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Johannes 7,40-53 / Hl. Johannes vom Kreuz (1542 - 1591), Karmelit

in Neues Testament 05.04.2014 18:42
von blasius (gelöscht)
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Evangelium nach Johannes 7,40-53.

In jener Zeit sagten einige aus dem Volk , als sie diese Worte hörten:

Er ist wahrhaftig der Prophet.

Andere sagten: Er ist der Messias. Wieder andere sagten: Kommt denn der Messias aus Galiläa?

Sagt nicht die Schrift: Der Messias kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte?

So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen.
Als die Gerichtsdiener zu den Hohenpriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?

Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.
Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen?
Ist etwa einer vom Hohen Rat oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen?

Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.
Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen:
Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut?

Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach: Der Prophet kommt nicht aus Galiläa.

Dann gingen alle nach Hause.


Kommentar zum heutigen Evangelium

Hl. Johannes vom Kreuz (1542 - 1591), Karmelit, Kirchenlehrer

Der Aufstieg zum Karmel, II, Kap. 22


"Niemals hat jemand so gesprochen wie dieser Mensch"

Gott könnte zu uns sagen: „Da ich alles durch mein Wort, meinen Sohn, verkündet habe, kann ich dir nichts mehr antworten, nichts mehr enthüllen, denn ich habe ihn euch zum Bruder, Wegbegleiter, Herrn, Erbteil und Lohn gegeben: ‚Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Auf ihn sollt ihr hören‘ (Mt 17,5)...

Wenn du also aus meinem Mund ein Wort des Trostes hören willst, dann blicke auf meinen Sohn, der mir gehorsam ist und der sich aus Liebe der Demütigung übergeben hat und dem Leiden. Du wirst sehen, was er dir antworten wird. Wenn du willst, dass ich dir verborgene Dinge oder Ereignisse aufdecke, blicke nur auf ihn und du wirst, in ihm verschlossen, tiefste Geheimnisse finden, Weisheit und Wundertaten Gottes, nach dem Wort des Apostels: ‚In ihm, dem Sohn Gottes, sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen‘ (Kol 2,3). Diese Schätze der Weisheit werden für dich erhabener, kraftvoller und nützlicher sein als alles, was du sonstwo lernen könntest. Deshalb rühmt sich derselbe Apostel, ‚nichts anderes zu kennen als Jesus, den Gekreuzigten‘ (vgl. 1 Kor 2,2). Wenn du nach Visionen oder Weissagungen verlangst, göttlichen oder fleischlichen, dann blicke auf ihn, den menschgewordenen Gott, und du wirst das finden, was alle deine Gedanken übersteigt, denn der Apostel Paulus sagt weiter: ‚Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes‘ (Kol 2,9).

Es ist also nicht mehr vonnöten, Gott wie einst zu fragen, und es ist nicht mehr nötig, dass er spricht, denn der gesamte Glaube an Christus wurde geoffenbart. Es gibt keinen Glauben mehr, der zu offenbaren wäre, niemals mehr.


http://evangeliumtagfuertag


zuletzt bearbeitet 05.04.2014 18:45 | nach oben springen



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