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#1

Aufstand gegen den Papst

in Nachrichten 04.08.2014 22:30
von blasius (gelöscht)
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Liebe Leserinnen und Leser,


Hoffentlich stimmt die Presse Meldung

von FOCUS-Korrespondentin

Eva Kallinger(Rom) und FOCUS-RedakteurGregor Dolak

nicht,

aus traditioneller Sicht, kann etwas Wahres daran sein.


Liebe Grüße, blasius



Auszug, Zitiert:

REPORT

Aufstand gegen den Papst

Freitag, 18.10.2013, 06:56 • von FOCUS-KorrespondentinEva Kallinger(Rom) und FOCUS-RedakteurGregor Dolak


Papst Franziskus bereitet die Kirche auf einen grundlegenden Kurswechsel vor. Doch im Vatikan und unter Bischöfen wächst der Widerstand gegen seine forsche Art

Jeden Mittwoch versammeln sie sich zu Zehntausenden, um ihrem Star zu huldigen. Die Menschen winken, kreischen, applaudieren, wenn Franziskus auf dem Weg zur Generalaudienz mit dem Papamobil die Menschenreihen abfährt. Sie schwärmen geradezu für „den einfachen Mann“ an der Spitze der katholischen Kirche. Der Papst aus Lateinamerika hat die Herzen der Gläubigen erobert.

Die Begeisterung ist bereits messbar. So verzeichnen italienische Priester einen deutlichen Zuwachs in ihren Gottesdiensten: 25 Prozent mehr Gläubige besuchten die Messen, ergab eine Umfrage unter Pfarrern. Auch in den Beichtstühlen sei die Besucherfrequenz stark angestiegen, so die Kirchendiener. „Francesco“ avancierte zudem zum beliebtesten Namen für neugeborene Jungs.

Im Vatikan ist die große Euphorie für den neuen Papst dagegen längst verflogen.

Die Stimmung sei „mies“, beschreibt ein Geistlicher das Klima im Kirchenstaat und warnt: „Nennen Sie bloß meinen Namen nicht.“ Kritik am obersten Kirchenführer verbietet sich, in der katholischen Kirche gilt der absolute Gehorsam gegenüber dem Papstwort. Alle seien verunsichert, „weil niemand weiß, was morgen mit ihm und der Kirche geschieht“.

Den vorerst letzten Tiefpunkt erreichte die Laune am vergangenen Dienstag. Da erschien in der linksliberalen und kirchenkritischen Tageszeitung „La Repubblica“ ein Interview mit Franziskus, das sich wie eine Kriegserklärung an die eigene Kurie liest: „Die Führer der Kirche waren oft narzisstisch, von Schmeichlern umgeben und von ihren Höflingen zum Üblen angestachelt. Der Hof ist die Lepra des Papsttums . . .“, ließ sich der Pontifex unter anderem zitieren. Harsche Worte.

Die Kurie – eine Truppe von Aussätzigen? Rund 4000 Menschen arbeiten im Vatikan. Darunter Männer, die Benedikt XVI. das Leben mit Intrigen und Machtkämpfen verleideten und letztlich seinen Rücktritt einleiteten. Doch das Gros der Geistlichen und der Laien gilt als engagierte Arbeiter, die ihr Leben dem Wohl der Kirche verschrieben haben. Mitarbeiter-Motivation hört sich anders an.

Ein Vatikan-Insider glaubt, Franziskus führe einen Kampf um die Basis und alte Rom-Kritiker, und prophezeit: „Diese Strategie ist extrem gefährlich, weil er dabei auch Feinde füttert.“

Nicht nur im Vatikan formiert sich Widerstand. Rund um den Globus, so berichten Kritiker in Rom, wächst das Unbehagen.

In den USA fühlen sich Bischöfe – darunter offenbar der mächtige Erzbischof von New York und Bergoglio-Wähler, Kardinal Timothy Dolan – verprellt: Franziskus hatte getadelt, die Kirche könne sich nicht nur „mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit Verhütungsmethoden“. Die US-Bischöfe fürchten, dass solche liberalen Sprüche ihnen die Gläubigen im puritanischen Amerika endgültig zu den gestrengen Evangelikalen treiben.

In Lateinamerika sind Geistliche, die jahrelang gegen kommunistische und kirchenkritische Populisten kämpften, wegen des „Links-Schwungs“ von Francesco irritiert. So traf sich der Papst im Juni mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, dem Ziehsohn des Ultra-Sozialisten Hugo Chávez.

In Polen haben sich das vorwiegend konservative Episkopat und der Klerus sogar schon ein Horrorszenario zurechtgelegt: „Wenn das so weitergeht, macht dieser Papst unsere Kirche kaputt“, schildert ein Vatikan-Insider die dortigen Befürchtungen.

Offiziell hört man in Deutschland großes Lob für den neuen Kurs der Barmherzigkeit. Intern zeigen sich die deutschen Bischöfe zumindest verstimmt. Bislang galten sie als Speerspitze bei der Forderung nach Reformen. Dass diese bislang auf sich warten ließen, konnten sie stets mit der konservativen Linie des Vatikans begründen: Johannes Paul II. und Benedikt XVI. seien Bremser.

Aber jetzt sitzt ein Revoluzzer auf dem Stuhl Petri, zumindest ein Mann, der sich als solcher gibt. Im engsten Kreis soll ein deutscher Bischof daher gefragt haben, wie es nun weitergehen werde.

Der Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng sieht die Schuld für die miese Stimmung bei den Bischöfen selbst. „Dem Papst ist es gelungen, das katholische Volk für sich einzunehmen. Das hat manchem der deutschen Bischöfe nicht gefallen, die bisher eine andere Linie verfolgt haben.“ Insgesamt sei der „Paradigmenwechsel in der römischen Kurie bisher nicht angekommen“.

Viele im vatikanischen Machtapparat lebten geistig noch „am mittelalterlich-barocken Hof“, moniert der Tübinger Professor. „Und man kann nur hoffen, dass den Worten und Gesten der Erneuerung nun auch Taten der Reform folgen werden.“

Genau das könnte schwierig werden.

„Viele Gläubige wünschen sich den großen Schlag“, weiß der deutsche Kirchenhistoriker Dominik Burkard von der Universität Würzburg und gibt sich skeptisch: „Ob dieser große Schlag kommt, ist noch fraglich.“ Die Kurienreform, die am vergangenen Dienstag in Rom mit einem ersten Treffen von acht auserwählten Kardinälen startete, wird etwa drei Jahre benötigen, schätzen Experten.

Die Frage nach geweihten Frauen in der Kirche wird ein Tabu bleiben. Mit einer Abschaffung des Zölibats rechnen Experten nicht ernsthaft. Über die Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene soll 2014 die Bischofssynode entscheiden.

Gemessen an den öffentlichen Hoffnungen, werde es bei wichtigen Fragen wohl nur Minimallösungen geben, befürchtet ein Kurialer. „Der Heilige Vater wird die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen können.“

Wenn Franziskus Reformen durchsetzen will, wird es ohne den Apparat – die Kurie, die Bischöfe und die Seelsorger in den Gemeinden – nicht gehen. Die größte Gefahr läuft der Pontifex heute, wenn sich die Mentalität ausbreitet, man müsse die Zeit aussitzen – Dienst nach Vorschrift sozusagen.

Der Abtprimas der Benediktiner, der Deutsche Notker Wolf, zeigt sich begeistert – und glaubt auch insgesamt an einen Erfolg der forschen Franziskus-Art. „Der Papst legt genau die Bömbchen, die es in unserer Zeit braucht, und es sind Bömbchen, die aus dem Evangelium kommen, und da gibt es viele.“

Doch im kleinsten Staat der Welt, wo erstmals zwei Päpste leben, keimt auch eine schleichende Sehnsucht nach Benedetto auf, wenn ein Kurialer klagt: „Der deutsche Heilige Vater spornte uns mit seinen Argumentationen zu langen Meditationen an.“ Damit sei es nun vorbei. Mangelnde theologische Diskussionen kritisieren auch katholische Universitäten weltweit – natürlich nur inoffiziell.

Wie sehr es im Papststaat brodelt, verraten andere Parolen: „Was heißt hier neue Bescheidenheit“, schimpft ein Kurialer. Der Papst belege inzwischen eine ganze Etage im Vatikan-Gästehaus Santa Marta. Die sei – die Kapelle und Flure im Papstapartment abgezogen – nicht viel kleiner als die alte Wohnung, und die neuen Hausregeln seien auch alles andere als demokratisch, zürnt der Geistliche: „Denn in Santa Marta darf man sich dem Papst nicht nähern und ihn nicht einmal grüßen.“

Quelle:
http://www.focus.de/politik/ausland/paps...id_1121289.html

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#2

RE: Aufstand gegen den Papst

in Nachrichten 04.08.2014 23:32
von Aquila • 5.667 Beiträge

Lieber blasius

Dieser Artikel ist vom Oktober 2013 !

Heute herrscht diesbezügliches "Schweigen im liberal freigeistigen Blätterwald"

Warum wohl ?



Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#3

RE: Aufstand gegen den Papst

in Nachrichten 05.08.2014 00:10
von Aquila • 5.667 Beiträge

Lieber blasius

Deine beiden letzten Beiträge habe ich entfernt.
Und auch in Zukunft werden als blosse
Kirchenschelte gedachte Beiträge entfernt werden.


Für derartige Beiträge gibt es genügend "freigeistig religionskritische"
Laberforen !

Vielleicht solltest Du wieder mal im Kapitel
über Sinn und Zweck dieses Forums nachlesen.


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 05.08.2014 00:12 | nach oben springen


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