Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....
#1

"Die Zeichen der Zeit" Vortrag von Pater Buob.

in Internetseiten 02.12.2020 18:17
von Maresa • 297 Beiträge

Beim Königsfest in Alltötting wurde dieser geniale Vortrag als Radioaufzeichnung von Pater Buob gemacht.
Anschließend folgt die ganze Messe.
Also den Radio anklicken.

https://gebetsgruppe.wordpress.com/2020/...ichen-der-zeit/

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#2

RE: "Die Zeichen der Zeit" Vortrag von Pater Buob.

in Internetseiten 03.12.2020 16:49
von Simeon • 452 Beiträge

Liebe @Maresa ,

vielen Dank für den Hinweis.


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#3

RE: "Die Zeichen der Zeit" Vortrag von Pater Buob.

in Internetseiten 03.12.2020 21:36
von Aquila • 6.659 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Liebe @Maresa, lieber @Simeon, liebe Mitleser

Ergänzend zum Vortrag von Hw Buob über die Zeichen der Zeit:


Hw Manfred Adler (1928-2005) war ein "unbequemer" Priester.
Er predigte gegen die bereits innerhalb der Kirche auszumachen Umtriebigkeiten des Freigeistes / der Freimaurerei und wurde so auch ein Opfer einer medialen Kampagne.

Hw Adler mahnte auch die Zeichen der Zeit zu erkennen.....
die antichristlichen Zeichen der Wegbereitung für den personalen Antichristen.

Aus seiner Schrift "Zeichen der Zeit" aus dem Jahre 1958 (!):
-

"Die Heilige Schrift belehrt uns eingehend über das Wirken der dämonischen Mächte in der Geschichte.
Und dieses Wirken ist in gewissem Sinne ein Wir­ken aus dem Glauben.
Der heilige Jakobus schreibt nämlich: „Auch die bösen Geister glauben und zit­tern“ (2, 19). Ein beachtliches Wort.
Die gefallenen Geister haben keine Hoffnung und erst recht keine Liebe mehr. Aber sie glauben. (Der Glaube der Dämonen ist freilich kein Heilsglaube.)
Sie wissen um die göttliche Heilsoffenbarung, kennen das Wort Gottes und zitieren es
(vgl. Mt 4, 6; Lk 4, 41).
Das ist nicht verwunderlich, denn Satan gibt sich nicht selten „als Engel des Lichtes“ (2 Kor II, 14) aus. Da er die Schriften kennt, weiß er auch recht gut, was manche, die sogar das Credo beten, noch nicht recht zu begreifen scheinen, daß nämlich
mit Jesus Christus die Endzeit begonnen hat, wie das Wort Gottes klar bezeugt.

Gott hat in seinem Sohn und durch ihn „am Ende dieser Tage zu uns gesprochen“ (Hebr 1, 1). Er ist „am Ende der Zeiten erschienen, um die Sünde durch sein Opfer zu tilgen“ (Hebr 9, 26).
Wir leben also schon am „Ende der Zeiten“ (1 Petr 1, 20), in den „letzten Tagen“ (Jak 5, 3) oder in der „letzten Stunde“ (1 Joh 2, 18).
Der heilige Petrus schreibt:
„Das Ende aller Dinge hat sich genähert; seid da­her besonnen und nüchtern, um beten zu können“ (1 Petr 4, 7), und fügt anschließend die Mahnung hinzu:
"Seid nüchtern und wachsam! Euer Wider­sacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wenn er verschlingen könne. Widersteht ihm fest im Glauben“
(1 Petr 5, 8 f).

Auf Grund seines Glaubens weiß Satan, daß seine Herrschaft über die ganze Menschheit nicht mehr lange dauern wird.
"Er weiß, daß er nur wenig Zeit hat“ (Offb 12, 12), weil "die Zeit drängt“ (1 Kor 7, 29).
Durch das Heilswirken Christi und das Kommen des Reiches (Lk 11, 20-22) ist seine Macht bereits gebrochen, aber erst beim Endgericht wird er endgültig entmachtet.
Seine Zeit ist also noch nicht um. Zwar kämpft er jetzt mit "gebroche­nem Rückgrat“, um so verbissener aber wirkt er die ihm von Gott eingeräumte Macht aus, soweit nur seine Bewegungsfreiheit reicht. Heute ist seine Macht geradezu greifbar.
[....]
Es ist richtig, daß die ganze Weltzeit seine Zeit ist, in der er "in den Söhnen des Ungehorsams wirkt“ (Eph 2, 2).
Aus diesem Grunde werden wir unsere Jetztzeit nicht als Epoche oder Zeitalter Satans be­zeichnen.
Da aber das Wirken der "Mächte und Gewalten“ in unseren Tagen aufdringlicher und schrecklicher denn je ist — nie war ihr „teuflischer“ Einfluß so ungeheuerlich und unheilvoll wie heute —, wollen wir unsere gegenwärtige Stunde als "Großoffensive Satans“ kennzeichnen.

[....]

Nun zur konkreten Wirklichkeit.
Das hervorste­chendste Kennzeichen, das die Großoffensive des Weltverführers offensichtlich bestätigt, ist die Tat­sache, daß im 19. Jahrhundert in der abendländi­schen Christenheit ein Massenabfall einsetzte, der in der Kirchengeschichte ohne Beispiel ist.
Nach dem Zeugnis der Schrift geht der Abfall dem Auftreten des Antichrists und der Wiederkunft des Herrn voraus, hat also letztzeitlichen Charakter.
"Zuvor muß der Abfall kommen.
Der Mensch der Gesetzlosigkeit muß offenbar werden, er, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über Gott und alles Heilige erhebt.
Er setzt sich sogar in den Tempel Gottes und gibt sich für Gott aus“ (2 Thess 2, 3 f).

Es ist hier nicht die Frage zu entscheiden, ob der Antichrist ein Individuum (Einzelmensch) oder ein Kollektivum (böse Masse) oder ob er beides ist (Cor­pus diabolicum im Gegensatz zum Corpus Christi mysticum).

Uns interessiert vielmehr, ob der Typ des modernen, abgefallenen Massenmenschen nicht schon jene Merkmale verkörpert, die der heilige Paulus in der eben zitierten Stelle erwähnt. Ist er vielleicht „der Mensch der Gesetzlosigkeit, der sich über Gott und alles Heilige erhebt, sich sogar in den Tempel Gottes setzt und für Gott ausgibt“? (Man denke nur an die Anbetung der "Göttin der Vernunft“ in Notre-Dame [franz. Revolution 1789], eine satanische Szene, die gleichsam die "Zeit der Gesetzlosigkeit“ ein­leitete.)
Selbst wenn man diese Worte auf das Individuum Antichrist bezieht, kann man nicht leug­nen, daß sie ebenso für den abgefallenen Kollektiv­menschen gelten.
Im 19. und 20. Jahrhundert ist der gesetzlose Mensch nicht nur individuell aufge­treten (Atheisten gab es vereinzelt auch schon vor­her), sondern in regelrechten Großorganisationen, ein Phänomen, das in der Menschheitsgeschichte einzigartig dasteht.
Denken wir nur an die vielen Spielarten des wissenschaftlichen und vulgären Atheismus der Gegenwart (Rationalismus, Libera­lismus, Sozialismus, Bolschewismus, Existentialismus, Nihilismus usw.).
Diese Großorganisationen der Gottlosigkeit existieren erst, seitdem der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbar geworden ist, im Zeit­alter der Maschine und der Masse durch die Groß­offensive Satans.

"Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, das schon wirksam ist“ (2 Thess 2, 7), wirkt sich in unseren Tagen derart massiv aus, daß die Offenbarung des "Gottlosen (Antichrist),
den der Herr Jesus mit dem Hauche seines Mundes vernichten und durch den Lichtstrahl seiner Widerkunft verderben wird“ (2 Thess 2, 8), näher denn je zu sein scheint.
In den letzten Tagen "werden böse Menschen und Betrü­ger immer ärger werden, sie irren und führen in Irrtum“ (2 Tim 3, 13), „Spötter werden mit frechen Reden auftreten, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: 'Wo bleibt seine verheißene Wiederkunft?‘ “ (2 Petr 3, 3).
All diese endzeit­lichen Vorzeichen, die sich heute immer mehr ver­dichten, sprechen den letztzeitlichen Charakter unserer aufgewühlten, apokalyptischen Zeit aus und verstärken den Eindruck, daß das Ende aller Zeiten näher denn je ist."
[....]

-


Und Pater Simon Gräuter von der Petrus-Bruderschaft über die
"irdischen Wechselfälle" und die "Unbeständigkeit der Welt".
-

[....]
"Jeder von uns kennt diese Wechselfälle, diese Unbeständigkeit.
Es bedarf dafür nicht erst einer Pandemie.
Es gibt Tage, da erscheint unser Leben schier perfekt; alles läuft wie am Schnürchen. Und es gibt andere Tage, über denen lagern Schatten der Furcht, der Sorge, der Unzufriedenheit.
Beides birgt Gefahren.
Dass (zu) gute Leben kann uns dazu verführen, darin aufzugehen;
Gott spielt darin nur nebenbei eine Rolle
– womöglich auch überhaupt keine mehr, selbst wenn wir hin und wieder einige Gebete murmeln.
Die verschatteten Tage können uns hingegen an Gottes Vorsehung zweifeln lassen:
Er scheint ja unsere Bitten nicht zu hören, so inständig diese auch vorgetragen werden. Aber es wendet sich kein Blatt, nirgendwo ist Besserung in Sicht.

Wir vergessen freilich, dass wir nur bis zu unserem Horizont sehen.
Die Perspektive Gottes ist weitaus größer.
Die Lösung, die uns vorschwebt, gibt sich gerne „alternativlos“
Gott aber stellt die Weichen überraschend anders.
Dass Gottes Lösung die bessere ist,
erkennen wir unter Umständen erst nach und nach
– vielleicht müssen wir sogar (im wahrsten Sinn der Wortes!) bis in Ewigkeit auf diese Erkenntnis warten: Wenn wir sie in seinem Licht erkennen können.

Der Text des Tagesgebetes gibt uns aber Hinweise, wie wir mit diesen Situationen umgehen sollen.
Die Kirche führt uns an die Bitte heran, all das zu lieben, was Gott anordnet, und zu ersehnen, was er verspricht: also unser Leben und unsere Erwartungen in den Einklang mit seinen Geboten zu bringen und unter seine Verheißung zu stellen, damit „unsere Herzen dort gefestigt seien, wo die wahren Freuden sind“.
Gelingt dies, so können wir über alle Wechselfälle hinweg und aller Unbeständigkeit zum Trotz mit dem Beter der Psalmen sprechen und singen:
Deine Weisungen sind mir zu Liedern geworden im Land meiner Pilgerschaft“ (Ps 118, 54).
[....]

-

Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#4

RE: "Die Zeichen der Zeit" Vortrag von Pater Buob.

in Internetseiten 04.12.2020 17:19
von Maresa • 297 Beiträge

Danke, lieber Aquila für diese wunderbaren Ergänzungen.
Gerade die Sorgen und Angst haben brauchen eine Hoffnung.
Liebe Grüße
Maresa

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