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#1

Hl. Maria Kreszentia Höß von Kaufbeuren, Oberin, Mystikerin

in Unsere Fürsprecher 05.04.2014 18:52
von blasius (gelöscht)
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Heilige des Tages...


Samstag, 05 April 2014

Hl. Maria Kreszentia Höß von Kaufbeuren

Oberin, Mystikerin

* 20. Oktober 1682 in Kaufbeuren in Bayern

† 5. April 1744 daselbst

Am Anfang der Berufung von Anna, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß, stand eine Vision: der Vierzehnjährigen war ihr Schutzengel erschienen, hatte ihr ein Franziskanerinnen-Habit gezeigt und beteuert, darin liege ihre Berufung. Die armen Tochter eines Webers wollte man aber zunächst nicht ins Kloster aufnehmen, weil sie keine Mitgift einbringen konnte. Erst als der evangelische Bürgermeister dem Kloster ein Grundstück anbot, dafür die Aufnahme des "Engels von Kaufbeuren" verlangte und die einfachen Schwestern die Oberin überstimmten, wurde sie 1703 aufgenommen.

Die Klosterzeit in Kaufbeuren begann für Kreszentia als Passion. Die Oberin erniedrigte und quälte sie. Man übertrug der schwächlichen Kreszentia sämtliche schwere körperlichen Arbeiten, um sie wieder zum Austritt zu bewegen. Das Sieb, mit dem das "Siebwunder" geschah, wird noch heute gezeigt: die Oberin hatte Kreszentia aufgefordert, mit diesem Sieb Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen - das Gefäß aber hielt die Flüssigkeit. Auf Zeichnungen der Marterwerkzeuge Christi hielt sie ihre Erfahrungen fest. Geplagt wurde sie von Visionen; Beschwerden machten ihr körperliche Belästigungen wie ständiges Zahn- und Kopfweh, die oft auch ihr Gesicht entstellten; auch deshalb schalt man sie eine Hexe. Aber Kreszentia duldete, erlebte jede Prüfung als weitere Stufe zum Himmel, in einer Vision erlebte sie ihre Vermählung mit Jesus.

Gottes "Licht" strahlte nun mit einer Macht aus, die weit über das Kloster und die engere Umgebung hinausreichte. Die Oberin wurde abgesetzt, Kreszentia 1716 zur Novizinnenmeisterin ernannt, 1741 sogar als Oberin eingesetzt. Sie war nun eine begehrte Ratgeberin, beeindruckte durch Geduld und Glaubensstärke in einem schweren und von Leiden gekennzeichneten Leben. Neben den persönlichen Gesprächen stand sie mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit in Briefkontakt, darunter waren über 70 Fürstlichkeiten. Sie führte das Kloster so erfolgreich, dass dessen materielle Existenz für lange Zeit gesichert war und für die sozialen Aufgaben des Ordens viel Geld erübrigt werden konnte.

Nach Kreszentias Tod setzte ein Strom von Pilgern ein, der Kaufbeuren für lange Zeit zu einem Mittelpunkt des religiösen Lebens in Schwaben machte. Bis zu siebzigtausend Menschen kamen in manchen Jahren, um am Grab von Krescentia zu beten.

Die Hl. Kreszentia ist die erste Heilige, die im neuen Jahrtausend von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen worden ist.



http://www.heiligenlexikon.de

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#2

RE: Hl. Maria Kreszentia Höß von Kaufbeuren, Oberin, Mystikerin

in Unsere Fürsprecher 05.05.2014 22:45
von blasius (gelöscht)
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Samstag, 05 April 2014

Hl. Maria Kreszentia Höß von Kaufbeuren






Oberin, Mystikerin

* 20. Oktober 1682 in Kaufbeuren in Bayern

† 5. April 1744 daselbst

Am Anfang der Berufung von Anna, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß, stand eine Vision: der Vierzehnjährigen war ihr Schutzengel erschienen, hatte ihr ein Franziskanerinnen-Habit gezeigt und beteuert, darin liege ihre Berufung. Die arme Tochter eines Webers wollte man aber zunächst nicht ins Kloster aufnehmen, weil sie keine Mitgift einbringen konnte. Erst als der evangelische Bürgermeister dem Kloster ein Grundstück anbot, dafür die Aufnahme des "Engels von Kaufbeuren" verlangte und die einfachen Schwestern die Oberin überstimmten, wurde sie 1703 aufgenommen.

Die Klosterzeit in Kaufbeuren begann für Kreszentia als Passion.

Die Oberin erniedrigte und quälte sie. Man übertrug der schwächlichen Kreszentia sämtliche schwere körperlichen Arbeiten, um sie wieder zum Austritt zu bewegen. Das Sieb, mit dem das "Siebwunder" geschah, wird noch heute gezeigt: die Oberin hatte Kreszentia aufgefordert, mit diesem Sieb Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen - das Gefäß aber hielt die Flüssigkeit. Auf Zeichnungen der Marterwerkzeuge Christi hielt sie ihre Erfahrungen fest. Geplagt wurde sie von Visionen; Beschwerden machten ihr körperliche Belästigungen wie ständiges Zahn- und Kopfweh, die oft auch ihr Gesicht entstellten; auch deshalb schalt man sie eine Hexe. Aber Kreszentia duldete, erlebte jede Prüfung als weitere Stufe zum Himmel, in einer Vision erlebte sie ihre Vermählung mit Jesus.

Gottes "Licht" strahlte nun mit einer Macht aus, die weit über das Kloster und die engere Umgebung hinausreichte. Die Oberin wurde abgesetzt, Kreszentia 1716 zur Novizinnenmeisterin ernannt, 1741 sogar als Oberin eingesetzt. Sie war nun eine begehrte Ratgeberin, beeindruckte durch Geduld und Glaubensstärke in einem schweren und von Leiden gekennzeichneten Leben. Neben den persönlichen Gesprächen stand sie mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit in Briefkontakt, darunter waren über 70 Fürstlichkeiten. Sie führte das Kloster so erfolgreich, dass dessen materielle Existenz für lange Zeit gesichert war und für die sozialen Aufgaben des Ordens viel Geld erübrigt werden konnte.

Nach Kreszentias Tod setzte ein Strom von Pilgern ein, der Kaufbeuren für lange Zeit zu einem Mittelpunkt des religiösen Lebens in Schwaben machte. Bis zu siebzigtausend Menschen kamen in manchen Jahren, um am Grab von Krescentia zu beten.

Die Hl. Kreszentia ist die erste Heilige, die im neuen Jahrtausend von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen worden ist.



http://www.heiligenlexikon.de

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#3

RE: Hl. Maria Kreszentia Höß von Kaufbeuren, Oberin, Mystikerin

in Unsere Fürsprecher 05.04.2019 08:57
von Blasius • 2.493 Beiträge





Heilige Crescentia von Kaufbeuren


Am 20. Oktober 1682 wurde Crescentia Höß in Kaufbeuren (Bayern, Kreis Schwaben) geboren. Der Vater war Leinweber und ernährte mühsam seine acht Kinder, wiewohl er ungemein fleißig arbeitete. Doch war er mit den Seinigen im einfachen Stand zufrieden, war fromm und beherzigte das Leiden Christi. Die Mutter Lucia hatte besondere Liebe zu den Armen und Kranken. Das Töchterchen Anna (den Namen Crescentia erhielt sie erst im Kloster) übertraf noch die tugendhaften Eltern. Oft verließ sie ihre Gespielen und betete in der Kirche oder in einem Winkel des Hauses. Wenn während des Essens ein Armer kam, so bat sie, ihm ihre Nahrung geben zu dürfen. Schon mit sieben Jahren durfte sie die erste heilige Kommunion empfangen. Sie hatte ja das Jesuskindlein und ihren heiligen Schutzengel als Lehrer. Bei den Arbeiten half sie der Mutter und erlernte vom Vater auch die Weberei.

Jedoch war ihr Sinn auf das Kloster der Regular-Terziarinnen (Franziskanerinnen) in ihrer Vaterstadt Kaufbeuren gerichtet. Diese nannten zwar Anna ihren kleinen Engel, aber ins Kloster wollten sie selbe doch nicht aufnehmen wegen ihrer Armut; sie selbst waren auch sehr arm. Gott aber half ihr doch ins Kloster. Der edle protestantische Bürgermeister hatte dem Frauenkloster eine große erwünschte Wohltat erwiesen. Diesen Anlaß benützte er und bewirkte die Aufnahme der frommen Jungfrau.

Bei der heiligen Profeß erhielt sie den Namen Crescentia und den Vornamen Maria, wie alle im selben Kloster: also Maria Crescentia. Vom Eintritt an wurde sie streng behandelt, und ließ man sie fühlen, daß sie nichts mitgebracht hätte. Dies ertrug sie mit Freude, Demut und Geduld und verrichtete in genauem Gehorsam auch die härtesten Arbeiten. Zudem setzte der böse Geist ihr arg zu und mißhandelte sie sogar, Gott wollte dies bis zu einem gewissen Grad gestatten, half ihr aber jedesmal zum Sieg. Die zu strenge Oberin mußte nun abtreten und die neue Oberin anerkannte die Unschuld und die Tugenden der verfolgten Crescentia, ernannte sie zur Pförtnerin und dann zur Novizenmeisterin. Nach deren Verscheiden wurde Crescentia selbst einstimmig zur Oberin gewählt und gewann als eine herzensgute Mutter die Liebe aller. Klug und eifrig versah sie ihr Amt, leitete mehr durch ihr heiliges Beispiel, als durch heilsame Ermahnungen alle zum Fortschritt in der Vollkommenheit an und brachte auch das zeitliche des Klosters in besseren Stand durch den Segen Gottes.

Sie erhielt auch besondere Erleuchtungen und Visionen. Ihr weiser, von oben erleuchteter Rat wurde von allen Seiten, sogar von hohen und fürstlichen Personen schriftlich und mündlich erbeten und bewundert, dabei blieb sie gleich demütig. Viele Leiden schickte ihr nun Jesus der himmlische Bräutigam. Sie lag sogar da, an Händen und Füßen gelähmt und zusammen gekrümmt. Doch tröstete sich die Braut Christi mit der Betrachtung seiner Leiden und opferte alles den armen Seelen auf. Viele solche erschienen ihr, baten sie um Hilfe, und andere dankten ihr für ihr Gebet und ihre Bußwerke. Crescentia verfaßte auch das schöne Lied „O süße Hand Gottes“ und verschied im Rufe der Heiligkeit am 5. April 1744 im 62. Lebensjahr. Auf ihre Fürsprache hin geschahen viele Wunder. Deshalb wurde sie am 2. August 1801 vom Papst Pius VII. für ehrwürdig erklärt und am 7. Oktober 1900 vom Papst Leo XIII. im St. Petersdom zu Rom feierlich selig gesprochen, wobei viele Pilger, zumal Terziaren, aus Bayern zugegen waren.

aus: Wilhelm Auer, Kapuzinerordenspriester, Goldene Legende Leben der lieben Heiligen Gottes auf alle Tage des Jahres, 1902, S. 254-255

https://katholischglauben.info/heilige-c...von-kaufbeuren/


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 05.04.2019 08:57 | nach oben springen


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