Gelobt sei Jesus Christus !
Der Ostermittwoch in der hl. Osteroktav:
Die Lesungen gem. neuer Liturgieordnung:
https://schott.erzabtei-beuron.de/osterz...=2026-04-08&r=1
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Die Lesung gem. alter Liturgieordnung aus dem hl. Evangelium nach Johannes 21,1-14:
Der auferstandene Herr erscheint den erfolglos fischenden Jüngern
am Ufer des Sees Tiberias; Er fordert sie auf, das Netz auf der rechten Seite - rechte Seite wieder als Bild für die Kinder Gottes, den behüteten Schafen im Gegensatz zur linken Seite der Kinder der Welt, den verworfenen Böcken - erneut auszuwerfen und das Netz wird voll und reisst nicht - ein Bild für die Gemeinschaft der Heiligen im Reiche Gottes.
Er reicht ihnen erneut eine geheimnisvolle Speise;
Fisch und Brot als Bild für die hl. Kommunion.
Joh 21,1-14:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...mino/node9.html
Aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:
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"Wieder erscheint der Auferstandene den Jüngern und auch uns.
In dem wunderbaren Fischfang zeigt Er uns das Geheimnis des Reiches Gottes an, in dem die Jünger nun wirken sollen; denn die 153 Fische sind ein Bild der Gläubigen, die zu Christus gelangen.
Wieder reicht der Herr den Jüngern
- und in der Kommunion auch uns - geheimnisvolle Speise,
einen Fisch und Brot. Es ist dies die dritte Erscheinung Christi unter uns."
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Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...mino/index.html
Wir hören im hl. Evangelium, dass der auferstandene Herr bei seiner Erscheinung am See Tiberias an dessen Ufer stand, während die Jünger sich auf den Wogen des Meeres befanden.
Die tiefere Bewandtnis dieses Geschehens legt der hl. Gregor der Grosse (540-604) aus:
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"Man kann auch fragen, warum der Herr nach der Auferstehung am Ufer steht, während die Jünger sich auf dem Meer abmühen. Vor seiner Auferstehung wandelte er schließlich in Gegenwart der Jünger auf dem Meer. -
Das Meer bezeichnet nämlich diese Weltzeit, die durch die Stürme der Prozesse und die Wogen des vergänglichen Lebens aufgewühlt wird, wohingegen das feste Ufer die beständige Dauer der ewigen Ruhe darstellt.
Weil also die Jünger noch mitten in den Fluten des sterblichen Lebens standen, arbeiteten sie auf dem Meer, unser Erlöser dagegen hatte nach der Auferstehung die Vergänglichkeit des Fleisches bereits hinter sich gelassen und stand am Ufer."
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Wie wir bei der Auslegung des hl. Evangeliums vom Osterdienstag gehört haben, wird mit der Auferstehung des Leibes auch keine Vergänglichkeit mehr sein....
für den verklärten Leib werden keine Notwendigkeiten wie etwa Essen und Trinken mehr sein; alleine die Möglichkeiten werden bestehen bleiben.
Dies hat der auferstandene Herr auch durch sein Essen mit den Jüngern belegt.
Der hl. Augustinus (354-430) dazu:
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"Die Leiber der Gerechten aber werden, wenn sie auferstehen, nicht des Lebensbaumes (Vgl. Gen 2,9; 3,22.24 ) bedürfen, um nicht an einer Krankheit oder vom Alter ausgezehrt zu sterben, noch werden sie irgendeine andere materielle Nahrung brauchen, um die Beschwerden von Hunger oder Durst zu vermeiden.
Sie besitzen vielmehr das sichere, unverlierbare Geschenk der Unsterblichkeit, so daß sie essen können, wenn sie wollen, aber nicht durch eine Notwendigkeit dazu gezwungen werden.
Nicht die Möglichkeit, sondern die Notwendigkeit zu essen und zu trinken wird diesen Leibern genommen sein.
Genauso aß und trank unser Erlöser nach der Auferstehung mit seinen Jüngern - er besaß ja bereits einen verklärten, aber doch wahren Leib: Er tat es, nicht weil er der Nahrung bedurfte, sondern weil er es konnte."
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Über die Auferstehung unseres Herrn aus:
"Vollständiges Lese- und Gebetbuch für katholische Christen" (1789):
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"Er kam aus dem Grab siegreich zurück, und brachte Leben für alle mit.
Er ist der Erbherr aller Dinge; Er kann auch uns unser Erbgut im Himmel – in Besitz geben.
Die Sünde und der Tod hat uns alle Hoffnung zu diesem unvergänglichen Erbgut benommen.
Ein Toter hätte uns von der Herrschaft der Sünde und des Todes nicht befreien können.
Jesus hat uns also durch Seine Auferstehung dieses aufbehaltene Erb zugesichert.
Er ist das Haupt; wir Seine Glieder. Er zieht uns nach Sich, wie das Haupt die Glieder nach sich zieht.
Er stärkt uns, reinigt uns, belebt uns zum Mitgenuß des unbefleckten Erbguts im Himmel.
Hochgepriesen, Vater! Sei deine Vaterliebe.
Du hast uns durch die Auferstehung deines Sohnes zur lebendigen Hoffnung wiedergebohren.
Der Auferstandene kann unsre Sünde tilgen, wie eine Wolke, und unsre Missethaten, wie einen Nebel.
Er ist das Lamm, das die Sünden der Welt hinwegnimmt;
Sein Blut reinigt von aller Missethat.
Er ist der Sündenvergeber, Er der Sündentilger. Er vermag, was keiner vermag.
Er kann das Unreine rein, das Böse gut,
das Schwache stark, das Tote lebendig machen.
Er kann die Wurzel der Sünde tilgen;
Er kann den Stachel des Todes entkräften."
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