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#11

RE: Franziskus in der Moschee

in Diskussionsplattform Kirche 01.12.2014 21:23
von Aquila • 5.551 Beiträge

Liebe Mitdiskutanten

Wie ich schon mehrfach angedeutet habe,
ist es für uns traditionsverbundene Katholiken keinesfalls angenehm,
gegenüber dem Papst Kritik üben zu müssen.....
wenn wir dies tun, dann alleine gerade aus
Liebe und Treue zur einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche
- der Heiligen Mutter Kirche -
und zum Papsttum !

Die jüngsten befremdlichen Handlungen und Aussagen von Papst Franziskus
anlässlich der Türkeireise können denn auch nicht einfach mit dem
Mantel des Vergessens überzogen werden.
Hier geht es um fundamentale Ungereimtheiten zur Lehre der hl. Tradition.

War die irritierende "gemeinsame stille Anbetung" in der "Blauen Moschee"
- übrigens Richtung Mekka !!!! -
bereits kaum zu "verdauen" ,
so liegen die folgenden Worte des Papstes beim Interview auf dem Rückflug
nach Rom gleichsam "unverdaulich" im Magen:

-

Angesichts des Terrorismus im Nahen Osten und auch in Afrika sagen viele:
Aber das kann doch nicht wahr sein, dass der Islam so etwas tut, wie furchtbar!’
Und viele Muslime ihrerseits sind beleidigt und sagen:
Aber nein, das sind wir nicht.
Der Islam ist ein prophetisches Buch des Friedens
der Terrorismus ist nicht der Islam
!’

Ich verstehe das

und glaube aufrichtig, dass man nicht behaupten kann,
alle Muslime seien Terroristen, das kann man nicht behaupten!
Wie man ja auch nicht sagen kann, alle Christen seien Fundamentalisten,
dabei gibt es davon auch welche bei uns, nicht wahr?

In allen Religionen gibt es solche Grüppchen, oder nicht?
Ich habe zum (türkischen) Präsidenten (Erdogan) gesagt:
‚Es wäre schön, wenn alle islamischen Führer
– die poitischen, die religiösen und die akademischen –
Klartext reden und den Terror verurteilen würden! Das würde der Mehrheit der Muslime helfen,
wenn sie alle deutlich Nein sagen würden.’
Denn wir brauchen alle so eine Verurteilung auf Weltniveau,
auch von muslimischer Seite.
Dass sie klar sagen:
Das sind wir nicht. Das ist nicht der Koran.
[....]
Ich habe einfach das Bedürfnis gespürt, zu beten.
„Beten wir?“ habe er den Mufti gefragt,
und dann habe er für die Türkei gebetet und für den Frieden – ganz besonders für den Frieden.

-

Ich will diesbezüglich nicht mehr allzu viele Worte verlieren.......

Auch wenn es Papst Franziskus nicht als seine Aussage zu verstehen gibt.....
doch er kann "verstehen",
dass die Moslems den Islam als "prophetisches Buch des Friedens" vorgaukeln...
weiter der dann der wirklich windschiefe und flappsige "Vergleich"
zwischen islamischen Terrorismus mit "Fundamentalismus auch bei uns "....????

Zu seinem "Gebetsbedürfnis" in der Moschee ( Richtung Mekka!);
"für die Türkei und den Frieden " !?

"Für die Türkei"....
für dessen Bekehrung zum wahren Glauben an die Ewige Wahrheit Jesus Christus ?
"für den Frieden"....
für denjenigen, den die "humane" Welt verspricht und somit eine Scheinfrieden
( ohne Anrufung der Ewigen Wahrheit Jesus Christus)
oder den für
den wahren Frieden in, durch und mit Jesus Christus !?

Dass Papst Franziskus unseren Herrn und Gott Jesus Christus
kein einziges Mal auch nur andeutungsweise erwähnt hat
- wie auch vor dem EU-Parlament nicht -
und stattdessen "Richtung Mekka stille Anbetung" praktiziert hat,
ist ein offenbar weiteres Mosaiksteinchen
- nach der unsäglichen "Koranrezitation" eines Imams anl. des "Friedensgebetes" vom
vergangenen Pfingstsonntag in den Vatikanischen Gärten -
zur "Neugestaltung" eines "multireligiösen Weltbildes" !


All dies beim Namen zu nennen ist mitnichten "Papstfeindlichkeit"
sondern gerade als Ausdruck der Sorge um das Papstamt ein Gebot der Stunde.


Sollte Papst Franziskus oder welcher Papst auch immer
"Moscheebesuche" oder andere "interreligiösen Veranstaltungen" gleichsam zur
"Norm" werden lassen,
müssen und können selbstredend traditionsverbundenen Katholiken dies nicht nachahmen !

All diese Handlungen sind
von der päpstlichen Unfehlbarkeit in Glaubens- und Sittenlehre
nicht gedeckt und bleiben somit gleichsam "private" persönliche Handlungen
eines jeden Papstes.


Vergessen wir nicht das Gebet für Papst Franziskus.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


8«_{Î

zuletzt bearbeitet 01.12.2014 21:40 | nach oben springen

#12

RE: Franziskus in der Moschee

in Diskussionsplattform Kirche 01.12.2014 22:07
von Michaela (gelöscht)
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Lieber Aquila,

danke für Dein Post. Ja, es ist wie Du sagst.

Der Heilige Vater macht sich offenbar einige Gedanken um den Frieden mit dem Islam, wofür er einiges tut.

Doch ich als im Vergleich zum Papst kleine dumme Gläubige würde mich eher fragen, wie mein Handeln auf die wirkt, die am meisten unter dem Islam leiden.

Was denkt eine von nem Moslem versklavte und vergewaltigte Christin, wenn sie den Papst so beten sieht? Oder was denkt der syrische Bruder, dem die IS, das Bein weggeschossen hat?

Ja, ich kann da nur weinen und bin eine zutiefst erschütterte Konvertitin, die selber Menschen kennt, die großes Leid hier in Deutschland durch Anhänger des Koran erleben mussten.

Ich selber, die als Konvertitin besonders befragt wird, was denn meine Kirche da tut, kann kaum meine Trauer und Enttäuschung verbergen.

Vor meiner Konversion habe ich meistens vorkonzilare Literatur gelesen, die mich für die Tiefe des katholischen Glaubens geöffnet hat. Aber ich war so naiv und dachte nicht, dass sich seit dem Konzil so viel in der Kirche geändert hat. Ja, aber nun weiß ich es.

Michaela
P. S. die trid. Messe gibt mir aber umsomehr Trost.


Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungefärbter Bruderliebe, so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen,... 1. Petr. 1, 22 - Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des höllischen Feuers schuldig. - Matth. 5, 22

zuletzt bearbeitet 04.12.2014 20:24 | nach oben springen

#13

RE: Franziskus in der Moschee

in Diskussionsplattform Kirche 01.12.2014 22:50
von Kristina (gelöscht)
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"Wie man ja auch nicht sagen kann, alle Christen seien Fundamentalisten,
dabei gibt es davon auch welche bei uns, nicht wahr?"


Was war der Heilige Franziskus denn, wenn nicht ein Fundamentalist.
Was waren die Heiligen der letzten Jahrhunderte vor dem II Konzil denn, wenn nicht Fundamentalisten?
Vielleicht gibt es mehrere Deutungen dazu?!


1Joh 5,10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, trägt das Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner, weil er nicht an das Zeugnis glaubt, das Gott für seinen Sohn abgelegt hat.
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#14

RE: Franziskus in der Moschee

in Diskussionsplattform Kirche 02.12.2014 06:57
von Hemma • 569 Beiträge

Liebe Michaela!

Ich danke Dir für Dein Zeugnis als Konvertitin!

Es hilft mir und wohl auch weiteren Lesern, Menschen in anderen Lebenssituationen besser zu verstehen.
Ich lebe ja z.B. in einem kleinen Dorf im Süden Österreichs, wo die Menschen noch zu 90 % katholisch sind. Auch das Problem mit dem Islam ist (noch nicht) so gegeben wie in den Großstädten.

Liebe Kristina, Du hast recht, alle Heiligen waren Fundamentalisten.
Aber heute, speziell in der liberalen Kirche gelten sie - wenn auch oft unausgesprochen - als Neurotiker.

LG.

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#15

RE: Franziskus in der Moschee

in Diskussionsplattform Kirche 02.12.2014 07:34
von Kristina (gelöscht)
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Liebe Hemma,
da liegst du leider richtig, obwohl ich mich noch nicht als Neurotiker einstufen würde. 😃
Allerdings weiss ich nicht ob man sich selbst als Neurotiker erkennt!

Was versteht der Papst unter christlichem Fundamentalismus??
Er hatte sich ja schon öfter negativ darüber geäussert.
Was versteht er darunter!
Sind wir, bin ich fundamental?
Jesus und den Glauben steht bei den fundamentalen Christen im Zentrum des Lebens - so wie es sein sollte!
Vielleicht ist es das, was dem Papst ein Dorn im Auge ist, das die Fundis die kath Kirche als die allein Wahre und nicht mit dem Islam den Einen Gott anerkennen. Dazu gehört die Ökumene usw.
Das ist nicht der Weg des II Konzils und der Päpste.

LG
Kristina


1Joh 5,10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, trägt das Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner, weil er nicht an das Zeugnis glaubt, das Gott für seinen Sohn abgelegt hat.

zuletzt bearbeitet 02.12.2014 15:31 | nach oben springen



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