Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

Foren Suche

Suchoptionen anzeigen
X
  • Vom Reich GottesDatumGestern 21:34
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom Himmel



    Wann werde ich in dir erscheinen,

    O hochgeliebtes Vaterland.

    Wann wird der Liebe süßes Band

    Mit deinen Bürgern mich vereinen.

    Wann werde Gottes Angesicht

    Ich schauen in dem ewigen Licht.



    1. O glückseliges Vaterland in den Höhen, nach dir seufzt schmerzlich unsere Pilgerschaft. Psalm 89,16-19: "Wohl dem Volk, das dich als König zu feiern weiß! Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts. Sie freuen sich über deinen Namen zu jeder Zeit, über deine Gerechtigkeit jubeln sie. Denn du bist ihre Schönheit und Stärke, du erhöhst unsere Kraft in deiner Güte. Ja, unser Schild gehört dem Herrn, unserem König, dem heiligen Gott Israels." Unendlich hoch über allen unseren Arbeiten, über allen unseren Begriffen, ja über aller unser Sehnsucht stehst du, o glorreiche Seligkeit! Denn du, o himmlisches Jerusalem, bist das wunderbarste Werk der Weisheit Gottes, worin seine Allmacht gleichsam sich erschöpfte, wo der Reichtum seiner unendlichen Glorie in seiner unermesslichen Fülle glänzt, wo seine unerschaffene Schönheit und Herrlichkeit ewig alle glückseligen Bürger des ewigen Tages entzückt.



    2. Begründet in die unendlichen Tiefen der Gottheit, erfüllt und durchdrungen von der Fülle ihrer unendlichen Wonnen, singen alle lichtstrahlenden Chöre der Engel, alle zahllosen, durch unauflösliche Liebe verschwisterten Scharen der himmlischen Bürger, in glücklichem Jubel den Lobgesang der glorreichen Dreieinigkeit. Sie schauen sie mit entschleiertem Angesicht, schauen durch die innigste Vereinigung mit ihr alle Dinge in ihrem Ursprung, schauen alle tief verborgenen, unerschöpflichen Geheimnisse der unerschaffenen Gottheit in ewig neuer Seligkeit, und werden, in ihrem Licht umgewandelt, heilig, glorreich, glückselig durch Gottes eigene Glückseligkeit, und keinen anderen Willen, kein anderes Verlangen, keine andere Liebe, als ihn, den unendlich geliebten Urheber ihrer Seligkeit.



    3. Nur im Schatten und aus tiefer Ferne sieht die Seele dies glorreiche Ziel ihrer Pilgerschaft, das hoch über allen sterblichen Worten steht. So unendlich ist der Preis dieses Ziels, dass unser geliebter Heiland es durch sein Blut erkaufte. Und litten wir ganze Jahrhunderte alle vereinten Martern der heiligen Blutzeugen, so wäre dies dennoch nichts gegen diese unermessliche Glorie. Und was fordert unser Gott von uns? Ein reuiges und zerknirschtes Herz, Reinheit des Lebens, Geduld in vorübergehenden Leiden, und Werke des Glaubens und der Liebe. Können wir je zu viel tun, diese unendliche Glückseligkeit zu erlangen? "Nein, wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben." (1. Korinther 2,9)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete DatumGestern 21:27
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 28. April



    O Maria, o liebenswürdige Jungfrau Maria, welche Stärkung, welchen Trost, welch großes Vertrauen, welch zarte Andacht spüre ich, wenn ich deinen Namen nur nennen, wenn ich nur an dich denken kann. Ich danke meinem Gott und Herrn, dass er dir für mein Bestes einen so schönen, so liebenswürdigen und so mächtigen Namen gegeben hat.

    O meine liebe Mutter Maria, o mein geliebter Jesus, mögen eure wunderbaren Namen immer in meinem und in den Herzen aller Menschen leben. Ich möchte alle anderen Namen vergessen, um nur an eure heiligen Namen zu denken, und sie immer anzurufen. O Jesus, mein Erlöser, o Maria, meine Mutter, wenn meine Todesstunde, in der meine arme Seele diese Welt verlassen wird, nahe ist, dann verschafft mir die Gnade um eurer Verdienste willen, dass meine letzten Worte, die ich dann oft zu wiederholen wünsche, folgende sind: Ich liebe euch, o Jesus und Maria! Jesus und Maria, euch schenke ich mein Herz und meine Seele! Amen.



    Zu Gott



    Wir bitten Dich, o Gott, um die Gnade, dass wir unsere schwachen Brüder und Schwestern durch liebevolles Zureden stärken, und selbst fest im Glauben bleiben, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott



    Heiliger Gott, nur Du kannst uns erheben über unsere eigenen Schwachheiten und über eine böse uns allenthalben umlagernde Welt. Gib uns keuschen Sinn, besonders für die zarteste aller Tugenden, damit wir sie weder in uns noch in anderen verletzen, sondern mit denen, die reinen Herzens sind, Deiner Anschauung würdig werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Wenn der Kaufmann Danei im norditalienischen Ovada seine Kinder, sechszehn an der Zahl, beidseitig der Größe nach abgestuft, nebeneinander stellte, so sah es aus wie eine lebendige Orgel. Da gab es dann auch täglich ein Orgelkonzert, und manchmal herrschte ein Krach im Haus, dass man das eigene Wort nicht verstand. Die kinderliebenden Eltern hatten an dieser Musik die größte Freude. Obwohl sie hart arbeiten mussten, um all die Mädchen und Jungen großzuziehen, mochten sie trotzdem nicht auf eine einzige Stimme an ihrer sechszehnpfeifigen lebendigen Hausorgel verzichten. Wenn es manchmal allzu laut herging, rief der Vater oft dazwischen: „Kinder, wie oft habe ich euch schon gesagt, dass nie mehr als sieben zur gleichen Zeit reden sollen!“ dann lachten alle umso lauter und lärmten und sangen und pfiffen weiter.



    Nur beim gemeinschaftlichen Gebet am Morgen, vor und nach dem Essen und zur Nacht herrschte Ruhe, die abends noch eine Weile anhielt, denn nach dem Rosenkranz, der täglich gebetet wurde, griff Vater Danei zur Heiligenlegende und las laut und schön die Geschichte des Heiligen vom nächsten Tag vor. Es dauerte etwa zehn Minuten, und nachher fragten die Kinder noch die Eltern aus nach diesem und jenem, was sie in der Legende nicht verstanden hatten. Gern erklärten Vater und Mutter alles, bis es allmählich Zeit wurde, in die Federn zu kriechen.



    Vor allem war es Paul, der Älteste, ein stiller, nachdenklicher, lieber Junge, der, weil er gern alles genau wissen wollte, am meisten fragte. Ihm war es nämlich klar, dass auch er ein Heiliger werden musste. Tatsächlich steht heute das hohe Wort „heilig“ vor seinem Namen. Pauls spätere Heiligkeit hat also ihre Wurzel in der täglichen Lesung der Heiligenlegende.



    Besonders zog die Geschichte vom bitteren Leiden und Sterben des Heilandes den warmherzigen Jungen an. Schon in der frühesten Jugend war es so bei ihm. Paul trug nämlich der damaligen Mode entsprechend langes Haar, und wenn ihn die Mutter morgens nach dem Waschen kämmte, schrie er regelmäßig so sehr, dass man es auf der Straße hören konnte. Wenn ihm aber die Mutter ein Kruzifix in die Hand drückte und zu ihm sagte: „Schau, wie viel der liebe Heiland gelitten hat!“, so verstummte sofort jeder Laut, und jede Träne versiegte. Tapfer biss der Kleine die Zähne zusammen und ruckte und muckte sich nicht mehr.



    Paul war also schon in der Kindheit ein Paul vom Kreuz. Als junger Mann ging er dann dem Vater im Geschäft zur Hand. Später meldete er sich freiwillig zu einem Kriegszug gegen die Türken. Unterwegs erhielt er jedoch in einer übernatürlichen Erleuchtung von Gott den Auftrag, selbst ein Heer von geistigen Gottesstreitern aufzustellen, nämlich einen neuen Orden zu gründen, dessen Mitglieder vor allem durch feurige Predigten über den gekreuzigten Heiland die Menschen zu Christus zurückführen sollten.



    So geschah es auch. Paul, der sich von nun an Paul vom Kreuz nannte, stiftete den Orden der Passionisten. Das bedeutet, den Orden vom bitteren Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus, der heute noch blüht und weltweit viele tausend Mitglieder hat, die gerade durch die Predigt über den Gekreuzigten zahllose Menschen in die Freiheit der Kinder Gottes führen. Im Jahr 1775 starb Paul vom Kreuz, und 1867 wurde er heiliggesprochen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum26.04.2026 21:47
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von der Fröhlichkeit der Diener Gottes



    Herr, wer dir dient mit seligem Vertrauen,

    Der trägt den Himmel in der Brust;

    Die Hoffnung, bald dich schleierlos zu schauen,

    Verwandelt ihm die Last in Lust.



    1. Die Fröhlichkeit frommer Menschen, die Gott dienen, gereicht Gott zur Ehre, denn die Freude, die auf ihrem Angesicht leuchtet, gibt allen kund, dass sie einem guten Herrn dienen. Ja sie zieht auch zu seinem Dienst manche von denjenigen an, die sie so vergnügt sehen. Denn welcher Mensch liebt nicht Freude und Fröhlichkeit? Die Lasterhaften suchen sie in der Befriedigung ihrer Gelüste. Darunter jedoch gibt es auch edle Gemüter, die, weil sie im Dienst dieser grausamen Herren die Freude nicht finden, die sie gehofft hatten, zuweilen ohne sonderliche Mühe an fromme Diener Gottes sich anschließen, die sie immer heiteren und fröhlichen Gemütes sehen.



    2. Wer Gott dient, und dabei traurig und niedergeschlagen ist, der verunehrt seinen Herrn. Er bringt seinen Dienst in üblen Ruf und schreckt andere von der Frömmigkeit zurück. Denn bei seinem Anblick erachten die Weltkinder, das sanfte Joch Jesu Christi sei unerträglich, und es wird jede ernste Tugend ihnen zuwider. Welcher Herr aber wird Diener lieben, die seinen Dienst allenthalben in ein verhasstes Licht stellen? "Ich ehre meinen Vater," spricht der Herr, "ihr aber verunehrt mich!" Was habe ich euch zuleide getan? Oder worin habe ich euch betrübt? Entfernt euch von mir! Lieber ist es mir, dass ihr mir gar nicht, als dass ihr mir mit Unlust dient!



    3. Verlangst du nach dieser geistigen Fröhlichkeit, so habe ein reines Gewissen, und löse dein Herz von den Geschöpfen, deren Verlust das Herz betrübt, das sie liebt. Stelle Gottes Vorsehung dich gänzlich anheim, und wünsche nichts Vergängliches mit sehnlichem Verlangen. Wer weltliche Unterhaltungen und Tröstungen der Sinne sucht, der erstickt die geistige Freude. Der Gedanke an Gott, an seine Wohltaten und an die ewigen Freuden, die er denjenigen bereitet, die ihn lieben, ist ein Quell unversiegbarer Freude für alle seine Diener, und ein kräftiger Trost in allen ihren Trübsalen. "Frohlockt im Herrn, ihr Gerechten; denen, die aufrichtigen Herzens sind, geziemt es, ihn zu loben." (Psalm 34,2)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum26.04.2026 21:44
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 27. April



    O Maria, meine Hoffnung! Du siehst zu deinen Füßen einen armen Sünder, der leider nur zu oft aus eigener Schuld ein Sklave des Satans geworden ist. Ach, wäre ich immer zu dir geeilt, hätte ich in jeder Versuchung dich sogleich um Hilfe angerufen, ich wäre gewiss niemals in eine Sünde gefallen. Doch ich hoffe, o meine liebenswürdige Königin, dass ich durch deine Vermittlung bereits aus der Gewalt des bösen Feindes befreit bin, aber ich fürchte, ich möchte neuerdings in seine Fallstricke geraten. Hilf mir, o meine Mutter, meine Zuflucht. Steh mir bei! Amen.



    Kirchengebet



    O Gott, der Du zum Schutz des katholischen Glaubens den heiligen Petrus mit Tugend und Wissenschaft ausgerüstet hast, verleihe gnädig, dass durch seine Beispiele und Ermahnungen, die Irrenden zum Heiland zurückkehren und die Rechtgläubigen im Bekenntnis der Wahrheit verharren, durch Christus, unsern Herrn. Amen.



    Zur heiligen Zita





    O würde doch auch ich die Armen recht lieben, weil Gott haben will, dass man sie lieben soll. Bitte denn für mich, heilige Jungfrau Zita, dass mir, wenn die Nacht meines Lebens hereinbricht, Jesus und Maria an den Pforten des Todes beistehen, und mir zur Pforte des ewigen Lebens werden. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Von der heiligen Jungfrau Zita, die am heutigen Tag zu Lucca in Italien hoch verehrt wird, berichtet ihre Lebensbeschreibung, dass sie zu dem heiligen Namen Maria eine besondere Andacht getragen, und alle diejenigen, die diesen Namen führten, für ihre Oberinnen angesehen habe.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Die heilige Zita wurde in einem etwa drei Stunden von der Stadt Luka in Italien abgelegenen unbedeutenden Ort von einfachen aber frommen und christlichen Eltern geboren und von diesen gottesfürchtig erzogen. Ihr Vater soll Johann Lambardus, ihre Mutter Bonissima geheißen haben, ihre Schwester als Zisterzienserin im Ruf der Heiligkeit gestorben sein, so wie der Bruder ihrer Mutter, Grazian, als heiligmäßiger Laie. Ein Beweis, dass Gottesfurcht und Frömmigkeit in der Familie Zitas zu Hause waren.



    Schon mit zwölf Jahren wurde Zita von ihren Eltern angehalten, als Dienstmädchen ihr tägliches Brot zu verdienen, und Zita zeichnete sich in dieser Eigenschaft im Haus der Familie Fatinelli in Luka durch Frömmigkeit, gutes Betragen, Ehrfurcht, Höflichkeit, Fleiß, Treue und Achtsamkeit so vorteilhaft aus, dass ihre Vorgesetzten nicht bloß mit ihr zufrieden, sondern auch so gut waren, sie in allen Dingen unterrichten zu lassen, die gut für Zitas Leben waren.



    Die ununterbrochene Beschäftigung war gleichsam zu ihrer anderen Natur geworden. Und hatte sie einmal nichts für ihre Herrschaft zu tun, so suchte sie sich selbst eine nützliche Beschäftigung. Denn Langeweile und Nichtstun mochte Zita überhaupt nicht, weil das, wie sie wusste, aller Anfang vom Bösen ist.



    Mit der Frömmigkeit und dem Fleiß verband sie außerdem ein sehr mitleidiges Herz, besonders gegenüber armen Waisen und gebrechlichen Armen.



    Wie sie nur konnte, sparte sie einen Teil der ihr zur Nahrung zugeteilten Speisen, um damit einem Hungrigen etwas zu geben. Von ihrem geringen Dienstlohn teilte sie das meiste den Armen aus, und hatte sie ein Kleidungsstück, dem sie entwachsen oder das sie abgenützt hatte, so versuchte sie es so gut wie möglich auszubessern, um es einem Armen geben zu können. Ja, Zita war darauf bedacht, immer etwas als Vorrat zu haben, um den Armen damit eine Freude machen zu können, und mit Dank nahm sie alles an, was man ihr für die Armen schenkte.



    Eines Tages, als sie einmal gar nichts hatte, was sie einem Bedürftigen hätte reichen können, erflehte von ihr ein alter kraftloser Armer eine auch noch so geringe Gabe. Das Herz brach ihr beinahe vor Schmerz, weil sie gar nichts hatte. Doch die wahre, christliche Liebe ist erfinderisch. Zita eilte an den Brunnen, reinigt ein Trinkglas sehr sorgfältig, füllt es mit frischem Wasser, und im Gedenken der schönen Ermahnung des ehrwürdigen Tobias an seinen Sohn: „Sei barmherzig so gut du kannst! Hast du viel, so teile reichlich aus; hast du wenig, so bemühe dich, das wenige doch gerne zu geben,“ eilt Zita dem kraftvollen Armen liebend entgegen, sie reichte ihm den frischen Trank, und dieser trinkt das Gefäß mit großer Lust aus, denn es kam ihm so vor, als tränke er den köstlichsten Wein. Er fühlt sich gestärkt, dankt herzlich und geht nun zufrieden seinen Weg.



    So voller Mitleid Zita war, ebenso liebevoll war sie. Niemals vergaß sie die ermunternden und belehrenden Worte Jesu: „Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen“, und es war eine ihrer persönlichsten Sorgen, dem Sohn Gottes in allem so getreu als möglich nachzufolgen. Raue, harte, unverdient zornige Vorwürfe und Handlungen, die sie von anderen von Zeit zu Zeit erfuhr, nicht einmal falsche Anklagen und Verleumdungen konnten die Ruhe ihrer Seele trüben. Keine Klage über Unrecht, dass man ihr tat, konnte man aus ihrem Mund hören. Sie war vielmehr in den Sinn der Worte Jesu vollkommen eingedrungen, als der einst sagte: „Wenn du deine Gabe auf den Altar legst und du dich dort daran erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder.“ Oft fiel sie deswegen jenem, der sie ungerecht gekränkt, verleumdet oder gelästert hatte, zu Füßen und bat ihn um Vergebung der Schuld, die sie doch gar nicht begangen hatte.



    Bemühte sich Zita auf solche Art liebevoll und demütig von Herzen zu sein, so war ihr andererseits nichts unangenehmer, als wenn man sie lobte, so sehr sie auch das Lob verdient hatte. Denn sie war vollkommen von der großen Wahrheit überzeugt, dass Demut zwar dem Stand gut anstehe, doch besonders dem dienenden Stand. Sie begriff ganz und gar die Worte ihres Heilandes: „Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, so sagt: wir sind unnütze Knechte, wir haben nur getan, was wir zu tun schuldig waren.“



    Die vollkommenste Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten hatte sich Zita durch ihr gutes Betragen und wegen ihrer Treue und ihres Fleißes erworben. In einem noch höheren Grad erwarb sich aber Zita die Achtung auch aller ihrer Bekannten, selbst ihrer nächsten Umgebung, durch ihre gute und christliche Art. Denn erschrak sie schon vor jedem unreinen Gedanken, so erlaubte sie sich umso weniger ein zweideutiges Wort. Sie brachte es sogar so weit, dass sich niemand traute, ihr etwas Ungutes oder gar Sündhaftes zuzumuten. Als indessen einer der Hausbewohner es doch eines Tages wagte, ihr einen solchen Antrag zu machen, so beschämte sie ihn durch Zurechtweisung so sehr, dass er es nie mehr wagte, weder bei ihr noch bei einem anderen Mädchen ähnliche Worte zu sprechen. Auch andere Mädchen zur Reinheit des Herzens zu führen, gehörte mit zu den größten Anliegen Zitas. Jesu Worte: „Selig sind, die eines reinen Herzens sind“, versuchte sie ihnen mit aller Sorgfalt vor Augen zu führen. So sehr sich Zita auch mühte, den Forderungen und Wünschen ihrer Herrschaft nachzukommen, so versuchte sie jedoch dabei Gott mehr zu gefallen, als den Menschen. Ihr Wahlspruch war von Kindestagen an: „Die Hand bei der Arbeit, das Herz bei Gott!“ und an jedem Morgen erinnerte sie sich an sie. Hatte sie ihre Gebete zu Gott in ihrer Kammer und der ganz nahe gelegenen Kirche des heiligen Frigidian verrichtet, ging sie mit erneuerter Liebe, Achtsamkeit und Freude an ihre Arbeit, die sie mehr aus Liebe zu Gott, als des Dienstlohnes wegen verrichtete. So erfüllte sie die Lehre Jesu und des großen Völkerlehrers: „Betet ohne Unterlass!“



    Zita gehörte unter die Dienstboten, die ihren Herrschaften in allen normalen Forderungen zu gefallen suchen, ihren Nutzen befördern, sie vor Schaden warnen, mit ihrem Stand zufrieden sind und ihr Herz nicht hängen an vergängliche Güter dieser Zeit. Daher geschah es auch, dass sie vierzig Jahre lang, ohne zu wechseln, im Dienst des Hauses der Familie Fatinelli blieb. Aber auch die Familie wusste die treue, unermüdet fleißige und gottesfürchtige Magd zu schätzen. Sie behandelte die nun schon alt gewordene Zita mehr als Hausfreundin. Sie verlangte keine Dienstleistungen mehr von ihr; pflegen und schonen sollte sie ihren unter der anhaltenden Arbeit mürbe gewordenen Körper. Dem Gottesdienst, ihrer Lieblingsbeschäftigung, sollte sie, wann sie nur immer wollte, nach Gefallen beiwohnen. So angenehm ihr das zwar war, so war Zita doch andererseits an Arbeit zu gewöhnt, als dass sie nach der Rückkehr aus der Kirche unbeschäftigt hätte bleiben können. Wurde sie von ihrer Herrschaft an das Ausruhen erinnert, antwortete sie dankbar: „Sie werden doch nicht haben wollen, dass der Tod mich im Müßiggang überrascht!“



    Doch endlich nahte sich die Stunde ihres Heimgangs. Zita wurde von einem anfangs mäßigen Fieber überfallen, das aber immer mehr zunahm und gefährlicher wurde. Sie fühlte bald selbst das herannahende Ende ihres Lebens und zögerte nicht, sich zu diesem wichtigen Übergang durch den andächtigen Empfang der heiligen Sterbesakramente vorzubereiten.



    Keine Furcht, keine Angst, kein Zagen war bei ihr zu bemerken. Denn Christus war ihr im Leben und im Sterben Gewinn. Mit hoher Sehnsucht verlangte sie vielmehr zu sterben und mit Christus zu sein. Mit diesen Gefühlen entschlief sie sanft am 27. April 1172 im Beisein einiger frommer Frauen der Familie Fatinelli.



    Kaum erscholl am frühen Morgen die Nachricht von dem erfolgten Tod der wegen ihren seltenen und großen Tugenden schon im Leben heilig geachteten Zita, so riefen sich unaufgefordert die Kleinen auf den Straßen zu: „Kommt, lasst uns in die Kirche des heiligen Frigidian eilen, denn die heilige Zita ist gestorben!“ Wirklich wurde auch ihr Leichnam auf allgemeines Verlangen in dieser Kirche öffentlich ausgesetzt, und es versammelte sich dabei ununterbrochen eine unzählbare Menge Volkes, um die Verklärte noch einmal zu sehen und von ihrer Kleidung sich ein Stückchen abzuschneiden, weswegen ihr Leichnam öfter neu bekleidet werden musste. Erst nach mehreren Tagen war es möglich, sie zu begraben. Das Begräbnis geschah unter dem Zulauf der ganzen Stadt und Umgegend mit großem Gepränge und mit tiefer Rührung. Später wurde ihre sterbliche Hülle, die immer ihre blühende Gestalt behielt, auf Verordnung der Kirchenvorsteher in einen steinernen Sarg gelegt und i Ehren aufbewahrt, weil an ihrem Grab und durch die Fürbitte häufige Wunder geschahen, bis endlich mit höchster Genehmigung der Kirche, unter der Regierung des Papstes Leo X., Zita als eine Heilige öffentlich verehrt werden durfte und zu ihrem Andenken an mehreren Orten Italiens Kirchen und Kapellen erbaut wurden.




    https://www.heiligen-legende.de/zita-lombardo/

  • Maria, Mutter vom Guten Rat 26. AprilDatum26.04.2026 09:17
    Thema von Blasius im Forum Hochfeste der allersel...



    An den meisten Marienfesten begegnen uns in den Episteln Texte aus dem Alten Testament, aus denen nicht so ohne weiteres zu ersehen ist, was sie eigentlich mit Maria zu tun haben sollen. In diesen Stellen schildert uns der heilige Verfasser, wie Gott in unergründlicher Weisheit seine Schöpfung erdacht und mit liebevollster Weisheit verwirklicht hat. Als Dichter lässt er darin die Weisheit Gottes als etwas anscheinend Selbstständiges, als eine Personifikation oder Person auftreten, die in unvordenklichen Zeiten dem Inneren Gottes entstiegen ist, seitdem vor ihm spielt und mit Wonne nun der von Gott durch sie geschaffenen Welt sich zuwendet, um den Geschöpfen die Gabe der Weisheit zu vermitteln.



    Als nun die zweite göttliche Person in der Fülle der Zeiten Mensch wurde, verkündete uns die Offenbarung Gottes den ins Fleisch eintretenden Gottessohn als das Wort oder den Gedanken seines ewigen Vaters. Daraus erhellte, dass Gott-Vater in seinem ewigen Schoß aus der Überfülle seiner Selbsterkenntnis seinen Sohn gezeugt hatte und noch immerfort zeugte. Damit stand dieser Sohn aber in unmittelbarer Verbindung mit der Weisheit Gottes, erschien gleichsam als die Person gewordene Weisheit Gottes selbst. Die gläubige Welt begrüßte daher Jesus Christus als die fleischgewordene Weisheit Gottes und wandte auf den Gottmenschen die alttestamentlichen Texte von der Weisheit Gottes an.



    Die göttliche Weisheit hat aber aus Maria der Jungfrau Fleisch angenommen. Neun Monate lang ruhte sie im Mutterschoß der heiligen Jungfrau. Darf man ihr deshalb nicht mit Recht den herrlichen Titel geben: Sedes sapientiae, Sitz der Weisheit? Wer könnte aber so lange und so innig mit der Weisheit selbst verbunden sein, ohne nicht auch von ihr erfüllt zu werden? Maria musste daher, wie voll der Gnaden, so auch voll der göttlichen Weisheit sein. Als die „weiseste Jungfrau“ begrüßt sie die Lauretanische Litanei.



    Wer aber ist ein Weiser? Weise sein ist etwas ganz anderes als klug oder gelehrt sein. Klug liegt nicht fern von Schlausein, ein Weiser aber ist meilenweit davon entfernt. Gelehrt ist, wer mehr weiß als die Menschen gewöhnlich. Aber die Wissenden unter uns sind noch lange nicht immer die Weisen, und selbst jemand ohne Schulbildung kann ein Weiser sein. Wir sprechen gerne dem Alter die Weisheit zu und wollen damit sagen: Nur wer einsichtsvolle Erfahrung gesammelt hat, nur wer nicht mehr wie die leichtfüßige Jugend an der Oberfläche haften bleibt und über die Tiefen des Lebens hinweghüpft, nur wer aus tiefer Einsicht und letzten Beweggründen urteilt und handelt, der ist der Weise unter uns, dessen Rates wir uns gerne bedienen.



    Maria ist nun der Sitz der Weisheit, die weise Jungfrau, darum voll der herrlichen Gottesgabe der Weisheit. Sie kann darum nicht anders, als alles zu erwägen, alles zu beurteilen aus dem Letzten und Tiefsten, darum aus dem Sichersten und Wahrsten. Das heißt aber: Maria sieht alles im Licht Gottes und aus des Menschen Berufung zu Gott hin. Darum kann niemand uns so gut Beraterin auf unserem Weg durch dieses Erdenleben zu Gott hinauf sein als Maria. Sie weiß, ob diese oder jene Einzelheit unseres Lebens, diese oder jene Phase unseres Lebensweges wirklich zum wahren Glück führt. „Mutter des Guten Rates“ hat sie deswegen so fein der fromme Sinn der Christen genannt. Wie viele Christen mögen es schon sein, die in den Unklarheiten oder Schwierigkeiten ihres Erdenlebens zur Mutter vom Guten Rat gepilgert sind und bei ihr, dem Sitz der Weisheit, Klarheit und Sicherheit erhalten haben!



    Kirchengebet



    Gott, Du gabst die Gebärerin Deines geliebten Sohnes uns zur Mutter und ihr herrliches Bild hast Du durch eine wunderbare Erscheinung berühmt zu machen Dich gewürdigt. Gewähre uns, wir bitten Dich, die Gnade, im steten Gedenken ihrer Ermahnungen nach Deinem Herzen zu leben und glücklich zum himmlischen Vaterland zu gelangen. Amen.



    Zur Geschichte des Festes: Die Uranfänge der Verehrung der lieben Gottesmutter unter dem Titel „Maria vom Guten Rat“ gehen auf eine Legende zurück. Danach soll das Bild Unserer Lieben Frau von Genazzano, unweit von Palestrina, auf wunderbare Weise von Albanien nach Italien versetzt worden sein. Zwei Christen, die das Bild vor dem Zugriff der Muselmanen retten wollten, nahmen es mit über das Adriatische Meer und ließen es in einer Augustinerkirche zurück. Dies soll im Jahr 1467 geschehen sein.



    Geschichtlich steht folgendes fest: Dieses Bild wurde 1682 vom Kapitel der vatikanischen Basilika gekrönt, und auch der Titel: U. L. Frau vom Guten Rat ist bereits im 17. Jahrhundert bekannt. Das Fest wurde in Genazzano schon seit 1727 gefeiert. Pius VI. gestattete dieses Marienfest im Jahr 1789 dem ganzen Augustinerorden und setzte den 26. April als Festtag an. Seitdem gewann dieses Fest immer mehr an Beliebtheit und wird heute in verschiedenen Diözesen gefeiert.

    Leo XIII., der aus der weiteren Umgebung von Genazzano stammt, gab diesem Marienfest eine besondere Bedeutung, indem er die Anrufung „Mutter vom Guten Rat“ in die Lauretanische Litanei aufnahm.



    (Prof. Dr. Carl Feckes, So feiert dich die Kirche, Steyler Verlagsbuchhandlung, 1957)


    Impressum | Datenschutz | Sitemap


    https://www.marianisches.de/marienfeste/...-vom-guten-rat/

  • Vom Reich GottesDatum26.04.2026 09:12
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Von den Weissagungen der Schrift



    Herr, vor dir sind alle Zeiten,

    Die nach deinem Willen gehn,

    Und zum Heile alle leiten,

    Welche ihren Wink verstehn.



    1. Nie genug können wir die Vorsehung des Allerhöchsten bewundern, die über die Erhaltung der Erblehren, Verheißungen und des Opferdienstes wachte, die er den ersten Menschen gab, und die bis auf Noah, den Gerechten, sich vererbt hatten, der selbst nach der Sündflut dem Herrn ein feierliches Opfer bringt. (Genesis 8,20) Und siehe, bald bevölkert die Erde sich abermals, neue Völker erwachsen, und schon droht Finsternis des Götzentums die heilige Erblehre zu verdunkeln. Da erwählt der Allerhöchste ein eigenes Volk, sie zu bewahren, und schmückt es mit seiner Erkenntnis, mit Wundern, Weissagungen und einem göttlichen Gesetz.



    2. Alle diese Opfer, Wunder und Weissagungen zielten nach einem verheißenen Erlöser, wie nach ihrem Mittelpunkt. Adam erhielt die erste dunkle Weissagung von einem künftigen Retter. Abraham, der Stammvater dieses gesonderten Volkes, empfängt die Zusage, dass der Erlöser aus seinen Nachkommen sein werde, und dass in ihm alle Nationen gesegnet werden. Sein Enkel Jakob weissagt auf seinem Totenbett seinem Sohn Juda, dass dieser Erwartete der Nationen aus seinem Geschlecht abstamme, aber erst dann erscheinen werde, wenn das Zepter von Juda gewichen sein wird. Moses verkündete ihn als den neuen Gesetzgeber. David lobpreist ihn als seinen Sohn und seinen Herrn und als den ewigen hohen Priester. Spätere Propheten aber schildern ihn, als schrieben sie seine Geschichte.



    3. Du aber, o Herr aller Zeiten, hast die Aussprüche deiner Propheten besiegelt. Die Erfüllung der Weissagung deines Sehers Jesaja von einer siebzigjährigen Gefangenschaft seines Volkes, und ihre Befreiung durch den noch ungeborenen König Cyrus, erweckte ihm vollen Glauben über alles, was er von der jungfräulichen Geburt und den Leiden des Messias geweissagt hatte. Und wie auch hätte die erfüllte Weissagung Daniels von den vier Monarchien je einen Zweifel übrig gelassen, dass der Messias nach zweiundfünfzig Jahreswochen erscheinen wird, dass sein Volk ihn töten, und dass die Römer ihre Stadt und den Tempel zerstören würden? Alle diese Weissagungen vom Anfang bis zum Ende bilden einen lichtvollen Plan der Erlösung, der vollkommen durch deinen Eingeborenen, unseren Herrn, in Erfüllung ging. Psalm 93,4-5: "Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser, gewaltiger als die Brandung des Meeres ist der Herr in der Höhe. Deine Gesetze sind fest und verlässlich; Herr, deinem Haus gebührt Heiligkeit für alle Zeiten."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum26.04.2026 08:40
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet des heiligen Athanasius am 26. April



    Vernimm, o allerheiligste Jungfrau Maria, unser Gebet und denke an uns. Lass uns teilnehmen an deinen Schätzen und an der Gnadenfülle, die du genießt. Der Erzengel begrüßt dich und nennt dich voll der Gnaden. Alle Völker preisen dich glückselig, die himmlischen Chöre lobsingen dir. Auch wir, die wir noch hier auf Erden leben, auch wir rufen dir zu: Gegrüßet seist du, Gnadenvolle, der Herr ist mit dir. Bitte für uns, o Mutter Gottes, unsere Gebieterin, unsere Königin. Amen.



    Zum Heiligen Geist



    O Heiliger Geist, ich bitte Dich durch Maria unablässig um Deine sieben Gaben: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit und Furcht des Herrn - und um die zwölf Früchte: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Heute wurde zu Rom in der Kirche der seligsten Jungfrau auf den Bergen ein wundertätiges Mutter-Gottes-Bild mit besonderer Andacht verehrt.


    new.php?thread=4072&forum=45&reply=1&replyid=28136

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Mehr als tausend Jahre blühte im Münstertal am Fuß des Schwarzwaldes zwei Meilen von Freiburg im Breisgau entfernt, ein großes Benediktinerkloster, von dem viele Gottbegeisterte Missionare ausgingen, um das zum Teil noch heidnische Volk der Alemannen für das Christentum zu gewinnen, und die Christen in der Wissenschaft des Heils, in der Gottesfurcht und allen Tugenden zu befestigen. Dieses Kloster wird nach seinem Gründer St. Trudpert genannt.



    Einem uralten Bericht zufolge entstammte Trudpert einem hochadeligen Geschlecht Irlands und soll ein Bruder des heiligen Rupert, des ersten Bischofs von Salzburg, und der heiligen Jungfrau Erintrud gewesen sein. Nachdem er eine Wallfahrt nach Rom unternommen und am Grab der Apostelfürsten gebetet hatte, reifte in ihm der Entschluss, seine teure Heimat und lieben Angehörigen zu verlassen, um im verborgenen Leben Gott und dem Heil seiner Seele zu leben. Ein himmlisches Gesicht wies ihn in eine stille Gegend unfern des Rheins. Vom Papst Bonifatius IV. gesegnet, durchwanderte er betend und predigend einen großen Teil Alemanniens und kam in ein wildes Tal am Fuß des Belchen. Bei dem Bächlein Neumage beschloss er eine Einsiedelei zu bauen und bat den Grafen Othpert um Erlaubnis, sich auf seinem Grundeigentum niederlassen zu dürfen. Hocherfreut, einen so heiligen Mann auf seinem Gebiet zu haben, entsprach der Graf sehr gerne der Bitte Trudperts und schenkte ihm die ganze raue Wildnis mit Berg und Wald und Gewässer, damit er seinen Entschluss ausführen könne, dort eine Zelle zu errichten. Auch gab er ihm sechs Knechte bei, die das unfruchtbare Gestrüpp entfernen und die Wohnung herrichten sollten (640).



    Das erste, was er ins Werk setzte, war die Erbauung einer Kapelle zu Ehren der heiligen Apostel Petrus und Paulus, die der Bischof von Konstanz einweihte. Trudpert strebte mit allem Eifer nach göttlichen Dingen, kasteite seinen Leib mit Fasten, Nachtwachen, Beten und Betrachten, verkündete in dem Land ringsumher die Lehre des Heils und gewann die Herzen des Volkes durch seine väterliche Liebe und sein heiliges Leben. Der böse Feind sah voll Neid und Hass das edle Werk Trudperts mehr und mehr zur Ehre Gottes und zur Rettung der Seelen gedeihen und flüsterte zweien der Knechte Othperts den schrecklichen Entschluss ein, den Heiligen zu ermorden.



    Ermattet von schwerer Arbeit hatte sich Trudpert in der Mittagshitze auf eine hölzerne Bank gelegt, um ein wenig zu schlummern. Da kam einer der bösen Brüder, spaltete ihm mit einem Beil das Haupt, dass es darin stecken blieb und entfloh mit dem Mitgesellen. Der Tag der Ermordung war der 26. April 643.



    Als der Graf Othpert von der Gräueltat hörte, wurde er tiefbetrübt. Ohne Verzug eilte er herbei, fand den Leichnam mit bleichem, blutbespritztem Antlitz voll himmlischen Friedens. Er begrub ihn in Gegenwart vielen Volkes in der Kapelle des heiligen Petrus. – Die beiden Mörder, vom bösen Geist ergriffen, irrten unstet durch Berg und Tal, bis sie von der Hand der Gerechtigkeit ergriffen wurden. Zu dem Landgrafen Babo von Elsass, , dem Bruder des Grafen Othpert geführt, entleibte sich der eine Mörder unterwegs, der andere wurde hingerichtet.



    Bald wurde das Grab Trudperts, den man als einen heiligen Märtyrer verehrte, das Ziel vieler frommen Wallfahrer und viele Wunder verherrlichten die Mordstätte. Neben ihr entstand das berühmte Kloster St. Trudpert, dessen segensreiche Wirksamkeit sich über einen großen Teil des südlichen Deutschlands erstreckte. Das kirchliche Andenken an den heiligen Einsiedler und Märtyrer Trudpert wird alljährlich an seinem Todestag, dem 26. April, gefeiert.




    https://www.heiligen-legende.de/trudpert...ünstertal/

  • Vom Reich GottesDatum24.04.2026 19:33
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Über die Wahrheit der Auferstehung Jesu



    Erstanden ist der Herr in Himmelsklarheit.

    Besiegelt ist auf ewig nun die Wahrheit.

    Die Welt erglänzt im Auferstehungsscheine.

    Ihn betet an die heilige Gemeine.



    1. "Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!" So schlage denn an deine Brust, gottesmörderische Synagoge. Erkenne deinen Messias, und bitte mit blutigen Tränen ihn um Verzeihung. Doch höre diese Mörder: Nicht erstanden ist er, die Jünger haben seinen Leichnam geraubt! Woher wisst ihr dies? Die Wächter am Grab haben es ausgesagt. Wie? Diese römischen Krieger schlugen diese wenigen furchtsamen Fischer nicht in die Flucht? Sie schliefen! Wie? Sie schliefen, und sahen dennoch alles, was geschah? Und Pilatus straft diese feigen Memmen nicht? Und ihr selbst lasst diese Räuber, die einen Leichnam stahlen, von dem die Ruhe und die Religion des Landes abhängt, frei umher gehen? O Blindheit, o Wahnsinn, o Verstockung!



    2. Oft hatte Jesus den Aposteln sein Leiden und seinen Tod geweissagt. Und immer hatte er seine Auferstehung am dritten Tag beigefügt. Sie hatten nun sein Leiden und seinen Tod gesehen. Mussten sie also nicht auch seine Auferstehung erwarten? Glaubte aber auch nur einer aus ihnen daran? Ging nicht ihr Unglaube bis aufs Äußerste, so dass sie die Versicherung der heiligen Frauen für fabelhaftes Weibergeschwätz hielten, und dass Thomas, selbst nach der Versicherung aller Apostel und Jünger, dennoch starrsinnig auf seinem Unglauben beharrte? Und nun kommen aberwitzige Schwätzer und schreien: Enthusiasmus! Verblendung! Ist aber nicht eine Verblendung so vieler Menschen, die vierzig Tage hindurch glauben, sie sprechen und essen mit einem Erstandenen, ein größeres Wunder, als selbst die Auferstehung eines Toten?



    3. Hätte Jesus seine Auferstehung nicht geweissagt, so hätte sein Tod seine Freunde immerhin schmerzlich betrübt, doch hätten sie ihn zugleich bemitleidet, dass er seinen Ruf durch eine so sonderbare Weissagung befleckte, die er nicht erfüllen konnte. Die Apostel, die der Spott der Nation geworden wären, wären still zu ihrem Fischerhandwerk zurückgekehrt. Und sein Name wäre allmählich in Vergessenheit versunken. Wer also kräftigte diese schwachen, furchtsamen Fischer, diese Auferstehung in der ganzen Welt zu verkündigen, die Wahrheit der Auferstehung mit ihrem Blut und Leben zu besiegeln, zahllose Bekenner von dieser Auferstehung zu überzeugen, und die Welt zu bekehren? Lukas 24,34: "Der Herr ist wirklich auferstanden!"


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum24.04.2026 19:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 25. April



    Sei gegrüßt, o Königin, dich hat der Herr mit Glanz und Herrlichkeit gekrönt, dich über alle Engel erhoben. Du herrschst jetzt als Mittlerin Himmels und der Erde. Dich lohnt der Herr für alle Beschwerden deines irdischen Lebens mit der reichsten Seligkeit. Als solche vermagst du viel, ja alles bei Gott. So hilf uns denn, hilf der ganzen Christenheit, hilf uns armen Adamskindern, dass wir die Klippen der Sünde meiden und einst mit dir teilnehmen dürfen an der ewigen Seligkeit. Amen.



    Zu Gott




    O Gott der Liebe und des Erbarmens, nimm die gemeinsame Bitte Deiner Kinder gnädig auf, und lass uns, befreit von den Banden der Sünde, Deiner Wohltaten für die Zeit und die Ewigkeit teilhaftig werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Einweihung des unteren Teils der herrlichen heiligen Kapelle, die der heilige König Ludwig zu Paris erbauen, und im Jahr 1248 an diesem Tag zur Ehre der seligsten Jungfrau hat einweihen lassen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Markus war von Geburt ein Jude aus der Landschaft Cyrene in Afrika und wurde am Pfingstfest durch den Apostel Petrus bekehrt und getauft. Er diente seinem geistlichen Vater als Dolmetscher und begleitete ihn auch nach Rom. Darauf schrieb er auf die Bitte der Gläubigen sein Evangelium, aller Wahrscheinlichkeit nach um das Jahr 50 nach Christus. Während seines Aufenthaltes in Rom sendete Petrus mehrere seiner Jünger nach verschiedenen Gegenden aus, um den Glauben zu verkünden. Markus wurde nach Afrika geschickt und als Bischof von Alexandria, das nach Rom die berühmteste Stadt der Welt war, aufgestellt. Er landete um das Jahr 50 zu Cyrene in Pentapolis, bekehrte alsbald eine Menge Heiden und zerstörte die Götzentempel. Sein Evangelium, das er mit sich gebracht hatte, wurde in Lybien und den anderen Provinzen Ägyptens verbreitet. Nachdem der Heilige zehn Jahre auswärts gelehrt hatte, kam er endlich in die Hauptstadt seines Sprengels, wo das Christentum in kurzer Zeit erstaunliche Fortschritte machte. Das brachte die Heiden in die größte Wut und Markus war genötigt, ihren Äußerungen auszuweichen. Er begab sich nach Pentapolis, setzte aber zuvor den heiligen Anian zum Bischof von Alexandria ein. Zwei Jahre blieb er weg und besuchte während dieser Zeit die von ihm in Ägypten gegründeten Kirchen. Nach seiner Rückkehr wachte er mit verdoppeltem Eifer für das Wohl der herrlich aufblühenden Gemeinde, und die Neubekehrten befleißigten sich unter seiner Leitung eines vollkommen heiligen Lebenswandels. Nachdem er für einige Zeit sich nach Rom begeben hatte, ging er wieder nach Alexandria, wo ihn ein glorreicher Martertod erwartete und seine apostolische Laufbahn beschlossen werden sollte. Die Heiden, erstaunte Zeugen seiner Wunder, behandelten ihn als Zauberer und schworen ihm den Tod. Insbesondere waren es die Götzenpriester, die das Volk gegen ihn erbitterten und den Galiläer – so nannten sie Markus – als Opfer verlangten. Der Pöbel folgte dem Geschrei der Unsinnigen und ergriff den Heiligen, als er zum Osterfest eben die heiligen Geheimnisse feierte. Man band ihn mit Stricken und schleifte ihn einen ganzen Tag lang durch die Straßen, die von seinem Blut gefärbt wurden. Am Abend wurde er in einen Kerker geworfen, wo himmlische Gesichte ihn trösteten. Am folgenden Morgen stürmten die Heiden ins Gefängnis und zerrten ihn aufs Neue durch die Stadt, bis er unter ihren Misshandlungen den Geist aufgab am 25. April des Jahres 68. Seine Reliquien werden bekanntlich zu Venedig aufbewahrt, wo er auch als Hauptpatron verehrt wird. Die heiligen Väter haben ihm in Beziehung auf das erste Kapitel des Propheten Ezechiel als Sinnbild einen Löwen beigegeben.

    https://www.heiligen-legende.de/markus-evangelist/

  • Vom Reich GottesDatum24.04.2026 08:08
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Vom Opfer Jesu Christi



    Lass, Gotteslamm, bei deinem Kreuz mich weinen,

    Wo du die Welt versöhnest durch dein Blut.

    Mit deinem Opfer will ich mich vereinen,

    Und mit dir sterben, Herr, vor Liebesglut.



    1. Alle Opfer des Alten Bundes zielten dahin, Gott die tiefste Ehrfurcht zu bezeigen, für seine Wohltaten ihm zu danken, seine Barmherzigkeit anzuflehen, und seine beleidigte Gerechtigkeit zu versöhnen. Dies vermochten jedoch die Schlachtopfer und das Blut der Böcke und Kälber nimmermehr aus sich selbst, sondern sie waren Bilder und Vorzeichen eines großen künftigen Opfers, das die Gottheit vollkommen versöhnen, und dem menschlichen Geschlecht alle Schätze der göttlichen Gnade erschließen sollte. Dies war das große Opfer des Mittlers zwischen Gott und den Menschen, dessen blutige Aufopferung Jahrtausende hindurch geweissagt wurde, und die das Ziel aller gesetzlichen Opfer der Vorzeit war, und ihnen Kraft und Wirksamkeit verlieh.



    2. Dies Opfer des Gottmenschen Jesus Christus war allein der allerhöchsten Majestät Gottes würdig, weil es allein unendlichen Wert hatte. Er war "das Lamm, das von Anbeginn der Welt getötet wurde". (Offenbarung 13,8) Mit seinem Blut wurden wir alle besprengt, sein Tod wirkt in uns allen das Leben. Alle daher sind wir, die wir durch den Glauben mit ihm vereint sind, ein Opfer mit ihm. Wir alle müssen sein Opfer in uns fortsetzen, in ihm und mit ihm Gott uns zum Opfer bringen: und bis zum Tod gegen die Sünde streiten. Dadurch werden wir "ein lebendiges, heiliges, Gott gefälliges Opfer". (Römer 12,1)



    3. Gleichwie aber das Opfer unseres göttlichen Hauptes erst durch seinen Tod vollendet wurde, also wird auch unser Opfer erst im Tod vollendet. "Leben wir aber Gott in Jesus Christus" (Römer 6,11), so sterben wir auch Gott in ihm, da der Tod uns nicht von ihm trennt. Dieser Tod aber ist das höchste Opfer, das wir Gottes Unsterblichkeit bringen können, da es eins mit dem Opfertod Jesu Christi ist. Die christliche Seele also, die noch vor dem Tod erbebt, kennt den unendlichen Wert nicht, zu dem Jesus unseren Tod durch seinen Opfertod erhoben hat. "Niemand aus uns lebt sich selbst, und niemand stirbt sich selbst. Denn leben wir, so leben wir dem Herrn; und sterben wir, so sterben wir ebenso dem Herrn." (Römer 14,8)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum24.04.2026 08:03
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 24. April



    Stehe uns bei, mitleidige Königin, und blicke nicht auf die Menge unserer Sünden. Bedenke, bedenke immerdar, dass unser Schöpfer von dir seinen menschlichen Leib hat empfangen wollen, nicht um die Sünder zu verdammen, sondern um sie selig zu machen. Wärst du nur für dich allein Mutter deines Gottes geworden, dann könntest du antworten, es liege dir wenig daran, ob wir selig werden oder ewig verloren gehen. Aber nein, um unserer Sünden willen, um des Heils aller Menschen willen, hat Gott unser Fleisch angenommen. Was würde es uns wohl nützen, dass du so mächtig und zu so großer Herrlichkeit erhoben bist, wenn du nicht bewirkst, dass wir an deiner Seligkeit teilnehmen? Hilf uns also, o Maria, beschütze uns, denn du weißt ja, wie sehr deine Hilfe uns Not tut. Wir empfehlen uns dir an, mach, dass wir nicht verloren gehen, sondern dass wir dir dienen und deinen lieben Sohn Jesus Christus die ganze Ewigkeit hindurch lieben. Amen.



    Pater Ulrich von der heiligsten Dreifaltigkeit

    Gedenktage und Lebensskizzen hervorragender

    Mitglieder des Karmelitenordens




    Am 24. April 1724 entschlief zu Regensburg der lobwürdige Pater Ulrich von der heiligsten Dreifaltigkeit, der allzeit als großer Wohltäter der Menschheit zu betrachten ist. Pater Ulrich, sein weltlicher Name war Johann Peter Elberskirch, wurde zu Koblenz am 20. Mai 1662 geboren und zu Köln im Jahr 1683 am 18. Juni eingekleidet. Er widmete sich nach Beendigung seiner Gymnasialstudien dem Apothekerberuf, fühlte jedoch einen starken Zug zum religiösen Leben in sich und bat deshalb um Aufnahme in den Karmelitenorden. Sie wurde ihm aber verweigert, weil die Zahl der Novizen, die man unterbringen konnte, schon auf Jahre hinaus voll war. So nahm er denn seine Tätigkeit als Apotheker wieder auf und vollführte sie so gewissenhaft, dass sein Herr, der Willens war, sich in den Ruhestand zu begeben und seine wohlbestellte Apotheke seiner Tochter zu überlassen, dieser riet, keinen anderen zu heiraten als unseren Ulrich. Das Mädchen war damit einverstanden; man hatte bereits im Kreis der Verwandten die Verlobung gefeiert. Da kam eines Tages vom Pater Provinzial ein Brief mit der Meldung, nun sei Platz im Noviziat; falls Ulrich seinen Entschluss nicht inzwischen geändert habe, könne er eintreten. Ulrich freute sich über diese Nachricht. Der Ordensstand erschien Ulrich ja viel begehrenswerter als der eheliche. Darum löste er die Verlobung und begab sich unverweilt nach Köln, um das Noviziat zu beginnen. Nachdem er die Profess abgelegt hatte und zum Priester geweiht war, wurde er nach Wien und Prag versetzt. Einige Zeit war er Vikar der neuen Stiftung zu Heidelberg, im Jahr 1709 wurde er zum Prior zu Würzburg, drei Jahre später zum Prior von Koblenz gewählt. Seinen Lebensabend brachte er in Regensburg zu, wo er reich an Verdienst in die Ewigkeit hinüberging. Hier war es auch, wo er den sogenannten "Karmelitengeist" erfand, der im Kloster zu Regensburg noch heutigentags hergestellt wird und ein vortreffliches Heilmittel gegen verschiedene Leiden ist.



    Zu Jesus Christus



    Göttlicher Stifter unserer heiligen Kirche, schütze und erhöhe auf Erden Deine zu unserem Heil gestiftete Mutter, die heilige katholische Kirche. Erleuchte die ihr Entfremdeten, damit sie, ihren Irrtum erkennend, zur Wahrheit zurückkehren. Leite aber auch uns, gekräftigt gegen die bösen Lockungen einer sündhaften Welt, sicher zum Ziel der ewigen Vereinigung mit Dir, unserem Heiland. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    In der Lebensbeschreibung der heiligen Jungfrau Bona, deren Andenken die Kirche heute verehrt, wird erzählt, dass ihr die seligste Jungfrau, da sie am Grab des heiligen Jakob ihr Gebet verrichtete, mit dem Jesuskind in herrlicher Gestalt erschienen ist.

    Die Andacht und das Vertrauen des heiligen Fidelis von Sigmaringen zur seligsten Jungfrau lässt sich aus seinen letzten Worten deutlich schließen: "Jesus, Maria! Erbarme dich meiner, o Gott!"


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Nehmen wir einmal an, du seiest im Jahr 1600 geboren worden, und wenn wir dann weiter annehmen, du seiest zwölfjährig am Franziskustag, am 4. Oktober 1612 also, zufällig in die Stadt Freiburg im Breisgau gekommen, so hättest du etwas Schönes erlebt.



    Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Männer und Frauen, Alte und Kinder, alles strömt in Festtagskleidern durch die Straßen einem bestimmten Ziel zu, und es ist das Ziel nicht das herrlich hochragende Münster Unserer Lieben Frau, sondern die schlichte Kapuzinerkirche, die erst vor kurzem erbaut wurde. Vom Menschenstrom getragen, siehst auch du dich plötzlich dieser Kirche gegenüber, und wie du den ersten besten fragst, was denn eigentlich los sei, stehen gleich zehn Freiburger um dich herum und geben dir mit der weltberühmten Freiburger Freundlichkeit Auskunft. „Hab die Ehr!“ sagen sie. So liebenswürdig und höflich sind nur die Freiburger, und dann erzählen sie dir die folgende Geschichte.



    Heute feiere der Doktor Markus Roy Primiz, und anschließend werde er in die braune Kapuzinerkutte gesteckt. Aus dem Hohenzollerschen stamme Markus. Zu Sigmaringen sei er vor fünfunddreißig Jahren als Kind des aus Flandern eingewanderten Adlerwirtes und Bürgermeisters Roy geboren worden. Hier in Freiburg habe er an der Hochschule jahrelang studiert, in der Hauptsache die Rechtswissenschaft und nebenbei auch die Gottesgelehrtheit. Weil er ein erstklassiges Köpfchen besäße, stets auch fleißig und fromm gewesen sei, habe er es mit jungen Jahren schon zu etwas gebracht und sei Beisitzer am Obersten Landgerichtshof zu Ensisheim drüben im Elsass geworden, aber nicht lange danach habe er die einträgliche Stelle aufgegeben, weil ihn die Ungerechtigkeit, mit der die Richter vielfach vorgingen, angeekelt habe. Da sei er Priester geworden. Heute feiere er Primiz und trete zugleich in den Kapuzinerorden ein.



    Das erzählen dir an dem genannten 4. Oktober 1612 die freundlichen Leute in Freiburg und verabschieden sich von dir mit einem letzten: „Hab die Ehr!“



    Da betrittst auch du die Kirche und siehst den Neupriester am Altar, einen hochgeschossenen, mächtigen, prächtigen Mann, wie er mit großer Andacht sein erstes heiliges Opfer darbringt. Zum Schluss der Messe empfängst du mit den anderen Anwesenden den Primizsegen, von dem die Leute mit Recht sagen, dass er ein paar Schuhsohlen wert sei. Anschließend erlebst du noch die feierliche Einkleidung bei den Kapuzinern und hörst, dass der Doktor Markus Roy fortan schlichtweg Pater Fidelis heißt. Fidelis bedeutet bekanntlich „der Treue“.



    Treu ist in der Tat der Pater Fidelis gewesen, in Wahrheit ein Mann, der seinem Namen Ehre machte. Treu verwaltete er das heilige Priesteramt, mahnte, tadelte, lobte, hörte Beichte, besuchte ohne jede Furcht vor Ansteckung die Cholerakranken, nahm sich als ehemaliger Rechtsanwalt mit Vorliebe der ungerecht bedrückten Witwen und Waisen an, vermittelte ungezählte Almosen von den Reichen zu den Armen und war dazu ein vorzüglicher Prediger, der kein Blatt vor den Mund nahm. Als einst nach einer kräftigen Predigt ein reicher Bürger zu Fidelis sagte: „Pater, wenn ihr Kapuziner, die ihr doch nur von Almosen lebt, fettere Suppen essen wollt, so dürft ihr nicht so scharf auf der Kanzel sprechen“, entgegnete der Gerügte: „Was kümmern mich eure fetten Suppen. Wisst, nicht der Suppen wegen predige ich, sondern ich sage, was mir das Gewissen zu reden vorschreibt.“ So war Pater Fidelis, ein Mann mit Rückgrat, treu seiner Pflicht, und diese herrliche Treue bewährte er bis in den Martertod.



    Pater Fidelis erhielt nämlich den Auftrag, in einem Teil der Schweiz, dessen Bewohner fast ausnahmslos zu den Kalvinisten übergetreten waren, den katholischen Glauben von neuem zu predigen. Es war eine gefährliche Sache, Pater Fidelis sah klar voraus, dass ihm der Auftrag das Leben kosten werde. Als Mann der Treue zögerte er allerdings nicht einen Augenblick. Mutig wagte er sich unter die feindlich gesinnten Irrgläubigen, und da wurde er wenige Monate später, am 24. April 1622, am vierten Sonntag nach Ostern, während der Predigt auf der Kanzel beschossen und kurz darauf von den Kalvinisten in sinnloser Wut mit Spießen, Keulen, Prügeln, Morgensternen und Schwertern erschlagen. So besiegelte Pater Fidelis die Treue mit dem eigenen Blut im Martertod, und auf diese Weise ist er der erste Martyrer des damals noch jungen Kapuzinerordens geworden.

  • Vom Reich GottesDatum23.04.2026 05:31
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Bei den Füßen des Kreuzes



    Deiner Liebe will ich leben,

    Ewig bin ich, Jesus, dein,

    Der für mich du dich gegeben

    In so bittrer Todespein.




    1. O Abgrund der göttlichen Ratschlüsse, welche erschaffene Fassungskraft wird je in deine Tiefen eindringen: Am Kreuz sehe ich den Sohn des lebendigen Gottes durch sein blutiges Opfer der unendlichen Majestät Gottes eine Huldigung darbringen, die allein die Schuld aller Geschöpfe aufwägt. Mit dieser göttlichen Huldigung aber vereinigen die seraphischen Geister und alle Auserwählten ihre Anbetungen, weil sie nur durch dies Opfer der ewigen Majestät wohlgefällig werden. Mein Herz erschrickt bei dem Anblick der unendlichen Gerechtigkeit, die ein solches Opfer für die Sünde fordert, und den unendlich geliebten Sohn des ewigen Vaters zermalmt, weil er im Gewand der Sünder unser Bürge geworden ist. Beim Anblick des gekreuzigten Gottmenschen wird die ewige Strafe mir begreiflich, die der Beleidigung der unendlichen Majestät Gottes bereitet ist.



    2. Wer muss nicht vor den Schrecknissen der ewigen Gerechtigkeit und der Verdammnis erbeben, die wir durch zahllose Sünden verdienen. Doch sieh, es ruft uns die Liebe Jesu durch alle seine Wunden, Vertrauen zu fassen, da er am heiligen Kreuz die Schuldschrift des ewigen Todes zerreißt, und mit der Freiheit der Kinder Gottes alle beschenkt, die an ihn glauben, und in den Quellen seiner Erlösung schöpfen wollen. O mein Erlöser, wie vieles sagt mir dein heiliges Kreuz. Dieses göttliche Buch predigt mir Furcht und Liebe, es ist meine Wissenschaft, mein Licht und mein Trost. Es führt in Zweifeln mich zu Entschlüssen, und zwar oft gegen mich selbst, da ich es nicht vermag, seiner unüberwindlichen Beredsamkeit zu widerstehen.



    3. Prägen wir das Bildnis unseres geliebten Gekreuzigten tief ins Herz. Bei seinem Anblick werden alle Entwürfe unseres Hochmuts, alle Gier nach vergänglichen Gütern verschwinden. Denn wer könnte bei dem Anblick eines armen, verachteten, gekreuzigten Gottmenschen, der aus Liebe zu uns stirbt, noch solchen Dingen nachstreben. Ein beständiger Vorwurf für uns wäre sein Leiden und sein Tod, der uns beschämen und uns zur Verdammnis gereichen würde. O mein gekreuzigter Heiland, dein heiligstes Leiden sei meine Betrachtung im Leben, mein Trost im Tod, meine Liebe in der Ewigkeit. Psalm 73,26b: "Gott ist der Fels meines Herzens und mein Anteil auf ewig."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum23.04.2026 05:28
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 23. April



    Wir bitten dich, o allerheiligste Königin Maria, um der Gnade willen, durch die dich Gott so hoch erhoben hat, und durch die er dir mit seinem Beistand alle Dinge möglich macht, bewirke bitte, dass die Fülle der Gnaden, die du verdient hast, uns dereinst deiner Herrlichkeit teilhaftig mache. Lass es dir angelegen sein, o allbarmherzigste Königin, uns das große Gut zu erlangen, um dessentwillen Gott in deinem keuschen Schoß Mensch werden wollte. Säume nicht, unser Gebet zu erhören. Wenn du deinen Sohn nur bittest, so erhört er dich augenblicklich. Es genügt, dass du unsere Seligkeit willst, und dann können wir nicht verloren gehen. Was könnte wohl deine Barmherzigkeit vermindern? Ach, wenn du nicht Mitleid mit uns hast, da du die Mutter der Barmherzigkeit bist, was wird aus uns werden, wenn dein Sohn dereinst als Richter erscheint. Amen.



    Zu Jesus Christus



    O Jesus, der Du uns durch Dein heiliges Leiden ein Lehrer und ein Vorbild der wahren Geduld geworden bist, schenke uns, dass wir durch seine Betrachtung alle unsere Leiden mit standhafter Geduld tragen, der Du lebst und regierst Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    In dem berühmten Zisterzienser-Kloster zu Los bei Lille in Flandern wurde im Jahr 1581 das in dieser Kirche befindliche Mutter-Gottes-Bild, die heilige Maria von der Gnade genannt, durch ein neues Wunder berühmt, da ein vom Schlag mehrmals schon getroffener Einwohner von Lille, namens Jakob Buscon, durch die Fürbitte der seligsten Jungfrau von neuen Anfällen befreit worden ist.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Georg war noch ein Kind, als sein Vater um des Glaubens willen hingerichtet wurde. Dass er der Sohn eines Martyrers war, galt ihm zeitlebens als eine Ehre ohnegleichen, und um nichts in der Welt hätte er es über sich gebracht, das Andenken des Heldenvaters dadurch zu schänden, dass er sich wie ein lauer Christ ohne Kraft und Saft aufführte.



    Wegen seines hohen Mutes zog es den jungen Mann zu den Soldaten, und Soldat war er dann mit Leib und Seele. In einer Schlacht wurde Kaiser Diokletian auf den prachtvollen Krieger aufmerksam, der so männlich zu Pferde saß und so trefflich zu fechten musste. Deshalb zog ihn der oberste Kriegsherr an seinen Hof und überschüttete ihn mit Ehren und Auszeichnungen. Zwanzigjährig war Georg bereits Oberst. Eine glänzende Laufbahn tat sich vor ihm auf. Bald würde er wohl General werden und schließlich Feldherr, und am Ende würde er vielleicht, wie es damals Brauch war, von den Soldaten, die ihn vergötterten, zum Kaiser ausgerufen werden.



    Doch das wäre ein vergänglicher irdischer Ruhm gewesen. Georg sollte sich einen noch weit herrlicheren Ruhm erwerben, denn wie sein Vater, so wurde auch er ein Martyrer.



    Weise und gerecht hatte Kaiser Diokletian zwei Jahrzehnte lang segensvoll über das Römische Reich geherrscht. Nicht zu seinem Schaden hatte er die Christen in Ruhe gelassen. Am Ende seiner Regierung jedoch, nach unerhörten Siegen über viele Völker, gelüstete es ihn, auch noch die christliche Kirche zu vernichten und den Glauben an Christus mit Stumpf und Stiel auszurotten. Es war die größte Dummheit, die er begehen konnte, denn das Christentum ist für ewige Zeiten unausrottbar. Diokletian war leider so dumm.



    Eines Morgens hingen an den Stadttoren, an den Amtsgebäuden und an den Kasernen große Plakate, auf denen verkündet wurde, dass die Christen aller Rechte und Würden enthoben seien, die Gotteshäuser müssten niedergerissen und die heiligen Bücher verbrannt werden, die Priester und Bischöfe seien zu verhaften, und alle Gläubigen hätten den Götzen Weihrauch zu streuen. Dem, der sich weigere, ständen Kerker, Folter und Tod bevor.



    Auch Georg las die kaiserliche Verordnung, und während er las, loderte hell in seinem Herzen der Zorn auf. Spornstreichs begab er sich zum Kaiser und hielt ihm mit feurigen Worten das Unrecht vor, das er gegen die Christen begehe. Er selbst sei auch ein Christ und bereit wie sein Vater, für den wahren Glauben zu sterben.



    Was der kühne Christusjünger begehrte, wurde ihm sogleich gewährt. Der aufs höchste erzürnte Kaiser ließ den ehemaligen Liebling noch am gleichen Tag foltern und enthaupten, und dadurch erhielt auch Sankt Georg wie sein Vater die herrlichste Ehre, die es für einen Christen geben kann.



    Welch ein Held war doch der heilige Georg!






    Die Legende vom heiligen Georg



    In einem See sehr groß und tief

    Ein böser Drach sich sehen ließ.



    Dem ganzen Land er Schrecken bringt,

    Viel Menschen und viel Vieh verschlingt,



    Und mit des Rachens bösem Duft

    Vergiftet er ringsum die Luft.



    Dass er nicht dringe zu der Stadt,

    Beschloss man in gemeinem Rat,



    Zwei Schaf` zu geben alle Tag`,

    Um abzuwenden diese Plag.



    Und da die Schaf` schier all` dahin,

    Erdachten sie noch andern Sinn,



    Zu geben einen Menschen dar,

    Der durch das Los gewählet war.



    Das Los ging um so lang und viel,

    Wie es auf`s Königs Tochter fiel.



    Der König sprach zu den Burgern gleich:

    „Nehmt hin mein halbes Königreich!



    Ich gebe auch an Gut und Gold,

    Von Silber und Gold so viel ihr wollt.



    Auf dass mein` Tochter, die einzig` Erb,

    Noch lebe, nicht so bös verderb.“



    Das Volk ein groß Geschrei beginnt:

    „Einem andern ist auch lieb sein Kind!



    Hältst du mit deiner Tochter nicht

    Den Schluss, den du selbst aufgericht,



    So brennen wir dich zu der Stund –

    Samt deinem Palast auf den Grund.“



    Da nun der Kön`g Ernst ersah,

    Ganz leidig er zu ihnen sprach:



    „So gebet mir doch nur acht Tag,

    Dass ich der Tochter Leid beklag.“



    Danach sprach er zur Tochter sein:

    „Ach Tochter, liebste Tochter mein!

    So muss ich dich jetzt sterben seh`n,

    Und all` mein` Tag` in Trauer stehn.“



    Da nun die Zeit verschwunden war,

    Lauft bald das Volk zum Palast dar,



    Und drohet ihm mit Schwert und Feuer,

    Sie schrie`n hinauf ganz ungeheuer:



    „Willst du um deiner Tochter Leben

    Dein ganzes Volk dem Drachen geben?“



    Da es nicht anders möchte sein,

    Gab er zuletzt den Willen drein.



    Er kleidet sie in königlich` Wat,

    Mit Weinen und Klagen er sie umfaht.



    Er sprach: „Ach weh mir armen Mann!

    Was soll ich jetzt und fangen an?



    Die Hochzeit dein war ich bedacht

    Zu halten bald mit herrlicher Pracht,



    Mit Trommeln und mit Saitenspiel,

    Zu haben Lust und Freude viel.



    Nun soll ich selbst dein junges Leben

    Dem grausen Drachen übergeben.



    Ach Gott, dass ich vor dir wär tot,

    Dass ich nicht säh dein Blut so rot.“



    Er nahm ihr weinend manchen Kuss.

    Sein Töchterlein fiel ihm zu Fuss:



    „Lebt wohl, lebt wohl, Herr Vater mein!

    Gern sterb` ich, um des Volkes Pein.“



    Der König schied mit Ach und Weh,

    Man führt sein Kind zum Drachensee.



    Als sie da saß in Trauern schwer,

    Da ritt der Ritter Georg daher.



    „O Jungfrau zart! Gib mir Bescheid,

    Warum stehst du in solchem Leid?“



    Die Jungfrau sprach: „Flieh bald von hier!

    Dass du nicht sterben musst mit mir.“



    Er sprach: „O Jungfrau! Fürcht` dich nicht,

    Vielmehr mit Kurzem mich bericht:

    Was ist`s, dass ihr allein da weint,

    Ein großes Volk herum erscheint?“



    Die Jungfrau sprach: „Ich merk` ohn` Scherz,

    Ihr habt ein mannlich`s Ritter-Herz,



    Was wollt ihr hier verderben,

    Und mit mir schändlich sterben!“



    Dann sagt sie ihm, wie hart und schwer,

    Wie alle Sach ergangen wär.



    Da sprach der edle Ritter gut:

    „Getröstet seid, habt freien Mut!



    Ich will durch Hülf von Gottes Sohn

    Euch ritterlichen Beistand tun.“



    Er bleibet fest, sie warnt ihn sehr,

    Da kam der gräuliche Drach daher.



    „Flieht, Ritter! Schont das junge Leben,

    Ihr müsst sonst euern Leib drum geben.“



    Der Ritter sitzt geschwind zu Ross,

    Und eilet zu dem Drachen groß.



    Das heil`ge Kreuz macht` er für sich

    Gar christentlich und ritterlich,



    Dann rannt er an mit seinem Spieß,

    Den er tief in den Drachen stieß,



    Dass gähling er zur Erde sank,

    Und saget Gott dem Herren Dank.



    Da sprach er zu der Jungfrau zart:

    „Der Drache lässt von seiner Art.



    Drum fürcht euch gar nicht dieses Falls,

    Legt euern Gürtel ihm um den Hals.“



    Als sie dies tät, ging er zur Stund,

    Mit ihr, wie ein gezähmter Hund.



    Er führt ihn so zur Stadt hinein,

    Da flohen vor ihm groß und klein.



    Der Ritter winket ihnen, sprach:

    „Bleibt hier, und fürcht`t kein Ungemach!



    Ich bin darum zu euch gesendt,

    Dass ihr den wahren Gott erkennt.

    Wenn ihr euch dann wollt taufen lahn,

    Und Christi Glauben nehmen an,



    So schlag ich diesen Drachen tot,

    Helf euch damit aus aller Not.“



    Alsbald kam da durch Gottes Kraft

    Zur Tauf die ganze Heidenschaft.



    Da zog der Ritter aus sein Schwert,

    Und schlug den Drachen zu der Erd.



    Der König bot dem heil`gen Mann

    Viel Silber und Gold zu Ehren an.



    Das schlug der Ritter alles aus,

    Man soll`s den Armen teilen aus.



    Als er nun bald wollt ziehen ab,

    Die Lehr er noch dem König gab:



    „Die Kirche Gottes des Herren dein,

    Lass dir allzeit befohlen sein.“



    Der König baute auch mit Fleiß,

    Gott und Maria zu Lob und Preis,



    Eine Kirche schön und herrlich groß,

    Aus der ein kleiner Brunn herfloss.



    ***
    https://www.heiligen-legende.de/georg-von-nikomedia/

  • Vom Reich GottesDatum21.04.2026 23:42
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes






    Von der Demut unseres Herrn



    Herr, in meines Herzens Wehmut

    Seh` ich dich, die Majestät,

    Wie sie in der tiefsten Demut

    Auf des Lebens Pfaden geht.

    Mächtig winkt dein Beispiel mir.

    O zieh, Jesu, mich nach dir.




    1. Ermüden wir nicht, auf den Spuren unseres demütigen Heilands zu gehen. Sieh, die Demut ist die niedrige Himmelspforte. Werden wir nicht gleich den Kindlein, so können wir nicht eingehen in das Himmelreich. Diese heilige Tugend ist die Grundfeste und Hüterin aller wahren Tugenden, und wer ohne sie bauen will, der zerstört. Jesus liebt sie als den vorzüglichsten Schmuck seiner Krone. Ja er selbst brachte sie vom Himmel, die vor seiner Ankunft den Heiden nicht einmal dem Namen nach bekannt war, weswegen auch alle ihre Tugenden falsch waren, weil durch Hoffart und Eitelruhm vergiftet. Betrachte seine demütige Geburt in einem armen Stall, seine Verborgenheit zu Nazareth, sein öffentliches Leben und seinen Tod am Kreuz, und sieh, wie sein ganzes heiligstes Leben ein beständiger Akt dieser Demut war.



    2. Doch, o mein Erlöser, nicht nur dein ganzes menschliches Leben hast du den Hochmut der Welt zu Boden getreten, sondern du hast auch deine Demut uns als ein Vermächtnis vor deinem Opfertod hinterlassen, und gabst uns, unser Herr und Meister, ein Beispiel, worüber alle Zeiten sprachlos erstaunen, als du zu den Füßen deiner Jünger gekniet und gleich einem Knecht sie gewaschen hast. O präge dieses wunderbare Beispiel dir tief in dein Herz! Sieh, gekommen ist Jesus, die Hoffart Satans zu zerstören. Und weil die Demut das einzige Schwert ist, diesem Laster das Haupt abzuschlagen, schärfte er es durch Lehren, Taten und Beispiele, damit wir es nach ihm gebrauchen.



    3. Ja, o wunderbarer Jesus, auch dies genügte dir noch nicht. Bis zum schmählichsten Tod am Kreuz erniedrigtest du deine Majestät, dies Schwert uns führen zu lernen, weil die Demut in uns selbst ihren bittersten Widersacher findet, der nicht ohne große Gewalt kann überwunden werden, nämlich unsere unglückselige Gier nach eigener Ehre und Verherrlichung. Sind wir nach solchen Beispielen unseres Herrn noch so stolz und hochfahrend, und streben nach den ersten Sitzen: was wäre erst geschehen, wenn das Licht seiner göttlichen Beispiele uns nicht zur Demut antreiben würde. Matthäus 11,29: "Lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

Inhalte des Mitglieds Blasius
Beiträge: 4623
Geschlecht: männlich
Seite 1 von 129 « Seite 1 2 3 4 5 6 129 Seite »

Besucher
0 Mitglieder und 49 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Lothar Martin
Forum Statistiken
Das Forum hat 4314 Themen und 27762 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:




Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz