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#336

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.06.2021 17:34
von Blasius • 3.838 Beiträge




Herz Jesu Monat Juni: Gegenstand der Andacht ist das Herz des Gottmenschen Jesu


Der ganze Monat Juni ist besonders der Verehrung des heiligsten Herzens Jesu gewidmet. Die Herz-Jesu-Verehrung hat eine lange Tradition in der katholischen Kirche und geht bereits auf das frühe Mittelalter zurück.

Zwölf Verheißungen des Herrn an die Verehrer seines göttlichen Herzens, die der heiligen Maria Margareta Alacoque (1647-1690) geoffenbart wurden:



Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.

Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.

Ich werde sie in all ihren Leiden trösten.

Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein.

Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichem Segen begleiten.

Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.

Die lauen Seelen werden eifrig werden.

Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.

Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bildnis meines heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.

Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren.

Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden.

Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren werden, die Gnade eines bußfertigen Endes gewähren wird, so dass sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein. Beichten wir! Kommunizieren wir!
Halten wir die Herz-Jesu-Freitage!

Was besagt die Herz-Jesu-Verehrung? Was ist ihr Objekt? Ist es ein reines Symbol?

Hier einige Gedanken zum Gegenstand der Herz-Jesu Verehrung:
Das leibliche Herz Jesu ist als Herz des Gottmenschen anbetungswürdig im vollen Sinne des Wortes. Das Herz Jesu wird angebetet, nicht für sich allein genommen als leibliches Organ, unter Absehung von der Gottheit, wie die jansenistische Synode von Pistoia 1786 unterstellte, sondern als untrennbar verbunden mit der Person des Wortes.

Der besondere Gegenstand der Andacht zum Herzen Jesu ist das Herz im wahren und eigentlichen, jedoch erweiterten Sinne, nämlich das leibliche Herz in Verbindung mit dem gesamten gott-menschlichen Innenleben, dessen vorzüglichstes Organ das Herz ist.

Herz im engeren, eigentlichen Sinne ist ein bestimmtes einzelnes Organ des menschlichen Körpers.

Die Heilige Schrift und die Überlieferung gebrauchen das Wort aber oft in einem erweiterten Sinne, so daß noch andere leibliche und seelische Bestandteile oder Kräfte im Innern des Menschen in dieser Bezeichnung zusammengefaßt werden. Man kann sagen: Das Herz in diesem durchaus wahren und eigentlichen, aber weiteren Sinne ist die Seele mit ihren geistigen und sinnlichen Vermögen nebst den körperlichen Organen, die der Seele zu den sittlichen Akten und Affekten dienen, unter ihnen ganz besonders das leibliche Herz, das der Grundbestandteil des erweiterten und höheren, biblischen Herzbegriffes ist.

In diesem Sinne der erkennenden, liebenden und fühlenden Seele spricht die Heilige Schrift vielhundertmal von dem Herzen, etwa wenn sie von uns verlangt, Gott von ganzem Herzen zu dienen und ihn aus ganzem Herzen zu lieben, das Herz der Klugheit zuzuneigen (Prov. 2,2), das Herz Gott darzubieten, oder wenn Jesus von der Traurigkeit spricht, die das Herz der Apostel ergriffen hatte (Joh. 16, 6), oder von der Freude ihres Herzens, die niemand ihnen nehmen werde (Joh. 16, 22).

Auch bei den heiligen Vätern und den großen Theologen aller Jahrhunderte ist diese Begriffserweiterung des Wortes Herz völlig eingebürgert. Darum ist es von vorneherein wahrscheinlich, daß dieser erweiterte, biblische und traditionelle Herzbegriff der Bezeichnung Herz-Jesu-Andacht zugrunde liebt.

In vollem Einklang hiermit steht die Geschichte der Andacht. Den Anlaß zu ihrer allgemeinen Verbreitung gaben Privatoffenbarungen, die der heiligen Maria Margareta Alacoque in den Jahren 1673-75 zuteil wurde. Nach und nach wurden zahlreiche Bruderschaften zu Ehren des göttlichen Herzens errichtet und die kirchliche Festfeier für einzelne Länder oder Bistümer (zuerst 1765 für Polen) genehmigt. Gegen die heftigen Angriffe seitens der Jansenisten nahm Pius VI. die Herz-Jesu-Andacht in der Bulle Auctorem fidei 1794 in Schutz.

Pius IX. ordnete im Jahr 1856 das Herz-Jesu-Fest für dei ganze Kirche an, und Leo XIII. erhob es 1889 zu einem Feste erster Klasse. Derselbe Papst approbierte 1899 die „Litanei vom heiligsten Herzen Jesu" und vollzog bei der Jahrhundertwende 1899, wie schon vorher Pius IX. 1875, feierlich die Weihe der ganzen Welt an das göttliche Herz Jesu.

Gegenstand dieser Andacht ist also das Herz Jesu in dem so erklärten erweiterten und höheren Sinne, also sein leibliches Herz in Verbindung mit dem gesamten menschlichen Innenleben, dessen Organ es ist.

Papst Pius XII. hat ebenfalls erklärt, warum das „Herz" Wirklichkeit und Symbol zugleich ist, nämlich in seiner Enzyklika Haurietis aquas: „Es ist ein doppelter Grund, warum die Kirche dem Herzen des göttlichen Erlösers die Verehrung der Anbetung erweist. Der erste Grund trifft auch auf die anderen hochheiligen Glieder des Leibes Jesu Christi zu und besagt, daß das Herz Jesu als edelster Teil der menschlichen Natur mit der Person des göttlichen Wortes hypostatisch verbunden ist; daher dieselbe Verehrung der Anbetung, die die Kirche der Person des fleischgewordenen Sohnes Gottes erweist."

Als zweiten Grund nennt der große Pacelli-Papst: „Das Herz des göttlichen Erlösers ist mehr als alle anderen Glieder seines Leibes ein natürliches Kennzeichen bzw. Symbol für seine Liebe zum Menschengeschlecht; und im heiligsten Herzen liegt das Symbol und das ausgeprägte Bild der unbegrenzten Liebe Jesu Christi vor, die uns zur gegenseitigen Liebe bewegt."

Dieselbe Bedeutung wohnt den Worten inne, die Jesus an die heilige Margareta Maria Alacoque richtete: „Siehe dieses Herz, das die Menschen so geliebt hat, daß es bis hin zur Erschöpfung und Verzehrung an nichts sparte, um ihnen seine Liebe zu bezeugen."

Dieselbe Bedeutung wird ersichtlich aus der Verheißung, daß Jesus sein Herz über alle seine Verehrer in Freigebigkeit erweitern werde.

Das kann von dem leiblichen Herzen im engeren Wortsinne nicht gesagt sein, sondern verweist uns deutlich auf den weiteren Begriff des Herzens. Besonders klar geschieht dies durch die Herz-Jesu-Litanei, in welcher von dem einen Herzen, dem Gegenstande der kirchlichen Andacht, leibliche und geistige Eigenschaften und Tätigkeiten ausgesagt werden.

Wenn das leibliche Herz Jesu zugleich ein Symbol genannt wird, so ist dies mit dem Gesagten aufs beste vereinbar. Denn nach allgemeiner Anschauung der Menschen bietet sich das leibliche Herz als das natürliche Symbol des Innenlebens und besonders der Liebe dar. Demgemäß hat Jesus sein leibliches Herz in den Erscheinungn vor der hl. Margareta als Symbol seiner Liebe gezeigt, und so wird es uns in den Herz-Jesu-Bildern vor Augen gestellt. Aber das leibliche Herz und das gottmenschliche Innenleben Jesu sind nicht zwei, sondern zusammen der eine adäquate Gegenstand der Andacht. Gewiß kann man das Herz anbeten, ohne des inneren Lebens Jesu zu gedenken, oder man kann sein Innenleben verehren, ohne es mit seinem Herzen in Verbindung zu bringen. Aber in beiden Fällen wäre es nicht die Herz-Jesu-Andacht, welche die Kirche unter diesem Namen übt.

Daß es innerlich tief begründet ist, diese Andacht zu pflegen, erhellt sich aus dem Gesagten. Das leibliche Herz ist das vorzüglichste Organ der Menschheit Jesu, sozusagen die Quelle seines zu unserer Erlösung vergossenen Blutes. Nach seinem Tode wurde es von der Lanze durchbohrt, und Blut und Wasser, die Sinnbilder der Eucharistie und Taufe, flossen aus ihm hervor. Namentlich wird uns aber, wie wir gesehen haben, mit dem leiblichen Herzen das ganze Innenleben Jesu, der ganze Schatz seiner unvergleichlichen Tugenden, besonders seine grenzenlose Liebe vor Augen geführt und zur Verehrung vorgestellt.


01. JUNI 2021
QUELLE: DISTRIKT ÖSTERREICH

https://www.fsspx.at/de/news-events/news...ttmenschen-jesu

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#337

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.07.2021 21:37
von Aquila • 7.097 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Wer ist ein wahrer "Hüter der Tradition" ?


Antworten dazu:

Papst Pius IX. (1792-1878):

„Ich bekenne, dass die Glaubenslehre“ – das ist sehr aktuell! –
„dass die Glaubenslehre,
die Gott geoffenbart hat, nicht etwa wie eine philosophische Entdeckung vorgestellt worden ist, welche der menschliche Geist verbessern oder weiterentwickeln könnte,
sondern dass diese Glaubenslehre ein göttliches Depositum ist,
welches der Kirche Jesu Christi anvertraut wurde, damit sie es treu bewahre und unfehlbar auslege
.“


Der hl. Papst Pius X. (1835-1914):

Ich verteidige und werde, so es Gott gefällt, bis zu meinem letzten Atemzug verteidigen den Glauben der Väter an das Charisma, an die sichere Gnade der Wahrheit, die immer, seit der Zeit der Apostel, bei der Sukzession des Bischofsamtes lag und liegen wird, damit nicht etwa an dem festgehalten wird, was besser erscheint oder der Geisteshaltung des jeweiligen Zeitalter angepasster, sondern damit die absolute und unveränderliche Wahrheit niemals anders geglaubt, niemals anders verstanden werde als so, wie sie von Anfang an von den Aposteln gepredigt wurde.
Das ist das richtige Verständnis von Tradition.

Eine absolute und unveränderliche Wahrheit, von Anbeginn an von den Aposteln verkündet und durch die Sukzession des Bischofsamtes bis zu uns weitergegeben, durch die Sukzession der katholischen Bischöfe.“

-

Und nun vergleiche man diese Aussagen mit dem Treiben vieler der heutigen "Hüter der Tradition" !!
Es liegen Welten dazwischen !
-


zuletzt bearbeitet 21.07.2021 22:03 | nach oben springen

#338

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 22.07.2021 22:03
von Aquila • 7.097 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Wir leben in einer Zeit der zunehmend uniformen geistigen Umnachtung
Menschliche Hybris scheint im neubabylonisch selbstherrlich autarken Machbarkeitswahn gleichsam inflationär goldene Kälber der Rebellion gegen Gottes Schöpfungsordnung hervorzubringen. Der Tanz um diese seelenverderbenden "Freiheitskälber" ist gleichzeitig auch der "zeitgemässe" Ausdruck der Ablehnung von Gnade und Erlösung, der Feindschaft zur Ewigen Wahrheit Jesus Christus.

Auch immer mehr nur noch dem Namen nach "Katholiken" reihen sich in diese Tänze des Unterganges mit ein, indem sie den "Forderungen der Zeit" bedenkenlos nachgeben.

Lesen wir die nachfolgenden mahnenden Worte des
hl. Papstes Pius X. aus seiner Enzyklika "Pascendi Dominici" aus dem Jahre 1907; eine gleichsam Prophetie in weiser Weitsicht:
-

"Viele Christen, die nur eine oberflächliche Kenntnis des Glaubenswissens haben und ihn wenig praktizieren, beanspruchen Lehrer zu sein, indem sie erklären, dass die Kirche sich nun endlich den Forderungen der Zeit anpassen soll, weil es in der Tat nicht möglich wäre, die ursprüngliche Vollständigkeit ihrer Gesetze aufrecht zu erhalten; dass die weisesten und praktischsten Menschen von nun an die barmherzigsten sein werden, d. h., dass sie fähig sein werden, etwas vom alten Schatz zu opfern, um den Rest zu retten.
In solch einem modernen Christentum, in welchem die Torheit des Kreuzes vergessen sein wird, sollen sich die Dogmen des Glaubens bescheidenerweise den Anforderungen der neuen Philosophie anpassen.

Das öffentliche Recht des christlichen Zeitalters soll sich zaghaft den großen Grundsätzen der modernen Zeit stellen.
Auch wenn es seinen Ursprung und seine Vergangenheit nicht verleugnet, so soll es wenigstens die Rechtmäßigkeit seiner Niederlage im Angesicht seines Siegers bekennen.
Die zu strenge Sittennorm des Evangeliums soll den
Freuden und den Anpassungen nachgeben und die Disziplin soll schließlich alle ihre die Natur belästigenden Vorschriften zurücknehmen, um selber beim glücklichen Fortschritt des Gesetzes der Freiheit und der Liebe mitzuwirken.


Solche Grundsätze werden nun nicht mehr von den offenen und erklärten Feinden der Kirche verbreitet, sondern von jenen, die sich selber Kinder der Kirche nennen; und nachdem diese die Gesetze der Kirche bekämpft und verhöhnt haben, würden sie sich beleidigt fühlen, wenn sie die Kirche als Deserteure ihrer Kampfreihen und Söhne ihres Schmerzes bezeichnen würden. (...) Es ist ein Mangel des Glaubens und der Achtung vor der Kirche, sie mit unseren kurzsichtigen Urteilen unterstützen zu wollen.
Halten wir fest an dieser Wahrheit, dass die Kirche göttlich ist und wir werden sehen, dass diese Art zu urteilen und zu handeln nicht nur niederträchtig und treulos, sondern dreist und sündhaft ist. (...)

Ich hoffe, dass diese tödlichen Keime nicht unter euch sind.
Da aber der Irrtum einer Pflanze gleicht, die mit der Wurzel ausgerissen werden muss und der Bischof vom Himmel die Pflicht erhielt nicht nur zu ermahnen, zu bestürmen, zurechtzuweisen, sondern auch vorzuwarnen, wiederholt er Euch von Neuem:
Habt acht und entfernt Euch von jenen, die auf irgendeine Weise sich die Sendung anmassen zu raten und zu beschliessen, welche Zugeständnisse die Kirche den angeblichen Bedürfnissen der neuen Zeit machen soll.

-

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#339

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.07.2021 22:11
von Aquila • 7.097 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Welch menschengedachter Unsinn wird von "zeitgemässen Katholiken" immer wieder feilgeboten.
"Geglaubt" wird, was bequem in den eigenen, der kirchlichen Lehre entgegenstehenden Lebensentwurf passt....
übrigbleibt ein unverbindlicher, kraftloser und fruchtloser "Glaube"....Windhauch !

Ein "Glaube" im liberalen Gewand und somit durch und durch anti-katholisch.
Ein verwaister toter "Glaube" losgerissen von der fürsorgend liebenden Mutter....
ohne Beistand, Schutz und Schirm der Heiligen Mutter Kirche



Dazu Papst Leo XIII.:

-

"Unter den ersten Pflichten, die wir gegen Gott und die Kirche haben, steht an erster Stelle jene, mit Eifer die christliche Wahrheit zu verbreiten und die Irrtümer abzuwehren.
Dieser Pflicht zu genügen werden jene nicht können, die allein und getrennt von den anderen in den Kampf ziehen.
Sie werden ja Anfeindungen von seiten der Menschen erfahren wie Christus.
Daher wollte er sie zu einem Leibe, der die Kirche ist, zusammenfügen.
Das Leben Christi durchströmt den ganzen Organismus,, nährt und kräftig die Glieder.
Der Kirche wurde der Lebenszweck bestimmt, wie ein geordnetes Kriegsheer für
das Heil der Menschheit zu kämpfen.

Diese Verfassung und Gestaltung des Christentums darf nicht geändert werden;
und es ist dem einzelnen nicht erlaubt, nach seinem Gutdünken das Leben einzurichten oder seine Kampfesweise des Lebens nach Willkür sich zu wählen;
mithin sammelt derjenige nicht, sondern zerstreut, der nicht mit der Kirche und mit Jesus Christus sammelt,
und in Wahrheit kämpfen diejenigen gegen Gott an, die nicht kämpfen mit Christus und seiner Kirche."

-


Wie sehr müssen wir es uns immer wieder verinnerlichen, dass unsere Heilige Mutter Kirche als die Braut Christi die Quelle des ewigen Lebens ist.

Der hl. Irenäus von Lyon (gest. um 200) in "Gegen die Häresien":

-

"Alles, was zur Kirche gehört, muss man aufs innigste lieben und die Überlieferung der Wahrheit umklammern.
Jeder, der will, kann aus der Kirche den Trunk des Lebens schöpfen
"

-

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#340

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 27.07.2021 21:57
von Aquila • 7.097 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Im Juni 1956 verfasste
Papst Pius XII. im Apostolischen Schreiben
"Dum maerenti animo" über die Kirche in der Verfolgung
eine eindringliche Mahnung zur unerschütterlichen Treue zum wahren Glauben der Heiligen Mutter Kirche
und zeigte aber auch auf, wohin es ansonsten führen könne....
man vergleiche dabei die heutigen teils "weltoffenen" innerkirchlichen Zustände!:
-

"Niemals, ihr wißt es genau, vergißt unser Erlöser seine Kirche, niemals läßt er sie im Stich, ja je wilder die Wogen das Schifflein Petri umherwerfen, desto sicherer wacht der göttliche Schiffer, auch wenn er zu schlafen scheint (vgl. Matth. 8, 24; Luk. 8, 23).
Täglich sollt ihr die Verheißung erwägen, die den christlichen Seelen, die in der gegenwärtigen Zeit schwer heimgesucht werden, sichere Hoffnung und zuverlässigen Trost einflößt:
"Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Zeit" (Matth. 28, 20).
Nun aber: "Wenn Gott mit uns ist, wer könnte gegen uns sein?" (Röm. 8, 31.)
Christus ist also bei euch und wird euch, wenn ihr ihn bittet, niemals seine göttliche Hilfe verweigern;
doch verlangt er von allen, dass sie die Gebote der katholischen Kirche noch eifriger befolgen und den Glauben stets hochherzig verteidigen
.
Worum es dabei geht, wißt ihr; es geht um euer, eurer Söhne und all eurer Nächsten ewiges Heil, das heute infolge der zunehmenden Verwegenheit der Atheisten in schwerer Gefahr ist.
Wenn jedoch in diesem geistigen Kampf jeder Einzelne, wie Wir fest vertrauen, tapfer und treu kämpft, so wird es niemals Besiegte, sondern immer nur ruhmwürdige Opfer geben können;
ja aus den ungerechten Verfolgungen und den erlittenen Martern werden der Kirche neue Triumphe erstehen, die mit goldenen Lettern in ihre Annalen eingetragen werden.
Aber Wir wagen nicht einmal Uns vorzustellen, dass die Jünger Christi den Kampfplatz mit gebrochenem Mut verlassen, das Bekenntnis eines aufrichtigen Glaubens verbergen und hintansetzen oder träge, matt und gleichgültig einschlafen könnten,
während die Verfechter des Unglaubens das Reich Gottes zu stürzen suchen.

Sollte dies irgendwo geschehen - was Gott verhüten möge -, so wäre das nicht nur für die Deserteure selber; sondern auch für die christlichen Gemeinschaften, ein nicht wiedergutzumachender Schaden und ein unermeßliches Unglück.

Zu Unserem größten Troste wissen Wir,
dass es bei euch viele gibt, die edlen und starken Sinnes bereit wären, alles, selbst Freiheit und Leben, hinzugeben, ehe sie die Unversehrtheit des katholischen Glaubens aufs Spiel setzten;
Wir wissen auch, dass unter den kirchlichen Oberhirten nicht wenige hierin den anderen ein Beispiel unbesiegbarer christlicher Standhaftigkeit gegeben haben
und dass zumal ihr, geliebte Söhne und Kardinäle der Heiligen Römischen Kirche, zu einem erhabenen Schauspiel vor der Welt, den Engeln und Menschen geworden seid
(vgl. 1 Kor. 4, 9).

Doch wissen, Wir
leider auch, dass die menschliche, Gebrechlichkeit und Unsicherheit wankt, zumal wenn Not und Mühsal so lange dauern.
Dann kann es vorkommen, dass einige den Mut verlieren und im Eifer erlahmen und, was noch verhängnisvoller ist, dann meinen, man müsse die Lehre Jesu Christi mildern und, wie sie sagen der neuen Zeit und den örtlichen Verhältnissen anpassen und die Prinzipien des katholischen Glaubens, so abschwächen und ändern, dass es zwischen ihm und den fortschreitenden Irrtümern dieser Welt zu einer Art
f a l s c h e r
Versöhnung kommt"


-


zuletzt bearbeitet 27.07.2021 21:58 | nach oben springen


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