Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#1

Wie viele Menschen glauben eigentlich heute noch an Gott?

in Diskussionsplattform 11.10.2013 22:08
von Sebastian • 24 Beiträge

In meinem Freundeskreis kenne ich nur zwei Freunde, die von sich aus behaupten, dass sie an Gott glauben. Der eine ist Protestant, der eine Katholik. Andere, die jetzt von zu Hause aus zwar katholisch/evangelisch/orthodox erzogen wurden, glauben nicht an Gott. Von alleine aus glauben sie irgendwie nicht mehr. Ich verstehe eigentlich nicht wirklich, warum es viele offizielle Christen gibt, aber inoffiziell es doch nur sehr wenige gibt. Ich weiß, dass nur die katholische Kirche der Heilweg ist, ich gebe hier aber nur eine allgemeine Angabe an, die auf einen Gottesglauben beruht.

Also meine Frage: Warum gibt es so wenig Religiöse allgemein? Sie werden ja von alleine atheistisch und genau das verstehe ich nicht. Dieser Effekt wirkt nicht nur in der evangelischen Kirche, sondern auch in der katholischen.

Ich meine, es musste was vor einiger Zeit passiert sein, welches viele psychisch labile religiöse Menschen zu Atheisten machte. Bei der katholischen Kirche kann das Zweite Vatikanische Konzil ein Grund hierfür sein, aber was ist mit den anderen Kirchen, wo derselbe Effekt beobachtet wird?

Ich sage euch: In ca. 30 Jahren wird es gesamt nur ca. 30 - 40 % gläubige Menschen in Deutschland geben, der Rest Atheisten oder Agnostiker. So wie ich meinen Freundeskreis nach der Gottesfrage analysiere, kann es nur so werden.


zuletzt bearbeitet 11.10.2013 22:09 | nach oben springen

#2

RE: Wie viele Menschen glauben eigentlich heute noch an Gott?

in Diskussionsplattform 12.10.2013 14:42
von Aquila • 5.590 Beiträge

Lieber Sebastian

Deine Vermutung mit der wohl noch viel verschwindend kleineren Anzahl Treugläubiger
deckt sich mit der Mahnung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus:

-
Lk 18,8 Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen.
Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?
-

Wenn Du nach den Gründen des offenkundigen Glaubensabfalles fragst, so sind diese
gleichsam ein Konglomerat menschlicher "Autonomie" Wahnvorstellungen...

begonnen hat diese unheilvolle Bewegung in den 1960- er Jahren
- die sog. "68-er Bewegung" -
durch das links liberale gesteuerte Aufbegehren gegen traditionelle Wertvorstellungen.

Diese unheilvolle Bewegung war Ursprung der heute gleichsam in kollektive Wahrheitsferne
gefallenen Gesellschaften, versunken im grausamen Kult des Todes
( "sexuelle Befreiung" / "Frauen-Recht "(?) auf Mord an ungeborenen beseelten Kindern /
"Homo-Ideologie" / "Genderismus" Irrsinn etc....)
Die damaligen deutschen WortführerInnen sind heute mehrheitlich versammelt
im Vorstand der "Partei der Grünen" mit dementsprechender Politik.
Aber auch der aggressive laizistische Liberalismus schlägt in dieselbe Kerbe....
zu sehen in Frankreich an der Glaubens und kirchenfeindlichen Regierung von
Präsident Holland.
Hier liegt der Hintergrund in den freimaurerischen Machenschaften.
Aktuell ist diese Regierung daran durch eine mit hohen Geldsummen finanzierte aggressive Werbekampagne im Internet für "das Frauenrecht der Abtreibung" zu starten.
"Werbung" für den Massenmord an ungeborenen beseelten Kindern !


Diese unheilvolle, teuflische 68-er Bewegung fiel nun zusammen mit dem Ende des
Vaticanum II, welches sich ja bekanntlich "die Öffnung zur Welt" als Leitmotiv gegeben hatte.

Damit war jene gefährliche politische Bewegung gleichsam auch auf einen Schlag
Mitwirkende in den nachkonziliären " Neuerungen ", die wie wir heute sehen
entscheidend mit zum Verlust der röm. kath. Identität beigetragen haben.


Vielleicht noch Eines, lieber Sebastian

Es existieren keine "andere Kirchen", also auch keine "evangelische" !
Unser Herr und Gott Jesus Christus hat
alleine
die eine heilige katholische und apostolische Kirche als Seinen mystischen Leib
auf den Felsen - den hl. Petrus - eingesetzt.


Alle anderen sich "Kirchen" nennenden Gemeinschaften sind Menschenwerk
und somit im eigentlichen Sinne keine "Kirchen"
So festgehalten im Schreiben derGlaubenskongregation
"Dominus Jesus" aus dem Jahre 2000


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 12.10.2013 14:47 | nach oben springen

#3

RE: Wie viele Menschen glauben eigentlich heute noch an Gott?

in Diskussionsplattform 12.10.2013 16:05
von Sebastian • 24 Beiträge

Dann müsste es ja so sein, dass der Begriff "Evangelische Kirche" blasphemisch wäre. Es müsste korrekt dann "Evangelische Konfession" heißen, oder?

Der Effekt der 68er-Bewegung müsste dann aber ein wandelnder Prozess sein. Ich meine, vor 40 Jahren gab es doch sicherlich mehr Gläubige als heute. Also damit meine ich es so:

68er-Bewegung -> liberale Generation -> liberalere Generation -> ...

Also eine Generation liberaler als die ältere. Und so entsteht die Apostasie bei den Menschen.

Das ist ja eigentlich einfach, warum die Menschen immer liberalerer werden. Wenn eine liberale Generation ihre Kinder nach ihren Erziehungsmaßnahmen erzieht, dann ist es nachvollziehbar, dass die Kinder mindestens genau so liberal sind wie ihre Eltern. Ausnahmen kann es ja geben, dass die Kinder trotzdem konservativ werden. Diese Generation wird dann eigentlich noch liberaler, da sie sich mehr Sachen erlauben und die Eltern diese Sachen schlecht, mild oder gar nicht bestrafen.

Warum ist diese 68er-Bewegung überhaupt entstanden? In welchen Ländern war sie vertreten?

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#4

RE: Wie viele Menschen glauben eigentlich heute noch an Gott?

in Diskussionsplattform 12.10.2013 19:34
von Aquila • 5.590 Beiträge

Lieber Sebastian

Du hast es sehr gut dargelegt !

Tatsächlich ist der 68-er Un-geist von einer Generation zur anderen weitergegeben worden.
Wir müssen wir gar feststellen bis zum heutigen in Europa wieder vorherrschenden
Neuheidentum.

Oftmals wächst die heutige junge Generation in einer Atmosphäre der völligen
Sinn- und Hoffnungslosigkeit auf, angetrieben vom Konsumrausch und der
Spass- und Auslebekultur, deren "Credo" das "sich selbst verwirklichen" ist,
koste es, was es wolle...auch das Leben von ungeborenen beseelten Kindern!

Dieser Un-Geist, der Geist der Welt, der nichts anderes ist
als der Geist des Vaters der Lüge, Satan....
wird heute als fürchterliches "Erbe" der seelenausfrocknenden 68-er Bewegung in
Politik und Gesellschaft perfide verfeinert.

Die Ursprünge dieser Bewegung liegen einmal mehr in den USA.
Die dortige Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg wurde schnell zu einer
ausartenden Hippie-Bewegung mit "freiem Sex", Drogen und Alkoholexzessen.
Zu einer Rebellion gegen den traditionellen Familienbegriff, gegen Sitte und Moral.

Das Ganze wurde auch auf übelsten sog. "Musikfestivals" wie "Woodstock" der Öffentlichkeit
feilgeboten.
Ein Anlass zur Entfesselung sämtlicher ungeordneter Leidenschaften.

Diese Bewegung schwappte nun über nach Europa und wurde von der sog. "Studentenbewegung", die bereits selber in Europa zunehmend agierte, vorangetrieben.
Wie bereits erwähnt sind viele der gewesenen oder aktuellen politischen Führungsfiguren
der links liberalen Parteienlandschaft SchülerInnen dieser unheilvollen Bewegung.
Diese NachfolgerInnen werden denn auch als Abkömmlinge der "Frankfurter Schule"
bezeichnet.
Die zentrale Idee der "kritischen Theorie der Frankfurter Schule" lautet
„Emanzipation“;
Intellektuelle aller Institutionen, emanzipiert euch - so könnte man es in einem Schlachtruf
zusammenfassen.
Das gemeinsame Programm der Frankfurter zielt auf
Veränderung des gesamten Bestehenden, auf Umbau, Umsturz, Kulturrevolution, auf Systemüberwindung ab.

Dieses in den 1960-er Jahren entfesselte Unheil fiel nun wie gesagt zeitlich mit der
Beendigung des Vaticanum II. zusammen und dessen "Öffnung zur Welt".
Gewisse innerkirchliche Kreise nahmen dies zum Anlass, diese Gelegenheit nicht
ungenutzt zu lassen und begannen mit ihrer "modernistischen Wühlarbeit".


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 12.10.2013 19:36 | nach oben springen

#5

RE: Wie viele Menschen glauben eigentlich heute noch an Gott?

in Diskussionsplattform 01.05.2014 08:30
von MariaMagdalena (gelöscht)
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Dies Frage Wie viele Menschen glauben eigentlich heute noch an Gott? möchte ich noch mals aufnehmen. Denn ich denke (vermute) in einer Zeit ,wo nur noch die Medien vorgeben " was man zu denekn, glauben usw. hat", und nur noch jene zu Wort kommen lassen, die ihre Meinung so äussern, wie es von ihnen ( den Medien und denen dahinterstehenden Machern ) erwünscht wird, wird vorsetzlich ein Bild über den Zustand des Glaubens und der heiligen Mutter Kirche gezeigt, dass viele, die eher einen oberflächlichen Glauben haben, diesen vollständig verlieren. Wenn man sich nun fragt " woher kommt dies?"
So liegt es leider oft an der Lauheit den Glauben in seiner ganzen Tiefe weiterzugeben. Denn wenn man nur öberflächlich zu glauben lernt, ständig zu hören bekommt " der liebe Gott" wird schon alles verzeihen, usw. und nicht mehr erfährt , dass der liebe Gott aber auch Gerechtigkeit ist . Dann wird Seine Liebe zu einer Art Billig Ware gemacht, die keine Notwendigkeit darstellt; und somit als verzichtbar erscheint. Denn was ich nicht wirklich kenne und eigentlich nicht verstehe, wie sollte ich es wahrhaftig lieben können und als den größten Schatz, den ein Menschen aus Gnade erhalten kann, erkennen ? Und dies wo selbst katholische Geistliche zeigen , dass gerade fernöstliche oder selbst heidnische Dinge, viel leichter und damit toller sind ?

LG
Maria Magdalena

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