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#41

RE: Thomas von Kempen, von der Nachfolge Christi

in Zitate von Heiligen 04.04.2016 21:30
von Blasius • 2.504 Beiträge

Drittes Buch


Kampf und Trost


KAPITEL 4

Lebe in Wahrheit und Demut vor Gott


1. Öffne dich dem Wort Gottes in Demut, Stille und Verlangen.
2. Folge nicht den vielen, die lieber auf die Welt als auf Gott hören.
3. Gottes Worte sind dir nötig, wenn du versucht wirst, auch wenn er dich tröstet.
4. Bete in Demut um Kraft und Trost.

1. (Der Herr:) Mein Sohn, "wandle vor mir in der Wahrheit" (1 Kön 2,4), und suche
mich stets "in der Einfalt deines Herzens" (Weish 1,1). Wer in Wahrheit vor mir
wandelt, ist vor bösen Anfällen beschützt. "Die Wahrheit wird ihn befreien" (Joh 8,
32) von den Versuchern und den Verleumdungen der Ungerechten. "Wenn die
Wahrheit dich befreit hat, wirst du wahrhaft frei sein" (Joh 8, 36) und dich um das
eitle Gerede der Menschen nicht kümmern.
(Der Knecht:) Herr, es ist wahr. Wie du sagst, so möge es, ich bitte dich, an mir
geschehen. Deine Wahrheit belehre mich, sie beschütze und bewahre mich bis zum
seligen Ende. Sie befreie mich von jeder schlechten Neigung und ungeordneten
Liebe, und ich werde wandeln mit dir in großer innerer Freiheit.

2. (Der Herr:) Ich will dich lehren, spricht die Wahrheit, was recht und wohlgefällig
vor mir ist. Gedenke mit großem Abscheu und Schmerz deiner Sünden und glaube
nie, du wärest etwas wegen deiner guten Werke. In Wirklichkeit bist du ein Sünder,
von vielen Leidenschaften geknechtet und umstrickt. Von dir selbst aus neigst du nur
zum Nichts. Du fällst und unterliegst schnell, und schnell bist du verwirrt und
zerstreut. Nichts hast du, dessen du dich rühmen könntest, aber vieles, weshalb du
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dich gering schätzen solltest. Du bist weit schwächer, als du begreifen kannst. Nichts
von allem, was du tust, erscheine dir groß. Nichts halte für bedeutend, nichts für
kostbar und bewunderungswürdig und des Lobes wert, nichts für erhaben, lobensund
wünschenswert außer dem Ewigen. Über alles gefalle dir die ewige Wahrheit,
und stets mißfalle dir deine übergroße Nichtswürdigkeit. Nichts fürchte, tadle und
fliehe so sehr als deine Fehler und Sünden; sie sollen dir mehr mißfallen als jedweder
Verlust an Gütern.

3. Manche "wandeln nicht aufrichtig vor mir" (vgl. Tob 3, 5). Geleitet von einer
gewissen Neugier und Anmaßung, wollen sie meine Geheimnisse ergründen und
Gottes erhabene Tiefen begreifen, während sie sich und ihr Heil vernachlässigen.
Diese fallen oft in große Versuchungen und Sünden, weil ich ihrer Hoffahrt und
Neugier widerstehe. Fürchte die Gerichte Gottes, zittere vor dem Zorn des
Allmächtigen. Hüte dich, die Werke des Allerhöchsten zu ergründen, erforsche
vielmehr deine Sünden und denke nach, wie sehr du gefehlt und wieviel Gutes du
vernachlässigt hast. Manche stellen ihre Frömmigkeit nur in Büchern zur Schau,
andere in Bildern, wieder andere in äußeren Zeichen und Gestalten. Manche führen
mich im Munde, in ihrem Herzen aber kaum.

4. Andere gibt es, die, im Geiste erleuchtet und von ihren Leidenschaften geläutert,
"ständig nach dem Ewigen trachten".! Sie hören nur ungern von irdischen Dingen
und unterwerfen sich nur mit Widerstreben den Bedürfnissen der Natur. Sie sind es,
die vernehmen, was der Geist der Wahrheit in ihnen redet. Denn er lehrt sie das
Irdische gering zu werten, das Himmlische zu lieben, die Welt abzutun und nach dem
Himmel Tag und Nacht zu verlangen.


zuletzt bearbeitet 04.04.2016 21:33 | nach oben springen

#42

RE: Thomas von Kempen, von der Nachfolge Christi

in Zitate von Heiligen 08.01.2018 21:20
von Blasius • 2.504 Beiträge

KAPITEL 14

Im Guten nicht überheblich werden, sondern Gottes verborgene Gerichte bedenken

1. Das Gericht über die Engel erfülle dich mit heiliger Furcht; 2. Die Heiligkeit ist ohne Gnade Gottes nicht von Dauer. 3. Was ist dann der Mensch ohne die Hilfe von oben?

1. (Der Knecht:) Herr, du läßt deine Gerichte wie Donner über mich dahinrollen, mein Gebein ist von Furcht und Zittern befallen, und meine Seele erschauert gewaltig. Erschüttert stehe ich da und bedenke, daß die "Himmel nicht rein sind vor deinem Angesichte" (Ijob 15, 15). Wenn du "an den Engeln Sünde gefunden und ihrer nicht geschont hast" (vgl. Ijob 4, 18), was wird mit mir geschehen? "Sterne sind vom Himmel gefallen" (Offb 6, 13), und ich Staub, was nehme ich mir heraus? Deren Werke lobenswert erschienen, stürzten in die Tiefe. Die "das Brot der Engel" (Ps 78,25) aßen, sah ich die "Treber der Schweine mit Behagen verzehren" (vgl. Lk 15,16). 60

2. Es gibt keine Heiligkeit, wenn du, Herr, deine Hand zurückziehst. Keine Weisheit nützt, wenn du aufhörst, sie zu leiten; keine Tapferkeit hilft, wenn du sie nicht mehr trägst; keine Keuschheit ist gesichert, wenn du sie nicht behütest; kein Achthaben auf sich selbst ist von Erfolg, wenn dein heiliges Auge nicht wacht. Sind wir uns selbst überlassen, dann sinken wir und gehen wir zugrunde; suchst du uns aber heim, dann richten wir uns wieder auf und leben. Wir sind unbeständig, aber durch dich werden wir wieder stark, wir sind lau, aber in dir fangen wir Feuer. 3. Wie niedrig und verächtlich muß ich von mir selber denken I Wie nichtig muß mir vorkommen, was ich Gutes zu haben scheine I Wie tief, O Herr, muß ich mich deinen "unergründlichen Gerichten" (Ps 36, 7) unterwerfen, da ich finde, daß ich nichts anderes bin als nichts, als ein reines Nichts. Unermeßliche Last, undurchschwimmbares Meer, wo ich von mir nichts entdecke als nur ein Nichts. Wo wäre noch ein Schlupfwinkel für Ruhm, wo noch Raum für Vertrauen auf eigene Tugend? Verschlungen ist alles eitle Rühmen im Abgrund deiner Gerichte, die über mich kommen. Was ist doch der Mensch vor deinen Augen? "Rühmt sich etwa der Ton gegen seinen Töpfer?" (Jes 29,16). Kann der wohl mit hohlem Geschwätz so wichtig tun, dessen Herz in Wahrheit Gott unterworfen ist? Nicht die ganze Welt wird den zum Hochmut verleiten, den die Wahrheit überwunden hat. Das Lob aller Menschen genügt nicht, den zum Wanken zu bringen, der seine ganze Hoffnung auf Gott gegründet hat. Denn die da reden, sind alle nichts; sie verschwinden mit dem Schalle ihrer Worte. "Die Treue des Herrn aber bleibt in Ewigkeit" (Ps 117, 2).

file:///C:/Users/Master/Desktop/Thomas%2...e%20Christi.pdf


zuletzt bearbeitet 08.01.2018 21:23 | nach oben springen

#43

RE: Thomas von Kempen, von der Nachfolge Christi

in Zitate von Heiligen 08.01.2018 22:58
von Blasius • 2.504 Beiträge

Drittes Buch

Kampf und Trost



KAPITEL 5

Die wunderbare Wirkung der göttlichen Liebe

1. Ich bete um die göttliche Liebe.

2. Die Liebe erleichtert alles und treibt zum Höchsten an.

3. Das Wesen der Liebe ist dem Wesen Gottes ähnlich, aus dem sie quillt.

4. Die Liebe kennt keine Hindernisse; sie bricht sich überall Bahn.

5. Ich singe das Hohelied der Liebe.

6. Die Liebe ist der Inbegriff aller Tugenden.

1. (Der Knecht:) Ich preise dich, himmlischer Vater, Vater meines Herrn Jesus Christus, daß du dich herabgelassen hast, an mich Armen zu denken. "Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes"
(2 Kor 1, 3), ich sage dir Dank, daß du mich, jeden Trostes Unwürdigen, zuweilen mit deiner Tröstung erquickst. Ich preise dich immerfort und verherrliche dich mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geiste, dem Tröster, in alle Ewigkeit. Ja, mein Herr und Gott, mein heiliger Liebhaber, wenn du in mein Herz kommst, frohlockt mein ganzes Inneres. Du bist mein Ruhm, du der Jubel meines Herzens. Du meine Hoffnung, "meine Zuflucht am Tage meiner Trübsal" (Ps 59, 17). Doch weil ich so arm bin an Liebe und so
unvollendet in der Tugend, benötige ich deine Stärkung und deinen Trost. Darum kehre öfter bei mir ein, und unterweise mich in deinen heiligen Lehren. Befreie mich von meinen üblen Leidenschaften und heile mein Herz von allen ungeordneten Neigungen, daß ich, innerlich geheilt und ganz geläutert, fähig werde zum Lieben, stark zum Dulden, standhaft zum Beharren.

2. (Der Herr:) Etwas Großes ist es um die Liebe; sie ist ein überaus großes Gut. Sie allein macht alles Schwere leicht und nimmt mit Gleichmut jedes Leiden hin. Sie trägt die Lasten mühelos und macht alles Bittere süß und schmackhaft. Die edle Liebe Jesu treibt zu großen Taten und weckt das Verlangen nach immer größerer Vollkommenheit. Die Liebe drängt zur Höhe und will nicht an die niedrigen Dinge gefesselt sein. Liebe will frei sein, frei von allem Weltsinn, damit ihr innerer Aufblick nicht behindert werde, damit zeitliches Glück sie nicht gefangennehme oder ein Unglück sie zu Boden beuge.

3. Nichts im Himmel und auf Erden ist lieblicher, mächtiger, erhabener, nichts umfassender und wohltuender, nichts vollkommener und besser; denn die Liebe ist aus "Gott geboren" (1 Joh 4,7); sie kann über allem Geschaffenen nur in Gott ruhen. Der Liebende fliegt, läuft und jubelt; er ist frei und läßt sich nicht halten. Er gibt alles für alles und hat alles in allem; denn er ruht in dem einen über allem Höchsten, aus dem alles Gute quellend fließt. Er sieht nicht auf die Gaben, sondern er wendet sich über alle Gaben an den Geber.

4. Die Liebe kennt oft kein Maß, sondern sie gerät über alle Maßen in Glut. Die Liebe fühlt keine Last, scheut keine Mühe, erstrebt mehr, als sie vermag, schützt keine Unmöglichkeit vor, weil sie glaubt, ihr sei alles möglich und gestattet. Sie ist zu allem tüchtig, leistet viel und hat Erfolge, wo der kraftlos versagt, der keine Liebe hat. Die Liebe wacht, und auch im Schlafe schläft sie nicht. Ist sie erschöpft, so erschlafft sie nicht, ist sie in Not, so fühlt sie sich nicht bedrängt, ist sie erschreckt, gerät sie nicht in Verwirrung. Wie eine lebendige Flamme und brennende Fackel bricht sie zur Höhe durch und nimmt sicher ihren Weg. Wer liebt, kennt den Klang dieses Wortes: "Laut vernehmbar in den Ohren Gottes ist die glühende Liebe einer Seele", die da betet: Mein Gott, meine Liebe! Du bist ganz mein und ich ganz dein.

Gebet um die Liebe Gottes

5. (Der Knecht:) Laß mich wachsen in der Liebe, damit ich in der Tiefe meines Herzens verkosten lerne, wie erquickend es ist zu lieben, ganz in Liebe aufzugehen und in ihr zu schwimmen. Ich möchte ergriffen werden von der Liebe, möchte über mich selbst hinausgehen im Übermaß glühender Bewunderung. Singen will ich das Lied der Liebe und dir, meinem Geliebten, zur Höhe folgen, will in deinem Lobe jubelnd vor Liebe vergehen. Lieben möchte ich dich mehr als mich und mich nur deinetwillen und alle, die dich wahrhaft lieben, in dir, wie das Gesetz der Liebe es gebietet, das aus dir leuchtet.

6. (Der Herr:)

Die Liebe ist beschwingt, aufrichtig, fromm, wohltuend, lieblich, stark, geduldig, treu, klug, langmütig, mannhaft und selbstlos. Sobald einer sich selbst sucht, fällt er von der Liebe ab. Die Liebe ist umsichtig, demütig und gerade, nicht weichlich und leichtfertig, nicht auf eitle Dinge bedacht, nüchtern, keusch, standhaft, ruhig, ihr Sinnesleben beherrschend.

Die Liebe ist unterwürfig und den Vorgesetzten gehorsam; vor sich selbst wohlfeil und verächtlich, gottergeben und dankbar, stets bauend und hoffend auf Gott, auch wenn Gott sich ihr entzieht; denn ohne Leiden lebt man nicht in der Liebe. Wer nicht bereit ist, alles zu leiden und zum Willen des Geliebten zu stehen, verdient es nicht, daß man ihn einen Menschen der Liebe nennt. Wer liebt, muß schon alles Harte und Bittere um des Geliebten willen gern annehmen; er wird sich auch bei eintretenden Schwierigkeiten nicht von ihm abwendig machen lassen.

file:///C:/Users/Master/Desktop/Thomas%2...risti%20(1).pdf

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 08.01.2018 23:08 | nach oben springen

#44

RE: Thomas von Kempen, von der Nachfolge Christi

in Zitate von Heiligen 13.07.2018 09:14
von Blasius • 2.504 Beiträge

Thomas von Kempen, von der Nachfolge Christi

Anleitung zum geistlichen Leben

KAPITEL 30

Um Gottes Hilfe beten und darauf vertrauen, die Gnade wiederzuerlangen


1. Suche die Hilfe nur bei mir.

2. Setze deine Hoffnung nicht auf die ungewisse Zukunft.

3. In Widerwärtigkeiten bin ich dir nicht fern, ich prüfe dich nur.
Das ist mein Recht. Denke an die Apostel.

1. (Der Herr:) Mein Sohn, ich bin der Herr, "der Kraft verleiht am Tage der Not" (Nah 1, 7). Komm nur zu mir, wenn es dir nicht gut geht. Das ist der Grund, der die Tröstungen des Himmels zumeist verhindert, daß du dich so säumig zum Gebete wendest. Denn bevor du mich ernstlich anrufst, suchst du inzwischen mancherlei anderen Trost und erquickst dich an äußeren Dingen. Und so kommt es, daß alles nur wenig nützt, bis du erkennst, daß ich es bin, der jene, die auf mich hoffen, errettet, und daß es außer mir keine nennenswerte Hilfe, keinen nützlichen Rat und für die Dauer kein Heilmittel gibt. Doch nun, da du nach dem Sturm wieder zu dir gekommen bist, fasse Mut im Blick auf meine erbarmende, große Liebe. Denn ich bin nahe, spricht der Herr, um alles wieder herzustellen, nicht nur so, wie es gewesen, sondern sogar im Überfluß und Übermaß. "Fällt mir denn irgend etwas schwer?" (Jer 32, 27). Oder gleiche ich einem, der spricht und sein Wort doch nicht hält" (Num 23, 19)? Wo ist dein Glaube? Stehe fest und unerschütterlich! Sei langmütig, sei ein Held! Der Trost wird dir zur rechten Stunde zuteil. Harre meiner! Harre! "Ich werde kommen und dich heilen" (Mt 8,7).

2. Eine Versuchung ist es, die dich plagt, eine leere Angst, die dich erschreckt. Was bringt dir die Sorge um mögliche zukünftige Dinge anders ein als Trauer über Trauer? "Es genüge dem Tage seine Plage" (Mt 6, 34). Töricht ist es und unnütz, sich über Künftiges, das vielleicht niemals eintritt, zu ängstigen oder zu beglückwünschen. Aber es ist menschlich, sich von derartigen Einbildungen täuschen zu lassen, und das Zeichen eines kleinen Geistes, der Einflüsterung des Bösen so leicht nachzugeben. Ihm ist es ja gleich, ob er dich mit Wahrheit oder Lüge hintergeht und irreführt, ob dich die Liebe zum Gegenwärtigen oder die Furcht vor dem Künftigen zu Fall bringt.

3. Dein "Herz zage also nicht und erschrecke nicht" (Joh 14, 1.27). Glaube an mich und vertraue meiner Barmherzigkeit. Wenn du meinst, du seiest fern von mir, bin ich dir oft um so näher. Während du fast alles für verloren hältst, steht dir oft ein größerer Lohn bevor. Es ist nicht alles verloren, wenn eine Sache ins Gegenteil umschlägt. Du darfst nicht nach deinem augenblicklichen Empfinden urteilen, noch durch eine Schwierigkeit, woher sie auch kommt, dich so beängstigen und einschüchtern lassen, als sei alle Hoffnung auf Rettung dahin. Glaube nicht, du seiest ganz verlassen, wenn ich dir zeitweise ein Leiden sende oder auch den erwünschten Trost entziehe. Denn so geht man ins Himmelreich. Es nützt dir und meinen übrigen Dienern zweifellos mehr, daß ihr durch Widerwärtigkeiten geprüft werdet, als wenn alles nach eurem Wunsche geht.

Ich kenne die geheimen Gedanken, ich weiß, daß du dein Heil besser wirkst, wenn dir zuweilen die Tröstung entzogen wird. Du möchtest dich sonst bei guten Erfolgen überheben und dir selbst gefallen in dem, was du nicht bist. Was ich gegeben habe, kann ich wieder nehmen und kann es wieder zurückerstatten, wenn es mir gefällt. Wenn ich es gebe, bleibt es mein; wenn ich es nehme, greife ich das Deine nicht an, denn mein ist "jede gute Gabe und jedes

vollkommene Geschenk" (Jak 1, 17). Schicke ich dir ein Leid oder irgendeine Widerwärtigkeit, werde nicht unwillig und mutlos. Ich kann dich schnell wieder aufrichten und alle Last in Freude verwandeln. Aber ich bin gerecht und allen Lobes wert, wenn ich so mit dir verfahre.

Wenn du die rechte Einsicht hast und wahrheitsgemäß urteilst, darfst du niemals wegen einer Widerwärtigkeit niedergeschlagen und traurig werden, sollst vielmehr froh sein und danken, ja gerade das als deine einzige Freude ansehen, wenn ich "dich mit Schmerzen heimsuche, ohne deiner zu schonen" (Ijob 6,10). "Wie mich der Vater geliebt hat, so liebe ich euch", sprach ich zu meinen lieben Jüngern (Joh 15,9).

Ich habe sie nicht zum Genusse zeitlicher Freuden ausgesandt, sondern zu schwerem Kampfe, nicht zu Ehrungen, sondern zu Schmähungen, nicht zum Müßiggang, sondern zur Arbeit, nicht zum Ausruhen, sondern zum "Fruchtbringen in Geduld" (Lk 8, 15). Mein Sohn, bleib dieser Worte eingedenk!

file:///C:/Users/Master/Downloads/Thomas...risti%20(1).pdf

Liebe Grüße, Blasius

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