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#11

RE: Psalmen

in Weitere Gebete 24.05.2013 07:36
von Kristina • 2.133 Beiträge

Psalm 33
Ein Loblied auf den mächtigen und gütigen Gott

1 Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
2 Preist den Herrn mit der Zither, spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
3 Singt ihm ein neues Lied, greift voll in die Saiten und jubelt laut!
4 Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, all sein Tun ist verlässlich.
5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht, die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.
6 Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen, ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.
7 Wie in einem Schlauch fasst er das Wasser des Meeres, verschließt die Urflut in Kammern.1
8 Alle Welt fürchte den Herrn; vor ihm sollen alle beben, die den Erdkreis bewohnen.
9 Denn der Herr sprach und sogleich geschah es; er gebot und alles war da.
10 Der Herr vereitelt die Beschlüsse der Heiden, er macht die Pläne der Völker zunichte.
11 Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.
12 Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist, der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.
13 Der Herr blickt herab vom Himmel, er sieht auf alle Menschen.
14 Von seinem Thronsitz schaut er nieder auf alle Bewohner der Erde.
15 Der ihre Herzen gebildet hat, er achtet auf all ihre Taten.
16 Dem König hilft nicht sein starkes Heer, der Held rettet sich nicht durch große Stärke.
17 Nichts nützen die Rosse zum Sieg, mit all ihrer Kraft können sie niemand retten.
18 Doch das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren, die nach seiner Güte ausschaun;
19 denn er will sie dem Tod entreißen und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.
20 Unsre Seele hofft auf den Herrn; er ist für uns Schild und Hilfe.
21 Ja, an ihm freut sich unser Herz, wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.
22 Lass deine Güte über uns walten, o Herr, denn wir schauen aus nach dir.


Psalm 34
Unter Gottes Schutz

1 [Von David, als er sich vor Abimelech wahnsinnig stellte und dieser ihn fortjagte und er ging.]
2 Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund.
3 Meine Seele rühme sich des Herrn; die Armen sollen es hören und sich freuen.
4 Verherrlicht mit mir den Herrn, lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
5 Ich suchte den Herrn und er hat mich erhört, er hat mich all meinen Ängsten entrissen.
6 Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten und ihr braucht nicht zu erröten.1
7 Da ist ein Armer; er rief und der Herr erhörte ihn. Er half ihm aus all seinen Nöten.
8 Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren, und er befreit sie.
9 Kostet und seht, wie gütig der Herr ist; wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!
10 Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen; denn wer ihn fürchtet, leidet keinen Mangel.
11 Reiche müssen darben und hungern; wer aber den Herrn sucht, braucht kein Gut zu entbehren.2
12 Kommt, ihr Kinder, hört mir zu! Ich will euch in der Furcht des Herrn unterweisen.
13 Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?
14 Bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor falscher Rede!
15 Meide das Böse und tu das Gute; suche Frieden und jage ihm nach!
16 Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten, seine Ohren hören ihr Schreien.
17 Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen, um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
18 Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr; er entreißt sie all ihren Ängsten.3
19 Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
20 Der Gerechte muss viel leiden, doch allem wird der Herr ihn entreißen.
21 Er behütet all seine Glieder, nicht eines von ihnen wird zerbrochen.
22 Den Frevler wird seine Bosheit töten; wer den Gerechten hasst, muss es büßen.
23 Der Herr erlöst seine Knechte; straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.


Psalm 35
Bitte um Rettung vor falschen Anklägern

1 [Von David.] Streite, Herr, gegen alle, die gegen mich streiten, bekämpfe alle, die mich bekämpfen!
2 Ergreife Schild und Waffen; steh auf, um mir zu helfen!
3 Schwing den Speer und die Lanze gegen meine Verfolger! Sag zu mir: «Ich bin deine Hilfe.»
4 In Schmach und Schande sollen alle fallen, die mir nach dem Leben trachten. Zurückweichen sollen sie und vor Scham erröten, die auf mein Unglück sinnen.
5 Sie sollen werden wie Spreu vor dem Wind; der Engel des Herrn stoße sie fort.
6 Ihr Weg soll finster und schlüpfrig sein; der Engel des Herrn verfolge sie.
7 Denn sie haben mir ohne Grund ein Netz gelegt, mir ohne Grund eine Grube gegraben.
8 Unvermutet ereile ihn das Verderben; er fange sich selbst in seinem Netz, er falle in die eigene Grube.1
9 Meine Seele aber wird jubeln über den Herrn und sich über seine Hilfe freuen.
10 Mit Leib und Seele will ich sagen: Herr, wer ist wie du? Du entreißt den Schwachen dem, der stärker ist, den Schwachen und Armen dem, der ihn ausraubt.2
11 Da treten ruchlose Zeugen auf. Man wirft mir Dinge vor, von denen ich nichts weiß.
12 Sie vergelten mir Gutes mit Bösem; ich bin verlassen und einsam.3
13 Ich aber zog ein Bußkleid an, als sie erkrankten, und quälte mich ab mit Fasten. Nun kehre mein Gebet zurück in meine Brust.
14 Als wäre es ein Freund oder ein Bruder, so ging ich betrübt umher, wie man Leid trägt um die Mutter, trauernd und tief gebeugt.
15 Doch als ich stürzte, lachten sie und taten sich zusammen. Sie taten sich gegen mich zusammen wie Fremde, die ich nicht kenne. Sie hören nicht auf, mich zu schmähen;4
16 sie verhöhnen und verspotten mich, knirschen gegen mich mit den Zähnen.5
17 Herr, wie lange noch wirst du das ansehn? Rette mein Leben vor den wilden Tieren, mein einziges Gut vor den Löwen!
18 Ich will dir danken in großer Gemeinde, vor zahlreichem Volk dich preisen.
19 Über mich sollen die sich nicht freuen, die mich ohne Grund befeinden. Sie sollen nicht mit den Augen zwinkern, die mich grundlos hassen.
20 Denn was sie reden, dient nicht dem Frieden; gegen die Stillen im Land ersinnen sie listige Pläne.
21 Sie reißen den Mund gegen mich auf und sagen: «Dir geschieht recht. Jetzt sehen wir's mit eigenen Augen.»
22 Du hast es gesehen, Herr. So schweig doch nicht! Herr, bleib mir nicht fern!
23 Wach auf, tritt ein für mein Recht, verteidige mich, mein Gott und mein Herr!
24 Verschaff mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, Herr, mein Gott! Sie sollen sich über mich nicht freuen.
25 Lass sie nicht denken: «Recht so! Das freut uns.» Sie sollen nicht sagen: «Wir haben ihn verschlungen.»
26 In Schmach und Schande sollen alle fallen, die sich über mein Unglück freuen, in Schimpf und Schande sich kleiden, die gegen mich prahlen.
27 Alle sollen sich freuen und jubeln, die wünschen, dass ich im Recht bin. Sie sollen jederzeit sagen: «Groß ist der Herr, er will das Heil seines Knechtes.»
28 Meine Zunge soll deine Gerechtigkeit verkünden, dein Lob alle Tage.

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#12

RE: Psalmen

in Weitere Gebete 24.05.2013 07:38
von Kristina • 2.133 Beiträge

Psalm 36
Gott, die Quelle des Lebens

1 [Für den Chormeister. Von David, dem Knecht des Herrn.]
2 Der Frevler spricht: «Ich bin entschlossen zum Bösen.» In seinen Augen gibt es kein Erschrecken vor Gott.1
3 Er gefällt sich darin, sich schuldig zu machen und zu hassen.
4 Die Worte seines Mundes sind Trug und Unheil; er hat es aufgegeben, weise und gut zu handeln.
5 Unheil plant er auf seinem Lager, er betritt schlimme Wege und scheut nicht das Böse.
6 Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
7 Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes, deine Urteile sind tief wie das Meer. Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
8 Gott, wie köstlich ist deine Huld! Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel,
9 sie laben sich am Reichtum deines Hauses; du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen.
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht.
11 Erhalte denen, die dich kennen, deine Huld und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen!
12 Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen; die Hand der Frevler soll mich nicht vertreiben.
13 Dann brechen die Bösen zusammen, sie werden niedergestoßen und können nie wieder aufstehn.


Psalm 37
Gott, der Anwalt der Guten

1 [Von David.] Errege dich nicht über die Bösen, wegen der Übeltäter ereifere dich nicht!
2 Denn sie verwelken schnell wie das Gras, wie grünes Kraut verdorren sie.
3 Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
4 Freu dich innig am Herrn! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.
5 Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen.
6 Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht und dein Recht so hell wie den Mittag.
7 Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! Erhitze dich nicht über den Mann, dem alles gelingt, den Mann, der auf Ränke sinnt.1
8 Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; erhitze dich nicht, es führt nur zu Bösem.
9 Denn die Bösen werden ausgetilgt; die aber auf den Herrn hoffen, werden das Land besitzen.
10 Eine Weile noch und der Frevler ist nicht mehr da; schaust du nach seiner Wohnung - sie ist nicht mehr zu finden.
11 Doch die Armen werden das Land bekommen, sie werden Glück in Fülle genießen.
12 Der Frevler sinnt auf Ränke gegen den Gerechten und knirscht gegen ihn mit den Zähnen.
13 Der Herr verlacht ihn, denn er sieht, dass sein Tag kommt.
14 Die Frevler zücken das Schwert und spannen ihren Bogen; sie wollen den Schwachen und Armen fällen und alle hinschlachten, die den rechten Weg gehn.
15 Ihr Schwert dringe in ihr eigenes Herz und ihre Bogen sollen zerbrechen.
16 Besser das wenige, das der Gerechte besitzt, als der Überfluss vieler Frevler.
17 Denn die Arme der Frevler werden zerschmettert, doch die Gerechten stützt der Herr.
18 Der Herr kennt die Tage der Bewährten, ihr Erbe hat ewig Bestand.
19 In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden, sie werden satt in den Tagen des Hungers.
20 Doch die Frevler gehen zugrunde, die Feinde des Herrn sind wie die Pracht der Auen: Sie schwinden dahin, wie Rauch schwinden sie hin.
21 Der Frevler muss borgen und kann nicht bezahlen, doch freigebig schenkt der Gerechte.
22 Denn wen der Herr segnet, der wird das Land besitzen, aber wen er verflucht, der wird ausgetilgt.
23 Der Herr festigt die Schritte des Mannes, er hat Gefallen an seinem Weg.
24 Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin; denn der Herr hält ihn fest an der Hand.
25 Einst war ich jung, nun bin ich alt, nie sah ich einen Gerechten verlassen noch seine Kinder betteln um Brot.
26 Allzeit ist er mildtätig, gern leiht er aus, seine Kinder werden zum Segen.
27 Meide das Böse und tu das Gute, so bleibst du wohnen für immer.
28 Denn der Herr liebt das Recht und verlässt seine Frommen nicht. Doch das Geschlecht der Frevler wird ausgetilgt, sie werden für immer vernichtet.2
29 Die Gerechten werden das Land besitzen und darin wohnen für alle Zeiten.
30 Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit und seine Zunge redet, was recht ist.
31 Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen, seine Schritte wanken nicht.
32 Der Frevler belauert den Gerechten und sucht ihn zu töten.
33 Der Herr überlässt ihn nicht seiner Hand, lässt nicht zu, dass man ihn vor Gericht verurteilt.
34 Hoffe auf den Herrn und bleib auf seinem Weg! Er wird dich erhöhen zum Erben des Landes; du wirst sehen, wie der Frevler vernichtet wird.
35 Ich sah einen Frevler, bereit zu Gewalttat; er reckte sich hoch wie eine grünende Zeder.3
36 Wieder ging ich vorüber und er war nicht mehr da; ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.4
37 Achte auf den Frommen und schau auf den Redlichen! Denn Zukunft hat der Mann des Friedens.
38 Die Sünder aber werden alle zusammen vernichtet; die Zukunft der Frevler ist Untergang.
39 Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn, er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
40 Der Herr hilft ihnen und rettet sie, er rettet sie vor den Frevlern; er schenkt ihnen Heil, denn sie suchen Zuflucht bei ihm.


Psalm 38
Die Klage eines Kranken

1 [Ein Psalm Davids. Zum Weihrauchopfer.]
2 Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
3 Denn deine Pfeile haben mich getroffen, deine Hand lastet schwer auf mir.
4 Nichts blieb gesund an meinem Leib, weil du mir grollst; weil ich gesündigt, blieb an meinen Gliedern nichts heil.
5 Denn meine Sünden schlagen mir über dem Kopf zusammen, sie erdrücken mich wie eine schwere Last.
6 Mir schwären, mir eitern die Wunden wegen meiner Torheit.
7 Ich bin gekrümmt und tief gebeugt, den ganzen Tag geh ich traurig einher.
8 Denn meine Lenden sind voller Brand, nichts blieb gesund an meinem Leib.
9 Kraftlos bin ich und ganz zerschlagen, ich schreie in der Qual meines Herzens.
10 All mein Sehnen, Herr, liegt offen vor dir, mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
11 Mein Herz pocht heftig, mich hat die Kraft verlassen, geschwunden ist mir das Licht der Augen.1
12 Freunde und Gefährten bleiben mir fern in meinem Unglück und meine Nächsten meiden mich.
13 Die mir nach dem Leben trachten, legen mir Schlingen; die mein Unheil suchen, planen Verderben, den ganzen Tag haben sie Arglist im Sinn.
14 Ich bin wie ein Tauber, der nicht hört, wie ein Stummer, der den Mund nicht auftut.
15 Ich bin wie einer, der nicht mehr hören kann, aus dessen Mund keine Entgegnung kommt.
16 Doch auf dich, Herr, harre ich; du wirst mich erhören, Herr, mein Gott.
17 Denn ich sage: Über mich sollen die sich nicht freuen, die gegen mich prahlen, wenn meine Füße straucheln.
18 Ich bin dem Fallen nahe, mein Leid steht mir immer vor Augen.
19 Ja, ich bekenne meine Schuld, ich bin wegen meiner Sünde in Angst.
20 Die mich ohne Grund befehden, sind stark; viele hassen mich wegen nichts.2
21 Sie vergelten mir Gutes mit Bösem, sie sind mir Feind; denn ich trachte nach dem Guten.
22 Herr, verlass mich nicht, bleib mir nicht fern, mein Gott!
23 Eile mir zu Hilfe, Herr, du mein Heil!

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#13

RE: Psalmen

in Weitere Gebete 27.05.2013 16:07
von Kristina • 2.133 Beiträge
Psalm 39
Die Not des vergänglichen Menschen

1 [Für den Chormeister. Von Jedutun. Ein Psalm Davids.]
2 Ich sagte: Ich will auf meine Wege achten, damit ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich lege meinem Mund einen Zaum an, solange der Frevler vor mir steht.
3 So blieb ich stumm und still; ich schwieg, vom Glück verlassen, doch mein Schmerz war aufgerührt.
4 Heiß wurde mir das Herz in der Brust, bei meinem Grübeln entbrannte ein Feuer; da musste ich reden:
5 Herr, tu mir mein Ende kund und die Zahl meiner Tage! Lass mich erkennen, wie sehr ich vergänglich bin!
6 Du machtest meine Tage nur eine Spanne lang, meine Lebenszeit ist vor dir wie ein Nichts. Ein Hauch nur ist jeder Mensch. [Sela]
7 Nur wie ein Schatten geht der Mensch einher, um ein Nichts macht er Lärm. Er rafft zusammen und weiß nicht, wer es einheimst.
8 Und nun, Herr, worauf soll ich hoffen? Auf dich allein will ich harren.
9 Entreiß mich allen, die mir Unrecht tun, und überlass mich nicht dem Spott der Toren!
10 Ich bin verstummt, ich tue den Mund nicht mehr auf. Denn so hast du es gefügt.
11 Nimm deine Plage weg von mir! Unter der Wucht deiner Hand vergehe ich.
12 Du strafst und züchtigst den Mann wegen seiner Schuld, du zerstörst seine Anmut wie Motten das Kleid, ein Hauch nur ist jeder Mensch. [Sela]
13 Hör mein Gebet, Herr, vernimm mein Schreien, schweig nicht zu meinen Tränen! Denn ich bin nur ein Gast bei dir, ein Fremdling wie all meine Väter.
14 Wende dein strafendes Auge ab von mir, sodass ich heiter blicken kann, bevor ich dahinfahre und nicht mehr da bin.


Psalm 40
Dank, Hingabe und Bitte

1 [Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.]
2 Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
3 Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, aus Schlamm und Morast. Er stellte meine Füße auf den Fels, machte fest meine Schritte.
4 Er legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott. Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen und auf den Herrn vertrauen.
5 Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt, sich nicht zu den Stolzen hält noch zu treulosen Lügnern.
6 Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, und deine Pläne mit uns; Herr, mein Gott, nichts kommt dir gleich. Wollte ich von ihnen künden und reden, es wären mehr, als man zählen kann.
7 An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, Brand- und Sündopfer forderst du nicht. Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
8 darum sage ich: Ja, ich komme. In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.
9 Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, deine Weisung trag ich im Herzen.
10 Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.
11 Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen, ich spreche von deiner Treue und Hilfe, ich schweige nicht über deine Huld und Wahrheit vor der großen Gemeinde.
12 Du, Herr, verschließ mir nicht dein Erbarmen, deine Huld und Wahrheit mögen mich immer behüten!
13 Denn Leiden ohne Zahl umfangen mich, meine Sünden holen mich ein, ich vermag nicht mehr aufzusehn. Zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf, der Mut hat mich ganz verlassen.
14 Gewähre mir die Gunst, Herr, und reiß mich heraus; Herr, eile mir zu Hilfe!
15 In Schmach und Schande sollen alle fallen, die mir nach dem Leben trachten. Zurückweichen sollen sie und vor Scham erröten, die sich über mein Unglück freuen.1
16 Vor Schande sollen alle schaudern, die zu mir sagen: «Dir geschieht recht.»
17 Alle, die dich suchen, frohlocken; sie mögen sich freuen in dir. Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: Groß ist Gott, der Herr.
18 Ich bin arm und gebeugt; der Herr aber sorgt für mich. Meine Hilfe und mein Retter bist du. Mein Gott, säume doch nicht!


Psalm 41
Das Gebet eines Kranken und Verfolgten

1 [Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.]
2 Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt; zur Zeit des Unheils wird der Herr ihn retten.
3 Ihn wird der Herr behüten und am Leben erhalten. Man preist ihn glücklich im Land. Gib ihn nicht seinen gierigen Feinden preis!
4 Auf dem Krankenbett wird der Herr ihn stärken; seine Krankheit verwandelst du in Kraft.
5 Ich sagte: Herr, sei mir gnädig, heile mich; denn ich habe gegen dich gesündigt.
6 Meine Feinde reden böse über mich: «Wann stirbt er endlich und wann vergeht sein Name?»
7 Besucht mich jemand, so kommen seine Worte aus falschem Herzen. Er häuft in sich Bosheit an, dann geht er hinaus und redet.
8 Im Hass gegen mich sind sich alle einig; sie tuscheln über mich und sinnen auf Unheil:
9 «Verderben hat sich über ihn ergossen; wer einmal daliegt, steht nicht mehr auf.»
10 Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt.1
11 Du aber, Herr, sei mir gnädig; richte mich auf, damit ich ihnen vergelten kann.
12 Daran erkenne ich, dass du an mir Gefallen hast: wenn mein Feind nicht über mich triumphieren darf.
13 Weil ich aufrichtig bin, hältst du mich fest und stellst mich vor dein Antlitz für immer.
14 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen, ja amen.
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#14

RE: Psalmen

in Weitere Gebete 27.05.2013 16:10
von Kristina • 2.133 Beiträge
Psalm 42
Sehnsucht nach dem lebendigen Gott

1 [Für den Chormeister. Ein Weisheitslied der Korachiter.]
2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?
4 Tränen waren mein Brot bei Tag und bei Nacht; denn man sagt zu mir den ganzen Tag: «Wo ist nun dein Gott?»
5 Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke: wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar, mit Jubel und Dank in feiernder Menge.1
6 Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.2
7 Betrübt ist meine Seele in mir, darum denke ich an dich im Jordanland, am Hermon, am Mizar-Berg.
8 Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser, all deine Wellen und Wogen gehen über mich hin.
9 Bei Tag schenke der Herr seine Huld; ich singe ihm nachts und flehe zum Gott meines Lebens.
10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: «Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt?»
11 Wie ein Stechen in meinen Gliedern ist für mich der Hohn der Bedränger; denn sie rufen mir ständig zu: «Wo ist nun dein Gott?»
12 Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.


Psalm 43
1 Verschaff mir Recht, o Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen!1
2 Denn du bist mein starker Gott. Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt?
3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten; sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung.
4 So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude. Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott.2
5 Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.


Psalm 44
Klage in Kriegsnot

1 [Für den Chormeister. Ein Weisheitslied der Korachiter.]
2 Gott, wir hörten es mit eigenen Ohren, unsere Väter erzählten uns von dem Werk, das du in ihren Tagen vollbracht hast, in den Tagen der Vorzeit.
3 Mit eigener Hand hast du Völker vertrieben, sie aber eingepflanzt. Du hast Nationen zerschlagen, sie aber ausgesät.
4 Denn sie gewannen das Land nicht mit ihrem Schwert, noch verschaffte ihr Arm ihnen den Sieg; nein, deine Rechte war es, dein Arm und dein leuchtendes Angesicht; denn du hattest an ihnen Gefallen.
5 Du, mein König und mein Gott, du bist es, der Jakob den Sieg verleiht.1
6 Mit dir stoßen wir unsere Bedränger nieder, in deinem Namen zertreten wir unsere Gegner.
7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, noch kann mein Schwert mir helfen;
8 nein, du hast uns vor unsern Bedrängern gerettet; alle, die uns hassen, bedeckst du mit Schande.
9 Wir rühmen uns Gottes den ganzen Tag und preisen deinen Namen auf ewig. [Sela]
10 Doch nun hast du uns verstoßen und mit Schmach bedeckt, du ziehst nicht mit unserm Heer in den Kampf.
11 Du lässt uns vor unsern Bedrängern fliehen und Menschen, die uns hassen, plündern uns aus.
12 Du gibst uns preis wie Schlachtvieh, unter die Völker zerstreust du uns.
13 Du verkaufst dein Volk um ein Spottgeld und hast an dem Erlös keinen Gewinn.
14 Du machst uns zum Schimpf für die Nachbarn, zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.
15 Du machst uns zum Spottlied der Völker, die Heiden zeigen uns nichts als Verachtung.
16 Meine Schmach steht mir allzeit vor Augen und Scham bedeckt mein Gesicht
17 wegen der Worte des lästernden Spötters, wegen der rachgierigen Blicke des Feindes.
18 Das alles ist über uns gekommen und doch haben wir dich nicht vergessen, uns von deinem Bund nicht treulos abgewandt.
19 Unser Herz ist nicht von dir gewichen, noch hat unser Schritt deinen Pfad verlassen.
20 Doch du hast uns verstoßen an den Ort der Schakale und uns bedeckt mit Finsternis.
21 Hätten wir den Namen unseres Gottes vergessen und zu einem fremden Gott die Hände erhoben,
22 würde Gott das nicht ergründen? Denn er kennt die heimlichen Gedanken des Herzens.
23 Nein, um deinetwillen werden wir getötet Tag für Tag, behandelt wie Schafe, die man zum Schlachten bestimmt hat.
24 Wach auf! Warum schläfst du, Herr? Erwache, verstoß nicht für immer!
25 Warum verbirgst du dein Gesicht, vergisst unsere Not und Bedrängnis?
26 Unsere Seele ist in den Staub hinabgebeugt, unser Leib liegt am Boden.2
27 Steh auf und hilf uns! In deiner Huld erlöse uns!
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#15

RE: Psalmen

in Weitere Gebete 27.05.2013 16:12
von Kristina • 2.133 Beiträge
Psalm 45
Ein Lied zur Hochzeit des Königs

1 [Für den Chormeister. Nach der Weise «Lilien». Ein Weisheitslied der Korachiter. Ein Liebeslied.]
2 Mein Herz fließt über von froher Kunde, ich weihe mein Lied dem König. Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.
3 Du bist der Schönste von allen Menschen, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; darum hat Gott dich für immer gesegnet.
4 Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!
5 Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! Furcht gebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.1
6 Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, die Feinde des Königs verlieren den Mut.
7 Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.
8 Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude wie keinen deiner Gefährten.
9 Von Myrrhe, Aloe und Kassia duften all deine Gewänder, aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.
10 Königstöchter gehen dir entgegen, die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.2
11 Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
12 Der König verlangt nach deiner Schönheit; er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!
13 Die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben, deine Gunst begehren die Edlen des Volkes.3
14 Die Königstochter ist herrlich geschmückt, ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.
15 Man geleitet sie in bunt gestickten Kleidern zum König, Jungfrauen sind ihr Gefolge, ihre Freundinnen führt man zu dir.
16 Man geleitet sie mit Freude und Jubel, sie ziehen ein in den Palast des Königs.
17 An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.
18 Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht; darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.


Psalm 46
Gott, unsre Burg

1 [Für den Chormeister. Von den Korachitern. Nach der Weise «Mädchen». Ein Lied.]
2 Gott ist uns Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in allen Nöten.
3 Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres,
4 wenn seine Wasserwogen tosen und schäumen und vor seinem Ungestüm die Berge erzittern. Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg. [Sela]1
5 Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung.
6 Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken; Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.
7 Völker toben, Reiche wanken, es dröhnt sein Donner, da zerschmilzt die Erde.
8 Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg. [Sela]
9 Kommt und schaut die Taten des Herrn, der Furchtbares vollbringt auf der Erde.
10 Er setzt den Kriegen ein Ende bis an die Grenzen der Erde; er zerbricht die Bogen, zerschlägt die Lanzen, im Feuer verbrennt er die Schilde.2
11 «Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin, erhaben über die Völker, erhaben auf Erden.»
12 Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg. [Sela]


Psalm 47
Gott, der König aller Völker

1 [Für den Chormeister. Ein Psalm der Korachiter.]
2 Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!
3 Denn Furcht gebietend ist der Herr, der Höchste, ein großer König über die ganze Erde.
4 Er unterwirft uns Völker und zwingt Nationen unter unsre Füße.
5 Er wählt unser Erbland für uns aus, den Stolz Jakobs, den er liebt. [Sela]
6 Gott stieg empor unter Jubel, der Herr beim Schall der Hörner.
7 Singt unserm Gott, ja singt ihm! Spielt unserm König, spielt ihm!1
8 Denn Gott ist König der ganzen Erde. Spielt ihm ein Psalmenlied!
9 Gott wurde König über alle Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.2
10 Die Fürsten der Völker sind versammelt als Volk des Gottes Abrahams. Denn Gott gehören die Mächte der Erde; er ist hoch erhaben.
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