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#1

Der Mensch als Ebenbild Gottes

in Die Schöpfung 09.04.2013 15:33
von Aquila • 5.067 Beiträge

Der erschaffene Mensch ist der Seele nach das natürliche

E b e n b i l d

der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTTES.

Die erschaffene Seele besitzt....
Vernunft
und
freien Wille
n

Dem Menschen sind denn diese gottebenbildlichen Wesenszüge
nicht dazu gegeben, um sie zu missbrauchen
sondern um mit der Vernunft
GOTT er-kennen zu können

und

mit dem freien Willen
IHN an- erkennen zu können.



GOTT-VATER als Ursprung allen Lebens teilt sich in einem ewiglichen Liebes-Strom
Seinem eingeborenen SOHN mit und erkennt sich in Diesem vollkommen.
Den eingeborenen SOHN drängt es in einem ewiglichen Liebes-Strom
wieder hin zum VATER.
Aus diesem Liebes-Austausch von Ewigkeit zu Ewigkeit geht als
dessen Göttliche Fruchtbarkeit der HEILIGE GEIST
- d i e Liebe -
hervor, die dritte wesensgleiche Person.

Man kann sagen, dass sich das hochheilige Göttliche Dreifaltige Wesen durch den
ewiglichen Liebes-Austausch des VATERS mit dem eingeborenen SOHN gleichsam
"auseinanderfaltet" und im HEILIGEN GEIST gleichsam wieder Seinen ewiglichen
"Zusammenschluss" findet.

Werfen wir nun einen Blick auf uns
beseelte Menschen, die wir als natürliche
GOTTES EBENBILDER erschaffen worden sind so können wir diese
EBENBILDLICHKEIT sehr schön nachvollziehen:

Der "erste erschaffene" Mensch war ein
"Mann"....der "Ursprung aus dessen "Mitteilung"
"die Frau gebildet" wurde !
( Die Frau wurde aus einer Rippe des Mannes gebildet als dieser in einen tiefen Schlaf fiel )

Beide sind
"zueinander liebend hingezogen".
Somit ist das menschliche Wesen in seiner Ganzheit durch Mann und Frau
"ebenfalls auseinandergefaltet"
und findet durch die "Frucht des Liebes-Austausches"
- "des Kindes" -
wieder seinen"Zusammenschluss".

Somit findet auch die Unauflöslichkeit des hl. Sakramentes der Ehe

Heilig und unauflöslich

eine weitere Bestätigung.


zuletzt bearbeitet 07.09.2017 00:40 | nach oben springen

#2

RE: Der Mensch als Ebenbild Gottes

in Die Schöpfung 08.08.2015 14:07
von Aquila • 5.067 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Hw Pater Deneke FSSP
im "Informationsblatt August/September 2015" der Petrus-Bruderschaft zur Thematik
"Was ist der Mensch ?"
-

[....]
"Wie nebulös in solchen Zusammenhängen die Begriffe „christlich“, „Werte“ und „Menschenbild“ sind,
darüber braucht nicht viel gesagt zu werden.
Die Tatsachen zeigen,
daß sie jeder in einem ihm genehmen Sinne verstehen kann.
Daher ist es wichtig, nach der tatsächlichen Bedeutung dieser Worte zu fragen.
Die „Werte“ lassen wir hier außer Acht; sie entstammen nicht dem Glaubensvokabular, sondern einer bestimmten Philosophie und sind keineswegs unproblematisch, oft sogar ausgesprochen zwielichtig.
Das „christliche Menschenbild“ hingegen ist schon auf den ersten Seiten der Bibel beurkundet und grundgelegt (Gen 1-3), um dann mit fortschreitender Offenbarung in alle Dimensionen – in die Höhe, Weite und Tiefe – zu wachsen.
Daß der Mensch Geschöpf Gottes ist,
geschaffen nach Seinem Bild und Gleichnis und erfüllt mit dem Odem göttlichen Lebens;
daß er mit der Aufgabe betraut wurde,
sich die Erde zu unterwerfen, also die Stellung eines Sachwalters Gottes inmitten der Schöpfung einzunehmen;
daß das männliche und das weibliche Geschlecht aufeinander hingeordnet und zur Mitwirkung am Schöpfungswerk bestimmt sind;
daß die Stammeltern das
göttliche Gebot übertreten und damit die ursprüngliche Gerechtigkeit für sich selbst und für ihre Nachkommen verloren haben; daß aber Gott, der den Menschen in seiner Würde so wunderbar erschaffen hatte, ihn durch den menschgewordenen Sohn noch wunderbarer erneuert hat (vgl. das Offertoriumsgebet zur Vermischung von Wasser und Wein); daß wir somit gnadenhaft zur Gotteskindschaft in der Teilhabe an Seiner Natur erhoben worden und zur ewigen Seligkeit in der Anschauung des dreifaltigen Gottes berufen sind:

Alles das gehört unbedingt zu dem oft vorschnell beschworenen, aber nur selten ausreichend bedachten „christlichen Menschenbild“.

Die Folgerung aus alledem:
Der Mensch ist nicht nur
– wie jedes Lebewesen –
beseelt,
sondern geistig
.
Anders ausgedrückt:
Seine Seele wirkt sich nicht bloß als vitales Prinzip aus, das den Leib formiert, die vegetativen und sinnenhaften Vorgänge reguliert und koordiniert.
Vielmehr ist sie eine immaterielle Realität, die als Bleibendes zugleich in, hinter und über den wechselnden Lebensäußerungen des Menschen steht und ihn zu den höheren Tätigkeiten des Erkennens und des freien Wollens befähigt.
Entgegen der verbreiteten „Dreiteilung“ des Menschen in Leib, Seele und Geist ist also zu betonen,
daß die Seele selbst geistig ist.
Weil sie über die vergängliche Materie hinaus- und in die Sphäre des Unvergänglichen hinaufragt;
weil sie ewige Wahrheiten erkennen und liebend bejahen kann; und weil sie als unstoffliche Wirklichkeit unzerstörbar ist, deshalb muß sie unsterblich sein.

Weit entfernt davon, abstrakt und ver- allgemeinernd zu sein, wird die christliche Schau vom Menschen ihm auch als
Einzelwesen gerecht, indem sie ihn als „Person“ beschreibt, als „individuelle Substanz einer vernunftbegabten Natur“, wie Boëthius (+ ca. 525 n. Chr.) klassisch definierte.
Jeder Mensch ist demnach ein einzigartiges Geschöpf, das in seiner persönlichen Unaustauschbarkeit vor
dem dreipersönlichen Gott steht und durch Gnade in eine persönliche, übernatürliche Beziehung zu den drei göttlichen Personentreten kann.

Damit beginnt schon hier auf Erden das ewige Leben,
das ja nichts anderes als die liebende Erkenntnis des Vaters und Seines Sohnes (vgl. Joh 17,3) im Heiligen Geist ist. Gewiß unterschlägt diese hohe Auffassung vom Menschen nicht die Sphäre der Sinnlichkeit und Leidenschaftlichkeit, die, im ursprünglichen Zustand harmonisch mit den höheren Kräften zusammenklingend, im unerlösten Zustand so oft von Dissonanzen durchtönt ist.
Auch verschweigt sie nicht das Potential an Ignoranz und Rebellion,
mit dem unser Geist zu ringen hat. Dennoch dürfen wir den Akzent dankbar auf die Pracht und Herrlichkeit legen, mit welcher der Herr uns gekrönt hat (vgl. Ps 8,7).
Somit baut die gläubige Sicht auf der Menschennatur auf, wie sie uns die Philosophie zeigt, um dann aber weit über sie hinauszuführen in die Höhen, Weiten und Tiefen des göttlichen Lebens, an dem wir teilhaben sollen. Wer sich daher auf das „christliche Menschenbild“ beruft, der sollte von der hier angedeuteten Gesamtschau durchdrungen sein.
Sonst bleiben seine Worte hohl, kraft- und nutzlos."
[....]

-

Bez der Geist-Seele siehe bitte auch hier:

Die Geistseele (Mensch); die sensitive "Seele" (Tier); die vegetative "Seele" (Pflanze)
-

nach oben springen

#3

RE: Der Mensch als Ebenbild Gottes

in Die Schöpfung 01.08.2018 23:50
von Aquila • 5.067 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Auszug aus dem
"Katholischen Katechismus für das Bistum Basel" aus dem Jahre 1947:
-

Die Seele eines jeden Menschen ist Gott ähnlich;
Gott ist ein Geist, die Seele ist auch ein Geist.
Gott ist unsterblich, die Seele ist auch unsterblich.
Gott hat Verstand und freien Willen, die Menschenseele ebenfalls.
So ist der Mensch ein
n a t ü r l i c h e s
Ebenbild Gottes.

Die Seele des gerechten Menschen,
also eines Gottes-Kindes ist auf eine neue,
herrliche Weise Gott ähnlich durch die heiligmachende Gnade.
Dadurch ist sie heilig, Gott ist auch heilig.
So ist der Mensch ein
ü b e r n a t ü r l i c h e s
Ebenbild Gottes

-

Adam und Eva wurden denn nicht bloss als Menschen-Kinder von Gott erschaffen
sondern als Gottes-Kinder!

"Seid heilig, denn auch ich bin heilig"
(3 Mos 11,44)

Nach dem Sündenfall ging die Gottes-Kindschaft verloren.
Dieser Verlust ist durch die Erbsünde auf alle Menschen
- mit Ausnahme der ohne Erbsünde, unbefleckt, empfangenen allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria -
übergegangen.

Erst durch das hl. Sakrament der Taufe wird sie durch
die heiligmachende Gnade dem Menschen
wieder geschenkt.
Diese kann der Mensch auch wieder - durch die Todsünde - verlieren,
aber im hl. Sakrament der Busse, der hl. Beichte, wiedererlangen.
Aus diesem Grund werden die beiden genannte Sakramente auch
"die Sakramente der Toten" genannt....
als Hinweis auf die ohne diese Sakramente durch die Erb- bzw. Tod-Sünde "tote Seele".

Alle übrigen Sakramente werden als "Sakramente der Lebenden" bezeichnet.


Über die unermessliche Kostbarkeit der hl. Taufe erneut
aus dem "Katholischer Katechismus für das Bistum Basel" aus dem Jahre 1947:
-

Mahnung:
Du bist auf den Namen der heiligsten Dreifaltigkeit getauft.
Als das Taufwasser über Deine Stirne floss, nannte der Priester deinen Namen und
dann sofort den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
So bist Du durch die Taufe verbunden mit dem Schöpfer, dem Erlöser und dem Heiligmacher.
Sie wohnen in dir durch die heiligmachende Gnade.

Vergiss deine Würde nie !
Du bist ein Kind Gottes, ein Getaufter !
Gott der Dreieine ist in dir und du in Ihm
.
Wir können das Kennzeichen auch so beten:
"Im Namen des Vaters, der mich erschaffen hat,
und des Sohnes, der mich erlöst hat,
und des Heiligen Geistes, der mich geheiligt hat.
Amen"

--

Siehe bitte auch:
Sakramente; die Heilmittel für die Seele

-


zuletzt bearbeitet 01.08.2018 23:56 | nach oben springen


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