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#1

Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen.

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 22.11.2018 14:19
von Blasius • 2.504 Beiträge

DOGMATISCHE KONSTITUTION
DEI VERBUM
ÜBER DIE GÖTTLICHE OFFENBARUNG
VORWORT

KAPITEL VI
DIE HEILIGE SCHRIFT IM LEBEN DER KIRCHE

- Auszug-

22. Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen.

Darum hat die Kirche schon in ihren Anfängen die älteste Übersetzung des Alten Testamentes, die griechische, die nach den Siebzig (Septuaginta) benannt wird, als die ihre übernommen.

Die anderen orientalischen und die lateinischen Übersetzungen, besonders die sogenannte Vulgata, hält sie immer in Ehren.

Da aber das Wort Gottes allen Zeiten zur Verfügung stehen muß, bemüht sich die Kirche in mütterlicher Sorge, daß brauchbare und genaue Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen erarbeitet werden, mit Vorrang aus dem Urtext der Heiligen Bücher.

Wenn die Übersetzungen bei sich bietender Gelegenheit und mit Zustimmung der kirchlichen Autorität in Zusammenarbeit auch mit den getrennten Brüdern zustande kommen, dann können sie von allen Christen benutzt werden.

http://www.vatican.va/archive/hist_counc...-verbum_ge.html

Zitat:
Da aber das Wort Gottes allen Zeiten zur Verfügung stehen muß, bemüht sich die Kirche in mütterlicher Sorge, daß brauchbare und genaue Übersetzungen in die verschiedenen Sprachen erarbeitet werden, mit Vorrang aus dem Urtext der Heiligen Bücher.

Dazu das Zitat:
Die erste vollständige Bibelübersetzung von Martin Luther von 1534. Die Bibel wurde ursprünglich in Hebräisch (das Alte Testament) und Griechisch (das Neue Testament) verfasst. Schon im 4. Jahrhundert war der Text ins Lateinische übersetzt worden. Diese Bibel auf Latein nennt man auch Vulgata.

https://www.katholisch.de/glaube/unsere-...ges-wort-gottes

Eine alleinige Übersetzung von der kath.Kirche ist mir nicht bekannt.

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 22.11.2018 14:28 | nach oben springen

#2

RE: Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen.

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 22.11.2018 21:55
von Aquila • 5.669 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber Blasius


Das Märchen vom "ersten Bibelübersetzer Luther" hält sich hartnäckig.
Die Realität freilich ist eine ganz andere.
Was Luther "als erster" zugestanden werden muss....
ist die Fälschung der Heiligen Schrift.

Lehrreiches aus einer Predigt von Hw Prof May:

-

[....]Ähnliches gilt für die Übersetzung. Die Bibel ist in hebräischer und in griechischer Sprache geschrieben.
Wer diese Sprachen nicht kennt, muß sich an Übersetzungen halten, und Übersetzungen sind selbstverständlich von Anfang an vorgenommen worden, auch Übersetzungen in die germanischen Sprachen, in die deutsche Sprache.
Wir kennen eine Übersetzung aus dem Jahre 370 von dem gotischen Bischof Ulfilas.
Er veranstaltete eine Übersetzung der Bibel ins Gotische. Wir wissen, dass die alte deutsche Sprache ebenfalls Bibelübersetzungen kannte. Aus dem Jahre 748 haben wir ein Fragment, ein Bruchstück erhalten einer Bibelübersetzung in das damalige alte Deutsche. Erst recht sind Bibelübersetzungen veranstaltet worden, als der Druck aufkam. 

Von 1466 bis 1521 wurden 14 hochdeutsche und 4 niederdeutsche Übersetzungen der Bibel veranstaltet. 14 hochdeutsche und 4 niederdeutsche Druckausgaben der Bibel vor Luther, denn er gilt ja als derjenige, der die Bibel für die Deutschen entdeckt hat, was ein Märchen ist. Die Bibel war längst in Deutschland bekannt, übersetzt und im Gebrauch, als Luther daran ging, die Bibel zu übersetzen.

Er hat sie übersetzt, aber seine Übersetzung hat viele Mängel.
Zunächst einmal war seine Grundlage, nämlich die Handschriften der Bibel, unzureichend. Er stützte sich für die hebräische Bibel auf eine Ausgabe in Brescia von 1494 und für das Neue Testament auf die zweite Ausgabe von Erasmus von Rotterdam. Das war natürlich eine viel zu schmale Grundlage, um eine gediegene Bibelübersetzung zustande zu bringen.
Aber nicht nur das.
Er übersetzte seine Bibel so, dass er seine Theologie in sie eintrug.
Jede Übersetzung verrät ja etwas vom Verständnis, das einer vom Text gewinnt, und er verstand sie eben so, wie er sich die Theologie zurechtgemacht hatte, im Gegensatz zur katholischen Kirche.


Die Predigt in voller Länge siehe bitte hier:
Vortrag: Raymond de Souza - Die Bibel, ein Katholisches Buch (4)



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 22.11.2018 21:56 | nach oben springen

#3

RE: Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen.

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 15.02.2019 19:10
von Stjepan • 123 Beiträge

Richtig, lieber Aquila!

Nur eine Korrektur: Luther hat "die Bibel" nicht nur nicht als erster in die deutsche Sprache "übersetzt" (gefälscht), sondern nichteinmal vollständig. Er ließ ja etliche Bücher des AT's weg, und beabsichtigte auch den Jakobus- und den Judasbrief und die Johannesoffenbarung aus dem Neuen Testament zu verbannen. Luther war ein wahrer Bibelfälscher. Bekanntlich war er besessen.

Er war außerdem mit den katholischen Bibelübersetzungen nicht einverstanden, deshalb hat er die unvollständige Bibel in seiner "Übersetzung" vielfach gefälscht.

Was mir in dem eingangs zitierten Teil der Konstitution auch nicht zusagt, ist die Aussage, dass die Protestanten unsere Brüder sind. Sie sind nicht unsere Brüder, sondern unsere Feinde, die uns mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, vorrangig mittels Lügen, bekämpfen. 2 Joh. 8ff. besagt ganz klar, dass sie nicht unsere Brüder sind, da sie die christlichen Lehre, die die katholische ist, ablehnen.

Vom Zweiten Vatikanum und seinen Texten haben wir Katholiken nichts zu halten; Es ist das Fundament einer neuen Kirche mit neuer Lehre, die seit 1965 immer weiter und weiter ausgebaut und entfaltet wird. Ich bin mittlerweile so weit gereift, dass ich alles, was seit dem Konzil aufgekommen ist, ablehne.

Liebe Grüße
Stjepan


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zuletzt bearbeitet 15.02.2019 19:24 | nach oben springen

#4

RE: Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen.

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 15.02.2019 23:20
von Aquila • 5.669 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber Stjepan

In der Tat:
Nach dem 2. Vatikanischen Konzil hat sich ein "anders gefühltes" Katholischsein verbreitet; freilich eines als Wegbereiter für den heute vielfach propagierten unverbindlichen und somit seelengefährdenden "Wohlfühlglauben" !
In diesen eingebunden findet sich auch der Hang zur "Korrektur" bzw. "Ergänzung" der Lehre der Kirche.

Pater Eckhard Bieger, und Christian Schnaubelt formulieren es in "27× katholisch" so :
-

Katholisch fühlt sich seit dem Konzil anders an.
Es ist weniger von Disziplin, religiöser Observanz, sondern mehr von Offenheit und von dem Gefühl getragen, dass jeder Mensch eigentlich in den Himmel kommt.
Dies ist auch einer der Gründe, warum die bis in die 60-er Jahre intensive Beichtpraxis weitgehend zusammengebrochen ist .

-


Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte




Das pastorale (!) 2. Vatikanische Konzil hat keinerlei dogmatische Beschlüsse gefasst.
Somit stand die Leitung durch den Papst in keinerlei Zusammenhang mit seiner Unfehlbarkeit, zumal diese einer engen Definition unterliegt.
Siehe bitte hier:
Die päpstliche Unfehlbarkeit

Beim Vaticanum II. waren die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Unfehlbarkeit des Papstes denn auch nicht gegeben.

Wie verhält es sich mit den einzelnen Dokumenten ?

Während "Konstitutionen" lehramtlich das stärkste Gewicht haben.
sind die "Dekrete", bereits weniger stark gewichtet noch schwächer die "Erklärungen"


Genauso legte es Kurienbischof Guido Pozzo aus:
-

"Die Konstitutionen über die Kirche und die Offenbarung, Lumen gentium und Dei Verbum, haben den Charakter von lehrhaften Verlautbarungen;
die Erklärungen zu Religionsfreiheit und nichtchristlichen Religionen
sowie das Ökumene-Dekret verfügen hingegen über geringere Autorität und weniger Verbindlichkeit"


-

Aber auch in den lehramtlichen Dokumenten finden sich einige nur von den damaligen Umständen bestimmte Aussagen:
So erklärte es Msgr. Fernando Ocáriz,
Konsultor der Glaubenskonkregation sowie Generalvikar des Opus Dei:
-

"In den lehramtlichen Dokumenten kann es auch Elemente geben – und solche finden sich tatsächlich im Zweiten Vatikanischen Konzil –,
die von ihrem Wesen her nicht eigentlich lehrmäßig, sondern mehr oder weniger von den Umständen bestimmt sind
(Beschreibungen gesellschaftlicher Zustände, Vorschläge, Ermahnungen, usw.).

-

Und Kardinal Brandmüller betont gar:
-

"Seltsamerweise haben die beiden umstrittensten Texte, nämlich
Nostra Aetate und Dignitatis Humanae, nach der Einschätzung meines verehrten Professors in Kirchenrecht, Klaus Mörsdorf,
keinen lehrmäßig bindenden Inhalt".


-



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 15.02.2019 23:29 | nach oben springen

#5

RE: Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen.

in Wenn etwas der Klärung bedarf (2) 15.02.2019 23:54
von Stjepan • 123 Beiträge

Lieber Aquila,

danke für Deine Ausführungen im zweiten Teil deiner Antwort. Im ersten Teil beziehst Du Dich auf die neue Geisteshaltung, die nicht katholisch ist. Aus dieser nicht- und antikatholischen Geisteshaltung heraus ist seit dem letzten Konzil alles geändert worden - Lehre, Glaube, Tradition, Liturgie. Alles ist anders, eben nicht katholisch!

Hölle und Fegefeuer sind im Glauben der Konzilskirche nicht mehr vorhanden; die Allerlösungslehre ist stillschweigend angesagt, was sich in den gefälschten eucharistischen Worten Christi widerspiegelt, wo statt "für viele" nun "für alle" steht. Deshalb wird über Umkehr und Buße nicht mehr gepredigt, und deshalb nehmen die Beichten ab, stattdessen ist das lutherische "Sündige tapfer" angesagt. Deshalb ist ja die Konzilskirche auch eine Kinderschänderkirche!

Es war sehr befreiend für mich, als ich das alles endlich erkannte, mich von allem Nachkonziliaren befreite und mich nun nur noch am Vorkonziliaren, Katholischen, halte. Als ich das getan hatte, erstrahlte mir der Katholizismus endlich in seiner vollen Reinheit, Schönheit und Klarheit!

Alles Nachkonziliare sollte man daher für immer vergessen!

Liebe grüße
Stjepan


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