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  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
    Papst

    Generalaudienz am 29.12.1993 (trad. © Evangelizo)

    „Er hat wie wir als Mensch gelebt, in allem uns gleich außer der Sünde“ (4. Hochgebet)


    Fast unmittelbar nach der Geburt Jesu zeigt sich die sinnlose Gewalt, die sein Leben bedroht, auch an so vielen anderen Familien im Mord an den heiligen Unschuldigen Kindern. Die Kirche erinnert an diese schreckliche Bedrängnis, die der Gottessohn und die Kinder in seinem Alter erleiden mussten, und sie fühlt sich dadurch eingeladen, für alle Familien zu beten, die von innen her oder von außen bedroht sind [...] Die Heilige Familie von Nazareth ist für uns eine ständige Herausforderung, die uns dazu verpflichtet, das Geheimnis der „Hauskirche“ und jeder menschlichen Familie zu vertiefen. Sie lässt in uns den Eifer wachsen, für die und mit den Familien zu beten und alles mit ihnen zu teilen, was sie mit Freude oder Hoffnung erfüllt, aber auch, was sie besonders beschäftigt und beunruhigt.

    Tatsächlich soll die Erfahrung der familiären Situation eine tägliche Opferbereitung werden, wie eine heilige Gabe, ein Gott wohlgefälliges Opfer. Das Evangelium von der Darstellung Jesu im Tempel weist uns darauf hin. Jesus, das „Licht der Welt“, aber auch „das Zeichen, dem widersprochen wird“ (vgl. Lk 2,32.34), verlangt danach, diesen Opfergang jeder Familie anzunehmen, wie er auch das Brot und den Wein in der Eucharistie annimmt. Er will diese Hoffnungen und diese menschlichen Freuden mit dem Brot und dem Wein, die verwandelt werden sollen, vereinigen, aber auch die unausweichlichen Leiden und die dem Familienleben eigenen Beschäftigungen, indem er sie in das Geheimnis seines Leibes und Blutes einschließt. Diesen Leib und dieses Blut gibt er dann in der Kommunion als geistliche Kraftquelle, und das nicht nur für jede einzelne menschliche Person, sondern auch für jede Familie.

    Die Heilige Familie von Nazareth möge uns empfänglich machen für ein immer tieferes Verständnis der Berufung einer jeden Familie, die in Christus die Quelle ihrer Würde und Heiligkeit findet.

    https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel/2018-12-30

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Hl. Basilius (um 330-379)

    Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer

    5. Homilie über das Hexaëmeron, 6; SC 26 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1925)

    Frucht bringen


    Immer wieder und überall vergleicht der Herr die Menschenseele mit dem Weinstock: „Mein Freund“, sagt er (vgl. Jes 5,1), „hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe.“ Und: „Ich habe einen Weinberg gepflanzt und mit einem Zaune umgeben“ (vgl. Mt 21,33). Offenbar versteht er unter Weinberg die Menschenseelen, die er mit einem Zaun, d. h. mit dem Wall der Gebote und der Wache der Engel umgeben hat.

    „Denn der Engel des Herrn wird die beschützen, die ihn fürchten“ (Ps 33(34),8). Sodann hat er gleichsam Schutzwehren um uns aufgestellt, indem er in der Kirche zuerst die Apostel, dann die Propheten und endlich die Lehrer bestellte (vgl. 1 Kor 12,28), indem er mit dem Beispiel der alten, seligen Männer unser Gemüt emporhob und nicht zuließ, dass es zu Boden gedrückt und mit Füßen zerstampft zu werden verdiente. Er will auch, dass wir den Nächsten mit den Umarmungen der Liebe gleichsam wie mit Ranken umfassen und davon nicht ablassen, damit wir immer den Zug nach oben haben und wie an Bäumen gezogene Weinstöcke bis zu den höchsten Gipfeln emporsteigen.

    Er verlangt von uns, dass wir uns auch eingraben lassen. Eingegraben aber wird die Seele in der Abschüttelung der Weltsorgen, die eine Belastung unseres Herzens sind. Wer also die fleischliche Liebe und die Begierde nach Reichtum ablegt oder die Sucht nach erbärmlichem, eitlem Ruhm abscheulich und verächtlich findet, der ist gleichsam eingegraben und atmet wieder auf, weil er sich der törichten Last irdischer Gesinnung entledigt hat.

    Es darf aber der Weinstock − nach dem Sprichwort − nicht zu sehr ins Holz wachsen, d.h. wir dürfen nicht einherstolzieren und nach dem Lobe der Draußenstehenden jagen, sondern wir sollen fruchtbar sein, um dem wahren Gärtner unsere Schätze vorzeigen zu können.

    https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete



    O Herr, allmächtiger Gott, der Du das Böse zulässt,
    um das Gute dadurch zu bewirken,
    höre auf das demütige Gebet, womit wir Dich um die Gnade bitten,
    inmitten so vieler Verfolgungen Dir treu zu bleiben
    und bis ans Ende im Guten auszuharren;
    und gib uns durch die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau Maria die Kraft,
    uns immer Deinem heiligsten Willen zu fügen.

    Amen.

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Die allerseligste Jungfrau erscheint
    dem hl. Phlip Neri
    Giovanni Battista Tiepolo

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,


    Die Andacht des heiligen Philipp Neri zur allerseligsten Jungfrau Maria


    Wer Jesus liebt und ehrt, der liebt und ehrt auch seine heilige Mutter. Alle Heiligen waren eifrige Diener der heiligen Mutter Gottes, auch Philipp Neri. Er nannte sie nur seine liebe Mutter, seine Liebe, seinen Trost. Sein gewöhnliches, beständiges Gebet zur heiligen Jungfrau war:
    „Jungfrau Maria, Mutter Gottes, bitte Jesus für mich! O Jungfrau und Mutter!"

    Mit diesem kurzen Gebete, sprach er, werde die höchste Würde der Jungfrau ausgedrückt und verkündet. Seine Schüler mussten täglich 63mal dieses Gebet wiederholen, und daraus der heiligen
    Jungfrau eine Krone flechten. Seine Beichtkinder und besonders jene, welche gegen die heilige Reinheit versucht wurden, lehrte er dieses Gebet verrichten, empfahl es ihnen und sie erfuhren jedesmal wunderbare Hilfe.

    Christliche Seele, bete auch du dieses kleine Gebet recht oft, und du wirst bald wunderbare Wirkungen empfinden!

    Der heilige Philipp behauptete von sich selbst, dass er von Maria unzählbare Wohltaten empfangen und besonders gegen die Anfälle des Teufels wunderbare Hilfe erhalten habe. Die heilige Maria erschien ihm öfters; einige Zeit vor seinem Tode machte sie ihn auf der Stelle gesund; auch anderen erlangte er durch ihre Fürbitte die Gesundheit und Hilfe in ihren Nöten.

    Einer seiner liebsten Jünger, der fromme und gelehrte Cäsar Baronius, wurde zum Tode krank. Da rief der heilige Philippus mit heißer Inbrunst zu Jesus:
    „Ich bitte, ich will, dass Cäsar gesund werde." Sein Gebet aber war vergeblich; da wandte sich der Heilige zu Maria und sein Flehen wurde durch ihre Fürbitte erhört; Cäsar wurde auf der Stelle gesund! —
    Wegen solcher Gunstbezeugungen, die ihm Maria erwies, schärfte er daher seinen Schülern und Beichtkindern beständig ein:

    „Meine Kinder! ehret die Mutter Gottes, liebet Maria!"
    Willst du nicht auch Maria, die liebe, süße, gütige Frau und Mutter ehren und lieben? Ach, wie unglücklich wärest du, wenn du Maria nicht liebtest; du kannst ohne sie nicht Jesus lieben und wirst nicht selig werden!!

    alles aus: Legende von den lieben Heiligen Gottes.
    Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben.
    Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Basileios von Seleukia (?-um 468)
    Bischof

    24. Predigt, PG 85,282ff. (trad. © evangelizo)

    „Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen!“

    Willst du den Glauben dieser Frau kennen? Gut, betrachte den Zeitpunkt ihrer Bitte [...] Das Kreuz lag bereit, das Leiden stand bevor, die Menge der Feinde bereits an Ort und Stelle. Der Meister spricht von seinem Tod, die Jünger machen sich Sorgen: unmittelbar vor der Passion ließ sie schon der bloße Gedanke daran erschaudern; was sie da hörten, machte sie bestürzt, Verwirrung machte sich unter ihnen breit. Genau in diesem Moment löste sich diese Mutter aus der Schar der Apostel. Sie verlangt das Reich und beansprucht darin einen Thron für ihre Söhne.

    Was sagst du da, Frau? Du hörst, wie man vom Kreuz spricht, und verlangst einen Thron? Hier geht es um die Passion, und du verlangst das Reich? So überlasse die Jünger ganz ihrer Angst und Sorge angesichts der Gefahr. Aber wie kommst du dazu, um diese Würde zu bitten? Was bringt dich, nach allem was gesagt und geschehen ist, dazu, ans Reich zu denken? [...]

    Ich habe, sagt sie, die Passion vor Augen, aber ich sehe auch die Auferstehung vor mir. Ich sehe das aufgerichtete Kreuz, und ich schaue den offenen Himmel. Ich sehe die Nägel, aber auch den Thron [...] Ich habe den Herrn selbst sagen hören: „Ihr werdet auf zwölf Thronen sitzen“ (vgl. Mt 19,28). Ich sehe die Zukunft mit den Augen des Glaubens.

    Diese Frau scheint mir die Worte des Verbrechers vorwegzunehmen. Auf dem Kreuz sprach er diese Bitte aus: „Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!“ (vgl. Lk 23,42). Vor dem Kreuz hat sie um das Reich gefleht [...] Was für ein verlorener Wunsch angesichts des Kommenden. Was die Zeit verborgen hielt, das hat der Glaube gesehen.

    https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Betrachtung für den Tag

    O Patriarch, geliebt von Gottes Sohn,

    Den treu du einst geführt auf dieser Erde:

    O sprich ein Wort für mich bei seinem Thron,

    Dass ich durch seine Gnade selig werde.


    1. Die Schrift fasst alle erhabenen Vorzüge des glorreichen heiligen Patriarchen Joseph in die kurzen Worte zusammen: "Joseph, der gerecht war." Vorzugsweise war er der Gerechte, in dem alle Tugenden wie in ihrem Brennpunkt sich vereinigten. So himmlisch leuchtete der Glanz seiner Heiligkeit, dass der ewige Vater selbst seinen eingeborenen Sohn ihm zur Führung seiner Kindheit in der menschlichen Natur übergab. So lilienrein auch war seine Keuschheit, dass der Allerhöchste zum Beschützer der jungfräulichen Mutter seines Eingeborenen ihn erkor, die heiligsten Personen des Himmels und der Erde ihm unterordnete, und ihre Leitung in seine Hände legte, eine Würde, deren er den höchsten Seraph nicht würdig achtete.


    2. So groß und erhaben aber dieser heilige Patriarch in den Augen Gottes war, so demütig war er in seinen eigenen. Von Gottes Licht im Innern erleuchtet, und verabgründet in die hochheiligen Geheimnisse der ewigen Weisheit, betrachtete er in Ehrfurcht die heiligste Familie, liebte sie in übernatürlicher Liebe, wachte über sie mit väterlicher Fürsorge, und diente ihr als getreuester Knecht. Im Schweiß seines Angesichtes arbeitete er, sie zu nähren und zu pflegen. Waren auch seine Arbeiten nur gewöhnliche Werke, so tat er sie dennoch mit so reiner Absicht und mit so großer Liebe, dass die geringste unter ihnen alle glänzenden Taten aller weltberühmten Weisen und Helden unendlich überwog.


    3. Aber hoch über allen sterblichen Begriffen steht die zarte Liebe, die himmlische Innigkeit dieser drei heiligsten Personen. In wunderschöner Vertraulichkeit kamen sie dem heiligen Patriarchen zuvor. Zärtlich liebkoste das Kind Jesus seinen geliebtesten Pflegevater. Und wer wird es je erfassen, zu wie unermesslicher Liebe und Heiligkeit dieser große Heilige in dem so langjährigen Umgang mit Jesus und Maria gelangte. Wie vieles erbietet sich hier zur andächtigen Betrachtung. Zumal aber zeigte sich die zarteste Liebe und Dankbarkeit seiner jungfräulichen Braut und seines göttlichen Pflegesohnes beim Tod dieses geliebtesten Patriarchen, der in ihren Armen verschied. O unaussprechlicher Trost, o Seligkeit eines solchen Todes! Numeri 23,10b: "Oh, könnte ich den Tod der Gerechten sterben, und wäre mein Ende dem seinen gleich."



    Heilige Mutter Anna, bitte für uns!

    Bitte besonders für die Kinder,

    die ohne von Gott zu hören aufwachsen,

    die mit Angst leben müssen,

    die misshandelt werden,

    die keine Liebe erfahren,

    die in der Schule unter Mobbing leiden,

    die missbraucht werden,

    die von anderen Kindern bedroht werden,

    die nicht mehr aus noch ein wissen,

    die Schmerzen erleiden,

    die verzweifelt sind,

    die unter Hunger und Durst leiden,

    die abgetrieben werden.

    Aus: https://www.marianisches.de


    Auch der Namenstag von unserem Papst Benedikt XVI ist heute.

  • Thema von Blasius im Forum Schon gewusst ?



    Josefi, auch Josefstag genannt (19. März), ist dem heiligen Josef von Nazareth gewidmet.


    Bis ins Jahr 1968 war dieser Tag ein bayernweiter Feiertag.

    Seit dem Jahr der Abschaffung des allgemeinen Feiertages
    werden damit verbundene Bräuche kaum mehr geübt, neue kommen in Aufschwung.

    Termin

    Dieser Brauch ist am 19.03.2019.
    Er findet jedes Jahr zu diesem Datum statt.

    Ablauf

    Heute trifft man mancherorts lediglich auf Brosamen älterer und neuerer Josefibräuche. Beispielsweise bekommen am 19. März alle Josefs an der Wendelstein-Seilbahn eine Freifahrt und im Seefelder Casino Jetons spendiert. Starkbierfeste (siehe unten), Markt- und Dulttage (z. B. in Vohburg, Pfaffenhofen a.d. Ilm) haben ihren traditionellen Termin um Josefi herum und werden teilweise auch nach dem Gedenktag benannt.

    Josefi in Reutberg

    Jährlich finden sich in der Klosterbrauerei Reutberg nahe Sachsenkam rund 7.000 Besucher ein, um den Josefstag und den mit diesem einhergehenden Starkbieranstich zu feiern. Die Verehrung des Heiligen und Josefi-Bräuche stehen bei dieser Feierlichkeit jedoch nicht im Vordergrund. In erster Linie geht es um den Starkbieranstich. Jedenfalls werden in den fünf Tagen der Feierlichkeiten etwa 155 Hektoliter Bier genossen.

    Nicht nur in Reutberg beginnt zu Josefi die Starkbierzeit. In zahlreichen Orten geschieht das in ganz Bayern an eben jenem Tag. Die Münchner Brauereien allen voran sind für die Ausübung und Aufrechterhaltung dieses Brauches bekannt, seien die Gründe auch eher kommerzielle als christliche; der Starkbieranstich am Nockherberg dürfte der wohl weit über Bayern hinaus Bekannteste sein. Jedoch hat dieser heutzutage eher kommerziell ausgerichtete Brauch einen frommen Hintergrund. Und zwar den mittelalterlichen Grundsatz Flüssiges bricht das Fasten nicht. So machten die Geistlichen aus Not eine Tugend und ernährten sich vom Flüssigen Brot. Bereits seit dem 7. Jahrhundert ist bekannt gewesen, dass das Goldene Wasser nicht nur Durst, sondern auch Hunger stillt, insbesondere dann, wenn es so wie das Starkbier kräftig gebraut ist und pro Liter rund 700 Kalorien enthält. Vom Märzen bis zum Maibock kommen die Biertrinker also auf ihre Kosten und brechen das Fasten dennoch nicht.

    Josefi in Kloster Roggenburg


    Und so sieht das Programm für das Roggenburger Josefsfest 2010 aus: Nach dem Festgottesdienst in der Klosterkirche, der vom Männergesangsverein Liederkranz 1874 Roggenburg e.V. und von den Bubenhausener Alphornbläser musikalisch umrahmt wird, geht es zur anschließenden Josefsfeier in das Schützenheim. Dort findet ein gemütlicher „Hoigarta“ statt, ein gemütliches Zusammensein bei bayrischen - schwäbischen Gerichten und natürlich, Fastenbier. Diesen einst traditionsreichen großen Feiertag wird von der Stubenmusik Heinle aus Bubenhausen, den Bubenhausener Alphornbläsern und der Werkstattmusik Bubenhausen musikalisch umrahmt. Garniert wird diese öffentliche Veranstaltung, wo der Eintritt frei ist, mit einer Dichterlesung in schwäbischer Mundart, rund um das bayerisch – schwäbische Leben, mit Gedichten von und mit Luis Walter.

    Quelle: Traditionelles Josefsfest in Roggenburg mit Kirchgang, Hoigarta und schwäbischer Dichterlesung, ein Artikel von Louis Walter in www.myheimat.de/roggenburg/kultur/tradit.../1/recommend/1/

    Josefspartei

    Engagement zur Wiedereinführung des Joseftags als gesetzlichen Feiertag findet sich im schwäbischen Aichach. Zunächst begannen einige Josefs damit sich am 19. März frei zu nehmen und den Tag ihres Namenspatrons an einem von ihnen eigens dafür gegründeten Stammtisch, der sich Die Damischen Ritter nennt, im Aichacher Turm zu feiern. Bald darauf war es mit der Motivation so weit gekommen, dass sie eine Partei gründeten; Die Königlich Bayerische Josefspartei. Deren oberstes und eigentlich auch einziges Ziel ist es, den Josefstag wieder als Feiertag einzuführen und diesen gebührend zu feiern. Zum Zeitpunkt der Parteigründung im Jahre 1972 war die Mitgliederzahl noch unbedeutend gering. Doch konnte die Partei einen rapiden Mitgliederzuwachs verzeichnen. Heute gehören ihr über 6.000 Mitglieder aus aller Welt und allen Schichten an. Das wohl berühmteste Mitglied ist Franz Josef Marget, der hauptberuflich die SPD-Landtagsfraktion lenkt. Für ihn ist der Ziehvater Jesu der Ursozialdemokrat. Auch Papst Benedikt (Josef Ratzinger) blieb von der Parteiideologie nicht unberührt. Doch aufgrund seines Amtes darf er keine Parteimitgliedschaft innehaben. Immerhin konnte er seinem Wohlwollen und seiner Begeisterung mit einer Spende Ausdruck verleihen.

    Hintergrund- Infos

    Der Heilige und seine Verehrung


    Der Name Josef (Joseph) stammt aus dem Hebräischen und bedeutet soviel wie Gott möge hinzufügen. Deshalb wird Josef in vielen biblischen Kalendern auch Josef der Vermehrer genannt. Der hl. Josef, der Mann der Gottesmutter Maria und Nährvater Jesu Christi, übte seiner Zeit in Nazareth den Beruf des Zimmermanns aus. Legenden zufolge soll er, als er sich mit Maria vermählte, bereits sehr betagt gewesen sein. Als seine damals noch Verlobte, Maria, schwanger wurde, gedachte er sich in aller Stille von ihr zu trennen. Da ihm aber im Traume ein Engel erschien um ihn in das Geheimnis der göttlichen Empfängnis einzuweihen, lebten sie von nun an in jungfräulicher Ehe. Josef ist in den katholischen Regionen Altbayerns und Schwabens der meist verehrte Heilige. Ihm sind zahllose Kirchen, Altäre und Kapellen geweiht.

    Dazu gilt er als Patron der ganzen katholischen Kirche, von Mexiko, Philippinen, Kanada, China, Böhmen, Bayern, Peru, Russland, Vietnam und Österreich, von Tirol,Steiermark, Kärnten, und Vorarlberg; der Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendlichen und Waisen, der Jungfräulichkeit,
    der Kämpfer gegen den Kommunismus; der Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Holzhauer, Schreiner, Wagner, Totengräber, Ingenieure, Erzieher, Pioniere, Reisenden und Verbannten, der Sterbenden;
    bei Augenleiden in Versuchungen und Verzweiflung bei Wohnungsnot und für einen guten Tod.

    Berühmte Namensträger sind zum Beispiel Franz Josef Strauß und Joschka Fischer, Sepp Herberger und Jupp Derwall, Beppo Brehm und Joop, Osip Mandelslam und Jostein Gaarder und sogar José Carreras und Giuseppe Verdi. Und nicht zu vergessen, die Josephas und Josephinen, wie Josephine Baker, Jodie Foster, Kaiserin Josepha, die Ehefrau Joseph II. (nach Weid).

    Verehrt wird der hl. Josef schon lange. Schriftlicher und mündlicher Überlieferungen bestätigen den Josefstag als Festtag seit dem 9. Jahrhundert. Aber erst 1621 wurde der 19. März als Josefstag von Papst Gregor XV. zum allgemein gebotenen kirchlichen Feiertag erklärt. Es wird oft von einem dramatischen Ereignis berichtet, das diesem Gedenktag angeblich zugrunde liegt. Der Habsburger Kaiser Ferdinand II. sei zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges mit einem Josefsbild in die Schlacht am Weißen Berg bei Prag gezogen, die er unter großem Blutvergießen gewann. Infolgedessen hätten die Habsburger Josef zum Patron ihres Hauses erklärt. Das stimmt so nicht. Nachweislich hat erst Kaiser Leopold I. den Sieg über die Türken am Kahlenberg 1683 dem besonderen Beistand Josephs zugeschrieben. Zu dieser Zeit war der h. Joseph bereits auf Bitten deselben Kaisers durch eine päpstliche Bulle von 1675 für alle Zeiten zum Patron der österreichischen Erblande erhoben worden (nach Möller).

    Trotz eines 1934 von den Nationalsozialisten erlassenen Reichsgesetzes, welches die Abschaffung zahlreicher Feiertage und auch Josefi vorsah, wurde der Josefstag insbesondere auf dem Lande weiterhin gefeiert und mit Arbeitsruhe, sogar für Dienstboten, Polen und Kriegsgefangene gewürdigt. Den ersten Mai, der als Tag der Arbeit gefeiert wird, begehen die Katholiken seit 1956 als Fest des hl. Josef des Arbeiters. Josefi, der 19. März, ist in Bayern seit 1968 kein gesetzlicher Feiertag mehr. Er wurde abgeschafft zur Amtszeit des bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel, also vom Chef der - vom Ochsensepp bis zu Josef Deimer – josefreichsten Partei Deutschlands.

    Früher in Österreich

    Zu Ehren des Nährvater Jesu ruhte an Josefi auch in Österreich bis ins Jahr 1968 die Arbeit. Im Gegensatz zu den bayerischen Kindern haben die österreichischen an Josefi heute noch schulfrei. Ein Brauch war, die jungfräulichen Mädchen mit Blumen zu beschenken. Mal in Form eines Blumenkranzes, um die Jungfräulichkeit zu bewahren, mal in Form eines Blumenstraußes, um das Gegenteil zu bewirken. Die jungen Burschen genehmigten sich zu diesem Tag die erste Biergartenmaß der Saiason. Um Versuchungen standhalten zu können und sich im Falle des Schwachwerdens auf höhere Mächte berufen zu können, beschmückten jung vermählte Bauersleute gegenseitig ihre Finger mit so genannten Josefiringen.

    Bei diesen Josephiringen handelt es sich um sogenannte Sekundärreliquien. Sie erinnern an den Verlobungsring, den Joseph und Maria getragen haben sollen - eine sinnfällige Legende. Die Josefiringe sollten Paaren helfen keusch (sexuell enthaltsam) zu bleiben.

    Früher in Bayern
    Einstellungstermin


    Im Arbeitsjahr spielte Josefi als Stichtag für eine neue Anstellung eine Rolle. Als Saisonarbeiter kamen z.B. die Schwabenkinder zu bestimmten Märkten und wurden den Bauern dort als billige Arbeitskräfte angeboten. Nach monatelanger Schwerstarbeit kehrten die Kinder traditionsgemäß am Simon-Judä-Tag (am 30. September) zurück. In vielen Tälern der Region Tirols und Voralbergs ist es bis ins 20. Jahrhundert hinein noch üblich gewesen, einige Kinder, die das zehnte Lebensjahr vollendet hatten und aus ärmeren oder kinderreichen Familien stammten, ins Schwabenland zu schicken. Dort dienten sie dann im Stall oder auf dem Acker. Als Gegenleistung erhielten die Kinder Kost und Logis, ein neues Häß (Outfit), dazu ein neues Paar Schuhe und eine Entlohnung von 15-40 Mark. Bestellungen für kindliche Arbeitskräfte wurden von städtischen Gutsherren bereits um Lichtmess aufgenommen.

    Eine Besonderheit aus Berchtesgaden
    Die Weihe des Baumwollbrotes ist ein alter Josefibrauch, der überwiegend im Berchtesgadener Land ausgeübt wurde. Es enthält besonders viele Rosinen und wird aus vier zusammengefügten runden Hefeteig-Broten gebacken.

    Bauernregeln zu Josefi

    Eine Bauernregel ist nichts anderes als eine einfache Wetterregel, die auf regionaler Erfahrung beruht. Speziell für den Josefstag gelten folgende Regeln:

    1. Wenns erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss.

    2. Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag.

    3. Joseph klar, gibt ein gutes Honigjahr.

    4. Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr.

    5. Ists am Josefi-Tag klar, folgt ein fruchtbares Jahr.

    6. Am Josefi-Tag soll der faulste Bauer auf seinem Acker sein.

    7. Ists am Josefitag schön, kanns nur gut weitergehn

    8. Ists am Josephstag schön, wird ein gutes Jahr man sehn!

    9. Josef behände macht dem Winter ein Ende!

    Aus:
    http://www.brauchwiki.de/Josefi_(Josefstag)

  • Thema von Blasius im Forum Predigten

    Die arbeitende heilige Familie;
    durch seine Mitarbeit
    im Hause von Nazareth
    hat Christus die Arbeit geheiligt




    Arbeit als Gottesdienst - Predigt zum Fest des hl. Joseph
    von Prälat Prof. Georg May


    Geliebte im Herrn!

    „Laß uns die Arbeit ver­rich­ten, die du uns auf­trägst, und den Lohn emp­fan­gen, den du ver­hei­ßest.“ So beten wir am Feste von Josef dem Arbei­ter. Mit dem Chris­ten­tum ist eine neue Wer­tung der Arbeit in die Welt gekom­men.

    Das Hei­den­tum hat im all­ge­mei­nen die Arbeit, vor allem die kör­per­li­che Arbeit, gering­schät­zig beur­teilt. Der berühmte Jurist und Phi­lo­soph Cicero zum Bei­spiel schreibt: „Nichts Edles kommt aus der Werk­stätte.“ In der moder­nen Zeit gibt es einen Strang der Über­schät­zung der Arbeit, der die Arbeit an die Stelle der Reli­gion setzt, als ein Ersatz für die Reli­gion ansieht.

    Die christ­li­che Auf­fas­sung, wel­che die Kir­che ver­mit­telt, hat die Arbeit in ihrem Werte erkannt und diese Wert­schät­zung der Arbeit bei dem christ­li­chen Volke durch­ge­setzt. Wir wol­len am heu­ti­gen Tage über die Bedeu­tung der Arbeit, über die Pflicht zur Arbeit und über die Ord­nung der Arbeit nach­den­ken.

    Für uns Chris­ten ist die Arbeit in gewis­ser Hin­sicht ein Got­tes­dienst. Wir arbei­ten zur Ehre Got­tes, zum Dienste des Nächs­ten, zu unse­rem eige­nen Heile.

    Und weil wir diese Inten­tion haben, ist die Arbeit ein Gott dar­ge­brach­tes Opfer, ein Gott geleis­te­ter Dienst. „Für den Herrn arbeite, nicht für die Men­schen“, mahnt der Apos­tel. So hat also die Arbeit eine große Würde, und an unse­rer Arbeit, an der Art und Weise, wie wir unsere Arbeit ver­rich­ten, wird sich ein­mal unser ewi­ges Los ent­schei­den. Wir wol­len die Arbeit schät­zen, wir wol­len rast­los tätig sein, wir wol­len vor der Arbeit nicht flie­hen.

    In der vori­gen Woche sagte mir ein Stu­dent:

    „Ich tu nur das, was unbe­dingt not­wen­dig ist.“ Das ist eine ganz fal­sche Auf­fas­sung.

    Man soll sich aus­wir­ken, man soll soviel tun, wie mög­lich ist, um Gott zu ehren,

    Amen.

    Quelle: http://www.glaubenswahrheit.org/predigte.../1993/19930501/

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    19. März, 2019

    HL. JOSEF

    Bräutigam der Gottesmutter Maria

    Hochfest


    Der hl. Josef wird von den Evangelisten Matthäus und Lukas erwähnt.
    Nach beiden Evangelien war Josef davidischer Abstammung:
    das Bindeglied zwischen dem davidischen Königshaus und dem Messias.

    Die Stationen seines Lebens sind bekannt.
    Er war ein Mann des Glaubens und des Vertrauens, Mitwisser göttlicher Geheimnisse,
    ein großer Schweiger.

    Als liebevoller Gatte der Jungfrau Maria hat er an Jesus die Stelle des Vaters vertreten.
    Wie lange Josef gelebt hat, wissen wir nicht; das letzte Mal wird er bei

    er Osterwallfahrt mit dem zwölfjährigen Jesus erwähnt.

    Die öffentliche Verehrung des hl. Josef beginnt im Abendland erst im 14./15. Jahrhundert.
    Im römischen Kalender steht sein Fest seit 1621.
    Pius IX. erklärte ihn zum Schutzpatron der Kirche.


    Der Mann, der dient

    „Josef - er ist der Mann am Rande, im Schatten. Der Mann der schweigenden Hilfe.
    Der Mann, in dessen Leben Gott dauernd eingreift mit neuen Weisungen und Sendungen.

    Immer neue Weisungen und neue Sendungen, neuer Aufbruch und neue Ausfahrt ...
    Er ist der Mann, der ging. Das ist sein Gesetz: der dienstwillige Gehorsam.
    Er ist der Mann,
    der dient. Dass ein Wort Gottes bindet und sendet, ist ihm selbstverständlich.
    Die dienstwillige Bereitschaft, das ist sein Geheimnis.“ (A. Delp)


    ERÖFFNUNGSVERS
    Vgl. Lk 12, 42

    Seht, das ist der treue und kluge Hausvater,

    dem der Herr seine Familie anvertraut,

    damit er für sie sorge.
    Ehre sei Gott


    TAGESGEBET

    Allmächtiger Gott,

    du hast Jesus, unseren Heiland,

    und seine Mutter Maria

    der treuen Sorge des heiligen Josef anvertraut.

    Höre auf seine Fürsprache

    und hilf deiner Kirche,

    die Geheimnisse der Erlösung treu zu verwalten,

    bis das Werk des Heiles vollendet ist.

    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    https://www.erzabtei-beuron.de/schott/sc...m%2FMaerz19.htm

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Seite 3

    Ein ehrlicher Mensch erntet vielfachen Segen

    und wer auf seinen Herrn achtgibt, wird geehrt. (Spr 28,20.27,18)

    Dieses Zitat aus den Sprichwörtern, das früher die Kirche für das Fest des hl. Josef vorgesehen hatte, trifft das Wesen des Heiligen. Er war gut und gerecht, ein ehrlicher Mensch, der treu den Auftrag Gottes befolgt hat und auf seinen Herrn achtgegeben hat. Er hat im Kind, das seine Verlobte geboren hat und das nicht von ihm stammte, den Sohn Gottes, den Herrn Jesus Christus erkannt.
    Wie Gott das Ja Marias brauchte, um seinen Plan zu erfüllen, so brauchte er auch das stille Ja des hl. Josef. Denn hätte Josef die Schwangerschaft Marias nicht akzeptiert, wäre sie sicher aus der Gesellschaft ausgestoßen, wenn nicht gar als Ehebrecherin gesteinigt worden. Heutzutage werden alleinerziehende Mütter von der Gesellschaft akzeptiert, aber das ist noch nicht lange so. Über Jahrhunderte hinweg galt ein außereheliches Kind als Schande. Wir müssen uns die ganze Tragweite der Situation bewusst machen, in die Maria durch ihr Ja zu Gottes Plan geraten ist.

    Josef verstößt Maria nicht, sondern nimmt sie zu seiner Frau und nimmt ihr Kind an wie sein eigenes. Er ist der Ernährer dieser für damalige Zeiten kleinen Familie und er war Jesus ein guter Vater, auch wenn er wusste, dass ein ganz anderer der wahre Vater ist. Lukas berichtet uns, dass auch Jesus sehr bald darum wusste, wer sein wahrer Vater ist, spätestens ab seinem zwölften Lebensjahr, als er zu seinen Eltern, die ihn im Tempel fanden, sagte: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" (Lk 2,49)

    Preisen möge dich heut,
    Josef, der Engel Schar,
    dir erklinge im Chor
    unseres Jubels Lied.
    Du bist wahrhaft erwählt
    hat doch der Herr der Welt
    Sohn und Mutter dir anvertraut.

    Papst Johannes Paul II. sagt in seinem Apostolischen Schreiben Redemptoris Costos
    über Gestalt und Sendung des hl. Josef im Leben Christi und der Kirche:

    Der hl. Josef hatte am Geheimnis der Menschwerdung Gottes teil wie kein anderes menschliches Geschöpf, ausgenommen Maria.

    Am Anfang dieses Pilgerweges trifft sich der Glaube Mariens mit dem Glauben Josefs.
    Der hl. Josef wurde von Gott dazu berufen, durch die Ausübung seiner Vaterschaft unmittelbar der Person und Sendung Jesu zu dienen: auf diese Weise wirkt er in der Fülle der Zeit an dem großen Geheimnis der Erlösung mit und ist tatsächlich Diener des Heils. Seine Vaterschaft kommt konkret darin zum Ausdruck, dass er sein Leben zu einem Dienst, zu einem Opfer an das Geheimnis der Menschwerdung und an den damit verbundenen Erlösungsauftrag gemacht hat.

    Da Pius IX. in schwieriger Zeit die Kirche dem besonderen Schutz des heiligen Patriarchen Josef anvertrauen wollte, erklärte er ihn zum Patron der katholischen Kirche. Der Papst wusste, dass er damit nicht eine weit hergeholte Geste vollzog, denn aufgrund der herausragenden Würde, die Gott diesem treuen Diener gewährt hatte, hielt die Kirche nach der seligen Jungfrau, seiner Frau, stets den heiligen Josef hoch in Ehren und bedachte ihn mit Lob und wandte sich vorzugsweise in ihren Bedrängnissen an ihn.
    Eingedenk der Tatsache, dass Gott die Anfänge unserer Erlösung dem aufmerksamen Schutz des hl. Josef anvertraut hat, bittet sie ihn zu ermöglichen, dass sie in Treue am Heilswerk mitwirkt, dass ihr dieselbe Treue und Reinheit des Herzens, die Josef im Dienst am fleischgewordenen Wort beseelte, zu Teil wird, und dass sie nach dem Beispiel und durch die Fürsprache des Heiligen vor Gott hergeht auf den Wegen der Heiligkeit und Gerechtigkeit.

    In seiner Enzyklika Quamquam pluries schreibt Papst Leo XIII.


    Damit Gott unseren Gebeten ein huldvolleres Ohr leihe und damit er seiner Kirche bereitwilliger und freigebiger beistehe, scheint es uns höchst angebracht, dass die Christenheit es sich zur Gewohnheit mache, zugleich mit der jungfräulichen Gottesmutter auch den heiligen Josef, ihren keuschen Gemahl, mit großer Andacht und kindlichem Vertrauen anzurufen.

    Bei dir, heiliger Josef, suchen wir Zuflucht. Wir haben deine heiligste Braut um Hilfe angefleht und bitten nun vertrauensvoll um deinen väterlichen Schutz. Um der Liebe willen, die dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, um der väterlichen Liebe willen, mit der du das Jesuskind umfangen hast, bitten wir dich flehentlich: Schau gütig herab auf die Kirche, die Jesus Christus durch sein Blut sich erworben hat, und komm unseren Nöten durch deine Macht zu Hilfe.
    Du hast in treuer Sorge gewacht über die heilige Familie; schütze nun auch die auserwählten Kinder Jesu Christi. Liebreicher Vater, halte fern von uns jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis. Du starker Beschützer, steh uns vom Himmel aus gnädig bei in unserem Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Wie du einst das Jesuskind aus höchster Lebensgefahr gerettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen alle Nachstellungen ihrer Feinde und gegen jede Widerwärtigkeit. Jeden von uns aber nimm unter deinen beständigen Schutz, damit wir nach deinem Beispiel und mit deiner Hilfe heilig leben, gut sterben und die ewige Glückseligkeit im Himmel erlangen.

    Amen.

    Seite 1 - 3 aus:

    http://www.praedica.de/Heilige-Feste/0319_Joseph.htm

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema




    Seite 2


    Nachdem Josef auf Geheiß des Engels Maria angenommen hat und damit auch das Kind Marias rechtlich als sein Kind galt, bekommt er noch zwei Aufträge, um das Kind und seine Mutter zu beschützen. Weil König Herodes von den Sterndeutern erfahren hat, dass ein königliches Kind in Betlehem geboren ist, fürchtet er um seine Herrschaft und lässt alle Kinder Betlehems töten. Josef aber flieht rechtzeitig mit seiner Familie nach Ägypten:

    Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. (Mt 2,13-15)

    Nach Ägypten ist auch ein anderer Josef gegangen, der Sohn Jakobs, einer der zwölf Stammväter Israels. Er wurde von seinen Brüdern dorthin verkauft, wurde aber dann zu einem mächtigen Mann an der Seite des Pharao, und als sein Vater und seine Brüder wegen einer Hungersnot in Bedrängnis gerieten, rettete er sie, indem er sie nach Ägypten kommen ließ. Auch dieser Josef war ein Träumer, dem Gott im Traum seinen Willen offenbarte. Somit ist es kein Zufall, dass auch der Josef des Neuen Testaments Träume hat und mit seiner Familie nach Ägypten zieht.
    Als die Zeit dafür gekommen ist, lässt Gott die Heilige Familie wieder nach Israel zurückkehren, und wieder ist es Josef, der hier auf Geheiß Gottes der Handelnde ist:

    Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel.
    Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden. (Mt 2,19-23)

    Aufmerksam sein und die Zeichen der Zeit deuten können, im entscheidenden Moment das Rechte tun, das war dein großes Verdienst, Heiliger Joseph. Du hast auf das gehört, was Gott dir gesagt hat.
    Als Maria auf wunderbare Weise schwanger wurde, da hast du sie nicht allein gelassen, du hast für sie gesorgt. Du hast nicht nach dem Augenschein und Hörensagen geurteilt. In Liebe warst du der dir anvertrauten Frau, Maria, verbunden.
    Als dann der freudige Tag kam und der Sohn Gottes geboren wurde, als die Hirten jubelten und die Könige Geschenke brachten, bist du doch aufmerksam geblieben. Du hast die Gefahr erkannt, die vom Neid des Herodes drohte. Du hast Gottes Ruf im Traum gehört und glaubend angenommen, dass du für das Kind sorgen sollst - für Gottes Sohn, als wäre es dein eigener.

    Als dem Kind Gefahr drohte, hast du nicht einfach weggesehen. Wieder hast du Gottes Wort geglaubt, hast alles verlassen, deine Arbeit, deine Heimat, und bist mit deiner Familie aufgebrochen in die Fremde, nach Ägypten, um Gottes Sohn in Sicherheit zu bringen. Der mühsame Weg nach Ägypten, ein Leben in der Fremde, du hast deine Familie sicher hindurchgeführt.

    Nach eurer Rückkehr ins Heilige Land hast du weiter treu gesorgt für das Kind und seine Mutter, in aller Stille und Bescheidenheit, um das Geheimnis wissend, das deine Familie umgab. Du hast deinen Sohn liebevoll erzogen. Gott hat dich mit Gnaden reicht beschenkt. Auf deinen Armen durftest du den Heiland tragen, und unter deinen Augen wuchs er heran. Du bist gepriesen unter allen Männern, und gepriesen ist Jesus, das göttliche Kind deiner jungfräulichen Lebensgefährtin.

    Dann erfahren wir nichts mehr von dir. Aber es bleibt uns dein Beispiel, aufmerksam zu sein, wenn Gott uns anrührt und in seinen Dienst ruft, anzupacken, wenn es Zeit ist und aufzubrechen, auch wenn der Weg uns ungewiss erscheint.
    Du hast das öffentliche Wirken Jesu nicht mehr erlebt, aber Gott hat dich in den Himmel erhoben. Dort hast du weiter auf deine Familie geschaut. Durch alle Zeiten schaust du auf uns Kinder Gottes, hörst unsere Bitten und stehst uns gnädig bei. Sei du allezeit unser Fürsprecher in unseren Sorgen um unsere Familien, um unser Wohlergehen und unsere Berufsarbeit. Stehe uns endlich auch gütig bei in der Stunde unseres Todes.
    Heiliger Joseph, steh uns bei, dass wir deinem Beispiel folgen. Bitte für uns, dass auch wir auf Gottes Wort hören, wie du es getan hast, und gehorsam seinen Willen tun. Bitte für uns in unseren Nöten und steh uns bei, dass wir einst das Ziel unseres Lebens erreichen, ewig bei Gott zu sein. Amen.

    Freue dich, du gerechter Josef, und lobe den Herrn.
    Freue dich, denn ganz Israel frohlockt.
    Freue dich, denn der Gott Jakobs kehrt zurück nach Hause.
    Freue dich, denn David tanzt vor ihm.
    Freue dich, denn dein Weg wird durch das Licht der Welt erhellt.
    Freue dich, denn eine Feuersäule zeigt dir den Weg.
    Freue dich, denn das Brot des Lebens wandert mit dir.
    Freue dich, denn du trinkst das Wasser der Unsterblichkeit.
    Freue dich, denn mit dir wandert der einzig richtige Weg.
    Freue dich, denn du hältst in deinen Händen die Wahrheit.
    Freue dich, denn das Leben liegt an deiner Brust.
    Freue dich, du Ort der göttlichen Ruhe.
    Freue dich, du heiliger Beschützer der Unbefleckten Jungfrau.
    (Gebet der Ostkirche - zur Rückkehr aus Ägypten)

    Still ist es um den heiligen Josef in den Evangelien nach der Kindheit Jesu und auch in der Kirche war es lange Zeit still um ihn. Doch dann entdeckt das Volk seine Verehrung, zunächst im Osten, später auch im Westen. Sicher, der heilige Josef ist bei allen Festen, die in Zusammenhang mit der Geburt Jesu stehen, ganz selbstverständlich dabei. Wer sehen ihn zu Weihnachten an der Krippe Jesu und am Fest der Darstellung des Herrn neben Maria mit dem Jesuskind im Tempel. Einen eigenen Festtag erhält er allerdings erst relativ spät.
    Sichere Belege für ein Fest des hl. Josef am 19. März finden sich erst im 12. Jahrhundert und es dauerte noch bis zum 15. Jahrhundert, bis dieses Fest für die ganze Kirche eingeführt wurde. 1621 wurde der Josefstag zu einem gebotenen Feiertag. Pius IX. erklärte 1870 den hl. Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche und erhob den Rang seines Festtages am 19. März zu einem Hochfest. Seit dem Jahr 1955 hat der heilige Josef mit dem Festtag des heiligen Josef, des Arbeiters am 1. Mai einen weiteren Gedenktag im Kirchenjahr.
    Der heilige Josef war in der Volksfrömmigkeit durch viele Jahrhunderte hindurch von großer Bedeutung und auch heute vertrauen wir ihm ganz besonders die Sorge um unsere Familien und um unsere Arbeitsstelle an und bitten ihn um seinen Beistand in der Stunde des Todes.
    Josef ist der stille Mann im Hintergrund, von dem in der Heiligen Schrift kein einziges Wort überliefert ist. und doch ist er von wesentlicher Bedeutung, für Maria, für Jesus als Mensch, für Gott, und auch für uns. Josef leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Gott unter uns Menschen leben kann.
    Josef ist ein Mann des Hörens und er ist zugleich ein Mann des Tuns. Für ihn gibt es kein langes Diskutieren. Er tut sogleich das, was Gott von ihm will. Er sagt nicht, ja man müsste eigentlich ... und tut doch nichts. In Stille, ohne groß von sich reden zu machen, erfüllt er seinen Auftrag.
    Dabei ist er mehr als ein bloßer Befehlsempfänger. Er handelt in Freiheit und aus Überzeugung. Was mir besonders wichtig erscheint ist, dass Gott Josef aktiv in seinen Plan mit einbezieht. Josef erfährt nicht irgendwie von hinten herum oder indirekt durch Maria, dass Gott da irgendeinen Plan hat. Gott selbst weiht ihn durch einen Engel ein.
    Gott zeigt Josef, dass es seine Aufgabe ist, für den heranwachsenden Gottessohn zu sorgen. Dies schließt mit ein, dass Josef als keuscher Gefährte mit Maria zusammenlebt und auf die geschlechtliche Gemeinschaft mit ihr verzichtet. Das war sicher nicht leicht für ihn. Sicher hatte er andere Erwartungen, als er sich in das schöne junge Mädchen namens Maria verliebt und sich schließlich mit ihr verlobt hat. Josef hätte weg gehen können. Doch er blieb. Er nahm den Willen Gottes als den seinen an.
    Erst durch Josef wird Jesus der verheißene Sohn Davids. Er war aus dem Stamm Juda und in ihm floss das königliche Blut des Urahnen David. Obwohl Jesus nicht sein leiblicher Sohn ist, folgt der Stammbaum Jesu der Tradition gemäß doch seiner Linie. Der Gottessohn ist für ihn wie sein eigener Sohn. Josef ist immer für Maria und Jesus da. Er führt die Heilige Familie sicher durch schwierige Zeiten. Er hält treu zu den ihm Anvertrauten, eben weil er nicht bloß Statist ist, sondern weil Gott ihm die Sorge für seinen Sohn und dessen Mutter anvertraut hat und er diese bewusst angenommen hat.
    Josef tat, was Gott von ihm wollte. Sein Wille war eins mit dem Willen Gottes. Das ist, egal wo wir stehen, auch unsere Aufgabe. Den Willen Gottes erkennen und ihn tun. So können wir mitarbeiten am Aufbau des Reiches Gottes. Bitten wir den heiligen Josef dazu um seine Fürsprache.

    Weiter auf Seite 3

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Die Kirche feiert heute den Festtag des hl. Josef.

    Er ist der Mann an der Seite Mariens und Ziehvater des Jesuskindes. Die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten über ihn in ihren Kindheitsgeschichten, bei Johannes wird zweimal erwähnt, dass Jesus als der Sohn Josefs galt (Joh 1,45 und 6,42). Doch es wird kein Wort von ihm überliefert. Bei Markus wird er nicht einmal namentlich erwähnt. Von ihm erfahren wir nur indirekt über den hl. Josef. In seiner Heimatstadt Nazaret kannte man Jesus uns seine Eltern und sagte über ihn:

    Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. (Mk 6,3)
    Matthäus formuliert ähnlich:

    Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? (Mt 13,55-56)
    Aus diesen Stellen erfahren wir, dass Josef Zimmermann war und dass auch Jesus von ihm dieses Handwerk gelernt hatte. Ob Josef selbständig war oder wie groß sein Betrieb war, wissen wir nicht. Was wir bei Lukas über die Kindheit Jesu hören, lässt aber darauf schließen, dass Josef eher ein einfacher Handwerker war, der von seinem Gewerbe leben konnte, aber damit nicht reich wurde. Darauf weist das Einfache-Leute-Opfer von zwei Tauben hin, das die Eltern bei der Darstellung Jesu im Tempel darbringen.
    Bereits die frühe Kirche glaubte, dass Josef nicht der leibliche Vater Jesu war. Schon immer galt Jesus als der Sohn Gottes, und das bedeutet, dass er zwar aus einer Frau geboren war, aber nicht von einem menschlichen Vater gezeugt wurde. Gott hat ihn auf wunderbare Weise im Leib Mariens entstehen lassen. Das versucht Matthäus durch das sogenannte Passivum Divinum zu erklären, einer Formulierung im Passiv, die deutlich macht, dass allein Gott der Handelnde sein kann. Er spricht von

    Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. (Mt 1,16)
    Konkreter berichtet uns Lukas von der Verheißung der Geburt Jesu.

    Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. (Lk 1,26-27)
    Maria war eine Jungfrau, die mit Josef verlobt war. Zu ihr sendet Gott den Erzengel Gabriel. Er verkündet ihr, dass sie ein Kind empfangen wird:

    Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. (Lk 1,31-33)
    Wir alle kennen diese Worte des Engels und wir kennen auch die Antwort Mariens. Sie spricht ihr Ja zu Gottes Willen und es geschieht mit ihr, wie der Engel verheißen hat.

    Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel. (Lk 1,38)
    Der Sohn Gottes, der Messias, muss aus dem Haus Davids stammen. Um dies zu belegen, finden wir bei den Evangelisten Matthäus und Lukas jeweils einen Stammbaum Jesu. Beide unterscheiden sich deutlich voneinander, aber beide führen die Linie Jesu auf David zurück. Das entscheidende Bindeglied zum Haus David ist in beiden Stammbäumen der hl. Josef. Er ist es, der aus dem Haus Davids stammt. Auch wenn er nicht der leibliche Vater Jesu ist, wird durch seine eheliche Verbindung mit Maria die Linie ihres Kindes mit der seinen verknüpft.
    Für Josef war es nicht leicht, die Schwangerschaft Mariens anzunehmen. Es galt als Schande, wenn eine Frau schwanger wurde, bevor sie verheiratet war und diese Schande fiel auch auf den Mann, der mit ihr eine Verbindung einging. Maria war bei ihrer Schwangerschaft mit Josef verlobt, aber Josef wusste sicher, dass das Kind nicht von ihm sein konnte. Wie sollte er mit dieser Situation umgehen? Um der öffentlichen Schande zu entgehen, wäre es am besten gewesen, wenn er sich von Maria getrennt hätte. Wir wissen nicht, ob Maria ihm sogleich die Geschichte mit dem Engel erzählt hat, und wenn ja, selbst einem frommen Mann fällt es schwer, so etwas zu glauben. Doch auch ihm erscheint ein Engel, und dann versteht er.

    Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte:
    Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
    Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus. (Mt 1,18-25)
    Wenn wir die beiden Berichte von Lukas und Matthäus vergleichen, so fällt uns auf, dass bei Lukas Maria im Zentrum des Geschehens steht. Ihr erscheint der Engel. Sie spricht ihr Ja zu Gottes Willen. Josef braucht keine Erklärung. Er steht an der Seite Mariens. Er zieht mit ihr nach Betlehem, weil es so auf Befehl des Kaisers Augustus sein musste und weil der Messias in Betlehem, der Stadt Davids, geboren werden musste:

    So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. (Lk 2,4-7)
    Er steht neben der Krippe mit Maria, als die Hirten nach den Worten der Engel herbeieilen:

    Sie eilten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. (Lk 2,16)
    In den nun folgenden Berichten von der Darstellung im Tempel und der Suche nach dem zwölfjährigen Jesus wird sogar nur noch von seinen Eltern berichtet und Josef namentlich nicht mehr einzeln erwähnt. Er steht dabei, treu und zuverlässig. Aber es ist Maria, die klar im Mittelpunkt steht. Zu ihr spricht der Prophet Simeon im Tempel, dass ihr ein Schwert durch die Seele dringen wird, sie bewahrt alles, was geschehen ist, in ihrem Herzen.

    Anders bei Matthäus. Hier ist es Josef, dem im Traum mehrmals ein Engel erscheint, um ihm zu sagen, was er tun soll. Von einer Begegnung Marias mit einem Engel erfahren wir bei Matthäus nichts. Hier ist es Josef, der sein "fiat" zum Willen Gottes gibt. Doch das geschieht anders als bei Maria im Lukasevangelium. Ihm tritt nicht der Erzengel Gabriel leibhaftig gegenüber, sondern es erscheint ihm ein namenloser Engel im Traum. Ist er uns dadurch aber nicht umso näher? Dass ein Erzengel leibhaftig einem Menschen erscheint, ist etwas Einmaliges. Doch dass ein Engel zu einem Menschen im Traum spricht, das kann jedem passieren. Wir merken es vielleicht nur nicht immer. Joseph hört die Stimme Gottes, der durch einen Engel im Traum zu ihm spricht. Bitten wir den heiligen Joseph um seine Fürsprache, dass auch wir zu solch hörenden Menschen werden.

    Seite 1, 2 und 3 folgen.


    Liebe Grüße, Blasius

  • SchutzengelgrußDatum18.03.2019 17:03
    Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete



    Schutzengel
    Pietro da Cortona

    O mein ehrwürdiger heiliger Engel, mein lieber Beschützer, ich grüße dich in dem liebreichen Herzen unseres lieben Herrn Jesus Christus und in dem jungfräulichen Herzen Mariä und in dem hohen und göttlichen Wesen der heiligsten Dreifaltigkeit.

    Ich bitte dich demütig, tritt hin vor den Thron meines himmlischen Bräutigams und grüße mir in Ehrfurcht mit den neun Chören der Engel die glorreiche Königin des Himmels, die Mutter meines Herrn.

    Aus:

    Deutsche Herz-Jesu-Gebete des 14. und 15. Jahrhunderts,
    Karl Richstätter S.J., Verlag Kösel & Pustet,1926

  • Thema von Blasius im Forum Predigten



    Der Weg des Heils Apg 16,17
    Hirtenbrief zur Fastenzeit 2019
    von Msgr. Dr. Vitus Huonder Bischof von Chur


    Dieser Hirtenbrief ist am ersten Fastensonntag,
    am 10. März 2019, in allen Gottesdiensten zu verlesen.

    Zur Veröffentlichung in den Medien
    ist er vom 11. März 2019 an freigegeben.

    VORWORT

    Liebe Leserin, lieber Leser

    Dies ist mein letzter Hirtenbrief zur Quadragesima, da meine Amtszeit als Bischof von Chur voraussichtlich am 21. April 2019, am Hochfest der Auferstehung unseres Herrn, endet. Deshalb möchte ich zusammenfassend sagen, was für den Weg unseres Glaubens zu wissen dringend notwendig ist. Ich möchte in Kürze, wie es ein Schreiben für den Vortrag im Gottesdienst erfordert, die Schwerpunkte unseres katholischen Bekenntnisses setzen. Ich rufe in Erinnerung, was für das christliche Leben unabdingbar ist, vor allem auch mit Blick auf eine Zeit großer Verunsicherung im Glauben, ja auf eine Zeit der Verwirrung.

    Ebenso beabsichtige ich, auf die wesentlichen Inhalte unseres Glaubens hinzuweisen, welche Menschen wissen sollten, die unsere katholische Religion besser kennen und annehmen möchten – und es gibt deren nicht wenige.

    So ist dieser Brief – von breve kommend abzuleiten – ein kurzes, begleitendes Schreiben, eine Art Vorwort, ein Werbespot zur „Konstitution“ unseres Glaubens, zur Heiligen Schrift, und zur umfassenden Darstellung unserer Lehre im Katechismus der Katholischen Kirche.

    Brüder und Schwestern im Herrn, das Wahrsagen ist ein Phänomen aller Zeiten. Auch Paulus und Silas begegneten auf ihrer Missionsreise in Philippi einer Frau, welche einen Wahrsagegeist hatte. Dieser Geist hat wirklich Wahres gesagt. Denn die Frau erkannte die Sendung der zwei Männer und rief hinter ihnen her: Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes; sie verkünden euch den Weg des Heils (Apg 16,17). Ja, der Weg des Evangeliums, den Paulus und Silas verkünden, ist der Weg des Heils. Das hat diese Frau, das hat der Geist in ihr richtig festgestellt. Paulus und Silas waren Sendboten dieses Weges. Ihn kennenzulernen und zu gehen, ist das Verlangen jedes Menschen, der sich nach dem Heil sehnt.

    Kurzformel des Glaubens


    Weil der Weg des Evangeliums der Weg des Heils ist, kann uns Paulus in der heutigen Lesung zum ersten Fastensonntag sagen:

    … wenn du mit deinem Mund bekennst: Herr ist Jesus – und in deinem Herzen glaubst: Gott hat ihn von den Toten auferweckt, so wirst du gerettet werden (Röm 10,9). Das ist eine Kurzformel unseres Glaubens. Dieser Glaube soll sich in unserem All- tag entfalten und bewähren. Vor allem muss uns klar werden, was er für unser Leben und unsere Lebensführung bedeutet. Wer gibt uns dazu Aufschluss? Wer erläutert uns diese Kurzformel?

    Grundlage des Weges


    Die Grundlage unseres Glaubens und die Voraussetzung für den Weg des Heils ist die Gottesfurcht. Petrus fordert uns in seinem ersten Brief mit folgenden Worten dazu auf: Und wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht (1 Petr 1,17)! Gottes- furcht ist in sich nichts anderes als der Glaube an Gott. Gottes- furcht ist die ergebene, achtungsvolle Liebe zu Gott. Darauf baut unser Leben auf.

    Weitergabe des Glaubens


    Was bedeutet nun ein Leben in Gottesfurcht? Was bedeutet ein Leben auf dem Weg des Heils? Was antworten wir, wenn jemand uns fragt, wie wir den Weg des Heils gehen? Mit anderen Worten lautet die Frage: Was gehört zu einem christlichen Leben? Die Frage wird dann noch dringender, wenn jemand den katholischen Glauben annehmen will; wenn jemand den Weg der Konversion wählt und sagt: Ich möchte katholisch werden. Wie führen wir Menschen in den Weg des Heils ein? Was sagen wir, um den Glauben weiterzugeben?

    Begegnung mit Jesus


    Der Weg des Heils beginnt mit der Begegnung mit Jesus. Denn er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6). Er ist der Sohn Gottes. Die Begegnung mit Jesus ist der Anfang unseres christlichen Glaubens. Wer den Weg des Heils gehen möchte, muss Jesus kennen lernen. Er muss sich in die Evangelien vertiefen. Er muss einen Menschen neben sich haben, der ganz von Jesus ergriffen ist (vgl. Phil 3,12). Er muss einen Menschen neben sich haben, der wie Paulus sagen kann: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm erfunden zu werden (Phil 3,8-9).

    Eingliederung in die Kirche


    Wer Jesus sagt, sagt auch Kirche. Denn Jesus selber hat die Kirche ins Dasein gerufen (vgl. Mt 16,18). Er liebt die Kirche und hat sich für sie hingegeben, um sie zu heiligen (vgl. Eph 5,25-26). Deshalb ist der Weg des Heils auch der Weg der Kirche. Jesus ja, Kirche nein! Das verträgt sich nicht. Das verträgt sich auch dann nicht, wenn das Antlitz der Kirche von vielen ihrer Söhne und Töchter entstellt wird. Dann erst recht müssen wir dafür besorgt sein, dass die Kirche heilig und makellos vor dem Herrn erscheint (vgl. Eph 5,27).

    Empfang der Sakramente


    Als Jesus die Kirche ins Dasein rief, hat er ihr ein geistliches Leben geschenkt. Dieses Leben entfaltet sich durch die Sakramente. Die sieben Sakramente sind eine Gabe unseres Herrn. Sie bewirken das Leben der Kirche. Sie bewirken dieses Leben, weil sie uns das Leben Jesu schenken, seine Gnade, seinen Geist, den Heiligen Geist. Sie entspringen seinem Opfertod. Sie fließen heraus aus dem Herzen des Gekreuzigten (vgl. Joh 19,34). So oft wir sie empfangen, werden wir entsühnt und geheiligt. Bei einer Konversion, ja bei jeder Glaubensunterweisung ist daher die gute Einführung ins sakramentale Leben der Kirche vorrangig.

    Halten der Gebote


    Wenn wir den Spuren Jesu folgen und uns seine Worte zu eigen machen, kommen wir an einem heiligen Leben nicht vorbei. Das heißt aber auch: Wir kommen an den Geboten Gottes nicht vorbei. Denn sie sind uns zur Heiligung gegeben. Sie sind der Schutz für die Heiligkeit. Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben … Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein (Mt 5,17.19), sagt uns der Herr. Daher ist unser Leben ein ständiger Kampf gegen die Sünde. Denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit (1 Joh 3,4) und richtet sich gegen Gottes Gebote. Wie bedeutend es aber ist, Gottes Gebote zu halten, sagt uns Jesus mit den Worten: Wenn du aber in das Leben eintreten willst, halte die Gebote (Mt 19,17).

    Hören auf die Kirche


    Der Glaubende ist nie allein. Er findet, wie wir schon festgestellt haben, Heimat in der Kirche. Er findet Heimat in einer Gemeinschaft, welche sich, seit ihrer Gründung durch den Herrn, über Jahrhunderte entfaltet hat und uns durch reiche Erfahrung Hilfe und Sicherheit bietet. Deshalb ist es nicht nur notwendig, der Kirche anzugehören, sondern auch auf sie zu hören (vgl. Mt 18,17). Das bedeutet, auf jene zu hören, welche im Auftrag des Herrn die Verantwortung für die Gemeinschaft der Kirche tragen, vor allem auf den Papst und die Bischöfe. Diesbezüglich ist unser Herr sehr streng, da er seinen Jüngern sagt: Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat (Lk 10,16). Deshalb sind auch die Weisungen der Kirche für den Weg des Heils von Bedeutung. Dabei muss aber auch gesagt sein, dass Papst und Bischöfe der ganzen Überlieferung der Kirche verpflichtet sind und von der überlieferten Lehre nicht abweichen dürfen. Sie können nicht nach Belieben vorgehen.

    Praktische Hinweise

    Ich schließe diesen kurzen Überblick mit einigen praktischen Hinweisen für den Weg des Heils: Betet täglich, wenigstens am Morgen und am Abend. Besucht oft die heilige Messe, sicher jeden Sonntag. Betet viel den Herrn im Allerheiligsten Sakrament an. Empfehlt euch immer wieder der Mutter Gottes.

    Nehmt gerne den Rosenkranz in die Hand. Erneuert euer Leben, erneuert die Gnade der Taufe regelmäßig durch die heilige Beichte. In meiner Jugendzeit wurde uns die Monatsbeichte zusammen mit der Monatskommunion empfohlen. Bereitet euch mit Eifer auf die jährliche Osterfeier vor. Meidet, wie es der Apostel sagt, die Unzucht und jede Sünde (vgl. 1 Kor 6,18). Haltet euren Leib heilig, da er ein Tempel des Heiligen Geistes (vgl. 1 Kor 6,19) und ein Glied Christi ist (vgl. 1 Kor 6,15). Tut allen Menschen Gutes, besonders jenen, die uns nahestehen im Glauben (vgl. Gal 6,10).

    Schlusswort

    Ich begleite Euch gerne mit meinem bischöflichen Segen, wer- de es nicht unterlassen, immer für Euch zu beten und das heilige Opfer darzubringen, und ich empfehle Euch insbesondere unserer Lieben Frau von Chur.

    Gelobt sei Jesus Christus!

    Mit herzlichen Grüßen!

    + Vitus, Bischof von Chur

    Quelle: Bistum Chur Bild: CFM.SCJ Archiv Alexandria (Screens.)

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Juliana von Norwich (1342-nach 1416)
    englische Inklusin

    Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap. 48

    „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“

    In meinen Augen ist [Gottes] Barmherzigkeit die Liebe, die sanft und gnadenvoll in überreichem Erbarmen zu Werke geht. Sie ist darauf aus, uns zu bewahren; es ist ihr Werk, wenn sich für uns alles zum Guten wendet. Sie lässt es bis zu einem gewissen Grade aus Liebe zu, dass wir schwach werden. In dem Maß, wie wir schwach werden, fallen wir; wie wir fallen, so sterben wir [...] Das milde Auge des Mitleids und der Liebe wendet sich jedoch nie von uns ab; die Barmherzigkeit ist immer am Werk.

    Ich habe erkannt, was Erbarmen ist, was Gnade: Es sind zwei Wirkweisen einer einzigen Liebe. Barmherzigkeit ist dem Mitleid zuzuschreiben und fließt aus der mütterlichen Zärtlichkeit; Gnade ist ein Attribut der Herrlichkeit, und entspringt der königlichen Macht des Herrn in derselben Liebe. Barmherzigkeit will bewahren, stützen, stärken und heilen und ist dabei immer zärtliche Liebe. Gnade will uns erheben und belohnen, und zwar unendlich mehr, als es unser Trachten und Mühen verdient; sie verströmt und offenbart die Großherzigkeit, die uns Gott, unser höchster Herr, in seiner wunderbaren Ritterlichkeit erweist. All das fließt aus der Fülle seiner Liebe. Denn die Gnade wandelt unsere entsetzliche Schwäche in reichen, unendlichen Trost, die Schmach unseres tiefen Falles in gnadenreiches, herrliches Erhobensein, unser trauriges Sterben in ein heiliges, glückseliges Leben.

    Ich habe es wirklich erkannt: immer wenn unsere Verderbtheit uns hier auf Erden in Schmerz, Schande und Leid führt, lässt uns im Gegensatz dazu die Gnade im Himmel Trost, Ehre und Glück erleben. Und dies so überreich! Wenn wir, im Himmel angekommen, die Belohnung entgegennehmen, die die Gnade für uns bereithält, dann danken wir dem Herrn und preisen ihn dafür und freuen uns ohne Ende darüber, dass wir so viel Not erlitten haben. Diese glückselige Liebe wird von der Art sein, dass wir in Gott Erkenntnisse haben, die wir nie hätten haben können, wenn wir nicht durch diese Prüfungen gegangen wären.

    (trad. © evangelizo)

    https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel


    Liebe Grüße, Blasius

  • 18. März HL. CYRILL VON JERUSALEMDatum18.03.2019 09:26
    Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    HL. CYRILL VON JERUSALEM
    Bischof, Kirchenlehrer


    Um 313 geboren, war Cyrill seit 348 Bischof seiner Heimatstadt Jerusalem. In den arianischen Auseinandersetzungen (Streit um die Lehre von der wahren Gottheit Christi) wurde Cyrill dreimal von den Arianern abgesetzt und in die Verbannung geschickt. 381 nahm er am dritten allgemeinen Konzil in Konstantinopel teil. Er starb 386. Berühmt sind seine 24 Unterweisungen (Katechesen), die er um 348 (oder 350) in der Heilig-Grab-Kirche gehalten hat, davon neunzehn in der Fastenzeit für die Katechumenen, fünf in der Osterwoche für die Neugetauften; es sind wichtige Zeugnisse des Glaubens und der Liturgie jener Zeit.

    Ein Thron für den König

    „... Dann hört ihr den Psalmensänger, der euch zur Teilnahme an den göttlichen Mysterien einlädt, sagen: Kostet und seht, wie gütig der Herr ist (Ps 34, 9). - Wenn du vortrittst, sollst du die Hände nicht flach ausstrecken und nicht die Finger spreizen, sondern lege die linke Hand unter die rechte; mach gleichsam einen Thron, um den König zu empfangen, nimm mit der hohlen Hand den Leib Christi auf und antworte: Amen. Heilige behutsam die Augen durch die Berührung mit dem heiligen Leib und gib acht, dass dir nichts verloren geht. Wenn dir jemand Goldkörner gäbe, würdest du dann nicht mir größter Sorgfalt darauf achten, dass dir nichts verloren geht? Wirst du also nicht noch viel mehr Acht geben, dass dir auch nicht ein einziges Krümlein herunterfällt von dem, was viel kostbarer als Gold und Edelstein?“ (Cyrill, 5. mystagogische Rede)

    TAGESGEBET

    Gott, du Quelle der Wahrheit

    durch den heiligen Bischof Cyrill von Jerusalem

    hast du deine Kirche gelehrt,

    das Geheimnis der Erlösung tiefer zu verstehen.

    Höre auf seine Fürsprache und hilf uns,

    deinen Sohn Jesus Christus zu erkennen

    und in ihm die Fülle des Lebens zu finden,

    der in der Einheit des Heiligen Geistes

    mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

    -
    Weitere Info:

    http://www.praedica.de/Heilige-Feste/031...l-Jerusalem.htm

  • Lehre von der TraditionDatum17.03.2019 09:36
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Was ist die katholische Tradition ?

    So wenig, wie sich ein Baum von seinen Wurzeln und seinem Stamm trennen kann,
    so wenig können wir uns vom Glauben der Apostel und ihrer Nachfolger trennen.

    Wir müssen glauben, was sie geglaubt haben, was in der Kirche immer,
    über all die Jahrhunderte geglaubt wurde. Wir müssen das tun, was sie getan haben,
    was in der Kirche über all die Jahrhunderte immer getan wurde.

    Nur so bleiben wir in Verbindung mit dem Samenkorn, Christus, nur so bleiben
    wir lebendige Blätter am Baum der Kirche, nur so werden wir blühen und Früchte bringen.

    Das ist die katholische Tradition.

    Ebenso ist es mit der katholischen Kirche.

    Ihr Same ist unser Herr Jesus Christus. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viele Frucht.“ (Joh 12,24)

    Ihre Wurzeln sind die zwölf Apostel mit ihrem Oberhaupt, dem heiligen Petrus. Der Stamm sind die Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, mit ihrem Oberhaupt, dem Nachfolger des heiligen Petrus, dem Papst.

    Die Äste sind die Teilkirchen, die Diözesen und Ordensgemeinschaften.
    Die Zweige sind die Gemeinden und Pfarreien.

    Ihre Blätter sind die Gläubigen, ihre Blüten die Heiligen, ihre Früchte die Seligen des Himmels.

    „Durch Nicht-Widerstehen wird der Irrtum bejaht,
    durch Schweigen wird die Wahrheit erstickt.“ hl. Papst Pius X.


    Der neue Meßritus von 1969 stellt nach dem Urteil der Kardinäle Ottaviani und Bacci ,,sowohl im Ganzen wie in den Einzelheiten ein auffallendes Abrücken von der katholischen Theologie der hl. Messe dar“. Kard. Ottaviani und Bacci in „Kurze kritische Untersuchung des Neuen Ordo Missae“, Rom 25.Sept.1969

    Dies war das Ergebnis der „Bemühungen“ der Umgestalter der Liturgie:

    „Wir müssen aus unseren katholischen Gebeten und der katholischen Liturgie alles entfernen, was nur den Schatten eines Anstoßes bilden kann für unsere getrennten Brüder, d.h. für die Protestanten.“ Bischof A. Bugnini, Osservatore Romano, 19. März 1965

    Tagebücher von Kardinal Antonelli

    Vor kurzem sind die Tagebücher von Kardinal Antonelli veröffentlicht worden, der in der Kommission zur Neugestaltung der Liturgie mitarbeitete.Die Zeitschrift „30 Tage“ schreibt darüber:

    „Die“offizielle“ Geschichte der“Liturgiereform“ nach dem II. Vatikanischen Konzil war bisher nur in dem Monumentalwerk La riforma liturgica (1948-1975) von Erzbischof Annibale Bugnini, einer der Leitfiguren der Reform, vor allem in der Zeit unmittelbar nach dem Konzil, nachzulesen. Das 1980 in Rom veröffentlichte Werk ist voll des Lobes darüber, wie die Liturgiereform nach dem Konzil durchgeführt wurde. Nun ist zur Vervollständigung und kritischen Korrektur dieser Rekonstruktion das Werk Il Card. Ferdinando Antonelli e gli sviluppi della riforma liturgica dal 1948 al 1970 erschienen. Es enthält unveröffentlichte Schriften des Würdenträgers, der ebenfalls, vor allem bis zum Ende des Konzils, zu den Leitfiguren der Reform gehörte. Die Sammlung ist Werk eines jungen Kapuziners aus den Abruzzen, Pater Nicola Giampietro, der seit zwei Jahren in der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung arbeitet. Das Buch ist in der renommierten Reihe Studia anselmiana (Rom 1998) erschienen, welche die Päpstliche Hochschule für liturgische Studien Sant’Anselmo herausgibt. Im Juni haben der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Kardinal Jorge Arturo Medina Estévez, der Propräses des Päpstlichen Liturgieinstituts von Sant’Anselmo, der Benediktiner Cassian Folsom und der Liturgiehistoriker Jean Evenou „die maßgebliche Studie“ (wie der Osservatore Romano das Werk bezeichnet hat) vorgestellt.

    Aus Note sulle Adunanze del Consilium 1964, Nr. 1: „Ich bin von den Arbeiten nicht begeistert. Ich bedaure, daß die Zusammensetzung der Kommission verändert wurde: Sie besteht nun aus einem Haufen von inkompetenten, progressistischen Mitgliedern. Dies zeigt sich in äußerst voreiligen Diskussionen, in Diskussionen rein auf der Grundlage von Eindrücken und in chaotischen Abstimmungen. Am meisten bedaure ich aber, daß die erklärenden Promemorien und die entsprechenden Fragestellungen stets sehr progressistisch und oft suggestiv sind. Die Leitung ist schwach. Bedauernswert ist der Umstand, daß immer wieder Art. 36 § 4 zur Debatte steht. Bischof [Johannes] Wagner war besorgt. Ich bedaure, daß Fragen, die in sich vielleicht gar nicht so wichtig, aber folgenschwer sind, von einem Organ erörtert und entschieden werden, das so arbeitet. Die Kommission oder das „Consilium“ besteht aus 42 Mitgliedern: Gestern abend waren wir zu dreizehnt, also nicht einmal zu einem Drittel versammelt“ (ebd. S. 228-229).

    Weiter unten heißt es in den Note sulle Adunanze del Consilium“ 1964, Nr. 1: „1. Inhalt und Form der Instructio liegen noch im Rohbauvor; 2. statt Bugnini, dem es nicht so gut geht, hat P. [Carlo] Braga großenteils die Artikel durchgelesen.

    Doch er hat sie nur überflogen, und seine Erklärungen waren trocken und unsympathisch; 3. alle hier
    gemachten Vorschläge werden einfach gebilligt, weil dies das Arbeitsklima des Consilium ist; 4. man bemüht sich, möglichst schnell voranzukommen, und läßt keine Zeit zum Nachdenken; 5. weiterhin gilt es zu bedenken, daß der Text verteilt wurde und man sich sofort an seine Untersuchung machte, ohne überhaupt Zeit zum Nachdenken zu haben; 6. schließlich frage ich mich, ob auch nur einige der Änderungen von Nr. 51 über den Ordo Missae, glücklich sind, wenn man später bei der Revision des gesamten Ordo Missae wieder darauf zurückkommen muß. Dies ist eine äußerst wichtige Frage. Man dürfte hier keine voreiligen Entscheidungen fällen. Aber die Gemüter sind erhitzt, und man will unbedingt vorankommen“ (ebd. S. 229).

    Aus dem Tagebuch (20. Juni 1964): „Betrachtet man diese drei Tage, muß man zunächst erkennen, daß gründlich gearbeitet, daß viel getan wurde. Andererseits bedaure ich aber: 1. den zu innovatorischen Geist; 2. den Tenor der Diskussionen, die oft zu hastig und manchmal chaotisch verlaufen; 3. daß der Vorsitzende [Kardinal Giacomo Lercaro] nicht jeden zu Wort kommen läßt und nicht jeden nach seiner Meinung fragt. Kurz und gut, die zu beantwortenden Fragen sind schwerwiegend. Ich weiß nicht, ob dies der rechte Augenblick dafür ist“ (ebd. S. 230). Ebenfalls aus dem Tagebuch (30. April 1965): „Heute um 12 Uhr 30 ging die Sitzung des Consilium ad exsequendam Constitutionem zu Ende. Es war eine konstruktive Sitzung. Aber ihr Geist gefällt mir nicht. Die kritische Einstellung und Ungeduld gegenüber dem Heiligen Stuhl können nicht zu einem guten Ende führen. Das Ganze ist eine rationalistische Studie über die Liturgie und nicht von der Sorge um die wahre Frömmigkeit getragen. Ich fürchte, daß man eines Tages über diese Reform sagen wird, was man zur Zeit Urbans VIII. über die Hymnenreform sagte: Accepit latinitas recessit pietas; das heißt hier, accepit liturgio recessit devotio. Hoffentlich habe ich mich getäuscht“ (ebd.S.234).

    …An einer bestimmten Stelle seines, Tagebuchs rekonstruiert Antonelli einen heiklen Augenblick der Liturgiereform. Als Kardinal Alfredo Ottaviani den neuen Ordo Missae und die im Anhang befindliche Instruktion kritisiert, sickert die Nachricht in der Presse durch und löst im Vatikan Panik aus. Im Tagebuch (31. Oktober 1969) schreibt Antonelli: „Die Frage des Ordo Missae ist bemerkenswert. Die Fakten: Vor einigen Tagen sagte der Salesianer P. [Alfons Maria] Stickler zu mir, Kardinal [Alfredo] Ottaviani habe eine theologische Kritik am Ordo Missae und seiner Instructio im Anhang vorbereitet. Dann erschien die Nachricht in den Zeitungen. Msgr. [Sebastian] Laboa sagte mir, der Papst habe Kardinal [Franjo] Seper [dem Präfekten derGlaubenskongregation] einen zweiseitigen Brief geschrieben mit der Aufforderung, die Frage zu prüfen. Kardinal Seper sprach beunruhigt darüber mit Kardinal [Benno] Gut [dem Präfekten der Aitenkongregation]; beide sprachen zutiefst erschüttert mit P. Bugnini“ (ebd. S. 259). „Gestern morgen konnte mir Msgr. Laboa mehr dazu sagen. Er sagte mir, Kardinal[staatssekretär Jean] Villot habe vor einigen Tagen Bugnini geschrieben, alles bezüglich des Ordo Missae zu stoppen. Msgr. Laboa habe den Brief gesehen. Warum dann, frage ich mich, die unerwartete Veröffentlichung der Instructio? Gestern sagte Msgr. Laboa zu mir, Msgr. Benelli habe P. Bugnini aufgefordert, die Instructio, die schon seit einiger Zeit fertiggestellt war, sofort zu veröffentlichen, um die Pressekampagne im Keim zu ersticken.“

    30 Tage Nr. 11 – 1998

    Interessant in diesem Zusammenhang ist die Aussage eines sehr bekannten Fachmanns für Liturgie:

    „Eine Aussage können wir mit Sicherheit treffen, nämlich daß der Neue Meßritus, wie er jetzt herausgekommen ist, von der Mehrheit der Konzilsväter nicht gebilligt worden wäre.“ Louis Bouyer, zitiert bei Prof. Klaus Gamber, Die Reform der römischen Liturgie

    Aus:
    http://corjesu.info/wordpress/?page_id=21

  • Die Verklärung Jesu - Lukas 9,31Datum17.03.2019 09:16
    Thema von Blasius im Forum Neues Testament

    28 Es geschah aber: Etwa acht Tage nach diesen Worten nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. 29 Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. 30 Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija;

    31 sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte.

    32 Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. 33 Und es geschah, als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. 34 Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. 35 Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. 36 Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

    Einheitsübersetzung 2016

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Der Heilsplan Gottes für den Menschen

    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Anastasius vom Sinai (?-nach 700) Mönch
    Homilie zum Fest der Verklärung


    „Mose und Elija erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende,
    das er in Jerusalem erfüllen sollte“
    (vgl. Lk 9,31)

    Heute, auf dem Berg Tabor, ist in geheimnisvoller Weise die Situation des zukünftigen Lebens und des Reichs der Freude erschienen. Heute versammeln sich auf erstaunliche Weise die altehrwürdigen Boten des Alten und des Neuen Bundes um Gott auf dem Berg, der Träger eines Mysteriums voller Gegensätzlichkeit ist.

    Heute, auf dem Berg Tabor, zeichnet sich das Geheimnis des Kreuzes ab, das durch den Tod das Leben schenkt: Genauso wie Christus zwischen zwei Männern auf dem Kalvarienberg gekreuzigt wurde, so erscheint er in göttlicher Majestät zwischen Mose und Elija. Und das heutige Fest zeigt uns diesen anderen Sinai, einen Berg, der viel kostbarer ist als der Sinai aufgrund seiner Wunder und seiner Ereignisse: er übertrifft durch seine Gotteserscheinung die bildhaften und dunklen göttlichen Visionen.

    Freue dich, o Schöpfer aller Dinge, Christus-König, Sohn Gottes ganz strahlend im Licht, der du die ganze Schöpfung in dein Bild verwandelt und sie auf bessere Weise neu erschaffen hast [...] Und freue dich, Abbild des himmlischen Königreichs, sehr heiliger Berg Tabor, der du an Schönheit alle Berge übertriffst! Berg Golgota und Ölberg, singt miteinander ein Loblied und freut euch; singt wie mit einer Stimme Christus auf dem Berg Tabor und feiert ihn alle zusammen!

    (trad. © Evangelizo)

    https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel


    Liebe Grüße, Blasius

  • 17. März HL. GERTRUD VON NIVELLESDatum17.03.2019 08:29
    Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    HL. GERTRUD VON NIVELLES

    Äbtissin

    Gertrud wurde 626 als Tochter Pippins des Älteren geboren. Sie trat in das von ihrer Mutter Iduberga (Ida) gestiftete Kloster von Nivelles ein und wurde dort Äbtissin. Sie war aber nicht nur eine große Dame; ihr Leben war ausgefüllt mit dem Studium der Heiligen Schrift und der tätigen Liebe zu den Notleidenden.

    Gegen sich selbst war sie sehr streng. Mit dreißig Jahren war sie völlig aufgebraucht und musste ihr Amt abgeben. Sie starb mit dreiunddreißig Jahren. Sie gilt als Patronin der Pilger und der Handwerksburschen.


    TAGESGEBET


    Herr, unser Gott,

    du hast im Herzen der heiligen Gertrud

    das Verlangen geweckt,

    das Wort der Schrift zu verstehen

    und deine Weisung zu erkennen.

    Lehre auch uns,

    aus der Kraft deines Wortes zu leben

    und Werke der Liebe zu tun.

    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

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