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Brigitta von Schweden

in Unsere Fürsprecher 11.10.2013 20:40
von Kristina (gelöscht)
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8. Oktober - Brigitta von Schweden

Bevor die Brigitta von Schweden geboren wurde, reiste ihre Mutter Ingeborg einst mit einem Schiff und geriet dabei in Seenot. Da erschien ihr ein Engel. Er teilte Ingeborg mit, daß sie gerettet werde um des Kindes willen in ihrem Schoß.

Am 14. Juni 1303 betete der Pfarrer von Rasbö nachts für Ingeborgs glückliche Niederkunft. Da erschien ihm die Muttergottes. Sie sprach: „Dem Birger wird in diesem Augenblick ein Kind geboren, dessen Stimme die ganze Welt vernehmen wird.“ - Zu Finstad bei Uppsala wurde Brigitta geboren. Ihr Vater Birger Persson, ein reicher Grundbesitzer, war schwedischer Landvogt von Uppland. Sowohl Birger als auch seine Gemahlin Ingeborg entstammten königlichen Geschlechtern Schwedens.

Drei Jahre lang soll Brigitta stumm gewesen sein, dann begann sie plötzlich zu sprechen. - Sie erhielt eine fromme Erziehung. Schon früh erlebte Brigitta Übernatürliches. Als Siebenjährige erschien ihr die Muttergottes und später der gekreuzigte Heiland. Böse Geister verjagte sie mit dem Kruzifix.

Als Brigitta elf Jahre zählte, verstarb ihre Mutter Ingeborg. - Zwei Jahre darauf wurde die hl. Brigitta mit dem achtzehnjährigen Adeligen Ulf Gudmarsson vermählt, dem späteren Landvogt von Nerike. Dieser war seit dem Tod seiner Mutter im Kloster Alvastra erzogen worden.

Ulf Gudmarsson und seiner Gemahlin Brigitta wurden vier Söhne und vier Töchter geboren, darunter die hl. Katharina von Schweden . Sie wurde später Vorsteherin des von Brigitta gegründeten Klosters zu Vadstena. Dieses Kloster wurde von dem seligen Papst Urban V. (1362 - 1370) im Jahre 1370 bestätigt. Nach Brigittas Tod erfolgte 1378 die Anerkennung des Ordens durch Urban VI. (1378 - 1389).

Ulf Gudmarsson war ein angesehener Landvogt. Er war fromm und sorgte für Arme und Kranke. Seine Gemahlin, die hl. Brigitta, berief Magnus II. Smek (1319 - 1363 König von Schweden, 1319 - 1355 König von Norwegen; 1319 - 1332 unmündig; gestorben 1374) 1335 nach Stockholm. Dort wurde sie Oberhofmeisterin der jungen Königin Blanca von Namur. St. Brigitta beriet aber auch den König, ihren jungen Vetter, und schenkte ihm eine Abschrift der Bibelübersetzung ins Schwedische, die ihr damaliger Beichtvater, der Dominikaner Matthias von Linköping, erstellt hatte.

König Magnus II. aber umgab sich gern mit Schmeichlern. Ihm und seiner Gemahlin gefielen prunkvolle Vergnügungen allzusehr. Die Ratschläge der Heiligen mißachtete das Königspaar in zunehmendem Maße. Brigitta unternahm daraufhin mit ihrem Gemahl eine Wallfahrt zum Grab des hl. Olaf (29.7.), um für das Wohlergehen des Reiches zu beten. Sie kehrte noch einmal an Königshof zurück und verließ ihn 1341, um gemeinsam mit ihrem Gemahl nach Santiago de Compostela (s. 25.7.) zu pilgern.

Auf der Rückreise erschien der hl. Brigitta 1343 zu Arras der hl. Dionysius (9.10.). Er verkündete ihr, sie werde noch Rom und Jerusalem aufsuchen. - Ihr erkrankter Gemahl Ulf Gudmarsson fand nach der Heimkehr Aufnahme im Zisterzienserkloster Alvastra, in dem er schon als Jüngling gelebt hatte. Dort starb er am 12. Februar 1344. Brigitta betreute ihn. Auf Grund einer besonderen Erlaubnis durfte sie sich in dem Männerkloster aufhalten.

Der Heiland erschien Brigitta und offenbarte ihr, sie sei Gottes Braut und Botin. - Ihre Visionen schrieb sie auf schwedisch nieder und ließ sie von ihren Beichtvätern ins Lateinische übersetzen.

Auf Grund göttlicher Weisung begab sich die Heilige noch einmal nach Stockholm, um dem König ins Gewissen zu reden. Darauf trat eine vorübergehende Besserung der Zustände ein. So wurden ungerechte Steuern, die man eingeführt hatte, um das aufwendige Leben des Königspaares zu finanzieren, wieder abgeschafft. - Brigitta kehrte nach Alvastra zurück und widmete sich dem Studium der hl. Schrift. Durch eine Schauung empfing sie die Weisung zur Gründung eines Ordens. Sie bat den König um Hilfe. Magnus II. überließ ihr daraufhin 1346 sein Gut Vadstena am Vättersee. Dort gründete die Heilige noch in demselben Jahr der Schauung gemäß ein Kloster für sechzig Nonnen, dem ein Gebäude für dreizehn Priester, vier Diakone und acht Laienbrüder angeschlossen war, die allesamt der Äbtissin unterstehen. Die Ordensregel entsprach derjenigen des hl. Augustinus (28.8.).

Auf Grund einer Schauung brach die hl. Brigitta 1349 auf, um nach Rom zu gehen. Zuvor begab sie sich noch ein letztes Mal zum König, um ihn von dem geplanten Krieg gegen Rußland abzuhalten. Für den Fall, daß er sich weigere, auf das zu hören, was sie ihm verkündete, sagte sie Magnus II. großes Unheil voraus. - Der König beachtete die Botschaft der Seherin nicht. Er unterlag im Krieg gegen Rußland. Dann verlor er die Krone Norwegens, das sein Sohn Hakon VI. (1343 - 1380; unmündig 1343 - 1355) ab 1355 regierte. In Schweden aber kam es zum Bürgerkrieg. Magnus II. wurde 1363 abgesetzt. Königin Blanca von Namur vergiftete man. Magnus II. ertrank 1374 vor der Küste Norwegens. Der Thron in Stockholm ging an Herzog Albrecht II. von Mecklenburg-Schwerin (1384 - 1412), der als Albrecht III. (1364 - 1405) den schwedischen Thron bestieg.

Brigitta blieb noch bis zum Frühjahr 1349 in Schweden, vielleicht wegen der im Abendland wütenden Pest (vgl. 4.2.). Dann brach die Heilige auf und erreichte Rom kam im Herbst des Jahres. Anfangs wohnte sie im Hause des Kardinals Hugo Roger Beaufort, des Bruders Clemens’ VI. (1342 - 1352). - Es war die Zeit des Exils der Päpste in Avignon (1309 - 1377).

Bei einer Erscheinung der Gottesmutter beklagte diese die in Rom herrschenden Mißstände, die aufrührische Gesinnung der Adligen, den Verfall von Kirchen, die Prunksucht hoher Geistlicher, die Not der zahlreichen Armen und den Aufenthalt der Päpste in Avignon.

Das Jubeljahr 1350 wurde zwar von Clemens VI. gewährt, doch fand es ohne die Anwesenheit des Papstes statt. Die hl. Brigitta führte ein Haus, in dem sie Studenten und Pilger aus dem Norden beherbergte. Sie sorgte aber auch so selbstlos für die Armen Roms, daß sie selbst schließlich völlig mittellos war. - Cola di Rienzo, der sich 1347 zum Volkstribun aufgeschwungen hatte, kehrte nach seiner Vertreibung aus Rom noch einmal zurück, um als Senator zu herrschen. Er wurde 1354 auf dem Kapitol erschlagen.

Weil sie die Sittenverderbnis jener Zeit anprangerte, wollte ein römischer Pöbelhaufe die Heilige töten. Sie entkam mit knapper Not. Jedoch verwüsteten Eindringlinge Teile des Kardinalspalastes. So wurde St. Brigitta die Wohnung gekündigt. Eine Zeit lang schlief sie zusammen mit ihrer Tochter Katharina unter Brücken und Torbögen, bis Geldsendungen aus der Heimat eintrafen.

Die hl. Brigitta von Schweden korrespondierte mit zahlreichen Persönlichkeiten jener Zeit. Sie ermahnte während einer ihr gewährten Audienz selbst Kaiser Karl IV. (1346 - 1378) zur Abwendung von Stolz und Vergnügungssucht. Ihrem Aufruf zu Demut und Enthaltsamkeit mochte er jedoch nicht folgen.

Auf Pilgerreisen besuchte die Heilige 1364 bis 1367 heilige Stätten Italiens. In Assisi erschien ihr der hl. Franziskus (17.9., 4.10.). - Brigittas wichtigstes Anliegen war die Rückkehr des Papstes aus dem Exil zu Avignon (vgl. 30.4.). Der sel. Urban V. hörte auf die Heilige. Er verließ Avignon gegen den Widerstand des französischen Königs und kam 1367 in Rom an. Doch wegen der fortwährenden Unruhen in Rom und dem übrigen Kirchenstaat bis hin zum Aufstand Perugias kehrte Urban V. 1370 nach Avignon zurück, von wo aus er im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich (s. 30.5.) vermitteln wollte. Doch starb er noch im Jahre 1370. Die hl. Brigitta von Schweden hatte ihm für den Fall der Rückkehr nach Avignon sein baldiges Ende geweissagt. Angemerkt sei, daß das Grabmal des seligen Papstes am Ende des 18. Jahrhunderts von den französischen Revolutionären zerstört wurde; das päpstliche Avignon schlossen sie Frankreich gewaltsam an.

1371 erschien der Heiland Brigitta und wies sie an, ins Heilige Land zu pilgern. Sie brach noch im Herbst desselben Jahres von Süditalien aus auf. Über Zypern gelangte sie nach Palästina, nachdem ihr irdisches Leben durch Seenot in größte Bedrängnis geraten war. Brigitta von Schweden besuchte die heiligen Stätten des Landes. In Visionen schaute sie die Stationen des Lebens des Heilandes, die sich an den betreffenden Orten ereignet hatten. Nach einem Aufenthalt von vier Monaten kehrte sie über Zypern zurück nach Neapel, wo inzwischen die Pest wütete.

Im Frühjahr 1373 kam die Heilige in Rom an. Ihr irdisches Leben neigte sich dem Ende zu. Brigitta fürchtete sich, vor Gott mit leeren Händen erscheinen zu müssen, doch tröstete sie die Muttergottes damit, daß niemand aus eigener Kraft und ohne den Heiland etwas zu tun vermag. - Die hl. Brigitta starb am 23. Juli 1373 zu Rom.

Im Anschluß an die schwedische Reformation wurde der Orden der hl. Brigitta 1595 aus Vadstena vertrieben. - Den Brigittinnen gehörten zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch wenige Klöster. Einen Aufschwung erfuhr der Orden als inzwischen reine Nonnengemeinschaft durch die Konvertitin Elisabeth Hasselblad aus Schweden, die 1906 unter die Brigittinnen aufgenommen wurde. Im Jahre 2000 sprach Johannes Paul II. (1978 - 2005) sie selig.

Obwohl die hll. Sergius und Bacchus, Marcellus und Apulejus seit alters am 7. Oktober geehrt wurden, versetzte man den Tag des Gedenkens auf den 8. desselben Monats. - Nachkonziliar wurde ihr Gedenktag wieder auf den 7. Oktober zurückverlegt, allerdings zugleich auch aus dem Missale entfernt.

Die hll. Sergius und Bacchus waren vornehme Römer, die als Offiziere im Heer dienten. Es heißt zwar, daß sie zu den Soldaten Maximians (vgl. 12.6.) gehörten, doch waren sie in Syrien stationiert. Deshalb ist vielleicht eher an Maximinus Daia (s. 17.1., 16.2.) zu denken (vgl. 27.7., 8.9., 9.11.).

Auf Grund ihrer Tapferkeit genossen Sergius und Bacchus großes Ansehen beim Kaiser. Doch als er sie zum Götzenopfer aufforderte, wollten sie den Tempel des Jupiter nicht einmal betreten.

Weil sie standhaft blieben folterte man sie zu Barbalisus. Der hl. Bacchus wurde so grausam ausgegepeitscht, daß er an den Folgen starb. - Den hl. Sergius brachte man nach Rasaph. Dort wurde er enthauptet und begraben. Später erhielt der Ort den Namen Sergiopolis. Heute ist er eine Ruinenstätte.

Die hll. Marcellus und Apulejus waren Anhänger Simons des Zauberers , als dieser zur Zeit Petri (18.1., 22.2., 29.6., 1.8.) in Rom auftrat.

Marcellus sah, wie der von ihm verehrte Simon Magus mit seinen vorgeblichen Wundern von Petrus überwunden wurde. Um aber den hl. Petrus von Marcellus fernzuhalten, setzte Simon Magus einen großen Hund vor die Tür von dessen Haus. Petrus ließ sich dadurch nicht aufhalten. Durch sein Kreuzzeichen machte er den Wachhund zahm, so daß er Zutritt zu Marcellus bekam. Dieser bekehrte sich angesichts der Wundertaten St. Petri ebenso zum katholischen Glauben wie sein Diener Apulejus.

Nach dem Tode Petri nahmen Marcellus und Apulejus den Leichnam vom Kreuze ab. Sie salbten und bestatteten ihn. - Bald danach nahm man sie zu Capua als Christen fest. Die beiden Heiligen wurden verhört und gefoltert. Da sie sich standhaft als Christen bekannten, verurteilte man sie zum Tode durch Enthauptung.

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