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#6

RE: Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts

in Die Glaubenskongregation 29.03.2021 15:43
von Aquila • 6.234 Beiträge

Lieber @Andi


Ich habe es womöglich etwas missverständlich dargestellt:
Nicht meine Einleitung hat für Empörung gesorgt, sondern der Antwort der Glaubenskongregation auf die Dubia.
Ich habe dies in meiner Einleitung zum Fest hl. Joseph angesprochen:

+
Aktuell: Das den Beistand des Heiligen Geistes belegende unmissverständlichen "Nein" der römischen Glaubenskongregation zur Frage der "Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare"
Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts
Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts
löste "empörte" Reaktionenen häretischer Gruppierungen aus....

+

Sicherlich hätten dieselben Gruppierungen auch keine Freude an meinen Ausführungen....


Ja, das Kirchenrecht umschreibt eindeutig die Tatbestände der Häresie und der Apostasie.
Was bei diesen Gruppierungen auf den ersten Blick als lediglich Häresie aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen sehr oft als Frucht einer bereits tief sitzenden Apostasie, sodass sie de facto der Sünde gegen den Glauben verfallen sind.



Pater Recktenwald von der Petrus-Bruderschaft schreibt dazu:


"Direkte Sünden gegen die göttliche Tugend des Glaubens
sind Apostasie und Häresie.
Apostasie ist der Abfall vom Glauben,
das ist die Leugnung der Existenz eines persönlichen Gottes oder der Gottheit Jesu.

Häresie ist die
Leugnung einer Glaubenswahrheit oder der hartnäckige Zweifel an ihr.
Wenn sie sich nach außen kundgibt, ist sie nicht bloß eine Sünde, sondern ein Delikt im Sinne des Kirchenrechts.
Der geltende Kodex des Kirchenrechts (CIC 1983) definiert
die Häresie im canon 751 auf folgende Weise:

"Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte hartnäckige (pertinax) Leugnungeiner kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen hartnäckigen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit."

Die Leugnung und der Zweifelsind hartnäckig, wenn man es tut, obwohl man weiß, daß es sich um Glaubenssätze handelt,
die die Kirche als göttlich geoffenbart zu glauben vorstellt.
Das ist bei allen Dogmen der Fall.
Wer hartnäckig ein Dogma leugnet oder anzweifelt, ist laut geltendem Kirchenrecht automatisch exkommuniziert:

"Der Apostat, der Häretiker oder der Schismatiker ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu" (can 1364 §1;
"Tatstrafe" bedeutet, daß die Strafe von selbst durch Begehen des Delikts eintritt, vgl. can 1314)."

-


Und auch Deine Anmerkungen bez. der Mitschuld von diesem Treiben tatenlos zustehenden ( oder schlimmer noch diese unterstützenden) Bischöfen ist völlig zutreffend:

Noch einmal Pater Recktenwald:
-

"Schließlich kann man auch sündigen durch Mitwirkung bei Sünden gegen den Glauben.
Formen der Mitwirkung sind Anstiftung zur Sünde, Ermunterung, Gutheißung, Zulassung. Mitwirkung zur Sünde ist auch dann gegeben,
wenn man schweigt und gewähren läßt, wo man aufgrund seines Amtes die Pflicht hätte, Einhalt zu gebieten.
Prof. Dr. Georg May hat in einem mutigen Artikel
auf diese Prinzipien hingewiesen und sie auf die heutige kirchliche Situation angewendet:
"Bischöfe, die Irrlehrer wirken und das Volk vergiften lassen, machen sich mitschuldig an fremden Sünden durch Einwilligung. Bischöfe, die zu den Irrlehren von Theologen schweigen, obwohl ihr Amt sie verpflichtet zu reden, machen sich dadurch mitschuldig an dem Ruin zahlloser Seelen, der durch die Theologen hervorgerufen wird" ("Fremde Sünden", in: "Ausgewählte Aufsätze", S. 190)."

-



Ein Mitbruder von Pater Recktenwald
- Pater Dieter Biffart -
hat in einem Rundbrief die untrennbare Verknüpfung von Glaubensabfall und sittlich- moralischer Aufweichung betont; ein seelengefährdendes, in die Knechtschaft der Sünde führendes Konglomerat:
-

[....]
"Heute hingegen versucht man den biblischen Glauben an die Tagesmeinung anzupassen
.
Dogmatische Fragen wie die Gottheit Jesu spielen daher immer weniger in der Verkündigung eine Rolle, während moraltheologische Fragen der öffentlichen Meinung angepaßt werden, gegen das eindeutige Zeugnis der Hl. Schrift und Tradition.
Dem Lehramt der Kirche wird der Gehorsam verweigert, Gottes Wahrheit durch irrige Menschenmeinung ersetzt.
Gott hat gesprochen, der Mensch widerspricht.
Welche Hybris kommt darin zum Ausdruck!
Die Irrtümer in der Moral kommen durch eine Vernachlässigung des Glaubens, der immer an erster Stelle steht.
Zuerst kommt
das Licht (Glaube),
erst dann das Leuchten (Moral).
Ohne das Glaubenslicht wird der Mensch zum «Maulwurf», der nur schwer einen klaren Blick zum guten Handeln hat. Die Krise der Moral ist daher die logische Folge der Glaubenskrise. Anstatt zu den Wurzeln zu gehen und auf Gottes Wort zu hören, biedert man sich dem Zeitgeist an.
Den Geboten des Sittengesetzes stellt man die sogenannten konkreten Situationen entgegen, weil man im Grunde gar nicht mehr glaubt, daß Gottes Gesetz immer der einzige Weg ist, der für den Menschen gut ist.
+
Eine in sich schlechte Handlung kann daher unter keinen Umständen ein vertretbarer Akt werden
und schon gar nicht den kirchlichen Segen empfangen.
Es gibt keinen Umstand, der eine moralische Norm aufhebt.

Das würde bedeuten, daß der Schöpfer sich selbst widerspricht und auffordert, gegen Seine weise Ordnung zu handeln.
+
Neben einem Glaubensverlust herrscht die Angst, vor der Welt als altmodisch und lieblos zu gelten. Die wahre Liebe hingegen ist stets mit der Wahrheit verknüpft.
Gibt es eine größere Lieblosigkeit, als dem Suchenden die Wahrheit vorzuenthalten und ihn zu ermuntern, den Weg der Sünde weiterzugehen, zum seelischen Verderben?
Die Wahrheit ist das einzige Licht, das den Menschen zum ewigen Leben führt und ihn bereits hier auf Erden vor Enttäuschungen und Abgründen bewahrt.
Freiheit ohne Wahrheit endet in der Sklaverei.
Der Wahrheit kann man sich nur dann verweigern, wenn man sie nicht sucht oder es sich in der Sünde bequem gemacht hat.
[....]

-


Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#7

RE: Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts

in Die Glaubenskongregation 30.03.2021 22:02
von Andi • 1.077 Beiträge

Lieber @Aquila,

erstmal danke für deine Mühe und die völlig richtigen und zutreffenden Erklärungen. Würde der vorgesetzte Bischof wohl eher einen Brief oder eine email lesen ? Was denkst du ? Oder wird er beides totschweigen ?


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#8

RE: Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts

in Die Glaubenskongregation 31.03.2021 21:58
von Aquila • 6.234 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Lieber @Andi

Brief und E-Mail haben beide ihre Vor- und Nachteile.


Ein Brief hat aufgrund seiner heute nurmehr noch "Seltenheit" sicherlich einen grösseren Merkeffekt.
Allerdings ist davon auszugehen, dass Briefe zunächst in den bischöflichen Vorzimmern landen.
Wann der Bischof Briefe zu lesen bekommt, bleibt allerdings offen.


Eine E-Mail dürfte bei entsprechendem persönlichen Account den Bischof ohne Umwege erreichen.
Bei einem allgemeinen info-Account wären wohl wiederum die Vorzimmer am Zuge.
Auch ist zu bedenken, dass E-Mails im Pulk vieler anderer an Merkeffekt verlieren.


Um besondere Aufmerksamkeit für das berechtigte Anliegen zu erwecken, wäre womöglich die Lösung:
Zunächst eine E-Mail und anschliessend noch ein Brief.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 31.03.2021 21:58 | nach oben springen

#9

RE: Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts

in Die Glaubenskongregation 02.04.2021 22:46
von Andi • 1.077 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus,

noch 1 Frage hierzu @Aquila :
Sollte ich die emai und Brief anonym schreiben, mit am Ende des Textes "ein Gemeindemitglied oder mit dem echten vollständigen Namen ?


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#10

RE: Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts

in Die Glaubenskongregation 02.04.2021 23:57
von Aquila • 6.234 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber @Andi

Ich denke, dass obschon anonyme Schreiben mehrheitlich wenig Aussicht auf eine Antwort haben dürften, wäre die Unterzeichnung mit "ein Gemeindemitglied" zumindest "teilpersonifiziert" und so auch das berechtigte Anliegen nachvollziehbar.

Gerade bezüglich einer erhofften Antwort wäre unter ein in der Sache unmissverständliches, in Wortwahl bedachtes und im "Tonfall" gemässigtes Schreiben die Unterschrift mit vollständigem Namen hilfreicher.
Freilich sollten Dir dadurch auch keine nachhaltigen Schwierigkeiten entstehen, gerade auch in Bezug zum betroffenen Priester !
Solltest Du in dieser Sache unschlüssig sein, so wäre das anonyme Schreiben wohl angebrachter.


Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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