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  • Vom Reich GottesDatumHeute 07:36
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes





    Vom Eifer für die Religion



    Steh mir, Herr, mit Kraft zur Rechten,

    Deine Wahrheit zu verfechten

    Wider jene blinden Rotten,

    Die dein heil`ges Licht verspotten.



    1. Wir alle, die wir unter die Fahne Jesu Christi uns gereiht haben, und mit dem heiligen Chrisam zu Streitern seiner Kirche gesalbt wurden, sind verpflichtet, jeder nach seiner Weise, Eifer für unseren Glauben zu bezeigen, und fest im Kampf wider seine Feinde zu stehen. Nicht mehr blutig zwar, wie in den ersten Jahrhunderten, sind nun diese Kämpfe. Aber eine andere, weit gefährlichere Verfolgung erhob sich mitten im Schoß der Kirche, da viele ihrer undankbaren Kinder ihre Gesetze verachten, und auch andere zu ihrer Verachtung verleiten. Dies Ärgernis aber wird immer allgemeiner, weil niemand sich widersetzt. Und selbst die aufrichtigsten Gegner verkennen diese Kirche, weil ihre Bekenner durch ihre Sitten sie entstellen und entehren.



    2. Nicht jeder zwar hat Kenntnisse und Einsicht genug, das Irrgerede der Gottlosen zu widerlegen. Alle aber können wir durch ein frommes und aufrichtiges Leben die Feinde der Religion beschämen, und unser Missfallen an ihren gottlosen Behauptungen aussprechen, oder, gestatten Rücksichten auf Rang, Würde oder höheres Alter auch dies nicht, wenigstens durch ernstes Stillschweigen unsere inneren Gesinnungen kund geben. Schwer versündigen sich, die aus sogenannter Klugheit und Nachgiebigkeit mit den Feinden der Religion gleichsam übereinstimmen, obwohl sie auch im Herzen anders denken. Schlechte Kinder sind dies, die, um den Feinden ihrer Mutter nicht zu missfallen, selbst sie schmähen und beschimpfen.



    3. Viele verloren zur Strafe für diese Feigherzigkeit den Glauben, die beleidigte Gnade entzog ihnen ihr Licht und ihre Salbung, sie versanken in Gleichgültigkeit, und zuletzt in gänzlichen Unglauben. Wer vor einem Ungläubigen zittert, der wird vor einem Tyrannen den Glauben verleugnen. Tausende und abermals Tausende heiliger Märtyrer verteidigten den Glauben mit ihrem Blut und Leben: was aber hast du bei der Verteidigung des Glaubens zu fürchten? Den Spott und die Verachtung der Welt. Großer Ruhm vor Gott ist das, ein Ruhm, den du mit den Aposteln, den Propheten und den Märtyrern teilst. Lukas 9,26: "Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Hoheit kommt und in der Hoheit des Vaters und der heiligen Engel."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete DatumHeute 07:29
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 17. Januar



    O Mutter der Barmherzigkeit, ich weiß, dass du deine Freude daran findest, dass du deine Ehre darein setzt, wenn du dem Elendsten helfen kannst. Und dem kannst du immer helfen, wenn er nur nicht hartnäckig sich dir widersetzt. Siehe, ich bin ein Sünder, aber ich will mich bekehren, ich will mein Leben ändern. Du kannst mir helfen, Maria. Nun so hilf mir und mache, dass ich selig werde. Heute noch übergebe ich mich dir ganz. Sage mir nur, was ich zu tun habe, um meinem Gott zu gefallen, und ich will es tun. Ja, ich hoffe, dass ich es mit deiner Hilfe tun werde, o Maria, die du meine Mutter, mein Licht, mein Trost, meine Zuflucht, meine Hoffnung bist. Amen.



    Zum heiligen Antonius




    Bitte für mich, heiliger Antonius, dass ich immer wachsam und demütig bin, und dadurch die Nachstellungen des Teufels überwinde, und den Fallstricken der Welt entgehe, damit ich dann, wenn die Bande dieses Lebens zerreißen, auf immer von allen Gefahren befreit, und in die Freiheit der Kinder Gottes aufgenommen werde, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Der heilige Antonius,



    Abt und Einsiedler, hörte die Worte: "Willst du vollkommen werden, so gehe hin, verkaufe was du hast, gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach." Diese göttliche Einsprechung drang so tief in sein Herz, dass er sogleich alles verließ und in der Einsamkeit blieb bis in sein 105tes Lebensjahr.

    Sage doch nie, wenn du in einer Sache den Willen oder das Wohlgefallen Gottes erkennst: "Morgen, morgen will ich es tun", - weißt du denn ob dir Gott morgen noch Zeit und Gnade dazu verleihen wird?

    Prüfe dich hierüber, - und lass dir doch keine innere Mahnung zu gering erscheinen. - Was ist kleiner als ein Senfkörnlein? - In guter Erde wächst es aber zu einem hohen Baum; so legt oft die augenblickliche Befolgung einer göttlichen Einsprechung den Grund zu großer Heiligkeit.

    Bete um schnelle Befolgung der göttlichen Einsprechungen.



    Morgen, morgen, nur nicht heute,

    Sprechen immer träge Leute.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Am heutigen Tag im Jahr 1235 wurde der Orden Unserer Lieben Frau von der Erlösung der Gefangenen vom Papst Gregor IX. gutgeheißen. Die seligste Jungfrau, die dem heiligen Raimund von Pennafort und Petrus Nolaskus, wie auch dem König in Aragonien Jacob I. erschienen ist, hat diesen Orden veranlasst.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    In Ägypten, und zwar im Dorf Keman bei Heraclea, wurde Antonius um 251 geboren. Dem Wort Gottes folgend, verschenkte der Sohn wohlhabender Eltern sein Erbe und zog sich in ein Felsengrab zurück.



    Seine Standhaftigkeit wurde durch Versuchungen verschiedenster Art immer wieder auf die Probe gestellt. Vor der großen Verehrung, die man ihm entgegenbrachte, floh er über den Nil und erst viele Jahre später, auf Drängen seiner ständig wachsenden Jüngerzahl, gründete er eine „Einsiedlergemeinde“. Er setzte an Stelle des asketischen Einsiedlerlebens das Leben in der Gemeinschaft. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus diesem Modell die Mönchsgemeinde.



    Antonius starb 356. Ursprünglich wurde er vor allem von Kopten, Syrern und Byzantinern verehrt, seit dem 12. Jahrhundert dann auch in Rom.




    „Antonius hatte neben seiner Zelle einen kleinen Garten, den er mit eigenen Händen anbaute, und dessen Früchte ließ er für jene bereiten, welche, um zu ihm zu gelangen, eine ungeheure Wüste mit tausend Beschwerden durchwandern mussten. Der Anbau des Gärtchens war aber nicht die einzige Arbeit, , womit er sich beschäftigte; er verfertigte auch noch Matten aus Binsen. Eines Tages, da er sich nicht anhaltend der heiligen Beschauung hingeben konnte, hatte er folgendes Gesicht. Er sah einen Engel, der eine Matte aus Palmblättern machte und von Zeit zu Zeit seine Arbeit verließ, um sich mit Gott im Gebet zu unterhalten. Nachdem er so öfters zwischen Arbeit und Gebet abgewechselt hatte, sagte er zu dem Heiligen: „Tu dasselbe, und du wirst selig werden.“ Antonius unterließ hinfort nie diese Übung; während seine Hände arbeiteten, blieb sein Herz mit Gott vereint.



    Aus folgenden Zügen mag man von der Glut seiner Gebete und der Erhabenheit seiner Beschauung urteilen. Er stand um Mitternacht auf und betete auf den Knien mit gegen Himmel gehobenen Händen bis Sonnenaufgang, und oft bis um drei Uhr nachmittags. Zuweilen beklagte er sich, dass ihn die Rückkehr der Sonne zu seinen täglichen Beschäftigungen rief. „Was soll ich mit deinem Licht machen“, sagte er zur Sonne, wenn sie zu scheinen anfing. „warum kommst du, mich zu zerstreuen? Warum gehst du nur auf, um mir die Helle des wahren Lichtes zu nehmen?“



    Die Verehrung, welche man gegen unseren Heiligen hatte, war so allgemein, dass Konstantin der Große und seine zwei Söhne, Konstantius und Konstans, ihm gegen das Jahr 337 schrieben, ihn um seine Fürsprache bei Gott baten, und das lebhafteste Verlangen äußerten, von ihm eine Antwort zu erhalten. Da die Jünger des heiligen Antonius über die Ehre staunten, die ihm der Beherrscher der Welt zeigte, sagte er ihnen: „Ihr dürft nicht staunen, dass ich einen Brief von dem Kaiser empfange. Es ist ein Mensch, der an einen anderen Menschen schreibt. Allein staunet, dass uns Gott seinen Willen durch die Schrift zu erkennen gab, und dass er durch seinen eigenen Sohn zu uns geredet hat.“ Anfangs wollte er keine Antwort geben, indem er als Grund anführte, er wisse nicht, wie man sich dabei benehmen müsse. Endlich aber gab er den wiederholten Vorstellungen seiner Schüler nach und schrieb an den Kaiser und seinen Söhnen einen Brief, in dem er sie ermahnte, die Welt zu verachten, und niemals den Gedanken an das letzte Gericht aus ihrem Auge zu verlieren.“



    Seit dem 14. Jahrhundert trägt Antonius in den zahlreichen Darstellungen ein gegürtetes grobes Gewand und einen Mantel mit „T-Zeichen“ (Antoniuskreuz). Vor allem manche „Versuchungen des heiligen Antonius“ zählen zu den eindrucksvollsten Werken der europäischen Malerei. Oft sitzt auch der Teufel zu seinen Füßen oder er wird mit Feuerflammen neben sich, mit einem geöffneten Buch, in einer Höhle und mit Kreuzstab, an dem Glöckchen hängen, dargestellt. Das bekannteste Attribut des Heiligen ist das Schwein. Es weist offensichtlich auf seine helfende Macht bei ansteckenden Tier- besonders Schweinekrankheiten hin.



    Äthiopien, die französische Landschaft Dauphiné, Hildesheim und andere Städte verehren den heiligen Antonius als ihren Patron.



    Er beschützt auch das Vieh, insbesondere die Schweine, die Haustiere, die Schweinehändler und Hirten, die Metzger, Bürstenbinder, Glöckner, Handschuhmacher, Korbmacher und die Totengräber. Angerufen wird er in Feuersnot, gegen Hautkrankheiten, besonders die Gürtelrose, den Rotlauf und Seuchen.



    Antonius verlässt seine Höhle



    Eine Episode aus der Zeit der Christenverfolgung von Henri Queffélec, aus „St. Anthony oft the Desert“, Verlag Dutton und Co., New York 1954



    Kaiser Diokletian, bestrebt, den römischen Staat in seiner alten Ordnung wiederherzustellen, konnte nicht begreifen, warum sein Programm auf Widerstand stieß, und ließ nach den dafür Verantwortlichen fahnden. Früher oder später musste man dabei auch auf die Christen stoßen, die sich weigerten, ihm göttliche Verehrung zu erweisen.



    Diokletian war kein blutrünstiger Tyrann, sondern wog die verschiedenen Seiten des Problems klug gegeneinander ab. Er wusste, dass in manchen Teilen Ägyptens ein Viertel der Einwohner bereits Christen waren, dass die neue Religion einen starken Auftrieb erlebte und die Bekehrungen ständig zunahmen. Eines Tages trafen Berichte ein, dass sich in der Umgebung von Memphis ein merkwürdiger Mann namens Antonius aufhalte, der in der Wüste lebe und einen ungeheuren Einfluss auf die Bevölkerung ausübe.



    Diokletian selbst hatte eine große Zahl neuer Götter geschaffen, und die Christen machten sich mit ihrer Weigerung, diese anzuerkennen und zu verehren, des Hochverrats schuldig. Das reizte ihn, sie zu verfolgen. Schon so viele Kaiser vor ihm hatten das getan, dass es beinahe etwas Selbstverständliches war. Aber er wusste auch, dass man eine einmal begonnene Verfolgung bis zum endgültigen Erfolg durchführen musste.



    Die Verfolgung begann keineswegs mit einem Massenmorden. Im März des Jahres 303 wurden zwei kaiserliche Gesetze erlassen. Das erste befahl die Schließung aller christlichen Kirchen und Gebetshäuser und verlangte, dass alle religiösen Gegenstände den Behörden abzuliefern seien. Das zweite ordnete die sofortige Verhaftung der Vorstände dieser Kirchen an. Aber wenn auch eine große Zahl von Kirchen samt ihren heiligen Büchern verbrannt wurde, gelang es doch vielen Priestern zu entkommen. Sie fürchteten sich nicht vor dem Tod, der sie zu Märtyrern gemacht hätte, sondern wollten nur ihre Herde nicht im Stich lassen.



    Die Verfolgung nahm zu. Nun waren die einfachen Anhänger des neuen Glaubens die Opfer. Nach dem üblichen Vorgehen forderte man sie auf, den heidnischen Gottheiten zu opfern. Viele gaben dem Druck nach. Ein Teil derer, die Widerstand leisteten, wurden hingerichtet, doch die meisten wurden wieder freigelassen. Nur keine Märtyrer machen! war Diokletians Bestreben.



    Auch viele Soldaten Diokletians bekehrten sich zum Christentum und desertierten aus Gewissensgründen. Diokletian wurde wütend und griff zum Terror. In Phrygien, Kappadozien, Arabien, Phönizien und vor allem in Ägypten floss das Blut in Strömen. Die Henker lösten einander ab; ihre Äxte wurden stumpf vom vielen Gebrauch. Menschlicher Erfindungsgeist und Grausamkeit verbanden sich in dem Streben, die Martern zu verlängern und sie immer schrecklicher zu machen. Frauen hing man an einem Fuß mit dem Kopf nach unten auf. Den Männern brach man Arme und Beine und vierteilte sie.



    Dann kam der Tag, an dem Antonius beschloss, seinen Brüdern und Schwestern zu Hilfe zu eilen, nachdem er 20 Jahre lang einsam in der Wüste gelebt hatte. Es hatte ihn nie zum Martyrium gedrängt. Nun aber wünschte er, das Schicksal seiner Brüder und Schwestern zu teilen. So machte sich dieser Gandhi des 4. Jahrhunderts auf die Reise. Sein Entschluss stand fest, nachdem er jahrelang gezögert hatte. „Kommt, lasst uns ebenfalls kämpfen, wenn wir gerufen werden, oder wenigstens die beobachten, die kämpfen!“ Zusammen mit anderen Mönchen erreichte er in der Nähe von Aphroditopolis den Nil, und die kleine Gruppe bestieg in Boot, das sie mit zum Meer nahm. Das damalige Alexandria musste dem Neuankommenden vorkommen wie uns heute eine Stadt von Wolkenkratzern. Unter der Menge, die die Ankommenden erwartete, waren Christen, die von der bevorstehenden Ankunft der Mönche wussten. Sie empfingen Antonius mit dem Friedenskuss. Sein Name ging von Mund zu Mund und erweckte die Neugierde der Müßiggänger. Ein Mann, der 20 Jahre in der Wüste gelebt und die bösen Geister besiegt hatte und dem 40.000 Menschen gehorchten!? Alles drängte sich, um diesen Aszeten und Wundertäter zu sehen.



    Antonius und seine Gefährten wurden von der großen Mehrheit der Bevölkerung dieser Großstadt gleichsam wie Ehrenbürger aufgenommen. Es machte Eindruck auf Griechen, Juden, Syrier und Afrikaner, dass diese Männer aus der Wüste herbeigeeilt waren, um denen, die sie ihre Brüder und Schwestern nannten, zu helfen, aufrecht zu sterben.



    In Sporthallen, Schenken und Theatern begann eine heftige Diskussion. Würde die Polizei ihre merkwürdige Nachsicht aufgeben und die Mönche in das Gefängnis werfen? Oder würden diese Sieger bleiben? Welches Ende würde der merkwürdige Kampf nehmen, bei dem Todesurteile als Auszeichnung galten und nicht Niederlage, sondern Triumph bedeuteten?



    Der Kampf war in der Tat seltsam und drückte in beredter Sprache die Verwirrung der Machthaber aus. Man erkannte, dass das Blut der Märtyrer zum Samen des Christentums wurde! So sah man sich der gewohnten Überlegenheit des Mächtigen beraubt. Es galt zu zeigen, dass man rücksichtslos bleiben und die Kandidaten des Märtyrertums ihre Hartnäckigkeit noch bereuen würden.



    Eine solche Haltung aber war gegenüber Antonius und seinen Gefährten völlig nutzlos. Gleich Streikenden, die sich einfach hinlegen und von den Pferden der Polizei niedertreten oder von Lokomotiven überfahren lassen, stellten sich die Mönche freiwillig und brachten Richter und Polizei in Verwirrung.



    Zur gleichen Zeit, da das Christentum seine dunkelsten Stunden zu durchleben schien, stellten Antonius und seine Gruppe sich die Aufgabe, das Heidentum zu erschüttern. Sie gingen überallhin, in die Friseurläden, die Schulen der Philosophen, die Sporthallen und selbst in die öffentlichen Häuser. Sie besuchten berühmte Kurtisanen, von denen manche so beeindruckt waren, dass sie sich der Leere der weltlichen Lust bewusstwurden. An Entbehrungen gewöhnt, schliefen diese Männer irgendwo: auf öffentlichen Plätzen, auf Treppen, in überfüllten Karawansereien, in leeren Wagen usw.



    Die Verhaftungen und Verurteilungen gingen weiter, aber die Behörden wagten es nicht, Hand an die Neuankömmlinge zu legen. Sie taten, als ob sie diese Wüstenmänner, die nicht einmal Griechisch sprachen, verachteten. Die Mönche aber stellten die Verbindungen zwischen den Gefangenen und ihren Familien, den Gläubigen und den Priestern, die in der Stadt oder ihren Vorstädten verborgen waren, sowie den Bischöfen, deren Prozess vorbereitet wurde, her.



    Wenn sie auch keinen direkten Zugang zu den Gefängnissen hatten, so wurden ihre Botschaften doch irgendwie weitergegeben. Überall fanden sich sympathisierende Wärter. Dazu kam, dass nicht alle Gefangenen eingesperrt waren. Die Mehrzahl musste in Kupferbergwerken und Steinbrüchen arbeiten, und die Wächter taten, als ob sie es nicht bemerkten, wenn ein Mönch einen der Arbeitenden anredete.



    Die Mönche versäumten auch nicht, bei den öffentlichen Verhören dabei zu sein. Sie bildeten eine Art christlicher Zuhörer, die entweder Beifall riefen oder ihr Missfallen kundtaten. Andere, die sich weder um den Richter noch um die Soldaten kümmerten, lenkten die Aufmerksamkeit der Christen beim Verhör auf sich und ermutigten sie in ihrem Widerstand.



    Auch den Hinrichtungen wohnten sie bei, da sie sehen wollten, wie ihre Brüder und Schwestern das Martyrium ertrügen. Dabei hüteten sie sich, in den Verlauf der Dinge einzugreifen, die den Eintritt einer christlichen Seele in das Paradies begleiteten. Der Anblick der Leiden bewegte sie tief, aber sie bemühten sich, ihren Schmerz in Freude zu verwandeln. Nach der Hinrichtung sammelten sie die sterblichen Überreste und sorgten für ein ehrenvolles Begräbnis.



    Dies ging so weiter, bis die Behörden die Geduld verloren. Man sollte ihre Nachsicht nicht als Schwäche auslegen. Daher erließ der Präfekt eine eigene Anordnung, die es den Mönchen verbot, den Gerichtsverhandlungen beizuwohnen. Schließlich befahl er ihnen, die Stadt zu verlassen. Wenn auch das Martyrium jetzt Antonius` Lieblingstraum war, so hatte er doch bisher noch keine ernstlichen Versuche gemacht, dieses Ziel zu erreichen. Nun konnte er seine vorsichtige Haltung aufgeben. Also stellte er sich am nächsten Tag dort auf, wo der Präfekt und seine Wache auf dem Weg zum Gericht vorbeikommen mussten. In seinem festen Blick lag nichts von Unverschämtheit, aber aufrecht und mit blendend weißer Tunika angetan, stand er da, etwas entfernt von der Menge, die ihn bewunderte.



    Bald erschien der Präfekt in seiner offenen Sänfte. Die ihn begleitenden Soldaten schrien die Leute an, die nicht schnell genug zur Seite traten. Die weiße Tunika des Antonius erregte die Aufmerksamkeit des Präfekten. Beider Blicke trafen sich. Entsetzt hielt die Menge den Atem an. Aber es geschah – nichts!



    In dieser Szene zeigte sich die wirkliche Macht des Christentums zu jener Zeit.



    Wenn man vielfach auch nachsichtig war, wurden nun doch die angesehensten Gefangenen hingerichtet. Es schien, als ob der Präfekt sich selbst beweisen wollte, dass er noch ein Mann sei.



    Die Christen aber sahen der Entwicklung mit Zuversicht entgegen. Ende des Jahres 311 flaute die Verfolgung ab. Die Strenge der Behörden ließ – teils aus Ermüdung, teils aus Angst, diese Politik könnte sich rächen – nach. Man verstümmelte zwar nach wie vor die Opfer, blendete sie und lähmte sie durch Zerschneiden der Sehnen, aber man zögerte, sie zu töten. Eine Anzahl Priester kehrte in die Stadt zurück und feierte heimlich die hl. Messe.



    Schließlich wurde ein Edikt der Duldung erlassen. Antonius aber hatte Alexandria bereits verlassen. Er fühlte sich nicht wohl in dieser riesigen Stadt, nachdem der Friede wieder eingekehrt war. Erneut hatte er den Ruf der Wüste vernommen. Wenn ihm schon das Martyrium nicht vergönnt war, wollte er sich wenigstens der Aszese weihen, und er kehrte zurück in die Einsamkeit.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum15.01.2026 19:20
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Das menschliche Herz ein Tempel Gottes



    Sieh, einen Tempel baut sich Gottes Geist,

    Und schmückt ihn mit den reichsten Gaben aus;

    Denn göttlich glänzen soll dies heil`ge Haus.

    Er will, o Seele, dass sein Haus du seist.

    Ergibst du dich an ihn, in dir zu wohnen:

    Wird mit der Himmelsburg er dich belohnen.



    1. Wie hoch, o Herr, erhebst du den Menschen, dass du ihn würdigst, zu deinem lebendigen Tempel ihn zu erwählen. Was fandest du in diesem Herzen vor, als ein Chaos von Sünden, öde Trümmer, eine finstere Höhle, wo die alte Schlange ihren Sitz genommen hatte. Dennoch ruft dein Apostel uns zu: "Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?" (1. Korinther 3,16) Geheiligt und geweiht wurde dieser Tempel durch das Licht und die Gnade des Heiligen Geistes. Und ohne Vergleich herrlicher glänzt dieser geistige Tempel, dem Gott innewohnt, als der materielle Tempel Salomos in seiner ganzen Pracht.



    2. Erwäge diesen wunderhohen Vorzug, und bedenke, dass in deinem Herzen wie auf einem Altar beständiger Weihrauch des Gebetes zum Thron Gottes emporsteigen muss. Denn darum nennt der Fürst der Apostel die Gläubigen "ein königliches Priestertum", weil sie bestimmt sind, Gott ohne Unterlass Opfer der Liebe, heiliger Werke und inbrünstigen Gebetes zu opfern. Und Gottes würdig ist dies Gebet, da in einer Seele, die mit Gott vereint ist, "der Geist Gottes selbst mit unaussprechlichen Seufzern bittet, und begehrt, was Gott wohlgefällig ist". (Römer 8,26) Ja dieser göttliche Geist belehrt sie auch über viele Dinge des Heils, zeigt ihr das Geheimnis des Kreuzes und die unaussprechliche Liebe Gottes, und bekräftigt diesen Tempel, dessen Grundfeste Christus ist, so sehr, dass er unerschütterlich in allen Stürmen besteht.



    3. Unfasslich in diesem Leben ist diese Würde, zu der Gott die Seele, die er zu ewiger Vereinigung mit sich erschuf, schon in ihrer Pilgerschaft erhöht. Aber zu welcher heiligen Treue wird sie auch dadurch verpflichtet. Wehe der Seele, die durch den Geist der Unzucht und der Hoffart den Heiligen Geist aus diesem geheiligten Tempel vertreibt, den Altar des lebendigen Gottes umstürzt, dem Teufel des Geizes opfert, und das Gefäß der Auserwählung in ein Gefäß der Schmach umwandelt. Unendlich kläglicher ist ihr Sturz, als der Ruin des Tempels zu Jerusalem. 1. Korinther 3,17: "Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr."


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum15.01.2026 19:16
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 16. Januar



    Hilf, o Mutter der Barmherzigkeit, durch deine mächtige Fürbitte meiner Schwachheit ab, und erlange mir von deinem Jesus die Beharrlichkeit und die Kraft, dir bis an meinen Tod treu zu bleiben, damit ich dir hier auf Erden immer diene, und dich dann im Himmel die ganze Ewigkeit hindurch loben kann! Amen.



    Zu Gott



    Herr, Du weißt es am besten, was dem Menschen gut und heilsam ist. Lass es uns nie an frommen und seeleneifrigen Männern fehlen, die das Herz und den Eifer haben, dem Verderben der Welt entgegen zu arbeiten, nie an Einrichtungen fehlen, solche Männer zu bilden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Die Rückkehr Jesu Christi, Mariä und Josephs aus Ägypten wurde an diesem Tag begangen, weil während der Oktav der heiligen Drei Könige kein Fest gehalten wird.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Honoratus war der Abkömmling einer römischen Konsularen-Familie. Seine heidnischen Eltern bildeten die natürlichen Anlagen ihres talentvollen, aber dabei äußerst eitlen Sohnes mit allen jenen Kenntnissen aus, die zum Antritt eines höheren Staatsamtes erforderlich sind; denn zu einem solchen hatte sein Vater ihn bestimmt. Doch der Mensch denkt, Gott lenkt. Durch eine besondere Gnadenfügung wurde Honorat mit den Wahrheiten des Christentums bekannt und mit solcher Liebe für sie eingenommen, dass er gegen den Wunsch seiner Eltern sich taufen ließ und, aller Lockungen seines Vaters zu einem üppigen Weltleben ungeachtet, sich in die Einsamkeit eines Landgutes zurückzog und dort mit seinem gleichgesinnten Bruder Venantius ein heiligmäßiges, die ganze Umgebung erbauendes und mit seinem Ruhm erfüllendes Leben führte. Dies bewog das demütige Brüderpaar jedoch, von dort weg nach Griechenland zu wandern, um dort Erkundigungen über das Leben heiliger Einsiedler einzuholen, in deren Fußstapfen sie zu treten gedachten. Vorher jedoch verteilten sie den größten Teil ihres von den inzwischen gestorbenen Eltern ererbten Vermögens unter die Armen. Kaum in Griechenland angekommen, verlor unser Heiliger durch den Tod seinen Bruder Venantius, kehrte nach Frankreich zurück und wählte auf den Rat des heiligen Leontius, Bischof von Frejus, die Insel Lerins zu seinem Aufenthalt. Dahin zogen dem neuen Einsiedler so viele Jünger nach, dass er zu ihrer Aufnahme ein Kloster bauen musste, wo man bald alle Tugenden der Einsiedler im Morgenland aufblühen sah, und welches durch mehrere Jahrhunderte eine berühmte Pflanzschule gelehrter und heiliger Bischöfe blieb. Der erste heilige Bischof, der daraus hervorging, war der Gründer selber. Als nämlich im Jahr 426 der bischöfliche Sitz zu Arles frei wurde, wurde Honorat ungeachtet seiner demütigen Weigerung darauf erhoben und versuchte nun dieselben Tugenden der Liebe, Sanftmut, Enthaltsamkeit und Geduld, die er seit 35 Jahren als Leiter seines Klosters geübt und die Seinigen üben gelehrt hatte, auch in seinem Bistum durch eine gründliche Herzensbekehrung seiner Diözesanen anzupflanzen, was ihm während seiner leider nur dreijährigen Amtsführung vollständig gelang. Eine tödliche Krankheit infolge allzu großer Anstrengungen versetzte ihn im Jahr 430 in die himmlische Welt. Noch acht Tage vor seinem Tod hatte er sich in seine Kirche tragen lassen, um darin zu predigen.



    - - -



    Honoratus, der in der letzten Hälfte des 4. Jahrhunderts zu Arles aus einer der berühmtesten römischen Familien geboren wurde, gab schon in seiner Jugend durch seinen Eifer für die christliche Religion die deutlichsten Anzeigen seiner künftigen Heiligkeit. Denn obschon sich sein verblendeter Vater alle Mühe gab, den frommen jungen Mann mit den Freuden der Welt bekannt zu machen und ihn auf diese Art zu bewegen, von seinem Verlangen nach der heiligen Taufe abzustehen, ließ er sich doch im Geheimen von einem christlichen Priester taufen, widerstand allen Reizen zur Wollust und bewahrte sein Herz rein von den Sünden seines Zeitalters. Sein heiliges Leben machte einen tiefen Eindruck auf das unverdorbene Gemüt seines Bruders Venantius, und beide weihten sich der Gottseligkeit und dem Streben nach christlicher Vollkommenheit. Nach dem Tod ihres Vaters verteilten sie ihr Vermögen unter die Armen, verließen in Begleitung des heiligen Caprosius ihr Vaterland und besuchten mehrere heilige Orte. In Messinien erkrankte Venantius und starb, und der heilige Honoratus ging nach Italien und nahm seinen Wohnsitz auf der berüchtigten Insel Lerin, die wegen der Menge giftiger Schlangen unbewohnt war. Durch sein Gebet vertrieb er diese schädlichen Tiere, baute eine Kirche und ein Kloster, und bald verbreitete sich der Ruf seiner Heiligkeit so sehr, dass aus allen Gegenden Jünglinge und Männer zu ihm strömten, um von ihm in den Heilswissenschaften unterrichtet zu werden. Mit unermüdeter Geduld erzog er seine Jünger zum geistlichen Leben und behandelte sie so schonend und liebreich, dass ihn alle wie ihren Vater liebten und ehrten, wie der heilige Hilarius, einer seiner Schüler, von ihm sagt. Nachdem er die Insel Lerin, wie auch sein Kloster in den besten Stand gebracht hatte, wurde er wegen seiner herrlichen Tugenden zum Bischof von Arles erwählt, in welcher Würde er sich als der eifrigste Verteidiger der reinen Lehre Jesu, als ein wachsamer Seelenhirt und Beschützer und Vater der Armen ewige Verdienste sammelte. Er starb im hohen Ruf der Heiligkeit am 16. Januar des Jahres 430 und sein Leichnam wurde auf der Insel Lerin in der Kirche zum heiligen Kreuz beigesetzt.

    https://www.heiligen-legende.de/honoratus-von-arles/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der heilige Marcellus war von Geburt ein Römer und wurde unter der Regierung der heidnischen Kaiser Constantius und Galerius wegen seiner Frömmigkeit und seines unerschrockenen Mutes in Verteidigung des Christentums auf den päpstlichen Stuhl erhoben. Diese Wahl geschah nicht ohne besondere Einwirkung der göttlichen Vorsehung; denn damals wurde die Kirche Jesu hart gedrückt und verfolgt, und wenn sie während diesem unglücklichen Zeitraum aufrechterhalten werden sollte, musste ein Oberhirt dastehen, der als ein Beispiel des Heldenmutes in Verachtung aller Martern und selbst des Todes die niedergeschlagenen Gemüter der Gläubigen aufrichtete und sie mit dem felsenfesten Glauben an einen allmächtigen Gott erfüllte. So ein gottbegeisterter, apostolischer Mann war der heilige Marcellus. Nicht die gewalttätigsten Verfolgungen, nicht die augenscheinlichsten Todesgefahren, die ihm allenthalben drohten, konnten ihn abschrecken, öffentlich Jesus zu bekennen, den Christen das Evangelium zu predigen und die Heiligen, die im Kampf für Gott und ihre Religion Blut und Leben opferten, nach christlicher Sitte zu beerdigen. Noch trauriger wurde das Schicksal der Gläubigen, als der wütende Maxentius, ein blutdürstiges Ungeheuer, sich auf den römischen Kaiserthron schwang. Der heilige Oberhirt hatte um diese Zeit von der frommen Lucina, einer christlichen Matrone, zur Unterstützung der armen Christen beträchtliche Güter erhalten, und arbeitete eben rastlos daran, schicklichere Gebäude zu Gotteshäusern, und tauglichere Plätze zu Kirchhöfen zu errichten, zu deren Aufsicht, und damit die heiligen Sakramente ungehindert erteilt werden konnten, er 21 Bischöfe, 25 Priester und zwei Diakonen weihte, als ihn Maxentius gefangen nehmen ließ und ihm mit den schrecklichsten Martern drohte, wenn er nicht sogleich den Göttern opfern würde. Der heilige Papst verachtete diese Drohungen und wurde deswegen verurteilt, im Stall als Knecht zu arbeiten, wo die wilden Tiere zu den Kampfspielen ernährt wurden. Neun Monate lang schmachtete Marcellus unter unausgesetztem Fasten und Beten in diesem jammervollen Aufenthalt, und schrieb während dieser Zeit rührende Briefe an seine Christengemeinde. Endlich befreiten ihn zur Nachtzeit einige Geistliche aus seiner harten Gefangenschaft und brachten ihn in das Haus der gottseligen Lucina, das er zu einer Kirche einweihte und da den Gläubigen das Evangelium predigte.



    Sobald Maxentius davon Nachricht erhielt, entheiligte er dieses Gotteshaus zu einem Viehstall, verurteilte den heiligen Papst wieder zum Sklavendienst in dem Stall, wo er schließlich unter den größten Mühseligkeiten um das Jahr 309 seinen Geist aufgab, nachdem er die Kirche Christi fünf Jahre, ein Monat und fünfundzwanzig Tage ruhmvoll regiert hatte.

    Seinen Leichnam beerdigte Lucina auf dem Kirchhof der heiligen Priscilla an der Salarischen Straße.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Vom Reich GottesDatum15.01.2026 09:28
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Über die Einheit der Kirche



    Herr, du gabst der Einen Kirche

    Einen Glauben, der nicht irrt.

    Lass dies Eine Licht den Blinden,

    Die da irren, endlich finden:

    Dich zu suchen, guter Hirt.




    1. Ich preise dich, o Jesus, Sohn Gottes, Hirt deiner Herde, dass du in deine eine Kirche mich berufen hast, die mit denjenigen begann, die von Anfang an bei dir waren, die so zahllose Völker aus allen Zonen und Zungen vereint, von den apostolischen Zeiten an, in einem Glauben an deine göttlichen Offenbarungen, durch alle Jahrhunderte unter der Leitung eines sichtbaren Hauptes fortschritt, und ohne Unterbrechung bis auf unsere Zeit gelangte, ob auch in allen Jahrhunderten die mächtigsten Feinde sich gegen sie verschworen, und ihr mit dem Untergang drohten. Fürwahr, mein Heiland, dein Gepräge ist dies, das Gepräge deiner Gottheit, die Verbürgung deines Wortes, dass die Pforten der Hölle sie niemals überwältigen werden.



    2. Noch deutlicher wirst du das Wunder dieser Einheit erkennen, wenn du die zahllosen Gesellschaften betrachtest, die beinahe in allen Zeiten von dieser Kirche sich losrissen, ihr feindlich gegenüber traten, die allein wahre Kirche sich nannten, und alle nacheinander verschwanden, indes diese heilige Kirche immer siegreich aus ihren schwersten Kämpfen hervorging. Ja auch die eine Gesellschaft, die am letzten von ihr sich lostrennte, zerfiel bereits in so viele Parteien, dass ihre Namen kaum sich zählen lassen, und die nur eins miteinander gemein haben, nämlich gegen diese Eine heilige Kirche sich zu vereinigen: der Unbesiegbarkeit derselben Zeugnis zu geben.



    3. Erfreue dich und danke der Gnade deines Erlösers, dass er, ohne dein Verdienst, in diese Arche des Heils dich aufgenommen hat. Bitte auch aus ganzem Herzen ihn, dass er die Augen so vieler Irrenden erleuchte, damit sie endlich erkennen, dass die Wahrheit nur Eine ist, nur Eine sein kann, die vom Himmel kam, deren Stimme von Anbeginn ertönte, und die einfach und auf geradem Weg durch die Zeiten bis zur Vollendung fortschreitet, indes der Irrtum gleich dem Unkraut wuchert und auf unzähligen Wegen von der Wahrheit abirrt. Ach, sollte denn nicht schon diese Betrachtung genügen, sie zu heilen. Psalm 13,4: "Erleuchte ihre Augen, Herr, dass sie nicht im Tod entschlafen."

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  • Tages-Gebete Datum15.01.2026 09:18
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



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    Gebet am 15. Januar
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    Maria voll der Gnaden! Weil du voll der Gnaden bist, so lass mich Teil an deinen Gnaden nehmen. Siehe, Gott ist dein Sohn geworden, damit dein Gebet die Kraft erlangen sollte, jeden Sünder, wer er auch sei, selig zu machen. Bitte also für mich, Maria, jetzt, da ich noch am Leben, so vielen Versuchungen und Heilsgefahren ausgesetzt bin. Besonders aber bitte für mich in der Stunde des Todes, weil ich alsdann die Welt verlassen und vor Gott erscheinen muss. Mach, dass ich durch die Verdienste Jesu und durch deine Vermittlung selig werde und dann einst im Himmel zugleich mit dir deinen göttlichen Sohn samt dem Vater und dem Heiligen Geist ewig loben und preisen kann. Amen.



    Zu Gott




    Gütiger Gott, Du kannst uns die Gabe schenken, zu jeder Zeit unser Gemüt in heiligen Betrachtungen zu Dir zu erheben. So gib uns denn diese Gabe, damit alle unsere Gedanken und Handlungen sich stets auf Dich beziehen, und uns des ewigen Lebens würdig machen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Maurus



    Verleihe, o Gott, dass wir durch die Fürbitte des heiligen Maurus beschützt werden, und seinen heiligen Lebenswandel nachahmen, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Man kann an diesem Tag sich des Namens Maria mit Andacht erinnern, da man gestern des heiligsten Namens Jesu gedacht hat, und die Christen nach altem Gebrauch beide Namen Jesus und Maria bei allen Vorfällen und Anliegen anrufen. Der heilige Bernhard und verschiedene gottselige Schriftsteller nach ihm haben viel Herrliches von diesen Namen geschrieben. Papst Innocenz IV. hat auf Ansuchen des heiligen Königs Ludwig um das Jahr 1244 drei Jahre Ablass denen erteilt, die andächtig lesen oder aussprechen: "Der herrliche Name unseres Herrn Jesus Christus und auch der Name der glorwürdigsten Jungfrau Maria, seiner Mutter, sei in Ewigkeit gepriesen! Amen." Ein besonderes Fest vom heiligsten Namen Maria wird in unserer Zeit am 12. September, 4 Tage nach dem Fest Mariä Geburt, gehalten.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Im Trentino liegt östlich von San Zeno bei Cles ein wildromantisches Tal. Erst vor ca. 60 Jahren wurde eine Straße dorthinein gebaut. Nach etwa vier Kilometern verbreitert sich der enge Talboden zu einem Kessel, in den fast senkrechte Felswände herabstürzen. Nur an einer Stelle werden die Felsmauern von besteigbaren und bewaldeten Felsen abgelöst, und dort erhebt sich über einer Grotte das Santuario di S. Romedio (die Wallfahrtskapelle des heiligen Romedius). Mit drei Franziskanern, die ständig dort wohnen, soll die Einsiedelei die kleinste katholische Pfarrei Europas sein. Das Trentiner Volk erzählt sich viel Wunderbares über diese Einsiedelei.



    Im 4. Jahrhundert n.Chr. lebte dort ein frommer Eremit namens Romedius (Remedius) mit seinen beiden Schülern Abraham und David. Allerdings gab es damals noch nicht die Baulichkeiten wie heute, sondern die drei Gottsucher hausten in der Grotte, in die man auch heute noch durch ein Gitter im Boden der Kirche in die Einsiedelei hinabsehen kann. Es wird berichtet, dass Romedius aus einer vornehmen rhätischen Familie (der Grafen von Thaur bei Innsbruck, die mit dem Grafen von Andechs, Dießen und Hohenwart nahe verwandt waren) stammte, die im Inntal ansässig war. Er hatte seinen ganzen Besitz der Kirche vermacht und sich in die Einsamkeit der Berge zurückgezogen, um auf diesem Weg Gott näher zu kommen. Nur selten verließ Romedius seine unwirtliche Behausung, um in der Umgebung von Sanzeno und Cles Kranke zu heilen, Armen Trost zu spenden und zu predigen. Eines Tages nun, als Romedius schon alt war und krank darniederlag, fühlte er in sich den brennenden Wunsch, nach Trient zu reisen, um noch einmal vor seinem Tod den heiligen Vigilius zu sehen, der damals Bischof von Trient war. So befahl er seinen beiden Schülern, das Pferd zu holen, das unweit der Grotte am Waldrand weidete. Als aber Abraham und David auf die Weide kamen, blieben sie, von Entsetzen gebannt, stehen: ein großer Bär hatte das Pferd getötet und schmauste nun an dem Kadaver. Zitternd liefen die beiden zu ihrem Meister zurück und berichteten, was sie gesehen hatten. Da erhob sich der kranke alte Mann von seinem Lager und schleppte sich mühsam auf die Weide. Dort trat er auf den Bären zu, befahl ihm, sich niederzulegen, legte ihm den Zaum des toten Rosses an und setzte sich auf seinen Rücken. Dann trat er auf dem Bären den langen Weg nach Trient an, in weitem Abstand von seinen beiden Schülern gefolgt. Scharen von Waldvögeln folgten dem wundersamen Reiter und schützten ihn gegen Sonne und Regen. Überall strömte auf dem Reiseweg das Landvolk zusammen und ließ sich von Romedius segnen. Als er sich der Stadt Trient näherte, begannen dort alle Kirchenglocken, von unsichtbarer Hand gerührt, zu läuten. Vigilius empfing seinen Bruder in großen Ehren und segnete ihn. Dann ritt Romedius wieder auf seinem merkwürdigen Reittier heim und starb bald darauf.



    Das berichtet uns die Überlieferung. Romedius wurde später heiliggesprochen – wann, weiß man nicht –, und über der Grotte wurden eine Kirche und einige Gebäude errichtet. Der älteste Teil der ganzen Einsiedelei sind die Grundmauern und das Portal der am höchsten gelegenen Kapelle, die in der Zeit Karls d. Gr., vielleicht auch noch etwas früher, also um die Wende des 7. Jahrhunderts, erbaut wurden.



    Die schöne Legende von St. Romedius enthält sowohl für den Naturforscher als auch für den Kulturhistoriker hochinteressante Details. Das Trentino, namentlich dessen unwegsame und bewaldete Gebirge, sind ältestes Bärenland. Auch bis vor einigen Jahren noch lebten dort gerade in den Tälern um Sanzeno herum noch die letzten Bären der Alpen. Und zweifellos hat um die Zeit des heiligen Romedius und auch vorher der Bär in diesen Gegenden als erstrebenswerte Jagdtrophäe wie als zu bekämpfender Viehräuber eine große Rolle gespielt. Auch ist es durchaus denkbar, dass dort zu St. Romedius` Zeiten vielleicht noch Reste eines uralten Bärenkultes bestanden. Dafür spricht der Umstand, dass der Bär in dieser Legende gleichzeitig als furchtbares und als liebenswürdiges Geschöpf erscheint. Wie in anderen Legenden zeigt sich hier die deutliche Tendenz, heidnisches Gedankengut zu christianisieren.



    Für den Naturforscher ist aber die Gestalt des heiligen Romedius aus einem ganz anderen Grund besonders fesselnd. Wir wissen heute, dass trotz des lustigen Aussehens der Bären im Zoo und Zirkus „zahme“ Bären zu den gefährlichsten Tieren gehören. Scheinbar ohne jeden Grund und gänzlich aus heiterem Himmel haben solch „süße“ Honigbärchen schon oft ihren vertrauten Pfleger, Wärter und Dresseur schwer verletzt und auch getötet. Was St. Romedius geglückt ist, scheint also zunächst gänzlich unmöglich zu sein. Es scheint aber nur so. Wir können davon ausgehen, dass St. Romedius einen Bären besessen hat, auf dem er geritten ist. Lassen wir einmal die Geschichte von der Umwendung des wilden Bären und dem Einzug in Trient außer Acht. Wer die Grotte gesehen hat, in der St. Romedius seinerzeit hauste, wird auch der Meinung sein, dass das ein typischer Platz ist, wo Bären ihr Winterlager aufschlagen. Vielleicht hat St. Romedius, als er von dieser Grotte Besitz nahm, dort ein verwaistes Bärenkind gefunden, dessen Mutter ein Trentiner Jäger getötet hatte. Und vielleicht hat er dann dieses Bärenkind mühsam aufgezogen. Ein so aufgezogener Bär aber, der sich nicht im Käfig befindet, was bei St. Romedius sicher der Fall war, schließt sich innig an seinen Pfleger an und lässt ihn auch eher die beim Bären so plötzlich wechselnden Stimmungen erkennen als ein Zoo- oder Zirkustier, ganz einfach weil der Pfleger ständig mit ihm zusammen ist und ihn nicht als einen Gefangenen hält. Bekannt ist, dass zu Ende des 19. Jahrhunderts ein amerikanischer Bärenjäger zwei aufgezogene Grizzly-Bären besaß, die er sogar als Lasttiere benutzte. Das Volk nannte ihn allgemein den „Grizzly-Adam“. Es scheint, dass St. Romedius ebenfalls ein solcher Mann gewesen ist.



    Das fromme Altertum hat uns auch noch ein Gebet überliefert, das der heilige Romedius an den Gräbern der Apostel und an anderen Orten, die durch den Besitz von Reliquien berühmt waren, zu verrichten pflegte: „Herr Jesus von Nazareth, Sohn des lebendigen Gottes, durch die Fürbitte des lieben Heiligen, dessen Reliquien sich hier befinden, bitte ich Dich, Du wollest mich nicht verwerfen, sondern mich bewahren vor allen eitlen und gefährlichen Sorgen für diese Zeit, vor allem Bruch des geschworenen Seelenfriedens und vor allem, was meinem Heil hinderlich ist.“

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Der selige Konrad Bosinlother, ein geborener Trierer, war zuerst Mönch in Siegburg, im Kölnischen, das damals unter Abt Kuno eine Hochschule der Heiligkeit und Gelehrsamkeit war. Kaum hatte Kuno (Konrad I.) den Bischofsstuhl von Regensburg bestiegen, berief er (1127) den gelehrten und in der Ordenszucht wohl erprobten Konrad als Abt des Klosters Mondsee, das als Stiftung des Agilolfinger Herzogs Otilo 8um 740) zu Bayern gehörte, jetzt in Oberösterreich. Durch Tausch war Mondsee 833 an den Bischof von Regensburg gekommen. Abt Konrad sollte das Kloster aus seinem traurigen Verfall wieder emporheben. Der Tatkraft und Klugheit des Seligen gelang das Werk auch in kurzer Zeit. Zur Sicherung für die Zukunft unterstellte er dann das Kloster unmittelbar dem Heiligen Stuhl und ließ sich von Papst Innozenz II. im Jahr 1142 das Recht der freien Abtwahl wieder bestätigen. Damit war dem Kloster die Grundlage für eine selbstständige Entwicklung gegeben. Abt Konrad Bosinlother war der letzte Abt, der vom Regensburger Bischof aufgestellt worden war.



    Nach außen vertrat der ehrwürdige Abt mit aller Entschiedenheit die Rechte und Besitzansprüche seines Stiftes. Er musste es in guten Stand setzen und sichern, damit es sowohl seinen eigenen Ordenszweck wie die vielen Aufgaben für das Wohl der Mitwelt, die Seelsorgearbeit, die Erziehung der Jugend und die Wohltätigkeitswerke erfüllen konnte. Ungerechterweise entfremdete Klostergüter mussten zurückgefordert werden. Das brachte dem treuen Verwalter natürlich manche Feinde. Mehrere Zehentleute des Klosters verschworen sich gegen sein Leben. Als er am 15. Januar 1145 von einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Oberwang heimritt, überfielen ihn die Mordgesellen und schlugen ihn mit Knütteln und Schwertern tot. Den Leichnam schleppten sie in eine nahe Hütte und zündeten sie an. Durch Gottes Fügung aber blieb sowohl die Leiche als das Brett, auf dem sie lag, unversehrt. Die Gebeine des seligen Konrad ruhen jetzt in einem Glasschrein über dem Hochaltar der alten Stiftskirche.



    In einen argen Missklang scheint das Leben des seligen Konrad von Mondsee ausgelaufen zu sein. War es auch ein Missklang vor Gott? Es wäre ein arger Misserfolg gewesen, wenn der Mann der Tat und Festigkeit nicht auch immer voller Einfalt auf den Willen Gottes geschaut hätte, wenn er sich in seine Geschäfte nicht auch mit reiner Absicht, mit übernatürlicher Aufmerksamkeit, in Erfüllung des Berufes eingelassen hätte. Abt Konrad war aber ein ganzer Ordensmann, ein Mann der Innerlichkeit, des Gebetes. Auch ein Ordensmann, zumal ein Oberer, kann sich nicht in seine Zelle einschließen. Abt Konrad war als Reformator, als Erneuerer berufen. Er war ein Eiferer für die Verbesserung der geistlichen Verhältnisse seines Stiftes wie der weltlichen. Um deswillen hat auch sein Name im Heiligenverzeichnis als „ehrwürdig“ oder „selig“ Aufnahme gefunden, wenngleich er auch seliggepriesen werden mag, weil er um der irdischen „Gerechtigkeit willen Verfolgung gelitten“ hat.



    Über die doppelte Tätigkeit des Ordensmannes, des Priesters, des Christen überhaupt lehrt der heilige Thomas: „Die Vereinigung des kontemplativen (beschaulichen) Lebens mit dem tätigen Leben stellt das wahrhafte Apostolat, den Hauptzweck des Christentums dar. Das Apostolat verlangt Seelen, die fähig sind, sich von der Begeisterung für eine Idee hinreißen zu lassen, sich zu opfern für den Triumph eines Prinzips. Wenn dann dieses Ideal ins Übernatürliche übertragen ist durch den Geist der Innerlichkeit, so haben wir das vollkommene Leben in seiner ganzen Größe; vollkommen sage ich, denn die Theologen ziehen dasselbe selbst der einfachen Kontemplation (der Beschauung, dem ausschließlich inneren Leben) vor.“ Der heilige Thomas will also einer rechten Vereinigung des geistlichen mit dem tätigen Leben die Vortrefflichkeit zusprechen. Die Wahrheit betrachten ist gut, sie anderen mitteilen ist besser. Erleuchten ist mehr als bloß unter dem Scheffel brennen. Immer aber muss für das ideale tätige Leben, für äußere Amtsgeschäfte, wie für das apostolische Wirken das Gebet die Quelle bleiben. Das Gebetsleben darf durch die Tätigkeit nicht unterdrückt werden. Die Seele muss bei ihren Werken die Wachsamkeit des Herzens so gut bewahren, dass sie nicht Gefahr läuft, sich in ihrem Tun dem Einfluss Jesu Christi zu entziehen. „Ein Apostel ist ein Kelch, voll von Jesus, der seine Überfülle auf die Seelen ergießt“ (Matheo Crawley). Der sogenannte Amerikanismus, dessen Anhänger von einem gemischten Leben träumen, bei dem das beschauliche durch das tätige erstickt wird, ist als moderne Irrlehre zu verwerfen und durch die Lehre des heiligen Thomas schon verurteilt.

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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    In der großen Wüste, die sich von Arabien bis nach Ägypten ausdehnt und von diesem Land nur durch das Rote Meer und den Jordan getrennt ist, lebte in den ersten christlichen Jahrhunderten ein wildes, barbarisches Volk in der größten Sittenlosigkeit und beinahe ohne alle Religion. Diese Wilden ernährten sich von der Jagd und von der Beute, die sie auf ihren Streifzügen machten, und zur Zeit der Not verzehrten sie das rohe Fleisch ihrer Kamele. Sie beteten die Sonne als ihren Gott an und brachten ihr das Beste von ihrer Beute als Opfer dar. Bei besonderen Festen aber schlachteten sie einen Knaben aus ihrer Mitte, opferten sein Fleisch unter abergläubischen Zeremonien der aufgehenden Sonne und verschlangen es dann bei einem festlichen Mahl.



    Die andere Seite der Wüste bewohnten heilige Einsiedler, die durch gänzliche Abtötung ihrer Sinnlichkeit, durch ununterbrochenes Gebet und immerwährende Betrachtung himmlischer Wahrheiten nach Gottseligkeit strebten. Sie lebten nur von Wurzeln und Kräutern, die sie erst nach dem Untergang der Sonne aßen, und mehrere von ihnen enthielten sich die ganze Woche hindurch von aller Nahrung. Damit keiner den anderen in seiner Einsamkeit stören konnte, bewohnten sie Zellen, die weit voneinander entfernt lagen und die sie die ganze Woche nicht verließen, bis am Sonntag, wo sie sich gemeinschaftlich in der Kirche versammelten, während des Gottesdienstes heilige Psalmen sangen und von einem Priester die heilige Kommunion empfingen. Am frühen Morgen eines Sonntags, wo die frommen Einsiedler schon alle versammelt waren zum Lob Gottes, ritten die wilden Barbaren auf Raub aus und erblickten schon von weitem die Kirche. Aus Begierde nach Beute drangen sie in die Kirche ein und da sie nichts als Armut erblickten, gerieten sie in Wut, schleppten die Heiligen aus der Kirche, entblößten sie von ihren Kleidern und stellten sie nach dem Alter in die Reihe zum Martertod. Mit dem heiligen Sabas, einem ehrwürdigen Greis, machten sie dadurch den Anfang, dass sie ihm befahlen, seinen Hals empor zu richten. Als er mit unerschrockenem und heiterem Angesicht sich ihnen dargestellt hatte, durchstach ihm einer der Unmenschen die Kinnlade und ein anderer stieß ihm das Schwert durch die Schulter bis in die Brust, worauf er sogleich seinen Geist aufgab. Mit einem so grausamen Blutdurst ermordeten sie die übrigen 37 Einsiedler, indem sie ihnen entweder den Rücken unter langsamer Marter aufschnitten, oder ihnen lebend die Haut vom Leib rissen, oder sie mit stumpfen Sägen entzwei schnitten. Einige Schriftsteller behaupten, dieser gräuliche Mord habe sich zu der Zeit ereignet, als Diokletian auf dem römischen Kaiserthron saß.

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  • Vom Reich GottesDatum14.01.2026 02:47
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes



    Vom Licht der Vernunft



    Schön ist, o Mond, dein Silberlicht,

    Das Lust dem Blick verschafft;

    Doch wärmet es die Glieder nicht,

    Und spendet keine Kraft;

    Dies wirkt die goldne Sonne nur;

    Nur sie gibt Leben der Natur.




    1. "Herr, mit dem Licht deines Angesichtes hast du uns bezeichnet!", ruft der Psalmist. Dies Licht, Herr, wodurch du den Menschen hoch über alle Geschöpfe des Erdkreises erhöht hast, ist die Leuchte der Vernunft, durch die sein Geist sogar unsichtbare Dinge schaut, in die Höhen und in die Tiefen sich erschwingt, die Sterne des Himmels misst und wiegt, und in die verborgenen Geheimnisse der Natur eindringt. Groß und wunderbar ist dies Licht, und hat nichts mit dem Staub gemein, denn es ist ein Strahl aus dem Licht deines göttlichen Angesichtes.



    2. Unsterblicher Dank dir, unser Schöpfer, für dies wunderbare Licht, das den Menschen an den Engel reiht, und durch das wir sogar dich selbst, den allerhöchsten Herrn aller Wesen, finden. Aber wie weit auch dies Licht reicht, ist es dennoch beschränkt wie der Mensch selbst, und beleuchtet nur seine irdische Pilgerbahn. Wunderbare Triebe gabst du den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes. Mit scharfsinniger Kunst erbauen sie Nester und sorgen für ihre Jungen. Ja Staunen erregen die kunstreichen Fertigkeiten so vieler vernunftloser Wesen. Sie kennen sogar den Menschen, aber nimmer dringen sie in das ein, was des Menschen ist. Also erkennt dich, o Gott, auch die Vernunft. Nimmer jedoch dringt sie in dein dreieiniges, glorreiches Wesen, in die abgrundtiefen Eigenschaften deiner unerschaffenen Gottheit ein.



    3. Doch, o unendliche Majestät, nicht bloß deine Allmacht sollte der Himmelspilger kennen, die das Licht der Vernunft ihm zeigt, sondern auch deine unendliche Heiligkeit, die sie ihm nicht zeigen kann. Darum auch reicht sie an ihren Grenzen deiner heiligen Offenbarung die Fackel, dass sie von dort ihn weiterführe. Nicht offenbaren kann sie selbst deine heiligen Geheimnisse, die hoch über sie erhaben sind, noch kann sie auch ihm Kraft geben, den Himmelsweg zu gehen. Wehe dem Stolzen, der seine Vernunft vergöttert. Sie führt ihn in rettungslose Abgründe, wie dies jene Weltweisen erfuhren, die dich, o Gott, aus deinen wunderbaren Werken erkannten, und Schlangen und Tiere anbeteten, und in die abscheulichsten Laster versanken. Psalm 119,135: "Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, und lehre mich deine Gesetze."


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  • Tages-Gebete Datum14.01.2026 02:41
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 14. Januar



    Allerseligste Jungfrau, liebe Mutter Maria, erlange uns die Liebe zum Gebet und zur Einsamkeit, damit wir, frei von aller Liebe zu den Geschöpfen, unser Herz ganz Gott und dem Himmel zuwenden, wo wir eines Tages dich zu sehen hoffen, um dich und deinen Sohn Jesus dort die ganze Ewigkeit hindurch zu lieben. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Gib uns, o Herr, dass wir uns niemals von der geistlichen Kindheit verirren, die so notwendig ist zur Erhaltung des Glaubens und zur Abwendung der Gefahren des Unglaubens. Wir wollen mit Deiner Gnade vor den Lehrern der Lüge fliehen, die uns in ewigen Untergang führen wollen, und nur Dein von der Kirche uns verkündetes Wort hören, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Der heilige Hilarius,




    Bischof, befand sich in einer Versammlung, wo eine Schrift mit höchst unanständigen Ausdrücken gegen Gott verlesen wurde. - Wie vom Blitz gerührt rief er entrüstet aus: "O ihr unglückseligen Ohren, die ihr den Klang so schändlicher Worte vernommen habt! Ist es möglich, dass die Menschen von Gott, dem höchsten Gut, so reden können!"

    Wenn auch wir solche Dinge in der Welt anhören müssen, sollten wir da nicht im Herzen den Schmerz eines guten Kindes empfinden, das über den Vater, über die Mutter schmähen, fluchen hört, oder eines Menschen, dessen Freund, Bruder man verachtet, lästert; denn all dies ist Gott einer christlichen Seele, und noch unendlich mehr.

    Prüfe dich über dein Verhalten bei Gotteslästerungen - ob du dich dann mit Abscheu weg wendest, etwa auch dein schmerzliches Missfallen zu erkennen gibst, Gott demütig abbittest für solche schrecklichen Worte, um Gnade und Erbarmen für diese Unglücklichen Ihn anrufst?

    Bete für alle Gotteslästerer.



    Wenn Gott der Herr gelästert wird,

    Verschließ das Ohr, wie sich's gebührt.


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  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Im Bayerischen Wald baute sich der aus der Gegend von Passau stammende Engelmar eine Hütte. Schon bald kamen die Leute der Umgebung zu ihm, um seinen Rat und seine Hilfe zu erbitten. Dies erregte den Neid seines Gefährten, und er erschlug Engelmar im Jahr 1110.



    „Der heilige Engelmar war ein geborener Bayer und seinem Geschäft nach ein Landmann, aber aus Liebe zu Christus verließ er sein irdisches Besitztum und seine weltlichen Wünsche und wählte das Einsiedlerleben unter Anleitung des ehemaligen armenischen Erzbischofs Gregor, welcher in sehnsüchtiger Hoffnung auf himmlische Güter seine hohe Würde niedergelegt hatte und als armer Pilger nach Passau gekommen war. Nach dem Tod des heiligen Gregor, am 23. September 1093, wo eine von jenem angekündigte Sonnenfinsternis die damalige Welt in Schrecken setzte und zum Kreuzzug gegen die Türken anfeuerte, begab sich der heilige Engelmar in die Einöde, baute sich eine Klause, begann nach apostolischer Weise von der Arbeit seiner Hände zu leben und durch Nachtwachen, Gebet und Fasten die Gnade seines Schöpfers zu gewinnen.



    Da er wegen seiner Güte und Frömmigkeit bei allen Bewohnern der Umgegend sehr beliebt war, beneidete ihn sein Genosse, ein zweiter Kain, um der ihm verliehenen größeren göttlichen Gnade willen, und voll Ingrimm, dass er dem Heiligen so unähnlich erschien, legte er in Abwesenheit von Zeugen Hand an ihn, erschlug ihn und deckte die Leiche mit Schnee und Steinen zu. Dieses Verbrechen verübte er am Tag nach der Oktav vom Fest der Erscheinung des Herrn und verheimlichte es unter verschiedenen Täuschungen und Ausreden bis Pfingsten. Über das Fest des Heiligen Geistes hinaus konnte die Schandtat nicht verborgen bleiben, weil derselbe die Welt der Sünde überführt. Das Blut des neuen Abel schrie zum Himmel, und der neue Kain irrte unstet in den Wäldern umher, nicht begünstigt und geliebt vom Volk, wie er erwartet hatte, sondern verflucht und verachtet und von seinem bösen Gewissen verfolgt.



    Ein Priester fand die Leiche des Einsiedlers und Märtyrers und begrub sie in der Stille, ohne auf seine Heiligkeit Rücksicht zu nehmen. Aber als Rudbert, ehemals Weltpriester, dann erster Vorsteher des im Jahr 1125 neu errichteten Prämonstratenserklosters Windberg, für seine neue Kirche einen Schutzheiligen erwählen wollte, gedachte er des heiligen Märtyrers Engelmar, erbaute ihm ein würdiges Grab und übertrug die Überreste in die prächtige steinerne Kirche im Jahr 1131.



    Vom Tag des Begräbnisses an eilte das gläubige Volk alljährlich mitten in der Pfingstwoche zu dem Grab des Heiligen und feierte andächtig das Patronatsfest des Märtyrers. Als einst noch der Leichnam des erschlagenen Einsiedlers in dem ärmlichen Hüttchen lag, erblickten bei Nacht Vorübergehende eine zahllose Menge Lichter voll wunderbaren Glanzes. Staunend gingen sie dorthin und sahen den Lichtglanz nicht nur in unmittelbarer Nähe, sondern wurden auch mit den süßesten Wohlgerüchen erfüllt. Viele Kranke erhielten dort Heilung, viele Heimgesuchte Trost und Hilfe. Der Name Engelmar ist im Lauf vieler Jahrhunderte nicht im Herzen und Munde des Volkes erloschen, viel weniger im Buch des Lebens.“



    Engelmar ist der Patron der Bauern. Für die Bewahrung der Feldfrüchte und gegen Viehseuchen wird seine Hilfe erfleht. Das in der Legende genannte Kloster Windberg bei Bogen ist nicht nur ein bedeutendes Baudenkmal, sondern auch durch die Jahrhunderte berühmt wegen seiner wissenschaftlichen Arbeit; noch aus der Zeit des ersten Abtes Gebhard (1142 bis 1191) sind wertvolle Handschriften erhalten.


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  • Vom Reich GottesDatum13.01.2026 04:40
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Das Geheimnis der göttlichen Menschwerdung



    Die Liebe ist, o Gott, dein Siegel.

    Es glänzt geprägt auf der Natur.

    Sie zog dich, Herr, in unsre Flur.

    Und deine Menschheit ist ein Spiegel,

    Worin ihr Übermaß erscheint,

    Das, Herr, dich mit dem Staub vereint.



    1. Abgrund ewiger Liebe, es vergeht mein Geist in der Betrachtung deiner Wunder, die hoch über der Fassungskraft aller erschaffenen Geister stehen. Die Liebe bist du, und wesentlich ist es dir, auf göttliche, unerfassliche Weise zu lieben. Also liebtest du dein Gebilde aus Staub, das du zu deiner Erkenntnis und Liebe schufst: dass du, aus der rettungslosen Tiefe es zu erheben, in die es gefallen war, selbst Staub wurdest, es zu retten und abermals in seine ursprüngliche Würde einzusetzen. Aus ihren innersten Tiefen preist anbetend dich die Seele, die du durch dein Licht erleuchtet hast, dies abgrundtiefe Geheimnis zu erkennen. Der sinnliche Mensch aber lästert in stolzer Blindheit, was er nicht versteht, und weigert sich, zu glauben, dass die unendliche Liebe unendlich liebt.



    2. Was, o stolzer Unglaube, ist hier der unendlichen Weisheit und Güte nicht vollkommen würdig? Dass der Unsichtbare seinem Bild sichtbar erschien? Dass er seinem Geschöpf, das er durch Vernunft, Freiheit und Unsterblichkeit geadelt und fähig erschaffen hatte, ihn ewig zu verherrlichen, das ihn aber noch nicht schauen konnte, ohne im Glanz seiner unendlichen Herrlichkeit zu vergehen, auf eine solche Weise erschien, dass es ihn erkennen und nachahmen konnte? Dass er den Weg zur unsterblichen Seligkeit ihm bahnte? Dass sein ewiges Wort durch die Aufnahme einer erschaffenen Natur in die Einheit seiner Person, "als der Erstgeborene aller Kreatur", (Kolosser 1,15) selbst der erste Ring in der Kette ward, der die Schöpfung bis zur Gottheit emporzog?



    3. 1. Timotheus 3,16: "Wahrhaftig, das Geheimnis unseres Glaubens ist groß: Er wurde offenbart im Fleisch, gerechtfertigt durch den Geist, geschaut von den Engeln, verkündet unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit." 1. Korinther 2,14: "Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn, und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann." Er fürchtet, dies abgrundtiefe Geheimnis zu glauben, weil er zugleich an die ewige Gerechtigkeit glauben und sein Leben ändern müsste. Psalm 103,2-4: "Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt, der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt."


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  • Tages-Gebete Datum13.01.2026 04:34
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete




    Gebet am 13. Januar



    O meine Mutter Maria, erlange mir die Verzeihung meiner Sünden, die Liebe zu Jesus Christus, die heilige Beharrlichkeit, einen seligen Tod und endlich den Himmel. Erlange mir vor allem die Gnade, mich immer dir anzuempfehlen. Bitte Jesus für mich, sage ihm, dass du mir beistehen willst. Alsdann hat er gewiss Mitleid mit mir. Meine Mutter, auf dich vertraue ich, mit dieser Hoffnung will ich leben und sterben. Amen. Es lebe Jesus unsere Hoffnung, und Maria unsere Liebe. Amen.



    Zum heiligen Gottfried




    Heiliger Gottfried, mache mich durch deine Fürbitte würdig, zu eben der Glorie und Krone des Himmels, zu einer heiligen Sterbestunde, wonach du so sehr verlangt hast, und hilf mir, dass ich so durch dieses Zeitliche hindurch gehe, damit ich das Ewige nicht verliere. Amen.



    Die heilige Veronika





    von Mailand, Klosterjungfrau, arbeitete mit unermüdlichem Fleiß, war auf den Wink gehorsam, und suchte ihren Gefährtinnen, unter denen sie sich als die Letzte ansah, mit der freundlichsten Liebe und Gefälligkeit zuvorzukommen; dabei waren ihre Gedanken und ihr Herz stets dem Himmel zugewandt.

    Möchten auch wir nach dem Beispiel dieser heiligen Jungfrau stets Arbeit mit Gebet, Gebet mit Arbeit vereinen, und nicht glauben, dass die Arbeit mit Gebet weniger eifrig und gut geschieht! Wird wohl das schwache, unvermögende Kind besser gehen lernen, wenn es die Hand des Vaters verlässt?

    Prüfe dich, ob du bei deiner Arbeit dich auch so gleichsam an die Hand Gottes anhältst, durch die stete Erinnerung an Ihn und Verlangen nach Seinem Beistand, - oder mehr zu tun glaubst, wenn du mit innerer Hast und Unruhe arbeitest, dir gar nicht Zeit nimmst an Gott zu denken, zu beten?

    Bete deine Arbeit mit Gebet vereinen zu lernen.



    Ich will Arbeit mit Gebet verbinden,

    Nur so werd ich Gottes reichen Segen finden.



    Der heilige Gottfried,




    Bekenner, hatte eine so große Sehnsucht nach dem Himmel, dass er beständig danach seufzte. Als er endlich auf dem Sterbebett lag, hörte er schon von ferne die himmlischen Chöre, die ihm entgegen kamen, ihn dahin zu begleiten.

    Stelle dir eine sternenhelle Nacht vor, dazu einen freundlichen Frühlingsmorgen, eine Schar seliger Geister, die eine ungetrübte Freude genießen in der klaren Anschauung Gottes, wodurch sie gleichsam in ein Meer von Seligkeit versenkt sind, und sieh, ob kein Verlangen nach dem Himmel in dir erwacht?

    Prüfe dich, ob du öfters an den Himmel denkst, dich mit dem heiligen Paulus danach sehnst: "Ich verlange aufgelöst und bei Christus zu sein!" - Es soll im Fegfeuer ein eigener Ort bereitet sein für jene, die auf Erden gar kein Verlangen nach dem Himmel hatten, wo sie sich ihn in unaussprechlicher Sehnsucht erbitten müssen.

    Bete um herzliches Verlangen nach dem Himmel.



    Nach Gott, nach dem Himmel sehn ich mich,

    Wo sich die Seligen freuen ewiglich.



    Andenken an die seligste Jungfrau



    Sehr nützlich war der seligen Veronika die zarte Andacht zur seligsten Mutter Gottes. Was sie von ihr gehört hat, sollen alle Diener Mariä sich gesagt sein lassen, nämlich die Reinheit des Herzens zu erlangen, Geduld gegenüber den Nächsten zu üben, und das Leiden Jesu Christi öfters zu betrachten.

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Um 315 kam Hilarius in Poitiers als Sohn einer vornehmen heidnischen Familie zur Welt. Er heiratete und hatte eine Tochter.



    Ständig war er bemüht, sein Wissen zu erweitern und seinen Geist zu schulen. Die Heilige Schrift, die er während seiner Studien las, beeindruckte ihn so, dass er sich taufen ließ. Von den Mitgliedern seiner Gemeinde zum Bischof gewählt, bekämpfte er in Wort und Schrift den Arianismus.



    Von Kaiser Konstantin II., der die Arianer begünstigte, wurde Hilarius 356 nach Kleinasien verbannt. Bereits in den ersten Monaten seines Exils begann er sein Hauptwerk über die Dreifaltigkeit, „De Trinitate“, niederzuschreiben. Dieses zwölfbändige Werk wurde zur Streitschrift gegen den Arianismus.



    Hilarius konnte 360 nach Poitiers zurückkehren und kämpfte von dort aus unermüdlich für die Widerherstellung des rechten Glaubens.



    Der Kirchenlehrer starb 367 in seiner Bischofsstadt Poitiers.



    „Der heilige Hilarius verwandte die Zeit, welche er in Phrygien zubrachte, zur Abfassung mehrerer gelehrter Werke, wovon das vorzüglichste und am meisten geschätzte seine Abhandlung über die Dreieinigkeit ist. Es enthält zwölf Bücher. Der Heilige bewies darin auf die bündigste Weise die gleiche Wesenheit des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Er lehrt, dass die Kirche nur Eine ist, und dass alle Irrlehrer außerhalb stehen; dass sie sich dadurch von den verschiedenen Sekten unterscheidet, weil sie, ihre Einheit stets erhaltend, sie alle bekämpft und des Irrtums überführt, obgleich sie allein allen gegenüber stehen muss; und dass sie den Anlass zu ihren schönsten Triumphen in den immerwährenden Spaltungen findet, welche unter den Anhängern des Irrtums herrschen. Dann zeigte er, dass der Arianismus die wahre Lehre nicht sein könne, weil er dem heiligen Petrus nicht geoffenbart worden, den doch der Herr zur unerschütterlichen Grundfeste der Kirche bis zum Ende der Zeiten erwählt hat, dessen Glaube nie untergehen werde, weil Jesus Christus geboten hat, dass er nie aufhöre; dem die Schlüssel des Himmelreiches übergeben worden, und dessen Urteile Gott im Himmel bestätigt, obgleich sie auf der Erde ausgesprochen werden.



    Als Hilarius auf seiner Heimreise aus der Verbannung zu Selencia in eine Kirche ging, schrie Florentina, ein heidnisches Mädchen, durch die Volksmasse sich drängend, mit lauter Stimme: „Ein Diener Gottes, ein Diener Gottes!“ Dann warf sie sich zu seinen Füßen und sprach: „Mann Gottes, ich weiche nicht von dir, bevor du mich gesegnet hast.“ Der Vater des Mädchens, der dieses sah, wurde so ergriffen, dass er sich mit seiner ganzen Familie taufen ließ.



    Florentina verließ ihre Eltern, folgte dem Heiligen bis Poitiers, und ehrte ihn, so lange er lebte, als den Vater, der sie für den Himmel erzogen hatte. Auf derselben Reise kam Hilarius an einer Insel vorbei, die man wegen der vielen wilden Hühner die Hühnerinsel nannte. Ebendort waren sehr viele giftige Schlangen, so dass diese Insel allgemein gemieden wurde. Als der Heilige dies hörte, bestieg er ein Schiff, fuhr bis zur Insel hin und ließ sich ein Kreuz voraustragen. Kaum wurden die Schlangen desselben ansichtig, ergriffen sie die Flucht.



    Bald nach seiner Rückkehr starb zu Poitiers ein Kind ohne die heilige Taufe. Die Mutter, deren einziges Kind es war, ging zu Hilarius, warf sich ihm zu Füßen und bat ihn unter Tränen, ihr Söhnlein lebendig zu machen, damit es die heilige Taufe bekäme. Der Heilige, von Mitleid gerührt, warf sich in Gegenwart einer großen Volksmenge auf die Erde nieder und betete. Unterdessen röteten sich allmählich die Wangen des Kindes, seine erstarrten Glieder wurden warm, endlich öffneten sich auch die Augen, es atmete und fing an zu schreien. Das Kind wurde sogleich getauft und ward in der Folge ein frommer Diener der Kirche.“



    Hilarius wird oft mit Schlangen (Symbol für arianische Irrlehren), die er zertritt oder mit dem Bischofsstab durchbohrt, dargestellt.



    Die Stadt Poitiers ernannte ihn zu ihrem Schutzheiligen. Hilarius hilft gegen Schlangen und ist der Patron der kleinen und schwächlichen Kinder.

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  • Vom Reich GottesDatum12.01.2026 09:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Vom Reich Gottes




    Von dem verborgenen Leben Jesu



    O sieh, am ersten Lebensmorgen

    Ist unterm Scheffel tief verborgen

    Das Licht, das unsern Tag erhellt.

    Am Mittag erst soll hoch es glänzen

    Bis zu der Erde fernsten Grenzen

    Am Kreuzesleuchter aufgestellt.



    1. O abgrundtiefe Weisheit Gottes, wie unendlich hoch stehen deine Ratschlüsse über allen menschlichen Begriffen. Dringe ein in die stille Hütte von Nazareth, und sieh dort den Sohn des himmlischen Vaters, der mit den demütigen Arbeiten eines Zimmermanns sich beschäftigt, dich zu lehren, dass die geringsten Werke, die nach den Absichten Gottes vollbracht werden, alle glänzenden Taten unendlich übertreffen, die die menschliche Eitelkeit vollbringt, und deren Ruf den Erdkreis erfüllt. Fürwahr, o Jesus, "du bist ein verborgener Gott und Heiland!" (Jesaja 45,15) Hier, menschlicher Stolz, lerne deine Wogen brechen, lerne demütige Verborgenheit lieben und dein Leben durch Arbeiten heiligen.



    2. Göttlicher Heiland, in andächtiger Zerknirschung bete ich dein heiliges, verborgenes Leben an. Aber, Herr, mein Gott, gestatte deinem Knecht eine Frage. Würdest du nicht die Absichten deiner heiligsten Menschwerdung besser erfüllen, wenn du, statt diesen niedrigen Arbeiten dich hinzugeben, die Welt durch den Glanz deiner Weisheit erleuchtetest, die Sünder bekehrtest, den Völkern dich offenbartest, und deinen himmlischen Vater durch Wunder verherrlichtest? O Seele, spricht er, die ich zu erlösen kam, "lerne von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen!" Nimmst du Ärgernis an meinen Arbeiten: wie weit mehr wirst du einst Ärgernis an meinem Kreuz nehmen. Nicht Stolz und Weichlichkeit, Demut und Abtötung kam ich dich zu lehren.



    3. Dies also ist die Lehre, die dein Heiland durch sein verborgenes Leben dir gibt. Dringe ein in den Geist dieser heiligen Verborgenheit. Betrachte, wie Jesus seinem himmlischen Vater sich unterwirft, wie er in heiliger Geduld den Augenblick seiner Vorsehung abwartet, wie er zum Opfer für unsere Sünden sich ihm erbietet, und wie er durch sein Beispiel die Welt uns meiden lehrt, die voll der Täuschungen und Schlingen ist, wo zahllose Albernheiten uns beschäftigen und zerstreuen, und uns nie zu uns selbst kommen lassen. So folgen wir ihm denn, so oft nur möglich, in die heilige Verborgenheit, denn nur da können wir der Gnade getreu entsprechen, und die Vollkommenheit erreichen, zu der er uns beruft. Daniel 3,41: "Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen, fürchten dich und suchen dein Angesicht."

    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

  • Tages-Gebete Datum12.01.2026 09:25
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema Tages-Gebete



    Gebet am 12. Januar



    Ich bitte dich, geliebte Königin, tröste mich, wenn ich im Sterben liege, durch deine Gegenwart, denn du hast ja so vielen deiner Diener diese Gnade erwiesen, und deshalb erbitte und erhoffe auch ich sie. Es ist wahr, ich bin ein Sünder, ich verdiene nicht eine so große Gnade, aber ich bin auch dein Diener, der dich liebt und ein so großes Vertrauen auf dich setzt. O Maria, meine Augen werden dich in meiner Todesstunde suchen, lasse mich alsdann nicht trostlos und umsonst nach dir blicken. Wenn ich indes eine so große Gnade nicht verdiene, so stehe mir wenigstens vom Himmel herab bei, damit ich, von Liebe zu Gott und zu dir entflammt, dies Leben verlasse, um dich die ganze Ewigkeit hindurch im Himmel lieben zu können. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Entzünde uns, o Heiland, mit dem Feuer Deiner Liebe, die Du auf die Erde gebracht hast, damit sie uns heilige und beglücke, denn Dich in dieser und in der anderen Welt lieben, ist die höchste Seligkeit, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Zu Jesus Christus



    Verleihe uns, o Herr, die Gnade, allezeit in Deiner Gegenwart zu leben, damit alle unsere Handlungen, in der Absicht, Dir zu gefallen und Deinen heiligen Willen zu erfüllen, verrichtet, für das ewige Leben nicht verloren, sondern uns verdienstlich werden, der Du lebst und herrschst mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Der heilige Arkadius,






    Martyrer, hatte sich durch Gebet und Fasten zur Marter vorbereitet. Jedes einzelne Glied wurde ihm unter Pausen, damit er die Qual desto länger empfinde, vom Leib abgeschnitten. Er aber rief: "Jesus! Stärke mich, damit ich mit jedem einzelnen Glied meines Leibes dir ein angenehmes Opfer darbringen kann!"

    Sieh hier die Kraft und wunderbare Wirkung dieses hochheiligen Namens, wenn man ihn zur rechten Zeit mit Andacht und Vertrauen gebraucht. Durch diesen Namen haben die Apostel und alle Jünger des Herrn Wunder gewirkt, Kranke geheilt, Teufel ausgetrieben, Tote erweckt, durch ihn können auch wir jetzt noch alles von Gott erlangen.

    Prüfe dich, ob du so eine Andacht und Vertrauen zu diesem hochheiligen Namen in deinem Herzen fühlst, und wie dieser Heilige auch erwecken würdest, wenn du z.B. schwer krank, in Gefahr Gott zu beleidigen, ihm untreu zu werden, von Versuchung beängstigt wärst, oder wie immer dir nicht zu helfen wüsstest?

    Bete um inbrünstige Andacht zum hochheiligen Namen Jesu.



    Was vermag im Leiden Jesu Nam?

    Er macht geduldig mich als wie ein Lamm.



    Der heilige Ernest



    war ein geborener Graf und erster Abt des Stiftes Neresheim. Er verließ die stille Klosterzelle und folgte seinem Beruf, der ihn nach Palästina rief um den Kreuzfahrern beizuspringen. Daselbst wurde er von Sarazenen gefangen und ermordet.

    Scheue auch du keine Gefahr, Beschwerde, kein Opfer oder Leiden, was die treue Erfüllung deiner Berufspflichten mit sich führt. Du kannst Gott kein wohlgefälligeres Opfer der Liebe und Buße bringen, keinen sichereren Weg zur Heiligkeit und Vollkommenheit einschlagen, kein erhabeneres Werk ausführen, als in treuer Erfüllung deines Berufes den heiligen Willen Gottes vollbringen.

    Prüfe dich über Erfüllung deiner Pflichten in deinem Beruf zu Hause, im Dienst, gegenüber deiner Familie, deinen Mitmenschen, und beschwichtige dich nicht damit, das Versäumnis sei nur klein und unbedeutend. Je kleiner es ist, desto größer der Leichtsinn, auch so Kleines und Leichtes für Gott nicht tun zu wollen.

    Bete um treue Erfüllung der Berufspflichten.



    Was der Beruf von dir je mag verlangen,

    Säume nicht, es sogleich anzufangen.


    https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

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