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#6

RE: Katechismus: Keuschheit und Homosexualität

in Diskussionsplattform (2) 31.07.2017 13:27
von Aquila • 3.993 Beiträge

Lieber Andi

Um keine Missverständnisse gerade bei Mitlesenden aufkommen zu lassen, ist wichtig ist, die Lehre der Kirche über die Homosexualität noch einmal aufzuzeigen:


Die kirchliche Lehre unterscheidet denn in aller Deutlichkeit zwischen der - nicht selbst gewählten -Veranlagung zur Homosexualität (noch keine Sünde !) als Prüfung

und der

praktizierten Homosexualität, den homosexuellen Handlungen als gegen das natürliche Gesetz verstossend (nun zur Sünde geworden durch Zustimmung zur ungeordenten Leidenschaft !)

Hier verurteilt denn die Heilige Mutter Kirche niemals den sündhaft gewordenen Menschen
sondern die begangene sündhafte Tat per se !

Gleichzeitig aber ruft sie immer zur Achtung und dem Mitleid für diese Menschen auf und
zeigt denn auch den Weg auf, den diese für ihre Seelenheilung gehen müssen....
also den Willen zum Weg der der Keuschheit und der Selbstbeherrschung einhergehend mit der Gnadenfülle der heiligen Sakramente und dem Gebet
hin zur inneren Freiheit....also hin zur
Abschüttelung der Knechtschaft der Sünde durch den FRIEDEN CHRISTI !
Die Heilige Mutter Kirche will ihnen denn auch Hand reichen, um zur wahren Freiheit zu gelangen.....
zum Sieg des GEISTES über das Fleisch eingedenk der Tatsache, dass unser Leib der Tempel des HEILIGEN GEISTES ist....
denn der umgekehrte Fall
- die durch die Zustimmung für die ungeordneten Leidenschaften herbeigeführte Herrschaft des Fleisches ( Egos ) über den GEIST - zerrt den Menschen mehr und mehr in eine Entwürdigung hinein...zu einem Spielball / einer Marionette des Vaters der Lüge, Satan !

Der Katechismus lehrt von einer "nicht geringen Anzahl von Männern und Frauen ", die homosexuell veranlagt sind und dies somit nicht selbst gewählt haben.
Doch damit ist kein "Freibrief" zur gesuchten Homosexualität
- also zur freiwillig gesuchten und gewählten - gegeben.

Der Katechismus spricht denn auch nur von jenen Menschen,
die von der Veranlagung her homosexuell sind und so selber auch darunter leiden....


2357 Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf.
Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt.
Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet [Vgl. Gen 19, 1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10.], hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „daß die
homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind" (CDF, Erkl. „Persona humana" 8).
Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit.
Sie sind in keinem Fall zu billigen.

2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt.
Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar.
Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen.
Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen.
Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen.
Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.

-

Wir müssen diesbezüglich etwas ausholen:

Die genetischen Erbanlagen geben jedem Menschen gleichsam "Eigenheiten" mit einer Neigung / Veranlagung zu bestimmten Verhaltensweisen !
Die Kirche sieht denn auch als eine solche Veranlagung "die Homosexualität".
Wir dürfen die Lehre der Kirche niemals aus dem Gesamtfocus der Erbsünden-Lehre ausblenden.

Die Erbsünde ist die "Neigung zur Sünde" durch" ungeordnete Begierlichkeiten."

Der hl. Augustinus:

"Denn die Seele, der ihre eigene, dem Bösen sich zuwendende Freiheit gefiel und der Dienst Gottes missfiel, verlor die frühere Herrschaft über ihren Leib, und da sie den Herrn über sich eigenwillig verlassen, also fing das Fleisch an, zu gelüsten wider den Geist, und mit diesem in Widerstreit sind wir geboren"


Die Veranlagung zur Homosexualität ist nun eine solche Neigung zu ungeordneten Begierlichkeiten.
Doch die Veranlagung selbst ist noch nicht sündhaft.
Die Lehre der Kirche nennt sie denn auch eine

P r ü f u n g

Sehr schön hat es der hl. Augutinus ausgedrückt:


"Die Begierlichkeit ist die Tochter des Fleisches und die Mutter der Sünde"



Doch um zu einer Sünde zu werden, muss die Verlanlagung / die Begierlichkeit gleichsam "empfangen"......und dieser "Vater der Sünde" ist der freie Wille!

Der hl. Jakobus schreibt:


"Hat die Begierlichkeit empfangen, so gebiert sie die Sünde"


Auch Versuchungen - seien sie auch noch so heftig und schmerzlich - sind noch k e i n e
Sünde ! Es ist die freie Zustimmung des Menschen zu den Versuchungen, die erst die Sünde "gebiert".

Leider wird heute von seelenverderbenden Ideologien das "Ausleben" jeglicher ungeordneter Begierlichkeiten - also das Animieren zur Sünde - als "Befreiung" vorgelogen....
wohin dies geführt hat, sehen wir an den sittlich und moralisch zerfallenden,
glaubensmässig vielfach ins Neuheidentum gefallenen, Gesellschafen der "Moderne"....

Nun können wir auch die Kirchenlehre besser einordnen, die den homosexuell veranlagten Menschen zur Selbstbeherrschung / Keuschheit mahnt....

doch diese Mahnung der Selbstbeherrschung gilt für alle
ungeordneten Begierlichkeiten, nicht nur für die Homosexualität !
Alleine kann der Mensch diesen wütend anbrandenden ungeordneten Begierlichkeiten
nicht widerstehen...
doch durch die durch die von unserem HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS erworbenen
Verdienste der Gnadenfülle hl. Sakramente werden die Neigungen zu den ungeordneten Begierlichkeiten zähmbar und beherrschbar,
indem der

GEIST

über "das Fleisch"herrschen kann !

Der Katechismus über den Weg zum Sieg über den Drang hin zu den ungeordneten Leidenschaften, hier der Homosexualität:

"....durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern..."


Folgen der Erbsünde

Stufen zur Vollkommenheit



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 31.07.2017 13:31 | nach oben springen


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