Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#11

RE: Gab es die Missionarin Priska? (Paulus nennt sie vor ihrem Mann angeblich Aquila) Gab es die Apostelin Junia?

in Diskussionsplattform 16.09.2014 19:40
von Kristina (gelöscht)
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Lieber blasius,
"Eine Heilige Messe sollen sie im Haus gefeiert haben, die hl.Messe im alten Ritus wurde
doch erst viel später eingeführt."


Hier eine Erklärung:
http://www.introibo.net/missa1.htm

Entstehung des römischen Messritus

Berichte aus der Zeit der Kirchenväter schildern die Ausbreitung des Christentums im gesamten Mittelmeerraum. Schon zu Zeiten der Apostel wurde bei der Versammlung der Christen die Eucharistie gefeiert.

Für die hl. Messe entwickelte sich schon zu Apostelzeiten ein fester Rahmen, der aber noch eine gewisse Freiheit gewährte, so v. a. in der Formulierung einzelner Gebete. Konkrete Messformulare erscheinen ungefähr ab dem 3. Jh., als sich um die verschiedenen kirchlichen Zentren feste Ritenfamilien zu bilden begannen.

Im Abendland gab es neben dem römischen Ritus, der auf die Stadt Rom und Mittelitalien beschränkt war, die gallikanischen Riten, zu denen der gallikanische, der Keltische, der altspanische (mozarabische) und der ambrosianische Ritus Mailands gehörten.

Als im 8./9. Jh. die gallikanischen Riten seltener wurden, wurde die (stadt) -römische Liturgie mit wenigen gallikanischen Elementen ergänzt. Daraufhin setzte sich dieser Ritus über Rom hinaus in weiten Teilen des Abendlandes durch. Daneben erhielten sich der mozarabische Ritus in Toledo und der ambrosianische in der Kirchenprovinz Mailand bis in unsere Tage, wobei der ambrosianische stark vom römischen beeinflusst wurde.

Einzelne Diözesanriten konnten sich bis ins 18 Jh. halten, diverse Riten einzelner Orden bis in die Gegenwart. Diese diözesanen und Ordensriten gehören alle zur römischen Ritusfamilie und unterschieden sich vom allgemeinen römischen Ritus lediglich durch wenige Eigenheiten.
(Exkurs: Missa Tridentina dominikanisch)

Herzstück des überlieferten römischen Ritus' ist der "Römische Messkanon", von dem Papst Innocenz I. (402-417) berichtet, dass er vom Apostelfürsten Petrus selber überliefert worden war und der seiner Struktur nach auf die jüdische Feier des Charburah-Mahls zurückgeht.

Über 1000 Jahre später, zwischen 1545 und 1563 beim Konzil von Trient, ist diese damals schon uralte Liturgie bestätigt und ein für das gesamte Abendland einheitliches Messbuch, dass "Missale Romanum" herausgegeben worden, weshalb der überlieferte römische Ritus auch als "Missa Tridentina" bezeichnet wird. Dies ist aber auch ein wenig irreführend, da er schon 1545 "uralt" war.

Angaben, wonach dieser Ritus erst beim Konzil von Trient als Antwort auf die Reformation geschaffen worden sei, entbehren jeder Grundlage. Auch Luther hatte diesen Ritus vor seiner Exkommunikation zelebriert.

Die Liturgiereform nach dem II. Vatikanum

Durch die Jahrhunderte hinweg liessen die Päpste den überlieferten römischen Messritus weitgehend unverändert. Wenn überhaupt, ist er nur behutsam weiter entwickelt worden - so behutsam, dass es die Gläubigen kaum bemerkten.

Von unseren ersten europäischen christlichen Ahnen bis zu Beginn der 1970er Jahre waren alle Katholiken mit dieser Liturgie vertraut. Er war ihnen ein selbstverständliches Stück geistiger Heimat.

Obgleich es der erklärte Wunsch des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) gewesen ist, dass alle altehrwürdigen Riten der katholischen Kirche erhalten bleiben und das Konzil selber mit der Liturgiereform von 1965 den überlieferten römischen Ritus nur behutsam weiter entwickelte, ist er in Folge der nachkonziliaren "Liturgiereform" von 1969 fast völlig zum Verschwinden gebracht worden.

"An die Stelle der gewordenen Liturgie hat man die gemachte Liturgie gesetzt. Man wollte nicht mehr das organische Werden und Reifen des durch die Jahrhunderte hin Lebendigen fortführen, sondern setzte an dessen Stelle - nach dem Muster technischer Produktion - das Machen, das platte Produkt des Augenblicks."
Joseph Kardinal Ratzinger in "Aus meinem Leben", DVA 1997 über den neuen Messritus

Der überlieferte römische Ritus im 21. Jahrhundert

Im Jahr 1988 appellierte Papst Johannes-Paul II. an die Bischöfe, den Wunsch all derer zu beachten, die sich mit der liturgischen Tradition verbunden fühlen und wo es gewünscht ist die heilige Messe nach dem überliefertem römischen Ritus grosszügig zu gestatten. Im Jahr 2007 erhob Papst Benedikt XVI die "Missa Tridentina" zur "außerordentlichen Form des römischen Ritus" und gestattete allen Priestern die Zelebration.

Betrachtet man den deutschsprachigen Raum, ist diese Liturgie heute in fast allen Großstädten präsent und es ist sehr erfreulich, dass heute die Reichtümer der katholischen Tradition gerade von vielen jungen Christen ganz neu entdeckt werden.


1Joh 5,10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, trägt das Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner, weil er nicht an das Zeugnis glaubt, das Gott für seinen Sohn abgelegt hat.
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#12

26 Was soll also geschehen, Brüder?

in Diskussionsplattform 16.09.2014 20:55
von blasius (gelöscht)
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Liebe Kristina,

Zitat Ausschnitt:

Konkrete Messformulare erscheinen ungefähr ab dem 3. Jh.


Die Zeit als Paulus lehrte war nicht im 3.Jahrhundert, zu seiner Zeit

war es so wie in 1.Korinther 14,26 geschrieben steht:

1.Korinther 14,26

Die rechte Einheit und Ordnung im Gottesdienst


26 Was soll also geschehen, Brüder?

Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen und ein anderer deutet es.

Alles geschehe so, dass es aufbaut.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift



Geschichtliche Entwicklungen


Gottesdienstliche Zusammenkünfte der christlichen Gemeinde gab es von Anfang des Christentums an.

Bereits in den Paulusbriefen und in der Apostelgeschichte werden verschiedene Formen erwähnt.

Ein Beispiel für den urchristlichen Gottesdienst findet sich in 1 Kor 14,26 EU: „Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas mitgebracht:
Der eine singt ein Lied, ein anderer legt die Heiligen Schriften aus.

Wieder ein anderer spricht in Sprachen des Geistes, und ein anderer hat eine Erklärung dazu.“ Der Begriff „Gottesdienst“ (griechisch λειτουργία leitourgia) wird für diese Versammlungen der Gemeinde nicht benutzt.

Wenn im Neuen Testament von Gottesdienst gesprochen wird, geht es entweder um den Tempelgottesdienst des Alten Testamentsoder um die Aufforderung, das gesamte Leben als Gottesdienst zu begreifen (Röm 12,1–2 EU).

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Gottesdienst


Es ist von einem Gottesdienst berichtet, nicht von einer hl.Messe.


Liebe Grüße, blasius

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#13

RE: 26 Was soll also geschehen, Brüder?

in Diskussionsplattform 16.09.2014 21:06
von Stefan (gelöscht)
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Lieber Blasius,

ich sagte Dir doch schon, dass ein bloßes Lesen der Bibel nicht viel bringt! Wenn Du das Alte und Neue Testament bzgl. der Heiligen Messe studierst, dann wirst Du auch erkennen, dass es zur Zeit der Apostel keinen modernen, sondern den alten Ritus gab: Gebet und Opferung des Priesters Richtung Osten, Knie- und Mundkommunion etc. Ich habe keine Lust das alles jetzt aus der Bibel zusammensuchen. Wenn Dich das interessiert, dann kannst Du es selber machen, wie ich es auch getan habe!

Zum anderen habe ich in keiner meiner Antworten über die Heilige Messe im sog. "alten Ritus" gesprochen, sondern ausschließlich nur von der Heiligen Messe. Wie Du dann darauf kommst, ich hätte von der Messe im alten Ritus gesprochen, bleibt mir schleierhaft!

Was Aquila und Priscilla betrifft, so schrieb ich ja, dass es sich nicht unbedingt um Apostel gehandelt haben muss! Und wie Du ja jetzt biblisch darlegst, hatte ich recht!

Liebe Grüße
Stefan


https://antikirchenvolksbegehren.wordpress.com/
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#14

RE: 26 Was soll also geschehen, Brüder?

in Diskussionsplattform 16.09.2014 21:18
von Stefan (gelöscht)
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Lieber Blasius,
das, was Du anführst bzgl. der Zusammenkünfte, wird da im Kommentar alles in einen Topf geworfen. Es gab damals unterschiedliche Zusammenkünfte:

(a) Zusammenkünfte zum gemeinsamen Gebet
(b) Zusammenkünfte zur Heiligen Messe
(c) Zusammenkünfte unmittelbar vor der Heiligen Messe, wo da jeder seine eigene Speise mitbrachte.

Es gab drei unterschiedliche Zusammenlünfte.

Die Kommentare in der Einheitsübersetzung sind moderntheologisch geprägt, nicht katholisch! Die kann man vergessen, wie auch die Einheitsübersetzung selbst, die voll von Falschübersetzungen ist!

Liebe Grüße
Stefan


https://antikirchenvolksbegehren.wordpress.com/
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#15

RE: 26 Was soll also geschehen, Brüder?

in Diskussionsplattform 16.09.2014 21:30
von blasius (gelöscht)
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Lieber Stefan,

was schreibst Du mir über das Bibel lesen wenn ich von dar Art des Gottesdienstes
im Ur Christentum schreibe.

Das war ca. 30 bis 100Jahre nach Christus, und- da wurde noch keine hl.Messe gefeiert.

Aus der Bibel braucht Du nichts zusammensuchen, und über den alten Ritus auch nicht.

Schaue nach in der Zeit 30 bis 100 nach Christus wie da gelehrt wurde.
Zitat:
von der Messe im alten Ritus gesprochen, bleibt mir schleierhaft!

Es gab weder eine Messe, ab alter Ritus oder nicht ist nicht wichtig.
Aquila und Priscilla sind wie du schreibst nicht unbedingt Apostel,
eventuell waren sie ähnlich wie Apostel.

Liebe Grüße

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