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#1

Eine der sieben Hauptsünden: ZORN

in Der Sündenfall. 02.09.2017 12:18
von Blasius • 2.421 Beiträge

Eine der sieben Hauptsünden: ZORN

Auszug aus: kathpedia

Zorn

Zorn (lat. ira) ist eine der sieben Hauptsünden. Er ist ein leidenschaftliches Verlangen nach Rache zum Schaden des Anderen.

Falls der Zorn so weit geht, dass man den Mitmenschen absichtlich töten oder schwer verwunden möchte, ist er eine schwere Verfehlung gegen die Liebe und damit eine Todsünde (Vgl. KKK 2302)

"Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein" (Mt 5,22).

Als "gerechten Zorn" bezeichnet man das leidenschaftliche Verlangen nach Bestrafung der Laster zur Bewahrung der Gerechtigkeit.

Auch Christus wurde von leidenschaftlichem Zorn erfüllt, als er die Händler im Tempel sah, oder als er auf die Verstocktheit der Schriftgelehrten stieß.
Auch wenn diese Form des Zorns keine Sünde darstellt, ist es in der Regel klug, seinen Zorn zu mäßigen, da die Leidenschaft trotz der gerechten Sache leicht zu überzogenen Reaktionen führen kann, womit die Grenze zur Sünde überschritten würde.

"Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."

"Selig die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden." (Mt 5,5-6)

http://www.kathpedia.com/index.php?title=Zorn

Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens


2. Hauptteil - von den Geboten

Von der Sünde

135. Welches sind die sieben Hauptsünden?

Die sieben Hauptsünden sind:

1) Stolz [Hochmut, Hoffart]
2) Geiz [Habsucht]
3) Unkeuschheit [Wollust]
4) Neid
5) Unmäßigkeit [Völlerei]

6) Zorn

7) Trägheit

Sie werden Hauptsünden genannt, weil aus ihnen viele andere Sünden hervorgehen.

- Aus der Gewöhnung an die Sünde entsteht das Laster.
- Aus der Gewöhnung an das Gute entsteht die Tugend.

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#2

RE: Eine der sieben Hauptsünden: ZORN

in Der Sündenfall. 02.09.2017 13:18
von Blasius • 2.421 Beiträge

Passend zu: #305

Die "neue Kirche" (61)


Katechismus der Katholischen Kirche 1997

DRITTER TEIL DAS LEBEN IN CHRISTUS
ZWEITER ABSCHNITT DIE ZEHN GEBOTE
ZWEITES KAPITEL „DU SOLLST DEINEN NÄCHSTEN LIEBEN WIE DICH SELBST"
ARTIKEL 5 DAS FÜNFTE GEBOT

III Aufrechterhaltung des Friedens

2302 Wenn Jesus an das Gebot: „Du sollst nicht töten" (Mt 5,21) erinnert,
fordert er den Frieden des Herzens und verurteilt die Unsittlichkeit
des mörderischen Zorns und des Hasses.

Zorn ist ein Verlangen nach Rache. „Nach Rache zu verlangen zum Schaden dessen, der bestraft werden soll, ist unerlaubt; aber nach Rache zu verlangen zur Bestrafung der Laster und zur Bewahrung der Gerechtigkeit ist lobenswert" (Thomas v. A., s. th. 2-2, 158,1, ad 3).

Falls der Zorn so weit geht, daß man den Mitmenschen absichtlich töten oder schwer verwunden möchte, ist er eine schwere Verfehlung gegen die Liebe und damit eine Todsünde.

Der Herr sagt: „Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein" (Mt 5,22).

2303 Willentlicher Haß verstößt gegen die Liebe. Haß gegen einen Mitmenschen ist eine Sünde, wenn man diesem absichtlich Böses wünscht. Er ist eine schwere Sünde, wenn man dem Nächsten wohlüberlegt schweren Schaden wünscht. „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet" (Mt 5, 44-45).

2304 Damit das Menschenleben geachtet wird und sich entfalten kann, muß Friede sein. Friede besteht nicht einfach darin, daß kein Krieg ist; er läßt sich nicht bloß durch das Gleichgewicht der feindlichen Kräfte sichern. Friede auf Erden herrscht nur dann, wenn die persönlichen Güter gesichert sind, die Menschen frei miteinander verkehren können, die Würde der Personen und der Völker geachtet und die Brüderlichkeit unter den Menschen gepflegt wird. Der Friede besteht in der „Ruhe der Ordnung" (Augustinus, civ. 19, 13). Er ist das Werk der Gerechtigkeit [Vgl. GS 78,5] und die Wirkung der Liebe [Vgl. GS 78.1-2.].

2305 Der irdische Friede ist Abbild und Frucht des Friedens Christi, welcher der messianische „Fürst des Friedens" ist (Jes 9,5). Durch sein am Kreuz vergossenes Blut hat er „in seiner Person die Feindschaft getötet" (Eph 2, 16) [Vgl. Kol 1,20-22.] die Menschen mit Gott versöhnt und seine Kirche zum Sakrament der Einheit des Menschengeschlechts und dessen Vereinigung mit Gott gemacht. „Er ist unser Friede" (Eph 2, 14). Jesus nennt die „selig, die Frieden stiften" [Vgl. Mt 5,9]

2306 Wer auf gewaltsame und blutige Handlungen verzichtet und zur Wahrung und Verteidigung der Menschenrechte Mittel einsetzt, die auch den Schwächsten zur Verfügung stehen, legt Zeugnis ab für die Liebe des Evangeliums, sofern dabei nicht die Rechte und Pflichten der anderen Menschen und der Gesellschaft verletzt werden. Er bezeugt zu Recht, welch schwerwiegende physische und moralische Gefahren der Einsatz gewaltsamer Mittel mit sich bringt, der immer Zerstörungen und Tote hinterläßt [vgl .ies 32,17. ].

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P87.HTM


zuletzt bearbeitet 02.09.2017 13:21 | nach oben springen

#3

RE: Eine der sieben Hauptsünden: ZORN

in Der Sündenfall. 02.09.2017 13:31
von Blasius • 2.421 Beiträge

statt Zorn:

Römer 5,1


Die Hoffnung der Glaubenden


1 Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.

2 Durch ihn haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

3 Mehr noch, wir rühmen uns ebenso unserer Bedrängnis; denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,

4 Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung.

5 Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

6 Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben.

7 Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen.

8 Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

9 Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht gemacht sind, werden wir durch ihn erst recht vor dem Gericht Gottes gerettet werden.1

10 Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch (Gottes) Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben.

11 Mehr noch, wir rühmen uns Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt schon die Versöhnung empfangen haben.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 02.09.2017 13:33 | nach oben springen

#4

RE: Eine der sieben Hauptsünden: ZORN

in Der Sündenfall. 02.09.2017 13:40
von Aquila • 5.629 Beiträge

Nicht vergessen zu differenzieren:

Katechismus:

"Zorn ist ein Verlangen nach Rache.
Nach Rache zu verlangen zum Schaden dessen, der bestraft werden soll, ist unerlaubt; aber nach Rache zu verlangen zur Bestrafung der Laster und zur Bewahrung der Gerechtigkeit ist lobenswert" (Thomas v. A., s. th. 2-2, 158,1, ad 3).

-

So wie die Lehre der Kirche wie sie immer gelehrt wurde besagt:
"Die Sünde hassen, dem Sünder mit Barmherzigkeit begegnen"

-


zuletzt bearbeitet 02.09.2017 13:43 | nach oben springen

#5

RE: Eine der sieben Hauptsünden: ZORN

in Der Sündenfall. 02.09.2017 13:52
von Blasius • 2.421 Beiträge


So wie die Lehre der Kirche wie sie immer gelehrt wurde besagt:
"Die Sünde hassen, dem Sünder mit Barmherzigkeit begegnen"


Lieber Aquila,

mit unter habe ich aus dem Katechismus und der Bibel zitiert:

"Zorn ist ein Verlangen nach Rache. „Nach Rache zu verlangen zum Schaden dessen, der bestraft werden soll, ist unerlaubt; aber nach Rache zu verlangen zur Bestrafung der Laster und zur Bewahrung der Gerechtigkeit ist lobenswert" (Thomas v. A., s. th. 2-2, 158,1, ad 3).

Falls der Zorn so weit geht, daß man den Mitmenschen absichtlich töten oder schwer verwunden möchte, ist er eine schwere Verfehlung gegen die Liebe und damit eine Todsünde
."

Die "neue Kirche" (61)

Wo ist in dem Beitrag #305 die " Barmherzigkeit"?

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 02.09.2017 13:58 | nach oben springen



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