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Gedenk- und Weihemonate: Monat Januar; dem allerheiligsten Namen Jesu gewidmet

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 01.01.2017 22:59
von Aquila • 4.674 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der Monat Januar
ist dem hochheiligen Namen Jesu gewidmet.

Dazu eine Predigt aus früheren Zeiten:
IHS - Iesus Hominum Salvator,
-

Der heiligste Name

JESUS

als Heilmittel in unseren Krankheiten

IHS


Von Ulrich Vig. Biart, Kloster-Spiritual in Cazis
(Gest. 23. April 1918)


Möge Gott in unsern Tagen die
unvergleichliche Kraft des Namens Jesus, welche bloß die Gleichgültigkeit der Menschen zur Untätigkeit verurteilt hatte, zu neuem Leben erwecken.

(Hl. Bernardin von Siena)

Die Herrlichkeit des Namens "Jesus"besteht in der Bedeutung.
Er bedeutet
"Gott ist Heil, Heiland" und bezeichnet so voll und kräftig das Amt,
die Aufgabe des Gottmenschen.
Es ist also "Jesus" der persönliche und volle Name des Gottmenschen.
Deshalb klingt er auch überall wieder;
er wird genannt bei seiner Wiege,
und er steht über seinem Kreuz
.

Der heilige Name Jesus ist ein heiliger majestätischer Name.
Er ist der Name des unendlich herrlichen Gottes,
vor dem Himmel und Erde sich neigen;
er ist vom himmlischen Vater selbst ausgewählt,

von einem heiligen Engel vekündet
.

Es ist der Name, von dem der heilige Paulus schreibt:
Im Namen Jesu sollen sich alle Knie beugen. Darum sollen wir ihn verehren.

Der Name Jesus ist ein süßer, lieblicher Name.
Dieser süße Name erinnert uns, wie sehr uns Gott geliebt,
daß er seinen eingebornen Sohn für uns hingegeben;
wie sehr der Sohn Gottes uns geliebt,
daß er um unsertwillen ein armes, kleines Kind geworden,
ein Leben voll Leiden und Mühen geführt und zuletzt am Kreuze sein Blut für uns vergossen hat.
Er erinnert uns, daß wir in diesem Namen selig werden (Apg. 4,12), wieder in den Himmel kommen können.
Darum lieben wir diesen süßen Namen.

Der Name Jesus ist ein mächtiger Name.
Es ist ja der Name des allmächtigen Gottes,
dessen, der den Satan überwunden hat.
Darum sollen wir ihn andächtig gebrauchen,
und wir werden Hilfe an Leib und Seele erfahren.


"Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und gehe",
sprach Petrus und heilte den armen, lahmen Mann an der Tempelpforte (Apg. 3,5.
Durch die Kraft des Namens "Jesus" treibt Paulus zu Philippi den Teufel aus einer Besessenen.
Der Apostel sprach zum Geist:
"Ich befehle dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren." Und in derselben Stunde fuhr er aus (Apg. 16,18).

In diesem heiligen Namen haben die Heiligen die Versuchungen des Satans überwunden und ihn vertrieben, und wir wollen uns bewahren vor den Fallstricken des Teufels, der "unaufhörlich wie ein brüllender Löwe uns umschleicht und sucht, uns zu verschlingen" (1. Petr. 5,8).

Wollen wir überhaupt in allen unsern Krankheiten der Seele ein sicheres Heilmittel haben, so rufen wir den heiligen, süßen und mächtigen Namen Jesus mit Liebe und Andacht an;
denn der liebe Heiland selbst hat uns gelehrt: was wir im Namen Jesu bitten, werden wir sicher bekommen (Joh. 16,23).

Daher lehrt der heilige Bernhard, dieser große Verehrer dieses heiligsten Namens:
"Dieser Name ist unser Licht, unsere Speise, unsere Arznei;
er erleuchtet, wenn er gepredigt,
er nährt, wenn er betrachet,
er lindert, tröstet, und heilt, wenn er angerufen wird...
Nein, es gibt nichts, was besser geeignet wäre,
den Ungestüm des Zornes zu brechen,
die Wunden des Neides zu heilen,
unreine Lust zurückzuhalten,
das Feuer der Schmähsucht auszulöschen,
den Durst des Geizes zu stillen
und berhaupt alle schädlichen und ungeordneten Neigungen
in ihre Schranken zurückzuweisen
."

Daher ermahnt der heilige Chrysostomus:

"Wenn du issest, wenn du trinkest, wenn du verreisest,
so tue alles im Namen Jesus, das heißt, rufe Ihn an.
Alles tue im Namen des Herrn, und alles wird gelingen.

Wenn du mit Glauben den Namen Jesus anrufest,
so wirst du die Krankheiten verscheuchen und die Teufel in die Flucht schlagen.
Und wenn du auch die Krankheiten nicht vertreiben kannst,
so geschieht es nicht aus Ohnmacht dieses Namens,
sondern weil es so nützlicher ist.
Durch diesen Namen ist der Erdkreis bekehrt,
der Teufel unter die Füße getreten und der Himmel geöffnet worden."

So dürfen wir sicher annehmen, daß unser Seelenheil aus der andächtigen Anrufung des Namens Jesus Nutzen zieht,
und auch der Leib, der von so vielen Krankheiten,
als den Folgen der ersten Sünde heimgesucht wird,
kann durch Anrufung dieses heiligsten Namens die frühere Gesundheit erlangen.

In Krankheiten und Leiden der Seele und des Leibes

- wobei aus Zulassung Gottes nicht selten der böse Geist bedeutenden Einfluß hat; denken wir nur an Job -
ist der andächtige Gebrauch des heiligen Kreuzzeichens sehr zu empfehlen.

"Mach dieses Zeichen",
ermahnt der heilige Emphräm,
"auf Stirne, Mund und Herz.
Bei Tag und bei Nacht und an allen Orten decke dich mit diesem Panier, und kein Übel wird dir nahen;
denn beim Anblick dieses Zeichens flieht zitternd die Macht der Hölle."
Und der heilige Cyrill sagt:
"Dieses Zeichen heilt die Krankheiten bis auf die jetzige Stunde."

-

Litanei vom heiligsten Namen Jesu

-

Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Jesus, höre uns!
Jesus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,1)
Gott Heiliger Geist,
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes,
Jesus, Du Abglanz des Vaters,
Jesus, Du Schönheit des ewigen Lichtes,
Jesus, Du König der Herrlichkeit,
Jesus, Du Sonne der Gerechtigkeit,
Jesus, Du Sohn der Jungfrau Maria,
Du liebenswürdiger Jesus,
Du wunderbarer Jesus,
Jesus, Du starker Gott,
Jesus, Du Vater der Zukunft,
Jesus, Du Verkünder des großen Ratschlusses,
Du mächtigster Jesus,
Du geduldigster Jesus,
Du gehorsamster Jesus,
Jesus, sanft und demütig von Herzen,
Jesus, Du Liebhaber der Keuschheit,
Jesus, unser Liebhaber,
Jesus, Du Gott des Friedens,
Jesus, Du Urheber des Lebens,
Jesus, Du Vorbild aller Tugend,
Jesus, Du Eiferer der Seelen,
Jesus, unser Gott,
Jesus, unsere Zuflucht,
Jesus, Du Vater der Armen,
Jesus, Du Schatz der Gläubigen,
Jesus, Du guter Hirt,
Jesus, Du wahres Licht,
Jesus, Du ewige Weisheit,
Jesus, Du unendliche Güte,
Jesus, unser Weg und Leben,
Jesus, Du Freude der Engel,
Jesus, Du König der Patriarchen,
Jesus, Du Meister der Apostel,
Jesus, Du Lehrer der Evangelisten,
Jesus, Du Stärke der Märtyrer,
Jesus, Du Licht der Bekenner,
Jesus, Du Reinheit der Jungfrauen,
Jesus, Du Krone aller Heiligen,
Sei uns gnädig, verschone uns, o Jesus!
Sei uns gnädig, erhöre uns, o Jesus!
Von allem Übel, erlöse uns, o Jesus!
Von aller Sünde,2)
Von deinem Zorne,
Von den Nachstellungen des Teufels,
Von dem Geiste der Unlauterkeit,
Von dem ewigen Tode,
Von der Vernachlässigung deiner heiligen Einsprechungen,
Durch das Geheimnis deiner heiligen Menschwerdung,
Durch deine Geburt,
Durch deine Kindheit,
Durch dein heiliges Leben,
Durch deine Arbeiten,
Durch deine Todesangst und dein Leiden,
Durch dein Kreuz und deine Verlassenheit,
Durch deine Schmerzen,
Durch deinen Tod und dein Begräbnis,
Durch deine Auferstehung,
Durch deine Himmelfahrt,
Durch die Einsetzung des heiligsten Altarssakramentes,
Durch deine Freuden,
Durch deine Herrlichkeit,
O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Jesus!
O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Jesus!
O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Jesus!
Jesus, höre uns
Jesus, erhöre uns
1) Erbarme Dich unser!
2) Erlöse uns, o Jesus!

Lasset uns beten!

Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan.
Wir bitten Dich inständig, erfülle uns mit Deiner göttlichen Liebe,
auf daß wir Dich lieben mit ganzem Herzen, mit Wort und Werk,
und nimmer lassen von Deinem Lobe.

Deinen heiligen Namen, o Herr, laß uns immerdar fürchten und lieben zugleich, weil Du ja niemals Deine Führung jenen entziehst,
die Du fest begründet hast in Deiner Liebe, der Du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

-

7 Jahre Ablaß.
Vollkommener Ablaß unter gewöhnlichen Bedingungen,
wenn man die Litanei mit der Oration einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig betet. (Ablaßbuch, Rom 1950, Seite 52).

-

Siehe bitte auch:
Fest des allerheiligsten Namens Jesu

-


zuletzt bearbeitet 01.01.2017 23:05 | nach oben springen

#7

Gedenk- und Weihemonate: Monat Februar; den Sieben Schmerzen Mariens gewidmet

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 15.02.2017 22:40
von Aquila • 4.674 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Wir befinden uns mitten im Monat Februar.
Es ist also noch Zeit darauf hinzuweisen, dass gem. der hl. Tradition der
Monat Februar
den Sieben Schmerzen Mariens gewidmet ist....
angelehnt an das Fest Maria Lichtmess vom 2. Februar

Fest Mariä Lichtmess / Darstellung des Herrn


Hw Dr. Josef Spindelböck in einer Predigt über die
Sieben Schmerzen Mariens :

-

Mit Christus im Leiden und in der Herrlichkeit vereint


Predigt zum Fest "Gedächtnis der Schmerzen Mariens" am 15. September


Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Wie kein anderer Mensch wurde die Jungfrau und Gottesmutter Maria in das Schicksal Jesu Christi, ihres Sohnes, mit einbezogen.
Maria, die voll der Gnade ist, hat ihr bereitwilliges Ja-Wort zu der vom Engel verkündeten Botschaft gegeben und es ihr ganzes Leben lang durchgehalten, indem sie es Gott geweiht hat.
In Freuden und Leiden war sie als Mutter und Gefährtin mit Jesus Christus, dem Erlöser, verbunden und darf nun im Himmel teilnehmen an seiner Herrlichkeit.

So feiern wir heute das Gedächtnis der Schmerzen Mariens.
Der Überliefung nach und entsprechend den biblischen und liturgischen Texten werden
Sieben Schmerzen Mariens hervorgehoben, die wir gemeinsam betrachten wollen.

Wenn wir Anteil nehmen an den Leiden und Schmerzen der heiligen Gottesmutter Maria, so tun wir das, um das Maß der Liebe zu erahnen, das sie erfüllt hat.
Nur kraft ihrer Liebe war sie jene starke Frau, die alle Prüfungen, Widrigkeiten und Leiden in Glaube und Hoffnung annahm und sie ohne Vorwürfe oder Verbitterung in geistiger Einheit mit ihrem Sohn trug und so geistlich fruchtbar machte für das Heil aller Menschen, die ihr von Gott anvertraut worden sind.

Der Weg, den Maria in der Nachfolge Christi ging, war nicht nur ein Weg des Leidens, sondern vor allem auch der Freude, wie sie uns durch Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes zuteil geworden ist.
Es gibt darum in der Kirche auch die Verehrung der sieben Freuden Mariens, wobei uns klar sein muss,
dass die Siebenzahl sowohl bei den Freuden wie bei den Schmerzen Mariens eine heilige Symbolzahl ist, die für den ganzen inneren und äußeren Verlauf ihres Lebens steht.

Wenden wir uns nun den Sieben Schmerzen Mariens im Einzelnen zu!


1.
Die Weissagung des greisen Simeon bei der Darstellung Jesu im Tempel (Lk 2,34-35)
:



Als das Jesuskind von seiner Mutter Maria und vom heiligen Josef im Tempel dargestellt wurde, nahm Simeon das Kind auf seine Arme und pries Gott für die Gnade, den Erlöser schauen zu dürfen.
Dann segnete er sie alle und wies darauf hin, dass dieses Kind ein Zeichen des Widerspruchs sein werde.
Viele würden durch Jesus zu Fall kommen,
viele würden aufgerichtet werden.
Dadurch sollten die Gedanken vieler Menschen offenbar werden.
Direkt an Maria gewandt prophezeite Simeon:
Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“


Wie muss die heilige Gottesmutter Maria diese doch grausam erscheinende Weissagung aufgenommen haben?
War sie verängstigt und durcheinander gebracht?
Sie hat bestimmt nicht ihre hoffnungsvolle Zuversicht in die Wege der göttlichen Vorsehung aufgegeben.
Auch wenn sie nun wusste, dass sie in Zukunft in ihrem Leben mit Jesus viel Schweres erwarten würde, so hat sie dies in demütiger, gläubiger und liebevoller Gottergebenheit im Voraus angenommen – zum Heil der Menschen.
Auch uns sollen zukünftige Leiden und Bedrängnisse nicht schrecken, da uns zur rechten Zeit die Hilfe Gottes zuteil werden wird.


2.
Die Flucht Mariens und Josefs mit dem Jesuskind nach Ägypten (Mt 2,13-15)
:


Maria und Josef waren in gläubigem Vertrauen bereit, mit dem Jesuskind ins Exil nach Ägypten zu gehen, bis die Gefahr seiner Ermordung durch den König Herodes vorüber war.
Gott aber hatte dieses Ereignis in seinen Heilsplan einbezogen, denn: „Ich rief meinen Sohn aus Ägypten“ (Hos 11,1).
Das Schicksal der Heiligen Familie wiederholt sich in der Geschichte der Menschen immer dann, wenn Menschen vor ungerechten Verfolgungen fliehen müssen oder aus anderen Gründen ihr Zuhause verlieren.
Ihnen allen steht die Fürbitte Mariens und des heiligen Josef bei.
Sind wir in der Lage, jemandem zu helfen, der verbannt, vertrieben und heimatlos ist, dann wollen wir an die Not der Heiligen Familie denken.


3.
Die dreitägige Suche nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel in Jerusalem (Lk 2,41-52):



Wie schön hatte diese gemeinsame Wallfahrt für die Heilige Familie begonnen!
Der bereits zwölfjährige Jesus war mit dabei in der großen Gruppe der Pilger, es bestand kein Grund zur Sorge.
Als er aber plötzlich unauffindbar war, wurden seine Eltern in große Unruhe versetzt. Wo konnte er sein?
War ihm etwas zugestoßen?
Erst nach drei Tagen fanden ihn Maria und Josef bei den Lehrern im Tempel, mit denen er Gespräche führte.
War schon die Suche nach Jesus ein großer Schmerz für Maria und Josef, so musste ihnen seine Antwort ebenfalls nicht leicht fallen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?
Es heißt, dass sie nicht verstanden, was er ihnen damit sagen wollte.
Die Pläne Gottes bleiben uns oft dunkel, doch Gottes heiliger Wille führt immer zum Guten und dient unserem Heil.
Darauf wollen wir wie Maria vertrauen!



4.
Die Begegnung Mariens mit dem kreuztragenden Jesus auf dem Weg nach Golgotha:



Dieses Ereignis ist uns als vierte Kreuzwegstation überliefert.
Maria ließ es sich nicht nehmen, ihren Sohn auf seinem Kreuzweg zu begleiten.
Auf diese Weise brachte sie zum Ausdruck, dass sie im Herzen mitleiden und mitopfern wollte, was der Herr durch sein Leiden und Sterben für uns tat und wirkte.
Auf jedem Kreuzweg des Lebens begleitet uns die Mutter des Herrn.
Sie ist bereit, uns zu trösten und mit ihrer mütterlichen Fürbitte im Guten zu bestärken
.

Auch wir sind aufgerufen, in liebevoller Verbundenheit unsere Mitmenschen zu ermutigen, wenn diese ein Kreuz zu tragen haben.
Vielleicht ist es sogar möglich, dieses wie Simon von Kyrene ein Stück weit zu tragen. Die Gottesmutter Maria möge uns dafür bei Gott die rechte Gesinnung tatkräftiger Nächstenliebe erbitten!


5.
Maria steht mit dem Apostel Johannes und einigen Frauen beim Kreuz Jesu (Joh 19,25-27):



Blutenden Herzens hat Maria dem Opfer ihres Sohnes am Kreuz zugestimmt.
Indem sie als Mutter ihren einzigen Sohn dahingab,
tat sie es aus Liebe zu all jenen, denen sie nun vom Kreuz aus als Mutter anvertraut ist.

Dies sind in der Person des Johannes zuerst die Apostel, Bischöfe und Priester, aber auch alle übrigen Gläubigen, die sich ihrem mütterlichen Schutz anvertrauen.
Wenn wir uns der Gottesmutter weihen, sie in unser Herz aufnehmen, dann wird uns auch das tiefste Leid im Glauben nicht erschüttern.
Die Liebe wird siegreich bleiben, denn sie ist stärker als der Tod!


6.
Der Leichnam Jesu wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt (Mt 27,57-59):



Die künstlerische Darstellung dieses Geschehens ist uns als Pietá vertraut.
Menschlich gesprochen ist alles gescheitert.
Maria muss den toten Leib ihres Sohnes in ihren Armen halten.
Sie hat jedoch mitten im tiefsten Leid die Glaubensgewissheit, dass das Opfer ihres Sohnes nicht umsonst ist.

Vorerst kann und darf sie aber die Trauer um den Verlust ihres Sohnes nicht verleugnen, die sie nun zu tragen hat.
Der Schmerz der Gottesmutter verbindet uns mit den Leiden vieler Mütter, die den Tod eines Kindes beklagen müssen.
Groß sind auch die Leiden, wenn erwachsene Kinder auf Abwege geraten und ein Leben führen, das den Geboten Gottes widerspricht.
Was vermögen tapfere Eltern da anderes zu tun, als unbeirrt und treu weiter zu beten im Vertrauen auf die Fürbitte der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, die keines ihrer Kinder vergisst und auch dem größten Sünder die Gnade der Umkehr zu Gott vermitteln kann!


7.
Die Grablegung Jesu (Mt 27,60):



In stillem Leid wird die heilige Gottesmutter Zeugin der Grablegung Jesu.
Er ist tot; zum sicheren Erweis dafür war sein Leib mit der Lanze des Soldaten durchbohrt worden, worauf Blut und Wasser heraus flossen.
Die Seele Mariens ist durch das viele Leiden, das sie in Gottverbundenheit getragen hat, geheiligt worden.
Ihre verborgene Schönheit wird sich vollenden, wenn sie teilhaben darf an der Herrlichkeit des Auferstandenen.
So harrt sie in Geduld und Hoffnung der kommenden Vollendung.
Bald wird ihr Sohn auferstehen, und auch sie selber wird nach Vollendung ihres Lebens in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen
.
Auch wir sind zur Vollendung bei Gott im ewigen Leben berufen. Mariens mütterliche Fürbitte geleitet uns und schenkt uns stets neue Hoffnung und Zuversicht.

Zum Abschluss dieser Betrachtungen bitten wir Gott:
So wie sich die Leiden der Gottesmutter in ewige Freude gewandelt haben, mögen auch wir einst teilhaben dürfen an der himmlischen Herrlichkeit! Amen.


-


zuletzt bearbeitet 15.02.2017 22:43 | nach oben springen

#8

RE: Gedenk- und Weihemonate: Monat März; dem hl. Josef gewidmet

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 08.03.2017 21:23
von Aquila • 4.674 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der Monat März ist
dem hl. Josef
gewidmet, dem Patron der Kirche und der Sterbenden.
Dazu eine Ansprache von
Papst Benedikt XVI.
vom Adventssonntag 2010:
-

"Liebe Brüder und Schwestern!

An diesem Adventssonntag berichtet das Evangelium des hl. Matthäus, wie sich die Geburt Jesu aus der Sicht des hl. Joseph zugetragen hat.
Er war der Verlobte Marias, aber „noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes" (Mt 1, 18).
Der Sohn Gottes wurde in Erfüllung einer alten Prophezeiung (vgl. Jes 7,14) im Schoß einer Jungfrau Mensch.
Dieses Geheimnis manifestiert die Liebe, die Weisheit und die Macht Gottes gegenüber der von der Sünde verletzten Menschheit.

Der hl. Joseph wird als „gerechter Mann" (Mt 1, 19) bezeichnet, dem Gesetz Gottes treu, bereit, seinen Willen zu tun.
Aus diesem Grund hat er am Geheimnis der Inkarnation teil,
nachdem ein Engel des Herrn ihm im Traum erschienen war und ihm verkündet hatte:
„Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet,
ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären;
ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen" (Mt 1, 20-21).
So gab er den Gedanken, Maria in aller Stille zu entlassen,
auf und nahm sie zu sich, denn nun sahen seine Augen in ihr das Werk Gottes.

Der hl. Ambrosius kommentiert, dass sich „in Joseph die Liebenswürdigkeit und die Gestalt des Gerechten verwirklicht, um seine Qualität als Zeuge noch würdiger zu machen" (Exp. Ev. sec. Lucam II, 5: CCL 14, 32-33). Er, so fährt der hl. Ambrosius fort, „konnte den Tempel des Heiligen Geistes nicht beflecken, die Mutter des Herrn, den fruchtbaren Schoß des Geheimnisses" (ibid. II, 6: CCL 14, 33).
In der Sicherheit, gerecht zu handeln, tat Joseph, „wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, obwohl er verwirrt war.
Auch indem er dem Kind, das über das ganze Universum herrschen wird, den Namen 'Jesus' gibt, reiht er sich in die Reihe der demütigen und treuen Diener ein, Engeln und Propheten, Märtyrern und Aposteln gleich - wie es die alten orientalischen Hymnen besingen.

Der hl. Joseph verkündet die Wunder des Herrn, er bezeugt die Jungfräulichkeit Marias, eine ungeschuldete Tat des Herrn, und wird Schützer des Messias während seines irdischen Lebens.

Verehren wir also den Pflegevater Jesu (vgl. CCC 532),

denn in seiner Gestalt zeigt sich der neue Mensch,
der mit Treue und Mut auf die Zukunft schaut,
nicht seinem eigenen Plan folgt, sondern sich ganz der unendlichen Barmherzigkeit desjenigen hingibt, der die Prophezeiungen erfüllt und die Zeit der Erlösung anbrechen lässt.

Liebe Freunde,
dem hl. Joseph, dem allgemeinen Patron der Kirche,
möchte ich alle Hirten anvertrauen und sie dazu aufrufen „den Christgläubigen und der ganzen Welt die demütige und tägliche Botschaft der Worte und Zeichen Christi zu verkünden" (Schreiben zum Beginn des Priesterjahres).

Möge unser Leben sich immer mehr der Person Jesu angleichen, denn „nun nimmt Er, der das Wort ist, selbst einen Leib an, kommt als Mensch von Gott her und zieht das ganze Menschsein an sich, trägt es in das Wort Gottes hinein.." (Jesus von Nazareth, Freiburg 2006, 384).

Rufen wir vertrauensvoll die Jungfrau Maria an, die voll der Gnade „von Gott Geschmückte", damit am jetzt schon nahen Weihnachtsfest sich unsere Augen öffnen und Jesus sehen und das Herz in dieser wunderbaren Begegnung der Liebe frohlocke.
[....]

-

Und eine Predigt von Hw Prof. Spindelböck:

-

St. Josef - Patron der Sterbenden

Der Monat März ist in besonderer Weise der Verehrung des heiligen Josef gewidmet.
Die Kirche verehrt ihn als wahren Bräutigam und Ehemann der allerseligsten Jungfrau Maria, da er mit ihr in einer wahren, aber stets jungfräulichen Ehe verbunden war. Das Ziel dieser ehelichen Verbindung war es,
dem aus der Jungfrau Maria Mensch gewordenen Sohn Gottes, unserem Herrn Jesus Christus, nach Gottes Plan die Liebe und Geborgenheit einer menschlichen Familie zuteil werden zu lassen. So durfte Josef der gesetzliche Vater Jesu sein und für die Heilige Familie liebevoll Sorge tragen
.

Über sein Leben wissen wir nicht viel.
Es heißt in der Heiligen Schrift aber,
daß er ein gerechter Mann war (vgl. Mt 1,19). Gerechtigkeit im biblischen Sinn ist als Vollkommenheit oder Heiligkeit zu sehen. Josef hatte also eine geglückte und geordnete Beziehung zu Gott und zu den Menschen. Josef von Nazaret verweigerte Gott nichts, was ihm zustand, er gab Gott die Ehre, vor allem durch seinen tätigen Gehorsam. Er liebte aber auch die Menschen, besonders jene, die ihm anvertraut waren.

Obwohl die Heilige Schrift darüber nichts berichtet,
nimmt die kirchliche Tradition mit Recht an, daß Josef in der Gegenwart Jesu und Mariens sterben durfte.
Darum war sein Sterben ein überaus trostvolles.
In diesem Sinn hat sich der Brauch entwickelt,
den heiligen Josef als Fürbitter um eine gute Sterbestunde anzurufen.
Denn die Stunde unseres Todes sowie seine Art und Weise sind nicht in unsere Macht gelegt. Wir können nur auf die göttliche Vorsehung vertrauen und darum beten, daß wir in rechter Vorbereitung und im Frieden mit Gott aus dem Leben scheiden. Wer könnte da ein wirksamerer Fürbitter sein, als jener gerechte Mann, der seine Seele dem Schöpfer in der liebevollen Anwesenheit und Fürsorge von Jesus und Maria zurückgeben durfte?
Der heilige Josef wird daher in der Litanei als besonderer „Patron der Sterbenden“ (patrone morientium) angerufen.
Manche verrichten auch ein Gebet zum heiligen Josef für alle Sterbenden des kommenden Tages oder der kommenden Nacht, ein gewiß sehr segensreicher Brauch!

Ähnlich wie Josef während seines irdischen Lebens zurücktrat, um Platz zu machen für das Jesuskind, das ihm gemeinsam mit Maria, seiner jungfräulichen Gemahlin, anvertraut wurde, so ist er auch in der Geschichte der kirchlichen Heiligen­verehrung eher im Hintergrund geblieben. Die Päpste haben aber gerade in letzter Zeit wiederholt auf den Segen und die besondere Bedeutung seiner Verehrung hingewiesen (zuletzt Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Redemptoris Custos“ vom 15. August 1989). Die heilige Theresia von Avila schreibt, sie könne sich nicht erinnern, den heiligen Josef jemals umsonst um Hilfe angerufen zu haben.
St. Josef ist der besondere Schutzpatron der Kirche. Ihm wollen wir daher alle Lebenden, Sterbenden und Verstorbenen anempfehlen!

-

Anmerkung:
Das angesprochene Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht
lautet:
-

"Heiliger Josef,
Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria,
bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht

"


-


zuletzt bearbeitet 08.03.2017 21:25 | nach oben springen

#9

RE: Gedenk- und Weihemonate: Monat Mai; der besonderen Verehrung der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter gewidmet

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 08.05.2017 23:10
von Aquila • 4.674 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der Monat Mai
ist der besonderen Verehrung der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria
gewidmet.

Dazu der sel. Kardinal Newman:

-

"Weil nach langem Eis und Schnee, nach der drückenden Witterung des Winters, nach den Frühlingsstürmen und Regenschauern die Erde im Monat Mai sich mit neuem Grün und frischem Blätterschmuck bekränzt.

Weil überall in Feld und Garten, auf Bäumen und an Fenstern die Blumen erstehen, die Tage länger werden und den Sonnenschein uns immer länger öffnen.
Dieser stumme Jubel der Natur ist der natürliche Ausdruck unserer Verehrung für diejenige, die da genannt wird „mystische Rose“ und „goldenes Haus“.

Vielleicht wendet jemand dagegen ein, in unseren Breitengraden sei der Mai oft genug rauh und kalt.
Aber das beweist nichts dagegen, dass dieser Monat der Monat der Hoffnungen und Verheißungen ist.
Mag das Wetter noch so trübe sein, so verheißt der Monat doch den Sommer, ja er ist sein Herold und öffnet ihm die Bahn.
Mag der Himmel mit düsteren Wolken und kaltem Nebel noch so verhangen sein, wir wissen, dass früher oder später doch die Sonne durchbrechen und helles Licht die Natur und unsere Seelen erleuchten wird.
Sagt doch der Prophet:
„Der Glanz der Schönheit wird einst aufsteigen und uns nicht täuschen; wenn er zögert, dann nur Geduld!
Denn er wird sicher kommen und unsere Hoffnung nicht zuschanden werden lassen.

Wenn also der Mai nicht die Zeit der Erfüllung ist,
so ist er doch der Monat der Verheißungen
(und die Verheißung ist,
wie nun einmal das Leben sich gestaltet, immer näher als die Erfüllung, und unser Erwarten immer beseligender denn das Erreichen).
Als die Fülle der Erwartung müssen wir aber gerade die allerseligste Jungfrau Maria betrachten.
Darum ist der Monat Mai ihr in besonderer Weise geweiht.

Der Prophet sagt:
„Ein Reis wird hervorgehen aus der Wurzel Jesse, und eine Blume aus der Pflanze sich erheben.“
Das Reis, die Blume, ist unser gebenedeiter Herr selbst; der Wurzelstock aber und die schöne Pflanze, aus der die Blume hervorbricht, ist Maria, die Mutter des Herrn und auch unsere Mutter.

Es war prophezeit, dass Gott auf der Erde erscheinen werde, und die Erfüllung wurde angekündigt mit den Worten des Engels:
„Gegrüßet seist Du, voll der Gnade! Der Herr ist mit Dir, und Du bist gebenedeit unter den Weibern.“
Die Jungfrau selbst ist also die sichere Verheißung des kommenden Erlösers, und der Monat der Verheißungen, des Sprießens und Sprossens in der Natur sowie der freudigen Erwartung in den Menschenseelen muss darum ihr geweiht sein.

Ein weiterer Grund, warum dieser Monat der allerseligsten Jungfrau geweiht wurde, ist der,
dass der freudigste und an feierlichen Festen reichste Teil des Kirchenjahres in diesen Monat fällt.
Wer möchte wünschen, dass der Februar, März oder April,
die Zeit des Fastens und der Busse, oder der Dezember, die Zeit des Adventes – zwar der Hoffnung, aber auch der Einkehr und Reue – als Marienmonat erwählt worden wäre?
Weihnachten selbst dauert keinen Monat, und obwohl der Januar das Hochfest der Epiphanie mit den folgenden Sonntagen bringt, so ist die Zeit durch das frühe Eintreten der Vorfasten (Septuagesima) doch meist recht kurz bemessen.

Der Mai aber gehört zur Osterzeit, die 50 Tage währt, und so umfasst dieser Monat gewöhnlich ganz oder doch sicher die erste Hälfte dieser Gnadenzeit.
Die Hochfeste der Himmelfahrt und der Geistsendung haben fast immer, mit ein oder zwei Ausnahmen in 40 Jahren, ihren Platz im Mai Monat und ebenso die Feste der Heiligsten Dreifaltigkeit und des Allerheiligsten Sakramentes.

Darum wird im Monat Mai so oft das Alleluja gesungen, dass man ihn die Zeit der Allelujas nennen könnte, weil der Herr aus dem Grabe hervorgegangen und zum Himmel aufgestiegen ist, um uns an Seiner Stelle den Heiligen Geist zu senden.

Das ist also einer der Gründe, warum der Mai auf die besondere Verehrung der allerseligsten Jungfrau abgestimmt und ihr geweiht ist.
[....]
Der Monat muss darum mit Fug und Recht ihr gehören,
da wir die großen Feste der Erbarmung Gottes, unserer Erlösung und Heiligung in den drei göttlichen Personen feiern.

Aber Maria ist nicht nur die treue Dienerin ihres Herrn, sondern auch die Mutter ihres Sohnes und die Königin aller Heiligen.
Die Kirche hat darum in ihrem Monat einige Feste der größten Heiligen wie ein königliches Gefolge festgesetzt:

Das Fest des Heiligen Kreuzes, an dem wir das kostbare Blut, das am Kreuze für uns geflossen ist, verehren; das Fest der Kreuzauffindung am 3. Mai.
Ferner das Fest des hl. Michael und dreier Apostel, des Lieblingsjüngers Johannes, des hl. Philipp und des hl. Jakobus; sieben Päpste, insbesondere Gregor VII., Pius V. und zwei der größten Kirchenlehrer, Athanasius und Gregor von Nazianz; ferner zwei von Gott besonders begnadete Jungfrauen, die hl. Katharina von Siena [deren Fest in England im Mai gefeiert wird], und Magdalena von Pazzi; ferner eine heilige Frau, deren Name in der Geschichte der Kirche alle anderen überstrahlt, die hl. Monika, die Mutter des hl. Augustinus; und schließlich auch, besonders für das Oratorium [Newman gehört zur Kongregation des Oratoriums des hl. Philipp Neri] das Fest unseres hl. Vaters Philipp Neri, das mit seiner Novene und Oktav den halben Monat Mai erfüllt.

Das sind einige der herrlichsten Früchte der göttlichen Gnade, einige der erhabensten Gestalten,
welche die Kirche in ihrer charakteristischen Eigenart zum Hofstaat ihrer Königin bestellt hat."

-

Die Marianischen Dogmen

Gedenk- und Weihemonate

-

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#10

RE: Gedenk- und Weihemonate: Monat Juni; der besonderen Verehrung der allerseligsten Herzens Jesu gewidmet

in Das Wesen der römisch katholischen Kirche 09.06.2017 00:42
von Aquila • 4.674 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der Monat Juni ist der besonderen
Verehrung des allerheiligsten Herzens Jesu gewidmet.


Über die Verehrung des allerheiligsten Herzens Jesu... über die Verehrung des Erlöserherzens:
Papst Pius XII. :

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"Mit vollem Recht wird das Herz des menschgewordenen Wortes hauptsächlich als Zeichen und Sinnbild jener dreifachen Liebe betrachtet, mit der der göttliche Erlöser den ewigen Vater und die Menschen alle immerfort liebt.
Sinnbild ist es jener göttlichen Liebe, die er mit dem Vater und dem Heiligen Geist gemeinsam hat, die aber doch nur in ihm, als in dem fleischgewordenen Wort, uns durch einen hinfälligen und gebrechlichen Menschenleib geoffenbart wird, denn „in ihm wohnt alle Fülle der Gottheit in leiblicher Einwohnung.“ [Kol 2,9.]
Sinnbild ist es außerdem jener brennenden Liebe, die, in seine Seele eingegossen, den menschlichen Willen Christi bereichert, und deren Akte von einem doppelten ganz vollkommenen Wissen, dem der seligen Schau und dem eingegebenen oder eingegossenen, erleuchtet und geleitet werden. [Vgl. Sum. Theol. III, q. 9 aa. 1-3]
Endlich – und zwar in mehr natürlicher und unmittelbarer Art – ist es auch Sinnbild der sinnenfälligen Regung, da der Leib Jesu Christi, im Schoße der Jungfrau Maria durch das Wirken des Heiligen Geistes gebildet, dievollkommenste Fähigkeit des Empfindens und Wahrnehmens besitzt, mehr sogar als jeder andere Menschenleib. [Vgl. Sum. Theol. III, q. 33, a. 2, ad 3m; q. 46, a]"

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Hw Prof. Georg May zur Herz-Jesu Verehrung:
( Predigt vom 17. Juni 2012 ):

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"Sie geht zurück auf das Evangelium, denn wir wissen, dass ein Soldat die Lanze in die Seite des Herrn stieß, da – wo das Herz ist und sogleich floß Blut und Wasser her aus. Herz Jesu Verehrer müssten wir eigentlich alle sein, denn es geht ja um das innerste Geheim nis unseres Heilandes, um sein Herz. Und ich möchte versuchen, Ihnen drei Seiten dieses Herzens kund zu machen.

1. Das Herz als Symbol der innersten Gesinnungen
2. Das Herz als Symbol der Kraft und
3. Das Herz als Symbol der Liebe .



Im Herzen Jesu wohnten die Gesinnungen, in denen er sein Leben auf Erden vollzogen hat.
Es waren diese Gesinnungen:

An erster Stelle
die unbedingte Entschlossenheit, dem Willen des Vaters nach zu kommen. „Ich bin im Namen meines Vaters gekommen
, nicht im eige nen Namen.“ „Mich hat der leben dige Vater gesandt und ich lebe durch den Vater.“ Als Gesandter des Vaters rich tet er eine Botschaft aus, die der Vater ihm auf getragen hat. „Ich rede, was mich der Vater gelehrt hat.“ „Was ich beim Vater geschaut habe, das rede ich.“ „Was ich sage das sage ich so, wie der Vater mir gesagt hat.“ Seine Lehre ist nicht die eigene Lehre, es ist die Lehre des Vaters.
Ebenso ist es um seine Taten bestellt.
Sie richten sich nach dem Willen des himmlischen Vaters. „Die Werke, die ich tue, ver richte ich im Namen mei nes Vaters.“ Welche Werke sind es? „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu werfen und wie wünschte ich, dass es bereits empor flamme.“ „Mit einer Taufe muss ich getauft wer den und wie drängt es mich, bis es voll bracht ist.“ Vom Willen des Vaters lebt er geradezu. „Es ist meine Speise, den Willen des Vaters zu tun.“
Er wusste, was der Vater von ihm erwartet, und er hat sich dieser Erwartung gebeugt, nämlich das stell vertretende Sühnopfer zu bringen.
[....]

Der zweite,
der die Gesinnungen seines Herzens zeigt, ist das Heil und die Rettung der Menschen.
Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.
“ Der Herr wusste sich gesandt zu den Menschen, zu allen Menschen.
Aber in besonderer Weise zu den Verlorenen und Verirrten.
Wir haben es eben im Evangelium gehört wie der gute Hirt neun und neunzig Schafe zurück lässt, um das eine verlorene zu suchen.
Als der Herr bei dem Zöllner Zachäus, bei dem ver achteten, ver hassten Zöllner, bei dem Ausbeuter war, da erklärte er: „Der Menschen sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren war.“ Jesus lag etwas an den Menschen. 
Als er die gewaltige Menge sah, die ihm zuhörte, da hatte er Mit leid, „denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“.
Aber er war der Hirte.
Er war der von Gott gesandte Hirte – er war der gute Hirte. Und wir wissen, wie ein guter Hirt han delt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe.
[....]


Der dritte
ist seine eigene Selbstlosigkeit, Armut, Entäußerung.
Niemand hat es besser aus ge drückt als der Apostel Paulus.
„Seid so gesinnt wie Christus Jesus. Er, der in Gottesgestalt war, hat nicht geglaubt, seine Gottgleichheit festhalten, krampfhaft festhalten zu sollen.

Er hat sich viel mehr selbst entäußert.
Er nahm Knechtsgestalt an, ward dem Äußeren nacherfunden wie ein Mensch. Ja noch mehr:
Er hat sich selbst erniedrigt und ist gehor sam geworden bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuze.“
Weiter kann man die Entäußerung nicht treiben. Der präexistente Gottes sohn vertauschte seine Herrlichkeit mit der Armseligkeit des Menschen. Ja – nicht nur das: Er ist den Weg der Selbstentäußerung bis zum schmachvollen Tode am Kreuze gegangen.
Freiwillig unterwarf er sich im Gehorsam dem Willen des Vaters. „Er, der reich war“, schreibt Paulus an anderer Stelle, „er, der reich war, ist arm geworden, um uns durch seine Armut reich zu machen.“
Jetzt wissen wir, meine lieben Freunde, wie wir gesinnt sein sollen – wie Jesus.
Wir sollen ergeben sein gegen Gottes Willen.
Wir sollen gehorsam sein gegen seine Verfügungen.
Wir sollen sprechen, wie der Berliner Märtyrer Bernhard Lichtenberg: „Wie Gott will, ich halte still!“


Wir sollen die Andacht des Herzens Jesu auf nehmen und immer wie der das wunderbare Wort
wiederholen: „Mach‘ mein Herz nach deinem Herzen, bilde mein Herz nach dei nem Herzen.“ Das Herz Jesu ist Symbol der inners­ten Gesinnungen.
Das Herz Jesu ist auch Symbol der Kraft.
Wir wissen ja, wie unser eigenes Herz beansprucht ist.
Wenn es sechzigmal in der Minute schlägt, dann sind das sechs und achtzigtausendmal am Tage, Millionen Schläge in einem langen Leben.
Was für eine Kraft muss in dem Herz muskel sein?
Solche Kraft war auch in Christus Jesus. In der Heiligen Schrift wird immer wie der hervorgehoben, dass Jesus in einer unerhörten Kraft lebte."
[....]

Die Herz-Jesu-Verehrung ist Kraft übertra gung.
Christi Kraft kommt über uns, drängt uns und trägt uns, wenn wir die ses Herz in der rech ten Weise ver eh ren. Das Herz Jesu, Symbol der innigsten Gesin­nun gen,
Symbol der Kraft, aber auch, drittens, Symbol der Liebe.
„Da der Herr die Sei nen, die in der Welt waren liebte, liebte er sie bis ans Ende“, heißt es am Anfang des 13. Kapitels des Johannes evan­geliums. „Da der Herr die Sei nen, die in der Welt waren liebte, liebte er sie bis ans Ende.“ Liebe war der Grund für seine Menschwerdung. Um unse res Hei les wil len ist er vom Him mel her ab gestiegen.
Gott hat sich auf gemacht, die Mensch heit heim zu holen aus ihrer Verloren heit.
Er hat das menschliche Leben mit seinen Mühen und Plagen auf sich genommen – aus Liebe.

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Hier die ganze Predigt:

http://www.glaubenswahrheit.org/predigte.../2012/20120617/

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zuletzt bearbeitet 09.06.2017 00:52 | nach oben springen



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