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  • Vom Reich GottesDatumGestern 17:47
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Glückseligkeit des Christen



    Wie selig, Jesus, ist, wer dich erkennt.

    Wer dich von Herzen seinen König nennt,

    Und als ein Bürger lebt in deinem Reiche,

    Nichts ist, das seiner Seelenfreude gleiche.



    1. Lukas 10,23+24: "Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört." Alle Gerechten, alle Propheten und heiligen Könige Israels hatten nach der Ankunft des verheißenen Messias sich gesehnt, durch den die Welt gesühnt und geheiligt werden sollte. Sie alle aber begrüßten, wie der Apostel spricht, die Verheißung von ferne, und gingen vorüber. Selig wir, denen verliehen wurde zu sehen, was sie nicht sahen: das Reich Jesu Christi, das auf dem ganzen Erdkreis verbreitet ist, und fortwährend sich verbreitet, wo die Quellen der Erlösung fließen, und unter allen Nationen Bürger des Himmels erzogen werden.



    2. Selig wir, die wir, mitten in diesem göttlichen Reich geboren, seine Grundsätze mit der Muttermilch eingesogen haben, indes so viele Völker und Nationen in den Finsternissen und Schatten des Todes sitzen. Danken wir unserem Gott täglich für diese große, unverdiente Gnade, und seien wir nicht gleich jenen Gottlosen und Ungläubigen, die, statt für diesen himmlischen Beruf zu danken, den Glauben verwerfen und Gottes Weisheit anklagen, weil dies göttliche Licht nicht allen Völkern leuchtet. Steht es etwa diesen vermessenen Toren zu, in die verborgenen Gerichte der göttlichen Vorsehung einzudringen? Oder verwerfen sie etwa auch zeitlichen Überfluss, weil er anderen nicht auch zuteil wurde? Wie streng wird einst das Gericht dieser Frevler sein.



    3. Selig wir, die wir sehen, wie die von den Aposteln gegründete Kirche bereits zwei Jahrtausende unter einem Oberhaupt fortbesteht, und immer siegreich aus allen Kämpfen mit ihren Widersachern hervorgeht. Selig wir, die wir den Sieg des Kreuzes Jesu Christi sehen, das täglich erneuerte Opfer seiner Erlösung sehen, ja ihn selbst unter den heiligen Gestalten sehen, anbeten und empfangen. Selig wir, die wir von seinen göttlichen Wahrheiten uns nähren, und aus den Quellen seiner Erlösung schöpfen. O wie unendlich vieles verdanken wir seiner göttlichen Güte, aber wie streng wird auch einst unser Gericht sein, wenn wir unser Heil vernachlässigen. Johannes 3,18: "Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete DatumGestern 17:44
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 6. September



    Heiligste und glorreichste Jungfrau Maria, durch das wunderbare Herz deines und meines Jesus grüße und verehre ich dich aus dem Innersten meiner Seele, und bitte durch den reinsten Leib deines Jesus, der aus deinem Leib gestaltet wurde, erbitte mir ein reines Herz und die Gabe der vollkommenen Enthaltsamkeit. Mutter des guten Rates, sei du die Leiterin und Königin des Herzens. Bitte für mich, dass alle meine Gedanken, Worte und Werke nach dem Willen deines göttlichen Sohnes geleitet werden. Vor allem erbitte mir die Gnade, dass ich in meiner letzten Krankheit des würdigen Empfangs des Leibes und Blutes deines göttlichen Sohnes, und mit dir und mit ihm der ewigen Freuden mit allen Auserwählten teilhaftig werde, und dereinst nicht ohne diese heilige Wegzehrung in die Wohnungen der Ewigkeit abreisen muss. Amen.



    Zu Gott



    Du hast uns, o Herr, so deutlich gewarnt, als Du sprachst: Wehe dem Menschen, durch den ein Ärgernis kommt. Gib, dass die Furcht vor Deiner Strafe uns zu einem erbaulichen Lebenswandel antreibe, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Um das Jahr 610 erschienen am Bodensee die aus Irland herübergekommenen Missionare Kolumban und Gallus und verweilten einige Zeit bei dem Pfarrer Willimar in Arbon. Dann zogen sie nach Bregenz, wo sie um das Kirchlein der heiligen Aurelia Hütten bauten, Gärten anlegten und fruchtbare Bäume pflanzten, noch mehr aber dem Unterricht der Heiden oblagen. Nach drei Jahren unermüdlicher Arbeit ging der heilige Kolumban, von Bregenz vertrieben, nach Italien und gründete dort das Kloster Bobbio. Seinen erkrankten Schüler und Freund Gallus empfahl er der Gastfreundschaft Willimars, der zwei jungen Priesterkandidaten, Magnus und Theodor, die sorgsame Pflege des hochverdienten Glaubensboten übertrug. Bei seinem Abschied segnete Kolumban den Magnus und sprach im prophetischen Geist: „Die Hand des Herrn wird über dir sein, und du wirst im deutschen Land seinen Namen durch Verkündigung des Evangeliums verherrlichen.“ Dann fügte er noch bei: „Meine Zeit ist nur noch kurz gemessen. Hörst du, dass ich gestorben bin, so eile nach Bobbio, hole dort meinen Hirtenstab und bringe ihn Gallus zum Zeichen, dass er des Gehorsams gegen mich entbunden ist.“



    Nach seiner Genesung zog Gallus mit Magnus und Theodor in eine Wüstenei, machte sie urbar, säuberte sie von wilden Tieren und gründete das über tausend Jahre so hochberühmte und an Männern der Wissenschaft und Tugend so reiche Benediktinerkloster St. Gallen. Als Magnus durch göttliche Eingebung den Tod Kolumbans erfuhr, stieg er ohne Säumen über die Alpen, betete am Grab seines geliebten Lehrers und kehrte mit dessen Stab zu Gallus zurück, der diese kostbare Reliquie bei seinem Tod dem treuen Jünger hinterließ.



    Nach Gallus Tod wurde Magnus der zweite Abt von St. Gallen. Bald darauf überfiel Herzog Othwin von Schwaben das Kloster, plünderte und brannte es nieder, zerstörte das Grab des heiligen Gallus, misshandelte und verwundete Magnus, dennoch blieb er und baute mit Hilfe des Bischofs Boso von Konstanz das zerstörte Kloster wieder auf. Als die Mönche ihre Tätigkeit wieder begannen, kam aus der Diözese Augsburg der Priester Tosso zum Grab des heiligen Gallus und bat Magnus, mit ihm ins Allgäu zu kommen, um dort das Evangelium zu verkünden und Klöster zu gründen. Magnus und sein Jugendfreund Theodor folgten der Aufforderung. Bei Bregenz bettelte ein Blinder sie um ein Almosen an. Magnus sagte zu ihm: „Gold und Silber hab ich nicht, aber ich bitte Jesus, den Herrn des Lichtes, für dich und vertraue, er werde dich wieder sehend machen.“ Hierauf bestrich er die Augen des Blinden mit seinem Speichel und sogleich erhielt der sein Augenlicht zurück. Gott dankend, fiel er Magnus zu Füßen und bat ihn, sein Begleiter sein zu dürfen. Seine Bitte wurde ihm gewährt. Alle vier wanderten nun dem Waldgebirge zu und kamen nach dem heutigen Kempten.



    An die Missionsreise des heiligen Magnus knüpfen sich viele schöne Legenden und deuten auf den mächtigen Schutz Gottes. Die frommen Männer trugen ein wunderbares Licht mit sich, das sich bei einbrechender Nacht von selbst entzündete, weder im Sturm noch im Regen erlosch und fortbrannte, ohne dass die kleiner wurde – ein liebliches Sinnbild des Evangeliums, das die Finsternis erleuchtet und wunderbare Wirkungen hervorbringt. Wilde Tiere, insbesondere eine furchtbare Riesenschlange, verbreiteten Schrecken ringsumher. Magnus sah das schnaubende Ungeheuer jenseits des Flusses, sprang über die Kluft, bezeichnete sich mit dem heiligen Kreuzzeichen und tötete das Untier mit seinem Stab. Den übrigen Ungetümen gebot er, das Land zu verlassen und sie entflohen. Die dankbaren Bewohner des Landes nahmen bereitwillig das Evangelium an. Theodor blieb in der neuen Gemeinde und der Sehendgewordene wurde ihm zum Gehilfen gegeben.



    Magnus wanderte mit Tosso weiter in das Gebirge des Allgäus bis nach Epfach. Hier baute er ein Klösterlein, nahm einige Brüder auf, bebaute das Land und gewann die Bewohner für den Glauben an Jesus Christus. Ackerbau, Viehzucht und Bergbau gewöhnten die wilden Eingeborenen an ein ruhiges, sesshaftes Leben und der Wohlstand des Volkes mehrte sich zusehens. Der heilige Magnus, der schon so vielen zeitlichen und ewigen Segen um sich verbreitet hatte, empfing trotz seines demütigen Widerstrebens zu Epfach am Lech vom Bischof Wikpert von Augsburg die Priesterweihe und die kirchliche Vollmacht für seine Mission.



    Mit Tosso weiter ziehend, kam Magnus nach Kempten und predigte dem durch Kriege verwilderten Volk das Evangelium mit solchem Feuer und solcher Liebe, dass man ihm bereitwillig Ohr und Herz lieh. Er half den Leuten, die zerstörte Stadt wieder aufzubauen und setzte eine Kirche nebst Klösterchen mitten hinein, von wo aus sich über ein Jahrtausend unermesslicher Segen über die Umgegend verbreitete.



    Von dort wandte sich Magnus mit mehreren Gefährten gen Osten und kam durch die Waldgebirge auf mühsamen und gefährlichen Wegen nach Waldhofen in der Nähe von Hohenschwangau. Hier befestigte er an einem Apfelbaum ein Kreuz, flehte inbrünstig Gottes Beistand für sein apostolisches Werk an und begann dann das verwahrloste, aber gutmütige Volk in den christlichen Glaubens- und Sittenlehren zu unterrichten, und er hatte die Freude, eine neue Christengemeinde zu gründen, der er eine schöne Marienkirche baute. Tosso leitete die neue Gemeinde.



    In seinem glühenden Seeleneifer reiste Magnus am rechten Lechufer aufwärts dem Hochgebirge zu und gelangte an die Stelle, wo der Strom durch einen schmalen Engpass brausend zwischen steilen Felsen dahinjagt. Dort wollte Magnus seinen Kampf mit den Mächten der Finsternis zu Ende führen und bis an sein Ende für die Verbreitung des wahren Lichtes arbeiten. Noch zeigt man am rechten Lechufer die in den Felsen eingedrückten Fußstapfen, wo der Heilige über den schauerlichen Abgrund gesprungen sein soll, „St. Magni Tritt“ genannt. Unfern davon erbaute Magnus um das Jahr 638 ein Kirchlein und eine Zelle und legte damit den Grund zu dem nachmals so berühmten Benediktinerstift St. Mang in Füssen. Hier arbeitete er noch zwanzig Jahre mit rastlosem Eifer an der Bekehrung der Heiden. Überall verschwanden die Gräuel der Abgötterei, und die milde Religion Jesu Christi schuf die wilden Menschen in fromme, gesittete Christen, fleißige Landleute und kunstfertige Handwerker um. Er half ihnen mit Wort und Tat die Raubtiere vertreiben, Sümpfe austrocknen, Wiesen und Äcker anlegen, Straßen bauen, den Wohlstand fördern und durch gute Werke heiligen. Am Säulingsberg entdeckte er ein Eisenerzlager und lehrte die Leute, es zu fördern. Das dankbare Volk schätzte seinen Wohltäter sehr hoch.



    Im hohen Alter von mehr als siebzig Jahren schickte sich Magnus zur letzten Reise in das Land der ewigen Ruhe und gerechten Vergeltung an. Er berief seinen Lieblingsjünger Theodor von Kempten, damit er ihm die Sterbesakramente spende. Auch sein Freund Tosso, der nach dem Tod Wikperts Bischof von Augsburg geworden war, eilte herbei. In den Armen dieser lieben Freunde verschied Magnus sanft und ruhig im Jahr 655. Bei seinem Sterben hörten alle Anwesenden eine himmlische Stimme: „Komm, Magnus, empfange die Krone, die der Herr dir bereitet hat!“ Sein Freund Theodor legte einen kurzen Abriss seiner Taten unter das Haupt des Verstorbenen, dessen Leiche in der von ihm erbauten Kirche zu Füssen beigesetzt wurde. Im Jahr 845 wurde vom Bischof Hanto von Augsburg das Grab des Heiligen eröffnet und man fand den Leichnam noch unversehrt. Viele Wunder geschahen an seinem Grab durch Berührung seines Stabes und seiner priesterlichen Gewänder. Papst Johann IX. sprach ihn heilig und das Schwabenland verehrt ihn als seinen Apostel.



    https://www.heiligen-legende.de/magnus-von-st-gallen/

  • Vom Reich GottesDatumGestern 08:59
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Siehe auch:
    Wesen und Eigenschaften der hll. Engel (6)

    Die heiligen Engel


    Ihr Engel, die ihr Gottes Thron umringet,

    Und Lobgesänge ihm, dem König, singet,

    O schirmet liebreich unsren Pilgerlauf,

    Und nehmet dann in euern Chor uns auf.




    1. Die heiligen Engel sind ein lebendiges Abbild Gottes, sie sind die ersten Strahlen seiner Glorie, das erste Werk seiner Allmacht und Weisheit, und ihre Schönheit übertrifft ohne allen Vergleich die höchste Schönheit aller körperlichen Wesen. Der heilige Evangelist Johannes, der einen Engel sah, erstaunt über seine Schönheit, über seinen Adel und die Majestät so sehr, dass er ihn für Gott selbst hielt, und aufs Angesicht fiel, ihn anzubeten. Gott schuf diese glorreichen Geister in zahlloser Menge und setzte sie allen Werken seiner Schöpfung vor, weshalb auch der Apostel sie verwaltende Geister nennt. "Ehren wir diese himmlischen Fürsten, die uns als künftige Gefährten ihrer Glorie lieben und beschützen", heißt es im Brief an die Hebräer.



    2. Die heiligen Engel sind jenes Licht, dass Gott von den Finsternissen trennte, als sie die Prüfung bestanden hatten, der er auch seine Engel unterwarf. Die stolzen Engel dagegen, die sich gegen ihren Schöpfer empörten, wurden auf ewig aus dem Reich des Lichtes verstoßen. Dies war dieser große Kampf, wo der heilige Erzengel Michael an der Spitze seiner getreuen Engel gegen Satan sich erhob, den er durch die Worte stürzte: "Wer ist wie Gott?" Gott erlaubt diesen bösen Geistern, seine Auserwählten zu versuchen, damit sie siegen können. Antworten wir also auf ihre sündhaften Einflüsterungen und Versuchungen mit dem heiligen Erzengel: "Wer ist wie Gott?" Er ist der Herr, ihm allein werde ich gehorchen.



    3. Gott gab jedem Sterblichen auf der gefährlichen Pilgerreise dieses Lebens einen Engel zum Begleiter und Beschützer. Und lieben sollen wir diese heiligen Engel, sie anrufen in Gefahren, und ihrem Schutz vertrauen. Wir leben nun im Glauben und können nicht alle Wohltaten erkennen, die wir unseren heiligen Schutzengeln verdanken. Aber wenn einst der Schleier von unseren Augen fallen wird, dann werden wir erstaunen, was diese seligen Geister für uns getan haben. Ehren wir diese unsere himmlischen Beschützer durch ein reines Leben, damit sie unsere Freunde und Verteidiger beim künftigen Gericht sind. Exodus 23,20+21: "Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. Achte auf ihn, und hör auf seine Stimme! Widersetze dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete DatumGestern 08:55
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 5. September



    Du bist die einzige Jungfrau, in der der Heiland einen Aufenthalt gefunden, in die er seine Gnadenschätze ohne Maß niedergelegt hat. Deshalb, o heilige Jungfrau, verehrt die ganze Welt deinen Schoß als den Tempel Gottes, in dem das Heil der Welt begonnen hat. Da hat die Aussöhnung zwischen Gott und den Menschen stattgefunden. Du bist, o große Mutter Gottes, der verschlossene Garten, in den der Sünder nie eingedrungen ist, um Blumen daraus zu pflücken. Geliebte Mutter Maria, wenn doch auch ich dich so lieben könnte, gleichwie du mich liebst. Ich will mein Möglichstes tun, um dich zu ehren und zu lieben. Herrlichste Königin, erlange mir die Gnade, dass ich dir treu bleibe. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag hat der heilige Abt Bertin sein heiliges Leben in einer kleinen, unter dem Namen der seligsten Jungfrau eingeweihten Kapelle und Eremitage bei St. Omer beschlossen. Er hat sich dahin aus Andacht begeben, Tag und Nacht im Gebet zugebracht, und ob er schon über hundert Jahre alt war, mit dem Eifer eines Novizen sich zum Tod bereitet.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Bertinus, Abt des Benediktinerklosters Sithin bei St. Omer in der Grafschaft Artois, um das Jahr 597 im Bezirk von Konstanz aus edler Familie geboren, weihte sich nach dem Beispiel seines Vetters Audomar mit seinen zwei Freunden Mommolenus und Ebertranus zu Luxeuil dem Herrn durch die Gelübde. Da um 637 Audomar zum Bischofssitz von Terouane erhoben wurde, bekam er als Gehilfen in Bearbeitung seines noch wilden Weinberges die drei Geistesbrüder, die auf einer Insel bei St. Omer ein Kloster erbauten, und Mommolenus als der ältere stand ihm als Abt vor. Als er aber im Jahr 659 zum Bischof von Noyon und Tournai erwählt wurde, musste Bertinus die Leitung übernehmen. Es blühte unter ihm die schönste Ordenszucht, weshalb sich auch die Schenkungen vermehrten. Der Heilige gründete auch das Kloster St. Winnoch. Bertin hatte den Trost, die Zahl der Brüder sich sehr mehren zu sehen, besonders durch den Andrang vieler bekehrter Edelleute. Als er sich endlich unter der Last der Jahre gebeugt fühlte, trat er im Jahr 700 sein Amt an seinen Jünger Rigobert ab und zog sich in eine Klause zurück, wo er 709 sein verdienstliches Leben beschloss. Viele Wunder verherrlichten sein Grab.

    https://www.heiligen-legende.de/bertin-von-sithin/

  • Vom Reich GottesDatum03.09.2026 19:04
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom innerlichen und geistigen Menschen

    Siehe auch:
    Der Weg zum inneren Frieden Die Leiden mit Ergebung in den Willen Gottes ertragen


    Kehrst du, o Mensch, nicht in dein Innres ein,

    Wirst ewig du ein armer Fremdling sein;

    Und wär dein Reichtum wie des Meeres Sand,

    Du kehrtest dennoch heim mit leerer Hand.




    1. Der innerliche Mensch gestattet den Sinnen nur, was er ihnen nicht entziehen darf. Bei allen Bedürfnissen, denen die menschliche Natur ihn unausweichlich unterwirft, drängt er die Gier zurück, hält sich in Schranken und heiligt den Gebrauch der Dinge. Immer wachsam über sich, tritt er niemals gänzlich aus sich selbst heraus, beherrscht seine Sinne und züchtigt sie gleich rebellischen Sklaven, die nur dann sicher gehorchen, wenn sie Strafe fürchten. Tust du das nicht, so wirst du niemals dahin gelangen, ein innerlicher Mensch zu werden. Wie unwürdig aber ist es eines Jüngers Jesu, von der Neigung, von der Eitelkeit, von der Leidenschaft, von der Sucht nach Vergnügen sich fortreißen zu lassen.



    2. Nicht wer die Wege Gottes und die Regeln des geistlichen Lebens kennt, sondern wer sie ausübt, ist ein geistiger Mensch. Er erhebt gleichgültige Handlungen durch Reinheit der Absicht und eifrige Liebe zu einem sehr hohen Wert, und gewinnt sogar den Verächtlichsten reiche Schätze für die Ewigkeit ab. Bei heiligen Werken aber lässt er äußerlich nur erscheinen, was die Pflicht und das gute Beispiel fordern. Das Wesentliche aber, nämlich seinen Eifer, seine Liebe, seinen Gehorsam, hält er im Innern verborgen. Er kennt keinen Zeitverlust, immer entspricht er der Gnade Gottes getreu, und sogar seine Fehler gereichen ihm zum Nutzen. Ist dies dein Leben? Und warum ist es das nicht?



    3. Ach, mein Gott, ich darf es nicht wagen, den Blick in deiner heiligen Gegenwart zu erheben, denn ich muss bekennen, dass die größte Verkehrtheit in meinem Herzen herrscht. Sogar meine Andachtsübungen sind eitel und ohne Leben. In allen Dingen lau, träge, zerstreut und untreu, bin ich nur Augenblicke eifrig, da meine Feigheit den Ernst einer beständigen Wachsamkeit fürchtet. Darum auch bin ich nach so langer Zeit noch immer schwach, noch immer mit den genannten Fehlern behaftet, und fern von allem innerlichen Leben. O komm mit mir deiner allmächtigen Gnade zu Hilfe, und erbarme dich meiner. Psalm 80,4: "Gott, richte uns wieder auf! Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum03.09.2026 18:59
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 4. September



    Gebenedeite und unbefleckte Jungfrau und Königin, unsere Mutter Maria, Zuflucht und Trost aller Elenden, sieh mich hier vor deinem erhabenen Thron auf den Knien, siehe, ich erwähle dich heute zu meiner Gebieterin, zu meiner Mutter und Fürsprecherin bei Gott. Ich weihe mich deinem Dienst, und bitte dich, o Mutter meines Gottes, mich unter die Zahl deiner Diener aufzunehmen, mir deinen mächtigen Schutz zu gewähren, und mir bis zum Lebensende beizustehen. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Rosalia



    O Gott, erwecke, auf die Fürbitte der heiligen Rosalia, in uns die Begierde nach den himmlischen Gütern, und lass uns allezeit das Unvergängliche dem Vergänglichen, und den Himmel der Erde vorziehen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Ida



    O Gott, verleihe uns, auf die Fürbitte der heiligen Ida, Liebe zu den Armen, und schenke uns einst die ewigen Güter, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Die Stadt Arras wurde im Jahr 1414 vom König Karl VI. in Frankreich mit aller Macht belagert. Die Einwohner, die die Länge der Belagerung nicht aushalten konnten und alles Böse fürchteten, nahmen ihre Zuflucht zur Fürbitte der seligsten Jungfrau, ihrer Patronin und Schutzfrau, und erhielten, dass die Belagerung durch einen jähen zwischen dem König und Herzog von Burgund geschlossenen Frieden aufgehoben wurde.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Die heilige Rosalia wurde zu Palermo in Sizilien von adeligen, mit der königlichen Familie verwandten Eltern im Anfang des 12. Jahrhunderts geboren. Da ihre Mutter bei der Königin in Sizilien in großem Ansehen stand, so wurde auch die kleine Rosalia am Hof standesgemäß erzogen. Dass sie aber besonders zur Erkenntnis und Liebe Gottes angeleitet wurde, beweist ihre weitere Geschichte.



    In ihren Jugendjahren bot ihr die Welt alle ihre Freuden, Güter und Genüsse an. Da von Natur das Herz eines jeden Menschen mehr zum Bösen als zum Guten geneigt ist, so war auch wohl sie von Versuchungen nicht frei. Dessen ungeachtet folgte sie mit einer solchen Entschlossenheit einem außerordentlichen Ruf der Gnade, dass sie, um den Gefahren der Welt zu entfliehen, ihre Eltern und den Hof unbemerkt verließ, und von nun an in jeder Beziehung ein in Gott verborgenes Leben führte.



    Einige tausend Schritte von Palermo liegt der Berg Montreal, mit dichtem und finsterem Gehölz bedeckt. In einer abhängigen Lage des Berges sieht man eine zweifache Höhle, in deren Öffnung man einen langen, etwas von der Erde erhabenen Stein in Gestalt eines Bettes wahrnimmt. Dieser Stein ist von beiden Seiten mit Felsen umgeben, und durch sie vor Regen und Wind geschützt. Das Tageslicht fällt, außer dem engen Eingang, nur durch einige Ritzen ein. Diesen Aufenthalt zog die heilige Rosalia den prächtigen, mit jeder Bequemlichkeit versehenen Palästen der sizilianischen Könige vor, wie es in einer Inschrift heißt, die dort gefunden wurde. Sie lautet: „Ich Rosalia, eine Tochter Sinibalds, Herrn von Montreal und Roses, habe aus Liebe zu Jesus Christus, meinem Heiland, diese Höhle bewohnt.“



    Von hier begab sie sich auf den Berg Pelegrino, der drei Meilen von Palermo entfernt liegt, wahrscheinlich, um mit der erweiterten Freiheit ihres Gemütes auch ihrem körperlichen Auge einen Blick ins Unermessliche der zu ihren Füßen liegende Schöpfung zu verschaffen. Denn seine Höhe gewährt eine herzerhebende Aussicht. Auf einer Seite sieht man das Meer, dessen Wellen donnernd und schäumend an seine Felsen schlagen; und an der Landseite liegen kleine Hügel mit Waldungen und blumenreichen Wiesen. Auf dem Gipfel des Berges eröffnet sich eine mehr als hundert Schuh tiefe Höhle, die sich in der Tiefe noch mehr ausbreitete, und im Grund eine kleine Öffnung bildet.



    Von dem Augenblick an, als Rosalia am Hof unsichtbar geworden war, bemühten sich die Eltern unaufhörlich, ihren Aufenthalt zu erforschen. Als sie auf dem Berg Montreal die genannte Inschrift gefunden hatten, verdoppelten sie ihren Eifer. Gott fügte es aber, dass sie Rosalia in der eben beschriebenen Höhle nicht mehr am Leben fanden. Sie lag auf der Erde, unterstützte mit einer Hand ihr Haupt, und hatte die andere auf ihr ruhen, gleich einer schlafenden Person.



    Sie vollendete dort das Opfer ihres Herzens durch Abtötung, Gebet und beständige Vereinigung mit Gott im Jahr 1160.



    Als im Jahr 1624 Palermo, die Hauptstadt des Königreiches Sizilien, von der Pest hart mitgenommen wurde und dadurch sehr viele Einwohner verlor, gefiel es dem Herrn, einen Schatz bekannt zu machen, den seine Vorsehung auf dem nicht weit von dieser Stadt gelegenen, sogenannten Peregriniberge verborgen hielt. Dieser Schatz war der Leib der heiligen Rosalia, der über 400 Jahre in einer Kluft dieses Berges in der Höhlung eines Steines begraben lag, ohne dass man ihn sonst, ungeachtet aller angewandten Mühe, gefunden hatte. Am 15. Juli 1624 aber wurden die Reliquien der Heiligen auf wunderbare Weise gefunden und mit allgemeinem sehr großen Jubel in die Stadt Palermo gebracht, die mit Gelübden und Bitten diese heilige Jungfrau um ihren Schutz beim Allerhöchsten anflehte, damit sie von dem Pestübel befreit würden. Und sie erlangte die gewünschte Gnade, die Stadt wurde in kurzer Zeit von der ganzen Seuche frei. Die Heilige wurde daher zur Beschützerin und Patronin der Stadt gewählt, und von dieser Zeit an wurde sie allzeit sowohl zu Palermo, als auch in den übrigen Städten Siziliens und an anderen Orten, ganz besonders verehrt.



    Als im Jahr 1743 die Pest zu Messina wütete und in kurzer Zeit sehr viele Einwohner dort hinwegraffte, nahm die Stadt Palermo, die in der Nähe von Messina liegt, durch eifriges Gebet wieder ihre Zuflucht zu ihrer Mitbürgerin Rosalia, um vor der bevorstehenden Seuche bewahrt zu werden. Sie gebrauchten dabei aber auch alle Vorsicht, die man in solchen Fällen gebrauchen soll, um Gott nicht zu versuchen und sich nicht unbesonnen einer Gefahr auszusetzen. Und ihr Bitten war nicht vergeblich: denn die Pest kam bis nach Palermo nicht, sie drang nicht einmal in die übrigen Städte Siziliens ein, denn auch sie riefen die heilige Rosalia um ihren Schutz an. Fast alle Orte besitzen Reliquien von ihr, die nach Auffindung ihres Leibes verteilt und eine Quelle des Segens bei allen Drangsalen wurden.



    Gott hat wirklich auf die Fürbitte dieser heiligen Jungfrau an allen Orten vielen Menschen unzählige Gnaden verliehen. Dies zeugt denn hinreichend von ihrer besonderen Heiligkeit, obwohl uns einige Umstände aus ihrem Leben und ihren Tugenden nicht bekannt sind.



    Wie unendlich gut ist der Herr! Schon in dieser Welt verherrlicht er seine Heiligen, wie und wann es ihm gefällt. Er zieht, wie der heilige Augustinus sagt, aus seinem verborgenen Schatz die Reliquien seiner Dienerinnen und Diener hervor, damit die Gläubigen ihnen Ehre erweisen, ihren Glauben dadurch wecken, und durch sie die ihnen notwendigen Gnaden von seiner Barmherzigkeit erlangen.



    Wir lernen aus diesen Wundern auch, dass die Verehrung, die man nach der Lehre der katholischen Kirche den Heiligen und ihren Reliquien erweist, Gott wohlgefällig ist. Rufen wir daher in unseren Nöten zu ihnen, und hoffen wir, dass uns Gott auf ihre Fürsprache erhören wird. Nur vergessen wir dabei nie, was der heilige Augustinus sagt, dass die Heiligen sich unser lieber annehmen und die Gnaden, um die wir bitten, leichter erlangen, wenn wir uns bemühen, die Tugenden nachzuahmen, die sie während ihres Lebens auf dieser Erde ausgeübt haben.




    https://www.heiligen-legende.de/rosalia-...di-von-palermo/

  • Vom Reich GottesDatum03.09.2026 03:43
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Gott lässt unsere Fehler zu



    Kein Sterblicher ist, ach, von Fehlern frei,

    So lang er nicht vollendet seine Bahn;

    Doch wenden, rein zu werden, Fleiß sie an,

    Stehst, Herr, du huldreich deinen Dienern bei.




    1. Vollkommen zu werden ist die Aufgabe des christlichen Lebens. Wie sehr wir aber immer nach der Vollkommenheit ringen, sind dennoch in diesem Leben selbst die größten Heiligen nicht gänzlich frei von allen Fehlern, wie einer der größten von ihnen bezeugt, wenn er in Jakobus 3,2a spricht: "Denn wir alle verfehlen uns in vielen Dingen." Gott aber lässt es zu, dass wir mit Fehlern behaftet bleiben, damit wir seine liebevolle Güte erkennen, die uns mit so großer Geduld erträgt, wo wir oft uns selbst kaum ertragen können. Wir verzagen beim Anblick unserer Fehler, Gott aber hört darum nicht auf, uns zu lieben. Wie zart, wie liebevoll ist diese Güte!



    2. Die zweite Ursache, warum Gott es zulässt, dass wir in diesem Leben nie gänzlich frei von Fehlern werden, ist, damit auch wir selbst die Fehler unserer Nächsten mit Geduld ertragen. Denn Gott ist ein Gott des Friedens und der Liebe, und will, dass seine Kinder durch die Bande einer vollkommenen Liebe vereint sein sollen, die sich nicht ohne Geduld ausüben lässt, weil alle Menschen ihre Fehler haben. Viel, ja sehr viel haben oft andere von uns zu leiden. Wie ungerecht also wären wir, wenn wir von niemand etwas ertragen wollten. Darum mahnt uns der Apostel und spricht in Galater 6,2: "Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen."



    3. Die dritte Ursache schließlich ist, damit wir immer von Gottes Hilfe abhängig bleiben, und unsere Zuflucht zu seiner göttlichen Güte nehmen. Auch sind unsere Fehler gleich einem heilsamen Schleier, der unsere wenigen Tugenden vor uns verbirgt, uns vor Eitelkeit zu bewahren. Also wurde der große Weltapostel von beschämenden Versuchungen geplagt, damit er demütig verbliebe. Indessen verlangt Gott dennoch, dass wir allen Fleiß anwenden, unsere Untugenden abzulegen und täglich vollkommener zu werden, aber auch nicht verzagen, wenn wir zuweilen noch in Fehler verfallen. Denn sind anders wir guten Willens, so werden solche uns nicht schaden, sondern zur Übung unserer Demut und unseres Vertrauens auf Gottes väterliche Güte gereichen. Sprichwörter 24,16a: "Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht wieder auf."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum03.09.2026 03:39
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 3. September



    Allerseligste Jungfrau Maria, du Königin der Himmel, du Mutter unseres Herrn Jesus Christus, du Herrscherin der ganzen Welt, die du niemand verlässt und verstößt. Sieh uns an mit deinen gnädigen und barmherzigen Augen, und erlange für uns bei deinem geliebten Sohn, den du, eine Jungfrau, geboren hast, die Nachlassung und Verzeihung unserer Sünden, und im künftigen Leben die ewige Seligkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Im Jahr 863 wurde zu Rom unter Papst Nikolaus I. das dritte Konzil zur Behauptung der Verehrung gehalten, die man den Bildnissen Jesu Christi, der seligsten Jungfrau und anderen Heiligen schuldig ist.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Sankt Gregors Lebenslauf ist von nicht gerade alltäglicher Art, denn dass einer zunächst Oberbürgermeister von Rom und später Papst wird, ist nur ein einziges Mal in der Weltgeschichte vorgekommen, und das war bei Gregor der Fall.



    Vornehm und reich waren Gregors Eltern. Weit mehr jedoch als Vornehmheit und Reichtum war für die innere Entwicklung ihres Sohnes von Gewicht, dass die Eltern ein christgläubiges Leben führten. Anfänglich verfolgte Gregor die Beamtenlaufbahn und brachte es bei seiner Tüchtigkeit mit dreißig Jahren zum Oberbürgermeister der Weltstadt Rom. Weil er von rechter Römerart war, klug und umsichtig, versah er das Amt zum Segen für das Volk. Als er aber nach dem Tod des Vaters zum Erben eines Riesenvermögens wurde, verschenkte er zunächst einige Millionen an die Armen, mit dem Rest gründete er sechs Klöster auf der Insel Sizilien. Dann trat er zum allgemeinen Bedauern von seinem Posten zurück und bat um Aufnahme in das siebte von ihm gestiftete Kloster zu Rom. Derjenige, der bisher in Samt und Seide gekleidet einherging, fühlte sich glücklich, ein schlichtes Mönchsgewand zu tragen.



    Kurze Zeit nur durfte Gregor in der Stille des Klosters leben, denn bald danach schickte ihn der Papst als seinen Gesandten an den Kaiserhof nach Konstantinopel. Nachdem er dort einige Jahre erfolgreich zum Segen der Kirche gewirkt hatte und heimgerufen wurde, erwählten ihn die Mitbrüder zum Abt.



    Als in jener Zeit Abt Gregor einst über den Marktplatz in Rom ging, stieß er auf eine Gruppe von Männern, die als Sklaven zum Verkauf angeboten wurden. Damals war es nämlich der Kirche noch nicht geglückt, die Sklaverei abzuschaffen. Die Männer aber, die, als Gregor über den Platz ging, gerade angeboten wurden, waren stattliche Gestalten. Gleich erkundigte sich der Abt nach ihrer Herkunft, und als er hörte, dass es Angelsachsen aus dem heutigen England seien, und außerdem erfuhr, dass dieses Inselvolk noch im Heidentum lebte, sprach er das vielsagende Wort, dann wolle er aus den Angeln Engel machen. Schon am nächsten Tag war Gregor als ein Mann der frischen, frohen Tat auf dem Weg nach England, um dort als Missionar zu wirken. Nur drei Tage weit reiste er, dann rief ihn der Papst durch Eilboten in die Ewige Stadt zurück, denn auf einen solchen Mann wollte der Stellvertreter Christi nicht verzichten.



    Kurze Zeit später war Gregor selbst Papst, und eine der ersten Amtshandlungen, die er vornahm, bestand darin, dass er Missionare nach England schickte, die das Volk zum Christentum bekehren sollten. Und wenn später englische Missionare die deutschen Volksstämme für Christus eroberten, so verdanken wir das Glück, Christen zu sein, dem heiligen Gregor.



    Überhaupt hat Sankt Gregor als Papst so großartig gewirkt, dass er mit Papst Leo I. allein in der langen Reihe der Päpste den Beinamen „der Große“ erhielt. Streng war er und gütig und heilig in seiner Lebensführung. Gregor war es auch, der den nach ihm benannten Gregorianischen Gesang in der Kirche einführte, wie wir ihn beim feierlichen Hochamt singen. Vor 1400 Jahren, im Jahr 604, starb Papst Gregor der Große.



    Im Blick auf die Universalkirche vertrat Gregor den Grundsatz liturgischer Vielfalt. Der Gedanke, die römische Liturgie als Einheitsliturgie für die ganze katholische Kirche zu propagieren, lag ihm fern. Gregor der Große war vielmehr ein Anwalt regionaler Vielfalt. Als "Mönchspapst" nannte sich Gregor "Knecht der Knechte Gottes", was bis heute Bestandteil der päpstlichen Titel blieb.



    Die Armenfürsorge wurde ein wichtiges Element seines Pontifikats. Die Getreideversorgung der damals wohl noch immer etwa einige Zehntausend Einwohner zählenden Stadt Rom, die eigentlich dem Kaiser oblag, war mangelhaft, weshalb er die riesigen Ländereien der Kirche in Süditalien und Sizilien neu organisierte und bewirtschaften ließ. Zu Anfang jeden Monats fand eine allgemeine Verteilung von Lebensmitteln statt. Ebenso mahnte Gregor die anderen Bischöfe, dass der Hungernde nur dann für die Predigt empfänglich sei, wenn ihm zuvor eine "helfende Hand" gereicht wurde. Almosen betrachtete er als Gott dargebrachtes Opfer, das letztlich Gnade im Gottesgericht erwirkt.



    Gregor schrieb den Begriff "Papst" als ausschließliche Amtsbezeichnung für den Bischof von Rom fest. Mit ihm trat das Papsttum von der Spätantike ins Mittelalter über.



    Die Heiligsprechung erfolgte 1295 durch Papst Bonifatius VIII. Seine Attribute sind die Tiara, Buch, Taube, Arme bedienend. Er ist Patron des kirchlichen Schulwesens, der Bergwerke; des Chor- und Choralgesanges; der Gelehrten, Lehrer, Schüler, Studenten, Sänger, Musiker, Maurer, Knopfmacher; gegen Gicht und Pest.


    https://www.heiligen-legende.de/gregor-i-papst/

  • Vom Reich GottesDatum02.09.2026 06:43
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom Lob Gottes



    Erschwinge dich, mein Herz, nach oben,

    Den Herrn zu preisen immerdar,

    Der dich erschaffen, ihn zu loben

    Mit seiner Auserwählten Schar.

    Laut juble ihm mit Herz und Geist,

    Den alles, was da lebet, preist.




    1. Psalm 103,1: "Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen." Immer soll das Lob Gottes in unserem Herzen und in unserem Mund sein, da wir und alle Geschöpfe zum Lob Gottes erschaffen sind. Alle auch loben ihren Schöpfer auf ihre Weise. "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, ein Tag verkündet dem anderen seine Herrlichkeit." Alle Kreaturen sind eben so viele Stimmen, die die Größe, Allmacht, Weisheit und Güte ihres Schöpfers offenbaren. So vereinige denn auch dich mit ihnen, und stimme in dieses liebliche Konzert ein. Biete alle deine Kräfte dazu auf, denn niemals wirst du Gott genug loben, der alles Lob unendlich übertrifft.



    2. Ohne Vergleich mehr jedoch als alle Lobgesänge lobt ein frommer Lebenswandel unseren Gott. Dies ist ein Lob, das nie verklingt. Jede Tugend lobt Gott auf besondere Weise. Die Keuschheit lobt die unendliche Reinheit der göttlichen Natur, der Glaube lobt seine allerhöchste Wahrheit, der Gehorsam seine allerhöchste Oberherrschaft über alle Geschöpfe, die Hoffnung die Großmut seiner göttlichen Verheißungen, die Liebe seine unendliche Vollkommenheit und Güte. Dies ist das Lob, von dem der Herr in Psalm 50,23a spricht: "Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich." Wie lobst du deinen Gott? Ist dein laues und nachlässiges Leben nicht vielmehr ein Spott, als ein wahres Lob Gottes? "Nicht schön", spricht die Schrift, "ist das Lob und des Sünders Mund."



    3. Seien wir eifrig, Gott aus reinem und sehnsüchtigem Gemüt zu loben. Loben wir ihn in Freude und Wohlergehen, in Leiden und Trübsal. Dies ist die Beschäftigung aller Gerechten auf Erden, und die schönste Freude und Seligkeit aller Heiligen im Himmel. Ziehen wir, so viel wir vermögen, auch andere durch Wort und Beispiele zum Lob Gottes hin, denn er ist unser Heil und unsere Seligkeit. Alle Augenblicke unseres Lebens, alle Pulsschläge unseres Herzens sollen ein immerwährendes Lob Gottes sein. Psalm 34,2+4: "Ich will den Herrn allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund. Verherrlicht mit mir den Herrn, lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum02.09.2026 06:39
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 2. September



    Maria, du bist mir in aller Trübsal süße Labung und Trost: du bist der himmlische Tau, der mich in der sengenden Hitze erquickt. Vom Schoß deines Erbarmens empfängt meine Seele in ihrer Trockenheit heilsame Erfrischung. Du bist mir Licht in der Finsternis, eine treue Wegweiserin, wenn ich mich verirre. Du bist meine Stärke in der Schwäche, mein Heilmittel, wenn ich von meinen Seelenfeinden verwundet werde. Leide ich Schaden, so machst du ihn gut, fühle ich Schmerz, so hinderst du ihn. Du zerreißt meine Bande und belebst meine Hoffnung. Erhöre mein Gebet, stille mein Seufzen und lass dich rühren von meinem Elend. Amen.



    Zu Gott



    Wir bitten Dich, o Herr, dass Deine Kirche an dem heiligen Stephan einen Beschützer im Himmel hat, wie sie auf Erden an ihm einen mächtigen Beförderer gehabt hat, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Der heilige König Stephan hatte allzeit eine zarte Andacht zur seligsten Mutter Gottes, die die Ungarn noch auf den heutigen Tag ihre "große Frau" nennen und sich bemüht, seinen Untertanen eben solche Gesinnungen beizubringen. Er hat ihr zu Ehren verschiedene herrliche Kirchen erbauen lassen, hat auch ihren Beistand in wichtigen Angelegenheiten und Gefahren öfters erfahren und hatte schließlich den Trost, auf den Tag ihrer Himmelfahrt in das ewige Reich hinüber zu gehen.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Mit Stephans Vater, dem Fürsten Geisa, war nicht viel los. Zwar hatte er sich kurz vor Stephans Geburt im Jahr 969 die christliche Taufe spenden lassen, aber das Leben änderte er deswegen nicht, sondern blieb wie ein Ungläubiger, so wie er es bisher gewesen war. Protzig meinte er: „Ich bin reich genug, um den Göttern zu opfern und zugleich dem Christengott zu dienen.“ Dass aus solch einem Stamm ein Heiliger kommt, geschieht nicht alle Tage, aber bei Geisas Sohn war es der Fall.



    Wegen der religiösen Gleichgültigkeit des Vaters empfing Stephan erst im Alter von fünf Jahren die Taufe, aber auch bei ihm war das Taufwasser scheinbar wirkungslos geblieben, denn wie Geisa, so war Stephan, wenigstens bis zum beginnenden Mannesalter, ein Heide.



    Früh übte der junge Mann Stephan sich in den ritterlichen Künsten, im Reiten und Jagen und Kämpfen, wurde sehr groß, stark wie ein Bär und schnell wie eine Gämse, die wie der Wind durch die Alpenländer streicht. Bald überragte Geisas Sohn herrlich und herrisch alle Männer im Land. Von seinen Heldentaten in Kampf und Krieg redete man rühmend an den Lagerfeuern der Hirten, in den Waldhütten der Jäger und bei den Zelten der Krieger. Aber etwas Christliches war bis auf den Namen an Stephan nicht, bis er als Sechsundzwanzigjähriger einem Heiligen begegnete.



    Es war dieser Heilige der Bischof Adalbert von Prag. Adalbert reiste damals durch Ungarn. Stephan war ausersehen, den berühmten Bekennerbischof auf dem Zug durch das Land sicher zu geleiten. Lieber hätte der junge Fürst anderes getan. Kaum aber hatte er kurz mit dem Heiligen gesprochen, da merkte er und merkten alle, dass eine Änderung in ihm vorging. Und als ihm Adalbert das Sakrament der Firmung spendete, war nach wenigen Wochen aus dem Namenschristen ein wirklicher Christ des Herzens und des Willens geworden. Noch im gleichen Jahr, als die denkwürdige Begegnung stattfand, heiratete Stephan die Prinzessin Gisela von Bayern, deren Bruder später als der heilige Kaiser Heinrich II. ruhmvoll in die Geschichte einging. Als zwei Jahre später Geisa starb, folgte ihm in der Regierung ein Heiliger, der gerecht und gut, aber auch zielbewusst und streng war. Sehr wichtig war es ihm, dass die Menschen in seinem Land bis auf die letzte Hütte nicht nur äußerlich, sondern auch von innen her Christen wurden.



    In wenigen Jahren ließ Herzog Stephan sechzig Kirchen im Land erbauen, gründete Klöster in Menge und richtete zehn Bistümer ein. Da ernannte der Papst den Herzog zum König und schickte ihm eine goldene Krone, mit der Stephan genau im Jahr 1000 nach Christi Geburt, am Mariä Himmelfahrtstag, feierlich gekrönt wurde. Diese Krone war die Stephanskrone mit dem geneigten Kreuz, die nach ihm alle Könige in Ungarn trugen und die heute noch wie eine heilige Reliquie vom ungarischen Volk verehrt wird.



    Als der heilige König Stephan über dreißig Jahre lang regiert hatte, wollte er im Jahr 1031, am Tag von Mariä Geburt, seinen Sohn Emmerich zum Nachfolger krönen lassen. Emmerich war ein Heiliger wie sein Vater, er war der Liebling des Volkes und die Hoffnung des Landes. Wie schwer mag es da den alten Vater getroffen haben, dass Emmerich wenige Tage vor der Krönung, am 2. September, schnell und plötzlich starb. Gottes Wege sind oft unergründlich.



    Sieben Jahre später, wieder am Tag von Mariä Himmelfahrt, starb auch Stephan, der nicht nur der erste König, sondern auch der Apostel seines Landes war. Er war also ein apostolischer König, der ein halbes Jahrhundert später zugleich mit seinem Sohn Emmerich heiliggesprochen wurde, was in der zweitausendjährigen Geschichte der katholischen Kirche ein einmaliger und einzigartiger Fall ist.


    https://www.heiligen-legende.de/stephan-von-ungarn/

  • Vom Reich GottesDatum31.08.2026 19:08
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom freien Wirken Gottes



    Wie wirkest, Herr, du wunderbar.

    Wer kann dir widerstehen.

    Nach deinem Wink muss immerdar

    Sogar der freien Geister Schar

    In ihrer Freiheit gehen.



    1. Gottes weise Vorsehung wacht über alle einzelnen Wesen der Schöpfung mit so großer Sorgfalt, als wäre jedes einzelne das einzige, und leitet in seligster Ruhe alle zu ihren verschiedenen Zielen. Ungeteilt umfasst sie alle Dinge, und sorgt mit gleicher Aufmerksamkeit für die Erhaltung einer Ameise, wie für die des größten Monarchen. Denn nichts ist groß oder klein vor Gott. Die Schöpfung einer Welt kostet seiner Allmacht nicht mehr, als die Schöpfung einer Mücke. Aber indem er die leb- und vernunftlosen Geschöpfe nach unausweichlichen Gesetzen leitet, regiert er die freien Willen der Vernunftwesen auf die wunderbarste Weise, ohne Zwang, nach der Richtschnur seines ewigen Willens.



    2. Gleichwie die Sonne, die den Himmel erleuchtet und vielen Gestirnen ihr Licht mitteilt, auch den Straßenschmutz bestrahlt, ohne dass dadurch ihre reinen Strahlen im mindesten beschmutzt werden, so dringt auch das Auge Gottes, dessen Anschauung die Engel entzückt, in die kleinlichsten Verhältnisse ein, ohne sich zu erniedrigen. Es sieht und duldet die größten Laster und Verbrechen. Ohne die Freiheit des Menschen zu stören, leitet er diese Freiheit. Nie jedoch nötigt er sie, denn er behandelt den Menschen mit großer Schonung. Ja er richtet sich sogar nach seinen Neigungen, seine Liebe zu gewinnen, und wendet selbst unsere Verirrungen an, uns zu sich zurück zu führen.



    3. Aber wehe der Seele, die dieser liebevollen Leitung sich widersetzt. Denn sanft, aber mächtig führt Gottes Weisheit ihre Absichten aus, und leitet selbst unseren Willen, wie frei er auch immer ist, ohne Zwang dahin, wohin es ihr gefällt. Ohne dem Menschen Gewalt anzutun, überwindet Gott alle Hindernisse, ja die Hindernisse selbst müssen ihm dienen, seine Absichten um so unfehlbarer auszuführen. Widersetzt sich daher unser Wille dem barmherzigen Willen Gottes, dann wird er gezwungen, dem gerechten Willen Gottes sich zu unterwerfen. Darum unterwerfen wir uns ihm aus ganzem Herzen, damit er seine Güte an uns zeige, und hüten wir uns vor Widersetzlichkeit, dass wir nicht die Strenge seiner Gerechtigkeit erfahren. Weisheit 8,1: „Machtvoll entfaltet die Weisheit ihre Kraft von einem Ende zum anderen und durchwaltet voll Güte das All.“

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum31.08.2026 19:02
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 1. September



    Allerseligste Jungfrau. Wer wird den Überfluss der Gnaden zählen und messen können, der über dich gekommen ist, durch den du vor allen Engeln und Heiligen den Vorzug gewinnst und in Wahrheit ihre Königin wirst. Wir bitten dich durch alle deine Verdienste, dass du unserer armen Seele doch nur einen kleinen Teil von ihnen schenkst, auf dass sie von ihnen gesegnet wird. Ja, bewirke durch den Beistand deiner Fürbitte, dass in unserem Innersten nur ein Bächlein fließe von dem Strom deiner Gnaden, damit die große Leere unseres Herzens ausgefüllt und unsere Seele gereinigt und unsere Werke fortan vor dem lieben Gott als einigermaßen vollkommen erfunden werden. Königin der Engel, bitte für uns. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Ägidius

    https://www.heiligen-legende.de/ägidius-von-narbonne/

    Verleihe uns, o Gott, auf die Fürbitte des heiligen Ägidius Dein Licht, damit wir uns stets mehr davon überzeugen, dass uns nur die Liebe zu Dir glücklich macht, und dass denen, die Dich lieben, alles zu ihrem Besten dient, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte der heiligen Verena


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

    Schenke uns, o Gott, auf die Fürbitte der heiligen Verena ein reines Herz und einen festen Glauben, damit wir würdig werden, Dich einst ewig im Himmel zu schauen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    An diesem Tag wurde im Jahr 1248 die erste Regel, die dem der Verehrung Mariä besonders gewidmeten Karmeliter-Orden gegeben wurde, von Papst Innozenz IV. bestätigt.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Verena, eine Jungfrau von adeliger Abkunft, kam mit der thebaischen Legion, die vom Kaiser Maximinian zum Kriegsdienst ausgehoben wurde, und deren Oberst Mauritius ihr Verwandter war, nach Mailand. Ihr Vormund, der ehrwürdige Greis Viktor, hatte die verlassene Waise bei einer angesehenen christlichen Familie untergebracht. Dort besuchte die fromme Jungfrau während der grausamen Christenverfolgungen voll des innigsten Mitleids die Gefangenen in ihren schauerlichen Gefängnissen, tröstete, ermutigte sie im Glauben an Christus und erquickte sie mit Speise und Trank. Bald aber erlaubte man dem Engel des Trostes nicht mehr, die Gefangenen zu besuchen, der christliche Familienvater Maximus, bei dem Verena mehrere Jahre gewohnt hatte, wurde gefangen genommen, sie selbst als eine Fremde aus der Stadt vertrieben.



    Um sich eine stille Zufluchtsstätte zu suchen, überstieg sie die Alpen, kam in das Rhonetal, in die Gegend von Martinach und vernahm, dass hier die thebaische Legion, mit ihr auch ihr geliebter Vormund Viktor, wegen ihres christlichen Glaubens von den heidnischen Soldaten des römischen Kaisers ermordet worden sei. Verena benetzte den blutgetränkten Boden mit ihren Tränen und pries die starkmütigen Märtyrer glücklich.



    Von den Heiden vertrieben, setzte Verena ihre Schritte weiter über Wadt und Bern und kam an die Aar bei Solothurn. Hier verbarg sie sich in einer Felsenhöhle. Niemand wusste ihren Aufenthalt, außer einer christlichen Witwe, die sie von Zeit zu Zeit mit Speisen versah und dafür Handarbeiten entgegennahm, in denen Verena sehr geschickt war.



    Nicht lange blieb Verena in ihrer Felsenhöhle verborgen. Christliche Frauen und Jungfrauen suchten bei der Heiligen Rat und Trost, Kranke und Gebrechliche flehten sie um Hilfe an, denn Gott hatte sie mit der Wundergabe begnadet. Verena belehrte die Heiden im Glauben an Christus und viele nahmen die Wahrheit und das Glück des Christentums an. Allen leuchtete die Klausnerin durch unablässigen Gebetseifer, durch rastlose Arbeitsamkeit und Wohltätigkeit vor. Viele gingen von ihr zurück geheilt an Leib und Seele.



    Der Ruf von der wundertätigen Christin kam auch zu den Ohren des römischen Landpflegers Hyrtacus. Sogleich ließ er Verena vor seinen Richterstuhl führen und suchte sie mit Spott ihrem Glauben abtrünnig zu machen, sie aber wusste ihren Glauben so überzeugend zu verteidigen, dass der Heide kein Wort entgegensetzen konnte. Er ließ sie in ein schauerliches Gefängnis werfen und kündigte ihr Folter und Hinrichtung an, wenn sie dem Christentum nicht abschwöre. Die heldenmütige Jungfrau freute sich, um des Namens Christi willen Schmach zu leiden und flehte inbrünstig zu Gott nicht um Befreiung aus dem Kerker, sondern um Starkmut im Martertod. Im Traum erschien ihr der heilige Mauritius im weißen Kleid und Purpurmantel, umgeben von einer großen Schar verklärter Jünglinge mit Palmzweigen in den Händen, und sprach zu ihr: „Verena, vertraue auf den Herrn, er wird mit dir sein! Halte dich an sein Wort und du wirst erfahren, dass sein Arm nicht verkürzt ist. Er wird dich erretten.“ Verena wurde mit wunderbarem Mut erfüllt und erwartete freudig jede Stunde den Martertod. Gott fügte es aber anders.



    Hyrtacus fiel in ein heftiges Fieber. Vergebens rief er die Kunst der Ärzte und die Hilfe seiner Götter an. In seiner höchsten Not ließ er Verena rufen und sprach zu ihr: „Verena, ich habe von dir gehört, du hast durch dein Gebet viele Kranke gesund gemacht. Wohl habe ich es nicht verdient, dass du dich meiner annehmest, aber verzeih mir und bete zu deinem Gott, dass er mir helfe!“ Sie erhob Augen und Herz zum Himmel und betete mit großer Inbrunst. Der Kranke genas von Stund an, ließ die Gefangene frei und gestattete ihr, nach ihrem Glauben zu leben, wo und wie sie wolle.



    Verena sammelte nun die christlichen Jungfrauen um sich und die Mütter sandten ihr täglich ihre Töchter, damit sie im christlichen Glauben und in weiblichen Handarbeiten unterrichtet würden. So entstand eine Art Frauenkloster, deren Vorsteherin in die jugendlichen Herzen den Keim der Tugend und Gottesfurcht pflanzte und für die Mit- und Nachwelt außerordentlich segensreich wirkte.



    Einst brach eine große Hungersnot über das Land herein, und Verenens Mitschwestern jammerten laut, weil ihre Handarbeiten nicht ausreichten, um Brot zu kaufen. Verena verwies ihnen ihren Kleinglauben und tröstete sie mit den Worten des Psalmisten: „Ich war jung und bin alt geworden und habe vieles erlebt, aber niemals habe ich den Gerechten verlassen, noch seine Kinder um Brot betteln gesehen. Vertraut auf Gott, er wird tun, was ihm zur Ehre und uns zum Heil gereicht.“ Verena betete inbrünstig zu Gott, und siehe da! Am Morgen standen mehrere Säcke voll Mehl vor ihrer Klause. Alle dankten Gott, und das Mehl reichte aus, bis die Teuerung vorüber war.



    Als der Zudrang der Menschen zu Verenens Höhle immer mehr zunahm, so dass sie in ihren frommen Übungen gestört wurde, und wegen der vielen Ehrenbezeugungen Eitelkeit befürchtete, wanderte sie längs des Aarflusses hin bis zu seinem Einfluss in den Rhein. Dort soll sie auf einer einsamen Insel bei dem Dorf Koblenz lange Zeit unbekannt in einer Hütte gelebt haben. Als sie vernahm, dass in dem benachbarten Dorf Zurzach eine Christengemeinde sei, ging sie dorthin und betete in der dortigen Kirche unter heißen Tränen zu Gott, er möge sie den Ort finden lassen, wo sie den Rest ihrer Pilgerschaft in Ruhe vollenden könne. Zugleich setzte sie ein kleines Gefäß mit Wein zum heiligen Opfer auf den Altar.



    Während Verena inbrünstig betete, trat der Pfarrer herein und fragte sie, woher sie komme und warum sie so traurig sei. Sie erzählte ihm ihre Schicksale, und ihre Demut und Sittsamkeit rührte ihn so sehr, dass er ihr sein Hauswesen anvertraute. Verena erfüllte gewissenhaft ihre Pflichten und fand ihre größte Freude, wenn sie die Kranken des Spitals besuchen und pflegen konnte. Ein gewissenloser Knecht des Pfarrers verklagte sie, dass sie das Gut ihres Herrn an Bettler und schlechte Menschen verschwende. Der Priester sah nach, fand alles in bester Ordnung und einen solchen Segen des Himmels, wie er ihn nie gekannt hatte. Der boshafte Knecht bekam die Fallsucht und schätzte sich glücklich, unter die Kranken im Spital aufgenommen zu werden, denen er die Wohltaten Verenas missgönnt hatte.



    Der neue Knecht des Pfarrers war noch boshafter als sein Vorgänger, und sann auf das Verderben Verenas. Er stahl dem Herrn einen kostbaren Ring, warf ihn in den Rhein und verklagte die unschuldige Haushälterin als die Diebin. Der Priester verlangte von ihr den Ring, den er ihr zum Aufbewahren anvertraut hatte. Sie weinte bitterlich und flehte den ganzen Tag und die ganze Nacht, Gott wolle ihre Unschuld und den Ring an den Tag kommen lassen. Am nächsten Morgen ging der Pfarrer an den Rhein, wo eben Fischer einen großen Salm gefangen hatten. Sie schenkten ihm den Fisch. Als der Fisch aufgeschnitten wurde, fand man in seinen Eingeweiden den vermissten Ring. Der boshafte Knecht bekannte nun reuig sein Vergehen.



    Im vorgerückten Alter wünschte Verena in ungestörter Einsamkeit Gott dienen zu können. Der Pfarrer ließ ihr nahe bei der Kirche eine Zelle bauen, wo sie den Rest ihres Lebens frommen Übungen und Werken der christlichen Barmherzigkeit widmete. Eines Tages sah sie in einer Verzückung die allerseligste Jungfrau, umgeben von vielen heiligen Jungfrauen und Engeln. Maria blickte ihre treue Verehrerin unbeschreiblich wohlwollend an und sagte zu ihr: „Du treue Magd des Herrn und reine Braut Christi, komm nun mit uns und empfange die Krone, die er dir bereitet hat!“ Darauf verschied sie sanft im Herrn. Ihr Leichnam wurde in Zurzach unter großem Zulauf des Volkes begraben.



    Erzherzog Rudolf IV. von Österreich erbat sich im Jahr 1308 die Reliquien der heiligen Verena und ließ sie feierlich im St. Stephansdom zu Wien beisetzen, wo sie Gott durch viele Wunder verherrlicht hat. An ihren Namen knüpfen sich viele anmutige Sagen, die sie als Mutter der Armen und Trösterin der Unglücklichen preisen. Über dem Grab der heiligen Verena wurde bald nach ihrem Tod eine Kapelle gebaut, an deren Stelle Kaiser Karl der Dicke ein prachtvolles Münster aufführte nebst einem Kloster. Kamm und Krüglein auf den Bildnissen der Heiligen deuten ihre Wohltätigkeit an. Für das Krüglein der heiligen Verena überließ ein Abt von St. Blasien die Einkünfte von zehn Pfarreien dem Chorherrnstift in Zurzach. Ihre heilkräftige rechte Hand, in einer Silberkapsel verwahrt, wird am Osterdienstag in Prozession umhergetragen.


    https://www.heiligen-legende.de/verena-von-zurzach/

  • Vom Reich GottesDatum31.08.2026 04:21
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Über die Worte: „Er hat alles wohl gemacht“



    Was, Herr, du tust, ist wohl getan.

    Doch blind ist oft des Menschen Wahn.

    Der deine Führung nicht erkennt,

    Und, was ihn ordnet, böse nennt.




    1. Alles hat der Herr sehr gut gemacht, alles hat er wohl geordnet, alles wohl getan. Diese Worte sind ein Quell unversiegbaren Trostes in allen Bitterkeiten und Drangsalen unseres Lebens. Denn wenn wir erwägen, dass Gott alles bis auf das kleinste Stäubchen in unendlicher Weisheit geordnet hat, dass ohne seinen Willen kein Haar von unserem Haupt fällt, dass wir durch kurzen Schmerz, durch vorübergehende Verachtung und leichten Verlust ewigen Leiden entkommen, und dass das Leichte und Augenblickliche unserer Trübsal ein unermessliches Gewicht der Glorie in den Höhen uns erwirkt: müssen wir dann nicht mit Danksagung ausrufen: Alles, was Gott tut, ist wohlgetan!



    2. Gott hat das allerhöchste Recht über uns, denn wir sind sein Eigentum durch die Schöpfung. Er ist unser unumschränkter Herr und unser beständiger Wohltäter. Er hat das vollkommenste Recht, mit uns zu üben, uns zu prüfen, zu bestrafen, zu führen, und nach seinem Wohlgefallen mit uns zu schalten und zu walten. Was immer er tut, ist wohl getan, denn er ist die unendliche Güte. Rufen wir daher in allen unseren Prüfungen mit dem königlichen Seher in Psalm 62,6-7, aus: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; denn von ihm kommt meine Hoffnung. Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; darum werde ich nicht wanken.“



    3. Unsere Religion ist die Religion des Kreuzes. Leiden wir also im Geist dieser Religion mit Geduld und mit der festen Überzeugung, dass wir dabei nichts verlieren, wohl aber alles zu gewinnen haben. Gott konnte uns den Himmel schenken, allein seine unendlich gütige Weisheit wollte des Ehrgefühls edler Menschenherzen schonen, die ein Gut, das sie verdienten, weit höher achten, als wenn es ihnen bloß zum Geschenk gegeben würde. Und darum sendet er uns vielfältige Gelegenheiten zu, immer mehr himmlische Güter zu erwerben, und belohnt unsere Geduld und Liebe über alles Maß. Alles, was Gott tut, ist wohlgetan! Jakobus 5,8: „Ebenso geduldig sollt auch ihr sein. Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor.“


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum31.08.2026 04:15
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 31. August



    O Mutter meines Gottes, Königin der Engel, Hoffnung der Menschen, sieh gnädig auf den, der zu dir ruft, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Sieh mich hier zu deinen Füßen. Ich, ein elender Sklave, weihe mich deinem Dienst, und will dich ehren und dir dienen mein ganzes Leben hindurch, so gut ich es nur vermag. Ich sehe es wohl ein, dass der Dienst eines so verächtlichen und gottlosen Dieners, wie ich es bin, dir nicht zur Ehre gereichen kann, da ich ja so oft deinen Sohn, meinen Heiland beleidigt habe. Wenn du aber selbst einen Unwürdigen zu deinem Diener annimmst, wenn du durch deine Vermittlung sein Herz verwandelst, und ihn deines Dienstes würdig machst, so wird dir diese deine Barmherzigkeit zu größerer Ehre gereichen, als ich Elender dir je zu erweisen im Stande wäre. Nimm mich also gnädig an, und stoße mich nicht von dir, liebenswürdigste Mutter! So hilf mir denn, meine Königin, rette mich, meine Königin. Dir übergebe ich heute meine Seele. Sei darauf bedacht, sie zu retten. Du Heil derer, die zu dir rufen, rette mich. Amen.



    https://www.heiligen-legende.de/raymund-nonnatus/

    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Raymund Nonnatus




    O Gott, der Du dem heiligen Raymund eine heldenmäßige Liebe, die Gefangenen zu erlösen und die Seelen zu retten verliehen hast, gib uns auf seine Fürbitte die Gnade, dass wir allezeit die Freiheit Deiner Kinder genießen, und auch anderen nach unseren Möglichkeiten dieses Glück zu verschaffen trachten, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu den Heiligen Gottes



    Ihr liebevollen Heiligen Gottes, versagt mir doch das einzige Almosen nicht, um das ich euch sehr bitte. Seht, ich beschließe heute wieder einen Monat, aber ich weiß nicht, wo oder wie ich mein Leben beschließen werde. Helft also ihr mir durch eure Fürbitte bei Gott, dass ich alle Monate meines Lebens durch ein glückseliges Ende beschließe und so zur Ewigkeit der Heiligen eingehe, die kein Ende mehr nimmt. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Am heutigen Tag wurde von den Discalceaten-Karmeliten ein allgemeines Kirchenfest in allen Kirchen, die unter Anrufung der seligsten Jungfrau in diesem ganzen Orden Gott geweiht sind, mit Gutheißung des Römischen Stuhls gehalten. Discalceaten: Barfüßer.

    Ferner hat Papst Paul III. im Jahr 1537 allen Priestern, die die Heilige Messe vom Rosenkranz feiern, und anderen, die sie feiern lassen, an diesem Tag Ablass erteilt. Dies tat auch im Jahr 1609 am heutigen Tag Papst Paul V. für alle, die das Skapulier tragen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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