Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#6

RE: Gründonnerstag / Hoher Donnerstag

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi 29.03.2018 20:52
von benedikt • 3.365 Beiträge

Danke Aquila!
Zitat: Ein Mensch kann bloss Symbole hinterlassen.....
nser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS aber hat uns
im allerheiligsten Altarsakrament.....
S I C H
Selbst "hinterlassen".....und nicht bloss einen "Teil" von Sich....
sondern SEIN GANZES WESEN......
die Kraft und die Fülle Seines Dreieinen Göttlichen Lebens !Zitatende.

Ja, SEIN GANZES WESEN!

Der GRÜNDONNERSTAG ist für mich ein sehr großer Tag! Ein Tag, an dem ich mich besonders, in der Liebe meines Gottes wiederfinde - Besonders im Zeichen seiner Fußwaschung -

Gelobt sei Jesus Christus.

Es grüßt Dich herzlich und wünscht Dir Gottes Segen, benedikt.


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#7

RE: Gründonnerstag / Hoher Donnerstag

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi 17.04.2019 22:05
von Aquila • 6.659 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Mit dem Gründonnerstag beginnt das
"Triduum Sacrum",
- die Heiligen Drei Tage -
das dreitägige Gedächtnis des Leidens, Sterbens, der Grabesruhe und der Auferstehung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus .


Der hl. Franz v. Sales schreibt:

-

So wie der Herr nach seinem Gebet der Ergebung im Ölgarten und nach seiner Gefangennahme sich nicht nur mit einer wunderbaren Hingabe seines Leibes und seines Lebens denen auslieferte, die ihn kreuzigen wollten, sich von ihnen nach ihrem Belieben behandeln und wegführen ließ, sondern auch mit einem vollkommenen Gleichmut seine Seele und seinen Willen in die Hände des Ewigen Vaters übergab.
Denn obwohl er sagte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mt 27,46), so geschah dies nicht, um dem heiligen Gleichmut zuwiderzuhandeln, von dem er beseelt war, sondern um uns die tatsächliche Bitternis und die Peinen seiner Seele erkennen zu lassen. Das zeigte er bald darauf, indem er sein ganzes Leben und sein bitteres Leiden
mit den unvergleichlichen Worten abschloß:
„Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist“ (Lk 23,46).

-

Wir lesen im heiligen Evangelium nach Lukas,
dass unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS in Seinem einsamen Leiden am Ölberg
Blut geschwitzt hat.
Heute gedenken wir denn auch der unermesslichen Todes-Angst unseres Herrn und Gottes Jesus Christus am Ölberg.....

In Lk 22, 44 lesen wir:
"Und als er in Angst geriet, betete er noch eindringlicher,
und es wurde sein Schweiß wie Blutstropfen, die niederrannen zur Erde." (Vulgata)
Das erste Gesätz des schmerzhaften Rosenkranzes lautet denn auch
"Der für uns Blut geschwitzt hat".

Dazu tief besinnliche Worte des katholischen Schriftstellers Georges Bernanos (1888-1948)

-

"Nie war menschliche Angst so riesengroß geworden, nie wird sie wieder so groß sein.
Sie hatte alles in ihm überdeckt,
nur jenen äußersten Gipfel der Seele nicht, auf dem er sich dem göttlichen Willen fügte...


Den Märtyrern stand Christus bei.
Aber ihm
stand niemand bei, denn jede Hilfe, jede Barmherzigkeit geht von ihm aus.

Kein lebendes Wesen wird je so einsam, so entwaffnet in den Tod gehn wie er.
Auch der Unschuldigste ist immer noch ein Sünder und fühlt unbestimmt, daß er als solcher den Tod verdient. Der sündige Mensch sühnt im Tod seine Sünden.
Aber er..."

-

Die bevorstehenden unermesslichen Leiden vor Seinem allwissenden Augen sehend
- die gesamte Sündenlast aller Menschengeschlechter auf IHM lastend - liessen unseren
HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS denn auch vor Angst zu Boden sinken und
- und unseren - Vater darum bitten, Dieser möge den Kelch an IHM vorübergehen lassen....
doch sogleich fügte ER hinzu, dass der Wille Seines VATERS geschehen möge!

-
"Das Gebet am Ölberg

Lk 22,39
Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war,
zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm.
Lk 22,40
Als er dort war, sagte er zu ihnen:
Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!


Lk 22,41
Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit,
kniete nieder und betete:


Lk 22,42
Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir!
Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen
.


Lk 22,43
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft.




Lk 22,44
Und er betete in seiner Angst noch inständiger
und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.



Lk 22,45
Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend;
denn sie waren vor Kummer erschöpft.
Lk 22,46
Da sagte er zu ihnen: Wie könnt ihr schlafen?
Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet"

-

Die Bilder mit Christus am Ölberg stammen aus dem ausgezeichneten Film
"The Passion of the Christ" von Mel Gibson
Die Passion Christi


Immer wieder bleibt uns das ehrfürchtige Staunen
vor dem Ewigen Ratschluss der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes.

So begann denn der unermesslich schmerzliche Kreuzweg
unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS

im Garten Getsemani am Fusses des Ölberges !
In einem Garten.....
denn die Erschütterung der Welt durch die Ursünde durch unsere Stammeltern
- Adam und Eva -
vollzog sich auch in einem Garten....
im paradiesischen Garten Eden !


Aus der Genesis der Heiligen Schrift:
-

"Gen 2,15
Gott, der Herr, nahm also den Menschen
und setzte ihn in den Garten von Eden,
damit er ihn bebaue und hüte.
Gen 2,16
Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen:
Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
Gen 2,17
doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen;
denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

-

Der Fall des Menschen

Gen 3,1
Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte.
Sie sagte zu der Frau:
Hat Gott wirklich gesagt:
Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?
Gen 3,2
Die Frau entgegnete der Schlange:
Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen;
Gen 3,3
nur von den Früchten des Baumes, der
in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt:
Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.
Gen 3,4
Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.
Gen 3,5
Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf;
ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
Gen 3,6
Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden.
Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war,
und auch er aß.
Gen 3,7
Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren.
Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.
Gen 3,8
Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten,
versteckten sich Adam und seine Frau
vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens
.

Gen 3,9
Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach:
Wo bist du?
Gen 3,10
Er antwortete:
Ich habe dich im Garten kommen hören;
da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.
Gen 3,11
Darauf fragte er:
Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen,
von dem zu essen ich dir verboten habe?
Gen 3,12 Adam antwortete:
Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben
und so habe ich gegessen.
Gen 3,13
Gott, der Herr, sprach zu der Frau:
Was hast du da getan?
Die Frau antwortete:
Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen.
Gen 3,14
Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange:
Weil du das getan hast, bist du verflucht
unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes.
Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.
Gen 3,15
Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau,
zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.
Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.
Gen 3,16
Zur Frau sprach er:
Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst.
Unter Schmerzen gebierst du Kinder.
Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.
Gen 3,17
Zu Adam sprach er:
Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast,
von dem zu essen ich dir verboten hatte:
So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen.
Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
Gen 3,18
Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
Gen 3,19
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen,
bis du zurückkehrst zum Ackerboden;
von ihm bist du ja genommen.
Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.
Gen 3,20
Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.
Gen 3,21
Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit.
Gen 3,22
Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir;
er erkennt Gut und Böse. Dass er jetzt nicht die Hand ausstreckt,
auch vom Baum des Lebens nimmt, davon isst und ewig lebt!
Gen 3,23
Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg,
damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.
Gen 3,24
Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf
und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten."

-


Der neue Adam
- unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS -
begann Seinen hochheiligen Leidensweg auch in einem Garten....
Getsemani
.


Der Mensch gewordenen eingeborene SOHN GOTTES JESUS CHRISTUS ist für die Sühne der Sünden der Welt gekommen....um so alles neu zu machen....

-

Offb 21,5
Er, der auf dem Thron saß, sprach:
Seht, ich mache alles neu.

Und er sagte:
Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

-

In einem Garten - Eden - geschah der Sündenfall

In einem Garten - Getsemani - begann der hochheilige Leidensweg des zur Sühne der Sünden der Welt Mensch gewordenen eingeborenen Sohnes Gottes....
unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS .....

Welch ein unergründliches Mysterium des Ewigen Ratschlusses Gottes !

-

Der Gründonnerstag ist auch die Erinnerung an die Einsetzung
des allerheiligsten Altarsakramentes


Ein Mensch kann bloss Symbole hinterlassen.....
Unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS aber hat uns
im allerheiligsten Altarsakrament.....
S I C H
Selbst "hinterlassen".....und nicht bloss einen "Teil" von Sich....
sondern SEIN GANZES WESEN......
die Kraft und die Fülle Seines Dreieinen Göttlichen Lebens
!


Der heilige Bernhardin von Siena schreibt:
-

" Freunde hinterlassen ein Zeichen, vielleicht einen Ring,
aber Christus hinterlässt uns Seinen Leib und Sein Blut,
Seine Seele und Seine Gottheit, sich Selbst, ohne etwas zurückzubehalten
."

-
Siehe dazu bitte auch:
Gegenwart Christi



Zum Gründonnerstag - Missa "nos autem" - aus dem Introitus der Liturgie:
(Schott-Messbuch 1962):
-


Introitus Gal. 6, 14

Nos autem gloriari oportet in Cruce Domini nostri Jesu Christi: in quo est salus, vita et resurrectio nostra: per quem salvati et liberati sumus. (Ps. 66, 2)
[....]

Wir aber sollen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus. / In Ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben; / durch Ihn sind wir erlöst und befreit. (Ps. 66, 2)
[....]



Weiter aus dem Schott-Messbuch 1962:
-

Feria Quinta in Cena Domini – Das Gedächtnis des Herrenmahles

Gründonnerstag

Das Abendmahlsamt
Stationskirche: St. Johann im Lateran
1. Kl. – Farbe weiß


Die Kirche gedenkt heute einer Reihe geheimnisreicher Begebenheiten, die der Passion unseres Herrn unmittelbar vorausgingen.
Es sind dies:
das letzte Abendmahl mit den Abschiedsreden,
die Fußwaschung an den Aposteln,
die Einsetzung der heiligen Eucharistie als Christi immerwährendes Vermächtnis,
die Betrauung der Apostel mit dem Priestertum,
der Verrat des Judas,
schließlich Jesu Todesangst und Gefangennahme am Ölberg
.
Dazu kommt, daß die römische Kirche in alter Zeit zum Abschluß der Buß- und Fastenwochen die am Aschermittwoch aus der Gemeinde ausgeschlossen öffentlichen Büßer heute wieder aufnahm und ihnen Aussöhnung gewährte.
Freude und Wehmut liegen heute also nahe beisammen.
Mit Recht heißt dieser Tag
Grün- = Grein-Donnerstag (greinen = weinen),
da er uns vor allem an Bitternis und Buße gemahnt.
[....]




Entblößung der Altäre



Am vorbereiteten Altar angekommen, stellt der Zelebrant die Pyxis auf das Corporale nieder, macht Kniebeuge, legt abermals Weihrauch ein und beräuchert das Allerheiligste.
Unterdessen singt der Sängerchor „Tantum ergo“ bis zum Schluß des Hymnus.
Der Zelebrant (Diakon) gibt das Allerheiligste in den Tabernakel; alle halten danach inne und verharren eine Weile in stillem Gebet.
Dann geht der Zug nach einer Kniebeuge zum Hochaltar zurück.

Sind mehrere Pyxides mit konsekrierten Hostien zu übertragen,
so geschieht dies jetzt gleich, wobei jedoch nur zwei Akoluthen (Ministranten) mit brennenden Kerzen den Priester (Diakon) begleiten.

Nun legen Zelebrant, Diakon und Subdiakon in der Sakristei die weißen Paramente ab, der Zelebrant und der Diakon nehmendie violette Stola, und alle drei gehen zur Entblößung der Altäre

Vor dem Altar stehend, spricht der Zelebrant die Antiphon „Dividunt sibi vestamenta mea, et de veste mea mittunt sortem“ und stimmt den folgenden Psalm 21 an, den der anwesende Klerus weiterbetet.
Inzwischen
entblößt der Priester unter Beihilfe des Diakons und des Subdiakons
die Altäre, den Hochaltar zuerst;
ausgenommen den Altar, wo das Allerheiligste aufbewahrt wird.

Sind alle Altäre entblößt, kehrt der Zelebrant an den Hochaltar zurück und wiederholt die Antiphon."
[....]

-
http://www.mariawalder-messbuch.de/mwmwb...rdo1/node1.html


Als Ergänzungen:


Das allerheiligste Altarsakrament




Das heilige Sakrament der Priesterweihe


-


zuletzt bearbeitet 17.04.2019 22:10 | nach oben springen

#8

RE: Gründonnerstag / Hoher Donnerstag

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi 18.04.2019 21:18
von Aquila • 6.659 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Bereits am Gründonnerstag Abend hat das unermessliche Leiden
unseres Herrn und Gottes Jesus Christus begonnen.

Mit der Gefangennahme und der Nacht im Kerker....
fürchterliche Misshandlungen, Verhöhnungen und Demütigungen....

um am darauffolgenden Morgen schon entkräftet und entstellt durch die Misshandlungen den Kreuzweg zu gehen....

Die Andacht der fünfzehn geheimen Leiden und Schmerzen
unseres Herrn und Gottes Jesus Christus
....



-

Fünfzehn geheime Leiden und Schmerzen unseres Herrn Jesus Christus
welche Christus der Herr der frommen und Gott liebenden Schwester Maria Magdalena aus dem Orden der heiligen Klara, welche zu Rom in großer Heiligkeit gelebt und selig gestorben, mündlich geoffenbart hat.
Christus erfüllt den Wunsch dieser Schwester, die etwas von Seinen heimlichen Leiden zu wissen begehrte, indem Er erschien und ihr fünfzehn Schmerzen, die er in der Nacht vor Seinem Tode ausgestanden hatte, offenbarte. Christus sprach zu ihr:

„Die Juden hielten Mich für den schlimmsten Menschen, der damals auf Erden war. Darum -

1.
banden sie Mir mit einem Seil Meine Füsse und rissen mich über die Stiege hinab in einen unsauberen, stinkenden Keller,

2.
entblößten sie Mich Meiner Kleider und zerstachen Meinen Leib mit eisernen Spitzen;

3.
banden sie Mir ein Seil um den Leib und schleiften Mich im Keller auf dem Boden hin und her;

4.
hefteten sie Mich an ein Stück Holz und ließen Mich hängen, bis ich ausschlüpfte und herabfiel. Über diesen Schmerz weinte ich blutige Tränen;

5.
banden sie Mich an einen Pfahl und durchstachen Meinen Leib mit verschiedenen Waffen, bewarfen Mich mit Steinen und brannten Mich mit Glut und Fackeln;

6.
durchstachen sie Mich mit Ahlen und Spießen und rissen Mir Haut und Fleisch von Meinem Leibe und von Meinen Adern;

7.
banden sie Mich an eine Säule und stellten Mich auf ein glühendes Blech;

8.
krönten sie Mich mit einer eisernen Krone und verbanden Mir die Augen mit den unreinsten Tüchern;

9.
setzten sie Mich auf einen Stuhl, der von spitzen Nägeln war, die tiefe Löcher in Meinen Leib bohrten;

10.
begossen sie Mir die Wunden mit fließendem Blei und Pech und stießen Mich den Stuhl hinab;

11.
steckten sie Mir zur Schmach und Pein Nadeln und Nägel in die Löcher meines ausgerissenen Bartes;

12.
warfen sie Mich auf ein Kreuz, an das sie Mich so stark banden, daß Ich kaum mehr Atem holen konnte

13.
traten sie Mir auf das Haupt, einer stand mit dem Fuß auf Meiner Brust und stach Mir einen Dorn von Meiner Krone durch die Zunge;

14.
gossen sie Mir den abscheulichsten Unflat in Meinen Mund;

15.
gebrauchten sie die schändlichsten Worte und Ausdrücke über Mich, banden Mir die Hände auf den Rücken, führten Mich mit vielen Schlägen und Streichen aus dem Gefängnis und schlugen Mich sehr oft mit Ruten.“

Dann sprach Christus:
„Meine liebe Tochter! Ich begehre, daß du diese fünfzehn geheimen Leiden und Schmerzen anderen offenbarst, damit sie betrachtet und verehrt werden.

Wer Mir täglich eines von diesen unbekannten Leiden aus Liebe aufopfert und das nachfolgende Gebet andächtig verrichtet, den will ich am Tage des Gerichtes mit der ewigen Seligkeit belohnen.“

GEBET (täglich)
Mein Herr und mein Gott!
Es ist mein unveränderlicher Wille, Dich durch die fünfzehn geheimen Leiden und Blutvergießungen zu verehren, zu loben und anzubeten.
So viel Sandkörnchen am Meere, so viele Körnlein in den Äckern, so viele Gräslein auf Erden und so viel Früchte auf den Bäumen, so viel Blättlein an den Zweigen, so viel Blumen in den Wiesen,
so viel Sternlein am Firmament, so viel Engel im Himmel und
so viel Kreaturen auf Erden sind;
so viel tausendmal sei gebenedeit, gelobt und verherrlicht der liebreichste Herr Jesus Christus,
Sein heiligstes Herz,
Sein kostbares Blut,
das göttliche Opfer der hl. Messe,
das hochwürdigste Sakrament des Altares,
die allerseligste Jungfrau Maria,
die glorwürdigen neun Chöre der Engel und
die gebenedeite Schar der Heiligen,
von mir und allen Menschen, von nun an bis in Ewigkeit.
Ebenso vielmal begehre ich Dir, mein liebster Jesus, zu danken, zu dienen und genugzutun, Dir alle Schmach zu vergelten und mit Leib und Seele anzugehören.
So vielmal bereue ich auch meine Sünden und bitte Dich, meinen Herrn und Gott, um Verzeihung, opfere ich alle Deine Verdienste für meine Sünden, Schulden und Strafen dem himmlischen Vater auf, fasse ich einen festen Vorsatz zur Besserung meines Lebens und bitte um eine glückselige Sterbestunde, und rufe Dich um die Erlösung der Armen Seelen an.
Diese Andacht will ich jeden Tag (Stunde) erneuern und bis zu meinem Tode darin verharren. Ich bitte Dich o guter und liebenswürdiger Jesus, daß Du diese meine herzliche Begierde im Himmel bekräftigst und nicht gestattest, daß sie von einigen Menschen, viel weniger vom bösen Feind je könne vernichtet werden - Amen.


Diese Andacht ist von der Heiligen Congregation, dem Sacro Collegio de pro-
pagande fide, endlich von Sr. Päpstlichen Heiligkeit Clemens XII. (Pontifikat
von 1730 - 1740) gutgeheißen und anempfohlen worden.

-

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#9

RE: Gründonnerstag / Hoher Donnerstag

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi 18.04.2019 22:38
von Blasius • 3.450 Beiträge





Die Einsetzungsworte am Gründonnerstag


Was Jesus in der Synagoge zu Kapharnaum versprochen hatte, daß er nämlich sein Fleisch zu essen gebe, das erfüllte er vor seinem Hingang in den Tod. Unmittelbar bevor er sein Leben hingab als Opfer am Kreuz, gab er den Seinen, die in der Welt waren, die zu verlassen er im Begriffe stand, den höchsten Beweis seiner Liebe. Unter diesem Beweis der Liebe kann man nur die Stiftung der Eucharistie verstehen.

Der hl. Johannes, der Liebesjünger des Herrn, berichtet nun die Einsetzung derselben nicht. Er könnte dies um so eher umgehen, als die übrigen Evangelisten sie ausführlich und feierlich berichten. Aber er deutet sie ausdrücklich an (13, 1): „Vor dem Fest(tage) des Passah aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen sei, daß er aus dieser Welt zum Vater hinüber gehen sollte, nachdem er zuvor all den Seinen, die in der Welt waren, einen Erweis seiner unendlichen Liebe gegeben hatte, gab er ihnen nun diesen Erweis seiner unendlichen Liebe.“ Der Evangelist schildert also, wie der Heiland, der gute Hirte, für die Schafe, die ihm angehören, die Seinen in der Welt, die Nahrung fürs ewige Leben schafft, ehe er in seiner liebevollen Sorge für sie sein Leben in den Tod gibt.

Die übrigen Evangelisten, denen sich der Apostel Paulus anschließt, der hierüber unmittelbar von Gott belehrt worden war, berichten nun im einzelnen:

Matthäus 26, 26-28; Lukas 22, 19-20; Markus 14, 22-24; Paulus 1. Kor. 11

Die Worte der Schriftberichte sind wörtlich, buchstäblich zu nehmen. Darnach erklärt der Heiland das, was er zu essen gibt, für seinen Leib, und was er im Kelch zu trinken darreicht, für sein Blut. Und weil es Christus, der Herr, die ewige Wahrheit, gesagt hat, muss es so sein.

Wie könnte es auch anders sein! Wie könnte auch die Christenheit, welche von Anfang an die Worte buchstäblich auffaßte, welche darum in den gestalten von Brot und Wein den Leib und das Blut Christi gegenwärtig glaubt und anbetet, und welche die eucharistische Feier zum Mittelpunkt ihres gesamten Gottesdienst gemacht hat – wie könnte die Christenheit auch in ihrem Tun sich täuschen. Wie könnte Gott eine solche Täuschung, die einem förmlichen Aberglauben und einem abscheulichen Götzendienst gleichkäme, geschehen lassen und dulden? Wohl läßt Gott Irrungen zu, aber in diesem Fall träfe die Schuld nicht den Menschen, sondern den Herrn allein, der sich nicht deutlich genug ausgesprochen hätte. In diesem Fall hätten Abtrünnige, Überläufer, Lästerer, Ungläubige allein den Herrn richtig verstanden. Die Kirche, die Säule und Grundfeste der Wahrheit, die auf Göttlichkeit und Unfehlbarkeit Anspruch macht, wäre vom allwissenden Gottessohn in unverantwortlicher Weise einer schändlichen Fopperei preisgegeben worden. – Man ziehe den bedeutungsvollen Augenblick in Betracht, in welchem die Worte gesprochen wurden: in der hehrsten Stunde seines Lebens, in der Stunde, auf die er sich schon längst gefreut hatte, am Vorabend seines Todes, wo er von seinen Aposteln Abschied nahm, und ihnen seine letzten Aufträge gab. Sollte der Herr da eine Sprache geführt haben, die sich in Unklarheiten bewegte und Mißverständnisse hervor rufen konnte. Nein! Christus sprach wie ein scheidender, sterbender Freund in einer Sprache, die alle verstanden, die leicht faßlich war, nicht in rätselhaften, ungewissen Ausdrücken, ganz entsprechend dem Bildungsgrad und der Geistesverfassung seiner Zuhörer. Sie nahmen darum die Worte so, wie sie lauteten.

Für die natürliche-buchstäbliche Auffassung spricht die Beschaffenheit der vier Berichte. Schlicht und klar geben sie trotz zahlreichen Abweichungen in unwesentlichen Zügen die Hauptsachen übereinstimmend wieder. Diese Harmonie ist um so auffallender, als die verschiedenen Schriftsteller für verschiedene Leserkreise, in verschiedenen Ländern und zu verschiedenen Zeiten geschrieben haben, nirgends aber in ihren Berichten, sei es durch Wahl der Wortfassung, sei es durch erläuternde und erklärende Zusätze andeuten (wollen), daß es sich um eine nicht-wörtliche, sondern übertragene Auffassung der Worte handle. Nicht der geringste Anhaltspunkt ist dafür vorhanden, daß dieselben figürlich zu nehmen seien.

Der Bericht des hl. Paulus insbesondere aber läßt erkennen, daß er die Einsetzungsworte wörtlich genommen hat; denn er stellt die Bedeutung der Worte Christi als etwas ganz Selbstverständliches hin, indem er fragt: „Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Teilnahme am Blute Christi?“ „Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Teilnahme am Leibe Christi?“ Sodann aber knüpft er an diese Teilnahme schwere Folgen für den, der am wahren Leib und am wahren Blut durch unwürdigen Genuss sich vergreift. „Wer unwürdig dieses Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig des Leibes und Blutes des Herrn. Wer nämlich unwürdig ißt und trinkt, ißt und trinkt sich das Gericht hinein, indem er de Leib des Herrn nicht unterscheidet.“ Diese brennenden Worte über das schwere Verbrechen, diese drohende Sprache haben doch nur einen Sinn, wenn die Auslegung der Worte eine wörtliche ist. Wären unter Brot und Wein nicht der wirkliche Leib und das wirkliche Blut des Herrn gegenwärtig, wie könnte der Genießende sich auch dann versündigen am Leibe und Blute Christi.

Der Herr machte an jenem denkwürdigen Donnerstag Abend ein testamentarisches Vermächtnis, indem er im letzten Abendmahl zugleich das Neue Testament stiftete. Nun ist es aber nicht üblich, bei letztwilligen Verfügungen sich unklarer Worte und mißverständlicher Ausdrücke zu bedienen. Da, wo der letzte Wille kund gegeben wird, da muss der Wortlaut so klar und verständlich sein, daß kein begründeter Anlass zu Streit und Zwist gegeben wird. Und nun sollte Christus, der Herr, als Erblasser unklar, rätselhaft, figürlich testamentiert haben!

Seine Worte sind wörtlich zu nehmen und an der wörtlichen Bedeutung derselben ist solange festzuhalten, bis einWidersinn entsteht, bis die Sprachgesetze einen übertragenen Sinn nahe legen, ja geradezu verlangen. Dies aber ist hier ausgeschlossen. Selbst Martin Luther war von der unwiderstehlichen Klarheit der Worte so sehr überwältigt, daß er trotz der Sehnsucht, durch bildliche Umdeutung „dem Papsttum den größten Puff geben zu können“, in das Geständnis ausbrach: „Aber ich bin gefangen, kann nicht heraus, der Text ist zu gewaltig da und will sich mit Worten nicht lassen aus dem Sinn reißen.“ Fürwahr, wenn der Gottmensch sagt: „Dies ist mein Leib, wer anders, als der Gottlose, wird widersprechen und sagen: dies ist nicht dein Leib.“

Seit der Glaubensspaltung im 16. Jahrhundert sind nun verschiedene Versuche gemacht worden, die Worte des Herrn sinnbildlich zu erklären. Der Sakramentierer Zwingli und seine Anhänger übersetzen die Herrenworte mit: Das bedeutet meinen Leib. Oekolampad und die Seinen übersetzen: Das ist das Zeichen meines Leibes. Beide Deutungen sind falsch. Hätte der Herr sagen wollen, das bedeutet meinen Leib, so hätte er auch das Wort gefunden und angewandt, um dieses zum Ausdruck zu bringen. Sodann sagt Christus nicht, daß dieses Brot sein Leib sei oder daß er dasselbe sei, wie er bildlich von sich sagte, ich bin das Brot des Lebens (Joh. 6, 35, 41), sondern daß das, was er in den Händen hält, sein Leib sei. Das ist doch etwas anderes. Jeder Anstoß schwindet, falls man nur an den verklärten Christus denkt und die sinnliche Vorstellung abweist.

So hat nur die wirkliche Auffassung der Herrenworte ihren Sinn und alleinige Berechtigung. Nur wenn sie wörtlich verstanden werden, vermag man an die wirkliche Gegenwart des Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein zu denken, während jede andere Erklärung die Eucharistie zu einer äußerlichen Zeremonie herab setzt und jede Erfüllung der Weissagungen, der Vorbilder und der Einsetzung unmöglich macht.

So ist es ewig wahr:

Am letzten Abendmahle, Die nacht vor seinem Tod,
Nahm Jesus dort im Saale
Gott dankend Wein und Brot.

„Nehmt“, sprach er, „trinket, esset,
Das ist mein Fleisch und Blut,
Damit ihr nicht vergesset,
Was meine Liebe tut.“

Schon bei der Verheißung der Eucharistie hat der Heiland angedeutet, daß das, was er als Speise geben werde, Opferspeise sei: das Brot, welches ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Diese Worte enthalten eine Anspielung auf seinen blutigen Tod am Kreuz, eine verborgene Weissagung, daß diese Hingabe das Leben der Welt vermittle, aber zugleich eine Versicherung, daß beim letzten Abendmahl und dann in der hl. Messe dasselbe Fleisch des Herrn unter der Gestalt des Brotes hingegeben werde.

Die vom Heiland nun als Einsetzung gebrauchten Worte weisen unmittelbar darauf hin, daß es sich beim Abendmahl um ein Opfer handle. Wenn in den Einsetzungsworten von der Hingabe des Leibes und von der Vergießung des Blutes zur Vergebung der Sünden gesprochen wird, so wird damit, wie die Wortform und der Wortlaut genau besagen, eine in der Gegenwart sich vollziehende Handlung und zwar eine opfermäßige Hingabe des Leibes und eine opfermäßige Vergießung des Blutes ausgedrückt. Es ist zunächst nicht an das am folgenden Tage stattfindende Kreuzesopfer gedacht. – Der Ausdruck „Blut für jemanden vergießen zur Sündern-Vergebung“ wird in der Bibel nur von einem wirklichen und wahren Opfer gebraucht und zwar von einem Sühnopfer. Dieser Ausdruck bedeutet darum eine wahre unblutige Opferung des Opferblutes Christi für viele zur Vergebung der Sünden. So ist es auch mit dem Ausdruck: den Leib für jemanden hingeben.

Diese Hingabe von Leib und Blut im Abendmahl war nun als eine bleibende Einrichtung in der Kirche gedacht, die als Messopfer dauernd fortgesetzt werden soll. Darum der Zusatz: „Tuet dies zu meinem Andenken!“

aus: K. Josef Merk, Das Hl. Messopfer, Das immerwährende Opfer der katholischen Kirche, 1921, S. 20-23

https://katholischglauben.info/die-einse...zten-abendmahl/


Liebe Grüße, Blasius

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#10

RE: Gründonnerstag / Hoher Donnerstag

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi 08.04.2020 22:53
von Aquila • 6.659 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Mit dem Gründonnerstag beginnt das
"Triduum Sacrum",
- die Heiligen Drei Tage -
das dreitägige Gedächtnis des Leidens, Sterbens, der Grabesruhe und der Auferstehung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus .


Der hl. Franz v. Sales schreibt:

-

So wie der Herr nach seinem Gebet der Ergebung im Ölgarten und nach seiner Gefangennahme sich nicht nur mit einer wunderbaren Hingabe seines Leibes und seines Lebens denen auslieferte, die ihn kreuzigen wollten, sich von ihnen nach ihrem Belieben behandeln und wegführen ließ, sondern auch mit einem vollkommenen Gleichmut seine Seele und seinen Willen in die Hände des Ewigen Vaters übergab.
Denn obwohl er sagte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mt 27,46), so geschah dies nicht, um dem heiligen Gleichmut zuwiderzuhandeln, von dem er beseelt war, sondern um uns die tatsächliche Bitternis und die Peinen seiner Seele erkennen zu lassen. Das zeigte er bald darauf, indem er sein ganzes Leben und sein bitteres Leiden
mit den unvergleichlichen Worten abschloß:
„Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist“ (Lk 23,46).

-

Wir lesen im heiligen Evangelium nach Lukas,
dass unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS in Seinem einsamen Leiden am Ölberg
Blut geschwitzt hat.
Heute gedenken wir denn auch der unermesslichen Todes-Angst unseres Herrn und Gottes Jesus Christus am Ölberg.....

In Lk 22, 44 lesen wir:
"Und als er in Angst geriet, betete er noch eindringlicher,
und es wurde sein Schweiß wie Blutstropfen, die niederrannen zur Erde." (Vulgata)
Das erste Gesätz des schmerzhaften Rosenkranzes lautet denn auch
"Der für uns Blut geschwitzt hat".

Dazu tief besinnliche Worte des katholischen Schriftstellers Georges Bernanos (1888-1948)

-

"Nie war menschliche Angst so riesengroß geworden, nie wird sie wieder so groß sein.
Sie hatte alles in ihm überdeckt,
nur jenen äußersten Gipfel der Seele nicht, auf dem er sich dem göttlichen Willen fügte...


Den Märtyrern stand Christus bei.
Aber ihm
stand niemand bei, denn jede Hilfe, jede Barmherzigkeit geht von ihm aus.

Kein lebendes Wesen wird je so einsam, so entwaffnet in den Tod gehn wie er.
Auch der Unschuldigste ist immer noch ein Sünder und fühlt unbestimmt, daß er als solcher den Tod verdient. Der sündige Mensch sühnt im Tod seine Sünden.
Aber er..."

-

Die bevorstehenden unermesslichen Leiden vor Seinem allwissenden Augen sehend
- die gesamte Sündenlast aller Menschengeschlechter auf IHM lastend - liessen unseren
HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS denn auch vor Angst zu Boden sinken und
- und unseren - Vater darum bitten, Dieser möge den Kelch an IHM vorübergehen lassen....
doch sogleich fügte ER hinzu, dass der Wille Seines VATERS geschehen möge!

-
"Das Gebet am Ölberg

Lk 22,39
Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war,
zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm.
Lk 22,40
Als er dort war, sagte er zu ihnen:
Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!
Lk 22,41
Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit,
kniete nieder und betete:



Lk 22,42
Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir!
Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen
.


Lk 22,43
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft.

Lk 22,44
Und er betete in seiner Angst noch inständiger
und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.

Lk 22,45
Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend;
denn sie waren vor Kummer erschöpft.
Lk 22,46
Da sagte er zu ihnen: Wie könnt ihr schlafen?
Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet"

-

Die Bilder mit Christus am Ölberg stammen aus dem ausgezeichneten Film
"The Passion of the Christ" von Mel Gibson
Die Passion Christi


Immer wieder bleibt uns das ehrfürchtige Staunen
vor dem Ewigen Ratschluss der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes.

So begann denn der unermesslich schmerzliche Kreuzweg
unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS

im Garten Getsemani am Fusses des Ölberges !
In einem Garten.....
denn die Erschütterung der Welt durch die Ursünde durch unsere Stammeltern
- Adam und Eva -
vollzog sich auch in einem Garten....
im paradiesischen Garten Eden !


Aus der Genesis der Heiligen Schrift:
-

"Gen 2,15
Gott, der Herr, nahm also den Menschen
und setzte ihn in den Garten von Eden,
damit er ihn bebaue und hüte.
Gen 2,16
Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen:
Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
Gen 2,17
doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen;
denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

-

Der Fall des Menschen

Gen 3,1
Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte.
Sie sagte zu der Frau:
Hat Gott wirklich gesagt:
Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?
Gen 3,2
Die Frau entgegnete der Schlange:
Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen;
Gen 3,3
nur von den Früchten des Baumes, der
in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt:
Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.
Gen 3,4
Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.
Gen 3,5
Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf;
ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
Gen 3,6
Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden.
Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war,
und auch er aß.
Gen 3,7
Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren.
Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.
Gen 3,8
Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten,
versteckten sich Adam und seine Frau
vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens
.

Gen 3,9
Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach:
Wo bist du?
Gen 3,10
Er antwortete:
Ich habe dich im Garten kommen hören;
da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.
Gen 3,11
Darauf fragte er:
Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen,
von dem zu essen ich dir verboten habe?
Gen 3,12 Adam antwortete:
Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben
und so habe ich gegessen.
Gen 3,13
Gott, der Herr, sprach zu der Frau:
Was hast du da getan?
Die Frau antwortete:
Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen.
Gen 3,14
Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange:
Weil du das getan hast, bist du verflucht
unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes.
Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.
Gen 3,15
Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau,
zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.
Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.
Gen 3,16
Zur Frau sprach er:
Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst.
Unter Schmerzen gebierst du Kinder.
Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.
Gen 3,17
Zu Adam sprach er:
Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast,
von dem zu essen ich dir verboten hatte:
So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen.
Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
Gen 3,18
Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
Gen 3,19
Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen,
bis du zurückkehrst zum Ackerboden;
von ihm bist du ja genommen.
Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.
Gen 3,20
Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.
Gen 3,21
Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit.
Gen 3,22
Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir;
er erkennt Gut und Böse. Dass er jetzt nicht die Hand ausstreckt,
auch vom Baum des Lebens nimmt, davon isst und ewig lebt!
Gen 3,23
Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg,
damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.
Gen 3,24
Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf
und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten."

-


Der neue Adam
- unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS -
begann Seinen hochheiligen Leidensweg auch in einem Garten....
Getsemani
.


Der Mensch gewordenen eingeborene SOHN GOTTES JESUS CHRISTUS ist für die Sühne der Sünden der Welt gekommen....um so alles neu zu machen....

-

Offb 21,5
Er, der auf dem Thron saß, sprach:
Seht, ich mache alles neu.

Und er sagte:
Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

-

In einem Garten - Eden - geschah der Sündenfall

In einem Garten - Getsemani - begann der hochheilige Leidensweg des zur Sühne der Sünden der Welt Mensch gewordenen eingeborenen Sohnes Gottes....
unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS .....

Welch ein unergründliches Mysterium des Ewigen Ratschlusses Gottes !

-

Der Gründonnerstag ist auch die Erinnerung an die Einsetzung
des allerheiligsten Altarsakramentes


Ein Mensch kann bloss Symbole hinterlassen.....
Unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS aber hat uns
im allerheiligsten Altarsakrament.....
S I C H
Selbst "hinterlassen".....und nicht bloss einen "Teil" von Sich....
sondern SEIN GANZES WESEN......
die Kraft und die Fülle Seines Dreieinen Göttlichen Lebens
!


Der heilige Bernhardin von Siena schreibt:
-

" Freunde hinterlassen ein Zeichen, vielleicht einen Ring,
aber Christus hinterlässt uns Seinen Leib und Sein Blut,
Seine Seele und Seine Gottheit, sich Selbst, ohne etwas zurückzubehalten
."

-
Siehe dazu bitte auch:
Gegenwart Christi



Zum Gründonnerstag - Missa "nos autem" - aus dem Introitus der Liturgie:
(Schott-Messbuch 1962):
-


Introitus Gal. 6, 14

Nos autem gloriari oportet in Cruce Domini nostri Jesu Christi: in quo est salus, vita et resurrectio nostra: per quem salvati et liberati sumus. (Ps. 66, 2)
[....]

Wir aber sollen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus. / In Ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben; / durch Ihn sind wir erlöst und befreit. (Ps. 66, 2)
[....]



Weiter aus dem Schott-Messbuch 1962:
-

Feria Quinta in Cena Domini – Das Gedächtnis des Herrenmahles

Gründonnerstag

Das Abendmahlsamt
Stationskirche: St. Johann im Lateran
1. Kl. – Farbe weiß


Die Kirche gedenkt heute einer Reihe geheimnisreicher Begebenheiten, die der Passion unseres Herrn unmittelbar vorausgingen.
Es sind dies:
das letzte Abendmahl mit den Abschiedsreden,
die Fußwaschung an den Aposteln,
die Einsetzung der heiligen Eucharistie als Christi immerwährendes Vermächtnis,
die Betrauung der Apostel mit dem Priestertum,
der Verrat des Judas,
schließlich Jesu Todesangst und Gefangennahme am Ölberg
.
Dazu kommt, daß die römische Kirche in alter Zeit zum Abschluß der Buß- und Fastenwochen die am Aschermittwoch aus der Gemeinde ausgeschlossen öffentlichen Büßer heute wieder aufnahm und ihnen Aussöhnung gewährte.
Freude und Wehmut liegen heute also nahe beisammen.
Mit Recht heißt dieser Tag
Grün- = Grein-Donnerstag (greinen = weinen),
da er uns vor allem an Bitternis und Buße gemahnt.
[....]




Entblößung der Altäre



Am vorbereiteten Altar angekommen, stellt der Zelebrant die Pyxis auf das Corporale nieder, macht Kniebeuge, legt abermals Weihrauch ein und beräuchert das Allerheiligste.
Unterdessen singt der Sängerchor „Tantum ergo“ bis zum Schluß des Hymnus.
Der Zelebrant (Diakon) gibt das Allerheiligste in den Tabernakel; alle halten danach inne und verharren eine Weile in stillem Gebet.
Dann geht der Zug nach einer Kniebeuge zum Hochaltar zurück.

Sind mehrere Pyxides mit konsekrierten Hostien zu übertragen,
so geschieht dies jetzt gleich, wobei jedoch nur zwei Akoluthen (Ministranten) mit brennenden Kerzen den Priester (Diakon) begleiten.

Nun legen Zelebrant, Diakon und Subdiakon in der Sakristei die weißen Paramente ab, der Zelebrant und der Diakon nehmendie violette Stola, und alle drei gehen zur Entblößung der Altäre.

Vor dem Altar stehend, spricht der Zelebrant die Antiphon „Dividunt sibi vestamenta mea, et de veste mea mittunt sortem“ und stimmt den folgenden Psalm 21 an, den der anwesende Klerus weiterbetet.
Inzwischen entblößt der Priester unter Beihilfe des Diakons und des Subdiakons die Altäre, den Hochaltar zuerst;
ausgenommen den Altar, wo das Allerheiligste aufbewahrt wird.

Sind alle Altäre entblößt, kehrt der Zelebrant an den Hochaltar zurück und wiederholt die Antiphon."
[....]

-
http://www.mariawalder-messbuch.de/mwmwb...rdo1/node1.html


Als Ergänzungen:


Das allerheiligste Altarsakrament




Das heilige Sakrament der Priesterweihe


-


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zuletzt bearbeitet 08.04.2020 23:19 | nach oben springen


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