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#6

RE: 62 Priester, Ordensleute und Laien an Papst Franziskus: "Kindliche Zurechtweisung über die Verbreitung von Häresien"

in Diskussionsplattform Kirche 25.09.2017 15:55
von Kristina (gelöscht)
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Lieber Aquila,

wenn es tatsächlich so ist,
dass er mit zweideutigen Aussagen b e w u ß t versucht Teile der Lehre zu ändern und
genau w e i ß,
dass er damit Verwirrung stiftet und "negative Reaktionen" seitens einiger Kleriker und Laien
hervorrufen wird und in Kauf nimmt, dann ist der Titel "Kindliche Zurechtweisung über die Verbreitung von Häresien"
zutreffend.
Dann verbreitet Papst Franziskus Häresien, er ist ein Häretiker.

Außerdem finde ich die Art, durch die Hintertür Änderungen, Öffnungen oder Schlupflöcher herbeizuführen, schon ziemlich verschlagen.

LG
Kristina


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
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#7

RE: 62 Priester, Ordensleute und Laien an Papst Franziskus: "Kindliche Zurechtweisung über die Verbreitung von Häresien"

in Diskussionsplattform Kirche 25.09.2017 19:05
von Aquila • 5.671 Beiträge

Liebe Kristina

Dass Papst Franziskus zweideutige, ja mit der Lehre der Kirche so wie sie immer gelehrt wurde nicht vereinbare Aussagen tätigt, ist unstrittig.
Auch, dass diese zu einer noch nie dagewesenen Verwirrung innerhalb der Kirche geführt haben.
Freilich verzichtet er dabei wohl bewusst auf eine "lehramtlich" Unterstreichung.
So gesehen ist es in der Tat so, dass er seine damit eigene Meinung gleichsam
durch die "Hintertüre" des Papstamtes in die Lehre einfliessen lassen möchte.


Es bleibt nur zu hoffen, dass diesbezüglich endlich wieder Klarheit im Sinne der immerwährenden Lehre der Kirche geschaffen werden kann.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 25.09.2017 19:06 | nach oben springen

#8

RE: 62 Priester, Ordensleute und Laien an Papst Franziskus: "Kindliche Zurechtweisung über die Verbreitung von Häresien"

in Diskussionsplattform Kirche 29.09.2017 14:22
von Mariamante • 391 Beiträge

Radio Vatikan Newsletter vom 26.9.2017

http://de.radiovaticana.va/news/2017/09/...%80%9C_/1339092


Der italienische Erzbischof Bruno Forte verteidigt Papst Franziskus gegen Häresie-Vorwürfe. Jene Kritiker, die den Papst mutmaßlicher Irrlehren bezichtigten, hätten ihn überhaupt nicht richtig verstanden, sagte der Erzbischof von Chieti und namhafte Theologe laut einem Bericht der katholischen Tageszeitung „Avvenire“ vom Dienstag.

Die Unterzeichner der am vergangenen Wochenende im Internet veröffentlichten „Zurechtweisung“ des Papstes seien eine „absolute Minderheit“. Sie hätten Franziskus' Schreiben zu Ehe und Familie vom April 2016 „nicht in seiner Tiefe erfasst, sondern missverstanden“. Ihr „Angriff“ sei „schwerwiegend“: „eine Manipulation, ein Vorurteil, eine Operation gegen den Papst und gegen die Kirche“. Forte war Sondersekretär der Bischofssynode zu Ehe und Familie in den Jahren 2014/2015. In dieser Funktion war er auch an deren Abschlusserklärung beteiligt.

Das Papstschreiben „Amoris laetitia“ zu Ehe und Familie vom April 2016 habe „die Kirchenlehre nicht geändert“, betonte der Theologe. Vielmehr antworte es „einfach auf eine seelsorgliche Frage“, speziell was wiederverheiratete Geschiedene betreffe. „Es ist gewiss, dass Gottes Liebe diese Menschen nicht verlässt.“ Wie die Kirche nun konkret Gottes Liebe in den „Lebenslagen solcher verletzter Familien“ ausdrücken könne, sei eine notwendige Frage und „seelsorglich absolut legitim“, wird der Erzbischof zitiert.

„Positionen, die den Glauben verlassen“

Mit den Kritikern geht Forte hart ins Gericht: Wer dieses Anliegen von „Amoris laetitia“ ignoriere und „um jeden Preis Positionen einnehmen will, die den katholischen Glauben verlassen“, zeige ein „von Vorurteilen eingenommenes Verhalten und schottet sich gegenüber dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils ab, den Papst Franziskus verkörpert“, so der frühere Theologieprofessor. Wer die Kirche liebe und dem Papst als Nachfolger Petrus treu sei, könne ein Dokument wie die „Zurechtweisung“ nicht unterzeichnen.

Ebenfalls im „Avvenire“ weist auch der Theologe Giuseppe Lorizio von der Päpstlichen Lateran-Universität die „Zurechtweisung“ zurück. Die sieben Sätze, die die Autoren des Textes unter Häresie-Verdacht stellten, „stehen so gar nicht im Papstschreiben“; diese Art des Zitierens sei somit „intellektuell unredlich“. Es gehe nicht „darum, den Papst zu verteidigen“, vielmehr richte sich der Angriff letztlich „auf das Evangelium“ und auf „eine ganze Tradition, die vom Trienter Konzil herkommt und die die Unterzeichner des Dokuments offenbar nicht kennen“. Das Trienter Konzil habe schließlich in Kapitel 12 des Dekrets über die Versöhnung formuliert, dass niemand sich der Gnade Gottes völlig sicher sein könne. „Das bedeutet, dass keiner sich, was die Gnade betrifft, in einer Lage der Sicherheit befindet. In diese Tradition schreibt sich der Papst mit „Amoris laetitia“ ein.“

„Statische, nicht dynamische Vorstellung von Gnade“

Die Autoren des anti-päpstlichen Dokuments hätten „eine automatische und statische Vorstellung von Gnade“; dabei sei diese in Wirklichkeit „dynamisch“. Zum Streit um eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion bemerkt Lorizio, Eucharistie dürfe „nicht nur als Nahrung für die schon Vollkommenen“ gesehen werden: „Die Eucharistie ist auch die Wegzehrung unserer Schwäche.“

Spöttisch reagiert der Theologe auf eine Passage des Dokuments, die von einer „ewigen Disziplin“ im Bereich der Sakramente spricht. „Was heißt hier ewig? Die Sakramentendisziplin kommt vom Trienter Konzil. Und was ist mit den 1.500 Jahren davor?“ Dass Christen unter Anleitung eines Bischofs oder Priesters sich auf einen Weg der Buße und der Unterscheidung machten, sei keine Erfindung von Papst Franziskus: „Das hat es in der Tradition der Kirche immer schon gegeben!“ Die Tageszeitung „Avvenire“, die von der Italienischen Bischofskonferenz herausgegeben wird, nennt das im Internet veröffentlichte Dokument in ihrer Schlagzeile eine „anti-päpstliche Manipulation“.

Hintergrund

Die Unterzeichner des in mehreren Sprachen publizierten Dokuments vertreten die Ansicht, Franziskus habe „auf direkte oder indirekte Weise“ häretische Standpunkte zu Ehe, Moral und Sakramentenlehre gefördert. Zentraler Auslöser für den Vorstoß ist das Schreiben „Amoris laetitia“ von 2016. Unterschrieben ist die Erklärung von 62 Laien und Klerikern, unter ihnen der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach, der frühere Chef der Vatikanbank IOR Ettore Gotti Tedeschi sowie der Generalobere der lefebvrianischen Priesterbruderschaft Pius X., Bernard Fellay als einziger Bischof.


Gelobt sei JESUS CHRISTUS

zuletzt bearbeitet 29.09.2017 14:23 | nach oben springen

#9

RE: 62 Priester, Ordensleute und Laien an Papst Franziskus: "Kindliche Zurechtweisung über die Verbreitung von Häresien"

in Diskussionsplattform Kirche 29.09.2017 18:12
von Kristina (gelöscht)
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"Sie hätten Franziskus' Schreiben zu Ehe und Familie vom April 2016 „nicht in seiner Tiefe erfasst, sondern missverstanden“. Ihr „Angriff“ sei „schwerwiegend“: „eine Manipulation, ein Vorurteil, eine Operation gegen den Papst und gegen die Kirche“. "

Wie kann man ein päpstliches Schreiben missverstehen und das noch von vielen Laien und Klerikern?
Wurde jemals ein Schreiben eines Papstes missverstanden?

Wie sind die Kritiker nun einzuschätzen: Manipulativ, mit Vorurteilen oder ist es eine Operation gegen Papst und Kirche?

Warum sieht man in einer freundlichen Anfrage zur Klarstellung einen schwerwiegenden Angriff?

Ist es nicht eine Form des Respekts gegenüber den Klerikern, gegenüber dem Nächsten/dem Mitmenschen, dass man Unklarheiten in einem persönlichen Gespräch aus dem Weg räumt,

man schon vor Monaten hätte aus dem Weg räumen können?
Oder will man nicht?

"Das Papstschreiben „Amoris laetitia“ zu Ehe und Familie vom April 2016 habe „die Kirchenlehre nicht geändert“, betonte der Theologe. Vielmehr antworte es „einfach auf eine seelsorgliche Frage“, speziell was wiederverheiratete Geschiedene betreffe."

Wenn die Kirchenlehre tatsächlich nicht geändert wurde, dann gibt es auch keinen Grund für geforderte Klarstellungen.

Dann wird es wohl nur ein Missverständnis sein, dass doch ganz schnell mit einem Gespräch erledigt gewesen wäre!!

"Mit den Kritikern geht Forte hart ins Gericht: Wer dieses Anliegen von „Amoris laetitia“ ignoriere und „um jeden Preis Positionen einnehmen will, die den katholischen Glauben verlassen“, zeige ein „von Vorurteilen eingenommenes Verhalten und schottet sich gegenüber dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils ab, den Papst Franziskus verkörpert“, so der frühere Theologieprofessor. Wer die Kirche liebe und dem Papst als Nachfolger Petrus treu sei, könne ein Dokument wie die „Zurechtweisung“ nicht unterzeichnen."

Kardinal Burke, Kardinal Caffarra, Kardinal Meisner, Kardinal Brandmüller, Erzbischof Fellay und viele weitere Priester, Ordensleute und Laien nehmen Positionen ein, die den katholischen Glauben verlassen?

Wenn sie den kath. Glauben verlassen, warum werden dann nicht öffentlich oder in einem persönlichen Gespräch die entsprechenden Positionen im Licht des katholischen Glaubens erklärt?
Wo ist das Problem?

Das Konzil von Trient nennt sich auch "das heilige, allgültige und allgemeine Concilium von Trient", beim II. Konzil heißt es "der Geist vom Zweiten Vatikanischen Konzil".
Wer die Kirche liebt und dem Nachfolger Petri treu ist, darf um Klarstellungen bitten damit sich die Verwirrungen nicht ausbreiten.

"Die Autoren des anti-päpstlichen Dokuments hätten „eine automatische und statische Vorstellung von Gnade“; dabei sei diese in Wirklichkeit „dynamisch“. Zum Streit um eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion bemerkt Lorizio, Eucharistie dürfe „nicht nur als Nahrung für die schon Vollkommenen“ gesehen werden: „Die Eucharistie ist auch die Wegzehrung unserer Schwäche.“

Die Zulassung zur Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene scheint beschlossene Sache.

Wo bleibt der Aufruf zur Umkehr, Beichte, zu einem geschwisterlichen Zusammenleben, um dann zur Kommunion zugelassen zu werden?
Vielleicht müsste man sich dann noch einmal entscheiden und überlegen, was einem wichtiger ist.
Gott oder der Mensch.
Aber das ist alles Glaubenssache und vielleicht zuviel verlangt.


"Spöttisch reagiert der Theologe auf eine Passage des Dokuments, die von einer „ewigen Disziplin“ im Bereich der Sakramente spricht. „Was heißt hier ewig? Die Sakramentendisziplin kommt vom Trienter Konzil. Und was ist mit den 1.500 Jahren davor?“ Dass Christen unter Anleitung eines Bischofs oder Priesters sich auf einen Weg der Buße und der Unterscheidung machten, sei keine Erfindung von Papst Franziskus: „Das hat es in der Tradition der Kirche immer schon gegeben!“ Die Tageszeitung „Avvenire“, die von der Italienischen Bischofskonferenz herausgegeben wird, nennt das im Internet veröffentlichte Dokument in ihrer Schlagzeile eine „anti-päpstliche Manipulation“.

Ich glaube, die Antwort auf die Sakramentendisziplin vom heiligen Konzil von Trient und was vor 1500 Jahren war, kann sich jeder selbst geben.


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!

zuletzt bearbeitet 29.09.2017 19:28 | nach oben springen

#10

RE: 62 Priester, Ordensleute und Laien an Papst Franziskus: "Kindliche Zurechtweisung über die Verbreitung von Häresien"

in Diskussionsplattform Kirche 29.09.2017 22:17
von Aquila • 5.671 Beiträge

Die in sonderbar spöttischem Ton ( was die Sache auch nicht richtig macht ) traditionsverbundene Katholiken diffarmierenden Verlautbarungen von Erzbischof Forte bringen keinen Schritt weiter.
Das Pochen auf die "Richtigkeit" von Etwas, was nicht richtig sein kann, entlarvt sich selbst.....
wenn denn die strittigen Stellen von "amoris laetitia" angeblich "missverstanden" werden, dann bitte sehr.....
traditionsverbundene Katholiken warten nun schon Monate auf eine "päpstliche Rechtfertigung" dieser mit der hl. Tradition unvereinbaren Hinzufügungen, die zu einer noch nie dagewesenen Verwirrung geführt haben.
Doch nichts passiert, weil nichts passieren kann.....
was falsch ist bleibt falsch !

Unterdessen scheinen sich erste "Rückzugsgefechte" anzudeuten.....
Heute schwenkte der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin auf die
"Dialoglinie" ein.....und gestand jenen, die dem Papst "widersprechen" zu, ihre Meinung äußern zu dürfen. So heisst es nun:
"Aber bei diesen Dingen muss man argumentieren und Wege finden, um einander zu verstehen.
Es ist wichtig, einen Dialog zu führen, auch innerhalb der Kirche
.“

Freilich.....worüber soll hier "dialogisiert" werden ?
Über die unveränderliche Lehre der Kirche so wie sie immer gelehrt wurde,
kann es keinen "Dialog" geben !

Vielmehr ist es die Pflicht gerade der Hirten, sie ohne Abstriche oder Hinzufügungen zu bewahren und so auch zu verkünden.

So wie hier zu lesen:
Ehebruch und Sakramente

-


zuletzt bearbeitet 30.09.2017 13:33 | nach oben springen


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