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  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    30 August 2018, 11:30

    Das Nuntius-Viganò-Statement – eine erste Einordnung


    Ein Versuch, eine erste Ordnung in die verwirrende Fülle der Reaktionen auf das kirchenerschütternde Statement des Ex-Nuntius zu bringen. kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg

    Gleichzeitig sei aber auch darauf hingewiesen, dass dieser kirchliche Grundsatzskandal auch unseren schmerzhaften binnenkatholischen Graben verändert bzw. verändern sollte.

    Diese bisher allzu bequeme Einteilung in theologisch liberal oder konservativ (oder wie immer man die Labels benannte und verteilte) hilft hier nämlich nicht mehr weiter.

    Wenn es um die Aufklärung von innerkirchlichen Missbrauchstaten und Missbrauchsvertuschungen in solch verbrecherischem und justiziablen Ausmaß geht, müssen wir innerkirchlich alle zusammenhalten.

    Hier muss jede Frage gestellt werden, die nötig ist – einen (auch hohen oder sehr hohen) Amtsträger zu schonen, nur weil man mit ihm bisher zurechtkam, ist leider nicht mehr möglich. Notabene:

    Immer im Wissen darum, dass diese Verbrechen vermutlich auch im je eigenen Lager vorgekommen sind…

    und dass die Verbrecher wohl nur nach je privatem Geschmack

    sich eher ein modernes Messgewand und

    „modernere“ Theologie zugelegt haben oder lieber

    mit Brüsseler Spitzen an ihrer Tradi-Albe kokettieren

    oder sich mittig-gemäßigt präsentieren,

    so oder so aber Wölfe im Schafspelz sind.


    http://www.kath.net/news/64917

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    AUSZUG; ZITAT, info:

    -

    30 August 2018, 09:30

    Der Rauch Satans

    Gastbeittrag von Hedwig von Beverfoerde

    Würzburg (kath.net/Die Tagespost)

    Am 26. August ist auf dem Felsen Petri eine Atombombe detoniert. In der englischsprachigen katholischen Medienwelt erscheinen grundstürzende Enthüllungen, hochkarätige Kommentare und Hintergrundstorys im Minutentakt. Vielen lässt es das Blut in den Adern gefrieren, andere empfinden es als langersehnten Befreiungsschlag. Und hier?

    Das erschütternde Zeugnis von Erzbischof Viganò, veröffentlicht am 26. August, enthüllt, daß weite Teile der Hierarchie der Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche vollständig verrottet sind. In den letzten 50 Jahren hat sich in der Kirche ein weltweites engmaschiges Netz homosexuell aktiver Priester und Bischöfen gebildet, in dessen Reihen massenhaft unfassbare sexuelle Übergriffe, Verbrechen und Verführungen gegenüber vornehmlich heranwachsende Jungen und Priesteramtskandidaten in Seminaren verübt wurden. Spätestens seit dem kürzlich veröffentlichten Pennsylvania-Bericht wissen wir, daß es hier auch um Satanismus, Vergewaltigungen und schreckliche Seelenzerstörung geht – verübt von geweihten Priestern. Erklärbar wird dies nur, wenn man endlich der Tatsache ins Auge blickt, daß ein wesentlicher Teil der institutionellen Kirche vom Glauben abgefallen ist. Die Kirche ist unter die Räuber gefallen.
    Viganò: Papst Franziskus hat Benedikts Sanktionen gegen McCarrick aufgehoben

    Neben der halben Kurie klagt Erzbischof Viganò Papst Franziskus in persona an, dieser habe die unter Papst Benedikt XVI. gegen Kardinal McCarrick erlassenen Sanktionen (keine öffentliche Meßzelebration, keine Reisen, keine Aufenthalte in Priesterseminaren, Verpflichtung zu Gebet und Buße) im vollen Wissen um McCarricks Untaten aufgehoben und ihn sogar zu seinem eng-vertrauten Berater gemacht. Wenn dies wahr ist - und derzeit spricht wenig für das Gegenteil – dann steht der Nachfolger des Heiligen Petrus, der den offiziellen Titel „Heiliger Vater“ trägt, unter Anklage nicht nur der Mißbrauchs-Vertuschung, sondern der Komplizenschaft mit der Anti-Kirche.

    Fest steht schon jetzt: Die Fassade der nachkonziliaren Kirche ist zusammengebrochen. Schluß mit Happy-Clappy und falschen Rücksichten. Stehen wir fest zur Kirche Christi, und beten und tun wir alles dafür, daß die ganze Wahrheit ans Licht kommt.
    Jesus – Maria – Josef!

    http://www.kath.net/news/64911

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    @Aquila Noch vor der Ankunft des Papstes hat er Folgendes von sich gegeben:


    "Ich bin froh, dass die katholische Kirche nicht mehr so viel Einfluss in Irland hat"


    Irlands Premier: Papst soll sich der Moderne stellen

    Irlands Premierminister Leo Varadkar hat Papst Franziskus am Samstag zu einer neuen Beziehung zwischen Kirche und Staat aufgerufen. Bei einem Empfang des Papstes im Schloss von Dublin verwies Varadkar auf ein wachsendes Auseinanderdriften in der irischen Gesellschaft.
    In dem ehemals katholischen Land gehörten immer mehr Menschen anderen Glaubensrichtungen oder keiner organisierten Religionsgemeinschaft an. Irland sei „ein anderes Land als vor 39 Jahren“, sagte


    Varadkar. Damals fand der letzte Papstbesuch durch Johannes Paul II. statt.

    Konkrete Schritte verlangte der Regierungschef vom Kirchenoberhaupt auch bei der Aufarbeitung der Misshandlungen in katholischen Sozialeinrichtungen wie den „Magdalene Laudries“ und im Blick auf sexuellen Missbrauch durch Kleriker. Es gelte sicherzustellen, „dass auf Worte Taten folgen“, so Varadkar.

    Zwar habe die katholische Kirche über Generationen eine Lücke bei Gesundheitsfürsorge, Bildung und sozialen Dienstleistungen gefüllt; dafür bleibe Irland „zutiefst dankbar“, betonte der Premierminister. Er verwies aber auch auf „dunkle Seiten“ der Kirchengeschichte und ein Versagen von Kirche, Staat und Gesellschaft, das ein bitteres Erbe hinterlassen habe. Varadkar sprach von einer „Geschichte des Leids und der Scham“.

    Misshandlungen in katholischen Sozialeinrichtungen, illegale Adoptionen und sexueller Missbrauch hätten weiterhin offene Wunden hinterlassen, sagte Varadkar. Franziskus solle den Einfluss seines Amtes geltend machen, um „Gerechtigkeit und Wahrheit und Heilung für die Opfer und Überlebende“ in Irland und der ganzen Welt voranzubringen. Für diejenigen, die Kinder missbrauchten oder Missbrauch ermöglichten, könne es nur „Null Toleranz“ geben.

    Familien- und Abtreibungsgesetzgebung

    Weiter stellte sich der Regierungschef hinter Liberalisierungen der Familien- und Abtreibungsgesetzgebung. Irische Abgeordnete und Bürger hätten erkannt, „dass Ehen nicht immer gelingen, dass Frauen ihre eigenen Entscheidungen treffen sollten und dass Familien viele Formen haben können“, auch mit gleichgeschlechtlichen Partnern. Der seit Juni 2017 amtierende Premierminister lebt selbst mit einen männlichen Partner zusammen.

    Das traditionell katholisch geprägte Irland hatte in einem Referendum im Mai für die Möglichkeit legaler Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche gestimmt. Bereits 1995 führten die Iren gegen den Willen der Kirche das Recht auf Scheidung und Wiederheirat ein. Seit 2015 können homosexuelle Paare heiraten.

    (kna - mg)

    25 August 2018, 14:39

    https://www.vaticannews.va/de/papst/news...er-moderne.html

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum30.08.2018 09:14
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Liebe Kristina, meine Antwort auf Deinen Beitrag wurde "überrolt"-

    Massenzuwanderung und Asylanten (39)

    WENN beinahe alle Menschen in Deutschland/Europa traditionell katholisch wären
    WENN der Staat die katholische Kirche vor anderen Gemeinschaften als die Eine Wahre fördern würde
    WENN die Menschen nach dem ersten Gebot leben würden
    WENN die Kirche missionieren würde


    Liebe Kristina,

    ja, wieso sind die Menschen nicht traditionell katholisch

    ja, wieso fördert der Staat die katholische Kirche nicht, nimmt nur Kirchensteuern ein.

    ja, wieso leben die Menschen nicht nach dem ersten Gebot

    ja, die Kirche missionieren würde dazu ist sie da und zur Seelsorge,
    nur wo sind die Seelsorger....

    konvertieren, konvertieren.....

    Dann wäre wahrer Reichtum auf der Welt und die Nachfolge wie Jesus sie will, erfüllt.


    Reichtum und Nachfolge

    27 Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.

    Lukas 18,27

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum29.08.2018 20:59
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    WENN beinahe alle Menschen in Deutschland/Europa traditionell katholisch wären
    WENN der Staat die katholische Kirche vor anderen Gemeinschaften als die Eine Wahre fördern würde
    WENN die Menschen nach dem ersten Gebot leben würden
    WENN die Kirche missionieren würde


    Liebe Kristina,

    ja, wieso sind die Menschen nicht traditionell katholisch

    ja, wieso fördert der Staat die katholische Kirche nicht, nimmt nur Kirchensteuern ein.

    ja, wieso leben die Menschen nicht nach dem ersten Gebot

    ja, die Kirche missionieren würde dazu ist sie da und zur Seelsorge,
    nur wo sind die Seelsorger....

    konvertieren, konvertieren.....

    Dann wäre wahrer Reichtum auf der Welt und die Nachfolge wie Jesus sie will, erfüllt.

    Reichtum und Nachfolge

    27 Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.

    Lukas 18,27

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum29.08.2018 20:47
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Die sich im seeenverfinsternden Irrtum des Islam befindlichen Migranten kann unser Herr nicht erquicken.....

    Vielleicht wäre es so:

    Nachfolge und Mahl


    9 Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm:

    Folge mir nach!

    Und Matthäus stand auf und folgte ihm nach.

    Matthäus 9,29

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum29.08.2018 20:35
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    würde er das sagen?
    Würden die Moslems dann zu Jesus Christus kommen oder doch lieber das Sozialsystem bevorzugen?


    Vielleicht ist es so:

    Reichtum und Nachfolge


    27 Er erwiderte: Was für Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich.

    Lukas 18,27

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum29.08.2018 20:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Was würde wohl Jesus zu "den Migranten" sagen, eventuell:

    28 Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum29.08.2018 19:58
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Mt.11,29

    Der Lobpreis Jesu

    25 In jener Zeit sprach Jesus:
    Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.
    26 Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
    27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
    28 Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
    29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
    30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift


    Kardinal: Kirche muss sich auf mehr Flüchtlinge einstellen



    Archivbild: Der Papst und Kardinal Francesco Montenegro (Vatican Media)

    Kardinal Francesco Montenegro, Erzbischof von Agrigent und Präsident von Caritas Italien, sieht die Kirche vor noch größeren Aufgaben bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

    Katholische Einrichtungen in Italien beherbergten bereits 26.000 Flüchtlinge. Aber in dieser „besonderen, schon strukturellen Lage" müsse sich die Kirche noch stärker engagieren als bisher, sagte Montenegro der italienischen Zeitung „Il Mattino" am Montag.

    Zu den Gerüchten, Papst Franziskus plane einen eigenen Aufnahmemechanismus für Flüchtlinge in allen Bistümern Europas, sagte der Kardinal, der Papst sei seit geraumer Zeit auf einem „bestimmten Weg". Dass Franziskus das Thema Flüchtlinge und Migranten, das bei der vatikanischen Entwicklungsbehörde angesiedelt ist, persönlich an sich gezogen habe, zeige, wie intensiv er über dieses Thema nachdenke, so Montenegro.

    Jesus war auch Migrant

    Im Umgang mit Migranten mahnte der Kardinal zur Besinnung – es greife ein „Angstsyndrom" um sich. Auch unter Katholiken stünden nicht alle hinter einem größeren Engagement für Flüchtlinge. Viele Christen fühlten sich nicht mehr als „Herr im eigenen Haus", so der Kardinal. Bislang sei es „ein leichter Glaube gewesen: etwas Frömmigkeit, etwas Almosen, ab und zu eine Messe". Dabei vergesse man, dass auch Jesus arm und ein Migrant gewesen sei.

    Die Kirche müsse unter den Gläubigen eine „große Bildungsmaßnahme" starten, denn das Evangelium gebe es nicht zum ermäßigten Preis. „Wenn ich anfange, aus dem Evangelium alle Seiten herauszureißen, die von Armut sprechen, bleibt mir nur der Einband in Händen", so der Kardinal.

    Begrifflichkeiten in der Debatte klären

    Den Ausgang des Tauziehens um die Flüchtlinge auf der „Diciotti" nannte Montenegro eine „Niederlage für alle" - weder der italienische Staat noch die Europäische Union fänden eine Lösung für die Einwanderung. An diesem Punkt müsse man über die Bedeutung von Begriffen wie „Nation" und „Europa" nachdenken. So habe Brüssel den Profit statt den Menschen in den Mittelpunkt gestellt, kritisierte Montenegro.

    (kna – bw)

    https://www.vaticannews.va/de/welt/news/...nten-hilfe.html

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    ANSA meldet „Reaktion“ aus dem Vatikan

    Papst Franziskus „denkt nicht an Rücktritt

    29. August 2018 0

    Papst Franziskus

    Papst Franziskus „denkt nicht an Rücktritt“

    (Rom) Offiziell hüllt sich der Vatikan in Schweigen, seit am Sonntag das Memorandum des Vatikandiplomaten und Kurienerzbischofs Carlo Maria Viganò veröffentlicht wurde und wie eine Bombe einschlug. Die italienische Presseagentur ANSA meldete am späten Dienstag abend doch eine Reaktion.

    Papst Franziskus gab auf dem Rückflug von Irland am Sonntag die Linie vor. Auf die Frage einer Journalistin zum Viganò-Dossier sagte das Kirchenoberhaupt, er werde auf die Frage antworten, um dann aber lediglich zu sagen, die Journalisten sollten sich den Text selber lesen und sich ein Urteil bilden. Er werde dazu nichts sagen.

    Ganze zwei Tage ging der Heilige Stuhl auf Tauchstation. Am späten Dienstag abend meldete die italienische Presseagentur ANSA schließlich doch eine Reaktion, wenn auch nur informell und ohne konkrete Quellenangabe, allerdings unter Berufung auf die engere Umgebung von Papst Franziskus.

    Hier der Wortlaut:

    Papst wegen Viganò betrübt – Nein zum Rücktritt

    Das berichten der ANSA seine engen Mitarbeiter

    Papst Franziskus ist „betrübt“ vom Dossier, verfaßt vom ehemaligen Nuntius in Washington, Msgr. Carlo Maria Viganò, in dem der Vatikandiplomat ihn beschuldigt, den ehemaligen Erzbischof von Washington, Kardinal Theodore McCarrick, gedeckt zu haben, der des sexuellen Mißbrauchs von Seminaristen beschuldigt wird, aber „er denkt nicht an Rücktritt“. Das berichten der ANSA enge Mitarbeiter des Papstes.

    Text: Giuseppe Nardi
    Bild:

    https://www.katholisches.info/2018/08/pa...-an-ruecktritt/

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    25 August 2018, 14:00

    Ständige Umkehr, die Quelle der notwendigen geistigen Ressourcen


    Franziskus: die Kirche ist in der Tat eine Familie von Familien, und sie empfindet das Bedürfnis, die Familien in ihren Bemühungen zu unterstützen, um treu und freudig auf die Berufung zu antworten - VIDEO

    Rom (kath.net) Erste Etappe des Irlandbesuchs von Papst Franziskus anlässlich des Weltfamilientreffens 2018. Nach seiner Ankunft wurde der Papst von Irlands Staatspräsident Michael Higgins an dessen Amtssitz empfangen. Anschließend begegnete er dem mit Premierminister Leo Varadkar, um dann eine Ansprache vor Vertretern der Autoritäten, der Zivilgesellschaft und dem Diplomatischen Korps im Schloss von Dublin zu halten.

    „Ich sehe das Weltfamilientreffen gerne als prophetisches Zeugnis des reichen Erbes an ethischen und geistlichen Werten, das zu bewahren und zu schützen jeder Generation aufgetragen ist. Man muss kein Prophet sein, um die Schwierigkeiten zu erkennen, mit denen die Familien in der sich schnell verändernden Gesellschaft von heute konfrontiert sind, oder um sich Sorgen über die Auswirkungen zu machen, die die Schwächung der Ehe und des Familienlebens unweigerlich auf allen Ebenen für die Zukunft unserer Gemeinschaften haben wird. Die Familie ist der „Klebstoff“ der Gesellschaft; ihr Wohl ist nicht selbstverständlich, sondern muss mit allen geeigneten Mitteln gefördert und geschützt werden.“

    „Das Versäumnis der kirchlichen Autoritäten – Bischöfe, Ordensobere, Priester und andere –, mit diesen abscheulichen Verbrechen angemessen umzugehen, hat zu Recht Empörung hervorgerufen und bleibt eine Ursache von Leid und Scham für die katholische Gemeinschaft. Ich selbst teile diese Gefühle.

    Mein Vorgänger Papst Benedikt XVI. sparte nicht mit Worten, um den Ernst der Lage anzuerkennen und zu fordern, dass als Antwort auf diesen Vertrauensbruch Maßnahmen ergriffen werden, die »wirklich dem Evangelium gemäß, gerecht und effektiv« sind (vgl. Hirtenbrief an die Katholiken in Irland, 10). Sein freimütiges und entschlossenes Eingreifen dient weiterhin als Ansporn für die Bemühungen der kirchlichen Verantwortungsträger, die Fehler der Vergangenheit zu beheben und strenge Regeln zu erlassen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht wiederholen.“


    „Jedes Kind ist in der Tat ein kostbares Geschenk Gottes, das behütet und dazu ermutigt werden muss, seine Begabungen zu entfalten, und das hingeführt werden soll zu geistiger Reife und zur Fülle des Menschseins. Die Kirche in Irland hat in der Vergangenheit und in der Gegenwart eine Rolle bei der Förderung des Wohlergehens von Kindern gespielt, die nicht verdunkelt werden darf. Ich hoffe, dass die Schwere der Missbrauchsskandale, die die Unzulänglichkeiten so vieler deutlich gemacht haben, dabei hilft, die Bedeutung des Schutzes verwundbarer Kinder und Erwachsener durch die Gesellschaft als Ganzer klar herauszustellen. In diesem Sinn sind wir uns der dringenden Notwendigkeit bewusst, den jungen Menschen besonnene Begleitung und gesunde Werte für ihren Wachstumsprozess anzubieten.“


    kath.net veröffentlicht die Ansprache von Papst Franziskus bei der Begegnung mit den Autoritäten, der Zivilgesellschaft und dem Diplomatischen Korps im Schloss von Dublin:

    Taoiseach (Herr Premierminister),
    verehrte Mitglieder der Regierung und des Diplomatischen Corps,
    sehr geehrte Damen und Herren,

    zu Beginn meines Besuchs in Irland bin ich dankbar für die Einladung, vor diesem auserwählten Publikum, welches das öffentliche, das kulturelle und das religiöse Leben des Landes repräsentiert, sowie vor dem Diplomatischen Korps und den geladenen Gästen zu sprechen. Ich danke für den freundschaftlichen Empfang, den mir der Präsident Irlands bereitet hat und der die Tradition herzlicher Gastfreundschaft widerspiegelt, für die Irland in der ganzen Welt bekannt ist. Ebenso weiß ich auch die Anwesenheit einer Delegation aus Nordirland zu schätzen.

    Wie Sie wissen, ist der Grund für meinen Besuch die Teilnahme am Weltfamilientreffen, das dieses Jahr in Dublin stattfindet. Die Kirche ist in der Tat eine Familie von Familien, und sie empfindet das Bedürfnis, die Familien in ihren Bemühungen zu unterstützen, um treu und freudig auf die Berufung zu antworten, die ihnen von Gott in der Gesellschaft gegeben ist. Für die Familien ist dieses Treffen eine Gelegenheit, nicht nur ihre Verpflichtung zu liebender Treue, gegenseitiger Hilfe und heiliger Achtung vor dem göttlichen Geschenk des Lebens in all seinen Formen zu bekräftigen, sondern auch die einzigartige Rolle zu bezeugen, die die Familie bei der Erziehung ihrer Mitglieder und für die Entwicklung eines gesunden und blühenden sozialen Gefüges spielt.

    Ich sehe das Weltfamilientreffen gerne als prophetisches Zeugnis des reichen Erbes an ethischen und geistlichen Werten, das zu bewahren und zu schützen jeder Generation aufgetragen ist. Man muss kein Prophet sein, um die Schwierigkeiten zu erkennen, mit denen die Familien in der sich schnell verändernden Gesellschaft von heute konfrontiert sind, oder um sich Sorgen über die Auswirkungen zu machen, die die Schwächung der Ehe und des Familienlebens unweigerlich auf allen Ebenen für die Zukunft unserer Gemeinschaften haben wird. Die Familie ist der „Klebstoff“ der Gesellschaft; ihr Wohl ist nicht selbstverständlich, sondern muss mit allen geeigneten Mitteln gefördert und geschützt werden.

    Eben in der Familie hat jeder von uns seine ersten Schritte im Leben getan. Dort haben wir gelernt, in Harmonie zusammenzuleben, unsere egoistischen Triebe zu kontrollieren, Unterschiede zu versöhnen und vor allem jene Werte zu erkennen und zu ergründen, die dem Leben authentischen Sinn und Fülle verleihen. Wenn wir von der ganzen Welt als einer einzigen Familie sprechen, dann deshalb, weil wir zu Recht das Verbindende des uns gemeinsamen Menschseins erkennen und den Ruf zur Einheit und Solidarität spüren, besonders gegenüber unseren schwächsten Brüdern und Schwestern.

    Allzu oft fühlen wir uns jedoch machtlos angesichts der anhaltenden Übel des Rassenhasses und der Fremdenfeindlichkeit, der unlösbaren Konflikte und der Gewalt, der Missachtung der Menschenwürde und der grundlegenden Menschenrechte sowie der zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich. Wie notwendig wäre in allen Bereichen des politischen und gesellschaftlichen Lebens die Wiedererlangung des Bewusstseins dafür, dass wir eine wahre Völkerfamilie sind! Und wie wichtig ist es dabei, niemals die Hoffnung zu verlieren und mutig an dem moralischen Imperativ festzuhalten, füreinander Friedensstifter, Versöhner und Hüter zu sein.

    Hier in Irland hat diese Herausforderung einen besonderen Klang angesichts des langen Konflikts, der die Brüder und Schwestern einer einzigen Familie voneinander getrennt hat. Vor zwanzig Jahren verfolgte die internationale Gemeinschaft aufmerksam die Ereignisse in Nordirland, die zur Unterzeichnung des Karfreitagsabkommens führten. Die irische Regierung hat zusammen mit den politischen, religiösen und zivilen Verantwortlichen Nordirlands und der britischen Regierung und mit der Unterstützung anderer Spitzenpolitiker in der Welt einen dynamischen Rahmen für die friedliche Lösung eines Konflikts geschaffen, der auf beiden Seiten enormes Leid verursacht hatte.

    Wir können für die zwei Jahrzehnte des Friedens nach diesem historischen Abkommen dankbar sein und bringen gleichzeitig unsere feste Hoffnung zum Ausdruck, dass der Friedensprozess alle noch bestehenden Hindernisse überwindet und die Entstehung einer Zukunft in Eintracht, Versöhnung und gegenseitigem Vertrauen fördert.

    Das Evangelium erinnert uns daran, dass der wahre Friede letztlich ein Geschenk Gottes ist; er entspringt den geheilten und versöhnten Herzen und dehnt sich schließlich aus auf die ganze Welt. Aber das erfordert auch von unserer Seite eine ständige Umkehr, die Quelle jener geistigen Ressourcen ist, die notwendig sind, um eine Gesellschaft aufzubauen, die wirklich solidarisch und gerecht ist und im Dienste des Gemeinwohls steht. Ohne diese spirituelle Grundlage läuft das Ideal einer globalen Völkerfamilie Gefahr, nichts weiter als ein leerer Gemeinplatz zu werden.

    Können wir denn sagen, dass das Ziel, wirtschaftlichen Wohlstand zu schaffen, von selbst zu einer gerechteren und ausgewogeneren Gesellschaftsordnung führt?

    Oder ist es nicht vielmehr so, dass das Wachsen einer materialistischen „Wegwerfkultur“ uns gegenüber den Armen und den wehrlosesten Mitgliedern der Menschheitsfamilie, einschließlich der Ungeborenen, denen das Lebensrecht selbst abgesprochen wird, zunehmend gleichgültig gemacht hat? Vielleicht ist die Herausforderung, die unser Gewissen in diesen Zeiten am meisten anficht, die massive Migrationskrise, die nicht einfach von alleine aufhören wird und deren Lösung weit über kurzfristige politische Entscheidungen hinausgehend Weisheit, Weitblick und humanitäre Fürsorge erfordert.

    Ich weiß sehr wohl um die Lage unserer verwundbarsten Brüder und Schwestern – ich denke besonders an die Frauen, die in der Vergangenheit äußerst schwierige Situationen erleiden mussten. Angesichts des Faktums dieser Verwundbarsten kann ich nicht umhin, den schweren Skandal anzuerkennen, der in Irland durch den Missbrauch von Minderjährigen durch Mitglieder der Kirche verursacht wurde, die beauftragt waren, sie zu schützen und zu erziehen. (...)

    Das Versäumnis der kirchlichen Autoritäten – Bischöfe, Ordensobere, Priester und andere –, mit diesen abscheulichen Verbrechen angemessen umzugehen, hat zu Recht Empörung hervorgerufen und bleibt eine Ursache von Leid und Scham für die katholische Gemeinschaft. Ich selbst teile diese Gefühle. Mein Vorgänger Papst Benedikt XVI. sparte nicht mit Worten, um den Ernst der Lage anzuerkennen und zu fordern, dass als Antwort auf diesen Vertrauensbruch Maßnahmen ergriffen werden, die »wirklich dem Evangelium gemäß, gerecht und effektiv« sind (vgl. Hirtenbrief an die Katholiken in Irland, 10). Sein freimütiges und entschlossenes Eingreifen dient weiterhin als Ansporn für die Bemühungen der kirchlichen Verantwortungsträger, die Fehler der Vergangenheit zu beheben und strenge Regeln zu erlassen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht wiederholen.

    (Papst Franziskus erinnert an sein jüngstes "Schreiben an das Volk Gottes".)

    Jedes Kind ist in der Tat ein kostbares Geschenk Gottes, das behütet und dazu ermutigt werden muss, seine Begabungen zu entfalten, und das hingeführt werden soll zu geistiger Reife und zur Fülle des Menschseins. Die Kirche in Irland hat in der Vergangenheit und in der Gegenwart eine Rolle bei der Förderung des Wohlergehens von Kindern gespielt, die nicht verdunkelt werden darf. Ich hoffe, dass die Schwere der Missbrauchsskandale, die die Unzulänglichkeiten so vieler deutlich gemacht haben, dabei hilft, die Bedeutung des Schutzes verwundbarer Kinder und Erwachsener durch die Gesellschaft als Ganzer klar herauszustellen. In diesem Sinn sind wir uns der dringenden Notwendigkeit bewusst, den jungen Menschen besonnene Begleitung und gesunde Werte für ihren Wachstumsprozess anzubieten.

    Liebe Freunde,

    vor fast neunzig Jahren gehörte der Heilige Stuhl zu den ersten internationalen Institutionen, die den freien Staat Irland anerkannten. Diese Initiative markierte den Beginn einer langjährigen harmonischen und dynamischen Zusammenarbeit mit einer einzigen vorübergehenden Wolke am Horizont. In letzter Zeit haben intensive Bemühungen und der gute Wille beider Seiten wesentlich zu einer vielversprechenden Wiederherstellung dieser freundschaftlichen Beziehungen zu beiderseitigem Nutzen beigetragen.

    Die Fäden dieser Geschichte gehen auf mehr als 1500 Jahre zurück, als die von Palladius und Patrick verkündete christliche Botschaft in Irland Heimat fand und zu einem festen Bestandteil des irischen Lebens und der irischen Kultur wurde. Viele „Heilige und Gelehrte“ fühlten sich inspiriert, die hiesigen Gestade zu verlassen und den neuen Glauben in andere Länder zu bringen.

    Noch heute werden die Namen Columba [von Hy], Kolumban [von Luxeuil], Brigida [von Kildare], Gallus, Kilian, Brendan und viele andere in Europa und darüber hinaus in Ehren gehalten. Das Mönchtum auf dieser Insel, eine Quelle der Zivilisation und des künstlerischen Schaffens, schrieb eine großartige Seite im Geschichtsbuch Irlands und der Welt.

    Heute wie in der Vergangenheit streben Männer und Frauen, die in diesem Land leben, danach, das Leben der Nation mit der Weisheit des Glaubens zu bereichern. Selbst in den dunkelsten Stunden Irlands fanden sie im Glauben die Quelle dieses Mutes und Engagements, die für die Gestaltung einer Zukunft in Freiheit und Würde, Gerechtigkeit und Solidarität unerlässlich sind. Die christliche Botschaft war ein wesentlicher Bestandteil dieser Erfahrung und prägte die Sprache, das Denken und die Kultur der Menschen auf dieser Insel.

    Ich bete, dass Irland, während es die Vielstimmigkeit der gegenwärtigen sozialen und politischen Debatte hört, nicht die klangvollen Melodien der christlichen Botschaft vergisst, die es in der Vergangenheit getragen haben und dies auch in Zukunft leisten können.

    Mit diesen Gedanken rufe ich auf euch und auf das ganze geliebte irische Volk den göttlichen Segen der Weisheit, der Freude und des Friedens herab. Ich danke Ihnen.

    http://www.kath.net/news/64867

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    EINE KLEINE ERGÄNZUNG:

    USA: Bischöfe fordern rasche Aufklärung von Vorwürfen (2)

    „Kein Grund an Worten von Erzbischof Viganò zu zweifeln“

    Weihbischof Schneider fordert Reinigung der Kirche von Homo-Cliquen

    29. August 2018 0

    Papst Franziskus

    Weihbischof Athanasius Schneider: "Es besteht kein vernünftiger Zweifel an den Worten von Erzbischof Viganò zu zweifeln". Vielmehr seien Konsequenzen zu ziehen. Der Bischof nennt acht konkrete Forderungen

    https://www.katholisches.info/2018/08/we...n-homo-cliquen/

    WEITERE INFO:
    https://www.katholisches.info/2018/08/pa...uruecktreten-2/

  • Thema von Blasius im Forum Katechese



    29 August 2018, 13:30

    Die Apostolische Reise nach Irland zum IX. Weltfamilientreffen

    Franziskus: das große Fest der Familien, das Leid des Missbrauchs.


    Von Armin Schwibach - VIGANO-RUFE am Ende der Audienza m Petersplatz?

    Rom (kath.net/as) „Selig jeder, der den Herrn fürchtet, der auf seinen Wegen geht! Was deine Hände erarbeitet haben, wirst du genießen; selig bist du - es wird dir gut ergehn. Deine Frau ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses. Wie Schösslinge von Ölbäumen sind deine Kinder rings um deinen Tisch herum. Siehe, so wird der Mann gesegnet, der den Herrn fürchtet. Es segne dich der Herr vom Zion her. Du sollst schauen das Glück Jerusalems alle Tage deines Lebens. Du sollst schauen die Kinder deiner Kinder. Friede über Israel!“ (Ps128,1-6).

    Papst Franziskus ließ bei der heutigen Generalaudienz seine Apostolische Reise nach Irland vom vergangenen Wochenende zum Weltfamilientreffen Revue passieren. Das Treffen stand unter dem Thema: „Das Evangelium der Familie: Freude für die Welt”.

    Die vielen Paare, Eltern und Kinder hätten ein beredtes Zeugnis der Freude und des Geschenks Liebe gegeben, des großen Traums Gottes, eines Lebens der Fülle für die ganze Menschheitsfamilie. Keiner dürfe sich ausgeschlossen fühlen.

    Der Papst dankte dem Ministerpräsidenten und den verschiedenen zivilen und kirchlichen Vertretern Irlands sowie den vielen freiwilligen Helfern dankbar, dass sie dieses Treffen ermöglicht haben.

    Paare verschiedenen Alters hätten uns ihre Erfahrungen über die Schönheit der ehelichen Liebe bezeugt: „Ich durfte die Hoffnungen und die Sorgen vieler Familien hören“. Die Revolution der Zärtlichkeit beginne im Herzen der Menschen und überwinde eine Kultur des Provisorischen.

    Besondere Erlebnisse waren das große Fest der Familien im Croke Park-Stadium und die Messfeier im Phoenix-Park“. Besonders wichtig sei die Kommunikation unter den Generationen. Dabei spielten die Großeltern eine wichtige Rolle, was die Wegwerfkultur unserer Zeit oft missachte.

    Am Sonntagmorgen „habe ich kurz das Marienheiligtum in Knock besucht und der Muttergottes alle Familien der Welt anvertraut“.

    Neben vielen frohmachenden Begegnungen „habe ich auch den Schmerz des großen Leids gesehen, den der Missbrauch an Minderjährigen durch Mitglieder der Kirche verursacht hat, welchem die kirchlichen Autoritäten in der Vergangenheit nicht angemessen begegnet sind“. Die Bischöfe habe Franziskus ermutigt, den begonnenen Prozess der Reinigung und Versöhnung entschieden fortzusetzen: „Ich ermutigte die Familien, Sauerteig der Güte, der Heiligkeit, der Gerechtigkeit und des Friedens für die Welt zu sein. Franziskus stellte fest, dass in Irland der Glaube vorhanden sei. Dennoch gebe es wenige Berufungen. Franziskus betete für neue Berufungen in Irland.

    Abschließend forderte der Papst dazu auf, sich auf das kommende Weltfamilientreffen im Jahr 2021 in Rom vorzubereiten.

    Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

    Ein herzliches Willkommen allen Pilgern deutscher Sprache, besonders den vielen Ministranten hier. Dankbar für die wertvollen Erfahrungen während meiner Reise lade ich euch ein, die Liebe Gottes in euren Familien immer mehr Wirklichkeit werden zu lassen und empfehle euch alle dem Schutz der Heiligen Familie.

    http://www.kath.net/news/64884

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Byzantinische Liturgie

    Aus Ode und Stichiren des Morgengottesdienstes zum 29. August

    Vorläufer Christi im Tod wie im Leben


    Prophet, Sohn eines Propheten (Lk 1,67), Täufer des Herrn: du warst „die Stimme, die in der Wüste verkündete: Kehrt um“ (vgl. Mt 3,2), und hast Herodes wegen seiner gottlosen Ausschweifungen Vorwürfe gemacht. Deshalb fühltest du dich gedrängt, denen, die am Aufenthaltsort der Toten gefangen gehalten wurden, das Reich Gottes zu verkünden […]

    Vorläufer als auch Prophet, Täufer und Märtyrer, als Stimme des Wortes, als sein Bote, seine Fackel, du, nach dem Zeugnis Gottes größter der Propheten (Mt 11,9), flehe den Herrn an, dass er die Menschen, die voll Liebe dein hell leuchtendes Gedächtnis feiern, aus aller Heimsuchung und allem Unglück rette […]

    Kommt, ihr Völker alle, lasst uns den Propheten, Märtyrer und Täufer des Herrn feiern: er hat wie ein Fleisch gewordener Engel (Mk 1,2 griech.) Herodes wegen seiner sündigen Beziehung getadelt und sein schuldhaftes Handeln verurteilt. Aber man hat wegen eines Tanzes und eines Schwurs das ehrwürdige Haupt dessen abgeschlagen, der die gute Nachricht von der Auferstehung von den Toten bis hinab in die Unterwelt verkündet und beim Herrn unablässig für das Heil der Seelen Fürbitte leistet.

    Kommt, ihr Getreuen alle, lasst uns den Propheten, Märtyrer und Täufer des Herrn feiern: Er hat sich in die Wüste geflüchtet, dort seinen Frieden gefunden, sich von Heuschrecken und wildem Honig ernährt; er hat den König, der das Gesetz brach, zurechtgewiesen. Und uns Kleinmutige hat er immer wieder mit den Worten ermahnt: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe“.

    https://www.evangeliumtagfuertag.org/DE/gospel/2018-08-29

    „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe“.

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Papst:

    "Ich werde kein einziges Wort zu Viganos Vorwürfen der Vertuschung sagen"



    Papst Franziskus im Gespräch mit Journalisten auf dem Rückflug aus Irland
    Foto: Hannah Brockhaus / CNA Deutsch

    Von Hannah Brockhaus

    VATIKANSTADT , 27 August, 2018 / 1:32 PM (CNA Deutsch).-

    Papst Franziskus hat auf dem Rückflug aus Irland gesagt, er werde nichts zu den Aussagen eines ehemaligen Apostolischen Nuntius sagen, denen zufolge er von Vorwürfen gegen Erzbischof Theodore McCarrick wusste, und trotzdem Sanktionen gegen ihn aufhob. Die Leute sollten sich ihre eigene Meinung über die Behauptungen bilden, so Franziskus.

    Auf die Frage, ob es wahr sei, dass Erzbischof Carlo Viganò, der Verfasser der Erklärung, ihn 2013 über McCarricks angebliches sexuelles Fehlverhalten mit Priestern und Seminaristen informiert habe, und ob es wahr sei, dass Benedikt XVI. zuvor Sanktionen gegen den ehemaligen Kardinal verhängt habe, sagte der Papst, er sei von der vorherigen Frage abgelenkt und hätte lieber über die Reise gesprochen.

    "Ich habe die Erklärung heute Morgen gelesen, und ich muss Ihnen aufrichtig sagen, dass ich Ihnen und all denen, die daran interessiert sind, dies sagen muss: Lesen Sie die Erklärung sorgfältig durch und treffen Sie Ihr eigenes Urteil", antwortete er. "Ich werde kein einziges Wort dazu sagen."

    An Bord des päpstlichen Fliegers auf dem Weg von Dublin nach Rom am 26. August sagte Franziskus, er glaube an die "journalistische Fähigkeit, eigene Schlüsse zu ziehen", und nannte dies einen "Akt des Glaubens".

    "Wenn die Zeit vergeht und Ihr Eure Schlussfolgerungen gezogen habt, werde ich vielleicht darüber sprechen. Aber ich möchte, dass Eure berufliche Reife die Arbeit für Euch erledigt. Es wird Euch gut tun", sagte er den Pressevertretern.

    Auf die Nachfrage, wann er zum ersten Mal von den Missbrauchsvorwürfen gegen McCarrick erfahren habe, antwortete Papst Franziskus: "Das ist Teil der Erklärung. Studiert es und dann werde ich [etwas] sagen."

    Die Fragen an den Papst bezogen sich auf eine elf Seiten lange Aussage Erzbischof Carlo Maria Vigano, die am späten Samstag (Ortszeit) veröffentlicht wurde.

    In seinem "Zeugnis" behauptet Viganò — der von 2011 bis 2016 als Apostolischer Nuntius in Washington D.C. diente — unter anderem, dass Benedikt XVI. Ende der 2000er Jahre "gegen Kardinal McCarrick Sanktionen verhängt" hatte. Viganò habe persönlich Papst Franziskus von diesen Sanktionen im Jahr 2013 erzählt.

    Hanna Brockhaus begleitete den Papst auf seine Reise und im Flugzeug. Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original von AC Wimmer.

    https://de.catholicnewsagency.com/story/...hung-sagen-3569

  • Priester missbrauchen 1000 Kinder

    USA: Bischöfe fordern rasche Aufklärung von Vorwürfen


    Die Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten
    ruft zu einer umfassenden Aufklärung der jüngsten Enthüllungen um Missbrauchsfällen.


    Die jüngsten Vertuschungsvorwürfe des früheren Apostolischen Nuntius in Washington, Carlo Maria Viganò, gegen hochrangige Kirchenvertreter bis hin zu Papst Franziskus verlangten schlüssige Antworten, die auf Beweisen beruhen, erklärte der USCCB-Vorsitzende, Kardinal Daniel DiNardo, am Montag (Ortszeit) in Washington. „Ohne diese Antworten werden schuldlose Männer von den Anklagen beschmutzt, und die schuldigen können die Sünden der Vergangenheit wiederholen.“

    Er hoffe auf eine baldige Audienz bei Papst Franziskus und dessen Zustimmung zu Plänen der US-Bischofskonferenz für ein schärferes Vorgehen gegen Bischöfe, die Machtmissbrauch begangen oder vertuscht haben, so DiNardo. „Ich bin zuversichtlich, dass Papst Franziskus unseren Wunsch nach größerer Effizienz und Transparenz hinsichtlich der Disziplinierung von Bischöfen teilt.“ Die US-Bischöfe stünden in diesen schwierigen Tagen in brüderlicher Liebe an der Seite des Heiligen Vaters, bekräftigte der Erzbischof von Galveston-Houston. Die Verfehlungen von Menschen könnten das Licht des Evangeliums nicht verdunkeln.

    Reformen gegen Missbrauch

    Die katholische US-Bischofskonferenz hatte bereits vor der Veröffentlichung des Viganò-Schreibens angesichts des jüngsten Missbrauchsskandals im Bundesstaat Pennsylvania tiefgreifende Reformen angekündigt. Kardinal DiNardo hatte für November, zur nächsten Vollversammlung der US-Bischöfe, einen umfassenden Reformplan in Aussicht gestellt. Zudem bat der Vorsitzende der Bischofskonferenz den Vatikan, das Geschehene im Rahmen einer sogenannten Visitation zu untersuchen.

    Laut DiNardo sollten etwa „neue und vertrauliche Kanäle“ geschaffen werden, um Beschwerden gegen Bischöfen vorzubringen, die Missbrauch selbst begangen oder vertuscht haben. Opfern müsse es leichter gemacht werden, Fehlverhalten von Kirchenoberen anzuzeigen. Den Vorwürfen müsse künftig auch schneller, effizienter und transparenter nachgegangen werden, so der Kardinal.

    Belastete Bischöfe dürften nicht mehr die Möglichkeit haben, die kircheninternen Ermittlungen gegen sie zu behindern, sondern müssten den „höchsten Standards an Transparenz und Verantwortlichkeit“ gerecht werden. Im Kampf gegen Missbrauch will die Bischofskonferenz außerdem stärker auf die Expertise von Laien setzen. Diese sollten an führender Stelle in die Reformen eingebunden werden.

    In der Erklärung von vor gut einer Woche kündigte DiNardo auch eine umfassende Untersuchung der Affäre um den früheren Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick (88) an. Ihm wird der Missbrauch von Seminaristen und mindestens zwei Minderjährigen vorgeworfen.

    Strafmaßnahmen gegen Kardinal McCarrick


    Papst Franziskus wollte die Behauptung seines ehemaligen Botschafters in den USA, Erzbischof Carlo Maria Viganò, schon seit Jahren über den Missbrauchsverdacht gegen Kardinal McCarrick gewusst zu haben, bisher nicht weiter kommentieren. Das Dokument von Viganò spreche für sich, sagte Franziskus am Sonntagabend auf dem Rückflug von einem zweitägigen Irland-Besuch nach Rom. Er werde dazu nichts sagen und vertraue auf die journalistische Kompetenz, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wörtlich sagte er auf die entsprechende Frage eines Journalisten zu dem Dossier: „Lesen Sie es selbst aufmerksam und bilden Sie sich ein eigenes Urteil.“

    In dem zuvor veröffentlichten Memorandum hatte Viganò schwere Vorwürfe gegen Papst Franziskus erhoben: Der des Missbrauchs von Seminaristen und jungen Priestern beschuldigte frühere Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick sei bereits 2009 oder 2010 von Papst Benedikt XVI. mit einer Strafe belegt worden, die Franziskus später de facto zurückgenommen habe. Eine Maßregelung McCarricks durch Benedikt XVI. wurde bisher allerdings nie öffentlich bekannt. Wenn es sie tatsächlich gab, dann hat sich McCarrick nicht an solche Auflagen gehalten.

    In seinem elfseitigen Brandbrief zielt Erzbischof Viganò weniger auf den Missbrauch Minderjähriger als auf homosexuelle Beziehungen und Seilschaften im Klerus. Er entfaltet weitgespannte Behauptungen über homosexuelle Netzwerke und Korruption in der Kirchenleitung. In dem Schreiben mit Datum vom 22. August fordert der Erzbischof den Papst zum Rücktritt auf. Damit würde Franziskus, schreibt Viganò, allen Kardinälen und Bischöfen, die McCarrick gedeckt hätten, „ein gutes Beispiel“ geben.

    Ähnliche Strafmaßnahmen wie die erwähnten gegen den früheren Erzbischof von Washington (2000-2006) sowie zusätzlich die Rücknahme von dessen Kardinalstitel verfügte Franziskus vor einigen Wochen. Zu diesem Zeitpunkt wurden öffentlich Vorwürfe bekannt, McCarrick habe in früheren Jahren zu jungen Seminaristen sexuelle Beziehungen gehabt. Zudem soll der Geistliche in mindestens zwei Fällen Minderjährige missbraucht haben.

    (kna – mg)
    28 August 2018, 11:34

    https://www.vaticannews.va/de/welt/news/...-vorwuerfe.html

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Vatikan erklärt,
    warum er Wort des Papstes über Homosexuelle entfernt hat




    Papst Franziskus

    VATIKAN , 28 August, 2018 / 8:23 AM (CNA Deutsch).-

    Am gestrigen Montag erklärte eine Pressesprecherin des Vatikans, warum man das Wort "Psychiatrie" in der Antwort von Papst Franziskus auf eine Frage zur Homosexualität in der Pressekonferenz vom Sonntag weggelassen habe. Es sei gewesen, um "die Gedanken des Papstes nicht zu verfälschen."

    Auf dem Rückflug von Irland nach Rom wurde Papst Franziskus gefragt, "was er dem Vater eines homosexuellen Kindes sagen würde?"

    "Deine Frage ist klar: Was würde ich einem Vater sagen, der sieht, dass sein Sohn oder seine Tochter diese Neigung hat. Vor allem würde ich ihm sagen: Beten, bete. Nicht verurteilen, miteinander reden, verstehen, Platz machen für den Sohn oder die Tochter, ihnen Raum geben, damit sie sich ausdrücken können. Dann ist es auch wichtig, in welchem Alter sich diese Unruhe des Kindes manifestiert. Es ist eine Sache, wenn sich das als Kind bemerkbar macht, denn da gibt es viele Dinge, die man mit der Psychatrie machen kann oder um zu sehen, wie die Dinge stehen; etwas anderes ist es, wenn das in Erscheinung tritt, wenn sie über 20 Jahre alt sind oder so..." antwortete der Heilige Vater wörtlich, wie in der Tonbandaufnahme der Journalisten an Bord des Flugzeuges zu hören ist.

    Am Montag jedoch veröffentlichte der Vatikan die offizielle Version der Pressekonferenz auf Italienisch und entfernte in dieser das Wort "Psychiatrie" aus der Antwort des Papstes:

    "Deine Frage ist klar: Was würde ich einem Vater sagen, der sieht, dass sein Sohn oder seine Tochter diese Neigung hat. Vor allem würde ich ihm sagen: Beten, bete. Nicht verurteilen, miteinander reden, verstehen, Platz machen für den Sohn oder die Tochter, ihnen Raum geben, damit sie sich ausdrücken können. Dann: In welchem Alter manifestiert sich diese Unruhe des Kindes? Das ist wichtig. Es ist eine Sache, wenn sich das als Kind bemerkbar macht, wo es viele Dinge gibt, die man tun kann, um zu sehen, wie die Dinge stehen; etwas anderes ist es, wenn das in Erscheinung tritt, wenn sie über 20 Jahre alt sind oder so..." heißt es im offiziellen Text.

    Die internationale Presse gab zuerst bekannt: "Papst Franziskus empfiehlt, Homosexualität bei Kindern mit einem Psychiater zu behandeln." Nach der Publikation der offiziellen Version berichtete sie dann, dass "der Vatikan den Papst zum Thema Homosexualität korrigiert."

    Angesichts dessen sagte die Vizedirektorin des Presseamts des Heiligen Stuhls, Paloma García Ovejero, zur Agentur AFP, dass das Wort entfernt wurde, "um die Gedanken des Papstes nicht zu verfälschen."

    "Wenn der Papst von ´Psychiatrie´ spricht, ist klar, dass er ein Beispiel für die verschiedenen Dinge geben wollte, die getan werden können" erklärte sie.

    Der Papst wollte nicht sagen, dass es sich "um eine psychiatrische Krankheit" handle, so García Ovejero.

    Übersetzt aus dem spanischen Original von Susanne Finner.

    https://de.catholicnewsagency.com/story/...tfernt-hat-3574

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher


    HL. AUGUSTINUS, BISCHOF VON HIPPO UND KIRCHENLEHRER


    28 August


    Hl. Augustinus, Fra Angelico (MET) Hl. Augustinus, Fra Angelico (MET) (© MET)

    Geboren wurde Augustinus am 13. November 354 in Thagaste in Nordafrika. Er wurde von seiner Mutter Monika im katholischen Glauben erzogen, wandte sich dann aber ab. Nach einer eher weltlichen Jugend begann er Studien in Rhetorik, in der Antike eine zentrale Wissenschaft. Augustinus war ein exzellenter Student, war aber auch ein Freund der Freuden des Lebens, hatte Liebschaften, mochte Theater und andere Unterhaltungen und Zerstreuungen.

    In Karthago, wo er studierte, verliebte er sich in eine junge Frau aber weil er einen sozial niedrigeren Status hatte, konnten sie nicht heiraten. Aus dieser Verbindung ging aber der Sohn Adeodato – „Gottgegeben“ – hervor. Mit 19 Jahren Vater geworden übernahm Augustinus die Verantwortung für das Kind und blieb der jungen Frau treu.

    Die Lektüre des antiken Schriftstellers Cicero veränderte dann seinen Blick auf die Welt. Glück – so der Philosoph – besteht aus unvergänglichen Gütern: Der Weisheit, der Wahrheit, den Tugenden. Augustinus entschied sich nach dem Studium des Cicero, sich der Suche nach diesen Gütern zu begeben.

    Die Suche nach der Wahrheit

    Er beginnt bei der Bibel. Aber weil er die sprachlich hochstehenden antiken Texte gewohnt war, erscheint sie ihm grob geschrieben und dazu noch unlogisch. Deswegen wählt er zunächst einen anderen Weg, den des Manichäismus, einer Religion die von einer Gegenüberstellung von Licht und Schatten, Gut und Böse ausgeht. Beide stehen sich gegenüber.

    Nach Thagaste zurück gekehrt eröffnet er eine Schule für Rhetorik und Grammatik, aber dieses Leben gibt er bald wieder auf um nach Karthago zurück zu kehren, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aber auch dort bleibt er unzufrieden. Sein Durst nach Wahrheit kann der Manichäismus nicht löschen.

    Im Jahr 382 macht Augustinus dann einen drastischeren Schritt und zieht mit seiner Partnerin und dem gemeinsamen Sohn nach Rom. Aber auch dort bleibt er zunächst unter den Anhängern des Manichäismus, die ihn unterstützen. Später wird er reflektierend sagen, dass die Vorsehung auch durch falsche Entscheidungen hindurch wirkt. Seiner Karriere aber tut der Umzug gut, 384 bekommt er den Lehrstuhl für Rhetorik in Mailand. Die innere Unruhe aber bleibt.

    Die Bekehrung: „Nimm und lies!“

    Sein Ehrgeiz also wird befriedigt, das Herz aber nicht. Um seine rhetorischen Künste noch weiter zu verfeinern, beginnt er, die Predigten des Bischofs der Stadt, Ambrosius, zu hören. Er wollte eigentlich nur dessen Dialektik studieren, aber die Worte des Bischofs treffen ihn im Innersten.

    Mittlerweile ist auch seine Mutter in Mailand angekommen und unterstützt ihn in seinem Glaubensweg, er wird Katechumen (Taufbewerber) und nähert sich weiter der katholischen Kirche an.

    Das hat auch familiäre Auswirkungen, statt einer außerehelichen Partnerschaft möchte er nun eine christliche Frau. Seine Partnerin kehrt daraufhin nach Afrika zurück. Augustinus vertieft sich nun in die Heilige Schrift. Er fühlt sich von den Erfahrungen der griechischen Denker angezogen, ebenso vom Lebensstil der christlichen Aszeten, aber er kann sich einfach nicht entscheiden. An einem Tag im Jahr 386 nun, als er immer noch verwirrt und ohne Orientierung ist, hört er eine Stimme: „Nimm und lies!“ Augustinus versteht die Worte als Einladung, die Briefe des Apostels Paulus zu lesen, er öffnet sie irgendwo und liest: „Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht. Legt (als neues Gewand) den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht so für euren Leib, dass die Begierden erwachen“ (Röm 13:13-14). Dieser Text trifft ihn wie ein Schlag, er entscheidet sich, sein Leben zu ändern und sich ganz Gott zu widmen. Er wird von Bischof Ambrosius getauft und will zurück nach Afrika, aber während seiner Reise über Rom zum Hafen nach Ostia stirbt seine Mutter Monika.

    Die erste augustinische Gemeinschaft und der Bischofsdienst


    Zurück in Thagaste gründet Augustinus seine erste Gemeinschaft. Ab 390 ist er auch ab und zu in Hippo, wo Bischof Valerio davon spricht, dass das Bistum eigene Priester brauche. Auf Antrieb des Volks hin wird Augustinus vor den Bischof gebracht und von ihm zum Priester geweiht. Diesem folgt er auch als Bischof nach. Als Bischof schreibt er viele Texte, darunter eine Schrift zum freien Willen, eine zur Trinität, das große Wert „De civitate Deo“ und natürlich die „Bekenntnisse“, in denen Augustinus die Geschichte seines Herzens erzählt.

    https://www.vaticannews.va/de/tagesheili...chenlehrer.html

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Vatikan zieht Papst-Aussage über Homosexuelle zurück

    Nach Kritik löscht der Vatikan ein Zitat von Franziskus.

    In der Erklärung der Sprecherin wird der Affront aber prompt wiederholt.




    Der Vatikan zieht ein Zitat von Franziskus zu Homosexuellen, welche in die Psychiatrie sollten, zurück – in der Erklärung, wie der Papst die Sache eigentlich gemeint hat, wiederholt die Sprecherin die Beleidigung aber erneut. (EPA/Gregorio Borgia)

    Papst Franziskus unter Druck:

    Mit einem Plädoyer für die psychiatrische Behandlung homosexueller Kinder hat der Papst für Kritik gesorgt. Der Vatikan hat die Worte nun «zurückgezogen». In der offiziellen Niederschrift über die Papst-Pressekonferenz an Bord des Flugzeugs fehlte am Montag der päpstliche Verweis auf die Psychiatrie komplett.

    Der Papst hatte am Sonntag auf seinem Rückflug von Irland nach Rom gesagt, wenn sich Homosexualität schon in der Kindheit zeige, gebe «es viel, das mit Psychiatrie gemacht werden kann, um zu sehen, wie die Dinge liegen».

    Die offizielle Niederschrift enthielt diesen päpstlichen Verweis auf die Psychiatrie jedoch nicht. Das Zitat sei geändert worden, «um den Gedankengang des Papstes nicht zu verfälschen», sagte eine Vatikan-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

    «Schauen, wie sich die Dinge psychologisch darstellen»

    Bei Franziskus' Verweis auf die Psychiatrie sei es um «ein Beispiel» für die vielen Dinge gegangen, mit denen Eltern auf die mutmassliche Homosexualität ihres Kindes reagieren könnten. Franziskus hatte den betreffenden Eltern geraten, «zu beten, nicht zu verurteilen, Gespräche zu führen, zu verstehen, dem Sohn oder der Tochter einen Platz zu geben».

    Mit seiner Äusserung über die Einbeziehung der Psychiatrie habe Franziskus nicht sagen wollen, dass es sich bei Homosexualität um eine Krankheit handle, «sondern dass man vielleicht schauen muss, wie sich die Dinge auf psychologischer Ebene darstellen», führte die Sprecherin aus.

    Empörung bei Homosexuellen

    Mit seinen Äusserungen löste Franziskus Empörung aus. Bevor der Vatikan sie nachträglich abänderte, verurteilte der deutsche Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sie als «zutiefst besorgniserregend und falsch». «Äusserungen wie diese schüren Homosexuellenfeindlichkeit», sagte Henny Engels vom LSVD-Bundesvorstand AFP am Montag. «Homosexualität ist keine Krankheit und bedarf folglich auch keiner Therapie.»

    Die «homosexuellenfeindliche Botschaft» des Papstes sei eine «herbe Enttäuschung», sagte Engels. 2013 habe der argentinische Papst noch dafür geworben, Lesben und Schwule nicht zu diskriminieren. Homosexuelle hätten wegen seines Satzes «wer bin ich, ihn zu verurteilen» gehofft, auch in der katholischen Kirche Akzeptanz zu finden. «Diese Hoffnungen scheinen nun zunichte gemacht», kritisierte Engels.

    Schon früher Zitate geändert

    Es ist nicht das erste Mal, dass der Vatikan in der offiziellen Verschriftlichung nachträglich Änderungen an Äusserungen des Papstes vornimmt. Wie die auf den Vatikan spezialisierte Nachrichtenagentur I.Media berichtete, hatte die Vatikan-Pressestelle 2013 schon einmal einen ganzen Satz von Papst Franziskus in einer offiziellen Niederschrift gestrichen.

    Damals ging es um die Äusserung, dass der 1980 getötete Erzbischof von San Salvador, Oscar Romero, es zweifellos verdiene, selig gesprochen zu werden.

    «Bis zum bitteren Ende gedeckt»

    Ebenfalls auf seinem Rückflug aus Irland war Franziskus von Journalisten auf die Vorwürfe des früheren Vatikan-Botschafters in den USA, Erzbischof Carlo Maria Vigano, angesprochen worden. Dieser warf dem Papst in einem offenen Brief vor, die Missbrauchsvorwürfe gegen den damaligen US-Kardinal Theodore McCarrick fünf Jahre lang ignoriert und Strafmassnahmen gegen den Geistlichen aufgehoben zu haben. Im Juli nahm Franziskus ein Rücktrittsgesuch des wegen der Missbrauchsvorwürfe suspendierten Geistlichen an.

    Obwohl es gegen McCarrick Vorwürfe wegen «stark unmoralischen Verhaltens gegenüber Seminaristen und Priestern» gegeben habe, habe Franziskus den Geistlichen «bis zum bitteren Ende gedeckt», erklärte Vigano, der bereits im Ruhestand ist. Als Konsequenz forderte er die Abdankung des Papstes.

    «Ich werde dazu kein Wort sagen», sagte der Papst dazu vor den Journalisten im Flugzeug. «Lesen Sie den Brief aufmerksam und fällen Sie Ihr eigenes Urteil», fügte er hinzu. «Wenn etwas Zeit vergangen ist und Sie Ihre Schlüsse gezogen haben, werde ich mich vielleicht äussern.»

    In den USA wie auch in Irland und Chile schlagen derzeit zahlreiche Fälle von Kindesmissbrauch hohe Wellen, die hunderte katholische Geistliche in den vergangenen Jahrzehnten begangen haben. Während seines Besuchs in Dublin hatte Franziskus am Sonntag bei einer Messe um Vergebung für den sexuellen Missbrauch an Kindern in Irland durch katholische Geistliche gebetet. (anf/sda/afp)

    Erstellt: 27.08.2018, 21:49 Uhr

    https://www.tagesanzeiger.ch/panorama/ve.../story/29275429

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Eleganti sieht Zusammenhang zwischen Missbrauch und Homosexualität

    Der Churer Weihbischof Marian Eleganti sieht einen Zusammenhang
    zwischen den Missbräuchen in Pennsylvania und Homosexualität.

    Die meisten Opfer seien nicht Kinder, sondern Teenager

    . Es wäre blind zu leugnen, dass Homosexualität da eine Rolle spiele.
    -
    Bistum St. Gallen nennt Aussagen Elegantis «unerträglich»


    St. Gallen, 27.8.18 (kath.ch) Das Bistum St. Gallen weist Aussagen von Weihbischof Marian Eleganti zur Homosexualität entschieden zurück, die er am Rande des Weltfamilientreffens in Irland in einem TV-Interview äusserte. Der Weihbischof sieht einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche.

    «Wir widersprechen und distanzieren uns deutlich von der Aussage von Weihbischof Marian Eleganti. Es ist unerträglich, dass die Thematik der Übergriffe mit dem Thema der Homosexualität verbunden wird», heisst es in einer Stellungnahme des Bistums St. Gallen von Montag auf Facebook.

    Eine solche Aussage sei das Gegenteil von seriösen Anstrengungen, künftig sexuelle Übergriffe zu verhindern und die geschehenen schlimmen Taten an Opfern aufzuarbeiten. Und weiter heisst es: «Ganz besonders verletzt es homosexuelle Menschen in ihrer Würde, das ist nicht akzeptabel.»

    Der Missbrauchsskandal hänge mit der Homosexualität zusammen, hatte Eleganti am Rande des Weltfamilientreffens in Dublin gegenüber dem privaten katholischen TV-Sender EWTN, gesagt und ergänzt: «Es wäre blind zu leugnen, dass wir da nicht ein Problem haben in der Kirche.

    https://www.kath.ch/newsd/bistum-st-gall...-unertraeglich/

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