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#6

RE: Mundkomm. nur noch eine Ausdrucksw. d. pers. Frömmigkeit?

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 21.04.2015 21:45
von Missionar (gelöscht)
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Liebes fragezeichen,

Du fragst:

Zitat
Und wie ist die offizielle Auffassung der Kirche jetzt? Also, ist es nicht so, dass die Mundkommunion laut der Vorschriften immer noch die Regel sein sollte und die Handkommunion die Ausnahme. So hatte es in derselben Pfarrei der FSSP-Priester gesagt?



Es ist, glaube ich, in gewisser Hinsicht zu unterscheiden zwischen "kirche", "kirche", "kirche" und "kirche". :-)

Unter "kirche" versteht man zum einen die Kirchenobrigkeit mit dem Papst an der Spitze, zum anderen nur "Rom", dann das katholische Gottesvolk mit seiner kirchenobrigkeit und schließlich, was leider sehr selten der Fall ist, die Kirche als organisiertes Reich Gottes auf Erden, das bald 2000 Jahre alt sein wird, welches in der Bibel (1 Tim. 3,15) bildlich als Haus bezeichnet wird, welches natürlich seine Hausbewohner und einen Hausherrn, den Papst, hat, der ja auch die Schlüssel zum Hause bekommen hat von Christus.

Was nun "Rom" bzgl. Deiner Frage bestimmt hat, weiß ich nicht.

Wie ich aber anhand der Bibel angezeigt habe, will Christus in seinem Reiche auf Erden, der röm.-kath. Kirche, ausschließlich die Mundkommunion, auch wenn "Rom" seit Jahrzehnten anderer Meinung sein sollte. Die Kirchenobrigkeit in Gemeinschaft mit dem Papst oder der Papst alleine, sind ausnahmslos in der Dogmenverkündigung unfehlbar. Bzgl. anderer "Dinge" können sie fehlbar sein, was nun auch die Steh- und Handkommunion betrifft.

Nur bzgl. der Stehkommunion weiß ich, dass die Bestimmung ist, dass diese nur Kranke sie stehend (oder auch sitzend) empfangen dürfen, die sich nicht hinknien können. Die generelle Stehkommunion für alle ist nicht von der "Kirche" eingeführt worden.

Wenn ich irgendwo falsch liegen sollte, korrigiert mich bitte.


Liebe Grüße
Stefan

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#7

RE: Mundkomm. nur noch eine Ausdrucksw. d. pers. Frömmigkeit?

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 21.04.2015 22:54
von Das Fragezeichen (gelöscht)
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Ja, lieber Missionar, da habe ich mich ja richtig undeutlich ausgedrückt.

Ich meine das Lehramt, also die Glaubenskongregation.

Danke, Kristina. Super. Da kann man mal sehen, das die Hl. Mutter Kirche dafür Sorge getragen hat, dass der Priester eben gesalbte Hände hat, die wir Laien nicht haben.

Dass die Salbung der Hände der Priester nicht dem Modernismus zum Opfer gefallen ist, zeigt allein schon, dass die Handkommunion ein Bruch in der Tradition darstellt.

Vergelt`s Gott für Eure Antworten.
Das Fragezeichen


Man kann nicht um des Friedens willen die Wahrheit aufgeben, denn dann wird der Unfriede zum Dauerzustand, weil alles in Unordnung gerät.

zuletzt bearbeitet 22.04.2015 00:22 | nach oben springen

#8

RE: Mundkomm. nur noch eine Ausdrucksw. d. pers. Frömmigkeit?

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 22.04.2015 00:13
von Aquila • 5.079 Beiträge

Liebes Fragezeichen, liebe Kristina, lieber Stefan und liebe Mitleser,

Diese "Predigt" ist der Versuch für die in
Ungehorsam
eingeführte "Handkommunion" gleichsam einen "Persilschein" auszustellen.

Daher einige klärende Erläuterungen:

Die Kirchengeschichte unterscheidet z.b. zwischen den
Konzilien des Altertums
sowie des
Hochmittelalters.
Letzere waren denn auch erst jene, die von den
Päpsten einberufen wurden !

Die Konzilien des Altertums,
die
allesamt im Ostreich abgehalten wurden
- so etwa Nicäa, Konstantinopel...-
befassten sich nahezu ausschliesslich mit den Erlassen von dogmatischen Glaubenswahrheiten als Reaktion auf die aufkommenden Härersien der Arianer, Nestrorianer....
Bezüglich des Kommunionempfanges fand
keine einheitliche Regelung statt, da die Anfänge der Heiligen Mutter Kirche
durch Häresien bedroht war und auf deren Bekämpfung die Kräfte konzentriert wurden.

Einige wenige Praktiken waren denn auch gemäss der Ostkirche (!) vollzogen....
so etwa jene Form der "Handkommunion", die selbstredend kein Greifen nach dem ALLERHEILGSTEN war sondern ein möglichst ehrfürchtiges- nach voriger tiefer Verbeugung oder wohl auch Kniebeuge -
direkt
zum Mund ( !) führen !

Diese waren aberniemalsdie "Regel" !


BEREITS ab dem 6. Jahrhundert ging die Heilige Mutter Kirche über
- gewachsen in der Erkenntnis über den wirklich ehrfürchtigen Empfang des LEIBES CHRISTI, den Empfang der heiligen Kommunion in den Mund zu lehren....

mit der dazu notwenigen körperlichen
- demütigen - Haltung des Kniens !

Wenn ich nun von der knienden Mundkommunion als von der Heiligen Mutter Kirche gekannte Form des Empfanges schreibe und dies noch explizit auf das
Konzil von Trient beziehe, dann soll dies darauf hinweisen,
dass eine
einheiltliche Regelung durch die Konzilen im Hochmittelalter erlassen wurden...
also nach dem Schisma der Ostkirche von 1054 !

Es lässt sich denn so auch leicht erkennen, dass die
lateinische Kirche
- als geltende Regel -
alleine die kniende Mundkommunion gekannt hat !


Daran hat sich nie etwas geändert !


"Geändert" hat sich lediglich das Auftreten einiger Modernisten nach dem Vaticanum II., die meinten die "Hand- und Stehkommunion"
- im Übrugen zusammrn mit dem sog. "Volksaltar" -
durch "vollendete Tatsachen" erpressen zu wollen !

Das "Indult"
( Befreiung vom geltenden Recht ) für die erzwungene "Hand- und Stehkommunion" ist denn
niemals auch nur andeutungsweise mit irgendeinem Dekret des Vaticanum II. zu belegen !
Ebebsowenig der "Volksaltar" !

Bez. dem oft als "Argument" für die "Hand- und Stehkommunion" angeführten alleinigen Notwendigkeit "inneren Haltung" ist zu bemerken, dass der Mensch ein Geschöpf aus
Seele und Leib ist und dass uns das
GEBOT GOTTES aufgetragen hat...
IHN aus ganzer Seele / Herzen / Gedanken
sowie mit aller Kraft zu lieben....
Dazu gehört auch die;
physische Bezeugung der demütigen Ehrfurcht vor SEINER unermesslichen HEILIGKEIT !

----


Mk 12,30
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben
mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

----

Es ist daher nicht nachvollziehbar,
wenn oft davon gesprochen wird,
dass eine blosse "innere Haltung" genügen würde, denn dieses Vorgehen birgt stets die Gefahr der Selbstherrlichkeit in sich und fördert einen Minimal-Glauben, der gar so weit gehen kann, irrigerweise davon reden zu wollen, der Mensch könne "Auge in Auge" der allerheilgsten Dreifaltigkeit, GOTT, begegnen.

Der HOCHHEIILIGE LEIB CHRISTI ist das Kostbarste überhaupt.
Es ist eine Gabe....
wir empfangen in der
- im Stande der Gnade - heiligen Kommunion
( und greifen nichtnach ihr !)

den
LEIB und das BLUT
die SEELE und GOTTHEIT
unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS !



Es ist keine "Selbstvertändlichkeit" !
Der Mensch kann nur dann reiche Gnaden empfangen, wenn er bereit ist,
demütig die Knie vor dem ALLERHEILGSTEN zu beugen und Es in allergrösster Ehrfurcht zu empfangen....
durch die Hände eines geweihten Priesters in den Mund !

Was denn aus dem Ungehorsams-Experiment der "Hand- und Stehkommunion" geworden ist, sehen wir an den erschreckenden Verunehrungen !
Laue Gleichgültigkeit - bis hin zur Apostasie durch das "Bezweifeln" der
GEGENWART unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS in der heiligen Hostie - haben Einzug gehalten !

Halten wir fest:
Auch wenn es heute gleichsam unter den Modernisten-Teppich gekehrt wird;
die Heilige Mutter Kirche kennt als
geltendes Recht
alleine

die kniende Mundkommunion !



Noch einige Schlussbemerkungen:


Unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS hat alleine den heiligen Apostel die VOLL-MACHT erteilt,
Brot und Wein
in SEINEN HOCHHEILGEN LEIB und in SEIN HOCHHEILGES BLUT zu wandeln !

Alleine die Hände eines Priesters sind geweiht und gesalbt und
alleine ihnen obliegt es das
ALLERHEILIGSTE
zu berühren und es den Gläubigen in den Mund zu reichen !

Auch die stete "These", dass unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS den heiligen Apolsteln
SEINEN HOCHHEILIGEN LEIB und SEIN HOCHHEILIGES BLUT in die Hand gegeben hätte, ist
nirgends belegbar !

Es ist schlicht eine "Vermutung".

Angesichts der HOCHHEILIGKEIT DES LEIBES UND BLUTES CHRISTI ist denn die Möglichkeit um ein Vielfaches wahrscheinlicher,
dass unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS Seinen
HOCHHEILIGEN LEIB
den heiligen Aposteln
in den Mund gereicht hat!

Wir lesen im heiligen Evangelium denn eben
nicht, dass ER Es ihnen "in die Hand gelegt" hätte sondern lediglich
"reichte Es ihnen".

Daher ist es sehr kühn, bezüglich der "Hand-Reichung" von "Tatsachen" zu reden, die keine belegbare Bestätigung finden.
Auch wenn es aber so gewesen sein sollte, oblag es eben alleine den heiligen Aposteln, den LEIB CHRISTI zu berühren.
und es obliegt alleine den Nachfolgern der heiligen Apostel
- den geweihten Priestern-
das ALLERHEILGSTE zu berühren und Es als heilige Kommunion den Gläubigen - in den Mund - zu spenden.


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 22.04.2015 00:17 | nach oben springen

#9

RE: Mundkomm. nur noch eine Ausdrucksw. d. pers. Frömmigkeit?

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 22.04.2015 00:36
von Das Fragezeichen (gelöscht)
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Danke, lieber Aquila!

Nun bin ich gut gewappnet, wenn es in der Pfarrei zu dem Thema kommt.

Also alle Beiträge betonen, dass die Handkommunion KEINESfalls der Mundkommunion gleichzustellen sei, oder gleichwertig sei, wie der Priester eben behauptet.

Denn schon das Indult (= Gnadenerweis, aus die keine Rechtsanspruchbesteht), was ja keine Aufhebung des geltenden Rechts ist, beweist, dass die Munkommunion die Form ist, die Gottes Willen darstellt und dem Gläubigen auch hilft, die entsprechende Haltung (körperlich wie innerlich) einzunehmen. Papst Benedikt hat das Indult auch mal für den Petersdom aufgehoben.

Ich gebe hier nochmal an, dass der Geistliche sagte, die Kommunionweisen gleichwertig seien. Eine andere Auffassung SEI UNCHRISTLICH sei. Das sagte er zwei Mal. Relativ am Anfang und relativ am Ende seiner Predigt.

Das ist schon eine geistige Gewalt. Denn wer der anwesenden Gläubigen, die diese Predigt hören mussten, will schon "unchristlich" sein?

Dann waren es wohl auch die Bischöfe, die seinerzeit gegen die Einführung der Handkommunion gestimmt hatten - und zwar die Mehrheit!

Der Priester, dessen Predigt ich hier aus der schwachen Erinnerung schrieb, hat sich nur auf einige Teile der Instruktion Memoroale domini gestützt aber andere und zwar die wichtigen ignoriert.

Ich habe diese Instruktion hier reinkopiert, weil sie doch wichtig ist. Instruktion Memoriale domini

Dankbare Grüße
Das Fragezeichen


Man kann nicht um des Friedens willen die Wahrheit aufgeben, denn dann wird der Unfriede zum Dauerzustand, weil alles in Unordnung gerät.

zuletzt bearbeitet 22.04.2015 23:46 | nach oben springen

#10

RE: Mundkomm. nur noch eine Ausdrucksw. d. pers. Frömmigkeit?

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 05.05.2015 14:26
von Kristina (gelöscht)
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http://gloria-patri.de/Handkommunion


Das Mysterium der gesalbten Hände

der Priester und des makellosen Mutterschoßes der gebenedeiten Jungfrau Maria


Wie der Mutterschoß der Königin des Himmels und der Erde von Anbeginn makellos erschaffen worden ist, so werden auf dieselbe Weise die Hände des Priesters Gottes am Tag der Ordination makellos geschaffen. Dies ist so, weil alles, was mit Gott in Berührung kommt, rein und makellos sein muss!


Wie das Gefäß, in dem der Sohn Gottes Sein Fleisch und Blut formte, makellos ist, so müssen die Hände, die Gott auf dem Altar empfangen, makellos sein.

Keine anderen Hände können Gott auf dem Altar empfangen, wie es außer Maria keinen anderen Mutterschoß gibt, der Gott empfing.

Auf dem Altar Gottes gibt der Priester Gott Existenz für die Menschheit, wie Maria Gott gebar in der Krippe zu Bethlehem.

Gesegnet seien die Hände, die Gott empfangen, die Gott vergegenwärtigen, die Gott der Menschheit schenken.


GESEGNET SEIEN DIE HÄNDE DES PRIESTERS!

Freund des lebendigen Gottes! Dieses ist die Würde der gesalbten Hände des Priesters Christi. Das ist der Grund, warum die Stimme des Himmels qualvoll und leidend ruft:

Es ist eine Entweihung des Sakramentes der heiligen Eucharistie, nicht gesalbten Händen zu erlauben, das Sakrament der heiligen Eucharistie zu spenden.

EINZIG die Hände Meiner Priester sind gesalbt worden, um dieses zu tun.

KEINE ANDERE HAND!


„Außerhalb der Kirche kein Heil"
(Katechismus der Katholischen Kirche Absatz 3, 845)
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