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#1

Matthäus 19,12 Von Ehescheidung und Ehelosigkeit

in Das heilige Sakrament der Ehe 17.11.2014 21:49
von Andi • 1.027 Beiträge

Liebe Forumsmitglieder,

ich hoffe ich habe hier in den Beiträgen beim kurz anlesen der Themen nicht übersehen das es schon eine Antwort auf meine Frage gibt. Es geht um diese Bibelstelle:

Matthäus 19,12
Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.


Diejenigen die von Geburt zur Ehe unfähig sind, werden vielleicht die geistig oder körperlich Behinderten sein nehme ich mal an, oder ? Die wo sich selbst dazu gemacht um des Himmelreiches willen, werden wohl die Prister sein.
Aber wer sollen die sein, die von den Menschen dazu unfähig gemacht wurden ? Weiß das Jemand ?


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#2

RE: Matthäus 19,12 Von Ehescheidung und Ehelosigkeit

in Das heilige Sakrament der Ehe 18.11.2014 14:31
von Aquila • 5.705 Beiträge

Lieber Andreas

Nachfolgende eine frühere, deutlichere Übersetzung
der Stelle Mt. 19, 11-12 :

-
"Nicht alle fassen dies, sondern nur die, denen es gegeben ist.
Es gibt Menschen, die vom Mutterschoss an zur Ehe unfähig sind,
es gibt solche, die von Menschen unfähig gemacht sind;
und es gibt solche, die des Himmelreiches wegen der Ehe entsagen.
Wer es fassen kann, der fasse es."

-

Aufgrund der Komplexitität der Thematik lediglich einige grunsätzliche
Anmerkungen :

Diese Worte unseres Herrn und Gottes Jesus Christus weisen grundsätzlich darauf hin,
dass es
zwei Möglichkeiten des Verzichtes auf die Ehe gibt;


zum Einen gleichsam unter dem Zwang der Verhältnisse
und
zum Anderen
aus freiem Willen aus Liebe zu Gott.
Dieser Verzicht ist eine besondere Gnade Gottes
und findet u.a. im priesterlichen Zölibat seine Verwirklichung.



Bez. dem Eheverzicht
unter dem Zwang der Verhältnisse
fallen sicherlich die
bereits im Mutterschoss beginnenden....
geistigen oder körperlichen Behinderungen (u.a. auch Unfruchtbarkeit).
Doch vergessen wir nicht;
die Ermordung des ungeborenen beseelten Kindes durch die Abtreibung gehört mit dazu: Hier wird ein Mensch
(! unser Herr spricht von einem Menschen im Mutterschoss !)
durch
Vernichtung seiner menschlichen irdischen Existenz dazu "unfähig" gemacht.


Bez. denjenigen, die
durch Menschen
zur Ehe unfähig gemacht werden,

müssen wir gerade heute weit ausholen.

Vielfach wird hier alleine auf "Eunuchen" ("Entmannte") hingewiesen.
Dies ist natürlich viel zu kurz gegriffen.

Gerade heute kann ein Mensch durch vielerlei Einwirkungen
von Kindesbeinen an gleichsam zur Eheunfähigkeit getrieben werden.

Beginnend als Kind in einem "aufgeklärten" Lebensumfeld
mit
chaotischen "Familienverhältnissen",
die von Egomanie und "Selbstverwirklichung" geprägt sind
und in eine dauerhafte "humane Streitkultur" münden.
'Wechselnde Partnerschaften",
"Patchwork-Zusammenleben";
die unsäglichen, dem Kinderseelen Gewalt antuenden
"gleichgeschlechtlichen Partnerschaften";
Miterleben von Suchtproblemen jeglicher Art;
erlittener sexueller Missbrauch;
wahrheitsfernes bis -wahrheitsloses Umfeld...etc.etc.

all diese Umstände
wirken auf die einem solchen Lebensumfeld
ausgesetzten Kinder verheerend auf Psyche und Geist.


Weiter wird die Eheunfähigkeit später im Jugendlichenalter
durch eine "Pädagogik des sich Auslebens"
- der Anpreisung des seelentötenden
Hedonismus ( weltliche Freude, Vergnügen, Lust, Genuss, sinnliche Begierde); -
gleichsam gesetzlich gefördert.
Die teuflischen Floskeln "Sexuelle Vielfalt in reproduktiver Gesundheit"
( auch den Mord an ungeborenen beseelten Kindern beinhaltend)
wird zu seelenverfinsternder Folter.
Das andere Geschlecht
- mittlerweile bekanntlich auch das gleiche Geschlecht -
als "Ware" zur "Benutzung" der Befriedigung der ungeordneten Leidenschaften.

Die "allzeit bereite" pillenschluckende Frau vorgelogen als
"Fortschritt und Sieg der Vernunft".
Die "Partnerschaften" als vorübergehendes Intermezzo,
austauschbar je nach "Bedarf" und "Lebensform";
Kinder "nach Wunsch produzierbar"
und je nach "Bedarf" auch "wegwerfbar" ( mörderische Abtreibung) ,
Sterilisation als "Lebensprinzip";
das Hofieren und Bejubeln des "Genderismus"-Irrsinnes...
Selbstredend,
dass auch erlebter sexueller Missbrauch das weitere Leben
in Richtung Eheunfähigkeit prägen kann.


kurz; die Pervertierung der Schöpfungsordnung Gottes.




Die Prägung durch derartige Erlebnisse hinterlässt in Seele und Geist
eine Verwüstung und fliesst ein ins Fahrwasser der Eheunfähigkeit.


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 18.11.2014 14:34 | nach oben springen

#3

RE: Matthäus 19,12 Von Ehescheidung und Ehelosigkeit

in Das heilige Sakrament der Ehe 18.11.2014 19:21
von Andi • 1.027 Beiträge

Lieber Aquila,

danke für deine sehr gute ausführliche Antwort. Du solltest eventuell mal ein Buch schreiben über diese Themen. Ja gerade der Teil wo es heißt, durch Menschen zur Ehe unfähig gemacht ist sehr komplex. Da kommen bei Einigen manchmal gleich mehrere Faktoren zusammen und bei anderen reicht auch schon einer. Die Homosexuellen kann man zu dieser Gruppe vielleicht auch noch dazuzählen,denn die sind zwar nicht immer, aber oftmals auch von den Menschen zu sowas getrieben worden. Aber wer ist dann letztendlich vor Gott Schuld ? Diese Frage wird man wohl nicht so leicht beantworten können. Wessen Sünde ist es letztendlich dann wirklich ? Schwierig. Ich erwarte darauf jetzt auch keine Antwort und will das halt einfach mal erwähnen.
Der Hedonismus wie du schon ausgeführt hast, kommt sicherlich auch noch dazu. Früher war das ja alles lange nicht so extrem wie heute, aber Gott wußte wohl was kommen wird und deshalb steht dieser Teil des Satzes auch drin.

Gruß


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
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