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  • DIE FASTENZEITDatum17.02.2018 20:36
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    ERSTER FASTENSONNTAG B

    1. Sonntag der Fastenzeit im Jahr 2018

    „Fastenzeit“ oder „österliche Bußzeit“,
    das sind die vierzig Tage der Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Feste.

    Wir werden an die vierzig Jahre erinnert, die Israel in der Wüste verbracht hat,
    zwischen Ägypten, dem Land der Knechtschaft, und dem verheißenen Land Kanaan.

    Und an die vierzig Tage, die Jesus in der Wüste gefastet hat. Wüste bedeutet Freiheit,
    aber auch Unsicherheit, Armut, Durst und Hunger.

    Alles Unwesentliche wird unwichtig, künstliche Lichter und falsche Ideen verblassen,
    je mehr wir uns in das Licht Christi stellen.

    Wir begreifen die Notwendigkeit, anders zu werden.

    Wir verstehen die Umkehr,
    die Rückkehr zu Gott als Geschenk seiner Gnade und zugleich als die große,
    wesentliche Arbeit unseres Lebens.


    ERSTE LESUNG

    Gen 9, 8-15

    Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen;
    nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben


    Lesung aus dem Buch Genesis

    8Gott sprach zu Noach und seinen Söhnen, die bei ihm waren:

    9Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen

    10und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes, mit allen Tieren der Erde, die mit euch aus der Arche gekommen sind.

    11Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.

    12Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen:

    13Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.

    14Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,

    15dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.

    http://www.erzabtei-beuron.de/schott/sch...atum=2018-02-18

  • Lehre von der TraditionDatum17.02.2018 19:57
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    FSSPX
    Nachrichten & Veranstaltungen

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    Quadragesima: Die Intention der Kirche für die Fastenzeit


    31. Januar, 2018 Distrikt Deutschland

    Fastenhirtenbrief von Erzbischof Marcel Lefebvre im Jahr 1982

    Liebe Gläubige!

    Ich möchte nach einer alten und heilsamen Tradition der Kirche zu dieser Fastenzeit einige Worte an Sie richten, um Sie zu ermutigen, diese Bußzeit mit ganzer Seele und in der Verfassung, wie sie die Kirche will, zu begehen, mit der Intention, die die Kirche für diese Fastenzeit vorgeschrieben hat.

    Wenn ich in den Büchern vom Anfang dieses Jahrhunderts nach den Intentionen suche, die die Kirche für diese Zeit der Buße vorgeschrieben hat, finde ich darin drei angegeben:

    zunächst das Im-Zaum-Halten der fleischlichen Begierde,

    sodann das leichtere Erheben unserer Seele zu den göttlichen Wirklichkeiten

    und schließlich das Sühnen für unsere Sünden.

    Eben dieses Beispiel hat uns ja Unser Herr in seinem Leben hier auf Erden gegeben: beten und Buße tun. Aber da Er weder der Begierlichkeit noch der Sünde unterworfen war, hat Er für unsere Sünden Buße getan und Sühne geleistet und uns dadurch gezeigt, dass unsere Buße nicht nur uns, sondern auch unseren Nächsten zugutekommen kann.

    Beten und Buße tun. Buße tun, um besser beten zu können, um Gott noch näher zu kommen, das haben auch alle Heiligen getan, und dazu ermahnt die allerseligste Jungfrau Maria in allen ihren Botschaften.

    Werden wir es wagen zu sagen, dass das in unserer Zeit weniger notwendig ist als in früheren Zeiten? Wir können und müssen im Gegenteil sagen, dass das Gebet und die Buße noch nie notwendiger waren als heute, weil man alles getan hat, um diese beiden fundamentalen Elemente des christlichen Lebens zu mindern und herabzusetzen.

    Wann hätte man jemals so wie heute alle ungeordneten Triebe des Fleisches völlig schrankenlos zu befriedigen gesucht, bis hin zum Mord an Millionen unschuldiger Kinder? Man möchte glauben, dass die Gesellschaft nur eine einzige Existenzberechtigung habe, nämlich allen Menschen ein Maximum an Lebensgenuss zu bereiten und ihnen jeglichen Mangel an materiellen Gütern zu ersparen.

    So ist heute das Ziel der Gesellschaft genau dem entgegengesetzt, was die Kirche vorschreibt. Kein Wunder also, dass wir in dieser Zeit, wo die Männer der Kirche sich nach dem Geist der Welt ausrichten, Gebet und Buße schwinden sehen, besonders was die Sühne für die Sünden und die Erlangung der Sündenvergebung betrifft. Wer will heute noch den ergreifenden Psalm 50 „Miserere“ beten und mit dem Psalmisten sprechen: „Peccatum meum contra me est semper — meine Sünde steht mir allezeit vor Augen“? (Ps 50,5) Wie aber könnte eine christliche Seele den Gedanken an ihre Sünden fernhalten, wenn sie immer das Bild des Kreuzes vor Augen hat?

    Die Bischöfe haben auf dem Konzil eine derartige Reduzierung des Fastens und der Abstinenz gefordert, dass diese Vorschriften praktisch aufgehoben sind. Wir müssen zugeben, dass diese Reduzierung eine Folge des ökumenischen und protestantischen Geistes ist, der leugnet, dass es notwendig ist, selbst dabei mitzuwirken, dass die Verdienste Unseres Herrn jedem von uns zur Vergebung unserer Sünden und zur Wiederherstellung unserer Gotteskindschaft zugewendet werden.

    Bisher aber haben die Gebote der Kirche Folgendes vorgeschrieben:

    - obligatorisches Fasten an allen Tagen der Fastenzeit außer an den Sonntagen, an den jeweiligen drei Quatembertagen und an mehreren Vigiltagen;

    - Abstinenz an allen Freitagen des Jahres, an den Sonntagen [Korrektur der Redaktion: an den Samstagen] der Fastenzeit und in zahlreichen Diözesen an allen Samstagen des Jahres.

    Was ist heute von diesen Vorschriften übriggeblieben?

    - das Fasten am Aschermittwoch und am Karfreitag,
    - die Abstinenz am Aschermittwoch und an den Freitagen der Fastenzeit.

    Man fragt sich: Warum eine derartige Verringerung?

    Wer ist zum Fasten verpflichtet?

    Zum Fasten sind die Erwachsenen vom 21. bis zum 60. Lebensjahr verpflichtet.

    Wer ist zur Abstinenz verpflichtet?

    Zur Abstinenz sind alle Gläubigen vom 7. Lebensjahr an verpflichtet.

    Was heißt Fasten?

    Fasten heißt, nur eine Mahlzeit am Tag einzunehmen, darüber hinaus aber noch zwei Imbisse, einen am Morgen und einen am Abend, die jeweils nicht mehr als zwei Unzen, das sind 60 g, fester Nahrung enthalten.

    Was heißt Abstinenz?

    Abstinenz heißt Enthaltung von Fleischgenuss.

    Gläubige, die wirklich den Glaubensgeist besitzen und ein tiefes Verständnis für die eben angeführten Beweggründe der Kirche haben, werden nicht nur diese leichten Vorschriften von heute erfüllen wollen, sondern, erfasst vom Geist Unseres Herrn und der allerseligsten Jungfrau Maria, die Sünden, die sie selbst begangen haben, sowie die Sünden ihres Nächsten, ihrer Familie, ihrer Freunde und ihrer Mitmenschen auf sich nehmen.

    Sie werden deshalb diesen Vorschriften etwas hinzufügen, etwa das Fasten an allen Freitagen der Fastenzeit oder die Enthaltung von Alkohol oder von Wein, oder das Sich-des-Fernsehens-Enthalten. Sie werden sich bemühen, mehr zu beten, öfter der heiligen Messe beizuwohnen, den Rosenkranz zu beten und das Abendgebet in der Familie nicht zu versäumen. Sie werden sich von überflüssigem Besitz trennen, um den Seminaren zu helfen, um Schulen zu gründen, um ihren Priestern bei der Einrichtung von Kapellen zu helfen, um den Ausbau von Häusern für Ordensmänner und Ordensfrauen zu fördern.

    Die Vorschriften der Kirche betreffen nicht nur Fasten und Abstinenz, sondern auch die österliche Pflicht.

    Folgendes empfahl zum Beispiel der Kapitelvikar von Sitten am 20. Februar 1919 den Diözesanen:

    1. Während der Fastenzeit sollen die Herren Pfarrer zweimal in der Woche Kreuzweg halten, einen Tag mit den Schulkindern und einen Tag mit den anderen Pfarrangehörigen. Nach dem Kreuzweg soll die Herz-Jesu-Litanei gebetet werden.

    2. In der Passionswoche, das ist in der Woche vor dem Palmsonntag, soll in allen Pfarrkirchen ein Triduum gehalten werden mit Unterweisung, Herz-Jesu-Litanei vor ausgesetztem Allerheiligsten und Segen.

    Bei diesen drei Unterweisungen sollen die Herren Pfarrer ihren Pfarrkindern auf einfache und klare Weise die wichtigsten Voraussetzungen für den würdigen Empfang des Bußsakramentes ins Gedächtnis rufen.

    3. Als Zeit, während welcher man seine Osterpflicht erfüllen kann, ist für alle Pfarren die Zeit vom Passionssonntag bis zum Weißen Sonntag festgesetzt.

    Warum sollen diese Weisungen heute nicht mehr gültig sein?


    Nützen wir diese Zeit des Heiles, in der Unser Herr immer überreiche Gnaden spendet! Machen wir es nicht wie die törichten Jungfrauen, die, weil sie kein Öl mehr in ihren Lampen hatten, die Türe zum Haus des Bräutigams verschlossen fanden und jene schreckliche Antwort hören mussten: „Amen dico vobis, nescio vos. — Wahrlich, Ich sage euch, Ich kenne euch nicht!“ (Mt 25,12)

    Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich. Es ist der Geist der Losgelöstheit von den Gütern dieser Welt.

    Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Denken wir an Jesus am Ölberg, der über unsere Sünden geweint hat. Jetzt ist es an uns, unsere Sünden und die unserer Brüder zu beweinen.

    Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden (Mt 5,3,5,6). Die Gerechtigkeit kommt durch das Kreuz, die Buße und den Abbruch. Wenn wir wahrhaft die Vollkommenheit suchen, müssen wir den Kreuzweg gehen.

    Möchten wir doch in dieser Fastenzeit den Ruf Jesu und Mariens hören und in ihrer Nachfolge „das Kreuz nehmen“ zu Gebet und Buße!

    Könnte doch unser Beten, unser Flehen, unser Abbruch vom Himmel erlangen, dass diejenigen, die in der Kirche die Verantwortung haben, zu den wahren und heiligen Überlieferungen zurückkehren, wodurch allein es möglich würde, dass die Einrichtungen der Kirche wiederaufleben und zu neuer Blüte kommen!

    Beten wir oft und von Herzen den Schluss des Te Deum: „In Te Domine speravi, non confundar in aeternum.“ „Auf Dich hoffe ich, o Herr, und werde in Ewigkeit nicht zuschanden werden.“

    Quelle: Distrikt Deutschland

    http://fsspx.de/de/news-events/news/quad...astenzeit-35336

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    ZU: Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

    Über die Psalmen, Ps 60; CCL 39,766

    „[...] der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat“

    (Hebr 4,15)

    Die Macht des Wortes Gottes


    12 Denn lebendig ist das Wort Gottes, wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenken und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens;

    13 vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.

    Mahnung zum Festhalten am Bekenntnis


    14 Da wir nun einen erhabenen Hohepriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten.

    15 Wir haben ja nicht einen Hohepriester, der nicht mitfühlen könnte mit unseren Schwächen, sondern einen, der in allem wie wir versucht worden ist, aber nicht gesündigt hat.

    16 Lasst uns also voll Zuversicht hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit!

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    1. Sonntag der Fastenzeit - Invocabit

    Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

    Über die Psalmen, Ps 60; CCL 39,766

    „[...] der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat“
    (Hebr 4,15)

    „Gott, höre mein Flehen, achte auf mein Beten!“
    (Ps 61,2). Wer spricht da? Anscheinend nur einer. […] „Von den Enden der Erde rufe ich zu dir, denn mein Herz ist verzagt“ (Ps 61,3). So ist es also nicht nur einer. Aber dennoch ist es einer, weil Christus, dessen Glieder wir sind, nur einer ist. […]

    Der von den Enden der Erde ruft, ist verzagt. Aber er ist nicht verlassen; denn in jenem Leib, in dem Christus gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, hat er uns, die wir sein Leib sind, vorausgebildet […]

    Uns hat er also in sich selbst umgebildet, als er vom Teufel versucht werden wollte. Wir haben im Evangelium gelesen, dass unser Herr Jesus Christus in der Wüste vom Teufel versucht wurde. […] In Christus wurdest nämlich du versucht, weil er Fleisch von dir hatte und dir Heil von sich schenkt. Von dir hatte er für sich den Tod, für dich von sich das Leben; von dir hatte er für sich die Beschimpfungen, von sich für dich Ehre; so auch von dir für sich die Versuchungen, von sich für dich den Sieg. Wenn wir in ihm versucht wurden, dann besiegen wir auch in ihm den Teufel.

    Merkst du nur, dass Christus versucht wurde, und nicht auch, dass er gesiegt hat? Erkenne doch, dass du in ihm versucht wurdest, und erkenne, dass du in ihm Sieger bist! Er hätte den Teufel von sich fernhalten können. Wäre er aber nicht versucht worden, dann wäre er nicht in Versuchung und Sieg dein Lehrer geworden. Deshalb ist es nicht erstaunlich, wenn er, bedrängt von Versuchungen, aufschreit vom Ende der Erde, wie es im Psalm heißt. Doch warum wird er nicht besiegt? Der Psalm sagt weiter: „Du erhobst mich auf einen Felsen“ (V. 3 (Vulg.)) [...] Erinnern wir uns an das Evangelium: „[...] auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“ (Mt 16,18).

    Die Kirche ist es, die er auf den Felsen bauen wollte, die vom Ende der Erde schreit.

    Doch wer wurde zum Felsen, dass die Kirche auf denselben gebaut werden konnte?

    Hören wir den heiligen Paulus an, der es uns sagt:

    „Der Fels ist Christus“ (vgl. 1 Kor 10,4).

    Auf ihn also sind wir gebaut. Und deshalb ist auch klar, warum dieser Felsen, auf den wir gebaut sind, zuerst vom Sturmwind gepeitscht, von Wasserfluten und Unwettern umtost wurde, als Christus vom Teufel versucht wurde (Mt 7,25). Das also ist das unerschütterliche Fundament, auf das er dich bauen wollte.

    ©Evangelizo.org 2001-2018

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Liebe Maresa,

    danke für den Beitrag, habe den Text dazu gefunden:



    Bayern erleben

    Einsiedler - Allein ist nicht genug

    "Was gleicht einem Eremiten am wenigsten? Ein anderer Eremit.", sagt ein alter Spruch. Gemeinsam ist den ca. 90 deutschen Einsiedlern, dass sie eine große seelische Stärke besitzen müssen, denn Stille und Einsamkeit zwingen sie, sich mit sich selbst zu konfrontieren.

    Der Ausblick ist purer Luxus: Von über 1.000 Metern Höhe erstreckt sich die Sicht über das Steinerne Meer bis zu den 3.000er Gipfeln der Hohen Tauern, reicht bis zu den Höfen und Dörfern tief unten im Tal. Das Leben dort oben dagegen ist spartanisch hart: Ohne fließendes Wasser und Strom in zwei winzigen Räumen und mit einem Plumpsklo lebt Stan Vanuytrecht seit diesem Sommer in der Klause am Palfen. Alles was er zum Leben braucht, Trinkwasser und Lebensmittel, muss er ganz allein über 300 Höhenmeter den Berg hinauf schleppen. Im Sommer hat Bruder Stan häufig Besuch, suchen ihn Menschen als Zuhörer und Ratgeber auf.

    Als Seelsorger ist auch Johannes Schuster gefragt. Seit einigen Jahren lebt der Priester in der mehr als 300 Jahre alten Eremitenklause Frauenbründl bei Bad Abbach. Früher hat er sich um Leprakranke und Bedürftige in Äthiopien gekümmert, betreute acht Jahre lang Flüchtlinge in Kambodscha. Jetzt feiert er drei Mal in der Woche Gottesdienste in der kleinen Kapelle, die auch unter der Woche gut besucht sind. Eine große seelische Stärke müssen Eremiten besitzen, meint er, denn Stille und Einsamkeit zwingen sie, sich mit sich selbst zu konfrontieren. Auch körperlich müssen Eremiten widerstandsfähig sein, um ein entbehrungsreiches, asketisches Leben aushalten zu können.

    Daran hat sich Schwester Michaela Josefa ganz früh gewöhnt, schon mit 20 Jahren hat sie sich für dieses Leben entschieden. Heute sind die meisten der rund 90 Eremiten in Deutschland Frauen. Michaela Josefa gehört der Unierten Kirche an, sie praktiziert den byzantinischen Ritus. Das Jesusgebet steht im Zentrum ihrer Spiritualität, und um andere daran teilhaben zu lassen, arbeitet sie mit einer Filmemacherin an einem Kanal, auf dem sie online für die Menschen da ist, die ihren Rat suchen.

    https://www.br.de/mediathek/video/bayern-erleben-einsiedler-allein-ist-nicht-genug-av:59f1b528b98c7d0018138a61

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Sel. Columba Marmion (1858-1923), Abt

    Die Gottverbundenheit nach Dom Columba Marmion OSB, Paderborn 1935, S. 44f.

    Den Willen Gottes tun


    Du weißt, dass, wenn wir im Stande der heiligmachenden Gnade sind, Jesus immer in unserm Herzen wohnt. Sein einziger und größter Wunsch besteht darin, uns Alles zu sein. Es scheint ein zu schöner Traum zu sein, als dass er wahr sein könnte, dass dieser gute, mächtige und liebevolle Jesus unser Bruder sein will, und doch bezeugt er es uns: „Wer immer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ Dies sind die eigenen Worte Jesu.

    Um das Glück zu haben, dass Jesus unser Bruder und trautester Freund wird, muss man also den Willen seines Vaters tun. Und worin besteht dieser Wille? Zuerst muss man die Sünde meiden, und, wenn wir aus Schwachheit fehlen, alsbald um Verzeihung bitten. Dann muss man alle Handlungen für ihn verrichten. Es ist so gut, dass er auch das Geringste annimmt, wenn es nur für ihn getan wird. Für dich ist dies leicht. Deine Tagesordnung steht fest. Du kennst deine Pflichten; du musst sie nur heiligen, indem du sie Gott weihst.

    ©Evangelizo.org 2001-2018

    Liebe Grüße, Blasius

  • Die heiligen Füße der GottesmutterDatum17.01.2018 21:14
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema


    im offiziellen Link von Andi wird im Interview mit den "Seherinnen" bestätigt, dass die Füsse der Mutter Gottes in Medjugorie n i e zu sehen waren.


    Liebe Kristina,

    das stimmt, es kann sich aufklären wie es zu den Bilder mit den "Fußspitzen" kam.
    Bei Frage 62. geht es um das Sehen der Füße, das heißt der Beine,
    das schließt eventuell nicht aus dass die Seher/in die "Fußspitzen" gesehen haben
    und auch in der Statue zu sehen sind.


    Ob die Echtheit der Erscheinungen an den Füssen der Mutter Gottes tatsächlich ausgemacht werden kann, weiß ich nicht. Wäre aber realistisch.


    Das kann sein, vielleicht ist bisher noch niemand darauf gekommen,
    nicht mal der Vatikan.

    Eine Info:

    https://gloria.tv/video/8agF8YLnXzWT4KCeAwrdF1AZX

    https://serapion-media.gloria.tv/bonifacius/h/7o/s0873imes050ok9piwuz1vix1ok9piwuz1viy.mp4?sum=5f3FIv5fjWBn6ugSJD4VeQ&due=1516276800

    Liebe Grüße, Blasius

  • Die heiligen Füße der GottesmutterDatum17.01.2018 17:43
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Ergänzung zu:


    Die heiligen Füße der Gottesmutter


    BITTE UM HILFE.


    Update #1
    Erscheinung in Lourdes (Füße sind zu sehen!)
    1. Erscheinungstag - Donnerstag, 11. Februar 1858




    https://www.google.de/search?q=muttergot...=G1fALVBj5VpvQM:

  • Die heiligen Füße der GottesmutterDatum17.01.2018 17:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Die heiligen Füße der Gottesmutter


    BITTE UM HILFE.



    Update #3
    Erscheinung in Medjugorje (Füße sind NIEMALS zu sehen!!!)
    Frage 62. Habt ihr jemals die Füße der Gospa gesehen?
    Nein - niemals - sie werden immer vom Kleid bedeckt.


    Dazu folgendes:

    Kluges Reisewelt506 × 339Bildersuche
    Medjugorje, Erscheinungsberg, Heilige Jungfrau Maria, Mutter Gottes



    https://image.jimcdn.com/app/cms/image/t...tter-gottes.jpg

    https://www.kluges-reisewelt.de/2017/10/...herzegowina-ii/

    -

    Persönlich kenne ich dieses Bild nicht, daher weiß ich nicht ob es Echt ist,

    (Füße / Zehen sind zu sehen!!!)

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Johannes vom Kreuz
    (1542-1591), Karmelit, Kirchenlehrer
    Die lebendige Flamme, 2. Strophe, 16f., Einsiedeln 1964

    „Jesus streckte die Hand aus und berührte ihn“

    [...] göttliches Leben! Nie tötest du, es sei denn, um zu beleben;
    nie verwundest du, es sei denn, um zu zu heilen.

    Züchtigst du mit leisem Streifen, so ist es genug, die Welt zu zerlösen;
    doch willst du liebkosen, dann verweilst du mit Bedacht;
    und so ist die Gabe deiner Huld über alles Sagen.

    Du hast mich verwundet, göttliche Hand, um mich zu heilen!

    Du tötest in mir, was mich begraben hielt ohne das Leben Gottes, das ich heute in mir erlebe.
    Und das gewährtest du verschwenderisch mit deiner großmütigen Gnade.
    Du gewährtest es mir mit der eindringlichen Berührung durch den Abglanz deiner Herrlichkeit und das Abbild deines Wesens (Hebr 1,3), durch deinen eingeborenen Sohn, mit ihm, der als deine Weisheit stark von einem Ende des Weltalls zum anderen reicht (Weish 8,1).

    Und dieser, dein eingeborener Sohn, o barmherzige Hand des Vaters, ist die zarte Berührung, mit der du mich machtvoll durchätztest und verwundetest.

    Du zärtliche Berührung, Sohn und Wort Gottes, der du mit dem Leisen deines göttlichen Seins dich in den Kern meiner Seele schmiegst und sie innig in dich hinüberziehst, zu göttlichen Wonnen und Wohlgefühlen, nie vernommen in Kanaan, nie gesehen in Teman (Bar 3,22)!

    Du über alles zarte Berührung des Wortes, mir um so zarter angesichts der Gewalt, mit der du Berge umwälztest und Felsen am Berge Horeb allein mit dem Schatten der dir vorausgehenden Macht zerschmettertest, um dann mit zarter Kraft dich dem Propheten im Säuseln milder Luft zu offenbaren (1 Kön 19,11ff.)!

    O umschwebende Luft, wie nur bist du so hauchzart, wie nur berührst du so hauchzart, Wort, Gottessohn, bei deiner bestürzenden Allgewalt?

    Überselig ist die Seele, die du Allgewaltiger so umhauchst! [...] Und solche verbirgst du in der Berge deines Antlitzes, des ewigen Wortes, vor den Verstörungen der Menschen (Ps 30(31),21)
    .
    ©Evangelizo.org 2001-2018

    Liebe Grüße, Blasius

  • Lehre von der TraditionDatum11.01.2018 12:07
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema








    Das verborgene Apostolat eines Kapuziners
    11. Januar, 2018 Distrikt Deutschland

    Der hl. Konrad von Parzham (1818–1894) als apostolische Seele


    Der hl. Konrad von Parzham (1818–1894) war ein Laienbruder aus dem Kapuzinerorden. Er trat 1849 in das Kloster St. Anna in Altötting ein (das seit 1961 seinen Namen trägt). Dort versah er von 1852 bis zu seinem Tod 41 Jahre lang den Dienst eines Pförtners. Er wurde 1934 heiliggesprochen. 2018 begehen wir sein 200. Geburtsjahr. In der populären Biographie des Heiligen aus der Feder von Kapuzinerpater Gaudentius Walser lesen wir:

    «Das schönste und wohl auch wichtigste Apostolat eines Kapuziners besteht darin, echt, schlicht und froh das heilige Evangelium zu leben. Das Wort Jesu ist und bleibt Quelle und Leitmotiv für Leben und Wirken in der franziskanischen Christusnachfolge.

    In jungen Jahren mag Bruder Konrad der Gedanke bewegt haben, Priester zu werden. Gottes weise Vorsehung hat ihn einen anderen Weg geführt. Berufen in die verantwortungsvolle Aufgabe eines Klosterpförtners, übte er ein Apostolat besonderer Art: Tröster, Ratgeber, Helfer und Führer zur Heiligkeit. Hier konnte er auf mannigfache Weise apostolisch wirken.

    Bruder Konrad unterstützte die Missionswerke: den Ludwig-Missionsverein, den Bonifatiusverein und das Missionshilfswerk der Benediktiner von St. Ottilien. Das neuerstandene Seraphische Liebeswerk der Bayrischen Kapuziner fand in ihm einen großen Freund und warmherzigen Gönner. Wo es galt, ein gutes Werk zu unterstützen, bot Bruder Konrad seine Hilfe an. Er teilte sein „Heiratsgut“ vor dem Klostereintritt in vier Teile: für die Erweiterung des Friedhofs, für Arme, für den 1849 gegründeten Bonifatiusverein und den Ludwig-Missions-Verein in München.

    Nie erlahmte der heilige Pförtner im Apostolat des guten Beispiels. Die Worte des heiligen Ordensvaters Franziskus in der Regel (5. Kapitel) begleiteten sein Streben: „Jene Brüder, denen der Herr die Gnade, zu arbeiten, gegeben hat, sollen in Treue und Hingabe arbeiten, so zwar, dass sie den Müßiggang, welcher der Seele Feind ist, ausschließen, aber den Geist des heiligen Gebetes und der Hingabe nicht auslöschen, dem das übrige Zeitliche dienen muss.“ Bruder Konrad erfüllte sein tägliches Arbeitspensum mit einer Gewissenhaftigkeit und beharrlichen Energie, die Bewunderung erregt. Nie wurde er müßig gesehen. Er war ein eifriger Nutzer der Zeit. Von den Tagesereignissen nahm er wenig Notiz: „Zeitunglesen ist für mich Zeitverlust, ich hör' genug an der Pforte.“ Das heißt aber keinesfalls, dass Bruder Konrad uninteressiert am großen Zeitgeschehen in Welt und Kirche geblieben wäre. Oft mahnte er zum Gebet, wenn der Kirche Gefahr drohte, wie etwa im Kulturkampf (1870– 1880), und betete selbst unablässig. Das Wohl von Heimat und Kirche war ihm ein brennendes Anliegen.

    Ein Ordensmann bezeugt: „Durch sein ganzes Wesen und Benehmen, ja schon durch die Art seines Ganges, machte er einen tiefen, ehrfürchtigen Eindruck. Seine Erscheinung hat mich innerlich stets ergriffen und zum Guten angeeifert. Sein vollkommener Lebenswandel war ein steter Hinweis zu Gott. Ich dachte mir oft: Bruder Konrad kann so fromm sein, und ich bin ein solcher Sünder. Wenn ich den Diener Gottes so sanftmütig, geduldig, gütig und bescheiden sah, erwachte in mir der Wunsch: Wenn ich nur auch so wäre.“

    Ähnlich dachte auch eine Dienstmagd des Altöttinger Krankenhauses, die viele Jahre fast täglich zur Pforte kam: „Ich habe den Bruder Konrad nie aufgeregt gesehen, wenn er auch noch so oft zur Pforte gerufen wurde. Wenn ich von der Pforte heimkam, sagte ich oft zur Frau Oberin: „Wenn ich nur auch so geduldig sein könnte wie der Bruder Konrad!“

    Eine achtzigjährige Frau erinnert sich: „Die ehrwürdige Erscheinung des gottseligen Bruders steht noch lebhaft vor meinen Augen. Ich kann ihn mir noch ganz gut vorstellen, wie er mit niedergeschlagenen Augen und gebeugtem Haupte an die Pforte kam, das eine Mal mit dem Rosenkranz, das andere Mal mit einem Kreuz in der Hand. Seine Lippen bewegten sich fast beständig im Gebet.“

    Beispiele überzeugen! Ein Redemptorist bezeugt im Seligsprechungsprozess: „Als Student diente ich eines Tages in der St.-Anna-Kirche bei der heiligen Messe. Bei der Opferung waren die Messkännchen noch nicht am Altare. Ich wollte sie holen. Bruder Konrad aber kam mir schon auf halbem Weg entgegen. Nach der heiligen Messe gab der Pater dem Bruder in ungerechter Weise einen scharfen Verweis. Denn nicht der Pförtner, sondern der Sakristan hatte seine Pflicht versäumt. Ich wollte schon dem Pater entgegnen. Als ich aber sah, wie ruhig und geduldig der Bruder Konrad die Demütigung ertrug, schwieg auch ich. Das Vorkommnis machte auf mich einen tiefen Eindruck. Wie oft habe ich bei Verdemütigungen im Ordensstand an den Diener Gottes gedacht! Sein Beispiel hat mir über viele Schwierigkeiten hinweggeholfen!“

    Das Zeugnis eines Priesters zeigt, wie Bruder Konrad durch sein gutes Beispiel wirkte: „Ich kam als Student, als Theologe und Priester oft in das Kapuzinerkloster von Altötting und konnte den ehrwürdigen Bruder Konrad jedes Mal beobachten. Die dem Seligen aus den Augen leuchtende Gottinnigkeit erfüllte mich als jungen Studenten mit Ehrfurcht, ent- zündete in mir als Theologen das Verlangen nach Verähnlichung, ließ mich als Priester den kommenden Heiligen ahnen. Oft bewunderte ich den seligen Bruder, der weder nervös wurde, wenn die immer schallende Glocke ihn rief, noch den vielen Gästen, Armen und Reichen, gegenüber je ein Wort zu viel sprach, so dass von ihm galt: Nichts soll uns scheiden vom Anblicke meines Gottes im Innern.“

    Natürlich fasste das einfache gläubige Volk großes Vertrauen zum Pförtner und offenbarte ihm jegliche Herzensnot. Bei allem Eifer für Gott und seine Ehre wusste Bruder Konrad die ihm gesetzten Grenzen einzuhalten. In rein seelsorglichen Anliegen holte er immer einen Priester. Ein Landmädchen wollte ins Kloster gehen, wollte aber vorher einige Zweifel bereinigen und suchte Bruder Konrad auf, um mit ihm ihr Vorhaben zu besprechen. Er schickte sie sofort zu einem Pater. Nach der Aussprache kam der Pater zur Pforte, um ein Andenkenbildchen zu holen. Bruder Konrad kam ihm entgegen und reichte ihm ein Bildchen dar, auf das er die Worte des heiligen Augustinus geschrieben hatte: „Liebe, liebe ganz! Dann tue, was du willst!“ Sie wurde keine Ordensfrau, führte aber ein sehr frommes, ja heiligmäßiges Leben. Später berichtete sie: „Ich bewahre dieses Bildchen schon viele Jahre als liebenswertes Andenken und habe mir die Worte des Bruders Konrad tief zu Herzen genommen.“

    Bruder Konrad war ein Apostel des guten Beispiels, vor allem aber ein Apostel des Gebetes. Ihm war die Gnade des Gebetes geschenkt! Normalerweise hätte dieser zermürbende Alltag, diese ständige Inanspruchnahme von allen Seiten seine Kräfte vorzeitig aufreiben müssen. Jahrzehnte hindurch gönnte er sich keine Ruhepause während des Tages, und wie kurz war seine Nachtruhe! Zwei Stunden! Kaum mehr. Wie brachte er es fertig, diese Riesenlast ein volles Menschenalter lang zu tragen? Kraftquelle war ihm das Gebet und die heilige Messe!

    Er begleitete die Patres bei ihren Sonntagsaushilfen, auf Volksmissionen und bei Exerzitienkursen mit seinem Gebet. Er betrachtete das Gebet als den wichtigsten Missionar, den erfolgreichsten Seelsorger. „Dein Reich komme!“, lehrt Jesus beten. Die Ausbreitung des Reiches Gottes auf Erden steht und fällt mit dem Beten. Davon war Bruder Konrad tief überzeugt. Jeden freien Augenblick widmete er dem Gebet. Kaum einmal legte er den Rosenkranz oder das Rosenkränzlein der Unbefleckten Gottesmutter aus der Hand. Sein kurzes Wort zu aller Not und allem Herzenskummer: „Da müssen wir halt viel beten! Der liebe Gott wird dann schon alles recht machen!“

    Pater Cassian Bogenberger aus Kelheim (1850–1935) urteilte: „Des Dieners Gottes ganzes Leben war ein ständiges Beten, getragen von ununterbrochener Hoffnung.“ Und Pater Johannes Maria Ries aus Tiefenbach (1863–1930) bezeugte: „Er fand sein Glück in der Betrachtung des ewigen Lebens, obwohl seine tägliche Arbeit beschwerlich und eintönig war.“»

    Bei seinem Besuch in Bayern im September 2006 würdigte Papst Benedikt XVI. den hl. Konrad: „Er hat sich, wie es der Herr im Gleichnis empfiehlt, wirklich auf den letzten Platz gesetzt, als demütiger Pfortenbruder. Er konnte von seiner Zelle aus immer auf den Tabernakel hinschauen, immer bei ihm sein. Von diesem Blick her hat er die nicht zu zerstörende Güte gelernt, mit der er den Menschen begegnete, die fast ohne Unterbrechung an seiner Pforte anläuteten – auch manchmal eher bösartig, um ihn bloßzustellen; auch manchmal ungeduldig und laut: Ihnen allen hat er ohne große Worte durch seine Güte und Menschlichkeit eine Botschaft geschenkt, die mehr wert war als bloße Worte.“

    Quelle: Distrikt Deutschland

    http://fsspx.de/de/news-events/news/das-...apuziners-34970

  • Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete

    Zu Jesus im hochheiligsten Sakrament

    Stoßgebete und Anrufungen


    105

    Seele Christi, heilige mich!

    Leib Christi, erlöse mich!

    Blut Christi, tränke mich!

    Wasser der Seite Christi, wasche mich!

    Leiden Christi, stärke mich!

    Guter Jesus, erhöre mich!

    In Deinen Wunden berge mich!

    Von Dir laß nimmer scheiden mich!

    Vor dem bösen Feinde schütze mich!

    In meiner Todesstunde rufe mich

    Und heiße zu Dir kommen mich,

    Daß ich mit Deinen Heiligen Dich

    Dann loben möge ewiglich. Amen.

    300 Tage Ablaß.


    7 Jahre Ablaß, wenn man die Anrufungen nach der heiligen Kommunion betet.

    Vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen,
    wenn man es einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig tut.


    Ablaßkongr. 9. Januar 1854)

  • Der AblassDatum11.01.2018 11:40
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Lieber Sel,
    liebes Forum,

    eine Info zum Thema- Ablaß:


    Katechismus der Katholischen Kirche

    X Die Ablässe

    1471 Die Lehre über die Ablässe und deren Anwendung in der Kirche hängen eng mit den Wirkungen des Bußsakramentes zusammen.

    Was ist der Ablaß?

    „Der Ablaß ist Erlaß einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet."

    „Der Ablaß ist Teilablaß oder vollkommener Ablaß, je nachdem er von der zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz freimacht." Ablässe können den Lebenden und den Verstorbenen zugewendet werden (Paul VI., Ap. Konst. „Indulgentiarum doctrina" normæ 1-3).

    Die Sündenstrafen

    1472 Um diese Lehre und Praxis der Kirche zu verstehen, müssen wir wissen, daß die Sünde eine doppelte Folge hat. Die schwere Sünde beraubt uns der Gemeinschaft mit Gott und macht uns dadurch zum ewigen Leben unfähig. Diese Beraubung heißt „die ewige Sündenstrafe". Andererseits zieht jede Sünde, selbst eine geringfügige, eine schädliche Bindung an die Geschöpfe nach sich, was der Läuterung bedarf, sei es hier auf Erden, sei es nach dem Tod im sogenannten Purgatorium [Läuterungszustand]. Diese Läuterung befreit von dem, was man „zeitliche Sündenstrafe" nennt. Diese beiden Strafen dürfen nicht als eine Art Rache verstanden werden, die Gott von außen her ausüben würde, sondern als etwas, das sich aus der Natur der Sünde ergibt. Eine Bekehrung, die aus glühender Liebe hervorgeht, kann zur völligen Läuterung des Sünders führen, so daß keine Sündenstrafe mehr zu verbüßen bleibt [Vgl. K. v. Trient: DS 1712-1713; 1820].

    1473 Die Sündenvergebung und die Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott bringen den Erlaß der ewigen Sündenstrafen mit sich. Zeitliche Sündenstrafen verbleiben jedoch. Der Christ soll sich bemühen, diese zeitlichen Sündenstrafen als eine Gnade anzunehmen, indem er Leiden und Prüfungen jeder Art geduldig erträgt und, wenn die Stunde da ist, den Tod ergeben auf sich nimmt. Auch soll er bestrebt sein, durch Werke der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe sowie durch Gebet und verschiedene Bußübungen den „alten Menschen" gänzlich abzulegen und den „neuen Menschen" anzuziehen [Vgl. Eph 4,24].

    In der Gemeinschaft der Heiligen

    1474 Der Christ, der sich mit der Gnade Gottes von seiner Sünde zu läutern und sich zu heiligen sucht, steht nicht allein. „Das Leben jedes einzelnen Kindes Gottes ist in Christus und durch Christus mit dem Leben aller anderen christlichen Brüder in der übernatürlichen Einheit des mystischen Leibes Christi wie in einer mystischen Person in wunderbarem Band verbunden" (Paul VI., Ap. Konst. „Indulgentiarum doctrina" 5).

    1475 In der Gemeinschaft der Heiligen „besteht unter den Gläubigen - seien sie bereits in der himmlischen Heimat oder sühnend im Reinigungsort oder noch auf der irdischen Wanderschaft - in der Tat ein dauerhaftes Band der Liebe und ein überreicher Austausch aller Güter" (ebd.). In diesem wunderbaren Austausch kommt die Heiligkeit des einen den anderen zugute, und zwar mehr, als die Sünde des einen dem anderen schaden kann. So ermöglicht die Inanspruchnahme der Gemeinschaft der Heiligen dem reuigen Sünder, daß er von den Sündenstrafen früher und wirksamer geläutert wird.

    1476 Diese geistlichen Güter der Gemeinschaft der Heiligen nennen wir auch den Kirchenschatz. „Er ist nicht so etwas wie eine Summe von Gütern nach Art von materiellen Reichtümern, die im Lauf der Jahrhunderte angesammelt wurden. Vielmehr besteht er in dem unendlichen und unerschöpflichen Wert, den bei Gott die Sühneleistungen und Verdienste Christi, unseres Herrn, haben, die dargebracht wurden, damit die gesamte Menschheit von der Sünde frei werde und zur Gemeinschaft mit dem Vater gelange. Der Kirchenschatz ist Christus, der Erlöser, selbst, insofern in ihm die Genugtuungen und Verdienste seines Erlösungswerkes Bestand und Geltung haben [Vgl. Hebr 7,23-25; 9,11-28.]" (ebd.).

    1477 „Außerdem gehört zu diesem Schatz auch der wahrhaft unermeßliche, unerschöpfliche und stets neue Wert, den vor Gott die Gebete und guten Werke der seligsten Jungfrau Maria und aller Heiligen besitzen. Sie sind den Spuren Christi, des Herrn, mit seiner Gnade gefolgt, haben sich geheiligt und das vom Vater aufgetragene Werk vollendet. So haben sie ihr eigenes Heil gewirkt und dadurch auch zum Heil ihrer Brüder in der Einheit des mystischen Leibes beigetragen" (ebd.).

    Gott erläßt Sündenstrafen durch die Kirche

    1478 Der Ablaß wird gewährt durch die Kirche, die kraft der ihr von Jesus Christus gewährten Binde- und Lösegewalt für den betreffenden Christen eintritt und ihm den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen zuwendet, damit er vom Vater der Barmherzigkeit den Erlaß der für seine Sünden geschuldeten zeitlichen Strafen erlangt. Auf diese Weise will die Kirche diesem Christen nicht nur zu Hilfe kommen, sondern ihn auch zu Werken der Frömmigkeit, der Buße und der Nächstenliebe anregen [Vgl. Paul VI., Ap. Konst. „Indulgentiarum doctrina" 8; K. v. Trient: DS 1835].

    1479 Da die verstorbenen Gläubigen, die sich auf dem Läuterungsweg befinden, ebenfalls Glieder dieser Gemeinschaft der Heiligen sind, können wir ihnen unter anderem dadurch zu Hilfe kommen, daß wir für sie Ablässe erlangen. Dadurch werden den Verstorbenen im Purgatorium für ihre Sünden geschuldete zeitliche Strafen erlassen.

    http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P4M.HTM


    Weitere Info:

    APOSTOLISCHE PÖNITENTIARIE
    DAS GESCHENK DES ABLASSES

    Die Feier des Jubiläumsjahres ist nicht nur eine einzigartige Gelegenheit, um das große Geschenk zu nutzen, das der Herr uns durch Vermittlung seiner Kirche im Ablaß zukommen läßt, sondern es ist auch eine gute Gelegenheit, die Lehre über den Ablaß in das Bewußtsein der Gläubigen zurückzurufen. Daher veröffentlicht die Apostolische Pönitentiarie zum Nutzen all jener, die die Stätten des Jubiläumsjahres besuchen, folgende Ankündigungen.

    ANMERKUNGEN ALLGEMEINER NATUR
    ÜBER DIE ABLÄSSE

    1. Der Ablaß ist im Codex des kanonischen Rechtes (can. 992)
    und im Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 1471) folgendermaßen definiert:

    »Der Ablaß ist Erlaß einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt.«

    http://www.vatican.va/roman_curia/tribun...ulgence_ge.html

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Ergänzung zu:

    Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787), Bischof und Kirchenlehrer

    6. Abhandlung zur Weihnachtsnovene

    Der Mann stand auf und folgte ihm

    Apostelgeschichte 22,10

    Die Rede des Paulus im Tempelvorhof


    2 Als sie hörten, dass er in hebräischer Sprache zu ihnen redete, waren sie noch ruhiger.Und er sagte: 3 Ich bin ein Jude, geboren in Tarsus in Kilikien, hier in dieser Stadt erzogen, zu Füßen Gamaliëls genau nach dem Gesetz der Väter ausgebildet, ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid. 4 Ich habe diesen Weg bis auf den Tod verfolgt, habe Männer und Frauen gefesselt und in die Gefängnisse eingeliefert. 5 Das bezeugen mir der Hohepriester und der ganze Rat der Ältesten. Von ihnen erhielt ich auch Briefe an die Brüder und begab mich nach Damaskus, um auch jene, die dort waren, zu fesseln und zur Bestrafung nach Jerusalem zu bringen. 6 Als ich nun unterwegs war und mich Damaskus näherte, da geschah es, dass mich um die Mittagszeit plötzlich vom Himmel her ein helles Licht umstrahlte. 7 Ich stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? 8 Ich antwortete: Wer bist du, Herr? Er sagte zu mir: Ich bin Jesus, der Nazoräer, den du verfolgst. 9 Meine Begleiter sahen zwar das Licht, die Stimme dessen aber, der zu mir sprach, hörten sie nicht.

    10 Ich sagte: Herr, was soll ich tun? Der Herr antwortete: Steh auf und geh nach Damaskus, dort wird dir alles gesagt werden, was dir zu tun bestimmt ist.


    11 Da ich aber vom Glanz jenes Lichtes geblendet war, sodass ich nicht mehr sehen konnte, wurde ich von meinen Begleitern an der Hand geführt und gelangte so nach Damaskus. 12 Ein gewisser Hananias, ein frommer Mann nach dem Gesetz, der bei allen Juden dort in gutem Ruf stand, 13 kam zu mir, trat vor mich und sagte: Bruder Saul, du sollst wieder sehen! Und im gleichen Augenblick konnte ich ihn sehen. 14 Er sagte: Der Gott unserer Väter hat dich dazu erwählt, seinen Willen zu erkennen, den Gerechten zu sehen und die Stimme seines Mundes zu hören; 15 denn du wirst vor allen Menschen sein Zeuge sein für das, was du gesehen und gehört hast. 16 Was zögerst du jetzt? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen und rufe seinen Namen an! 17 Es geschah aber, als ich nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, dass ich in eine Verzückung geriet. 18 Und ich sah ihn, wie er zu mir sagte: Beeil dich, verlasse sofort Jerusalem; denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen. 19 Da sagte ich: Herr, sie wissen doch, dass ich es war, der jene, die an dich glauben, ins Gefängnis werfen und in den Synagogen auspeitschen ließ. 20 Auch als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, stand ich dabei; ich stimmte zu und passte auf die Kleider derer auf, die ihn umbrachten. 21 Aber er sagte zu mir: Brich auf, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden!

    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

    21 Aber er sagte zu mir:

    Brich auf, denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden!


    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787), Bischof und Kirchenlehrer

    6. Abhandlung zur Weihnachtsnovene

    Der Mann stand auf und folgte ihm


    Mein vielgeliebter Erlöser, hier ist mein Herz, ich gebe es dir ganz und gar; es gehört nicht mehr mir, es gehört dir. Als du in die Welt kamst, hast du dem Ewigen Vater deinen ganzen Willen dargebracht, so wie du es uns durch den Mund Davids wissen lässt. In der Schriftrolle des Gesetzes steht über mich geschrieben, dass ich deinen Willen tun werde (vgl. Ps 39(40),8–9).

    Und so übergebe ich dir, mein vielgeliebter Retter, heute meinen ganzen Willen. Einst widersetzte er sich deinem Willen, damit habe ich dich gekränkt. Jetzt bedauere ich von ganzem Herzen, dass ich ihn so benutzte, und auch alle meine Sünden, die mir so kläglich deine Freundschaft raubten. Ich empfinde tiefe Reue, und ich weihe dir meinen Willen ohne Vorbehalt.

    „Herr, was soll ich tun?“ (Apg 22,10). Herr, sage mir, was du von mir verlangst. Ich bin bereit alles zu tun, was du willst. Verfüge über mich und über das, was mir gehört, nach deinem Gutdünken. Ich nehme alles an und stimme allem zu. Ich weiß, dass du mein Bestes willst.

    „In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist“ (Ps 30(31),6).

    Erbarme dich seiner und hilf ihm, bewahre ihn, mach ihn für immer dir zu eigen, ja ganz zu eigen; denn „du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott“ (Ps 30(31),6), durch dein Blut.

    ©Evangelizo.org 2001-2018

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Drittes Buch

    Kampf und Trost



    KAPITEL 5

    Die wunderbare Wirkung der göttlichen Liebe

    1. Ich bete um die göttliche Liebe.

    2. Die Liebe erleichtert alles und treibt zum Höchsten an.

    3. Das Wesen der Liebe ist dem Wesen Gottes ähnlich, aus dem sie quillt.

    4. Die Liebe kennt keine Hindernisse; sie bricht sich überall Bahn.

    5. Ich singe das Hohelied der Liebe.

    6. Die Liebe ist der Inbegriff aller Tugenden.

    1. (Der Knecht:) Ich preise dich, himmlischer Vater, Vater meines Herrn Jesus Christus, daß du dich herabgelassen hast, an mich Armen zu denken. "Vater der Erbarmungen und Gott allen Trostes"
    (2 Kor 1, 3), ich sage dir Dank, daß du mich, jeden Trostes Unwürdigen, zuweilen mit deiner Tröstung erquickst. Ich preise dich immerfort und verherrliche dich mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geiste, dem Tröster, in alle Ewigkeit. Ja, mein Herr und Gott, mein heiliger Liebhaber, wenn du in mein Herz kommst, frohlockt mein ganzes Inneres. Du bist mein Ruhm, du der Jubel meines Herzens. Du meine Hoffnung, "meine Zuflucht am Tage meiner Trübsal" (Ps 59, 17). Doch weil ich so arm bin an Liebe und so
    unvollendet in der Tugend, benötige ich deine Stärkung und deinen Trost. Darum kehre öfter bei mir ein, und unterweise mich in deinen heiligen Lehren. Befreie mich von meinen üblen Leidenschaften und heile mein Herz von allen ungeordneten Neigungen, daß ich, innerlich geheilt und ganz geläutert, fähig werde zum Lieben, stark zum Dulden, standhaft zum Beharren.

    2. (Der Herr:) Etwas Großes ist es um die Liebe; sie ist ein überaus großes Gut. Sie allein macht alles Schwere leicht und nimmt mit Gleichmut jedes Leiden hin. Sie trägt die Lasten mühelos und macht alles Bittere süß und schmackhaft. Die edle Liebe Jesu treibt zu großen Taten und weckt das Verlangen nach immer größerer Vollkommenheit. Die Liebe drängt zur Höhe und will nicht an die niedrigen Dinge gefesselt sein. Liebe will frei sein, frei von allem Weltsinn, damit ihr innerer Aufblick nicht behindert werde, damit zeitliches Glück sie nicht gefangennehme oder ein Unglück sie zu Boden beuge.

    3. Nichts im Himmel und auf Erden ist lieblicher, mächtiger, erhabener, nichts umfassender und wohltuender, nichts vollkommener und besser; denn die Liebe ist aus "Gott geboren" (1 Joh 4,7); sie kann über allem Geschaffenen nur in Gott ruhen. Der Liebende fliegt, läuft und jubelt; er ist frei und läßt sich nicht halten. Er gibt alles für alles und hat alles in allem; denn er ruht in dem einen über allem Höchsten, aus dem alles Gute quellend fließt. Er sieht nicht auf die Gaben, sondern er wendet sich über alle Gaben an den Geber.

    4. Die Liebe kennt oft kein Maß, sondern sie gerät über alle Maßen in Glut. Die Liebe fühlt keine Last, scheut keine Mühe, erstrebt mehr, als sie vermag, schützt keine Unmöglichkeit vor, weil sie glaubt, ihr sei alles möglich und gestattet. Sie ist zu allem tüchtig, leistet viel und hat Erfolge, wo der kraftlos versagt, der keine Liebe hat. Die Liebe wacht, und auch im Schlafe schläft sie nicht. Ist sie erschöpft, so erschlafft sie nicht, ist sie in Not, so fühlt sie sich nicht bedrängt, ist sie erschreckt, gerät sie nicht in Verwirrung. Wie eine lebendige Flamme und brennende Fackel bricht sie zur Höhe durch und nimmt sicher ihren Weg. Wer liebt, kennt den Klang dieses Wortes: "Laut vernehmbar in den Ohren Gottes ist die glühende Liebe einer Seele", die da betet: Mein Gott, meine Liebe! Du bist ganz mein und ich ganz dein.

    Gebet um die Liebe Gottes

    5. (Der Knecht:) Laß mich wachsen in der Liebe, damit ich in der Tiefe meines Herzens verkosten lerne, wie erquickend es ist zu lieben, ganz in Liebe aufzugehen und in ihr zu schwimmen. Ich möchte ergriffen werden von der Liebe, möchte über mich selbst hinausgehen im Übermaß glühender Bewunderung. Singen will ich das Lied der Liebe und dir, meinem Geliebten, zur Höhe folgen, will in deinem Lobe jubelnd vor Liebe vergehen. Lieben möchte ich dich mehr als mich und mich nur deinetwillen und alle, die dich wahrhaft lieben, in dir, wie das Gesetz der Liebe es gebietet, das aus dir leuchtet.

    6. (Der Herr:)

    Die Liebe ist beschwingt, aufrichtig, fromm, wohltuend, lieblich, stark, geduldig, treu, klug, langmütig, mannhaft und selbstlos. Sobald einer sich selbst sucht, fällt er von der Liebe ab. Die Liebe ist umsichtig, demütig und gerade, nicht weichlich und leichtfertig, nicht auf eitle Dinge bedacht, nüchtern, keusch, standhaft, ruhig, ihr Sinnesleben beherrschend.

    Die Liebe ist unterwürfig und den Vorgesetzten gehorsam; vor sich selbst wohlfeil und verächtlich, gottergeben und dankbar, stets bauend und hoffend auf Gott, auch wenn Gott sich ihr entzieht; denn ohne Leiden lebt man nicht in der Liebe. Wer nicht bereit ist, alles zu leiden und zum Willen des Geliebten zu stehen, verdient es nicht, daß man ihn einen Menschen der Liebe nennt. Wer liebt, muß schon alles Harte und Bittere um des Geliebten willen gern annehmen; er wird sich auch bei eintretenden Schwierigkeiten nicht von ihm abwendig machen lassen.

    file:///C:/Users/Master/Desktop/Thomas%2...risti%20(1).pdf

    Liebe Grüße, Blasius

  • Lehre von der TraditionDatum08.01.2018 22:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Nachtrag:



    FSSPX


    06. Januar - Hochfest Epiphanie

    -

    Am 6. Januar begeht die heilige Kirche das Hochfest der Epiphanie, der Erscheinung des Herrn.

    Der Begriff „Erscheinung“ bezeichnet das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu. Diese zeigte sich u.a. bei den drei Gelegenheiten, die dem Fest seinen Anlaß gegeben haben: Beim Besuch der Weisen, bei der Taufe Jesu und bei dem ersten von Ihm gewirkten Wunder. Alle drei Ereignisse sollen sich an einem 6. Januar ereignet haben.

    1. Der Besuch der Weisen bei dem neugeborenen Heiland fand statt, als dieser dreizehn Tage alt war. Der den Weisen erscheinende Stern offenbarte Jesus als den göttlichen Erlöser.

    2. Die Taufe Jesu fand statt, als der Heiland etwa dreißig Jahre alt war. Dabei offenbarte sich die göttliche Dreifaltigkeit, denn über dem im Jordan stehenden Jesus ließ sich der Heilige Geist in Gestalt einer Taube herab, und aus dem Himmel erscholl die Stimme des Vaters. Diese wiederum offenbarte Jesu Göttlichkeit. Das Gedächtnis der Taufe wird am Oktavtag von Erscheinung, also am 13. Januar, begangen.

    3. Das Weinwunder zu Kana in Galiläa fand im darauffolgenden Jahre statt. Durch das Offenbarwerden Seiner Herrschaft über die Natur erschien deutlich erkennbar Jesu göttliche Vollmacht. Dieses dritten Fest-Aspektes wird am zweiten Sonntag nach Erscheinung gedacht (s. 18.1.), wenn das Evangelium vom Weinwunder verkündet wird.

    Unser Fest am 6. Januar bezieht sich auf den Besuch der Weisen und heißt darum auch „Heilige Drei Könige“. - Die Weisen, die zu Jesus kamen, um Ihn anzubeten und um Ihm ihre Geschenke darzubringen, werden möglicherweise aus der Stadt Babel im Zweistromland nach Bethlehem gekommen sein. In Babel wurde die Sternenkunde seit vielen Jahrhunderten betrieben. Dort beobachteten Weise den nächtlichen Himmel noch um die Zeitenwende, obwohl der größte Teil der Bevölkerung Babels längst in die neue Hauptstadt des Landes, nach Seleukia-Ktesiphon, abgewandert war.

    Babel war Hauptstadt des ersten Weltreiches nach dem Ende der Herrschaft der Davididen zu Jerusalem . Bis zum Ende der Welt sollten gemäß der Prophetie des Buches Daniel noch drei weitere Weltreiche dem babylonischen folgen: das persische, das griechische und das römische. Wenn den Weisen Babels durch den Stern die Geburt des Erlösers angezeigt wurde, dann erschien der Heiland durch Babel gewissermaßen der gesamten Welt, allen Völkern, auch wenn mittlerweile Rom als Hauptstadt des vierten und letzten Weltreiches an die Stelle Babels getreten war.

    Die Weisen gehörten zwar nicht dem Volk Gottes an, doch müssen sie deshalb keineswegs unwissend in bezug auf die Geburt des Heilandes aller Welt gewesen sein. War es doch ihr Landsmann Bileam, der mehr als tausend Jahre zuvor bereits das Auftreten des Erlösers aus dem Volk Israel geweissagt hatte, das mit dem Auftauchen eines Sternes verbunden sein sollte:

    „Ich sehe Ihn, aber nicht jetzt,
    ich schaue Ihn, aber nicht nahe.
    Es wird hervorgehen ein Stern aus Jakob,
    und es aufkommen ein Herrscherstab aus Israel.
    Und Er wird zerschmettern die Schläfen Moabs,
    und Er tritt nieder alle Söhne Seths.“

    Es war demnach klar, daß der Heiland aus dem Volke Israel hervorgehen würde. Auch ein babylonischer Keilschrifttext bezeugt die Erwartung des Erscheinens eines Friedensfürsten im Gebiet westlich des Zweistromlandes. Dorthin zogen dann die Weisen, als sie Seinen Stern sahen, und zwar nach Jerusalem, da sich dort die Residenz des Israel regierenden Königs befand (vgl. 28.12.). In Jerusalem aber erfuhren die Weisen, daß der sehnsüchtig erwartete Messias zu Bethlehem geboren werden sollte. So begaben sie sich vom Stern geführt dorthin und fanden Maria mit dem neugeborenen Kindlein. Sie fielen vor ihm nieder und huldigten Ihm. Sie öffneten ihre Schätze und brachten Ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

    Die Weisen, drei an der Zahl, sollen später von dem Apostel Thomas (21.12.) getauft und zu Bischöfen geweiht worden sein. Es heißt, sie seien im Jahre 54 rasch nacheinander gestorben, der älteste von ihnen am achten Tag nach dem hohen Weihnachtsfest, nachdem er noch die hl. Messe gelesen hatte. Der mittlere starb am Fest der Erscheinung nach dem Zelebrieren der hl. Messe, der jüngste aber als letzter sieben Tage danach, wiederum nach der Feier hl. Messe. So sind für uns die drei Weisen mit den Festen der Beschneidung des Herrn (1.1.), dem Dreikönigstag (6.1.) und der Taufe des Heilands (13.1.) verbunden. - Durch die heilige Kaiserin Helena , die Mutter Kaiser Konstantins (s. 3.5.), sollen die Reliquien der Weisen in den Westen gelangt sein.

    Die Legende erhebt die Weisen zu Königen gemäß den Weissagungen des Alten Testamentes. Sie kennt auch die Namen der Drei Heiligen Könige: Caspar, Melchior und Balthasar. Caspar ist persisch und bedeutet Schatzmeister, Melchior hebräisch, mein König ist das Licht. Der babylonische Name Balthasar lautet übersetzt Gott schütze das Leben des Königs. - Bemerkenswert erscheint, daß den Namen Balthasar auch zwei im Alten Testament auftretende, ganz unterscheidliche Personen führen. Diesen Namen trägt der Sohn des Königs Nebukadnezar (604 - 562 v. Chr.), durch dessen Übermut das Ende des babylonischen Weltreiches herbeigeführt wird. Denselben Namen erhält aber auch der heilige Prophet Daniel am Hofe des babylonischen Königs anstelle seines hebräischen.

    Meist wird von den Geschenken der Könige so erzählt, daß Caspar die Myrrhe zum Jesuskind bringt, Melchior das Gold und Balthasar den Weihrauch. Die Drei Heiligen Könige treten nämlich auch als Repräsentanten der im Mittelalter bekannten Erdteile auf: Caspar, der schwarze König, entstammt dem an Myrrhe reichen Afrika. Melchior, der weiße König, kommt aus dem Abendland mit dessen edelster Gabe, dem Gold. Balthasar, der gelbe König, bringt als Asiate den kostbaren Weihrauch herzu. - Übrigens ist aus dem Kaspar der Krippenspiele das im Puppentheater auftretende Kasperl hervorgegangen. - Wenn die Drei Heiligen Könige außer den Ländern der ganzen Welt auch noch alle Lebensalter des Menschen darstellen, dann ist Caspar zumeist der jüngste, Melchior der mittlere und Balthasar der älteste.

    Quelle: Distrikt Deutschland

    http://fsspx.de/de/news-events/news/06-j...-epiphanie-6147

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Der Heilsplan Gottes für den Menschen
    Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

    Liebe Leserinnen und Leser,

    Hl. Irenäus von Lyon (um 130 - um 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
    Gegen die Häresien, Buch IV, 14. Kapitel, 1 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1912)

    Alle, die in meinem Namen gerufen worden sind


    Auch befahl er [der Vater] uns, ihm zu folgen, nicht als ob er unseres Dienstes bedurfte, sondern weil er uns sein Heil zuwenden wollte. Denn dem Erlöser nachfolgen, heißt teilnehmen am Heil, und dem Licht folgen, heißt das Licht erlangen. Die aber im Licht sind, erleuchten nicht selber das Licht, sondern werden von ihm erleuchtet und erhellt; sie selbst geben ihm nichts, sondern empfangen die Wohltat, vom Licht erleuchtet zu werden.

    So bringt auch unsere Tätigkeit im Dienste Gottes Gott nichts ein, noch bedarf er des menschlichen Dienstes, wohl aber verleiht er denen, die ihm folgen und dienen, Leben, Unvergänglichkeit und ewigen Ruhm; aber von ihnen empfängt er keine Wohltat, denn er ist reich, vollkommen und ohne Bedürfnis. Nur deswegen verlangt Gott den Dienst der Menschen, weil er gut und barmherzig ist und denen wohltun will, die in seinem Dienste verharren. Denn ebenso sehr, wie Gott keines Menschen bedarf, bedarf der Mensch der Gemeinschaft Gottes, Das nämlich ist der Ruhm des Menschen, auszuharren und zu verbleiben im Dienste Gottes.

    Deswegen sagte der Herr zu seinen Schülern: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ (Joh 15,16). [...] Und abermals sagt er: „Ich will, daß dort, wo ich bin, auch diese sind, damit sie meine Herrlichkeit sehen“ (vgl. Joh 17,24). [...] wie Jesaja sagt: „Vom Aufgang der Sonne bringe ich deine Kinder herbei und vom Untergang her sammle ich dich. [...] Führe meine Söhne heim aus der Ferne, meine Töchter vom Ende der Erde! Denn jeden, der nach meinem Namen benannt ist, habe ich zu meiner Ehre erschaffen, geformt und gemacht“ (Jes 43,5‒7).

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    Liebe Grüße, Blasius

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    KAPITEL 14

    Im Guten nicht überheblich werden, sondern Gottes verborgene Gerichte bedenken

    1. Das Gericht über die Engel erfülle dich mit heiliger Furcht; 2. Die Heiligkeit ist ohne Gnade Gottes nicht von Dauer. 3. Was ist dann der Mensch ohne die Hilfe von oben?

    1. (Der Knecht:) Herr, du läßt deine Gerichte wie Donner über mich dahinrollen, mein Gebein ist von Furcht und Zittern befallen, und meine Seele erschauert gewaltig. Erschüttert stehe ich da und bedenke, daß die "Himmel nicht rein sind vor deinem Angesichte" (Ijob 15, 15). Wenn du "an den Engeln Sünde gefunden und ihrer nicht geschont hast" (vgl. Ijob 4, 18), was wird mit mir geschehen? "Sterne sind vom Himmel gefallen" (Offb 6, 13), und ich Staub, was nehme ich mir heraus? Deren Werke lobenswert erschienen, stürzten in die Tiefe. Die "das Brot der Engel" (Ps 78,25) aßen, sah ich die "Treber der Schweine mit Behagen verzehren" (vgl. Lk 15,16). 60

    2. Es gibt keine Heiligkeit, wenn du, Herr, deine Hand zurückziehst. Keine Weisheit nützt, wenn du aufhörst, sie zu leiten; keine Tapferkeit hilft, wenn du sie nicht mehr trägst; keine Keuschheit ist gesichert, wenn du sie nicht behütest; kein Achthaben auf sich selbst ist von Erfolg, wenn dein heiliges Auge nicht wacht. Sind wir uns selbst überlassen, dann sinken wir und gehen wir zugrunde; suchst du uns aber heim, dann richten wir uns wieder auf und leben. Wir sind unbeständig, aber durch dich werden wir wieder stark, wir sind lau, aber in dir fangen wir Feuer. 3. Wie niedrig und verächtlich muß ich von mir selber denken I Wie nichtig muß mir vorkommen, was ich Gutes zu haben scheine I Wie tief, O Herr, muß ich mich deinen "unergründlichen Gerichten" (Ps 36, 7) unterwerfen, da ich finde, daß ich nichts anderes bin als nichts, als ein reines Nichts. Unermeßliche Last, undurchschwimmbares Meer, wo ich von mir nichts entdecke als nur ein Nichts. Wo wäre noch ein Schlupfwinkel für Ruhm, wo noch Raum für Vertrauen auf eigene Tugend? Verschlungen ist alles eitle Rühmen im Abgrund deiner Gerichte, die über mich kommen. Was ist doch der Mensch vor deinen Augen? "Rühmt sich etwa der Ton gegen seinen Töpfer?" (Jes 29,16). Kann der wohl mit hohlem Geschwätz so wichtig tun, dessen Herz in Wahrheit Gott unterworfen ist? Nicht die ganze Welt wird den zum Hochmut verleiten, den die Wahrheit überwunden hat. Das Lob aller Menschen genügt nicht, den zum Wanken zu bringen, der seine ganze Hoffnung auf Gott gegründet hat. Denn die da reden, sind alle nichts; sie verschwinden mit dem Schalle ihrer Worte. "Die Treue des Herrn aber bleibt in Ewigkeit" (Ps 117, 2).

    file:///C:/Users/Master/Desktop/Thomas%2...e%20Christi.pdf

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema


    16.  DIE KRAFT MEINES HERRN


    Mein Gott,
    wie sehr brauche ich doch
    in Wahrheit den Geist der Stärke!
    Denn ich bin gewiß schwach und kraftlos.
    Ich rühme mich aber dessen,
    damit die Kraft meines Herrn
    in mir wohne.

    Ich will lieber schwach sein vor Gott als stark,
    denn er nimmt die Schwachen in seine Arme,
    die Starken aber führt er an der Hand.

    Die ewige Weisheit sei immerdar
    in unserem Herzen,
    damit wir die Reichtümer
    der unendlichen Güte
    des gekreuzigten Heilands
    verkosten können.

    DASal 5,224

    http://www.franz-sales-verlag.de/fsvwiki...seligkeit#toc11

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