurch immer wieder für sich um Fürbitte anflehen.

Was unser Fragezeichen über das Aufopfern aus Erfahrung schreibt,
das es Unterschiede im Inneren gibt,
finde ich sehr wichtig zu erwähnen!!
Danke liebes Fragezeichen.
Vielleicht hilfst du damit auch anderen, die hier mitlesen!
LG
Kristina


„Außerhalb der Kirche kein Heil"
(Katechismus der Katholischen Kirche Absatz 3, 845)

zuletzt bearbeitet 28.03.2015 22:03 | nach oben springen

#9

RE: WIE opfern wir unsere Leiden auf?

in Wenn etwas der Klärung bedarf 28.03.2015 22:09
von Missionar (gelöscht)
avatar

Liebes Fragezeichen,

nein, ich dachte nicht, dass du dumm hinter Gefühlen herlaufen würdest. Nur, wenn ein negatives Gefühl da ist, dann ist es nun mal da.

Was aber nun Dein Thema betrifft, so kann ich Dir die sechs Bände "Gottes Kinder" und die Hefte über Anna de Guiné empfehlen. Es handelt sich um eine Sammlung zahlreiche Berichte heiligmäßiger Kinder und Jugendlicher, die in der regel wegen schweren Erkrankungen früh gestorben sind. In diesen Berichten wird aufgezeigt, wie diese heiligmäßigen Kinder ihrefurchtbaren Leiden getragen und auch aufgeopfert haben.

Ich selbst werde mir jetzt durch Deine Inspiration diese Bücher intensiver zur Hand nehmen, um von ihnen zu lernen, was auch das Aufopfern des Leidens betrifft.

Hier die Internet-Adresse, wo Du die Bücher bestellen kannst, wenn Du magst: http://www.freundeskreis-maria-goretti.de/

Die Bücher sind sehr günstig, jedes kostet so um die 1,50 EUR.


Liebe Grüße
Stefan


zuletzt bearbeitet 28.03.2015 22:11 | nach oben springen

#10

RE: WIE opfern wir unsere Leiden auf?

in Wenn etwas der Klärung bedarf 28.03.2015 23:06
von Andi • 1.002 Beiträge

Also, diejenigen, die ihr Leiden aufopfern leiden anders Das kann gut sein Fragezeichen. Dahin versuche ich auch mal zu kommen.

Ist aufopfern denmnach eine Stufe weiter als sein Leid nur anzunehmen ? Als erstes muß man ja zu dem Punkt kommen sein Leid zu aktzeptieren und dieses als Gottes Willen anzusehen.

Wer kann überhaupt sein Leid aufopfern Kristina ? Nur Katholiken oder gilt das für jeden Christen ?


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
nach oben springen



Besucher
0 Mitglieder und 18 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: reinhardeberl
Besucherzähler
Heute waren 18 Gäste online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 2818 Themen und 18912 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:




Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen