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#1

Einige Auszüge aus dem Buch „Okkultismus und geistiger Kampf“ (P. James Mariakumar)

in Buchempfehlungen 25.06.2019 22:48
von Blasius • 2.487 Beiträge





Jesus opferte nie die Wahrheit, um Menschen zu gefallen.

Er sagte uns, es sei nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern Entzweiung;
selbst die Entzweiung unserer Familien. Er lehrte uns,
+keine Perlen vor die Säue zu werfen und an Orten,
+ wo man nicht hören wollte, den Staub von unseren Füßen zu schütteln.

Christus beruft uns zur Wahrheit, selbst wenn es weh tut.


*Der Helm des Heils*

Der Helm wird als Schutz für den Kopf verwendet. Im geistigen Kampf soll der Helm des Heils unser Denken schützen – vor allem vor zwei negativen Denkweisen: Stolz und Entmutigung. Unsere Erlösung ist ein reines Geschenk Gottes:

Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt – nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann. (Eph 2,8.9)

Wir können uns den Himmel nicht verdienen, weder durch unsere Gebete noch durch unsere guten Werke, die natürlich notwendig sind. erlöst werden wir nur durch Gottes Gnade, durch das Blut des Lammes Gottes.


*Das Schwer des Geistes, das Wort Gottes*
Das Schwert hingegen benutzt der Soldat, um den Feind anzugreifen. Auch im geistigen Kampf brauchen wir eine Waffe, mit der wir angreifen können. Diese ist das Wort Gottes. Als Jesus in der Wüste mit dem Teufel konfrontiert wurde, besiegte Jesus den Teufel mit dieser Waffe. Es reicht nicht aus, wenn der Soldat das neue scharfe Schwert an seine Seite hängt. Er MUSS wissen, wie er es zu handhaben hat, denn Übung macht den Meister.

Es reicht nicht, das Wort Gottes zu kennen; wir brauchen die Weisheit und vom Heiligen Geist die Gabe der Unterscheidung, um das Wort Gottes nicht zu verdrehen. Wir dürfen die Heilige Schrift nicht eigenmächtig auslegen.

Wir müssen uns gegen den Teufel verteidigen, indem wir das Wort Gottes aussprechen!

Wir müssen das Schwert des Wortes Gottes der Situation entsprechend handhaben. Wir müssen unsere Überzeugung auf die Wahrheit des Gotteswortes stützen und unseren Glauben MÜNDLICH bekennen.



Der heilige Paulus sagte über die „Rüstung Gottes“

„Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen „des Dunklen“ widerstehen könnt, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seit also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschoßen „des Dunklen“ auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.“ (Eph. 6,11-17)

Das Gegenmittel gegen die Angriffe und Taktik „des Bösen“ ist also ein Leben nach Gottes Wort. Papst Benedikt XVI. sagte einmal: Wer das Wort lebt, ist auf gewisse Weise ein Exorzist“, denn wenn wir mit Jesus vereint sind wie ein Rebzweig am Rebstock und dem Bösen keinen Raum in unserem Leben geben, hat der Fürst der Lüge keine Macht über uns, weil Gott uns beschützt. Wer vom Heiligen Geist erfüllt ist, von ihm geführt wird und das Wort Gottes lebt, ist für den Feind wie glühende Kohle, die er nicht anzufassen wagt. Über diese Person kann er nicht herrschen.

„Zauberei wirkt nicht gegen Jakob, Beschwörung hilft nicht gegen Israel“ (Num 23,23)


*Sich der Macht des Teufels entgegenstellen*
Als Jünger Christi sollen wir uns der Existenz des Bösen in dieser Welt nicht nur bewusst sein, sondern wir sollen auch alles in unserer Macht Stehende tun, um ihn zu besiegen. Denn der Preis unserer Seelen ist das kostbare Blut Jesu, und wir sollen unsere Seele und die Seelen anderer aus den Klauen des Bösen retten. Der heilige Petrus schreibt:

Seid nüchtern und wachsam! (…) Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!“ (1 Petr. 5,8.9)

Und wenn wir das Gegenteil von dem tun, was der Böse uns eingibt, gewinnen wir die Schlacht, und der Sieg Christi zieht in unser Leben ein:

„Ordnet euch also Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand; dann wird er vor euch fliehen“ (Jak 4,7)

Nicht durch unsere Stärke, sondern durch unseren Glauben an Jesus und durch die Gnade und Macht Gottes können wir unseren Feind besiegen. Der heilige Johannes schreibt:

„Wir wissen: Wir sind aus Gott, aber die ganze Welt steht unter der Macht des Bösen“ (1 Joh 5,19)


*Sakramentalien*

Heiligenreliquien, Weihwasser, Medaillen und andere religiöse Gegenstände, die von Priestern gesegnet wurden, sind Sakramentalien. Diese werden zu trägern des Segens Gottes, den ein Priester erbeten hat, und dieser Segen erweist sich vielfach als wirksamer Schutz gegen die Mächte des Bösen. Die Gegenstände (Medaillen, Kreuzzeichen, Skapuliere usw.) sollen alle, dies sie tragen daran erinnern, dass sie sich und ihr Leben unter den Schutz Gottes gestellt haben. Heiligenreliquien hingegen sind eine Erinnerung an die entsprechenden Heiligen, die mit ihrem Leben ein Zeichen der Liebe Gottes in dieser Welt gesetzt haben.

Eine Frau wurde einmal von ihrer Freundin zu einem Wahrsager mitgenommen. Viele Sorgen plagten sie. Als sie dem Wahrsager gegenüber saß, deutet dieser auf ihre Brust und fragte: „Was ist das? Ich sehe etwas sehr helles auf ihrer Brust.“ Die Frau zeigt ihm ihre Kette mit einem kleinen Kreuz und der Wundertätige Medaille der Gottesmutter. „Es ist nur dies hier.“ Als der Wahrsager das sah, sagte er: „Oh Nein! Gegen diese habe ich keine Chance! Ich kann Ihnen nichts über ihre Zukunft sagen.“ Damit schickte er sie weg.

Dies ist ein Beispiel für die Macht unserer Sakramentalien, die wir heute vielfach ignorieren.


Liebe Grüße, Blasius

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#2

RE: Einige Auszüge aus dem Buch „Okkultismus und geistiger Kampf“ (P. James Mariakumar)

in Buchempfehlungen 25.06.2019 23:39
von Aquila • 5.663 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber Blasius

Ergänzend zur Thematik poste ich hier noch einmal folgenden Beitrag:


+

Wir werden gegen Versuchungen bis zu unserem irdischen Lebensende zu kämpfen haben.
Zu kämpfen....den geistigen Kampf gegen unseren durch die Folgen der Erbsünde geschwächten Willen und gegen den Versucher, den Vater der Lüge, Satan.

In einer wie ich meine vortrefflichen Predigt hat
Hw Stephan Müller aus Imsterberg, Tirol das Wesen der Versuchung dargelegt und auch die Mittel und Wege zu deren Überwindung aufgezeigt.


-

"JESUS WURDE „VOM SATAN IN VERSUCHUNG GEFÜHRT“(Mk 1,13)

ÜBER DAS WESEN DER VERSUCHUNG UND IHRE ÜBERWINDUNG

Christus geht nach der Taufe am Jordan für 40 Tage in die Wüste. Er fastet. Er betet.
Er bereitet sich für sein öffentliches Wirken vor.
Doch ist da noch etwas, was er in der Wüste erfährt: die Versuchung:
Er „wurde vom Satan in Versuchung geführt.“ Die anderen Evangelisten schildern diese Versuchung etwas ausführlicher als Markus.
Christus hat diese Versuchung zugelassen.
Nicht wegen ihm, sondern für uns.
Jesus hat alle Folgen der Sünde auf sich genommen und durchlitten.
Dazu gehört auch die Erfahrung der Versuchung.
Jesus hat es zugelassen, dass die ganze Bosheit des Versuchers, also des Teufels, auf ihn einstürmen kann.
Christus hat uns damit Wesentliches über die Versuchung gezeigt und uns die Kraft gegeben, die Versuchungen überwinden zu können.
Die Versuchung Christi in der Wüste scheint von unserem Alltag weit entfernt zu sein.
Doch wir werden sehen, dass das Gegenteil der Fall ist. Wir können für unser geistliches Leben vieles lernen.

A) Was ist eine Versuchung?

Versuchung meint - allgemein – jeden geistigen oder körperlichen Einfluss auf unser Herz, um zur Sünde zu verführen, und uns auf diese Weise von Gottes Liebe und Gnade zu entfernen.
Eine Versuchung will uns zur Sünde verleiten und durch die Sünde zum Tod,
im letzten zur Trennung von Gott.



B) Woher kommen die Versuchungen?

a) Eine Versuchung kommt niemals von Gott.
Der Apostel Jakobus sagt in seinem Brief, dass Gott niemand in Versuchung führt.
Im Leben Christi war die Quelle der Versuchung der Satan:
„Und er wurde vom Satan in Versuchung geführt.“
Es gibt den Versucher in Person.
Die Versuchung, die Christus vom Satan erleidet, ist von anderer Art als die Versuchungen,
die wir kennen.
Bei Christus geschieht die Versuchung sozusagen auf einer ganz anderen Ebene als bei uns.
Der Satan konnte Christus nicht in seiner Gottheit und Menschheit angreifen, er ist der drei Mal Heilige Gott.
Christus erleidet die Versuchung auf der Ebene des Erlösungsauftrages.
Er wurde versucht, anders Messias zu sein, als der Vater es wollte.
Er war die Versuchung, das Kreuz zu umgehen und den Beifall der Menschen zu bekommen, ein Messias in irdischer Macht und Glorie zu werden.
Christus hat dieser Versuchung widerstanden. Er ist dem Vater gehorsam geblieben bis zum Tod am Kreuz.

Wie schaut die Versuchung durch den Satan bei uns Menschen aus?
Der Versucher ist ein gefallener Engel, er ist reiner Geist, und versucht vor allem auf der Ebene des Geistes, des Denkens.
Er versucht uns vor allem durch den Stolz:
er will, dass wir unser Menschsein anders leben als Gott es will: er will uns dahin führen,
dass wir unser Geschöpf- und Kindverhältnis zu Gott verlieren, uns von Gott losmachen, und so selber gleichsam wie Gott werden.
Er will uns einreden, dass wir unfrei sind, wenn wir mit Gott gehen.
Er will schleichend, ohne dass wir es merken, unsere kindliche Bindung an Gott zerstören:
diese Bindung an Gott geschieht durch die Sakramente, die Gebote, die Kirche.

b) Die meisten Versuchungen, die wir Menschen erfahren, kommen zunächst nicht vom Versucher, sondern aus uns selber.
Hier gibt es eine wichtige Aussage im Jakobusbrief:
„Jeder wird von seiner eigenen Begierde, die ihn lockt und fängt, in Versuchung geführt.
Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.“(Jak 1,14-15)
Mit anderen Worten: der Herd der Versuchung ist die Konkupiszenz, die eigene Begierlichkeit,
die eigenen Leidenschaften, die im Herzen stecken, das ist eine Folge der Erbsünde.
Ein Vergleich: eine mechanische Orgel kann man nur spielen, wenn der Wind geliefert wird.
Der Teufel kann, wie bei einer Orgel, aus uns Menschen nur dann einen Ton herausbringen, wenn wir ihm den Wind dazu liefern. Und diesen Wind liefern wir ihn durch die Zustimmung zur Versuchung. Wenn wir nicht zustimmen, kann der Versucher arbeiten wie er will, er kann nichts ausrichten.

c) Die Versuchung Jesu in der Wüste zeigt uns vom Versucher: er arbeitet mit Lüge.
Jesus nennt ihn den „Vater der Lüge“(Joh 8,44).
Im Paradies sagt er vor dem Sündenfall:
„Nein, ihr werdet nicht sterben, wenn ihr davon esst!“ (Gen 3,4). Eine glatte Lüge!
„Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von der Frucht zu essen.“(Gen 3,6) Gemeint ist:
Der Versucher hat durch Lüge die Sünde schön – köstlich - dargestellt und verschwiegen, welche katastrophalen Folgen sie hat.
Durch Zufall hörte ich einmal beim Autofahren einen alten Schlager aus den 30ger Jahren:
„Kann denn Liebe Sünde sein“, hieß es die ganze Zeit.
Damals hat die Sängerin noch ein Gewissen gehabt. Heute würde das wahrscheinlich niemand mehr singen, „kann denn Liebe Sünde sein“, das ist gar kein Thema mehr. Man kann auch umgekehrt fragen: Kann denn Sünde Liebe sein? Der Versucher arbeitet mit Lüge.


C) Die Versuchung Christi zeigt uns noch etwas: Christus ist versucht worden, aber er hat nicht gesündigt. Wir müssen unterscheiden:
Versuchung als solches, die Zustimmung zur Versuchung und die Prüfung.

< Die Versuchung als solches: Sie ist keine Sünde.
Das ist eine Gegebenheit der gefallenen Menschennatur.

< Etwas anderes ist die Zustimmung zur Versuchung.
Eine Versuchung wird erst zur Sünde, wenn wir einwilligen und zustimmen.
Dann führt die Versuchung, wie der Jakobus gesagt hat, zur Sünde und die Sünde führt zum Tod.

< Noch einmal etwas anderes ist die Versuchung als Prüfung.
Eine Versuchung, der wir nicht zustimmen, wird zur Prüfung.
Gott lässt Versuchungen zu, damit wir uns bewähren und im inneren Leben wachsen.
In diesem Sinn haben wir alle unter Prüfungen zu leiden, jeden Tag.
Solche Prüfungen sind keine Sünde. Wir dürfen daran wachsen.


D) Christus hat den Versucher überwunden. Wie hat er das geschafft? Wie können wir es schaffen?

< Christus hat sich nicht auf den Teufel eingelassen, er hat nicht mit ihm Dialog geführt.
Er hat ihm einen Exorzismus entgegengeschleudert, das Wort Gottes,
sein Wort, und der Versucher musste weichen.

Das bedeutet für uns: mit dem Versucher kann man nicht spielen.
Da werden wir den kürzeren ziehen.
Wer sich in den Wirkbereich des Versuchers begibt, wird draufzahlen.
Wirkungsbereiche des Versuchers sind z.B.:
die Irrlehre, der Ungehorsam gegenüber Gott und der Kirche, das Leben außerhalb der schützenden 10 Gebote Gottes, der Hochmut, der Aberglaube, die Esoterik usw.
Das alles sind Einfallstore des Versuchers.

< Christus hat den Versucher mit Gebet überwunden.
Er hat in der Wüste gebetet.
Er hat am Ölberg gebetet, wo er wieder versucht worden ist.

Auch wir brauchen das Gebet.
Wir können nur in der Kraft des Gebetes und der hl. Sakramente kämpfen und siegen.
Wer täglich und treu betet, wird immer wieder siegen, und wenn man gefallen ist, wird man sofort die Kraft bekommen, um wieder aufzustehen.


< Christus hat den Versucher überwunden durch eine klare Entscheidung auch seines menschlichen Willens.

Um einer Versuchung widerstehen zu können, ist eine Entscheidung des Herzens verlangt.
Man muss wollen!
Unser menschlicher Wille ist oft schwach.
Wir müssen ihn an die Gebote Gottes binden.
Wir müssen ihn stärken durch Gebet und durch die heiligen Sakramente.


Im Vater unser bitten wir:
Und führe uns nicht in Versuchung.
Gemeint ist:
Wir bitten um den Geist der Unterscheidung, dass wir erkennen, was Versuchung, Zustimmung und Prüfung ist, welche Folgen die Sünde hat.
Wir bitten Gott, dass er uns von den Versuchungen, die aus uns selber kommen befreit, uns die Kraft schenkt, die Versuchungen zu überwinden und zu siegen.

Maria, Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns. Amen."

-
http://www.pfarre-imsterberg.at


Siehe bitte auch:
Die Schwelle zur Sünde

Die Unterscheidung der Geister

Dämonenlehre der Kirche

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+


Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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