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#1

Millionenzuschuss für katholischen Weltbild-Verlag:

in Nachrichten 24.10.2013 11:13
von blasius (gelöscht)
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Liebe Leserinnen und Leser,


Geld und Kirche, immer wieder, warum?


Liebe Grüße, blasius



Info, Zitat:

Millionenzuschuss für katholischen Weltbild-Verlag: (10.02 Uhr)

Das Bistum Augsburg will den katholischen Weltbild-Verlag mit 15 Millionen Euro überlebensfähig machen. Das Medienhandelshaus ist seit Monaten in der Krise. Zuletzt wurde bekannt, dass der Kundendienst an externe Dienstleister vergeben werden soll. Davon sind 140 Mitarbeiter betroffen. Die Finanzspritze soll jetzt ermöglichen, den Verlag zu retten. Die Eigentümer, darunter zwölf katholische Diözesen, haben bereits mehrfach erfolglos versucht, das Unternehmen zu verkaufen. Ein Grund war, dass Weltbild unter anderem auch erotische und esoterische Literatur verkauft hat. Die Gewerkschaft Ver.di befürchtet, dass insgesamt mehrere hundert der insgesamt 6.800 Arbeitsplätze beim Augsburger Verlag gefährdet sind.

Aus:

http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/na...ichten4694.html

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#2

RE: Millionenzuschuss für katholischen Weltbild-Verlag:

in Nachrichten 24.10.2013 18:26
von blasius (gelöscht)
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Katholische Kirche:

Der geheime Milliardenschatz des Klerus

Von Michael Kröger

Die Gläubigen treten in Scharen aus, die Steuereinnahmen sinken - in den Kassen der katholischen Kirche klafft ein Loch.

Trotzdem muss sich die Institution wohl keine wirklichen Sorgen machen: Immobilien- und Geldbesitz summieren sich Schätzungen zufolge zu einem Milliardenvermögen.



dpa
Kölner Dom: Kirchenschätze von ungeheurem Wert - und dennoch unverkäuflich


Berlin - Mit Schundromanen, Epiliergeräten oder Duftlampen lässt sich durchaus Geld verdienen, das zeigt kaum ein Unternehmen so gut wie die Verlagsgruppe Weltbild. Mit seinen rund 7500 Mitarbeitern setzte das Unternehmen 2008 gut 1,9 Milliarden Euro um.

Das Besondere daran:

Die Weltbild-Gruppe gehört 14 katholischen Bistümern und der Soldatenseelsorge Berlin.


Allerdings bereitet das Unternehmen seinen Eigentümern Ärger. Denn der bereits 2008 eingeleitete Verkaufsprozess liegt vorerst auf Eis. Dies befeuert zum einen Spekulationen um den Verkaufspreis, den Branchenkenner auf rund 500 Millionen Euro taxieren, zum anderen aber auch um das Vermögen insgesamt, über das die katholische Kirche verfügt. Verbunden mit der Frage, wie es damit seit der Finanzkrise bestellt ist.

Was die letzte Frage betrifft, äußern sich Kirchenvertreter immerhin - zumindest grundsätzlich: "Die Verantwortlichen wählen prinzipiell sehr konservative Anlageformen", heißt es aus dem Erzbistum Köln, das als das wohlhabendste Bistum im Land gilt. Eine Auskunft, die Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln für durchaus glaubwürdig hält: "Wenn man voraussetzt, die Finanzplaner haben sich an die Vorgaben der Kirchenoberen gehalten, dann dürfte die katholische Kirche wohl nahezu unbeschadet durch die Finanzkrise gekommen sein."

Wie reich ist die Kirche?


Auf die Frage, wie reich denn die katholische Kirche sei, antworten die Beteiligten nicht. Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, verweist auf die große Zahl von finanziell selbständigen Institutionen, von der Dorfgemeinschaft bis hin zu den 27 katholischen Diözesen. Diese seien der Bischofkonferenz gegenüber nicht rechenschaftspflichtig. Aus Sicht der Kirchenoberen gibt es wenig Anlass, an dieser Struktur etwas zu ändern.

Vor einigen Jahren unternahm Carsten Frerk zuletzt den Versuch einer detaillierten Hochrechnung. Drei Jahre recherchierte der Sozialwissenschaftler und Kirchenkritiker, trug Informationen über Grundbesitz, Geldanlagen, Beteiligungen und Immobilien zusammen - und blieb bis zum Erscheinen seines Buches im Jahr 2002 doch auf Schätzungen angewiesen. Sein Ergebnis: Insgesamt besitzen die zur katholischen Kirche gehörenden Institutionen ein Vermögen von 270 Milliarden Euro. "Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass in diese Rechnung auch die im Prinzip unveräußerlichen Kirchengebäude einbezogen sind", relativiert der Experte.

Kirchenvertreter weisen Schätzungen zurück

Gleiches gilt natürlich auch für die Kunstschätze, wie etwa den Dreikönigsschrein und das Gerokreuz im Kölner Dom, die nicht nur wegen ihres unermesslichen Werts als unverkäuflich gelten.

Dass Frerk möglicherweise dennoch nicht ins Blaue hinein schätzte, zeigt sich am Beispiel des Kapitalvermögens. Hier nahm er das Vermögen der Kirchenbanken als Grundlage, das sich mit gut 16 Milliarden Euro recht genau habe ermitteln lassen. Jedem Euro bei diesen Geldhäusern stünden aber Stichproben zufolge drei weitere bei "weltlichen" Instituten gegenüber - macht also insgesamt knapp 65 Milliarden Euro.

Kirchenvertreter halten die Schätzungen Frerks für aus der Luft gegriffen. Die Einheit im Glauben habe nicht zur Folge, dass kirchliche Vermögen sehr unterschiedlicher Träger wirtschaftlich zusammengerechnet werden könnten, heißt es im Erzbistum Köln. Als wirtschaftliche Größe gebe es "die katholische Kirche" in Deutschland nicht.

Rechnungslegung nach HGB

Eines zumindest lässt sich sagen: Beide Kirchen - die katholische und die evangelische - haben laut Frerk zuletzt 1993 gesammelt Einnahmen von 2,6 Milliarden Euro aus Kapitalvermögen offengelegt. Legt man eine Verzinsung von fünf Prozent zugrunde, so ergibt sich daraus ein Kapitalvermögen von rund 52 Milliarden Euro. Dabei waren die Vermögen der Wohlfahrtsverbände, Hilfs- und Missionswerke noch nicht eingerechnet.

Gleichwohl bemüht sich das Erzbistum Köln um mehr Transparenz. Dafür sind die Finanzmeister auf die Rechnungslegung nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs umgestiegen. So stehen im Wirtschaftsplan 2010 knapp 820 Millionen Euro auf der Einnahmeseite, davon gut 610 Millionen durch Kirchensteuern.

Mieten, Pachten und Kapitalerträge erbringen zusammen mit Einnahmen aus dem Betrieb von Bildungseinrichtungen gut 78 Millionen Euro. Der kleinere Teil davon seien Zinserträge, versichert das Bistum - gleichwohl, so schätzen Fachleute, ist ein sehr großes Vermögen notwendig, um solche Einnahmen in Millionenhöhe zu erzielen.

Echte Sorgen bereitet den Kölnern die Entwicklung der Kirchensteuer. Denn wegen der Rezession seien die Einnahmen 2009 um vier Prozent gesunken, heißt es im Rechenschaftsbericht. Für 2010 rechnen die Kirchenoberen sogar mit einem Rückgang um 16 Prozent. Und dabei ist die Zahl der Kirchenaustritte noch nicht einmal mitgerechnet, die auf den Missbrauchsskandal folgen dürften. "Das wird uns auch finanziell noch erheblich zu schaffen machen", sagt ein Bistumsmitarbeite

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...s-a-686793.html

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