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Ihr kennt mich und ihr kennt mich nicht, zu Johannes 7,1-2.10.25-30.

in Neues Testament 04.04.2014 22:24
von blasius (gelöscht)
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Evangelium nach Johannes 7,1-2.10.25-30.

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.

Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.

Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.

Da sagten einige Leute aus Jerusalem:

Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man läßt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, daß er der Messias ist?

Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.

Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.

Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.

Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.


Kommentar zum heutigen Evangelium

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Predigten zum Johannesevangelium, Nr. 31, 3-4

Ihr kennt mich und ihr kennt mich nicht

„Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: „Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.“(Joh 7,28a) Das bedeutet soviel wie: „Ihr kennt mich und ihr kennt mich nicht“, oder auch: „Ihr wisst, woher ich stamme und ihr wisst es nicht. Ihr wisst woher ich komme: Jesus von Nazareth; ihr kennt auch meine Familie.“ Der einzige Umstand, der ihnen in diesem Zusammenhang verborgen war, war seine jungfräuliche Geburt... Sie wussten bei Jesus über alles Bescheid, was sein Menschsein ausmachte: über sein Aussehen, seine Heimat, seine Familie und den Ort seiner Geburt. Unser Herr hatte also Recht, als er sagte: “Ihr kennt mich, und wisst woher ich komme“, dem Fleisch und seiner menschlichen Gestalt nach, die er angenommen hatte.

Während er, bezogen auf die Göttlichkeit, sagte: „Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.“(Joh 7,28b) Doch wenn ihr ihn kennenlernen möchtet, dann glaubt an jenen, den er gesandt hat und ihr werdet ihn erkennen. Denn „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.“ (Joh 1,18) Oder auch: „Niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“(Lk 10,22b)... „Ich aber kenne ihn“: Bittet mich also darum, ihn euch zu zeigen... „Ich komme von ihm und er ist es, der mich gesandt hat“ (Joh 7,26). Wunderbare Aussage einer doppelten Wahrheit...: Der Sohn kommt aus dem Vater, und alles, was der Sohn ist, hat er von dem, dessen Sohn er ist. Aus diesem Grund bekennen wir, dass unser Herr Jesus „Gott von Gott“ (Credo) ist, während wir den Vater ... ganz einfach Gott nennen. Wir bekennen auch, dass unser Herr Jesus „Licht von Licht“ ist, während wir den Vater ... ganz einfach Licht nennen. Das also bedeuten die Worte: „Ich komme von ihm.“


zuletzt bearbeitet 04.04.2014 22:31 | nach oben springen


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