Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#1

Meine Erfahrungen im Religionsunterricht/etc. im nachkonziliaren Zeitalter

in Diskussionsplattform 06.10.2013 13:11
von Sebastian • 24 Beiträge

Ich weiß nicht, ob dieses Thema hier in diesem Unterforen richtig am Platz ist, wenn nicht, dann entschuldige ich mich.

Ich möchte hier zusammenfassen, was heute im Religionsunterricht gelehrt wird, wie der Firmungsunterricht war, wie bei meiner Pfarrei der Gottesdienst abläuft und weiteres.

Zum Religionsunterricht: Ich muss tatsächlich betonen, dass bis zur heiligen Kommunion der Religionsunterricht tatsächlich normal katholisch war. Also wir haben dort wirklich über unseren Glauben gesprochen, sogar gebetet, ... Aber: Nach der Kommunion haben wir uns schon etwas anders beschäftigt, wie mit anderen Religionen. Dazu gehörten z.B. der Besuch einer Moschee (uns wurde gezeigt, wie Moslems beten und wir mussten es nachmachen!). Ab der 5.Klasse ging gar nichts mehr. Der Glaube an die Allversöhnungstheorie, Verleugnung der Schöpfung und somit Gutheißung der Evolution, dazu noch der Nichtglaube an einige alttestamentarische Passagen wie die 7 Plagen, Sodom und Gomora, ... Alles echt schlimm. Heute ist der Religionsunterricht eine Mischung aus Psychologie, Philosophie, Geschichte und Kulturkunde. Schrecklich einfach, trotzdem melde ich mich nicht vom Religionsunterricht ab, da die meisten meiner Familie meine Denkweise nicht wirklich nachvollziehen können (nur ich und mein Vater sind alleine, die anderen leben in "Dunkelheit", ihr Intellekt ist zu klein, um die Situation zu erkennen) und ich würde zu gerne die Entwicklung des Religionsunterrichtes verfolgen.

Zum Firmungsunterricht: Da war es noch schlimmer als beim Religionsunterricht! Dort haben wir den Gandhi-Film angeschaut, unter dem Motto, der Heilige Geist ist in allen Religionen vorhanden. Wir trafen 4 Christen, die angeblich vom Heiligen Geist bereichert wurden (von wegen, sie sind totale nachkonziliare Hippies). Ah, da fällt mir ein, dass es zwei Mädchen gab, ein Jahr älter als ich, die sich total als Hippies sich verkleideten. Damit meine ich, dass sie jetzt sich extrem bunt angezogen haben, mit extrem viel Schminke, Haar so trocken wie Stroh. Schlimm einfach! Hässlich wie die Pest! Rock bzw. Höschen extrem kurz, dazu zwei bunte Langstrümpfe. Das ist nicht mehr normal. Egal, was ich daraus ziehen will, ist, dass sie wohl keinen Respekt vor der Firmung hatten und sie es wohl sehr deutlich zeigten, anhand ihrer Kleidung. Aus irgendeinem Grund haben wir das KZ Dachau besucht. Ich weiß nicht, was so etwas mit der Firmung zu tun hat. So ein Besuch gehört eher in den Geschichtsunterricht (wir haben es auch bezüglich des Geschichtsunterrichts besucht, war also zwei mal dort). Das Schlimmste war immer noch das gemeinsame Firmenwochenende! Dort haben wir uns irgendwie für den Frieden der Welt engagiert, in dem wir aus Steinen und Stöcken irgendwelche Horrorszenarien produziert haben. Am Ende des zweiten Tages waren natürlicherweise alle außer mir betrunken, da sie sich irgendwie harte Sachen besorgt haben. Als mir die Firmung gespendet wurde, habe ich den Sinn der Firmung nicht im Kopf gehabt. Komischerweise fing ich direkt nach der Firmung an, sich für die vorkonziliare Messe zu interessieren (ein Freund meines Vaters hat uns darauf aufmerksam gemacht).

Die Messe in meiner Pfarrei ist auch eine Katastrophe. Diese Messe erinnert mich eher an das Treffen einiger Klubmitglieder mit irgendwelchen speziellen Riten. Vor allem, dass bei der Eucharistiefeier, oder für sie, das Abendmahl, nicht der Pfarrer, sondern ein Laie zum Tabernakel geht, der natürlich nicht beim Altar, sonder irgendwie in einem modernen Seitenschiff liegt. Ohne den Respekt vor dem Tabernakel zu erweisen, holt er einfach die Hostien raus und die Mahlfeier kann beginnen! Dadurch hatte ich noch bis vor einem Jahr den Eindruck, dass die Hostie nur eine Erinnerung an das Abendmahl ist.

Noch fürchterlicher ist die Tatsache, dass so ziemlich die Hälfte aller meiner Freunde zu Atheisten wurden, einige sogar zu Anti-Theisten. Die Glauben, laut deren Angaben, an die Macht der Wissenschaft und an die Macht des Geldes. Obwohl ihre Eltern (nachkonziliare) Katholiken sind! Es gibt tatsächlich nur drei in meiner Klasse, die atheistisch erzogen wurden, die andere Hälfte wurde atheistisch. Wodurch? An den Glauben an die Wissenschaft. Die Wissenschaft wurde vom Menschen erschaffen und kann nur natürliches erklären, übernatürlichen kann man nur mit Hilfe der heiligsten Lehre der Katholischen Kirche erklären, was die wohl nicht begreifen.

Schreibt bitte, was ihr von dieser Situation haltet und wie es bei euch war!

nach oben springen

#2

RE: Meine Erfahrungen im Religionsunterricht/etc. im nachkonziliaren Zeitalter

in Diskussionsplattform 06.10.2013 14:43
von Sebastian • 24 Beiträge

Ich füge noch was hinzu:

Momentan machen wir im Religionsunterricht das Thema "Liebe". Wir mussten Zeitschriften mitbringen und uns unsere Traumfrau basteln.

Im Geschichtsunterricht wiederholen wir alles, da wir einen Grundwissentest schreiben werden. Jede Stunde (!) schimpft sie über die heiligste Katholische Kirche! Sie schreibt ihr die Verblödung der Menschen im Mittelalter und teilweise heute zu! Sie ist einfach so fies, vor allem, da ihre Mutter aus Spanien kommt und sie eigentlich katholisch auch sein müsste. Außerdem feiert sie die Französische Revolution und klagt über ihre "verdorbenen" Früchte. Einfach nur blöd! Und unserer Biolehrer hat letztens behauptet, die Kirche wäre extrem sexualfeindlich, da sie Homosexualität verbietet. Da sieht man, was die heutige Gesellschaft von der Heiligsten Katholischen Kirche haltet: Sie ist eine Verblödungsmaschinerie. Wir, also wirklich wir echten Katholiken, die der Tradition und der echten Lehre (vorkonziliaren) sehr gebunden sind, sind de facto Märtyrer in diesen Zeiten. Wir sterben zwar nicht für unseren Glauben, werden aber verachtet. Jeder hasst unseren Glauben, in Bio-Bücher, da wo die Evolution erklärt wird, wird immer Kritik an die Kirche gestellt. Warum nicht an der Schöpfungsgeschichte des Buddhismus oder weiß was ich? Ich weiß nicht, woher dieser Hass gegen das Schönste auf der Welt kommt. Vom Satan, ja das ist klar. Aber wie er entstanden ist, ist das Rätsel.

Es kann sein, dass der häufigste Grund "Liberalität" wäre. Jene Menschen sehen den Glauben als Einschränkung ihrer Lebensweise. Deshalb wollen sie frei sein, ohne an ein Gesetzt Gottes gebunden. Zwar kommt es ihnen zu Lebenszeiten frei vor, wenn sie aber in der Hölle landen, werden sie wissen, was wahre Freiheit ist. Nämlich nach dem Tode bei Gott im Himmel zu sein, vereinigt mit der Liebe Gottes, unseren Vaters.

nach oben springen

#3

RE: Meine Erfahrungen im Religionsunterricht/etc. im nachkonziliaren Zeitalter

in Diskussionsplattform 06.10.2013 15:16
von Sebastian • 24 Beiträge

http://www.gloria.tv/?media=106002

Schaut euch diese Skulpturen an. Die sind beheimatet in meiner Pfarrei! Als ich den Pfarrer bei der Beichte fragte, wer das sei, sagte er: "Maria und Jesus". Als ich fragte, warum Jesus so modern aussieht, sagte er: "Nun ja, wie würde denn Jesus heute aussehen?". Da sieht man es, man passt sich dem Zeitgeist an, dessen König bekanntlich der Teufel ist.

nach oben springen

#4

RE: Meine Erfahrungen im Religionsunterricht/etc. im nachkonziliaren Zeitalter

in Diskussionsplattform 06.10.2013 17:01
von Aquila • 5.665 Beiträge

Lieber Sebastian

Du hast diese Thematik völlig am richtigen Platz gepostet....
denn derartige wie von Dir geschilderten Ungeheuerlichkeiten unter dem
Deckmantel eines ang. "Religionsunterrichtes" gehören unbedingt aufgezeigt.

Ich muss gestehen, dass ich nach Durchsicht Deiner Schilderungen mehr als entsetzt
über diese Dir und anderen zugefügte Seelen-Folter bin.

Hier wird die Lehre der Kirche gleichsam Hohn und Spott ausgesetzt und durch
menschengemachten Wahn entweder "ergänzt" oder gar versucht ganz "zu ändern "

Diesbez. ist es ein Skandal sondergleichen, dass derartiges teuflisches Treiben gleichsam
unter den Augen des zuständigen Bischofs geschieht.

Diese sog. "Religionslehrer/innen" bzw. "Firmungsvorbereiter/innen"
sind gem. Deinen Schilderungen zu urteilen allesamt Wölfe im Schafspelz und führen die
Jugendlichen in die Irre !
Leider auch eine Frucht des nachkonziliären Scherbenhaufens !

Einige konkrete Anmerkungen zu dieser Deiner Schilderung:

Aber: Nach der Kommunion haben wir uns schon etwas anders beschäftigt, wie mit anderen Religionen. Dazu gehörten z.B. der Besuch einer Moschee (uns wurde gezeigt, wie Moslems beten und wir mussten es nachmachen!). Ab der 5.Klasse ging gar nichts mehr. Der Glaube an die Allversöhnungstheorie, Verleugnung der Schöpfung und somit Gutheißung der Evolution, dazu noch der Nichtglaube an einige alttestamentarische Passagen wie die 7 Plagen, Sodom und Gomora, ... Alles echt schlimm


Wer derartige Ungeheuerlichkeiten den ihm Anvertrauten gleichsam aufzwingt,
der hat jeglichen Anspruch "röm. katholisch" zu sein verwirkt .
Schreckliche Häresie, die gleichsam die [rot]Tatstrafe der Exkommunikation nach sich zieht !

Moscheebesuch mit Nachahmung der "Gebetsriten"..

ich fasse es nicht !
Hier werden junge Katholiken zum Götzendienst angeleitet !
Zur völligen Verwässerung des wahren Glaubens hin zur freimaurerisch angestrebten
"Weltreligion" unter "Ausschluss" der Ewigen Wahrheit Jesus Christus.

Leugnung der Schöpfungslehre inkl. Verführung zur Lüge der "Evolutionslehre"...etc. etc.


Lieber Sebastian

Du bist wie gesagt einer Seelen-Folter unterzogen worden....
doch Du sehnst Dich nach dem wahren Glauben....
unser Herr und Gott Jesus Christus kennt Dein aufrichtiges Verlangen und wird
Dich reichlich mit Gnaden beschenken und auf Deinem weiteren
Glaubensweg beistehen.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 06.10.2013 17:38 | nach oben springen

#5

RE: Meine Erfahrungen im Religionsunterricht/etc. im nachkonziliaren Zeitalter

in Diskussionsplattform 06.10.2013 17:41
von Sebastian • 24 Beiträge

Danke für deinen Beitrag!

In der Tat kann man das als "Seelen-Folter" bezeichnen. Bis heute habe ich mich nicht vollständig von der erholt. Ich meine es jetzt so, dass meine Seele unter anderem nicht nur von den postmodernen Aussagen gefoltert wurde, sondern auch durch meine Freunde und deren Verhaltensweisen. Auch durch Musik und Medien. Zu Hause bin ich sehr spirituell und philosophisch. In der Schule, unter Freunden, bin ich ein totaler Zyniker, so wie "Charlie Harper" aus "Two and a Half Men". Deswegen gehe ich einigen meiner Freunden sehr auf die nerven. Im Nachhinein bereue ich das. Ich weiß nicht, aber es ist immer so, wenn ich vorhabe, dass ich unter meinen Freunden normal sein werde, also so, wie ich in meiner Freizeit bin, dann schaffe ich es nicht. Ich werde automatisch zu einem Zyniker, was mich sehr belastet. Trotzdem bemühe ich mich, keine Witze über meinen Glauben zu machen und sage gleich meinen Freunden, dass sie falsch reden, wenn sie jetzt meinen Glauben auslachen. Das schaffe ich noch, trotzdem führe ich außer dieser Tatsache keinen christlichen Lebensstil in der Schule. Bis vor einigen Monaten habe ich noch totales Heavy-Metal gern gehört, unter anderem Doom Metal. Black Metal habe ich nie gehört, trotzdem macht es das nicht besser. Bei mir ist es jetzt irgendwie so, wenn ich Metal höre, dann stelle ich mir automatisch vor, dass Gott von oben ab zu mir sieht und sehr darüber enttäuscht ist, wenn ich das höre. Deswegen vermeide ich es, Metal und so was zu hören.

Komischerweise spüre ich gar nichts, wenn jetzt die Heilige Katholische Kirche beleidigt wird (also es fühlt sich jetzt nicht an wie ein Schlag in den Bauch, sondern ich fühle einfach nichts). Es liegt wohl daran, dass ich bei Christus so ein großes Vertrauen habe, dass ich einfach resistent gegen atheistische/andersgläubige Kritik bin. Früher hat sich atheistische Kritik so angefühlt, wie ein total heftiger Schlag in den Bauch. Heute aber lache ich sie aus, die atheistische Kritik.

Ich mache mir sehr viele Sorgen, da ich morgen auf Abschlussfahrt fahre, für 5 Tage. Ich freue mich im Prinzip nur darauf, dass ich in der Toskana viele schöne Städte besichtigen kann. Ich freue mich aber nicht, dass ich jetzt mit meinen Freunden unterwegs bin. Ich habe Angst, dass sie mir auf irgendeine Weise psychischen und physischen Schaden hinzufügen können. Bete bitte für mich, damit mir nichts passieren wird! Keine Ahnung, was die heutige Jugend (zu der ich ironischer Weise auch hinzugehöre) heute im Kopf hat...

nach oben springen



Besucher
0 Mitglieder und 11 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Birgit Gensicke
Besucherzähler
Heute waren 600 Gäste und 3 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 3339 Themen und 21965 Beiträge.

Heute waren 3 Mitglieder Online:
Blasius, Hemma, Maresa



Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen