Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#1

Rosenkranz - Gnadenmittel

in Diskussionsplattform Kirche 08.11.2017 11:11
von Heribert (gelöscht)
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Ich bin vor einiger Zeit auf eine ökumenische Internetseite gestoßen, deren Betreiberin sich als gläubige Katholikin sieht. Weil mir die Seite sehr suspekt und zweifelhaft erscheint, will ich sie nicht nennen. Auf der Seite bin ich schließlich auf eine für mich sehr spannende Diskussion zwischen der Betreiberin der Seite, die ich "A." nennen will, und einem Kommentator, den ich "B." nennen will, gestoßen. Die Themen, über die diskutiert wurden, sind mir sehr wichtig, weshalb ich darüber gerne Klarheit haben möchte. Wer hat recht, A., die Seiten-Betreiberin, oder B., der Kommentator? Ich persönlich tendiere mehr zur Meinung des Kommentators, der meiner Meinung nach sehr logisch und klar argumentiert. Dennoch bin ich mir unsicher, da ich bezüglich den Themen ehrlich gesagt keine Ahnung habe. Denn nicht alles, was logisch ist oder so klingt, entspricht der Wahrheit. Da ich sehe, dass hier im Forum sehr kompetente Mitglieder sind, würde ic h gerne Eure Meinung dazu hören. Es ging in der Diskussion im Kern um folgendes:

1. Die Seitenbetreiberin A. vertritt die Meinung, dass der Rosenkranz keine Waffe gegen Satan sei. Das würde die Kirche nicht lehren. Der Kommentator B. argumentiert dagegen wie folgt:

a: die Kirche würde auch nicht lehren, dass Reliquien Waffen gegen Satan wären, und doch habe Gott durch die Reliquien des Apostels Paulus Dämonen ausgetrieben.
b: Die Kirche würde auch nicht lehren, dass der Rosenkranz keine Waffe gegen Satan sei. Sie ließe dies lehrmäßig offen.
c: Schließlich verweist B. darauf hin, dass alles, was heilig ist, und somit auch der Rosenkranz, immer gegen Satan ausgerichtet sei. Dies müsste eigentlich jedem Katholiken klar sein, erklärt er.

2. B. bezeichnet heilige Dinge wie den Rosenkranz und die Reliquien als "Gnadenmittel". Daraufhin erklärt A., die Kirche würde diese Bezeichnung nur für die Sakramente verwenden, nicht auch für Sakramentalien. B . bezichtigte A. daraufhin der Buchstabengläubigkeit und erklärte, dass die Sakramtente ganz besondere und einzigartige Gnadenmittel wären, die durch nichts anderes zu übertreffen und zu überbieten wären, dass Gott aber auch die übrigen heilige Dinge als Mittel verwendet, um Gnaden zu schenken, wie er will, weshalb die Bezeichnung "Gnadenmittel" auch auf diese heiligen Dinge angewendet werden könne. Er nennt dann als biblisches Beispiel und als Beleg wieder die Reliquien des Apostels Paulus, die Gott als Mittel verwendet hätte, um Kranken und Besessenen die Gnade der Heilung und Befreiung zu schenken.

Was sagt Ihr dazu? Wer hat recht und wer nicht? Wie gesagt, ich tendiere zur Meinung von B., bin mir aber nicht sicher, ob ich richtig liege.

Gott zum Gruße
Heribert

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#2

RE: Rosenkranz - Gnadenmittel

in Diskussionsplattform Kirche 08.11.2017 12:57
von Blasius • 1.708 Beiträge

ökumenische Internetseite



Lieber Heribert,

zu Deinem Beitrag eine Ergänzung welche eventuell hilfreiche Infos gibt:

Zitat:


Der Rosenkranz die mächtigste Waffe gegen das Böse


Rosenkranz
Der Rosenkranz, voller Liebe, voller Leben, voller Vergebung, voll von Gott.

Rosenkranz
Er ist das Gebet der Liebe, vereint mit deiner Mutter.
Er ist das Gebet des Lebens Meines Sohnes Jesus.
Er ist das Gebet der vergebenden Liebe, welches jenen das Leben in Gott bringt, die ihre Herzen öffnen und die Wahrheit dieses wunderschönen Gebetes sehen - des Gebetes, das der Rosenkranz ist.
Gott Vater

"Es gibt wohl kaum eine Blume, die von den Dichtern so besungen worden, als die Rose. In der Tat ist auch ein erblühendes Röslein etwas Liebliches, eine erblühte Rose etwas Schönes - ein Kranz, aus Rosen geflochten, etwas Herrliches. Wie man ein Bild oder eine Statue schmückt und bekränzt, so suchen fromme Christen für Maria, die gütige Himmelsmutter, durch ihr Gebet geistigerweise einen Kranz zu flechten.
Zu diesem Kranze prangen die weißen Rosen unschuldvoller Freude, die Geheimnisse des Lebens des Herrn bei seiner Mutter im Frieden und Glück der frühesten Tage und der erblühenden Jugend - die roten Rosen blutiger Leiden - und die gelben Rosen goldigen Himmelslohnes.
So umfasst das Gebet dieses katholischen Rosenkranzes das ganze Leben des Herrn und Heilandes in Freude und Leid auf Erden und in Glorie im Himmel, ein Leben, das, wie es auf Erden mit dem Leben Marias auf das Innigste verbunden war, auch im Himmel vereint ist auf ewig mit der Seligkeit der "Königin aller Heiligen".

Entnommen aus Königin des heiligen Rosenkranzes Ein Gebetbüchlein für den Oktobermonat, 1906

Der Rosenkranz ist der Ruhm der Römischen Kirche … Er nimmt seinen Platz... nach der Messe und den Sakramenten ein. Johannes XXIII

Der selige Bartolo Longo, weithin bekannt als der "Apostel des Rosenkranzes", sagte einst mit rührenden Worten:

O Rosenkranz, gesegnet von Maria, süße Kette, die uns an Gott bindet, Band der Liebe, das uns mit den Engeln vereint,
Turm des Heiles gegen die Angriffe der Hölle,
sicherer Hafen im allgemeinen Schiffbruch,
dich lassen wir nie mehr los.
Du, unsere Stärke in der Stunde des Todes.
Dir gilt der letzte Kuss unseres Lebens, wenn wir sterben.
Der letzte Gruss unserer Lippen sei dein holder Name,
o Königin des Rosenkranzes von Pompeji !
O gute Mutter, du Zuflucht der Sünder, erhabene Trösterin der Betrübten, sei überall gepriesen, heute und immer im Himmel und auf Erde!

Wohltaten und Wirkungen des heiligen Rosenkranzes:

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort in Der heilige Rosenkranz:
Um euch noch mehr zu dieser Andacht der großen Seelen zu
ermuntern, füge ich noch bei, daß der unter Betrachtung der heiligen Geheimnisse gebetete Rosenkranz:
1. uns unmerklich zur vollkommenen Erkenntnis Jesu Christi führt,
2. unsere Seelen von der Sünde reinigt,
3. uns über alle unsere Feinde siegreich macht,
4. uns die Übung der Tugenden leicht macht,
5. uns mit der Liebe Jesu Christi entflammt,
6. uns mit Gnaden und Verdiensten bereichert,
7. uns ein Mittel an die Hand gibt, um alle unsere Schulden gegen Gott und die Menschen zu zahlen und endlich
8. uns von Gott alle Arten von Gnaden erlangt.

Rosenkranz
die mächtigste Waffe gegen das Böse

Don Gabriele Amorth:
Wir wissen gut, wie der heilige Pater Pio den Rosenkranz nannte:Waffe
Waffe von ausserordentlicher Kraft gegen das Böse. Eines Tages hörte einer meiner Exorzistenkollegen den Dämon sagen: „Jedes Ave Maria ist ein Schlag auf mein Haupt; kennten die Christen die Kraft des Rosenkranzes, so wäre das für mich das Ende.“

Aber was ist denn das Geheimnis, das dieses Gebet so wirkungsvoll macht? Es ist dies, dass der Rosenkranz gleichzeitig Gebet und Meditation ist; Gebet zu Vater, zur Muttergottes, zur Heiligsten Dreifaltigkeit; und gleichzeitig christozentrische Meditation. Wie es der Papst in seinem apostolischen Schreiben ausdrückt, ist der Rosenkranz kontemplatives Gebet: man erinnert sich Christus zusammen mit Maria, man lernt Christus kennen durch Maria, man gleicht sich Christus an mit Maria, man verkündet Christus mit Maria.

"Der Rosenkranz ist „eine mächtige Waffe, um die Dämonen in die Flucht zu schlagen.“ Papst Pius XI Enzyklika Ingravescentibus Malis

Seliger Papst Johannes Paul II. in Rosarium Virginis Mariae:

"Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und seiner Tiefe."
und weiter
"Der Rosenkranz der Jungfrau Maria, der sich allmählich im zweiten Jahrtausend unter dem Wehen des Geistes Gottes entwickelt hat, ist ein durch das Lehramt empfohlenes beliebtes Gebet vieler Heiliger. In seiner Schlichtheit und Tiefe bleibt der Rosenkranz auch in dem soeben begonnenen dritten Jahrtausend ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen."

"Die Familie, die zusammen den Rosenkranz betet, gibt ein wenig das Klima des Heimes von Nazareth wieder: sie stellt Jesus in den Mittelpunkt, sie teilt mit ihm Freud und Schmerz, sie legt Bedürfnisse und Vorhaben in seine Hände, von ihm schöpft sie Hoffnung und Kraft für den Lebensweg.“

Papst Johannes Paul I.
„An oberster Stelle steht nicht die Krise des Rosenkranzes. Was an oberster Stelle steht, ist die allgemeine Krise im Gebet heute. Die Menschen sind heute alle von materiellen Interessen beansprucht; sie denken wenig über die Seele nach... Es ist ihnen zu anstrengend ein paar Minuten Zeit für das Innenleben und für das liebevolle Gespräch mit Gott zu finden. Wie schade!“

Papst Paul VI.
„Wenn die Übel zunehmen, sollte die Verehrung desGottesvolkes ebenfalls anwachsen... Betet leidenschaftlich zu unserer gnädigsten Mutter Maria, indem ihr während des Oktobermonates den Rosenkranz betet, wie Wir es bereits angedeutet haben. Dieses Gebet ist gut für die Marienverehrung des Gottesvolkes geeignet ... und am wirkungsvollsten, um den Segen des Himmels zu erlangen.“ (Enzyklika Christi Matri)

Papst Pius XII.

„Wenn ihr alle gemeinsam den Rosenkranz betet, werdet ihr den Frieden in euren Familien geniessen dürfen, die Eintracht der Seelen wird in euren Häusern wohnen.“

„Die Familie, die vereint betet, lebt vereint“
Dort, wo man 10mal, 50mal oder 100mal Maria bittet, jetzt und in der Stunde unseres Todes zu helfen, kann sie es und tut Maria es. In der Geheimen Offenbarung heißt es im 20. Kapitel, daß Satan nach der großen Drangsal mit einer großen Kette für 1000 Jahre gebunden wird. Durch Don Gobbi sagt Maria: "Diese Kette ist der Rosenkranz. Überall, wo der Rosenkranz gebetet wird, muss Satan weichen."

Die Mauer von Jericho ging nicht schneller zugrunde nach dem Trompetenton von Josue, als die falschen Lehren nach einem aufrichtigen Rosenkranzgebet. Der Setzteich in Jerusalem heilte die Wunden der Leibkranken nicht so schnell wie das Rosenkranzgebet, welches ein Medikament für die Seelenkranken ist. (Alfons Liguori)

Solches Lebensproblem, welches man mit Hilfe des Rosenkranzes nicht lösen könnte, existiert nicht.(Schwester Luzia aus Fatima)

Haftet an den Rosenkranz. Seid dankbar Maria, denn sie gab uns Jesus. (Pater Pio)

Das Rosenkranzgebet ist die Synthese unseres Glaubens, es unterstützt unsere Hoffnug und die Glut unserer Liebe.(Pater Pio)

Alle Männer und Frauen, gelehrte und ungebildete Leute, große und kleine Sünder sollen bei Tag und Nacht Rosenkranz betend, Jesus loben. (Ludwig Grignion de Montfort)

Stefan Kardinal Wyszyński:
Der Rosenkranz ist die Sicherheitskette auf den spitzen Felsen der Berghöhen. Man soll an keinem Geheimnis anhalten. Man muss weiter klettern, denn die Blüte des Lebens ist erst auf dem Gipfel.

Man kann nicht gut den Rosenkranz beten und "Ave Maria" flüstern, wenn man an das Jesu Leben nicht nachdenkt.
Jedes "Gegrüßet seist du Maria" ist ein Lob der Mutter Gottes. Es ist wie` ne Rose und in jedem Röslein ist Jesus.
Unsere Gedanken, Gefühle und Worte begrüßen Maria, doch sie richten sich an ihren Sohn, sie freuen sich mit Jesus und betrachten sein Leben.

Es wurde vom Vatikan vorgeschlagen, an bestimmten Wochentagen folgende Geheimnisse zu betrachten:

Montag: freundenreiche
Dienstag: schmerzhafte
Mittwoch: glorreiche
Donnerstag: lichtreiche
Freitag: schmerzhafte
Samstag: freudenreiche
Sonntag: glorreiche

Die freudenreichen Geheimnisse
Jesus, den Du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.
Jesus, den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
Jesus, den Du, o Jungfrau, in Bethlehem geboren hast.
Jesus, den Du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
Jesus, den Du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.

Die lichtreichen Geheimnisse
Jesus, der von Johannes getauft worden ist.
Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat.
Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.
Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist.
Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.

Die schmerzhaften Geheimnisse
Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat.
Jesus, der für uns gegeißelt worden ist.
Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.
Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat.
Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.

Die glorreichen Geheimnisse
Jesus, der von den Toten auferstanden ist.
Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.
Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.
Jesus, der Dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.
Jesus, der Dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat.

Gnadenreiches Gebet nach dem Rosenkranz

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.

Ein vollkommener Ablass,
wird demjenigen Christgläubigen gewährt,
der den Rosenkranz in einer Kirche, in einer öffentlichen Kapelle, in der Familie, in der Ordensgemeinschaft, in einer frommen Vereinigung oder überhaupt mit mehreren, die zu einem ehrenhaften Zweck zusammenkommen, betet.
Der sich während der Fernseh- oder Rundfunkübertragung des Rosenkranzgebetes, das der Heilige Vater betet, mit ihm in frommer Gesinnung vereint.

Ansonsten wird ein Teilablass gewährt.

"Betet jeden Tag den Rosenkranz!"
Mutter Gottes in Fatima

gloria-patri.de/DER-HEILIGE-ROSENKRANZ

https://gloria.tv/article/4EXhpTZRRfic4pz7jLZQRvLci

Zitat- Ende.

Die Meinung von B ist naheliegend.

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 08.11.2017 13:04 | nach oben springen

#3

RE: Rosenkranz - Gnadenmittel

in Diskussionsplattform Kirche 08.11.2017 22:30
von Aquila • 4.720 Beiträge

Lieber Heribert

B. hat richtig im katholischen Sinne argumentiert.
Die Sakramentalien gehören nebst den Sakramenten und dem Gebet mit zu den Gnadenmitteln

Aus "Kleiner Katechismus der Katholischen Kirche" von Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft FSSP:


139. Was ist die heiligmachende Gnade?
Die heiligmachende Gnade ist das übernatürliche Leben der Seele.

Durch sie sind wir Kinder Gottes und Erben des Himmels.

„Seht, welch große Liebe uns der Vater geschenkt hat: Kinder Gottes heißen wir und sind es.” (1 Joh 3,1)
„Sind wir aber Kinder, dann auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi.” (Röm 8,17)

Wir empfangen die heiligmachende Gnade zuerst in der Taufe.

Die Gnade sollen wir in uns aufnehmen, bewahren und vermehren.

140. Was bewirkt die helfende Gnade?
Die helfende Gnade erleuchtet den Verstand und bewegt den Willen, damit wir das Böse meiden und das Gute tun.

141. Durch welche Mittel gibt uns Gott seine Gnade?
Gott gibt uns seine Gnade durch die Gnadenmittel.

142. Was sind die Gnadenmittel? Die Gnadenmittel sind

1) die Sakramente,
2) die Sakramentalien,
3) das Gebet.

-

Pater Deneke, ebenfalls von der Petrus-Bruderschaft, über die Sakramentalien:


"Wichtiger aber für das Verständnis der Sakramentalien ist das Wirken Jesu Christi, der neben der eigentlichen Heils- und Erlösungsgnade auch andere Wohltaten spendete:
Er heilte Kranke, segnete Kinder, trieb Teufel aus, segnete und vermehrte Speisen,
beruhigte den Seesturm, verhalf den Jüngern zu erfolgreichem Fischfang,
wusch ihnen die Füße u.v.a.m.
Bei der ersten Aussendung der Apostel verlieh Er ihnen Vollmacht über unreine Geister,
Krankheiten und jegliche Gebrechen (Mt 10,1).
Die Kirche setzt diese Sendung fort, indem sie Menschen und Dinge, die uns dienlich sind,
segnet und gegen die Nachstellungen des Teufels schützt.

Sakramentalien sind Quasi-Sakramente, die kraft der Fürbitte der Kirche wirken.
Sie sind nicht wie die Sakramente einzeln von Jesus Christus,
vielmehr von der Kirche eingesetzt.
Sie wirken auch nicht aus einer von Gott in sie selbst gelegten Wirksamkeit,
sondern bringen das, was sie bezeichnen, auf die Fürbitte der Kirche hin hervor:
Segen im engen und weiteren Sinne, aktuelle, helfende und stärkende Gnaden, Schutz vor den Einflüssen des Bösen, Weihe an Gott, um von Ihm in Dienst genommen zu werden.

-

Die detaillierten Ausführungen von Pater Deneke siehe bitte hier:
Die Sakramentalien

Über die Sakramentalie hl. Rosenkranz hat @Blasius bereits Hilfreiches gepostet.

Eine ergänzende Korrektur bez. des Ablasses.:
Im Artikel heisst es:

"Ein vollkommener Ablass,
wird demjenigen Christgläubigen gewährt,
der den Rosenkranz in einer Kirche, in einer öffentlichen Kapelle, in der Familie, in der Ordensgemeinschaft, in einer frommen Vereinigung oder überhaupt mit mehreren, die zu einem ehrenhaften Zweck zusammenkommen, betet.
Der sich während der Fernseh- oder Rundfunkübertragung des Rosenkranzgebetes, das der Heilige Vater betet, mit ihm in frommer Gesinnung vereint.
Ansonsten wird ein Teilablass gewährt."


Wir haben erst kürzlich anlässlich Allerheiligen / Allerseelen über den Ablass geschrieben und festgehalten, dass das Ablasswerk für einen vollkommener Ablass immer an die üblichen Bedingung der hl. Beichte und der hl. Kommunion geknüpft sein muss.
Dieser im Artikel fehlende wichtige Hinweis soll denn hiermit ergänzt werden.



Abschliessend der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort in seinem "Goldenen Buch" über die Macht des hl. Rosenkranzes:


"dort, wo die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist,
dort ist
der Teufel nicht"
!
[....]
Ein gut gebetetes Ave Maria, das heisst aufmerksam, andächtig uns schön gebetet, ist nach Auffassung der Heiligen
für den Teufel ein Feind, der ihn in die Flucht schlägt, ein Hammer, der ihn zermalmt....[/rot]
für die Seele ein Mittel der Heiligung, für die Engel eine Freude.
Es ist der Hymnus der Auserwählten, das Hohelied des Neuen Bundes, das Entzücken Mariens und die Verherrlichung der Allerheilgsten Dreifaltigkeit.
Das Ave Maria ist ein himmlicher Tau, der die Seele fruchtbar macht; es ist ein keuscher Liebeskuss, den man Maria gibt, eine flammende rote Rose, die man ihr darbringt,
eine Schale voll Ambrosia und göttlichen Nektars, den man ihr schenkt.
Alle diese Vergleiche stammen von den Heiligen....

DARUM
bitte ich euch inständig bei der Liebe, die ich in Jesus und Maria zu euch hege,
betet täglich den Rosenkranz und wenn ihr die Zeit habt, sogar alle fünfzehn Gesetze;
und ihr werdet in eurer Todesstunde Tag und Augenblick segnen, da ihr mir geglaubt habt.
Und weil
eure Aussaat bestand in Bendeiungen Jesu und Mariens....
DARUM WIRD AUCH EURE ERNTE IM HIMMEL EWIGE BENEDEIUNG SEIN



-


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 08.11.2017 22:31 | nach oben springen

#4

RE: Rosenkranz - Gnadenmittel

in Diskussionsplattform Kirche 09.11.2017 19:02
von Heribert (gelöscht)
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Lieber Blasius, lieber Aquila,

danke für Eure Hilfestellungen und Erläuterungen, die eine klare Sprache sprechen und mir sehr weiterhelfen. Blasius hat sich ja besonders viel Mühe gemacht.

Tja, die Verführungen, die vom Katholizismus wegführen sollen, lauern fast überall. Deshalb bin ich nun sehr glücklich darüber, dass jener Kommentator gegen die Verführungen der Seitenbetreiberin bestens katholisch gekontert und in keinem Punkt nachgegeben und sie Schach Matt gesetzt hat. Auch bin ich froh darüber, dass ich trotz meines dürftigen Wissens doch ein richtiges Gespür dafür habe, was auf den Katholizismus bezogen richtig und was falsch ist. Dafür kann ich dem Heiligen Geist danken, ohne den das gar nicht möglich wäre. Denn was wüssten wir schon ohne den Heiligen Geist und sein Wirken in uns?!

Es nagt nun in mir, dass jene Seitenbetreiberin behauptet, dass die Kirche ausschließlich die Sakramente als "Gnadenmittel" bezeichnen würde, obwohl in dem Katechismus, aus dem Du, Aquila, zitierst, tatsächlich auch die Sakramentalien und das Gebet als Gnadenmittel aufgezählt werden. Aber ich vermute, wenn man die Dame damit konfrontieren würde, sie diesen Katechismus gar nicht akzeptieren würde, weil er kein offizieller Katechismus (von der Kirche herausgegeben) ist. Was im KKK, dem offiziellen Katechismus, zu diesem Thema steht, weiß ich nicht. Habe ihn noch nicht gelesen - bin ja nicht allzu lange katholisch. Werde ich aber nachholen. Und wenn das mit den Gnadenmitteln auch im KKK steht, dann kann ich die Dame auch damit konfrontieren und sie fragen, warum sie die Besucher ihrer Seite mit Falschbehauptungen in die Irre zu führen versucht.

Gott zum Gruße
Heribert


zuletzt bearbeitet 09.11.2017 19:03 | nach oben springen

#5

RE: Rosenkranz - Gnadenmittel

in Diskussionsplattform Kirche 09.11.2017 19:31
von Aquila • 4.720 Beiträge

Lieber Heribert

Dein Wissen bez. der katholischen Lehre ist keinesfalls nur "dürftig", denn die Gabe der Unterscheidung der Geister ist nicht Jedem gegeben.
So ist Dein richtiges Gespür in der Tat eine Frucht des Wirkens des Heiligen Geistes.

Du hast richtig angedeutet, dass die Seitenbetreiberin wohl darauf zielen würde, der zitierte Katechismus sei "nicht offiziell".

Daher zu den Sakramentalien nachfolgend ein Auszug aus dem Katechismus der Katholischen Kirche, der in anderen Worten dasselbe aussagt:

-

1670 Die Sakramentalien verleihen die Gnade des Heiligen Geistes nicht nach Art der Sakramente, sondern bereiten durch das Gebet der Kirche vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken .
„Wenn die Gläubigen recht bereitet sind, wird ihnen nahezu jedes Ereignis ihres Lebens geheiligt durch die göttliche Gnade, die ausströmt vom Pascha-Mysterium des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi, aus dem alle Sakramente und Sakramentalien ihre Kraft ableiten. Auch bewirken sie, daß es kaum einen rechten Gebrauch der materiellen Dinge gibt, der nicht auf das Ziel ausgerichtet werden kann, den Menschen zu heiligen und Gott zu loben" (SC 61).

-

Hier das gesamte Kapitel über die Sakramentalien:
http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P5E.HTM



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 09.11.2017 19:35 | nach oben springen


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