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  • Vom Reich GottesDatumHeute 19:19
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Nachfolge Jesu



    Seht, Jesus geht mit seinem Kreuz voran.

    O folgen wir ihm nach mit treuem Herzen.

    Geht über manchen Dorn auch unsre Bahn:

    Sein Reich vergilt unendlich unsern Schmerzen.




    1. Beherzige den Ausruf Jesu zu seinem himmlischen Vater, als er im Begriff war, diese Welt zu verlassen: "Ich habe das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast." (Johannes 17,4) Dieses große Werk war unsere Erlösung, die Jesus am Kreuz vollendete, wo er durch seinen zeitlichen Tod vom ewigen Tod uns errettete, und durch sein Blut die ewige Gerechtigkeit versöhnte. Aber noch genügte dies nicht, wir bedurften auch eines sicheren Weges, dieses große Heil zu erlangen, und eines vollkommenen Vorbilds zur Nachbildung, Gott wohlgefällig zu werden. Und diesen Teil seiner Sendung hatte Jesus während seines Lebens vollbracht. "Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt." (1. Petrus 2,21)



    2. Die Beispiele unseres Herrn sind die Richtschnur unseres Lebens, und das Maß unserer künftigen Seligkeit. Alle Heiligen bildeten sich nach diesem göttlichen Vorbild, und auch nur darum waren sie heilig. Einige zwar ahmten diese, andere jene seiner anzubetenden Tugenden insbesondere nach. Es gab Heilige, in denen vorzüglich die Demut, andere, in denen die Sanftmut, andere, in denen die Geduld, andere, in denen die Liebe Jesu ganz besonders hervorleuchtete. Einige folgten ihm in seinem verborgenen Leben, andere in seinen Arbeiten am Heil der Seelen nach. Alle jedoch trafen darin zusammen, dass sie seinem göttlichen Ausspruch folgten: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach." (Matthäus 16,24) Denn Kreuz und Selbstverleugnung sind die Grundfesten der Nachfolge Jesu für alle.



    3. Diese Ähnlichkeit ist das Gepräge aller Auserwählten. Römer 8,29: "Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben." Ohne Selbstverleugnung also, das heißt ohne Überwindung unserer ungeordneten Triebe, ohne Hingabe unseres Willens an Gottes Vorsehung, ohne geduldiges Tragen des täglichen Kreuzes, das diese Vorsehung uns auferlegt, und ohne Nachbildung der Sanftmut, Demut, Abtötung und Liebe unseres göttlichen Vorbilds, nennen wir uns vergeblich seine Jünger. Matthäus 17,5b: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören."


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  • Tages-Gebete DatumHeute 19:11
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 28. Februar



    Von nun an sollst du, o liebenswürdigstes Herz Mariä, neben dem göttlichen Herzen deines geliebten Sohnes der Gegenstand meiner innigsten Verehrung, meiner Liebe und zärtlichsten Andacht sein. Du sollst der Weg sein, der mich zu meinem Heiland führt, durch dich auch werde ich seiner Gnade und Barmherzigkeit teilhaftig werden. Du sollst meine Zuflucht in Gefahren, mein Trost in Leiden, und meine Hilfe in allen Nöten sein. Von dir will ich erlernen die Reinheit, Demut und Sanftmut: du endlich sollst meinem kalten Herzen stets eine Quelle sein, aus der es eine feurige Liebe zum heiligen Herzen Jesu, deines Sohnes schöpfen wird. Amen.



    Zu den Heiligen Lupizinus und Romanus




    Heiliger Lupizinus und heiliger Romanus, bittet für mich, dass ich mich jetzt so daran gewöhne, nur für Gott zu leben, damit ich dann auch in meinem Tod, wenn der Satan mich anfechten will, ihn ritterlich besiegen und in die himmlischen Wohnungen eingehen möge. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    An diesem Tag hat Papst Pius IV. im Jahr 1562 die Bruderschaft des Rosenkranzes bestätigt, und ihnen viele Ablässe erteilte.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Der heilige Roman ist um das Jahr 390 in der alten Grafschaft Burgund auf die Welt gekommen. Man weiß von ihm, dass früh in ihm der ernsthafte Gedanken entstanden ist, in der Einöde Gott zu dienen und so ein Heiliger zu werden. Weil man nun in seinem Land von der Weise eines einsiedlerischen Lebens nichts wusste, begab sich Roman nach Lyon zum heiligen Abt Sabinus um sich in dessen Kloster in der Regel eines einsamen geistlichen Lebens unterrichten zu lassen.



    Von da zurückgekehrt, suchte er sich einen einsamen Ort aus, wo er Gott die ganze Zeit seines Lebens nach dem empfangenen Unterricht getreu zu dienen vorhatte. Roman hatte dazu auch zwei Bücher aus Lyon mit sich gebracht: „Das Leben der Altväter in der Einöde und die Unterweisung der Einsiedler von Abt Cassianus.“



    In einer der Bergschluchten des Jura, gerade da wo die Grafschaft Burgund an die Schweiz angrenzt, befindet sich, von hohen Felsen eingeengt und von finsterer Waldung bewachsen, ein tiefes Bergtal, Condat genannt. In der Mitte des Tales ist eine freie sonnige Ebene, deren Mittelpunkt ein ungewöhnlich großer Feigenbaum zierte, dessen fleischige Äste rund herum von den süßen Früchten beschwert auf den Boden herabhingen und so eine natürliche Laube bildeten. Neben der Wurzel des Baumes öffnet sich die Erde und aus der Spalte strömt reichliches reines Quellwasser. Diese Stelle wählte sich Roman zum Aufenthalt, da sie ihm für seine Bedürfnisse Obdach, Speise und Trank darbietet. Einige Jahre hielt er sich da auf, las in dem Leben der Altväter, betrachtete, betete, las oder sang die Psalmen und baute täglich einige Stunden die um den Feigenbaum umgrenzende Erde an. Das Lesen diente ihm zur Erholung, denn er schlief wenig, fastete streng und erlaubte sich fast keine Erquickung. Nach viel verflossener Zeit erschien Roman einmal in der Nacht seinem Bruder Lupizinus und lud ihn ein, mit ihm die Süßigkeiten des einsamen Lebens zu kosten. Lupizinus verlässt seine Mutter und Schwester, bei denen er bisher wohnte, und begibt sich zu seinem Bruder in die Einöde. Der heilige Gregor, Bischof von Tours, der das Leben des heiligen Romanus und Lupizinus beschrieben hat, erzählt, wie die beiden Brüder so von ganz verschiedener Gemütsbeschaffenheit und doch dabei so nahe Geistesverwandte und einander mit unverbrüchlicher Liebe zugetan gewesen. Lupizinus war von Natur rau und streng gegen sich selber, so wie gegen andere, der heilige Romanus aber war von stiller, sanfter Gemütsart, wenn auch mit sich selber strenger, gegen andere sehr nachsichtig und liebevoll und ängstlich bekümmert um all ihre Bedürfnisse.



    Die geistlichen Übungen und das heilige Leben der frommen Brüder wollte dem höllischen Feind keineswegs behagen. Darum ängstigte er die beiden, wie er nur konnte, und tat ihnen alles nur erdenkliche Herzensleid an. Sie waren in einem solchen Streit noch wenig erfahren. Und als einmal während sie beteten, der Teufel einen Hagel von Kieselsteinen über sie ausschüttete, verließen sie den Ort, um anderwärts bessere Ruhe zu finden. Auf dem Weg kehrten die Brüder bei einer armen Frau ein. Als diese ihre Not und ihr Vorhaben vernommen hatte, entsetzte sie sich darüber, dass so fromme geistliche Leute die Nachstellungen des Teufels fürchteten. Die Brüder wurden dadurch beschämt und kehrten noch in derselben Stunde wieder in ihre Einsamkeit zurück und dankten Gott nun umso eifriger, so dass das Gerücht ihrer Heiligkeit weit im Land umher erscholl und eine große Anzahl Nachfolger und Jünger der heiligen Eremiten sich auf dem Juragebirge ansiedelte. Die ersten Jünger waren zwei junge Chorherren aus dem Stift Nyon.



    Es kam dahin, dass man ein Kloster erbaute, aus dem nachher die berühmte Abtei zu Kondat entstand, die nachher von dem heiligen Augendus, einem Jünger der heiligen Brüder, später aber von dem heiligen Klaudius den Namen erhielt. Der heilige Klaudius war Bischof von Besancon, verließ sein Bistum und begab sich in das Kloster von Kondat, wo sein unversehrter heiliger Leib aufbewahrt wird. Ein zweites Kloster in der Nähe des ersten wurde in Leukonne errichtet. Diesem stand Lupizinus, dem Kloster von Kondat Romanus vor. Dieselbe Klosterregel und der gleiche Eifer in treuer Befolgung derselben herrschte in beiden Klöstern.



    Ein ungemein fruchtbares Jahr ergab, dass man auch einen reichlicheren Vorrat in den beiden Klöstern sammelte. Da murrten einige Mönche des Klosters in Kondat, die noch nicht genug abgetötet waren, dass nicht auch die Tafel reichlicher mit Speisen besetzt werde. Der heilige Lupizin vermutete, die Milde des Bruders gebe dem Mangel an klösterlicher Zucht Vorschub. Auf Antrag des Lupizinus wechselten beide Brüder auf einige Zeit miteinander ihre Aufseherstellen. Aber nach harter Bestrafung fliehen die für schuldig erkannten Brüder nachts aus dem Kloster Kondat, worauf Ruhe und Einigkeit wieder im Kloster einkehrte. Der heilige Roman war damit keineswegs zufrieden und war traurig über den Verlust seiner geistlichen Brüder, und dass vielleicht weniger Strenge und mehr Liebe ihre Seelen gerettet haben würde. Er ließ auch nicht nach mit Weinen und Beten, bis Gott ihn erhörte, so dass durch Gottes Gnade gerührt, die geflohenen Mönche in das verlassene Kloster reumütig wieder zurückkehrten und durch strenge Buße das gegebene Ärgernis wieder gut machten.



    Der heilige Hilarius, Erzbischof von Arles, bereiste als Primas von Frankreich das Bistum Besancon. Er ließ den heiligen Romanus zu sich nach Besancon einladen und nachdem er sich in vertraulichem Gespräch lange mit ihm unterhalten hatte, erkannte er dessen große Heiligkeit und nötigte den demütig Widerstrebenden, dass er von ihm die heilige Priesterweihe empfangen musste. Die wachsende Anzahl der Jünger machte die Errichtung mehrerer Klöster notwendig. Auch ein Nonnenkloster wurde erbaut und stand unter Aufsicht des heiligen Romanus. Die Schwester des heiligen Roman war die erste Äbtissin des Nonnenklosters zu Beaume und man zählte nach dem Tod des heiligen Romanus 105 Klosterfrauen.



    Als der heilige Romanus mit seinem Jünger Palladius nach Agaunum wallfahrtete, um das Grab des heiligen Martyrers Mauritius zu verehren, begaben sich beide, von der Nacht überrascht, in eine einsame Berghöhle. Zwei Aussätzige, Vater und Sohn, bewohnten diese Höhle. Sie waren gerade ausgegangen, um Holz zu sammeln. Bei ihrer Rückkehr verwunderten sie sich sehr, zwei fremde Männer in ihrer Wohnung anzutreffen. Noch mehr aber erstaunten sie, als die beiden Fremden die grüßend freundlich umarmten und küssten, obwohl sie ihnen ihre Krankheit mitteilten. Die zwei Mönche durchwachten die Nacht im gemeinschaftlichen Gebet und verließen die Höhle vor Tagesanbruch. Als bei anbrechendem Tag die zwei Aussätzigen sich völlig von ihrem Siechtum befreit sahen, ergriff sie ein freudiger Schrecken. Sie machten sich beide sogleich auf, eilten dem heiligen Roman nach und trafen ihn endlich in Genf an, wo sie das Wunder ihrer Heilung den Leuten überall erzählten. Der Bischof, die Geistlichkeit und das Volk machten sich auf und gingen in Prozession, wie im Triumph, dem heiligen Roman entgegen. Diese Auszeichnung war dem heiligen Abt in der Seele zuwider. Er entwich, sobald er konnte, kehrte in sein Kloster zurück und sperrte sich allda ein, um von niemanden gesehen zu werden. Nach wenigen Monaten hatte er das Ziel seines zeitlichen Lebens erreicht. Er starb 60jährig am 28. Februar 460. Dreißig Jahre hatte er in der Einöde zugebracht. Sein Leichnam wurde in dem Kloster zu Beaume begraben.

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  • Vom Reich GottesDatumHeute 08:04
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von der Hoffnung



    Dich, liebliche Hoffnung, hat Gott uns gegeben,

    In Angst und Gefahr uns mit Trost zu erheben.

    Du linderst mit Balsam die bitterste Not;

    Dein Zuruf verscheuchet den ewigen Tod.




    1. In allen deinen Bedrängnissen hoffe fest auf den Herrn, denn in seiner Hand allein liegen alle Güter der Natur, der Gnade und der Glorie. Und er auch ist die allerhöchste Güte, und immer bereit, dir zu helfen. Dazu auch haben wir die Verheißung seines Eingeborenen, alles vom Vater zu erbitten, um was wir in seinem Namen ihn bitten werden. Höre den Ausruf des Heiligen Geistes: "Wer hat auf den Herrn vertraut und ist dabei zuschanden geworden? Wer hoffte auf ihn und wurde verlassen? Wer rief ihn an, und er erhörte ihn nicht?" (Jesus Sirach 2,10) Strafreden sind dies an die "Ungehorsamen", die auch der Apostel mit Gottes Zorn bedroht. (Epheser 5,6)



    2. Gott führt zwar seine Getreuen oft durch bittere Trübsale, weil er durch ihre Geduld verherrlicht und ihre Glorie vermehrt wird. Aber nimmermehr lässt er ihre Hoffnung zu Schanden werden. Mitten unter seinen schrecklichsten Leiden rief Ijob mit unerschütterlicher Hoffnung aus: "Er mag mich töten, ich hoffe dennoch auf ihn." (Ijob 13,15) Und wurde etwa seine Hoffnung getäuscht? "Der Herr mehrte den Besitz Ijobs" spricht die Schrift, "auf das Doppelte. Der Herr aber segnete die spätere Lebenszeit Ijobs mehr als seine frühere." (Ijob 42,10 + 12) Wie viele solcher Beispiele zeigt uns die Heilige Schrift und die Kirchengeschichte. Sind wir demnach verlassen und trostlos: wer trägt dann die Schuld, wenn nicht unser Unglaube und unser Misstrauen?



    3. Befiehlst aber du, unser Gott, bei deinem Fluch, sogar alle zeitlichen Güter von dir zu hoffen, und rufst aus deinen Schriften: "Verflucht sei der Mensch, der sein Vertrauen auf Menschen setzt." (Jeremia 17,5): wie weit mehr müssen wir die Gnaden des ewigen Heils von dir hoffen, und wie zahllos sind hierüber deine Aussprüche. Nun spricht aber deine Schrift: "Gott ist wahrhaft, und nicht möglich ist es, dass er lügt." (Römer 3,4 und Hebräer 6,16-17) So ist denn niemand, selbst der größte Sünder nicht, von dieser Hoffnung ausgeschlossen, wofern anders er entschlossen ist, von seiner Sünde abzulassen, "denn niemand hat auf dich gehofft und ist zu Schanden geworden." "Auf dich, Herr, habe ich gehofft, lass mich ewig nicht zu Schanden werden." (Psalm 71,1)


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  • Tages-Gebete DatumHeute 08:00
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 27. Februar



    Wunderbare Königin und Mutter, du hast schon diese Erde verlassen, du bist schon in deinem Reich angelangt, wo du als Königin über alle Chöre der Engel erhoben bist, wie die heilige Kirche singt. Wir armen Sünder, wir wissen es allzuwohl, dass wir es nicht verdienen, dich bei uns in dieser finsteren und traurigen Welt zu haben. Aber wir wissen auch zu gleicher Zeit, dass du ungeachtet deiner Herrlichkeit, zu der du erhoben bist, dennoch uns Elende nicht vergessen und das Mitleid mit uns armen Kindern Adams nicht verloren hast, sondern das es vielmehr in dir gewachsen ist. O heiligste Jungfrau Maria, wende von dem erhabenen Thron, auf dem du jetzt herrschst, deine barmherzigen Augen auf uns herab und habe Mitleid mit uns. Bedenke, dass, als du diese Erde verlassen, du uns versprochen hast, uns nie vergessen zu wollen. Blicke also gnädig auf uns herab und stehe uns bei. Amen.



    Zu Gott



    Verleihe uns, o Herr, dass wir uns stets zu einem lebhaften Glauben und einem Dir wohlgefälligen Leben durch das Andenken an den Glauben und die Tugendbeispiele Deiner heiligen Martyrer ermuntern, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Leander



    Nur Du, o Herr, kannst uns durch die Befreiung von den Fesseln der vergänglichen Erdengüter zu Dir ziehen, und uns zu würdigen Begründern Deines Reiches in unseren Mitmenschen umgestalten. Verleihe uns die Gnade, dass wir nach dem Beispiel und auf die Fürbitte des heiligen Leander Deinem himmlischen Ruf zu unserem und dem Heil anderer folgen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Am heutigen Tag wurde vom Papst Sixtus IV. im Jahr 1476 das Fest der Unbefleckten Empfängnis bestätigt.




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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher





    Ein Edelstein in der Krone Mariens




    Am 31. Mai 1908 hat der Heilige Vater Papst Pius X. einen jungen Kleriker aus dem Passionistenorden feierlich die Ehre der Altäre erwiesen, und das Fest des Seligen auf denselben Tag festgelegt , als wollte er am Ende des Marienmonats allen Gläubigen in dem Seligen die Macht der hehren Maienkönigin zeigen und uns in ihm zugleich ein vollkommenes Muster der Verehrung der allerseligsten Jungfrau vor Augen stellen. Der selige Gabriel von der schmerzhaften Mutter wurde dann am 13. Mai 1920 vom Heiligen Vater Papst Benedikt XV. heiliggesprochen. Am 27. Februar wird das Fest des Heiligen begangen.



    Er wurde am 1. März 1838 zu Assisi geboren und Franziskus genannt.



    Sein Vater bekleidete angesehene Ämter, und ihm selbst waren die herrlichsten Herzens- und Geistesgaben vom Himmel verliehen. Somit war es ihm ein leichtes, die Gunst der Welt zu gewinnen, und er unterlag dieser Versuchung. Zwar bewahrte er seine Seele vor groben Fehlern, aber in leichtsinnigem Jagen haschte er nach den gefährlichen Lustbarkeiten der höheren Stände. Er wandelte am Rand des Abgrundes. Doch die Mutter Gottes wachte über ihn und ließ es nicht zu, dass er seine Unschuld befleckte. Als er eines Tages vor einer Muttergottesstatue betete, vernahm er eine innere Stimme: „Mein Kind, dein Platz ist nicht in dieser Welt, das Kloster erwartet dich.“



    Franziskus hörte die Mahnung; aber lauter sprachen zu dem munteren, nur zu leichtsinnigen Jungen die Vergnügungen, die ihm in der Welt geboten wurden. Später werden wir hören, wie er in den beredtesten Worten seiner himmlischen Mutter für ihre treue Liebe dankt; für den Augenblick jedoch, konnte er sich nur schwer von der Notwendigkeit einer Trennung von der Welt überzeugen; viermal machte er in verschiedenen ernsten Mahnungen des Himmels das Gelübde, ins Kloster zu gehen, doch ohne es auszuführen. Bei einem feierlichen Umzug mit dem Gnadenbild der lieben Mutter Gottes von Spoleto wurde Franziskus aber so getroffen, dass er unverweilt und im stillen alles für die Ausführung seines Entschlusses vorbereitete und in den Passionistenorden eintrat im Jahr 1856.



    Maria hatte gesiegt. Aber noch herrlicher sollte ihre Liebe und ihre Macht sich offenbaren. Sechs Jahre lebte der heilige Gabriel von der schmerzhaften Mutter im Kloster in treuer Übung der schönsten Tugenden; von seinem Eintritt ins Noviziat an betete er um die Gnade, in der Jugend sterben zu dürfen, und seinem Wunsch gemäß starb er am 27. Februar 1862 in dem einsamen Kloster seines Ordens zu Isola in den Abruzzen. Infolge der großen Wunder wurde der Ruf der Heiligkeit so allgemein, dass Papst Leo XIII. von der vorgeschriebenen Untersuchung dispensierte und Papst Pius X. den sehnsüchtigen Wunsch aussprach, ihm möglichst bald der Jugend als neuen Patron hinstellen zu können. Dies geschah am 31. Mai 1908, also sechsundvierzig Jahre nach dem Tod des nunmehr Heiligen. Einer seiner Brüder wohnte der Feier der Seligsprechung bei.



    Woher kommt nun diese außerordentliche Verherrlichung? Wie viele hervorragende Frauen und Männer, die Großes taten, sind in Vergessenheit geraten! Und ein Junge, dessen Leben in stiller Einsamkeit dahinfloss und nichts Außergewöhnliches bietet, wird plötzlich ans helle Tageslicht gezogen.



    Wir finden die Erklärung einer solchen Tatsache zum Teil in der schlichten Einfachheit dieses Lebens und in der ganz besonderen Andacht des Heiligen zu Maria.



    In dieser Andacht liegt das unterscheidende Merkmal seines Lebens, das die Kirche in ihrem Offizium vor allem hervorhebt. Und diese außerordentliche Verehrung Mariens hat ihn zu einer so staunenswerten Vollkommenheit geführt. Stets betrachtete er in Maria das lieblichste Muster aller Tugenden, das ihn erleuchtete und zu jedem Opfer freudig begeisterte. Hatte er sie vor allem als die schmerzhafte Mutter betrachtet, wie groß war dann seine Freude, wenn er Gelegenheit fand, aus Liebe zu seiner Mutter auch ein Opfer bringen zu können! Stand er vor einer Schwierigkeit, vor der seine Eigenliebe zurückschauderte, so ermutigte er sich mit dem Gedanken: „Wie, du solltest dich nicht aus Liebe zu Maria überwinden können?“ Zu Maria betete er ohne Unterlass, da sie die Ausspenderin aller Gnaden ist. „Maria!“ das war sein Wahlspruch in dem Kampf, den er fortwährend mit sich selber führte, und Maria half ihm zu jeder Zeit.



    So war der heilige Gabriel in der Tat ein besonderer Liebling Mariens und ein treuer Diener seiner himmlischen Mutter. Über dem Altar, der sich an seinem Grab erhebt, hat man in sinniger Weise die Worte unseres Heilandes am Kreuz angebracht: „“Frau, siehe, dein Sohn!“ Der liebe Heiland vertraute uns alle seiner Mutter an; mögen wir nach dem Beispiel des heiligen Gabriel ihrer Mutterliebe stets als treue Kinder durch Gebet und gute Werke Freude bereiten.





    https://www.heiligen-legende.de/gabriel-...zhaften-mutter/

  • Vom Reich GottesDatumGestern 15:28
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom gottesfürchtigen Herzen



    Gib mir, dass mich Furcht und Liebe leite,

    Herr, auf meinem dunklen Pfade:

    Dass mein Herz nicht in der Irre gleite,

    Fern vom Segen deiner Gnade.

    Furcht vor deinem göttlichen Gericht,

    Eins mit Liebe, sei mein Doppellicht.



    1. Lebe vor dem Herrn in heiliger Furcht, und überlasse dich nicht törichter Sicherheit. Dazu ermahnen dich sowohl die Seher des alten, als die Apostel des neuen Bundes mit eindringlicher Stimme: "Dient dem Herrn in Furcht", ruft der heilige Psalmensänger. Der Weltapostel aber: "Er ist euch von Herzen zugetan, wenn er daran denkt, wie ihr euch alle gehorsam gezeigt und ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt." (2. Korinther 7,15) Auch sehen wir, dass alle großen Heiligen, in je größerer Unschuld und Heiligkeit sie lebten, um so sorgsamer alle ihre Wege hüteten. Diese Furcht entsprang bei ihnen nicht etwa aus einem Mangel an Liebe. Wahrlich, sie liebten Gott über allen Ausdruck. Aber ihre Liebe war von der tiefsten Ehrfurcht begleitet, die aus dem Anblick seiner unendlichen Heiligkeit kam.



    2. Diese erleuchteten Seelen fürchteten sich auch nicht sowohl wegen der Sünden ihres verflossenen Lebens, von der Gottes Gnade sie befreit hatte, als wegen der Gaben, die sie von seiner Freigebigkeit empfangen hatten, da der Ausspruch ihnen vor Augen schwebte: "Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen." Lukas 12,48b) Sie zitterten, dass sie die Gnaden Gottes vergeblich empfangen, und die Talente ihres Herrn nicht als getreue Knechte zu seiner Ehre verwendet hätten. Diese Furcht regte den großen Apostel, ungeachtet seiner feurigen Gottesliebe, an, seinen Leib zu züchtigen und in die Knechtschaft zu zwingen, damit er nicht, wenn er anderen gepredigt hätte, selbst verworfen würde.



    3. Zitterten aber diese starken Säulen des Hauses Gottes: was sollen wir elende Sünder tun? Wahrlich, ohne Vergleich mehr Ursache haben wir zu zittern, als sie. Der große heilige Bernhard, dessen ganzes Leben beinahe ein beständiger Akt der Liebe Gottes war, sprach dennoch: Ich erbebe, wenn ich den Ausspruch lese: "Der Mensch weiß nicht, ob er des Hasses oder der Liebe würdig ist." (Kohelet 9,1) Ein Abgrund sind die göttlichen Gerichte. Wie viele, die lobwürdig anfingen, fielen ab und nahmen ein böses Ende. Und wir fürchten nicht, und zittern nicht, sondern schmeicheln uns, mit unserer sehr geringen, sehr unvollkommenen und werklosen Liebe Gott wohlgefällig zu sein. "O durchstich, Herr, mein Fleisch mit deiner Furcht, denn ich habe deine Gerichte gefürchtet." (Psalm 119,120)


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  • Tages-Gebete DatumGestern 15:25
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 26. Februar



    Sei mir gegrüßt, o Maria, die du in deinem Schoß den Unendlichen und Unbegreiflichen trugst, durch die der allerheiligsten Dreifaltigkeit Ehre und Anbetung erwiesen wird, durch die das köstliche Kreuz des Erlösers auf der ganzen Erde erhöht ist, durch die die höllischen Geister in die Flucht gejagt, der Versucher überwunden, die Erkenntnis der Wahrheit auf den Trümmern des Götzendienstes aufgepflanzt und die Gläubigen der Taufe teilhaftig werden. Sei mir gegrüßt, o Maria, durch die alle Kirchen der Welt gestiftet und die Völker der Erde zum Glauben und Heil gebracht worden sind. O Maria, nimm mich unter deinen Schutz und leite mich mit mächtiger Hand zum ewigen Heil. Amen.



    Zu Gott



    O Gott, der Du den Irrenden das Licht Deiner Wahrheit zeigst, damit sie auf den Weg der Gerechtigkeit zurück gehen können, verleihe allen, die sich Christen nennen, das zu vermeiden, was diesem Namen zuwider ist, und jenes, was zuträglich ist, zu ergreifen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Das Leben der seligen Jungfrau Edignia, einer königlichen Prinzessin aus Frankreich, die an diesem Tag im Jahr 1109 selig gestorben ist, kann als ein Beispiel der Nachfolge der seligsten Jungfrau bewundert werden, da sie, um in ewiger Jungfräulichkeit zu leben, aus Frankreich auf einem ärmlichen Bauern-Wägelchen nach Buch, einem Dorf unweit Bruck bei Fürstenfeld, gekommen ist, und da ihr Leben in stiller Armut heilig zugebracht hat.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Nestor war Bischof der Christengemeinde zu Magydis in Pamphylien und sah mit prophetischem Geist die grausame Verfolgung der Kirche Christi unter der Regierung des Kaisers Decius vorher. Deswegen ermahnte er seine ihm anvertraute Herde unermüdlich zur Treue Gott und ihrer heiligen Religion gegenüber und zum standhaften Bekenntnis ihres Glaubens unter den heftigsten Martern und selbst im Tod. Unter Fasten und vielen Tränen flehte er stets zu Gott, dass er ihn vor allen zuerst der Marterkrone würdigen wolle, damit er durch sein Beispiel der christlichen Standhaftigkeit und Geduld seine Gläubigen ermuntern und vor dem Abfall vom Glauben bewahren möge. Im Jahr 254 brach die Verfolgung wirklich aus und der Heilige war der erste, der von den Heiden ergriffen und vor das Gericht geführt wurde. Der Präfekt von Magydis erklärte ihm die strengen Verordnungen des Kaisers gegen das Christentum und redete ihm freundlich zu, sich nicht durch Ungehorsam unglücklich zu machen, sondern den Göttern, wenn auch nur dem Schein nach, zu opfern und friedlichere Zeiten abzuwarten. Aber der eifrige Diener Gottes, der sich schon lange auf den Tod mit Sehnsucht vorbereitet hatte, bekannte Jesus freimütig als den wahren Gott und erklärte das Götzenopfer als Teufelsdienst und als das größte Verbrechen. Da auch Drohungen bei ihm fruchtlos waren, ließ ihn der Richter in schwere Ketten legen und nach Perga schleppen, wo er dem Statthalter Pollio ausgeliefert wurde. Der fragte den Heiligen nach seinem Stand und Namen und Nestor sagte ihm, dass er ein Christ und Priester des wahren Gottes sei. Pollio versuchte ihn zum Abfall dadurch zu bewegen, dass er ihm Ämter und Würden, ja die Stelle eines obersten Götzenpriesters versprach. Aber der Bekenner erhob seine Augen zum Himmel, bezeichnete sich mit dem heiligen Kreuz und sprach: „Wenn du mir alle Schätze deines Kaisers überlieferst, oder wenn du mich zum Feuer oder Schwert oder zu den wilden Tieren verurteilst, so wirst du mich doch nicht bewegen können, meinen Gott und Herrn zu verleugnen.“ Auf diese Worte ließ ihn der Statthalter auf die Folter werfen und seinen Leib so grausam zerfleischen, dass die bloßen Gebeine sichtbar waren. Aber der Martyrer lobte Gott mit lauter Stimme und antwortete den Heiden, die Mitleid mit ihm hatten und ihm zuriefen, sein Leben zu retten: „Ich lebe nur in Jesus.“ Da schrie der Richter: „So sollst du auch wie dein Jesus sterben“ und verurteilte ihn zum Tod des Kreuzes.



    Sogleich schlugen ihn die Henker an Händen und Füßen an das Kreuz und der heilige Martyrer ermahnte noch in einer rührenden Rede die Christen zur Standhaftigkeit und zum Vertrauen auf Gott und schloss mit den Worten: „Und nun lasst uns beten und unsere Knie beugen vor Jesus unserem Erlöser und Heiland!“ Und als alle Anwesenden, selbst Heiden, auf der Erde lagen und beteten, sprach er laut: „Amen“ und gab seinen Geist auf.

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  • Vom Reich GottesDatum24.02.2026 18:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom Willen Gottes



    Gott, die Liebe ist dein Wille,

    Du willst unsre Seligkeit.

    Gib, dass treu ich ihn erfülle,

    Sieh, es ist mein Herz bereit.



    1. Psalm 143,10a: "Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott." Denn dein Wille, o ewig anzubetende Majestät, ist der Urquell aller Glückseligkeit, der Ursprung aller Liebe, der Spiegel aller Vollkommenheit, die Regel aller erschaffenen Geister. Denn er ist die unerschaffene Weisheit und Güte selbst. Wegen dieser unendlichen Vollkommenheit, die du ewig in dir schaust, liebst du, o Gott, dich selbst notwendig, wesentlich, unendlich. Und auch deine Heiligen, die in deiner Glorie dich schleierlos schauen, lieben, nach Maßgabe dieser glorreichen Anschauung, deinen göttlichen Willen wesentlich und notwendig. Diese Liebe selbst aber ist ihre Seligkeit. Dies, mein Gott, erkenne ich in deinem Licht, und preise deine ewige Güte, der du zu deiner heiligen Erkenntnis und Liebe mich erschaffen hast.



    2. Wehe dem erschaffenen Geist, der deinem Willen widerstrebt. Je weiter er von dieser göttlichen Richtschnur alles guten Willens abweicht, um so mehr entfernt er sich von dem Urquell alles Friedens und aller Glückseligkeit. Ewig rasen in den Kerkern deiner Gerechtigkeit die Verworfenen, weil sie deinem gerechten Willen ewig, und ewig vergeblich, widerstreben. Unglückselig auch sind, selbst in diesem Leben, alle Sünder, die deinem heiligsten Willen feindlich gegenüber stehen. Unglückselig ist der Ungläubige, der Lasterhafte, der Sinnenmensch. Und gleich jenen Verworfenen ergrimmt er über Schmerz, Unglück, Schmach. Und alles, was in dem grauenhaften Spiel seiner Leidenschaften ihn stört, oder seine sündhafte Lust ihm vergällt.



    3. Und woher auch, mein Gott, die Bitterkeit meines eigenen Lebens, wenn nicht daher, dass mein Wille dir nicht vollkommen unterworfen ist? Denn eine gerade Richtschnur ist dein ewiger Wille. Mein Wille aber ist verkehrt. Er will, was dein Gesetz verbietet. Und, ach, bitter wie die Arznei dem Kranken, fällt es mir oft, diesen schiefen Willen nach dem deinigen zu richten. Gib mir doch, Herr, dass ich dich liebe gleich deinen Heiligen, die sogar in den bittersten Leiden und Trübsalen frohlocken, weil sie erkannten, dass alle diese Bitterkeiten nur zu deiner Verherrlichung und zu ihrem Heil aus der Hand deines Willens kamen. Psalm 5,13: "Denn du, Herr, segnest den Gerechten. Wie mit einem Schild deckst du ihn mit deiner Gnade."

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  • Tages-Gebete Datum24.02.2026 18:21
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete


    Gebet am 25. Februar



    Maria, Mutter der göttlichen Gnade, habe Erbarmen mit mir und lass mir von der Fülle deiner Gnaden einen geringen Teil zukommen, damit ich Kraft gewinne, einen guten Kampf zu kämpfen, alle Hindernisse auf dem Weg der Tugend zu überwinden und in der Treue gegen meinen Herrn und Gott niemals zu wanken. Blicke mit Huld und Liebe auf mich und sei meine Beschützerin im Leben und im Sterben. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Walburga



    Wir bitten Dich, o Herr, hilf uns durch die Verdienste Deiner heiligen Jungfrau Walburga in allen unseren Schwierigkeiten und Anfechtungen, und verleihe uns auf ihre Fürbitte ein recht demütiges Herz, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Arztes Cäsarius




    Herr, gib auf die Fürbitte Deines heiligen Bekenners Cäsarius unseren Ärzten den rechten Geist, damit sie das, wozu sie ihr Stand verpflichtet, zu Deiner Ehre und aus christlicher Liebe tun, damit sie bei ihrer leiblichen Dienst- oder Hilfeleistung zugleich das geistliche Wohl der Kranken befördern, wenigstens aber es nicht in Gefahr bringen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Jesus Christus




    Erfülle, göttlicher Heiland, unseren Geist und unser Herz mit dem heiligenden Glauben, der durch die Gottlosigkeit immer mehr aus unserer Mitte verdrängt wird. Du hast das himmlische Licht auf die Erde gebracht, damit es uns erleuchte. Halte fern die Finsternis von den Kindern Deiner Kirche, und lass alle Völker der Erde Dich erkennen und als eine große Familie Dich und den Vater mit dem Heiligen Geist in heiliger Liebe anbeten. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Für das Fest des heiligsten Namens Jesus, den Maria nach Andeutung des Erzengels ihrem göttlichen Kind gegeben hat, wurden im Jahr 1530 von Papst Clemens VII. an diesem Tag Ablässe erteilt. Seine hierüber ausgefertigte Bulle ist im Brevier des Ordens von Montevrault, der eine Äbtissin zur Oberin des ganzen Ordens hat, enthalten. Diese Einrichtung hat der selige Robertus von Arbrissel nach dem Beispiel Christi am Kreuz, der Maria zur Mutter des Johannes bestimmt hat, gemacht im Jahr 1100.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Walburga stammt aus einer Familie, die viele Heilige hervorgebracht hat. Der Vater, ein englischer Fürst, war der heilige Richard. Willibald, später Bischof von Eichstätt in Bayern, und Wunibald, der erste Abt des Klosters Heidenheim, waren Brüder Walburgas. Und zu Sankt Bonifatius, dem Apostel der Deutschen, sagte Walburga Onkel. Das war eine große Heiligkeit in dieser gottgesegneten Familie.



    Weil alle Heiligen in der Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus Kreuzträger sind, kam auch Walburga früh in diese Leidensschule. Mit jungen Jahren verlor sie Vater und Mutter durch den Tod. Die beiden Brüder halfen dem großen Onkel Bonifatius als Missionare bei der Bekehrung unserer Vorfahren, und Walburga blieb vereinsamt daheim, wo sie in einem Kloster erzogen wurde.



    Darüber verging die Zeit, bis eines Tages ein Brief von den Ufern des Mains Walburga erreichte. Der heilige Bonifatius hatte den Brief geschrieben und darin stand, die Verhältnisse in der deutschen Mission seien nun soweit geordnet, dass auch Missionsschwestern eingesetzt werden könnten, welche die Predigt des Glaubensboten durch die christliche Caritas unterstützen müssten. Deshalb solle Walburga zu ihm und ihren Brüdern nach Deutschland kommen und auch noch andere Missionsschwestern mitbringen.



    Walburga las den Brief mit großer Freude, und wenige Wochen später bestieg sie mit dreißig gleichgesinnten Frauen das Schiff und gelangte nach stürmischer Meerfahrt an die Mündung des Rheins und fuhr den Rhein hinauf bis Mainz, wo sie die beiden Brüder und den Onkel nach langen Jahren wiedersah. Es war ein frohes Wiedersehen, und nachdem sich die vier Heiligen erst einmal gründlich ausgesprochen hatten, ging Walburga mit den Gefährtinnen rüstig und fleißig an die Missionsarbeit. Zu Heidenheim wurde neben Wunibalds Männerkloster auch eine Frauenabtei gebaut, der Walburga als Äbtissin vorstand, dreißig Jahre lang. Die Schwestern pflegten die Kranken, nahmen sich der Waisenkinder an und gründeten Schulen, in denen sie die Mädchen unterrichteten und durch Wort und Beispiel zu christlichen Menschen erzogen. Es war eine segensreiche Arbeit.



    Im Jahr 779 starb die heilige Walburga. Ihre Überreste gelangten später nach Eichstätt in die Walburgakirche, wo sie sich heute noch befinden. Eigentümlich ist es, dass aus ihrem Grabmal ständig eine geringe wasserklare Flüssigkeit fließt, das sogenannte Walburgisöl, das, im gläubigen Vertrauen gebraucht, schon in vielen Krankheiten geholfen hat. So ist es auch zu verstehen, dass Sankt Walburgas Grab ein vielbesuchter Wallfahrtsort war und es heute noch ist.



    Walburga war also die erste Missionsschwester in Deutschland. Ehre sei ihr daher für alle Zeit und bis in Ewigkeit.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Tharasius wurde in der ersten Hälfte des achten Jahrhunderts aus einem vornehmen Geschlecht in Konstantinopel geboren und von seinen frommen Eltern sehr gottesfürchtig erzogen. Er widmete sich mit Auszeichnung den Wissenschaften, besonders der Rechtsgelehrsamkeit und wurde Geheimschreiber am kaiserlichen Hof, in welchem Amt er viel Gutes zur Erhaltung und Verbreitung der reinen Lehre des Christentums wirkte. Denn damals wüteten die Bilderstürmer in der Kirche Gottes mit einer solchen Macht, dass der ehrwürdige Patriarch Paulus ihnen nicht mehr widerstehen konnte, sein Amt niederlegte und sich in ein Kloster verschloss. Er gab seiner Geistlichkeit den Rat, den frommen Tharasius zu seinem Nachfolger zu wählen, weil der durch sein Ansehen, in dem er beim Kaiser stand, und durch seinen Eifer, den er von jeher für die gute Sache bewies, der Verheerung am meisten Einhalt tun könnte. Tharasius war schon im männlichen Alter, als er den Ruf zum Patriarchalamt erhielt und weigerte sich gegen diese Würde so lange beharrlich, bis die Geistlichkeit und das Volk, an die er eine eindringliche Rede hielt, feierlich versprach, die Beschlüsse aller Kirchensynoden zu erfüllen, zu kämpfen gegen die Bilderstürmer und dem römischen Papst den strengsten Gehorsam zu bezeugen. Jetzt erst, im Jahr 784, ließ er sich zum Bischof weihen und arbeitete unermüdlich an der Herstellung der alten Kirchenzucht. Er verbesserte die Klöster und stiftete mehrere von seinem eigenen Vermögen. Er führte die strengste Ordnung unter seinen Geistlichen ein und bestrafte alle Missbräuche bei ihnen in Hinsicht der weichlichen Lebensart und Kleidung und linderte allenthalben das Elend und die Armut der Unglücklichen und Unterdrückten. Er selbst lebte in der größten Armut und Abtötung, ertrug Hass und Verfolgungen mit Geduld und leuchtete seiner Herde als ein Muster aller Tugenden vor. Die Rechte der Kirche verteidigte er unerschrocken, widersetzte sich mutig der Ehescheidung des Kaisers Konstantin und forderte von den Gerichten einen Übeltäter, der sich in die Kirche geflüchtet und den man durch List daraus entführt hatte, zurück, und verteidigte ihn so lange, bis seine Sache genau untersucht war und er als unschuldig befunden wurde.



    Um die Irrtümer der Irrlehrer, besonders der Bilderstürmer zu bekämpfen, veranstaltete der heilige Patriarch die 7. Synode in Konstantinopel und da diese Versammlung der Bischöfe durch die Anhänger der Irrlehrer beunruhigt wurde, verlegte er sie nach Nicäa, wobei selbst die Gesandten des Papstes Adrianus erschienen und die Verehrung der Bilder bestätigt wurde. Der heilige Tharasius starb am 25. Februar des Jahres 806, beweint und betrauert von allen Christen und besonders vom Kaiser Nicephorus. Sein Leichnam wurde in der Klosterkirche aller heiligen Martyrer beerdigt.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum23.02.2026 18:19
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Über die Wahl des heiligen Apostels Matthias



    In deiner Hand liegt, Herr, mein Los

    Für dies und jenes Leben.

    Und deine Güte ist so groß.

    Warum denn soll ich beben.

    Bin ich getreu, so liebst du mich;

    Dies aber will ich ewiglich.



    1. Nichts im Weltall geschieht ohne Gottes Willen. Als die Apostel, die Stelle des verworfenen Judas zu ersetzen, das Los über zwei gerechte Männer warfen, fiel es auf Matthias. Kein Zufall war dies, Gott hatte ihn von Ewigkeit zum Apostel bestimmt. Denn das Los aller Menschen ist in seinem ewigen Plan voraus geordnet. Jeder der Auserwählten hat seine bestimmte Stelle im Himmel. Doch hängt unser Heil nicht von dieser Vorherwissenschaft Gottes, sondern von unserer Mitwirkung mit seiner Gnade ab, die er allen gibt. Denn so viel an ihm liegt, will er, dass alle Menschen selig werden. Wirken wir also getreu mit seiner Gnade, und wir sind unseres Heiles sicher.



    2. Offenbarung 3,11: "Halte fest, was du hast, damit kein anderer deinen Kranz bekommt." Eine ernste Warnung ist dieses Wort unseres Herrn. Denn verlieren wir den Glauben und die Liebe, so wird ein anderer unsere Krone empfangen. Judas fiel, und Matthias wird erwählt. Die Juden wurden meineidig, und die Heiden traten an ihre Stelle. Ein Land verliert den Glauben, und ein anderes nimmt ihn mit Freuden an. Es waren vierzig Kronen für jene 40 Märtyrer bestimmt, die die Marter auf dem gefrorenen Teich erlitten. Einer fiel, und ein heidnischer Wächter trat an seine Stelle und empfing seine Krone. Dies geschieht jeden Tag. Darum wachen und beten wir, dass die Gnade der Beharrlichkeit uns verliehen wird.



    3. Hinge mein ewiges Heil nur von Gott ab, dann wäre ich darüber in großer Sicherheit. Da es aber auch von mir abhängt, muss ich allerdings zittern, denn schwach bin ich, wandelbar und bestandlos. Ach, mein Gott, was wird am Ende aus mir werden? Werde ich die Seligkeit erlangen? Ich weiß es nicht. Kann ich sie erlangen? Allerdings, denn der Glaube versichert mich, dass Gott mein Heil aufrichtig will, und von mir nur verlangt, dass ich mit seiner Gnade wirke. Er aber verleiht mir alle Gnaden, dies Werk meiner Ewigkeit zu beginnen und glückselig zu vollenden. Dies ist der Trost meiner Hoffnung. "Noch ist keine Versuchung über euch gekommen, die den Menschen überfordert. Gott ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über eure Kraft hinaus versucht werdet. Er wird euch in der Versuchung einen Ausweg schaffen, so dass ihr sie bestehen könnt." (1. Korinther 10,13)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum23.02.2026 18:16
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 24. Februar



    Wer kann würdig dich lobpreisen,

    Dir nach Würden Ehr` erweisen,

    Jungfrau, süßer Gnadenquell!

    Du bist ganz voll aller Gnade,

    Gottes Zelt und Bundeslade,

    Bist ganz schön und sonnenhell.



    Zu Gott



    Würden wir uns doch, gütiger Vater, mit unerschütterlichem Vertrauen in jeder Beziehung des Lebens zu Dir wenden, damit Du Dich unser erbarmst, und uns einst zu Dir führst, als dem einzigen Ziel all unserer Gedanken, Worte und Werke, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott




    Liebevoller Vater, ziehe die Herzen Deiner Kinder an Dich heran, damit sie von irdischen Dingen befreit in reiner Liebe Dir ergeben sind, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Heute kann man sich an den dreifachen Stand erinnern, den die seligste Jungfrau mit ihrem heiligsten Leben geehrt hat, nämlich den Stand der Jungfräulichkeit, den Ehestand und den Witwenstand. Vom ersten und vom zweiten Stand ist ausführlich betrachtet worden. In den letzten Stand aber ist die seligste Jungfrau durch den Tod des heiligen Joseph versetzt worden, und hat darin genau beobachtet, was später der heilige Paulus im ersten Sendschreiben an Timotheus den Witwen anbefohlen hat: "dass jene, die eine wahre Witwe ist und sich in Traurigkeit befindet, auf Gott hoffen und sich Tag und Nacht dem Gebet widmen soll".

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Etwa ein Stündchen Wegs vom Hohen Dom zu Trier die Mosel aufwärts erhebt sich breit und wuchtig aus der Niederung am Fluss, grau und verwittert, ein mächtiges Gotteshaus aus alter Zeit. Jahrhundertelang haben unsere Vorfahren in Ehrfurcht daran gebaut und haben keine Mühen und keine Kosten gescheut, bis das herrliche Werk vollendet war zu Ehren des heiligen Matthias, der dort als einziger Apostel diesseits der Alpen die letzte Ruhestätte gefunden hat, hochverehrt von den Völkern, die ringsum wohnen.



    Nach der Legende ist Betlehem der Geburtsort des heiligen Matthias. Als der liebe Heiland zu Beginn des öffentlichen Lebens aus der Schar der Jünger die zwölf Apostel auswählte, war Matthias allerdings nicht unter ihnen. Wohl gehörte er zu der Schar der zweiundsiebzig Jünger. Warum, wann und wie aber wurde Matthias in die Schar der Apostel aufgenommen?



    Judas hatte, wie wir uns erinnern, versagt und den Heiland verraten und verkauft. Weil er also ausfiel, gab es eine Lücke unter den Zwölfen. Bei den vielen Aufregungen, die sich nach der Auferstehung Jesu in der Osterwoche einstellten, kam niemand auf den Gedanken, den Verräter durch einen anderen zu ersetzen. Anschließend zogen die Jünger auf das Geheiß des Herrn nach Galiläa, wo ihnen der Auferstandene mehrmals erschien, und von dort wanderten die Jünger wieder nach Jerusalem zurück, um Zeugen bei der Himmelfahrt Jesu zu sein.



    Nach der Himmelfahrt versammelten sich die Apostel und die übrigen Jünger im Abendmahlssaal, um betend die angekündigte Herabkunft des Heiligen Geistes zu erwarten. Da endlich wurde es stiller um sie, und langsam kamen sie wieder so weit, dass sie nachdachten, Petrus vor allem; denn er war jetzt derjenige, der nach des Herrn Heimgang die Verantwortung trug. Petrus dachte nach, und da kam es ihm zum Bewusstsein, dass der Verräter vor dem Pfingstfest noch ersetzt werden müsse, damit bei der Herabkunft des Heiligen Geistes die Zwölfzahl wieder aufgefüllt sei und damit sie als die ersten Missionare zu zwölft die Sendung erhielten, die Frohbotschaft in der ganzen Welt zu verkünden.



    So kam es zur Wahl eines neuen Apostels, und wie es bei der Wahl zuging, wird im Neuen Testament erzählt. Zwei Männer, Joseph und Matthias mit Namen, wurden ausersehen, und Petrus warf über sie das Los, und das Los fiel auf Matthias, und Matthias wurde den elf Aposteln beigezählt. Man kann wohl sagen, dass diese Wahl eine gute und glückliche war, denn Matthias war einer von denen, auf die man sich verlassen konnte. Nach der Legende hat er in Äthiopien, also in Afrika, die Frohbotschaft verkündet, bis auch er das Los aller übrigen Apostel außer Johannes teilte und durch Enthauptung das Leben für Christus hingeben durfte.



    Auf weiten Wegen kamen später die Überreste des heiligen Matthias durch die heilige Kaiserin Helena in die Stadt Trier an der Mosel, die dadurch zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wurde bis in unsere Zeit.



    Leider gibt es auch heutzutage manche, die wie der Verräter Judas für Geld oder weil ihnen die Zugehörigkeit peinlich ist oder für eine gutbezahlte Stellung den Glauben an Christus aufgeben und aus der katholischen Kirche austreten. Das ist eine Armseligkeit und Treulosigkeit sondergleichen.







    Als Judas, das unwürdige Glied,

    Aus der Apostel reihe schied,

    Da wurden nach St. Petri Willen,

    Um seine Stelle auszufüllen,

    Erwählt aus der Gemeine

    Zwei Männer, von denen der eine

    Joseph der Gerechte hieß,

    Der andre Matthias. Da ließ

    Gott durch sein Los erscheinen

    Diesen und sonst keinen

    Als den Apostel lobesam.

    Man sagt, dass ein Licht niederkam

    Auf ihn; da sahen allesamt,

    Ihm zieme wahrlich dieses Amt.



    Nach diesen Zeiten kam er da

    In das Land Macedonia,

    Von Gottes Herrlichkeit zu zeugen.

    Doch ward er dort von den Feigen

    Zu einem vergifteten Trank geladen.

    Er aber trank ihn ohne Schaden,

    Nachdem er drob das Kreuzeszeichen

    Gemacht. Nun warfen die Teufelgleichen

    In einen Kerker den heiligen Mann.

    Viel Höllenspuk focht ihn da an.

    Doch zum Lohn seiner Zuversicht

    Erschien, umstrahlt von großem Licht,

    Sein Meister und schloss auf die Tür.

    Da ging Matthias frei herfür,

    So dass das Volk erschrak genug

    Und reuig an die Brust sich schlug.

    Doch die ihm schufen die Gefährde,

    Verschlang als Lebende die Erde.



    So kam er nach Judäa wieder

    Und heilte viele sieche Brüder.

    Das ward den argen Juden leid;

    Sie griffen ihn mit Grimmigkeit;

    Vor ihren Bischof brachten sie

    Den heiligen Zwölfboten hie.

    Zwei falsche Zeugen sagten

    Viel Lügen und verklagten

    Den guten Mann; so ward er mit Macht

    Zur Stätte des Todes hinausgebracht.

    Zuerst von allen traten

    Die Zeugen hin und taten

    Den ersten Wurf. Ein böser Mann

    Gab ihm mit einer Axt sodann

    Den letzten Hieb. Manche sagen,

    Er wurde zuerst ans Kreuz geschlagen,

    Und man habe am Kreuz den Reinen

    Zu Tode geworfen mit Steinen.



    Sein heiliger Leichnam ist nunmehr

    Zu Trier. Aus dem Himmel her

    Mög` seine Hilfe denen frommen.

    Die hilfeflehend zu ihm kommen!



    (Aus: "Goldene Legende der Heiligen"

    von Richard von Kralik

    München 1902)




    https://www.heiligen-legende.de/matthias-apostel/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Dieser mit himmlischer Weisheit und dem Geist Gottes erfüllte Mann war der Nachfolger des heiligen Flavius auf dem bischöflichen Stuhl zu Rouen und zeichnete sich durch seinen apostolischen Eifer für die Verherrlichung der Kirche Jesu auf der 3. Kirchenversammlung zu Paris und auf der zu Tours im Jahr 566 rühmlich aus. Es war im unerforschlichen Ratschluss der heiligen Vorsehung beschlossen, dass seine Sanftmut und Geduld den schwersten Prüfungen ausgesetzt sein sollte, denn der friedliebende und gerechte Heilige wurde bei König Chilperich von Frankreich verleumderisch angeklagt, als versuche er das Volk gegen ihn aufzuwiegeln. Diese schändliche und von seinen Feinden erdichtete Anklage war die Quelle aller seiner schweren und langwierigen Verfolgungen, wurde schließlich sogar die Ursache seines Martertodes. Der heilige Oberhirt verwendete den größten Teil seiner Einkünfte zur Unterstützung der Armen und Unglücklichen, und diesen Hang zum Wohltun missbrauchten böse, lasterhafte Menschen, denen der Diener Gottes wegen seiner Frömmigkeit verhasst war, und zeigten ihn bei dem verblendeten König an, dass er das Volk gegen die Regierung aufwiegle. Chilperich geriet in eine rasende Wut und befahl sogleich, den Majestätsverbrecher von seinem bischöflichen Stuhl zu reißen, ihn zu fesseln und gefangen zu nehmen und versammelte dann die Bischöfe des fränkischen Reiches, über ihn das Verdammungsurteil zu sprechen. Umsonst widerlegte der schuldlose Heilige gründlich alle ihm zur Last gelegten Verbrechen und besonders den angeschuldigten Kirchenraub. Umsonst verteidigten Aetius, der Erzdiakon von Paris, und der ehrwürdige Gregor, Bischof von Tours, die Unschuld ihres Mitbruders. Die Rache des Königs wurde zwar für dieses Mal durch unwiderlegbare gestillt, aber alle List wurde angewendet, um den Verhafteten in Fallstricke zu verwickeln, dass es wenigstens doch einen Schein von Gerechtigkeit hatte, ihn gewalttätig zu unterdrücken. In einem Gespräch mit einem Höfling sagte der heilige Oberhirt, dass Meroveus, wenn er auf dem Thron säße, durch sein liebevolles Benehmen sich die Achtung aller seiner Untertanen erwerben würde. Dies wurde dem König mit dem Zusatz hinterbracht, dass er es selbst eingestanden habe, Chilperich verdiene nicht, König zu sein, und aller Verteidigung ungeachtet, Prätextatus aus seinem Bistum vertrieben und in das Elend verwiesen. Mit unerschütterlicher Geduld ertrug er Verbannung und Armut und erst nach dem Tod des Königs wurde er von dessen Nachfolger Gunthram, der die Sache auf der Synode zu Mascon genau untersuchen ließ, für unschuldig erklärt und in sein Bistum zurückberufen. Als bei seiner Ankunft in Rouen alle Bischöfe über den endlichen Sieg seiner Unschuld frohlockten und das Volk bei dem Anblick ihres heiligen, misshandelten Bischofs in leuten Freudenjubel ausbrach, soll die rachgierige Fredegundis, die verwitwete Königin, mit Hohn gesagt haben: Auf diese allgemeine Freude folgt gewiss bald wieder eine Verbannung.



    Mit rastlosem Eifer verwaltete nun der Heilige sein bischöfliches Amt, bis ihn am heiligen Osterfest im Jahr 588 Mörder am Altar überfielen, wo er gerade das allerheiligste Opfer verrichtete, und ihn so gefährlich verwundeten, dass er bald darauf seinen Geist aufgab. Jedermann hielt die schändliche Fredegundis für die Urheberin dieser gräulichen Mordtat.




    Kathedrale von Rouen


    https://www.heiligen-legende.de/prätextatus-von-rouen/

  • Vom Reich GottesDatum23.02.2026 05:17
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom Dienst Gottes



    Dir, Herr, dient aller Wesen Heer;

    Dir dient der Tag, dir dient die Nacht,

    Denn du, o Gott, hast sie gemacht.

    Doch ehrt der freie Geist dich mehr,

    Den du zu deinem Dienste schufest,

    Und lohnend dann zu dir berufest.




    1. Wie lange ist es, dass wir im Dasein sind? Haben wir uns selbst erschaffen, als wir noch nicht waren? So gehören wir also auch uns selbst nicht an, sondern demjenigen, der uns Leben, Vernunft und Freiheit verliehen hat, so wie das Bild von Rechtswegen dem Bildner angehört, weil er es hervorgebracht hat. Erfüllen also müssen wir die Absichten unseres Schöpfers, da wir seine Geschöpfe sind, und die Bestimmung erreichen, zu der er uns erschaffen hat, nämlich ihm dienen, zumal da wir ihm nicht umsonst dienen, sondern von seiner Freigebigkeit unsterbliche Belohnungen dafür empfangen.



    2. Wie aber haben wir diese heilige Pflicht bisher erfüllt? War sein heiliger Dienst das Ziel unserer Arbeiten, unserer Bestrebungen? Beschämen uns nicht alle vernunftlosen Geschöpfe, die den Willen ihres Schöpfers unwandelbar erfüllen, und sogar, nach seiner Anordnung, uns selbst dienen? Die Sonne leuchtet uns, Pflanzen und Tiere nähren uns, ja die ganze Natur dient uns. Alle Wesen fordern auf ihre Weise uns zu seinem Dienst auf, und sagen uns, dass wir des Lebens nicht wert sind, wenn wir nicht für Gott leben. Wir aber? Können wir wohl mit Wahrheit sagen, dass wir unser Leben, ja dass wir nur acht Tage seinem heiligen Dienst ausschließlich geweiht haben? Wohin zielen auch jetzt unsere Gedanken und Begierden? Ach, meist nur nach der Erde, nach der Verwesung.



    3. Bedenken wir wohl, dass wir, wenn wir Gott nicht frei und mit Liebe angehören wollen, ihm gegen unseren Willen angehören werden. Notwendig müssen wir unter der Herrschaft entweder seiner Güte, oder seiner Gerechtigkeit stehen. Unser Gott jedoch ist die Liebe. Er will unsere Seligkeit. Er tut zwar unserer Freiheit keine Gewalt an, aber die Stimme seiner Gnade drängt uns ohne Unterlass, sie drängt uns in jedem Lebensalter, bald liebevoll, bald drohend. Wollen wir noch länger warten? Siehe, schon neigt sich der Tag. Eilen wir wenigstens mit den letzten Arbeitern in seinen Weinberg, und verdoppeln wir unseren Eifer, damit wir nicht uns selbst um den Taglohn des ewigen Lebens bringen. "Ich will deiner Weisung beständig folgen, auf immer und ewig." (Psalm 119,44)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum23.02.2026 05:12
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 23. Februar (Memorare)



    Gedenke, gütigste Jungfrau Maria, von Ewigkeit ist es unerhört, dass einer, der zu dir seine Zuflucht nahm, der zu dir um Hilfe rief, der um deine Fürsprache bat, von dir verlassen wurde. Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen. Mutter, zu dir komme ich, vor dir stehe ich seufzend als Sünder. Verschmähe nicht meine Worte, du Mutter des Wortes, sondern höre sie gnädig an und erhöre mich. Amen.

    Maria, Mutter der Gnade, Mutter der Barmherzigkeit, schütze uns vor dem Feind und nimm uns auf in der Stunde unseres Todes.



    Zu Gott



    Verleihe uns, o Herr, den lebendigen Glauben, der in allem Dich und Deinen heiligen Willen erkennend, das uns vorgestreckte hohe Ziel der Gottähnlichkeit nie aus den Augen verliert, und durch Deine Gnade gestärkt endlich glücklich erreicht, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    In England wurde an diesem Tag im Jahr 1374 die Einsetzung und das Alter des Karmeliter-Ordens, der sich von der seligsten Jungfrau benennt, von der Universität zu Cantelberg bestätigt.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Einer der hervorragendsten, entschiedensten und einflussreichsten Männer seiner Zeit war Willigis, der sich für Kirche und Staat unsterbliche Verdienste erworben hat. Willigis war der Sohn eines Wagners in Sachsen. Seine hohe Stellung und Wirksamkeit deutete Gott seiner Mutter schon vor seiner Geburt an, denn sie sah, wie aus ihrem Schoß ein Sonnenstrahl hervorging, der die ganze Erde erleuchtete. Mit außerordentlichen Geistesgaben verband der heranwachsende Junge einen unermüdlichen Fleiß, um in allen Wissenschaften fortzuschreiten. Dabei vergaß er nicht, durch Gebet, Betrachtungen, Nachtwachen und strenge Abtötung das religiöse Leben seiner Seele zu nähren. Wegen seiner seltenen Gelehrsamkeit und Tugend berief ihn Kaiser Otto II. an seinen Hof zu Goslar und betraute ihn mit der Reichskanzlerwürde. Wie groß sein Einfluss am kaiserlichen Hof gewesen sein muss, geht daraus hervor, dass es in mehreren von Otto II. ausgestellten Urkunden hieß: „er habe die betreffenden Anordnungen auf Antrieb und Bitte des Willigis getroffen“.



    Wegen seiner besonderen Geistesfähigkeiten wurde Willigis nach dem Tod des Erzbischofs Ruotberg von Mainz 975 unter stürmischem Jubel des Volkes zum Metropoliten auf dem Stuhl des heiligen Bonifatius erwählt. Der Adel ärgerte sich, dass ein Bürgerlicher zu einer der ersten Würden des Reiches erhoben war und spottete oft über seine niedrige Herkunft. Der demütige Willigis erwählte aber, um vor jeder Selbstüberhebung bewahrt zu werden, seiner Herkunft eingedenk ein Wagenrad zu seinem Wappen und sprach oft zu sich selber:



    „Willigis,

    Nie vergiss,

    Dass dein Vater Wagner ist!“



    Als Kanzler des Deutschen Reiches wandte Willigis alle Sorge und Mühe auf, den inneren Frieden zu erhalten und das Reich gegen äußere Feinde zu schützen. So brachte er zwischen Otto II. und dem bayerischen Herzog Heinrich II., dem „Zänker“, eine Aussöhnung zustande. Seine ganze Größe und seinen mächtigen Einfluss zeigte Willigis aber erst nach dem Tod des Kaisers Otto II., indem er den kaum dreijährigen Otto III. zum König krönen ließ, tatsächlich aber selbst das große Deutsche Reich mit Umsicht, Weisheit und Festigkeit regierte und vor den zahlreichen Feinden schützte, auch die Heranbildung Ottos zum deutschen Kaiser übernahm. Die Minderjährigkeit des kaiserlichen Kindes benutzten die Dänen und Slaven, um das wiederzugewinnen, was Heinrich I. und Otto I. ihnen in einem sechsjährigen Kampf abgerungen hatten. Der bayerische Herzog Heinrich II. beanspruchte als nächster Verwandter die Vormundschaft über Otto und ließ die Absicht durchblicken, die deutsche Krone auf sein eigenes Haupt zu setzen. Willigis verfocht aber die Rechte des Ottonischen Hauses, zwang Heinrich zum Verzicht auf die Krone Deutschlands, übergab Otto seiner Mutter Theophano und seiner Großmutter Adelheid zurück, unterstützte die vormundschaftliche Regierung dieser Frauen mit Würde, Klugheit und Kraft, so dass auch die slavischen Völker wieder dem jungen Herrscher huldigten.



    Die Erziehung des jungen Otto übertrug Willigis seinem Jugendfreund Bernward. Dieser höchst gebildete und entschiedene kaiserliche Hofkaplan löste seine schwierige Aufgabe derart, dass, während Höflinge den jungen König durch schlüpfrige Zugeständnisse verdarben und selbst die für seine Liebe eifersüchtig besorgte Mutter Theophano gegen seine bösen Neigungen oft allzu nachsichtig war, er allein den verwöhnten königlichen Knaben mit Strenge in seinen Launen und Neigungen beschränkte.



    Auf dem Zug Ottos III. nach Rom stand an der Spitze der ihn begleitenden Würdenträger Willigis. Durch seinen Einfluss gelangte der kaiserliche Hofkaplan Bruno, Sohn des Herzogs von Kärnten, als Gregor V. auf den erledigten päpstlichen Stuhl. Dieser setzte Otto III. die Kaiserkrone auf am 21. Mai 996.



    Nach dem frühen Tod des Kaisers Otto III. (23. Januar 1002), erprobte Willigis von neuem seine Umsicht und Kraft, indem er, um Bürgerkriege zu vermeiden, schleunigst den edlen Heinrich, Sohn Heinrichs des Zänkers, von den deutschen Reichsfürsten zum König wählen ließ am 6. Juni 1002. Er selbst krönte ihn am folgenden Tag zu Mainz und am 15. August die kaiserliche Gemahlin Kunigunde zu Paderborn. In diesem Heinrich II. (1002-1024) wie in seiner Gemahlin Kunigunde, die beide die Kirche als Heilige verehrt, erhielt Deutschland einer seiner besten Könige und frömmsten Kaiser und zwar durch das Verdienst des Erzbischofs und Erzkanzlers Willigis.



    Hatte die Staatsklugheit und Gewandtheit des Mainzer Metropoliten dem Deutschen Reich einen so würdigen und hochherzigen Herrscher verschafft, so sorgte er mit gleichem Eifer für würdige und tüchtige Kirchenfürsten. Worms gab er den verehrungswürdigen Bischof Burchard, den er von frühester Jugend an geleitet, unterrichtet, zur Weisheit, zum Lebensernst, zum religiösen Eifer und Reinheit des Lebens geführt hatte, wie er sie später in seinem Amt so herrlich an den Tag legte. Dem Hildesheimer Bistum gab er den heiligen und verdienstvollen Godehard, Prag den heiligen Adalbert, den die Marterkrone schmückt; auch andere Kirchen Deutschlands versorgte er mit Oberhirten, die sich durch Gelehrsamkeit und Heiligkeit auszeichneten.



    Den Zwiespalt mit dem Bischof Bernward von Hildesheim um die Oberhoheitsrechte im Kloster Gandersheim legte er gütlich bei, indem er zu ihm sagte: „Mein Bruder und Mitbischof, ich verzichte auf alle Ansprüche an dieser Kirche und übergebe dir diesen Bischofsstab zum Zeugnis, dass weder ich noch meine Nachfolger je die Ansprüche erneuern werden.“



    Willigis war ebenso, wie sein Jugendfreund Bernward, ein großer Freund und Kenner kirchlicher Kunst. In Mainz baute er eine prachtvolle Basilika von Grund auf, aber schon am Tag der Einweihung ging sie in Flammen auf. Sogleich begann er den Neubau, indes wurde der erst unter seinem Nachfolger Bardo vollendet. Dort errichtete er auch eine Kirche zu Ehren des Erzmärtyrers Stephanus. Das St.-Viktors-Kloster erweiterte er und stattete es mit seinem Vermögen aus. Gegenüber den Armen zeigte er sich überaus freigebig und speiste täglich dreißig an seiner Tafel, wie wir es im Leben vieler Heiligen finden. Reich an Verdiensten wie an Jahren ging er in die Wohnungen des Herrn am 23. Februar 1011, im 36. Jahr seines Oberhirtenamtes und wurde in der St. Stephanskirche beigesetzt. Sein Messgewand, das er mit ins Grab genommen hatte, blieb nach Jahrhunderten unversehrt.



    Vom Erzbischof Willigis sagt ein hervorragender Geschichtsforscher: „Der mit Auszeichnung groß zu nennende, nicht bloß um sein Stift, sondern um das ganze Reich, um die ganze Christenheit hochverdiente Erzbischof Willigis verließ die Welt, an dem am meisten zu bewundern, dass er ungeachtet seiner niederen Geburt durch 25 Jahre an der Spitze aller Reichsfürsten stand, und nie von Missgunst oder Eifersucht, ja nicht einmal von der Verleumdung angefeindet war. Wer malt uns die in ruhiger Würde alle Leidenschaften bewältigende Gestalt dieses Prälaten?“


    https://www.heiligen-legende.de/willigis-von-mainz/

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