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#1256

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 27.05.2023 17:51
von Blasius • 3.776 Beiträge





Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“



Wirkungen der Demut




Ach, wer mich doch mir selber zeigte,

Wie ich vor Gottes Augen bin:

Auf dass dadurch mein stolzer Sinn

Sich bis zur tiefsten Demut neigte.



1. Wenn du um die Demut dich nicht ernsthaft bemühst, wirst du niemals zur Ruhe und Zufriedenheit gelangen. Denn woher aller Verdruss und Unfriede, außer vom Hochmut? Wir ärgern uns, wenn etwas nicht nach unserem Sinn geht. Die Erhebung anderer ist uns ein Dorn im Auge. Wir selbst wollen die Blicke aller auf uns ziehen und gelobt und bewundert werden. Dies ist der Quell des Elends aller Stolzen und Hochmütigen. Der wahrhaft Demütige unterwirft sich vor allen Dingen Gott. Ihm unterwirft er seinen Verstand, zu glauben was er nicht begreift, seinen Willen, zu tun was ihm nicht gefällt, seine Freiheit, dem heiligen Gesetz Gottes zu gehorchen.



2. Wer Gott vollkommen sich unterwarf, dem fällt es nicht schwer, nach der Ermahnung des Apostels "allen Menschen sich zu unterwerfen". Denn weil er Gott wahrhaft verehrt, ehrt er auch sein Bild, und zwar in allen Menschen, ob auch dieses göttliche Bild zuweilen so sehr verunreinigt ist, dass es auf den ersten Anblick sich kaum erkennen lässt. Er fürchtet Gottes unergründliche Ratschlüsse, und weiß, dass auch der größte Sünder sich noch bekehren und ein Heiliger werden kann, dass hingegen, wer sich für gerecht hält und einen Sünder verachtet, dem tiefsten Fall nahe steht, und ist daher weit entfernt, auch dem letzten Menschen sich vorzuziehen.



3. Die dritte Wirkung der Demut ist, dass eine Seele, je höher sie steht, um so tiefer sich demütigt. Und darin besteht die Vollkommenheit dieser Tugend, in der der allerhöchste Herr und König aller Tugenden uns Vorbild war. Je höher ein Baum, um so tiefer haften seine Wurzeln in der Erde. Darum auch waren die größten Heiligen auch immer die Demütigsten, und eben darum waren sie Gott vor allen wohlgefällig. In allen Büchern der Heiligen Schrift lesen wir in Worten und Taten, dass Gott den Stolzen widersteht, den Demütigen aber seine Gnade gibt. "Ich blicke auf den Armen und Zerknirschten und auf den, der zittert vor meinem Wort." (Jesaja 66,2b) "Wer gleicht dem Herrn, . . . der in der Höhe thront, der hinabschaut in die Tiefe." (Psalm 113,5-6) "Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen." (Lukas 1,52)

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#1257

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 04.06.2023 21:41
von Blasius • 3.776 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“






Dankbarkeit für Gottes Wohltaten




Herr, es preise dich mein Leben;

Denn, o Urquell alles Lichts,

Du entriefest mich dem Nichts,

Und hast mich mir selbst gegeben.



1. Die Dankbarkeit ist eine Schuld, die wir in demselben Augenblick eingehen, wo wir eine Wohltat empfangen. Und es ist eine Ungerechtigkeit, diese Schuld nicht zu bezahlen. Eine noch schreiendere aber, sie nicht zu erkennen. Erkennst du diese Schuld? Was bist du aus dir selbst? Nichts, und abermals nichts! Wer hat Dasein, Leben, Gesundheit, Fähigkeiten, wer alle Gaben dieses, alle Verheißungen des künftigen Lebens dir gegeben? Kam dir nicht alles aus der Hand der göttlichen Freigebigkeit? Wie aber bezahlst du diese Schuld? Bezahlst du sie nicht jeden Tag, so bist du undankbar und ungerecht, da kein Tag, keine Stunde, ja kein Augenblick vergeht, wo Gott dich nicht erhält und dir Gutes erzeigt.



2. Die Dankbarkeit ist eine Tugend, durch die wir erkennen, dass alles Gute uns von Gott zukommt, und die uns drängt, ihn als unseren allerhöchsten Wohltäter zu verehren, zu lieben, und alles, was wir sind und haben, ihm als seine Gaben anzueignen. Wie übst du diese Tugend? Gedenkst du der göttlichen Wohltaten? Ist dein Herz davon durchdrungen? Rechnest du Gottes Gaben nicht deiner Betriebsamkeit, deinem Fleiß an? Ach, mein Gott, zu meiner Beschämung bekenne ich vor dir, dass ich das undankbarste und ungerechteste deiner Geschöpfe bin. Alles, Herr, verdanke ich dir, mein Undank aber verdiente fürwahr, dass du alle deine Wohltaten mir entziehst.



3. Die Dankbarkeit ist schließlich ein Lobopfer, das Gott von uns erwartet, und zu dem seine Schrift uns ermahnt, die spricht: "Bring Gott als Opfer dein Lob, und erfülle dem Höchsten deine Gelübde." (Psalm 50,14) Wann und wie bringst du Gott dieses Lobopfer? Mit jedem Atemzug sollten wir Gott loben und ihm danken, denn jeder Augenblick ist eine Wohltat seiner Hand, die er uns nicht schuldig ist. Sind wir also dankbar Gott gegenüber. Auf unendliche Weise hat er dies um uns verdient. Undank verschließt sich selbst die Pforte der göttlichen Wohltaten, aber gern verleiht Gott seine Gaben einem Herzen, das seine Barmherzigkeit lobpreist. "Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört." (1. Thessalonicher 5,18)

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#1258

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 10.06.2023 18:28
von Blasius • 3.776 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Vom himmlischen Adel der Kinder Gottes




Ach, wann wird die Zeit erscheinen,

Die, mein Schöpfer, selig mich

Mit den Deinen wird vereinen,

Dich zu loben ewiglich.

Tag und Nacht verlangt in Schmerz

Nur nach dir mein sehnend Herz.



1. Erhebe deinen Sinn und deine Gedanken oft mit freudiger Hoffnung zum Himmel, auf den dein Heiland dir ein Recht und Ansprüche erworben hat, und erwäge die ergreifenden Worte seines geliebten Jüngers: "Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es." (1. Johannes 3,1) Über allen Begriffen steht fürwahr diese unendliche Liebe unseres Gottes zu uns armen Sterblichen, dass diese ewige Majestät uns würdigt, unser wahrer Vater durch zarte Vaterliebe, durch beständige Wohltaten und durch ewige Verherrlichung in seinem Schoß zu sein. Denn nicht nur werden wir Kinder Gottes genannt, sondern wir sind es auch. So hegen wir denn Gesinnungen, die dieses himmlischen Adels würdig sind.



2. Diese Aufnahme in die Kindschaft Gottes hat sein eingeborener Sohn, "der Erstgeborene unter vielen Brüdern" (Römer 8,29b), uns wahrhaft und wesentlich erworben. Feierlich sprach er dies aus, als er seinen Jüngern verkündigen ließ: "Geh aber zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott." (Johannes 20,17b) Er selbst erwirkte uns diese göttliche Kindschaft. Sie war das Ziel seiner Menschwerdung, seiner Leiden, seines Todes, seiner ewigen Verherrlichung. Nicht leere Worte sind dies, sondern Wahrheiten, die unser Herz mit ewigem Dank und ewiger Liebe durchdringen sollen.



3. "Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist." (1. Johannes 3,2) Noch tragen wir das Pilgergewand. Wenn wir es aber ablegen, und die Offenbarung der großen Herrlichkeit Gottes schauen werden, dann wird unsere Würde dem ganzen himmlischen Hof kund werden. Welche Seligkeit liegt in diesen Worten! Aber es fügt der heilige Apostel bei: "Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie er heilig ist." (1. Johannes 3,3) Dies also muss von nun an unser einziger Gedanke, unsere einzige Beschäftigung sein. Dahin müssen alle Werke unseres Lebens zielen. Offenbarung 22,12: "Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn, und ich werde jedem geben, was seinem Werk entspricht."


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#1259

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 26.06.2023 08:37
von Blasius • 3.776 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Über das Seelenheil



Willst den Himmel du erringen,

O dann fasse, Seele, Mut.

Denn dich selbst musst du bezwingen

Und den Feind, der nimmer ruht.

Doch dort oben gibt ein Platz

Die für jeden Kampf Ersatz.



1. Ein erschütternder Anblick, Herr, durchbebt mich, wenn ich in deiner heiligen Gegenwart über das Heil meiner Seele nachdenke: der Anblick meiner Seele, die, mit dem grässlichen Aussatz der Sünde bedeckt, ein Gräuel vor deinen reinsten Augen und ein Opfer des ewigen Todes ist, wenn sie in diesem unglückseligen Stand das Leben verlässt,- und einer Seele, die, bereits zu den Kerkern deiner ewigen Gerechtigkeit verurteilt, aller Wut ihrer Verzweiflung überlassen, verdammt ist, dich, den Urheber ihres Daseins, nie und nimmer zu schauen, und die ewig sich vorwerfen muss: Ich selbst bin schuld an meiner ewigen Verdammnis.



2. O König der Ewigkeit, welches Urteil wird einst über meine eigene Seele ergehen. Mit Angst und Zerknirschung bekenne ich vor dir, dass ich bisher über ihr Heil so gleichgültig war, als wäre sie mir fremd, dass ich sie vergaß, obwohl sie doch allein meine ganze Sorgfalt brauchte, ja dass ich sie, die du zu deinem Bild und zu deiner Ähnlichkeit erschaffen hast, zu einer Sklavin der Sinne und niederen Leidenschaften herabgewürdigt habe. Herr, mein Gott, hätte deine heilige Gerechtigkeit zu einer gewissen Zeit meines Lebens, gleich so vielen tausend anderen, mich plötzlich abgerufen: wohin wäre meine Seele gekommen? Wie würde ihr ewiges Los aussehen? Ich erbebe bei diesem Gedanken. Kann aber, was deine große Barmherzigkeit damals verhütete, mir nicht noch widerfahren?



3. Doch nicht so, mein Gott. Gepriesen sei ewig deine Barmherzigkeit, die mich verschonte. Ernsthaft, beständig und wirksam will ich von heute an das Heil meiner Seele denken. Nicht länger wird sie ein Spielzeug sündhafter Torheiten sein. Ihre Heiligung soll die Hauptbeschäftigung meines Lebens sein, damit sie die himmlische Erbschaft glückselig erlangt, die deine unendliche Güte ihr anbietet. Gleich jenem bußfertigen König will ich diese immerfort in meinen Händen halten, und über ihr Heil wachen, denn die Ewigkeit selbst würde nicht genügen, ihren Verlust zu beweinen. "Wende dich mir wieder zu, Herr, und rette mich! Hilf mir, du bist doch ein barmherziger Gott! Wenn ich tot bin, kann ich dir nicht mehr danken. Wie soll ich dich denn in der Hölle loben?" (Psalm 6,5-6)

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#1260

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 07.07.2023 08:16
von Blasius • 3.776 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschl

Von der innerlichen Vereinigung der Seele mit Gott



Wie selig ist das reine Herz.

Es schwebt mit lichten Schwingen

Zu seinem Schöpfer himmelwärts,

Sich opfernd darzubringen.

Dort ruht es sanft in Gottes Schoß,

Und teilt der Engel sel`ges Los.



1. Je freier du innerlich von Hindernissen vergänglicher Dinge bist, um so leichter und glückseliger wirst du in Gott eingehen und mit ihm dich vereinigen können. So lange du nicht bis da hin gelangst, kannst du die wahre Ruhe nicht finden, denn Gott allein ist das höchste Gut, in dem die Fülle und Vollkommenheit von all dem besteht, was schön und erfreulich ist. Suche also die Vereinigung mit ihm aus ganzem Herzen, und achte alles andere nur in sofern, als es beiträgt und dir hilft, zu dieser so ersehnten Vereinigung zu gelangen, mit der der Himmel schon hier auf der Erde in dieser Pilgerschaft beginnt.



2. Dein Herz wurde für Gott erschaffen. Er ist sein Ziel und sein Ruhepunkt. Und immer wird das Herz unstet irren, bis es mit ihm vereinigt ist. Es ist nicht Gottes Schuld, wenn eine Seele, die ihn sucht, nicht zur Vereinigung mit ihm gelangt, denn er selbst, der die Seele liebt, verlangt, so sehr es an ihm liegt, nichts so innig, als seine Liebe ihr mitzuteilen. Aber nur wenige gelangen dahin, weil nur wenige sich selbst so großmütig verleugnen, dass sie bis zur vollkommenen Reinheit des Herzens gelangen, der allein Gottes Anschauung verheißen ist. Denn die Selbstverleugnung fegt das Herz von allem Vergänglichen rein, je nach der Reinheit des Herzens aber geht Gott in es ein.



3. Hoch über allem Ausdruck steht die Wonne des göttlichen Trostes, die Lieblichkeit des heiligen Friedens und die Entzückung der ganzen Seele, die Gott dieser seligen Vereinigung würdigt. Und dauert sie auch nicht lange, da die Gebrechlichkeit dieses sterblichen Körpers und die Bedrängnisse und Pflichten dieses armen Lebens dies nicht gestatten, so wirkt sie doch wunderbar, eine Seele umzuwandeln, alles Irdische und Vorübergehende ihr zu verleiden, ihr ganzes Verlangen zum Himmel zu ziehen, sie über vieles zu belehren, und in der Gnade sie zu befestigen. Dies sei das Ziel deiner Arbeiten, deiner Kämpfe, deiner Andachtsübungen, deines Gebetes. Philipper 4,7: "Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren."

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