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#1

Der hl. Josef

in Unsere Fürsprecher 11.04.2013 21:39
von Aquila • 4.140 Beiträge

Der hl. Josef ist der Schutzpatron unserer Heiligen Mutter Kirche.


Weiteres in folgendem Apostolischen Schreiben:

APOSTOLISCHES SCHREIBEN
REDEMPTORIS CUSTOS
VON PAPST JOHANNES PAUL II.
ÜBER GESTALT UND SENDUNG
DES HEILIGEN JOSEF
IM LEBEN CHRISTI UND DER KIRCHE

http://www.vatican.va/holy_father/john_p...-custos_ge.html


zuletzt bearbeitet 11.04.2013 21:41 | nach oben springen

#2

RE: Der hl. Josef

in Unsere Fürsprecher 24.04.2013 21:42
von blasius (gelöscht)
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Liebe Mitleserinnen und Leser,

bald ist erster Mai, Tag der Arbeit, wer ist der wichtigste Arbeiter in
unserer Kirche und in unserem Leben?


Zitat:

Josef, der Ziehvater Jesu, stammte aus dem Geschlecht des Königs David. Er lebte als Zimmermann in Nazaret und war der Verlobte Marias, der Mutter Jesu. Als er erfuhr, dass Maria schwanger war, zweifelte er an deren Treue und wollte sich von ihr trennen; doch ein Engel erklärte ihm in einem Traum, dass Maria vom heiligen Geist schwanger sei. So blieb Josef bei ihr (Mt 1,18-25).
Wegen einer von den Römern angeordneten Volkszählung musste er mit der schwangeren Maria nach Betlehem reisen. Dort wurde Jesus geboren (Lk 2,1-7). Wiederum hatte Josef einen Traum: Er sollte mit seiner Familie nach Ägypten fliehen, um dem Kindermord des um seine Herrschaft fürchtenden Herodes zu entgehen (Mt 2,13-15). Erst nach dem Tod des Herodes im Jahr 4 n.Chr. konnten sie in ihre Heimat zurückkehren (Mt 2,19-23). Zum letzten Mal wird Josef in den Evangelien erwähnt, als er und Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel diskutierend mit den Schriftgelehrten vorfanden (Lk 2,41-51). Das öffentliche Auftreten Jesu hat er nicht mehr erlebt.
Lange Zeit ist es still um den heiligen Josef, doch dann entdeckt die Kirche seine Verehrung, zunächst im Osten, später auch im Westen. Sicher, der heilige Josef ist bei allen Festen, die in Zusammenhang mit der Geburt Jesu stehen, ganz selbstverständlich dabei. Wer sehen ihn Weihnachten an der Krippe Jesu und am Fest der Darstellung des Herrn neben Maria mit dem Jesuskind im Tempel. Einen eigenen Festtag erhält er allerdings erst relativ spät.
Sichere Belege für ein Fest des hl. Josef am 19. März finden sich erst im 12. Jahrhundert und es dauerte noch bis zum 15. Jahrhundert, bis dieses Fest für die ganze Kirche eingeführt wurde. 1621 wurde der Josefstag zu einem gebotenen Feiertag. Pius IX. erklärte 1870 den hl. Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche und erhob den Rang seines Festtages am 19. März zu einem Hochfest. Seit dem Jahr 1955 hat der heilige Josef mit dem Festtag des heiligen Josef, des Arbeiters am 1. Mai einen weiteren Gedenktag im Kirchenjahr.
Joseph ist der stille Mann im Hintergrund, von dem in der Heiligen Schrift kein einziges Wort überliefert ist. Und doch ist er von wesentlicher Bedeutung, für Maria, für Jesus als Mensch, für Gott, und auch für uns. Joseph leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Gott unter uns Menschen leben kann.
Joseph tat, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. (Mt 1,24)
Wie Maria, so spricht auch Joseph sein "fiat" zum Willen Gottes. Doch das geschieht anders als bei Maria. Ihm tritt nicht der Erzengel Gabriel leibhaftig gegenüber, sondern es erscheint ihm ein namenloser Engel im Traum. Ist er uns dadurch aber nicht umso näher? Dass ein Erzengel leibhaftig einem Menschen erscheint, ist etwas einmaliges. Doch dass ein Engel zu einem Menschen im Traum spricht, das kann jedem passieren. Wir merken es vielleicht nur nicht immer. Doch wenn wir den Willen Gottes tun möchten, so sagt uns Gott doch immer wieder auf irgendeine Weise, was er von uns möchte. Joseph hört die Stimme Gottes, der durch einen Engel im Traum zu ihm spricht. Bitten wir den heiligen Joseph um seine Frürsprache, dass auch wir zu solch hörenden Menschen werden.
Ein ehrlicher Mensch erntet vielfachen Segen
und wer auf seinen Herrn achtgibt, wird geehrt. (Spr 28,20. 27,18)
Dieses Zitat aus den Sprichwörtern, das früher die Kirche für das Fest des hl. Josef vorgesehen hatte, trifft das Wesen des Heiligen. Er war gut und gerecht, ein ehrlicher Mensch, der treu den Auftrag Gottes befolgt hat und auf seinen Herrn achtgegeben hat. Er hat im Kind, das seine Verlobte geboren hat und das nicht von ihm stammte, den Sohn Gottes, den Herrn Jesus Christus erkannt.
Wie Gott das Ja Marias brauchte, um seinen Plan zu erfüllen, so brauchte er auch das stille Ja des hl. Josef. Denn hätte Josef die Schwangerschaft Mariens nicht akzeptiert, wäre sie sicher aus der Gesellschaft ausgestoßen, wenn nicht gar als Ehebrecherin gesteinigt worden. Heutzutage werden alleinerziehende Mütter von der Gesellschaft akzeptiert, aber das ist noch nicht lange so. Über Jahrhunderte hinweg galt ein außereheliches Kind als Schande. Wir müssen uns die ganze Tragweite der Situation bewusst machen, in die Maria durch ihr Ja zu Gottes Plan geraten ist.
Josef verstößt Maria nicht, sondern nimmt sie zu seiner Frau und nimmt ihr Kind an wie sein eigenes. Er ist der Ernährer dieser für damalige Zeiten kleinen Familie und er war Jesus ein guter Vater, auch wenn er wusste, dass ein ganz anderer der wahre Vater ist. Lukas berichtet uns, dass auch Jesus sehr bald darum wusste, wer sein wahrer Vater ist, spätestens ab seinem zwölften Lebensjahr, als er zu seinen Eltern, die ihn im Tempel fanden, sagte: "Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" (Lk 2,49)
Joseph ist ein Mann des Hörens und er ist zugleich ein Mann des Tuns. Für ihn gibt es kein langes Diskutieren. Er tut sogleich das, was Gott von ihm will. Er sagt nicht, ja man müsste eigentlich ... und tut doch nichts. In Stille, ohne groß von sich reden zu machen, erfüllt er seinen Auftrag.
Dabei ist er mehr als ein bloßer Befehlsempfänger. Er handelt in Freiheit und aus Überzeugung. Was mir besonders wichtig erscheint ist, dass Gott Joseph aktiv in seinen Plan mit einbezieht. Joseph erfährt nicht irgendwie von hinten herum oder indirekt durch Maria, dass Gott da irgendeinen Plan hat. Gott selbst weiht ihn durch einen Engel ein.
Gott zeigt Joseph, dass es seine Aufgabe ist, für den heranwachsenden Gottessohn zu sorgen. Dies schließt mit ein, dass Joseph als keuscher Gefährte mit Maria zusammenlebt und auf die geschlechtliche Gemeinschaft mit ihr verzichtet. Das war sicher nicht leicht für ihn. Sicher hatte er andere Erwartungen, als er sich in das schöne junge Mädchen namens Maria verliebt und sich schließlich mit ihr verlobt hatte. Joseph hatte weg gehen können. Doch er blieb. Er nahm den Willen Gottes als den seinen an.
Erst durch Joseph wird Jesus der verheißene Sohn Davids. Er war aus dem Stamm Juda und in ihm floß das königliche Blut des Urahnen David. Obwohl Jesus nicht sein leiblicher Sohn ist, folgt der Stammbaum Jesu der Tradition gemäß doch seiner Linie. Der Gottessohn ist für ihn wie sein eigener Sohn. Joseph ist immer für Maria und Jesus da. Er führt die Heilige Familie sicher durch schwierige Zeiten. Er hält treu zu den ihm Anvertrauten, eben weil er nicht bloß Statist ist, sondern weil Gott ihm die Sorge für seinen Sohn und dessen Mutter anvertraut hat und er diese bewusst angenommen hat.
Joseph tat, was Gott von ihm wollte. Sein Wille war eins mit dem Willen Gottes. Das ist, egal wo wir stehen, auch unsere Aufgabe. Den Willen Gottes erkennen und ihn tun. So können wir mitarbeiten am Aufbau des Reiches Gottes. Bitten wir den heiligen Joseph dazu um seine Fürsprache.
Josef, der Hörende

Aus der Litanei zum heiligen Josef
Heiliger Josef, bitte für uns
Du edler Nachkomme Davids,
Du weiser Josef,
Du gerechter Josef,
Du starkmütiger Josef,
Du treuer Josef, bitte für uns
Du Beispiel der Geduld,
Du Freund der Armut,
Du Vorbild der Arbeiter,
Du Stütze der Familien, bitte für uns
Du Trost der Bedrängten,
Du Hoffnung der Kranken,
Du Patron der Sterbenden,
Du Schutzherr der Kirche,
bitte für uns.

Heiliger Joseph, Du hast gehört auf das, was Gott von dir wollte. Du hast nicht nach dem Augenschein und Hörensagen geurteilt. In Liebe warst Du der Dir anvertrauten Frau, Maria, verbunden. Als sie schwanger wurde ohne Dein Zutun hast Du sie nicht verstoßen, wie es die Sitte gefordert hätte.
Du hast Gottes Ruf im Traum gehört und glaubend angenommen, dass Du für das Kind sorgen sollst - für Gottes Sohn, als wäre es Dein eigener.
Gott hat dich mit Gnaden reicht beschenkt. Auf deinen Armen durftest du den Heiland tragen, und unter deinen Augen wuchs er heran. Du bist gepriesen unter allen Männern, und gepriesen ist Jesus, das göttliche Kind deiner jungfräulichen Lebensgefährtin.
Als dem Kind Gefahr drohte, hast Du nicht einfach weggesehen. Wieder hast Du Gottes Wort geglaubt, hast alles verlassen, Deine Arbeit, Deine Heimat, und bist mit Deiner Familie aufgebrochen in die Fremde, nach Ägypten, um Gottes Sohn in Sicherheit zu bringen.
Nach eurer Rückkehr ins Heilige Land hast Du weiter treu gesorgt für das Kind und seine Mutter, in alles Stille und Bescheidenheit, um das Geheimnis wissend, das Deine Familie umgab.
Du hast das öffentliche Wirken Jesu nicht mehr erlebt, aber Gott hat Dich in den Himmel erhoben. Dort hast Du weiter auf Deine Familie geschaut. Durch alle Zeiten schaust Du auf uns Kinder Gottes, hörst unsere Bitten und stehst uns gnädig bei. Sei du allezeit unser Fürsprecher in unseren Sorgen um unsere Familien, um unser Wohlergehen und unsere Berufsarbeit. Stehe uns endlich auch gütig bei in der Stunde unseres Todes.
Heiliger Joseph, bitte für uns, dass auch wir auf Gottes Wort hören, wie Du es getan hast, und gehorsam seinen Willen tun. Bitte für uns in unseren Nöten und steh uns bei, dass wir einst das Ziel unseres Lebens erreichen, ewig bei Gott zu sein. Amen.


Heiliger Josef bitt für uns, blasius

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