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#1

Staat und Kirche

in Diskussionsplattform Kirche 07.02.2014 13:16
von Kristina (gelöscht)
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http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P83.HTM

Katechismus der Katholischen Kirche

Staat und Kirche



2244 Jede Institution ist, zumindest implizit, von einer bestimmten Sicht des Menschen und seiner Bestimmung beeinflußt, aus der sie ihre Urteilskriterien, ihre Wertordnung und ihre Verhaltensweisen ableitet. Bei der Errichtung ihrer Institutionen gehen die meisten Gesellschaften davon aus, daß dem Menschen ein gewisser Vorrang vor den Dingen gebührt. Einzig die göttlich geoffenbarte Religion hat in Gott, dem Schöpfer und Erlöser, klar den Ursprung und das Ziel des Menschen erkannt. Die Kirche lädt die politischen Verantwortungsträger ein, sich in ihren Urteilen und Entscheidungen nach dieser geoffenbarten Wahrheit über Gott und den Menschen zu richten.



Die Gesellschaften, die diese Offenbarung nicht kennen oder sie im Namen ihrer Unabhängigkeit von Gott ablehnen, müssen ihre Maßstäbe und Ziele in sich selbst suchen oder einer Ideologie entnehmen. Und da sie kein objektives Kriterium zur Unterscheidung von gut und böse dulden, maßen sie sich offen oder unterschwellig eine totalitäre Gewalt über den Menschen und sein Schicksal an, wie die Geschichte beweist [Vgl. CA 45;46.].



2245 Die Kirche, die sich aufgrund ihres Auftrags und ihrer Zuständigkeit mit der politischen Gemeinschaft keineswegs deckt, ist Zeichen und zugleich Schützerin des transzendenten Wesens des Menschen. Als solche „achtet und fördert sie auch die politische Freiheit der Bürger und ihre Verantwortlichkeit" (GS 76,3).



2246 Zur Sendung der Kirche gehört es, „auch politische Angelegenheiten einer sittlichen Beurteilung zu unterstellen, wenn die Grundrechte der menschlichen Person oder das Heil der Seelen es verlangen. Sie wendet dabei alle, aber auch nur jene Mittel an, welche dem Evangelium und dem Wohl aller je nach den verschiedenen Zeiten und Verhältnissen entsprechen" (GS 76,5).


zuletzt bearbeitet 07.02.2014 13:22 | nach oben springen

#2

RE: Staat und Kirche

in Diskussionsplattform Kirche 07.02.2014 17:11
von Kristina (gelöscht)
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http://www.glaubenswahrheit.org/predigte...00401/20040314/

Die Wahrheit verkündigen,
den Glauben verteidigen

Predigten des H.H. Prof. Dr. Georg May

Das christ­li­che Glaube und das Sit­ten­ge­setz

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Vor eini­ger Zeit reiste ein Pries­ter im Flug­zeug in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Neben ihm saß ein beleib­ter Herr. Sie kamen ins Gespräch, und der Herr sagte zu ihm: „Ich bin sehr reli­giös, oder bes­ser, ich möchte es gern sein, aber wis­sen Sie, da ist ein Haken; kein Suff, keine Wei­ber, das ist etwas viel, was die Reli­gion ver­langt.“

Die christ­li­che Reli­gion ist die Ein­heit von Glaube und Sit­ten­ge­setz. In der christ­li­chen Reli­gion wer­den nicht nur Gott und gött­li­che Dinge geglaubt, son­dern auch gött­li­che Gebote gelehrt und mit Got­tes Kraft beob­ach­tet. Glaube und Sitt­lich­keit gehö­ren im Chris­ten­tum untrenn­bar zusam­men. Der Christ soll leben, was er glaubt. Das cha­rak­te­ris­ti­sche Zei­chen des Katho­li­ken soll sein, nicht daß er vom Glau­ben redet, son­dern daß er den Glau­ben lebt. – Wir wol­len des­we­gen heute drei Sätze auf­stel­len und zum Gegen­stand unse­rer Über­le­gung machen, näm­lich

1. Zum Glau­ben gehört die Sit­ten­lehre.

2. Zum Staat gehört die Kir­che.

3. Zur Schule gehört die Reli­gion.


Der erste Satz lau­tet: Zum Glau­ben gehört die Sit­ten­lehre. Die Gebote der Sitt­lich­keit sind Gesetze, sitt­li­che Gesetze. Zu den Geset­zen gehört ein Gesetz­ge­ber. Der ein­zige Gesetz­ge­ber, der Sit­ten­ge­setze auf­stel­len kann, ist Gott. Denn er ist der abso­lute, sou­ve­räne Herr, der Schöp­fer der Men­schen. Es ist viel­fach ver­sucht wor­den, ohne Gott aus­zu­kom­men, Sit­ten­ge­setze zu schaf­fen, die von Gott abse­hen; man sagt bei­spiels­weise, der Staat soll die Sit­ten­ge­setze geben. Aber der Staat ist unfä­hig dazu; er lebt von den Sit­ten­ge­set­zen, er lebt von den Vor­aus­set­zun­gen, die er selbst nicht geschaf­fen hat. Der Staat gibt Rechts­ge­setze, und die Rechts­ge­setze sol­len sich an die Sit­ten­ge­setze anleh­nen, sie sol­len von den Sit­ten­ge­set­zen bestimmt sein. Aber der Staat ist unfä­hig, Sit­ten­ge­setze zu erlas­sen. Wo die Zehn Gebote nicht mehr gel­ten, ver­mö­gen zehn­tau­send Staats­ge­setze eine Sitt­lich­keit nicht zu begrün­den. Der Staat ist unfä­hig, ein Sit­ten­ge­setz zu beschaf­fen.

Die Gesell­schaft ist ebenso unfä­hig. Die Gesell­schaft ver­mag Kon­ven­tio­nal­re­geln auf­zu­stel­len: „Das tut man nicht.“ „Das tut man.“ Aber diese Kon­ven­tio­nal­re­geln sind unver­bind­lich; die Gesell­schaft kann sie jeder­zeit abän­dern oder ver­wer­fen. Kon­ven­tio­nal­re­geln ver­mö­gen das Sit­ten­ge­setz nicht zu erset­zen.

Auch der Ein­zelne kann nicht chöp­fer des Sit­ten­ge­set­zes sein. Der Ein­zelne kann sich vor­neh­men, bestimmte sitt­li­che Ver­hal­tens­wei­sen zu beob­ach­ten, und das ist rich­tig so. Aber er kann seine Vor­sätze jeder­zeit ver­wer­fen, er kann sie ändern, er ist daran nicht gebun­den. Und selbst der Kate­go­ri­sche Impe­ra­tiv von Kant hängt in der Luft, wenn er nicht von Gott ver­bind­lich gemacht wird. Wir wis­sen, was die­ser Impe­ra­tiv besagt: Man soll sich so ver­hal­ten, daß das eigene Tun als Grund­satz für ein all­ge­mei­nes Gesetz gel­ten könnte. Jawohl, sehr gut gesagt! Aber die­ses for­male – es ist ja kein mate­ria­les Prin­zip – die­ses for­male Prin­zip hängt in der Luft, solange Gott es nicht als Gesetz erläßt. Ein Sit­ten­ge­setz, das nur einen Pri­vat­na­men trägt, ist so ohn­mäch­tig wie der König auf der Spiel­karte.

Das Sit­ten­ge­setz Got­tes ist ver­bind­lich, d.h. die Men­schen sind ver­pflich­tet, sich daran zu hal­ten, und sie müs­sen es bezah­len, wenn sie sich nicht daran hal­ten. Die­ses Bezah­len besteht in der Strafe, die sie schon auf Erden erlei­den und die sie ein­mal im Jen­seits erlei­den kön­nen, wenn sie sich nicht daran gehal­ten haben. Got­tes Gesetz ist ver­bind­lich.

Es ist auch all­ge­mein­gül­tig, d.h. es gilt für alle Men­schen, für alle Gene­ra­tio­nen, für jedes Volk, für jede Klasse, für jede Rasse. Es gibt kein Ras­sen­sit­ten­ge­setz, wie die Nazis behaup­te­ten. Es gibt aber auch klein Klas­sen­sit­ten­ge­setz, wie die Kom­mu­nis­ten sag­ten. Das Sit­ten­ge­setz ist für jeden Men­schen ver­bind­lich; es ist all­ge­mein gül­tig. Es ist empö­rend, meine lie­ben Freunde, wenn man immer wie­der in Bio­gra­phien von Künst­lern, Poli­ti­kern, Wis­sen­schaft­lern, For­schern liest, das Pri­vat­le­ben habe mit ihrer äuße­ren Tätig­keit nichts zu tun, das Pri­vat­le­ben, das könn­ten sie gestal­ten, wie sie woll­ten. Es gibt kein eige­nes Sit­ten­ge­setz für Künst­ler und Poli­ti­ker. Richard Wag­ner und Gott­fried Benn sind genauso an das Sit­ten­ge­setz gebun­den gewe­sen wie der letzte Büh­nen­ar­bei­ter und der letzte Dru­cker. Es gibt auch kein eige­nes Sit­ten­ge­setz für Außen­mi­nis­ter, und wenn sie nach der vier­ten (bür­ger­li­chen) Ehe wie­der eine Stu­den­tin in ihre Woh­nung hin­ein­bug­sie­ren, dann ist das eben ein Ver­stoß gegen das Sit­ten­ge­setz, der uns Staats­bür­ger nicht gleich­gül­tig las­sen kann.

Das Sit­ten­ge­setz ist unver­brüch­lich, d.h. es kann nicht abge­än­dert, und es kann nicht in Urlaub geschickt wer­den. Es gibt keine Dis­pens vom Sit­ten­ge­setz. Das Sit­ten­ge­setz gilt für immer und für alle Zei­ten. Es ist unver­brüch­lich.

Zum Glau­ben gehört die Sitt­lich­keit. Die christ­li­che Reli­gion ist die Ein­heit von Glau­bens­lehre und Sit­ten­lehre. Die Sit­ten­lehre aber, ebenso wie Glau­bens­lehre, muß ver­kün­det wer­den, sie muß bewahrt wer­den, sie muß aus­ge­legt wer­den. Dazu bedarf es einer Insti­tu­tion. Der Glaube zer­fa­sert, und die Sit­ten­lehre ver­kommt, wenn nicht eine bewah­rende Insti­tu­tion vor­han­den ist, und des­we­gen der zweite Satz: Der Staat bedarf der Kir­che.

Der Staat soll die Reli­gion schüt­zen und bewah­ren. Er soll die Reli­gion zur Grund­lage sei­ner Gesetz­ge­bung machen. Wir haben ja in den letz­ten Jahr­zehn­ten erlebt, wie der Staat sich immer wei­ter von sitt­li­chen Grund­sät­zen zurück­zog. Immer da, wo die mensch­li­chen Lei­den­schaf­ten auf­be­geh­ren, da gibt er nach, vor allem natür­lich auf dem Gebiete des Geschlecht­li­chen. Da will der Mensch tun, was ihm Lust und Laune ein­gibt. Es begann mit der Frei­gabe der Ehe­schei­dung, die wir ja dem Pro­tes­tan­tis­mus zu ver­dan­ken haben, und endete mit der Auf­wer­tung der Homo­se­xua­li­tät. Der Staat, der sich nicht an das Sit­ten­ge­setz hält, gräbt sein eige­nes Grab. Er ist gehal­ten, das Sit­ten­ge­setz zur Grund­lage sei­ner Staats­ge­setz­ge­bung zu machen. Es ist nicht so, wie der Pro­tes­tan­tis­mus sagt in sei­ner Lehre von den zwei Rei­chen: In dem einen Rei­che gilt das Evan­ge­lium, im ande­ren Rei­che gilt das Gesetz. Nein, nein, nein, nein. Das ist eine Irr­lehre. Auch der Staat ist ver­pflich­tet, dem Evan­ge­lium in sei­nem Gesetz Gehör zu ver­schaf­fen.

Wir erle­ben es soeben wie­der in Chile. In Chile gab es bis vor kur­zem keine Ehe­schei­dung. Jetzt hat der Staat, hat die Regie­rung, hat das Par­la­ment unter dem Bei­fall des chi­le­ni­schen Pro­tes­tan­tis­mus die Ehe­schei­dung frei­ge­ge­ben. Die Kir­che hat sich bis zuletzt hel­den­mü­tig gewehrt, aber der Staat, die Regie­rung, das Par­la­ment haben auf die Kir­che nicht gehört. Wenn die Kir­che das Sit­ten­ge­setz nicht mehr dar­legt und den Men­schen ver­kün­det, dann gibt es über­haupt keine sinn­stif­tende Orga­ni­sa­tion mehr im Staate. Die Kir­che ist unbe­dingt not­wen­dig, denn Gott hat zwei Gewal­ten gestif­tet, die auf ihren Gebie­ten die höchs­ten sind, den Staat auf dem welt­li­chen Gebiete, die Kir­che auf dem geist­li­chen Gebiete, aber so, daß das welt­li­che Gebiet seine sitt­li­chen Nor­men vom geist­li­chen Gebiet emp­fängt. Im Mit­tel­al­ter haben die Theo­lo­gen und Kano­nis­ten das Ver­hält­nis von Staat und Kir­che mit Sonne und Mond ver­gli­chen; der Mond emp­fängt ja sein Licht von der Sonne. Das Bild ist nicht ganz falsch. Der Staat emp­fängt sein Licht, näm­lich das Licht sei­ner sitt­li­chen Prin­zi­pien von der Kir­che. Die Kir­che ist seine sinn­stif­tende Orga­ni­sa­tion.

Damit ist auch die Auf­gabe der Kir­che gezeich­net, nicht mit der Zeit zu gehen, son­dern der Zeit zu wider­spre­chen. Das ist gerade ihre Sen­dung, nicht der Zeit zuzu­stim­men, son­dern der Zeit Wider­spruch zu leis­ten. Davor brau­chen wir uns nicht zu fürch­ten und dafür brau­chen wir uns schon gar nicht zu ent­schul­di­gen. Das ist ihre hei­lige, gott­ge­ge­bene Auf­gabe, auf Grund­sät­zen zu behar­ren, die immer gel­ten. Wir hän­gen nicht an dem, was ges­tern war, son­dern wir leben aus dem, was immer bleibt. Der Staat bedarf der Kir­che. Wenn er der Kir­che einen Maul­korb umhän­gen will, wenn er sie aus der Öffent­lich­keit ver­drän­gen will, dann erle­ben wir das, was wir in Frank­reich seit über hun­dert Jah­ren erlebt haben: das Volk ver­sackt reli­giös und sitt­lich. Was wir in Frank­reich seit über hun­dert Jah­ren erle­ben, ist das Pro­dukt des reli­gi­ons­lo­sen Staa­tes.

Die Reli­gion muß den Men­schen gelehrt wer­den. Die Men­schen müs­sen in der Reli­gion unter­wie­sen wer­den. Die Reli­gion muß in die Erzie­hung ein­ge­baut wer­den, ja, sie ist die höchste Kraft der Erzie­hung. Und des­we­gen unser drit­ter Satz: Zur Schule gehört die Reli­gion; denn in der Schule voll­zieht sich ein gro­ßer Teil der Erzie­hung. Viele Jahre muß ein jeder in der Schule ver­brin­gen, und dort soll er nicht nur schrei­ben, lesen und rech­nen ler­nen, son­dern vor allem und über allem Reli­gion in sich auf­neh­men. Er soll im Glau­ben unter­wie­sen wer­den, und er soll das Sit­ten­ge­setz ken­nen­ler­nen. Wir sind in Deutsch­land in der glück­li­chen Lage, daß in den meis­ten – nicht in allen! – daß in den meis­ten Bun­des­län­dern Reli­gion noch ordent­li­ches Lehr­fach ist, also ein Fach im Kanon der Fächer wie andere Fächer. Aber wir wis­sen ebenso, daß die Chance, die der Staat damit der Kir­che ein­räumt, von der Kir­che schlecht genutzt wird. Wehe der Kir­che, die den Kin­dern Reli­gi­ons­bü­cher an die Hand gibt, die den Glau­ben nicht auf­bauen, son­dern erschüt­tern! Wehe den Reli­gi­ons­leh­rern, die in die Kin­der­her­zen den Zwei­fel säen und nicht die Gewiß­heit!

In Frank­reich gibt es seit über hun­dert Jah­ren kei­nen Reli­gi­ons­un­ter­richt mehr in der öffent­li­chen Schule. Die Feinde der Kir­che haben die Tren­nung von Staat und Kir­che beschlos­sen, die feind­li­che Tren­nung, und sie haben vor allem die Schule von der Reli­gion getrennt. Diese „Liga der freien Schule“, wie sie sich nannte, hielt ein­mal eine Ver­samm­lung ab, und auf die­ser Ver­samm­lung sprach ein Red­ner die fol­gen­den Worte: „Wir, die Liga der freien Schule, wir neh­men für uns die Ehre in Anspruch, güns­tige Umstände und eine bes­sere Lage geschaf­fen zu haben, die Kin­der auf die Frei­heit getauft zu haben, die Frei­heit, die im Ver­ein mit der Brü­der­lich­keit die Gleich­heit erzeugt. ,Unter­rich­tet, beleh­ret‘, rief Vic­tor Hugo, ,baut Schu­len! Durch jede Schule, die ihr errich­tet, reißt ihr ein Gefäng­nis nie­der.‘ Wir haben Schu­len gebaut, ja, was sage ich, wir haben Paläste auf­ge­führt und...“ Da rief eine dröh­nende Stimme dazwi­schen: „Eure Gefäng­nisse rei­chen nicht mehr aus!“ Und der Zwi­schen­red­ner fuhr dann fort: „Sie, meine Damen und Her­ren, haben ver­ges­sen, daß Unter­richt ohne Reli­gion nur die Bes­tie im Men­schen groß­zieht.“ Wahr­haf­tig, so ist es. Schule ohne Reli­gion, Schule ohne Ver­mitt­lung von Glaube und Sitt­lich­keit ver­mag keine frucht­bare Erzie­hungs­ar­beit zu leis­ten.

Sie haben viel­leicht in der Presse und im Rund­funk oder im Fern­se­hen gehört, wie immer mehr besorgte Stim­men sich äußern über die wach­sende Gewalt in der Schule, Gealt gegen Sachen, Gewalt gegen Per­so­nen, Gewalt von Kin­dern gegen Kin­der, von Schü­lern gegen Schü­ler, Gewalt auch gegen Leh­rer. Der schreck­lichste Vor­fall ereig­nete sich vor eini­ger Zeit in Erfurt. Aber wer hat sich jemals gefragt, ob die wach­sende Gewalt nicht mit der wach­sen­den Reli­gi­ons­lo­sig­keit zusam­men­hängt? Wer in der Schule nicht reli­giös erzo­gen wird, der wird es spä­ter schwer­lich noch ein­mal wer­den. Wel­ling­ton, der große eng­li­sche Gene­ral und Sie­ger von Water­loo, hat ein­mal im eng­li­schen Unter­haus fol­gen­des aus­ge­führt: „Ich bin kein Schul­meis­ter und fälle über Lehr­me­tho­den kein Urteil. Aber in einem Punkte erlaube ich mir meine Über­zeu­gung, und zwar mit Nach­druck aus­zu­spre­chen, daß, sofern nicht die Reli­gion zur Grund­lage des Unter­rich­tes gemacht wird, es eure Schuld ist, wenn es in Zukunft nur um so viel mehr gescheite Teu­fel in der Welt geben wird.“ Wahr­haf­tig, meine lie­ben Freunde, Wel­ling­ton hat recht. Das große Expe­ri­ment der reli­gi­ons­lo­sen Schule ist geschei­tert. In einer Zuschrift an die Kom­so­mols­kaja Prawda in Mos­kau hat ein Leser die Mei­nung geäu­ßert, daß die Fehl­schläge in der rus­si­schen, in der sowje­ti­schen Jugend­er­zie­hung nur daher rüh­ren, daß die Reli­gion aus der Päd­ago­gik ver­bannt sei. Wört­lich schrieb der Leser: „Wir haben Chris­tus aus der Fami­lie und aus der Schule ver­trie­ben und mit ihm auch die Moral, und mit ihm ist die Moral ver­schwun­den. Ohne Chris­tus gibt es keine Moral, und es wird sie nie ohne ihn geben.“

Wahr­haf­tig, meine lie­ben Freunde, Reli­gion, Staat, Kir­che und Schule gehö­ren zusam­men. Die Reli­gion ist das Aroma, das die Welt daran hin­dert, in Fäul­nis über­zu­ge­hen. Die Reli­gion lehrt uns den Ernst des Lebens gegen­über der Tän­de­lei und den Spie­le­reien, die uns von reli­gi­ons­lo­ser Seite zuge­mu­tet wer­den. Die Reli­gion sagt uns: Spiel nicht mit dei­nem Leben, denn du ver­fügst nicht über dein Leben! Spiel nicht mit dei­nem Eigen­tum, denn du trägst es zu Lehen! Spiel nicht mit dei­nem Kind, es ist keine Puppe für dei­nen Salon! Spiel nicht mit dei­nem Kör­per, er hat Ewig­keits­be­deu­tung! Spiel nicht mit dei­ner Ehe, sie ist nicht Genuß, son­dern Pflicht!

Amen.


zuletzt bearbeitet 08.02.2014 16:32 | nach oben springen

#3

RE: Staat und Kirche

in Diskussionsplattform Kirche 08.02.2014 16:32
von Kristina (gelöscht)
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http://www.glaubenswahrheit.org/predigte.../1987/19870823/


Die Wahrheit verkündigen,
den Glauben verteidigen

Predigten des H.H. Prof. Dr. Georg May

Die zwei Gewal­ten in Staat und Kir­che

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Zwei Gewal­ten auf Erden hat Gott die Sorge um das Men­schen­ge­schlecht anver­traut, der staat­li­chen Gewalt und der kirch­li­chen Gewalt. Beide Gewal­ten haben ihren Ursprung in Gott. Chris­tus hat die Kir­che gestif­tet, und Gott hat die Not­wen­dig­keit einer Auto­ri­tät in der Gesell­schaft in die mensch­li­che Natur hin­ein­ge­legt und damit zumin­dest mit­tel­bar die staat­li­che Gewalt begrün­det.

Vom Ursprung der staat­li­chen Gewalt ist die jewei­lige Über­tra­gung zu unter­schei­den. Bei der Über­tra­gung wir­ken die Men­schen mit. Sie wäh­len einen Fürs­ten, einen Her­zog, einen König, oder sie küren einen Prä­si­den­ten. Das bedeu­tet nicht, daß die Gewalt, die der staat­li­chen Auto­ri­tät eigen ist, im Volke ihren Ursprung hat. Das bedeu­tet nur, daß die von Gott stam­mende Gewalt der Per­son über­tra­gen wird, die das Volk wählt. Also: Ursprung der Gewalt und Über­tra­gung der­sel­ben sind not­wen­dig zu unter­schei­den.

Die bei­den Gewal­ten, die auf Erden beste­hen, haben ver­schie­dene Ziele. Der Staat ist die Anstalt, die das zeit­li­che Wohl des Men­schen zu besor­gen hat. Den Men­schen das Leben erhal­ten, für Nah­rung, Woh­nung und Klei­dung sor­gen, das ist dem Staat auf­ge­tra­gen. Die Kir­che hat das ewige Wohl des Men­schen zu besor­gen. Sie hat die Auf­gabe, den Men­schen zum Him­mel zu füh­ren. Es ist nicht – dar­über beste­hen Miß­ver­ständ­nisse – die Auf­gabe der Kir­che, die Arbeits­lo­sig­keit zu besei­ti­gen. Das ist Sache des Staa­tes. Da ver­wech­selt man die Funk­tio­nen, wenn man der Kir­che die Auf­gabe zuweist, die Men­schen in Arbeit und Brot zu brin­gen.

Staat und Kir­che sind nach dem Ursprung von Gott gegrün­det, aber sie haben ver­schie­dene Ziele. Sie unter­schei­den sich auch in ande­rer Weise, denn es gibt nur eine Kir­che, nur eine wahre, von Chris­tus gestif­tete Kir­che, aber es gibt viele Staa­ten. Es gibt viele Völ­ker, aber sie alle haben ihre Hei­mat in der einen Kir­che. Die Kir­che legt sich bezüg­lich der Staats­form nicht fest. Für die Kir­che ist jede Staats­form erträg­lich, wenn sie die Men­schen­rechte gewähr­leis­tet. Ob es eine Mon­ar­chie oder eine Repu­blik, eine par­la­men­ta­ri­sche oder eine unmit­tel­bare Demo­kra­tie ist, die Kir­che erhebt so lange kei­nen Ein­spruch gegen eine Staats­form, als die Sorge für das Gemein­wohl von die­sem Staate gewähr­leis­tet wird.

Auch die Dik­ta­tur kann eine erlaubte Form des Staa­tes sein. Unter Umstän­den, die es nicht anders gestat­ten, kann es not­wen­dig sein, einen Dik­ta­tor ein­zu­set­zen. Die Kir­che hat sich nie­mals grund­sätz­lich gegen die Allein­herr­schaft aus­ge­spro­chen, solange sie von einem Manne aus­ge­übt ist, der ein Gewis­sen hat, der das Gemein­wohl besorgt und der auf die Men­schen­rechte bedacht ist. Es ist also falsch, die Kir­che ein­sei­tig für die Demo­kra­tie in Anspruch neh­men zu wol­len. Die Demo­kra­tie hat ihre Vor­teile, sie hat auch ihre Nach­teile, aber es ist in jedem Falle unzu­tref­fend, zu sagen, die Demo­kra­tie sei die Staats­form, wel­che die Kir­che als die vor­züg­lichste oder gar als die allein zuver­läs­sige aus­gibt. Das tut sie nicht. Die Kir­che bleibt zurück­hal­tend gegen­über der Staats­form. Sie ach­tet dar­auf, daß der Staat das Gemein­wohl besorgt und daß er die Men­schen­rechte berück­sich­tigt.

Staat und Kir­che sind in ihrem Bereich jeweils die höchste Gewalt. Sie sind socie­ta­tes per­fec­tae, voll­kom­mene Gesell­schaf­ten, d.h. sie haben ein eigen­stän­di­ges Ziel, und sie haben die Mit­tel, um die­ses Ziel zu errei­chen. Staat und Kir­che sind auch von­ein­an­der unab­hän­gig. Die staat­li­che Gewalt stammt nicht von der Kir­che, und die kirch­li­che Gewalt stammt nicht vom Staate, son­dern sie füh­ren sich beide unmit­tel­bar auf Gott zurück.

Frei­lich kommt wegen des höhe­ren Zie­les, das der Kir­che eigen ist, der kirch­li­chen Gewalt ein gewis­ser Vor­rang zu. Die Kir­che hat ja die Men­schen zum Him­mel zu füh­ren, und das ist die Auf­gabe, die sie auf Erden aus­füh­ren muß. Infol­ge­des­sen, weil das himm­li­sche Ziel über dem irdi­schen steht, kommt der Kir­che in gewis­ser Hin­sicht ein Vor­rang vor dem Staat, vor der staat­li­chen Gewalt zu.

Beide sind unab­hän­gig von­ein­an­der. Die Kir­che hat ihre Pries­ter-, Hir­ten- und Lehr­ge­walt von Chris­tus bekom­men. Nur den Apos­teln hat der Herr gesagt: „Wei­det meine Läm­mer! Wei­det meine Schafe! Wel­chen ihr die Sün­den nach­las­sen wer­det, denen sind sie nach­ge­las­sen, und wel­chen ihr sie behal­ten wer­det, denen sind sie behal­ten.“ Der Staat kann also der Kir­che nicht vor­schrei­ben, was sie pre­di­gen soll. Er kann den Chris­ten nicht vor­schrei­ben, was sie glau­ben müs­sen. Er kann den Pries­tern nicht vor­schrei­ben, was sie für Sakra­mente spen­den dür­fen und wann sie das hei­lige Meß­op­fer fei­ern dür­fen. Die Kir­che ist in ihrem Berei­che unab­hän­gig.

Frei­lich hat es immer wie­der Über­griffe gege­ben. Schon der aus dem Kon­zil von Nicäa bekannte Bischof Hosius von Cord­oba hat dem Kai­ser ent­ge­gen­ge­hal­ten: „Hier – näm­lich im geist­li­chen Bereich – hier hast du uns gar nichts zu sagen! Du nimm hier unsere Wei­sun­gen an!“ Im geist­li­chen Bereich ist die Kir­che unab­hän­gig. Sie hat auch über die Sitt­lich­keit zu wachen, denn sie ist ja die Ver­kün­de­rin der Gebote, und sie hat des­we­gen auch dem Staate zu sagen: Es ist dir erlaubt! – Es ist dir nicht erlaubt! Immer da, wo die Sitt­lich­keit in Frage steht, wo es um Gut und Böse geht, da hat die Kir­che ein Wort zu sagen.

Aber sonst ist auch der Staat unab­hän­gig. Da, wo es nicht um Gut und Böse geht, son­dern wo Fra­gen der Zweck­mä­ßig­keit zur Ent­schei­dung anste­hen, da ist der Staat von der Kir­che unab­hän­gig. Auch der Staat besitzt in sei­nen Gren­zen eine Auto­no­mie, eine Selbst­ge­setz­lich­keit. Hier hat die Kir­che nicht her­ein­zu­re­den. Und wie es Über­griffe des Staa­tes gegen­über der Kir­che gege­ben hat, so hat es auch Über­griffe von Kir­chen­män­nern gegen­über dem Staat gege­ben. Ich halte es bei­spiels­weise nicht für zuläs­sig, wenn Kir­chen­män­ner unter Beru­fung auf die Sen­dung der Kir­che sich in die Asyl­frage ein­mi­schen. Das ist eine Sache des Staa­tes, zu ent­schei­den, wie Asy­lan­ten auf­ge­nom­men wer­den, wie viele auf­ge­nom­men wer­den. Hier hat die Kir­che nichts zu sagen. Das ist eine Frage der Zweck­mä­ßig­keit, die muß der Staat nach sei­nen Kri­te­rien beur­tei­len, hier soll­ten die Kir­chen­män­ner schwei­gen.

Sie soll­ten auch schwei­gen, wenn es um die Frage der Atom­ener­gie geht. Es ist Sache des Staa­tes, zu beur­tei­len, ob es not­wen­dig ist, Atom­ener­gie zu ver­wen­den, ob ihre Ver­wen­dung genü­gend sicher ist. Kir­chen­män­ner haben hier keine Stimme, sie besit­zen keine Kom­pe­tenz im tech­ni­schen Bereich. Die Kir­che hat nur da zu spre­chen, wo Gut und Böse, wo die Moral, wo die Sitt­lich­keit in Frage steht. Da muß sie aller­dings unter Umstän­den sagen: Es ist dir nicht erlaubt!

So unab­hän­gig Staat und Kir­che von­ein­an­der sind, so wenig sind sie bezie­hungs­los. Sie haben ja für die­sel­ben Men­schen zu sor­gen. Die Bevöl­ke­rung ist ein und die­selbe, für die der Staat und für die die Kir­che ein­ge­setzt sind. Infol­ge­des­sen sind Staat und Kir­che auf Zusam­men­ar­beit ange­wie­sen. Sie sol­len ein­träch­tig zum Wohle der Bür­ger zusam­men­ar­bei­ten. Der Staat soll die Kir­che unter­stüt­zen, die Kir­che soll dem Staat auf ihre Weise einen Bei­trag leis­ten zum Wohl­er­ge­hen der Bevöl­ke­rung. Der Aus­druck die­ser Zusam­men­ar­beit sind die Kon­kor­date, Ver­träge zwi­schen Staat und Kir­che, in denen ver­ab­re­det wird, wie sie sich gegen­ein­an­der ver­hal­ten wol­len. Die Kon­kor­dats­ge­schichte ist eine Geschichte des Bemü­hens der Kir­che um Zusam­men­ar­beit mit dem Staat.

Die Kir­che ver­mag dem Staate große Dienste zu leis­ten, ein­mal, indem sie den Men­schen die Sitt­lich­keit lehrt, das Gute nahe­legt, indem sie ihnen die Gebote pre­digt. Der Staat kann nicht beste­hen, meine lie­ben Freunde, wenn seine Bür­ger nicht mora­lisch, sitt­lich han­delnde Per­so­nen sind. Er selbst kann aber die Sitt­lich­keit nicht erzeu­gen. Wo soll er sie denn her­neh­men? Sie kann nur von Gott kom­men, und von da hat sie die Kir­che emp­fan­gen. Sie hat also die uner­setz­li­che Auf­gabe, den Staats­bür­gern die Ver­hal­tens­wei­sen, die Ethik, das Moral­ge­setz zu pre­di­gen. Damit erweist sie dem Staate einen unschätz­ba­ren Dienst. Weil die­ser Dienst eng mit der Reli­gion ver­knüpft ist, Moral und Reli­gion gehö­ren ja zusam­men, des­we­gen ist auch die Reli­gion eine Stütze des Staa­tes. Die Reli­gion, also die Glau­bens­lehre, das Glau­bens­dogma – auch das ist eine Stütze der staat­li­chen Gemein­schaft.

Vor weni­gen Wochen ist ein ganz bedeut­sa­mes Buch her­aus­ge­kom­men von Frau Prof. Noelle-Neu­mann. Diese Frau lehrt an unse­rer Uni­ver­si­tät in Mainz Publi­zis­tik. Frau Noelle-Neu­mann hat also ein Buch her­aus­ge­bracht mit dem Titel „Die ver­letzte Nation“. In die­sem Buche wird in umfang­rei­chen Erhe­bun­gen in meh­re­ren Staa­ten Euro­pas, natür­lich auch in der Bun­des­re­pu­blik, der Nach­weis geführt, daß mit dem Zusam­men­bruch der Reli­gion – und einen sol­chen haben wir ja in Deutsch­land – auch die Sitt­lich­keit dahin­fällt. Es ist das Buch gera­dezu eine erre­gende Lek­türe. Hier wird ganz nüch­tern mit den Mit­teln der Publi­zis­tik – der Mei­nungs­for­schung – nach­ge­wie­sen, wie der große Tra­di­ti­ons­bruch, wie man euphe­mis­tisch den inner­kirch­li­chen Zusam­men­bruch der sech­zi­ger Jahre nennt, wie der große Tra­di­ti­ons­bruch die Fun­da­mente des Staats­we­sens erschüt­tert hat, weil die Sitt­lich­keit mit der Reli­gion und mit dem Got­tes­dienst­be­such dahin­ge­fal­len ist.

Ja, die Kir­che, wel­che die Reli­gion und die Sitt­lich­keit ver­kün­det, leis­tet einen uner­meß­li­chen Bei­trag für das Gemein­wohl des Staa­tes. Die Gebote und die Lehre der Kir­che sol­len den Men­schen vom Bösen abhal­ten. Moral und Dogma gehö­ren untrenn­bar zusam­men. Denn wenn man die Lehre von der All­wis­sen­heit Got­tes oder vom end­li­chen Gericht ernst­nimmt, dann wird man eben das Böse mei­den. Oder wenn wir erfah­ren, daß das Gericht nach den Wer­ken erfolgt, wer­den wir eben gute Werke zu tun uns bemü­hen, wer­den wir den Not­lei­den­den hel­fen, wer­den wir Werke der leib­li­chen und der geist­li­chen Barm­her­zig­keit täti­gen. Da sieht man den uner­meß­li­chen Bei­trag der Kir­che für das Gemein­wohl des Staa­tes.

Kluge Staats­män­ner haben des­we­gen die Reli­gion und die Kir­che immer geför­dert. Das begann mit Kon­stan­tin dem Gro­ßen und ging über Karl den Gro­ßen, Ste­phan den Hei­li­gen, Wen­zes­laus den Hei­li­gen – um nur einige zu nen­nen – bis an die Schwelle unse­rer Zeit. Wer dage­gen die Kir­che ver­folgt, wer die Reli­gion aus­schal­tet, der spürt bald die Wir­kun­gen sei­nes bösen Tuns.

Im 18. Jahr­hun­dert saß auf dem preu­ßi­schen Thron ein Frei­den­ker, König Fried­rich II. von Preu­ßen, von man­chen „der Große“ genannt. Die­ser Mann, ein Anhän­ger Volta­ires, erlebte, wie seine fri­vole Art des Umgangs mit den Hei­li­gen sich vom Königs­thron immer mehr im Volke aus­brei­tete, und er sah gleich­zei­tig, wie Unta­ten und Ver­bre­chen und Sit­ten­lo­sig­keit in sei­nen Staa­ten immer mehr zunah­men. Und so hat eines Tages die­ser König, der ja auch ein klu­ger Mann war, zu sei­nem Minis­ter gesagt: „Schaff' er mir wie­der Reli­gion ins Volk!“

Ja, schaff' er mir wie­der Reli­gion ins Volk! Denn die Reli­gion lehrt die Men­schen die sitt­li­chen Ver­hal­tens­wei­sen, ohne die ein Staats­we­sen nicht beste­hen kann. Napo­leon hat ein­mal das Wort gespro­chen: „Ohne Reli­gion kann man kein Volk regie­ren.“ Heute wird es ver­sucht. Heute wird der Ver­such gemacht, die Reli­gion als eine Neben­sa­che, ja als etwas Über­hol­tes dar­zu­stel­len. Seit über 40 Jah­ren wird unser Volk den Mäch­ten der Ver­füh­rung aus­ge­setzt, durch Nach­rich­ten­ma­ga­zine, durch Illus­trierte, durch Fern­seh­sen­dun­gen ver­gif­tet, buch­stäb­lich ver­gif­tet.

Die Quit­tung, meine lie­ben Freunde, steht noch aus. Wir wis­sen, wie diese Quit­tung lau­tet. Sie lau­tet so, wie es der Pro­phet Hoseas schon ein­mal ange­kün­digt hat: „Es ist keine Got­te­s­er­kennt­nis im Lande, Flu­chen, Lügen, Mor­den und Ehe­bre­chen haben über­hand genom­men.“ Ja, wahr­haf­tig, das sind die Fol­gen der Reli­gi­ons­lo­sig­keit. Die Reli­gi­ons­lo­sig­keit zieht die Sit­ten­lo­sig­keit nach sich. Der grie­chi­sche Schrift­stel­ler Plut­arch hat ein­mal den Satz geschrie­ben: „Eher kann man eine Stadt in die Luft bauen als einen Staat ohne Reli­gion erhal­ten.“

Amen.


zuletzt bearbeitet 08.02.2014 16:36 | nach oben springen

#4

RE: Staat und Kirche

in Diskussionsplattform Kirche 08.02.2014 21:13
von Aquila • 5.734 Beiträge

Liebe Kristina

Vielen Dank für das Posten der Predigten von Hw Prof. May.
Welch ein Balsam für die heute durch bischöflich verbreiteten Weltgeist
- siehe Bischöfe Ackermann und Büchel -
Der hl. Kirchenlehrer Cyprian von Karthago aus: "Briefe": Über Glaubensabfall und glaubenstreue bischöfliche Würde
so drangsalierte treukatholische Seelen !


Mit einem Auszug aus dem
"St. Athanasius-Boten" Nr. 9, November 2011....
können wir sehr schön aufzeigen, woran die "human aufgeklärten" Gesellschaften kranken...
an ihrer "Loslöung" von der EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUS:
-

"Der Behauptung der Freigeister innerhalb und ausserhalb der Kirche,
der Staat müsse neutral sein, er sei inkompetent in Sachen Religion,
stellen wir die zwei Aussagen der hl. Paulus gegenüber:
"Omnia in ipso constant" ( Kol. 1,17)
alles, auch Regierungen und die öffentliche Ordnung, hat in Ihm Bestand.
Und die andere:
"Oportet illum regnare" ( 1 Kor. 15,25 : Er soll herrschen !
Weil die Regierungen sich nicht mehr der Herrschaft Christi beugen,
fallen sie;
weil eine gottlose Horde schreit:

"Wir wollen nicht , dass Dieser über uns herrsche" ( Lk 19,14),
weil nicht mehr anerkannt wird,
dass in keinem anderen Namen Heil ist ( Apg 4,12),
deshalb schlittern wir von Krise zu Krise in Politik.
Wirtschaft. Erziehungswesen, im Sozialbereich, auf moralisscher Ebene,
im künstlerischen Schaffen, in der Achtung der Autorität.
JESUS CHRISTUS herrscht nicht mehr.
Er hat allenfalls ein "Mitdaseinsrecht"
neben Buddha, Mohammed und irgendwelchen Sektenführern;
aber Er ist nicht mehr der König des Denkens und der König der Herzen."

-

Und dazu noch dies....
bis vor
dem Vaticanum II. waren die nachfolgend
rot markierten Bestandteil des
CHRISTKÖNIGS-HYMNUS...

nach dem Vaticanum II. sind diese Strophen
ersatzlos gestrichen worden....!?

-

Hymnus des Christkönigsfestes



1. Den hehren Fürst der Ewigkeit,
der Völker Herrscher Jesus Christ,
ihn ganz allein erkennen wir
als aller Herzen König an.

2.Es ruft der Gegner wilde Schar:
„Wir wollen nicht,
dass Christus herrscht!“
Doch wir erklären freudig, gern,
als allerhöchsten Herren ihn.


3. O, Christus, hehrer Friedensfürst,
beug der Rebellen trotzig Haupt,
und führe die Verirrten all
zur einen Herde wieder heim!

4. Dafür hängst Du am Kreuzesstamm,
die Arme weithin ausgespannt,
und zeigst Dein liebeglühend Herz,
das von dem Speer durchstoßen ist.

5. Dafür wohnst Du auf dem Altar,
verborgen unter Wein und Brot,
und strömst aus der durchbohrten Brust
in Deiner Kinder Seelen Heil.

6.Dir schuldet jede Staatsgewalt
Verehrung, öffentlichen Ruhm;
Dich ehre Recht und Wissenschaft,
Gesetze, Künste achten Dein!


7.Es neige jede Königskron
und jedes Zepter sich vor Dir!
Mach jedes Haus und jedes Land
mit milder Hand Dir untertan!


8 Dir, Jesus, sei das Lob geweiht,
der Du das Weltenzepter führst,
mit Gott, dem Vater, und dem Geist
von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen.
-

-

Siehe dazu bitte auch hier

Hochfest Christkönig


Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#5

RE: Staat und Kirche

in Diskussionsplattform Kirche 10.02.2014 10:17
von Kristina (gelöscht)
avatar

Lieber Aquila,
je mehr kostbare Zeit vergeht, desto schwieriger wird es für die Christen, insbesondere für die Konservativen.

Der Graben zwischen Kirche und Politik, Kirche und Menschen und auch "Modernisten" und Konservativen wird immer tiefer.

Dafür sorgen nicht nur die Politiker, die Homo-Lobby, die Humanisten, die lauen Christen, sondern auch viele Bischöfe, aktuell die unmögliche Aussage von Bischof Ackermann.
Die meisten Bischöfe geben leider keinen Halt und Orientierung mehr.
Die kirchliche/göttliche Moral- und Sittenlehre wird kaum noch verteidigt, geschweige denn erklärt oder gar ausgesprochen.

Gelegenheiten dafür gibt es immer wieder und mehr als genug.
Als Bsp. die Themen
Nicht - Zulassung zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen.
Die vielen (überflüssigen) Diskussionen nach den Wünschen der Homosexuellen nach Heirat und Adoptionen.

Oder alleine in den letzten 10 Jahren sind lt. Statistik
(http://www.pro-leben.de/abtr/abtreibung_daten.php)

über eine Million (!) Menschen in Deutschland ermordet, sprich abgetrieben worden - die heute nicht nur als Mensch selbst, sondern offensichtlich auch dem Staat als Arbeitskraft fehlen.

LG
Kristina


zuletzt bearbeitet 10.02.2014 11:43 | nach oben springen


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