Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#1

Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

in Diskussionsplattform (2) 09.08.2015 15:31
von Kristina (gelöscht)
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Durch bewußte Falschinformationen,
um die Zeit der Franz. Revolution ende des 18. Jhrds.,
war man bemüht, das Mittelalter als dunkel und rückständig erscheinen zu lassen.
Der Autor Jürgen Wolf entlarvt diese Fälschungen an zahllosen Beispielen aus mittelalterlichen Predigten, Romanen, Chroniken, Fachtexten und Reisebüchern...

Auszug:
"Das jetzt 'dunkle' Mittelalter - eine geniale, nicht zuletzt antireligiös-politisch motivierte Fälschung - fungierte nur noch als 'schwarze' Folie für eine strahlende Moderne. Das Verfahren war erfolgreich: Bereits im 19. Jahrhundert ist die Scheibe allgegenwärtig. Sie bleibt es letztlich bis in unser 21. Jahrhundert. Wissenschaftliche Publikationen, die damals wie heute belegen, dass man erst im 19. Jahrhundert von der Erdscheibe fallen konnte, im Mittelalter aber die Erdkugel umrundete, blieben und bleiben ohne Wirkung auf das kulturelle Gedächtnis der Moderne. "
http://www.literaturkritik.de/public/rez...php?rez_id=8241

Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

http://www.genesisnet.info/index.php?Sprache=de&Frage=22



Spr 8,31 Ich spielte auf seinem Erdenrund und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.

Jes 40,22 Er ist es, der über dem Erdenrund thront; wie Heuschrecken sind ihre Bewohner. Wie einen Schleier spannt er den Himmel aus, er breitet ihn aus wie ein Zelt zum Wohnen.

Hiob 26,7
7 Er spannt über dem Leeren den Norden, hängt die Erde auf am Nichts.


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!

zuletzt bearbeitet 09.08.2015 15:35 | nach oben springen

#2

RE: Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

in Diskussionsplattform (2) 09.08.2015 22:41
von Blasius • 2.509 Beiträge

Liebe Kristina,

was willst Du mit dem "alten" Thema sagen?


Auszug aus:

http://dietagespresse.com/vatikan-gesteh...-keine-scheibe/

Vatikan gesteht ein:

Erde vermutlich doch keine Scheibe

Papst Franziskus setzt seinen Reformkurs offenbar unbeirrt fort:

in einem Interview mit Radio Vatikan gestand er erstmals ein, dass die Erde vermutlich doch keine Scheibe ist.

„Inzwischen gibt es vermehrt Hinweise darauf,
dass die Kirche in dieser Frage nicht ganz
richtig lag“, erklärte der Papst.

Zwar müsse man noch laufende Untersuchungen abwarten, jedoch deuten bisherige Ergebnisse auf eine runde Form der Erde hin.

Diese Erkenntnis würde jedoch mehr Fragen aufwerfen, als sie beantwortet: „Wenn die Erde rund ist, wie kommt es dann, dass Menschen jenseits des Äquators nicht hinunterfallen?“

Auch gelte es zu klären, wo dann Himmel und Hölle zu lokalisieren sind, wenn nicht „oben und unten.“

Dass die Kirche ihre Meinung in anderen Bereichen ebenfalls ändert, schließt der Papst jedoch aus: „Diese anderen wissenschaftlichen Meinungen ergeben für mich keinen Sinn. Wenn die Erde tatsächlich nicht das Zentrum des Universums darstellt, wieso hätte Gott dann Adam und Eva auf genau diesem Planeten platziert?“ Die Bibel ließe hier keinen Raum für Interpretationen.

Um andersdenkende Wissenschaftler zur Einsicht zu bringen, werde man auch weiterhin juristisch gegen diese Personen vorgehen, etwa mit Kerkerstrafen: „Wir werden alles tun, um die Vernunft wiederherzustellen.“


von Blasius eingefügt!


Mit freundlichem Gruß, Blasius

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#3

RE: Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

in Diskussionsplattform (2) 09.08.2015 23:08
von Aquila • 5.674 Beiträge

Lieber Blasius

Bitte beginne nicht wieder mit Deiner Wühlarbeit durch das Posten von glaubens- und kirchenfeindlichen Artikeln.
Derartiges wird hier keine Plattform mehr finden, konkret; es wird zukünftig postwendend entfernt !




Liebe Kristina

Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Beitrag !

Die vielfach aus völliger Unkenntnis oder bewusster Irreführung als
"finster" verschriene Epoche des
Mittelalters, war alles andere als das.

Der wahre
- von der Heiligen Mutter Kirche gelehrte -
Glaubean unseren HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS war denn auch tief in das gesellschaftliche Leben verankert und wurde denn auch zu jenem Anker der Hoffnung und der Liebe, die die äusserlichen Unbilligkeiten und Widrigkeiten aufopfernd ertragen liessen.

Besonders gepflegt wurde auch die
Heiligenverehrung.


Das Mittelalter war eine
E i n h e i t
von
christlichem Glauben
und
Kultur.

Die Wiege der Wissenschaften ist das
christliche
Europa !

( Universitätsgründungen inbegriffen !)


Das Eine nährte das Andere !
"Kultur im luftleeren Raum" wie es viele Kirchenfeinde gerne darstellen möchten, gab es nicht !

Die Menschen im Mittelalter ertrugen ihre oft "menschenfeindlichen" Umstände
gerade durch ihren tief in der Gesellschaft verwurzelten Glauben an die EWIGE WAHRHEIT JESUS CHRISTUS !
Gerade die trotz allem erblühende Kultur ist denn auch ein Beleg für die Kraft des christlichen Glaubens.

Diese stete Behauptung des "düsteren" Mittelalters hat sich mittlerweile breitgetreten !

Sie entspringt aus den wie Pilze herausschiessenden dilettantisch produzierten sog. "wissenschaftlichen Sendungen" auf meist kirchenfeindlichen Kanälen und hämmert ohne Unterlass das Bild eines anbebl. "düsteren Mittelalters" in die Köpfe / Herzen....

Und dazu die immer gleichen "Schauermärchen" von einer ebenso "düsteren" Kirche....

Der wahre Glaube war im Mittelalter
BESTANDTEIL
der Gesellschaft !
Natürlich legte man Wert darauf,
die Seele zu retten...
denn der Leib ist mit dem irdischen Tod der Verwesung preisgegeben !


Wollen wir mal zur Abwechslung das "Leitbild" des heute sich "aufgeklärt" rühmenden Spassmenschen vorstellen ?
Heute gilt ein Tierleben
"mehr"
als
ein Menschenleben
!
Muss ein Eisbär "umgesiedelt" werden, so finden sich tausende begeisterte "BeschützerInnen"....

ABER
das ungeborene beseelte Kind
ist vom "Schutz" des "aufgeklärten" Menschen ausgenommen!


ES wird dem jährlich weltweit ca.
60 millionenfachen Mord
preisgegeben !

Wer meint angesichts dieser BARBAREI noch die Dreistigkeit zu finden und das Mittelalter als "düster" vorzugaukeln ?

Dazu passend Hw Milch im Jahre 1976:
-

[....]
Es gab Zeiten,
da die Menschen noch erschüttert werden konnten
durch den furchtbaren Ernst Seiner [Jesu Christi] ewigen Liebe!
Das war das "finstere Mittelalter",

wie es die Dummköpfe, die Verführer und Verführten nennen.

Ach, wie war das so leuchtend hell, wach und menschenwürdig
gegenüber diesem finsteren 20. Jahrhundert!

-


Hinzuzufügen bleibt die bittere Erkenntnis,
dass
das begonnene 21.Jahrhundert diese Finsternis
gar noch "human zur Schau trägt".....
im Kult des Todes.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 09.08.2015 23:11 | nach oben springen

#4

RE: Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

in Diskussionsplattform (2) 10.08.2015 07:39
von Kristina (gelöscht)
avatar

Lieber Aquila,
vielen Dank für deine Stellungnahme.

"Der wahre
- von der Heiligen Mutter Kirche gelehrte -
Glaubean unseren HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS war denn auch tief in das gesellschaftliche Leben verankert und wurde denn auch zu jenem Anker der Hoffnung und der Liebe, die die äusserlichen Unbilligkeiten und Widrigkeiten aufopfernd ertragen liessen.

Besonders gepflegt wurde auch die
Heiligenverehrung.
"

So ist es.
Auch Gottesfürchtigkeit und Demut hatten noch ihren Stellenwert.
Wenn man sich dem "Fortschritt" verschrieben hat, muss das Vergangene als finster, negativ und rückständig beschrieben werden und erst recht,
weil der christliche Glaube in den Menschen stark verankert war, moralische Werte und Familie gelebt wurden.

Jede Zeit hat seine guten und schlechten Seiten und mit dem Fortschritt wird die Sünde nicht ausgetilgt.
Seit Adam und Eva verfolgt uns die Sünde im Mittelalter genauso wie heute,
trotz moderne, perfekte und aufgeklärte, fortschrittliche Gesellschaft.

Millionen Menschen, die heute in Kriegen, Folterungen, Kreuzigungen, Verbrennungen, Vergewaltigungen und andere schreckliche und unvorstellbare Dinge... zum Opfer fallen, darüber schweigt man sich aus und wird nicht als Folge einer säkularisierten Gesellschaft dazu gezählt.

Als Folge dieser Zeit, einer "fortschrittlichen", "vernunftbegabten" und "aufgeklärten" und

vor allem einer antichristlichen Gesellschaft

gehört auch die (geplante) Zerstörung der Familien, der christlichen Werte

und der einzelnen Seele dazu.

Diese Zeit ist eine finstere Zeit.
Eine Zeit vieler verdunkelten und verwirrten Seelen, die ununterbrochen nach dem Licht Jesus Christus suchen.

LG
Kristina

Lieber blasius,
da hast du mit deinem sarkastischen Artikel den antichristlichen Kreisen einen Bärendienst erwiesen.
Auch wenn er von dir vielleicht nicht so gemeint ist.
Kristina


Nachtrag:
http://deutschland-im-mittelalter.de/Kul...rmschneidekunst

Erfindungen des Mittelalters

Ab 1000: Erfindung des Pferdegeschirr mit Kummet

Das Kummet ist ein gepolstertes Geschirr für Zugtiere wie Ochsen oder Pferde. Das Kummet ist rundlich, aus Leder und daran sind Seile oder Lederriemen befestigt, mit denen man schwere Lasten ziehen kann. Das Kummet wird über den Kopf des Tieres gestülpt und ruht dann auf dessen Schultern und Hals.

Bevor das Kummet eingeführt wurde, mussten die Zugtiere z. B. den Pflug des Bauern mit Lederriemen ziehen, die das Fell und die Haut des Tieres an der Schulter und am Hals reizten und aufrieben, bis oft das Blut floss. Deshalb konnten die Tiere nicht täglich eingesetzt werden und die Arbeit ging langsamer voran.

Das Kummet machte also den Ertrag auf den Feldern größer und verkleinerte das Leid der Tiere.


12. Jahrhundert: Erfindung von Windmühlen und Wassermühlen

Ab 1180 sind solche Windmühlen in europäischen Städten nachgewiesen.
Ab dem 13. Jahrhundert wurden in Deutschland Windmühlen entwickelt, die sich in die Richtung des Windes drehten, so dass die Kraft des Windes optimal ausgenutzt werden konnte.
Durch die Erfindung der Windmühlen wurden Zugtiere entlastet und konnten anderweitig gebraucht werden und sie drehten den Mühlstein auch erheblich schneller, was die Mehlproduktion und somit die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung verbesserte.

12. Jahrhundert: Erfindung des Trittwebstuhls

Mit dem Webstuhl lässt sich Gewebe (Textilien) herstellen, aus dem wiederum der Schneider Kleidung schneidert. Der Webstuhl ist eines der ältesten Geräte überhaupt und wurde schon vor der Antike verwendet.
Im Mittelalter kam jedoch die Weiterentwicklung dazu, dass man von nun an den Trittwebstuhl mit dem Fuß antreiben konnte und somit der Faden leichter und schneller eingezogen werden konnte.

Um 1200: Die Erfindung der Schubkarre

Wahrscheinlich wurde die Schubkarre schon im antiken Griechenland und China verwendet. Da die Menschen des Mittelalters aber keine Kenntnis davon hatten, kann sie als eine unabhängige Erfindung angesehen werden. In welchem europäischen Land die Schubkarre zum ersten Mal Verwendung fand, ist unbekannt. Bis zum 13. Jahrhundert etablierte sich die Schubkarre im Baugewerbe und in der Landwirtschaft, sie dürfte jedoch nicht durchgehend und überall benutzt worden sein. Also wird der Nutzen der Schubkarre auf mittelmäßig geschätzt. Immerhin konnten damit schwerere Lasten von nur einer Person an einen anderen Ort transportiert werden, was die Zeiten zwischen einzelnen Produktionsschritten verkürzte und den Menschen nicht so sehr ermüdete, wie das bloße Schleppen per Hand.

13. Jahrhundert: Kleine Leuchttürme

Durch die Lichtsignale der Leuchttürme werden Schiffen der Weg und gewiesen und so die Navigation und das Umfahren gefährlicher Stellen im Gewässer ermöglicht. Damals wurden an der Nord- und Ostseeküste systematisch erhöhte Kerzen-Laternen aufgestellt. Diese kann man als die ersten Leuchttürme in Deutschland ansehen. In anderen Ländern gab es schon in der Antike Leuchttürme.

Um 1300: Die Erfindung der Räderuhr

Der Name der Räderuhr geht auf die Zahnräder zurück, die das Uhrwerk mechanisch antreiben und so die Zeit anzeigen. Diese Räderuhren waren sehr aufwändig herzustellen und wurden daher fast ausschließlich als öffentliche Uhren an Kirchen oder Rathäusern angebracht. Damit sich die Zahnräder bewegten, mussten die Uhren mechanisch angetrieben werden, da es im Mittelalter noch keine Elektrizität gab. Davor gab es nur so genannte Elementaruhren, die z. B. mithilfe der Sonne oder dem Wasser die Zeit anzeigen konnten.

Um 1300: Erfindung des Lumpenpapiers

Schon vor dem Pulver machte ebenfalls ein Deutscher die weit glücklichere Erfindung des Lumpenpapiers. Vorher schrieb man auf Pergament oder auf teures Baumwollpapier, das über Italien aus Asien und Ägypten kam. Um das Jahr 1300 geriet ein erfinderischer Kopf – sein Name ist unbekannt – auf den Gedanken, klein zerschnittene, leinene oder baumwollene Lappen zu einem Brei zu zerstampfen und Papier daraus zu fertigen. Der Versuch gelang auf das Glücklichste und schon zu Ende des 14. Jahrhunderts waren im betriebsamen Nürnberg Papiermühlen im Gange.

Ca. 1320: Erfindung von Pulvergeschützen (Bombarden) in Europa


Pulvergeschütze waren in Deutschland Kanonen mit einem kurzen Lauf und einem sehr großen Kaliber (Innenumfang des Rohres). Man konnte damit große Gegenstände abfeuern, indem man sie einfach in das Rohr legte und die mit Schwarzpulver gefüllte, dahinter liegende Kammer entzündet. Die dahinter liegende Kammer war natürlich aus extrem dicken Wänden, damit sie bei der Explosion nicht zerrissen wurde und die Energie in das vordere Rohr umgeleitet werden konnte.

Ca. 1315: Die Entdeckung der treibenden Wirkung des Schwarzpulvers

Die Legende besagt Folgendes: Gegen das Jahr 1315, wurde von Berthold Schwarz, einem Franziskaner-Mönch in Freiburg im Breisgau eine höchst wichtige Erfindung gemacht; und zwar entdeckte er nicht das Schwarzpulver selbst, aber die treibende Kraft des Schwarzpulvers. Dieser Mönch war ein Scheidekünstler. Einmal zerstieß er Kohlen, Schwefel und Salpeter in einem Mörser und deckte ihn mit einem Stein zu. Da fiel von irgendwo ein Feuerfunke hinein. Darauf entzündete sich die Masse mit einem Knall und der Stein wurde mit schrecklicher Gewalt an die Stubendecke geschleudert.

Der Mönch erschrak darüber, wiederholte seine Versuche und machte sie bekannt. Sie erregten große Aufmerksamkeit, weil man bald einsah, dass die Gewalt des Pulvers zu manchen Dingen, besonders auch im Krieg, gut zu benutzen sein würde. Man konnte z. B. damit untergrabene Mauern, Türme oder Brücken sprengen; und wenn man große Mörser schmiedete, sie mit Pulver und Steinen füllte und gegen Tore richtete, so war es leicht, diese damit einzuschmettern.

Das geschah wirklich und so entstanden die so genannten Steinbüchsen, Bombarden oder Donnerbüchsen, in denen Steine von 50, 70 bis hin zu 100 Pfund geladen wurden. Diese großen, schweren Maschinen waren aber kaum zu bewegen und von der Stelle zu bringen; sie konnten daher nicht sonderlich benutzt werden. Viel bessere Dienste leisteten die kleinen, gegossenen Kanonen, die in der Folge von den Franzosen gebraucht wurden. Sie schossen eiserne Kugeln von 10, 20 oder 30 Pfund ab, die weit zerstörender wirkten, als die Steine aus den Donnerbüchsen.

Die Flinten wurden erst nach den Kanonen erfunden. Lange nach der Erfindung des Schießpulvers zog man noch mit Schwert, Lanze und Schild, mit Bogen und Pfeilen zu Felde. Die ersten Flinten hatten keine Schlösser, sie wurden aus freier Hand mit Lunten los gebrannt; in der Folge schraubte man die Lunten in Hähne, die sie gerade nach der Zündpfanne leiteten. Die Nürnberger gingen einen Schritt weiter, sie brachten Räder und Flintensteine dabei an und schließlich erfanden die Franzosen das noch jetzt übliche Flintenschloss.

Ca. 1370: Die Erfindung der Steinbüchse

Eine riesige Kanone, die große Gesteinsbrocken abschießen konnte. Funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Pulvergeschütze.

1390: Die Erfindung der Papiermühle

Im Jahr 1390 findet sich die erste Papiermühle in Nürnberg, die aus Leinenlumpen Papier fertigte. Dieses Papier war billiger als das bis dahin verwendete Pergament aus Tierhäuten.

1410: Erfindung des Drahtziehens

Unter den Erfindern aus dem Mittelalter taten sich besonders auch die Nürnberger rühmlich hervor. Schon in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts hatte Rudolph, ein Bürger von Nürnberg, das Drahtziehen erfunden. Durch das Drahtziehen konnte man aus Eisen dünne „Fäden“ herausziehen und diese weiterverarbeiten. Das Kettenhemd war die wichtigste Schutzausrüstung von Kriegern und konnte aus Eisendraht hergestellt werden. Zum Drahtziehen wurden oft Wasserkraftwerke gebaut, die die Kraft hatten, die Ziehmaschinen anzutreiben.


1430: Erfindung der Kupferstecherkunst

Der Kupferstich wurde um 1430 im oberdeutschen Raum erstmalig angewendet. Der erste namhafte Kupferstecher ist ein Deutscher, Martin Schön, Goldschmidt und Maler aus Kulmbach, von dem noch viele Blätter vorhanden sind. Er starb im Jahre 1486. Als Kupferstich wird ein Bild bezeichnet, das mit einer bearbeiteten Kupferblatte auf Papier gedruckt wurde. In die Kupferplatte wurde mit einem harten Gegenstand das Bild „gegraben“ (gemalt). Dort wo die Linien waren, sammelte sich dann die Farbe, wenn man sie darüber goss. Wenn man nun die Kupferplatte so auf ein Blatt Papier drückte, entstanden durch die Farbe in den Linien Kupferstiche (Gemälde)
Aber Bücher konnten damit nicht gedruckt werden, da die Buchstaben aus den beweglichen Lettern heraus kamen. Beim Kupferstich jedoch sich die Farbe in der Vertiefung sammelt. Die ersten Werke, die als Kupferstich erstellt wurden, waren Wallfahrtsdevotionalien.

Ca. 1450: Die Erfindung der Druckerschwärze


In Mainz wurde auch bald darauf die bessere Druckerschwärze, aus Kienruß und Leinöl, erfunden. Die genaue Zusammensetzung ist leider nicht bekannt. Man vermutet aber, dass die Druckerschwärze aus vielen ersuchen entstand und im Laufe der Zeit immer besser wurde. Sie brauchte auf jeden Fall die Eigenschaften, dass sie gut haftet, tiefschwarz ist und etwas glänzt.

1492: Globus der Erde

Die Erfindung des Globus zur Darstellung der Erde geht auf deutschen Boden zurück. Der erste, kleine Bronzeglobus, der Mainzer Himmelsglobus, geht auf das 2. Jahrhundert zurück. Der älteste erhaltene Erdglobus ist auf das Jahr 1492 datiert. Er wurde von Martin Behaim in Nürnberg geschaffen. Im Jahr 1507, also 15 Jahre nach der „Entdeckung Amerikas“, schuf Martin Waldseemüller den ersten Globus, der auch Amerika zeigte.

Ca. 1450: Feste Postlinie in Deutschland von Thurn und Taxis

Bevor das Postwesen eingeführt wurde, gab es nur Boten, die wichtige Schreiben überbrachten. Diese konnten nur von reichen Herren losgeschickt werden. Wer sich einen Boten nicht leisten konnte, oder Geld sparen wollte, der gab einfach einem Bekannten, der zufällig in die gleiche Stadt reiste, in der das Schreiben abgeliefert werden sollte, die Schriftrolle mit. Oder aber man übergab die Schriftrolle Handelszügen, die in die entsprechende Stadt reisten.

Ein großer Nachteil eines Boten, der Bekannten und der Handelszüge war, dass sie zu lange für den Weg brauchte. Einerseits hat ein Mensch natürlich Schlaf und Nahrung nötig, die er auf dem Weg einnahm. Andererseits gab es auch viele Boten, die kleine Umwege machten, oder mal ein Mittagsschläfchen in der Sonne hielten, wenn gerade eine Wiese am Wegesrand dazu einlud.

Um diese Verzögerungen zu umgehen, kam man im 15. Jahrhundert auf die Idee, das Schreiben über mehrere Stationen laufen zu lassen. Das heißt, dass ein Bote für einige Stunden ritt und das Schreiben in eine Stadt transportierte, wo schon der nächste Bote wartete. Während der erste Bote sich nun ausruhen konnte, zog der zweite Bote los und übergab das Schreiben einem dritten, der noch frisch war usw. Am Ende lief das Schreiben flüssig vom Absender zum Empfänger ohne große Verzögerungen, was erhebliche Handelsvorteile bescherte.

1506: Die Erfindung der Taschenuhr

Andere Nürnberger Arbeiter erdachten eine Menge nützlicher Sachen zum Spiel und zur Bequemlichkeit. Selbst die Taschenuhren sind eine ihrer Erfindungen; man nannte sie anfangs Nürnberger-Eier. Die Taschenuhren wurden erst möglich, nachdem im 15. Jahrhundert der Federantrieb erfunden war. Peter Henlein aus Nürnberg baute 1504 diesen Federantrieb als einer der ersten in eine tragbare Taschenuhr ein. Die Taschenuhr konnte dann aufgezogen werden. Davor konnte man Uhren nur mit Gewichten antreiben. Er gilt somit als Erfinder der Taschenuhr.


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!

zuletzt bearbeitet 10.08.2015 11:13 | nach oben springen

#5

RE: Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

in Diskussionsplattform (2) 10.08.2015 11:16
von Blasius • 2.509 Beiträge

Lieber blasius,
da hast du mit deinem sarkastischen Artikel den antichristlichen Kreisen einen Bärendienst erwiesen.

Auch wenn er von dir vielleicht nicht so gemeint ist.
Kristina


Liebe Kristina,

Du hast in:

Diskussionsplattform (3)
gefragt:

Glaubten die Menschen im Mittelalter, dass die Erde eine Scheibe ist?

Nach meinem Wissen war es doch so dass zu einer Bestimmten Zeit
im Mittelalter geglaubt wurde dass die Erde eine Scheibe ist, auch von der Kirche.
Entschuldige dass der Artikel so herüber gekommen ist, das war nicht meine Absicht.

Mit freundlichem Gruß, Blasius

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