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29. September: Hochfest des hl. Erzengels Michael.

#1

Dante Alighieri und die Hölle

in Die Hölle 16.05.2016 15:27
von Andi • 1.077 Beiträge

Mit Dante in die Hölle



Er gab den Italienern ihre Schriftsprache und der Literatur eine Vorstellung von der Hölle. Seine "Göttliche Komödie" zählt zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur: Dante Alighieri (1265-1321). Der bedeutendste Dichter Italiens wurde im Mai vor 750 Jahren in Florenz geboren.

Wer im Spätmittelalter eine Vorstellung davon bekommen wollte, was ihn nach dem Tod erwartete, war auf Malerei und Skulpturen in Kirchen angewiesen. Nun konnte, wer des Lesens kundig war, auch Dante lesen.

In der zwischen 1307 und 1321 entstandenen "Göttlichen Komödie" schildert der Dichter in 14.233 Versen aus der Sicht eines Ich-Erzählers eine visionäre Wanderung durch Hölle, Fegefeuer und Paradies. Mit diesem Werk legte Dante die Grundlage für den Siegeszug der italienischen Schriftsprache über das bislang vorherrschende Latein.



Der Ich-Erzähler verirrt sich in der Osterwoche in einem dunklen Sündenwald und wird von drei Tieren bedrängt, die symbolisch für die Leidenschaften stehen. Schließlich begegnet er dem antiken römischen Dichter Vergil, der ihn durch die Tiefen der neun Höllenkreise auf den Berg der Läuterung führt.

Die geheimnisvolle Geliebte Dantes

Mindestens ebenso wie seine berühmten Beschreibungen von Fegefeuer und Hölle hat die Forschung die junge Dame beschäftigt, die den Erzähler der "Göttlichen Komödie" an der Schwelle zum irdischen Paradies erwartet und mit ihm durch die neun Himmel zur Anschauung Gottes im sogenannten Empyreum schwebt: Beatrice, die geheimnisvolle Geliebte Dantes. Hinter dieser Frauengestalt verbirgt sich nach Ansicht vieler Fachleute die Tochter des Florentiners Folco Portinari, die später einen Anderen heiratete und 1290 im Alter von nur 24 Jahren starb.

Geboren wurde Dante 1265 in eine Familie des Florentiner Stadtadels. Das genaue Datum ist strittig. Eine frühe philosophische und theologische Ausbildung bekam er von Franziskanern und Dominikanern. Von 1296 an versah Dante dann verschiedene Ämter im Stadtrat und mehrere Gesandtschaften, unter anderem in Rom.

Einen schmerzhaften Einschnitt bedeute für ihn die Verbannung aus seiner Heimatstadt im Jahr 1302. Hintergrund war der Konflikt zwischen der papsttreuen und der kaisertreuen Partei in Florenz. Dante wurde vorgeworfen, auf der Seite der sogenannten Ghibellinen zu stehen, die für eine Unabhängigkeit vom Papst eintraten. Der Dichter wurde mehrfach zum Tode verurteilt. Fortan führte er ein Wanderleben, das ihn nach Verona, Bologna, Padua, Lucca und zuletzt nach Ravenna führte, wo er 1321 starb und beigesetzt wurde.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktue...te-in-die-holle


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#2

RE: Dante Alighieri und die Hölle

in Die Hölle 16.05.2016 15:55
von Andi • 1.077 Beiträge

Liebe Mitleser,

das was Dante Alighieri schrieb ist mehr wie nur eine göttliche Komödie. Sie kommt der Sicht auf die Hölle schon sehr Nahe und auch Papst Benedikt XV hat ihm eine Enzyklika gewidmet.

Enzyklika
In praeclara summorum
unseres Heiligen Vaters
Benedikt XV.
durch göttliche Vorsehung Papst
an die Lehrer und Studenten der schönen Wissenschaften und Künste auf dem katholischen Erdkreis
zum Ausgang des sechsten Jahrhunderts seit dem Todestag Dante Alighieri
30. April 1921

http://www.kathpedia.com/index.php?title..._%28Wortlaut%29



Die Hölle (Dante Alighieri/Schlegel)

hier ein Auszug wo der neunte Kreis der Hölle beschrieben wird.

Der neunte Kreis (32. Gesang) ist ziemlich steil zum Mittelpunkt abfallend. Der Boden ist mit Eis bedeckt, und die Kälte erfüllt den Dichter mit Schauder. Hier weinen die Brudermörder und die Verräter des Vaterlandes. Einer will seinen Namen nicht nennen: Es ist ein Florentiner, dessen Verrat die Niederlage bei Montaperti zur Folge hatte. Dann fährt Dante fort (V. 124–139):

Anmerkung von mir: Was mir hier besonders gefällt ist die Bestrafung der Vaterlandsverräter. Da werden dann höchstwahrscheinlich eine Merkel und Konsorten landen.

und ganz unten:
Weiter durchwandeln die beiden die Ptolemäa und gelangen endlich im 34. Gesang zur Judecca, wo „der Höllenfürst seine Fahnen entfaltet“ gegen die Ankömmlinge. Luzifer befindet sich halb diesseits, halb jenseits der Erdmitte und zermalmt in alle Ewigkeiten die Verräter an Gott und dem Cäsar – der Kirche und dem Kaisertum. Bei Anbruch der Nacht beginnt der Aufstieg zur Büßungswelt.

Anmerkung von mir: Das werden dann die Modernisten- Bischöfe sein wie Marx, Woelki usw. Und die Freimauerer sind sowieo dort dann.


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#3

RE: Dante Alighieri und die Hölle

in Die Hölle 16.05.2016 16:01
von Andi • 1.077 Beiträge

Liebe Mitleser,

Das es mehr als nur eine Komödie ist sieht man auch an der Aussage zu einem anderen Thema von Don Gabriele Amorth mit der Tageszeitung Il Foglio.

Muß man sich die Hölle nach der hierarchischen Gliederung eines Dante Alighieri vorstellen? „Mehr oder weniger ja. Ich erinnere mich an die Schilderung eines Exorzisten, von dem ich alles gelernt habe, von Pater Candido, der 30 Jahre lang Exorzist an der Heiligen Treppe in Rom war. Er führte an einem Besessenen einen Exorzismus durch und sagte zum Dämon, der von der Person Besitz ergriffen hatte: ‚Warum entfliehst Du nicht aus der Hölle? Warum entfliehst Du nicht der Finsternis, in die Du Dich begeben hast? Warum kehrst Du nicht zum Licht zurück?‘ Der Dämon antwortete ihm: ‚Du weißt gar nichts.‘ Wenn ein Dämon so zu sprechen beginnt, wissen wir Exorzisten, daß er die Wahrheit sagt und nicht lügt. ‚Wenn ich gehe, bestraft mich Satan‘, sagte der Dämon zu Padre Candido. Ich will damit sagen, daß es auch in der Hölle eine Hierarchie gibt. Alle sind dem gefallenen Engel unterworfen. Alle hassen sich und behindern sich gegenseitig und versuchen sich über die anderen aufzuschwingen. Aber alle fürchten Satan.“

http://www.katholisches.info/2010/06/04/...nd-der-damonen/


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#4

RE: Dante Alighieri und die Hölle

in Die Hölle 16.05.2016 22:59
von Aquila • 6.657 Beiträge

Lieber Andreas


In der Tat haben die gefallenen Engel ihre hierarchische Struktur nicht verloren.
Alleine, dass die dämonisches Hierarchie eingebunden ist in den ewigen Zustand des rasenden Hasses.

Die gefallenen Engel stammen aus allen neun Chören der Engel.....
und diese hierarchische Struktur bleibt ihnen auch in der Hölle.

So wie den einzelnen Chören der hl. Engeln von Gott bestimmte Aufgaben zugewiesen sind
so übernehmen auch die dämonischen Stufungen bestimmte Aufgaben.

Gerade bei Exorzismen erfahren wir immer wieder von gleich mehreren Dämonen, die von einer Person Besitz ergriffen haben.
So schildern Exorzisten, dass die unteren Ränge der Dämonen leichter zum Zurückweichen gezwungen werden können als diejenigen aus den oberen Rängen.

Auch bez. den Versuchungen ubernehmen Dämonen jeweils eigene Aufgaben.
Sie wollen jeweils verleiten zu
Stolz, Unzucht, Lüge, Völlerei, Glaubensabfall.....etc. etc...
Ja, oft werden Seelen gleichsam von Dämonen "belagert", um sie zur Sünde zu verführen.

Tröstlich ist freilich, wie es ein Heiliger einst in einer Vision gesehen hat;
unzähligen Dämonen lauerten um eine jede Seele.....
doch weitaus mehr hl. Engel standen ihnen entgegen !
In der geheimen Offenbarung lesen wir von
"einem Drittel der Sterne" die vom Schwanz des Drachen mitgerissen worden sind.
Es dürfte sich also in etwa um ein Drittel gefallener Engel handeln gegenüber den in etwa
Zwei Drittel treu gebliebenen hl. Engel.


Diese wiederum können freilich nur dann ihrer Aufgabe gerecht werden,
wenn der Mensch gewillt ist im Streben nach Vollkommenheit voranzuschreiten.


Wichtig ist denn auch immer wieder die bleibende Geschöpflichkeit auch der gefallenen Engel.
Sie haben also nur soviel Macht wie ihnen Gott gem. Seinem Ewigen Ratschluss zugesteht.
Keine "zwei gleichwertigen Mächte"



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 16.05.2016 23:54 | nach oben springen

#5

Die Hölle wird verschwinden

in Die Hölle 19.12.2016 08:09
von Bruno Schulz • 12 Beiträge

Dass die Hölle ganz selbstverständlich existiert wie Christus oftmals betonte, aber verschwinden wird, ist ein Thema das ich sehr oft hatte in deutschsprachigen, wie in USA-Foren.
Ein ähnliches Thema ist die Aussage mancher Sekten wie hier: ES GIBT KEINE HÖLLE!
http://www.femiaribisala.com/to-hell-with-hell/
und ich kenne selbst etliche Katholiken die so denken.
Oft hören wir, dass auch „die Himmel traurig sind über...“ wenn sie die Misere auf der Welt ansehen müssen
Im Himmel gibt es aber keine Traurigkeit. Selig die da weinen, denn sie werden lachen. Doch, sagten Viele und auch dann wenn es keine Erde mehr gibt werden die im Himmel traurig sein über das ewige Elend in der Hölle, was sich aber nicht einstellen wird, wegen der absoluten Gerechtigkeit Gottes.
Zum „Verschwinden der Hölle“ stellte ich aber sehr oft Jesaiah 65,17 in die „Beweisaufnahme“ denn Jes 65,17 streift auch diesen Punkt in der Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde:

„Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird“.

Das Gegenargument, dass auch die Hölle ewig sei, ist hier außen vor, denn ungeachtet dieser Tatsache die uns Christus lehrte wird die Hölle aus unserem Bewusstsein verschwinden wie das Alte Testament unter Is 65,17 lehrt, was nicht heißt, dass sie nicht mehr existiert - nicht ewig sein wird; vielmehr dass die Hölle dann so weit weg ist, dass sie nicht mehr in unser Gedächtnis zurück kommt.

65,17: Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das Frühere wird man nicht mehr denken, und es wird nicht mehr in den Sinn kommen.

Denn neuer Himmel und Erde bedeutet auch wohl eine neue Hölle - eine neue Hemisphere Gottes.
Sie wird aber nicht mehr in den Sinn kommen= Ist so weit weg, dass die Hölle selbst den Gedanken die schneller sind als Lichtgeschwindigkeit, zu weit weg ist.

Schöne letzte Adventswoche
Bruno

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