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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    In der großen Wüste, die sich von Arabien bis nach Ägypten ausdehnt und von diesem Land nur durch das Rote Meer und den Jordan getrennt ist, lebte in den ersten christlichen Jahrhunderten ein wildes, barbarisches Volk in der größten Sittenlosigkeit und beinahe ohne alle Religion. Diese Wilden ernährten sich von der Jagd und von der Beute, die sie auf ihren Streifzügen machten, und zur Zeit der Not verzehrten sie das rohe Fleisch ihrer Kamele. Sie beteten die Sonne als ihren Gott an und brachten ihr das Beste von ihrer Beute als Opfer dar. Bei besonderen Festen aber schlachteten sie einen Knaben aus ihrer Mitte, opferten sein Fleisch unter abergläubischen Zeremonien der aufgehenden Sonne und verschlangen es dann bei einem festlichen Mahl.



    Die andere Seite der Wüste bewohnten heilige Einsiedler, die durch gänzliche Abtötung ihrer Sinnlichkeit, durch ununterbrochenes Gebet und immerwährende Betrachtung himmlischer Wahrheiten nach Gottseligkeit strebten. Sie lebten nur von Wurzeln und Kräutern, die sie erst nach dem Untergang der Sonne aßen, und mehrere von ihnen enthielten sich die ganze Woche hindurch von aller Nahrung. Damit keiner den anderen in seiner Einsamkeit stören konnte, bewohnten sie Zellen, die weit voneinander entfernt lagen und die sie die ganze Woche nicht verließen, bis am Sonntag, wo sie sich gemeinschaftlich in der Kirche versammelten, während des Gottesdienstes heilige Psalmen sangen und von einem Priester die heilige Kommunion empfingen. Am frühen Morgen eines Sonntags, wo die frommen Einsiedler schon alle versammelt waren zum Lob Gottes, ritten die wilden Barbaren auf Raub aus und erblickten schon von weitem die Kirche. Aus Begierde nach Beute drangen sie in die Kirche ein und da sie nichts als Armut erblickten, gerieten sie in Wut, schleppten die Heiligen aus der Kirche, entblößten sie von ihren Kleidern und stellten sie nach dem Alter in die Reihe zum Martertod. Mit dem heiligen Sabas, einem ehrwürdigen Greis, machten sie dadurch den Anfang, dass sie ihm befahlen, seinen Hals empor zu richten. Als er mit unerschrockenem und heiterem Angesicht sich ihnen dargestellt hatte, durchstach ihm einer der Unmenschen die Kinnlade und ein anderer stieß ihm das Schwert durch die Schulter bis in die Brust, worauf er sogleich seinen Geist aufgab. Mit einem so grausamen Blutdurst ermordeten sie die übrigen 37 Einsiedler, indem sie ihnen entweder den Rücken unter langsamer Marter aufschnitten, oder ihnen lebend die Haut vom Leib rissen, oder sie mit stumpfen Sägen entzwei schnitten. Einige Schriftsteller behaupten, dieser gräuliche Mord habe sich zu der Zeit ereignet, als Diokletian auf dem römischen Kaiserthron saß.

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  • Vom Reich GottesDatumHeute 02:47
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom Licht der Vernunft



    Schön ist, o Mond, dein Silberlicht,

    Das Lust dem Blick verschafft;

    Doch wärmet es die Glieder nicht,

    Und spendet keine Kraft;

    Dies wirkt die goldne Sonne nur;

    Nur sie gibt Leben der Natur.




    1. "Herr, mit dem Licht deines Angesichtes hast du uns bezeichnet!", ruft der Psalmist. Dies Licht, Herr, wodurch du den Menschen hoch über alle Geschöpfe des Erdkreises erhöht hast, ist die Leuchte der Vernunft, durch die sein Geist sogar unsichtbare Dinge schaut, in die Höhen und in die Tiefen sich erschwingt, die Sterne des Himmels misst und wiegt, und in die verborgenen Geheimnisse der Natur eindringt. Groß und wunderbar ist dies Licht, und hat nichts mit dem Staub gemein, denn es ist ein Strahl aus dem Licht deines göttlichen Angesichtes.



    2. Unsterblicher Dank dir, unser Schöpfer, für dies wunderbare Licht, das den Menschen an den Engel reiht, und durch das wir sogar dich selbst, den allerhöchsten Herrn aller Wesen, finden. Aber wie weit auch dies Licht reicht, ist es dennoch beschränkt wie der Mensch selbst, und beleuchtet nur seine irdische Pilgerbahn. Wunderbare Triebe gabst du den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes. Mit scharfsinniger Kunst erbauen sie Nester und sorgen für ihre Jungen. Ja Staunen erregen die kunstreichen Fertigkeiten so vieler vernunftloser Wesen. Sie kennen sogar den Menschen, aber nimmer dringen sie in das ein, was des Menschen ist. Also erkennt dich, o Gott, auch die Vernunft. Nimmer jedoch dringt sie in dein dreieiniges, glorreiches Wesen, in die abgrundtiefen Eigenschaften deiner unerschaffenen Gottheit ein.



    3. Doch, o unendliche Majestät, nicht bloß deine Allmacht sollte der Himmelspilger kennen, die das Licht der Vernunft ihm zeigt, sondern auch deine unendliche Heiligkeit, die sie ihm nicht zeigen kann. Darum auch reicht sie an ihren Grenzen deiner heiligen Offenbarung die Fackel, dass sie von dort ihn weiterführe. Nicht offenbaren kann sie selbst deine heiligen Geheimnisse, die hoch über sie erhaben sind, noch kann sie auch ihm Kraft geben, den Himmelsweg zu gehen. Wehe dem Stolzen, der seine Vernunft vergöttert. Sie führt ihn in rettungslose Abgründe, wie dies jene Weltweisen erfuhren, die dich, o Gott, aus deinen wunderbaren Werken erkannten, und Schlangen und Tiere anbeteten, und in die abscheulichsten Laster versanken. Psalm 119,135: "Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, und lehre mich deine Gesetze."


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  • Tages-Gebete DatumHeute 02:41
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 14. Januar



    Allerseligste Jungfrau, liebe Mutter Maria, erlange uns die Liebe zum Gebet und zur Einsamkeit, damit wir, frei von aller Liebe zu den Geschöpfen, unser Herz ganz Gott und dem Himmel zuwenden, wo wir eines Tages dich zu sehen hoffen, um dich und deinen Sohn Jesus dort die ganze Ewigkeit hindurch zu lieben. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Gib uns, o Herr, dass wir uns niemals von der geistlichen Kindheit verirren, die so notwendig ist zur Erhaltung des Glaubens und zur Abwendung der Gefahren des Unglaubens. Wir wollen mit Deiner Gnade vor den Lehrern der Lüge fliehen, die uns in ewigen Untergang führen wollen, und nur Dein von der Kirche uns verkündetes Wort hören, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Der heilige Hilarius,




    Bischof, befand sich in einer Versammlung, wo eine Schrift mit höchst unanständigen Ausdrücken gegen Gott verlesen wurde. - Wie vom Blitz gerührt rief er entrüstet aus: "O ihr unglückseligen Ohren, die ihr den Klang so schändlicher Worte vernommen habt! Ist es möglich, dass die Menschen von Gott, dem höchsten Gut, so reden können!"

    Wenn auch wir solche Dinge in der Welt anhören müssen, sollten wir da nicht im Herzen den Schmerz eines guten Kindes empfinden, das über den Vater, über die Mutter schmähen, fluchen hört, oder eines Menschen, dessen Freund, Bruder man verachtet, lästert; denn all dies ist Gott einer christlichen Seele, und noch unendlich mehr.

    Prüfe dich über dein Verhalten bei Gotteslästerungen - ob du dich dann mit Abscheu weg wendest, etwa auch dein schmerzliches Missfallen zu erkennen gibst, Gott demütig abbittest für solche schrecklichen Worte, um Gnade und Erbarmen für diese Unglücklichen Ihn anrufst?

    Bete für alle Gotteslästerer.



    Wenn Gott der Herr gelästert wird,

    Verschließ das Ohr, wie sich's gebührt.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Im Bayerischen Wald baute sich der aus der Gegend von Passau stammende Engelmar eine Hütte. Schon bald kamen die Leute der Umgebung zu ihm, um seinen Rat und seine Hilfe zu erbitten. Dies erregte den Neid seines Gefährten, und er erschlug Engelmar im Jahr 1110.



    „Der heilige Engelmar war ein geborener Bayer und seinem Geschäft nach ein Landmann, aber aus Liebe zu Christus verließ er sein irdisches Besitztum und seine weltlichen Wünsche und wählte das Einsiedlerleben unter Anleitung des ehemaligen armenischen Erzbischofs Gregor, welcher in sehnsüchtiger Hoffnung auf himmlische Güter seine hohe Würde niedergelegt hatte und als armer Pilger nach Passau gekommen war. Nach dem Tod des heiligen Gregor, am 23. September 1093, wo eine von jenem angekündigte Sonnenfinsternis die damalige Welt in Schrecken setzte und zum Kreuzzug gegen die Türken anfeuerte, begab sich der heilige Engelmar in die Einöde, baute sich eine Klause, begann nach apostolischer Weise von der Arbeit seiner Hände zu leben und durch Nachtwachen, Gebet und Fasten die Gnade seines Schöpfers zu gewinnen.



    Da er wegen seiner Güte und Frömmigkeit bei allen Bewohnern der Umgegend sehr beliebt war, beneidete ihn sein Genosse, ein zweiter Kain, um der ihm verliehenen größeren göttlichen Gnade willen, und voll Ingrimm, dass er dem Heiligen so unähnlich erschien, legte er in Abwesenheit von Zeugen Hand an ihn, erschlug ihn und deckte die Leiche mit Schnee und Steinen zu. Dieses Verbrechen verübte er am Tag nach der Oktav vom Fest der Erscheinung des Herrn und verheimlichte es unter verschiedenen Täuschungen und Ausreden bis Pfingsten. Über das Fest des Heiligen Geistes hinaus konnte die Schandtat nicht verborgen bleiben, weil derselbe die Welt der Sünde überführt. Das Blut des neuen Abel schrie zum Himmel, und der neue Kain irrte unstet in den Wäldern umher, nicht begünstigt und geliebt vom Volk, wie er erwartet hatte, sondern verflucht und verachtet und von seinem bösen Gewissen verfolgt.



    Ein Priester fand die Leiche des Einsiedlers und Märtyrers und begrub sie in der Stille, ohne auf seine Heiligkeit Rücksicht zu nehmen. Aber als Rudbert, ehemals Weltpriester, dann erster Vorsteher des im Jahr 1125 neu errichteten Prämonstratenserklosters Windberg, für seine neue Kirche einen Schutzheiligen erwählen wollte, gedachte er des heiligen Märtyrers Engelmar, erbaute ihm ein würdiges Grab und übertrug die Überreste in die prächtige steinerne Kirche im Jahr 1131.



    Vom Tag des Begräbnisses an eilte das gläubige Volk alljährlich mitten in der Pfingstwoche zu dem Grab des Heiligen und feierte andächtig das Patronatsfest des Märtyrers. Als einst noch der Leichnam des erschlagenen Einsiedlers in dem ärmlichen Hüttchen lag, erblickten bei Nacht Vorübergehende eine zahllose Menge Lichter voll wunderbaren Glanzes. Staunend gingen sie dorthin und sahen den Lichtglanz nicht nur in unmittelbarer Nähe, sondern wurden auch mit den süßesten Wohlgerüchen erfüllt. Viele Kranke erhielten dort Heilung, viele Heimgesuchte Trost und Hilfe. Der Name Engelmar ist im Lauf vieler Jahrhunderte nicht im Herzen und Munde des Volkes erloschen, viel weniger im Buch des Lebens.“



    Engelmar ist der Patron der Bauern. Für die Bewahrung der Feldfrüchte und gegen Viehseuchen wird seine Hilfe erfleht. Das in der Legende genannte Kloster Windberg bei Bogen ist nicht nur ein bedeutendes Baudenkmal, sondern auch durch die Jahrhunderte berühmt wegen seiner wissenschaftlichen Arbeit; noch aus der Zeit des ersten Abtes Gebhard (1142 bis 1191) sind wertvolle Handschriften erhalten.


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  • Vom Reich GottesDatumGestern 04:40
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Das Geheimnis der göttlichen Menschwerdung



    Die Liebe ist, o Gott, dein Siegel.

    Es glänzt geprägt auf der Natur.

    Sie zog dich, Herr, in unsre Flur.

    Und deine Menschheit ist ein Spiegel,

    Worin ihr Übermaß erscheint,

    Das, Herr, dich mit dem Staub vereint.



    1. Abgrund ewiger Liebe, es vergeht mein Geist in der Betrachtung deiner Wunder, die hoch über der Fassungskraft aller erschaffenen Geister stehen. Die Liebe bist du, und wesentlich ist es dir, auf göttliche, unerfassliche Weise zu lieben. Also liebtest du dein Gebilde aus Staub, das du zu deiner Erkenntnis und Liebe schufst: dass du, aus der rettungslosen Tiefe es zu erheben, in die es gefallen war, selbst Staub wurdest, es zu retten und abermals in seine ursprüngliche Würde einzusetzen. Aus ihren innersten Tiefen preist anbetend dich die Seele, die du durch dein Licht erleuchtet hast, dies abgrundtiefe Geheimnis zu erkennen. Der sinnliche Mensch aber lästert in stolzer Blindheit, was er nicht versteht, und weigert sich, zu glauben, dass die unendliche Liebe unendlich liebt.



    2. Was, o stolzer Unglaube, ist hier der unendlichen Weisheit und Güte nicht vollkommen würdig? Dass der Unsichtbare seinem Bild sichtbar erschien? Dass er seinem Geschöpf, das er durch Vernunft, Freiheit und Unsterblichkeit geadelt und fähig erschaffen hatte, ihn ewig zu verherrlichen, das ihn aber noch nicht schauen konnte, ohne im Glanz seiner unendlichen Herrlichkeit zu vergehen, auf eine solche Weise erschien, dass es ihn erkennen und nachahmen konnte? Dass er den Weg zur unsterblichen Seligkeit ihm bahnte? Dass sein ewiges Wort durch die Aufnahme einer erschaffenen Natur in die Einheit seiner Person, "als der Erstgeborene aller Kreatur", (Kolosser 1,15) selbst der erste Ring in der Kette ward, der die Schöpfung bis zur Gottheit emporzog?



    3. 1. Timotheus 3,16: "Wahrhaftig, das Geheimnis unseres Glaubens ist groß: Er wurde offenbart im Fleisch, gerechtfertigt durch den Geist, geschaut von den Engeln, verkündet unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit." 1. Korinther 2,14: "Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn, und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann." Er fürchtet, dies abgrundtiefe Geheimnis zu glauben, weil er zugleich an die ewige Gerechtigkeit glauben und sein Leben ändern müsste. Psalm 103,2-4: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt."


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  • Tages-Gebete DatumGestern 04:34
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 13. Januar



    O meine Mutter Maria, erlange mir die Verzeihung meiner Sünden, die Liebe zu Jesus Christus, die heilige Beharrlichkeit, einen seligen Tod und endlich den Himmel. Erlange mir vor allem die Gnade, mich immer dir anzuempfehlen. Bitte Jesus für mich, sage ihm, dass du mir beistehen willst. Alsdann hat er gewiss Mitleid mit mir. Meine Mutter, auf dich vertraue ich, mit dieser Hoffnung will ich leben und sterben. Amen. Es lebe Jesus unsere Hoffnung, und Maria unsere Liebe. Amen.



    Zum heiligen Gottfried




    Heiliger Gottfried, mache mich durch deine Fürbitte würdig, zu eben der Glorie und Krone des Himmels, zu einer heiligen Sterbestunde, wonach du so sehr verlangt hast, und hilf mir, dass ich so durch dieses Zeitliche hindurch gehe, damit ich das Ewige nicht verliere. Amen.



    Die heilige Veronika





    von Mailand, Klosterjungfrau, arbeitete mit unermüdlichem Fleiß, war auf den Wink gehorsam, und suchte ihren Gefährtinnen, unter denen sie sich als die Letzte ansah, mit der freundlichsten Liebe und Gefälligkeit zuvorzukommen; dabei waren ihre Gedanken und ihr Herz stets dem Himmel zugewandt.

    Möchten auch wir nach dem Beispiel dieser heiligen Jungfrau stets Arbeit mit Gebet, Gebet mit Arbeit vereinen, und nicht glauben, dass die Arbeit mit Gebet weniger eifrig und gut geschieht! Wird wohl das schwache, unvermögende Kind besser gehen lernen, wenn es die Hand des Vaters verlässt?

    Prüfe dich, ob du bei deiner Arbeit dich auch so gleichsam an die Hand Gottes anhältst, durch die stete Erinnerung an Ihn und Verlangen nach Seinem Beistand, - oder mehr zu tun glaubst, wenn du mit innerer Hast und Unruhe arbeitest, dir gar nicht Zeit nimmst an Gott zu denken, zu beten?

    Bete deine Arbeit mit Gebet vereinen zu lernen.



    Ich will Arbeit mit Gebet verbinden,

    Nur so werd ich Gottes reichen Segen finden.



    Der heilige Gottfried,




    Bekenner, hatte eine so große Sehnsucht nach dem Himmel, dass er beständig danach seufzte. Als er endlich auf dem Sterbebett lag, hörte er schon von ferne die himmlischen Chöre, die ihm entgegen kamen, ihn dahin zu begleiten.

    Stelle dir eine sternenhelle Nacht vor, dazu einen freundlichen Frühlingsmorgen, eine Schar seliger Geister, die eine ungetrübte Freude genießen in der klaren Anschauung Gottes, wodurch sie gleichsam in ein Meer von Seligkeit versenkt sind, und sieh, ob kein Verlangen nach dem Himmel in dir erwacht?

    Prüfe dich, ob du öfters an den Himmel denkst, dich mit dem heiligen Paulus danach sehnst: "Ich verlange aufgelöst und bei Christus zu sein!" - Es soll im Fegfeuer ein eigener Ort bereitet sein für jene, die auf Erden gar kein Verlangen nach dem Himmel hatten, wo sie sich ihn in unaussprechlicher Sehnsucht erbitten müssen.

    Bete um herzliches Verlangen nach dem Himmel.



    Nach Gott, nach dem Himmel sehn ich mich,

    Wo sich die Seligen freuen ewiglich.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Sehr nützlich war der seligen Veronika die zarte Andacht zur seligsten Mutter Gottes. Was sie von ihr gehört hat, sollen alle Diener Mariä sich gesagt sein lassen, nämlich die Reinheit des Herzens zu erlangen, Geduld gegenüber den Nächsten zu üben, und das Leiden Jesu Christi öfters zu betrachten.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Um 315 kam Hilarius in Poitiers als Sohn einer vornehmen heidnischen Familie zur Welt. Er heiratete und hatte eine Tochter.



    Ständig war er bemüht, sein Wissen zu erweitern und seinen Geist zu schulen. Die Heilige Schrift, die er während seiner Studien las, beeindruckte ihn so, dass er sich taufen ließ. Von den Mitgliedern seiner Gemeinde zum Bischof gewählt, bekämpfte er in Wort und Schrift den Arianismus.



    Von Kaiser Konstantin II., der die Arianer begünstigte, wurde Hilarius 356 nach Kleinasien verbannt. Bereits in den ersten Monaten seines Exils begann er sein Hauptwerk über die Dreifaltigkeit, „De Trinitate“, niederzuschreiben. Dieses zwölfbändige Werk wurde zur Streitschrift gegen den Arianismus.



    Hilarius konnte 360 nach Poitiers zurückkehren und kämpfte von dort aus unermüdlich für die Widerherstellung des rechten Glaubens.



    Der Kirchenlehrer starb 367 in seiner Bischofsstadt Poitiers.



    „Der heilige Hilarius verwandte die Zeit, welche er in Phrygien zubrachte, zur Abfassung mehrerer gelehrter Werke, wovon das vorzüglichste und am meisten geschätzte seine Abhandlung über die Dreieinigkeit ist. Es enthält zwölf Bücher. Der Heilige bewies darin auf die bündigste Weise die gleiche Wesenheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Er lehrt, dass die Kirche nur Eine ist, und dass alle Irrlehrer außerhalb stehen; dass sie sich dadurch von den verschiedenen Sekten unterscheidet, weil sie, ihre Einheit stets erhaltend, sie alle bekämpft und des Irrtums überführt, obgleich sie allein allen gegenüber stehen muss; und dass sie den Anlass zu ihren schönsten Triumphen in den immerwährenden Spaltungen findet, welche unter den Anhängern des Irrtums herrschen. Dann zeigte er, dass der Arianismus die wahre Lehre nicht sein könne, weil er dem heiligen Petrus nicht geoffenbart worden, den doch der Herr zur unerschütterlichen Grundfeste der Kirche bis zum Ende der Zeiten erwählt hat, dessen Glaube nie untergehen werde, weil Jesus Christus geboten hat, dass er nie aufhöre; dem die Schlüssel des Himmelreiches übergeben worden, und dessen Urteile Gott im Himmel bestätigt, obgleich sie auf der Erde ausgesprochen werden.



    Als Hilarius auf seiner Heimreise aus der Verbannung zu Selencia in eine Kirche ging, schrie Florentina, ein heidnisches Mädchen, durch die Volksmasse sich drängend, mit lauter Stimme: „Ein Diener Gottes, ein Diener Gottes!“ Dann warf sie sich zu seinen Füßen und sprach: „Mann Gottes, ich weiche nicht von dir, bevor du mich gesegnet hast.“ Der Vater des Mädchens, der dieses sah, wurde so ergriffen, dass er sich mit seiner ganzen Familie taufen ließ.



    Florentina verließ ihre Eltern, folgte dem Heiligen bis Poitiers, und ehrte ihn, so lange er lebte, als den Vater, der sie für den Himmel erzogen hatte. Auf derselben Reise kam Hilarius an einer Insel vorbei, die man wegen der vielen wilden Hühner die Hühnerinsel nannte. Ebendort waren sehr viele giftige Schlangen, so dass diese Insel allgemein gemieden wurde. Als der Heilige dies hörte, bestieg er ein Schiff, fuhr bis zur Insel hin und ließ sich ein Kreuz voraustragen. Kaum wurden die Schlangen desselben ansichtig, ergriffen sie die Flucht.



    Bald nach seiner Rückkehr starb zu Poitiers ein Kind ohne die heilige Taufe. Die Mutter, deren einziges Kind es war, ging zu Hilarius, warf sich ihm zu Füßen und bat ihn unter Tränen, ihr Söhnlein lebendig zu machen, damit es die heilige Taufe bekäme. Der Heilige, von Mitleid gerührt, warf sich in Gegenwart einer großen Volksmenge auf die Erde nieder und betete. Unterdessen röteten sich allmählich die Wangen des Kindes, seine erstarrten Glieder wurden warm, endlich öffneten sich auch die Augen, es atmete und fing an zu schreien. Das Kind wurde sogleich getauft und ward in der Folge ein frommer Diener der Kirche.“



    Hilarius wird oft mit Schlangen (Symbol für arianische Irrlehren), die er zertritt oder mit dem Bischofsstab durchbohrt, dargestellt.



    Die Stadt Poitiers ernannte ihn zu ihrem Schutzheiligen. Hilarius hilft gegen Schlangen und ist der Patron der kleinen und schwächlichen Kinder.

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  • Vom Reich GottesDatum12.01.2026 09:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von dem verborgenen Leben Jesu



    O sieh, am ersten Lebensmorgen

    Ist unterm Scheffel tief verborgen

    Das Licht, das unsern Tag erhellt.

    Am Mittag erst soll hoch es glänzen

    Bis zu der Erde fernsten Grenzen

    Am Kreuzesleuchter aufgestellt.



    1. O abgrundtiefe Weisheit Gottes, wie unendlich hoch stehen deine Ratschlüsse über allen menschlichen Begriffen. Dringe ein in die stille Hütte von Nazareth, und sieh dort den Sohn des himmlischen Vaters, der mit den demütigen Arbeiten eines Zimmermanns sich beschäftigt, dich zu lehren, dass die geringsten Werke, die nach den Absichten Gottes vollbracht werden, alle glänzenden Taten unendlich übertreffen, die die menschliche Eitelkeit vollbringt, und deren Ruf den Erdkreis erfüllt. Fürwahr, o Jesus, "du bist ein verborgener Gott und Heiland!" (Jesaja 45,15) Hier, menschlicher Stolz, lerne deine Wogen brechen, lerne demütige Verborgenheit lieben und dein Leben durch Arbeiten heiligen.



    2. Göttlicher Heiland, in andächtiger Zerknirschung bete ich dein heiliges, verborgenes Leben an. Aber, Herr, mein Gott, gestatte deinem Knecht eine Frage. Würdest du nicht die Absichten deiner heiligsten Menschwerdung besser erfüllen, wenn du, statt diesen niedrigen Arbeiten dich hinzugeben, die Welt durch den Glanz deiner Weisheit erleuchtetest, die Sünder bekehrtest, den Völkern dich offenbartest, und deinen himmlischen Vater durch Wunder verherrlichtest? O Seele, spricht er, die ich zu erlösen kam, "lerne von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen!" Nimmst du Ärgernis an meinen Arbeiten: wie weit mehr wirst du einst Ärgernis an meinem Kreuz nehmen. Nicht Stolz und Weichlichkeit, Demut und Abtötung kam ich dich zu lehren.



    3. Dies also ist die Lehre, die dein Heiland durch sein verborgenes Leben dir gibt. Dringe ein in den Geist dieser heiligen Verborgenheit. Betrachte, wie Jesus seinem himmlischen Vater sich unterwirft, wie er in heiliger Geduld den Augenblick seiner Vorsehung abwartet, wie er zum Opfer für unsere Sünden sich ihm erbietet, und wie er durch sein Beispiel die Welt uns meiden lehrt, die voll der Täuschungen und Schlingen ist, wo zahllose Albernheiten uns beschäftigen und zerstreuen, und uns nie zu uns selbst kommen lassen. So folgen wir ihm denn, so oft nur möglich, in die heilige Verborgenheit, denn nur da können wir der Gnade getreu entsprechen, und die Vollkommenheit erreichen, zu der er uns beruft. Daniel 3,41: "Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen, fürchten dich und suchen dein Angesicht."

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  • Tages-Gebete Datum12.01.2026 09:25
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 12. Januar



    Ich bitte dich, geliebte Königin, tröste mich, wenn ich im Sterben liege, durch deine Gegenwart, denn du hast ja so vielen deiner Diener diese Gnade erwiesen, und deshalb erbitte und erhoffe auch ich sie. Es ist wahr, ich bin ein Sünder, ich verdiene nicht eine so große Gnade, aber ich bin auch dein Diener, der dich liebt und ein so großes Vertrauen auf dich setzt. O Maria, meine Augen werden dich in meiner Todesstunde suchen, lasse mich alsdann nicht trostlos und umsonst nach dir blicken. Wenn ich indes eine so große Gnade nicht verdiene, so stehe mir wenigstens vom Himmel herab bei, damit ich, von Liebe zu Gott und zu dir entflammt, dies Leben verlasse, um dich die ganze Ewigkeit hindurch im Himmel lieben zu können. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Entzünde uns, o Heiland, mit dem Feuer Deiner Liebe, die Du auf die Erde gebracht hast, damit sie uns heilige und beglücke, denn Dich in dieser und in der anderen Welt lieben, ist die höchste Seligkeit, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Verleihe uns, o Herr, die Gnade, allezeit in Deiner Gegenwart zu leben, damit alle unsere Handlungen, in der Absicht, Dir zu gefallen und Deinen heiligen Willen zu erfüllen, verrichtet, für das ewige Leben nicht verloren, sondern uns verdienstlich werden, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Der heilige Arkadius,






    Martyrer, hatte sich durch Gebet und Fasten zur Marter vorbereitet. Jedes einzelne Glied wurde ihm unter Pausen, damit er die Qual desto länger empfinde, vom Leib abgeschnitten. Er aber rief: "Jesus! Stärke mich, damit ich mit jedem einzelnen Glied meines Leibes dir ein angenehmes Opfer darbringen kann!"

    Sieh hier die Kraft und wunderbare Wirkung dieses hochheiligen Namens, wenn man ihn zur rechten Zeit mit Andacht und Vertrauen gebraucht. Durch diesen Namen haben die Apostel und alle Jünger des Herrn Wunder gewirkt, Kranke geheilt, Teufel ausgetrieben, Tote erweckt, durch ihn können auch wir jetzt noch alles von Gott erlangen.

    Prüfe dich, ob du so eine Andacht und Vertrauen zu diesem hochheiligen Namen in deinem Herzen fühlst, und wie dieser Heilige auch erwecken würdest, wenn du z.B. schwer krank, in Gefahr Gott zu beleidigen, ihm untreu zu werden, von Versuchung beängstigt wärst, oder wie immer dir nicht zu helfen wüsstest?

    Bete um inbrünstige Andacht zum hochheiligen Namen Jesu.



    Was vermag im Leiden Jesu Nam?

    Er macht geduldig mich als wie ein Lamm.



    Der heilige Ernest



    war ein geborener Graf und erster Abt des Stiftes Neresheim. Er verließ die stille Klosterzelle und folgte seinem Beruf, der ihn nach Palästina rief um den Kreuzfahrern beizuspringen. Daselbst wurde er von Sarazenen gefangen und ermordet.

    Scheue auch du keine Gefahr, Beschwerde, kein Opfer oder Leiden, was die treue Erfüllung deiner Berufspflichten mit sich führt. Du kannst Gott kein wohlgefälligeres Opfer der Liebe und Buße bringen, keinen sichereren Weg zur Heiligkeit und Vollkommenheit einschlagen, kein erhabeneres Werk ausführen, als in treuer Erfüllung deines Berufes den heiligen Willen Gottes vollbringen.

    Prüfe dich über Erfüllung deiner Pflichten in deinem Beruf zu Hause, im Dienst, gegenüber deiner Familie, deinen Mitmenschen, und beschwichtige dich nicht damit, das Versäumnis sei nur klein und unbedeutend. Je kleiner es ist, desto größer der Leichtsinn, auch so Kleines und Leichtes für Gott nicht tun zu wollen.

    Bete um treue Erfüllung der Berufspflichten.



    Was der Beruf von dir je mag verlangen,

    Säume nicht, es sogleich anzufangen.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Seine hohe Geburt gab Benedict eine ansehnliche Stelle unter den Beamten Oswis, des Köngs von Northumberland. Dieser Fürst liebte ihn, überhäufte ihn mit Gütern und Ehrenstellen. Es kostet gewiss keine geringe Überwindung, wenn ein Mann, der in der Blüte seines Lebens nur Freude und lockende Reize in der Welt rings um sich erblickt, sein Herz nicht an sie heften soll. Allein Benedict kannte zu gut das Leere und Vergängliche aller sinnlichen Güter, als dass er sie seiner Liebe hätte würdig halten sollen: sein Herz hegte vielmehr tiefe Verachtung gegen sie. Das Verlangen, Gott allein zu leben, wurde so stark in ihm, dass er schon in einem Alter von fünfundzwanzig Jahren den Hof verließ, und sich dem Umgang der Menschen entzog. Zuerst bewog ihn seine Andacht zu einer Pilgerreise nach Rom. Nach seiner Rückkehr in sein Vaterland beschäftigte er sich ganz mit eifrigem Lesen und Betrachten der Heiligen Schrift und den anderen Übungen der christlichen Frömmigkeit. Einige Zeit später wünschte Alcfrid, der Sohn des Königs Oswi, die Gräber der Apostel Petrus und Paulus zu besuchen und bat den Heiligen, ihn zu begleiten. Da ihm aber sein Vater diese Wallfahrt untersagte, reiste Benedict allein nach Rom, in der Absicht, sich da immer mehr in der Wissenschaft des Heils zu vervollkommnen.



    Auf seiner Rückreise aus Italien, besuchte er das berühmte Kloster von Lérins (Zwei Inseln im Mittelmeer, an den Küsten der Provence. Auf der kleineren stand ein vom heiligen Honoratus, dem späteren Erzbischof von Arles, gestiftetes Kloster. Es war eine reiche Pflanzschule von gelehrten und frommen Geistlichen.), wo er das Ordenskleid annahm, und zwei Jahre in der strengsten Zucht lebte. Dann kehrte er wieder nach Rom zurück, von wo ihn Papst Vitalian mit dem heiligen Theodor, dem erwählten Erzbischof von Canterbury, nach England sandte. Da wurde ihm die Leitung des Klosters zu den heiligen Petrus und Paulus, das nicht weit von dieser Stadt entfernt lag, übergeben. Er gab aber bald die Leitung dieses Klosters wegen seiner Verehrung des heiligen Adrian, der ebenfalls den heiligen Theodor begleitet hatte, wieder ab. Sein Aufenthalt im Königreich Kent dauerte ungefähr zwei Jahre. Die heiligen Theodor und Adrian verehrte er mit tiefer Demut und ergab sich ihrer Leitung beim Forschen in der Heiligen Schrift und bei den verschiedenen Pflichten des klösterlichen Lebens.



    Benedict glaubte noch eine vierte Reise nach Rom machen zu müssen, um sich tiefere Kenntnis der Kirchenzucht und der verschiedenen Klostereinrichtungen zu erwerben. Dieser Ursache wegen hielt er sich auch geraume Zeit an verschiedenen Orten Italiens auf. Ehe er wieder in sein Vaterland zurückreiste, suchte er sich mehrere gut gewählte Bücher, Reliquien und Gemälde unseres Heilandes und der allerseligsten Jungfrau, und verschiedener anderen Heiligen zu sammeln. Als er darauf wieder in Northumberland zurückgekehrt war, stiftete er das Kloster von Weremouth (So genannt, weil es am Ufer der Were erbaut war. Es wurde im Jahr 674 unter der Anrufung des heiligen Petrus gegründet.), wozu ihm die Freigebigkeit des frommen Königs Egfrid, Oswis Sohn und Nachfolger, eine hilfreiche Hand reichte. (Egfrid schenkte dem Heiligen siebzig Hyden Land. Ein Hyde fasste so viel Feld in sich, als ein Pflug das Jahr hindurch bebauen konnte.) Nachdem das zum Gebrauch der Mönche bestimmte Gebäude vollendet war, reiste der Heilige nach Frankreich, um von dort Bauleute zu holen, die eine steinerne Kirche, im Stil derjenigen, die er zu Rom gesehen hatte, aufzuführen imstande wären. (Die steinernen Gebäude waren bis dahin noch sehr selten in England; selbst die Kirche von Lindisfarn war aus Holz gebaut und mit Stroh gedeckt; in diesem Zustand blieb sie bis unter dem Bischof Eadbert, der das Dach und die Mauern mit Bleiplatten bekleidete.) Er brachte auch Glaser mit sich, weil der Gebrauch des Glases in England noch unbekannt war. Eine fünfte Reise, die er nach Rom unternahm, gab ihm Gelegenheit, eine neue Sammlung nützlicher Bücher, und besonders der Schriften heiliger Kirchenväter zu machen. Er brachte auch neue Reliquien und mehrere fromme Gemälde mit sich.



    Die Mönche von St. Peter zu Weremouth erbauten das ganze Königreich durch den Glanz ihrer Tugenden, und verbreiteten überall den guten Geruch Jesu Christi. Egfrid, der keinen anderen Wunsch hatte, als die Zahl der wahren Diener Gottes zu vervielfältigen, gab dem Heiligen noch einen anderen Strich Landes, auf dem er das Kloster von Jarrow unter Anrufung des heiligen Paulus erbaute. (Sechs Meilen von Weremouth. Es wurde erbaut im Jahr 677. Einst führte es den Namen Girwy.) Diese zwei Klöster bildeten sozusagen nur eins, und der heilige Benedict stand ihrer Leitung vor. Jedoch hatte jede Klostergemeinde ihren besonderen Abt, der über die Beobachtung der Regeln wachte. Die Einführung dieser untergeordneten Vorsteher war darum notwendig, weil die Reisen und verschiedenen Geschäfte des Heiligen, ihm nicht gestatteten, alles durch sich selbst zu tun. (Die Abteien Weremouth und Jarrow sind von den Dänen zerstört worden. Man stellte sie aber zum Teil wieder her, und sie bestanden noch bis zum siebenunddreißigsten Jahr der Regierung Heinrichs VIII. unter dem Namen Priorate. Beide waren der Abtei Durham seit dem Jahr 1083 untergeben.)



    Benedict hatte einen besonderen Eifer für den Schmuck des Hauses Gottes. Er zierte die Kirchen beider Klöster mit schönen Gemälden aus. Diejenigen, die er zu Weremouth aufhängen ließ, stellten die allerseligsten Jungfrau, die zwölf Apostel, die Geschichte des Evangeliums, und die geheimnisvollen Gesichte der geheimen Offenbarung, dar. In denen von Jarrow sah man mehrere Vorstellungen aus der Heiligen Schrift, die so geordnet waren, dass sie die Beziehungen beider Testamente und die Vorbilder in Wirklichkeit darstellten. So erblickte man zum Beispiel Jesus Christus, der mit dem Kreuz, auf dem er sein Opfer vollenden sollte, belastet war, gegenüber Isaak, der das Holz trug, auf dem er als Opfer sollte verbrannt werden. Wir haben gesagt, unser Heiliger hat diese Gemälde von Rom mitgebracht. Allein, zu was hätte der schönste Schmuck der Tempel gedient, wenn er die Zierde und die Erhabenheit des äußeren Gottesdienstes nicht gleichfalls befördert hätte? Er bat daher Papst Agatho ihm zu erlauben, dass er Johann, den Abt von St. Martin, und Erzsänger (Praecentor) der Kirche zum heiligen Petrus, mit sich nehmen kann. Diesem übertrug er in der Abtei Weremouth den Unterricht im gregorianischen Gesang und in den Zeremonien der römischen Kirche bei der Feier des Gottesdienstes.



    Der Heilige zählte unter seiner Ordensgenossenschaft einen seiner Verwandten, namens Easterwin, der gleich ihm ehemals am Hof von Northumberland gelebt hatte. Diesen ernannte er, bevor er seine letzte Reise nach Rom antrat, zum Abt. Seine Wahl hätte nicht besser ausfallen können. Easterwin war ein Mann, der alle Eigenschaften eines Vorstehers besaß. Unter anderem die zärtlichste Frömmigkeit, die tiefste Demut, und eine unwandelbare Sanftmut. Da er während der Abwesenheit des Heiligen starb (Am 6. März, in einem Alter von sechsunddreißig Jahren. Er war vier Jahre Abt.), wählten die Mönche an seine Stelle den heiligen Diakon Sigfrid, der seine Wahl aber nicht lange überlebte, denn nach einiger Zeit entriss ihn eine Entkräftungskrankheit, nachdem er die heftigsten Schmerzen erduldet hatte. Auf seinen Rat erwählte der heilige Benedict, zwei Monate vor seinem Tod, den heiligen Ceolfrild, zum Abt der beiden Klöster.



    Die drei letzten Lebensjahre unseres Heiligen waren eine Reihe von Krankheiten und Leiden. Eine schmerzvolle Gicht hatte ihn des Gebrauchs seiner Glieder beraubt und an das Bett gekettet. Da er dem Chor nicht beiwohnen konnte, sangen täglich einige Mönche wechselweise die Tagzeiten zur geeigneten Stunde an seiner Seite. Da vereinigte er sich mit ihnen, soviel es ihm seine Schwachheit erlaubte, und stimmte mit kraftloser Stimme noch ein in den Lobgesang des Allerhöchsten. Sein Geist beschäftigte sich allein mit Gott und der Vervollkommnung seiner Schüler, die er öfters ermahnte, ihre Regel mit der größten Pünktlichkeit zu beobachten. „Meine Kinder“, sagte er ihnen, „wollet die Einrichtungen, die ich für euch getroffen habe, nicht als die Erfindung meines Geistes ansehen. Nachdem ich siebzehn Klöster, in denen gute Zucht herrscht, besucht, und mich bemüht habe, mir von den Satzungen und Gebräuchen derselben eine vollkommene Kunde zu verschaffen, habe ich eine Sammlung aller Regeln, die mir die besten schienen, veranstaltet und diese Sammlung habe ich euch gegeben.“ Benedict, der die Abnahme seiner Kräfte immer mehr spürte, begehrte die heilige Wegzehrung, und starb kurze Zeit nach deren Empfang am 12. Januar 690. Seine Reliquien brachte man 970 in die Abtei Thorney. Die Mönche von Glastenbury behaupteten, sie wären im Besitz eines Teils von ihnen. Das römische Martyrologium erwähnt den heiligen Benedict Biscop an diesem Tag. Die englischen Benediktiner verehren ihn als einen ihrer Patrone.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Hochfeste Jesu Christi



    Perikopen: Apg 10,34-38 Mt 3,13-17

    Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!

    Gott gibt sich uns Menschen zu erkennen. Er zeigt sich uns Menschen. Das haben wir in der Weihnachtszeit gefeiert, dass sich Gott in einem Kind gezeigt hat. Und das haben wir dann in den Festen, Sonntagen und Wochentagen verschiedenartig angeschaut. Heute, am Fest der Taufe des Herrn, sind dreißig Lebensjahre Jesu, die sogenannten verborgenen Jahre vergangen.

    Heute beginnt seine Sendung, heute zeigt er sich als Erwachsener. Der Sohn Gottes beginnt seine Sendung als Heiland der Menschen. Er zeigt den Menschen, wie Gott ist. Wie ist dieser Gott, wie zeigt er sich? In der Taufszene lässt sich das schön sehen. Erstens:

    Gott wird sichtbar. Wir sehen Jesus am Jordanufer. Umgeben von Menschen, deren Leben von Sehnsucht geprägt ist. Mit ihnen, mit uns allen also, taucht er in den Fluss des Jordan ein, jenen Fluss, der im „Toten Meer“ mündet. Jenen Fluss, an dem Johannes die Taufe zur Umkehr verkündete.

    Er taucht ein in das Wasser, in dem Menschen ihre Sünden abzuwaschen suchen. Die Sünden und die Sackgassen ihres Lebens. All das Grauen des Alltags, all die Ängste und die Hoffnungslosigkeit. Damit sich in ihrem Leben etwas ändert. So wird Gott sichtbar, bei uns Sündern wird er sichtbar. Gottes Sohn wurde Mensch. Und nicht nur das. Er stieg auch in die Welt der Sünde hinab! Aus Solidarität mit der sündigen Welt ging er auf Augenhöhe mit ihr. Damit hat er dem falschen Moralismus ein Ende zu setzen wollen.

    Einem Moralismus, der sich anmaßt den authentischen Weg zum richtigen Leben und zum Himmel zu kennen. Dem Moralismus, der mit Verachtung auf die Gescheiterten schaut. So wird er sichtbar, es beugt sich das Himmlische zu den Versagern und Sündern. Heute steigt Jesus in die “schlechte Gesellschaft” herab. So wird er sichtbar. Das ist seine Logik, die wir vielleicht ein wenig mehr verinnerlichen sollen. Zweitens: Gott wird hörbar. Die Stimme Gottes wird hörbar: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden haben. Die Rede vom geliebten Sohn, der geliebten Tochter, dem geliebten Kind wird hörbar. „Du bist der geliebte Mensch, du ganz konkret.“ Das wird heute hörbar, das sei heute einem jeden von uns ganz persönlich gesagt. „Du bist von Gott geliebt.“ Was ist schwieriger zu glauben? Das, was wir dann in wenigen Minuten im Glaubensbekenntnis aufsagen, oder, dass ich ganz persönlich von Gott geliebt bin? Ich glaube Zweiteres, denn das muss ich wirklich an mich, an mein Innerstes heranlassen, und Konsequenzen muss das Ganze dann natürlich auch haben. Denn wenn ich von Gott geliebt bin, dann sind es meine Mitmenschen auch, und dann muss sich das auch zeigen. „Du bist von Gott geliebt.“ Dass dies nicht nur von Seiten Gottes klar wird, sondern auch von Seiten der Menschen, gibt es noch viel zu tun, um der Stimme Gottes Gehör zu verschaffen. Drittens:

    Gott wird erfahrbar, spürbar. Aber wie? Im Heiligen Geist. Der Heilige Geist kommt auf Jesus herab in Gestalt einer Taube. Und so ist Gott bis heute erfahrbar, im Heiligen Geist. Den Heiligen Geist kann man nicht sehen, riechen oder schmecken. Er ist nicht bezahlbar, verhandelbar oder messbar. Aber er ist erfahrbar. Man kann spüren, ob er am Werk ist oder auch nicht. Lebt in mir der Heilige Geist? Wovon ist mein Innerstes besetzt, vom guten, heiligen Geist, oder vom Weltgeist, Zeitgeist oder gar vom Ungeist. Der Heilige Geist begeistert. Wenn das doch ein bisschen mehr für unsere Kirche und unseren
    Glauben stimmen würde. „Etwas mehr Begeisterung,“ hat bei uns in der Schule öfter ein Lehrer gesagt, wenn wir wieder recht gelangweilt und fad bei der Sache waren.


    Liebe Brüder und Schwestern!

    In der Taufe seines Sohnes zeigt sich Gott wie er ist. Er wird sichtbar, hörbar und erfahrbar. Er wird spürbar. Und da Gott nichts ohne uns Menschen tun will, liegt es ein Stück weit auch an uns, ob und wie er durch uns sichtbar, hörbar und erfahrbar wird. Amen,


    Bild: https://www.st-antonius.at/antonius/?p=2698

  • Vom Reich GottesDatum11.01.2026 05:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Wie Gott verloren und wiedergefunden wird



    Mein Heiland, geh mit mir nicht ins Gericht,

    Wenn ich aus angeborener Schwäche fehle.

    Ach, trauernd suche ich dein Angesicht.

    Denn fiel ich auch, liebt doch dich meine Seele.



    1. Verloren wird Gott durch die Sünde. Wiedergefunden wird er durch die Buße. Die Todsünde bricht das Band der Liebe, die uns mit Gott vereint, und vertreibt ihn aus der Seele, in der sie herrscht. Zerknirschung aber, Seufzer und Tränen helfen uns ihn abermals zu finden. Suchen müssen wir ihn wie die jungfräuliche Mutter ihren göttlichen Sohn: schmerzlich, eifrig, demütig und andächtig. Auch müssen wir nicht ablassen, ihn zu suchen, bis wir ihn endlich gefunden haben. Vergeblich jedoch suchen wir ihn in der großen Welt, in Gesellschaften, unter Freunden und Verwandten. Er wird nur im Tempel, nur bei gottesfürchtigen Menschen gefunden. Wann, wo und wie suchst du ihn?



    2. Die lässliche Sünde bricht zwar das Band der Liebe nicht, doch schwächt sie die Vereinigung. Gott weicht nicht gänzlich von der Seele, die durch solche Sünden ihn beleidigt. Aber er leitet und tröstet sie nicht mehr wie früher, und entzieht ihr seinen besonderen Schutz. Dadurch aber versinkt sie in Kaltsinn, verliert seine heilige Gegenwart aus den Augen, und neigt sich allmählich zu schwereren Sünden. Verloren wird seine heilige Gegenwart durch Zerstreuung der Sinne und des Geistes, durch den Lärm der Leidenschaften, durch den Umgang mit der Welt, durch eitle Begierden und Vorwitz. Wiedergefunden aber wird sie durch Entfesselung von den Geschöpfen, durch Einsamkeit und innerliche Sammlung.



    3. O liebevoller Jesus, wo ist die Zeit, da du in meinem Herzen wie in deiner Wohnstätte, wie in einem freundlichen Wonnegarten wohntest. Ach, wie selig war damals meine Seele. Wie überaus wohl war mir in deiner liebevollen Gegenwart. Wie glühte mein Herz nach deinen lieblichen Worten. Wo bist du, Geliebter meiner Seele? Verlassen hast du mich, oder vielmehr verloren habe ich dich. Wie in einer öden Wildnis irre ich nun, die kein Tau des Himmels benetzt. Du Quell des lebendigen Wassers, wann wirst du meine lechzende Seele wieder mit deinem Trost erquicken? Suchen will ich dich, und nicht nachlassen, bis ich dich wiedergefunden habe. "Ich fand ihn, den meine Seele liebt. Ich packte ihn, ließ ihn nicht mehr los." (Hohelied 3,4)


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum11.01.2026 05:26
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete





    Gebet am 11. Januar




    Ich grüße dich von Herzen, du Mutter und Gebärerin Gottes. Alle Geschlechter preisen dich selig, die Könige loben dich, die Fürsten huldigen dir, die Vornehmsten des Volkes tragen dir ihre Bitten vor, und die heiligen Jungfrauen rechnen es sich zur Ehre, dir zu folgen. O Maria, wenn ich auf dich vertraue, werde ich selig sein. Wenn ich unter deinem Schutz lebe, habe ich nichts zu fürchten, denn der Herr hat in deine Hände gelegt die Waffen des Heils, die er denen übergibt, die er selig machen will. Amen.



    Zu Gott



    In allem bete ich, o mein Gott, Deinen heiligen Willen an und wünsche, dass alle meine Gedanken, Worte und Werke mit Ihm übereinstimmen mögen. Gib mir die Gnade, eher alles hinzugeben, als Dir ungehorsam zu werden. Mein Tod sei die Vollendung des Opfers, das ich Deiner göttlichen Gerechtigkeit darbringe, damit ich durch die Verdienste meines Heilandes des Glückes teilhaftig werde, Dich ewig zu besitzen. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Hyginus



    Allmächtiger Gott, sieh auf unsere Schwachheit herab, und weil uns die Last unserer eigenen Handlungen zu Boden drückt, stärke uns durch die Fürbitte des heiligen Martyrers und Bischofs Hyginus, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Der heilige Theodosius,




    Abt. Im Kloster war einmal kein Bissen Brot mehr. "Bekümmert euch nicht", antwortete er den sorgenden Brüdern, "Jesus speiste viele Tausende mit wenig Brot und Fischlein, seine Macht ist noch dieselbe, er vergisst uns nicht." - Nach einigen Stunden kam wunderbare Hilfe.

    Wenn z.B. ein Hilfsbedürftiger dich bitten, und dann auf deine Hilfe vertrauend, deiner Sorgfalt sich überlassen würde, könntest du dem inneren Drang widerstehen, ihm nach allen Kräften beizuspringen, um sein Vertrauen nicht zu täuschen? - Was dürfen wir dann alles vom Vaterherzen Gottes erwarten!

    Prüfe dich, ob du aber auch ein solch kindliches Vertrauen hast, selbst wenn du gar keine Hilfe möglich glaubst, Gott lange damit zögert, oder wenn du dich schon öfters in deinen Erwartungen getäuscht sahst? Denke, sage wie dieser heilige Abt: "Gott ist allmächtig und voll Güte. Er vergisst mich nicht, und hilft gewiss zur rechten Zeit."

    Bete um dieses kindliche Vertrauen.



    Vertrau auf Gottes Vaterherz,

    Er hilft in Not und hilft in jedem Schmerz.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Das oben beim heiligen Theodosius erwähnte Wunder des vermehrten Brotes zeigte sich besonders an den hohen Festtagen der seligsten Jungfrau, wo eine unzählige Menge Volkes in seiner Kirche zusammenkam, indem der heilige Theodosius bei fortdauernder Hungersnot einen jeden zu Genügen speiste, und noch so viel mitgab, dass er unterwegs und zu Hause zehren konnte.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Das Altertum hinterließ uns wenige Nachrichten vom Leben des heiligen Hyginus und in diesem Wenigen widersprechen sich die Schriftsteller, die ihn erwähnen. Er war, vom heiligen Petrus an gerechnet, der 10. Papst, aus Griechenland gebürtig und wahrscheinlich der Sohn eines heidnischen Weltweisen von Athen. Wer ihn bekehrt, im Christentum unterrichtet und getauft hat, ist unbekannt; aber aus all seinen Handlungen geht hervor, dass er ein wahrhaft apostolischer Mann und ein eifriger Kirchenhirt gewesen ist. Stets bemüht, alle Missbräuche in der Kirche Jesu abzustellen und die Reinheit der Lehre Jesu zu bewahren, führte er unter seiner Geistlichkeit die strengste Ordnung ein, predigte nach dem Beispiel der Apostel zu jeder Zeit und überall den Gläubigen das Evangelium und kämpfte heldenmütig gegen die Angriffe der Ketzer, die in jenen Zeiten wie brüllende Löwen das Heiligtum anfielen und die Christen zum Irrtum zu verführen trachteten. Es ist Tatsache, dass der heilige Hyginus es war, der den Ketzer Valentin gründlich widerlegte und ihn, weil er boshaft und halsstarrig in seinem Irrtum beharrte, aus der Kirchengemeinde ausschloss; ob ihm aber die Briefe und kirchlichen Gesetze, die wir noch besitzen, mit Recht zugerechnet werden, ist nicht erwiesen. Er regierte die Kirche Christi mit vollem Ruhm zwölf Jahre, drei Monate und sechs Tage und starb während der Christenverfolgung des Kaisers Antonin als Martyrer. Einige behaupten, dass er den Martertod nicht wirklich gelitten habe und nur deswegen unter die Blutzeugen gezählt werde, weil er unter den größten Gefahren die Religion Jesu verteidigt und deswegen große Verfolgungen erduldet habe.

    https://www.heiligen-legende.de/paulinus-von-aquileja/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Bevor Paulinus Bischof wurde, war er Lehrer der Grammatik. Er gewann die Freundschaft Alkuins, der ihn auch an den Hof Karls des Großen holte.



    Als Bischof nahm er an wichtigen Synoden teil und bekämpfte unerbittlich die Häretiker. Darüber hinaus wirkte er auch als Missionar in Kärnten. Er starb 804.



    Aus: Leben der Väter und Märtyrer, Alban Butler, 2. Band, Mainz 1823:



    Paulin wurde um das Jahr 726 in Frioul aus einer in den Augen der Welt wenig berühmten Familie geboren, die auf dem Land von Anbau eines Meierhofs lebte. Er selbst brachte seine ersten Jahre mit dem Feldbau zu. Allein da er von Gott mit ausgezeichneten Geistesgaben ausgeschmückt war, verlegte er sich auf die Wissenschaften und machte so große Fortschritte, dass er selbst als öffentlicher Lehrer auftreten konnte. Karl der Große erließ gegen das Jahr 776 ein Schreiben an ihn, worin er ihm die Titel eines Lehrers der Grammatik und sehr verehrungswürdig beilegte. Dieses letztere Wort lässt vermuten, dass der Heilige damals Priester war. Derselbe Kaiser, ein Freund der Gelehrten, schenkte ihm auch ein Landgut in der Lombardei, als Belohnung seines Verdienstes. Es scheint, dass Paulin zugleich in diesem Jahr 776 auf den Patriarchenstuhl von Aquileja erhoben wurde.



    Bald wurde Paulin durch seine Frömmigkeit, seinen Eifer und seine Gelehrsamkeit so berühmt, dass Karl der Große verlangte, er möge allen bedeutenden Konzilien, die in seinem Reich gehalten werden, beiwohnen. U.a. dem Konzil von Aachen, 789, von Regensburg, 792, von Frankfurt, 794. Der Heilige berief selbst das Konzil von Frioul, im Jahr 791 oder 796, wegen verschiedener Irrtümer, die sich über die Menschwerdung und das Ausgehen des Heiligen Geistes zu verbreiten anfingen. Er zeigte da, dass der Heilige Geist vom Sohn, wie vom Vater ausgeht, und bewies gegen Felix und Urgel und Elipand, dass Jesus Christus der Sohn Gottes durch Natur und nicht ein angenommener Sohn ist. Später wurde ihm, wie auch Alcuin, der Auftrag vom Kaiser erteilt, die Irrtümer dieser zwei Ketzer schriftlich zu widerlegen.



    Unser Heiliger bewies nicht weniger Eifer für die Bekehrung der Ungläubigen, als für die Bewahrung des geheiligten Glaubensschatzes. Er hätte gewünscht, selbst mit Vergießung seines letzten Blutstropfens, andere zur Kenntnis der Wahrheit zu führen. Dies bewog ihn auch zu dem Entschluss, den Völkern von Kärnten und Steiermark, wo noch viele Heiden lebten, und der heilige Abt Severin und der heilige Virgilius, der Erzbischof von Salzburg, schon sehr viele Kirchen gestiftet hatten, das Evangelium zu predigen. Die Avaren oder Hunnen wurden durch seine Predigten, wie durch die der Missionare des Erzbischofs von Salzburg, so sehr gerührt, dass sie ihren alten Aberglauben verließen, um die heilige Taufe zu empfangen.



    Der heilige Paulin hatte eine wahrhafte Hirtensorge für die ihm anvertrauten Seelen. Nicht damit zufrieden, dass er ihnen den Unterricht erteilte, flehte er auch noch durch glühende und anhaltende Gebete das göttliche Erbarmen über sie herab. Im Jahr 802 hielt er ein Konzil in der der Stadt Altino am adriatischen Meer ab.



    Schließlich beschloss er sein verdienstvolles Leben durch einen glückseligen Tod am 11. Januar 804. Auf diesen Tag fällt auch sein Fest in dem alten Messbuch von Aquileja wie auch in mehreren Martyrologien von Deutschland.



    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum09.01.2026 21:40
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Januar - Gründe des Glaubens



    Herr, erleuchte mild die Blinden,

    Dass sie deine Wunder sehn,

    Dich in deinem Lichte finden,

    Und durch Buße zu dir gehn.



    1. "Vermehre, Herr, den Glauben in mir!" Denn siehe, die Kinder dieser Welt führen durch gottlose Reden viele Schwachen irre, und verrufen deine göttliche Religion als eitel Menschenwerk und Schwärmerei. Bringen sie aber auch den Glauben deiner Getreuen nicht zum Wanken, so wirken sie doch immerhin dahin, sein Licht zu verdunkeln. Aber wer die Augen deinem heiligen Licht nicht vorsätzlich verschließt, der sieht klar, wie deine liebevolle Vorsehung das menschliche Geschlecht zu allen Zeiten an unsichtbarer Hand seiner ewigen, glorreichen Bestimmung entgegen führte.



    2. Nicht wie eine fabelhafte Sage verliert sich deine göttliche Offenbarung in einem zeugenlosen Altertum, dein heiliger Dienst begann mit der Welt. Durch ein untilgbares Nationalwunder besteht, als einzige Ausnahme des menschlichen Geschlechtes, jenes Volk, das deine göttlichen Verheißungen in den frühesten Zeiten durch Mose empfing, selbst nach seiner Verwerfung fort, damit es der Welt zu allen Zeiten aus seinen eigenen Büchern seine Verwerfung zeige, weil es den verheißenen Messias tötete, dessen Geburt, Leben, Tod und Erlösung seine Propheten auf das Umständlichste durch deinen Geist geweissagt hatten. Öffentlich erschien dieser Erlöser. Alle Weissagungen gingen bis auf den letzten Punkt an ihm in Erfüllung. Und vor dem Anblick zahlloser Menschen aus allen Ländern vollbrachte er das Heil und die Erlösung der Welt durch seinen Opfertod.



    3. Ja noch bis zur Stunde besteht zu Jerusalem sein glorreiches Grab, und wird von Pilgern aus allen Nationen verehrt. Noch sichtbar bis zur Stunde sind die Katakomben in der Hauptstadt der christlichen Welt, wo die Gebeine zahlloser Märtyrer ruhen, die den Glauben durch ihr Blut uns erhielten. Noch bis zur Stunde sehen wir Standbilder der alten Götzen, vor denen die Welt einst anbetend niederfiel. Noch bis zur Stunde ertönen auf dem ganzen Erdkreis die Schriften der Apostel, die die Welt bekehrten. Ja noch bis zur Stunde weidet der unsterbliche Petrus durch 20 volle Jahrhunderte die Herde des Herrn. Sprechende Tatsachen sind dies, die die lasterhaften Prediger des Unglaubens nimmermehr zu tilgen vermögen. Psalm 19,8: "Dein Gesetz, Herr, ist vollkommen und bekehrt die Seelen. Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise."


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  • Tages-Gebete Datum09.01.2026 21:38
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 10. Januar



    O Maria, siehe du bist so mächtig bei Gott, es genügt, dass du ihm sagst, du bist seine liebe Mutter, du bist voll seiner Gnade. Was könnte dir der Herr alsdann wohl abschlagen? O allerschönste Königin, wir wagen es nicht zu hoffen, dich hier auf Erden noch einmal zu sehen. Aber wir wollen dich im Himmel sehen. Diese Gnade musst du uns erlangen. Wir hoffen ganz sicher, dass du es tun wirst. Amen.



    Zu Gott




    Verleihe uns, o Gott, eine vollkommene Lostrennung von den Erdengütern. Du forderst zwar von uns nicht, dass wir aus der Welt hinausgehen, sondern willst nur, dass wir unsere Berufspflichten treu erfüllen, und Dich über alles lieben. Dies zu tun, sei jetzt unser fester Entschluss, zu dessen Vollführung wir Dich unablässig um den Beistand Deiner Gnade bitten. Himmlischer Vater, im Vertrauen auf Deine weise Vorsehung bitten wir, Deine Kinder, um das tägliche Brot für heute. Leben wir morgen noch, dann bist Du auch morgen noch Vater, und wir bitten wieder, wie heute, zu Dir. Amen.



    Zum heiligen Marzian



    Bitte für mich, heiliger Marzian, auf dass ich mich auch durch leibliche und geistliche Werke der Barmherzigkeit auf meinen Tod vorbereite, damit, wenn meine Seele diese irdische Körperhülle wie ein Gewand ablegen wird, sie alsdann mit dem glänzenden Hochzeitskleid der Ewigkeit geziert wird.



    Der heilige Paulus,



    Einsiedler, wurde von seinem Freund Antonius, tot, aber kniend, mit erhobenem Haupt und gen Himmel ausgestreckten Händen angetroffen. - Leise, voll Ehrfurcht näherte er sich ihm, glaubend er bete. - Als er ihn aber wirklich tot fand, rief er aus: "O fromme Seele, die auch sterbend nicht abließ von dem, was sie lebend übte!"

    Wie leicht wird es einem frommen Sterbenden, die Übungen des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Reue, der Sehnsucht nach Gott, der Ergebung, die er so sein ganzes Leben geübt, fortzusetzen; hingegen wie schwer, sie gleichsam erst zu erlernen, wenn Leib und Seele von den Schmerzen der Krankheit, von den Ängsten des Todes gequält wird.

    Prüfe dich, ob du öfters am Tag bei deiner Arbeit und täglichen Verrichtungen solche Anmutungen zu einem guten Tod in deinem Herzen erweckst, es mit Gott vereinigt hältst, und so zur ewigen Vereinigung mit Gott auf leichte und nützliche Weise vorbereitest?

    Bete um diese Vorbereitung zum Tod.



    Bleib stets mit Gott im kindlichem Verein,

    Dann wirst du auch im Tod getröstet sein.



    Der heilige Marzianus,



    Bekenner, hatte nur noch ein einziges Kleidungsstück. Da kam ein Armer und flehte ihn um Almosen an, und siehe! Marzianus gab auch das letzte, was er hatte, willig und freudig hin. Er empfing dafür in einer Erscheinung vom Himmel ein goldenes Gewand.

    Fühlst du einen Schmerz im Fuß, alsobald ist der Mund bereit zu klagen, die Hände zu helfen, und alle Glieder des Leibes vereinigen sich, dem Übel bald abzuhelfen. Sollte ein solch bereitwillige Liebe nicht unter allen Christen unseres Vereines bestehen?

    Prüfe dich hierüber - ob du nicht gleichgültig, ohne Eifer und Liebe bist, wenn du hörst, siehst, dass diese oder jene krank, arm, verlassen, ohne Dienst, im Inneren bedrängt, traurig, leidend ist; ob du hilfst, wo und wie du kannst, auch oft nur mit Rat, durch inbrünstiges Gebet, liebevolle Verwendung bei anderen etc.

    Bete um diese brüderliche Liebe.



    Freudig hilft der wahre Christ,

    Wo nur immer Hilfe nötig ist.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Der Orden des goldenen Fließes wurde im Jahr 1430 zum Lob Gottes, zur Ehre der seligsten Jungfrau und des heiligen Andreas von Philippus, vom Herzog von Burgund und Brabant, am heutigen Tag eingesetzt. (Philipp III. der Gute)

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Agatho wurde in Sizilien geboren und gewann besonders alle Herzen durch eine tiefe Demut, eine bewunderungswürdige Sanftmut und eine besondere Neigung, anderen Gutes zu tun. Die kluge und gewissenhafte Verwaltung des Schatzmeisteramtes an der römischen Kirche, das er mehrere Jahre bekleidete, machte ihn würdig, dem Papst Domnus im Jahr 679 nachzufolgen. Im folgenden Jahr stand er durch seine Legaten der sechsten allgemeinen Kirchenversammlung vor, die zu Konstantinopel gegen die Menotheliten, auf Betreiben des Kaisers Konstantin Pogonatus, zusammenberufen worden. An diesen Fürsten schrieb er auch einen schönen Brief, in dem er die Gottlosigkeit der monothelitischen Irrlehre durch die Überlieferung der römischen Kirche an den Tag legte. „Die ganze katholische Welt,“ sagte er unter anderem, „erkennt diese Kirche für die Mutter und Lehrmeisterin aller anderen. Ihr Vorrang kommt von dem heiligen Petrus, dem Apostelfürsten, dem Jesus Christus die Leitung seiner ganzen Herde übertrug, mit dem Versprechen, dass sein Glaube niemals falsch sein würde.“ Da dieser Brief den Vätern des Konzils übergeben wurde, empfingen sie ihn ehrfurchtsvoll und erklärten einstimmig, Petrus habe durch Agathos Mund gesprochen. Dieser heilige Papst setzte auch den heiligen Wilfrid auf den oberhirtlichen Stuhl von Yorck, und überhäufte die Geistlichkeit und Kirchen Roms mit Wohltaten. Er starb im Jahr 682, nachdem er zwei Jahre und ein halbes der Kirche Gottes vorgestanden hatte. Durch die vielen Wunder, die er wirkte, gab man ihm, nach Anastasius, den Beinamen Wundertäter. Er wird von den Griechen, wie von den Lateinern verehrt.



    (Wir finden in den Briefen des heiligen Agatho eine weniger reine Schreibart als in den seiner Vorfahren und Nachfolger. Dies leitet sich von den beständigen Einfällen der Barbaren her, die das Studieren beinahe unmöglich machten, und ein so schauderhaftes Elend verbreiteten, dass man kaum jeden Tag mit Handarbeit das nötigste Überleben erschwingen konnte. Unser Heiliger führte auch diese Ursachen an, um seine Legaten wegen ihrer geringen Beredsamkeit zu entschuldigen. „Allein,“ setzt er hinzu, „wenn wir auch in den Annehmlichkeiten der Sprache unkundig sind, bewahren wir doch, mit Einfalt des Herzens, den Glauben, den uns die Väter überliefert haben.“ Die Legaten führten dieselbe Sprache, und bekräftigten, was Agatho von der Unmöglichkeit, im Abendland sich den Wissenschaften zu widmen, gesagt hatte. „Unser Land,“ sagten sie, „ist der Wut der rohesten Nationen preisgegeben. Wir leben mitten in Schlachten und Plünderungen. Wir schweben unaufhörlich in Unruhe und Bestürzung. Die Handarbeit ist die einzige Quelle unseres Überlebens.“)

    https://www.heiligen-legende.de/agatho-von-rom/

  • Vom Reich GottesDatum08.01.2026 21:19
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Andere Quellen des Unglaubens



    Des Glaubens Licht gab, Herr, uns deine Güte,

    Dass es vor falschem Irrweg uns behüte.

    Doch, ach, mehr liebt die Welt die Finsternisse,

    Und flieht das Licht, das sie der Nacht entrisse.



    1. Niemals vielleicht war der Unglaube höher gestiegen als in den letzten Zeiten. Den Ruhm eines gebildeten, aufgeklärten Menschen zu erlangen, genügte es, alle Geheimnisse der Religion zu verwerfen, die Priester zu schmähen und zu verleumden, und das Sittengesetz einer allgemeinen Emanzipation des Fleisches auszusprechen. Überströmt wird die Welt mit irreligiösen Schriften, falschen Legenden, Geschichten, Romanen, die alle auf mehr oder minder schlaue Weise dahin zielten, die Religion in einem lächerlichen oder verhassten Licht darzustellen. Und gierig griff die Jugend zu diesen Büchern, sog ihr Gift ein, und spottete dann ungläubig der Religionslehren. Welche Früchte dieser Unglaube brachte, dies zeigen uns die politischen Stürme und das Sittenverderbnis.



    2. Manche Gelehrte auch, die nur darauf ausgingen, durch Erfindungen und neue Systeme berühmt zu werden, nahmen in ihren Schriften Wahres und Zweifelhaftes, richtige Beobachtungen und gewagte Vermutungen auf, und trugen mit allem Scharfsinn Systeme vor, die mit der mosaischen Schöpfungsgeschichte geradezu im Widerspruch standen. Junge Männer aber, die bereits einige Vorkenntnisse in den Wissenschaften besaßen, wurden über diesen falschen Schimmer entzückt und nahmen mit Vergnügen eine Theorie an, die von dem Joch eines geheiligten Ansehens sie befreite. Keiner aber bedachte, dass jene eitlen und falschen Geschichten, so wie diese philosophischen Behauptungen oft und mit größter Klarheit widerlegt wurden, und dass die Tatsachen, auf die das Christentum sich gründet, deutlicher erwiesen sind, als alle Tatsachen der römischen und griechischen Geschichte.



    3. Endlich brachte die unglückselige Neuerungssucht und die eitle Wut, immer weiter fortzuschreiten und sogar die Religion zu vervollkommnen, eine Unzahl Schriften hervor, die viele Gemüter verwirrten, und gänzlichem Unglauben entgegenführten. Gleich als leuchtete nicht eine Sonne allen Generationen, als wäre die Wahrheit wandelbar wie die Lüge, und als ginge die Ewigkeit in der Zeit vorüber. Aber "die Wahrheit des Herrn bleibt in Ewigkeit". Würden alle Schriften, die dahin zielen, den Glauben zu vernichten, durch einen wohltätigen Brand vernichtet: wie viele Schriften echter Gelehrtheit würden wohl von der Hälfte des verflossenen Jahrhunderts erübrigen. Apostelgeschichte 19,19: "Und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum08.01.2026 21:16
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 9. Januar



    Große Mutter Gottes, rede, meine Königin, denn dein Kind hört dich an, und du erlangst alles, um was du bittest. Verwende dich auch für uns Elende, o Maria, unsere Fürsprecherin. Bedenke, dass du um unsertwillen eine so große Macht, eine so hohe Würde erhalten hast. Deshalb hat Gott dein Schuldner werden wollen, indem er nämlich von dir seine menschliche Natur annahm, damit du nach Belieben den Elenden die Schätze der göttlichen Barmherzigkeit austeilen möchtest. Wenn du allen Gutes tust, selbst denen, die dich nicht kennen und ehren, ja die dich sogar beleidigen und hassen: um wieviel mehr dürfen wir alsdann von deiner Barmherzigkeit hoffen, da du den Elenden aufsuchst, um ihm zu helfen. Um wieviel mehr dürfen wir alsdann von dir hoffen, die wir dich ehren, dich lieben, auf dich vertrauen. Amen.



    Zu den Heiligen Gottes



    Bittet für mich, ihr Heilige Gottes, dass ich alle List des Teufels besiege, und mich so zur ewigen Glorie vorbereite, damit ich in das "Buch des Lebens" eingeschrieben werde, und mich selbst niemals durch irgendeine Sünde aus ihm vertilge.



    Zu Jesus Christus



    Erwecke, o Herr, in allen Deinen Kindern den Eifer für Deine Ehre und das gemeinsame Heil, dann wird das Ansehen der Eltern allzeit heilbringend und heilig wirken, und die Folgsamkeit der Kinder allzeit gerecht und verdienstlich sein. Die ganze Gesellschaft wird in allen Ständen die wahren Jünger deines Evangeliums sich vermehren sehen. Amen.



    Die heiligen Julianus und Basilissa,



    Märtyrer, gelobten am Tag ihrer Hochzeit, der göttlichen Einsprechungen folgend, ewige eheliche Enthaltsamkeit. - Da erfüllte himmlische Klarheit und Wohlgeruch ihre Kammer, und sie erhielten von Gott die Versicherung in die Zahl der Heiligen aufgenommen zu werden, wenn sie bis an ihr Ende in wahrer Reinheit Gott treu dienen würden.

    Wie oft spricht Gott auch zu uns so zum Herzen. "Siehe," sagt er im Innersten, "da ist Gelegenheit, die Demut zu üben . . . überwinde dich . . . bitte um Verzeihung . . . schweig . . . gib nach . . . fürchte dich nicht in dieser Versuchung, Ich stehe dir bei . . . achte nicht auf diese menschliche Rücksicht, fürchte nur Mich allein!"

    Prüfe dich, ob du auf die göttlichen Einsprechungen aufmerksam bist, oder es etwa machst, wie ein Bettler, der an einem Beutel mit Gold vorüber geht, und ihn nicht aufhebt, weil er ihn nicht achtet?

    Bete um Aufmerksamkeit auf göttliche Einsprechungen.



    Der Einsprach Gottes folg geschwind,

    Dann wirst du sicher Gottes Kind!



    Der heilige Petrus,



    Bischof, wurde als Kind seiner Schwester Makrina zur Erziehung übergeben. Manch frommer Wunsch und heiliges Verlangen lag in seinem Herzen, wurde aber noch durch böse Neigungen, besonders zum Zorn, Eigensinn, Ungehorsam und Leichtsinn unterdrückt. Jedoch durch Gebet, aber auch unermüdliche Sorgfalt alles zu entfernen, wodurch diese hätten angeregt oder genährt werden können, wurde endlich seine Seele ganz für Gott gewonnen.

    Das Eisen wird sich nicht formen, wenn man es bloß glühend macht, aber nicht klopft; so werden wir Gott vergebens um die Gnade eines frommen Lebens anflehen, wenn wir nicht selbst mitwirken und Gewalt brauchen, die Gelegenheiten meiden oder recht benützen, wodurch diese oder jene böse Neigung in uns abgetötet werden könnte.

    Prüfe dich, wie du die Gelegenheiten, die dir Gott hierzu täglich darbietet, benützt, z.B. im Umgang mit ungeduldigen, unangenehmen, hochmütigen Menschen, indem du dich bemühst, ihnen mit Geduld, Liebe, Demut zu begegnen, oder indem du die Gesellschaft noch weltlich oder fleischlich gesinnter Menschen vermeidest, wodurch so eine Lust oder Begierde im Herzen erwachen könnte?

    Bete um Bekämpfung der bösen Neigungen.



    Die Neigungen bekämpfe treu,

    So wirst von ihrem Joch du frei.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Im heutigen Leben der heiligen Basilissa wird berichtet, dass sie nach dem Entschluss, jungfräulich zu leben, die Himmelskönigin in einem Chor der Jungfrauen gesehen hat, die ihr Glück wünschten, und sie der ewigen Glorie fähig erklärt hat, wobei sie aus ein ihr in dem Gesicht vorgehaltenes, mit goldenen Buchstaben geschriebenes Buch gelesen habe: "Basilissa, die eines reinen Herzens ist, soll ihre Ehrenstelle unter den Jungfrauen haben, deren Haupt und Königin die Mutter Jesu ist!"

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