Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#6

RE: Papstkuß für Waldenserbibel – Papst Franziskus, Don Bosco und die Waldenser

in Nachrichten 25.06.2015 20:29
von Kristina (gelöscht)
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Andi, ich weiß nicht, warum Gott das zulässt.
Zuerst gilt ja die freie Entscheidung jedes Menschen, auch der Kleriker.

Aus dem Negativen lässt Gott positives entstehen. Das gibt Hoffnung.

Aber es ist ein Versuch, wenigstens das Verhalten der Päpste zu erklären.




Dies, und nur dies, ist das Ziel der Kirche: das Heil der Seelen, das Heil jedes einzelnen.
Hl. Josemaría Escrivá


„Außerhalb der Kirche kein Heil"
(Katechismus der Katholischen Kirche Absatz 3, 845)

zuletzt bearbeitet 25.06.2015 22:10 | nach oben springen

#7

RE: Papstkuß für Waldenserbibel – Papst Franziskus, Don Bosco und die Waldenser

in Nachrichten 25.06.2015 20:37
von Andi • 1.027 Beiträge

Ich weiß auch nicht warum es Gott zuläßt das seine Kirche so von der Irrlehre überschwemmt wird. Kann nur vermuten das es auch eine Prüfung für die Kleriker und für die Gläubigen ist.

Aquila postete doch mal dies vom HL. Augustinus:

Der hl. Augustinus – in Himmel

Über dreierlei werden wir sehr erstaunt sein, wenn wir in den Himmel kommen:

1. Dass viele dort sind, von denen wir mit Sicherheit angenommen hätten, dass sie nicht dorthin kommen

2.dass viele nicht dort sind, von denen wir mit Sicherheit angenommen hatten, dass sie dort im Himmel sind und

3. am meisten werden wir uns wundern, wenn wir selbst dorthin kommen.

Unter Nr.1 sind dann viele Kleriker gemeint meiner Auffassung nach. Da wird dann ein Levebre kilometerweit über einem Franziskus stehen tipe ich mal. Aber ist nur meine Vermutung.


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#8

RE: Papstkuß für Waldenserbibel – Papst Franziskus, Don Bosco und die Waldenser

in Nachrichten 25.06.2015 23:52
von Aquila • 5.663 Beiträge

Lieber Andreas

Ich kann Dein Unverständnis sehr gut nachvollziehen.

Beim Anblick derartiger "Kuss"- Bilder
- und davon hatten wir ja gar ein noch Unfassbareres; @Kristina hat den "Korankuss"
durch Papst Johannes Paul II. erwähnt -
wird das Herz traditionsverbundener Katholiken schwer und traurig.....
dasjenige der ohnehin meist lau und gleichgültigen Katholiken dagegen "leicht und beschwingt".
@Kristina hat dankenswerterweise die Zitate betr. des angestrebten
"Humanismus" gepostet.

Die nachkonziliären Päpste führen denn auch lediglich aus,
was die liberalen Vordenker und Macher des Vatikanum II. vorgelegt haben.

So scheint die von Kardinal Suenens
- einem dem liberal progressiven Flügel beim 2. Vatikanischen Konzil Zugehörigen -
gemachte seinerzeitige Aussage heute bereits Realität ?
Fast ist man angesichts der aktuellen,
teils Verwirrung verursachenden Geschehnisse versucht zu sagen "Ja".

Die Kirche als eine ( unter vielen anderen ?!)
banale "Kraft des Friedens"
zum "Aufbau des Humanismus von morgen" ?!.
So jedenfalls wollte es wohl Kardinal Suenens sehen:
-

"Nichts wird das Papsttum von jedweden Verdacht des Absolutismus freisprechen
als der tägliche geübte Vorrang des Dienens,
der mehr Wirkung haben wird als alle Lehrstreitigkeiten….
ohne zeitliche Macht zu besitzen,
hat die Kirche des II. Vaticanum nur das eine Ziel; der Welt zu helfen,
indem sie die Menschen von Unwissenheit,
Misstrauen und brudermörderischen Hass befreit,
und ihr behilflich zu sein
gemeinsam mit allen Mächten des Friedens
den Humanismus von morgen zu bauen


-

Auch die Freimaurerei könnte es wohl nicht besser formulieren !?


Das aufgeführte Zitat von Kardinal Suenens
ist umso bedeutsamer,
als sich Papst Franziskus bei einem Vortrag anlässlich des 37. Jahrestreffens der
"katholischen charismatischen Erneuerung" vom 1. Juni
explizit auf Kardinal Suenens bezog,
also auf einen der liberalen "Moderatoren" des II. Vaticanum.

Dieser Kardinal Suenens schrieb im Jahre 1968 in "Die Mitverantwortung der Kirche"

-
Je mehr das kirchliche Aggiornamento, das eigentliche Ziel des Konzils,
an Gestalt und Festigkeit gewann, umso leuchtender wurde
sein universaler menschlicher Wert sichtbar.
[....],
Auf die Welt hören bedeutet, sich
auf die menschliche Verfassung von heute einzulassen
oder wie der Konzilstext sagt 'die Zeichen der Zeit erforschen'


-

Und in "Die Welt als Aufgabe" (!?) betonte er:

"Den Menschen von seiner Verantwortung vor der Geschichte aus definieren,
heisst die Umrisse des Menschen unserer Zeit bestimmen,
des Menschen, den wir in uns und um uns heran bilden müssen,
damit er zur Würde eines Lebens in planetarischen Dimensionen gelangt.
Einen Humanismus der Verantwortlichkeit entwickeln ,
ist letzten Endes die grosse Aufgabe unseres Jahrhunderts,

eine geistige und ethische Aufgabe,und niemand hat das Recht sich ihr zu entziehen;
am allerwenigsten die Kirche"

-

Dies als Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis der aktuellen kirchenpolitischen Ausrichtung.

Doch dies alles erklärt immer noch nicht Deine Frage nach dem "Warum".

Dem hl.Vinzenz v. Lerins werden folgende Aussagen zugeschrieben
( ich schreibe "werden zugeschrieben", weil ich sie bislang quellenmässig nicht bestätigen kann; sie wurden in einem Forum von einem Kommentator gepostet)

Es gibt Päpste, die der Heilige Geist will, die Er duldet oder die Er zur Strafe schickt....

Auch wenn wie gesagt diese Aussage nicht eindeutig belegbar ist,
hat sie per se doch einiges Bedenkenswertes:
Es ist denn immer der Heilige Geist, der wirkt.....
und es ist immer der Heilige Geist, der das "letzte Wort" hat....

Dass gerade heute traditionsverbundene Katholiken eine besonders schwierige Prüfung
zu bestehen haben, ist nicht (mehr) von der Hand zu weisen.
Hier gilt es denn unerschütterlich der traditionsverbundenen Lehre der Kirche die Treue zu halten und damit auch im Wissen um das Wirken des Heiligen Geistes der Treue zum Papstamt,
auch wenn dies in jüngster Zeit oft einer nicht leichten inneren Überwindung bedarf.

Denn....so
Pater lic. Sven Conrad von der Petrus-Bruderschaft FSSP:

-

[....]
Aber auch mit Blick auf die Kirchengeschichte wissen wir,
dass einerseits ( nach menschlichem Urteil )
schwache Päpste die Kirche nicht untergehen liessen,
dass aber andererseits sehr wohl
alle Reformbewegungen,
die sich vom Felsen Petri gelöst haben,
letztlich untergehen mussten
.

[....]




Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 26.06.2015 00:24 | nach oben springen

#9

RE: Papstkuß für Waldenserbibel – Papst Franziskus, Don Bosco und die Waldenser

in Nachrichten 26.06.2015 09:02
von Kristina (gelöscht)
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Der Gegensatz zwischen Piusbruderschaft und Vatican ist schon sehr groß.
Sie und andere Bruderschaften kommen einem vor, wie ein Bollwerk gegen die humanen Bestrebungen des Vereins und dem was wir vom Vatican lesen müssen.
Alle wollen eine bessere und friedvollere Welt schaffen und sie haben alle einen Plan dazu.

Aber das dies aufgrund der Erbsünde nicht funktionieren kann, werden sie irgendwann spätestens kurz vor Schluss begreifen.

Nur Jesus Christus kann uns den wirklichen und echten Frieden geben.



Dies, und nur dies, ist das Ziel der Kirche: das Heil der Seelen, das Heil jedes einzelnen.
Hl. Josemaría Escrivá


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes:
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#10

RE: Papstkuß für Waldenserbibel – Papst Franziskus, Don Bosco und die Waldenser

in Nachrichten 26.06.2015 19:56
von Andi • 1.027 Beiträge

Lieber Aquila,


Es gibt Päpste, die der Heilige Geist will, die Er duldet oder die Er zur Strafe schickt....

diese Aussage des hl.Vinzenz v. Lerins ist durchaus nachvollziebar und einleuchtend wobei Papst Benedigt XVI. noch der harmloseste war in der Hinsicht von den Nachkonzilspäpsten. Ich hatte vor kurzem ein älteres Video von ihm gesehen, wo er den Fehler einräumte, das Schreiben für Die Abschaffung der hl.Inquisition verfasst zu haben, wodurch dann der Papst die hl.Inquisition in Kongretation für die Glaubenslehre umbenannte. Das war dann auch das Ende für Kardinal Ottiviani der der letzte Inquisitor war. Er wäre auch sicher ein giuter Papst geworden.

Kristina hat auch vollkommen Recht wenn sie schreibt: Aber das dies aufgrund der Erbsünde nicht funktionieren kann, werden sie irgendwann spätestens kurz vor Schluss begreifen.


Was für eine Naivität der Päpste. Man könnte gerade meinen, sie hätten nie Kirchengeschichte studiert. Man kann nur hoffen das mal wieder ein Papst wie Pius X kommt, aber zwischenzeitlich wurden schon so viele "humane" Kardinäle einberufen, die dann zur Wahl stehen werden das die Hoffnung gering ist.


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
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und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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