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#16

RE: Erscheinungen und Botschaften von Fatima

in Erscheinungen / Botschaften / Wunder 09.03.2016 14:23
von Blasius • 2.416 Beiträge

Lieber Stephanus,

was zur Zeit in der hl.kath. Kirche möglich ist, zeig unter anderm,
Papst Franziskus.

Dass es Prophetische Worte schon immer gegeben hat,
hast Du mit den Beispielen gut dargelegt- Propheten Jesaja und Jeremia.
Hl: Paulus bestätigt diese Worte.

Eigentlich wären die Biblischen Offenbarungen ausreichend,
warum und weshalb es zu den Privatoffenbarungen gekommen ist,
weiß ich nicht, jedefalls bestätigen die Besucherzahlen
dass sie gebraucht werden, zum Beispiel:

(Mehr als vier Millionen Besucher kommen jährlich nach Fátima)
http://www.portugal-reiseinfo.de/orte/fatima/fatima.htm

Die Gründe , Frau Küble entgegenzutreten und deinen
Persönlichen Standpunkt klar zu machen, verstehe ich.

Nur im nachhinein gesehen, wäre ein vorher prüfen
welchen Standpunkt im Glauben Frau Küble hat sinnvoll gewesen.
So ergibt sich ein aufwendiges, mühevolles Schaden begrenzen
und von Vertrauen bleibt wenig übrig.

Kennst Du die Sichtweise zum Fátima – Gebet, welche
Frau Küble hat?

Möge Dein Vertrauen sich zum Guten Wenden und
der Seelenfrieden keinen Schaden nehmen.

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 09.03.2016 15:55 | nach oben springen

#17

RE: Erscheinungen und Botschaften von Fatima

in Erscheinungen / Botschaften / Wunder 09.03.2016 20:06
von Stephanus (gelöscht)
avatar

Lieber Blasius,

zunächst möchte ich sagen, dass es bei uns Menschen immer eine Gratwanderung ist, wenn man Kritik an Kritiken anderer übt, da man aufgrund der Erbsünde auch immer geneigt ist, dabei die jeweilige Person schlecht zu machen oder darzustellen.

Allein aus diesem Grund sind mir meine Kritiken hier äußerst unangenehm, weil ich nicht weiß, ob bei diesen Kritiken irgendwie auch letzteres mitschwingt, das ich jedenfalls nicht will.

Du schreibst, dass die biblische Offenbarung eigentlich ausreichend wäre. Aber der hl. Paulus schreibt von der Lehre der Kirche her ja in einem seiner Briefe, dass es zwei offizielle Offenbarungsquellen, das von den Aposteln geschrieben und das mündlich Überlieferte. Das zeigt sich ja auch z.B. an der Tatsache, dass in der Heiligen Schrift die hl. Messordnung nicht zur Gänze dargelegt wird. Aufschluss darüber gibt die von Paulus erwähnte mündliche Überlieferung, die andere Glaubensquelle der Kirche, die sog. "Tradition". Beide Quellen zusammen offenbaren uns den ganzen Glauben, und die bald 2000jährige Kirche ist es gemäß Joh. 16,13, durch die uns der Heilige Geist den apostolisch auf beide Weisen überlieferten Glauben entfaltet, uns durch die Kirche in die volle Wahrheit, in den vollen Glauben führt.

Doch eigentlich ist es ja umgekehrt: Eigentlich hätte ja meinem Gedankengang zufolge die Tradition, die mündliche apostolische Überlieferung der Kirche ausgereicht, weil ja, bis auf die Johannesoffenbarung, der Inhalt des Rests der neutestamentlichen Schriften sowieso in der mündlichen Überlieferung von der Kirche gewusst und geglaubt wurde, was ja auch die Tatsache zeigt, dass die Kirche in ihren ersten Jahren überhaupt keine neutestamentlichen Schriften besaß.

Doch Gott wollte sie irgendwann und ließ einen Teil der mündlichen Überlieferung schriftlich verfassen, und wie Er durch Paulus an anderer Stelle schreibt: zur Belehrung, Zurechtweisung usw. Und sie dient auch zur Vertiefung des Glaubens. Ein Beispiel: Die Kirche lehrt uns so manches über die Muttergottes. Nun meint man, dass so manches davon in der Bibel nicht stünde. Überhaupt würde die Bibel äußerst wenig über Maria berichten. Doch wenn man die Bibel genau liest, dann erkennt man, dass sie uns sehr viel über Maria mitteilt, und auch das, was die Kirche über sie lehrt. Erkennt man nun die Tiefe dieser wenigen Berichte über Maria, erfahren wir über Maria Dinge, die sie uns mehr zu verstehen geben als allein die bloßen Lehren der Kirche über sie, z.B. die tiefen Worte über sie in Ps. 45 in seiner korrekten Übersetzung. Oder bedenken wir z.B. Ps. 116, in dem sich Christus im Gebet zum Vater auf seine Mutter beruft: "Wohlan, Herr, ich bin ja Dein Knecht, ich bin Dein Knecht, der Sohn Deiner Magd!", oder in Ps. 86, in dem zum Vater betet: "Verleihe Deinem Knecht Deine Stärke und hilf dem Sohn Deiner Magd!" Christus beruft sich hier auf seine Mutter, Gottes Magd, um im Hinblick auf Sie von Gott zu empfangen, was er begehrte. Das zeigt, welchen übergroßen Wert und welche Größe und Bedeutung die Mutter des Herrn besitzt! Das nur als Beispiel!

Was nun die echten sog. "Privatoffenbarungen" betrifft: Ein Teil dieser Offenbarungen Gottes dient, wie ich oben an zwei Beispielen aufgezeigt habe, lediglich direkt dazu, Menschen zur Kirche und ihrem ihr von Gott gegebenen Glauben und zum kirchlichen Glaubensleben zu führen.

Was nun die echten sog. "Privatoffenbarungen" für die Kirche selbst betrifft, so dienen diese grundsätzlich dazu, den (schwachen) Glauben der Gläubigen zu stärken oder voranzutreiben und ebenfalls zu vertiefen und gewisse Gnaden in Bezug auf bestimmte Gebete und Andachten zu gewähren, um die Gläubigen durch diese in der Frömmigkeit und Heiligkeit auch besser wachsen zu lassen. Sie schenken auch eine gewisse Wärme inmitten der "kühlen" und verkopften Theologie, in der der Gläubige tief in die katholische (christliche) Spiritualität eintauchtt und seine Seele in ihr entfaltet, was ihm sonst verwehrt bliebe. Natürlich wäre dazu noch viel mehr und tieferes zu sagen.

Was nun die Botschaften von Fatima betrifft, so beziehen sich diese praktisch auf zwei Bereiche, die auch engstens miteinander verknüpft sind - zum einen die Rettung der Seelen und zum anderen die Prophetie über die globalen Gefahren für die Kirche, die Seelen und die Menschheit, die von Russland ausgingen. Es ist ja Fakt, dass die Kirche aus ihrem Glaubensschatz, den sie hütet und bewahrt, über Vieles nicht wissen kann, was Ihr und der Welt in der Zukunft an Gefahren droht. Um zu warnen, gibt Gott dann solche "Privatoffenbarungen" der Kirche, damit sie sie alles befolgt, was in diesen "Privatoffenbarungen" gefordert wird, damit das angekündigte Unheil durch die Kirche verhindert wird.

So forderte die Muttergottes von Fatima den Heiligen Vater auf, zusammen mit allen Bischöfen der Welt, Russland, und nur Russland, öffentlich und feierlich ihrem Unbefleckten Herzen zu weihen, damit sich Russland bekehre (d.h. katholisch werde!), es infolge dieser Bekehrung Friede (in der Welt) sei und Ihr Unbeflecktes Herz triumphiere! Viele gläubige Katholiken meinen ja, dass die geforderte Weihe spätestens durch Papst Johannes Paul II. vollzogen worden wäre. Da sich Russland aber bis heute nicht bekehrt hat, wie von Gott durch die Muttergottes für den Fall der Weihe versprochen, und auch der Friede nirgens in Sicht ist, und auch Ihr Unbeflecktes Herz nach wie vor in der Welt nicht triumphiert, sondern das böse "Herz" Satans, so hat die Weihe folglich nicht stattgefunden, zumindest nicht so, wie sie gefordert wurde!

Bedenken wir: Hätte die Weihe, wie gefordert, noch vor Hitlers Machtergreifung stattgefunden, so hätte auch sowohl der Holocaust als auch der Zweite Weltkrieg verhindert werden können.

Wir sehen an diesem Beispiel, wie wichtig "Privatoffenbarungen" sind, die Gott an seine Kirche richtet.

Schade und auch sehr schlimm, dass sie nicht gehört und befolgt werden, außer von einer ganz kleinen Schar, die es auch ist, die händeringend um die Russlandweihe betet, da Russland und der Westen wieder in Konflikt miteinander geraten sind und die Welt nun in dieser fortlaufenden Entwicklung in den Dritten Weltkrieg hineinläuft! Warten wir ab, wenn irgendwann nach Putin die Linken, die Kommunisten, in Russland wieder an der Macht sein werden. Dann wirds ganz Aus sein! Denken wir in diesem Zusammenhang an den hl. Pater Pio, der vorhergesehen hat, wie die Kommunisten in Italien über Nacht an die Macht kommen werden. Die Linke wird, von Russland ausgehend, in ihrer Urform wieder mächtig an Aufschwung gewinnen. ...

Das Vergangene und das noch Kommende wollte Gott durch die Gottesmutter von Fatima verhindern. Aber das ist ja eh nur eine "private Offenbarung", an die man angeblich nicht glauben müsse, obwohl sie von der Kirche, anders als Küble behauptet, sehr wohl himmlischen Usprungs ist (vor dem Vatikanum II!). Und da sie von Gott kam, so geziemt es sich für uns Menschen nicht, sie abzulehnen und obendrauf noch zu bekämpfen, da auf Gott immer und ausnahmlos gehört werden soll!

Was Küble betrifft, schrieb ich ja, dass ich sie seit 2012 persönlich kenne. Sie war bei mir einige Male zu Besuch und schickte mir so manche evangelikal-protestantische Bücher zu, in denen angeblich biblisch dargelegt wird, dass Gott sich seit der Johannesoffenbarung nicht mehr mitteile. In einem der Bücher wird oberndrauf noch die katholische Kirche angegriffen und angefeindet. Wo Küble steht und warum sie gegen alle kirchlich approbierten und anerkannten "Privatoffenbarungen" ist, lässt sich daran deutlich erkennen. Für sie haben diese kirchenfeindlichen Evangelikalen offenbar mehr Gewicht als der Glaube der Kirche, welcher sagt, dass Gott auch nach der Johannesoffenbarung sich in mancherlei Art und Weise in Form von "Privatoffenbarungen" mitteilen kann und es auch täte.


Liebe Grüße
Stefan

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