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#6

RE: Konzil von Trient über den hl. Messkanon und die hl. Wesensverwandlung

in Das allerheiligste Altarsakrament 20.01.2017 16:29
von Blasius • 1.281 Beiträge

Der theologale Sinn der Dogmen in der Lehre von der Tradition

Auszug:

INTERNATIONALE THEOLOGISCHE KOMMISSION

DIE INTERPRETATION DER DOGMEN[1](1990)

II. Aussagen und Praxis des kirchlichen Lehramts
2. Die Lehre des II. Vatikanischen Konzils

Das II. Vatikanum hat die bisherige Lehre der Kirche in einem umfassenden Zusammenhang dargestellt und dabei auch die geschichtliche Dimension des Dogmas zur Geltung gebracht. Es lehrte, dass das ganze Volk Gottes Anteil hat am prophetischen Amt Christi (LG 12) und dass es unter dem Beistand des Heiligen Geistes in der Kirche einen Fortschritt im Verständnis der apostolischen Überlieferung gibt (DV 8). Innerhalb der allen gemeinsamen Sendung und Verantwortung hielt das Konzil am authentischen Lehramt, das allein den Bischöfen zukommt, ebenso fest (DV 8; 10) wie an der Lehre von der Unfehlbarkeit der Kirche (LG 25). Das Konzil sieht die Bischöfe jedoch in erster Linie als Verkünder des Evangeliums und ordnet ihren Dienst als Lehrer dem Verkündigungsdienst zu (LG 25; CD 12–15). Diese Herausstellung des pastoralen Charakters des Lehramts lenkte die Aufmerksamkeit auf die Unterscheidung zwischen der unwandelbaren Glaubenshinterlage (depositum fidei) bzw. den Glaubenswahrheiten und deren Aussageweise. Das bedeutet, dass die Lehre der Kirche – freilich immer in demselben Sinn und demselben Inhalt – in einer lebendigen und den Erfordernissen der Zeit entsprechenden Weise den Menschen vermittelt werden muss (GS 62)[11].

Die Erklärung Mysterium ecclesiae (1973) hat diese Unterscheidung aufgegriffen, gegen das Missverständnis eines dogmatischen Relativismus abgegrenzt und weiter vertieft. Die Dogmen sind zwar in dem Sinn geschichtlich, dass ihr Sinn „teilweise von der Aussagekraft der zu einer bestimmten Zeit und unter bestimmten Umständen angewandten Sprache abhängt“. Spätere Aussagen bewahren und bestätigen die früheren, erhellen sie aber auch und machen sie – meist in Auseinandersetzung mit neuen Fragen oder mit Irrtümern – lebendig und fruchtbar in der Kirche. Das heisst aber nicht, dass man die Unfehlbarkeit auf ein grundlegendes Bleiben in der Wahrheit reduzieren darf. Die dogmatischen Formeln bezeichnen die Wahrheit nicht nur unbestimmt, nicht veränderlich und nur approximativ, schon gar nicht verändern oder verunstalten sie diese. Es gilt, die Wahrheit in bestimmter Gestalt festzuhalten. Maßgebend ist dabei der historische Sinn der dogmatischen Formulierungen[12]. Jüngst hat Papst Johannes Paul II. in dem Apostolischen Schreiben Ecclesia Dei (1988) diesen Sinn einer lebendigen Tradition nochmals bekräftigt. Das Verhältnis von Formulierung und Inhalt des Dogmas bedarf freilich noch weiterer Klärung (s.u. C III, 3).

http://www.vatican.va/roman_curia/congre...e-dogmi_ge.html

Lieber Aquila,

die "Tridentinische Messe", der alter Ritus -Kirche der Tradition (alte Kirche)
ist KEIN Dogma und konnte verändert werden, (neue Kirche).


Heute ein Anlass für Unstimmigkeiten in Rom
und auch hier im traditionsverbundenen Forum.

Wäre der Mess Ritus- die alte >Messe ein DOGMA,
wäre es nicht möglich, sie so zu feiern wie heute
die "NEUE hl.Messe" (als Mahl) auf dem Volksaltar.



DIE DOGMEN
Die Lehre von der Kirche

134. Die Kirche wurde von dem Gottmenschen Jesus Christus gegründet.
135. Christus hat die Kirche gestiftet, um sein Erlösungswerk für alle Zeiten fortzuführen.
136. Christus hat seiner Kirche eine hierarchische Verfassung gegeben.
137. Die den Aposteln verliehenen hierarchischen Gewalten sind auf die Bischöfe übergegangen.
138. Christus hat den Apostel Petrus zum ersten aller Apostel und zum sichtbaren Haupt der ganzen Kirche bestellt, indem er ihm unmittelbar und persönlich den Jurisdiktionsprimat verlieh.
139. Nach der Anordnung Christi soll Petrus im Primat über die gesamte Kirche für alle Zeiten Nachfolger haben.
140. Die Nachfolger des Petrus im Primat sind die römischen Bischöfe.
141. Der Papst besitzt die volle und oberste Jurisdiktionsgewalt über die gesamte Kirche nicht bloß in Sachen des Glaubens und der Sitten, sondern auch in der Kirchenzucht und der Regierung der Kirche.
142. Der Papst ist, wenn er ex cathedra spricht, unfehlbar.
143. Christus hat die Kirche gestiftet.
144. Christus ist das Haupt der Kirche.
145. Die Kirche ist in der endgültigen Entscheidung über Glaubens- und Sittenlehren unfehlbar.
146. Der primäre Gegenstand der Unfehlbarkeit sind die formell geoffenbarten Wahrheiten der christlichen Glaubens- und Sittenlehre.
147. Die Gesamtheit der Bischöfe ist unfehlbar, wenn sie, entweder auf dem allgemeinen Konzil versammelt oder über den Erdkreis zerstreut, eiine Glaubens- oder Sittenlehre als eine von allen Gläubigen festzuhaltende Wahrheit vorlegen.
148. Die von Christus gestiftete Kirche ist einzig und einig.
149. Die von Christus gestiftete Kirche ist heilig.
150. Der Kirche gehören nicht bloß heilige Glieder an, sondern auch Sünder.
151. Die von Christus gestiftete Kirche ist katholisch.
152. Die von Christus gestiftete Kirche ist apostolisch.
153. Die Zugehörigkeit zur Kirche ist für alle Menschen heilsnotwenddig.
154. Es ist erlaubt und nützlich, die Heiligen im Himmel zu verehren und sie um Fürbitte anzurufen.
155. Es ist erlaubt und nützlich, die Reliquien der Heiligen zu verehren.
156. Es ist erlaubt und nützlich, die Bilder der Heiligen zu verehren.
157. Die lebenden Gläubigen können den Seelen im Fegfeuer durch ihre Fürbitten (Suffragien) zu Hilfe kommen.



Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 20.01.2017 16:50 | nach oben springen
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#7

RE: Konzil von Trient über den hl. Messkanon und die hl. Wesensverwandlung

in Das allerheiligste Altarsakrament 20.01.2017 21:05
von Aquila • 3.991 Beiträge

Lieber Blasius


DasKonzil von Trient hat dogmatisch festgehalten,
dass

die von der katholischen Kirche überlieferten und genehmigten, in der feierlichen Verwaltung der Sakramente zu beobachten üblichen Gebräuche,

nicht durch andere Riten ausgetauscht werden dürfen

Das ist Fakt und daran ändert auch eine "internationale theologische Kommission" nichts !

Oder gehört die hl. Messe der Jahrhunderte - die Alte Messe - etwa
nicht zur katholischen Kirche überlieferten und genehmigten, in der feierlichen Verwaltung der Sakramente zu beobachten üblichen Gebräuche ?

Noch einmal das Konzil von Trient in seiner dogmatischen Festhaltung:
-

Wenn jemand behauptet,
die von der katholischen Kirche überlieferten und genehmigten, in der feierlichen Verwaltung der Sakramente zu beobachten üblichen Gebräuche,
können entweder missachtet, oder, ohne Sünde, von den Verwaltern nach Belieben weggelassen,
oder von jeglichem Kirchenhirten mit anderen neuen Riten ausgetauscht werden, der sei im Bann.


-

Ich habe schon mehrfach an anderer Stelle darauf hingewiesen, dass die "Neue Messe" ein Machwerk einer kleinen Gruppe progressivistischer Kreise ist.

Detals siehe bitte hier:
Ad orientem


Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#8

RE: Konzil von Trient über den hl. Messkanon und die hl. Wesensverwandlung

in Das allerheiligste Altarsakrament 20.01.2017 21:13
von Blasius • 1.281 Beiträge

Noch einmal das Konzil von Trient in seiner dogmatischen Festhaltung:
-

Wenn jemand behauptet,
die von der katholischen Kirche überlieferten und genehmigten, in der feierlichen Verwaltung der Sakramente zu beobachten üblichen Gebräuche,
können entweder missachtet, oder, ohne Sünde, von den Verwaltern nach Belieben weggelassen,
oder von jeglichem Kirchenhirten mit anderen neuen Riten ausgetauscht werden, der sei im Bann.


Lieber Aquila,

das kann schon so sein, nur ein "echtes" Dogma ist alles nicht,
es hat keine Nummer und daher ist alles nichtig.

Das bestätigt auch dass alles von jeglichem Kirchenhirten mit anderen neuen Riten ausgetauscht werden, kann OHNE BANN.

Liebe Grüüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 20.01.2017 21:18 | nach oben springen
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#9

RE: Konzil von Trient über den hl. Messkanon und die hl. Wesensverwandlung

in Das allerheiligste Altarsakrament 20.01.2017 22:10
von Aquila • 3.991 Beiträge

Lieber Blasius

Wie bitte ?
Eine vom Konzil von Trient dogmatisch festgeschriebene Lehre soll "nichtig" sein,
weil es "keine Nummer" hat ????
Es soll also "kein echtes Dogma" sein?

Lieber Blasius

So haben es wohl die nachkonziliaren Liturgieverwüster gerne gesehen !

Verstehst Du denn den eigentlichen Inhalt dieser dogmatischen Konstitution nicht ?
Sie bezieht sich auf
sämtliche
von der hl. Überlieferung genehmigten und in den hl. Sakramenten verwalteten Gebräuche....
sprich Riten !
Ergo auch auf den Ritus der hl. Messe der Jahrhunderte !

Über das befremdliche Zustandekommen der "Neuen Messe" hier mehr:
Ad orientem



Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#10

RE: Konzil von Trient über den hl. Messkanon und die hl. Wesensverwandlung

in Das allerheiligste Altarsakrament 20.01.2017 22:28
von Blasius • 1.281 Beiträge

Lieber Aquila, liebe Leserinnen und Leser,

wir können es dRehen und wenden wie wir wollen:

Laut dem Buch Ludwig Ott's - Grundriss der Dogmatik hat jedes Dogma eine Nummer.


UND:
Am 3. April 1969 promulgierte Papst Paul VI. die apostolische Konstitution Missale Romanum, welche zwei Dokumente über die Reform des Messritus veröffentlichte:

die Institutio generalis missalis romani und den neuen Ordo missae.

Die lateinische Ausgabe des neuen römischen Messbuches wurde am 11. Mai 1970 definitiv veröffentlicht.

Das alles OHNE BANN.


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 20.01.2017 22:31 | nach oben springen
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