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#1

Frage zu 1. Thessalonicher 5,21

in Diskussionsplattform (2) 21.03.2014 13:18
von Kristina (gelöscht)
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1. Thessalonicher 5,21
21 Prüft alles und behaltet das Gute!

Diese Aussage habe ich oft von Christen gehört und wird hartnäckig verteidigt, wenn es um andere Glaubensgemeinschaften geht.

Der einzige Grund "das Gute zu behalten" wäre, wenn
man bei einer Person eine ständig vorgelebte menschliche Tugend, z.B. die der Nächstenliebe erkennt, unabhängig vom Glauben.
Müsste nicht auch zuerst eine bewußte Verbindung und die Liebe zu Gott da sein, wenn man "Gutes behalten" soll?

Oder trifft dies tatsächlich auch auf bestimmte positive Lehren anderer Glaubensgemeinschaften zu?


2.Korinther 3,17
17 Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.
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#2

RE: Frage zu 1. Thessalonicher 5,21

in Diskussionsplattform (2) 21.03.2014 22:09
von Aquila • 5.665 Beiträge

Liebe Kristina

Du hast es bereits sehr richtig definiert:

"Müsste nicht auch zuerst eine bewußte Verbindung und die Liebe zu Gott da sein,
wenn man "Gutes behalten" soll?"


Heute wird fast inflationär mit einem deformierten Begriff von "Nächstenliebe" gehandelt.
Dazu wird auch die von Dir zitierte Stelle aus 1. Thessalonicher 5,21 verdreht.

"Eine "Nächstenliebe"
ohne
Gottesliebe folgt nicht dem hl. Evangelium.
Eine solche human konstruierte "Nächstenliebe" zeitigt "Früchte",
die sogleich verdorren,
denn ihr fehlt die diese reifen lassende
Gnade !"

( Zitat von Hw Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft)

Der hl. Basilius von Cäsarea
Von der Ordnung und Reihenfolge der Gebote Gottes.

[...]
Das erste und größte Gebot hat er auf die Liebe gegen Gott beschränkt:
als zweites in der Ordnung und jenem gleich,
oder vielmehr als
Ergänzung des vorigen
und von ihm
a b h ä n g i g

hat er die Nächstenliebe aufgestellt;
demnach läßt sich aus dem Gesagten
und aus anderen ähnlichen Stellen der göttlichen Schriften die
Ordnung und Reihenfolge bei allen Geboten
des Herrn entnehmen.


Der hl. Kirchenlehrer Basilius v. Cäsarea aus "Regulae fusius tractatae ": "Von der Ordnung und Reihenfolge der Gebote Gottes"

Dasselbe gilt für eine heute inflationär propagierte human konstruierte "Liebe".
Eine solche ausserhalb der Wahrheit beworbene "Liebe" ist keine wahre Liebe,
sondern eine Lüge !
Die Kultur des Todes zeugt von dieser.

Wahrheit und Liebe sind eins.

Die allerheiligste Dreifaltigkeit, Gott, ist
die
Liebe.

Sein für die Sühne der Sünden der Welt Mensch gewordene eingeborene Sohn
Jesus Christus
- die Ewige Wahrheit -
schenkt
Gnade und Barmherzigkeit und ist die Wahrheit.

Joh. 1;14:
-
UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN
und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit."

-


Wahre Liebe kann es nur in der Wahrheit geben.
Ebenso die wahre Nächstenliebe durch das Erkennen Christi im Nächsten.


Alles andere ist menschengedachte "Wohltätigkeit" fern der Wahrheit und somit fruchtlos.


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 21.03.2014 22:13 | nach oben springen

#3

RE: Frage zu 1. Thessalonicher 5,21

in Diskussionsplattform (2) 21.03.2014 22:15
von blasius (gelöscht)
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Liebe Kristina,

zu Deiner Frage:

1. Thessalonicher 5,21
21 Prüft alles und behaltet das Gute!

Diese Aussage habe ich oft von Christen gehört und wird hartnäckig verteidigt, wenn es um andere Glaubensgemeinschaften geht.

Nach meinem Gefühl geht es dabei nicht um Glaubensgemeinschaften, sonder
um das was wir lesen, hören oder von jemanden gesagt bekommen.

So gesehen können nette Worte schlimme Lügen sein, wenn sie nicht dem Wort Gottes entsprechen.

Prüfen bedeutet nicht alles Kritisieren, ohne Liebe ermahnen, den anderen, den Nächsten
zu verurteilen oder zu richten.

Prüfen bedeutet eher die Wahrheit der Lüge zu unterscheiden und zu erkennen.

Prüfen kann bedeuten in Liebe zu ermahnen und Wahrheit zu lieben.

So bleibt nur die Liebe, sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sie freut sich aber
An der WAHRHEIT, dazu 1.Korinther 13,6.

Weil ich nicht alles glaube, prüfe ich was zu lesen ist oder gesagt wird.

Das ist ganz einfach bei der Frage:

Ist das, was ich lese, von Gottes Geist, der auf JESUS (und Seine Wahrheit) hinweist?

Ist das, was ich lese, die Wahrheit?

Jesus sagte von sich, dass Er die Wahrheit ist. Stimmt das, was ich lese mit Seinem Charakter überein?

Stimmt das, was ich lese, mit Seinem Wort überein?

Erbaut es mich, ermahnt es in Liebe, bringt es mich weiter in meiner Beziehung zu Gott, hilft es mir in meinem geistlichen Wachstum?

Oder weicht das, was ich lese, von Seinem Wort ab?

Grenzt es IHN sogar aus.

Liebe Grüße, blasius

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#4

RE: Frage zu 1. Thessalonicher 5,21

in Diskussionsplattform (2) 21.03.2014 23:23
von Kristina (gelöscht)
avatar

Lieber Aquila,
vielen Dank für die Antwort.

Lieber blasius,
es geht um das Gute in anderen Religionen zu behalten.
Dabei werden andere Glaubensgemeinschaften als "nicht ganz falsch" erachtet. Nach dem Motto: Millionen Menschen mit anderem Glauben können nicht ganz falsch liegen und haben durch das Gute, was man im eigenen Glauben auch findet genauso die Chance in den Himmel zu kommen.

Zitat:
"Nach meinem Gefühl geht es dabei nicht um Glaubensgemeinschaften, sondern
um das was wir lesen, hören oder von jemanden gesagt bekommen."


Abgesehen davon, dass sich die Unterhaltungen speziell um Religion handelten,
ist deine Auslegung dazu

"Was wir lesen, hören oder gesagt bekommen"

m.E. irgendwie nicht ganz zutreffend.

Denn dies wäre im allgemeinen für den Alltag bestimmt und wird doch eher mal nur zur Kenntnis genommen, als "geprüft und als Gut übernommen".

Oder vielleicht ist deine Auslegung auch richtig.
LG
Kristina


2.Korinther 3,17
17 Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.
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#5

RE: Frage zu 1. Thessalonicher 5,21

in Diskussionsplattform (2) 21.03.2014 23:40
von blasius (gelöscht)
avatar

Abgesehen davon, dass sich die Unterhaltungen speziell um Religion handelten,
ist deine Auslegung dazu

"Was wir lesen, hören oder gesagt bekommen"


Liebe Kristina,

sicher ist im Alltag nicht alles was wir lesen, hören oder gesagt bekommen
etwas über Religion, leider ist die „Religion“ im täglichen Leben verdrängt worden.
Die Werte sind beim weltlichen alltäglichen doch die Gleichen wie im religiösen, oder nicht?

Ganz abgesehen vom Bereich der Politik, wo diese Werte Mangelware sind….

Genau:
2.Korinther 3,17
17 Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit.

Das ist wie ein Schlüssel zur Göttlichen Freiheit,
das Gegenteil zum weltlichen alles mach dürfen.

Liebe Grüße, blasius

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