Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

Foren Suche

Suchoptionen anzeigen
X
  • Vom Reich GottesDatumGestern 22:14
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    An der Aschermittwoche



    Hold bist du, Frühlingszeit.

    Dir jubelt die Natur.

    Doch plötzlich bist du weit,

    Und lässest keine Spur.

    So kommt der Mensch, und blüht und geht,

    Bis er wie Staub im Wind verweht.



    1. In mütterlicher Weisheit erinnert uns in diesen Tagen die heilige Kirche im Anbeginn der Fastenzeit durch die Bestreuung mit Asche an unsere Sterblichkeit. Denn wissen wir auch alle, dass wir nach kurzer Zeit in Asche zerfallen, so pflegen dennoch die Zerstreuungen der Welt diese ernste Wahrheit unserem Gedächtnis gar oft zu entrücken. Wie sprechend aber ist dieses Sinnbild, und wie warnend ermahnt es uns an unsere Hinfälligkeit und an die Vergänglichkeit aller Größe und Herrlichkeit dieser Welt. Denn was sind nun alle jene Großen, Reichen und Gewaltigen, vor denen einst alles sich bückte? Was sind so viele unserer Bekannten und Verwandten? Staub und Asche.



    2. Oft wird in der Schrift der Mensch einem Baum verglichen. Lieblich ist der Anblick eines Baumes, so lange er grünt und mit Laub und Früchten prangt. Wird er aber umgehauen, oder durch einen Sturm der Erde entrissen und verbrannt: was bleibt übrig dann von ihm, außer ein wenig Asche? Dieser Baum sind wir alle. Denn wie schön, wie reich, wie weise, wie mächtig auch ein Mensch sei, ja beherrschte er auch die Welt: was ist er nach kurzer Zeit? Moder und Asche. So lange Bäume fest wurzeln und leben, unterscheiden wir genau die Eiche von der Palme, die Zypresse von der Espe. Sind sie aber verbrannt, dann bleibt von ihnen nichts als ein wenig Asche übrig, und keine Spur ihrer früheren Schönheit und Höhe ist mehr zu sehen.



    3. Führen wir dies Gleichnis tief zu Gemüte. Und lösen wir unser Herz bei Zeiten von den Täuschungen dieses Lebens. Sammeln wir Schätze für die Ewigkeit, so lange es uns noch gestattet wird, dass wir nicht am Ende des Lebens mit den Gottlosen ausrufen müssen: "Was hat unser Hochmut, was hat unser Reichtum uns genützt?" Dies alles ging vorüber wie ein Schatten, wie ein Schiff, das keine Spur im Wasser zurücklässt, wie ein Vogel, der durch die Lüfte schwirrt. Also hat es ein Ende genommen mit uns, und wir können kein Zeichen der Tugend aufweisen. "Bedenke, o Mensch: Staub bist du, zum Staub musst du zurück."(Genesis 3,19b)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete DatumGestern 22:10
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 10. März


    O seligste Jungfrau, nimm auch mich auf in deinen Dienst. Ich schätze es für ein größeres Glück, dein Diener zu sein, als die ganze Erde zu besitzen. Dein bin ich, rette mich. Nimm mich, o Maria, als deinen Diener an und mach, dass ich selig werde. Ich will nicht mehr mir selbst angehören, ich schenke mich dir. Und wenn ich auch bis jetzt nachlässig in deinem Dienst gewesen bin, indem ich so viele schöne Gelegenheiten, dich zu verehren, versäumt habe, so will ich doch immer in der Folge mit deinen Dienern, die dich am meisten lieben und dir am getreuesten dienen, vereinigt bleiben. Amen.



    Zu den heiligen Märtyrern



    Ihr heiligen Märtyrer, so wollen wir mit dem heiligen Ephräm bitten, die ihr durch eure Triumphe verdient habt, innig mit Gott im Himmel vereint zu werden, würdigt uns eurer Fürbitte! Wir sind nur elende Sünder; allein wenn ihr für uns eure mächtige Fürbitte bei Gott einlegt, so wird die Gnade Jesu Christi unsere Seelen erleuchten, und unsere Herzen mit dem geheiligten Feuer der göttlichen Liebe entzünden. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Im Jahr 1476 hat der päpstliche Gesandte Alexander in Deutschland unter dem Papsttum Sixtus IV. die Rosenkranz-Bruderschaft aufs neue an diesem Tag bestätigt.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Es war im Jahr 320. Wieder einmal wurden die Christen um des Glaubens willen grausam verfolgt. Damals lag zu Sebaste in Armenien an den Grenzen des Römerreiches ein Regiment Soldaten in Garnison. Auch Christen befanden sich unter den Kriegern, vierzig an der Zahl, prachtvolle Männer, tadellos im Dienst, mutig im Kampf, fromm und gottesfürchtig dazu, und zuhöchst stand bei ihnen die Treue zum wahren Glauben in Ehren. Als sie daher beim Ausbruch der neuen Christenverfolgung dem General vorgeführt und von ihm aufgefordert wurden, Treubruch an Christus zu verüben, bäumten sich alle vierzig wie ein Mann gegen die schändliche Zumutung auf. Wohl wären sie bereit, sagten sie, Kerker, Marter und Tod auf sich zu nehmen, nur das dürfe man von ihnen nicht verlangen, dass sie durch den Abfall vom Glauben die Ehre des christlichen Namens verlören.



    Das war ein herrliches Bekenntnis, und bei diesem Bekenntnis blieben die vierzig edlen Christusjünger auch, als der General sie gleich darauf beim Wort nahm. Mit Stöcken wurden sie geprügelt. Man ohrfeigte sie und schlug ihnen dabei die Zähne ein. Dann legte man ihnen eiserne Ketten an und sperrte sie ohne Speise und Trank tagelang ein. Sie aber freuten sich über die Unehre, die ihnen angetan wurde, weil sie wussten, dass Schmach um des Glaubens willen die höchste Ehre des Christen ausmacht.



    Es sollte jedoch noch schlimmer kommen. Da sich die vierzig heiligen Helden durch keine Marter von der Treue zu Christus abschrecken ließen, verurteilte sie der General zum Tod durch Erfrieren. Es war nämlich Winter und die Kälte war so bitter, dass die Leute selbst unter den dicksten Wollkleidern noch fröstelten. Trotzdem zog man den vierzig heiligen Christusjüngern die Uniform aus und brachte sie auf das Eis eines Teiches, der bis auf den Grund gefroren war. Dort sollten sie sterben. Eine Soldatenwache, die in einem warmen Haus am Rand des Teiches lag, hatte dafür zu sorgen, dass keiner der vierzig Helden entfloh. Nur wer von ihnen, durch die Kälte bezwungen, den christlichen Glauben aufgeben wollte, durfte die Gefährten auf dem Eis verlassen und das Wachthaus aufsuchen, wo ein warmes Bad und Speise und Trank für den Abtrünnigen bereitstanden. Das war eine letzte große Versuchung für die Helden, die immerfort füreinander beteten, dass doch keiner von ihnen untreu werde.



    „Herr!“, so lauteten ihre Worte, „Herr! Zu vierzig sind wir für den Glauben an dich in den Kampf gegangen. Zu vierzig lass uns auch die Krone der Herrlichkeit erringen! Lass nicht einen an dieser Zahl fehlen, die du durch dein vierzigtägiges Fasten geheiligt hast."



    So beteten die Helden auf dem Eis immerfort, drei Tage und zwei Nächte lang.



    In der dritten und letzten Nacht hatte dann einer aus der Schar der Wachtsoldaten ein Gesicht. Er sah vom Wachthaus aus, wie ein Licht vom Himmel her sich auf den Teich niederließ. Goldene Kronen glänzten und funkelten in dem Licht. Neununddreißig waren es. Sooft der Seher sie auch zählte, stets waren es neununddreißig. Er wunderte sich darüber, dass es nur neununddreißig waren, aber gerade in diesem Augenblick beobachtete er, wie sich einer von der Schar auf dem Eis trennte und, vom Glauben abfallend, das Wachthaus aufsuchte, das er allerdings nicht mehr erreichte, weil er nach wenigen Schritten tot zusammenbrach. Das alles sah der Wächter, und als er es gesehen hatte, bekannte auch er sich als Christ, ging auf das Eis und gesellte sich den Christushelden zu, um für den Abtrünnigen einzuspringen und die heilige Zahl Vierzig vollzumachen. Gleich darauf sahen alle, wie vom Himmel her noch eine weitere Krone, die vierzigste, niederstieg.



    Auf diese Weise vollendeten im Jahr 320 vierzig christliche Soldaten glorreich das Martyrium für den Glauben.


    https://www.heiligen-legende.de/vierzig-...rer-zu-sebaste/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Es lebte zu Tivoli im römischen Gebiet ein Geschlecht, das sich durch vorzügliche Gottseligkeit auszeichnete. Aus diesem stammte der heilige Simplizius. Sein Vater ließ ihn in der Furcht und Zucht Gottes und in den Wissenschaften aufziehen. Er wurde seiner Frömmigkeit, Weisheit und Liebenswürdigkeit wegen zu Rom unter die Geistlichkeit aufgenommen und für eine Zierde derselben gehalten, wie die Geschichtsschreiber der Päpste von ihm melden. Alle Schritte seines Lebens waren von Gottesfurcht und Liebe geleitet. Achtung und Zutrauen zu ihm wuchsen ständig und so wurde er nach dem Tod des heiligen Papstes Hilarius am 5. März 467 einstimmig zu dieser hohen Würde gewählt.



    Damals war die Christenheit in keinem guten Zustand, denn die meisten großen Herren und Regenten der Welt waren entweder noch ungläubig, oder sie waren von Irrlehren verführt und deren Beschützer. Aber noch weit mehr als dieses war für die Kirche Gottes ärgerlich und gefährlich der Abfall und die Treulosigkeit mehrerer Kirchenvorsteher. Einige Patriarchen im Orient und einige Bischöfe des Abendlandes verfielen aus Ehrgeiz und Habsucht auf Abwege, verfälschten die Glaubensregel, setzten sich über die Kirchenzucht hinweg, beunruhigten die Kirche Gottes, waren dem sonst gläubigen Volk zum Ärgernis und in Folge dessen nahm das gottselige Leben zusehends ab. Es war also in dieser Zeit darum zu tun, ob der apostolische allein seligmachende Glaube in der Welt noch weiter erhalten, bewahrt und fortgepflanzt, und die Wege des Heils ungestört, freudig und eifrig betreten werden könnten und sollten. Das war nun die große Aufgabe und die schwere Pflicht für den heiligen Simplizius.



    Da er nun zum Stellvertreter Jesu Christi auf Erden und zum Vater der Gläubigen bestellt war, so suchte er aus allen Kräften, getrieben von der göttlichen Liebe zum Erlöser und den Gläubigen, sein Amt nach apostolischer Vorschrift würdig und treu vor Gott zu führen und zur allgemeinen Erbauung zu verwalten. So übernahm er alle Sorge und Arbeit seines großen und schweren Berufes zur Ehre Gottes und zum Heil der ganzen Christenheit. Groß war sein Kummer, groß seine Sorge, aber noch größer sein Eifer und seine Arbeit.



    Wie ein guter Hausvater in sein ganzes Hauswesen eingreift, alles überblickt, anordnet, besorgt und der erste und letzte bei der Arbeit ist, wie er jetzt Belehrung, Rat, Ermahnung, Hilfe erteilt, jetzt wieder Schaden, Gefahr, Ärgernis abwendet, da ermuntert, dort nachhilft, hier tröstet und anderswo rettet, bald belohnt, bald züchtigt, wie es die Leitung des Hauses erfordert: so machte es der fromme Diener Gottes auf dem päpstlichen Stuhl für die Kirche Gottes.



    Vor allen anderen stellte er sich selbst als ein Muster der Glaubenstreue und der Gottseligkeit dar. Man hätte ihn sehen sollen, wie er so gottergeben, so andächtig, so demütig, so innerlich, so bußfertig vor Gott lebte, gleichwie in einer Zelle. Die Sünden des Volkes lagen ihm so schwer auf seinem Herzen, als wenn er allein alle Sünden der Welt büßen, er allein Gott versöhnen, er allein Gottes Gnade über die heillose Welt herab erflehen müsste, wie es nach dem Ausspruch der Propheten des Priesteramtes ist solches zu tun. Er lehrte mit Wort und Tat, dass nur Sünde den Glauben zerstöre und Gottes Gnaden zum Heil der Seelen verhindere. Man müsse also durch Buße und Gebet, durch demütigen Gehorsam das Kleinod des heiligen Glaubens und der heilschaffenden göttlichen Gnade zu erflehen, zu bewahren und fortzupflanzen suchen.



    Wie er nun durch das Beispiel der Gottergebenheit der ganzen Kirche vorleuchtete, so suchte er auch das gläubige Volk und besonders die Priesterschaft zu gleicher Glaubenstreue und heiligem Eifer zu entflammen. Er drang darauf, der Priester solle die Einfalt des Glaubens mit Demut und Liebe schmücken und vereinigen und so den Gläubigen vorangehen. Die Gläubigen hingegen sollen nach der Ermahnung des Apostels Paulus durch Gehorsam im Glauben und Bereitwilligkeit zu allem Guten in der Liebe sich der Gnade Gottes teilhaftig und des Heils würdig machen. Zu Rom belehrte, ermunterte, ermahnte er selbst die Geistlichkeit und das Volk und an andere Orte der Christenheit schickte er Hirtenbriefe, um den göttlichen Glauben und die Liebe zu offenbaren und zu beleben.



    Alles Gute schätzte und ehrte er, auch die guten Gläubigen und vor allem die frommen Priester. Dem Bischof Zeno zu Sevilla, von dem er das Zeugnis eines heiligen Lebens und Eifers hatte, gab er den Auftrag, über die Kirchen Spaniens zu wachen. So musste ihm Ehre vor den Menschen die Ehre vor Gott befördern.



    Den Bischof Severus beauftragte er im Jahre 475, er solle dem Gaudentius, Bischof zu Ausinium, weil er ungültige Weihen erteilt habe, die Vollmacht zu weihen wegnehmen, und stattdessen die Weihen erteilen. Er solle ihn den Bußgesetzen unterwerfen, zur Wiedererstattung des Kirchengutes anhalten, ihm nur den vierten Teil geistlicher Einkünfte zum nötigen Lebensunterhalt lassen und die übrigen Teile des kirchlichen Einkommens zum Unterhalt der Geistlichen, der Kirchen und Armen verwenden.



    Mit gleichem Ernst, mit welchem er für das Gute lebte, hasste er auch jede Sünde, jede Untreue Gott und seiner heiligen Kirche gegenüber. Er verabscheute und bestrafte den Ehr- und Geldgeiz als die Quelle des Unglaubens, der Gottlosigkeit und jeder Widersetzlichkeit gegen Gott und seinen heiligen Willen. Deswegen hielt er streng auf die Kirchenzucht und die Verordnungen, die von Konzilien und heiligen Vätern der Kirche waren gemacht worden, weil ohne diese nicht nur keine Ordnung, sondern auch keine Wirksamkeit, kein Bestand und kein Fortgang des Heils möglich ist.



    Dieser Eifer für Gott und seine heilige Kirche zeichnete den heiligen Simplizius hervorragend aus und machte ihn zum Felsenmann, an welchem alle List und Gewalt sowohl der Mächtigen dieser Erde, als auch der Irrlehrer und untreuer Bischöfe scheiterte.



    Als aber der wachsame Hirt bei aller Mühe und Sorgfalt dennoch erfahren musste, dass durch Treulosigkeit einiger stolzer Bischöfe im Orient die Irrlehre des Eutyches überhandnahm, und die Kirchensatzungen verachtet und übertreten wurden, so verursachte ihm solcher Abfall das größte Herzensleid und die meiste Arbeit. Er hielt deswegen, um die Reinheit des Glaubens und das Ansehen der Kirchensatzungen als Gesetz für die Kirche aufrecht zu erhalten, zu Rom ein Conzilium, in welchem die Irrlehren des Eutyches verdammt, die Kirchensatzungen eingeschärft und Eutyches, Dioskorus von Alexandrien und Timotheus Elurus als hartnäckige Irrlehrer von der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen wurden. Darauf hat er den Kaiser Zeno bewegt, dass die Gesetze des Kaisers Basilius gegen die katholische Religion aufgehoben und Petrus der Walker samt anderen acht ketzerischen Bischöfen, die die Ruhe der Kirche gestört hatten, von ihren Würden abgesetzt wurden.



    Dadurch hat sich aber auch der fromme Papst die Krone seines Verdienstes aufgesetzt und sich als treuer Hirte bewährt, den Glauben und die Kirchenzucht erhalten, Gottes Gesetz der Welt eingeschärft und die Gläubigen gestärkt, so dass die heilige katholische Kirche dieses alles neben Gott und seiner Gnade dem Eifer und der Sorgfalt, dem Gebet und den Verdiensten des heiligen Simplizius verdankt.



    Auf ein so heiliges Leben folgte auch für den treuen Diener Gottes ein seliges Ende. Der Hirt aller Hirten Jesus Christus nahm ihn zu sich im zwölften Jahr seiner päpstlichen Regierung am 10. März 483. Seine heiligen Gebeine werden in Tivoli, seinem Geburtsort, aufbewahrt, und Gott verherrlichte das Andenken an ihn mit vielerlei Gnaden.


    https://www.heiligen-legende.de/simplizius-papst/

  • Vom Reich GottesDatumGestern 05:44
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Die Notwendigkeit der Buße



    Aus der Tiefe rufe ich zu dir.

    Neige gnädig, Herr, dein Ohr zu mir.

    Eile, aus der Sünde schweren Ketten

    Meine Seele, die dich sucht, zu retten.




    1. Galater 6,7a: "Täuscht euch nicht: Gott lässt keinen Spott mit sich treiben." Unnachsichtig bestraft er die Missetat. Viele sprechen: Wenn Gott alle verwerfen wollte, die keine Buße tun, wer würde dann selig werden? Schonte Gott etwa der sündigenden Engel, deren Menge beinahe zahllos war? Vertilgte er, wegen ihrer abscheulichen Laster, nicht das ganze menschliche Geschlecht bis auf eine einzige gerechte Familie durch eine allgemeine Sündflut? Ja er bestrafte sogar in seinem eingeborenen und unendlich geliebten Sohn auf wunderschreckliche Weise die Sünden der Menschen, die er auf sich genommen hatte.



    2. Kein Sterblicher kann auf seine Gesundheit, auf seine Stärke pochen. Wie viele, die allem Anschein nach auf ein langes Leben hoffen durften, wurden durch eine schnelle Krankheit, durch einen jähen Tod hinweggerafft? Ja wie viele, selbst deiner Bekannten, wurden auf diese Weise aus dem Leben abgerufen? Wer aber versicherte dich, dass nicht auch dir dies widerfahren wird? Wie also kannst du je deine glückselige Ewigkeit wegen eines Vielleicht aufs Spiel setzen? Ach, wie viele, die nun in der Hölle sind, rechneten einst wie du auf ein langes Leben; und wüten nun ewig gegen sich selbst, dass sie, wie du, ihre Bekehrung von einem Tag zum andern verschoben haben, bis sie zuletzt unbußfertig starben?



    3. Wüsstest du aber auch gewiss, du würdest an einer Krankheit sterben: würde es dir dann leichter sein, Buße zu tun? Wie viele wurden durch diese Hoffnung getäuscht, und gingen ewig zu Grunde. Je länger du säumst, um so unzerbrechlicher wird die Kette deiner Laster, und einer um so größeren Gnade Gottes bedarfst du zu deiner Bekehrung. Meinst du aber, Gott, dem du fortwährend trotzt, werde dir dann die starken Gnaden geben, die er seinen getreuen Dienern nur nach täglichem und inbrünstigem Gebet verleiht? Römer 2,5: "Weil du aber starrsinnig bist und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den "Tag des Zornes", den Tag der Offenbarung von Gottes gerechtem Gericht." 1. Petrus 4,18: "Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo wird man dann die Frevler und Sünder finden?"


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete DatumGestern 05:37
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 9. März



    O Jungfrau ohne Gleichen,

    O Mutter mit dem Kind,

    Wollst uns die Hände reichen,

    Sieh an, wie schwach wir sind!

    Ach, zieh uns all nach oben,

    Zu dir an deinen Schoß,

    Dass wir dein Kindlein loben,

    Den Herrn und König groß.




    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Gregor von Nyssa




    O Gott, der Du Deiner Kirche den heiligen Gregor als einen Verteidiger des Glaubens gegeben hast, erfülle auf seine Fürbitte auch uns mit einem heiligen Eifer für unseren Glauben, und verleihe uns die Gnade, stets nach ihm zu leben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heilige Franziska von Rom



    Barmherziger Gott, der Du uns durch das Beispiel der heiligen Franziska ermunterst, den Weg der Vollkommenheit zu betreten, verleihe uns auf ihre Fürbitte hin die Gnade, das Zeitliche so zu gebrauchen, und unsere Standespflichten so zu erfüllen, dass unser Herz von himmlischen Dingen nie abgelenkt wird, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Auf diesen Tag kann man die durch Fürbitte der seligsten Mutter Gottes geschehene wunderbare Erlösung aus der Gefangenschaft setzen, die sich im Jahr 1535 mit dem nun heiliggesprochenen Hieronymus Ämilianus zugetragen hat. Er wurde von dem feindlichen Kriegsheer in dem Ort, Castro novo genannt, gefangengenommen, und an Händen und Füßen mit Banden belegt. Auf Anrufung der seligsten Jungfrau aber wurde er augenblicklich, ohne menschliche Hilfe, von den Banden befreit und durch die Mitte der Feinde nach Trivigli, im Venezianischen, gebracht.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Wie es dem lieben Heiland erging, der nach bitterem Leiden arm am Kreuz verschied, so ähnlich ergeht es ausnahmslos den Heiligen, denn nur in der Schule des Kreuzes kann man heilig werden.



    Auch bei der heiligen Franziska Romana war das der Fall. Eigentlich hieß sie Franziska Bussi und stammte aus Rom, wo sie in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts geboren wurde. In Rom verbrachte sie das ganze Leben bis zu ihrem Todestag am 9. März 1440. Deswegen nennt man sie zum Unterschied von den vielen anderen Heiligen, die ebenfalls Franziska hießen, Franziska Romana, das heißt Franziska aus Rom.



    Schön war Franziskas Kindheit, denn sie war die Tochter eines reichen Hauses und hatte eine gute christliche Mutter, von der sie früh Frömmigkeit und Wohltun lernte.



    Allzu gern wäre das junge Mädchen ins Kloster gegangen, um dem lieben Gott allein anzugehören, aber der Vater hatte die Tochter bereits einem adeligen jungen Mann versprochen, und da musste sie sich nach damaligem Brauch fügen.



    Franziskas Gatte war zwar kein böser Mensch, aber ein Heiliger war er auch nicht. Dass sich trotzdem das Familienleben glücklich gestaltete, verdankt er einzig der Klugheit seiner Frau, die ihn stets als das Oberhaupt des Hauses achtete, ihn liebevoll und zuvorkommend behandelte, ihm nicht widersprach und ihm ruhig und vornehm und fein nur dann die Meinung sagte, wenn er gut gelaunt war. So kam es, dass es in dieser Ehe während vierzig Jahren nie Zank und Streit gab, obwohl Mann und Frau eigentlich nicht zueinander passten.



    Darüber hinaus war Franziska auch eine tüchtige Hausfrau, die überall nach dem Rechten sah, die mit Sparsamkeit den Haushalt führte, bei allen Arbeiten selbst Hand anlegte und von früh bis spät mit unermüdlichem Fleiß sorgte und schaffte. Wohl besuchte Franziska täglich auf ein Stündlein die eine oder andere Kirche in Rom, um sich Sorgen und Kummer vom Herzen herunterzubeten, aber ihre Hausfrauenpflichten kamen dabei nicht zu kurz. Meisterlich verstand sie es, Gebet und Arbeit zu vereinen.



    Franziska war also eine kluge Gattin und eine tüchtige Hausfrau. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass die sechs Kinder, die ihr der liebe Gott im Lauf der Zeit schenkte, an ihr eine sehr gute und verständige Mutter hatten, die sie mit herzlicher Liebe umfing und an Leib und Seele treu für sie sorgte.



    Eines Tages wurde Franziskas Gatte in einem Straßenkampf schwer verletzt. Als er endlich dank der aufopfernden Pflege der Gattin wiederhergestellt war, musste er Hals über Kopf vor seinen Gegnern flüchten. Der älteste Sohn geriet in jahrelange Gefangenschaft und wurde nach Neapel verschleppt. Ein weiterer Sohn, Johannes mit Namen, der Mutter Liebling, starb innerhalb von drei Tagen an der Pest, und ihm folgten mit kurzen Abständen die restlichen vier Kinder im Tod nach. Zu allem Unglück plünderten die Widersacher des Gatten die Wohnung vollständig aus. Da blieb von allem Glück nichts mehr übrig. Gottes Prüfungsstunde hatte ihr geschlagen, schwer und bang, und wenn in einer solchen Lage der Mensch nicht verzagt und versagt, so wird in der Schule des Kreuzes schnell ein Heiliger aus ihm.



    Bei Franziska von Rom traf das zu. Die herrliche Frau hielt allen Schlägen tapfer stand. Wohl weinte sie manchmal, aber sie betete noch mehr, und im Gebet fand sie die Kraft, um sich herum eine neue Familie zu gründen, die Herrgottsfamilie der Kranken, Krüppel, Waisen und Armen, denen sie half, die sie pflegte, für die sie bettelte. Als ihr bei dieser Tätigkeit bald die Arbeit über den Kopf wuchs, gesellten sich ihr gleichgesinnte Frauen zu, die sich zu einem neuen Orden im Dienst der christlichen Nächstenliebe zusammenschlossen. So wurde die heilige Franziska Romana, die als Gattin, Hausfrau und Mutter sich glänzend bewährt hatte, auch noch Ordensstifterin. Der hellste Ruhm jedoch, der sie umstrahlt, rührt allerdings daher, dass sie in der Schule des Kreuzes eine Heilige wurde.



    Es sei noch erwähnt, dass die heilige Franziska der Gnade gewürdigt wurde, ständig neben sich den Schutzengel zu sehen, der sie überallhin begleitete, in Zweifeln beriet, vor dem Bösen warnte, zum Guten anspornte und der sie am 9. März 1440 aufforderte, ihm in den Himmel zu folgen.



    Gott belohnte die Demut der Heiligen durch Gesichte und durch die Gabe der Prophezeiung. Man liest in ihrem Leben und in dem Prozess ihrer Heiligsprechung über den, oben erwähnten, vertrauten Umgang mit ihrem Schutzengel.



    Ihr Herz wurde jedes Mal tief ergriffen, wenn sie über das Leiden und Sterben unseres Heilandes Betrachtungen anstellte. Und während der heiligen Messe war sie so in Gott versenkt, dass sie, besonders nach der heiligen Kommunion, wie unbeweglich auf ihren Knien lag. Sie hatte eine zärtliche Andacht zum heiligen Johannes dem Evangelisten, aber eine noch größere zur allerseligsten Jungfrau, die sie zur Patronin ihres Ordens gewählt hatte.



    Schließlich wurde Franziska selbst von einer schweren Krankheit befallen, an der sie starb. Sie sagte ihre letzte Stunde voraus, empfing die heiligen Sakramente und gab ihren Geist auf im Alter von 56 Jahren. Gott offenbarte ihre Heiligkeit durch Wunder, und zwar so, dass sie schon unmittelbar nach ihrem Tod öffentlich als eine Heilige verehrt wurde, obgleich ihre Heiligsprechung erst im Jahre 1608 erfolgte. Ihren Leib sieht man in Rom in einem prachtvollen Sarg und begeht dort ihr Fest mit großer Feierlichkeit.




    https://www.heiligen-legende.de/franziska-von-rom/

  • Vom Reich GottesDatum07.03.2026 22:02
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Das Geheimnis des Kreuzes



    O Lebensbaum, wie strahlst du wunderbar.

    Bei deinem Anblick muss die Hölle weichen.

    Schutz bist, o Gottes Kraft, du in Gefahr.

    Und glänzest als der höchsten Liebe Zeichen.



    1. Betrachte das abgrundtiefe Geheimnis des heiligen Kreuzes, der glorreichen Siegesfahne unseres himmlischen Feldherrn, und erwäge die Worte des Apostels: "Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft." (1. Korinther 1,18) Als Torheit betrachteten es die Heiden, dass Menschen als ihren Gott einen Menschen anbeteten, den sein Volk gekreuzigt hatte, und wie viele Gottlose selbst unter den getauften Heiden schütteln noch jetzt gleich jenen hohen Priestern und Pharisäern den Kopf über den Gekreuzigten, rufen Pfui! über ihn, und spotten über dieses ewig anzubetende Geheimnis, das den Himmel erschloss, die Hölle überwand, die Abgötterei stürzte und die Menschheit vom Fluch der ewigen Verdammnis erlöste.



    2. Unendlich war die Beleidigung, die das freche Geschöpf im schnödesten Undank der unendlichen Majestät Gottes, seines Schöpfers angetan hatte. Dies ist das Geheimnis unseres Glaubens. Aber auch die Vernunft zeigt uns durch den Widerspruch in unserem eigenen Herzen, durch alle Hospitäler, Tollhäuser und Grabstätten, die schwere Strafe, unter der das sündige Geschlecht seufzt: dass es in die Schuld des ersten Übertreters verflochten war; da Gott, die ewige Liebe, nimmermehr Strafen verhängt, wo keine Schuld vorangeht. Volle Genugtuung aber musste der ewigen Gerechtigkeit werden, oder das sündige Geschöpf fiel rettungslos einer unendlichen Strafe anheim.



    3. Kein sterblicher Sünder, ja kein Geschöpf überhaupt konnte diese unendliche Schuld bezahlen, weil die Verdienste aller Geschöpfe begrenzt sind, eine Schuld aber gegen die unendliche Majestät unendlich ist. Überdies musste ein Mensch sie bezahlen, weil der Mensch Gott beleidigt hatte, und zwar ein Mensch, der unendliche Verdienste hatte. Wo aber war er zu finden? Sieh, da ließ die unendliche Majestät in unbegreiflicher Liebe sich herab, selbst Mensch zu werden, und wog als Gottmensch durch unendliche Verdienste die Schuld seiner Brüder und Schwestern auf. O Kraft Gottes, o Geheimnis, in dem die unendliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit wunderbar sich vereinigen, wodurch die Schuldner des ewigen Todes befreit, und Gott auf unendliche Weise verherrlicht wird. Die Kirche betet: "Wir beten dich an, o Jesus, und lobpreisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum07.03.2026 21:58
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 8. März



    O Maria, es ist wahr, wir sind große Sünder. Aber Gott hat dir so viel Mitleid und so große Macht erteilt, dass sie alle unsere Bosheit weit übersteigen. Du kannst und willst uns retten, und je weniger wir es verdienen, um so mehr hoffen wir es, damit, wenn wir durch dein Gebet mit dir vereinigt sind, wir dich nur um so mehr im Himmel verehren können. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Johannes von Gott



    Ewiger Gott, der Du den heiligen Johannes, ganz erfüllt von Deiner Liebe, mitten durch die Feuersflammen unbeschadet einhergehen ließest, verleihe uns durch seine Verdienste und auf seine Fürbitte das Feuer Deiner Liebe, das uns von allen Sünden reinigt und zur ewigen Glückseligkeit führt, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Heute begeht der Orden der Serviten das Fest der Vermählung der seligsten Jungfrau mit dem heiligen Joseph. Die minderen Brüder halten es am vorhergehenden Tag.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Fastenzeit ist Bußzeit; aber wenn sich ein Sünder bekehrt und Buße tut, so ist über ihn im Himmel mehr Freude als über neunundneunzig Gerechte, die nicht Buße tun wollen.



    Johannes von Gott hat sich bekehrt und Buße getan.



    Johannes wurde als Sohn eines portugiesischen Bauern im Jahr 1495 geboren. Warum er mit acht Jahren bereits daheim durchbrannte, ist nicht bekannt. Nur dass er durchbrannte, ist bekannt. Weit kam der Junge mit den kurzen Beinen nicht. Bald zwang ihn der Hunger, die Schweine eines reichen Herrn zu hüten. Wer nun meint, Johannes hätte in dieser Lage so gehandelt wie der verlorene Sohn im Evangelium, der irrt sich. Nein, Johannes kehrte nicht heim, sondern lief immer weiter in die Welt hinein. Bald war er Soldat und bald wieder Schäfer oder Knecht und dann wieder Soldat im steten Wechsel. Als Landsknecht mit Spieß und Hellebarde, mit Armbrust und Hakenbüchse wanderte der lose junge Mann lustig durch Spanien, Ungarn und Polen, trank, fluchte, würfelte und plünderte nach Landsknechtsart landauf und landab, bis er eines Tages allein und ohne Schutz wütenden Bauern in die Hände fiel, die ihn aus Rache für die ewigen Plünderungen der Söldner an den nächsten Baum aufknüpfen wollten. Zwar konnte sich Johannes im letzten Augenblick vor dem Tod retten, aber vom Soldatenleben hatte er für immer genug.



    Der verlorene Sohn kehrte endlich heim. Johannes, dem der Schreck vor dem Strick, dem er gerade entlaufen war, noch tief in den Gliedern saß, kam daheim durch die Meldung vom Tod der Eltern ganz aus der Fassung. Denn er war es doch, der ihren Kummertod verursacht und verschuldet hatte. Zugleich packten ihn auch das Entsetzen über das schlechte Leben, das er geführt hatte, und die Furcht vor Gottes Gericht, das ihm bevorstand. Johannes wurde schwermütig und erforschte immerfort ängstlich sein Gewissen.



    Lieb hat es da die göttliche Vorsehung gefügt, dass Johannes gerade in dieser verzweifelten Lage einem heiligen Priester, dem seligen Johannes von Avila begegnete. Der beruhigte ihn, nahm ihm die Angst vom Herzen und wies ihm den richtigen Weg aus der Not. Er sagte ihm nämlich, dass er durch ein Leben im Dienst der barmherzigen Liebe vieles wiedergutmachen könne, was verkehrt gewesen sei.



    Johannes verstand sofort, was gemeint war. Vom gleichen Tag an führte er ein Leben, das einzig schön ist. Bald war er weitum als gütiger Armenvater bekannt. Alles was er besaß verteilte er an die Notleidenden. Dann erbettelte er Geld und baute ein Spital, in das er alle unentgeltlich aufnahm, die arm und krank waren. Von früh bis spät bediente er wie ein barmherziger Samariter die Pfleglinge, reinigte Zimmer, Gänge und Treppen, richtete die Betten zurecht, verband die Wunden, betreute auf alle Art die Kranken, ermunterte und tröstete sie und bereitete sie auf den Empfang der heiligen Sakramente vor. Täglich tat Johannes das mit unverdrossenen Eifer und restloser Hingabe zwölf Jahre lang bis zu seinem Tod.



    Als Johannes sich eines Abends, nachdem er den Tag hindurch ohne Pause den Kranken gedient hatte, übermüdet in seine Zelle zurückziehen wollte, um wenigstens ein Weilchen zu ruhen, brachte man ihm zu später Stunde noch einen unbekannten Bettler ins Haus, dessen Füße nur noch eiternde, übelriechende Beinstümpfe waren. Mutig überwand Johannes die bleierne Müdigkeit und den aufsteigenden Ekel, und mit einer Liebe, wie sie nur Heilige aufbringen können, machte er sich daran, die Wunden des Fremden mit warmem Wasser zu waschen. Und während er es tat, leuchteten plötzlich auf dem Fußrücken des Bettlers die heiligen Wundmale Christi auf. Da fiel Johannes, hingerissen von diesem Glück, vor dem unbekannten Bekannten auf die Knie und stammelte mit vor Freude zitternden Lippen die Worte: „Das bist du ja, Herr!“ Doch da war der Fremde bereits verschwunden.



    Der heilige Johannes von Gott, der später den segensreichen Orden der Barmherzigen Brüder stiftete, hat für seine verfehlte Jugendzeit dadurch Buße getan, dass er dem Heiland, der heute noch in den Armen und Kranken weiterleidet, voll Liebe gedient hat.




    Barmherziger Jesus, der du dich dem hl. Johannes von Gott in Gestalt eines armen Kranken geoffenbart, ebenso angetrieben hast, dass er durch sein hl. Beispiel einen Orden zum immerwährenden Dienst der armen Kranken gestiftet hat: wir bitten dich durch die Verdienste und durch die Fürbitte dieses Heiligen, entzünde in unseren Herzen das Feuer deiner göttlichen Liebe, dass in uns die Nächstenliebe nie erkalte, sondern dass wir durch eifrige Verrichtung der Werke der Barmherzigkeit unsere Sünden abbüßen und unser ewiges Heil sicher erlangen, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist als gleicher Gott lebst und regierst in Ewigkeit. Amen.




    https://www.heiligen-legende.de/johannes-von-gott/

  • Vom Reich GottesDatum06.03.2026 20:12
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom Andenken an das Leiden Jesu


    Dein Leben, Jesus, ist ein Feuer,

    Die Herzen zu entzünden.

    Denn deines Blutes Purpurflut

    Erfüllt das Herz mit Liebesglut,

    Und nimm hinweg die Sünden.



    1. Unterlassen wir keinen Tag, das bitterste Leiden unseres Herrn in Andacht zu verehren. Keines unter den göttlichen Werken zeigt die unendliche Liebe unseres Gottes in so deutlichem Licht. Keines auch ist geeigneter, uns zu einer feurigen Liebe Gottes zu erwecken, als die Anschauung einer so unermesslichen Barmherzigkeit. Denn, wie der heilige Bernhard spricht: "Anschaulich wird das Herz unseres göttlichen Heilandes durch seine Wunder!" Welches Herz könnte auch je so eisern sein, nicht vor innigstem Dankgefühl zu zerfließen, wenn es die namenlosen Schmerzen betrachtet, durch die unser Jesus vom ewigen Tod uns erlöst hat. Und wer könnte sich verwehren, ihn zu lieben, der sein blühendes Leben für uns Sünder opfert.



    2. Es wirkt aber auch die Betrachtung dieses heiligsten Geheimnisses mächtig, von Sünden uns abzuschrecken. Denn am Kreuz sehen wir die unendliche Gerechtigkeit Gottes anschaulich, die ein solches Opfer für die Sünde forderte. Darum auch sprach unser Erlöser selbst: "Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?" (Lukas 23,31) Ebenso spricht auch der heilige Apostel Petrus: "Da Christus im Fleisch gelitten hat, bewaffnet auch ihr euch mit diesem Gedanken: Wer im Fleisch gelitten hat, für den hat die Sünde ein Ende." (1. Petrus 4,1) nämlich die Waffen der Buße zur Tilgung der Sünde ergreifen; nicht aber die Ursache dieses bittersten Leidens durch abermalige Sünden erneuern.



    3. Eine wunderbare Kraft auch wohnt dieser heiligen Betrachtung inne, unsere Schwäche zu stärken und in allen Trübsalen uns zu trösten. Denn was ist je wirksamer, den Druck so mannigfaltiger Drangsale und Bitterkeiten dieses Lebens zu lindern, und mit Kraft uns aufzurichten, wenn irgend Schweres oder Schmerzliches sich ergibt, als die andächtige Betrachtung der bittersten Leiden, die unser gebenedeiter Heiland mit so namenloser Liebe für uns erduldet hat? Wie, mein göttlicher Heiland, könnte ich je bei dem Anblick deines Kreuzes zagen oder mich weigern, dir Liebe für Liebe zu erwidern? 2. Korinther 5,15: "Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum06.03.2026 20:05
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 7. März



    Glückseligste und schönste Jungfrau Maria, die du voll von Barmherzigkeit bist, ich empfehle dir meine Seele und meinen Leib, meine Gedanken, meine Werke, mein Leben und meinen Tod. Meine Gebieterin, hilf mir und stärke mich gegen die Angriffe des Teufels. Erlange mir wahre und vollkommene Liebe, damit ich deinen geliebten Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, aus ganzem Herzen und nach ihm dich über alle Dinge liebe. O Meine Königin und Mutter, mache durch deine mächtige Vermittlung, dass ich diese Liebe bis zu meinem Tod bewahre, worauf du mich alsdann ins Vaterland der Seligen führen wollest. Amen.



    Zu Gott




    Gib uns, allmächtiger Gott, die Gnade, dass wir, Dich immer besser erkennend, unsere eigene Nichtigkeit vollkommen einsehen, und nie durch die Wissenschaft zum Stolz und Irrtum, sondern allezeit zur Demut und Wahrheit geführt werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    An diesem Tag hat der griechische Kaiser Alexander Commenus durch die Fürbitte der seligsten Jungfrau im Jahr 1120 über die Perser einen namhaften Sieg erhalten.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Thomas von Aquin, ein Nachkomme aus dem edlen Geschlecht der Grafen von Aquin in Mittelitalien, gilt als einer der größten Gottesgelehrten aller Zeiten. Als er 1274 im Alter von erst fünfzig Jahren starb, hinterließ er über zwanzig dicke Bücher. Diese hatte er so gut und treffend geschrieben, dass auf ihnen zusammen mit der Heiligen Schrift heute noch die gesamte katholische Glaubenslehre wie auf einem festen und sicheren Fundament begründet ist.



    Thomas war erst fünf Jahre alt, als ihn die Eltern zur Erziehung in das berühmte Benediktinerkloster auf dem Cassinoberg zwischen Rom und Neapel brachten, wo zu jener Zeit sein Onkel Sinnibald Abt war. Vater und Mutter, kluge Leute, hatten im Herzen den stillen Wunsch, ihr Sohn solle später des Onkels Nachfolger in der Leitung des mächtigen Klosters werden. Es kam aber anders. Nachdem Thomas seine Studien abgeschlossen hatte, trat er in den Bettelorden der Dominikaner ein. Die Eltern und Geschwister waren entsetzt über diesen Schritt, denn da stürzten mit einem Schlag alle ehrgeizigen Zukunftspläne zusammen. In ihrer Wut bemächtigten sie sich des jungen Ordensmannes, rissen ihm das Ordenskleid in Fetzen vom Leib und hielten ihn ein ganzes Jahr lang im Turm eines ihrer Schlösser gefangen. Thomas ließ sich dadurch jedoch in seinem Sinn nicht irremachen.



    Die Freiheitsberaubung des jungen Ordensmannes durch die eigene Familie hat in der damaligen Welt viel Staub aufgewirbelt, so dass schließlich sogar Papst und Kaiser eingriffen, bis endlich wenigstens die Mutter Verstand annahm und dem Eingekerkerten zur Flucht verhalf. Thomas begab sich daraufhin nach Paris und nach Köln am Rhein. Dort wollte er unter der Leitung des heiligen Albert des Großen, des angesehensten Gelehrten seiner Zeit, die unterbrochenen Studien vollenden. Damals trug sich auch die folgende Begebenheit zu.



    Thomas, der ein Riese von Gestalt war, etwas dickleibig und im Auftreten unbeholfen und schwerfällig, der wenig sprach und ohne Hintergedanken wie ein Kind jedem traute, galt anfangs als ein Dummkopf, der von den Mitschülern gerne geärgert wurde. Einmal rief ihm ein Mitschüler scherzend zu: „Thomas, komm, komm schnell! Schau, da fliegt ein Ochse durch die Luft!“ Thomas hastete herbei und suchte mit seinen Augen fieberhaft den Himmel ab. Da lachten ihn natürlich alle aus. Nur der Gehänselte lachte nicht, sondern sagte im heiligen Ernst: „Eher sollte man glauben, dass ein Ochse durch die Luft fliegt, als dass der Mund eines Christen lügt.“ So streng urteilte ein Heiliger über eine Lüge, die nicht einmal eine Sünde ist; denn solange man eine Lüge fühlen kann, ist sie nicht sündhaft. Schöner und geradliniger ist es allerdings, wenn man überhaupt nicht lügt, auch nicht aus Scherz.



    Aus der Studienzeit von Köln wird vom heiligen Thomas noch eine andere Geschichte berichtet. Einmal musste er nämlich, als die Reihe an ihn kam, während des Essens bei Tisch vorlesen, wie es in den Klöstern üblich ist. Plötzlich schellte der Obere und tadelte den Vorleser, weil er ein Wort falsch ausgesprochen habe. Thomas berichtigte sofort den gerügten Fehler, obwohl er wusste, dass sich der Obere in diesem Fall irrte. Als ihm nachher die Mitschüler sagten, das hätte er nicht tun dürfen, weil er doch im Recht und der Vorgesetzte im Unrecht war, entgegnete der Heilige: „Es liegt nicht viel daran, ob ein Wort richtig oder falsch ausgesprochen wird, wohl aber liegt sehr viel daran, dass man gehorsam ist.“ Da können sich an Thomas jene ein Beispiel nehmen, die, meist zu Unrecht, klüger sein wollen als die Eltern und Lehrer.



    Aus dem scheinbar einfältigen Studenten Thomas von Aquin ist später, wie bereits erwähnt, einer der tiefsinnigsten Gottesgelehrten aller Zeiten geworden, dessen Ruhm bis heute noch die Welt erfüllt. Als es dann mit ihm zu Ende ging, fragte ihn im Angesicht des Todes ein Mitbruder: „Thomas, nun sage uns noch das eine! Was ist dir bei all deinem Wissen das Unbegreiflichste gewesen?“ Auf diese Frage gab der Gelehrte eine ganz schlichte Antwort, die jedes Kind versteht, denn er erwiderte: „Das, was ich nie verstanden habe, ist die Tatsache, dass sich ein Mensch abends zur Ruhe legt mit einer schweren Sünde auf dem Herzen. Das habe ich wirklich nie begreifen können.“

    _ _ _



    Der berühmteste Gelehrte und Kirchenlehrer stammte aus dem lombardischen Adelsgeschlecht der Grafen von Aquino. Er wurde 1225 in Roccasecca geboren und schon mit fünf Jahren zur Erziehung in das Benediktinerkloster Montecassino gebracht. 1236 setzte er an der Universität in Neapel seine Studien fort und entschloss sich 1243, in den Dominikanerorden einzutreten.



    Seine Brüder, die seinen Entschluss, Mönch zu werden, nicht billigten, entführten ihn und hielten ihn auf der väterlichen Burg gefangen. Durch List und mit Hilfe einiger Dominikaner konnte Thomas aus dieser Haft entkommen. Im selben Jahr schickte sein Orden ihn zum Studium an die berühmte Pariser Hochschule.



    Von dort zog er 1248 mit seinem Lehrer Albertus Magnus an die neugegründete Universität in Köln. Nach vier Jahren intensiver Studien begann er mit philosophisch-theologischen Vorlesungen seine eigene Lehrtätigkeit in Paris. Von Papst Urban IV. gerufen, leitete er von 1259-1269 die Ordensschulen in Orvieto, Viterbo und Rom; ab 1269 lehrte er wieder in Paris. In dieser wissenschaftlich sehr fruchtbaren Zeit entstand auch seine bedeutsamste Schrift: „Summa theologiae“, die als das Hauptwerk der Scholastik gilt.



    1272 kehrte er nach Neapel zurück und reiste zwei Jahre später auf Wunsch Gregors X. zum Konzil nach Lyon. Unterwegs starb er am 7. März 1274 im Zisterzienserkloster Fossanova.



    „Zwei seiner Brüder, Landulph und Raynald, welche bei der Armee des Kaiser Friedrich II. dienten, hatten von dieser Reise Kunde erhalten; sie ließen daher alle Wege so sorgfältig bewachen, dass Thomas bei Acqua-Pondente gefangen und ihnen ausgeliefert wurde. Sie versuchten ihn zur Ablegung des Kleides, das er trug, zu bewegen; allein der junge Novize erklärte standhaft, dass ihn nichts dahin bringen könne. Sie brachten ihn daher in seinem Ordenskleid auf das Schloss Monte San Giovanni, das seiner Familie gehörte. Seine Mutter war hoch erfreut, ihn bei sich zu haben, und schmeichelte sich mit dem Gedanken, dass man ihn schon allmählich zur Wahl eines anderen Standes überreden werde. Unter dem Vorwand, dass er ohne die Einwilligung seiner Eltern über seine Freiheit verfügt habe, versuchte sie ihn zu bereden, er gehe nicht den Weg, der ihm von der Vorsehung bestimmt sei. Sie folgerte sodann, dass er sich umsonst auf den Ruf des Himmels stütze, weil dieser dem Gesetz nicht widersprechen könne, welches die Kinder verpflichte, nichts ohne die Zustimmung der Eltern zu tun. Die Mutter brachte noch andere Gründe vor, denen sie durch Bitten, Tränen und Liebkosungen neue Kraft zu geben wusste. Man weiß, wie beredt die Natur in solchen Umständen ist. Thomas blieb nicht ungerührt bei dem Schmerz seiner Mutter; allein dieses Gefühl wusste er in den Schranken der Pflicht zu halten. Er antwortete ihr mit bescheidener und ehrfurchtsvoller Festigkeit, er habe alles wohl erwogen, sein Beruf komme gewiss von Gott und er sei entschlossen, demselben, was es ihn auch kosten möge, zu folgen. Die Gräfin, da sie ihre Hoffnung vereitelt sah, geriet in heftigen Zorn, machte ihrem Sohn die bittersten Vorwürfe, ließ ihn in enge Verwahrung bringen, und erlaubte nur seinen zwei Schwestern, ihn zu besuchen und mit ihm zu sprechen.



    Man stelle sich die Anstürme vor, welche Thomas von Seiten seiner Schwestern zu bestehen hatte. Sie griffen seine Standhaftigkeit mit allen Mitteln an, welche die Zärtlichkeit zu erfinden vermag. Sie schilderten ihm vor allem in den lebhaftesten Farben den Schmerz der trostlosen Mutter, der durch nichts als seine Rückkehr geheilt werden könne. Der Heilige, stets unerschütterlich, antwortete nur durch ergreifende Reden über die Verachtung der Welt und die Liebe zur Tugend.



    Unterdessen kamen Landulph und Raynald vom Heer zurück und fanden bei ihrer Ankunft ihre Mutter ganz in Trostlosigkeit versunken, Thomas aber eben noch so fest entschlossen wie vorher. Diese Lage, die sie vielleicht nicht erwarteten, brachte sie auf Ideen, welche die Menschlichkeit sowohl als auch die Religion missbilligten. Die erste gewalttätige Handlung, die sie an ihm verübten, war, dass sie ihn in den Schlossturm sperrten. Sein Ordenskleid zerrissen sie in Stücke, überhäuften ihn mit Schmähungen und fügten ihm tausend andere Misshandlungen zu. Da nichts imstande war, den Heiligen zu erschüttern, benützten sie ein Mittel, das ihnen nur der Geist der Finsternis eingeben konnte. Sie führten eine der schönsten Buhlerinnen des Landes in sein Gemach und versprachen ihr eine große Belohnung, wenn sie ihn verführen würde. Diese Unglückselige bot alles auf, was eine solche Frau durch List und Unverschämtheit vermag. Thomas, obgleich bestürzt über die Gefahr, in welcher er seine Unschuld ausgesetzt sah, verlor den Mut nicht. In demütigem Misstrauen zu sich selbst, rief er den Gott der Reinheit um Beistand an. Dann ergriff er einen glühenden Brand, ging auf die schändliche Buhlerin los und jagte sie mit dieser Waffe zum Zimmer hinaus.



    Es verflossen ein oder sogar nach einigen Schriftstellern zwei Jahre und Thomas war noch im Schloss eingekerkert. Papst Innozenz IV. und Kaiser Friedrich II., die von der grausamen Verfolgung, welche er leiden musste, Nachricht erhielten, verwendeten sich mit vieler Anteilnahme für dessen Befreiung. Sie ließen bei seiner Mutter und seinen Brüdern für ihn sprechen, so dass diese endlich auch zu menschlicheren Gesinnungen zurückkehrten. Die Gräfin schien sogar nicht abgeneigt, heimlich die Flucht ihres Sohnes zu begünstigen. Die Dominikaner von Neapel, von ihrer Denkweise benachrichtigt, schickten einige Ordensbrüder verkleidet in das Schloss Monte San Giovanni; diese fanden sich zur bestimmten Stunde am Turm ein, empfingen den Heiligen, den seine Schwester in einem Korb hinabließ, in ihre Arme, und führten ihn freudevoll in ihr Kloster. Thomas legte im folgenden Jahr die Gelübde ab. Der Tag, an dem er Gott das Opfer seiner Freiheit darbrachte, schien ihm der schönste seines Lebens; er brachte ihn zu in den Übungen der innigsten Frömmigkeit. Indessen missbilligten es seine Mutter und seine Brüder laut, dass er die Gelübde abgelegt habe; sie unterschoben ihm niedrige Beweggründe, und brachten ihre Klagen vor den Heiligen Stuhl. Der Papst berief sogleich den jungen Ordensmann nach Rom, um seine Berufung zum Klosterstand zu prüfen. Seine Antworten befriedigten ihn auf das vollkommenste, und seine Tugenden setzten ihn in Erstaunen. Er billigte dessen gewählte Lebensweise und erlaubte ihm, darin zu beharren. Seit dieser Zeit ward unser Heiliger nicht mehr durch seine Familie beunruhigt.



    Da unterdessen der Dominikanergeneral Johannes Teutonius eine Reise nach Paris machte, nahm er unseren Heiligen mit sich. Danach schickte er ihn nach Köln, wo Albert der Große Theologie lehrte. Thomas wohnte den Vorträgen dieses trefflichen Lehrers bei und widmete alle Zeit, die ihm die Religionspflichten übrig ließen, den höheren Wissenschaften. An seiner Lernbegierde hatte aber Ruhmsucht nicht den mindesten Anteil, und die außerordentlichen Fortschritte, welche er bald machte, wusste seine Demut zu verbergen. Aus demselben Beweggrund beobachtete er auch ein strenges Stillschweigen, welches aber seine Mitschüler als Stumpfsinn ansahen. Man nannte ihn daher spottweise den stummen Ochsen, oder den großen Ochsen aus Sizilien. Es ereignete sich sogar einmal, dass sich einer seiner Mitschüler anbot, ihm den Lehrvortrag zu erklären, um ihm dessen Verständnis zu erleichtern. Thomas nahm mit innigem Dankgefühl das Angebot an, obgleich er damals schon Lehrer der andern hätte sein können. Eine solche Demut war um so verdienstvoller vor Gott, als studierende Jünglinge sonst geneigt sind, ihre Fähigkeiten glänzen zu lassen, und ihre Überlegenheit gegenüber anderen zu zeigen. Allein Gott, der seine Diener umso mehr zu verherrlichen weiß, als sie von aller Ruhmbegierde entfernt sind, fügte es, dass man bald in dem Heiligen einen großen und durchdringenden Geist, der mit vielen Kenntnissen und einer gründlichen Beurteilungskraft ausgestattet war, erkannte. Als ihn Albert über sehr dunkle Gegenstände fragte, antwortete er mit solcher Richtigkeit und Kürze, dass alle Zuhörer in Verwunderung gerieten und Albert selbst vor Freude entzückt, ausrief: „Wir nennen Thomas den stummen Ochsen, allein seine Gelehrsamkeit wird einst brüllen, dass man ihn auf der ganzen Erde hören wird.“



    Zahlreiche Attribute werden dem Heiligen zugeordnet. Dargestellt wird er im weißen Dominikanerhabit mit Skapulier und Kapuze, ein offenes Buch haltend. Kelch und Monstranz in seinen Händen sollen an seine innige Frömmigkeit, an seine Hymnen und an das Fronleichnamsoffizium, das er verfasst hat, erinnern. Die Taube am Ohr ist das Symbol für seine übernatürliche Erleuchtung, und die Lilie in seiner Hand deutet auf sein engelgleiches reines Leben hin. Mitra und Stab zu seinen Füßen zeigen an, dass er alle kirchlichen Ämter und Würden abgewiesen hat. Sein ganz besonderes Kennzeichen ist jedoch ein Stern oder ein Edelstein oder eine Strahlensonne, die er auf der Brust trägt.



    Thomas von Aquin ist der Patron aller katholischen Hochschulen, der studierenden Jugend, der Buchhändler und Bleistiftfabrikanten. Er schützt die Keuschheit und hilft gegen Blitz und Sturm.



    Weil der bisherige Festtag, der 7. März, wegen der Fastenzeit oft nicht gefeiert werden konnte, wurde der Gedenktag auf den 28. Januar verlegt.



    _ _ _



    St. Thomas von Aquin



    Dem Orden des hl. Dominikus gebührt der Ruhm, unter die Schar seiner Mönche den größten Gottesgelehrten aller Zeiten und Nationen zu zählen, einen Mann, der viel genannt wurde, da durch eine Verfügung des Heiligen Vaters Pius X. seine Werke neuerlich allen Theologiestudierenden dringendst zum intensivsten Studium anempfohlen wurden, da sie hervorragenderweise geeignet sind, den Priestern jene tiefe philosophische Bildung zu geben, die nötig ist, um den modernen Irrtümern gewappnet entgegentreten zu können. Dieser Mann ist Thomas von Aquin, geb. 1226, gest. 1274.



    Thomas war der Sohn des Grafen von Aquin, Herrn von Loretto und Bebastro, der aus königlichem Geblüt stammte und mit Kaiser Friedrich II. verschwägert war. Auf dem Schloss Roccasicca wuchs der Junge bis zu seinem 5. Lebensjahr heran, dann wurde er in die Klosterschule der Mönchsburg Monte Cassino gebracht, um hier die Grundbildung in allen Wissenschaften zu empfangen. Schon da erkannten seine Erzieher, dass dieses Kind von Gott mit ganz außergewöhnlichen Talenten und Gnadenvorzügen bedacht sei. Nach sechs Jahren erklärten sie, dass der Junge in Monte Cassino nichts mehr zu lernen habe, dass der Zwölfjährige für die Hochschule reif sei. Der Graf holte seinen Sohn heim, er sollte einige Zeit die Freiheit und die Freuden der Jugend genießen. Alles war alsbald über Thomas entzückt. Seine Liebenswürdigkeit und Anmut, seine Sanftmut und Frömmigkeit gewann ihm aller Herzen. Auch am väterlichen Schloss, wo es an Festen und Zerstreuungen nicht fehlte, studierte er weiter und schien überhaupt dem höfischen Treiben wenig Gefallen abzugewinnen. Zwei Jahre später bezog Thomas die Universität in Neapel. Hier ging er bereits ganz andere Wege als die übrigen Studenten, die ihn umsonst zu ihrem tollen Leben zu gewinnen versuchten. Die Zeit teilte er sich in Studium und Gebet und nichts liebte er mehr, als vor einem Tabernakel die Liebe und Weisheit des Heilandes zu betrachten. Die Erholungszeit verbrachte der junge Mann gerne in einem neugegründeten Dominikanerkloster, dessen innigfromme, hochgelehrte Priester ihn ungemein anzogen. Und doch kam es aller Welt unerwartet, als es eines Tages hieß, der Sohn des Grafen von Aquin ist Novize eines Bettelordens geworden. Ohne Wissen der Eltern, deren Einwilligung er nie erhalten hätte, aber in vollster Überzeugung eines gottgewollten Berufes, hatte Thomas den entscheidenden Schritt getan. Um ihn vor Verfolgung zu schützen, sandten die Oberen den jungen Mann über Rom nach Paris. Doch unterwegs lauerten ihm seine zwei Brüder auf, die im kaiserlichen Heer dienten, und brachten ihn gefangen nach Roccasicca. Eltern und Geschwister versuchten durch alle Mittel, durch Güte wie auch durch Misshandlung seinen Sinn zu ändern – umsonst! So flammend sprach er von der Liebe Gottes und den ewigen Gütern, dass er dadurch sogar seine älteste Schwester, die bereits verlobt war, zu dem Entschluss brachte, sich gleich ihm Gott zu weihen. Diese Schwester war es auch, die ihn nach zwei Jahren rettete, indem sie ihn in einem Korb vom Gefangenenturm in die Tiefe ließ, wo ihn Dominikaner erwarteten. Bald darauf legte Thomas die heiligen Gelübde ab. Die Eltern klagten nun ihren unbotmäßigen Sohn beim Heiligen Vater an, der Thomas kommen ließ und seinen Beruf prüfte. Er erkannte klar die Heiligkeit und Unschuld des Verfolgten, nahm sich seiner an und seit der Zeit beunruhigte ihn seine Familie nicht mehr. – So ist es immer: schenkt Gott jemand wirklich einen hohen Beruf und türmen sich Berge vor dem Ziel, der den Beruf gibt, gibt die nötige Kraft und räumt die Hindernisse beiseite, wenn es Zeit ist.



    Nun reiste der junge Ordensmann nach Köln, um die Vorträge des weltberühmten Dominikaners Albertus Magnus zu hören. Später folgte er diesem Meister der Scholastik nach Paris. Unermüdlich studierte Thomas unter der großartigen Anleitung und der Meister sah bald in ihm den Stern, der seine eigene Wissenschaft überstrahlen würde. Nicht kleinere Fortschritte machte er in der Heiligkeit. Stieß er im Studium auf Schwierigkeiten, so eilte er zum Tabernakel oder unter das Kreuz. Im Gebet fand er alle Erleuchtung, das demütige Gebet war die Quelle seines erhabenen Wissens. So erklärte Thomas später einmal, er habe weniger aus Büchern als zu Füßen des Gekreuzigten gelernt.



    Mit 22 Jahren wurde Thomas zum Lehrer in Köln ernannt und empfing bald darauf die heilige Priesterweihe. Das heiligste Sakrament des Altares ist fortan der Mittelpunkt in des Heiligen innerem und äußerem Leben. Thomas ist ein Heiliger der Eucharistie. Bei der heiligen Messe flossen immer reichlich seine Tränen. Stundenlang, auch des Nachts, kniete er, in Liebe und Anbetung versunken, vor einem Tabernakel. Was er da dachte und fühlte, das legte er in seinen Schriften über die heilige Eucharistie nieder, das quoll wohl auch als Hymne von seinen Lippen, und wer diese heiligen Gesänge heute hört, meint, sie seien den Engeln im Himmel abgelauscht worden. So der Hymnus aus der Messe am Gründonnerstag: „Pange lingua gloriosi . . . Preiset, Lippen, das Geheimnis“, dessen letzte zwei Strophen „Tantum ergo . . .“ und „Genitori, Genitoque . . .“ bei jedem feierlichen Segen angestimmt werden. Dann die herrliche Sequenz von der Fronleichnamsmesse, die das Geheimnis der heiligen Eucharistie in ganzer Vollständigkeit und schlichter Erhabenheit besingt: „Lauda Sion, Salvatorem . . . Deinem Heiland, deinem Lehrer . . .“, dann die zwei Lobgesänge von der Fronleichnamsprozession: „Sacris Solemniis juncta sint gaudia . . . Lasset am heiligen Fest heut uns fröhlich sein . . .“, „Verbum supernum prodiens . . . Das ew`ge Wort im Himmel hoch . . .“ und endlich der „Hymnus zum heiligsten Sakrament“, dem ein Teilablass verliehen ist, so er nach der heiligen Kommunion gebetet wird. Dieses weniger bekannte, innigfromme Lied lautet:



    „In Demut bet` ich dich, verborgne Gottheit, an,

    Die du den Schleier hier des Brotes umgetan.



    Mein Herz, das ganz in dich anschauend sich versenkt,

    Sei ganz dir untertan, sei ganz dir hingeschenkt.



    Gesicht, Gefühl, Geschmack betrügen sich in dir,

    Doch das Gehör verleiht den sicheren Glauben mir.



    Was Gottes Sohn gesagt, das glaub` ich hier allein,

    Es ist der Wahrheit Wort, und was kann wahrer sein?



    Am Kreuzesstamme war die Gottheit nur verhüllt,

    Hier hüllt die Menschheit auch sich gnädig in ein Bild;



    Doch beide glaubt mein Herz und sie bekennt mein Mund,

    Wie einst der Schächer tat in seiner Todesstund`.



    Die Wunden seh` ich nicht, wie Thomas einst sie sah;

    Doch ruf` ich: Herr, mein Gott, du bist wahrhaftig da!



    O gib, dass immer mehr mein Glaub` lebendig sei;

    Mach` meine Hoffnung fest, mach` meine Liebe treu.



    O, Denkmal meines Herrn an seinen bittren Tod,

    O lebenspendendes und selbst lebend`ges Brot!



    Gib, dass von dir allein sich meine Seele nährt

    Und deine Süßigkeit stets kräftiger erfährt.



    O, guter Pelikan, o Jesu, höchstes Gut!

    Wasch` rein mein Herz mit deinem teuern Blut;



    Ein einz`ger Tropfen macht die ganze Erde neu,

    Wascht alle Sünder rein, stellt alle schuldenfrei.



    O Jesu, den verhüllt jetzt nur mein Auge sieht,

    Wann stillst das Sehnen du, das in der Brust mir glüht,



    Dass ich enthüllet dich anschau` von Angesicht

    Und ewig selig sei in deiner Glorie Licht? – Amen.“



    Von Köln weg, wo der junge Lehrer hohe Berühmtheit erlangt hatte, kam er als Lehrer der Theologie nach Rom. Hier wie dort gewann er die weitesten Massen durch seine unvergleichlichen, zündenden Predigten. Auch seine Angehörigen durfte er Gott zuführen. Neben dem anstrengenden Beruf eines Hochschullehrers schrieb Thomas unermüdlich Werke über Philosophie und Theologie, in denen er sein gotterleuchtetes Wissen niederlegte. Bis zu seinem Ende blieb Thomas so demütig, dass er alle Ehrenstellen, die ihm vom Papst angetragen wurden, zurückwies.



    Über seine Werke war er oft unruhig, ob sie doch – alle die 18 Folianten – nichts gegen die katholische Lehre enthielten. Gott selbst gab ihm Antwort. Als er einst in Neapel vor einem Kruzifix betete, fiel er in Extase und hörte die Worte: „Thomas, du hast gut von mir geschrieben; welche Belohnung begehrst du dafür?“ Da erwiderte der Heilige: „Keine andere, als dich, o Herr!“ – Und der große Lohn kam bald. Von übergroßer Geistesarbeit geschwächt, begann Thomas zu kränkeln. Der Papst sandte ihn als Verteidiger der katholischen Lehre gegen die Griechen zum Konzil von Lyon (1274). Unterwegs erkrankte der Heilige so heftig, dass er in der Zisterzienser-Abtei in Fossa Nuova die Fahrt unterbrechen musste. Als er die Pforte durchschritt, sagte er: „Hier ist der Ort meiner Ruhe für alle Zeit!“ Schnell schwanden trotz der besten Pflege seine Lebenskräfte und nach einer allgemeinen Beichte und der mit der Andachtsglut eines Heiligen empfangenen heiligen Wegzehrung verschied der Fürst der Gottesgelehrten sanft und leicht.



    Er wurde 1567 von Pius V. zum Doctor ecclesiae (Kirchenlehrer) und 1880 von Leo XIII. zum „Patron der studierenden Jugend und der Schulen“ ernannt. Er heißt auch „Doctor angelicus“ – der englische Kirchenlehrer – da er durch eine besondere Gnade keine Anfechtungen gegen seine Unschuld zu leiden hatte.


    https://www.heiligen-legende.de/thomas-von-aquin/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Karl X. (1757-1836) König von Frankreich 1824-1830. Der Comte d'Artois. Der zukünftige König Karl X. von Frankreich mit seiner Schwester Marie Clothilde (1759-1802). Die zukünftige Königin von Sardinien.


    Versailles, der Ort der Lust für Frankreichs Könige, für uns Deutsche vormals die Erinnerung an eine große Tat der Geschichte, jetzt aber das Schreckzeichen drückender Schmach, hat mit seinem glänzenden Schein die Wiege der Maria Clotilde, des bourbonischen Königskindes, umsponnen, ihrem irdischen Lebensweg aber auch nur den trügerischen Glanz von Glück verheißen. Der Glaube und seine Kraft brachte ihr allein das wahre Glück. Ihr Vater war der Kronprinz Ludwig, Sohn König Ludwigs XV. von Frankreich, die Mutter, ausgezeichnet an Geist und Herzen, war eine Prinzessin von Sachsen, Maria Josepha, so dass Clotilde mütterlicherseits deutschen Blutes war. Inmitten eines durch seine Sittenlosigkeit verrufenen Hofes waren beide Eltern fromm und tugendhaft und sorgten durch eine gleich ausgezeichnete Erzieherin, dem Kind von zartester Jugend an die Keime der Religion ins Herz zu legen und die Tugenden zu pflegen. Bereitwilligen Herzens und mit ehrfurchtsvollem Gehorsam ging die kleine Prinzessin, die mit kindlicher Einfalt einen reifen Ernst und hohen Scharfsinn vereinigte, auf die vortrefflichen Lebensgrundsätze und Lehren ein, die ihr geboten wurden. Furcht vor jedem Schatten der Sünde, Abscheu vor dem Müßiggang, Gewöhnung an eine feste Lebensordnung. Sinn für Wohltun, Bescheidenheit, Unterwerfung des eigenen Willens unter dem anderer, Gleichgültigkeit gegen irdische Größe, die nur ein Geschenk ist, von Gott zu seiner Ehre und zum Wohl des Nächsten verliehen: das waren die Linien, die ihrem Leben die Richtung wiesen und sie zu der wahren Größe des Menschen führten, zur Heiligkeit.



    Um die Zeit des siebenten Lebensjahres, in dem sie zum ersten Mal das Sakrament der Beichte und dann auch die Firmung mit zarter Andacht und hohem Verständnis für ihre Bedeutung empfing, sollte sie schon die Bitterkeit der Erdentrübsale kosten und den ersten harten Schlag empfinden, von denen das Leben dieser frommen Tochter des heiligen, auch schwer heimgesuchten Königs Ludwig IX. betroffen wurde. Der Vater, Dauphin Ludwig, starb nach großen, standhaft erduldeten, langwierigen Leiden im Dezember 1765. Eineinhalb Jahre darauf folgte ihm die Mutter. Ein doppelter, unersetzlicher, unsagbar herber Verlust für das tief empfindende Herz der Prinzessin, deren überlegener Geist die Größe des Schicksalsschlages schon zu erfassen vermochte. Nur allein die Lehren der Religion, die schon tiefe Wurzeln in ihrem Gemüt geschlagen hatten, ließen sie den Schmerz überwinden. Nicht wenig hatte das fürstliche Kind und ihre weise Erzieherin, Gräfin von Marsan, unter dem Spott und den Stichelreden mancher Höflinge zu leiden, die eine freiere, weniger fromme Erziehung gewünscht hätten. Aber mit größter Sorgfalt und Umsicht wusste sie allen drohenden Gefahren zu begegnen. Ein schon bejahrter, anscheinend musterhafter Lehrer ließ sich einmal gegenüber der schon heranwachsenden Prinzessin ein nicht ganz ehrbares Wort entschlüpfen. Sogleich war sie bemüht, den Mann zu entfernen, aber unter so völliger Wahrung seines guten Rufes, dass man die wahre Ursache ihrer Abneigung nicht entdeckte.



    Hätte Clotilde frei der Neigung ihres Herzens folgen dürfen, so würde sie am liebsten dem Beispiel ihrer Tante Marie Louise gefolgt sein, die im demütigen Bußkleid der heilgen Theresia dem gekreuzigten Erlöser Gefolgschaft gelobt hatte. Allein ihr königlicher Bruder, Ludwig XVI., hatte andere Absichten, denen sich mit tugendlichem Gleichmut, unter Aufopferung ihrer eigenen Wünsche, zu unterwerfen sie für ihre Pflicht hielt. Sie wurde, im sechzehnten Lebensjahr, mit dem Kronprinzen von Piemont, Karl Emanuel, im August 1775 in der Kapelle zu Versailles vermählt, und zwar seitens des Bräutigams durch Stellvertretung. Ihr Gemahl war sehr religiös und stimmte in Grundsätzen und Gesinnung ganz mit ihr überein. Als sie nach Turin kam, fühlte sich der Kronprinz bei der ersten Begegnung mit ihr von der Anmut und Tugend, die aus Clotilde hervorleuchteten, so angezogen, dass er sich äußerte, sie habe alles Vorteilhafte, das man von ihr gesagt hätte, weit übertroffen.



    Ihr Lebensplan im Ehestand war der eines vollkommen christlichen Lebenswandels. Gleich beim Erwachen erhob sie ihr Herz zu Gott. Nach geraumem Gebet wohnte sie einer Privatmesse in der Hauskapelle bei. Nachdem sie sich dann der Hofsitte gemäß gekleidet hatte, wobei ihre Gedanken nicht dem Putz, sondern einem geistlichen Buchfolgten, das man ihr vorlesen musste, ging sie mit der ganzen königlichen Familie zur Kirche, um öffentlich dem heiligen Messopfer beizuwohnen. In der Folgezeit kommunizierte sie, der Sehnsucht ihres Herzens folgend, drei bis viermal in der Woche, bei großen Festen oder neuntägigen Andachten mehrere Tage hintereinander. Im Laufe des Tages widmete sich dann die Prinzessin stillen Handarbeiten, in denen sie sehr geschickt war, und den mannigfachen Pflichten, die ihr hoher Stand erforderte. Aber, ohne hierin etwas zu versäumen, zog sie sich doch immer wieder zum Gebet zurück. Meist betete sie kniend, ohne Betschemel oder Rücklehne auf dem bloßen Boden, bisweilen mit gekreuzten Armen. So sehr war sie dabei in Gott versunken, dass man sie aufrütteln musste, wenn jemand sie zu sprechen wünschte. Sie war also ohne Zweifel zum beschaulichen Gebet erhoben. Wurde sie gerufen, so ließ sie keinen Augenblick warten und zeigte keinen Missmut über die Unterbrechung. Hatte sie aber die nötigen Befehle gegeben, so nahm sie ganz gesammelt ihr Gebet wieder auf. Unter Tags wiederholte sie oft Stoßgebete und verlor auch dann die Gegenwart Gottes nicht aus dem Auge, wenn sie wie immer beschäftigt war oder mit ihrem Gemahl zur Erholung sich erging. Täglich betete sie das kirchliche Brevier und war in der lateinischen Sprache so gut bewandert, dass sie die Erhabenheit der Psalmen verstand und ihre Lehren tief auf sich wirken ließ. Nicht minder genau kannte sie auch die Rubriken des Missale, die Vorschriften des kirchlichen Messbuches.



    So ganz in Gott lebend, widmete doch die Ehrwürdige auch ihrem Gatten, dem Fürsten, ihre ganze Sorgfalt, erforschte mit zarter Klugheit seine Wünsche, pflegte ihn in mehreren langen Krankheiten, die ihn befielen, als aufmerksamste und teilnehmendste Wärterin. Kein Opfer war ihr zu schwer. Mit Klugheit und Umsicht leitete sie ihn zur religiösen Würdigung seiner Leiden an und stellte ihm die Tugend der Geduld und Ergebung in den Willen Gottes als liebenswürdig dar. Mit zartester Liebe erwiderte der Fürst die hohe Teilnahme seiner Gattin. Er schenkte ihr in allen Lebensverhältnissen sein vollstes Vertrauen und nannte sie in Verehrung seine Mutter und Ratgeberin, seine Trösterin und geistliche Führerin. Den Schwiegereltern und übrigen Gliedern der königlichen Familie begegnete sie mit größter Ehrfurcht, Liebe und Ergebenheit. Den Untergebenen aber war sie in mütterlicher Liebe und Besorgnis zugetan. Hatte sie zu befehlen, so bediente sie sich eher bittender als gebieterischer Worte. Ihrer Sorgfalt, Sanftmut und Überredungsgabe verdankte das ganze königliche Haus den Frieden und die Einigkeit, sodass sie vollauf den Namen Engel oder Friedensengel rechtfertigte, den man ihr gab.



    Mit Schmerzen sah die Fürstin, dass es ihr nicht vergönnt sei, dem Hause Savoyen einen Erben zu geben. Sie wäre bereit gewesen, sagte sie, alle Leiden zu erdulden, wenn es Gott gefiele, den Wünschen der königlichen Familie und des Volkes in dieser Hinsicht geneigt zu sein. Nachdem aber das Fürstenpaar nach sechsjähriger Ehe ohne Hoffnung blieb, lebte es, von den gleichen gegenseitigen Gesinnungen beseelt und vom Verlangen nach der christlichen Vollkommenheit erfüllt, künftighin nur jener reinen, geistigen Liebe, die im Bund der göttlichen Liebe die Herzen einigt. Sie banden sich jedoch in kluger Vorsicht durch kein Gelübde. Allmählich, besonders in späteren Jahren, suchte sich die Ehrwürdige von der Hofetikette loszumachen, um in heiliger Freiheit auf den Wegen des Herrn größere Fortschritte zu machen. Ihren königlichen Pflichten bei Hoffestlichkeiten oder Vorstellungen entzog sie sich aber nicht und war dabei bemüht, ihr ganzes Benehmen nach den strengsten Regeln der Höflichkeit und des Anstandes zu regeln. Bei Theatervorstellungen, denen sie anwohnen musste, war ihr Geist nicht auf der Bühne, sondern ganz mit der Erinnerung an Gott beschäftigt. Der Wandel in der ständigen Gegenwart Gottes, dieses sichere Merkmal der Heiligkeit, zeichnete gerade auch unsere fromme Fürstin in besonderer Weise aus. Die Armen und Notleidenden, die Kranken in den Spitälern, selbst solche, die an ekelhaften Krankheiten litten, besuchte sie, so weit es nur möglich war, persönlich, unterstützte sie jedenfalls durch Mittelspersonen aufs mildtätigste. Sie tat aber nichts ohne den Willen ihrer Schwiegereltern und ihres Gemahls. Konnte sie aber einmal deren Einwilligung zur Ausübung ihrer guten Werke nicht finden, so war sie ganz ergeben und ersetzte das gute Werk durch Gebet. Ist nicht auch das ein Zeichen der echten Frömmigkeit Clotildens, dass sie gerne ihre eigenen Neigungen, auch die teuersten, dem Gehorsam und der Pflicht unterwarf?



    „Ego autem orabam – Ich aber bin Gebet“ (Psalm 109). Wahre Religiosität und Gottvereinigung haben Clotilde auf den Berg der Verklärung getragen. Das Leben führte sie aber auch über die Bitterkeit des Ölbergs zur Höhe. „Domine, vim patior – Herr, ich leide Gewalt, tritt für mich ein“ (Jesaja 38,14), das mochte der andere himmelanführende Herzensruf sein. „Ihr ganzes Leben war eine ununterbrochene Kette von Leiden und Schmerzen aller Art, so dass sie beständig Gelegenheit hatte, ihr unerschütterliches Vertrauen, ihre Geduld und ihre Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes an den Tag zu legen,“ so urteilt ihr Seelenführer während der letzten neun Lebensjahre im Seligsprechungsprozess. Die härtesten Trübsale machten, wie schon ihre Jugendpfade, so noch mehr die späteren Lebenswege zu einem beständigen Martyrium. Um dies zu verstehen, braucht man nur zu bedenken, dass ihre irdische Pilgerschaft von den Gräueln der französischen Revolution umschattet war. Ihr Bruder, der König Ludwig XVI., und ihre Schwester Elisabeth endeten auf dem Blutgerüst. Ihr Neffe, der Kronprinz, starb durch die grausame Behandlung der Revolutionsmänner eines frühen Todes. Entsetzliche Schläge, die die christliche Dulderin gottergeben trug. „Das Opfer ist gebracht,“ antwortete sie als ihr Gatte die Hinrichtung ihrer Schwester mit den Worten meldete: „Gott fordert ein großes Opfer.“ Eine auf diesen Tag festgesetzte Bußprozession machte sie in Andacht und ruhiger Gelassenheit mit, wenngleich der herbste Schmerz sich in ihrem Antlitz abdrückte.



    Maria Clotilde selbst, von der der Kardinal-Erzbischof von Turin nach Entdeckung einer Verschwörung behauptete, sie, „die Fürstin habe das ganze Land gerettet“, musste, an der Site Karl Emanuels IV., 1796 Königin geworden, all die Bedrängnisse, Verängstigungen und Gefahren, mit denen damals Staat und Krone umgeben waren, aufs bitterste kosten. „Sie haben wohl Recht,“ schrieb sie einem erfahrenen Mann, „den Hof einen Kalvarienberg zu nennen; denn er ist es in der Tat. Desto besser, wenn wir einen rechten Gebrauch davon machen und einst aus diesem Schmerzensreich in das schöne Paradies übergehen, nach dem sich mein Gemahl und ich immer gesehnt haben.“ Im dritten Regierungsjahr brach auch in Piemont das Revolutionsgewitter los. Die französische Republik beraubte das Königspaar aller Besitzungen auf dem Festland und zwang es, nach Sardinien sich zurückzuziehen. Die Beschwerden, Verdemütigungen, Verspottungen auf der Reise waren unsägliche. Kaum eine Unterkunft konnten sie bisweilen erhalten oder nur die allerschlechteste. Es herrschte große Kälte, der König ohnehin krank, litt auf der Überfahrt zur See überdies noch heftig an der Seekrankheit. Immer war es die Königin, die nie den Mut und die Besonnenheit verlor und die persönlich die sorgsamste Krankenpflegerin war. Dem Willen Gottes ganz ergeben, wiederholte sie bei den schrecklichsten Unglücksfällen das tiefe Wort: „Wir finden alles in Gott, und nichts mangelt dem, der ihn besitzt.“ Ein großer Trost war es ihr auch und „der vollkommenste Ersatz für all ihr Missgeschick“, unterwegs den in der Kartause bei Florenz gefangen gehaltenen Bekennerpapst Pius VI. zu sehen.



    Nur ein halbes Jahr blieb das Königspaar in Sardinien. Chlotilde leitete im Auftrag des kranken Königs mit viel Weisheit die Staatsgeschäfte, schützte nach Kräften die Religion und war treu besorgt, den geistigen und leiblichen Bedürfnissen ihrer Untertanen zu entsprechen. Das vortreffliche Beispiel des Königspaares, das anhaltend den öffentlichen Gottesdienst, die Predigten und Katechesen besuchte, brachte die besten Früchte hervor. Als aber ein Hoffnungsstrahl auf Wiedererlangung des Königsthrones in Piemont aufleuchtete, begaben sie sich nach Florenz zurück. Nach acht Monaten nahmen jedoch die öffentlichen Ereignisse wieder eine solche Wendung, dass die Königin und ihr schwergeprüfter Gatte abermals gezwungen waren, eiligst die Stadt zu verlassen. Verbannten gleich hatten sie keine bleibende Stätte mehr. Mehrmals wechselten sie ihren Aufenthalt zwischen Rom und Neapel. Wieviel Ungelegenheiten und bittere Erfahrungen waren damit verbunden! Die heldenhafte Frau wollte alles für sich allein tragen und ihrem Gatten das Schlimmste ersparen. Hinwiederum wollte der himmlische Vater die fromme Dulderin in nichts schonen, um sie ganz zu vollenden. Zeitweilig hatte sie die Bitternis der Trockenheit und Trostlosigkeit zu leiden. „Ich finde meinen Gott nicht mehr,“ klagte sie ihrem Seelenführer, „Sie können nicht glauben, mit welchem Widerwillen ich die geringste geistliche Übung verrichte. Nur mit der größten Mühe schreite ich vorwärts.“ Unter Tränen maß sie sich demütig die Schuld hieran bei. Aber „Gott, der sie auf dem dornenvollen Pfad der Trübsal führen wollte, ließ sie nicht lange in Verlassenheit, ohne ihr seine Barmherzigkeit zu zeigen. Er handelte wie ein mitleidiger Vater, teilte ihr seine Gnaden mit und belebte dadurch wieder ihren Eifer in Erfüllung der schweren Pflichten; denn sonst würde sie unfehlbar haben erliegen müssen.



    Und die ehrwürdige Dienerin Gottes harrte aus. Hatte ihr die Ewige Stadt mit ihren vielen heiligen Stätten viel edle Herzensfreude gebracht, so traf sie in Neapel das kostbare Ende. Gott ließ der lebenslänglichen Kreuzträgerin noch auf dem Sterbebett innere Erleuchtungen und eine große Seelenwonne zuteilwerden. „O, diese Ruhe! Wie süß ist dieser Friede, wie schön der Himmel! Zum Himmel, zum Himmel!“ so rief sie, die Hände faltend aus. Als der König ihr durch den Beichtvater schonend sagen ließ, dass er seinerseits bereit sei, das Opfer der Trennung zu bringen, und dass er ergeben bleiben wolle, antwortete sie in Entzücken: „O, mein Vater, welcher Trost, welche Freude! Nun bleibt mir nichts mehr zu wünschen übrig als das Paradies!“ Diesem Geistlichen, der ihr geraten hatte, sich an eine damals im Ruf der Heiligkeit gestorbene Dienerin Gottes, Marie Gabriele, zu wenden, gestand die Königin hernach auch: „Gabriele hat Ihnen gefolgt. Sie ist zu mir gekommen und wir haben alles miteinander ausgemacht . . . Aber, mein Vater, hienieden ist man nicht fähig, die Dinge jener Welt zu begreifen.“ Sie verschied am 7. März 1802 – die Grabinschrift soll das Datum des 17. März tragen – im Alter von 42 Jahren. Der Arzt kündete dem König die Auflösung mit den Worten an: „Ich freue mich mit Euerer Majestät, dass ein Engel zum Himmel aufgeflogen ist!“



    „Das ist eine Heilige! Eine Heilige ist gestorben! Sie ist glücklich, sie ist im Paradies!“ So urteilte auch das Volk bei dem einfach gehaltenen, durch gewaltige Menschenmassen aber erhebenden Leichenzug. Der Ruf wuchs immer mehr. Als wunderbare Gebetserhörung auf Anrufen Chlotildens sich ereigneten, unterschrieb Papst Pius VII., der die Dienerin Gottes persönlich hochachten gelernt hatte, im Jahr 1808 das Dekret zur Einsetzung einer Kommission, durch die Maria Chlotilde als ehrwürdig erklärt wurde. König Karl Emanuel IV. trat schließlich in den Orden der Gesellschaft Jesu ein.



    „Die Religion ist nur für das Volk,“ so haben schon Mächtige sich übermütig ausgesprochen. „Religion ist Opium für das Volk“, schrieb Karl Marx einst auf. „Die Vornehmen und Reichen können leicht fromm leben,“ so glauben hinwiederum die mit der Not des Lebens Ringenden urteilen zu müssen. Dies Lebensbild einer Königin lehrt, dass Frömmigkeit Pflicht auch der Höchststehenden ist, dass aber gerade auch die Schwerheimgesuchten, ob hoch oder nieder, sich den Trost der Religion sichern sollen und durch Leid am ehesten zur Vollendung gelangen können. Religiosität, Gottvereinigung in Gebet und Leiden schafft Gotteskinder, wahre Abbilder Christi, erlesene Persönlichkeiten, harmonische Seelenschönheit.

    https://www.heiligen-legende.de/maria-clotilde-von-bourbon/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Hier haben wir es mit zwei großen Heiligen zu tun, die wir zwar verehren, aber kaum nachahmen können. So hoch stehen sie durch ihre Glaubenskraft und durch ihren Bekennermut über uns. Perpetua und Felizitas gehören in der Tat zu den glorreichsten Blutzeugen Christi.



    Perpetua war eine vornehme und hochgebildete junge Frau von zweiundzwanzig Jahren und Mutter eines kleinen Kindes. Felizitas dagegen gehörte dem Sklavenstand an, war ebenfalls verheiratet und schenkte im Kerker kurz vor dem Martertod einem Mädchen das Leben.



    Perpetua und Felizitas waren noch nicht getauft, aber im Glauben unterrichtet, als im Jahr 202 die fünfte der zehn römischen Christenverfolgungen sie überraschte. Die beiden Frauen erhielten, weil sie des Christentums verdächtig waren, zunächst Hausarrest. Gleich kam Perpetuas Vater, der kein Christ war, zu seiner Tochter und flehte sie an, sich nicht als Christin anzugeben, um wenigstens im Interesse ihres Kindes das Leben zu retten. Auf ein Gefäß im Zimmer zeigend, sagte Perpetua: „Vater, siehst du den Krug da? Kann man behaupten, dass der Krug kein Krug ist?“ „Nein, das kann man nicht.“ Also kann auch ich mich nicht anders nennen als das, was ich bin, nämlich eine Christin.“ So sprach die Heldin Perpetua.



    Nachdem dann die beiden mutigen Frauen in der Zeit des Hausarrestes heimlicherweise die heilige Taufe empfangen hatten, warf man sie einige Tage später in einen düsteren Kerker. Die Gefängniszelle war überfüllt, die Hitze unausstehlich und der Gefangenenwärter grausam. Über Felizitas aber kamen gerade damals die Schmerzen, die über jede Mutter kommen, wenn sie einem Kind das Leben schenkt. Es war so arg, dass die junge Frau laut aufstöhnte. Trotzdem verspottete sie der herzlose Wächter und sagte verachtend zu ihr: „Wie wirst du erst schreien, wenn du den wilden Tieren vorgeworfen wirst!“ Da richtete sich die Gequälte auf und gab dem Spötter die schöne Antwort: „Wisse, jetzt leide ich selbst, dann aber wird ein anderer in mir sein, der für mich leidet, weil ich zu seiner Ehre leide.“ Felizitas wollte damit sagen, dass ein Christ, wenn er für den Glauben leidet, durch die Gnade reichlich gestärkt wird und deswegen alle Qualen aushalten kann.



    Nachdem Felizitas ihrem Kind im Kerker das Leben geschenkt hatte, nahm eine andere Christin, dadurch hochgeehrt, das Mädchen zu sich und hat es großgezogen. Die beiden Heldinnen aber wurden dem Richter vorgeführt, und weil sie sich weder durch gute noch durch böse Worte bewegen ließen, vom Glauben abzufallen, lautete das Urteil auf Tod.



    So kam das glorreiche Ende. Vor Tausenden von herzlosen Zuschauern wurden die beiden Frauen einer wilden Kuh vorgeworfen, die sie auf die Hörner nahm und böse zurichtete. Mit zerfetzten Kleidern und tiefen Wunden lagen die Frauen auf dem Schlachtfeld Christi. Mit letzter Kraft richtete sich Perpetua auf und zog das Gewand, das zerrissen war, zurecht, mehr besorgt um ihre Scham als um ihren Schmerz.



    Nachdem im Zirkus das wilde Tier von den beiden Frauen abgelassen hatte, wurden sie schließlich enthauptet. Es ereignete sich dieser glorreiche Sieg am 6. März 203 zu Karthago in Nordafrika. Der Ruhm dieser beiden christlichen Heldinnen wird nie erblassen.



    https://www.heiligen-legende.de/perpetua-von-karthago/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Dieser Heilige erhielt wegen seiner außerordentlichen Demut und seiner gänzlichen Unwissenheit in allen menschlichen Wissenschaften den Beinamen der Einfältige. Er war ein armer Tagelöhner, der in der Welt Gott bis in sein sechzigstes Lebensjahr treu gedient hatte, und sich dann erst in die Einsamkeit zurückzog wegen seiner lasterhaften Frau, die er auf einem Ehebruch ertappte. Voll von dem Gedanken, sich Gott ohne allen Rückhalt zu weihen, verließ er sein Haus und vergrub sich in die Wüste. Nach einer Reise von acht Tagen langte er endlich an dem Ort an, wohin sich der heilige Antonius zurückgezogen hatte. An diesen Heiligen wandte er sich mit der inständigen Bitte, unter die Zahl seiner Schüler aufgenommen und auf den Weg des Heils geführt zu werden.



    Antonius schlug ihm sein Begehren ab. Er sagte ihm, er sei zu alt, um die strenge Lebensweise der Einsiedler ertragen zu können, und gab ihm daher der Rat, in sein Haus zurückzukehren und bei seinem Stand zu bleiben, wo er sich ja auch heiligen könne, wenn er alle seine Handlungen mit steter Richtung auf Gott ausübe. Nach dieser Ermahnung verschloss er seine Tür. Paulus ließ sich aber nicht zurückweisen. Er wartete an der Tür des Heiligen, wo er strenges Fasten mit anhaltendem Gebet vereinigte. Antonius, schließlich gerührt durch den frommen Eifer des Bittenden, öffnete ihm nach vier Tagen seine Tür und nahm ihn, nachdem er seinen Gehorsam auf mehrfache Weise geprüft hatte, unter die Zahl seiner Jünger auf. Er schrieb ihm eine Lebensordnung vor, nach der er unermüdlich arbeiten sollte seine Leidenschaften zu zähmen, seine Sinne und seinen Willen abzutöten, die Neigungen seines Herzens immer mehr zu läutern und das Feuer der göttlichen Liebe in sich zu entzünden. Er lehrte ihn die wahre Weise zu beten, verbot ihm vor Sonnenuntergang zu essen, und empfahl ihm, sich nie ganz zu sättigen. Paulus befolgte genau die Weisungen seines Lehrers und gelangte in kurzer Zeit zu einer großen Vollkommenheit. Hier nur einige Beispiele für seinen Gehorsam, um zu zeigen, zu welchem hohen Grad er in dieser Tugend gelangte.



    Eines Tages, da er irgendeine Arbeit vollendet hatte, missbilligte sie der heilige Antonius und befahl ihm, es anders zu machen. Er gehorchte ohne ein Wort zu erwidern und ohne Nahrung zu begehren, obgleich er seit sieben Tagen noch nichts gegessen hatte. Ein anderes Mal sagte ihm der heilige Antonius, er solle Brot in Wasser einweichen, denn das Brot der Einsiedler war sehr hart und trocken. Als alles zum Mahl bereitet war, befahl er ihm, statt ihn essen zu lassen, Psalmen mit ihm zu singen. Nach vollbrachtem Gesang hieß er ihn sich zur Ruhe zu begeben, rief ihn aber wieder um Mitternacht auf, um mit ihm zusammen zu beten. Paulus bestand alle diese Prüfungen mit einer bewunderungswürdigen Geduld, und unterhielt sich mit Gott bis drei Uhr des folgenden Nachmittags. Am Abend aß er und sein Meister jeder ein Brot. Worauf ihn Antonius fragte, ob er ein zweites essen will: „Ich will wohl, wenn du selbst noch eins isst.“ „Aber ich bin Einsiedler“, sagte Antonius. „Und ich will es werden“, erwiderte Paulus. Hierauf fingen sie wieder an zu beten, sangen zwölf Psalmen, und verrichteten noch mehrere andere Gebete. Dann gestatteten sie dem Körper einige Ruhe bis Mitternacht, wo sie wieder dieselbe Andachtsübung begannen.



    Dies waren aber nicht die einzigen Prüfungen, in denen der heilige Antonius seines Schülers Gehorsam bewährt fand. Eines Tages, da mehrere Einsiedler gekommen waren, ihn um Rat zu fragen, hieß er ihn Honig ausgießen, der in einem Gefäß war, und ihn dann wieder zurück gießen, ohne Verunreinigungen hineinzubringen. Ein anderes Mal beschäftigte er ihn einen ganzen Tag mit Wasserziehen, das er ihm sogleich wieder auszugießen befahl. Bald gab er ihm die Weisung seine Körbe auseinanderzureißen und von neuem zu machen, sein Kleid aufzutrennen und wieder zusammen zu nähen. Paulus hatte schließlich gar keinen Willen mehr und handelte in allem nach dem des heiligen Antonius.





    Nachdem nun Antonius von der frommen Stimmung seines Schülers auf diese Weise sich ganz versichert und ihn vollkommen in den Pflichten des Einsiedlerlebens unterrichtet hatte, schickte er ihn in eine Zelle, die er ihm eine Stunde von den Seinigen erbauen ließ. Da besuchte er ihn von Zeit zu Zeit und sah mit Freude, wie treu er alle seine Vorschriften befolgte. Er hatte auch einen so hohen Begriff von ihm, dass er ihn seinen anderen Schülern als ein vollendetes Muster zur Nachahmung vorstellte. Die Kranken und Besessenen, die er selbst nicht heilen konnte, schickte er zu ihm, indem er wusste, dass dieser fromme Einsiedler von Gott eine größere Wunderkraft, als er selbst empfangen habe, und Paulus erhielt auch jedes Mal ihre Genesung durch ein glühendes und vertrauensvolles Gebet. Mehr als dies weiß man von seinem Leben nicht. Er starb einige Zeit nach dem Jahr 330. Die Griechen und Lateiner verehren ihn am 7. März.

    https://www.heiligen-legende.de/paulus-simplex/

  • Vom Reich GottesDatum06.03.2026 06:27
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Über das Laster der Unmäßigkeit



    Herr, mein Licht sei dein Gebot

    In dem Land der Sünde hier,

    Zu beschränken alle Gier

    Auf die Forderung der Not;

    Um als Pilger leicht zu wallen,

    Und, mein Gott, dir zu gefallen.



    1. Wenn wir das glorreiche Ziel unserer Pilgerschaft glückselig erreichen wollen, so hüten wir uns sorgfältig vor dem Laster der Unmäßigkeit, die das Gemüt verfinstert und der Unzucht alle Pforten öffnet. Dazu ermahnt unser göttlicher Führer uns mit den sehr ernsten Worten: "Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht." (Lukas 21,34) Die Lust beim Essen ist ein Mittel, machen wir also das Mittel nicht zum Zweck. Sie ist eine Arznei gegen unsere Schwäche, sehr oft aber wird sie ein Reiz zur Sünde. Schämen fürwahr sollte sich der Mensch, dass sogar viele vernunftlose Tiere hier mit einem Beispiel ihm vorangehen.



    2. Notwendigkeit und Vernunft müssen bei Speise und Trank unsere Richtschnur sein. Sehen wir also zu, dass wir nicht vom Notwendigen zum Überflüssigen und Übermäßigen übergehen. Was viele tun, die die Grenzen der Vernunft überschreiten, und sie sogar durch Übermaß schwächen, so dass sie durch die Speisen, die Gottes Güte uns gegeben hat, den Leib zu nähren, ihre Seele töten. So schwer ist dieses Laster, dass der Apostel von solchen Menschen spricht, ihr Bauch sei ihr Gott. Ja diesem Götzen opfern Christen täglich Vermögen, Gesundheit, Vernunft, Gewissen und Seligkeit.



    3. So sehr verabscheut Gott dieses Laster, dass er es oft furchtbar bestraft. Aus Unmäßigkeit wurden die Kinder Israels des Manna überdrüssig und verlangten nach Fleisch, und "noch hatten sie ihre Gier nicht gestillt," spricht der Prophet, "noch war die Speise in ihrem Mund, da erhob sich gegen sie Gottes Zorn; er erschlug ihre Führer und streckte die jungen Männer Israels nieder." (Psalm 78,30+31) Und wie viele Schwelger essen und trinken sich noch täglich den plötzlichen Tod. Aber noch schrecklicher sind die Strafen, die Gott diesem Laster in der künftigen Welt bestimmte. Dort leidet nun jener reiche Prasser ewigen Hunger, und nicht ein Tropfen Wassers wird ihm gereicht, seinen brennenden Durst zu mildern. Möchten wir je um solchen Preis eine so niedrige Lust erkaufen. "Seid nüchtern und wachsam!" ruft der Apostel, "Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann." (1. Petrus 5,8)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum06.03.2026 06:23
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 6. März



    O Mutter der Barmherzigkeit, siehe, wir bringen dir unsere Herzen dar, die dereinst in der Taufe durch das Blut Jesu Christi gewaschen und gereinigt, die aber später durch die Sünde von neuem befleckt worden sind. Wir bringen sie dir dar, damit du sie von neuem reinigen wollest. Mach, dass wir uns wahrhaft bessern, erlange uns die Liebe Gottes, die Beharrlichkeit und den Himmel. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Koleta



    O Gott, der Du der heiligen Koleta den Mut gegeben hast, bei ihren Unternehmungen zu Deiner Ehre so viele Schwierigkeiten zu besiegen, verleihe uns auf ihre Fürbitte die Gnade, alle Schwierigkeiten in Deinem Dienst zu überwinden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Die selige Koleta sah die heiligste Mutter Gottes für die Urheberin ihrer Reform an, denn als sie ganze Tränenbäche wegen der Lauigkeit vieler Seelen im St. Clara-Orden vergoss, kam es ihr, wie sie sagte, vor, als sehe sie die seligste Jungfrau samt dem heiligen Franziskus, wie sie Koleta Christus dem Herrn als ein taugliches Werkzeug für solche Verbesserung dargeboten habe. Der Erfolg hat diese Erscheinung bewährt.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Die heilige Rosa, die von ihrer Vaterstadt Viterbo in Italien den Beinamen hat, war die Tochter eines frommen Ehepaares und diente von zarter Kindheit an dem Herrn mit einer Vollkommenheit, an der sich große Diener Gottes erbauten. Alle Eitelkeiten der Welt ekelten sie an. Sie unterzog sich als schwaches Mädchen schon den strengsten körperlichen Bußübungen und widmete sich inständig dem Gebet, besonders dem der Betrachtung. Der Herr gab sein Wohlgefallen an der ausgezeichneten Tugend der kleinen Rosa dadurch auffallend zu erkennen, dass er auf ihr Gebet eine verstorbene Anverwandte wieder ins Leben zurückrief. Ihr Anblick allein forderte jeden, der ihr begegnete, zur Liebe jungfräulicher Reinheit auf, die sie als den höchsten Schatz ganz unbefleckt bewahrte. Ihre Liebe zu den Armen hatte etwas Außerordentliches. Als sie eines Tages zur Winterszeit ihnen heimlich Brot bringen wollte, das sie sich vom Munde abgespart hatte, begegnete ihr der Vater und befahl, ihm zu zeigen, was sie so verborgen trage. Sie öffnete das Tuch, und anstatt des Brotes zeigten sich die schönsten Rosen. Voll Sehnsucht nach der heiligen Einsamkeit wählte sie sich ein abgelegenes Kämmerlein des Hauses zum Aufenthalt, schloss sich dort wie in einen Kerker ein und verrichtete unausgesetzt harte Bußwerke und heiße Gebete, um von Gott für die Kirche den Frieden zu erflehen, der durch Kaiser Friedrich II. auf betrübende Weise gestört wurde. Durch die anstrengende Abtötung verfiel sie in eine lebensgefährliche Krankheit, in der sie durch eine Erscheinung der allerseligsten Jungfrau begnadet wurde und den Auftrag erhielt, in den dritten Orden des heiligen Franziskus zu treten. Sie tat dies sogleich nach der Genesung und trug nach Kräften bei, dass viele Menschen von ihren Verirrungen zurückkehrten und sich an das sichtbare Oberhaupt der Kirche fest und treu anschlossen, weshalb sie mit der ganzen Verwandtschaft vom Kaiser aus der Stadt vertrieben wurde und erst nach dessen Tod, den sie im prophetischen Geist genau vorausgesagt hatte, wieder dahin zurückkehren konnte. Im Alter von 16 Jahren suchte sie die Aufnahme im Nonnenkloster zur heiligen Maria von den Rosen nach, wurde jedoch wegen ihrer Dürftigkeit abgewiesen. „Was ihr der Lebenden versagt, werdet ihr der Gestorbenen gerne bewilligen“, sprach sie zu den Nonnen, und kehrte ruhig und getrost in ihr Kämmerlein zurück, wo sie noch gegen zwei Jahre als würdige Braut Jesu verlebte, bis sie voll der Verdienste in ihrem 18ten Lebensjahr gottselig entschlief. Dreißig Monate nach der Beerdigung wurde auf Befehl des Papstes Alexander IV., der sich gerade zu Viterbo aufhielt, ihr Leichnam erhoben, noch vollkommen erhalten und beugsam gefunden, und dann in der Kirche jenes Klosters, das ihr die Aufnahme verweigert hatte, nachher aber nach ihr benannt wurde, mit größter Feierlichkeit beigesetzt. Sie starb um das Jahr 1252.


    https://www.heiligen-legende.de/rosa-von-viterbo/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Die ausgezeichneten und leuchtenden Tugenden des heiligen Thietmar sind mehr dem Himmel bekannt, als der Erde, denn aus seinem Leben ist uns nur wenig überliefert, aber dieses Wenige reicht hin, uns eine hohe Verehrung zu diesem Heiligen einzuflößen.



    Thietmar war von Geburt ein Bayer und zeichnete sich durch ein umfangreiches Wissen und durch große Frömmigkeit derart aus, dass er nach dem Tod des Bischofs Anno, des Grafen von Blankenburg, im Jahre 1185 zu dessen Nachfolger auf dem Bischofsstuhl zu Minden ernannt wurde. Anfangs regierte er in Ruhe und Frieden, als aber nach dem Tod Kaiser Heinrichs IV. der Herzog Philipp von Schwaben und Otto, der Sohn Heinrichs des Löwen, sich um die Kaiserkrone stritten, wurde Westfalen und das ganze Römische Reich in Mitleidenschaft gezogen. Diese Streitigkeiten begannen im Jahr 1198 und setzten sich unter mancherlei Wechselfällen fort bis 1207, wo nach vielen beklagenswerten Verwüstungen Philipp unter dem Mordstahl fiel.



    In dieser bewegten Zeit führte Thietmar die Herrschaft der Kirche von Minden mit solcher Umsicht, Treue und Festigkeit, dass er zu den ausgezeichnetsten und heiligsten Bischöfen Westfalens gezählt werden muss. Seine Gefühle und Neigungen zügelte er mit dem Zaum der Vernunft, so dass er den Menschen abgelegt zu haben schien. Seine besondere Sorge im Hirtenamt ging dahin, dass er sein Leben nicht nur von jedem Fehler rein erhielt, sondern auch mit dem Glanz der vorzüglichsten Tugenden schmückte, denn er wusste, dass auch die Bischöfe das Wort des heiligen Bernhard angehe: „Bedenke, dass du sein musst ein Bild der Gerechtigkeit, ein Spiegel der Heiligkeit, ein Muster der Frömmigkeit, ein Bekenner der Wahrheit, ein Verteidiger des Glaubens, ein Lehrer der Völker, ein Führer der Christen.“



    Seinem Leib gestattete Thietmar auch im vorgerückten Alter nicht viel, ja er quälte ihn durch häufiges Fasten und Enthaltung von Speise und Trank so sehr, dass er vor der Zeit aufgerieben wäre, wenn ihn Gott nicht auf wunderbare Weise gestärkt hätte. Als er einst am Karfreitag den heiligen Dienst vollendet hatte und diesen Tag nach seiner alten Gewohnheit bei Wasser und Brot fasten wollte, obgleich seine herabgekommenen Körperkräfte eine solche Strenge nicht mehr ertragen konnten, verwandelte sich das aus dem Brunnen geschöpfte Wasser in Wein. Er wies diesen köstlichen Trank zurück und verlangte Wasser. Wieder und wieder verwandelte sich das frisch geschöpfte Wasser in Wein. Der heilige Bischof meinte, der Diener betrüge ihn, stand deshalb vom Tisch auf, beobachtete den Diener genau und ließ von neuem vor seinen Augen Wasser aus dem Brunnen schöpfen, damit keine Täuschung unterlaufen könnte. Als er wieder bemerkte, dass sich das Wasser in Wein verwandelt habe, nahm er den Trank als eine Himmelsgabe mit tiefster Gemütsbewegung und dankte Gott, dass er ihn trotz seiner Unwürdigkeit mit einem so wunderbaren Getränk gestärkt habe.



    Während der Amtsführung Thietmars und ohne Zweifel unter seiner tätigen Beihilfe gründete sein Blutsverwandter Simon, Propst an der Kathedralkirche zu Minden, das Nonnenkloster in Neudorf. Nachdem er 21 Jahre unter schwierigen Zeitverhältnissen sein bischöfliches Amt ruhmvoll und segensreich geführt hatte, starb der heilige Thietmar am 6. März 1206 und wurde in der Domkirche begraben, wo viele Wunder sein Andenken verherrlichten.




    Mindener Dom

    https://www.heiligen-legende.de/thietmar-von-minden/

Inhalte des Mitglieds Blasius
Beiträge: 4470
Geschlecht: männlich
Seite 1 von 122 « Seite 1 2 3 4 5 6 122 Seite »

Besucher
0 Mitglieder und 5 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Lothar Martin
Forum Statistiken
Das Forum hat 4258 Themen und 27564 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:




Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz