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  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema




    Grundregeln der Ehre, die wir Maria erweisen sollen



    Die Grundregel der Ehre, die wir Maria und den Heiligen erweisen, ist, dass wir sie vollkommen auf Gott und auf unser ewiges Heil beziehen sollen. Denn sollte sich diese Ehre nicht auf Gott beziehen, wäre sie ein rein menschlicher Akt und nicht ein Akt des Glaubens.

    So ist unsere ganze Verehrung der Heiligen Jungfrau unnütz und abergläubisch, wenn sie uns nicht zu Gott führt um ihn ewig zu besitzen und uns seines himmlischen Erbes zu erfreuen.



    Wir beten einen einzigen allmächtigen Gott, Schöpfer und Spender aller Dinge an, auf dessen Namen wir durch die heilige Taufe geweiht wurden.

    Wir erweisen der Heiligen Jungfrau und den Heiligen nicht eine Ehre in Knechtschaft und Unterwürfigkeit, weil wir nur Gott allein in der Anordnung des Glaubens unterworfen sind. "Aber", sagt der heilige Ambrosius, "wir ehren sie mit einer Ehre der Liebe und der brüderlichen Gemeinschaft" ?

    Und durch sie wirkt der Allerhöchste seine Wunder, teilt uns seine Gnaden mit, überflutet uns mit seiner Herrlichkeit und wir erkennen die heilige und glorreiche Zugehörigkeit, durch die sie in Ewigkeit diesem Höchsten Sein unterworfen sind, dem allein wir unsere ganze Verehrung darbringen wie dem einzigen Prinzip all unserer Güter und dem alleinigen Ziel all unserer Wünsche.

    Lasst uns also nicht zu jenen gehören, die meinen, die Herrlichkeit Gottes und Jesu Christi zu schmälern, wenn sie der Heiligen Jungfrau Maria und den Heiligen, hohe Gefühle entgegenbringen.



    Jacques-Bénigne Bossuet
    "Die Verehrung der Heiligen Jungfrau"

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Zum Tag des Heiligen Josefs

    Der heilige Josef verdient meine besondere Liebe und Verehrung, weil er so viele und große Vorzüge von Gott erfahren hat: – Er wurde von Gott als Gemahl der Mutter seines Sohnes eigens bestimmt und berufen. Ein Engel brachte ihm die Weisung, – Er war der treue Beschützer und Nährer Jesu; ein Engel forderte ihn zur Flucht nach Ägypten und zur Rückkehr ins Heilige Land auf. – Der Gottessohn war ihm untertan: Jesus gehorchte ihm wie ein Kind dem Vater, wie ein Lehrling dem Meister. – Josef war von Gott so hoch begnadet. Denken wir an seinen so festen, unbeirrbaren Glauben, an seine so tiefe Demut, an seine so heldenhafte Hingabe an Gottes Vorsehung. Josef hatte immer das wundervolle Tugendbeispiel Jesu und Mariä vor Augen. Mit ihnen stand er stetig in innigster Lebensgemeinschaft. All diese Herrlichkeiten, die für den ganzen Himmel ein seliges Frohlocken bedeuteten, durfte der hl. Josef stetiger Zeuge und Bewunderer sein. – Josef ist der einzige von allen Sterblichen, der in den Armen Jesu, des Urhebers von allem Leben, und in Gegenwart Mariens in die Ewigkeit hinüberschlummerte. Was uns Menschen so hart und schwer erscheint, war ihm so leicht und angenehm gemacht. Für all das werde ich dem hl. Josef an diesem Tag danken helfen.

    Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD. – St. Gabriel-Verlag, Wien

    01.05.2019 Benno Hofschulte

    Aus:
    https://www.mariens-hilfe.org/zum-tag-des-heiligen-josefs/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    Hl. Laurentius, Mariotto di Nardo

    Kurz nach der Wahl von Papst Sixtus II. wurde der in Spanien geborene Laurentius in den Kreis der sieben Diakone Roms gewählt. Dort war er für Sozialarbeit und die Finanzen der römischen Christengemeinde verantwortlich. Seine erste Sorge galt stets den Bedürftigen, Witwen und Waisen.

    Beschützer der „Schätze der Kirche“
    In Rom läutete Kaiser Valerian eine grausame Christenverfolgung ein. Mit Edikt des Jahres 258 gab er Order, dass alle Bischöfe, Priester und Diakone getötet werden müssten. Papst Sixtus II. wurde am 6. August hingerichtet, Laurentius und die anderen Diakone ließ er verhaften. Valerian forderte von Laurentius die Herausgabe der „Schätze der Kirche“ und setzte ihm eine Frist von drei Tagen. Der Heilige beeilte sich, das Hab und Gut der Kirche an Arme, Kranke und Ausgestoßene auszuteilen, die er dem Kaiser dann als „die wahren Schätze der Kirche“ präsentierte. Am 10. August ließ der erboste Kaiser auch Laurentius töten…

    Auf dem Feuerrost zu Tode gemartert
    Einer antiken „Passio“ des hl. Ambrosius zufolge, soll Laurentius bei lebendigem Leib auf einem Feuerrost zu Tode gemartert worden sein. In seiner Schrift „De Officiis“ stellt sich Ambrosius vor, wie Laurentius und Papst Sixtus II. einander auf dem Weg zum Martyrium begegnen. „Wohin gehst du, Vater, ohne deinen Sohn?“ fragt Laurentius den Papst. „Wohin eilst du, heiliger Bischof, ohne deinen Diakon? Nie hast du ohne deinen Diener das heilige Opfer dargebracht. Was hat dir an mir missfallen, dass du mich jetzt zurücklässt? Warum willst du ohne mich dein Blut vergießen, nachdem du mir doch die Ausspendung des Blutes des Herrn übertragen hast?“.

    Vom Martyrium zum Ruhm
    Sein Märtyrertod war sein größter Liebesbeweis. In einer Predigt beschreibt Leo der Große die Folterqualen, die Laurentius erdulden musste: „Das Feuer konnte Christi Barmherzigkeit nicht besiegen. Das Feuer, das ihn äußerlich versengte, war schwächer als das Feuer, das in ihm loderte…. Der Herr wollte seinen Namen erhöhen, damit der Ruhm, der Jerusalem durch Stephan zukam, in Rom durch Laurentius erstrahlen kann.“

    Zum Gedenken an den hl. Laurentius
    Die sterblichen Überreste des Laurentius wurden in einem Grab auf der Via Tiburtina in Rom beigesetzt. Kaiser Konstantin ließ dort eine Basilika errichten, die durch eine Treppe mit dem Grab verbunden war. Am Ort des Martyriums des Laurentius entstand die Kirche „San Lorenzo in Panisperna“: Der Überlieferung nach geht dieser Name auf den Brauch der Priester und Nonnen zurück, die am 10. August „panis et perna“ – Brot und Schinken – an die Armen verteilen.

    AUS:
    https://www.vaticannews.va/de/tagesheili...-maertyrer.html

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher



    9. August

    HL. TERESIA BENEDICTA VOM KREUZ


    Märtyrin, Ordensfrau


    Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 als Kind jüdischer Eltern in Breslau geboren. Sie studierte (1916-1918 in Freiburg) Philosophie und fand nach langem Suchen den verlorenen Gottesglauben wieder. Schließlich wandte sie sich der katholischen Kirche zu und wurde am 1. Januar 1922 getauft. Ihren Lehrberuf und ihre wissenschaftliche Arbeit verstand sie fortan als Gottesdienst. 1933 trat sie in den Kölner Karmel ein. Im Sinne des von ihr gewünschten Ordensnamens Teresia Benedicta vom Kreuz opferte sie ihr Leben für das deutsche und das jüdische Volk auf. Wegen der Judenverfolgung verließ sie Deutschland und fand am Silvestertag 1938 Aufnahme im Karmel von Echt in den Niederlanden. Am 2. August 1942 wurde sie von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Polen) deportiert und wahrscheinlich am 9. August durch Giftgas ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 1. Mai 1987 im Köln selig, und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig.



    TAGESGEBET

    Gott unserer Väter,

    du hast die heilige Märtyrin Teresia Benedicta (Edith Stein)

    zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt

    und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen.

    Auf ihre Fürsprache lass alle Menschen

    im Gekreuzigten den Erlöser erkennen

    und durch ihn zur Schau deiner Herrlichkeit gelangen.

    Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.


    https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/

    Siehe auch:

    9. August Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz Märtyrin, Ordensfrau - Edith Stein

    Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz Edith Stein (1891-1942) Nonne, Karmelitin, Märtyrerin



    Liebe Grüße, Blasius

  • Gebete am 9. AugustDatum08.08.2019 21:53
    Thema von Blasius im Forum Weitere Gebete




    O Gott, bei dessen Leiden nach der Weissagung Simeons das liebste Herz der glorreichen Jungfrau und Mutter Maria ein Schmerzensschwert durchdrang, verleihe gnädig, dass wir, die wir mit Verehrung an ihre Schmerzen denken, der glücklichen Wirkungen deines Leidens teilhaftig werden, der du lebst und regierst in Ewigkeit. Amen.



    O meine Königin, die du die Herzen der Menschen durch deine Lieblichkeit raubst, hast du mir nicht auch mein Herz geraubt? O Räuberin der Herzen! Wann wirst du mir mein Herz zurückgeben? Leite du es mit deinem Herzen und lege es in die Seite deines göttlichen Sohnes. Dann werde ich besitzen, was ich wünsche, denn du bist meine Hoffnung. Amen.



    Zu Gott



    Wende, o Herr, unsere Augen von allen Ärgernissen der Welt ab, und verleihe uns die Gnade, deinem und deiner treuen Diener Beispiele zu folgen, der du lebst und regierst, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.



    Andenken an die seligste Jungfrau




    Zu Rom wurde an diesem Tag im Jahr 1270 die Kirche der heiligen Maria von der Verkündigung eingeweiht. Sie ist eine von den neun Kirchen, die man zu Rom besucht.

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    9. August
    Heilige Teresa Benedicta vom Kreuz (Edith Stein)

    Karmelitin (OCD), Märtyrin, Mitpatronin Europas (+ 1942)


    Die heilige Teresa Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau als Tochter jüdischer Eltern geboren. Trotz des Vorbildes ihrer tieffrommen Mutter hat sie sich mit 13 Jahren das Beten bewusst abgewöhnt, blieb aber immer auf der Suche nach der Wahrheit; so widmete sie sich eifrig dem Studium der Philosophie, fand jedoch die existentielle Antwort auf die Frage nach dem wahren Glauben in der Selbstbiographie der heiligen Teresa von Ávila. Im Alter von 31 Jahren am 1. Januar 1922 getauft, trat sie 1933 in den Kölner Karmel ein und starb, zusammen mit ihrer Schwester Rosa, die Mitglied des „Dritten Ordens“ des Karmel war, und vielen anderen, als Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung am 9. August 1942 in den Gaskammern von Auschwitz.

    Als eine mit einzigartiger Intelligenz und reichen Geistesgaben ausgestattete Frau hat sie zahlreiche philosophische und geistliche Schriften hinterlassen. Johannes Paul II. hat sie am 1. Mai 1987 in Köln selig und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig gesprochen. Zusammen mit der heiligen Birgitta von Schweden und der heiligen Katharina von Siena erklärte er sie 1999 zur Schutzpatronin Europas.

    Die Suche nach der Wahrheit, die Frage nach dem Sinn des Lebens, bewegt die Menschen immer. Die heilige Edith Stein zeigt uns, dass es nicht um eine theoretische Wahrheit geht, für sie ist der Mensch Jesus von Nazareth die Antwort, in dem Gott unter uns Menschen erschienen ist. Ihn wollen wir um Vergebung und um seine erbarmende Liebe bitten:

    Herr Jesus Christus, du bist der Weg, der zum Vater führt.
    Du bist die Wahrheit, die unseren Durst nach Sinn stillt.
    Du bist das Leben, das Tod und Vergänglichkeit besiegt.

    Gloria
    Tagesgebet

    Gott unserer Väter, wie du die heilige Teresia Benedicta bei ihrem Martyrium in der Kreuzeswissenschaft vollendet hast, so nimm auch uns in die Schule des Kreuzes. Gewähre uns auf ihre Fürsprache, dass wir unermüdlich nach dir, der letzten Wahrheit, suchen und den ewigen Bund der Liebe, der im Blut deines Sohnes für das Heil aller besiegelt ist, treu bis in den Tod bewahren. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

    oder

    Gott unserer Väter, du hast die heilige Märtyrin Teresia Benedicta (Edith Stein) zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen. Auf ihre Fürsprache lass alle Menschen im Gekreuzigten den Erlöser erkennen und durch ihn zur Schau deiner Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

    oder

    Lebendiger Gott, du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, du hast die heilige Edith Stein (Teresia Benedicta vom Kreuz) mit reichen Gaben des Geistes und des Herzens beschenkt und sie zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen. Lass alle Menschen im Gekreuzigten das Heil erkennen und durch ihn zur Schau deiner Herrlichkeit gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus… Amen.

    Mit Dank aus:
    https://www.karmelocd.de/geschichte-und-...dith-stein.html

    Liebe Grüße, Blasius

  • Lehre von der TraditionDatum08.08.2019 21:22
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Der Priester gehört nicht sich selbst, sondern dem Heiland. Predigt Bischof Fellay

    Predigt von S. E. Mgr. Bernard Fellay bei den Priesterweihen am 29. Juni 2019 in Zaitzkofen

    Liebe Weihekandidaten, liebe Patres, Seminaristen, Brüder, Schwestern, liebe Gläubige,


    an diesem glorreichen Fest der heiligen Apostel Petrus und Paulus dürfen wir von der Güte und Barmherzigkeit Gottes zwei neue Priester empfangen. Unsere Freude soll wie der heutige Himmel sein: ganz heiter und warm! Warm von der Liebe Gottes.

    Aber was ist ein Priester, was schenkt uns eigentlich der liebe Gott heute? Wir hören aus der Heiligen Schrift, dass der liebe Gott sich selbst seine Priester unter den Menschen auserwählt, sie werden nämlich durch die Kirche gerufen, namentlich, das wird in der Zeremonie geschehen, und da soll der Kandidat mit seinem ad sum seine Anwesenheit zeigen, seinen Willen, mitzuwirken; aber er ist es nicht, der entscheidet. Es kommt von Gott, und es ist wirklich der Heiland, der seine Priester bestimmt.

    Wir sagen mit Recht: Priesterweihe. Bei einer Weihe gibt es eine grundsätzliche, völlige Hingabe an das Göttliche, für den Dienst Gottes. Sie werden geweiht, und damit verlieren Sie etwas von sich selbst, und zwar unglaublich tief. Sie behalten natürlich Ihre Persönlichkeit, aber trotzdem sind Sie nicht mehr Sie selbst. Bei den höchsten Handlungen des Priestertums gehören Sie sich nicht mehr. Sie werden sagen: „Das ist mein Leib“, und Sie verstehen und wissen, dass dieses mein nicht Ihres ist. Diese Worte – Ihre Worte – Ihre persönlichen Worte, die Sie mit Ihrem ganzen Verstand und Willen aussprechen, gehören Ihnen nicht. Sie gehören dem Heiland. In diesem Augenblick, mit Ihrer ganzen Vernunft, Ihrem Willen, Ihrer Freiheit, sind Sie zu einem bloßen Werkzeug in den Händen des einzigen Priesters des Neuen Bundes, Jesus Christus, geworden. Er nimmt Sie so auf, dass Ihre Worte, Ihre menschlichen Worte, die Sie aussprechen, mit der Allmacht Gottes durchdrungen werden. Ich sage: mit der Allmacht! Diese Macht, die die Schöpfung verwirklicht, diese Macht, die aus einem Wort eine Wirklichkeit macht! Es ist genau diese Macht des Sohnes Gottes, mit der er einen Lazarus aus dem Grab herausruft, aus einem Blinden einen Sehenden macht, aus einem Lahmen einen Gehenden. Aus Nichts das Licht, die Schöpfung. Diese Macht durchdringt Ihre Worte, die unendliche Macht Gottes! Priester – man könnte sagen: Jesus. Nicht bloß ein Vertreter, ein Botschafter, nicht nur im Namen Jesu, sondern, wie die Theologie sagt, in der Person Jesu. Nicht bloß ein anderer Jesus, Jesus selbst. Um das zu verwirklichen, was nur Jesus tut, um seine eigene Sendung weiterzuführen: die Seelen zu retten, die Seelen aus der Sünde, aus dem Zustand der Verdammnis herauszuholen, solange sie leben, um sie in den Himmel zu führen. Unbegreiflich! Aber das bedeutet auch, dass Sie sich die Sendung Jesu zu eigen machen sollen, dass Sie sich die Absichten, die Sicht Jesu zu eigen machen müssen.

    Er wird Sie dem Kirchenvolk schenken, dieses nennt er meine Schafe. Zu Petrus sagt er nicht: deine Schafe, er sagt: meine Schafe. Die Seelen bleiben die Seelen Jesu. Und doch sollen Sie mit aller Kraft, mit allen Tugenden, mit dem besten Willen in dieses Priestertum eintreten. Wohl wissend, das gehört nicht mir.

    Die Kirche sieht, sie weiß, wie groß die Amtsgewalt ist, die sie Ihnen anvertraut. Es gibt immer die Gefahr, dass das in den Kopf steigt! Deshalb betont die Kirche das und sagt: Achtung, diese Herrschaft soll ein Dienst sein. Der Heiland selbst hat den Aposteln gesagt: „Ihr wollt groß sein, Ihr wollt die Ersten sein, dann seid die Diener.“ Aber die Herrschaft bleibt, doch in diesem Sinne [des Dienens] sollen Sie sich den Gläubigen nähern. Noch mehr, noch weiter: Die hl. Messe, die Sakramente, der Glaube, die Wahrheiten, die Sie zu verkünden haben, nichts von dem gehört Ihnen, nichts! Deshalb fürchtet die Kirche, nein, viel mehr als fürchten, sie will nichts von eigenständigen Priestern wissen. Der Priester muss in der Kirche eingewurzelt sein. Freie Elektronen gibt es bei den Priestern nicht. Das bedeutet auch, richtig verstanden, Gehorsam, Gehorsam der Kirche gegenüber, Verwalter sein, Rechenschaft ablegen. Die eigentliche Bestimmung des Apostolates, wo Sie wirken werden, das wird durch die Menschen der Kirche festgelegt, durch Ihre Oberen. Da haben Sie nichts zu sagen. Wir leben in einer ganz gefährlichen Zeit: Gerade dieser Gedanke der Gemeinschaft, auch der Kirche, wird unglaublich verletzt durch sehr viele Umstände, Ursachen, aber die Gefahr, sich selbstständig zu machen, ist groß. Aber man soll sich doch verteidigen! Richtig. Man darf nicht mehr alles einfach annehmen. Richtig! Aber was sind die Beweggründe? Meiner Meinung nach, was die Kirche immer gelehrt hat, was die Kirche immer gemacht hat, was wir eben Tradition nennen. Der hl. Thomas sagt es ganz deutlich, er weiß, dass die Menschen, auch die Oberen, zerbrechliche Gefäße sind, sie können sich irren, können Dummheiten machen, bis ganz nach oben! Darum fragt er: „Was sollen wir tun? Dürfen wir etwas Eigenes machen? Sind wir dann frei?“ Er sagt: Nein, wir sind es nicht! Wenn wir in Umständen leben, die mit den allgemeinen Anordnungen der Kirche nicht mehr übereinstimmen, dann sollen wir uns fragen: Was würde der Gesetzgeber unter diesen Umständen tun?“ Der Blick auf die Obrigkeit gerichtet: Was würde sie tun, wenn die Zeiten normal wären? Danach werden wir uns richten, was die Kirche immer getan hat.

    Sie wurden vom lieben Gott erwählt, und derselbe Gott bestimmt auch alle Umstände. Er hat Sie auserwählt mit einer unglaublichen Sorgfalt, und diese Umstände, alle Widerwärtigkeiten, diese Gefahren, alles das wurde vom göttlichen Heiland bestimmt oder erlaubt. Auf jeden Fall für Sie gewählt! Wir leben in einer unglaublichen Krise der Kirche, das bedeutet aber nicht, dass der liebe Gott die Kontrolle verloren hätte. Im Gegenteil! Wie Schafe unter die Wölfe werden Sie gesandt, das hat er schon seinen Aposteln gesagt. Nichts Neues! Aber er gibt Ihnen auch die Mittel, um diese Sendung unter diesen Umständen zu erfüllen, nämlich die Seelen zum lieben Gott zu führen, die Seelen zu retten. Und alle diese Umstände: die Macht der Feinde, ihre Arglist, alles, was Sie wollen, es spielt keine Rolle – der liebe Gott steht darüber! Aber das bedeutet nicht, dass es keine Gefahr gibt, dass die Lage der Kirche nicht erbärmlich wäre...

    Übrigens ist es unglaublich interessant, gerade, was wir jetzt erleben, was jetzt in der Kirche geschieht mit der Reform der Kurie, mit dieser neuen Amazonas- Synode. Lesen Sie das kleine Buch von einem Bischof von Regensburg, Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit. 1973 hat er es geschrieben, man könnte denken, er bezieht sich auf das Konzil. Sie können es nehmen und lesen. Da wird beschrieben, dass die Feinde der Kirche, also einerseits die Freimaurerei, die Alta Vendita, die okkulten Kräfte, das geplant haben, was wir vor unseren Augen als Versuch der Verwirklichung sehen! Unglaublich! In diesem Buch wird beschrieben, wie ein Apostat, ein Priester, der die Kirche verlassen hat – Rocca ist sein Name – ein Franzose, die Dinge vor dem 20. Jahrhundert beschrieben hat. Er ist, soviel ich weiß, 1890 oder 91 gestorben. In dem Buch Il Santo, der Heilige, beschreibt er, dass es ein ökumenisches Konzil geben wird und dass dank dieses Konzils die hl. Messe geändert wird, angepasst, harmonisiert mit der modernen Welt. Da wird gesagt, dass der Papst selbst das Petrusamt zerstören wird. Da wird beschrieben, wie die Priester ihre priesterliche Kleidung ablegen werden. Es ist schwer zu glauben, dass das genau so beschrieben wurde, was jetzt vor unseren Augen geschieht. Aber es ist so! Dieses Buch haben nicht wir erfunden, ein jeder kann es lesen. Man sieht, es gibt Feinde der Kirche und die sind lebendig, sie sind am Wirken, und es geht weiter. Gut, aber wir wissen, dass es auch den lieben Gott gibt! Und wenn der liebe Gott einmal sagt: Jetzt ist Schluss, dann ist es fertig! Aber bis dahin erlaubt er diese Prüfung. Zurzeit sehe ich eine große Gefahr, und das ist die Gefahr, einfach alles zur Seite zu schieben: Ich will nichts mehr davon hören. Das ist eine große Gefahr: Wir sehen alle die Angriffe gegen den Glauben, gegen alles, was die Kirche gemacht hat, gegen das Heilige, und die Leute sind empört, skandalisiert, das ist schon verständlich, aber aufpassen! Diese Kirche mit all diesem Elend bleibt die Kirche Christi, die heilige Kirche, unsere Mutter. Gott ist gewaltig genug, um es zu wagen, seine Schätze zerbrechlichen Wesen anzuvertrauen; so ist der Priester. Deshalb diese ständige Einladung der Kirche zur Tugend, zum Üben der Tugend, zur Abtötung usw. So soll das Leben des Priesters danach trachten, diesen Schätzen zu entsprechen, die der liebe Gott in die Herzen eingießen wird, weil es keine Aufspaltung gibt zwischen dem Heiligtum, das Sie jetzt werden, und Ihrem Leben, denn Sie bleiben Menschen. Aber wie viele Male in diesen Weihen sagt die Kirche durch den Bischof: Potens est enim Deus ut augeam gratiam suam – der liebe Gott ist mächtig genug, um seine Gnade in dir wachsen zu lassen. Wer heiligt uns? Sind wir es? Es ist der Heiland: Tu solus sanctus. Der einzige Heilige, er heiligt uns. Von uns will er unseren guten Willen. Von uns will er diesen Glauben, wenn möglich einen Glauben, der Berge versetzt.

    Er schenkt Sie der Welt, dieser wahnsinnigen, verrückten, so feindlichen Welt. Er schenkt Sie, er wagt es, jetzt. Aber Sie gehen nicht alleine, er bleibt bei Ihnen, er hat es versprochen, bis zum Ende. Sie gehen nie alleine zu den Seelen! Sie tragen den Heiland zu den Seelen. Wenn wir, meine lieben Gläubigen, um die Liebe Gottes zu seinen Priestern wüssten. Wenn wir wüssten. Das übersteigt jedes Verständnis. Also, haben Sie keine Angst! Auch wenn die Lage angsterregend ist... denn Sie gehen nicht im eigenen Namen, Sie gehen in nomine Domini, im Namen des Herrn, um das weiterzuführen, was er getan hat. Und wenn Sie zu leiden haben, wenn Sie Missverständnisse, Widerwärtigkeiten, wenn Sie sogar, es kann geschehen, ins Gefängnis kommen, und weiß Gott, was noch kommt, haben Sie keine Angst, keine Angst wegen der Ausübung des Priestertums. Wann wurde der Heiland am wirksamsten? Als er am Kreuz angenagelt war. Er konnte sich nicht einmal mehr bewegen, seine Hände: angenagelt, seine Füße: angenagelt, keine Bewegung möglich; ganz gelähmt, menschlich gesehen am Ende. Da bewirkt er das meiste! Wenn Sie irgendetwas für den Heiland zu leiden haben, dann haben Sie eine gewisse Verähnlichung mit der Kreuzigung, mit dem Kreuze Jesu. Und ich kann es Ihnen versprechen: Das gehört zum Priestertum. Sacerdos et victima – Priester und Opfergabe. So ist der Heiland, so sind seine Priester. Erflehen wir vom lieben Gott diesen Opfergeist. Das ist kein Masochismus, ganz und gar nicht, Leid tut weh, immer, aber was für eine Wirkung! Ein Leid, das Seelen rettet, das Seelen für die Ewigkeit in der göttlichen Glückseligkeit gewinnt! Es lohnt sich! Noch dazu jeden Tag, bei jeder hl. Messe eine Verherrlichung Gottes, die nur Gott sich geben kann, die Verherrlichung des Gottmenschen, eine unendliche, ohne Begrenzung, ein Lob Gottes, eine Verherrlichung der unermesslichen Majestät Gottes, das bringen Sie jeden Tag am Altar dar, verbunden mit dieser abgrundtiefen Bitte um Verzeihung, um das Erbarmen des lieben Gottes für diese unbeschreibliche Haltung der Menschen Gott gegenüber.

    Priester auf ewig. Ich mag das Wort Priesteramt nicht. Warum? Weil Amt denken lässt, dass es aufhört. 65 – Ruhestand, das gibt es beim Priester nicht. Auf ewig – sacerdos in aeternum. Und genauso wirksam, vom ersten Tag Ihres Priestertums an verlieren Sie überhaupt nichts von dieser priesterlichen Wirksamkeit. Die menschlichen Kräfte können nachlassen, Sie können krank werden, im Bett liegen, macht nichts; die Wirkung bleibt dieselbe, denn wieder einmal: Sie sind nicht mehr Sie selbst, Sie sind Jesus. Aus Ihrem Munde erwarten die Gläubigen das Wort Jesu, nichts anderes, das wollen sie. Heilbringende Worte, Heiligung, Verzeihung.

    Gehen wir zur Gottesmutter. Ich glaube, diese Zeit, in der wir leben, gehört der Gottesmutter, das ist die Zeit der Gottesmutter, des barmherzigen Herzens, des Unbefleckten Herzens Mariä. Sie will, sie soll Ihr Priestertum schützen. Arbeiten Sie mit ihr! Sie ist die Vermittlerin aller Gnaden. Alle Gnaden, die durch Sie zu den Gläubigen gelangen, kommen durch die Gottesmutter, so nahe ist sie ihren Priestern. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Menschen zur Muttergottes zu bringen, sie wird sorgen, dass sie zum lieben Gott gelangen, keine Angst. Wir wollen ihr heute Ihre ganze priesterliche Tätigkeit anvertrauen, seien Sie Priester Mariens! Erflehen wir von ihr dieses Feuer, diesen unermüdlichen Glauben, Hoffnung schenkend, Liebe verbreitend, zur größeren Herrlichkeit Gottes und für das Heil der Seelen. Amen.

    19 JULI, 2019
    QUELLE: DISTRIKT DEUTSCHLAND

    https://www.fsspx.at/de/news-events/news...-bischof-fellay

    Liebe Grüße, Blasius

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Liebe Kristina,

    eine kleine Ergänzug aus:

    Mundkomm. nur noch eine Ausdrucksw. d. pers. Frömmigkeit? (6)

    *Die Fegfeuerschau*
    Die Liebe und Gerechtigkeit Gottes im Fegfeuer wurde Maria Simma in wunderbarer Harmonie offenbar. Jede Seele wird nach der Art ihrer Verfehlungen und nach dem Affekt, mit dem sie die Sünde beging, bestraft.

    Der Teufel kann Arme Seelen quälen, besonders jene, durch deren Mitschuld
    andere in die Hölle gekommen sind.

    Sie sah auch viele Ordensmänner und Ordensschwestern im Fegfeuer wegen Lauheit und Lieblosigkeit. Bereits Kinder von sechs Jahren können längere Zeit im Fegfeuer leiden müssen.

    Wer im Leben meine, das Fegfeuer sei harmlos und daraufhin sündige, müsse es bitter büßen.

    Die Heftigkeit des Leidens ist sehr verschieden. Manche haben zu leiden, wie man es in einem mühevollen Leben auf Erden mitmachen muss und müssen auf die Anschauung Gottes warten. Ein Tag schweren Fegfeuers ist mehr als zehn Jahre leichten Fegfeuers. Der Dauer nach ist es sehr verschieden. Der Kölner Priester war vom Jahre 555 bis Christi Himmelfahrt 1954 im Fegfeuer und wäre er nicht durch Sühneleiden von Maria Simma erlöst worden, hätte er noch lange furchtbar weiterleiden müssen. Es gibt auch Seelen, die bis zum Jüngsten Tag schwer leiden müssen. Andere haben nur eine halbe Stunde zu leiden oder noch weniger, sie fliegen gleichsam durch das Fegfeuer.

    Die Armen Seelen leiden mit wunderbarer Geduld und preisen die Barmherzigkeit Gottes, dank derer sie der Hölle entronnen sind. Sie wissen, dass sie das Leiden verdient haben, und sie bereuen ihre Fehler. Sie flehen zu Maria, der Mutter der Barmherzigkeit. Maria Simma sah auch viele Seelen, die auf die Hilfe der Mutter Gottes warteten.

    Einige Auszüge aus "Ermahnungen der Armen Seelen" Maria Simma


    Gebet:

    Bewahre uns, lieber Vater, vor den schrecklichen Versuchungen dieser Tage

    Hilf mir, lieber Vater, Dein Kind zu sein

    Amen.


    Maria Simma - Begegnungen mit Armen Seelen

    .

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema
  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Meister Eckhart:

    Die Frage nach dem wichtigsten Gebot


    28 Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? 29 Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. 30 Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. 31 Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. 32 Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr und es gibt keinen anderen außer ihm 33 und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. 34 Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

  • _Vier Merkmale eines guten ChristenDatum17.07.2019 16:54
    Thema von Blasius im Forum Schon gewusst ?



    Einen „Steckbrief des guten Christen” hat Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch vorgelegt. Dabei führte er seine Katechesenreihe zur Apostelgeschichte fort. Es handelte sich um die letzte Generalaudienz vor der Sommerpause, erst im August wird der Papst diese wieder aufnehmen.

    Christine Seuss - Vatikanstadt

    „Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“: Dieser Passus aus der Apostelgeschichte (vgl. Apg 2, 42.44-47) war der Katechese vorangestellt, die der Papst an diesem Mittwoch bei brütender Hitze auf dem Petersplatz hielt. Dabei ging er ein auf das vor wenigen Wochen zurückliegende Hochfest Pfingsten, dessen ursprüngliche Frucht war, dass viele Menschen das Heil in Christus annahmen und die Taufe empfingen.

    Zum Nachhören
    Rund 3.000 Menschen zählte diese Urgemeinde, die „der ,Lebensraum‘ der Gläubigen und der kirchliche Nährboden des Evangelisierungswerkes ist“, so der Papst: „Die Wärme des Glaubens dieser Brüder und Schwestern in Christus macht aus ihrem Leben die Bühne für das Werk Gottes, das sich mit Wundern und Zeichen zeigt, die durch die Apostel geschehen. Das Außergewöhnliche wird gewöhnlich, und das tägliche Leben wird der Ort der Erscheinung des lebendigen Christus.“

    “ Kirche Jerusalems als Ikone für Geschwisterlichkeit ”

    Lukas habe uns dieses Leben mit den Bildern der Kirche Jerusalems als Beispiel für jede christliche Gemeinschaft beschrieben, als „Ikone für Geschwisterlichkeit, die fasziniert und die nicht allzu sehr verehrt, aber auch nicht heruntergespielt werden sollte,“ fuhr Franziskus fort. Die Apostelgeschichte erlaube uns nun, „hinter die Mauern“ des Hauses zu blicken, in dem sich die ersten Christen als „Familie Gottes“ in einem Raum der Koinonia, also der liebenden Gemeinschaft zwischen Brüdern und Schwestern in Christus versammelt hätten. Dort hörten sie auf die Unterweisung der Apostel, teilten die geistlichen und materiellen Güter miteinander, brachen das Brot und sprachen im Gebet mit Gott, erläuterte Franziskus:

    „Das sind die Verhaltensweisen eines Christen. Ich werde es wiederholen: Sie hören unermüdlich auf die Lehren der Apostel. Zweitens: Sie haben eine hohe Qualität der persönlichen Beziehungen auch durch die Gemeinschaft der spirituellen und materiellen Güter. Drittens: Sie gedenken des Herrn, indem sie das ,Brot brechen‘, also durch die Eucharistie. Viertens: Sie sprechen im Gebet mit Gott. Das sind die vier Merkmale eines guten Christen.“

    “ Es gibt keinen Platz für Egoismus in der Seele eines Christen ”

    Im Gegensatz zur weltlichen Gemeinschaft, in der das Eigeninteresse auch zulasten anderer durchgesetzt wird, werde in dieser Gemeinschaft der Gläubigen der Egoismus und Individualismus überwunden, zugunsten eines Verhaltens, das durch Solidarität und Teilen bestimmt sei, betonte Franziskus. „Es gibt keinen Platz für Egoismus in der Seele eines Christen! Wenn dein Herz egoistisch ist, bist du kein Christ. Dann bist du weltlich, suchst nur deinen Vorteil, deinen Profit!“, mahnte der Papst. „Nähe und Einheit“ zeichneten den Stil der Gläubigen aus, was bedeute, dass man sich für den anderen sorge, nicht schlecht über ihn rede, wiederholte der Papst eine gern von ihm genutzte Warnung.

    Die Gnade der Taufe enthülle letztlich das „enge Band“, das die Geschwister in Christus teilen sollten, indem sie sich in den anderen hinein versetzten und mit ihm „je nach seinen Bedürfnissen“ das Nötige teilten, also „die Großzügigkeit, das Almosengeben, die Sorge um den anderen, die Kranken besuchen, diejenigen besuchen, die in Not sind und Trost benötigen“, zählte der Papst auf. Und gerade weil die Christen gemeinsam miteinander unterwegs seien und füreinander sorgten, könne die Kirche ein „wahres und authentisches liturgisches Leben“ führen, betonte Franziskus.

    „Zuletzt erinnert uns die Erzählung aus der Apostelgeschichte daran, dass der Herr das Wachsen der Gemeinschaft sichert (vgl. 2, 47). Das Ausharren der Gläubigen in der unverfälschten Gemeinschaft mit Gott wird eine anziehende Kraft, die viele fasziniert und erobert, ein Prinzip, dank dessen die glaubende Gemeinschaft einer jeden Zeit lebt“.

    Dank an Mexikaner für die Aufnahme von Migranten

    In seinen anschließenden Grüßen erinnerte der Papst daran, dass die Kirche am kommenden Freitag das Fest des Heiligesten Herzens Jesu begeht. Darüber hinaus dankte er der mexikanischen Gesellschaft für ihre großzügige Aufnahme der Migranten, die auf der Suche nach einem besseren Leben in dem Land strandeten. Vor der Audienz auf dem Petersplatz hatte er in der klimatisierten Audienzhalle eine Gruppe Kranker gesegnet.

    (vatican news)

  • Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Meister Eckhart

    Willkommen im Club

  • Thema von Blasius im Forum Katechese



    https://youtu.be/STCkDMF5Org

    Der Kern der Nächstenliebe ist Barmherzigkeit. Das sagte Papst Franziskus an diesem Sonntag bei seinem Angelusgebet am Petersplatz in Rom. Es gehe nicht darum zu definieren, wer unser Nächster sei oder nicht, sondern die Nächstenliebe vor allem immer mehr zu leben.

    Franziskus sprach zu den Pilgern und Besuchern in der sommerlichen Hitze über eine seiner Lieblings-Bibelstellen: das Evangelium vom barmherzigen Samariter (vgl. Lk 10,25-37). Jesus erzählt das Gleichnis, um das zentrale Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zu erläutern.

    „Dieses Gleichnis ist paradigmatisch für das christliche Leben. Es ist das Modell dafür geworden, wie ein Christ handeln sollte. Dank dem Evangelisten Lukas haben wir diesen Schatz.“ Barmherzigkeit sei „der Eckstein des christlichen Lebens, ja der Lehre Jesu“, so der Papst.

    Zum Nachhören
    „Es ist kein Zufall, dass Jesus einen Samariter als positiven Charakter im Gleichnis gewählt hat. Auf diese Weise will er Vorurteile überwinden und zeigen, dass auch ein Ausländer … in der Lage ist, sich nach Gottes Willen zu verhalten, Mitgefühl mit seinem Bruder in Not zu haben und ihm mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen.“

    Respekt vor Nichtglaubenden


    Mehr noch: Der Samariter sei aus jüdischer Sicht ein „Nichtglaubender“ gewesen – das solle uns anregen, doch einmal darauf zu achten, wieviele Nichtglaubende Gutes tun. „Jesus wählt einen Mann zum Modell, der kein Mann des Glaubens war. Und dieser Mann zeigt dadurch, dass er seinen Bruder wie sich selbst liebt, dass er Gott von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft liebt – den Gott, den er nicht kannte! – und gleichzeitig wahre Religiosität und volle Menschlichkeit ausdrückt.“

    Eindringlich rief der Papst, der 2015-16 ein eigenes Heiliges Jahr der Barmherzigkeit durchgeführt hat, zur Barmherzigkeit auf. „Zur Barmherzigkeit fähig sein: Das ist der Schlüssel! Das ist unser Schlüssel! Wenn du angesichts eines Bedürftigen keine Barmherzigkeit spürst, wenn dein Herz nicht angerührt wird, dann heißt das: Irgendetwas stimmt nicht. Pass auf – passen wir auf! Lassen wir uns nicht von einem egoistischen Mangel an Sensibilität hinreißen!“

    “ Frag dich nicht, ob dieser Mann betrunken ist... ”

    Jesus selbst sei „die Barmherzigkeit Gottes uns gegenüber“, so Franziskus. „Wenn du auf der Straße einen Obdachlosen siehst, der da liegt, und einfach so vorbeigehst oder denkst: Ach, das wird am Wein liegen, der ist betrunken – dann frag dich nicht, ob dieser Mann betrunken ist. Frag dich, ob dein Herz nicht verhärtet ist, ob dein Herz nicht zu Eis geworden ist!“

    (vatican news – sk)





    Liebe Brüder und Schwestern, guten Tag!

    Heute präsentiert das Evangelium das berühmte Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“ (vgl. Lk 10,25-37). Auf die Frage eines Gesetzeslehrers nach dem, was notwendig ist, um das ewige Leben zu erben, lädt Jesus ihn ein, die Antwort in der Heiligen Schrift zu finden, und sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ (V. 27). Aber es gab unterschiedliche Interpretationen, wer als „Nächster" zu verstehen sei. Tatsächlich fragt dieser Mann dann auch: „Und wer ist mein Nächster?“ (V. 29).

    An dieser Stelle antwortet Jesus mit dem Gleichnis, dem wunderbaren Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“; und ich lade euch alle ein, das Evangelium heute vorzunehmen: Lukas 10, 25 – das ist eines der schönsten Gleichnisse des Evangeliums. Und dieses Gleichnis ist paradigmatisch für das christliche Leben. Es ist das Modell dafür geworden, wie ein Christ handeln sollte. Dank dem Evangelisten Lukas haben wir diesen Schatz…



    “ Dieses Gleichnis ist paradigmatisch für das christliche Leben ”

    Die Hauptfigur der Kurzgeschichte ist ein Samariter, der auf dem Weg einen Mann findet, der von Räubern ausgeraubt und geschlagen wurde, und der sich um diesen Mann kümmert. Wir wissen, dass die Juden die Samariter mit Verachtung behandelt haben und sie dem auserwählten Volk als fremd betrachten. Es ist daher kein Zufall, dass Jesus einen Samariter als positiven Charakter im Gleichnis gewählt hat. Auf diese Weise will er Vorurteile überwinden und zeigen, dass auch ein Ausländer, auch wenn dieser den wahren Gott nicht kennt und dessen Tempel nicht besucht, in der Lage ist, sich nach Gottes Willen zu verhalten, Mitgefühl mit seinem Bruder in Not zu haben und ihm mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen.

    Vor dem Samariter waren bereits ein Priester und ein Levit diesen selben Weg gegangen, d.h. Menschen, die sich dem Gottesdienst gewidmet hatten. Als sie den armen Mann auf dem Boden sahen, waren sie jedoch weitergegangen, ohne anzuhalten, wahrscheinlich um sich nicht mit seinem Blut zu verunreinigen. Sie haben also eine menschliche Regel (sich nicht mit Blut zu verunreinigen) zum Gottesdienst dem großen Gebot Gottes vorgezogen, das vor allem anderen Barmherzigkeit will.

    “ Denken wir an so viele Menschen, die wir kennen, die vielleicht agnostisch sind und Gutes tun ”

    Jesus stellt also den Samariter als Modell hin – einen Mann, der keinen Glauben hatte! Denken auch wir an so viele Menschen, die wir kennen, die vielleicht agnostisch sind und Gutes tun. Jesus wählt einen Mann zum Modell, der kein Mann des Glaubens war. Und dieser Mann zeigt dadurch, dass er seinen Bruder wie sich selbst liebt, dass er Gott von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft liebt – den Gott, den er nicht kannte! – und gleichzeitig wahre Religiosität und volle Menschlichkeit ausdrückt.

    Nachdem er dieses so schöne Gleichnis erzählt hatte, wandte sich Jesus wieder an den Gesetzeslehrer, der ihn gefragt hatte: „Wer ist mein Nächster?" und sagte zu ihm: „Wer von diesen dreien meinst du, ist dem der Nächste geworden, der von den Räubern überfallen wurde?“ (v. 36). Auf diese Weise kehrt er die Frage seines Gesprächspartners und auch unser aller Logik um. Es macht uns verständlich, dass nicht wir es sind, die nach unseren Kriterien definieren, wer Nächster ist und wer nicht, sondern dass es der Bedürftige ist, der erkennen kann wer sein Nächster ist, nämlich „der barmherzig an ihm gehandelt hat". (v. 37).

    Zur Barmherzigkeit fähig sein: Das ist der Schlüssel!
    Zur Barmherzigkeit fähig sein: Das ist der Schlüssel! Das ist unser Schlüssel! Wenn du angesichts eines Bedürftigen keine Barmherzigkeit spürst, wenn dein Herz nicht angerührt wird, dann heißt das: Irgendetwas stimmt nicht. Pass auf – passen wir auf! Lassen wir uns nicht von einem egoistischen Mangel an Sensibilität hinreißen! Die Fähigkeit zur Barmherzigkeit ist zum Eckstein des Christen, ja der Lehre Jesu geworden. Jesus selbst ist die Barmherzigkeit Gottes uns gegenüber. Wenn du auf der Straße einen Obdachlosen siehst, der da liegt, und einfach so vorbeigehst oder denkst: Ach, das wird am Wein liegen, der ist betrunken – dann frag dich nicht, ob dieser Mann betrunken ist. Frag dich, ob dein Herz nicht verhärtet ist, ob dein Herz nicht zu Eis geworden ist!

    Das zeigt uns, dass die Barmherzigkeit gegenüber einem menschlichen Leben in einer Notlage das wahre Gesicht der Liebe ist. So wird man zu wahren Jüngern Jesu und das Antlitz des Vaters wird offenbart: „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist" (Lk 6,36). Und Gott, unser Vater, ist barmherzig, weil er Mitgefühl mit uns hat; er ist zu dieser Barmherzigkeit imstande. Imstande, sich unserem Schmerz zu nähern, unserer Sünde, unseren Lastern, unserem Elend.
    Die Jungfrau Maria möge uns helfen, die untrennbare Verbindung zwischen der Liebe zu Gott, unserem Vater, und der konkreten und großzügigen Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern zu verstehen, und er gebe uns die Gnade, Barmherzigkeit zu haben und daran zu wachsen.

    *

    Liebe Brüder und Schwestern,

    Ich möchte noch einmal meine Verbundenheit mit dem geliebten venezolanischen Volk zum Ausdruck bringen, das von der anhaltenden Krise besonders hart getroffen ist. Der Herr möge alle Beteiligten inspirieren und erleuchten, damit sie so schnell wie möglich eine Einigung erzielen können, die dem Leid der Menschen zum Wohle des Landes und der gesamten Region ein Ende setzt.

    Ich begrüße euch alle, Römer und Pilger aus Italien und verschiedenen Teilen der Welt: Familien, Pfarrgruppen, Vereine.
    Insbesondere begrüße ich die Jugendlichen der Diözese Pamplona y Tudela, die Kursteilnehmer für Ausbilder der vom „Regnum Christi" veranstaltet wird, die Schwestern der Heiligen Familie von Nazareth, die das Generalkapitel feiern, und die Jugendlichen der Konfirmation von Bolgare (Bergamo).

    Ich grüße die polnischen Gläubigen, die an der jährlichen Pilgerfahrt von Radio Maria zum Heiligtum in Częstochowa teilnehmen, herzlich.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag und vergesst bitte nicht, für mich zu beten. Ein gutes Mittagessen und auf Wiedersehen!

    (vatican news - sk)

  • Thema von Blasius im Forum Nachrichten



    Schlau, humorvoll und vom christlichen Glauben geprägt - so beschreibt der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, Kanzlerin Angela Merkel. Zum 65. Geburtstag der CDU-Politikerin an diesem Mittwoch blickt Jüsten im Gespräch mit dem Kölner Domradio auf eine gute Zusammenarbeit mit der Kanzlerin.

    Dazu ist sie eine sehr humorvolle Frau. Im kleinen Kreis kann sie geradezu den Alleinunterhalter mimen. Sie kann Leute auch wunderbar nachmachen. Und man merkt auch, dass sie eine feste Verwurzelung im christlichen Glauben hat. Das sind drei Dinge, die mir als hervorstechend bei ihr auffallen.“

    “ Sie bleibt immer sehr freundlich ”

    Die Kanzlerin ist die Tochter eines protestantischen Pfarrers; sie bekennt sich immer wieder, allerdings auf ihre gewohnt nüchterne Art, zum christlichen Glauben. Jüsten findet, dass man ihr die christliche Prägung durchaus abspürt.

    „Zunächst einmal merkt man es natürlich an der Art und Weise, wie sie Menschen begegnet: immer sehr vornehm, sehr wertschätzend. Selbst Menschen gegenüber, die ihr persönlich schwer zugesetzt haben, bleibt sie immer sehr freundlich. Das, denke ich, ist sicher ein Teil ihrer Prägung aus dem Geist der christlichen Nächstenliebe heraus. Außerdem merke ich, dass sie es sich nicht leicht macht, wenn es um schwere oder große ethische Fragestellungen geht, bei denen man als Christ eine Gewissensentscheidung treffen muss.“

    “ Beim Thema Organspenden Dissens mit der Kanzlerin ”

    Als Leiter des Katholischen Büros in der deutschen Hauptstadt arbeitet Jüsten genau an der Schnittstelle zwischen Politik und Kirche. Da gibt es natürlich immer wieder auch Momente, wo er sich gewünscht hätte, dass die Kanzlerin mehr an den christlichen Prinzipien festhalten würde.

    Zum Nachhören
    „Ja, da habe ich sogar einen aktuellen Fall und zwar das Thema Organspende. Da ist sie für die doppelte Widerspruchslösung eingetreten, die Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen hat. Die halten wir für falsch, weil sie gegen die Autonomie des Menschen ist. Deshalb bin ich sehr dafür, dass wir eine Entscheidung finden, wo der Mensch sich immer wieder selber entscheiden muss, ob er Organspender sein möchte oder nicht. Das kann nicht vom Staat vorgegeben werden. In dieser Stelle hatte ich mit der Kanzlerin einen Dissens.“

    Muttis letzter Coup?

    Dass Ursula von der Leyen am Dienstagabend zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden ist, dürfte ein schönes Geburtstagsgeschenk für Merkel sein. „Das war Muttis letzter Coup“, titelt eine deutsche Zeitung an diesem Mittwoch. Aber Jüsten ist sich, wie er sagt, nicht so sicher, ob diese Schlagzeile Recht hat.

    „Es wurde schon oft geschrieben, dass Merkel am Ende sei. Wer das glaubt, der unterschätzt Frau Merkel immer wieder. Das ist wahrscheinlich ihr hervorstechendstes Merkmal, dass Journalisten sie immer wieder unterschätzen.

    Trotzdem ist das ein toller Erfolg, nicht nur für sie, sondern für die EVP insgesamt - für die Christlich Demokratische Union. Gestern war ja sowieso der Frauen-Power-Tag in der CDU. Die Bundeskanzlerin setzt sich durch, Frau von der Leyen hält eine großartige Rede. Sie ist ja volles Risiko gefahren: Sie hat auf die Stimmen der Rechten verzichtet, um in der Mitte Stimmen zu holen. Das ist ein großartiges Ergebnis, was sie erzielt hat. Deshalb verstehe ich gar nicht, warum manche ihrer Kolleginnen und Kollegen rumnörgeln, dass es nur so wenige Stimmen seien. Sie hat mit Haltung gewonnen. Das ist sicher für die CDU sehr wichtig.“

    Ein Paradigmenwechsel

    Mut habe jetzt auch CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer bewiesen, weil sie bereit sei, Verteidigungsministerin zu werden. „Das sind sehr wichtige Ereignisse - für die Union, aber auch für Deutschland. Wenn man sich vorstellt, dass die wesentlichen Posten, die Deutschland zu vergeben hat, jetzt von Frauen regiert werden - das ist ein Paradigmenwechsel. Den hätten viele der CDU so nie zugetraut. Viele hätten sicher gedacht, das würde nur eine rot-grüne Regierung hinkriegen…“

    Für Diskussionen sorgt im Moment der Gesundheitszustand Merkels – Stichwort Zitteranfälle. Prälat Jüsten weist darauf hin, dass die Kanzlerin letztes Jahr im Sommer „keinen richtigen Urlaub gemacht“ habe. „Das merkt man natürlich dann schon, wenn man über einen längeren Zeitraum keine richtige Auszeit hat - und das auch mit der Belastung dieses Amtes.“

    “ Ich wünsche Frau Merkel den Urlaub jetzt sehr ”

    Am Freitag letzter Woche habe er bei einem Treffen für Entwicklungshelfer und Friedensdienste neben Frau Merkel gesessen, erzählt Jüsten. „Um es mal so zu sagen: Ich wünsche Frau Merkel den Urlaub jetzt sehr, damit sie sich mal erholen und im wahrsten Sinne des Wortes entspannen kann. Und wenn diese Entspannung eintritt, hört vielleicht auch das Zittern auf.

    Ich wünsche ihr jedenfalls auch am heutigen Tag viel Gesundheit, Kraft und Gottes Segen und dass sie dieses Amt für die Zeit, die sie sich noch vorgenommen hat - die nächsten zwei Jahre - für unser Land und für Europa gut ausfüllen kann.“

    Zu Merkels 65. Geburtstag gratulieren auch der katholische und der evangelische Bischof von Berlin, Heiner Koch und Markus Dröge. Koch würdigt ihren „hohen persönlichen und politischen Einsatz, gerade auch als Christin“; Dröge schreibt: „Sie halten diesen Kontinent zusammen“. Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, lobt an ihr „den visionären Blick, das entschlossene Handeln und die klaren politischen Entscheidungen“.

    (domradio/vatican news – sk)

  • Über den Hl. Michael Datum13.07.2019 09:29
    Thema von Blasius im Forum




    Über den Hl. Michael

    St. Michael – kurzer Überblick:

    Sein Name ist hebräischen Ursprunges und bedeutet auf deutsch: „Wer ist wie Gott“ oderlateinisch: „Quis ut Deus“. Sein Name kann als sein Schlachtruf beim himmlischen Kampf gegenden Drachen und dessen Engel angesehen werden, wie in der geheimen Offenbarung 12,7beschrieben. So gilt Michael auch als der Führer der himmlischen Heerscharen, als Schutzpatronder Kirche und wird auch als Schutzpatron Deutschlands verehrt. Für Michael ist die Demut, der
    Mut und die Mahnung an andere sich dem heiligen Kampfe gegen dass Böse anzuschließen charakterisierend.

    Michaelsverehrung im mittelalterlichen Deutschland:
    Kaiser Karl d. Gr. verkündete im September 813 auf der Aachener Reichsversammlung, dass dasbisher nur lokal gefeierte Fest des hl. Erzengels Michael, reichsweit jeweils am 29. September alsFeiertag geboten sei. Damit wurde der hohe Rang der Michaelsverehrung und St. Michael
    sozusagen als Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches bestätigt. Nach dem Zerfall des Karlsreiches leuchtet der hl. Erzengel Michael bei zwei für das Reich
    lebenswichtigen Entscheidungsschlachten hervor bei denen Michael nach Auffassung der Siegerzugunsten des ostfränkischen Königreiches in die Geschichte eingegriffen habe: bei den Schlachten an der Unstrut (Riade 933) und auf dem Lechfeld (Augsburg 955). In der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts waren die heidnischen Ungarn, ein Reitervolk asiatischerHerkunft, eine große Gefahr für das ostfränkisch-deutsche Königreich. Sie schienen unbesiegbar zu sein. König Heinrich I. wusste gegen ihre Überfälle kein anderes Mittel, als mit den Ungarn einen neunjährigen Waffenstillstand zu schließen und Tribute zu zahlen. In den kommenden Jahren rüstete Heinrich sein Reich für die entscheidende Auseinandersetzung: 932 ließ er den Waffenstillstand aufkündigen. Die Ungarn fielen wieder mit verwüstender Gewalt in Thüringen ein. Bei Riade an der Unstrut warf sich Heinrich am 15. März 933 mit einem fränkischsächsischen Aufgebot dem Feind entgegen. Dem christlichen Heere wurde ein Feldzeichen mit dem Bilde des Erzengels Michael voran getragen.
    Unter Heinrichs Sohn Otto I. fielen die Ungarn 954 schlimmer als je zuvor ins Reich ein. Im Sommer 955 drangen sie wiederum plündernd und brandschatzend in Bayern und Schwaben ein. Anfang August belagerten sie Augsburg, doch der hl. Bischof Ulrich verteidigte es mit großem Geschick.
    Am 10. August 955 griff Otto I. die Ungarn auf dem Lechfeld an. Er führte dabei die Heilige Lanze – das ältestes Stück der Reichskleinodien der römisch-deutschen Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation mit sich. Und er führte das Michaelsbanner mit sich. Wie schon bei Riade rief das christliche Heer den himmlischen Feldherrn Michael um Hilfe an. Der Sieg wurde also vor allem dem hl. Erzengel Michael zugesprochen. Diesmal erlitten die
    Ungarn eine vernichtende Niederlage.
    Die Erscheinungen des hl. Michael auf dem Mont Sant’ Angelo, am Monte Gargano: Der Monte Gargano liegt im apulischen Garganogebirge, in der Nähe von Manfredonia (historisch: Siponte), und ist 796 m hoch. Die Erscheinungen des Erzengels Michael sollen etwa zwischen den Jahren 490 und 493 in einer Grotte gewesen sein. Die erste dieser Erscheinungen war an einem 8.Mai in welcher der Erzengel die Einrichtung eines Heiligtums wünschte. Im Jahr 663 gewannen die langobardischen Truppen aus Siponte unter dem Patronat des hl. Michael gegen die
    byzantische Armee. Dies geschah wieder am 8. Mai. Dieser besondere Berg ist auch deshalb für Deutschland und das deutsche Volk so bedeutsam, weil
    mehrere deutsche Kaiser auf dem Mont’ Sant Angelo gewesen sind:
    • Otto I., der Große, besuchte das Heiligtum zwischen 966-972, während seines dritten Italienfeldzugs. Es war auch eine Dankesschuld für die im Jahre 955 auf dem Lechfeld gewonnene Schlacht.
    • Otto III. bestieg im Jahre 999 als 19-jähriger den Monte Gargano barfuß. Dies ist als Bußübung zu sehen, da er zugelassen hat, daß ein römischer Statthalter, dem er das Leben zusicherte, enthauptet wurde.
    • Hl. Heinrich II., der einzige offiziell heiliggesprochene deutsche Kaiser. Er wurde im Jahre 1014 in Rom zum Kaiser gekrönt, (1002 Königskrönung) während seines dritten Italienzuges pilgerte er im Jahre 1022 zum Monte Gargano. Entweder nach seinem Sieg gegen die byzantinischen Truppen bei Troia (nähe Foggia) – als Dank. Oder vielleicht bereits am 8. Mai, also vor besagtem Sieg, während der Belagerung die ca. drei Monate dauerte? Bezüglich des Datums ist leider nichts bekannt.
    Die Legende: Heinrich sei nachts in der Michaelsgrotte geblieben und hätte eine Vision von Michael und vielen Engeln in einer himmlischen Liturgie gehabt. Der heilige Michael habe ihm das Evangeliar zum Kuß gereicht und den Kaiser an der Hüfte berührt. Seither habe der Kaiser gehinkt. Heinrich II. soll nach der Legende den Erzengel auch gefragt haben, ob er der besondere Schutzpatron Deutschlands sein will, worauf der hl. Michael geantwortet
    haben soll: „Ja, solange es sich dessen würdig erweist.“ Diese Pilgerfahrt des deutschen Kaiser Heinrich II. im Jahre 1022 zum Michaelsheiligtum auf dem Monte Gargano darf auch deshalb als herausragendes
    Ereignis angesehen werden, da er der einzige offiziell heiliggesprochene deutsche Kaiser ist (Karl der Große könnte ebenfalls als solcher gelten, doch ist seine
    Heiligsprechung durch den Erzbischof von Köln Rainald von Dassel von Rom nie offiziell anerkannt, sondern dessen Verehrung nur geduldet worden) und er der einzige Kaiser war, dem eine Vision des Reichspatrons St. Michael zuteil geworden ist.
    • Lothar der III. (ca. 1137) zum Dank nach einem Sieg am 8. Mai, als er gegen normannische Eroberungstruppen das Kastell eroberte. Er hatte seltsamerweise aber keine Skrupel die wertvollen Votivgaben aus dem Heiligtum als Kriegsbeute mit zu nehmen.
    • Friedrich II. überließ im Jahre 1216 seinem Vertrauten Hermann von Salza, dem Hochmeister des Deutschen Ordens das Kloster San Leonardo am Fuße des Monte Gargano zur Nutzung. Daraus wurde ein Pilgerhospiz, u. a. auch für die Kreuzfahrer. Friedrich II. soll hier oft gewesen sein, daher ist es gut möglich, dass auch er den Monte Gargano bestiegen hat.
    - Päpstliche Besucher auf dem Monte Gargano waren u.a.:
    Gelasius I., Agapitus I., Leo IX., Urban II., Innozenz II., Coelestin III., Urban VI., Gregor IX., Benedikt IX. Diese Päpste haben hier den hl.Erzengel Michael ebenso verehrt wie auch viele Heilige: u. a. Bernhard von Clairvaux, Thomas von Aquin, Franz von Assisi und Katharina von Siena.
    Der letzte Papst auf diesem Michaelsberg war Johannes Paul der II. im Jahre 1987. Sich in die Tradition der vorherigen Verehrer stellend, betonte er zugleich die Aktualität der Michaelsverehrung, da das Wirken Satans ungebrochen sei und dieser sich als „gerissener Betörer“ den Menschen nahe.Michaelsverehrung im Deutschland des 20. Jahrhunderts:
    1913 wurde anlässlich des 100. Jahrestag das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig in Anwesenheit des Kaisers eingeweiht. Der Deutscher Patriotenbund beschrieb das Relief: „Das ganze stellt perspektivisch das Schlachtfeld von Leipzig dar, über welches auf einem Siegeswagen der Kriegsgott’ der Deutschen, St. Michael, links und rechts von fackeltragenden Furien begleitet, alles vor sich niederwerfend, dahinfährt. ... Hinter dem mit dem gezückten Schwert dargestellten
    Michael leuchtet bereits die aufgehende Sonne der Freiheit.“ Der hl. Erzengel Michael wird sozum Symbol der Deutschen Wehrhaftigkeit und militärischer Stärke. Beim Abflauen des Kulturkampfes durch Bismarck, setzte sich nicht die Vorstellung von Michael als dem sogenannten Kriegsgott durch, sondern die Vorstellung des (Schutz-) Engels des deutschen Volkes wurde mehr und mehr Allgemeingut.
    In der Weimarer Republik wurde der hl. Erzengel Michael, vor allem auf der stark nationalen Zeitströmung immer präsenter, denn nach der Demütigung von Versailles fand gewissermaßen die Suche nach einer historischen Sendung der deutschen Nation statt. Dadurch rückte auch Michael
    als der ‚Engel der Deutschen’ in den Vordergrund. Durch die Gründung des Katholischen Jungmännerverbandes Deutschlands (KJMVD), gewann die
    Michaelsverehrung immer mehr an Bedeutung. Die Sturmschar des KJMVD verstand sich als eine„Auslese der deutschen Mannesjugend“. Schon nach einem Jahr hatte sie 25.000 Mitglieder. Im Februar 1939 wurde der KJMVD vollständig aufgelöst. Die jährlichen Michaelsfeiern waren kämpferische Glaubenskundgebungen, sie waren ein gefürchtetes Signal für die damaligen Machthaber. Diese Feiern verbanden bruchlos ein patriotisches Bekenntnis und eine Absage an das glaubensfeindliche Ideengut des Nationalsozialismus. Michael wurde angerufen, „dass unser Volk seine Sendung erfülle“, „dass wir unserem Volke dienen“ und „dass unser Volk deines Geistes sei“.
    Schluss
    Heute, nachdem die Hinwendung der Deutschen zur christlichen Engelsverehrung in den letzten Jahrzehnten immer mehr abgenommen, scheint nun wieder eine größere Bereitschaft der Menschen, sich dem Schutze und der Führung der Engel, besonders des hl. Michael und der Schutzengel erkennbar zur sein.
    Ich möchte gegen Ende dieses Textes auf das in Gebetsform gehaltene geistliche Testament des hl. Petrus Canisius verweisen, in welchem er auf seinen Rombesuch im Jahre 1549 zurückblickt. Ich hoffe, dass auch der Leser dieser Zeilen sich hierdurch angesprochen und aufgefordert sieht, sich an der Seite des Erzengels Michael auch heute für unser geliebtes Vaterland einzusetzen:

    „Du weißt, o Herr, wie sehr und wie oft Du mir an jenem Tage Deutschland empfohlen hast. Von diesem Tage an sollte Deutschland mein Sorgen und Denken immer mehr einnehmen und ich sollte mich sehnen, wie Petrus Faber, im Leben und im Tode für sein ewiges Heil mich zu opfern. So sollte ich ein Mitarbeiter des hl. Michael, des Engels Deutschlands, sein.“
    Worte des Jesuitenpaters Friedrich Muckermann: „Dies ist der deutsche Weg! Mit Gott und St. Michael!“

    Dan 10,13+21 + 12,1
    13 Der Engelfürst des Perserreiches hat sich mir einundzwanzig Tage lang entgegengestellt, aber Michael, einer der ersten unter den Engelfürsten, kam mir zu Hilfe. Darum war ich dort bei den Königen von Persien entbehrlich.
    21 Vorher aber will ich dir mitteilen, was im Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist. Doch keiner hilft mir tatkräftig gegen sie außer eurem Engelfürsten Michael.

    1 In jener Zeit tritt Michael auf, der große Engelfürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Doch dein Volk wird in jener Zeit gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist.

    Judasbrief 9
    Als der Erzengel Michael mit dem Teufel rechtete und über den Leichnam des Mose stritt, wagte er nicht, den Teufel zu lästern und zu verurteilen, sondern sagte: Der Herr weise dich in die Schranken.

    Offb 12,7-9
    Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, 8 aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. 9 Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.

    AUS:
    http://kath-zdw.ch/forum/index.php?topic=2214.0

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Unsere Fürsprecher




    Unter allen Heiligen gibt es meines Wissens nur einen einzigen Kaiser.

    Es ist Kaiser Heinrich II., den Gott, wie es im Kirchengebet heißt,
    von der Höhe der irdischen Kaiserwürde in das himmlische Reich versetzte.

    Als des Bayernherzogs Heinrich ältester Spross und Stammhalter kam Heinrich auf einem Schloss in der Nähe von Regensburg am 6. Mai 972 zur Welt. Der Vater führt in der Geschichte einen zwar nicht gerade entehrenden, aber immerhin aufschlussreichen Zunamen, denn man nennt ihn heute noch Heinrich den Zänker. Das kleine Beiwort sagt sehr viel. Ständig lag sich der Mann mit dem Kaiser in den Haaren, weil es ihn selbst nach der Krone gelüstete. Da gab es Krach und Krieg, und des Sohnes Kindheit war überschattet mit Flucht und Verbannung. Weil aber nichts von ungefähr, sondern alles von oben her kommt, hatte auch Heinrichs unerfreuliche Jugend den Vorteil, dass er, fern der Heimat, in Hildesheim bei dem vortrefflichen Bischof Bernward eine gediegene Erziehung erhielt. Ein zweiter heiliger Bischof, Wolfgang von Regensburg, hat nachher Heinrichs Ausbildung vollendet.

    Später heiratete Heinrich die Grafentochter Kunigunde von Luxemburg, auch eine Heilige, und mit dreiundzwanzig Jahren wurde er Herzog der Bayern, der im Gegensatz zu seinem verstorbenen zänkischen Vater ein treuer Reichsvasall war und seinem Vetter, dem Kaiser Otto III., durch dick und dünn Gefolgschaft leistete. Als aber Otto kinderlos starb, wusste Heinrich seinen berechtigten Erbanspruch auf den Kaiserthron schnell und entschlossen gegen zwei Mitbewerber durchzudrücken, und am 8. September 1002 bestieg er im Dom zu Aachen den Krönungsstuhl Karls des Großen. Einige Zeit danach setzte ihm der Papst zu Rom auch die Kaiserkrone aufs Haupt.

    Zweiundzwanzig Jahre lang leitete Heinrich die Geschicke der deutschen Volksstämme, und man kann wohl sagen, dass er in dieser Zeit kaum aus dem Sattel kam, denn er nahm die Herrscherpflichten ernst, und überall war gerade damals eine starke Hand nötig, weil das Reich wegen der Uneinigkeit der Fürsten auseinanderzufallen drohte. Auf diese Stunde warteten längst an den Landesgrenzen, Gewehr bei Fuß, die Feinde, um in Deutschland einzurücken. Auch an persönlichen Bitterkeiten fehlte es dem Herrscher nicht, er musste gegen die eigenen Brüder und Schwäger zu Feld ziehen, und falsche Freunde erfüllten sein Herz mit schmerzvollem Argwohn gegen die heilige Gattin Kunigunde. Kein Heiliger hat es im Leben leicht, selbst dann nicht, wenn er Kaiser ist. Wohl ist Heinrich der Schwierigkeiten, die sich ihm entgegentürmten, kraftvoll Herr geworden, aber man kann verstehen, dass er zuweilen den Kopf hängen ließ und, dem frommen Zug des Herzens folgend, gern den goldenen Kaisermantel mit einer schwarzen Mönchskutte vertauscht hätte.
    In einer solchen Stimmung der Niedergeschlagenheit übernachtete Heinrich einst in einem Kloster, und es überkam ihn bei dieser Gelegenheit die Sehnsucht nach Ruhe mit solcher Wucht, dass er inständig um die Aufnahme in den Orden bat und keine Einwendungen gegen den Plan zulassen wollte. Da rief der Abt die Brüder zusammen und fragte, wie es Brauch ist, in ihrer Gegenwart den Kaiser, ob er bei seinem Entschluss beharre und nach der Vorschrift der Regel unbedingten Gehorsam gelobe. Laut und freudig gab Heinrich sein Jawort, und dann sagte der Abt, und es war sehr klug, was er sagte, dann also sagte er: „Wohl, ich nehme dich als Bruder Heinrich in unsere Gemeinschaft auf, aber zugleich befehle ich dir, in der Welt zu bleiben und das Reich zu regieren, das Gott deiner Sorge anvertraut hat.“ So musste auch Heinrich wie jeder andere den eigenen Kreuzweg bis ans Ende gehen.


    Kaiser Heinrich war also ein guter, tüchtiger Herrscher, bedächtig und überlegt, sanft, mild und leutselig. Wo aber Unrecht geschah, konnte er ohne Erbarmen richten und strafen, wie es sich gehört. Der lieben Mutter Gottes war er innig zugetan. Viele Kirchen hat er errichtet, unter denen der Dom zu Bamberg und das herrliche Münster zu Basel die schönsten sind. Kaiser Heinrich der Heilige, der am 13. Juli 1024 starb, wird für immer eine Zierde Deutschlands sein.

    MIT DANK AUS: https://www.marianisches.de/heilige-des-tages/

    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Zitate von Heiligen



    Hl. Augustinus (354-430)
    Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

    Vorträge über das Johannes-Evangelium, 49,15 (Bibliothek der Kirchenväter, München 1913–1914)

    „Wer an mich glaubt, wird leben“


    „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er schon gestorben ist, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.“ Was heißt das? „Wer an mich glaubt, wird, auch wenn er schon gestorben ist“, wie Lazarus gestorben ist, „leben“, weil er nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen ist. Betreffs der schon längst gestorbenen Väter Abraham, Isaak und Jakob, hat Gott den Juden diese Antwort gegeben: „Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs; er ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen“ (Mt 22,32; Lk 20,37f.); alle leben in ihm. Glaube also, und wenn du auch gestorben bist, so wirst du leben; wenn du aber nicht glaubst, so bist du, auch wenn du lebst, tot. […] Woher der Tod der Seele nach? Weil der Glaube fehlt. Woher der Tod dem Leibe nach? Weil die Seele fehlt. Also ist die Seele deiner Seele der Glaube.

    „Wer an mich glaubt“, sagt er, „wird, auch wenn er gestorben ist“ dem Fleische nach, „leben“ der Seele nach, bis auch das Fleisch aufersteht, um nachher nie mehr zu sterben. Das heißt: „Wer an mich glaubt“, mag er auch sterben, „wird leben. Und jeder, der lebt“ dem Fleische nach „und an mich glaubt, wird“, obwohl er für jetzt wegen des Todes des Fleisches sterben wird, „nicht sterben in Ewigkeit“ wegen des Lebens des Geistes und der unvergänglichen Dauer der Auferstehung.

    Das ist es, was er sagt mit den Worten: „Und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das? Sie [Marta] sprach zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß Du bist Christus, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist“. Indem ich dies glaube, glaube ich, daß Du die Auferstehung bist, glaube ich, daß Du das Leben bist, glaube ich, daß, wer an Dich glaubt, auch wenn er stirbt, leben wird, und daß, wer lebt und an Dich glaubt, nicht sterben wird in Ewigkeit.


    Liebe Grüße, Blasius

  • Thema von Blasius im Forum Nachrichten



    Wort zum Sonntag: Piusbrüder über Papst erschüttert


    Gastautor Veröffentlicht vor 1 Tag am 7. Juli 2019
    von Gastautor Symbolbild: Casa Rosada
    Argentina Presidency of the Nation


    Wie in der Welt, rumort es auch ganz besonders in der Kirche. Papst Franziskus polarisiert, viele Gläubige sehen in ihm einen Populisten mit Kniefall vor dem liberalen Zeitgeist. Die Piusbruderschaft ist über den jetzigen Papst „zutiefst erschüttert”.


    Der Generalobere der Piusbruderschaft Pagliarani erwarte sich vom Papst, was er sich von jedem Katholiken erwartet: Glaube. Er sieht den Papst in der Pflicht, das Glaubensgut treu weiterzugeben und der schrecklichen Krise ein Ende zu bereiten, durch die die Kirche seit 50 Jahren erschüttert wird. Ein großer Wunsch an den aktuellen Papst, gilt Franziskus nicht als Traditionalist.

    Katholische Traditionalisten

    Wenn es nach den Piusbrüdern geht, dann soll die Katholische Kirche in Fragen bezüglich Religionsfreiheit, Ökumenismus und ihrer göttlichen Verfassung wieder zu dem zurückkehren, was die Päpste vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gelehrt haben. Ein zentrales Anliegen der Piusbrüder an den Papst ist daher Glaubenstreue zum katholischen Glaubensgut.

    Der Wunsch der Piusbrüder kommt nicht von ungefähr: Sie stehen für eine traditionelle katholische Weltsicht und die Weitergabe des geoffenbarten Glaubens. Ihrer Ansicht nach haben viele falsche Ideen das richtige Verständnis der Wahrheit verdunkelt und falsche Lehren die Seelen von Gott entfernt. Deshalb ist es der Piusbruderschaft ein besonderes Anliegen, „die großen Gefahren, die von diesen modernen Lehren ausgehen und die das ewige Glück sowohl der Individuen als auch der Gemeinschaft bedrohen, aufzudecken”. Nicht wenige Traditionalisten werfen dem Zweiten Vatikanischen Konzil Verrat an der Tradition vor.

    Streit innerhalb der Kirche

    Papst Franziskus hat bereits darauf reagiert: Die Kommission für das Gespräch mit traditionalistischen Gemeinschaften hat der Papst kurzerhand aufgelöst. Mit der Auflösung fehlt den Piusbrüdern nun eine direkte Anlaufstelle in Rom, falls ihre Rechte in den Ortskirchen beschnitten werden. Liberale Katholiken freut das, denn sie sind der Meinung, dass Traditionalisten unter dem Dach der katholischen Kirche keinen Platz (mehr) haben.

    Der Gründer der Piusbruderschaft Erzbischof Lefebvre in einem offenen Brief: „Wer könnte leugnen, dass die Katholiken dieses zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts ratlos sind? Man hört in den Kirchen so viele erstaunliche Äußerungen, man liest so viele Erklärungen, die dem, was von jeher gelehrt worden war, widersprechen, dass sich allmählich Zweifel in die Seelen eingeschlichen haben. ”

    Auch in dieser Frage gilt: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Wahrlich spannende Zeiten – auch und gerade für Christen.


    Liebe Grüße, Blasius

  • @KristinaDatum08.07.2019 21:48
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema

    Herzlich Willkommen

    und Grüß Gott, liebe Kristina- Blasius

  • Lehre von der TraditionDatum08.07.2019 20:30
    Foren-Beitrag von Blasius im Thema



    Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe

    Das Bild Unserer lieben Frau von der immerwährenden Hilfe thront zu Rom auf dem Hochaltar der Kirche Sant' Alfonso. Aus dem goldenen Hintergrunde tritt vor allem die Gestalt der jungfräulichen Gottesmutter hervor, und als "Mutter Gottes" ist sie ausdrücklich in großen Buchstaben durch zwei abgekürzte griechische Worte zu ihren Häupten gekennzeichnet. Ihr schönes, edles Antlitz ist oval.

    Sie hat einen kleinen Mund, eine feine, lange Nase, ungemein seelenvolle Augen und sehr schlanke Finger. Sie trägt ein Kleid von roter Farbe, das am Halse und vorn an den Ärmeln mit einfachen Verzierungen versehen ist. Ihre Haare sind durch ein feines Haarnetz von bläulich grüner Farbe zusammengehalten. Vom Haupte herab umwallt ihre jungfräuliche Gestalt ein großer, dunkelblauer Mantel, der in seiner oberen Hälfte doppelt gefaltet ist, so dass sich eine Art Pelerine bildet, und davon hängen auf dem rechten Oberarm goldene Fransen herab. Viele Goldlinien dienen dazu, die Falten des Mantels anzudeuten... In der Mitte des Hauptes leuchtet auf dem Mantel Mariens ein achtstrahliger Stern und seitwärts davon ein kreuzförmiges Gebilde. Ein kunstvoller Heiligenschein umgibt Mariens Haupt.

    Auf ihrem linken Arm trägt die Gottesmutter das Jesuskind. Es ist völlig bekleidet, nicht bloß mit einem grünen Leibrock, sondern auch mit einem gelbbraunen Mantel, den ein hellroter Tuchstreifen umgürtet, der nur einen Teil des Oberkörpers frei läßt. Ein großer Heiligenschein mit eingezeichnetem Kreuze umgibt das Haupt des Kindes, bei dem die ungewöhnlich hohe Stirn und der weisheitsvolle Blick auffallen, und nebenan stehen wiederum die abgekürzten Worte "Jesus Christus".

    Endlich erblicken wir auf unserem Bilde zwei Engelsgestalten in Halbfigur, die die Werkzeuge des Leidens Christi tragen. Die griechischen Buchstaben über ihren Häuptern kennzeichnen den Engel links vom Beschauer als den Erzengel Michael, den Führer der himmlischen Heerscharen. Er trägt in verhüllten Händen - zum Zeichen der Ehrfurcht - das Essiggefäß, das bei der Kreuzigung Christi erwähnt wird (Joh. 19, 29), daraus ragen hervor der Ysopstengel mit dem Schwamm voll Essig, der dem dürstenden Erlöser am Kreuz gereicht wurde, sowie die Lanze, die nach dem Verscheiden Christi seine heilige Seite öffnete. Rechts dagegen erscheint der Erzengel Gabriel und er trägt in verhüllten Händen das Kreuz mit den Nägeln.

    Der jugendliche Jesus faßt die Hand der Mutter mit beiden Händen, ängstlich und vielleicht auch ein wenig verwirrt beim Anblick des Engels mit dem Kreuz. In der ängstlichen Suche nach Zuflucht scheint sich die Sandale gelöst zu haben. Die Aussage des Bildes könnte umschrieben werden: Die Mutter für ihn und die Mutter für uns. Er ein Mensch in Ängsten wie wir. Das Programm seines Lebens ist die Erfüllung des Vaterwillens - und das durch alle Tiefen menschlichen Lebens. Sie die Mutter der Güte mit dem Blick zu uns und für uns, die Mutter von der Immerwährenden Hilfe, die Mutter der dauernden Zuwendung, die Mutter, die immer ein offenes Ohr für uns hat, die Mutter mit der starken Hand, an die wir uns klammern können. Als Menschen in Ängsten halten wir Ausschau nach Hilfe, die bleibt; nach Güte, die sich uns zuwendet; nach Geborgenheit, der es nicht zu viel ist, zuzuhören; nach Händen, die sich uns nicht entziehen.

    2019
    QUELLE: DISTRIKT DEUTSCHLAND

    https://fsspx.de/de/news-events/news/uns...den-hilfe-49028


    Liebe Grüße, Blasius

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